
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Pasta alla Norma - Sizilianische Gerüchte-Küche
Wenn Siziliens Nationalgericht auf den Tisch kommt, dann geht ein Lächeln durch die Runde - zu gut schmeckt die Pasta alla Norma, die Nudeln mit Tomaten, Auberginen und Ricotta. Der ein oder andere lächelt aber nicht nur aus Vorfreude auf das Essen, sondern amüsiert sich über die Doppeldeutigkeit des Namens. Unsedr ZOOM ist der Sache nachgegangen. In Vincenzo Bellinis Heimatstadt Catania haben wir in der sizilianischen Gerüchte-Küche in die Töpfe geschaut.

Arnold Schönberg und seine Hobbys
Er war abergläubisch. Dass die 13 seine Unglückszahl war, davon war er fest überzeugt. Tatsächlich starb er ausgerechnet an einem Freitag, dem 13. - angeblich 13 Minuten vor Mitternacht. Die Zwölf hingegen machte ihn berühmt: Arnold Schönberg, Erfinder der Methode der Zwöfltonmusik. Schönberg war außerdem vielseitig handwerklich begabt. Er malte, bastelte und erfand nützliche wie unnütze Dinge, mit denen er Problemen des Komponistenlebens wie des ganz normalen Alltags entgegentreten wollte.

Anton Bruckner und sein Sinn fürs Makabre
Für seine opulenten Bläsersätze ist er bekannt, für seine Religiosität, für seinen Hang zum Monumentalen. Weniger bekannt ist Anton Bruckners Neigung zum "Lethalen". Was es damit auf sich hat und in welcher Form der große Komponist seinem Vorliebe fürs Makabere frönte, hat unser ZOOM zusammengefasst.

Das tönende Monster "Dynamophon"
Musik abonnieren - das machen heutzutage viele. Musik abonnieren konnte man allerdings schon vor hundert Jahren. Kurz, nachdem das Telefon erfunden war, machte sich ein amerikanischer Erfinder Gedanken darüber, wie man mit dem Telefon Geld verdienen könnte. Er erschuf ein System, bei dem man sich - ähnlich wie heute - gegen Gebühr Musik ins Haus liefern lassen konnte: übers Telefon. Unser ZOOM erzählt die Geschichte dieses Systems - und seines ersten, berühmten Abonnenten.

Tschaikowsky besucht die Bayreuther Festspiele
Schon im 19. Jahrhundert war in Bayreuth vor Ort, was Rang und Namen hatte. Neben dem Kaiser waren dies auch einige Komponistenkollegen von Richard Wagner: Franz Liszt war da, Anton Bruckner, Edvard Grieg und Peter Tschaikowsky. Letzterer aber wäre wohl lieber woanders gewesen, hat unser ZOOM herausgefunden.

Der Mittenwalder Geigenbau-Pionier Matthias Klotz
Wie kein anderer Ort in Deutschland genießt Mittenwald weltweit das Renommee einer Geigenbauerstadt. Dass Mittenwald, wo eine Berufsfachschule für Geigenbau beheimatet ist, für die Violine so bedeutend werden konnte, liegt an Mathias Klotz. Seit 1890 thront der 1653 geborene Geigenbauer auf dem Platz vor der Mittenwalder Pfarrkirche als ehernes Denkmal.

Die Geigerin Ginette Neveu
Sie ist eine der ersten weiblichen Stars im Klassik-Business, die Geigerin Ginette Neveu; geboren am 11. August 1919, also vor 105 Jahren. Mit fünf Jahren hält sie zum ersten Mal eine Geige in der Hand. Ihr Talent ist überwältigend. Mit elf Jahren beendet sie das Pariser Konservatorium mit Diplom, mit zwölf wird Carl Flesch ihr Lehrer. Und doch dauert die Karriere des Wunderkindes Ginette Neveu nur wenige Jahre. Unser ZOOM erzählt ihre kurze Lebensgeschichte.

