
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Robert Schumann ruiniert sich den Finger
Robert Schumann hat es ganz schön oft übertrieben mit dem Üben und sich verbissen in den Notendschungel gestürzt. Vielleicht sogar bis zum Burn-out am Klavier? Schumann ist jedenfalls ein prominentes Beispiel für einen jungen Pianisten, der von einer Laufbahn als Profi träumte, alles daran setzte und sich seine Karriere schließlich selbst verbaute.

Joseph Haydn blickt ins Weltall
"Er durchbrach die Grenzen des Himmels", das steht auf dem Grab von William Herschel geschrieben. Herschel ist uns als Musiker bekannt, aber berühmt wurde er als Astronom. Er entdeckte Sternenbilder und zeigte die auch seinen Zeitgenossen. Der Blick ins Weltall konnte allerdings wahrhaft schockierend sein. Davon zeugt ein wichtiges musikalisches Dokument. "Die Schöpfung". Bevor Joseph Haydn die zu komponieren begann, erlebte er diesen Schock - den Blick in die Ewigkeit. Unser ZOOM fängt diese Begebenheit ein.

Maria Callas‘ legendäre Schlankheitskur
Für Leonord Bernstein war sie die "Bibel der Oper", und der Bariton Tito Gobbi hielt sie für "in ihrer Generation unerreicht". Superstar der Opernbühne, charismatische Künstlerin, Mode-Ikone, Liebling der High Society - Maria Callas war ein Phänomen, das sich nicht nur mit musikalischen Kriterien erklären lässt. Dass die Callas zur absoluten Kultfigur geworden ist, hat auch mit einer spektakulären Verwandlung zu tun. Unser heutiges ZOOM erzählt von den Hintergründen dieser Transformation.

Die Tänzerin Margot Fonteyn
Sie ist der erste Superstar unter den Balletttänzerinnen, keine sorgte so oft und auf so unterschiedliche Weise für Schlagzeilen, wie Margot Fonteyn. Geboren wurde die Fonteyn am 18. Mai 1919 in England. Ihre Karriere beim Royal Ballett Covent Garden dauerte fast ein halbes Jahrhundert. Als Primaballerina hat sie eine einmalige Karriere hingelegt - zwischen Spitzenschuhen und Pumps, zwischen Glamour, Einsamkeit und Rampenlicht.

Smetana – der Gründer der tschechischen Nationaloper
In unserem heutigen ZOOM geht es um Bedrich Smetana - den "Erfinder" der tschechischen Nationaloper. 1824 - vor 200 jahren - wurde er geboren.

Ein strenger Schwiegervater - Verdis Hochzeit
Als junger Mann liebte Giuseppe Verdi die Tochter eines ihm wohlgesonnenen Sprirituosenhändlers. Der erwies sich als harter Brocken: Bevor Verdi seine Margherita vor den Altar führen konnte, musste er eine nicht ganz einfache Prüfung bestehen.

Karl Amadeus Hartmann und der 27. April 1945
In unserem heutigen ZOOM geht es um einen großen Komponisten und einen Menschen mit einer faszinierenden Geschichte: Karl Amadeus Hartmann. Den Nazis hat er sich konsequent verweigert, mit seiner Musik hat er Partei ergriffen für die Opfer. Deshalb musste er jahrelang im Verborgenen komponieren. Nach dem Krieg wurde Hartmann Gründer der Musica Viva des Bayerischen Rundfunks. Doch kurz bevor Deutschland durch die Alliierten befreit wurde, in den letzten Kriegstagen im April 1945, wurde Hartmann Zeuge einer erschütternden Begebenheit.

Caruso und das Erdbeben
Wo es Stars gibt, gibt es Klatsch und Tratsch. Aber muss dieser Blick ins Private immer gleich ein indiskreter Blick durchs Schüsselloch sein? Verstehen wir einen Jahrhundertkünstler nicht besser, wenn wir nicht nur dessen ?Image?, sondern auch dessen Schwächen sehen? Unser heutiges ZOOM hat sich unter diesem Gesichtspunkt auf die Spur einer der großen Kultfiguren der Klassischen Musik gemacht.

