
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Mozarts Vogel
Tiere spielen bekanntermaßen im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Oftmals sind sie - je nach Gattung - Ansprechpartner in allen Lebenslagen oder stille, treue Gefährten für lange Zeit. Auch in Wolfgang Amadeus Mozarts Leben war Platz für ein Tier. Mozart allerdings hatte keinen Hund, keine Katze, keinen Leguan - nein, Mozart hatte einen Vogel. In einer recht seltsamen Geschichte erzählt unser ZOOM, welche Bedeutung dieses Tier für den Komponisten hatte.

Paganinis letzter Wunsch
In dieser Folge begleiten wir Niccol? Paganini auf seiner letzten Reise. Doch weil ihm ein Pakt mit dem Teufel nachgesagt wird, dauert es sehr, sehr lange, bis Paganinis Leichnam endlich bestattet werden kann. Warum, wie und wann der Teufelsgeiger dann doch seine letzte Ruhe gefunden hat: Katharina Neuschaefer hat sämtliche unrühmlichen Strapazen zusammengetragen.

Die Affäre Alban Berg - Hanna Fuchs
Eine Affäre, die Musikgeschichte schrieb: Hanna Fuchs, Alban Berg - und ein Briefbote namens Adorno. Unser ZOOM erzählt von einer Affäre, die Musikgeschichte schrieb.

Richard Wagner als Revolutionär
Richard Wagner hatte Glück, zumindest mehr Glück als die meisten seine Mitstreiter. August Röckel, zum Beispiel. Der flammende Publizist und sozialistische Agitator wird zum Tode verurteilt, bevor ihn die Richter zu lebenslangem Zuchthaus begnadigen. Und auch der Kopf der blutigen Unruhen, der russische Fanatiker Bakunin, ein kolossaler Kerl mit Rauschebart, sitzt hinter Schloss und Riegel. Bei Wasser und trocken Brot im dunklen Kerker, die Kugel eines Exekutionskommandos; kaum vorzustellen, was mit Richard, dem Barrikadenmann, nicht alles hätte passieren können.

Der Dämon unter den Routinierten - Der Dirigent Jascha Horenstein
Wen man in die Suchmaschine die Wörter "Horenstein" und "MusiK" eingibt, dann fragt das System: "Meinten Sie Bernstein?" Wenn man dann aber weitersucht, findet man Internet-Foren von Klassiksammlern, die ebenso engagiert wie begeistert über Horensteins schönste Aufnahmen fachsimpeln. Der Dirigent Jascha Horenstein, einer der größten Mahler- und Bruckner-Interpreten des 20. Jahrhunderts, ist ein Geheimtipp, eine Kultfigur für Eingeweihte. Unser heutiges ZOOM erzählt sein abenteuerliches Leben, das, wie bei so vielen jüdischen Künstlern des 20. Jahrhunderts, gezeichnet war von Flucht und Exil.

Tafelmusik bei Ludwig II.
Bei dem Terminus Tafelmusik denken Sie vielleicht an Musikberieselung bei Ihrem Lieblingsitaliener, an unser Nürnberger Tafelkonfekt, an Georg Philip Telemann, der seine Tafelmusik teuer drucken ließ und für einen sehr guten Preis losschlug oder an die Musiker, die Don Giovanni um sich schart, damit sie ihm bei seinem letzten Souper auf Erden aufspielen. Tafelmusik ganz anderer Art stellt Ihnen jetzt unser heutiges ZOOM vor.

Arnold Schönberg schafft das Publikum ab
Arnold Schönberg, der Erfinder der Zwölftontechnik, sah sich - durchaus sendungsbewusst - als Visionär. Er hatte spät erst begonnen mit dem Cello-Spiel. Mehr ein Dilettant denn ein Profi musizierte er mit Leidenschaft in einem Laienorchester. Im Hauptberuf versuchte Schönberg sich als Bankangestellter. Vorerst. Ideen und Visionen trieben ihn jedoch schon früh um. Schönberg wurde ein verkannter Komponist. Vorerst. Was ihn zu einem weiteren Schritt veranlasste. Er schaffte das Publikum ab. Wie es dazu kam? Unser ZOOM berichtet.

