
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Mr. X rächt Alessandro Scarlatti
Der Vielschreiber Alessandro Scarlatti galt zu seinen Lebzeiten als einer der führenden Komponisten: Neben etlichen Instrumentalwerken, Oratorien und 799 Kantaten sind in seinem Werkverzeichnis nicht weniger als 115 Opern aufgeführt. Und gerade in dieser Gattung erlebte Alessandro Scarlatti zur Karnevalszeit 1707 in Venedig eine schmerzhafte Niederlage, weshalb noch Jahre später eine Mordermittlung eingeleitet werden musste.
Michelangelis Flügel
Der italienische Pianist Arturo Benedetti Michelangeli galt zu seinen Lebzeiten als unnahbarer Perfektionist. Zu seinen Konzerten reiste er mit eigenem Steinway an. Nach Michelangelis Tod erwarben die Münchner Philharmoniker das Instrument, zum Konzert-Einsatz kam der Flügel bislang nur ein einziges Mal.
Bachs flinke Beine
Nicht die Brandenburgischen Konzerte machten Johann Sebastian Bach zu Lebzeiten berühmt. Nein, es waren seine Beine! Die Leute kamen von weit her, um den Mann mit den fliegenden Füßen zu sehen.
Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel aus Regensburg
Johann Nepomuk Mälzel war ein geschäftstüchtiger Erfinder, ein begnadeter Mechanikus und stets auf der Suche nach dem nächsten Coup. Er hatte immer zur rechten Zeit die rechte Idee und schrieb so im Schatten eines großen Komponisten Geschichte.
Der Tod des William Lawes
Als man am Abend einer der blutigsten Schlachten des englischen Bürgerkriegs die Gefallenen vom Schlachtfeld birgt, ist auch William Lawes unter ihnen. William wer? Auch wenn es kaum einer weiß: In der Schlacht von Chester ist 1645, im Alter von nur 43 Jahren, einer der größten Komponisten Englands umgekommen - nicht etwa als unbeteiligtes Zivilopfer, sondern als Soldat.
Der gescheiterte "Operndirektor" Hugo Wolf
"Ich bin Direktor der Hofoper geworden!" - ruft Hugo Wolf lautstark. Austicken würde man das wohl heute nennen, was dem Komponisten am 18. September 1897 widerfährt. An diesem Tag erfährt Hugo Wolf, dass der richtige Direktor der Wiener Hofoper seinen neusten Opernversuch "Manuel Venegas" nicht auf die Bühne bringen will - und endet daraufhin in einer Irrenanstalt.
Zoom Händel und Hendrix - zwei "Nachbarn" in London
In London gibt es eine musikalische Überraschung zu entdecken: Georg Friedrich Händel und Jimi Hendrix waren dort Nachbarn, auch wenn sie sich nie begegnet sind.
Lisztomania
Um seine Person herrschte im 19. Jahrhundert eine wahre Hysterie, für die sich sogar ein Begriff fand: die "Lisztomania". Souvenirhändler machten Riesenumsätze mit Liszt-Schnupfdosen, lila farbenen Liszt-Bonbons, Handschuhen mit Liszt-Bildnis. Liebeskranke Damen sammelten sogar seine Zigarettenstummel auf, um sie an ihrem Busen aufzubewahren.
Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft: Strawinsky und Diaghilew
Es gibt wohl kaum ein Künstler-Gespann in der Musikgeschichte, das so erfolgreich und nachhaltig zusammenarbeitete wie Igor Strawinsky und der Ballettimpresario Sergej Diaghilew. Das erste gemeinsame Projekt ist "Der Feuervogel".
Mozarts Vogel
Mozart hatte keinen Hund, keine Katze, keinen Leguan - nein, Mozart hatte einen Vogel. In einer recht seltsamen Geschichte erzählt Wiebke Matyschok, welche Bedeutung dieses Tier für den Komponisten hatte.
Beethoven und der "Mulattengeiger"
Der Jazz ist schwarz, die Klassik weiß, der afroamerikanische Drummer hat den Swing im Blut, während der europäische Violin-Virtuose akademisch gebildet ist. Alles Vorurteile? Wie unsinnig solch Schubladendenken ist, zeigt ein Blick zurück in die Musikgeschichte. Denn bereits vor über 200 Jahren gab es eine außergewöhnliche Freundschaft, die ethnische Barrieren überwand und der wir ein Meisterwerk verdanken. Ein Zoom von Markus Vanhoefer.