Haydns Haus brennt
London, New Orleans, Chicago: Das sind nur einige der Städte, die einer Brandkatastrophe zum Opfer fielen. Wir, in unseren "sicheren" Ortschaften, können uns nur sehr schwer die zerstörerische Kraft einer Feuersbrunst vorstellen, Für unsere Vorväter war sie eine alltägliche Bedrohung. Das eigene Haus in Flammen: Ein großer Komponist hat diese Erfahrung gemacht. Hören Sie unser heutiges Zoom!

Ausflug mit Folgen - Wagners "Fliegender Holländer"
Wagner war mit Frau und Hund auf hoher See unterwegs. Das dumme an der Sache: Das Schiff war relativ klein - die Wellen dafür umso höher. Wohlbehalten, wenn auch seekrank. zurück, brachte dieser Ausflug im brodelnden Meer den Komponisten auf eine Idee ...

Paganini kämpft gegen die Teufelsgerüchte
Der italienische Geiger Nicolo Paganini war so dermaßen gut auf seinem Instrument, dass viele ihn mit dem Teufel in Verbindung brachten.Und wie das oft ist mit bösen Gerüchten, bekommen sie manchmal ein Eigenleben. Und halten sich hartnäckig. Paganini war für viele nur noch der Teufelsgeiger.Ihm selbst gefiel das überhaupt nicht. Und so kämpft er zeitlebens gegen das Gerücht, ein Spross des Satans zu sein.

Beethoven trifft Goethe
Das Teplitz ist das älteste Heilbad Böhmens und war im 19. Jahrhundert ein mondäner Kurort. Im Sommer traf man dort jeden, der Rang und Namen hatte: den König von Sachsen, das österreichische Kaiserpaar und andere Hochadelige. Aber auch Musiker wie Chopin und Beethoven waren dort. Beethoven reiste im Juli 1812 nach Teplitz. Er logierte im Gasthof zur Eiche und fieberte der Ankunft eines ganz bestimmten Kurgastes entgegen: Johann Wolfgang von Goethe.

Vom Komponisten zum Eisenbahnarbeiter
Bitterste Armut und Depression plagen den einstigen Gründer der Russischen Nationalen Schule, dem mächtigen Häuflein, Mili Balakirew. Er ist gezwungen, in der Eisenbahnverwaltung zu arbeiten. Dabei sind ihm neue Werke zu schreiben und das russische Wort in der Musik zu verkörpern sein großes Ziel.

Die Trolle des Herrn Grieg
Edward Grieg gilt als der norwegische Komponist schlechthin. Die nordische Mythologie, voller Sagengestalten, voller Elfen und Trolle scheinen untrennbar mit seiner Musik verbunden. Im wirklichen Leben jedoch waren die Trolle des Herrn Grieg durchaus menschlich und sehr präsent. In dieser Folge blicken wir hinter die Fassade und blättern im Fotoalbum der Familie Grieg.

Wie unfair - Lully sabotiert Cavalli
Er tanzte neben dem Sonnenkönig und das hat sein Leben verändert: Jean-Baptiste Lully. Durch die gemeinsame Begeisterung für das Ballett steigt Lully in der Gunst Ludwigs XIV immer höher und wird schließlich Frankreichs erster und einflussreichster Komponist. Uner ZOOM über die weniger bekannten, unschönen Methoden eines Aufsteigers.

Robert Schumann ruiniert sich den Finger
Robert Schumann hat es ganz schön oft übertrieben mit dem Üben und sich verbissen in den Notendschungel gestürzt. Vielleicht sogar bis zum Burn-out am Klavier? Schumann ist jedenfalls ein prominentes Beispiel für einen jungen Pianisten, der von einer Laufbahn als Profi träumte, alles daran setzte und sich seine Karriere schließlich selbst verbaute.