Die Geschichte vom Pferd
Wolfgang Amadeus Mozart hielt etwas auf sich und gebärdete sich in Vielem nicht nur exzentrisch, sondern wie ein echter Aristokrat: "Mein Wagen - ich möchte ihm ein Busserl geben", sagte er über seine Kutsche, die er eine Zeitlang besaß. Eine Zeit lang soll er sich sogar ein Pferd gehalten haben, um im Prater auszureiten. Ein Komponist hoch zu Ross? Auch Ludwig van Beethoven geriet in den Besitz eines vierbeinigen Statussymbols. Unklar ist, ob es sich dabei sogar um zwei Tiere handelt. Unser ZOOM erzählt eine Geschichte vom Pferd.

Donizettis Schädel
Post mortem, in der Musikgeschichte hat dieser Ausdruck mitunter einen unerwartet makabren Beigeschmack. Denn vor allem das 19. Jahrhundert hatte an Komponisten gerade nach deren Tod ein ungewöhnliches Interesse. Wo im Körper eines Künstlers steckt dessen Genialität? Kann der Mediziner mit dem Seziermesser fündig werden? Rechtfertigt wissenschaftlicher Forscherdrang alle Mittel? Musik und Anatomie, legendär ist die Geschichte von Joseph Haydns gestohlenem Totenschädel. Einem nicht minder spektakulären Fall von Leichenraub hat unser heutiges ZOOM nachgespürt.

Telemann in Paris
Zugegeben: Im 18. Jahrhundert war das Reisen noch weitaus beschwerlicher als heute. Eine Postkutsche schaffte keine 15 km pro Stunde und besonders bequem war sie auch nicht. Trotzdem war Georg Philipp Telemann im Vergleich zu seinen Kollegen ganz schön reisefaul. Selbst nach Paris war er schon unzählige Male eingeladen worden und konnte sich lange Zeit nicht dazu aufraffen, hinzufahren. Im Herbst 1737 brach er schließlich doch auf. Und verlebte - wider Erwarten - acht glückliche Monate in der französischen Metropole. Am 25. März 1738 erlebte Georg Philipp Telemann geradezu einen Feiertag in Paris.

Caruso und die Schallplatte
Immer und überall können wir Musik hören. Wofür man früher noch ins Café, in die Kirche oder den Konzertsaal musste, genügt heute ein Knopfdruck. Doch der Weg zum iPod, den man einfach so in die Jackentasche stecken kann, war ein langer. Angefangen hat alles mit der Erfindung des Phonographen und der Schallplatte. Die Erfindung der Schallplatte war eine regelrechte Sensation. Welche Rolle Caruso dabei gespielt hat, berichtet unser heutiges ZOOM:

1829 - Mendelssohn entdeckt die Matthäuspassion wieder
Wirklich vergessen war Johann Sebastian Bach nie. Die Gelehrten, die Komponisten, die Musikstudenten hatten sich immer mit seiner Musik beschäftigt. Doch in das breite Gedächtnis der Öffentlichkeit gelangten die "Matthäuspassion" und ihr Komponist erst 1829 - vielleicht weil ein Kompositionslehrer seinen wissbegierigen Schüler ärgerte. Unser ZOOM erzählt diese Geschichte.

Vivaldis "Priesterkarriere"
Er ist eines der Aushängschilder der italienischen Musikwelt: Antonio Vivaldi. Und: er ist der "rote Priester", wegen seiner weithin leuchtenden roten Haare - und weil Vivaldi Priester der katholischen Kirche in Venedig war. Diese Berufswahl sollte dem jungen Antonio vor allem eine gute Ausbildung sichern, in der Folge aber führte sie den Komponisten in eine Welt voller Konflikte und Schwierigkeiten. Unser heutiges ZOOM berichtet von dem nicht ganz einfachen Verhältnis Vivaldis zur katholischen Kirche.

Robert Schumanns letztes Werk
Was für eine psychische Krankheit war es, die Robert Schumann seit seiner Jugend immer wieder heimsuchte, und die mit Episoden lähmender Melancholie ebenso einherging wie mit fast manisch übersteigertem Schaffensdrang? Wahrscheinlich hat Schumann über weite Zeiten seiner Krankengeschichte tatsächlich an etwas gelitten, das man heute als "bipolare Störung" bezeichnen würde - mit längeren Phasen ausreichender psychischer Stabilität. Am Ende aber hat sich Schumanns Geist dann doch endgültig verschattet. Unser ZOOM berichtet über eine Begebenheit zu Anfang dieses letzten Leidensweges.