Zoom: Kollekte für Telemann
Fast hätte ihn eine schwere persönliche Finanzkrise ins Abseits gebracht. Aber der Komponist Georg Philipp Telemann schaffte es schließlich, europaweit ein Star zu werden. Konnte er aber jemals seine hohen Schulden begleichen?
Die verborgenen Regionen der Carnegie-Studios
Das legendäre Backstein-Bauwerk in Manhattan ist mehr als nur eine Bühne mit fast mystischen Ruf. Es ist ein Haus, das auch hinter den Kulissen viele ungewöhnliche Geschichten erzählt. Markus Vanhoefer ist in für den normalen Konzertbesucher verborgene Regionen vorgedrungen.
Kein Bedarf in München - Der kurfürstliche Kammerkompositeur Joseph Michl
Der kurfürstliche Kammerkompositeur Joseph Michl konnte bereits auf einige erfolgreiche Jahre am Münchener Hof zurückblicken, als der bayerische Kurfürst Max III. Joseph 1777 überraschend verstarb. Mit dem neuen Regenten Carl Theodor aus der Pfalz kamen auch viele Hofangestellte mit nach München, darunter etliche Musiker und Komponisten der ehemaligen Mannheimer Hofkapelle.
Dauerwelle - Fritz Kreislers Vibrato und die Folgen
Fritz Kreisler gilt als erster Geiger, der ununterbrochen vibrierte. Doch die Vertreter der historischen Aufführungspraxis haben dem Gewackel den Kampf angesagt. Bernhard Neuhoff erzählt die Geschichte einer Infektion.
Schumann schreibt sein letztes Werk
Der Komponist Robert Schumann hört Musik im Kopf, die ihm - wie er sagt - die Engeln vorgesingen. Er schreibt das Thema auf und variiert es. Es entstehen die sogenannten "Geister-Variationen", Schumanns letztes Werk.
Franz Strauss und Richard Wagner
Natürlich ist die "befriedende Wirkung der schönen Kunst der Töne" unbestritten, sie wird ja auch in Pädagogik und Politik immer wieder gerne verwendet,
Mr X rächt Alessandro Scarlatti
Neben etlichen Instrumentalwerken, Oratorien und 799 Kantaten, führt er in seinem Werkverzeichnis auch 115 Opern auf. Und gerade in dieser Gattung erlebte Alessandro Scarlatti zur Karnevalszeit 1707 in Venedig eine schmerzhafte Niederlage. Warum deshalb noch Jahre später eine Mordermittlung eingeleitet werden musste, erzählt das folgende Zoom von Katharina Neuschaefer.
Der Mittenwalder Geigenbauer-Pionier Matthias Klotz
Wie kein anderer Ort Deutschlands genießt Mittenwald das Renommee, eine weltweit bekannte Geigenbauerstadt zu sein. Zu verdanken hat sie das Mathias Klotz. Seit 1890 thront der 1653 geborene Geigenbauer deshalb auch auf dem Platz vor der Mittenwalder Pfarrkirche - als ehernes Denkmal.
Requiem für Mozart - Der böhmische Komponist Antonio Rosetti
Dezember 1791: In Prag reagiert man ebenso betroffen wie andernorts auf den Tod Mozarts. Zur Aufführung kommt das Requiem des böhmischen Komponisten Antonio Rosetti; ein ZOOM von Wolfgang Antesberger:
Lovestory auf Russisch
Sie waren Ikonen der Musikwelt und Vorbilder in der Kunst des Zusammenlebens: der Cellist und Dirigent Mstislaw Rostropowitsch und die Sängerin Galina Wischnewskaja.
Metastasio - ein früher Poetry Slammer
Man kennt Pietro Metastasio über die anderen, über Johann Adolf Hasse, Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart. Eben die, die seine Texte durch ihre Musik berühmt machten. Wer aber war Metastasio? Ein früher Poetry Slammer?
Peter Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-moll
In dieses Konzert steigt man energiegeladen ein, ja, der Beginn wirft einen buchstäblich um. Denn mit einer ungezähmten Gewalt donnern uns Orchester und Klavier im ersten Satz des Klavierkonzerts op. 23 von Tschaikowsky entgegen.
Leonard Bernsteins Debüt in der New Yorker Carnegie Hall
Ein bekannter New-York-Witz lautet: Irgendwo in Manhattan spricht ein orientierungsloser Tourist einen Passanten an: "Entschuldigen Sie, wie komme ich in die Carnegie-Hall?". Die Antwort: "Oh, ganz einfach: Üben. Üben. Üben". Die Carnegie Hall - wenn man es dort geschafft hast, schafft man es überall.
