
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Robert Schumanns letztes Werk
Was für eine psychische Krankheit war es, die den Komponisten Robert Schumann seit seiner Jugend immer wieder heimsuchte und die mit Episoden lähmender Melancholie ebenso einherging wie mit fast manisch übersteigertem Schaffensdrang? Am Ende hatte sich Schumanns Geist endgültig und tragisch verschattet, 1856 starb der Komponist an seiner Krankheit - erst 46 Jahre alt. Drei Jahre vorher hatte er sein letztes Werk vollendet - die "Geistervariationen".

Wagners Hunde
Dieser durchdringende, herzerweichende Blick! Der kleine Richard war zum ersten Mal als Kind von Hundeaugen getroffen worden und versuchte ohne Erfolg, ein kleines Tier zu retten. Dennoch blieb Wagner den kleinen und großen Hunden sein Leben lang treu, und seine vierbeinigen Freunde meist auch ihm. Wohin es Wagner auch verschlug, sie waren an seiner Seite: Hunde. Und Papageien. Die Geschichte von der Tierliebe eines großen Komponisten, erzählt im heutigen ZOOM.

Domenico Scarlatti - Streets und Sonaten
Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Guinness-Buch der Rekorde. Mit dabei ist zum Beispiel das längste Matratzen-Domino, der teuerste Hotdog oder die längste Kaugummipapierkette. Lustiger Blödsinn oder krasse Leistung? Mal so mal so, oder? Wir hören im heutigen ZOOM von einer der ungewöhnlichsten Leistungen der Musikgeschichte. Vollbracht hat sie der Komponist Domenico Scarlatti.

Mario Lanza zum 100. Geburtstag
Er war ein Superstar der 50er Jahre, eine Ikone des Hollywood-Kinos, für ein Millionenpublikum der Inbegriff des strahlenden Tenors. Mario Lanza war der Mann, der auf der Kinoleinwand Caruso verkörperte, eine Rolle, die für ihn sowohl Segen als auch Fluch war. In diesem ZOOM erinnert Markus Vanhoefer an einen tragischen Künstler, der am 31. Januar seinen 100sten Geburtstag feiern würde.

Vaclav Pichls letztes Konzert
Der Geiger Václav Pichl tritt im Wiener Palais Lobkowitz auf. Drei Wochen, nachdem Beethoven hier seine 3. Symphonie, die "Eroica", zum ersten Mal präsentierte. Václav Pichl hat ziemlich viele Fans und die stehen auch schon Schlange, um den Geiger hautnah zu erleben. Pichl kommt auch und spielt. Aber: Der Abend verläuft ganz als erwartet.

Marlene Dietrich und die Geige
Eine der größten Schauspielerinnen des vergangenen Jahrhunderts hätte eigentlich Geigenvirtuosin werden sollen. Und zwar Marlene Dietrich. Schon als junge Geigenstudentin hatte sie ein erstes Angebot für ein großes Orchester. Doch daraus wurde nichts. Wegen ihrer Beine - nein, eigentlich waren die Männer Schuld.

Händel duelliert sich
Musiker sind eine ganz eigene Spezies. Das kann ungeahnte Folgen haben, denn gerade wenn es um die Ausübung ihres Berufes geht, können sie ganz schön rabiat werden, schließlich geht es ja um ihren Ruf und auch um ihren Erfolg. Besonders im 18. Jahrhundert scheinen sie streitlustig gewesen zu sein: In Hamburg im Jahre 1704 stand die Karriere Georg Friedrich Händels auf des Messers Schneide. Aufbrausend wie er ist, hat er sich mit einem Freund angelegt. Was da genau passierte, schildert Ihnen ZOOM.

Alexander Alexandrow - Die Entstehung der russischen Nationalhymne
Die sowjetische Hymne wurde 1991 ersetzt durch ein anderes Lied, weil sich die Sowjetunion aufgelöst hat. Spannend ist aber, dass diese Melodie später wieder offiziell als russische Staatshymne eingeführt wurde - unter Präsident Putin. Nur am Text hat man ein bisschen geschraubt. Der Dichter der neuen Version war übrigens derselbe, der bereits viele Jahre vorher für Stalin den ersten Text schrieb.

Paul Wittgenstein - der einarmige Pianist
Der Wiener Paul Wittgenstein war kein Pianist wie viele andere auch: Er hatte nämlich nur einen Arm! Wie es dazu kam und wie er trotz des Handicaps spielen konnte, das erfahren Sie in dieser Ausgabe von ZOOM.