Richard Wagner und Franz Strauss
Macht Musik aus uns allen wirklich bessere Menschen? Natürlich ist die "befriedende Wirkung der schönen Kunst der Töne" unbestritten, sie wird ja auch in Pädagogik und Politik immer wieder gerne verwendet. Aber dennoch ist auch sie nicht frei von Zoff und Zank. Es menschelt überall dort in der Musik, wo zwei übergroße Egos aufeinanderprallen. Solch einen Konflikt der Persönlichkeiten beschreibt unser heutiges ZOOM.

Carl Maria von Weber wird verhaftet
Durch die undurchsichtigen finanziellen Aktivitäten seines Vaters geriet Carl Maria von Weber mehrmals in missliche Lagen: Einmal wurde er deshalb sogar ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Unser ZOOM erzählt diese schmerzhafte Episode im Leben des hochgeschätzten Komponisten.

Beethoven und die Frauen
In dieser Folge geht es um den einsamen Titanen der Musikgeschichte. Ein knorrig tauber Einzelgänger, der sein Leben den höchsten Idealen der Menschlichkeit geweiht hat: "... seid umschlungen Millionen" heißt es in seinem womöglich bekanntesten Stück, der Ode an die Freude. Umschlungen hat Ludwig van Beethoven aber nicht nur die Menschheit im Ganzen, sondern auch im Speziellen. Jedenfalls hat er auf die Damen der Gesellschaft immer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt. Und letztlich doch nie die eine Lebenspartnerin gefunden. Woran das gelegen haben könnte?
Im Jahr 1823 brennt das Münchner Nationaltheater
Seit fünf Jahren hatten die Münchner ein neues Theater. Das Hof- und Nationaltheater zählte zu den größten Häusern Europas, übertraf sogar das Pariser Odeon, das König Max I. Joseph seinem Architekten Karl von Fischer als Vorbild empfohlen hatte. Die "erste und schönste Zierde der Königsstadt" bot 2400 Zuschauern Platz, hatte einen großen Bühnenausschnitt, beste Sichtverhältnisse, neueste Bühnentechnik und eine Sprinkleranlage, wie sie bislang kein Theater aufzuweisen hatte. Die Welt und München waren begeistert. Vor allem von den Superlativen. Bis zu jenem Tag im Januar 1823

Die Appartments in der Carnegie-Hall
Die Carnegie Hall, die "Königin der Konzerthallen". Wer es dorthin geschafft, hat es geschafft. Das legendäre Backstein-Bauwerk in Manhattan ist jedoch mehr als nur eine Bühne mit fast mystischen Ruf. Es ist ein Haus, das auch hinter den Kulissen viele ungewöhnliche Geschichten erzählt.

Bülow contra Nietzsche
Wer hat sich nicht schon einmal dazu verführen lassen, es den großen Komponisten gleich tun zu wollen, heimlich mit dem Gedanken geliebäugelt, es könne doch ein musikalischer Genius in ihm verborgen sein? Dass sich im Kreis der "Möchtegern-Mozarts" zuweilen auch Philosophen tummeln, zeigt sich am Beispiel Friedrich Nietzsches. Im Jahr 1872 bat er den berühmten Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow, einen Blick auf seine soeben vollendete "Manfred-Meditation" für Klavier zu werfen. Die Antwort erfolgte prompt und schonungslos...

Rodion Schtschedrin zum 90. Geburtstag
Moderat, tolerant, weltoffen. Das sind die Attribute, die den Komponisten Rodion Schtschedrin auszeichnen. Ein Wanderer, der mit Wohnsitz in München und Moskau zu Hause ist und damit gleichermaßen vertraut mit der westeuropäischen wie der osteuropäischen Musikszene. Seine Liebe zur bayerischen Landeshauptstadt hat Rodion Schtschedrin durch den Münchner Klaviersommer entdeckt. Ulrich Möller-Arnsberg erinnert in unserem heutigen ZOOM an seinen 90. Geburtstag.

