
WDR 3 Meisterstücke
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Antonín Dvořák: Streicherserenade E-Dur, op. 22
Anton Dvořák hatte wohl ein sonniges Gemüt: Jedenfalls dominieren Heiterkeit und Wohlklang in vielen seiner Kompositionen. Das gilt ganz besonders für diese Serenade, die 1875 in nur zwei Wochen entstand - für viele Interpreten ein Werk mit therapeutischer Wirkung. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Richard Strauss: Ein Heldenleben (1898)
Genial oder größenwahnsinnig? Diese Tondichtung von Richard Strauss polarisiert bis heute. Ein Meisterstück wie ein Film: mit einem Helden, einer großen Liebe und feindlichen Widersachern. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.
Georges Bizet: Carmen
Spanisches Flair pur verströmt Bizets "Carmen", dabei war der Komponist selbst nie in Spanien. Den Siegeszug seiner mitreißenden Oper im Stil des Hispanismo kann Bizet nicht mehr genießen. Er stirbt wenige Monate nach der Uraufführung 1875. (Autor: Christoph Vratz und Michael Lohse) Von Christoph Vratz.

Robert Schumann: "Frühlingssymphonie" B-Dur op. 38
Frühlingsgefühle beflügeln Schumann 1841 privat wie beruflich: Frisch verheiratet traut er sich endlich an die Gattung Symphonie heran. Innerhalb von nur vier Tagen skizziert er seine Erste - bis heute eines seiner berühmtesten Werke. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: "Frühlingssonate" F-Dur op. 24
Der Frühling in Wien muss im Jahr 1801 besonders schön gewesen sein. Jedenfalls schreibt Ludwig van Beethoven damals seine Violinsonate, die später als "Frühlingssonate" berühmt geworden ist. Der Titel stammt zwar nicht von ihm, passt aber bestens zur heiter beschwingten Musik. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll, op. 64
Sein Violinkonzert hat Mendelssoh viel Mühe gekostet. Sechs Jahre quält er sich mit dem Werk, das er seinem Jugendfreund Ferdinand David widmet. Dem Resultat hört man die Anstrengung nicht an. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Emilie Mayer: Faust-Ouverture (1879)
Emilie Mayer hatte keine Angst vor Männerdomänen: Als Komponistin legte sie im 19. Jahrhundert eine einzigartige Karriere hin und begnügte sich nicht mit Salonmusik, sondern reüssierte auch auf dem Feld der großen Orchesterwerke, so wie mit ihrer Faust-Ouvertüre von 1879. Von Ben Süverkrüp.

Frédéric Chopin: Ballade g-Moll Op. 23
Als Flüchtling kommt Chopin 1831 nach Paris. In seiner Heimat Polen haben die russischen Besatzer einen Aufstand blutig niedergeschlagen. Aufgewühlt von dieser Nachricht schreibt der 21jährige seine berühmte Ballade - ein Meilenstein in Sachen Klaviertechnik und später der Soundtrack zu Polanskis "Der Pianist". (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Arvo Pärt: Fratres (1977)
Wer glaubt, dass Neue Musik immer schräg klingen muss, erlebt bei Arvo Pärt eine Überraschung. Der gebürtige Este hat nichts gegen Tonleiter und Dreiklang. Sein sparsamer Stil schult das Ohr für kleinste Ereignisse und hat besonders in der New Age Bewegung Anhänger gefunden. (Autor: Murat Kayi) Von Murat Kayi.

Edvard Grieg: Klavierkonzert a-Moll, Op. 16
Mit Mitte 20 schreibt Grieg sein berühmtes Klavierkonzert. Frisch verheiratet und gerade Vater geworden sprüht das Werk vor Euphorie und fasziniert mit seinem Mix aus deutscher Romantik und norwegischer Folklore. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Sofia Gubaidulina: Sieben Worte
Die letzte Worte Jesu haben bereits Komponisten wie Haydn oder Schütz inspiriert. 1982 legt die russische Komponistin Sofia Gubaidulina ihre Version vor - ein beklemmend intensives Meisterstück inklusive "Schweineorgel". (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Max Reger: Klavierkonzert f-Moll, op. 114
"Riesenbaby" hat Max Reger sein Klavierkonzert genannt. Der Vielschreiber beendet das monumentale Werk 1910 in nur wenigen Monaten. Kraftvolle Spätromantik voll rätselhafter Zitate, dafür mit hohem Suchtfaktor. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Bela Bartok: Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (1937)
Vier Musiker am Rande des Nervenzusammenbruchs, irrwitzige Tempi und vertrackte Rhythmen zwischen Jazz, Balkan und höherer Mathematik - mit seiner Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug betritt Bela Bartok 1937 kammermusikalisches Neuland! (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.

