
Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah
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Richard Wagner probt den ersten "Ring"
Es war heiß im August 1876, als die ersten Bayreuther Festspiele stattfanden. Die Nerven lagen blank bei allen Beteiligten. Zwei Kaiser und zwei Könige hatten sich angesagt; und der berühmteste und umstrittenste Künstler der Welt wollte nichts weniger als sein Lebenswerk krönen. Mit dem von Wagner erstmals persönlich einstudierten kompletten "Ring"-Zyklus.
Schönberg und Kandinsky gehen baden
Schwabing sei kein Ort, sondern ein geistiger Zustand. Das stellte der Maler Wassily Kandinsky fest. Sein erstes abstraktes Bild hatte er in München gemalt. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. Wiebke Matyschok erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.
Gustav Mahler sucht Hilfe bei Sigmund Freud
Schaffenskrisen gehören zum Alltag eines kreativ schaffenden Menschen. Lebenskrisen betreffen zuweilen alle, zumal wenn die Liebe im Spiel ist. So ging es auch Gustav Mahler. Und so suchte er Hilfe bei dem berühmten Psychoanalytiker Sigmund Freud. Bernhard Neuhoff weiß mehr über das Treffen der beiden.
Mili Balakirew wird Eisenbahnarbeiter
Bitterste Armut und Depression plagen den einstigen Gründer der Russischen Nationalen Schule, dem mächtigen Häuflein, Mili Balakirew. Er ist gezwungen, in der Eisenbahnverwaltung zu arbeiten. Dabei sind ihm neue Werke zu schreiben und das russische Wort in der Musik zu verkörpern sein großes Ziel.
Thomas Mann und das Grammophon
Gäbe es Literatur ohne Musik und Musik ohne literarische Einflüsse? Auch wenn es seltsam erscheinen mag: Auch Romane können einen "Soundtrack" haben. Markus Vanhoefer hat sich auf die Spuren Thomas Manns begeben und ist in einem oberbayerischen Landhaus auf ein erstaunliches Klangereignis gestoßen.
Ein Texaner erobert Russland
"Ein Texaner, der Russland eroberte" - mit diesem Titelbild erschien die Times im Mai 1958. Einen Monat vorher gewann der amerikanische Pianist Van Cliburn bei dem ersten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau den ersten Preis. Mitten im Kalten Krieg eroberte Van Cliburn die russischen Herzen. Julia Smilga erzählt von einem Pianisten, der vor 53 Jahren mit seiner Kunst zwei politische Systeme kurz einander näher brachte.
Liszt und Paganini
Franz Liszts Transkriptionen zu Paganinis Solo-Capricen für Violine zählen unter Pianisten zum Virtuosesten, was das Klavier-Repertoire zu bieten hat. Liszt hatte den Teufelsgeiger zum ersten Mal 1832 bei einem Konzert in Paris erlebt und war hin und weg von dessen dämonischer Wirkung. Niccolò Paganini galt Liszt fortan als großes Vorbild.
Der schwarze Mozart
Joseph de Bologne Chevalier de Saint-George war ein Zeitgenosse Mozarts, dem manche schon zu Lebzeiten den Ehrentitel "der schwarze Mozart" verliehen haben. Er war französischer Mulatte, Fechtmeister, Ritter, Komponist und Violin-Virtuose - ein richtig aufregendes Leben.
Bach-Sohn spurlos verschwunden
Seine Söhne bereiten Johann Sebastian Bach viele Sorgen: Wilhelm Friedemann versuchte eine Karriere als freier Musiker, Gottfried Heinrich hatte eine Lernschwäche und brauchte Privatunterricht. Am meisten aber brachte ihn sein Sohn Johann Gottfried Bernhard um den Schlaf - besonders als dieser 1739 spurlos verschwand.
Antonio Vivaldis Karriere als "roter Priester"
Wegen seiner ungewöhnlichen musikalischen Begabung gaben Vivaldis Eltern den Knaben in die Obhut der Kirche. Dort wurde sein Talent zwar gefördert, am Ende aber wurde Vivaldi zum Priester geweiht. Aber wurde er damit glücklich? Monika Muschler weiß mehr über die Karriere des "roten Priester".