Joseph Haydn blickt ins Weltall
"Er durchbrach die Grenzen des Himmels", das steht auf dem Grab von William Herschel geschrieben. Herschel ist uns als Musiker bekannt, aber berühmt wurde er als Astronom. Er entdeckte Sternenbilder und zeigte die auch seinen Zeitgenossen. Der Blick ins Weltall konnte allerdings wahrhaft schockierend sein. Davon zeugt ein wichtiges musikalisches Dokument. "Die Schöpfung". Bevor Joseph Haydn die zu komponieren begann, erlebte er diesen Schock - den Blick in die Ewigkeit. Unser ZOOM fängt diese Begebenheit ein.

Maria Callas‘ legendäre Schlankheitskur
Für Leonord Bernstein war sie die "Bibel der Oper", und der Bariton Tito Gobbi hielt sie für "in ihrer Generation unerreicht". Superstar der Opernbühne, charismatische Künstlerin, Mode-Ikone, Liebling der High Society - Maria Callas war ein Phänomen, das sich nicht nur mit musikalischen Kriterien erklären lässt. Dass die Callas zur absoluten Kultfigur geworden ist, hat auch mit einer spektakulären Verwandlung zu tun. Unser heutiges ZOOM erzählt von den Hintergründen dieser Transformation.

Die Tänzerin Margot Fonteyn
Sie ist der erste Superstar unter den Balletttänzerinnen, keine sorgte so oft und auf so unterschiedliche Weise für Schlagzeilen, wie Margot Fonteyn. Geboren wurde die Fonteyn am 18. Mai 1919 in England. Ihre Karriere beim Royal Ballett Covent Garden dauerte fast ein halbes Jahrhundert. Als Primaballerina hat sie eine einmalige Karriere hingelegt - zwischen Spitzenschuhen und Pumps, zwischen Glamour, Einsamkeit und Rampenlicht.

Smetana – der Gründer der tschechischen Nationaloper
In unserem heutigen ZOOM geht es um Bedrich Smetana - den "Erfinder" der tschechischen Nationaloper. 1824 - vor 200 jahren - wurde er geboren.

Ein strenger Schwiegervater - Verdis Hochzeit
Als junger Mann liebte Giuseppe Verdi die Tochter eines ihm wohlgesonnenen Sprirituosenhändlers. Der erwies sich als harter Brocken: Bevor Verdi seine Margherita vor den Altar führen konnte, musste er eine nicht ganz einfache Prüfung bestehen.

Karl Amadeus Hartmann und der 27. April 1945
In unserem heutigen ZOOM geht es um einen großen Komponisten und einen Menschen mit einer faszinierenden Geschichte: Karl Amadeus Hartmann. Den Nazis hat er sich konsequent verweigert, mit seiner Musik hat er Partei ergriffen für die Opfer. Deshalb musste er jahrelang im Verborgenen komponieren. Nach dem Krieg wurde Hartmann Gründer der Musica Viva des Bayerischen Rundfunks. Doch kurz bevor Deutschland durch die Alliierten befreit wurde, in den letzten Kriegstagen im April 1945, wurde Hartmann Zeuge einer erschütternden Begebenheit.

Caruso und das Erdbeben
Wo es Stars gibt, gibt es Klatsch und Tratsch. Aber muss dieser Blick ins Private immer gleich ein indiskreter Blick durchs Schüsselloch sein? Verstehen wir einen Jahrhundertkünstler nicht besser, wenn wir nicht nur dessen ?Image?, sondern auch dessen Schwächen sehen? Unser heutiges ZOOM hat sich unter diesem Gesichtspunkt auf die Spur einer der großen Kultfiguren der Klassischen Musik gemacht.

Liszt als Improvisator
Wenn so mancher Klassik-Wilde von heute , man denke an Geiger wie Nigel Kennedy oder Daniel Hope, zum Instrument greift, dann spielt er nicht immer nur nach Noten, mitunter improvisiert er auch. Rebelliert dieser Wilde dann gegen die Frack-Konventionen des Konzertsaals? Begibt er sich auf neue, experimentelle Wege? Oder besinnt er sich einer Tradition, die lange Bestandteil der abendländischen Musik war? Unser ZOOM blickt zurück in die Geschichte.