Unter falschem Namen - die Symphonien des Adalbert Gyrowetz
Der böhmische Komponist Adalbert Gyrowetz reiste mehrere Jahre durch Italien. Dann kam er nach Frankreich. Nichts ahnend landete er dort in den Wirren der Französischen Revolution - und hatte kaum Zeit, in Paris einen Verleger zu finden und sich bei diesem mit seinen Werken vorzustellen.
3, 7, Ass - Tschaikowsky "Pique Dame"
Für die Komposition der Oper "Pique Dame" reist Peter Tschaikowsky von Petersburg nach Florenz. Dort fehlt es dem Komponisten eigentlich an Nichts, höchstens an guter Laune. Trotzdem fließt der Alkohol in großen Mengen.
La Strepponi - Verdis wilde Ehe
Giuseppina Strepponi - eine berühmte Sängerin - entdeckte einen jungen, noch unbekannten Komponisten: Giuseppe Verdi. Sie lebten in wilder Ehe, zuerst in Paris, dann in Italien. Schließlich heirateten sie, weil Verdi danach strebte, im politisch geeinten Italien Parlamentsabgeordneter zu werden.
Der Risottokönig Giuseppe Verdi
Typisch für die Küche im Norden Italiens ist ein Risotto. Eine der schlichtesten Varianten davon ist der Risotto alla Milanese, auf Mailänder Art. Und eines der besten Rezepte dafür stammt aus der Feder von Giuseppe Verdi, dem heimlichen Risottokönig.
Pasta alla Norma - Sizilianische Gerüchte-Küche
Wenn Siziliens Nationalgericht auf den Tisch kommt, dann geht ein Lächeln durch die Runde - zu gut schmeckt die Pasta alla Norma. Der ein oder andere lächelt aber nicht nur aus Vorfreude auf das Essen, sondern amüsiert sich über die Doppeldeutigkeit des Namens.
Ein seltener Fall - Martín y Soler und Lorenzo da Ponte
Der italienische Schriftsteller Lorenzo da Ponte wurde vor allem berühmt durch die Zusammenarbeit mit Wolfgang Amadeus Mozart. Nach Mozarts Tod suchte da Ponte weiter die Zusammenarbeit
Brotlose Kunst - Bayreuth ohne Nahrung
Die Bayreuther Festspiele sind alljährlich Anziehungspunkt. Mit dem Beginn der Festspiele 1876 rückte die Kleinstadt Bayreuth
Zoom: Clara und Robert Schumann erstreiten ihre Ehe vor Gericht
Robert Schumann und Clara Wieck setzen sich gegen den Willen von Claras Vater durch und erstreiten sich gerichtlich die Erlaubnis heiraten zu dürfen.
"Auf euch hab ich gewartet" - Beethoven trifft Goethe im Sommerurlaub
Im Juli 1812 reiste Ludwig van Beethoven nach Teplitz, dem ältesten Heilbad Böhmens. Der Komponist logierte im Gasthof zur Eiche und fieberte der Ankunft eines ganz bestimmten Kurgastes entgegen: Johann Wolfgang von Goethe.
Das englische Königshaus beruft seinen ersten "Master of Music"
"Master of Music" - Der Studiengang, mit dem ambitionierte Musikwissenschaftler ihren Bachelorabschluss aufmotzen. Meist bleibt es aber nicht aus, sich als Durchschnitts-Student mit einem oder gleich mehreren Nebenjobs über Wasser zu halten. Der britische Komponist Sir Peter Maxwell Davies hat das als "Master of the Music" nicht nötig: Er ist nämlich kein Student, sondern der persönliche Haus- und Hofkomponist von Queen Elizabeth II. Eine ehrenwerte Tätigkeit mit einem kleinen Verdienst von etwa 120 Euro jährlich. Das würde einen Studenten finanziell in die Knie zwingen. Nicht aber Sir Peter Maxwell Davies, der sich auch mal eine Auszeit gönnen kann, um dem fröhlichen Reigen in den Straßen von London zu lauschen.
"Master of Musick"
Den Titel "Master of the Queen's Music" trägt derzeit der britische Komponist Sir Peter Maxwell Davies. Er ist der persönliche Haus- und Hofkomponist von Queen Elizabeth II - eine ehrenwerte Tätigkeit mit einem kleinen Verdienst von etwa 120 Euro jährlich. Das würde einen Studenten finanziell in die Knie zwingen. Nicht aber Sir Peter Maxwell Davies, der sich auch mal eine Auszeit gönnen kann, um dem fröhlichen Reigen in den Straßen von London zu lauschen. Ein Zoom von Xaver Frühbeis.
