
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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John Cage und die Pilze
Wer Pilze sammelt, muss sie kennen, um die giftigen von den genießbaren unterscheiden zu können. Einer der das konnte, war der Komponist John Cage, der am 5. September 100 Jahre alt geworden wäre. Markus Vanhoefer erzählt Cages Begeisterung für Pilze.
Richard Wagner probt den ersten Ring
Als im August 1876 die Proben zum ersten Bayreuther "Ring" stattfanden, erwies sich Wagner als ein überaus temperamentvoller Regisseur. Bei allen Beteiligten lagen die Nerven blank, denn niemals zuvor hatte eine Opernproduktion soviel Publicity bekommen.
Schönberg und Kandinsky gehen baden
Wassily Kandinsky hatte sein erstes abstraktes Bild in München gemalt. Und immer wieder tauschte er die Stadtwohnung mit einem kleinen Holzhaus in Murnau an Staffelsee. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. Wiebke Matyschok erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.
Mahler sucht Hilfe bei Sigmund Freud
Schaffenskrisen gehören zum Alltag eines kreativ schaffenden Menschen. Lebenskrisen betreffen zuweilen alle, zumal wenn die Liebe im Spiel ist. So ging es auch Gustav Mahler. Und so suchte er Hilfe bei dem berühmten Psychoanalytiker Sigmund Freud.
Kurt Weill und Lotte Lenya kaufen sich ein Auto
1928 - Berlin ist im "Dreigoschenoper"-Fieber. Und das kongeniale Künstler-Ehepaar Kurt Weill und seine Frau, die Sängerin Lotte Lenya, haben endlich Geld. Das investieren sie in eine neue Wohnung - und ein Automobil, um zu verreisen.
Im Stile Mozarts - Joseph Martin Kraus in Stockholm
Wien war das Musikzentrum des 18. Jahrhunderts. Dass im Norden Europas gleichzeitig eine musikalische Parallelwelt entstand, wurde dort kaum wahrgenommen. Umso erstaunlicher, dass in dieser Zeit am schwedischen Königshof in Stockholm vor allem ein deutscher Komponist für Aufsehen sorgte: Joseph Martin Kraus. Er war der Star der schwedischen Musikszene. Doch der Weg zum Erfolg war nicht einfach.
Ernest Chausson und das Fahrrad
Mit nur 44 Jahren wird der französische Komponist Ernest Chausson Opfer einer unausgereiften Technik und kommt während seines Sommerurlaubes ebenso überraschend wie tragisch ums Leben.
Paganinis letzter Wunsch
Die Glocken in ganz Parma läuten und auf dem neuen Friedhof drängen sich die Menschen. Lauter Fremde beobachten, wie der Sarg des großen Niccolò Paganini unter einem riesigen Monument seine letzte Ruhestätte findet - 56 Jahre nach seinem Tod.
Musicalische Friedens-Seufftzer - Politische Musik im Dreißigjährigen Krieg
Um 1600 lebten im Deutschen Reich etwa 18 Millionen Menschen; nach dem Dreißigjährigen Krieg waren es knapp 10 Millionen. Auf Flugblättern wurden massenhaft Lieder unters Volk gebracht, die das grauenhafte Geschehen ausmalten - für die Fürsten ein wichtiges Mittel der psychologischen Kriegsführung. Musik wurde aber auch zur Friedensstiftung eingesetzt.
Richard Strauss und die Brauereifamilie Pschorr
Bekanntlich war so manch großer Komponist kein Kostverächter: Während Rossini und Brahms sich allerdings eher dem Wein hingaben, konnte der Münchner Komponist Richard Strauss ein ganz besonderes Verhältnis zum Bier vorweisen.
"Dämon unter Routinierten" - Jascha Horenstein
"Er ist der Dämon unter den Routinierten", schrieb 1929 Theodor W. Adorno über den 30-jährigen Dirigenten Jascha Horenstein. Er konnte ein Orchester emotional zur Weißglut bringen und mit unerbittlicher Strenge durch die Symphonien Bruckners und Mahlers führen.
Tartinis Teufelstriller
Dass die Geige ein Teufelsinstrument ist, wissen wir spätestens seit Niccolò Paganini. Doch fast ein Jahrhundert vor ihm schockte ein anderer die Menschen mit seiner Teufelsmusik: Giuseppe Tartini. Ein Zoom von Monika Muschler.