Giacomo Puccini: La Bohème
Armer Dichter liebt schwerkranke Näherin - die Handlung dieser Oper ist schnell erzählt, die Wirkung nicht. Puccini öffnet die Schleusen der Seele und inszeniert lange vor Hollywood grandioses Gefühlskino für die Ohren. (Autor: Christoph Vratz und Michael Lohse) Von Christoph Vratz.

Sergej Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
Im Schweizer Exil schreibt Rachmaninow 1934 eines seiner berühmtesten Werke für Klavier und Orchester. Nach einer depressiven Phase entstehen Variationen für Klavier und Orchester, in denen der Komponist effektvoll ein Thema von Paganini mit einem Motiv aus der Totenmesse verwebt. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Wolfgang Amadeus Mozart: Türkischer Marsch (Sonate A-Dur KV 331)
1783 stand in Wien der Orient hoch im Kurs. Man feierte den Sieg über die Türken vor 100 Jahren. Auch Mozart ließ sich zu seinem "türkischen Marsch" inspirieren, der eigentlich das Finale einer seiner originellsten Klaviersonaten ist. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Franz Schubert: Winterreise op. 89 (1827)
Ein Jahr vor seinem Tod vertont Schubert die Gedichte eines jungen Dichters. Es entsteht ein hochemotionaler Liederzyklus, der bis heute Interpreten wie Hörer gleichermaßen fesselt. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Robert Schumann: Fantasie C-Dur op. 17
Es gibt viele Arten von Liebeserklärungen: klassisch bei Sonnenuntergang, in einer TV-Show oder knapp per SMS. Robert Schumann holt 1836 etwas weiter aus. Verzweifelt über die Trennung von seiner geliebten Clara schreibt er eine Fantasie in 3 Sätzen - für viele sein bedeutenstes Klavierwerk. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Louis de Mollier u.a.: Ballet de la nuit (1653)
Das "Ballet de la nuit" ist ein Gesamtkunstwerk: Ein ganzes Kollektiv aus Komponisten, Tänzern und Bühnenbildnern wirkte mit an dieser Inszenierung, die am Hofe Ludwig des XIV. nicht nur der Unterhaltung, sondern auch knallharter Machtdemonstration diente. Neue Bekanntheit erlangte die Musik auch durch den Film "Der König tanzt". (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.

Aaron Copland: Appalachian Spring
Die atmosphärisch dichte Ballettmusik "Appalachian Spring" ist die perfekte Einstiegsdroge ins Werk von Aaron Copland, dem großen Pionier der Neuen Musik in den USA. Auf der Suche nach einer neuen Einfachheit lässt sich der Komponist 1944 von amerikanischer Folklore inspirieren. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Kaum zu glauben, dass Beethovens einziges Violinkonzert bei der Uraufführung so irritierte, dass es für fast vier Jahrzehnte praktisch in der Schublade verschwand. Doch das Werk ist eben kein typisches Virtuosenstück, sondern eine Symphonie der Klangfarben, (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Claudio Monteverdi: L'Orfeo (1607)
1607 findet im Herzogspalast von Mantua eine denkwürdige Premiere statt: Mit seinem "Orpheus" sichert sich Claudio Monteverdi nicht nur einen Platz in der Musikgeschichte, sondern verhilft gleich einer neuen Gattung zum Durchbruch: der Oper. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Bachs berühmtes Orgelwerk ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte: Entstehungszeit? Unklar. War wirklich Bach der Autor? Wohl kaum. Überhaupt ein Werk für Orgel? Auch nicht sicher. Fest steht nur: die Toccata ist ebenso originell wie populär, was ihr schon im 19. Jahrhundert den Spitznamen "die Epidemische" einbrachte... (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Leos Janáček: Auf verwachsenem Pfade
1908 läuft es nicht gut für den Komponisten: Seine Ehe ist kaputt. Er trauert über den Tod seiner Tochter. Und in Prag wird er als provinziell belächelt. Die kurzen Stücke für Klavier oder Harmonium sind sein intimes Tagebuch. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Anton Dvorák: 9. Sionfonie e-Moll op. 95 "Aus der neuen Welt"
Ein Tscheche in New York. Eine wohlhabende Witwe mit Musikleidenschaft lotst Anton Dvorák 1892 in die USA, um dabei zu helfen, einen nation-amerikanischen Musikstil zu entwickeln. Mit der Neunten schreibt der Komponist dort sein berühmtestes Werk. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 45 fis-Moll "Abschiedssymphonie"
Viele Anekdoten ranken sich um das rätselhafte Finale dieser Symphonie von 1772. Doch die übrigen Sätze sind mindestens so interessant. Haydn findet in dem experimentellen Werk zu einem ganz neuen expressiven Ton. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Das Weihnachtsoratorium gehört für viele Menschen zu Weihnachten so wie Glühwein oder Plätzchen backen, dabei schrieb Bach sein überwältigendes spirituelles Opus 1734 in 6 Teilen möglicherweise für den einmaligen Gebrauch im Gottesdienst und griff dafür auf ältere eigene Werke und ein altes Kirchenlied zurück. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Edvard Grieg: Peer Gynt
Die Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Henrik Ibsen war schwierig. Doch die Musik, die Grieg zu seinem Schauspiel "Peer Gynt" komponierte wurde unsterblich. Aus den größten Hits formte der Komponist zwei mitreißende Orchestersuiten. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Georg Friedrich Händel: Messiah
Händels beliebtestes Oratorium enthält reihenweise Superhits und sorgt seit seiner Dubliner Uraufführung 1742 immer neu für Begeisterung. Der Komponist feiert mit dem Werk über den Leidensweg Jesu auch eine persönliche Wiederauferstehung nach schwerer Krankheit. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: Fidelio
Kaum ein Werk machte Beethoven so viel Kopfzerbrechen wie seine einzige Oper, die erst "Leonore" hieß, und dann als "Fidelio" berühmt wurde - ein bewegendes Drama um Diktatur, Freiheit und die Kraft der Liebe. (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.