Schumann: "Blieb ich beim Jus, ich erschöße mich"
Eltern sorgen sich zumeist um ihre Kinder und wünschen sich eine gesicherte Zukunft für sie. Auch bei Robert Schumann war das so - für eine sorgenfreie Studienzeit hatte der Vater
Bartoks unglückliche Liebe
Vom Taj Mahal bis zu den "Leiden des jungen Werther" - so manches große Kunstwerk verdankt sich dem Impuls der menschlichen Liebe, der glücklichen, der unglücklichen und den vielen Abschattierungen zwischen den beiden. Und auch der ungarische Komponist Béla Bartók verliebte sich als 26-Jähriger einmal unsterblich, machte eine Musik daraus und bekam einen Korb. Andreas Grabner erzählt die Geschichte von Bartóks unerwiderter Liebe.
Joseph Haydn schaut ins All
"Er durchbrach die Grenzen des Himmels" - das steht auf dem Grab von William Herschel geschrieben. Der in Hannover gebürtige Herschel ist uns als Musiker bekannt, aber berühmt wurde er als Astronom.
Ernst Kraus - der fränkische Caruso
Am 8. Juni 1863, somit vor genau 150 Jahren, wurde im mittelfränkischen Erlangen der Sänger Ernst Kraus geboren.
Die Montagabende bei Camille Saint-Saens
Als Kammermusikkomponist ist Camille Saint-Saens weniger bekannt. Als er noch lebte, waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat Saint-Saens einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen: immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung.
Tartinis Teufelstriller
Dass die Geige ein Teufelsinstrument ist, wissen wir spätestens seit Niccolò Paganini. Doch fast ein Jahrhundert vor ihm schockte ein anderer die Menschen mit seiner Teufelsmusik: Giuseppe Tartini. Ein Zoom von Monika Muschler.
Wagner und Brahms - zwei Komponisten im Clinch
Grabenkämpfe und Glaubenskrieg: Wer zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Komponist in Deutschland lebt, der kann miterleben, wie sich die Musikwelt in zwei Lager teilt:
Ein strenger Schwiegervater
Giuseppe Verdis strenger Schwiegervater - oder Heirat nach Reifeprüfung. Ein Zoom von Ulrich Möller-Arnsberg.
Ein römisches Opernduell
Wie Gaetano Berenstadt eine Oper Porporas in den Staub schickte. Ein Zoom von Andreas Pehl.
Claude Debussy und Lily Texier
Ungleiche Paare hat auch die Musikgeschichte zu bieten: Mozart und Kostanze, Gustav und Alma Mahler - bis heute tratschen und diskutieren wir über sie. Im folgenden ZOOM blickt Markus Vanhoefer in eine weitere spektakuläre Musik-Beziehungskiste.
Einen "Messias" in 24 Tagen
Das "Halleluja" aus Händels "Messias" ist ein absoluter Chor-Hit. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des "Messias" allerdings gar nicht so glorreich, sondern als Georg Friedrich Händel in London ziemlich in der Klemme steckte.
"Who is the Boss?" Dirigent oder Solist - Glenn Gould oder Leonard Bernstein
Der Steinway CD 318 war sein Instrument, ohne ihn konnte Glenn Gould nicht spielen. Genauso wenig ohne seinen Klavierhocker, einen Küchenstuhl, der immer sehr tief eingestellt war und wegen seiner Wackeligkeit
Watschenkonzert Schönberg
Schönberg hatte nach dem Erfolg seiner "Gurrelieder" ein Konzert mit zeitgenössischen Werken im Wiener Musikvereinssaal angesetzt. Kontroverse Diskussionen entbrannten, und es kam zur "Rauferei allerorten".
Palestrinas Pelzmoden
Eines Tages reichten Giovanni Pierluigi da Palestrinas Einkünfte als Musiker nicht mehr aus, um die eigenen Werke exklusiv zu veröffentlichten. Allerdings wurde der Komponist kreativ und entdeckte für sich eine andere Geldquelle.
Herr Richard Wagner in München - Folge 7
Richard Wagner wird 1913 neben dem Prinzregententheater in klassischer Pose auf den Sockel gesetzt. "Möge dein Antlitz uns leuchten!", ruft der Hoftheaterintendant Ernst von Possart der Wagnerfigur zu, die nach zweitägiger Fahrt am Prinzregentenplatz eingetroffen ist.