
Böll.Mitschnitt
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Hochschuldebatte: Wie breit ist die Spitze? Die Zukunft der Exzellenzinitiative
<p>Wie geht es mit der Exzellenzinitiative weiter? Das ist die bedeutendste wissenschaftspolitische Entscheidung dieses Jahres. Es geht um nicht weniger als um die Frage nach der Zukunft des deutschen Hochschulsystems. Die scheint offen. Die Ideen reichen von der Schaffung einiger weniger "deutscher Harvards" bis hin zur breit angelegten Förderung von Wissenschaftsverbünden. Doch wie viel Spitze soll es letztlich sein?<br> <br><br> <br>Die Imboden-Kommission hat Ende Januar ihren Bericht vorgelegt und mit ihren überraschenden Vorschlägen viel Lob, aber auch Kritik erfahren. Mit ihren Empfehlungen hat sie die politische Debatte auf die Zielgerade gelenkt, denn eine Entscheidung soll noch vor der Sommerpause fallen.<br> <br><br> <br><br> <br>Wie können exzellente Universitäten im weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe und in ihrer Strategiefähigkeit gestärkt werden? Was ist die richtige Gesamtstrategie: Die Konzentration auf wenige international sichtbare Spitzenuniversitäten, die Stärkung der "Top Ten" oder eine Förderung, die noch breiter angelegt ist? Welche Kriterien und Indikatoren sollen bei der Beurteilung wissenschaftlicher Exzellenz zum Tragen kommen? Welche Elemente der Exzellenzinitiative sollten verstetigt werden, um die kompetitive Dynamik zu erhalten? Wie kann Chancengerechtigkeit und Durchlässigkeit verwirklicht werden, so dass auch weiterhin Aufstiege möglich sind und das Wissenschaftssystem flexibel bleibt?<br> <br><br> <br>Begrüßung und Einführung<br> <br>Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung, Leiter Politische Bildung Inland<br> <br><br> <br>Podiumsgespräch<br> <br><br> <br> Theresia Bauer, MdL, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Bündnis 90/Die Grünen<br> <br> Prof. Dr. Rainer Forst, Universität Frankfurt a.M., Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“<br> <br> Prof. Dr. Dieter Imboden, Vorsitzender der internationalen Expertenkommission zur Evaluierung der Exzellenzinitiative<br> <br> Michael Kretschmer, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Bildung, Forschung, Kunst, Kultur und Medien<br> <br><br> <br>Moderation: Philipp Antony, Heinrich-Böll-Stiftung, Referent Bildung und Wissenschaft</p>

Vorstellung der ersten Ausgabe von "Perspecitvas Lateinamerika"
<p>Ob Gold, Kupfer oder Kohle, Erdöl oder Soja: Der extensive Abbau von mineralischen, fossilen oder agrarischen Ressourcen für den Export, auch Extraktivismus genannt, dominiert die Ökonomien Lateinamerikas.<br><br>Die erste Ausgabe der vom Lateinamerika-Referat der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebenen Publikation Perspectivas Lateinamerika will einen Beitrag zu der Debatte leisten, wie der Wandel zu einem gerechteren und nachhaltigen Entwicklungsmodell gestaltet werden kann: Renommierte lateinamerikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen einige Ansätze und Überlegungen vor, um damit auch in Deutschland die Debatte zu bereichern und eine globale Sicht der Dinge zu befördern.<br><br>Gemeinsam mit zwei Gästen möchten wir Ihnen die erste Ausgabe von Perspectivas vorstellen und einige Debattenbeiträge reflektieren und diskutieren:<br><br>Astrid Ulloa, Autorin des Beitrags zu Territorien, und Anthony Bebbington, Experte zum Thema Bergbau und soziale Konflikte in Lateinamerika, werden die Publikation kommentieren, in die Debatte um Extraktivismus und Alternativen einordnen und erörtern, welche Ansätze und Akteure eine Rolle im Transformationsprozess spielen könnten.<br><br>Mit:<br>•Astrid Ulloa (Universidad Nacional de Colombia, Bogotá)<br>•Anthony Bebbington (Clark University, USA)<br><br>Moderation:<br>•Ingrid Spiller, Lateinamerikareferat, Heinrich-Böll-Stiftung<br><br>Berlin, 23. September 2015<br>(Illustration: Jorge Aurelio Álvarez CC-BY-NC-ND)<br></p>

Wärmewende für Berlin?
<p>Berlin hat sich anlässlich von COP 21&nbsp;gemeinsam mit 26 anderen europäischen Hauptstädten zu ehrgeizigen Klimazielen verpflichtet. Wenn die deutsche Hauptstadt ihre Klimaziele erreichen will, muss sie die Wärmeversorgung stadtweit umbauen. Wie kann eine Wärmewende in Berlin gelingen? Darüber diskutierten am 3. Dezember Politiker/innen, Vertreter der Energiewirtschaft und Initiativen. <br><br><br> Michael Schäfer MdA, Sprecher für Energie- und Klimapolitik der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Mitglied der Enquete-Kommission "Neue Energie für Berlin"<br> Gunther Müller, Vorstandssprecher, Vattenfall Europe Wärme AG, Berlin<br> Heinz Ullrich Brosziewski, Geschäftsführer beta GmbH, Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung<br> Henrik Vagt, Bereichsleiter Umwelt und Energie, IHK Berlin<br> Hans Hertle, Leiter Kommunaler Klimaschutz und Co-Autor des Leitfadens "Wärmewende in Kommunen", ifeu-Institut, Heidelberg<br><br>Moderation: Sabine Drewes, Heinrich-Böll-Stiftung</p>

Lecture Understanding Southeast Asia: William Gois on migration

Podiumsdiskussion Teil 2: Internationale Strategien zur Bekämpfung von Verschwindenlassen
<p>Podiumsdiskussion Teil 2: Internationale Strategien zur Bekämpfung von Verschwindenlassen – welche Rolle übernimmt Deutschland? <br>(O-Ton deutsch/spanisch/englisch) <br><br>Foto: CC-BY Eli Reed (Wikipedia)</p>

Podiumsdiskussion Teil 1: Verschwindenlassen in Mexiko (O-Ton: deutsch/spanisch/englisch)
<p>Podiumsdiskussion Teil 1: Verschwindenlassen in Mexiko – wenn Zivilgesellschaft staatliche Aufgaben übernimmt</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Prekäre Demokratie
<p>Eröffnung der Tagung "Zukunft der Parteiendemokratie"<br><br>Einführungsvortrag:<br>- Oliver Marchart, Philosoph, Kunstakademie Düsseldorf<br><br>Kommentare:<br>- Jasmin Siri, Soziologin, Ludwig-Maximilians-Universität, München<br>- Mely Kiyak, Schriftstellerin und freie Journalistin, Berlin<br><br>Moderation: Albert Eckert, Organisations- und Politikberater,<br>Berlin<br><br>Die repräsentative Demokratie ist herausgefordert. Die politischen Feuilletons thematisieren eine rückläufige Wahlbeteiligung und fragen nach Ursachen und Bedeutung. Viel diskutiert wird insbesondere, inwieweit sich eine soziale Polarisierung der Gesellschaft in einer Wahlabstinenz gerade von einkommens- und bildungsschwachen Gruppen ausdrückt. Das Vertrauen in die Gestaltungskraft von Politik, Parteien und Parlamenten wird infrage gestellt: Hat die "Prekarisierungsgesellschaft" (Oliver Marchart) die Demokratie erreicht? Wie entsteht in einer disparaten Gesellschaft politisches und parteipolitisches Engagement? Was brauchen wir, um den Zusammenhalt der Demokatie zu stärken?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Parteien? Ohne mich
<p>Parteien! Was ist ihr Problem?<br>I. Intervention: Parteien? Ohne mich!<br><br>mit:<br>- Stefan Hanitzsch, stoersender.tv, München<br>- Mirco Beisheim, KEBAP e.V., Hamburg<br><br>Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung<br><br>Den Parteien kommt in der parlamentarischen Demokratie die Aufgabe zu, gesellschaftliche Willensbildung mit den staatlichen Institutionen in Einklang zu bringen. Zugleich müssen sie sich im Wandel des repräsentativen Systems bewähren, der durch heterogene Artikulationsmöglichkeiten, durch Individualisierung, Globalisierung und Transnationalisierung gekennzeichnet ist. Wie gelingt die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen jenseits<br>politischer Parteien? Was braucht es, um als Partei unterscheidbare, mobilisierende Angebote machen zu können? Und wie können die demokratischen Parteien den Herausforderungen an Attraktivität und Legitimation organisatorisch Rechnung tragen?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Internet kills the Video Star
<p>Politisierung in Zeiten zerfasernder Öffentlichkeit<br><br>I. Zerfasert demokratische Öffentlichkeit im Internet-Zeitalter?<br>- Impuls: Christoph Kappes, Autor und Internetunternehmer, Hamburg<br>- Kommentar: Linnea Riensberg, Geschäftsführerin Publixphere, Berlin<br><br>II. (Parteien-) Demokratie trifft Internetkonzernmacht: Politik zwischen Regulierungsangst und Facebook-Rassismus<br>- Impuls: Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Universität Bonn<br>- Kommentar: Sandra Mamitzsch, Beraterin &amp; Aktivistin, re:publica<br><br>Moderation: Jan Engelmann, Politikwissenschaftler und Journalist, Berlin<br><br>Das Internet ändert die Strukturen unserer Öffentlichkeit: Es ermöglicht Einzelnen, sich in gesellschaftliche Debatten einzumischen, es macht institutionelle Grenzen durchlässiger und Entscheidungsprozesse transparenter – es erweitert den Raum der politischen Öffentlichkeit vom Netzaktivismus über Online-Petitionen und e-Democracy bis zur Liquid Democracy. Es führt aber auch zu einer neuen, bisher nicht existierenden Zerfaserung und Fragmentierung von Öffentlichkeit. Wie entsteht aus diesen hochindividualisierten Mikro-Öffentlichkeiten eine Bündelung von Partikularinteressen, wie sie für politische Meinungs- und Mehrheitsbildung gebraucht wird? Wie entsteht Parteien-Meinung, wie Politik?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Was haben Parteien zu leisten?
<p>Parteien! Was ist ihr Problem?<br>II. Input und Gespräch: Was haben Parteien zu leisten?<br><br>mit:<br>- Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg<br>beim Bund, Redaktionsbeirat "Berliner Republik"<br>- Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung und Redaktion "polar"<br><br>Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung<br><br>Den Parteien kommt in der parlamentarischen Demokratie die Aufgabe zu, gesellschaftliche Willensbildung mit den staatlichen Institutionen in Einklang zu bringen. Zugleich müssen sie sich im Wandel des repräsentativen Systems bewähren, der durch heterogene Artikulationsmöglichkeiten, durch Individualisierung, Globalisierung und Transnationalisierung gekennzeichnet ist. Wie gelingt die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen jenseits<br>politischer Parteien? Was braucht es, um als Partei unterscheidbare, mobilisierende Angebote machen zu können? Und wie können die demokratischen Parteien den Herausforderungen an Attraktivität und Legitimation organisatorisch Rechnung tragen?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Was fordert Parteien heraus?
<p>Parteien! Was ist ihr Problem?<br>II. Podiumsgespräch: Was fordert Parteien heraus?<br><br>mit:<br>- Marcel Lewandowsky, Politikwissenschaftler, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg<br>- Albrecht von Lucke, Politologe, "Blätter für deutsche und internationale Politik"<br>- Bettina Gaus, Journalistin, taz, Berlin<br>- Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, Redaktionsbeirat "Berliner Republik"<br>- Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung und Redaktion "polar"<br><br>Moderation: Tobias Dürr<br><br>Den Parteien kommt in der parlamentarischen Demokratie die Aufgabe zu, gesellschaftliche Willensbildung mit den staatlichen Institutionen in Einklang zu bringen. Zugleich müssen sie sich im Wandel des repräsentativen Systems bewähren, der durch heterogene Artikulationsmöglichkeiten, durch Individualisierung, Globalisierung und Transnationalisierung gekennzeichnet ist. Wie gelingt die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen jenseits<br>politischer Parteien? Was braucht es, um als Partei unterscheidbare, mobilisierende Angebote machen zu können? Und wie können die demokratischen Parteien den Herausforderungen an Attraktivität und Legitimation organisatorisch Rechnung tragen?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Demokratie im TV-Serienformat
<p>Kurzvortrag, Diskussion &amp; Screening<br><br>mit:<br>- Ines Kappert, Medienwissenschaftlerin, Journalistin, Leiterin<br>Gunda-Werner-Institut<br>- Christine Lang, Filmemacherin, Dramaturgin, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf<br><br>Moderation: Arnd Pollmann, PD Politische Philosoph, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg<br><br><br>Fernsehserien werden heute als "Gesellschaftsromane des 21. Jahrhunderts" und als "Revolution des Erzählens" rezipiert. Neben den Polit-Serien des sogenannten US-Quality-TV, wie "The West Wing" und "House of Cards", hat in Europa vor allem die dänische Produktion "Borgen" Aufsehen erregt; sie wurde als "die beste Fernsehserie über Politik aller Zeiten" (Stephen Dyson) gefeiert. In ihrem Zentrum steht der Aufstieg der Politikerin Birgitta Nyborg zur Premierministerin Dänemarks und die Intrigen und Machtspiele, die sie auf ihrem Weg begleiten. Anhand ausgewählter Sequenzen spüren wir dem komplexen Verhältnis von Demokratie und Inszenierung, Macht und Geschlecht, Partei und Repräsentation nach.<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