Dmitrij Schostakowitsch und Galina Ustwolskaja
Der Professor und eine Studentin. 13 Jahre Altersunterschied. Zwei verwandte Seelen - so scheint es, als sie sich kennenlernen. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch. Der große Komponist, mal gefördert von den Herrschenden, dann wieder misstrauisch beäugt von den Kulturfunktionären. Er neigt bald dazu, sich zu isolieren. Vielleicht erkennt er sich in der jungen Komponistin, einer eigenwilligen Einzelgängerin. Die Geschichte einer rätselhaften Beziehung.

Mendelssohn und Goethe
Felix Mendelssohn Bartholdy hatte schon in jungen Jahren Wunderkind-Status und bestand mit 12 Jahren sogar die strenge Prüfung durch einen 72-jährigen Dichter-Titan. Goethe und Mendelssohn - wie die Benotung ausfiel, das erfahren Sie in diesem ZOOM.

Jascha Nemtsovs Wiederentdeckung jüdischer Komponisten
Kennen Sie Lasar Zaminskij, Joseph Achron, Alexander Weprik, Israel Brandmann? Das sind russisch- jüdische Komponisten, die lange vergessen waren. Der Pianist Jascha Nemtsow, geboren am 7. Oktober 1963, hat ihre Werke zufällig in einem Berliner Archiv gefunden und dadurch eine ganze Richtung in der klassischen Musik der Vergessenheit entrissen - die so genannte "Neue jüdische Schule". ZOOM über den Musiker und seine Funde.

Tartinis Teufelstriller
Dass die Geige ein Teufelsinstrument ist, wissen wir spätestens seit Niccolò Paganini. Doch schon fast ein Jahrhundert vor ihm betritt ein anderer Geigenvirtuose die großen Bühnen Italiens und schockt die Menschen mit seiner Teufelsmusik: Giuseppe Tartini! Gegen den Willen des Vaters hatte er sich für den Beruf des freischaffenden Künstlers entschieden. Nur, leicht war dieser Weg nicht. Eines Nachts aber wandte sich plötzlich das Schicksal und er wurde zum gefeierten Virtuosen. Welche teuflischen Mächte dabei ihre Hände im Spiel hatten, verrät unser ZOOM.

Eduard Strauß verbrennt die Noten der Familienkapellen
Wenn ein Maler oder ein Komponist eigene Werke vernichtet, mag das für die Nachwelt schmerzlich sein - der Künstler selber kann nicht anders: Das solchermaßen Vernichtete genügt nicht den eigenen Ansprüchen, ist also für den Schöpfer nicht Kunst, sondern kann weg. Was allerdings im Herbst 1907 in einer der berühmtesten Künstlerfamilien Wiens auf dem Müll landete, hatte damit nichts zu tun - die Vernichtungsaktion hatte andere Gründe.

Joseph Haydn wird beinahe entmannt
Die Wiener Sängerknaben können auf eine lange Liste namhafter Musiker zurückblicken, die ebenfalls in diesem Chor sangen. Auch Franz Schubert und Joseph Haydn waren Wiener Sängerknaben. Schubert musste den Chor verlassen, weil seine Leistungen in Mathematik ungenügend waren. Warum Joseph Haydn aus dem Chor entlassen wurde - und das, obwohl der Domkapellmeister alles in die Wege geleitet hatte, ihn noch länger im Chor zu halten, verrät Ihnen dieses ZOOM.
Der Tod des Komponisten William Lawes
Alle Menschen müssen sterben. Komponisten machen da keine Ausnahme, und für gewöhnlich tun sie das - wie andere Menschen auch - daheim in ihren Betten. Einige wenige aber nicht: William Lawes fiel im englischen Bürgerkrieg, der von 1642 bis 1648 dauerte.

Podcast Zoom 19.09. - Die OP-Riots von Covent Garden
Die Unruhen brachen am 18 . September 1809 aus und dauerten 67 Tage. Abend für Abend rotteten sich die Menschen zusammen, um ihren Unmut zu äußern. London kochte: Was trieb die braven Bürger der Millionenstadt auf die Straße? War es Hunger, hohe Steuern, oder etwa der Geist der Revolution? Keines davon. Der Aufstand der Massen hatte einen anderen Grund, er entzündete sich am königlichen Opernhaus Covent Garden. ZOOM berichtet über die "OP-Riots", die als Teil der Londoner Stadt- und der englischen Kulturgeschichte legendär wurden.