Quartettabend zu fünft
Genies, so es denn überhaupt noch welche gibt, haben in der Regel die Eigenschaft, nicht mit anderen Genies zu kommunizieren. Das ist so bei Genies! Bisweilen jedoch gibt es Ausnahmen. In den Jahren 1783 bis 1787 gab es in Wien regelmäßig Treffen von Musikern, wie sie in der Zusammensetzung unglaublicher nicht hätten sein können. Es trafen sich zum gemeinsamen Musizieren die Herren Joseph Haydn, Carl Ditters von Dittersdorf, Johann Baptist Vanhal und Wolfgang Amadeus Mozart. Bei einem dieser Nachmittage sorgte der Besuch des Italieners Giovanni Paisiello für einige Verwirrung unter den Komponisten. Ein ZOOM von Wolfgang Antesberger.
Henry Purcell und sein xantippisches Weib
Das Privatleben von berühmten Komponisten interessierte die Menschen früher genauso wie sich heute viele für das Leben der Film- oder Popstars begeistern. Auch Henry Purcell sorgte für jede Menge Klatsch und Tratsch - und zwar durch seiner Ehefrau. Sylvia Schreiber hat einen Blick in das Jahr 1689 geworfen.
Carl Maria von Weber wird verhaftet
Carl Maria von Weber wurde durch die undurchsichtigen finanziellen Aktivitäten seines Vaters immer wieder in missliche Lagen, und einmal sogar ins Untersuchungsgefängnis gebracht - eine schmerzhafte Episode im Leben eines hochgeschätzten Komponisten.
Philip Glass als Taxifahrer
Die Musikwelt ist - wie das Leben - voll von Schwierigkeiten, Hindernissen, Ab- und Umwegen. So war zum Beispiel in den 1970er Jahren in den Straßen von New York ein Mann als Taxifahrer unterwegs, dessen Musik nicht nur in den Inner Circles des Musikbetriebs bereits sehr bekannt war: Der Komponist Philipp Glass. Markus Vanhoefer erzählt im heutigen ZOOM von der wechselhaften Karriere eines weltberühmten amerikanischen Komponisten.
Mit der Kraft der Phantasie
Sie gehört zu den schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts: die Pianistin Maria Theresia von Paradis. Trotz ihrer Blindheit erreichte sie auf dem Instrument eine bemerkenswerte Virtuosität, die sie durch die Behandlung ihres Arztes beinahe verloren hätte.
Brand des Münchner Hof- und Nationaltheaters
Im Jahr 1823 hatten die Münchner seit fünf Jahren ein neues Theater. Das Hof- und Nationaltheater zählte zu den größten Häusern Europas, übertraf sogar das Pariser Odeon. Die "erste und schönste Zierde der Königsstadt" bot 2400 Zuschauern Platz, hatte neueste Bühnentechnik und sogar eine Sprinkleranlage, wie sie bislang kein Theater aufzuweisen hatte. Doch dann brannte das Theater doch, wie Martin Fogt in seinem Beitrag für die Reihe "Zoom" erzählt.
Domenico Dragonetti - Ein Paganini auf der Bassseite
Wie alle Musiker unterhielt sich auch Haydn gerne über seine Kollegen. So traf er sich in London mit dem Geiger und Musikimpresario Johann Peter Salomon und diskutierte über den italienischen Kontrabassisten Domenico Dragonetti, der mit seiner Virtuosität in ganz Europa Furore machte.
Mozart und Clementi beim Klavierstreit
Als am 24. Dezember 1781 der in England ansässige Tastenvirtuose Muzio Clementi einer Einladung Kaiser Josephs II. nach Wien Folge leistete, wusste er nicht, welch denkwürdigen Wettstreit er am selben Tag erleben würde. Und noch weniger, dass er selbst einer der beiden Protagonisten sein sollte.
Das tönende Monster "Dynamophon"
Kurz, nachdem das Telefon erfunden war und seinen Siegeszug angetreten hatte, machte sich der amerikanische Erfinder Thadeus Cahill Gedanken darüber, wie man mit dem Telefon Geld verdienen könnte. Er erschuf ein System, bei dem man sich - ähnlich wie heute - gegen Gebühr Musik ins Haus liefern lassen konnte: Übers Telefon. Jochen Eichner erzählt die Geschichte des Telharmoniums, dessen erster Abonnent der Engländer Samuel Clemens war.
