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QNAP NAS unter voller Kontrolle (clt25)
Die großen NAS-(network attached storage)-Hersteller sind berüchtigt für immer wieder auftretende Sicherheitslücken in deren Standard-Software. Trotzdem ist die spezialisiertere Hardware interessant und hat zumindest in der Gerätegröße und auch den hotplug-Laufwerksschächten einen Vorteil gegenüber einem selbstbau-Projekt. Im Vortrag möchte ich zeigen, wie ich ein QNAP NAS vollständig übernommen habe, sodass von der Herstellersoftware nichts mehr auf dem Gerät übrig ist, sondern alles nach dem Boot-ROM der CPU mit freier Software läuft. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/183
Lightning Talks (clt25)
13 Jahre CMS Garden: Von der Saat zur digitalen Blüte (clt25)
Wir lieben Open Source. Die unglaubliche Kraft und Geschwindigkeit von kollaborativer Softwareentwicklung haben Auswirkungen auf jeden beitragenden Menschen. Wir haben etwas gemeinsam: Jedes Open-Source-Content-Management-System ist bestrebt, seine Fähigkeiten zu verbessern, seine Community zu vergrößern und die Anzahl der Installationen zu erhöhen. Mancher mag denken, wir seien Konkurrenten. Das mag vielleicht auch stimmen, wenn man es so sehen möchte. Aber die eigentliche Konkurrenz sind die Marketing- und Vertriebskräfte von proprietärer Software. Sie können das Blaue vom Himmel versprechen, und mangels Benchmarks lässt sich das Gegenteil manchmal nur schwer beweisen. Open-Source-Software andererseits kann nur die Wahrheit versprechen. (Denn will man hier eine Falschbehauptung nachweisen, hat man alle Informationen sofort zur Hand.) Dadurch sind Aufrichtigkeit und Selbstkritik fester Bestandteil jeder Open-Source-Community. Unterschiedliche Communities verfolgen ein gemeinsames Ziel. Miteinander? Und das soll gehen? Aller Anfang war schwer und trotzdem sind wir die Reise angetreten und haben schwierige Wetterphasen gemeinsam gemeistert. Ich lasse euch teilhaben an unseren Unwettern, Trockenphasen und der Freude über die Früchte gemeinsamer Arbeit. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/243
How to run LibreOffice inside your web page (clt25)
Making LibreOffice a native part of the web, using FOSS for highly customizable office document handling in the browser, based on WASM. LibreOffice can be highly integrated into desktop and server applications and we wanted to make this also possible for web apps. Running fully client side with Web Assembly, LibreOffice can now be used and customized by a JavaScript idiomatic API, becoming an easy usable component for web development. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/354
The power of community: A guide to community-driven UX (clt25)
Fostering a relationship with the community is a special task – and it does not end with the development or code contributions. Open Source not only means community development – it means a certain level of openness and trust between the product and the users. With technologically complex products the path of collaboration goes beyond the development: the whole user experience is intertwined with a feedback – improvement – repeat cycle. At Checkmk, a community-driven approach is ingrained in our DNA. What started as a bunch of scripts for easy setup of a Nagios based monitoring environment, evolved – driven by user demand and feedback – into a fully fledged monitoring solution that is easy to set up and maintain. There are different ways of cooperation for different tasks that makes our work together with the community efficient and successful: be it surveys, user tests with specialized software, interviews or an informal cup of coffee in our Munich office. Our UX Lead Tanja will share insights from the Notifications project on how we have turned user feedback into a culture of collaboration to develop better interfaces with our users - and how you can do the same. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/276
