
WDR 3 Meisterstücke
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Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen
Ein Graf hat Schlafstörungen und lässt sich deshalb regelmäßig von einem Mann namens Goldberg auf dem Cembalo vorspielen. Bach wiederum schreibt für diesen Goldberg auf Wunsch des Grafen eines der gewaltigsten Variationswerke der Musikgeschichte. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Franz Liszt: Liebestraum Nr. 3 As-Dur
Für Pianisten ist Franz Liszt ein Idol: als Virtuose, als visionärer Komponist und in puncto erotischer Ausstrahlung. Mit seinem Charisma bezauberte er die Damenwelt. Eines seiner bekanntesten Stücke heißt passenderweise "Liebestraum" - da glühen die Tasten vor sanfter Ekstase... (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig von Beethoven: Pathétique
Die Klaviersonate Op. 13 in c-Moll hat Beethovens Image geprägt wie kaum ein zweites Werk: Der Kämpfer, der dem Schicksal in den Rachen greift. Er schreibt das dramatische Werk mit 27, als sein Kampf gegen die Taubheit beginnt. Die wunderschöne Melodie des Adagio wurde zum Welthit. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo KV 373
Wer wissen will, was Mozart mit dem Tango-Musiker Carlos Gardel gemeinsam hat, höre dieses Rondo des 25-jährigen. Es markiert einen Meilenstein in Mozarts Entwicklung vom Hofmusiker zum freien Künstler. Autor: Mercks Von Dominik Mercks.

Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068
"Air on the G String" zählt zu den beliebtesten Melodien der Musikgeschichte. Dabei ist dieser Hit gar kein eigenes Werk, sondern nur ein Satz aus Bachs Orchestersuite Nummer 3. Aber wo sind die anderen Sätze geblieben? Und was macht Bachs Air so unglaublich populär? (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

Johann Strauss: An der schönen blauen Donau
Ein Superhit im Dreivierteltakt ist dieser Walzer von Johann Strauß. "Alles, was über das Thema Wien Schmeichelhaftes gesagt werden kann", habe der Komponist in die geniale Anfangsmelodie gepackt, lobte sogar der gestrenge Kritiker Eduard Hanslick. 1872 führt Strauß seine Hommage an die Donau in den USA gleich mit 20.000 Sängern auf. (Autor: Mercks)
 Von Dominik Mercks.

Jean Sibelius: Finlandia
Mit "Finlandia" landete der junge Sibelius 1899 einen patriotischen Superhit im russisch besetzten Finnland. Dabei war das Stück eigentlich nur der letzte Satz einer Orchestersuite, die für Solidaritätskonzerte mit der unterdrückten Presse in Helsinki geschrieben wurde. Doch schnell avancierte das effektvolle Werk zur inoffiziellen Nationalhymne. (Autor: Lohse/Quiring) Von Philipp Quiring.

Leos Janáček: Jenufa
Janáčeks Oper von 1903 hat das Zeug zum Horrorfilm: Sex, Wahnsinn und Gewalt auf einem mährischen Dorf. Das packende Werk mit seinen faszinierenden Frauenfiguren schreibt der Komponist in einer Zeit schwerer Schicksalsschläge. Die Premiere am Prager Nationaltheater lässt lange auf sich warten, dann wird sie zum Sensationserfolg. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde
Gustav Mahler war abergläubisch. Die Zahl 9 machte ihm Angst. Einfach zu viele seiner Kollegen waren über ihre 9. Symphonie nicht hinausgekommen. So nannte er seine neue Symphonie lieber "Das Lied von der Erde". Der Liederzyklus nach chinesischen Gedichte zählt zu dem Persönlichsten und Ergreifendsten, das Mahler je komponiert hat. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Franz Schubert: Arpeggione-Sonate in a-Moll, D 821
Die Arpeggione ist eigentlich eine Rarität aus dem Instrumenten-Museum und wäre ohne Franz Schubert sicher längst vergessen. Der komponierte 1824 eine Sonate, um die neuartige Mischung aus Cello und Gitarre zu promoten. Es wurde eines seiner liebenswertesten Kammermusikwerke, in dem sich beschwingte Melodien und melancholische Abgründe abwechseln. (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur, Op. 26
1921 will der junge Exilant Sergej Prokofjew es wissen: In Chicago spielt er die Premiere seines 3. Klavierkonzerts. Auch wenn ihn die Reaktionen der Amerikaner enttäuschen, heute ist das mitreißende Werk mit Jazzanklängen, russischen Melodien und groteskem Humor eines der beliebtesten Klavierwerke der Neuen Musik. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem, Op. 45
Mit seinem Requiem hat Brahms mit allen Konventionen der Kirchenmusik gebrochen. Er pfeift auf die Liturgie und stellt sich aus Bibelzitaten seinen eigenen Text zusammen. Die Uraufführung des ergreifenden Werks im Bremer Dom markiert für den jungen Komponisten den internationalen Durchbruch. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: 3. Sinfonie Es-Dur (Eroica)
Mit enttäuschter Liebe ist nicht zu spaßen. Erst verehrt Beethoven seine 3. Sinfonie voller Begeisterung Napoleon, den er als Revolutionär bewundert. Dann krönt sich Napoleon zum Kaiser und Beethoven zieht seine Widmung wütend wieder zurück. Die Musik aber darf man weiter als revolutionär bezeichnen samt Trauermarsch und hymnischem Finale. Von Michael Lohse.

