
WDR 3 Meisterstücke
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Leonard Bernstein: West Side Story
Das Musical aus dem Jahr 1957 ist die vielleicht mitreißendste Adaption von Shakespeares "Rome und Julia" der Musikgeschichte, nur eben verlegt von Verona nach New York und mit Tony und Maria als tragisches Liebespaar. Der gefragte Star-Dirigent Bernstein fand lange nicht die Zeit, seine geniale Idee umzusetzen, dann aber landete er einen Welterfolg. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Gabriel Fauré: Requiem Opus 48
Kann man einfach so ein Requiem schreiben? Man kann. Gabriel Fauré jedenfalls komponierte seine berühmte Totenmesse 1887 ohne jeden äußeren Anlass. In dem ergreifenden Werk bricht der Franzose mit der Tradition, indem er auf dramatische Höllensequenzen verzichtet und lieber auf schlanke Instrumentierung setzt. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Cello, Opus 5 Nr. 1
1796 spielt der junge Beethoven in Berlin Friedrich Wilhelm II. vor. Im Gepäck hat er eine Weltpremiere: die erste Cello-Sonate der Welt, die Klavier und Cello gleichberechtigt behandelt. Der Monarch bedankte sich mit einer Dose voller Louisdors und die Cellisten mit immer neuen Interpretationen des genialen Frühwerks. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Carl Orff: Carmina Burana
Carl Orffs Kantate aus dem Jahr 1936 entwickelte sich schnell zu dem Bestseller ernster Musik im 20. Jahrhundert schlechthin. Auch wenn Orffs Rolle in der NS-Zeit umstritten ist - der neuartige Orchestersound, der Rückgriff auf Stilmerkmale des Mittelalters und die emotionalen Gänsehautmomente machen das Werk bis heute beliebt, ob bei Chören oder in Hollywood. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Isaac Albéniz: Iberia
Eine Spanienreise auf dem Klavier ist der berühmte Zyklus, den Albéniz 1908 vollendete - nur ein Jahr vor seinem Tod. In dem unfreiwilligen Abschiedswerk zieht der Komponist alle Register seiner Kunst und wechselt zwischen melancholischer Poesie und den mitreißenden Tanz-Rhythmen seiner Heimat. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Morton Feldman: Three Voices
Einen faszinierenden Sog entfaltet Morton Feldmans legendäres Vokalwerk aus dem Jahr 1982, in dem sich drei Stimmen überlagern, die in Wirklichkeit ein- und dieselbe sind. Der Komponist verarbeitet darin den Tod zweier Freunde und bezeichnete das Stück als Austausch der lebenden Stimme mit den Toten. Von Martin Zingsheim.

Claude Debussy: Prélude à l'après-midi d´un faune
Mit gerade mal zehn Minuten Spielzeit markiert Debussys Orchestervorspiel von 1894 einen Wendepunkt der Musikgeschichte. Während sich Europas Komponisten im Pathos der Hochromantik austoben, schreibt der Franzose ein Werk voller Klarheit und Eleganz und entdeckt die Klangfarbe als kompositorisches Prinzip. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Samuel Barber: Adagio for strings
Barbers Adagio von 1938 hält bis heute den Weltrekord in der Disziplin "traurige Musik". Als Kinosoundtrack ist das Stück ebenso beliebt wie auf Beerdigungen. Der emotionalen Wirkung dieses kammermusikalischen Meisterwerks kann sich kaum jemand entziehen. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Joseph Haydn: Die Jahreszeiten
"Die 'Jahreszeiten' haben mir den Rest gegeben", behauptete Joseph Haydn. Er haderte mit dem Text und quälte sich mit gesundheitlichen Problemen herum. Doch das Oratorium, das er 1801 vollendet, lässt von all den Mühen nichts spüren... (Autor: Vratz/Lohse) Von Vratz/Lohse.