Zukunft der Parteiendemokratie: Parteireform als Alltagsgeschäft
<p>Parteien! Was ist ihr Problem?<br>III. Intervention: Parteireform als Alltagsgeschäft<br><br>mit:<br>- Hanno Burmester, Projektleiter Studie "Partei 2025"<br><br><br>Den Parteien kommt in der parlamentarischen Demokratie die Aufgabe zu, gesellschaftliche Willensbildung mit den staatlichen Institutionen in Einklang zu bringen. Zugleich müssen sie sich im Wandel des repräsentativen Systems bewähren, der durch<br>heterogene Artikulationsmöglichkeiten, durch Individualisierung, Globalisierung und Transnationalisierung gekennzeichnet ist. Wie gelingt die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen jenseits<br>politischer Parteien? Was braucht es, um als Partei unterscheidbare, mobilisierende Angebote machen zu können? Und wie können die demokratischen Parteien den Herausforderungen an Attraktivität und Legitimation organisatorisch Rechnung tragen?<br><br>Eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 6. und 7. November 2015 in Berlin. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gut vertreten? Update für Demokratie“. #gutvertreten</p>

2016 as a new beginning? ASEAN and the AEC
<p>In the end of 2015 the ASEAN Economic Community is supposed to start off and path the way for a free economic area in Southeast Asia. Some countries, as Vietnam, fear it, others, like Thailand, have high hopes. What can be expected to happen to the economic situation after the launch and which model for development for ASEAN would be desirable? Which are concrete steps to be implemented to create a common market for goods, services and people?<br><br>Speaker: Bonn Juego<br> <br>With the lecture series “Understanding Southeast Asia” the Heinrich Boell Foundation offers insights into select areas of society, politics and economics in order to contribute to a better understanding of this divers region.<br>We have invited renowned experts, largely from the region, to explain Southeast Asia’s complexities and to promote an understanding of regional dynamics as well as their global impacts.</p>

Mein Körper - Meine Rechte 2
<p>Zweisprachiger Audiomitschnitt (Deutsch-Spanisch) der Veranstaltung vom 28. September 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Schwerpunkts "Lateinamerika gegen den Malestream? Geschlechterdemokratie unter der Lupe" <br>(<a href="http://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender">www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender</a>)<br><br>Ob konservativ oder progressiv: In der Abtreibungsfrage verzeichnet die Bilanz der unterschiedlichen Regierungen Lateinamerikas keine Fortschritte, sondern eher dramatische Rückschritte. So wurden in El Salvador und Nicaragua 1997 und 2006 Totalverbote eingeführt. Schwangerschaftsabbrüche werden seitdem mit langen Gefängnisstrafen geahndet. Auch der starke Einfluss der katholischen Kirche und evangelikaler Strömungen sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft spielt eine maßgebliche Rolle bei der Beibehaltung bzw. Verschärfung der strengen Gesetzgebung.<br><br>Zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Chile und El Salvador analysieren im Gespräch, welche (Macht-) Interessen hinter den Abtreibungsgesetzen stecken und warum es so schwer ist, diese zu ändern. Welche Rolle spielen die sozialen Bewegungen dabei, das gesellschaftliche Bewusstsein in dieser Frage zu ändern? <br>Anschließend debattieren unsere Gäste mit Vertreter/innen aus Politik und Zivilgesellschaft die Rolle internationaler Abkommen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die deutsche und europäische Politik.<br><br>Audio 2 (1h08)<br>Panel 2: Die Rolle der internationalen Politik<br>mit:<br><br>• Morena Herrera, Vorsitzende der Agrupación Ciudadana por la Despenalización del Aborto, El Salvador<br>• Carolina Carrera, Vorsitzende der Corporación Humanas, Chile<br>• Katrin Erlingsen, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung<br>• Ines Kappert, Leitung Gunda Werner Institut, Heinrich-Böll-Stiftung<br><br>Moderation: <br>Maja Liebing, Referentin für Amerikas und Frauen, Gender und Diskriminierung, Amnesty International<br><br></p>

Mein Körper Mein Rechte 1
<p>Zweisprachiger Audiomitschnitt (Deutsch-Spanisch) der Veranstaltung vom 28. September 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Schwerpunkts "Lateinamerika gegen den Malestream? Geschlechterdemokratie unter der Lupe" <br><a href="https://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender">https://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender</a><br><br>Ob konservativ oder progressiv: In der Abtreibungsfrage verzeichnet die Bilanz der unterschiedlichen Regierungen Lateinamerikas keine Fortschritte, sondern eher dramatische Rückschritte. So wurden in El Salvador und Nicaragua 1997 und 2006 Totalverbote eingeführt. Schwangerschaftsabbrüche werden seitdem mit langen Gefängnisstrafen geahndet. Auch der starke Einfluss der katholischen Kirche und evangelikaler Strömungen sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft spielt eine maßgebliche Rolle bei der Beibehaltung bzw. Verschärfung der strengen Gesetzgebung.<br><br>Zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Chile und El Salvador analysieren im Gespräch, welche (Macht-) Interessen hinter den Abtreibungsgesetzen stecken und warum es so schwer ist, diese zu ändern. Welche Rolle spielen die sozialen Bewegungen dabei, das gesellschaftliche Bewusstsein in dieser Frage zu ändern? <br>Anschließend debattieren unsere Gäste mit Vertreter/innen aus Politik und Zivilgesellschaft die Rolle internationaler Abkommen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die deutsche und europäische Politik.<br><br>Audio 1 (1h37)<br>Begrüßung<br>Ingrid Spiller, Leitung Lateinamerika Referat<br>Keynote<br>Selmin Çalışkan, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International Abtreibungsverbote aus einer menschenrechtlichen Perspektive<br><br>Panel 1: Abtreibungsverbote in Lateinamerika<br>mit:<br>• Morena Herrera, Vorsitzende der Agrupación Ciudadana por la Despenalización del Aborto, El Salvador<br>• Carolina Carrera, Vorsitzende der Corporación Humanas, Chile<br>• Moderation: Ingrid Spiller, Leitung Lateinamerika Referat</p>

Hiding In Plain Sight: Putins War In Ukraine And Boris Nemtsovs Putin.War
<p>Opening remarks<br>- Carl Bildt, Former Prime Minister of Sweden<br><br>Presentation of Boris Nemtsov’s Russia.War.<br>- Ilya Yashin, Russian opposition leader and report author<br><br>Presentation of Hiding in Plain Sight Report<br>- Eliot Higgins, Founder of Bellingcat and report author<br>- Alina Polyakova, Associate Director, Atlantic Council, and report author<br><br>Panel discussion on what the US and European policy makers and Russian opposition leaders should do to counter Russian disinformation<br>- Ilya Yashin, Russian opposition leader<br>- Ilya Ponomarev, Russian opposition politician, Member of Duma<br>- Marieluise Beck, MP, Bundestag<br>- Francisco de Borja Lasheras, ECFR Madrid<br><br>Moderated by: The Hon. John Herbst<br><br><br>About the conference:<br><br>An important part of the russian hybrid warfare in the Ukraine conflict targets the European public opinion: The Russian government has invested immense resources into media networks in Europe. The Russian state-media complex has established news and media outlets in the local languages of many European countries through which the Kremlin attempts to influence European discourse and public opinion on the Ukraine crisis.<br><br>How does the Russian state-media complex use social media, political partnerships, and financial incentives to influence European media outlets? How successful is the media campaign launched by the Russian government? Where are the next targets of the Russian disinformation campaign? How could and should the EU respond?<br><br>Russian state policy under Putin has stifled independent voices. This informational censorship widens the rift between Russian and Western societies. How is the Russian government shaping public opinion at home and among Russian speaking diaspora? What is the Russian public opinion today on Western Europe, the United States, and neighboring states? How can we reach the Russian public in an increasingly censored environment?<br><br>Two panel discussions on these questions with journalists and media expert from Europe, the US and Russia will be followed by the presentation of Boris Nemzov’s report “Putin.War.” and the Atlantic Council’s report “Hiding in plain sight”. The latter will be presented by Eliot Higgins, founder of the citizins journalism platform Bellingcat, and Alina Polyakova, Associate Director, Atlantic Council.<br></p>