PODCAST Zoom 06.04. - Who's the Boss - Gould & Bernstein
Der Steinway CD 318 war sein Instrument, ohne ihn konnte Glenn Gould nicht spielen. Genauso wenig ohne seinen Klavierhocker, einen Küchenstuhl, der immer sehr tief eingestellt war. Gould liebte dieses Hin-und Herschwingen und nahm seinen Stuhl überall hin mit. Auch am 6. April 1962 war das so. Gould gab mit dem New York Philharmonic und Leonard Bernstein ein Konzert, das live im Radio übertragen wurde. Es wurde ein denkwürdiges Ereignis, wie unser ZOOM zu berichten weiß ..

PODCAST Zoom 30.03.: Charles-Valentin Alkan
Kennen Sie Charles-Valentin Alkan? Er gehörte neben Franz Liszt und Frédéric Chopin zu den bedeutendsten Klaviervirtuosen seiner Zeit. Und seine Werke sind in ihrer Virtuosität von immenser spieltechnischer Schwierigkeit und sehr ausdrucksstark. Weitaus bekannter als für seine Kompositionen wurde der streng religiöse Alkan jedoch durch die Legende, die sich um seinen Tod rankt. Unser ZOOM weiß mehr darüber.

Beethoven bei Mozart?
Mozart und Beethoven lebten in derselben Stadt, komponierten beide und werden auch heute noch gerne in einem Atemzug genannt. Doch wie gut kannten sich die beiden Komponisten eigentlich? Tatsache ist, dass sie sich wohl nur ein einziges Mal persönlich begegnet sind Wie ist diese Begegnung wohl verlaufen? Unser heutiges ZOOM geht dieser Frage nach.

Peter Tschaikowskys "Pique Dame"
Bis eine Oper vollendet ist, muss ein Komponist so manche Hürde meistern. Entweder hapert es am Libretto, am Musenkuss oder die äußeren Umstände wie Wohnung oder finanzielle Situation sind nicht optimal. Als Peter Tschaikowsky im Jahr 1890 an seiner Oper "Pique Dame" schrieb, fehlte es eigentlich an nichts. Höchstens vielleicht an guter Laune. Unter welchen Umständen und wo die Oper um den fanatischen Kartenspieler Hermann entstanden ist, davon erzählt unser heutiges ZOOM.

Des Königs Cembalist
Carl Philipp Emanuel Bach hat eine sichere Stellung am Hof Friedrich des Großen von Preußen. Trotzdem ist er unzufrieden, denn seine Arbeit als Hofcembalist wird vom König überhaupt nicht honoriert. Carl Philipp bemüht sich um die Anerkennung des Königs, doch daraus wird nichts. Zu gegensätzlich sind die beiden Männer. Aber dennoch hat Carl Philipp Emanuel Bach Karriere gemacht in Berlin. Mehr dazu in unserem heutigen ZOOM.

Der taube Smetana
Das in Musik gesetzte Rauschen der Moldau - damit verbindet man heute den Namen Bedrich Smetana, der vor 200 Jahren, am 2. März 1824 geboren wurde. Doch dieses Rauschen hat er nicht nur in Musik gesetzt, lange Zeit hat er es auch gehört, und zwar in seinen Ohren. Als ein Freund aus Kindertagen zu Besuch kommt, erfährt er, dass Smetana auf beiden Ohren vollkommen taub ist. Geschockt von der Nachricht, geht er in das nächstbeste Wirtshaus. BR-KLASSIK hat ihm zugehört.

Händel, der Dickschädel
Leopold Mozart erkannte das Genie seines Sohnes Wolfgang Amadeus und förderte ihn wo immer er konnte. Auch Julius Korngold, der gestrenge Wiener Kritiker ahnte was in seinem Sohn Erich Wolfgang steckte, und wenn der Rest der Familie zum Baden ging, hatte der Filius am Schreibtisch zu komponieren. Und im folgenden ZOOM kommt es zu einem Jurastudium, denn der Vater, ein rechter Dickschädel ist nicht bereit Talent und Leidenschaften seines Sohnes ernst zu nehmen.