Open-Source-Software BSI-Grundschutzfähig machen (clt25)
Open Source Software ist fundamental, um die digitale Souveränität unserer Demokratie zu sichern. Aber auch aus Sicherheitssicht ist FLOSS kommerzieller Closed-Source meist weit überlegen. Doch die Sicherheitsfreigabe von Software erfolgt im Öffentlichen Dienst in der Regel über eine BSI-Grundschutz-Zertifizierung. Und diese ist für FLOSS mit einigen Herausforderungen verbunden, denn (noch) bevorzugen die Anforderungen des Grundschutzkompendiums kommerzielle Lösungen. Da wir in unserem Projekt den öffentlichen Dienst mit FLOSS digitalisieren wollen, müssen wir auch diese BSI-Anforderungen (vor allem APP.3, APP.6 und OPS) erfüllen. Dazu haben wir einige eigene Methoden entwickelt, die ich in diesem Vortrag vorstellen möchte. Dazu gehört u.a. eine Richtlinie zur Bewertung von FLOSS-Quellen und -Projekten, um diese BSI-konform betreiben zu können. Auch einige Erfahrungen zur Containerisierung im Kubernetes-Betrieb werde ich vorstellen. In diesem Vortrag stelle ich die von uns entwickelte Checkliste zum BSI-konformen Bezug von Open-Source-Software vor. Desweiteren zeige ich, was Open-Source-Projekte tun können um ihre BSI-Grundschutzfähigkeit (und damit auch teilweise die Sicherheit) zu erhöhen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/190
Open Source für Mobilfunknetze (clt25)
Seit nunmehr 17 Jahren gibt es mit OpenBTS und OpenBSC Freie Software im Bereich der Mobilfunkinfrastruktur, also Software, mit denen man eigene Mobilfunknetze betreiben kann. Seitdem hat sich viel getan - von Osmocom CNI über Open5GS zu srsLTE, srsUE, srsRAN, free5gc über pySim, Kamailio, pyhss zu magma und eupf - nur um ein paar Namen zu nennen. Der Vortrag stellt einen Überblick dar, was genau es in 2025 an FOSS-Projekten im Mobilfunkbereich gibt, was man mit dieser Software jeweils konkret machen kann, und welche Harware man jeweils benötigt. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/245
SSH-Anmeldung mit GnuPG und SmartCards (clt25)
Die Secure Shell SSH gehört zu den wichtigsten Werkzeugen der Systemadministration. Von der Sicherheit unserer SSH-Accounts hängt demnach eine Menge ab. Wir werden im Vortrag sehen, wie die Public-Key-Authentifizierung funktioniert und warum wir sie gegenüber der Passwortauthentifizierung bevorzugen sollen. Zudem betrachten wir einige Fallstricke, die es in der Praxis bei der Aufbewahrung unserer SSH-Schlüssel zu beachten gilt. Der praktische Teil des Vortrags zeigt, wie sich SSH-Schlüssel im GnuPG-Schlüsselbund hinterlegen lassen und welche Vorteile dies gegenüber klassischen Key-Files im Home-Verzeichnis bietet. Zudem werden wir sehen, wie wir mit diesem Setup unsere SSH-Schlüssel auf SmartCards oder USB-Crypto-Dongles wie YubiKey, Nitrokey & Co. auslagern können und sie damit nicht mehr auf Endgeräten speichern müssen. Hierbei handelt es sich um keine Raketenwissenschaft, sondern lediglich die Verknüpfung etablierter Techniken. Der Vortrag soll zudem zum nachdenken anregen, ob unsere bestehenden SSH-Schlüssel ausreichend sicher abgelegt sind. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/336
SIMD-Programmierung: Eine Einführung (clt25)
Die meisten heutzutage verwendeten Prozessoren unterstützen SIMD-Befehle. SIMD, das steht für »Single Instruction Multiple Data« und bedeutet, dass die Prozessoren statt mit einzelnen Zahlen auch mit (kurzen) Vektoren von Zahlen arbeiten können. In diesem Vortrag werde ich euch alles über SIMD erzählen. Was das eigentlich genau ist, was für Performanz-Vorteile man sich davon für welche Anwendungen erhoffen kann, und wie man als Programmierer am einfachsten SIMD in seinen Anwendungen verwenden kann. Im Fokus stehen dabei die am weitesten verbreiteten Architekturen x86-64 und AArch64 und die dazugehörigen SIMD-Erweiterungen SSE, AVX, und AVX-512 (für x86-64) sowie NEON und SVE (für AArch64). Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/215