Russias Disinformation Campaign in Europe
<p>The Russian government has invested immense resources into media networks in Europe. The Russian state-media complex has established news and media outlets in the local languages of many European countries through which the Kremlin attempts to influence European discourse and public opinion on the Ukraine crisis. How does the Russian state-media complex use social media, political partnerships, and financial incentives to influence European media outlets? How successful is the media campaign launched by the Russian government? Where are the next targets of the Russian disinformation campaign? How could and should the EU respond?<br><br><br>Panel discussion with European media and journalists:<br>- James Kirchick, Foreign Policy Initiative, Correspondent, Daily Beast<br>- Lucian Kim, Journalist and Blogger, Berlin<br>- Boris Reitschuster, Journalist and Author, Berlin<br>- Gemma Pörzgen, Journalist, Reporters Without Borders<br><br>Moderation: Gustav Gressel, European Council on Foreign relations<br><br><br>About the conference:<br>An important part of the russian hybrid warfare in the Ukraine conflict targets the European public opinion: The Russian government has invested immense resources into media networks in Europe. The Russian state-media complex has established news and media outlets in the local languages of many European countries through which the Kremlin attempts to influence European discourse and public opinion on the Ukraine crisis.<br><br>How does the Russian state-media complex use social media, political partnerships, and financial incentives to influence European media outlets? How successful is the media campaign launched by the Russian government? Where are the next targets of the Russian disinformation campaign? How could and should the EU respond?<br><br>Russian state policy under Putin has stifled independent voices. This informational censorship widens the rift between Russian and Western societies. How is the Russian government shaping public opinion at home and among Russian speaking diaspora? What is the Russian public opinion today on Western Europe, the United States, and neighboring states? How can we reach the Russian public in an increasingly censored environment?<br><br>Two panel discussions on these questions with journalists and media expert from Europe, the US and Russia will be followed by the presentation of Boris Nemzov’s report “Putin.War.” and the Atlantic Council’s report “Hiding in plain sight”. The latter will be presented by Eliot Higgins, founder of the citizins journalism platform Bellingcat, and Alina Polyakova, Associate Director, Atlantic Council.<br></p>

Exposing Russian Disinformation in the 21st. Century - Welcoming remarks
<p>Welcoming remarks by:<br>- Ralf Fücks, Heinrich Boell Foundation<br>- John Herbst, Atlantic Council<br><br>Opening remarks by:<br>- John Emerson, US Ambassador to Germany<br><br><br>About the conference:<br>An important part of the russian hybrid warfare in the Ukraine conflict targets the European public opinion: The Russian government has invested immense resources into media networks in Europe. The Russian state-media complex has established news and media outlets in the local languages of many European countries through which the Kremlin attempts to influence European discourse and public opinion on the Ukraine crisis.<br><br>How does the Russian state-media complex use social media, political partnerships, and financial incentives to influence European media outlets? How successful is the media campaign launched by the Russian government? Where are the next targets of the Russian disinformation campaign? How could and should the EU respond?<br><br>Russian state policy under Putin has stifled independent voices. This informational censorship widens the rift between Russian and Western societies. How is the Russian government shaping public opinion at home and among Russian speaking diaspora? What is the Russian public opinion today on Western Europe, the United States, and neighboring states? How can we reach the Russian public in an increasingly censored environment?<br><br>Two panel discussions on these questions with journalists and media expert from Europe, the US and Russia will be followed by the presentation of Boris Nemzov’s report “Putin.War.” and the Atlantic Council’s report “Hiding in plain sight”. The latter will be presented by Eliot Higgins, founder of the citizins journalism platform Bellingcat, and Alina Polyakova, Associate Director, Atlantic Council.</p>

Berlin – Hauptstadt partizipativer Stadtentwicklung?
<p>Was die Stadt aus ihrer Beteiligungskultur macht<br><br>Berlin ist seit Jahrzehnten die Hauptstadt der Bürgerinitiativen, der Selbsthilfe, der Stadtentwicklung von unten. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele innovative Wohn- und Arbeitsprojekte, ehemalige besetzte Häuser, autonome Zentren. Die Szene erneuert sich ständig, es sind Baugruppen, urban gardening und zahlreiche Zwischennutzungen hinzugekommen. Auch Bürgerbegehren und Volksentscheide werden in Berlin intensiv genutzt.<br><br>Die offizielle Politik in der deutschen Hauptstadt reagiert jedoch zwiespältig auf das Begehren der Bürger/innen nach Beteiligung. Nur zwei Beispiele: Zum einen gab die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unlängst das "Handbuch zur Partizipation" heraus, das der Verwaltung Maßstäbe für das eigene Handeln ins Stammbuch beschrieben hat. Zum anderen entzog der amtierende Stadtentwicklungssenator dem Bezirk Mitte im März dieses Jahres die Zuständigkeit für die Bebauung des Mauerparks mit der Begründung: "Wir sind als Regierung gewählt, um zu regieren - und das tun wir jetzt."<br><br>Wir diskutieren mit Entscheidern und Meinungsbildnern der Stadt: Wie soll und wird sich in Berlin die Beteiligungskultur weiterentwickeln? Wer soll über was mitentscheiden dürfen? Muss man auf die "Nicht im meinem Hinterhof"-Mentalität Rücksicht nehmen? Was lernt die Stadt aus gescheiterten Partizipationsprozessen? Wie entsteht Gemeinwohl?<br><br>Mit:<br>- Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Berlin<br>- Antje Kapek, MdA, Fraktionsvorsitzende &amp; stadtentwicklungspolitische Sprecherin Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin<br>- Joachim Fahrun, Chefreporter, Berliner Morgenpost<br>- Oliver Wiedmann, Mehr Demokratie e.V., Landesverband Berlin<br><br>Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung<br><br>Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals „Make City“<br><br>Artikel zu den Themen Urban Commons und partizipative Stadtentwicklung finden Sie in unserem Dossier "Make City" <a href="https://www.boell.de/de/dossier-make-city">https://www.boell.de/de/dossier-make-city</a></p>

Willkommen in Deutschland! Die Zukunft der Einwanderungsgesellschaft
<p>In den letzten Jahren ist in Deutschland sowohl die Zahl der Schutzsuchenden als auch der Einwanderung insgesamt deutlich gestiegen. Deutschland gehört heute neben den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien zu den wichtigsten Einwanderungsländern der OECD-Staaten. 2014 wanderten etwa 450.000 Menschen in die Bundesrepublik ein. Der weitaus größte Teil der Einwanderer/innen kommt aus europäischen Ländern, meist als Arbeitsmigrant/innen. Auch die Zahl der Flüchtlinge ist in den letzten Jahren stark gestiegen.<br><br>Einwanderung und gesellschaftliche Vielfalt werden die Bundesrepublik auch in Zukunft prägen. Damit gehen Ängste vor unerwünschten Veränderungen einher. Kurzfristig müssen zudem die aktuellen Zuwanderungen bewältigt werden, während der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme eine weitsichtige Zuwanderungspolitik erfordern. Die Fragen, auf die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gemeinsam eine Antwort finden müssen, lauten: Wie kann Deutschland unter den Bedingungen der aktuellen starken Zuwanderung eine nachhaltige Einwanderungspolitik entwickeln? Und welche Willkommenskultur braucht Deutschland; welches Angebot wird Zuwanderern gemacht, sich ganz selbstverständlich mit Deutschland als ihrer neuen Heimat zu identifizieren?<br><br>Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung laden ein, diese Fragen mit Katrin Göring-Eckart und Peter Tauber zu diskutieren.<br><br>- Ralf Fücks - Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung / Dr. Petra Bahr - Leiterin der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung<br><br>- Impulsvortrag I - Migration in Deutschland, Europa, global – Trends und Wirkungen - Dr. Steffen Angenendt - Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)<br><br>- Impulsvortrag II - Auf dem Weg zum Einwanderungsland - Dr. Cornelia Schu - Geschäftsführerin Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)<br><br>- Podiumsgespräch - Katrin Göring-Eckardt MdB - Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen &amp; Dr. Peter Tauber MdB - Generalsekretär der CDU<br>Moderation: Ali Aslan TV-Moderator und Journalist<br></p>

Ich sehe was, was Du nicht siehst! Krisen früh erkennen, zivile Prävention stärken
<p>Es mangelt nicht an Hinweisen auf sich anbahnende Krisen. Doch werden sie von den Entscheider/innen oft zu spät wahrgenommen oder werden nicht hinreichend auf zivile, frühzeitige Interventionsmöglichkeiten hin untersucht. Gleichzeitig erfahren lokale und internationale Akteure der Zivilgesellschaft vor Ort häufig nicht die notwendige Unterstützung, um Friedenspotentiale rechtzeitig nutzen zu können. Krisenprävention braucht den systematischen, langfristigen Ausbau von Präventionsinstrumenten über Ressortgrenzen hinweg.<br><br>Über welche zivilen Fähigkeiten zur Konfliktprävention verfügt Deutschland, um wirksam konfliktpräventiv handeln zu können? Welche Krisenfrüherkennungspotentiale bestehen in den Ministerien, wie sind sie vernetzt und wo und wie werden sie auf zivile Interventionsmöglichkeiten hin untersucht? Wie lässt sich die Krisenfrüherkennung ausbauen, um schnell passgenaue zivile Maßnahmen auf Gewaltpotentiale entwickeln und umsetzen, damit aus „early warning“ „civil early action“ wird.<br><br>Die Veranstaltung bietet ein Gegengewicht zur Debatte um Fähigkeiten der Bundeswehr. Sie soll dazu beitragen, die notwendigen zivilen Präventionskapazitäten zu benennen, zu quantifizieren und ihnen somit als realistisches Instrument der Politikgestaltung Gewicht zu verleihen.<br><br>Mit:<br>- Tom Koenigs, MdB Bündnis 90/Die Grünen<br>- Dr. Martina Fischer, Friedensforscherin, Programmdirektorin Berghof Foundation,<br>- Rüdiger König, Abteilungsleiter Krisenprävention, Auswärtiges Amt<br>- Moderation: Oliver Knabe, Geschäftsführer Forum Ziviler Friedensdienst<br> <br><br>Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Forum Ziviler Friedensdienst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Krisenprävention im Kontext deutscher Außen- und Friedenspolitik“.</p>