Anton Bruckner und sein Sinn fürs Makabre
Für seine opulenten Bläsersätze ist er bekannt, für seine Religiosität, für seinen Hang zum Monumentalen. Weniger bekannt ist Anton Bruckners Neigung zum "Lethalen". Was es damit auf sich hat und in welcher Form der große Komponist seiner Vorliebe fürs Makabre frönte, hat das heutige ZOOM zusammengefasst.

Tod beim Einmarsch der Deutschen: Albéric Magnard
Das Wetter muss spätsommerlich heiter gewesen sein, damals, Anfang September des Jahres 1914, und die meisten Menschen in Europa hätten zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht geglaubt, dass der Krieg, der wenige Wochen zuvor begonnen hatte, einmal der Erste Weltkrieg genannt werden würde. Später verblutete die Jugend des Kontinents auf den Schlachtfeldern. Unter den ersten Künstlern, die dem Gemetzel zum Opfer fielen, war am 3. September 1914 der französische Komponist Albéric Magnard. ZOOM über einen ungewöhnlichen Musiker und sein ungewöhnliches Ende.

Charlie Parker - der Mann, der schon morgen spielte
Er war ein Genie. Darüber sind sich Generationen einig. Charles Parker Jr., genannt Charlie Parker oder auch "Bird", wie der Vogel, spielte Jazz wie keiner vor ihm. Am 29. August wäre der 100. Geburtstag des musikalischen Revolutionärs, der 1955 mit nur 34 Jahren starb. ZOOM erzählt über sein Leben und seine Musik.

Brotlose Kunst? Bayreuth ohne Essen
Bei der ersten Ausgabe der Festspiele - 1876 war das - gab es ein ziemliches Durcheinander. 2.000 Menschen, das waren damals einfach zu viele für Bayreuth. Die Stadt war nicht auf so viel Publikum eingestellt. Und sogar Peter Tschaikowsky hat hungern müssen als Besucher. Die Geschichte der ersten Bayreuther Festspiele gibt es bei ZOOM!

Johann Strauß Sohn wird deutscher Staatsbürger
Johann Strauß Sohn ist der Walzerkönig. Jeder kennt zum Beispiel "An der schönen blauen Donau" - dieser Walzer wird jedes Jahr beim Neujahrskonzert in Wien gespielt. Seine zweite Ehe scheiterte, vielleicht auch an zu hohen Erwartungen an ihn, den prominenten Walzerkönig. Um aber ein drittes Mal heiraten zu können gab er, ein Wiener durch und durch, seine österreichische Staatsbürgerschaft auf - und wurde Deutscher. Die ganze Geschichte gibt es bei ZOOM!

John Cage und die Pilze
Kennen Sie eigentlich die Ziegenlippe, den Goldröhrling oder eine Morchel? Als Pilze kennt wohl jeder diese kleinen und feinen Köstlichkeiten. Und sie erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit. Aber Vorsicht, denn das Sammeln will gelernt sein. Glücklicherweise gibt es heutzutage genügend Menschen mit dem Pilzblick. Einer von ihnen war sogar ein Komponist aus Amerika. ZOOM erzählt von diesem Künstler und seiner Begeisterung für die kleinen Lebewesen.

Clara und Robert Schumann erstreiten ihre Ehe
Es war die Künstler-Ehe des 19. Jahrhunderts: Clara und Robert Schumann. Eine begnadete Pianistin und der Poet unter den großen Komponisten der Romantik. Dass ihre Ehe etwas Besonderes war, zumal Clara ihre Karriere als reisende Konzertpianistin trotz mehrerer Kinder fortsetzte, war den beiden bewusst. Und einfach war die Beziehung erst recht nicht. Am stürmischen Beginn dieser Liebe war das traurige Ende nicht abzusehen - doch Hindernisse gab es auch damals schon mehr als genug. ZOOM erzählt vom erbitterten Kampf um eine Hochzeit.

Schönberg und Kandinsky gehen baden
Schwabing sei kein Ort, sondern ein geistiger Zustand! Das fand Wassily Kandinsky. Sein erstes abstraktes Bild hatte er in München gemalt, immer wieder tauschte er die Stadtwohnung mit einem kleinen Holzhaus in Murnau an Staffelsee: dem Russenhaus. Hier lebte er mit Gabriele Münter. Viele Besucher kamen. Maler pilgerten ins blaue Land. Kandinsky zog sie alle an. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. ZOOM erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.