Händels legendäre Wutausbrüche
Eine widerspenstige Operndiva mal kurz aus dem Fenster halten? Oder Orchestermusiker mit der großen Pauke bewerfen? Georg Friedrich Händel wurde für seine Kraft und Leidenschaft von den Zeitgenossen bewundert - für seine cholerischen Anfälle allerdings eher weniger.
Donizettis Schädel
Post mortem, in der Musikgeschichte hat dieser Ausdruck einen unerwartet makabren Beigeschmack. Denn vor allem das 19. Jahrhundert hatte an Komponisten gerade nach deren Tod ein ungewöhnliches Interesse. Wo im Körper eines Künstlers steckt dessen Genialität? Kann der Mediziner mit dem Seziermesser fündig werden?
Telemann in Paris
Georg Philipp Telemann war alles andere als reiselustig. Nach wiederholten Einladungen aber brach er im Herbst 1737 doch nach Paris auf, wo er acht glückliche Monate verbrachte.
Blicke, Schach, Tennis - Schönbergs Hobbys
Arnold Schönberg verfolgte nicht nur in der Musik sehr eigenwillige Wege, sondern entwarf auch sonst mehr oder weniger nützliche Alltagsgegenstände.
Ein "Judenjunge" entdeckt die Matthäuspassion wieder
Der Saal der Berliner Singakademie war am 11. März 1829 überfüllt. Gut hundert Jahre waren nun seit der ersten Aufführung der Bachschen Matthäuspassion vergangen. Doch in das breite Gedächtnis der Öffentlichkeit gelangte die Matthäuspassion erst jetzt - vielleicht weil ein Kompositionslehrer seinen wissbegierigen Schüler ärgerte.
Heitor Villa-Lobos in Paris
In Brasilien hat sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein eigener Klassik-Stil entwickelt, der mehr oder weniger eng mit dem Namen Heitor Villa-Lobos verbunden ist. Entscheidende Impulse holte sich der Komponist Villa-Lobos bei seinem Paris-Besuch in den 1920er Jahren.
Gegensätze ziehen sich an - Freundschaft zwischen Chopin und Liszt
Ein guter Freund ist bekanntlich das Beste, was es gibt auf der Welt. Im Laufe der Geschichte fanden viele Künstler in einer guten Freundschaft die nötige Inspiration für ihr schöpferisches Werk. So auch die zwei großen Musiker Frédéric Chopin und Franz Liszt.
Rossinis Ouvertüren
Gegessen hat er gerne und viel, er war scharfsinnig und witzig, und bekannt als Schandmaul unter den italienischen Komponisten: Gioachino Rossini. Und auch wenn er seine Opern schrieb, galt er nicht als der Einfachste.
"Les Lundis" bei Saint-Saëns
Saint-Saens' Kammermusikwerke waren zu seinen Lebzeiten regelrecht verpönt. Dennoch hat der Komponist einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen - immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung.
Wie Steinway beinahe einen Mercedes gebaut hätte
Was kaum jemand weiß: Steinway hat Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Flügel und Klaviere gebaut, sondern auch die ersten Automotoren und einige der ersten Autos in den Vereinigten Staaten.
Mr. X rächt Alessandro Scarlatti
Der Vielschreiber Alessandro Scarlatti galt zu seinen Lebzeiten als einer der führenden Komponisten: Neben etlichen Instrumentalwerken, Oratorien und 799 Kantaten sind in seinem Werkverzeichnis nicht weniger als 115 Opern aufgeführt. Und gerade in dieser Gattung erlebte Alessandro Scarlatti zur Karnevalszeit 1707 in Venedig eine schmerzhafte Niederlage, weshalb noch Jahre später eine Mordermittlung eingeleitet werden musste.
Michelangelis Flügel
Der italienische Pianist Arturo Benedetti Michelangeli galt zu seinen Lebzeiten als unnahbarer Perfektionist. Zu seinen Konzerten reiste er mit eigenem Steinway an. Nach Michelangelis Tod erwarben die Münchner Philharmoniker das Instrument, zum Konzert-Einsatz kam der Flügel bislang nur ein einziges Mal.
Bachs flinke Beine
Nicht die Brandenburgischen Konzerte machten Johann Sebastian Bach zu Lebzeiten berühmt. Nein, es waren seine Beine! Die Leute kamen von weit her, um den Mann mit den fliegenden Füßen zu sehen.
Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel aus Regensburg
Johann Nepomuk Mälzel war ein geschäftstüchtiger Erfinder, ein begnadeter Mechanikus und stets auf der Suche nach dem nächsten Coup. Er hatte immer zur rechten Zeit die rechte Idee und schrieb so im Schatten eines großen Komponisten Geschichte.