Radical Ecological Democracy: Towards Human Well-being with Sustainability and Equity
<p>Mit Ashish Kothari (Kalpavriksh &amp; Greenpeace, Indien)<br> <br><br> <br>Die wachsende Erkenntnis, dass das aktuelle wirtschaftliche Entwicklungsmodell auf unbegrenztem, nicht-nachhaltigem Wachstum und Ungerechtigkeit angelegt ist, erfordert die Suche nach Alternativen. Bereits existierende Ansätze einer "grünen" Wirtschaft beziehen sich meist auf technische oder organisatorische Lösungen, ohne die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen grundlegend in Frage zu stellen, die das Problem in erster Linie verursacht haben. Und ohne eine Alternative zum "Wachstumsparadigma" als dominanter wirtschaftliche Ideologie von heute zu diskutieren.<br> <br><br> <br>Gibt es alternative Konzepte zu einer wirklich nachhaltigen und gerechten Zukunft? Was muss getan werden, um den Übergang in eine solche Zukunft zu ermöglichen?<br> <br><br> <br>Der Vortrag wird versuchen, diese Fragen zu beantworten und stellt das alternative Konzept „Radikale Ökologische Demokratie“ vor. Es ist aus unzähligen ‚grassroot‘-Initiativen in vielen Teilen der Welt entstanden und setzt sich mit alternativen Formen des Regierens, der Produktion, Verteilung und des Konsumverhaltens auseinander. Die Präsentation wird verschiedene Beispiele für solche Initiativen - vor allem - aus Indien vorstellen.<br> <br><br> <br>Das Konzept „Ökologische Demokratie“ konzentriert sich auf das Wohlbefinden und die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse durch direkte Demokratie und lokal ausgerichtete Wirtschaftsformen, die eingebettet sind in ökologische und kulturell vielfältige Zusammenhänge und die ohne zentralisierte Geldmonopole auskommen. Es geht um die Idee menschlichen „Wohlstands“, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen entspricht und qualitative Werte wie Zufriedenheit und soziale Sicherheit gewährleistet, demokratischen Zugang zu Wissen und Bildung, sowie kulturelle Vielfalt und Austausch ermöglicht. Dieser Ansatz schlägt eine Mischung aus Lokalisierung und Globalisierung vor, wobei sich die Lokalisierung an den früheren Versorgungsgemeinschaften mit der wesentlichen Kontrolle über die Produktionsmittel, Verbrauch, Handel und Lebensunterhalt orientiert und die Globalisierung in diesem Sinne Möglichkeiten zu interkulturellem Austausch und gegenseitigem Lernen meint.<br> <br><br> <br>Mitschnitt der Veranstaltung vom 18. Mai 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung<br> <br></p>

Feminismus, selbstverständlich! Aus der Praxis lateinamerikanischer Aktivistinnen
<p>Zweisprachiger Audiomitschnitt (Deutsch-Spanisch) der Veranstaltung vom 13. April in der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Schwepunkts "Lateinamerika gegen den Malestream? Geschlechterdemokratie unter der Lupe" (<a href="https://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender">https://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender</a>)<br> <br><br> <br>Ob Gewalt und Unsicherheit, Umweltzerstörung oder Klimawandel, schon lange mischen sich Feministinnen in die gesamtgesellschaftlichen Debatten zu den großen Herausforderungen Lateinamerikas ein. Dabei konzentrieren sie sich nicht allein auf frauenspezifische Themen, sondern suchen nach übergreifenden Analysen und Politikvorschlägen - aus feministischer Perspektive.<br> <br><br> <br>Feministische Aktivistinnen sind aus der politischen und zivilgesellschaftlichen Arena Lateinamerikas nicht mehr wegzudenken. Sie agieren in lesbisch-feministischen Kollektiven, themenorientierten Nichtregierungsorganisationen, in Gewerkschaften, in der Schwarzen oder Indigenen Bewegung, an Universitäten, bei politischen Parteien, im Staatsapparat oder in der Entwicklungszusammenarbeit. Ihre Ansätze, Ziele und Strategien unterscheiden sich - ein feministisches „Wir“ gibt es eigentlich nicht.<br> <br><br> <br>Gemeinsame Kämpfe und Forderungen nach einer anderen, geschlechtergerechten Gesellschaft dieser Akteur/innen und Bewegungen waren jedoch entscheidend, um Menschen- und speziell Frauenrechte auf dem Kontinent zu stärken. Ohne sie stünden die Staaten frauenpolitisch und gesamtgesellschaftlich an einem ganz anderen Punkt. Viele nationale Politikansätze stützen sich heute auf Konzepte und Ideen des Feminismus oder nehmen die Lebensrealitäten der Frauen in den Fokus.<br> <br><br> <br>Das sollte jedoch nicht dazu verleiten, voreilige positive Schlüsse über Frauenrechte, Geschlechter- und soziale Gerechtigkeit auf dem Kontinent des Machismo zu ziehen. Patriarchale, sexistische und rassistische Werte und Normen prägen noch immer den Alltag vieler Lateinamerikaner/innen. Werte, die auch in aktuellen gesellschaftlichen Debatten präsent sind. Gewalt und Sicherheit ist keinesfalls ein „frauenspezifisches Thema“, Diskussionen über Rohstoffausbeutung und Klimawandel sind alles andere als „geschlechterneutral“. Oft reproduzieren diese Debatten - gewollt oder ungewollt - Geschlechterklischees und -stigmatisierungen, die manchmal nur zwischen den Zeilen zu entdecken sind.<br> <br><br> <br>Wie können feministische Perspektiven weiterhin in gesellschaftliche Räume eingebracht werden? Diese Frage stellen wir unseren Referentinnen, die selbst in feministischen Organisationen in Peru und Mexiko arbeiten.<br> <br><br> <br>Wir wollen wissen: Zu welchen Themen arbeiten ihre Organisationen, zu welchen nicht (mehr)? Wie hat sich ihre Arbeit mit den gesellschaftlichen Realitäten gewandelt? Was können feministische Organisationen gut, oder sogar besser als andere soziale Akteur/innen? Welche Bedeutung hat der Feminismus heute für die lateinamerikanische Gesellschaft? Welche Impulse geben lateinamerikanische Feminist/innen ihren internationalen Mitstreiter/innen?<br> <br><br> <br>Mit:<br> <br>•Lucía Lagunes Huerta (Comunicación e Información de la Mujer CIMAC, Mexiko)<br> <br>•Liz Meléndez (Centro de la Mujer Peruana Flora Tristán, Peru)<br> <br><br> <br>Moderation: Elisabeth Tuider (Uni Kassel)<br> <br><br> <br>Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit Brot für die Welt<br> <br><br> <br>Foto: Gaelx, Lizenz: CC-BY-SA (flickr)<br> <br></p>

Wie geschlechterblind ist das Völkerstrafrecht?
<p>Zweisprachiger Audiomitschnitt (Deutsch-Spanisch) der Veranstaltung "Wie geschlechterblind ist das Völkerstrafrecht? Zum justiziellen Umgang mit sexualisierter Kriegsgewalt in Kolumbien" vom 4. Mai in der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Schwepunkts "Lateinamerika gegen den Malestream? Geschlechterdemokratie unter der Lupe" (<a href="http://www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender">www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender</a>)<br><br>Alle sechs Tage wurde 2013 eine Frau im bewaffneten Konflikt in Kolumbien vergewaltigt. In den Jahren zwischen 2010 und 2012 waren mehr als die Hälfte der Täter staatliche Akteure. Diese Form der Gewalt und ihr Ausmaß dürfen nicht als „übliche Begleiterscheinung“ in Konflikten verharmlost und abgetan werden: Die sexualisierte Gewalt spiegelt auch die Diskriminierung von Frauen und Mädchen aller Altersgruppen im kolumbianischen Alltag wider und potenziert sich im bewaffneten Konflikt um ein Vielfaches.<br><br>Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind Verbrechen, die die internationale Gemeinschaft als Ganzes berühren und „den Frieden, die Sicherheit und das Wohl der Welt“ gefährden. Zu diesen Verbrechen gehört auch sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt in Konfliktgebieten, über deren Ausmaß und systematischen Einsatz immer häufiger berichtet wird. Das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs hat 2002 in seinen Definitionen die verschiedenen Gewaltformen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt als Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit als anerkannten Straftatbestand im Völkerstrafrecht kodifiziert. Auch zahlreiche Dokumentationen und Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (VN) betonen die negativen Auswirkungen solcher Gewalt auf Frieden und Sicherheit. Der Sicherheitsrat verpflichtet alle VN-Mitgliedstaaten ausdrücklich, konfliktbezogene sexualisierte Gewalt strafrechtlich zu verfolgen. Er erkennt damit an, dass ein Ende der Straflosigkeit solcher Taten für dauerhaften Frieden, Gerechtigkeit, Wahrheit und nationale Aussöhnung unerlässlich ist. Und doch werden die wenigsten Täter wegen sexualisierter Gewalt verurteilt.<br><br>Woran liegt das? Fehlen Strategien zur Aufarbeitung sexualisierter Kriegsgewalt oder ermitteln die Behörden nur mangelhaft? Stehen Gerichte und Strafverfolgungsbehörden bei Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht immer vor etlichen Hindernissen, die eine erfolgreiche Verurteilung der Gewalttäter - insbesondere mächtiger staatlicher Akteure – fast unmöglich machen? Reichen die Normen und Regeln des Römischen Statuts aus, um alle Straftäter für alle Taten gleichermaßen zur Verantwortung zu ziehen? Ist es tatsächlich nötig, bei (Vor-) Ermittlungen, Gerichtsverfahren und Entschädigungsverfahren zwischen der Art der Tat zu differenzieren?<br><br>Diese Fragen wollen wir mit Völkerstrafrechtler/innen und Frauenrechtsaktivistinnen aus Lateinamerika und Europa diskutieren. Als konkretes Beispiel dient die juristische Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im bewaffneten Konflikt in Kolumbien.<br><br> <br><br>Mit:<br>•Viviana Rodríguez Peña (SISMA Mujer, Kolumbien)<br>•Dr. Annelen Micus (ECCHR, Berlin)<br>•Dr. Boris Burghardt (Humboldt Universität zu Berlin)<br><br>Moderation: Bernd Pickert (taz)<br><br>Foto: marie-II / Lizenz:CC-BY-NC-SA (flickr)<br></p>