Franz Schubert: Sinfonie in h-Moll, D759 ("Unvollendete")
8 Sinfonien hat Schubert komponiert. Doch ausgerechnet seiner "Unvollendeten" gehört die Liebe des Publikums, obwohl sie nur zwei Sätz hat. Ergreifende Bekenntnismusik schreibt der 25jährige Komponist: so düster, als ahnte er seinen frühen Tod voraus. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: 5. Klavierkonzert
"The Emperor" - diesen Beinamen hat ein cleverer Verleger dem Konzert gegeben, weil manches an Militärmusik erinnert. Tatsächlich schrieb Beethoven das Werk unter dem Eindruck der französischen Besatzung Wiens. Trotzdem enthält es eine der schönsten lyrischen Melodien, die Beethoven geschrieben hat. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Ludwig van Beethoven: 9. Sinfonie in d-Moll, op. 125
Von wegen Freude schöner Götterfunken - in finanzieller Hinsicht ist die Uraufführung ein Desaster. Beethoven ist am Boden zerstört. Viele Kritiker können mit dem Finale nichts anfangen - halb Kantate, halb Sinfonie. Dabei packt er in seine letzte Sinfonie die Summe seiner kompositorischen Erfahrungen und sprengt die Grenzen der klassischen Sinfonik. (Autor: Lohse/Vratz) Von Michael Lohse.

Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik (HWV 351)
Das Feuerwerk selbst war ein Desaster. London ertrank wie üblich im Dauerregen und dann fing auch noch die Bühnenkulisse Feuer. Doch Händels meisterhafte Festmusik aus dem Jahr 1748 ging um die Welt und liefert bis heute den perfekten Soundtrack zum Jahreswechsel. (Autor: Mercks) Von Dominik Mercks.

César Franck: Symphonie d-Moll
Erst im Rentenalter komponiert César Franck seine erste und einzige Symphonie, die auf geniale Weise französischen Charme mit absoluter Musik à la Beethoven verbindet. Den Erfolg seines Werks in den Konzertsälen kann er nicht mehr genießen: Ein Jahr nach der Uraufführung 1889 stirbt er in Paris nach einem Verkehrsunfall. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: Klavierstück a-Moll WoO 59 ("Für Elise")
Wer war Elise? Darüber rätseln Beethoven-Forscher bis heute. Fest steht: Das Drei-Minuten-Werk ist eines der berühmtesten Klavierstücke überhaupt und seinem Charme können auch noch so krude Arrangements nichts anhaben. Von Dominik Mercks.

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 14 op. 27 No. 2 in cis-Moll
Sie war 16 und er 31... Beethoven hat sich verliebt in seine Klavierschülerin Giulietta Guiccardi und widmet ihr seine Mondscheinsonate, auch wenn das Stück damals noch nicht so heißt. Erst nach Beethovens Tod gab ein Musikkritiker dem kühnen Werk mit dem berühmten langsamem Anfangssatz, dass viele Komponisten der Romantik inspirierte, seinen Namen. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp Quiring.