Liszt als Improvisator
Wenn so mancher Klassik-Wilde von heute , man denke an Geiger wie Nigel Kennedy oder Daniel Hope, zum Instrument greift, dann spielt er nicht immer nur nach Noten, mitunter improvisiert er auch. Rebelliert dieser Wilde dann gegen die Frack-Konventionen des Konzertsaals? Begibt er sich auf neue, experimentelle Wege? Oder besinnt er sich einer Tradition, die lange Bestandteil der abendländischen Musik war? Unser ZOOM blickt zurück in die Geschichte.

PODCAST Zoom 06.04. - Who's the Boss - Gould & Bernstein
Der Steinway CD 318 war sein Instrument, ohne ihn konnte Glenn Gould nicht spielen. Genauso wenig ohne seinen Klavierhocker, einen Küchenstuhl, der immer sehr tief eingestellt war. Gould liebte dieses Hin-und Herschwingen und nahm seinen Stuhl überall hin mit. Auch am 6. April 1962 war das so. Gould gab mit dem New York Philharmonic und Leonard Bernstein ein Konzert, das live im Radio übertragen wurde. Es wurde ein denkwürdiges Ereignis, wie unser ZOOM zu berichten weiß ..

PODCAST Zoom 30.03.: Charles-Valentin Alkan
Kennen Sie Charles-Valentin Alkan? Er gehörte neben Franz Liszt und Frédéric Chopin zu den bedeutendsten Klaviervirtuosen seiner Zeit. Und seine Werke sind in ihrer Virtuosität von immenser spieltechnischer Schwierigkeit und sehr ausdrucksstark. Weitaus bekannter als für seine Kompositionen wurde der streng religiöse Alkan jedoch durch die Legende, die sich um seinen Tod rankt. Unser ZOOM weiß mehr darüber.

Beethoven bei Mozart?
Mozart und Beethoven lebten in derselben Stadt, komponierten beide und werden auch heute noch gerne in einem Atemzug genannt. Doch wie gut kannten sich die beiden Komponisten eigentlich? Tatsache ist, dass sie sich wohl nur ein einziges Mal persönlich begegnet sind Wie ist diese Begegnung wohl verlaufen? Unser heutiges ZOOM geht dieser Frage nach.

Peter Tschaikowskys "Pique Dame"
Bis eine Oper vollendet ist, muss ein Komponist so manche Hürde meistern. Entweder hapert es am Libretto, am Musenkuss oder die äußeren Umstände wie Wohnung oder finanzielle Situation sind nicht optimal. Als Peter Tschaikowsky im Jahr 1890 an seiner Oper "Pique Dame" schrieb, fehlte es eigentlich an nichts. Höchstens vielleicht an guter Laune. Unter welchen Umständen und wo die Oper um den fanatischen Kartenspieler Hermann entstanden ist, davon erzählt unser heutiges ZOOM.

Des Königs Cembalist
Carl Philipp Emanuel Bach hat eine sichere Stellung am Hof Friedrich des Großen von Preußen. Trotzdem ist er unzufrieden, denn seine Arbeit als Hofcembalist wird vom König überhaupt nicht honoriert. Carl Philipp bemüht sich um die Anerkennung des Königs, doch daraus wird nichts. Zu gegensätzlich sind die beiden Männer. Aber dennoch hat Carl Philipp Emanuel Bach Karriere gemacht in Berlin. Mehr dazu in unserem heutigen ZOOM.

Der taube Smetana
Das in Musik gesetzte Rauschen der Moldau - damit verbindet man heute den Namen Bedrich Smetana, der vor 200 Jahren, am 2. März 1824 geboren wurde. Doch dieses Rauschen hat er nicht nur in Musik gesetzt, lange Zeit hat er es auch gehört, und zwar in seinen Ohren. Als ein Freund aus Kindertagen zu Besuch kommt, erfährt er, dass Smetana auf beiden Ohren vollkommen taub ist. Geschockt von der Nachricht, geht er in das nächstbeste Wirtshaus. BR-KLASSIK hat ihm zugehört.