Flucht nach Europa: Seenotrettung und Alternativen zu Dublin III
<p>Im April ertranken innerhalb von acht Tagen schätzungsweise 1.600 Menschen auf dem Weg von Libyen nach Europa im Mittelmeer. Die menschlichen Tragödien riefen erneut die Forderung nach einer humaneren Flüchtlingspolitik auf den Plan: Die EU muss das Sterben an ihren Außengrenzen beenden und legale, gefahrenfreie Wege für Flüchtlinge öffnen.<br> <br><br> <br>In der Kritik steht jetzt auch der beim Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel verabschiedete 10-Punkte-Plan: Dieser bedeutet im Wesentlichen eine Fortsetzung der restriktiven Migrationspolitik der letzten Jahre. Der von der EU verantwortete und neuerlich aufzustockende Frontex-Einsatz „Triton“ bleibt im Einsatzgebiet auf die Küsten Europas und im Charakter vorrangig auf Abwehr von Flüchtlingsbooten beschränkt. Eine zivile und effektive europäische Seenotrettung analog zur italienischen Operation „Mare Nostrum“, die 2014 ca. 160.000 Migrant/innen vor dem Ertrinken rettete, dann aber aus Finanzierungsnot eingestellt wurde, ist damit noch nicht in Sicht.<br> <br><br> <br>Doch auch für die Flüchtlinge und Migrant/innen, die nach Europa gelangen, muss Verantwortung übernommen und geteilt werden. Italien und Griechenland, wohin die meisten über das Mittelmeer gelangen, fordern eine gerechtere Lastenverteilung. Gleichzeitig kommen gerade Länder mit EU-Außengrenzen ihrer Verantwortung für einen angemessenen und den EU Standards entsprechenden Umgang mit den Migrant/innen nicht nach: Schutzsuchende werden systematisch nach ihrer Einreise inhaftiert und unter untragbaren Zuständen in Lagern gehalten. Oder sie werden auf die Straße entlassen, wo sie als illegale Obdachlose leben müssen und häufig Opfer von Gewalt und Übergriffen werden. Schaffen es Flüchtlinge und Migrant/innen, in andere EU-Staaten wie etwa Deutschland weiterzuziehen, droht ihnen die Abschiebung in das Erstaufnahmeland, so wie es die Dublin-Verordnung vorsieht.<br> <br><br> <br>Mit dieser Debatte bietet die Heinrich Böll Stiftung aktuelle Informationen zur Situation im Mittelmeer und eine Debatte über Möglichkeiten einer effizienten und finanzierbaren Seenotrettung sowie Alternativen zum Dublin-System.<br> <br><br> <br>Mit:<br> <br><br> <br>Ska Keller, Stellvertretende Vorsitzende und migrationspolitische Sprecherin der Grünen im Europäischen Parlament, Brüssel<br> <br>Selmin Çalışkan, Generalsekretärin Amnesty International Deutschland<br> <br><br> <br>Moderation: Christian Jakob, die tageszeitung<br> <br><br> <br>Sprache: Deutsch/Italienisch (mit Simultan-Übersetzung)<br> <br><br> <br>Mitschnitt der Veranstaltung vom 7.Mai 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung<br> <br><br> <br>Foto: Kirsten Maas-Albert / CC-BY-SA<br> <br></p>

Green Lecture zu TTIP und CETA mit Maude Barlow
<p>In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern schlagen die Wellen der Entrüstung über die geplanten Handelsabkommen mit den USA (TTIP) und Canada (CETA) hoch. Nicht nur finden die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen statt und erfährt die Öffentlichkeit nur Häppchenweise, was zwischen den Vertretern der Staaten abgesprochen wird - auch die Inhalte der Verhandlungen – soweit sie denn Bekannt sind – werden von vielen europäischen Bürgerinnen und Bürgern nicht unterstützt.<br> <br><br> <br>Um die Verhandlungen zu stoppen haben sich mehr als 1.5 Millionen Menschen in verschiedensten europäischen Ländern für eine Europäische Bürgerbewegung ausgesprochen. Der aber wurde im September 2014 die formale Zulassung von der Europäischen Kommission verweigert.<br> <br><br> <br>Doch auch in den USA und Canada wehren sich Menschen gegen TTIP und CETA. Wie sich die sozialen Bewegungen jenseits des Atlantiks aufstellen, wie erfolgreich sie sind und welche großen Themen der Mobilisierung sie aufgreifen präsentiert an diesem Abend Maude Barlow, nationale Vorsitzende der größten Bürgerrechtsorganisation Kanadas „The Council of Canadians“.<br> <br><br> <br>Gemeinsam diskutieren Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik der Grünen Bundestagsfraktion, Maude Barlow vom Council of Canadians und Shefali Sharma von Institute for Agriculture and Trade Policy die Folgen, die TTIP und CETA für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks haben werden, sowie Formen, Möglichkeiten und Grenzen des gemeinsamem Widerstandes und der Einmischung.<br> <br><br> <br>Die Aktivistin für Handels- und Gerechtigkeitsfragen Maude Barlow ist nationale Vorsitzende von The Council of Canadians, der größten Bürgerrechtsorganisation Kanadas, sowie Mitbegründerin des Blue Planet Projekts. Letzteres arbeitet weltweit daran, Wasser als öffentliches Gut zu erhalten. Mit ihr wollen wir darüber diskutieren, welche Rolle soziale Bewegungen heute spielen. Wie haben sich soziale Bewegungen in Kanada und Nordamerika entwickelt? Wie können sich soziale Bewegungen besser organisieren, um gehört zu werden?<br> <br><br> <br>Mit:<br> <br><br> <br> Maude Barlow, Council of Canadians<br> <br> Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik der Grünen Bundestagsfraktion<br> <br> Shefali Sharma, Institute for Agriculture and Trade Policy<br> <br> Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung<br> <br></p>

Konkrete Utopien: Ist analog das neue Bio?
<p>Soviel steht fest: Die digitale Revolution hat auf ganzer Linie gesiegt; bis in die letzte Faser durchdringen ihre Errungenschaften das Gewebe unseres Alltags. Allerdings ahnen wir spätestens seit den Enthüllungen Edward Snowdens, dass die digitale Moderne auch Probleme erzeugt: von der totalen Überwachung des Einzelnen durch Geheimdienste und Unternehmen über Cybermobbing bis zum Phänomen des Shitstorms.<br> <br><br> <br>Als Reaktion darauf meiden immer mehr Menschen die Neuen Medien. Sie nutzen kein Smartphone, sie schreiben keine Emails mehr sondern Briefe, zahlen bar statt mit der Kreditkarte, löschen den Facebook-Account und treffen Freunde im Café. Der Politikwissenschaftler Andre Wilkens analysiert für uns die neue Sehnsucht nach dem Analogen.<br> <br><br> <br><br> <br>Andre Wilkens wurde 1963 in Ostberlin geboren. Der studierte Politikwissenschaftler hat viele Jahre in Brüssel, London, Turin und Genf gelebt und dort für die EU, Stiftungen und die UNO gearbeitet. Nach fast 20 Jahren ist er nach Berlin zurückgekehrt, wo er mit seiner deutsch-englischen Familie lebt und für eine Stiftung arbeitet. Sein Buch „Analog ist das neue Bio“ ist am 9. März 2015 im Metrolit-Verlag erschienen.<br> <br><br> <br><br> <br>Mit:<br> <br><br> <br>Andre Wilkens, Autor des Buches "Analog ist das neue Bio"<br> <br>Michael Knoll, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Berlin<br> <br><br> <br>Moderation: Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin<br> <br><br> <br>Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.<br> <br><br> <br><br> <br><br> <br>Über die Reihe:<br> <br>Lange Zeit stand der Utopiebegriff für eine zukünftige Tröstung, für eine Art vorwärtsgewandtes Heimweh. Während der letzten Jahrzehnte ist „Utopie“ mehr und mehr zu einem spöttischen Schlagwort für sozialromantische Vorstellungen geworden. Hier setzt die Reihe „Was du nicht siehst. Konkrete Utopien“ an. Wir betrachten Techniken, Ideen und soziale Praxen, die sich noch im Larvenstadium befinden, die aber das Gesicht der Welt radikal verändern könnten.</p>

Projekt Aufarbeitung - Die Grünen und ihr Umgang mit sexualisierter Gewalt - Teil 2
<p>Die Forderung nach Straffreiheit von sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern findet sich in Programmen der Partei "Die Grünen" aus den 1980er Jahren. Diese Erkenntnis schockt die Öffentlichkeit und die „Pädophilie-Debatte“ der Grünen wird zum zentralen Thema der Medien im Sommer 2013. Im November 2014 wird das von der Partei Bündnis90/Die Grünen beauftragte Gutachten „Die Grünen und die Pädosexualität“ unter großem medialem Echo veröffentlicht. Die Studie stellt die o.g. Forderungen in einen zeithistorischen Kontext sexueller Befreiung und Revolution. Auch werden kritische Gegendiskurse von Feminist_innen hervorgehoben. Zeitgleich legt die parteiinterne Arbeitsgruppe Aufarbeitung erste Ergebnisse vor.<br><br>Wie geht es weiter? Welche Schlüsse zieht die Partei für den Umgang mit dem Thema? Wie kann die Bekämpfung sexualisierter Gewalt als gesellschaftspolitische Aufgabe gestaltet werden?<br><br>In der Veranstaltung werden Grüne Politiker_innen, Wissenschaftler_innen und Expert_innen aus der praktischen Arbeit diese Fragen diskutieren und Antworten geben.<br><br>u.a. mit:<br><br> Dr. Simone Peter (Bundesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen)<br> Alexander Hensel (Göttinger Institut für Demokratieforschung)<br> Johannes-Wilhelm Rörig (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauches)<br> Dr. Milena Noll (Goethe Universität Frankfurt/M.)<br> Dagmar Freudenberg (Deutscher Juristinnenbund)<br> Katja Dörner (Bündnis90/Die Grünen NRW)<br> Iris Hölling (Wildwasser, Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. )<br> Volker Beck (MdB, Bündnis90/Die Grünen)<br><br>19.00 - Panel<br>Historische Verantwortung nutzen - was ist zu tun?<br>Politik kann gestalten und gesellschaftliche Räume und Strukturen beeinflussen. Daher kommen im zweiten Panel Expert_innen aus der praktischen Arbeit mit Betroffenen zu Wort: Wie funktionieren Hilfestrukturen für Betroffene sexualisierter Gewalt und Angebote präventiver Arbeit in Deutschland? Wo gibt es Lücken und weitere Bedarfe? Ist die Gesetzeslage ausreichend?<br><br>Input zur rechtlichen Situation:<br><br> Dagmar Freudenberg (Juristinnenbund e.V.) b<br><br>Gesprächsrunde mit:<br><br> Dagmar Freudenberg (Staatsanwältin, Juristinnenbund e.V.)<br> Johannes-Wilhelm Rörig (Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs)<br> Katja Dörner (MdB, Bündnis90/Die Grünen)<br> Iris Hölling (Wildwasser e.V.)<br> Angelika Oetken (Sprecherin des Betroffenenbeirates des EHS, Ergänzendes Hilfesystem für Betroffene sexuellen Missbrauchs)<br><br>Moderation:<br>Dr. Christine Schwarz, Leibniz Universität Hannover</p>