Der Tod des William Lawes
Als man am Abend einer der blutigsten Schlachten des englischen Bürgerkriegs die Gefallenen vom Schlachtfeld birgt, ist auch William Lawes unter ihnen. William wer? Auch wenn es kaum einer weiß: In der Schlacht von Chester ist 1645, im Alter von nur 43 Jahren, einer der größten Komponisten Englands umgekommen - nicht etwa als unbeteiligtes Zivilopfer, sondern als Soldat.
Der gescheiterte "Operndirektor" Hugo Wolf
"Ich bin Direktor der Hofoper geworden!" - ruft Hugo Wolf lautstark. Austicken würde man das wohl heute nennen, was dem Komponisten am 18. September 1897 widerfährt. An diesem Tag erfährt Hugo Wolf, dass der richtige Direktor der Wiener Hofoper seinen neusten Opernversuch "Manuel Venegas" nicht auf die Bühne bringen will - und endet daraufhin in einer Irrenanstalt.
Zoom Händel und Hendrix - zwei "Nachbarn" in London
In London gibt es eine musikalische Überraschung zu entdecken: Georg Friedrich Händel und Jimi Hendrix waren dort Nachbarn, auch wenn sie sich nie begegnet sind.
Lisztomania
Um seine Person herrschte im 19. Jahrhundert eine wahre Hysterie, für die sich sogar ein Begriff fand: die "Lisztomania". Souvenirhändler machten Riesenumsätze mit Liszt-Schnupfdosen, lila farbenen Liszt-Bonbons, Handschuhen mit Liszt-Bildnis. Liebeskranke Damen sammelten sogar seine Zigarettenstummel auf, um sie an ihrem Busen aufzubewahren.
Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft: Strawinsky und Diaghilew
Es gibt wohl kaum ein Künstler-Gespann in der Musikgeschichte, das so erfolgreich und nachhaltig zusammenarbeitete wie Igor Strawinsky und der Ballettimpresario Sergej Diaghilew. Das erste gemeinsame Projekt ist "Der Feuervogel".
Mozarts Vogel
Mozart hatte keinen Hund, keine Katze, keinen Leguan - nein, Mozart hatte einen Vogel. In einer recht seltsamen Geschichte erzählt Wiebke Matyschok, welche Bedeutung dieses Tier für den Komponisten hatte.
Beethoven und der "Mulattengeiger"
Der Jazz ist schwarz, die Klassik weiß, der afroamerikanische Drummer hat den Swing im Blut, während der europäische Violin-Virtuose akademisch gebildet ist. Alles Vorurteile? Wie unsinnig solch Schubladendenken ist, zeigt ein Blick zurück in die Musikgeschichte. Denn bereits vor über 200 Jahren gab es eine außergewöhnliche Freundschaft, die ethnische Barrieren überwand und der wir ein Meisterwerk verdanken. Ein Zoom von Markus Vanhoefer.
Zoom: Kollekte für Telemann
Fast hätte ihn eine schwere persönliche Finanzkrise ins Abseits gebracht. Aber der Komponist Georg Philipp Telemann schaffte es schließlich, europaweit ein Star zu werden. Konnte er aber jemals seine hohen Schulden begleichen?
Die verborgenen Regionen der Carnegie-Studios
Das legendäre Backstein-Bauwerk in Manhattan ist mehr als nur eine Bühne mit fast mystischen Ruf. Es ist ein Haus, das auch hinter den Kulissen viele ungewöhnliche Geschichten erzählt. Markus Vanhoefer ist in für den normalen Konzertbesucher verborgene Regionen vorgedrungen.
Kein Bedarf in München - Der kurfürstliche Kammerkompositeur Joseph Michl
Der kurfürstliche Kammerkompositeur Joseph Michl konnte bereits auf einige erfolgreiche Jahre am Münchener Hof zurückblicken, als der bayerische Kurfürst Max III. Joseph 1777 überraschend verstarb. Mit dem neuen Regenten Carl Theodor aus der Pfalz kamen auch viele Hofangestellte mit nach München, darunter etliche Musiker und Komponisten der ehemaligen Mannheimer Hofkapelle.
Dauerwelle - Fritz Kreislers Vibrato und die Folgen
Fritz Kreisler gilt als erster Geiger, der ununterbrochen vibrierte. Doch die Vertreter der historischen Aufführungspraxis haben dem Gewackel den Kampf angesagt. Bernhard Neuhoff erzählt die Geschichte einer Infektion.