Grieg trifft Liszt
Franz Liszt war nicht nur eine umschwärmte Berühmtheit, er hat viele andere Künstler beeinflusst. So auch den norwegischen Pianisten und Komponisten Edvard Grieg. "Ich kann jetzt kein anderes Klavierspiel mehr hören", bekannte dieser einem Freund. Unser heutiges ZOOM erzählt diese Geschichte.

Paris Nordamerikas - das Opernhaus von New Orleans
Heute geht es um New Orleans, ein wahrer Schmelztiegel für Kultur und Musik. Die Stadt ist musikalisch gesehen zwar vor allem für den Jazz bekannt. Es gibt aber einen Teil der Musikgeschichte, der vor 100 Jahren leider mit dem dazugehörigem Gebäude in Flammen aufging. Denn lange Zeit galt das Opernhaus New Orleans als wichtigste Station für aufstrebende Opernsänger und Sängerinnen. Warum die Oper dort in Vergessenheit geraten ist und welchen Einfluss die klassische Musik im Kampf gegen die Sklaverei hatte, erzählt unser heutiges ZOOM.

Caruso als Sittenstrolch
Wenn die Götter des Musik-Olymps stolpern, erregt das die Öffentlichkeit, emotionalisiert Fans und Publikum. Deshalb gehören Star-Ruhm und Skandal unweigerlich zusammen. Das gilt auch für die Opernwelt. Unser heutiges ZOOM erinnert an einen so spektakulären wie mysteriösen Gerichtsprozess, bei dem ein legendärer Tenor auf der Anklagebank saß.

Mrs. Hall geht Debussy auf die Nerven
Mäzene sind in der Musikwelt beliebt, schließlich fördern sie die Künste. Manche Komponisten hätten ohne die finanzielle Großzügigkeit ihrer reichen Gönner gar nicht überlebt. Doch nicht immer ist die Beziehung zwischen Auftraggeber und Ausführendem ganz harmonisch. Was durchaus nicht nur an dem oder der Auftraggeberin liegen muss: Auch Claude Debussy hat zu diesem Thema seine besonderen Erfahrungen machen müssen, wie unser heutiges ZOOM berichtet.

Wer ist die Frau hinter Chopins Sarg?
Er war eine der prominentesten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Frédéric Chopin. Befreundet mit den größten Dichtern und Malern seiner Zeit, gab er Konzerte in nahezu allen europäischen Metropolen - und feierte größte Erfolge. Weniger erfolgreich und glücklich war Chopin dagegen immer wieder in der Beziehung zu Frauen. Die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens wird Chopin - nach der Trennung von George Sand - unterstützt von seiner ehemaligen Schülerin Jane Stirling. Unser heutiges ZOOM erzählt von einer Frau in Chopins Leben, auf die man erst nach seinem Tod aufmerksam wurde.

Lisztomania
"Liszt ist bloß eine ordinäre Person mit gesträubten Haaren - ein Snob aus dem Irrenhaus. Er schreibt die hässlichste aller existierenden Musik." So war es in der Londoner Presse im Jahr 1843 zu lesen. Die Kritiker waren über Franz Liszts zukunftsweisende Musik oft entsetzt. Ganz anders jedoch die Damenwelt, denn die lag dem äußerst attraktiven Klaviervirtuosen zu Füßen. Wie ein Popstar versetzte Liszt, der am 22. Oktober 1811 geboren wurde, auf seinen europaweiten Konzertreisen die Massen in Ekstase. Von dieser sogenannten "Lisztomania" handelt die heutige ZOOM-Ausgabe.

Die Guillotine - eine Erfindung aus der Instrumentenwerkstatt
Musik, die friedfertige Kunst, die Kunst, die uns zu besseren Menschen macht. In der Mythologie zähmt Orpheus die wilden Tiere mit seiner Leier, und wenn heute ein Kind hyperaktiv und verhaltensauffällig ist, drücken wir ihm aus therapeutischen Gründen ein Instrument in die Hand. Allzu bereitwillig wollen wir an die heilende, besänftigte Kraft der Klänge glauben. Dass dies nicht immer so ist, zeigt Markus Vanhoefer im unser heutiges ZOOM, das ein makabres Kapitel der Musikgeschichte aufschlägt.