Robert Schumann und die Juristerei
Eltern wünschen sich für ihre Kinder meistens eine gesicherte Zukunft. Also am besten lassen sie die Finger von der brotlosen "Kunst" und widmen sich etwas Vernünftigem. Auch bei Robert Schumann war das so: Für eine sorgenfreie Studienzeit hatte der Vater bereits mit seinem Testament gesorgt; an Musik hat er dabei natürlich nicht gedacht. Sondern an die Wissenschaft. Also hat Schumann mit knapp 18 Jahren in Leipzig mit dem Jurastudium begonnen, genannt "Jus". Wie fürchterlich Schumann das fand, davon erzählt unser heutiges ZOOM.

Ein römisches Opernduell
Neid und Missgunst gehörten und gehören zu den sieben Todsünden. Wenn der Mensch, zumindest der katholische, neidisch ist, dann hat er schlimme Strafen zu befürchten. Dies freilich brachte die Menschen, auch die katholischen, zu keinen Zeiten davon ab, Andere ihren schlechten Charakter spüren zu lassen. Komponisten bilden hier natürlich keine Ausnahme. Unser folgendes ZOOM berichtet von einem unglaublich perfiden Fall von Missgunst, der sich im Februar 1730 in der römischen Opernwelt ereignet hat.

Lisa della Casa – ein Leben für die Oper
Märchenhaftes Aussehen, märchenhafte Sopranstimme! Und dann wohnte Lisa della Casa auch noch in einem märchenhaften Schloss am See! Auf der Schattenseite ihres langen Lebens standen gleichzeitig die schnell gescheiterte erste Ehe, die schwere Erkrankung ihres einzigen Kindes oder auch Konfrontationen mit den Intrigen und Eitelkeiten der Kollegen. Unser ZOOM porträtiert die Sängerin, die am 02. Februar 105 Jahre alt geworden wäre.

Agostino Steffanis "Enrico Leone"
Vielleicht hat der bayerische Kurfürst Max Emmanuel dann doch ein wenig getrauert, damals, 1688: Sein Vizekapellmeister Agostino Steffani packte in München seine Sachen, und machte sich auf die Reise nach Hannover. Für ihn war es ein Aufstieg: Steffani wurde Hofkapellmeister beim Herzog Ernst August. Und sein Dienst begann mit einem grandiosen Einstand. Das neue Opernhaus des Hofes wurde mit seiner Festoper "Enrico Leone", zu deutsch "Heinrich der Löwe" eingeweiht.

Sergej Prokofjew und Vernon Duke
Sie waren enge Freunde - Sergej Prokofjew und Vladimir Dukelskij, der später unter dem Pseudonym Vernon Duke in die Geschichte des amerikanischen Showbusiness einging. Beide haben Russland nach der Revolution 1917 verlassen, beide fühlten sich aber der Kompositionsschule ihres Heimatlandes verpflichtet. Doch während Duke sich als Autor populärer Broadwaymusicals in Amerika einen großen Namen machte, konnte sein Freund Prokofjew solche Erfolge in der Neuen Welt nicht vorweisen. 1936 kehrte er nach Russland zurück, Dukelskij blieb in Amerika. Wer hat gewonnen, wer verloren? Unser heutiges ZOOM geht dieser Frage nach.

Arturo Benedetti Michelangelis Flügel
Der Pianist Arturo Benedetti Michelangeli galt als unnahbarer Perfektionist. Er stand im Ruf, Konzerte abzusagen, falls ihm die dafür gesetzten Bedingungen missfielen. Um Probleme mit Instrumenten zu vermeiden, pflegte Michelangeli, ähnlich wie vor ihm Vladimir Horowitz und Glenn Gould zum Konzert mit eigenem Steinway anzureisen. Nach Michelangelis Tod erwarben die Münchner Philharmoniker von der Witwe das Instrument und gaben ihm, seinem ehemaligen Besitzer angemessen, einen extravaganten Platz in einem Alu-Koffer. Zum Konzert-Einsatz kam der Steinway bislang nur ein einziges Mal. Unser ZOOM erzählt diese kuriose Geschichte.