WLAN mit ESP-NOW (clt25)
ESP-NOW ist ein drahtloses Kommunikationsprotokoll, welches die Firma Expressif für ihre eigenen WLAN-Chips entwickelt hat. Das schlanke Protokoll ermöglicht einen schnellen und ressourcenschonenden Datenverkehr zwischen den Netzwerkteilnehmern. Gerade diese Eigenschaften macht diese Technologie für batteriebetriebene Geräte interessant. Das Vernetzen von Geräten untereinander ist heute quasi Standard. In den allermeisten Fällen wird dabei TCP als Netzwerkprotokoll verwendet. Um aber z.B. via TCP eine Verbindung aufbauen und Daten austauschen zu können, sind eine Reihe von Schritten notwendig, welche, je nach Gegebenheiten, lange dauern und unter Umständen auch rechenintensiv sind. Erfolgt dann noch die Übertragung der Daten kabellos, merkt man schnell, wie stromhungrig Funktechnik sein kann. Diese Dinge erschweren die Entwicklung batteriebetriebener WLAN-Geräte erheblich. Im Rahmen dieses Vortrages wird erklärt, warum dies so ist und ESP-NOW wird, als alternatives Netzwerkprotokoll, dem gegenübergestellt. Schnell wird klar werden, warum ESP-NOW eine echte Alternative für den kabellosen Datenaustausch batteriebetriebener Geräte ist. Um sich nicht ganz in langweiligen theoretischen Tiefen zu verlieren, erfolgt ein Teil der Vergleiche mit Hilfe von konkret gemessenen Kennzahlen aus einem Sensor-Projekt des Autors mit verschiedenen Evolutionsstufen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/138
Digitale Souveränität — Wie geht das ohne Bullshit-Bingo? (clt25)
Digitale Souveränität ist in aller Munde und wird zunehmend als wichtig erachtet. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich abseits vom Marketing der großen Anbieter? Aktuell gibt es keine klare Definition, sodass eine Vergleichbarkeit der als souverän angebotenen Lösungen nicht möglich ist. Leider finden sich auch immer wieder als souverän angebotene Lösungen, die den Nutzer trotzdem in digitale Abhängigkeiten locken. In diesem Vortrag wird ein Überblick über die Bedeutung des Begriffes der digitalen Souveränität gegeben. Wir zeigen auch auf, wie wir die Abhängigkeit einer Infrastruktur quantifizierbar machen, sodass diese zunächst klar erkennbar wird und anschließend zielgerichtet abgebaut werden kann. Dabei gehen wir auf übliche Risiken und Chancen ein. Wir werden auch einen Blick darauf werfen, ob der Einsatz von Open Source garantiert in die digitale Unabhängigkeit führt, und worauf die Community dabei achten sollte. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/231
OpenSSH, das neue Zeug (clt25)
Konfigurationsdateien, Authentifizierung mit public-private keys, jump hosts und port forwarding mit OpenSSH kennt Ihr ja alle mittlerweile. Auch die "schrägeren" Themen wie OpenSSH mit TPM oder FIDO2 keys hätten wir ja schon mal besprochen. Aber die EntwicklerInnen dieses essenziellen Tools in der BSD und Linux Welt (und dank WSL mittlerweile auch Windows), sind fleißig und schieben kontinuierlich neue Features heraus. Lasst uns einen Blick auf die Neuerungen werfen, die allen zur Verfügung stehen, die nicht mehr unter Debian (old) stable laufen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/331
Instrumentierungstechnologien in Java (clt25)