"Les lundis" - Die Montagabende bei Camille Saint-Saëns
Heutzutage kennt und schätzt ihn jeder, den Komponisten des "Karnevals der Tiere", der dramatischen Orgelsymphonie, der "Danse macabre": Camille Saint-Saëns. Als Kammermusikkomponist ist er hingegen weniger bekannt. Und als Saint-Saëns noch lebte, da waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat der Komponist einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen: immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung. "Les Lundis" waren im Paris der 1860-er Jahre eine angesagte kulturelle Institution.

Primadonna ohne Allüren - Die Sopranistin Kirsten Flagstad
Fast wäre Kirsten Flagstad, eine der größten Wagner-Sängerinnen des letzten Jahrhunderts, Pianistin geworden. Denn erst 1930 verschrieb sich die 1895 geborene Norwegerin ganz der Kunst Wagners. Doch dann ging alles ganz schnell: frisch entdeckt, wurde sie an der New Yorker Met ab 1934 zum großen Star und so populär, dass die US-amerikanische Wagner-Rezeption in das Zeitalter "before and after Kirsten" eingeteilt wurde. Eine Jahrhundertstimme, warm, reich und expressiv, von immenser Kraft und Größe. Privat indes blieb der Weltstar stets nahbar und uneitel. ZOOM würdigt die Sopranistin zu ihrem 125. Geburtstag.

Independence Day - Charles Ives und sein Amerika
Zum 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, geht es in diesem ZOOM um Charles Ives. Er war der erste Komponist, der es wagte, abseits von Brahms, Tschaikowsky und Beethoven eine eigene amerikanische Musik zu komponieren. Hauptberuflich war er Versicherungsunternehmer. Ganz nebenbei hatte er außerdem politische Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren - und heute wieder ziemlich aktuell sind.

Der Geigerbauer Matthias Klotz
Wie kein anderer Ort in Deutschland genießt Mittenwald weltweit das Renommee einer Geigenbauerstadt. Klar, könnte man sich denken, im nahen Karwendelgebirge gibt es eben einzigartiges Holz. Doch, dass Mittenwald, wo eine Berufsfachschule für Geigenbau beheimatet ist, für die Violine so bedeutend werden konnte, liegt an Mathias Klotz. Seit 1890 thront der 1653 geborene Geigenbauer auf dem Platz vor der Mittenwalder Pfarrkirche als ehernes Denkmal.

Gershwin Meets Schönberg
George Gershwin war bekannt als Sonnyboy und Partylöwe. Was man vom 12-Ton-Komponisten Arnold Schönberg nicht unbedingt behaupten kann. Aber: Die beiden waren befreundet und spielten zusammen Tennis. Abseits vom Tennisplatz erhoffte sich Gershwin von seinem Freund Nachhilfe in Musiktheorie. Aber Schönberg hatte einen ganz anderen Rat für ihn.

Ernst Kraus, der fränkische Caruso, wird geboren
Den Tenor Ernst Kraus kennt heute kaum noch jemand. Aber zu Beginn des letzten Jahrhunderts war er ungefähr genauso berühmt wie Enrico Caruso. Und die beiden waren sogar miteinander befreundet. Zwei Heldentenöre also, die nicht wie Kampfhähne aufeinander losgegangen sind. Doch nur einer von beiden hat es bis zur Legende geschafft - Caruso. Was wurde aus Ernst Kraus? Davon berichtet dieses ZOOM.

Strawinsky und Diaghilew
Acht Ballettmusiken schrieb Strawinsky für den Ballett-Impresario Sergej Diaghilew und dessen Ballets Russes. Es gibt wohl kaum ein Künstler-Gespann in der Musikgeschichte, das so erfolgreich und nachhaltig zusammenarbeitete. Wie diese wunderbare Zusammenarbeit begann - dazu dieses ZOOM.

Die Affäre Alban Berg - Hanna Fuchs
Vier Töne erhielten eine ganz besondere Bedeutung in der Konstruktion von Alban Bergs "Lyrischer Suite" für Streichquartett. Ein Drama in sechs Sätzen. A und B und H und F. Die Initialen der beiden Liebenden. Dieses kleine Denkmal einer geheimnisvollen Affäre? Ein Zufallsfund überführte die beiden Liebenden erst fünfzig Jahre später. Alban Berg und Hanna Fuchs. Die Geschichte einer tragischen Liebe, entschlüsselt in einer Taschenpartitur. Das heutige ZOOM erzählt von einer Affäre, die Musikgeschichte schrieb.