Schumann schreibt sein letztes Werk
Der Komponist Robert Schumann hört Musik im Kopf, die ihm - wie er sagt - die Engeln vorgesingen. Er schreibt das Thema auf und variiert es. Es entstehen die sogenannten "Geister-Variationen", Schumanns letztes Werk.
Franz Strauss und Richard Wagner
Natürlich ist die "befriedende Wirkung der schönen Kunst der Töne" unbestritten, sie wird ja auch in Pädagogik und Politik immer wieder gerne verwendet,
Mr X rächt Alessandro Scarlatti
Neben etlichen Instrumentalwerken, Oratorien und 799 Kantaten, führt er in seinem Werkverzeichnis auch 115 Opern auf. Und gerade in dieser Gattung erlebte Alessandro Scarlatti zur Karnevalszeit 1707 in Venedig eine schmerzhafte Niederlage. Warum deshalb noch Jahre später eine Mordermittlung eingeleitet werden musste, erzählt das folgende Zoom von Katharina Neuschaefer.
Der Mittenwalder Geigenbauer-Pionier Matthias Klotz
Wie kein anderer Ort Deutschlands genießt Mittenwald das Renommee, eine weltweit bekannte Geigenbauerstadt zu sein. Zu verdanken hat sie das Mathias Klotz. Seit 1890 thront der 1653 geborene Geigenbauer deshalb auch auf dem Platz vor der Mittenwalder Pfarrkirche - als ehernes Denkmal.
Requiem für Mozart - Der böhmische Komponist Antonio Rosetti
Dezember 1791: In Prag reagiert man ebenso betroffen wie andernorts auf den Tod Mozarts. Zur Aufführung kommt das Requiem des böhmischen Komponisten Antonio Rosetti; ein ZOOM von Wolfgang Antesberger:
Lovestory auf Russisch
Sie waren Ikonen der Musikwelt und Vorbilder in der Kunst des Zusammenlebens: der Cellist und Dirigent Mstislaw Rostropowitsch und die Sängerin Galina Wischnewskaja.
Metastasio - ein früher Poetry Slammer
Man kennt Pietro Metastasio über die anderen, über Johann Adolf Hasse, Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart. Eben die, die seine Texte durch ihre Musik berühmt machten. Wer aber war Metastasio? Ein früher Poetry Slammer?
Peter Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-moll
In dieses Konzert steigt man energiegeladen ein, ja, der Beginn wirft einen buchstäblich um. Denn mit einer ungezähmten Gewalt donnern uns Orchester und Klavier im ersten Satz des Klavierkonzerts op. 23 von Tschaikowsky entgegen.
Leonard Bernsteins Debüt in der New Yorker Carnegie Hall
Ein bekannter New-York-Witz lautet: Irgendwo in Manhattan spricht ein orientierungsloser Tourist einen Passanten an: "Entschuldigen Sie, wie komme ich in die Carnegie-Hall?". Die Antwort: "Oh, ganz einfach: Üben. Üben. Üben". Die Carnegie Hall - wenn man es dort geschafft hast, schafft man es überall.
Unter falschem Namen - die Symphonien des Adalbert Gyrowetz
Der böhmische Komponist Adalbert Gyrowetz reiste mehrere Jahre durch Italien. Dann kam er nach Frankreich. Nichts ahnend landete er dort in den Wirren der Französischen Revolution - und hatte kaum Zeit, in Paris einen Verleger zu finden und sich bei diesem mit seinen Werken vorzustellen.
3, 7, Ass - Tschaikowsky "Pique Dame"
Für die Komposition der Oper "Pique Dame" reist Peter Tschaikowsky von Petersburg nach Florenz. Dort fehlt es dem Komponisten eigentlich an Nichts, höchstens an guter Laune. Trotzdem fließt der Alkohol in großen Mengen.
La Strepponi - Verdis wilde Ehe
Giuseppina Strepponi - eine berühmte Sängerin - entdeckte einen jungen, noch unbekannten Komponisten: Giuseppe Verdi. Sie lebten in wilder Ehe, zuerst in Paris, dann in Italien. Schließlich heirateten sie, weil Verdi danach strebte, im politisch geeinten Italien Parlamentsabgeordneter zu werden.
Der Risottokönig Giuseppe Verdi
Typisch für die Küche im Norden Italiens ist ein Risotto. Eine der schlichtesten Varianten davon ist der Risotto alla Milanese, auf Mailänder Art. Und eines der besten Rezepte dafür stammt aus der Feder von Giuseppe Verdi, dem heimlichen Risottokönig.