George Antheil - Weltmeister des Musikskandals
Skandale sind schon eine feine Sache - auch in der Musik. Oft hilft nämlich ein Skandal, so manches Festgefahrene über den Haufen zu werfen. Der Amerikaner Georg Antheil hat vor ungefähr 80 Jahren für mehr als nur einen Skandal gesorgt. Von Philadelphia über New York und Berlin ging es für ihn 1922 nach Paris. Einer anfangs geplanten Pianistenkarriere sagte er bald wieder ab. Stattdessen widmete er sich ausschließlich dem Komponieren - und kreierte so manch unerhört Neues.

Strauss und Pschorr
Bekanntlich war so manch großer Komponist kein Kostverächter: Rossini zum Beispiel war ein leidenschaftlicher Koch, der zu seinen Menüs selbst den passenden Wein aussuchte. Auch Brahms war angeblich ein großer Weinliebhaber, und sein Zeitgenosse Liszt übertrieb es besonders in seinen letzten Lebensjahren mit dem Alkohol. Doch wie das Verhältnis des Münchner Komponisten Richard Strauss zum Bier war, das erfahren Sie in unserem heutigen ZOOM.

Der Tod des William Lawes
Alle Menschen müssen sterben. Komponisten machen da keine Ausnahme, und für gewöhnlich tun sie das, wie andere Menschen auch, daheim in ihren Betten. Einige wenige aber nicht: Anton Webern zum Beispiel - den erschoß 1945 aus Versehen ein amerikanischer Besatzungssoldat, als er vor dem Haus eine Zigarette rauchte. Unser heutiges ZOOM begibt sich in einen Krieg, der viel weiter zurückliegt, den englischen Bürgerkrieg, der von 1642 bis 1648 dauerte, und auf die Spuren eines Komponisten, der in diesem Krieg fiel. Sein Name: William Lawes.

Der "Operndirektor" Hugo Wolf
Es sind hauptsächlich Klavierlieder, die wir mit dem Namen Hugo Wolf verbinden. Dabei hatte Wolf ein anderes Feld, auf dem er sich viel lieber bewiesen hätte: die Oper. Was ihm freilich nicht recht gelungen ist. An diesem Scheitern ist Wolf schließlich auch zerbrochen. Vor allem war es aber auch eine Krankheit, die ihn in den Wahnsinn getrieben hat...

Ein "Messias" in 23 Tagen
Es gibt einige Chöre, die kennt fast jeder: zum Beispiel den "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco". Auch der "Jägerchor" aus Webers "Freischütz" ist so eine Art klassischer Gassenhauer. Und das "Halleluja" aus Händels "Messias" zählt ebenfalls zu diesen Chor-Hits. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte dieses "Messias" allerdings gar nicht so glorreich, sondern als der ungekrönte Opernkönig Händel in London ziemlich in der Klemme steckte...

ZOOM: Der Tod des Komponisten Albéric Magnard
Das Wetter muss spätsommerlich heiter gewesen sein in diesen Tagen, damals, Anfang September des Jahres 1914, und die meisten Menschen hätten zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht geglaubt, dass der Krieg, der wenige Wochen zuvor begonnen hatte, einmal der Erste Weltkrieg genannt werden würde. Später verblutete die Jugend des Kontinents auf den Schlachtfeldern. Die deutschen Maler August Macke und Franz Marc etwa. Unter den ersten Künstlern, die dem Gemetzel zum Opfer fielen, war am 3. September 1914 der französische Komponist Albéric Magnard. Ein ZOOM über einen ungewöhnlichen Musiker und sein ungewöhnliches Ende.

Der Musiker und das Mannequin: Debussy und Texier
Immer wieder schreibt die Liebe die ungewöhnlichsten und seltsamsten Geschichten. Warum sollte es in der Kunst anders sein als im wahren Durchschnittsleben? Ungleiche Paare, auch die Musikgeschichte hat einige davon zu bieten, Mozart und Konstanze, Gustav und Alma Mahler, das sind nur zwei der Beziehungen, über die wir bis heute tratschen und diskutieren. Eine weitere spektakuläre Musik-Beziehungskiste: Der Komponist und das Model.

Mendelssohn und Berlioz in Rom
Die Fantasie der Musiker, Schriftsteller und Künstler richtete sich im 19. Jahrhundert auf Italien. Auch Felix Mendelssohn ging auf Bildungsreise. Der Ruf eines Wunderkindes eilte ihm voraus, auch wenn er längst nun erwachsen war. Mit der Fantasie eines Literaten berichtete später ein berühmter Franzose in seinen Erinnerungen von seiner Begegnung mit dem Deutschen. Anfang einer Freundschaft?

Alfred Piccaver wird als Sänger entdeckt - im Bordell
Wie wird man als Sänger entdeckt? Unterschiedlich. Man fällt positiv im Chor auf und wird mit Solorollen betraut. Mancher macht Karriere, wenn er kurzfristig und gut für einen erkrankten Kollegen einspringt. Und dann gibt es noch die wahren Naturstimmen, die erkannt werden und da weiß so mancher gar nicht, was in ihm steckt. Aber es geht auch ganz anders, wie das Beispiel des Tenors Alfred Piccaver zeigt.

War "Rienzi" Hitlers Lieblingsoper?
Hitler liebte Wagner. Manche Historiker glaubten sogar, Hitler habe die von Wagner begonnene Verknüpfung von Musik und Politik fortgeführt. Der Aufstieg und Fall eines Diktators, begleitet von der Musik Wagners? Bereits als 17-Jähriger hatte Hitler im Stadttheater Linz die Werke Wagners gehört. Auf dem Spielplan auch eine frühe Oper: "Rienzi". War dieses Werk etwa Hitlers Lieblingsoper?

Domenico Scarlatti
Heute geht es um den Komponisten Domenico Scarlatti. Der war spezialisiert auf Tasteninstrumente. Dafür hat der Italiener unglaubliches geleistet und sehr viele Stücke geschrieben. Und warum so viele? Scarlatti war süchtig - wonach, das verrät unser heutiges ZOOM.

Fritz Kreislers Geständnis
Er war noch ein Kind, als er auf das Wiener Konservatorium aufgenommen wurde. Bei seinen ersten Auftritten ärgerte er sich regelmäßig, dass er in kurzen Hosen auftreten musste. Mit 12 Jahren gewann er dann die höchste Auszeichnung des Pariser Konservatoriums - und durfte bald lange Hosen tragen. Die Rede ist von Fritz Kreisler, einem der größten Geiger des 20. Jahrhunderts. Seinen warmen, schmelzenden Ton kann man auch heute noch in Tondokumenten hören. Hinterlassen hat er uns auch Eigenkompositionen - und die sind verbunden mit einer der großen Lügen des Musikbusiness.

"Wir sind gekommen, unsere Dienste anzubieten!" - Claqueure
Was wäre eine amerikanische Sitcom wie Two and a Half Men ohne den künstlichen Applaus im Hintergrund? Es gibt auch extra "Anheizer", die Gäste vor einer Talkshow in "Applaudierlaune" bringen sollen. Und in der Klassikszene gab es schon im Paris des 18. Jahrhundert die so genannten Claquere. Das waren die menschlichen Vorgänger der digitalen "Bitte-Applaudieren-Leuchte". Man wollte ja den Erfolg einer Oper nicht dem Publikum oder dem Zufall überlassen...

Alessandro Moreschi, der letzte Kastrat
Manche Musiker nehmen einiges auf sich, um ihre Kunst zu perfektionieren. Das ist so lange in Ordnung, wie es auf eigener Entscheidung basiert. Schlimmer ist es, wenn eine solche Entscheidung von anderen getroffen wird. Wenn beispielsweise ein Knabe "behandelt" wird, damit seine schöne Stimme nicht dem Stimmbruch zum Opfer fällt. Vor nicht einmal 200 Jahren war das nicht so abwegig, wie das heute klingen mag. Unser heutiges ZOOM handelt von Alessandro Moreschi, dem "letzten Kastraten".

Hat Gesualdo seine Frau ermordet?
Neapel, die Metropole am Vesuv barg schon in früheren Zeiten unendlich viele Geheimnisse, rätselvolle Mythen ranken sich um die Künstler, die dort gelebt haben. Etwa Don Carlo Gesualdo, ein fürstlicher Komponist,. der nicht nur schmerzgurchzogene, chromatische Madrigale geschrieben hat, sondern dessen Biographie noch heute Rätsel aufgibt. Seine Geschichte ist allerdings nichts für zarte Gemüter. Unser heutiges ZOOM geht dem spektakullären Fall Gesualdo auf den Grund.