Eine Ritterburg für die Musik - Schloss Neuschwanstein
Die Wartburg, das Mittelalter, und die Werke Richard Wagners, waren die Inspirationsquellen für die Entstehung des wohl spektakulärsten Schlossbaus von König Ludwig II.: Schloss Neuschwanstein. Noch vor der Grundsteinlegung am 5. September 1869 träumt sich König Ludwig II. hinein in seine Mittelalterburg, gibt minutiös Anweisungen für die architektonischen Pläne und natürlich auch die Ausgestaltung der Räume. Heute ist das Schloss eine von Bayerns beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Debussy und sein Dichter Mallarmé
Auch wenn Komponisten kreative Menschen sind, sprühen sie nicht immer gerade vor Ideen. Lässt der Kuss der Muse auf sich warten, dann macht sich so mancher Tonsetzer eben auf die Suche nach einer anderen Inspirationsquell. Dabei führt ihn sein Weg gerne in die Welt der Poesie. Und der Dichter? Nimmt er quasi als "Zulieferer" am Ruhm des Komponisten teil? Oder ärgert er sich vielleicht sogar über das, was mit seinem Text geschehen ist? Denn ist Lyrik für sich allein nicht schon Kunstwerk genug? Unser ZOOM geht dieser Frage nach.

"Les Lundis" bei Camille Saint-Saëns
Heutzutage kennt und schätzt ihn jeder, den Komponisten des "Karnevals der Tiere" oder der Orgelsymphonie: Camille Saint-Saens. Als Kammermusikkomponist ist er hingegen weniger bekannt. Und als Saint-Saens noch lebte, waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat er einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen - immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung. Über diese "Lundis" berichtet unser heutiges ZOOM.

Schostakowitsch und Galina Ustwolskaja
Der Professor und eine Studentin. 13 Jahre Altersunterschied. Zwei verwandte Seelen - so scheint es, als sie sich kennenlernen. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch. Der große Komponist, mal gefördert von den Herrschenden, dann wieder misstrauisch beäugt von den Kulturfunktionären. Er neigt bald dazu, sich zu isolieren. Vielleicht erkennt er sich in der jungen Komponistin, einer eigenwilligen Einzelgängerin. Vielleicht fühlt er sich an seine frühen Experimente erinnert, die er längst hinter sich gelassen hat. Die Geschichte einer rätselhaften Beziehung.

Maria Callas zum 100. Geburtstag
Sie hat den Belcanto neu definiert und eine Karriere voller Höhen und Tiefen durchlebt. Keine Sängerin des 20. Jahrhunderts hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie Maria Callas - auf der Bühne wie im Privatleben. Am 02. Dezember wäre sie 100 Jahre alt geworden.

Wilhelm Furtwängler und der "Fall Hindemith"
Er dirigierte vor allen Nazi-Größen - und verweigerte ihnen dennoch den Hitler-Gruß, er ließ sich als musikalischer Botschafter des Dritten Reichs missbrauchen - und verhalf jüdischen Musikern zur Flucht. Wilhelm Furtwängler, einer der größten Maestri des 20. Jahrhunderts, war er Opfer oder Täter, feiger Opportunist oder ein Symbol der inneren Emigration? Unser ZOOM blickt zurück in ein finsteres Kapitel deutscher Musikgeschichte und fragt nach der Verantwortung von Kunst in totalitären Zeiten.
Goethe prüft den jungen Mendelssohn
Als "Mozart des 19. Jahrhunderts" hatte ihn Robert Schumann bezeichnet. Ob Felix Mendelssohn-Bartholdy tatsächlich so hochbegabt war, das wollte kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe mal genauer wissen.

Die große Versuchung – Schönberg geht nach Hollywood
"Jeder ist bestechlich, nur die Höhe des Preises ist verschieden!", sagt das Sprichwort. Und auch Musiker machen da keine Ausnahme und erliegen der Verlockung des Geldes. Selbst wenn sie sich noch so sehr als Diener der heiligen Kunst verstehen! Und so ganz nebenbei, wer kann es sich heutzutage als Musiker schon leisten allzu wählerisch zu sein? Wenn der Magen knurrt, dann nützt aller Idealismus nichts! Mit einer Ausnahme: Arnold Schönberg. Er weigerte sich hartnäckig seine Kunst in den Dienst des schnöden Mammons zu stellen. Ob sich Arnold Schönberg allerdings immer ganz treu blieb ...?

Spionage-Intermezzo im Moskauer Konservatorium
Berühmt geworden ist der russisch-deutsche Pianist Heinrich Neuhaus hauptsächlich als Lehrer. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Svjatoslav Richter, Emil Gilels, Radu Lupu oder Victor Krainew. Doch alle seine Verdienste konnten ihn während des zweiten Weltkriegs nicht vor Stalins Repressalien schützen. Seine deutsche Herkunft wurde ihm zum Verhängnis.

Eduard Strauß verbrennt die Noten der Familienkapellen
Wenn ein Maler oder ein Komponist eigene Werke vernichtet, mag das für die Nachwelt schmerzlich sein - der Künstler selber kann nicht anders: das solchermaßen Vernichtete genügt nicht den eigenen Ansprüchen, ist also für den Schöpfer nicht Kunst, sondern kann weg. Was allerdings im Herbst 1907 in einer der berühmtesten Künstlerfamilien Wiens auf dem Müll landete, hatte damit nichts zu tun - die Vernichtungsaktion von Eduard Strauß hatte andere Gründe.

Glenn Goulds Klavier
Glenn Gould war ein schwieriger Kunde. Seine Briefe an die Künstler- und Konzertabteilung von Steinway and Sons in New York waren gefürchtet, nicht nur wegen ihrer Länge, sondern auch wegen ihres Inhalts. Noch mehr zitterten die Steinway-Mitarbeiter aber, wenn der Mann, der bei jeder Jahreszeit Schal, Wintermantel und Handschuhe trug, persönlich in der Firmenzentrale des Klavierbauers in der 75sten Straße auftauchte. Er war auf der Suche nach dem - für ihn - perfekten Klavier.

Pianist André Tchaikowsky vermacht seinen Schädel
Viele hinterlassen ein Testament, in dem sie ihren letzten Willen erklären - auch in der Musikgeschichte. So bat beispielsweise Ludwig van Beethoven in seinem Heiligenstädter Testament darum, dass seine Krankheitsgeschichte veröffentlicht werde. Der selbstkritische Johannes Brahms hingegen verfügte, dass alles von ihm Handgeschriebene nach seinem Tod zu verbrennen sei. Doch während diese Wünsche vielleicht noch nachvollziehbar sind, hat der letzte Wille eines Musikers in jüngerer Vergangenheit für ziemlichen Wirbel gesorgt.

George Antheil
Skandale sind schon eine feine Sache. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort kann ein solcher Akt der Empörung schnell den Bekanntheitsgrad steigern. Aber auch sonst kann er sehr nützlich sein - denn oft hilft ein Skandal, so manches Festgefahrene über den Haufen zu werfen. Das Neue bekommt dabei seine oft langersehnte Chance. In der Musikgeschichte waren es oft Uraufführungen, die sich bewusst oder unbewusst solcher Methoden bedienten. Der amerikanische Komponist Georg Antheil hat vor ungefähr 80 Jahren für mehr als nur einen Skandal gesorgt.

Steinway und Daimler
Glenn Gould war nicht nur ein legendärer Pianist, er fuhr auch gern Auto. Und wäre die Geschichte ein wenig anders gelaufen, dann hätte Gould seine Plattenaufnahmen nicht nur auf einem Steinway gemacht, er wäre vielleicht sogar mit einem Steinway vor dem Tonstudio vorgefahren. Denn, was kaum jemand weiß: Steinway hat Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Flügel und Klaviere gebaut, sondern auch die ersten Automotoren und einige der ersten Autos in den Vereinigten Staaten.