Händel, der Dickschädel
Leopold Mozart erkannte das Genie seines Sohnes Wolfgang Amadeus und förderte ihn wo immer er konnte. Auch Julius Korngold, der gestrenge Wiener Kritiker ahnte was in seinem Sohn Erich Wolfgang steckte, und wenn der Rest der Familie zum Baden ging, hatte der Filius am Schreibtisch zu komponieren. Und im folgenden ZOOM kommt es zu einem Jurastudium, denn der Vater, ein rechter Dickschädel ist nicht bereit Talent und Leidenschaften seines Sohnes ernst zu nehmen.

Robert Schumann und die Juristerei
Eltern wünschen sich für ihre Kinder meistens eine gesicherte Zukunft. Also am besten lassen sie die Finger von der brotlosen "Kunst" und widmen sich etwas Vernünftigem. Auch bei Robert Schumann war das so: Für eine sorgenfreie Studienzeit hatte der Vater bereits mit seinem Testament gesorgt; an Musik hat er dabei natürlich nicht gedacht. Sondern an die Wissenschaft. Also hat Schumann mit knapp 18 Jahren in Leipzig mit dem Jurastudium begonnen, genannt "Jus". Wie fürchterlich Schumann das fand, davon erzählt unser heutiges ZOOM.

Ein römisches Opernduell
Neid und Missgunst gehörten und gehören zu den sieben Todsünden. Wenn der Mensch, zumindest der katholische, neidisch ist, dann hat er schlimme Strafen zu befürchten. Dies freilich brachte die Menschen, auch die katholischen, zu keinen Zeiten davon ab, Andere ihren schlechten Charakter spüren zu lassen. Komponisten bilden hier natürlich keine Ausnahme. Unser folgendes ZOOM berichtet von einem unglaublich perfiden Fall von Missgunst, der sich im Februar 1730 in der römischen Opernwelt ereignet hat.

Lisa della Casa – ein Leben für die Oper
Märchenhaftes Aussehen, märchenhafte Sopranstimme! Und dann wohnte Lisa della Casa auch noch in einem märchenhaften Schloss am See! Auf der Schattenseite ihres langen Lebens standen gleichzeitig die schnell gescheiterte erste Ehe, die schwere Erkrankung ihres einzigen Kindes oder auch Konfrontationen mit den Intrigen und Eitelkeiten der Kollegen. Unser ZOOM porträtiert die Sängerin, die am 02. Februar 105 Jahre alt geworden wäre.

Agostino Steffanis "Enrico Leone"
Vielleicht hat der bayerische Kurfürst Max Emmanuel dann doch ein wenig getrauert, damals, 1688: Sein Vizekapellmeister Agostino Steffani packte in München seine Sachen, und machte sich auf die Reise nach Hannover. Für ihn war es ein Aufstieg: Steffani wurde Hofkapellmeister beim Herzog Ernst August. Und sein Dienst begann mit einem grandiosen Einstand. Das neue Opernhaus des Hofes wurde mit seiner Festoper "Enrico Leone", zu deutsch "Heinrich der Löwe" eingeweiht.

Sergej Prokofjew und Vernon Duke
Sie waren enge Freunde - Sergej Prokofjew und Vladimir Dukelskij, der später unter dem Pseudonym Vernon Duke in die Geschichte des amerikanischen Showbusiness einging. Beide haben Russland nach der Revolution 1917 verlassen, beide fühlten sich aber der Kompositionsschule ihres Heimatlandes verpflichtet. Doch während Duke sich als Autor populärer Broadwaymusicals in Amerika einen großen Namen machte, konnte sein Freund Prokofjew solche Erfolge in der Neuen Welt nicht vorweisen. 1936 kehrte er nach Russland zurück, Dukelskij blieb in Amerika. Wer hat gewonnen, wer verloren? Unser heutiges ZOOM geht dieser Frage nach.