Richard Wagners revolutionäre Phase
Es ist Mitte Mai 1849, Deutschland brennt und der königliche Kapellmeister Wagner ist auf der Flucht. Die Vorwürfe gegen ihn sind ernst, so ernst, dass sich der Komponist mit falschem Pass in die Schweiz absetzt, um jahrelang nicht mehr in seine Heimat zurückzukehren. Jung-Siegfried als subversives Element - war Richard Wagner, der deutscheste aller deutschen Tonsetzer, ein Terrorist?

Beethovens Kaffeemaschine
Ludwig van Beethoven. Ein Genie mit wildem Haarschopf und grimmigen Blick, ein Geistesheld, überlebensgroß. Ein ertaubender Komponist, der aber nicht taub war für das Zeitalter der Revolutionen und Veränderungen. Wer war Beethoven? Er war in allem ein neugieriger Zeitgenosse und - Kaffeeliebhaber.

Die Konversationshefte des Herrn Ludwig van Beethoven
Beethoven nutzte seine Konversationshefte vor allem, seitdem er in jungen Jahren sein Gehör verloren hatte. Diese Hefte waren für ihn meist die einzige Möglichkeit, sich mitzuteilen. Gesprächspartner hinterließen darin Informationen für ihn, aber auch Beethoven selbst schrieb seine Gedanken da hinein. 140 Notizbücher sind bis heute erhalten - voller wissenswerter, kurioser Details. Und die Geschichte hinter diesen Konversationsheften gibt es in diesem ZOOM.

Der Geiger Frantisek Ondricek stört Paganinis Grabesruhe
"Ich zitterte vor Aufregung und kann den erschütternden Eindruck dieses Augenblicks nicht beschreiben, der sich aber in tiefen Schmerz wandelte, als ich längere Zeit das fast versteinerte Antlitz des Künstlers anschaute, der vormals die ganze Welt mit seinem zauberhaften Bogen in Erstaunen versetzte." Voller Bewunderung steht er da, der Geiger Frantisek Ondricek. Vor dem Grab seines Idols Niccolò Paganini - und stört dessen Totenruhe. Warum? Das erfahren Sie in diesem ZOOM.

"Lisztomania"
"Liszt ist bloß eine ordinäre Person mit gesträubten Haaren - ein Snob aus dem Irrenhaus. Er schreibt die hässlichste aller existierenden Musik." So war es in der Londoner Presse im Jahr 1843 zu lesen. Die Kritiker waren über Franz Liszts zukunftsweisende Musik oft entsetzt. Ganz anders jedoch die Damenwelt, denn die lag dem äußerst attraktiven Klaviervirtuosen zu Füßen. Wie ein Popstar versetzte Liszt auf seinen europaweiten Konzertreisen die Massen in Ekstase. Von dieser "Lisztomania" handelt die heutige ZOOM-Ausgabe.

Toscanini tobt - Der Choleriker
Arturo Toscanini hat die heutige Aufführungspraxis klassischer Musik geprägt wie kaum ein anderer. Die Partitur galt ihm als oberste Instanz. Aber er war auch gefürchtet für seine Tobsuchtsanfälle, für zerrissene Partituren und zerbrochene Taktstöcke.

Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel
Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel aus Regensburg sollte ebenso abenteuerlich enden. Doch dieses Ende war nicht zu erwarten gewesen. Mälzel war ein geschäftstüchtiger Erfinder, ein begnadeter Mechanikus, stets auf der Suche nach dem nächsten Coup - so vermutlich auch, als er 1838 durch Südamerika reiste. Begonnen hatte alles in Wien, wohin er einst als Klavierlehrer gekommen war. Wir erzählen die Geschichte eines Mannes, der immer zur rechten Zeit die rechte Idee hatte und so im Schatten eines großen Komponisten Geschichte schrieb.

Friedrich Guldas Wiederauferstehung
Am 28. März 1999 erreichte eine Schreckensnachricht die musikalische Welt: Der österreichische Pianist Friedrich Gulda sei gestorben! Völlig unerwartet und plötzlich. So groß die Bestürzung auch war, für die Medien war es natürlich ein willkommenes Fressen. Ohne genaue Prüfung der Sachlage schossen die Schlagzeilen wie Pilze aus dem Boden. Und plötzlich stellte sich heraus, dass Gulda noch quietschfidel war. Ja mehr noch: der Pianist hatte das Drama um seinen tragischen Tod selbst inszeniert!