Neben den Domänenanforderungen muss entwickelter Code oft bestimmte Anforderungen wie Logging, Sicherheit oder Applikationsmonitoring erfüllen. Diese Querschnittsaspekte sind mit herkömmlichen Implementierungsansätzen nicht sinnvoll zu bewältigen, da sie repetitive Implementierungen erfordern würden. Aus diesem Grund wurden Instrumentierungstechnologien in verschiedenen Sprachen – meist unter quelloffener Lizenz – entwickelt. In diesem praxisorientierten Vortrag werden die Instrumentierungstechnologien AspectJ, ByteBuddy, DiSL und Javassist vorgestellt und mit händischer Instrumentierung des Quelltextes verglichen. Dabei wird erläutert, wie ein Projekt automatisiert um Logging erweitert werden kann. Hierbei wird sowohl die Implementierung für Buildzeitinstrumentierung als auch Kompilierzeitinstrumentierung vorgestellt. Abschließend wird ein Performancevergleich der Technologien präsentiert, um Einblicke in ihre Stärken und Schwächen zu geben. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/348
Wissen statt raten: Warum Open Source bessere Zahlen liefert (clt25)
Der Google Analytics ist der Platzhirsch in der Analytics. Aber es ist weder Open Source, noch liefert es die besseren Zahlen. Okay: Schöner anzusehen als Matomo ist es! Viele Unternehmen, gerade im Open-Source-Segment, setzen bereits lieber auf Matomo. Und warum auch du heute mehr denn je auf die Open-Source-Alternative Matomo anstelle von Google & Co. setzen solltest, zeigt dir Joachim Nickel in einem amüsanten und kurzweiligen Vortrag. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/292
Bau eines 8-Bit-Relaiscomputers mit Demo (clt25)
Die Mitglieder des RECHENWERK Computer- & Technikmuseums Halle reparieren nicht nur historische Geräte mit dem Fokus auf DDR-Rechentechnik, sondern bauen auch von Zeit zu Zeit neue. Im Vortrag stellt Constanze Czech einen vorbildfreien Entwurf eines Relaiscomputers mit 8-Bit-Wortbreite vor, an dem sie seit den Linuxtagen 2019 arbeitet. Im Rahmen des Vortrages wird der Computer in seinem aktuellen Umfang vorgeführt. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/120
Let's-Encrypt-Zertifikate für Intranet-Server (clt25)
Für die Transportverschlüsselung (TLS) von Daten im Internet werden Zertifikate benötigt. Die meisten dieser Zertifikate werden heute von der Zertifizierungsstelle Let's Encrypt ausgestellt, welche vor der Ausstellung mithilfe eines Challenge-Response-Verfahrens komplett automatisch die zugehörige Domain verifiziert. In der Regel wird für die Verifikation die HTTP-01-Challenge verwendet, bei welcher die Zertifizierungsstelle eine HTTP-Verbindung zum Webserver aufbaut und das Vorhandensein einer bestimmten Zeichenkette in einer vorgegebenen Datei prüft. Dafür muss der Webserver aus dem Internet erreichbar sein. Für öffentliche Webseiten funktioniert diese Art der Verifikation wunderbar, sie verhindert jedoch, dass Zertifikate für Intranet-Server ausgestellt werden können. Es gibt aber neben der HTTP-01-Challenge noch weitere Challenge-Arten – und mit einer davon funktioniert es am Ende doch… Dieser Vortrag zeigt, wie sich Let's-Encrypt-Zertifikate für nicht aus dem Internet erreichbare Hosts ausstellen lassen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/307
Cisco Room Kits, SIP und Livekit in OpenTalk: Von der teuren Altlast zur sinnvollen Wiederbelebung (clt25)
Einst waren sie teuer und begehrte Statussymbole: Cisco Room Kits – proprietäre Hardware für Videokonferenzräume mit großem Bildschirm und eigener Kamera, die für oft sechsstellige Summen in Ministerien und Unternehmen angeschafft wurden. Dann kam Corona, und plötzlich reichte ein Laptop für Videokonferenzen jeder Größe. Die einst prestigeträchtige Großausrüstung wurde zum kostspieligen Erbe, das allein aus buchhalterischen und damit "politischen" Gründen weiterbetrieben wurde – schließlich war sie noch nicht abgeschrieben. Doch Open Source macht’s möglich: Dank moderner Lösungen kann diese gar nicht so alte Hardware sinnvoll weitergenutzt werden – ebenso wie unzählige Cisco-Systemtelefone. