
WDR 3 Meisterstücke
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Städtetrip für die Ohren - Respighis "Pini di Roma"
Lust auf einen musikalischen Kurztrip in die ewige Stadt? Ob Brunnen, Pinien oder rauschende Feste - Ottorino Respighi hat Roms Zauber in drei prägnanten Orchesterwerken eingefangen. Am bekanntesten: die "Pinien von Rom" aus dem Jahr 1924. Von Christoph Vratz.

Weltruhm wider Willen - Saint-Saëns "Karneval der Tiere"
In wenigen Tagen skizziert Saint-Saëns 1886 seine "große zoologische Fantasie". Die musikalischen Karikaturen von Schildkröte, Känguru und Co sind ein Riesenspaß bis heute. Dabei hatte der Komponist der Nachwelt weitere Aufführungen streng verboten... Von Michael Lohse.

Sprachkurs für Pianisten - Bachs Italienisches Konzert
Unter dem Einfluss des italienischen Barock schreibt Johann Sebastian Bach 1735 ein Cembalo-Konzert - allerdings ohne Orchester. Dessen Part übernimmt der Pianist gleich mit. Das virtuose Werk erscheint 1735 zusammen mit seiner Zwillingsschwester: der französischen Ouvertüre. Von Ben Süverkrüp.

Ende einer Jugendliebe - Bartóks erstes Violinkonzert
Béla Bartók verabschiedet sich mit seinem frühen Violinkonzert gleich doppelt: von seiner Geliebten Stefi Geyer, die nichts mehr von ihm wissen will - und von der Spätromantik. In dem 1908 vollendeten Werk kündigt sich ein radikaler stilistischer Wandel an. Von Michael Lohse.

Tannhäuser - Wagner für Einsteiger
"Sex oder Liebe?" lautet verkürzt gesagt die Frage, vor der Wagners Titelheld steht. In der 1845 uraufgeführten Oper über den Minnesänger Tannhäuser, der für seine sexuellen Ausschweifungen büßen muss, dürfte Wagner auch Konflikte mit seiner eigenen Libido verarbeitet haben. Von Christoph Vratz.

Aufbruch ins Unerwartete - Ligetis "Atmosphères"
György Ligeti hat auf vielen stilistischen Hochzeiten getanzt. Kaum ein Stück aber wurde so populär wie dieses Frühwerk von 1961 mit seinem elektrisierenden Orchestersound. Stanley Kubrick verwendete die Musik später für "Odyssee im Weltraum". Von Ben Süverkrüp.

Die zwei Temperamente des Carl Philipp Emanuel Bach
Bachs begabter Zweitgeborener hatte nicht nur viele Vornamen, sondern mindestens eben so viele Talente: Cembalist, Komponist und Hobby-Psychologe. Jedenfalls illustriert seine effektvolle Triosonate Wq. 161,1 eindrucksvoll die Temperamente von Melancholiker und Sanguiniker. Von Martin Zingsheim.

Goldgrube für Verleger - Schuberts Impromptus
Ein Jahr vor seinem Tod schrieb Schubert 8 Klavierstücke und nannte sie "Impromptus" - Improvisationen. Heute kommt kein Klavierschüler daran vorbei. Damals verschwanden die meisten erstmal in der Schublade. Ruhm und Vermarktung kamen erst posthum. Von Michael Lohse.

Neue Musik für das Volk - Prokofjews Romeo und Julia
Shakespeares Tragödie inspirierte Prokofjew zu seinem wohl bedeutendsten Ballett: plastisch, ausdrucksstark und durchaus volksnah. Doch bis zur St. Petersburger Premiere 1940 ist es im stalinistischen Russland ein langer Weg. Von Christoph Vratz.

Der talentierte Mr. Telemann - Vielschreiber und Marketinggenie
Sein galanter Stil kam an beim Bürgertum: Rund 3600 Werke hat Telemann hinterlassen. Man kann und muss sie nicht alle kennen. Einige aber schon: "Der getreue Music-Meister" zum Beispiel. Originell, witzig und revolutionär schon durch die Art der Veröffentlichung. Von Ben Süverkrüp.