Beethoven zieht um
Wien, Heiligenstadt, Mödling, Baden, Schönbrunn, Unter-Döbling, Hetzendorf, Penzing-Gneixendorf. Die Liste der Orte, an denen Ludwig van Beethoven in und um Wien gewohnt hat, ist lang. Kein Wunder, hatte der musikalische Genius, der bei seinen adligen Mäzenen und beim Publikum Eindruck machte, als Ober- bzw. Untermieter durchaus Eigenheiten, die das Leben unter einem Dach nicht einfach machten.

Kollekte für Telemann
Die Finanzkrise ist bereits in die Kulturszene gedrungen - dort haben alle derzeit dieselbe Angst: Die Sponsoren könnten sich zurückziehen. Jedenfalls hat es vor fast 300 Jahren ein Komponist tatsächlich geschafft, trotz seiner schweren persönlichen Finanzkrise europaweit ein Star zu sein und so viel zu komponieren, dass man bis heute sein Gesamtwerk noch nicht vollständig erforscht hat. Ist es ihm aber jemals gelungen, seine hohen Schulden zu begleichen?

Die Ouvertüren des Herrn Rossini
Gegessen hat er gerne und viel, er war scharfsinnig und witzig, und bekannt als Schandmaul unter den italienischen Komponisten: Gioachino Rossini. Und auch wenn er seine Opern schrieb, galt er nicht als der Einfachste.

Arnold Schönberg schafft das Publikum ab
Der von Schönberg gegründete "Verein für musikalische Privataufführungen" existierte von 1918 bis 1921. Es gab bis zu 30 Proben und siebenfache Aufführungen, wenn es ein Werk erforderte. Die Programme der wöchentlichen Konzerte, die Vereinssitzungen hießen, wurden geheimgehalten, "um einen gleichmäßigen Besuch zu erreichen". Verboten waren neben Beifalls-, Missfalls- und Dankesbezeugungen auch "Kritische Besprechungen in Zeitungen und Zeitschriften, Reklame und Propaganda".
Die Geschichte vom Pferd
Ein Komponist hoch zu Ross? Auch Ludwig van Beethoven besaß oder vielmehr geriet in den Besitz eines vierbeinigen Statussymbols. Unklar ist, ob es sich dabei nicht sogar um zwei Tiere handelte. Wiebke Matyschok erzählt eine Geschichte vom Pferd.

Händel und Hendrix - Zwei "Nachbarn" in London
Musik sei eine grenzüberschreitende, universelle Kunst, heißt es immer wieder. Doch sind der Frack des Orchestermusikers und das Tattoo des Rock-Stars wirklich so eng verwandt, wie es Freunde einer Crossover-Philosophie gerne postulieren? Manchmal schon, denn Musik ist immer wieder für Überraschungen gut. Eine musikalische Geschichte über eine außergewöhnliche Nachbarschaft in London.

Mieczyslaw Weinberg zum 100. Geburtstag
Mieczyslaw Weinberg war einer der faszinierendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Leben liest sich wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Film: Er musste vor den Nazis fliehen, heiratete in eine einflussreiche Moskauer Familie ein, geriet dann aber zwischen die Mühlräder des Stalin-Terrors. Am 8. Dezember wäre er 100 Jahre alt geworden.

Zoom: Beethoven und die Frauen
Er gilt als der einsame Titan der Musikgeschichte, der knorrig taube Einzelgänger, der sein Leben den höchsten Idealen der Menschlichkeit geweiht hat: "...seid umschlungen Millionen". Umschlungen hat Ludwig van Beethoven aber nicht nur die Menschheit im Ganzen, sondern auch im Speziellen. Katharina Neuschaefer hat die zwischenmenschlichen Beziehungen des Meisters unter die Lupe genommen.

ZOOM Heinrich Neuhaus - ein deutscher Spion im Moskauer Konservatorium
Berühmt geworden ist der russisch-deutsche Pianist Heinrich Neuhaus hauptsächlich als Lehrer. Doch alle seine Verdienste konnten den russisch- deutschen Pianisten während des zweiten Weltkriegs nicht vor Stalins Repressalien schützen. Seine deutsche Herkunft wurde ihm zum Verhängnis. Ein Spionage-Intermezzo im Moskauer Konservatorium - aufgezeichnet von Julia Smilga.