Clara Schumann: Klavierkonzert in a-Moll, Op.7
Mit gerade mal 16 Jahren ist Clara Schumann, die damals noch Wieck heißt, schon eine gefeierte Virtuosin und schreibt sich für den Konzertsaal ein effektvolles Klavierkonzert auf den Leib. Das Werk zeigt das Potenzial dieser Komponistin, die Robert Schumann später lieber in die Rolle der Hausfrau und Mutter zwängt. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr.4
Anton Bruckner war ein Spätentwickler: in einem Alter, in dem Mozart schon gestorben war, hatte er noch keine einzige Symphonie geschrieben. Mit über 40 aber legte der erzkatholische, kaisertreue Eigenbrötler los. Am bekanntesten wurde seine Vierte - vielleicht wegen des schönen Beinamens: "Romantische". (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Gustav Mahler: 8. Symphonie Es-Dur
Auf so eine Idee konnte man auch nur vor Corona kommen: eine Mammut-Symphonie mit über tausend Mitwirkenden. An Abstandsregeln war nicht zu denken... Die Münchner Uraufführung des Ausnahmewerks, das Mahler für sein wichtigstes hielt, wurde 1910 der größte Triumph seiner Karriere. (Autor: Christoph Vratz) Von Vratz/Lohse.

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Oktett Es-Dur, op. 20
Was haben Sie als Teenager so gemacht? Erste Liebe erlebt? Sport getrieben? Mendelssohn komponierte mit 16 Jahren ein geniales Oktett, kannte Goethe persönlich und begeisterte auf Konzerten die Berliner Schickeria. Auch nicht schlecht... (Autor: Dominik Mercks)
 
 Von Dominik Mercks.

George Antheil: Violin Sonata No. 2
Ein Amerikaner in Paris: 1923 schreibt der junge George Antheil seine zweite Violinsonate "with accompaniment of piano and drums" und widmet sie dem Dichter Ezra Pound. Die beiden verbindet eine heftige Aversion gegen den Mainstream. Antheils provokante Collage zitiert Hits und funktioniert das Klavier kurzerhand zum Schlagwerk um. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Johannes Brahms: Zwei Rhapsodien Op. 79
1879 urlaubt Brahms in Pörtschach am Wörthersee. Die schöne Umgebung inspiriert ihn zu zwei seiner bekanntesten Klavierstücke. Nur beim Titel ist er unentschlossen. Der Junggeselle holt sich Rat bei einer jungen Pianistin, der er das Werk auch widmet... (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Johann Pachelbel: Kanon in D-Dur
Ob "Streets of London", "Go West" oder "Oh Lord, Why Lord" - all diese Songs gehen auf den barocken Kanon eines Komponisten zurück, der schon eine Generation vor Johann Sebastian Bach lebte: Johann Pachelbel schrieb unzählige Orgelwerke, doch Musikgeschichte schrieb er mit einer Akkordfolge, die sich bis heute als Hit-Rezept bewährt hat... (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2 in cis-Moll
Franz Liszt - Superstar des Klaviers. Für seine Tourneen schrieb sich der gebürtige Ungar virtuose Bearbeitungen bekannter Melodien. Oder er verarbeitete die Klänge seiner Kindheit in seinen "ungarischen Rhapsodien". Die Zweite in cis-Moll verdankt ihren Weltruhm nicht zuletzt Walt Disney. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Claude Debussy: Clair de Lune
Ob der französische Impressionist Claude Debussy sich je hätte träumen lassen, welche Karriere der dritte Satz aus seiner "Suite Bergamasque" einmal machen würde? Sein in Töne gegossener Mondschein avancierte zum Chill-out-Klassiker und die schwebenden Harmonien inspirierten Generationen von Filmmusikkomponisten... (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Antonio Vivaldi: Die vier Jahreszeiten
Mit seinem musikalischen Streifzug durch die Jahreszeiten landete Antonio Vivaldi nicht nur gleich reihenweise Hits, sondern inspirierte mit "Le quattro stagioni" auch gleich noch die Pizzabäcker. Da mochte Igor Stravinsky noch so viel lästern über den angeblichen Fließbandkomponisten, der Charme und die Originalität seiner barocken Violinkonzerte sprechen für sich. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Paul Hindemith: Violinkonzert
Paul Hindemith komponiert sein Violinkonzert kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs - hin und hergerissen zwischen der Idylle seines schweizerischen Exils und düsteren Vorahnungen. Entgegen seinem Image vom Bürgerschreck zeigt er sich in diesem Meisterwerk von seiner zugänglichen Seite. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Hector Berlioz: Symphonie fantastique
Der junge Hector Berlioz verliebt sich in eine berühmte Schauspielerin. Das Problem: Sie will nichts von ihm wissen. Um sie rum zu kriegen, schreibt er seine "Symphonie fantastique" - Episoden aus dem Leben eines Künstlers, der sich aus Liebeskummer mit Opium vergiftet und einen Horrortrip durchlebt. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Aram Chatschaturjan: Klavierkonzert Des-Dur
Bei der Uraufführung von Chatschaturjans einzigem Klavierkonzert in einem Moskauer Park 1937 herrschen erschwerte Bedingungen: Der Solist muss sich mit einem Klavier begnügen. Das Orchester hat nur eine einzige Probe und ein starker Wind weht dem Dirigenten die Brille von der Nase. Trotzdem wird das Werk mit seinem originellen Mix aus Moderne und kaukasischer Folklore schnell ein Welterfolg. Autor: Michael Lohse Von Michael (Rech. Quiring) Lohse.

Philip Glass: Violin Concerto No. 1
Als Philip Glass 1987 sein Violinkonzert schrieb, hatte er schon einen langen Weg als Opernkomponist und Pionier der "Minimal Music" hinter sich. Mit dem Orchesterstück erfand er sich noch mal neu und schuf eines seiner populärsten Werke. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 "Rheinische"
Gerade mal ein paar Monate lebt Schumann in Düsseldorf und schon schenkt er dem Rheinland seine inoffizielle Hymne: den Anfang der "Rheinischen ". Er schreibt die Symphonie in wenigen Wochen wie im Rausch - beflügelt vom beruflichen Neuanfang und inspiriert von einem Besuch im Kölner Dom. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen
Ein Graf hat Schlafstörungen und lässt sich deshalb regelmäßig von einem Mann namens Goldberg auf dem Cembalo vorspielen. Bach wiederum schreibt für diesen Goldberg auf Wunsch des Grafen eines der gewaltigsten Variationswerke der Musikgeschichte. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Franz Liszt: Liebestraum Nr. 3 As-Dur
Für Pianisten ist Franz Liszt ein Idol: als Virtuose, als visionärer Komponist und in puncto erotischer Ausstrahlung. Mit seinem Charisma bezauberte er die Damenwelt. Eines seiner bekanntesten Stücke heißt passenderweise "Liebestraum" - da glühen die Tasten vor sanfter Ekstase... (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig von Beethoven: Pathétique
Die Klaviersonate Op. 13 in c-Moll hat Beethovens Image geprägt wie kaum ein zweites Werk: Der Kämpfer, der dem Schicksal in den Rachen greift. Er schreibt das dramatische Werk mit 27, als sein Kampf gegen die Taubheit beginnt. Die wunderschöne Melodie des Adagio wurde zum Welthit. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo KV 373
Wer wissen will, was Mozart mit dem Tango-Musiker Carlos Gardel gemeinsam hat, höre dieses Rondo des 25-jährigen. Es markiert einen Meilenstein in Mozarts Entwicklung vom Hofmusiker zum freien Künstler. Autor: Mercks Von Dominik Mercks.

Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068
"Air on the G String" zählt zu den beliebtesten Melodien der Musikgeschichte. Dabei ist dieser Hit gar kein eigenes Werk, sondern nur ein Satz aus Bachs Orchestersuite Nummer 3. Aber wo sind die anderen Sätze geblieben? Und was macht Bachs Air so unglaublich populär? (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

Johann Strauss: An der schönen blauen Donau
Ein Superhit im Dreivierteltakt ist dieser Walzer von Johann Strauß. "Alles, was über das Thema Wien Schmeichelhaftes gesagt werden kann", habe der Komponist in die geniale Anfangsmelodie gepackt, lobte sogar der gestrenge Kritiker Eduard Hanslick. 1872 führt Strauß seine Hommage an die Donau in den USA gleich mit 20.000 Sängern auf. (Autor: Mercks)
 Von Dominik Mercks.

Jean Sibelius: Finlandia
Mit "Finlandia" landete der junge Sibelius 1899 einen patriotischen Superhit im russisch besetzten Finnland. Dabei war das Stück eigentlich nur der letzte Satz einer Orchestersuite, die für Solidaritätskonzerte mit der unterdrückten Presse in Helsinki geschrieben wurde. Doch schnell avancierte das effektvolle Werk zur inoffiziellen Nationalhymne. (Autor: Lohse/Quiring) Von Philipp Quiring.

Leos Janáček: Jenufa
Janáčeks Oper von 1903 hat das Zeug zum Horrorfilm: Sex, Wahnsinn und Gewalt auf einem mährischen Dorf. Das packende Werk mit seinen faszinierenden Frauenfiguren schreibt der Komponist in einer Zeit schwerer Schicksalsschläge. Die Premiere am Prager Nationaltheater lässt lange auf sich warten, dann wird sie zum Sensationserfolg. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde
Gustav Mahler war abergläubisch. Die Zahl 9 machte ihm Angst. Einfach zu viele seiner Kollegen waren über ihre 9. Symphonie nicht hinausgekommen. So nannte er seine neue Symphonie lieber "Das Lied von der Erde". Der Liederzyklus nach chinesischen Gedichte zählt zu dem Persönlichsten und Ergreifendsten, das Mahler je komponiert hat. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Franz Schubert: Arpeggione-Sonate in a-Moll, D 821
Die Arpeggione ist eigentlich eine Rarität aus dem Instrumenten-Museum und wäre ohne Franz Schubert sicher längst vergessen. Der komponierte 1824 eine Sonate, um die neuartige Mischung aus Cello und Gitarre zu promoten. Es wurde eines seiner liebenswertesten Kammermusikwerke, in dem sich beschwingte Melodien und melancholische Abgründe abwechseln. (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur, Op. 26
1921 will der junge Exilant Sergej Prokofjew es wissen: In Chicago spielt er die Premiere seines 3. Klavierkonzerts. Auch wenn ihn die Reaktionen der Amerikaner enttäuschen, heute ist das mitreißende Werk mit Jazzanklängen, russischen Melodien und groteskem Humor eines der beliebtesten Klavierwerke der Neuen Musik. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem, Op. 45
Mit seinem Requiem hat Brahms mit allen Konventionen der Kirchenmusik gebrochen. Er pfeift auf die Liturgie und stellt sich aus Bibelzitaten seinen eigenen Text zusammen. Die Uraufführung des ergreifenden Werks im Bremer Dom markiert für den jungen Komponisten den internationalen Durchbruch. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: 3. Sinfonie Es-Dur (Eroica)
Mit enttäuschter Liebe ist nicht zu spaßen. Erst verehrt Beethoven seine 3. Sinfonie voller Begeisterung Napoleon, den er als Revolutionär bewundert. Dann krönt sich Napoleon zum Kaiser und Beethoven zieht seine Widmung wütend wieder zurück. Die Musik aber darf man weiter als revolutionär bezeichnen samt Trauermarsch und hymnischem Finale. Von Michael Lohse.

Franz Schubert: Sinfonie in h-Moll, D759 ("Unvollendete")
8 Sinfonien hat Schubert komponiert. Doch ausgerechnet seiner "Unvollendeten" gehört die Liebe des Publikums, obwohl sie nur zwei Sätz hat. Ergreifende Bekenntnismusik schreibt der 25jährige Komponist: so düster, als ahnte er seinen frühen Tod voraus. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: 5. Klavierkonzert
"The Emperor" - diesen Beinamen hat ein cleverer Verleger dem Konzert gegeben, weil manches an Militärmusik erinnert. Tatsächlich schrieb Beethoven das Werk unter dem Eindruck der französischen Besatzung Wiens. Trotzdem enthält es eine der schönsten lyrischen Melodien, die Beethoven geschrieben hat. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Ludwig van Beethoven: 9. Sinfonie in d-Moll, op. 125
Von wegen Freude schöner Götterfunken - in finanzieller Hinsicht ist die Uraufführung ein Desaster. Beethoven ist am Boden zerstört. Viele Kritiker können mit dem Finale nichts anfangen - halb Kantate, halb Sinfonie. Dabei packt er in seine letzte Sinfonie die Summe seiner kompositorischen Erfahrungen und sprengt die Grenzen der klassischen Sinfonik. (Autor: Lohse/Vratz) Von Michael Lohse.

Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik (HWV 351)
Das Feuerwerk selbst war ein Desaster. London ertrank wie üblich im Dauerregen und dann fing auch noch die Bühnenkulisse Feuer. Doch Händels meisterhafte Festmusik aus dem Jahr 1748 ging um die Welt und liefert bis heute den perfekten Soundtrack zum Jahreswechsel. (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

César Franck: Symphonie d-Moll
Erst im Rentenalter komponiert César Franck seine erste und einzige Symphonie, die auf geniale Weise französischen Charme mit absoluter Musik à la Beethoven verbindet. Den Erfolg seines Werks in den Konzertsälen kann er nicht mehr genießen: Ein Jahr nach der Uraufführung 1889 stirbt er in Paris nach einem Verkehrsunfall. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: Klavierstück a-Moll WoO 59 ("Für Elise")
Wer war Elise? Darüber rätseln Beethoven-Forscher bis heute. Fest steht: Das Drei-Minuten-Werk ist eines der berühmtesten Klavierstücke überhaupt und seinem Charme können auch noch so krude Arrangements nichts anhaben. Von Dominik Mercks.

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 14 op. 27 No. 2 in cis-Moll
Sie war 16 und er 31... Beethoven hat sich verliebt in seine Klavierschülerin Giulietta Guiccardi und widmet ihr seine Mondscheinsonate, auch wenn das Stück damals noch nicht so heißt. Erst nach Beethovens Tod gab ein Musikkritiker dem kühnen Werk mit dem berühmten langsamem Anfangssatz, dass viele Komponisten der Romantik inspirierte, seinen Namen. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Verdis Requiem war eine schwierige Geburt: Erst wollte der Komponist mit zwölf Kollegen eine Totenmesse für Rossini schreiben. Doch die Aufführung kam nicht zustande. Jahre später greift er den Plan und schreibt ein Requiem für den Dichter Alessandro Manzoni. Darin zieht der 60jährige alle Register Dramatik und Emotion pur - fast wie in der Oper. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Charles Ives: 4. Sinfonie
Gäbe es einen Wettbewerb für das irrwitzigste Werk der Musikgeschichte, Ives Vierte wäre ein Top-Favorit: ein Chor ohne Text, ein absichtlich verstimmtes Klavier und ein Streichensemble, das möglichst weit vom Orchester weg sitzen soll. In dem Schlüsselwerk zieht Ives ein Fazit seiner musikalischen Ideen.
 
 (Autor: Mercks/Lohse) Von Dominik Mercks.

Camille Saint-Saëns: 2. Klavierkonzert g-Moll, op. 22
Zeitdruck hat auch sein Gutes: Gerade mal 17 Tage blieben dem französischen Komponisten bis zum Konzert seines Freundes Anton Rubinstein, für das er mal eben ein neues Klavierkonzert angekündigt hatte. Trotzdem gelang ihm ein großer Wurf voller Charme und technischer Gemeinheiten, an denen Pianisten weit länger als 17 Tage zu üben haben... (Autor: Quring / Lohse) Von Philipp Quiring.

Ludwig van Beethoven: 6. Sinfonie F-Dur op. 68 (Pastorale)
Auf Spaziergängen am Rande des Wiener Walds ließ sich Beethoven zu seiner Sechsten inspirieren, die so ganz ist als seine anderen Sinfonien: Der Komponist ahmt Vogelstimmen nach und statt auf Dramatik setzt er auf Atmosphäre und Lichtwechsel. Das Werk ist ein Fest für die Sinne und markiert die Geburtsstunde der Programmmusik. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Frédéric Chopin: Ballade No. 1 in g-Moll, Op. 23
Mit Anfang 20 kommt Chopin als Flüchtling nach Paris. Aufgewühlt von den Nachrichten aus der polnischen Heimat, wo die russischen Besatzer einen Aufstand blutig niederschlagen, beginnt er mit der Arbeit an seiner Ballade. Ein pianistischer Meilenstein, der mit seiner kühnen Harmonik Richard Wagner vorwegnimmt. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Johannes Brahms: 4. Sinfonie e-Moll
Michael Lohse forscht nach den Geheimnissen von Brahms raffiniertem Spätwerk: Heute können Konzertbesucher die Themen seiner Vierten mitsingen, doch die Zeitgenossen reagierten skeptisch: angeblich zu spröde und verkopft,sei das Werk. Zudem musste sich der Komponist vorwerfen lassen, ihm falle nichts ein. Von Michael Lohse.