Arturo Benedetti Michelangelis Flügel
Der Pianist Arturo Benedetti Michelangeli galt als unnahbarer Perfektionist. Er stand im Ruf, Konzerte abzusagen, falls ihm die dafür gesetzten Bedingungen missfielen. Um Probleme mit Instrumenten zu vermeiden, pflegte Michelangeli, ähnlich wie vor ihm Vladimir Horowitz und Glenn Gould zum Konzert mit eigenem Steinway anzureisen. Nach Michelangelis Tod erwarben die Münchner Philharmoniker von der Witwe das Instrument und gaben ihm, seinem ehemaligen Besitzer angemessen, einen extravaganten Platz in einem Alu-Koffer. Zum Konzert-Einsatz kam der Steinway bislang nur ein einziges Mal. Unser ZOOM erzählt diese kuriose Geschichte.

Eine Ritterburg für die Musik - Schloss Neuschwanstein
Die Wartburg, das Mittelalter, und die Werke Richard Wagners, waren die Inspirationsquellen für die Entstehung des wohl spektakulärsten Schlossbaus von König Ludwig II.: Schloss Neuschwanstein. Noch vor der Grundsteinlegung am 5. September 1869 träumt sich König Ludwig II. hinein in seine Mittelalterburg, gibt minutiös Anweisungen für die architektonischen Pläne und natürlich auch die Ausgestaltung der Räume. Heute ist das Schloss eine von Bayerns beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Debussy und sein Dichter Mallarmé
Auch wenn Komponisten kreative Menschen sind, sprühen sie nicht immer gerade vor Ideen. Lässt der Kuss der Muse auf sich warten, dann macht sich so mancher Tonsetzer eben auf die Suche nach einer anderen Inspirationsquell. Dabei führt ihn sein Weg gerne in die Welt der Poesie. Und der Dichter? Nimmt er quasi als "Zulieferer" am Ruhm des Komponisten teil? Oder ärgert er sich vielleicht sogar über das, was mit seinem Text geschehen ist? Denn ist Lyrik für sich allein nicht schon Kunstwerk genug? Unser ZOOM geht dieser Frage nach.

"Les Lundis" bei Camille Saint-Saëns
Heutzutage kennt und schätzt ihn jeder, den Komponisten des "Karnevals der Tiere" oder der Orgelsymphonie: Camille Saint-Saens. Als Kammermusikkomponist ist er hingegen weniger bekannt. Und als Saint-Saens noch lebte, waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat er einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen - immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung. Über diese "Lundis" berichtet unser heutiges ZOOM.

Schostakowitsch und Galina Ustwolskaja
Der Professor und eine Studentin. 13 Jahre Altersunterschied. Zwei verwandte Seelen - so scheint es, als sie sich kennenlernen. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch. Der große Komponist, mal gefördert von den Herrschenden, dann wieder misstrauisch beäugt von den Kulturfunktionären. Er neigt bald dazu, sich zu isolieren. Vielleicht erkennt er sich in der jungen Komponistin, einer eigenwilligen Einzelgängerin. Vielleicht fühlt er sich an seine frühen Experimente erinnert, die er längst hinter sich gelassen hat. Die Geschichte einer rätselhaften Beziehung.

Maria Callas zum 100. Geburtstag
Sie hat den Belcanto neu definiert und eine Karriere voller Höhen und Tiefen durchlebt. Keine Sängerin des 20. Jahrhunderts hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie Maria Callas - auf der Bühne wie im Privatleben. Am 02. Dezember wäre sie 100 Jahre alt geworden.

Wilhelm Furtwängler und der "Fall Hindemith"
Er dirigierte vor allen Nazi-Größen - und verweigerte ihnen dennoch den Hitler-Gruß, er ließ sich als musikalischer Botschafter des Dritten Reichs missbrauchen - und verhalf jüdischen Musikern zur Flucht. Wilhelm Furtwängler, einer der größten Maestri des 20. Jahrhunderts, war er Opfer oder Täter, feiger Opportunist oder ein Symbol der inneren Emigration? Unser ZOOM blickt zurück in ein finsteres Kapitel deutscher Musikgeschichte und fragt nach der Verantwortung von Kunst in totalitären Zeiten.
Goethe prüft den jungen Mendelssohn
Als "Mozart des 19. Jahrhunderts" hatte ihn Robert Schumann bezeichnet. Ob Felix Mendelssohn-Bartholdy tatsächlich so hochbegabt war, das wollte kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe mal genauer wissen.

Die große Versuchung – Schönberg geht nach Hollywood
"Jeder ist bestechlich, nur die Höhe des Preises ist verschieden!", sagt das Sprichwort. Und auch Musiker machen da keine Ausnahme und erliegen der Verlockung des Geldes. Selbst wenn sie sich noch so sehr als Diener der heiligen Kunst verstehen! Und so ganz nebenbei, wer kann es sich heutzutage als Musiker schon leisten allzu wählerisch zu sein? Wenn der Magen knurrt, dann nützt aller Idealismus nichts! Mit einer Ausnahme: Arnold Schönberg. Er weigerte sich hartnäckig seine Kunst in den Dienst des schnöden Mammons zu stellen. Ob sich Arnold Schönberg allerdings immer ganz treu blieb ...?

Spionage-Intermezzo im Moskauer Konservatorium
Berühmt geworden ist der russisch-deutsche Pianist Heinrich Neuhaus hauptsächlich als Lehrer. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Svjatoslav Richter, Emil Gilels, Radu Lupu oder Victor Krainew. Doch alle seine Verdienste konnten ihn während des zweiten Weltkriegs nicht vor Stalins Repressalien schützen. Seine deutsche Herkunft wurde ihm zum Verhängnis.

Eduard Strauß verbrennt die Noten der Familienkapellen
Wenn ein Maler oder ein Komponist eigene Werke vernichtet, mag das für die Nachwelt schmerzlich sein - der Künstler selber kann nicht anders: das solchermaßen Vernichtete genügt nicht den eigenen Ansprüchen, ist also für den Schöpfer nicht Kunst, sondern kann weg. Was allerdings im Herbst 1907 in einer der berühmtesten Künstlerfamilien Wiens auf dem Müll landete, hatte damit nichts zu tun - die Vernichtungsaktion von Eduard Strauß hatte andere Gründe.

Glenn Goulds Klavier
Glenn Gould war ein schwieriger Kunde. Seine Briefe an die Künstler- und Konzertabteilung von Steinway and Sons in New York waren gefürchtet, nicht nur wegen ihrer Länge, sondern auch wegen ihres Inhalts. Noch mehr zitterten die Steinway-Mitarbeiter aber, wenn der Mann, der bei jeder Jahreszeit Schal, Wintermantel und Handschuhe trug, persönlich in der Firmenzentrale des Klavierbauers in der 75sten Straße auftauchte. Er war auf der Suche nach dem - für ihn - perfekten Klavier.

Pianist André Tchaikowsky vermacht seinen Schädel
Viele hinterlassen ein Testament, in dem sie ihren letzten Willen erklären - auch in der Musikgeschichte. So bat beispielsweise Ludwig van Beethoven in seinem Heiligenstädter Testament darum, dass seine Krankheitsgeschichte veröffentlicht werde. Der selbstkritische Johannes Brahms hingegen verfügte, dass alles von ihm Handgeschriebene nach seinem Tod zu verbrennen sei. Doch während diese Wünsche vielleicht noch nachvollziehbar sind, hat der letzte Wille eines Musikers in jüngerer Vergangenheit für ziemlichen Wirbel gesorgt.

George Antheil
Skandale sind schon eine feine Sache. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort kann ein solcher Akt der Empörung schnell den Bekanntheitsgrad steigern. Aber auch sonst kann er sehr nützlich sein - denn oft hilft ein Skandal, so manches Festgefahrene über den Haufen zu werfen. Das Neue bekommt dabei seine oft langersehnte Chance. In der Musikgeschichte waren es oft Uraufführungen, die sich bewusst oder unbewusst solcher Methoden bedienten. Der amerikanische Komponist Georg Antheil hat vor ungefähr 80 Jahren für mehr als nur einen Skandal gesorgt.

Steinway und Daimler
Glenn Gould war nicht nur ein legendärer Pianist, er fuhr auch gern Auto. Und wäre die Geschichte ein wenig anders gelaufen, dann hätte Gould seine Plattenaufnahmen nicht nur auf einem Steinway gemacht, er wäre vielleicht sogar mit einem Steinway vor dem Tonstudio vorgefahren. Denn, was kaum jemand weiß: Steinway hat Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Flügel und Klaviere gebaut, sondern auch die ersten Automotoren und einige der ersten Autos in den Vereinigten Staaten.

Maria Callas stirbt
Maria Callas, Mythos, Kultfigur, unsterblicher Megastar der Opernwelt. Nicht nur für ihre Fans gilt sie als "Diva assoluta" ihrer Zeit. Die Bedeutung der Sängerin mit der Stimme, der kein Geheimnis des Lebens fremd war, ging jedoch weit über die Musik hinaus. Die Callas war ein Phänomen, das sich mit Ikonen der Pop-Kultur vergleichen lässt. Am 16. September 1977 starb die große Sopranistin im Alter von 53 Jahren in Paris.

Wie die Pianistin Maria Judina Stalin verziehen hat
Die russische Pianistin Maria Judina gehörte zu den besten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Nur durfte sie nie im Westen konzertieren - und war und ist daher hierzulande nahezu unbekannt. Maria Judina wiederum tat alles Mögliche, um den russischen Zuhörern das Schaffen der verbotenen westlichen Komponisten vorzustellen: Sie war die erste russische Interpretin der Werke von Berg, Hindemith, Webern und Messiaen. Maria Judina war eine ehrliche und kompromisslose Künstlerin - die dem großen Diktator Josef Stalin die Stirn geboten hat.

Wie Haydn beinahe entmannt wurde
Im Jahr 1498 verlegte Kaiser Maximilian I. von Habsburg seinen Hof und damit auch die Hofkapelle von Innsbruck nach Wien. Er ordnete ausdrücklich an, dass sich unter den Musikern auch sechs Knaben befinden sollten. Das war die Geburtsstunde der Wiener Sängerknaben. Joseph Haydn wurde aus dem Chor entlassen, obwohl der Kapellmeister alles in die Wege geleitet hatte, um Haydn noch länger im Chor zu halten.

Wagner und Brahms im Clinch
Grabenkämpfe und Glaubenskrieg: Wer in der zweiten Hä#lfte des 19. Jahrhunderts als Komponist in Deutschland lebt, der kann miterleben, wie sich die Musikwelt in zwei Lager teilt: Auf der einen Seite stehen die 'Neudeutschen' auf der anderen Seite die 'Traditionalisten'. Die Hauptfiguren in diesem sogenannten Musik- oder auch Parteienstreit heißen Richard Wagner und Johannes Brahms. Unser ZOOM über zwei Komponisten im Clinch.

Leonard Bernsteins letztes Konzert
Der große Dirigent Leonard Bernstein dirigierte sein letztes Konzert am 19. August 1990 in Tanglewood, dem Sommersitz des Boston Symphonie Orchesters. Anllass war der 50. Geburtstag des Tanglewood Festivals, und eigentlich sollte dieses Konzert Teil eines großen Festaktes werden.

Das Leben des Johann Nepomuk Mälzel
Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel, der am 15. August 1772 in Regensburg geboren wurde ,sollte ebenso abenteuerlich enden. Doch dieses Ende war nicht zu erwarten gewesen. Unser heutiges ZOOM berichtet über den Erfinder, der, unter anderem, das Metronom entwickelte.

Händel und Hendrix
Musik sei eine grenzüberschreitende, universelle Kunst, heißt es immer wieder. Doch sind der Frack des Orchestermusikers und das Tattoo des Rock-Stars wirklich so eng verwandt, wie es Freunde einer Crossover-Philosophie gerne postulieren? Manchmal schon, denn Musik ist immer wieder für Überraschungen gut. Eine solche Überraschung gibt es in London zu entdecken. Unser ZOOM berichtet von einer ungewöhnlichen Nachbarschaft.

Schumann als Dichter
Robert Schumann - vieles weiß man über seine Musik, und einiges auch über sein Talent als Musikkritiker. Neben Konzertrezensionen schrieb er außerdem zahlreiche Briefe, Aufsätze, Tagebücher und sogar: Gedichte. Die schönsten und wichtigsten Verse finden sich in seiner Gedichtsammlung "Allerley aus der Feder Roberts an der Mulde". Die Texte entstanden zwischen Schumanns 12. und 18. Lebensjahr. Bis heute wurde kaum eines dieser Gedichte gedruckt. Dabei sind sie alles andere als Fingerübungen für Höheres.

Schönberg und Hauer streiten
In unserem heutigen ZOOM geht es um die Erfindung der Zwölftonmusik. Wer hatte die Idee? Arnold Schönberg natürlich! Wirklich? Damals, vor etwa 100 Jahren, gab es noch jemand anderen, der behauptete, die Zwölftonmusik erfunden zu haben. Einen etwas komischen Kauz: Josef Matthias Hauer. Und der hat sich dann mit Arnold Schönberg angelegt. Ein aussichtsloser Kampf? Wir werden sehen.

Die drei Tenöre in Rom
Von der Fußballweltmeisterschaft 1990 in Rom bleibt nicht nur in Erinnerung, dass sie der deutschen Nationalmannschaft den Titelgewinn bescherte. Sie sorgte auch für ein neues Konzert-Genre in der Klassikszene. Denn der Auftritt der Tenöre Luciano Pavarotti, Plácido Domingo und José Carreras in den römischen Caracalla-Thermen sollte der Beginn einer ganzen Serie von Stadionkonzerten werden, Motto: "Arien in der Arena". Doch diese Konzerte für ein Massenpublikum sollten ungeahnte Folgen haben wie unser heutiges ZOOM berichtet.

Schönberg und Kandinsky gehen baden
Schwabing sei kein Ort, sondern ein geistiger Zustand! Das fand Wassily Kandinsky. Sein erstes abstraktes Bild hatte er in München gemalt, immer wieder tauschte er die Stadtwohnung mit einem kleinen Holzhaus in Murnau an Staffelsee. Hier lebte er mit Gabriele Münter. Viele Besucher kamen. Maler pilgerten ins blaue Land. Kandinsky zog sie alle an. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. Unser ZOOM erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.

Tartinis Teufelstriller
Dass die Geige ein Teufelsinstrument ist, wissen wir spätestens seit Paganini. Doch schon fast ein Jahrhundert vor ihm betritt ein anderer Geigenvirtuose die großen Bühnen Italiens und schockt die Menschen mit seiner Teufelsmusik: Giuseppe Tartini! Gegen den Willen des Vaters hatte er sich für den Beruf des freischaffenden Künstlers entschieden. Nur, leicht war dieser Weg nicht. Eines Nachts aber wandte sich plötzlich das Schicksal und er wurde zum gefeierten Virtuosen. Welche teuflischen Mächte dabei ihre Hände im Spiel hatten, verrät unser heutiges ZOOM.

Oskar Sala und das Trautonium
Wer kann meine Vögel so schaurig kreischen lassen? Der Regisseur Alfred Hitchcock wäre an dieser Frage fast verzweifelt, als es 1961 an die Vertonung seines Psychothrillers "Die Vögel" ging. Kein Hollywoodprofi konnte es ihm recht machen. Erst ein Mann in einem Berliner Hinterhof-Studio löste Hitchcocks Problem. Es war Oskar Sala mit seinem Mixtur-Trautonium. Mit seinem selbst gebauten elektronischen Instrument hat Oskar Sala über 300 Filme vertont. Und um Sala geht es in unserem heutigen ZOOM.

Chausson und das Fahrrad
Seine Werke sind selten im gängigen Repertoire zu finden, und lange Zeit waren die skurrilen Umstände seines Todes mehr im allgemeinen Gedächtnis verhaftet als seine Kompositionen. Dabei gilt Ernest Chausson, der eigenwillige Komponist mit seiner unverwechselbaren Tonsprache, heute als Wegbereiter des Impressionismus. Katharina Neuschaefer hat ihn im heutigen ZOOM näher unter die Lupe genommen.