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Verdis Requiem war eine schwierige Geburt: Erst wollte der Komponist mit zwölf Kollegen eine Totenmesse für Rossini schreiben. Doch die Aufführung kam nicht zustande. Jahre später greift er den Plan und schreibt ein Requiem für den Dichter Alessandro Manzoni. Darin zieht der 60jährige alle Register Dramatik und Emotion pur - fast wie in der Oper. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Charles Ives: 4. Sinfonie
Gäbe es einen Wettbewerb für das irrwitzigste Werk der Musikgeschichte, Ives Vierte wäre ein Top-Favorit: ein Chor ohne Text, ein absichtlich verstimmtes Klavier und ein Streichensemble, das möglichst weit vom Orchester weg sitzen soll. In dem Schlüsselwerk zieht Ives ein Fazit seiner musikalischen Ideen.
 
 (Autor: Mercks/Lohse) Von Dominik Mercks.

Camille Saint-Saëns: 2. Klavierkonzert g-Moll, op. 22
Zeitdruck hat auch sein Gutes: Gerade mal 17 Tage blieben dem französischen Komponisten bis zum Konzert seines Freundes Anton Rubinstein, für das er mal eben ein neues Klavierkonzert angekündigt hatte. Trotzdem gelang ihm ein großer Wurf voller Charme und technischer Gemeinheiten, an denen Pianisten weit länger als 17 Tage zu üben haben... (Autor: Quring / Lohse) Von Philipp Quiring.

Ludwig van Beethoven: 6. Sinfonie F-Dur op. 68 (Pastorale)
Auf Spaziergängen am Rande des Wiener Walds ließ sich Beethoven zu seiner Sechsten inspirieren, die so ganz ist als seine anderen Sinfonien: Der Komponist ahmt Vogelstimmen nach und statt auf Dramatik setzt er auf Atmosphäre und Lichtwechsel. Das Werk ist ein Fest für die Sinne und markiert die Geburtsstunde der Programmmusik. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Frédéric Chopin: Ballade No. 1 in g-Moll, Op. 23
Mit Anfang 20 kommt Chopin als Flüchtling nach Paris. Aufgewühlt von den Nachrichten aus der polnischen Heimat, wo die russischen Besatzer einen Aufstand blutig niederschlagen, beginnt er mit der Arbeit an seiner Ballade. Ein pianistischer Meilenstein, der mit seiner kühnen Harmonik Richard Wagner vorwegnimmt. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Johannes Brahms: 4. Sinfonie e-Moll
Michael Lohse forscht nach den Geheimnissen von Brahms raffiniertem Spätwerk: Heute können Konzertbesucher die Themen seiner Vierten mitsingen, doch die Zeitgenossen reagierten skeptisch: angeblich zu spröde und verkopft,sei das Werk. Zudem musste sich der Komponist vorwerfen lassen, ihm falle nichts ein. Von Michael Lohse.

Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik (KV 525)
So bekannt - und doch auch wieder nicht. Wenig weiß man über die Umstände, unter denen Mozart 1787 eine der populärsten Klassik-Melodien überhaupt schuf. Eigentlich grübelt er 1787 gerade über seiner Oper "Don Giovanni". Nebenbei schreibt er eine Serenade, die mit rund 100jähriger Verspätung zum Welthit avanciert... (Autor: Mercks/Lohse) Von Dominik Mercks.

Anton Dvořák: Streichquartett F-Dur, op. 96 "Amerikanisches"
Ist das nun amerikanische Musik? Oder doch eher böhmische? Auf jeden Fall lässt sich Anton Dvořák in seinem berühmtesten Streichquartett von der Natur Amerikas inspirieren. Er komponiert es 1893 in Spillville, einem Dorf in Iowa, wo er bei Landsleuten seinen Sommerurlaub verbringt - ein musikantisches Feuerwerk der Lebensfreude. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung
Wäre Mussorgski an jenem Tag im Frühjahr 1874 nicht auf die Ausstellung eines Freundes gegangen, seinen Weltruhm hätte er vermutlich abschreiben können. So aber ließ er sich von den Bildern zu seinem genialen Klavierzyklus inspirieren, der so oft bearbeitet wurde, wie kaum ein anderes Werk der klassischen Musik. (Autor: Quiring/Lohse) Von Philipp/Lohse, Michael Quiring.

Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte (BWV 1046-1051)
Dominik Mercks über die Konzerte, mit denen Bach ein dünn besiedeltes ostdeutsches Bundesland berühmt machte. Nur dass Bach sie weder in Brandenburg komponiert noch jemals dort Aufgeführt hat und für den Titel auch gar nicht verantwortlich ist. Umso mehr überzeugen die Konzerte durch Charme, Leichtigkeit und Mut zum Experiment. Von Dominik Mercks.

György Ligeti: Lux Aeterna
Martin Zingsheim über György Ligetis Meisterwerk für gemischten Chor. Die einstimmige Klangfläche entfaltet einen magischen Sog, der auch dem Regisseur Stanley Kubrick nicht entging: Er bediente sich für seinen Soundtrack zu "2001: Odyssee im Weltraum" bei Ligeti - allerdings, ohne ihn zu fragen. Von Martin Zingsheim.

Clara Schumann: Trio für Geige, Cello und Klavier g-Moll, op. 17
Christoph Vratz über eines der schönsten Kammermusikwerke Clara Schumanns: das Klaviertrio in g-Moll, das sie ihrem Mann Robert 1846 zum Hochzeitstag schenkt. Das Publikum bei der Dresdner Uraufführung ist begeistert von dem Stück, in das die Komponistin die Summe ihrer Erfahrungen einfließen lässt. Von Christoph Vratz.

Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64
Michael Lohse über ein Meisterstück orchestraler Klangfarben. Als Jugendlicher gerät Richard Strauss auf einer Wanderung in den Alpen in ein Gewitter und verirrt sich. Jahrzehnte später inspiriert das Erlebnis den Komponisten zu einem seiner schönsten sinfonischen Werke, Nach der Uraufführung 1915 jubelte er: "Endlich habe ich Instrumentieren gelernt." Von Michael Lohse.
Edward Elgar - Pomp and Circumstance Marches
Dominik Mercks über Edward Elgars berühmtestes Werk. Der erste Marsch aus "Pomp and Circumstance" markiert alljährlich den Höhepunkt der "Last Night of the Proms" und ist fast schon so was wie die heimliche britische Nationalhymne. Kein Wunder: Elgar war ein Meister der prägnanten Melodien und der dramatischen Inszenierung. Von Dominik Mercks.

Benjamin Britten: A young person's guide to the orchestra
Martin Zingsheim über Brittens Klassiker der Musikerziehung. In seinen Variationen über ein Rondo von Henry Purcell dekliniert der Komponist 1945 die Klangfarben des Orechesters durch. Für einen Dokumentarfilm geschrieben, ist die Musik ebenso sinnlich wie unterhaltsam - auch für Erwachsene. Von Martin Zingsheim.

Joseph Haydn: Sinfonie "mit dem Paukenschlag"
Christoph Vratz über Haydns 94. Sinfonie, deren Berühmtheit auf einem einzigen großen Knall beruht. Im zweiten Satz holt Haydn die Hörer auf mit einem Paukenschlag aus dem Tiefschlaf. Der Mann hatte Humor: Doch das in London entstandene Werk hat weit mehr zu bieten als diesen Überraschungseffekt. Von Christoph Vratz.

Franz Liszt: Dante-Sinfonie
Philipp Quiring über Liszts von Dante Alighieris "Göttlicher Komödie" inspirierte Sinfonie, die heute vom Konzertbetrieb meist links liegen gelassen wird. Dabei handelt es sich um eines der Schlüsselwerke des Komponisten: zukunftsweisend nicht nur wegen der Form, sondern auch durch die Instrumentierung und den Einsatz eines Chors. Von Philipp Quiring.

George Gershwin: "Rhapsody in Blue"
Michael Lohse über Gershwins epochale "Rhapsody in Blue", die der junge Komponist 1924 unter größtem Zeitdruck schrieb. Kritiker rümpften damals die Nase über Gershwins Synthese aus Jazz und klassischer Sinfonik, heute sind die Melodien weltberühmt. Von Michael Lohse.

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr.32 c-Moll, op. 111
Christoph Vratz über Beethovens letzte Klaviersonate. Op. 111 ist ein Prüfstein für Pianisten und Hörer gleichermaßen. Noch einmal dringt der Komponist mit seiner Klangsprache in neue Regionen vor und experimentiert mit der von ihm geprägten Sonatenform. Von Christoph Vratz.

Camille Saint-Saëns: 3. Sinfonie c-Moll, op. 78 "Orgelsinfonie"
Michael Lohse über Saint-Saëns' hochdramatische Dritte, in der die titelgebende Orgel lange auf sich warten lässt, dann eher begleitende Funktion hat und sich auch noch von einem Klavier die Show stehlen lässt. Nicht nur als Organist, sondern auch als Komponist zieht Saint-Saëns 1886 in der formal höchst raffinierten "Orgelsinfonie" alle Register seiner Kunst. Von Michael Lohse.