Projekt Aufarbeitung - Die Grünen und ihr Umgang mit sexualisierter Gewalt - Teil 1
<p>Die Forderung nach Straffreiheit von sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern findet sich in Programmen der Partei "Die Grünen" aus den 1980er Jahren. Diese Erkenntnis schockt die Öffentlichkeit und die „Pädophilie-Debatte“ der Grünen wird zum zentralen Thema der Medien im Sommer 2013. Im November 2014 wird das von der Partei Bündnis90/Die Grünen beauftragte Gutachten „Die Grünen und die Pädosexualität“ unter großem medialem Echo veröffentlicht. Die Studie stellt die o.g. Forderungen in einen zeithistorischen Kontext sexueller Befreiung und Revolution. Auch werden kritische Gegendiskurse von Feminist_innen hervorgehoben. Zeitgleich legt die parteiinterne Arbeitsgruppe Aufarbeitung erste Ergebnisse vor.<br> <br><br> <br>Wie geht es weiter? Welche Schlüsse zieht die Partei für den Umgang mit dem Thema? Wie kann die Bekämpfung sexualisierter Gewalt als gesellschaftspolitische Aufgabe gestaltet werden?<br> <br><br> <br>In der Veranstaltung werden Grüne Politiker_innen, Wissenschaftler_innen und Expert_innen aus der praktischen Arbeit diese Fragen diskutieren und Antworten geben.<br> <br><br> <br>u.a. mit:<br> <br><br> <br> Dr. Simone Peter (Bundesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen)<br> <br> Alexander Hensel (Göttinger Institut für Demokratieforschung)<br> <br> Johannes-Wilhelm Rörig (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauches)<br> <br> Dr. Milena Noll (Goethe Universität Frankfurt/M.)<br> <br> Dagmar Freudenberg (Deutscher Juristinnenbund)<br> <br> Katja Dörner (Bündnis90/Die Grünen NRW)<br> <br> Iris Hölling (Wildwasser, Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. )<br> <br> Volker Beck (MdB, Bündnis90/Die Grünen)<br> <br><br> <br>16:30 - Begrüßung und Einführung<br> <br>Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung<br> <br><br> <br>16.40 - Panel<br> <br>Die Frage nach dem Warum? und nach den Konsequenzen<br> <br>Besonders jüngere Menschen fragen: Wie konnte es jemals zu diesen aus heutiger Sicht völlig abwegigen pädosexuellen Forderungen kommen? Warum waren die Grünen offen dafür? Weshalb stand die Perspektive der Betroffenen nicht im Zentrum? Welche feministischen und frauenpolitischen Gegendiskurse gab es?<br> <br>Und: Wie hat die Grüne Partei das Thema aufgearbeitet und welche Konsequenzen zieht sie daraus?</p>

Berliner Disput: Gesellschaft der Angst
<p>Im Gespräch:<br> <br><br> <br>Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin<br> <br><br> <br>Heinz Bude, Soziologe, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung<br> <br><br> <br>Moderation:<br> <br><br> <br>Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung e.V.<br> <br><br> <br><br> <br>Mit dem Begriff der Angst erfasst Heinz Bude eine Gesellschaft der verstörenden Ungewissheit, der runtergeschluckten Wut und der stillen Verbitterung. Es handelt sich weniger um die Angst vor einem "großen Anderen", als vielmehr um die Angst vor den eigenen, schier unendlich wirkenden Möglichkeiten. Angst ist der Ausdruck für einen Gesellschaftszustand mit schwankendem Boden.<br> <br><br> <br>Seit Erscheinen seines Buches "Gesellschaft der Angst" ist Heinz Bude zum Spezialisten für das Thema geworden. Im Disput mit Jutta Allmendinger suchten die Beteiligten Antworten auf die Frage, wie politisch die Angst ist und ob es Auswege gibt – für den Einzelnen und für die Gesellschaft.<br> <br><br> <br></p>

Was auf dem Spiel steht - Rede von Ralf Fücks
<p>Rede zur Eröffnung der internationalen Konferenz „Die Ukraine, Russland und Europa“.</p>

Panel: Timothy Snyder, Bernard Kouchner, Michajlo Minakow, Lilija Schewzowa, Ralf Fücks
<p>In einer anderen Welt<br> <br>Was auf dem Spiel steht und weshalb die Aggression gegen die Ukraine ein Angriff auf Europa ist. Über die Motive der Krim-Annexion im März 2014 und die Herausforderung, die<br> <br>Russlands Politik für Europa und die EU darstellt.<br> <br><br> <br>Timothy Snyder<br> <br>– Professor für Geschichte, Yale University<br> <br><br> <br>Bernard Kouchner<br> <br>– Außenminister a. D., Paris<br> <br>Michajlo Minakow<br> <br>– Außerordentlicher Professor, Universität Kiew-Mohyla-Akademie,<br> <br>Chefredakteur, Krytyka, Kiew<br> <br>Lilija Schewzowa<br> <br>– Politologin, Brookings Institution, Moskau<br> <br>Moderation:<br> <br>Ralf Fücks<br> <br>– Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin</p>

Panel: Marieluise Beck, J. Gontmacher, S. Salischtschuk, J. Kucharczyk, M. Sapper
<p>Panel<br> <br>Auf dem Weg in ein neues Land<br> <br>Warum der Erfolg der ukrainischen Reformbewegung so wichtig für die Ukraine, Russland und Europa ist und wie wir ihn unterstützen können.<br> <br><br> <br>Marieluise Beck<br> <br>– MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin<br> <br>Jewgenij Gontmacher<br> <br>– Mitglied des Komitees für bürgerschaftliche Initiativen, Stellvertretender Direktor, Institute of World Economy and International Relations, Moskau<br> <br><br> <br>Switlana Salischtschuk<br> <br>– Abgeordnete der Rada, Kiew<br> <br><br> <br>Jacek Kucharczyk, Direktor, Institute of Public Affairs, Warschau<br> <br><br> <br>Moderation:<br> <br>Manfred Sapper– Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, Berlin</p>

Keynote Timothy Snyder on Ukraine, Russia and EU
<p>Timothy Snyder, Professor für Geschichte, Yale University</p>

Reconstructing „the West“?
<p>Das normative Konzept des Westens stand im Mittelpunkt des Podiumsgesprächs. Der Völkerrechtsexperte Gerd Hankel vom Hamburger Institut für Sozialforschung diskutierte mit Susan Neiman, Philosophin und Direktorin des Einsteinforums Potsdam. Das Gespräch moderierte Sergey Lagodinsky, Leiter der Abteilung Europa und Nordatlantik in der Heinrich-Böll-Stiftung.<br> <br></p>

India as a Global Player: Chances and Constraints
<p>Bedeutet der Amtsantritt von Premierminister Narendra Modi einen Neuanfang der indischen Außenpolitik? Ist eine härtere Haltung gegenüber China und Pakistan zu erkennen - Indiens langjährigen Widersachern? Welche Rolle wird Indien in Afghanistan spielen im Zuge des amerikanischen Truppenabzugs und der ISAF?<br> <br><br> <br>Der Vortrag wird versuchen, diese Fragen der indischen Außenpolitik unter Premier Narendra Modi zu thematisieren. Neben den Beziehungen zu den Nachbarländern wird Sumit Ganguly auch über die strategische indisch-amerikanische Partnerschaft im Nachgang des jüngsten Besuchs von Präsident Obama in Indien sprechen, sowie Indiens Beziehungen zu den Ländern Südostasiens, als auch Japan und Südkorea als Teil einer impliziten Ausgleichs-Strategie gegen China. Er wird schließlich auch die Aussichten für die künftige Zusammenarbeit Indiens mit der Europäischen Union diskutieren, insbesondere im Bereich Klimawandel und Handelsbeziehungen. Er wird sich dabei auf die sich abzeichnende neue globale Ordnung konzentrieren, die Herausforderungen für die indische Innenpolitik und auf die Persönlichkeit, die Überzeugungen und Präferenzen des neuen indischen Ministerpräsidenten.<br> <br><br> <br><br> <br><br> <br>Über den Autor:<br> <br><br> <br>Sumit Ganguly hat einen Lehrstuhl in „Indian Cultures and Civilizations“ und ist Direktor des Zentrums für amerikanische und globale Sicherheit an der Indiana University in Bloomington. Er lehrte u. a. an der City Universität in New York und der “School of International and Public Affairs” der Columbia Universität.<br> <br><br> <br>Er ist Mitglied im redaktionellen Vorstand verschiedener Fachzeitschriften wie der "American Political Science Review" und "Asian Affairs" und ist Autor und Herausgeber von 20 Büchern über die Region Südasien. Seine jüngsten Werke sind "Indien seit 1980" (mit Rahul Mukherji) und "Wie Rivalitäten enden" (mit William Thompson und Karen Rasler), letztere untersucht zehn politische Hot Spots von Ägypten und Israel bis zu Nord- und Südkorea, in denen Krisen und militärische Auseinandersetzungen in den letzten sieben Jahrzehnten aufgetreten sind und wie bestimmte Deeskalationsstrategien zu erfolgreicher Konfliktbewältigung geführt haben.<br> <br><br> <br>Derzeit arbeitet Sumit Ganguly an zwei neuen Büchern: der „Oxford Einführung in die indische Außenpolitik" und "Tödlich- ausweglose Situation: indisch-pakistanischen Beziehungen zu Beginn des neuen Jahrhunderts".</p>

Die Anschläge von Paris und die Zukunft der offenen Gesellschaft
<p>Die Terroranschläge in Paris Anfang Januar auf die Pariser Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt haben die europäische Öffentlichkeit in Schrecken versetzt. Das Attentat zielte auf das Herzstück der Demokratie: die Presse- und Meinungsfreiheit und hat die Debatte über Grundfragen des Zusammenlebens in liberalen Gesellschaften neu entfacht.<br> <br><br> <br>Am 9.2.2015 diskutierten Pascal Bruckner (Schriftsteller, Paris), Micha Brumlik (Publizist, Berlin), Thierry Chervel (Journalist, Perlentaucher, Berlin) und Lamya Kaddor (Islamwissenschaftlerin, Münster) die Folgen dieses Anschlags, moderiert von Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin).<br> <br><br> <br>Welche Debatten hat dieser brutale Überfall in Frankreich und in den europäischen Nachbarländern ausgelöst? Wie artikulieren sich die verschiedenen intellektuellen, politischen und religiösen Kräfte? Welche politischen Schlussfolgerungen sind aus diesem Anschlag zu ziehen? Wie verteidigen wir die Werte der liberalen Demokratie gegen islamistische Strömungen, die unseren Gesellschaften den Kampf angesagt haben, ohne die anwachsende Islamophobie zu füttern? Und: Was bedeutet dieser Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit für die Publikationspraxis und -freiheit der Medien in Europa, wie reagieren sie?<br> <br><br> <br>Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Kulturmagazin Perlentaucher und dem internationalen literaturfestival berlin statt.</p>