Tschaikowsky für Fortgeschrittene - die Manfred-Sinfonie
Tschaikowskys längste Sinfonie hat zwar keine offizielle Nummer, aber dafür ein Programm: Lord Byrons Epos Manfred. In den sexuellen Verstrickungen des Helden sah Tschaikowsky Parallelen zu seinem Privatleben. Das komplexe Meisterwerk besticht durch seine farbige Orchestrierung. Von Michael Lohse.

Krieg und Frieden - Beethovens Missa Solemnis
Militärfanfaren in einer Messe? Beethoven schert sich nicht um Konventionen der Kirchenmusik in diesem Werk, das er selbst für sein bestes hielt: eine überwältigende Mischung aus Oratorium und Sinfonie - nur für den Gottesdienst wenig geeignet. Von Michael Lohse.

Den Kulturbürokraten zum Trotz - Bachs Johannespassion
Nie wieder schreibt Bach so kühne und radikale Kirchenmusik wie in diesem Oratorium über das Leiden von Jesus. Doch bevor die Johannespassion 1724 in Leipzig zum ersten Mal erklingen konnte, musste Bach einige bürokratische Hürden überwinden... Von Christoph Vratz.

Emotionale Achterbahn - Mahlers Vierte
Mahlers wohl beliebteste Sinfonie entsteht im Sommer 1900 am Wörthersee. Sie verklingt zwar in friedlichem E-Dur, lässt vorher aber keinen Abgrund aus - fiedelnder Freund Hein inklusive. Von Martin Zingsheim.

Der König der Gambe - Marin Marais
Sein sinnliches Gambenspiel machte ihn zum Star des Barock. Seine Stücke tragen seltsame Titel wie "Grashüpfer" oder "Labyrinth". Marin Marais, der legendäre Hofkomponist von Versailles, wurde 1991 wiederentdeckt mit dem Film "Die siebente Saite". Von Murat Kayi.

Wo die Götter zu Hause sind - Mozarts Jupitersinfonie
Das muss ihm erst mal einer nachmachen: Innerhalb von gerade mal zwei Wochen beendet Mozart 1788 erst seine g-Moll und dann seine C-Dur-Sinfonie, genannt "Jupiter". Das Werk sprengt gleich mehrfach den Rahmen, ob durch seinen majestätischen Duktus, die Dramatik oder die gewaltige Schlussfuge. Von Christoph Vratz.
Gruppenbild mit Dame - Germaine Tailleferre
Mit dem Komponistenkollektiv "Groupe des Six" mischte sie in den 1920er Jahren das französische Musikleben auf, doch ihre Meisterwerke schrieb sie ganz allein. Mit ihrem ersten Klavierkonzert fand Tailleferre 1924 zu ihrem neoklassizistischen Stil. Von Michael Lohse.

Unterwegs nach Süden - Mendelssohns "Italienische"
Mendelssohn schrieb mit seiner Vierten fast ein klingendes Tagebuch seiner Italienreise. Kein Kurztrip, sondern Dank Papas Geldbeutel eine monatelange Bildungsreise - samt Abstecher zu Goethe nach Weimar, der sich ebenfalls sinfonisch auswirkt. Von Martin Zingsheim.

Boy meets girl - Purcells Dido und Aeneas
Nur ein einziger Mann darf mitspielen in Purcells Oper. Über 300 Jahre alt ist sie eine höchst moderne psychologische Studie über die schrittweise Verzweiflung einer Frau. Man muss kein Experte für antike Mythen sein, um davon ergriffen zu werden. Von Ben Süverkrüp.

Ohne Tusch und Büttenreden - Schumanns "Carnaval"
Schumanns "Carnaval" hat mit Straßenkarneval ungefähr so wenig zu tun wie Guido Cantz mit Heinrich Böll. Gespickt mit Anspielungen, Parodien und Zitaten eignet er sich bestens als literarisch-intellektuelles Alternativprogramm zum Schunkel-Terror. Von Christoph Vratz.

Soundtrack einer Ehekrise: Griegs Cellosonate
Grieg schreibt seine einzige Cellosonate 1883 in einer schwierigen Lebensphase: Probenstress im Orchester, die Ehe in der Krise und die Kritiker nörgeln, ihm falle nichts mehr ein. Das hört man dem Werk mit seinen effektvollen Kontrasten nicht an. Von Michael Lohse.

Schicksalssinfonie light - Beethovens 3. Klavierkonzert
Wenn Beethoven etwas Wichtiges zu sagen hatte, wählte er gern die Tonart c-Moll: ob bei Fünfter, Pathétique oder eben beim 3. Klavierkonzert. Mit dem sinfonischen Werk ebnet der 30jährige Komponist der Gattung den Weg vom Salon in den Konzertsaal. Von Christoph Vratz.

Wo selbst Dur nach Moll klingt - Schuberts letzte Klaviersonate
Die Sonate in B-Dur D 960 zählt zu den großen Wundern der Klavierliteratur: Tief melancholisch und voller verstörender Momente ist sie eine Herausforderung für Interpreten. Schubert beendet sie nur 2 Monate vor seinem Tod und geht darin neue Wege. Von Ben Süverkrüp.

Himmelsklänge aus dem Markusdom - Gabrielis Sacrae Symphoniae
Wo heutzutage Touristen in Sandalen durch den Markusdom latschen, schrieb er mit seinen mehrstimmigen Canzonen Musikgeschichte: Giovanni Gabrieli. Seine Sacrae Symphonie bildeten den Soundtrack für Venedigs kirchliche und politische Events. Von Martin Zingsheim.

Tschaikowsky für Fortgeschrittene - die Manfred-Sinfonie
Tschaikowskys längste Sinfonie hat zwar keine offizielle Nummer, aber dafür ein Programm: Lord Byrons Epos Manfred. In den sexuellen Verstrickungen des Helden sah Tschaikowsky Parallelen zu seinem Privatleben. Das komplexe Meisterwerk besticht durch seine farbige Orchestrierung. Von Michael Lohse.
Englands erste Sinfonie - Elgars weiter Weg zur Sinfonie
Als Elgar seine erste Sinfonie schreibt, ist er schon 50 Jahre alt und gilt als bedeutendster lebender britischer Komponist mit Professur und Adelstitel. Dirigenten aus ganz Europa feiern das Meisterwerk der Spätromantik. Dabei kommt der Komponist ursprünglich aus einfachen Verhältnissen. (Autor: Christoph Vratz und Michael Lohse) Von Christoph Vratz.

Die Königin unter den Flussmusiken - An der schönen blauen Donau
Walzerkönig Johann Strauss komponierte 1866 nicht weniger als Wiens heimliche Nationalhymne - natürlich im Dreivierteltakt. "Alles, was über das Thema Wien Schmeichelhaftes gesagt werden kann", meinte ein Kritiker über das Stück, mit dem Strauss auch in den USA Triumphe feierte. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Das berühmteste aller Hallelujahs - Händels Messiah
Händels Messiah ist den Briten das, was den Deutschen Bachs Weihnachtsoratorium ist. Kein Wunder. Immerhin enthält das mitreißende Werk über die Lebensgeschichte Jesus das berühmteste aller Hallelujahs. Und für den Komponisten persönlich markierte das Oratorium das Comeback nach einem Schlaganfall. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Weltruhm nach einer Note - Bachs Toccata und Fuge d-Moll
Bachs berühmtes Orgelwerk ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte: Entstehungszeit? Unklar. War wirklich Bach der Autor? Wohl kaum. Überhaupt ein Werk für Orgel? Auch nicht sicher. Fest steht nur: die Toccata ist ebenso originell wie populär, was ihr schon im 19. Jahrhundert den Spitznamen "die Epidemische" einbrachte... (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Sinfonischer Weltrekord - Beethovens Neunte
Von wegen Freude schöner Götterfunken - in finanzieller Hinsicht ist die Uraufführung der Neunten ein Desaster. Beethoven ist am Boden zerstört. Dabei sprengt er mit seinem Opus 125 die Grenzen der klassischen Sinfonik. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Als der Orient in Mode war - Mozarts Türkischer Marsch
1783 stand in Wien der Orient hoch im Kurs. Man feierte den Sieg über die Türken vor 100 Jahren. Auch Mozart ließ sich zu seinem "türkischen Marsch" inspirieren, der eigentlich das Finale einer seiner originellsten Klaviersonaten ist. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Hits vom Pizzabäcker Ihres Vertrauens - Vivaldis 4 Jahreszeiten
Mit seinem musikalischen Streifzug durch die Jahreszeiten landete Antonio Vivaldi nicht nur gleich reihenweise Hits, sondern inspirierte mit "Le quattro stagioni" auch gleich noch die Pizzabäcker. Da mochte Igor Stravinsky noch so viel lästern über den angeblichen Fließbandkomponisten, der Charme und die Originalität seiner barocken Violinkonzerte sprechen für sich. (Autor: Dominik Mercks) Von Dominik Mercks.

Für den Komponisten zu schwer - Ravels Klavierkonzert G-Dur
Ravel träumt davon, sein neues Klavierkonzert auf einer Welttournee selbst zu spielen. Verbissen übt er Etüden. Doch schließlich muss er feststellen: Sein Konzert ist zu schwer für ihn. Die Pariser Uraufführung 1932 wird trotzdem der Auftakt zu einem Welterfolg. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Tödliche Eifersucht - Janáčeks Streichquartett Nr. 1
Ein Streichquartett über eine Novelle von Tolstoi, der sich wiederum auf eine Violinsonate von Beethoven bezieht. Janáčeks "Kreutzersonate" ist 1923 ein Höhepunkt des musikalischen Expressionismus. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Mehr als "Tod in Venedig" - Mahlers 5. Sinfonie
Mahlers Fünfte ist mehr als ein sentimentaler Soundtrack zu Viscontis Film. Der Komponist schafft in seiner monumentalen Sinfonie eine eigene Welt mit den Mitteln des Orchesters. Trauermarsch, grotesker Humor und Harfenklänge inklusive. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Eine schwere Geburt - Brahms 1. Klavierkonzert d-Moll
Brahms erstes Klavierkonzert ist eine schwere Geburt: Beethovens Schatten macht dem jungen Komponisten zu schaffen. Und Vorschusslorbeeren von Robert Schumann machen die Sache auch nicht einfacher... (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.

Ein Star erfindet sich neu - Franz Liszt: Sonate h-Moll
Liszt schreibt seine revolutionäre Klaviersonate 1853 in Weimar, nachdem er sein wildes Tourneeleben beendet hat. Das komplexe einsätzige Werk genießt bei Pianisten Kultstatus, auch wenn es bei Zeitgenossen zunächst für Kopfschütteln sorgte. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Warum Trompeter Haydn fürchten - Joseph Haydn: Trompetenkonzert
Ein Instrumententüftler inspiriert Joseph Haydn 1796 zu einem Konzert für die brandneue Klappentrompete. Das Trompetenkonzert in Es-Dur ist bis heute geliebt und gefürchtet, müssen Trompeter auf Stellensuche es doch in jedem Probevorspiel präsentieren. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Modest Mussorgski: Boris Godunow (1870)
Eine Oper wie ein Politthriller über einen Zaren zwischen Machtgier und Wahnsinn. Ihr Schöpfer Modest Mussorgski revolutioniert mit dem mitreißenden Werk das Musiktheater, indem er den Tonfall der gesprochenen Sprache nachbildet. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Ludwig van Beethoven: 7. Sinfonie A-Dur, op. 92
Die Siebte war für Beethoven der wohl größte Erfolg seiner Karriere. Das Sinfonie strotzt vor rhythmischem Elan. Das berühmte "Allegretto" diente als Soundtrack in unzähligen Filmen. Und die Uraufführung war eine politische Demonstration gegen die Unterdrückung Europas durch Napoleon. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Florence Price: Sinfonie Nr. 1 e-Moll
"Ich habe zwei Handicaps: ich bin eine Frau und in meinen Adern fließt schwarzes Blut", beschrieb Florence Price ihre Rolle im amerikanischen Musikbetrieb. Geschafft hat sie es trotzdem: 1933 wurde ihre 1. Sinfonie in Chicago als erstes großes Werk einer schwarzen Komponistin von einem renommierten Orchester uraufgeführt. (Autor: Martin Zingsheim) Von Martin Zingsheim.