Gustav Mahler: Klavierquartett a-Moll
Philipp Quiring über Mahlers Klavierquartett, von dem nur der erste Satz erhalten ist. 16 Jahre ist der Komponist, hat seinen Stil noch nicht gefunden, sondern steht noch ganz im Bann der Romantiker Schubert und Brahms. Und dennoch gewährt dieses Fragment einen faszinierenden und bewegenden Blick auf die Anfänge des genialen Symphonikers. Von Philipp Quiring.

Arnold Schönberg: Pierrot Lunaire
Martin Zingsheim über Schönbergs faszinierendes Melodram aus dem Jahr 1912. Eine Diseuse gab den Anstoß zu den Gedichtvertonungen, mit denen der Komponist weit ins Neuland der freien Atonalität vordringt - noch ganz ohne Zwölftontechnik übrigens. Von Martin Zingsheim.

Jacques Offenbach: "Die Großherzogin von Gerolstein"
Dominik Mercks über Jacques Offenbachs "Die Großherzogin von Gerolstein", eine Operette wie keine andere: Ob Liebeschaos oder Mordkomplott, ob Kriegsgetümmel oder Pointenhagel, ob Mord-Komplott oder Rhythmus-Feuerwerk - Offenbach verzichtet auf nichts und lässt den Zuhörer kaum zu Atem kommen. Von Dominik Mercks.

Franz Schubert: Die schöne Müllerin op. 25
Christoph Vratz über den bewegenden Lieder-Zyklus von 1823 über die tragische Liebe eines Müller-Gesellen. Die Gedichte dazu stammten von einem Dichter, der passenderweise auch noch Müller hieß. Einen gewaltigen Seelenkosmos durchschreitet der gerade 26jährige Komponist in dem Parade-Werk der Romantik: von überbordendem Lebenswillen bis hin zu abgrundtiefer Todessehnsucht. Von Christoph Vratz.

George Gershwin: Porgy and Bess
Martin Zingsheim über George Gershwins Oper "Porgy and Bess" von 1935 mit ihren vielen Evergreens wie "Summertime". Nie zuvor oder danach war die Opernbühne dermaßen amerikanisch, jazzig, schwarz und hot - nicht nur zur Sommerzeit. Von Martin Zingsheim.

Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 in h-Moll, "Pathéthique"
Michael Lohse über Tschaikowskys ergreifendes letztes Werk, eher Requiem als Symphonie. Ganz bewusst plante der Komponist das Werk als Abschluss seines Schaffens. Doch ahnte er wirklich seinen Tod voraus? Nur neun Tage nach der Petersburger Uraufführung starb Tschaikowsky an Cholera. Von Michael Lohse.

Claude Debussy: Suite Bergamasque
Dominik Mercks über Claude Debussys frühes impressionistisches Klavierwerk, das von einem Gedicht Paul Verlaines inspiriert wurde. Mit dem dritten Satz "Clair de Lune" setzte der Franzose dem Mond ein musikalisches Denkmal und inspirierte die Filmmusik wie kaum ein klassischer Komponist vor ihm. Von Dominik Mercks.

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 26 D-Dur KV 537
Christoph Vratz über Mozarts berühmtes "Krönungskonzert": Am 9. Oktober 1790 soll Leopold II., Erzherzog von Österreich, in Frankfurt zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt werden. Mozart reist eigens aus Wien an und stellt sein neuestes Klavierkonzert vor. Von Christoph Vratz.

John Dowland: The First Booke of Songes
Martin Zingsheim über den bedeutendsten Songwriter des elisabethanischen Zeitalters: John Dowland. 1597 erschien sein bewegendes erstes "Booke of Songs" voller Welt- und Liebesschmerz. Der Erfolg hält bis heute an - weit über die Alte-Musik-Szene hinaus. 
 
 Von Martin Zingsheim.

Niccolò Paganini: Violinkonzert Nr.2
Dominik Mercks über den Teufelsgeiger Niccolò Paganini. Der brauchte für seine umjubelten Tourneen auch teuflisch schwere Stücke. So wurde er zum Komponisten virtuoser Violinkonzerte wie dem berühmten Zweiten mit dem Beinamen "La Campanella" - "Das Glöckchen". Von Dominik Mercks.