Anton Bruckner und sein Sinn fürs Makabre
Friedhofsbesuche gehörten bei ihm an die Tagesordnung. Leichen faszinierten ihn und weder die Exhumierung von Schubert noch die von Beethoven ließ sich Bruckner entgehen. Seinem Sinn fürs Makabre hat Katharina Neuschaefer nachgeforscht.
Die Wiederentdeckung jüdischer Komponisten durch Jascha Nemtsov
Der Pianist Jascha Nemtsov macht sich nach Anregung durch einen israelischen Dirigenten auf die Suche nach unveröffentlichten Manuskripten jüdischer Komponisten. In der Berliner Staatsbibliothek wird er tatsächlich fündig.
Goethe prüft den jungen Mendelssohn
Goethe war bereits ein Greis, als ihm Carl Friedrich Zelter seinen zwölfjährigen Schüler Felix Mendelssohn Bartholdy vorstellte. Das Wunderkind spielte die ihm vorgelegten Noten-Manuskripte einfach so vom Blatt und eroberte das Herz des Dichterfürsten im Sturm.
Antonio Vivaldi und seine Primadonna Anna Girò
Der Komponist trifft die Sängerin in Mantua. Er ist so beeindruckt, dass er sie sofort mit nach Venedig nimmt, um sie dort weiter ausbilden zu lassen.
César Franck und der Bus
César Franck stößt mit seiner Droschke während der Pariser Rush-Hour mit einem Omnibus zusammen
Theodizee am Tejo - Marcos António da Fonseca Portugal und das Erdbeben von Lissabon
Die Biographie des portugiesischen Opern-Komponisten Marcos António da Fonseca Portugal wäre anders verlaufen, hätte es nicht das Erdbeben an Allerheiligen 1755 in Lissabon gegeben. Wie das Schicksal eines ganzen Landes mit dem eines Einzelnen zusammenhängt, erzählt Wolfgang Antesberger in seiner kleinen Geschichte.
"Zu Diensten Herr König" - Die Kapellmeister Graun und Benda
Friedrich der Große oder auch der "Alte Fritz" genannt, war seit 1740 König in und seit 1772 König von Preußen. Als großer Musikliebhaber beschäftigte er viele Musiker und Komponisten an seinem Hof. So auch die Brüder Johann Gottlieb und Karl Heinrich Graun sowie Franz Benda.
Wer war Monsieur Wagenseil?
Wolfgang Amadeus Mozart wusste die Antwort jedenfalls schon, bevor er im Oktober 1762 Georg Christoph Wagenseil am Kaiserhof in Wien begegnete. Eine außerordentliche Multibegabung des 18. Jahrhunderts.
Herbert von Karajan und die Medien
Ernste Musik ist ein Medienereignis, und das nicht nur, wenn große Interpreten ins Rampenlicht der Öffentlichkeit treten, sondern auch, wenn neue Technologien neue Märkte zu erobern versuchen. Denn Klassik und Unterhaltungselektronik gehören durchaus zusammen.
Ktesibios erfindet die Wasserorgel
Um 300 v. Chr. erfand der Grieche Ktesibios die Wasserorgel. Seitdem hat sich am Bau der Orgel vieles verändert.
Einen "Messias" in 24 Tagen
Fast jeder kennt das "Halleluja" aus Händels "Messias". Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Händelschen Messias allerdings gar nicht so glorreich, sondern als der damals noch ungekrönte Opernkönig Georg Friedrich Händel in London ziemlich in der Klemme steckte...
Zoom: Die Trolle des Herrn Grieg
Untrennbar scheint die nordische Mythologie mit Edward Griegs Musik verbunden. Im wirklichen Leben jedoch waren die Trolle des Herrn Grieg durchaus menschlich und sehr präsent. Katharina Neuschaefer hat einen Blick hinter die Fassade gewagt und im Fotoalbum der Familie Grieg geblättert ...
Johann Strauss Sohn wird deutscher Staatsbürger
Wie und warum der Walzerkönig zum Oberfranken wurde hat mit den Ehen zu tun, die er im Laufe seines Lebens führte.