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht, Op. 4
Bei Schönberg hört für viele Klassikfans bis heute der Spaß auf. Dabei hat er nur konsequent fortgesetzt, was in der Spätromantik bereits angelegt war. Das beweist sein frühes Streichsextett von 1899, dass wirklich so "schön" klingt, wie der Name Schönberg vermuten lässt... (Autor: Michael Lohse und Christoph Vratz) Von Michael Lohse ;Christoph Vratz.

Paul Dukas: Der Zauberlehrling
Paul Dukas ließ sich 1897 von Goethes beliebtem Gedicht zu seinem bekanntesten Werk inspirieren. Effektvoll, dramatisch und meisterhaft instrumentiert wird "Der Zauberlehrling" zu einem Musterbeispiel für gelungene Programmmusik, auf das Walt Disney später für seinen Film "Fantasia" zurückgreift. (Autor: Lohse) Von Michael Lohse.

Gioachino Rossini: Der Barbier von Sevilla
Da sage noch jemand, die 13 sei eine Unglückszahl: Genau 13 Tage brauchte Rossini für seine berühmteste Oper. Mit dem schwungvollen Werk gelang dem 23jährigen der internationale Durchbruch. Bald befand sich ganz Europa im Rossini-Fieber. (Autor: Vratz/Lohse) Von Michael Lohse.

Guiseppe Verdi: Aida
Eigentlich wünschte sich Ägyptens Herrscher Ismael Pascha von Verdi schon zur Eröffnung des Suezkanals 1869 eine Oper, aber "Aida" wurde erst zwei Jahre später fertig. Das geniale Musikdrama vor der grandiosen Kulisse des alten Ägyptens wurde zum Vorbild für die Monumentalfilme Hollywoods und zeigt Verdi at his best: zwischen umwerfendem Pathos und raffinierter Psychologie. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Peter Tschaikowsky: Die Jahreszeiten
1875 bekommt der klamme Peter Tschaikowsky ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Für eine Petersburger Musikzeitschrift soll er zu jedem Monat des Jahres ein Klavierstück liefern. Das Resultat sind zwölf poetischen Stimmungsbilder, die zum Intimsten und Großartigsten zählen, das der Komponist je geschrieben hat. (Autor: Michael Lohse) Von Michael Lohse.

Johann Sebastian Bach: Chaconne (2. Partita d-Moll, BWV 1004)
Die Chaconne ist für jeden Geiger eine Grenzerfahrung. Möglicherweise verarbeitete Bach in dem ergreifenden Werk den Tod seiner Frau. Jedenfalls versteckt er darin Choräle, die von Tod und Auferstehung handeln. (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.

Lili Boulanger: Soir sur la plaine
Mit 19 Jahren komponiert Lili Boulanger dieses filigrane Meisterwerk des Impressionismus. Kurz darauf gewinnt sie den renommierten Rom-Preis - als erste Frau überhaupt. Eine Sensation, die sie international bekannt macht. Doch ihre schwache Gesundheit macht alle Karrierepläne zunichte. Mit 24 stirbt sie an einem Lungenleiden. (Autor: Vratz/Lohse) Von Christoph Vratz.

Johannes Brahms: Ungarische Tänze
Lieben Sie Brahms? Brahms jedenfalls liebte ungarische Musik. Der Hamburger schrieb gleich 21 Tänze im Stil ungarischer Folklore. Und sie gehören zu seinen effektvollsten und eingängisten Werken. Kein Wunder, dass er sie selbst gern als Zugabe spielte... (Autor: Christoph Vratz) Von Christoph Vratz.
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett d-Moll, KV 421
Dieses Quartett gehört wohl zu den rätselhaftesten Werken, die Mozart je geschrieben hat. Erstmals verwendet er das Motiv der fallenden Oktave, die als Chiffre für seelische Abgründe später auch in Don Giovanni oder im Requiem auftaucht. Wie passt das zu Mozarts erfolgreichem Neuanfang in Wien? Haydn jedenfalls war begeistert. (Autor: Ben Süverkrüp) Von Ben Süverkrüp.