Gesualdo: Sesto libro di madrigali (1611)
Carlo Gesualdo liefert nicht nur brisante Schlagzeilen, sondern auch ebenso waghalsige Musik. Der komponierende italienische Fürst ging in die Geschichte ein mit kühnen Harmonien und einem brutalen Doppelmord. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll Op. 64
Wäre Tschaikowskys Fünfte eine Oper, wäre ihre Ariendichte rekordverdächtig. Unsterbliche Melodien prägen die farbenprächtige Sinfonie, deren Sätze durch ein Schicksalsmotiv verwoben sind. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 in d-Moll ("Wagner-Sinfonie")
Anton Bruckner widmete seine Sinfonien gern Autoritäten - ob dem Kaiser oder Gott persönlich. Nur einer kam für ihn gleich nach dem lieben Gott: Richard Wagner. Bruckner widmet dem verehrten Kollegen 1873 seine Dritte - den genialen Prototyp für seine Monunmentalsinfonie. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Ruth Crawford-Seeger: String Quartet 1931
Dass ihre Kinder zu berühmten Country-Stars wurden, hört man ihrer Musik wahrlich nicht an: Ruth Crawford-Seeger, Pionierin der amerikanischen Avantgarde, schreibt bereits Anfang der 30er Jahre ein radikales und bahnbrechendes Streichquartett - bis heute ein Geheimtipp. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Carl Maria von Weber: Der Freischütz
"Weber kam auf die Welt, um den Freischütz zu schreiben", war sich sein Kollege Hans Pfitzner sicher. Mit Mitte 30 komponierte der Kappellmeister am sächsischen Hof die deutsche Nationaloper schlechthin. Damit schrieb er Operngeschichte und wurde zum großen Vorbild für Richard Wagner. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Claude Debussy: Children's Corner
1906 sind die Pariser Bohémien-Zeiten für Claude Debussy allmählich vorbei. Stattdessen heißt es: Familienleben in der Vorstadt. Der französische Klangzauberer widmet seiner 3jährigen Tochter Chouchou einen kleinen, aber äußerst feinen Klavierzyklus. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Johann Sebastian Bach: "Kaffeekantate" BWV 211
In Leipzig schrieb Johann Sebastian Bach Kantaten fast im Wochentakt. Die meisten für den evangelischen Gottesdients, ein paar aber auch fürs Kaffeehaus. In seiner schwungvollen "Kaffeekantate" zeigt sich der Komponist von seiner deftig-humorvollen Seite. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: Große Fuge, Opus 133
Mit seiner "Großen Fuge" stößt Beethoven die Tür in die Moderne mit voller Wucht auf. Das komplexe Werk galt lange als unspielbar, stellt aber heute die ultimative kammermusikalische Herausforderung dar. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Richard Wagner: Tristan und Isolde
Der Beginn von Wagners erotischster Oper beschäftigt seit der Uraufführung 1865 die Experten. Denn der berühmte Tristan-Akkord sprengt die Gesetze der Tonalität. Das Werk der Extreme galt lange als unaufführbar, bis Ludwig II. von Bayern als Sponsor einsprang. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2 in cis-Moll
Franz Liszt - Superstar des Klaviers. Für seine Tourneen schrieb sich der gebürtige Ungar virtuose Bearbeitungen bekannter Melodien. Oder er verarbeitete die Klänge seiner Kindheit in seinen "ungarischen Rhapsodien". Die Zweite in cis-Moll verdankt ihren Weltruhm nicht zuletzt Walt Disney. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Jean Sibelius: Finlandia
"Finlandia" heißt der patriotische Superhit des jungen Sibelius aus dem Jahr 1899. Im russisch besetzten Finnland traf das spätromantische Orchesterwerk einen Nerv und avancierte schnell zur inoffiziellen Nationalhymne. (Autor: Michael Lohse/Philipp Quiring) Von Michael Lohse.