Sviatoslav Richter - Ein Künstler mit Prinzipien
Der Pianist Sviatoslav Richter war in mancherlei Hinsicht sehr eigensinnig. Wenn man sich jedoch seinen Lebensweg ansieht, kann man durchaus Verständnis für ihn entwickeln.
Wagners Überfahrt nach Sandvike
Stefan Siegert erzählt von einem Ereignis in Wagners Leben, das ganz unerwartet und sehr mühsam zu einer neuen Werkidee führte.
Streets und Sonaten
Der Tasten- und Kartenspieler und Komponist Domenico Scarlatti, der mit seinen 555 Sonaten eine der ungewöhnlichsten Leistungen der Musikgeschichte vollbrachte.
Ein Kasten mit Drehknöpfen
Oskar Sala und das Trautonium
Albert Baron de l'Espee und sein Orgelschloss
Der Adlige spielte leidenschaftlich gerne Orgel und ließ sich eigens ein Schloss für eine große Orgel errichten.
Beethoven und die Frauen
Er gilt als der einsame Titan der Musikgeschichte, der knorrig taube Einzelgänger, der sein Leben den höchsten Idealen der Menschlichkeit geweiht hat: "Seid umschlungen, Millionen". Umschlungen hat Ludwig van Beethoven aber nicht nur die Menschheit im Ganzen, sondern auch im Speziellen. Wie stand es um die zwischenmenschlichen Beziehungen des Meisters?
Gershwin meets Schönberg
Immer wieder wird es versucht - und immer wieder geht es schief: die Kombination von Werken Arnold Schönbergs und George Gershwins in einem Konzert. Zu ihrer Zeit waren die so unterschiedlichen Komponisten allerdings eng befreundet.
Chausson und das Fahrrad
Ernest Chausson, der eigenwillige Komponist mit seiner unverwechselbaren Tonsprache, gilt heute als Wegbereiter des Impressionismus.
Mozarts Vogel
Bekanntermaßen spielen Tiere im Leben vieler Menschen eine große Rolle. So auch bei Wolfgang Amadeus Mozart. Er hatte allerdings keinen Hund, sondern einen Vogel. In einer recht seltsamen Geschichte erzählt Wiebke Matyschok, welche Bedeutung dieses Tier für den Komponisten hatte.
Paganinis letzter Wunsch
Auch nach seinem Tod nahmen die Gerüchte um den "Teufelsgeiger" Niccolo Paganini kein Ende.
Chopin und das stumme Klavier
Der Pianist Frédéric Chopin lässt sich nach langjähriger Pause von seinen Freunden dazu überreden, wieder ein Konzert zu geben. Er leidet jedoch schon Tage und Wochen vorher unter so starkem Lampenfieber, dass seine Lebensgefährtin George Sand spottet, er solle das Konzert doch ohne Publikum und auf einem stummen Klavier spielen.
Heinrich Heine in Paris
In der neuen Heimat wandelt sich der Autor vom Ironiker zum Berichterstatter über Trends aus der französischen Hauptstadt.
Steffanis "Enrico Leone" eröffnet neues Opernhaus
Mit Agostino Steffanis Oper "Enrico Leone" wird das neue Opernhaus in Hannover eröffnet.
Franz Liszt geht ins Kloster
Abbé mit falschem (Heiligen-)schein? Franz Liszt geht ins Kloster.
Caruso und das Erdbeben in San Francisco
Markus Vanhoefer geht der Frage nach, ob man einen Jahrhundertkünstler nicht besser versteht, wenn man nicht nur dessen allgemeines Image, sondern auch seine Schwächen sieht.
Die fesche Lola Montez und der kleine Hans von Bülow
Durch einen ritterlichen Auftritt gewann der junge Hans von Bülow die Zuneigung der berüchtigten Tänzerin Lola Montez. Es war ein einschneidendes Ereignis im Leben des angehenden Pianisten und Dirigente. Denn durch Lola lernte er Franz Liszt persönlich kennen.
Mozarts Nachbar
Der Komponist Sigismund Ritter von Neukomm
Umberto Giordano kämpft um seine Oper "Andrea Chénier"
Die Entstehungsgeschichte der berühmtesten Oper Umberto Giordanos begann auf dem Friedhof. Bis zu ihrer Uraufführung war es ein langer Weg.