Wagner der Schnorrer
Luigi Boccherini, Komponist, ausgezeichnet vom preußischen und spanischen Hof, d e r Cellist seiner Zeit, starb verarmt in Madrid. Mozart schrieb Dutzende von Bettelbriefen. Auch er hatte kaum Bargeld zu Hause, als ihm der Tod die Feder aus der Hand nahm. Auch Schubert wäre es ohne seinen großen Freundeskreis noch schlechter gegangen. Doch oft kommt das Glück dann doch unverhofft, wie unser heutiges ZOOM zu berichten weiß.

Die Wasserorgeln der Villa d'Este in Tivoli
Ippolito II. d'Este war ein Mann seiner Zeit. Der lebenslustige und schwerreiche Kardinal lebte von 1509 bis 1572. Die Renaissance mit ihren klaren Linien war vom Manierismus abgelöst worden. Dieser Kunststil liebte den Schmuck und die Dekorationen. Aufwendig geschmückt sind auch die beiden im Park der Villa d'Este in Tivoli bei Rom zu bestaunenden Wasserorgeln. Diese beiden ungewöhnlichen Instrumente sind aufwendig restauriert worden und erklingen nun wieder - nach jahrhundertelangem Schweigen.

Weber in München
Das Leben des Komponisten Carl Maria von Weber war ein ständiges Auf und Ab. 1810 etwa wird er festgenommen, wegen Unterschlagung, Bestechung und Diebstahl. Weber wehrt sich gegen die Anschuldigungen; der König verweist ihn des Landes. Nach dem Rauswurf reist Weber nach Heidelberg, Mannheim und Darmstadt. Danach beginnt er mit der Komposition des "Abu Hassan", die in München uraufgeführt werden soll. Wie es Weber in München erging, erzählt unser heutiges ZOOM.

Folterinstrumente der Klavierpädagogik
Heute geht es um Foltermethoden im Klavierunterricht. Im 19. Jahrhundert war es nämlich ziemlich gruslig, zu welchen Mitteln damals teilweise gegriffen wurde. Hinweise des Lehrers reichten nicht aus, wenn die Schülerin die Hand nicht richtig hielt. Oder wenn der Schüler die Finger noch nicht weit genug spreizen konnte. Was da nicht passte, wurde passend gemacht. Und womit? Mit einem sogenannten Chiroplasten - einem echten Folterinstrument.

Zoom Podcast 21.05.22 - Adornos Hintertür zur Unsterblichkeit
Der Schriftsteller Thomas Mann war sich der Qualitäten seiner Texte durchaus bewusst: "Gute Partituren waren sie immer", sagte er ohne falsche Bescheidenheit über seine Bücher. Was allerdings das musikalische Fachwissen anging - da fühlte er sich denn doch nicht sattelfest genug, und so war er bei der Arbeit an seinem Musikerroman "Doktor Faustus" auf kompetente Hilfe angewiesen. Gefunden hat er sie in Gestalt eines jungen Philosophen, der außerdem bei Alban Berg Komposition studiert hatte: Theodor Wiesengrund Adorno.

Der "Evangelimann" zieht durch Wien
In der Wiener Uraufführung von Mozarts "Zauberflöte" trat 1791 erstmals ein Vogelfänger auf und an die Rampe, um dem verehrten Publikum kund zu tun, wer er sei und was es mit seinem Beruf auf sich habe. Auch als in Wien in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts ein Rossinifieber ausbrach, präsentierte sich der Figaro des Italieners solchermaßen den Opernbesuchern und pries seinen Berufsstand als den schönsten der ganzen Welt. Manches Mal ist eben nicht gleich klar, was einer so macht. Um einen ganz besonderen Wiener Berufsstand geht es in unserem heutigen Zoom.

ZOOM - 07.Mai 2022 War Salieri wirklich intrigant?
Salieri, nicht nur Liebhaber der "Kleinen Nachtmusik" sprechen diesen Namen mit einem verächtlichen Unterton aus. Antonio Salieri. Spätestens seit "Amadeus" weiß doch jeder: Salieri, das ist der böse Bube der Musikgeschichte, der Meister-Mobber unter den Maestri. Salieri, was für ein Unsympath, was für ein durch und durch fieser Charakter! Aber stimmt das überhaupt? Unser ZOOM rückt einiges zurecht.