Ottorino Respighi: Römische Trilogie (1916 - 1928)
Wer in Italien als Komponist Karriere machen will, muss Opern schreiben. Dieses Gesetz setzte der junge Ottorino Respighi 1924 mit seinen "Römischen Brunnen" außer Kraft. Sein Meisterstück in Sachen orchestrale Klangzauberei machte ihn weltberühmt. Später ließ er noch 2 weitere Teile seiner Rom-Hommage folgen. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Maurice Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand D-Dur
Obwohl selbst brillanter Pianist schreibt Ravel erst mit 54 sein erstes Klavierkonzert. Paul Wittgenstein hat ihn darum gebeten. Der Pianist hat im ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren. Ravel komponiert für ihn 1929 sein vielleicht faszinierendstes Werk. (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.

Ludwig van Beethoven: 5. Sinfonie, Opus 67
Vier Noten für die Ewigkeit. Mit dem Anfang seiner dramatischen Sinfonie in c-Moll lieferte Beethoven 1808 eines der berühmtesten Motive der klassischen Musik überhaupt. Dabei war seine Tonsprache damals keineswegs populär, sondern höchst experimentell. Und den pathetischen Beinamen "Schicksalssinfonie" hat erst die Nachwelt erfunden. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Niccolò Paganini: La Campanella
Teufelsgeiger Niccolò Paganini brauchte für seine umjubelten Tourneen auch teuflisch schwere Stücke. So wurde er zum Komponisten virtuoser Violinkonzerte wie dem berühmten Zweiten mit dem Beinamen "La Campanella" - das Glöckchen. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Camille Saint-Saens: 3. Sinfonie c- Moll, Op. 78 "Orgelsinfonie"
Lange lässt die Orgel auf sich warten in dieser dramatischen und formal höchst raffinierten Sinfonie. Nicht nur als Organist, sondern auch als Komponist zieht der Franzose in diesem Hauptwerk von 1886 alle Register seiner Kunst. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Clara Schumann: Klavierkonzert in a-Moll, Op.7
Mit gerade mal 16 Jahren ist Clara Schumann, die damals noch Wieck heißt, schon eine gefeierte Virtuosin und schreibt sich für den Konzertsaal ein effektvolles Klavierkonzert auf den Leib. Das Werk zeigt das Potenzial dieser Komponistin, die Robert Schumann später lieber in die Rolle der Hausfrau und Mutter zwängt. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Mozart schreibt sein letztes Konzert im Herbst 1791 für die Klarinette. Obwohl erst kurz vor seinem Tod vollendet wirkt die Musik heiter, lebensbejahend und tröstlich. Der berühmte zweite Satz untermalte unzählige Hollywoodfilme. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Karlheinz Stockhausen: Gesang der Jünglinge
Mit dem Werk über einen alttestamentarischen Text wagt sich der junge Karlheinz Stockhausen 1956 auf kompositorisches Neuland: zum ersten Mal verbindet er die menschliche Stimme mit elektronischen Klängen. Eine technische Pionierleistung, aber auch Ausdruck tief empfundener Spiritualität. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Nadia Boulanger: Fantaisie variée pour piano et orchestre
Nadia Boulanger, die ältere Schwester von Lili Boulanger, war eine der einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, ob als Musikpädagogin, Dirigentin und auch - wenngleich sie selbst gern das Gegenteil behauptete - als Komponistin. Das zeigt eindrucksvoll ihre Orchester-Fantasie, die sie 1912 für ihren Freund und Mentor Raoul Pugno komponierte. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.