Wendekinder in der Politik. Was bewegt junge Menschen in die Politik zu gehen?
<p>Mittschnitt des Montagssalons vom 8. Dezember 2014 in der FRIEDA in Rostock.<br><br>Im Salon wollen wir die Ergebnisse des vom Netzwerk 3te Generation Ostdeutschland initiierten Forschungsprojektes „Grüne Wendekinder in ostdeutschen Landtagen“ vorstellen und gemeinsam diskutieren. Welche Rolle spielen die eigene Biografie und Umbruchserfahrungen für parteipolitisches Engagement? Stellen die Wendekinder eine „politische Generation“ dar? Was bringt junge Ostdeutsche in die Politik und was brauchen sie, damit sie dort erfolgreich sind bzw. bleiben können?<br><br>Podium:<br><br>Adriana Lettrari, Forschungsgruppe Generation 21<br><br>Johannes Saalfeld, MdL B´90/GRÜNE M-V<br><br>Claudia Barlen, SPD-Fraktionsmitglied Rostock<br><br>Moderation:<br><br>Bernd Kalauch, NDR <br><br>Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung MV in Kooperation mit dem Heinrich Böll Stiftungsverbund im Rahmen des Projektes „Gut vertreten. Update für Demokratie." &gt;&gt; <a href="http://gutvertreten.boell.de/">http://gutvertreten.boell.de/</a></p>

Gespräch "Wir sind jung. Wir sind stark." u.a. mit Regisseur und Schauspielern u.a.
<p>Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern veranstaltete am 21.1.2015 die Filmpremiere "Wir sind jung. Wir sind stark." in Rostock. Anschließend lud die Stiftung zum Publikumsgespräch mit Regisseur Burhan Qurbani, Drehbuchautor Martin Behnke, dem ehem. Ausländerbeauftragten Rostocks Wolfgang Richter und den Schauspielern ein.&nbsp;<br></p>

#BringBackOurGirls: Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Nordosten Nigerias
<p>Mitschnitt der Veranstaltung vom 14.1.2015:<br> <br><br> <br>Fast dreihundert Schülerinnen entführte die islamistische Gruppierung Boko Haram am 14. April 2014 in der nordnigerianischen Stadt Chibok. Die Entführung brachte die Staats- und Sicherheitskrise Nigerias weltweit in die Schlagzeilen. Die nigerianische Bevölkerung demonstrierte wütend gegen die Untätigkeit der Regierung und unter dem Hashtag #BringBackOurGirls solidarisierte sich die Welt mit den Opfern.<br> <br><br> <br>Die Entführungen zeigen die genderspezifische Gewaltdimension des blutigen Konflikts im Nordosten Nigerias. Boko Haram nutzt, auch als Reaktion auf die Entführung von Angehörigen der Islamisten durch Sicherheitskräfte, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Instrument. Chibok ist dabei nur ein Kulminationspunkt einer Strategie, in der Frauen Ware und Verhandlungsmasse sind: Mehr als 500 Frauen und Mädchen wurden von der Gruppe seit 2009 entführt; viele wurden zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet, körperlich und seelisch misshandelt. Die militärische Offensive im Norden und die Ausrufung des Ausnahmezustands in drei Bundesstaaten bedeuten für die Frauen dieser ländlichen Regionen nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Sicherer Zugang zu Schulen ist bis heute nicht gewährleistet. Überregionale Verbindungen zwischen Boko Haram und anderen islamistischen Netzwerken außerhalb Nigerias intensivieren sich. Aus solchen Verbindungen entspringt offenbar das Know how für Kidnapping-Aktionen. Bereits entführte nigerianische Mädchen sollen zudem innerhalb der Netzwerke weitergereicht worden sein.<br> <br><br> <br>Polizei und Sicherheitsorgane Nigerias müssen dringend in die Lage versetzt werden die Bürger und Bürgerinnen zu schützen. Dabei dürfen Frauen im Konflikt mit den Islamisten auf keinen Fall zum Faustpfand der einen oder der anderen Seite werden. Eine politische Handlungsoption ist die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zum Schutz von Frauen in Konfliktzonen, den Nigeria 2013 auf Basis der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats verabschiedet hat.<br> <br><br> <br>Was ist die genderspezifische Dimension des Konflikts im Nordosten Nigerias? Ist vor den Wahlen im Februar mit einer Zunahme der Gewalt auch gegen Frauen und Mädchen zu rechnen? Wie können Frauen besser in die Förderung von Frieden und Sicherheit eingebunden werden? Was soll die internationale Gemeinschaft der nigerianischen Regierung abverlangen; wie sie unterstützen? Diese und andere Fragen möchten wir im Gespräch mit den Expertinnen erörtern.<br> <br><br> <br><br> <br>Ein Gespräch mit:<br> <br><br> <br> Mausi E. Segun, Researcher, Human Rights Watch, Abuja,<br> <br> Elizabeth Pearson, Rundfunkjournalistin, promoviert am Kings College zu "Gender und Extremismus", London<br> <br> Moderation: Dagmar Dehmer, Journalistin, Der Tagesspiegel, Berlin<br> <br></p>

Green Lecture: Ocean of Life
<p>Vortrag auf englisch: Die Ozeane sind der größte Lebensraum der Erde und zugleich auch der am wenigsten erforschte. Erst jetzt beginnen wir allmählich die unermessliche Vielfalt dieses Ökosystems zu begreifen – und zu verstehen, welche Bedeutung das Meer für unser Leben hat. Doch seit dem letzten Jahrhundert bedroht die Herrschaft des Menschen über die Natur auch die Ozeane: Wir überfischen die Meere und verschmutzen sie mit Umweltgiften und Plastik. Tiefseebergbau droht den Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere zu zerstören. Der Klimawandel gefährdet das gesamte Ökosystem: Er lässt die Meere saurer und sauerstoffärmer werden - bereits ein Viertel aller Korallen sind zugrunde gegangen.<br> <br><br> <br>In seinem Buch „Ocean of Life“ beschreibt der Meeresbiologe und –schützer Callum Roberts den großen Reichtum der Ozeane und ihren Wandel. Mit ihm wollen wir diskutieren, wie gravierend die Auswirkungen menschlichen Handelns bereits sind und welche Lösungsansätze er vorschlägt. Welchen Bedrohungen sind die Meere ausgesetzt? Wie muss eine nachhaltige und verantwortungsvolle Meerespolitik aussehen? Wie könnte der Schutz der Meere in eine internationale Ressourcen- und Klimapolitik integriert werden? Welche regionalen und lokalen Maßnahmen sind notwendig?</p>

Green Lecture and Discussion: Ocean of Life
<p>Die Ozeane sind der größte Lebensraum der Erde und zugleich auch der am wenigsten erforschte. Erst jetzt beginnen wir allmählich die unermessliche Vielfalt dieses Ökosystems zu begreifen – und zu verstehen, welche Bedeutung das Meer für unser Leben hat. Doch seit dem letzten Jahrhundert bedroht die Herrschaft des Menschen über die Natur auch die Ozeane: Wir überfischen die Meere und verschmutzen sie mit Umweltgiften und Plastik. Tiefseebergbau droht den Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere zu zerstören. Der Klimawandel gefährdet das gesamte Ökosystem: Er lässt die Meere saurer und sauerstoffärmer werden - bereits ein Viertel aller Korallen sind zugrunde gegangen.<br> <br><br> <br>In seinem Buch „Ocean of Life“ beschreibt der Meeresbiologe und –schützer Callum Roberts den großen Reichtum der Ozeane und ihren Wandel. Mit ihm wollen wir diskutieren, wie gravierend die Auswirkungen menschlichen Handelns bereits sind und welche Lösungsansätze er vorschlägt. Welchen Bedrohungen sind die Meere ausgesetzt? Wie muss eine nachhaltige und verantwortungsvolle Meerespolitik aussehen? Wie könnte der Schutz der Meere in eine internationale Ressourcen- und Klimapolitik integriert werden? Welche regionalen und lokalen Maßnahmen sind notwendig?<br> <br><br> <br>Mit:<br> <br><br> <br>Prof. Callum Roberts, Meeresbiologe und Professor für Meeresschutz, University of York, UK<br> <br>Steffi Lemke, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Berlin<br> <br>Moderation:<br> <br><br> <br>Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin</p>

Memoria e Verdade - Erinnerung und Wahrheit
<p>Mitschnitt zweisprachig: deutsch/portugiesisch<br><br>Pernambuco galt den konservativen brasilianischen Kräften Anfang der 1960er als Sinnbild der "kommunistischen Gefahr" im eigenen Land. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges waren u.a. die erstarkenden sozialen Bewegungen und der progressive Gouverneur untragbar. Und so wurde der Bundesstaat während und nach dem Putsch am 1. April 1964 zum Ziel besonders brutaler Repressionen. Politische Opposition zum Regime, Mitglieder der Schüler- und Studentenbewegung sowie der Bauernvereinigungen wurden verfolgt, verhaftet, gefoltert und ermordet.<br><br>Staatliche und nichtstaatliche Institutionen, soziale Bewegungen sowie unabhängige Aktivisten und Aktivistinnen setzen sich heute für die Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen ein. Sie rekonstruieren Todesumstände, klären Fälle von Folter und „Verschwindenlassen“ auf und kämpfen für Gedenkstätten. Sie unterstützen die Hinterbliebenen psychologisch und helfen ihnen, Entschädigungen zu erhalten.<br><br>1993 wurde, initiiert von der NGO Tortura Nunca Mais, in Recife die brasilienweit erste Erinnerungsstätte für die Opfer der Militärdiktatur eingeweiht. Auch die erste staatliche regionale Wahrheitskommission Brasiliens wurde im Juni 2012 in Pernambuco eingerichtet. Doch obwohl der Bundesstaat national und international Anerkennung für dieses Engagement erhält, steckt die Aufarbeitung hier wie in ganz Brasilien nicht zuletzt aufgrund des weiterhin gültigen Amnestiegesetzes in den Kinderschuhen. Die Folgen der Straflosigkeit für Folterer und Mörder der Militärdiktatur sind bis in die Gegenwart spürbar und spiegeln sich in den aktuellen Menschenrechtsproblemen, wie der exzessiven Polizeigewalt, wider - auch in Pernambuco.<br><br>An diesem Abend diskutieren Paulo Moraes und Sara Fremberg, moderiert von Annelen Micus, den Stand der Aufarbeitung der Militärdiktatur in Pernambuco und aktuelle Herausforderungen der Erinnerungsarbeit. Paulo Moraes, Leiter des Sekretariats für Menschenrechte in Pernambuco, erläutert die staatlichen Initiativen zur Aufarbeitung jener Zeit. Sara Fremberg berichtet über die Arbeit zivilgesellschaftlicher Institutionen. Von April bis Juli 2014 recherchierte sie in Recife zur Aufarbeitung der Militärdiktatur. Ihren Blog finden Sie unter <a href="http://www.memoriaeverdade.com">www.memoriaeverdade.com</a>.<br><br>(Foto: Ralf Rebmann)</p>

Caste: The New and the Old in 21st Century India
<p>What is the state of the caste monster in twentieth century India? Have the forms of discrimination and inequality altered? What is the experience of belonging to a less privileged caste? This lecture will try to address this vast and complicated story by focusing on what caste means for young people in India today. I will explore two issues: one, the experience of caste for young people in higher educational institutions. What are the continuing areas of inequality and discrimination that young people may face based on their caste identity? At the same time what are the implications of the growing dalit and anti-caste movements on campuses?<br>In addition, I will explore what we can learn about caste from the sharp and violent reaction to some romantic relationships that cut across caste lines. What are the changing caste equations that are evident from these conflicts around love in contemporary India?<br><br>Janaki Abraham is a sociologist and Associate Professor in the Department of Sociology, Delhi University, Delhi. Her doctoral research focused on an intermediate caste group in North Kerala which suffered disprivileges of caste. One of her central areas of interests is exploring the intersection of caste, gender and kinship. She is currently finalising her book manuscript titled ‘Gender, caste and matrilineal kinship: Shifting boundaries in twentieth century Kerala’. Her other areas of interest are visual cultures of south India, and the study of gendered spaces in towns in India. She is author of several articles on subjects such as gender, caste, and colour, marriage and matriliny, wedding videos in south India, and an exploration of gender and space in Bikaner, Rajasthan through veiling practices among Hindu and Muslim women. She is Reviews Editor for the journal Contributions to Indian Sociology. Janaki has been a part of the women’s movement in New Delhi for more than twenty years and in particular has worked closely on the issue of sexual harassment.<br><br><br>With the lecture series “Understanding India” the Heinrich Boell Foundation offers insights into select areas of society in order to contribute to a better understanding of the subcontinent.<br>We have invited renowned experts, largely from the region, to explain India’s complexities and to promote an understanding of this key regional, but also global player.</p>

Die Boulevardisierung der Medien und die Verantwortung der JournalistInnen 2/2
<p>„Wie halten wir es mit dem Boulevard?“ Dieses alte Streitthema ist längst nicht erledigt, sondern erregt aufs Neue die Gemüter und wirft die Frage auf, ob es einen guten Boulevard gibt. Einen Boulevard, in dem der Feminismus und die Frauenberichterstattung eine Rolle spielen. Diese Frage erläutert das jb-Medienlabor am 20. November 2014 in Berlin.<br> <br><br> <br>Podium und Gesprächsgruppen:<br> <br><br> <br>Marion Horn (Chefredakteurin „Bild am Sonntag“)<br> <br>Christiane Stürenberg (Redaktionsleiterin „Focus TV“)<br> <br>Juliane Leopold (Chefredakteurin „Buzzfeed“)<br> <br>Ines Pohl (Chefredakteurin „TAZ“)<br> <br><br> <br>Moderation: Helga Kirchner (ehemalige Chefredakteurin des WDR-Hörfunks)</p>

Die Boulevardisierung der Medien und die Verantwortung der JournalistInnen 1/2
<p>Wie halten wir es mit dem Boulevard?“ Dieses alte Streitthema ist längst nicht erledigt, sondern erregt aufs Neue die Gemüter und wirft die Frage auf, ob es einen guten Boulevard gibt. Einen Boulevard, in dem der Feminismus und die Frauenberichterstattung eine Rolle spielen. Diese Frage erläutert das jb-Medienlabor am 20. November 2014 in Berlin.<br> <br><br> <br>Vorträge mit Diskussion<br> <br><br> <br>Eröffnung:<br> <br>Ines Pohl (Chefredakteurin „TAZ“)<br> <br>Andrea Ernst (Vorsitzende Journalistinnenbund)<br> <br>Gitti Hentschel (Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung)<br> <br><br> <br>Vorträge:<br> <br>Prof.in Dr. Elisabeth Klaus (Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg, Leiterin der Abteilung „Kommunikationstheorien und Öffentlichkeiten“)<br> <br>Dr. Hans-Jürgen Arlt (Publizist und Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des DGB, Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin)<br> <br>Eva Kohlrusch (Kolumnistin, ehemalige Vorsitzende Journalistinnenbund)<br> <br><br> <br>Moderation: Dr. Sibylle Plogstedt</p>

Ein gutes Team? Frankreichs Formtief und die deutsch-französischen Beziehungen
<p>Mitschnitt der Veranstaltung, Sprache: deutsch/französisch<br> <br><br> <br>Frankreich macht derzeit Schlagzeilen: Haushaltsdefizit und Reformstau lassen die französische Wirtschaft ächzen, während die Politik in einer tiefen Vertrauenskrise steckt und der rechtsextreme Front national immer stärker wird. In der deutschen Öffentlichkeit steht Frankreich am Pranger: Angeblich setze es notwendige Reformen nicht um und bremse damit die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union. In Frankreich dagegen wird vielerorts erwartet, dass Deutschland die europäische und französische Wachstumsschwäche bekämpft. Um die Wirtschaft anzukurbeln, drängt die französische Regierung den deutschen Partner zu Investitionen. Auch die Handelsbilanzüberschüsse Deutschlands gehen nicht nur nach französischer Lesart zu Lasten der anderen EU-Staaten – Frankreich erwartet mehr Solidarität von Deutschland. Geben diese Meinungsverschiedenheiten Grund zur Sorge oder hält ein gutes Team kritische Zeiten wie diese aus? Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen?<br> <br><br> <br>Die geladenen französischen und deutschen Expertinnen und Experten diskutieren an diesem Abend Facetten der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Frankreich, gemeinsame und unterschiedliche französische und deutsche Perspektiven auf die Schuldenkrise der EU, den Handlungsbedarf Frankreichs, Deutschlands und Europas in einer ökologisch und sozial nachhaltig gestalteten Krisenbewältigung sowie gemeinsame europäische Strategien gegen nationalistische und europafeindliche Kräfte.<br> <br><br> <br>Mit:<br> <br>Dr. Claire Demesmay (Programmleiterin, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin, Deutschland)<br> <br>Guillaume Duval (Chefredakteur, Alternatives Économiques, Paris, Frankreich)<br> <br>Jean Quatremer (Brüssel-Korrespondent, Libération, Brüssel, Belgien)<br> <br>Dr. Daniela Schwarzer (Forschungsdirektorin, German Marshall Fund, Berlin, Deutschland)<br> <br><br> <br>Moderation:<br> <br>Dr. Christine Pütz (EU-Referentin, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Deutschland)</p>

Kolumbien: Endlich eine Chance auf Frieden?
<p>Audiomitschnitt (deutsch/spanisch) - Seit zwei Jahren verhandelt die kolumbianische Regierung unter Juan Manuel Santos mit der ältesten Guerillagruppe Lateinamerikas (FARC) über die Beendigung des internen bewaffneten Konflikts. Dieser hat in den vergangenen 50 Jahren über fünf Millionen Opfer gefordert. Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Friedensgespräche, aber sie haben in dem polarisierten und von Misstrauen geprägten Land auch mächtige und einflussreiche Gegner. Dennoch scheint ein Verhandlungsabschluss zum ersten Mal realistisch. In drei von fünf Verhandlungspunkten, darunter die so wichtige Landfrage, wurden bereits Teilvereinbarungen unterzeichnet. Aktuell steht der Umgang mit den Opfern des Konflikts auf der Tagesordnung und – ein weltweites Novum – Vertreter/innen von Opfergruppen werden in den Verhandlungen angehört. Zur Erlangung von Wahrheit und Gerechtigkeit liegen verschiedene Vorschläge zivilgesellschaftlicher Gruppen vor, u.a. von CCAJAR.<br><br>Die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen unterstützen die Friedensgespräche. In diesen Tagen wirbt der kolumbianische Präsident auf einer Reise nach Deutschland und in fünf weitere europäische Länder für ein starkes Engagement für die Zeit nach einer möglichen Friedensvereinbarung.<br><br>Welche Bilanz der Friedensverhandlungen kann nach zwei Jahren und drei Teilvereinbarungen gezogen werden? Welches sind die konkreten Partizipationsmöglichkeiten der Gewaltopfer und der Zivilgesellschaft? Welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft nach der Beendigung des bewaffneten Konflikts gegenüber? Welche Hindernisse sind auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden zu überwinden? Welche Vorschläge, Erfahrungen oder Rechtsrahmen können helfen, der Wahrheit – Gerechtigkeit – Wiedergutmachung – Nicht-Wiederholung – Versöhnung näher zu kommen?<br><br>Mit:<br><br>Luis Guillermo Pérez, Menschenrechtsverteidiger und Vorsitzender des Anwaltskollektivs José Alvear Restrepo - CCAJAR<br>Monseñor Gustavo Girón Higuita, Bischof der Diözese Tumaco/Kolumbien<br>Barbara Lochbihler, MdEP Die Grünen/EFA, außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses Menschenrechte des Parlaments<br><br>Moderation: Bernd Pickert, die tageszeitung taz<br><br>Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit kolko e.V., MISEREOR und European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).</p>

Berliner Disput: Kooperation oder Konfrontation?
<p>Zunehmende Individualisierungstendenzen, Auflösung traditioneller Herkunftsbindungen, anhaltender Mitgliederschwund der Kirchen und zum Teil anderer Religionsgemeinschaften - noch vor wenigen Jahren erschien der Präsenzverlust der Religionen als eindeutiges Indiz für die fortschreitenden Säkularisierungsprozesse vor allem westlicher Demokratien. Doch unter der Oberfläche scheinbar galoppierender Verweltlichung erscheinen neue gesellschaftliche Tendenzen, befinden sich auch neue Generationen auf der Suche nach Orientierung und Halt. Zudem garantiert –vor allem in Deutschland- die institutionelle Verankerung und Absicherung das politische und gesellschaftliche Gewicht von Religionsgemeinschaften - auch weltweit kann von einem Bedeutungsverlust der Religionen keine Rede sein. Ist das säkulare Zeitalter also Vergangenheit? Welche Rolle spielen die Religionen in freiheitlich-demokratischen, pluralistischen Gemeinwesen wie der Bundesrepublik?<br> <br><br> <br>Welche Funktion sollen Religionen haben und welche Voraussetzungen seitens des Staates benötigen sie, um diese Funktion ausfüllen zu können? Wie steht es mit der Religionsfreiheit in Konfliktfällen?<br> <br><br> <br>Welche Gemeinschaften bilden säkulare Individuen? Repräsentanz und Vertretung: Wo und wie vertreten säkulare Individuen gegenüber Gemeinschaften wie den Religionsgemeinschaften auf Augenhöhe ihre Anliegen (zum Beispiel in Rundfunkräten)?<br> <br><br> <br>Wie ist es möglich, zwischen widerstreitenden religiösen, areligiösen und antireligiösen Überzeugungen eine gemeinsame politische Sprache zu finden?<br> <br><br> <br><br> <br>Mit:<br> <br>Rupert von Plottnitz, Rechtsanwalt, Mitglied des Hessischen Staatsgerichtshofes<br> <br>Otto Kallscheuer, Politikwissenschaftler und Philosoph<br> <br>Moderation: Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin</p>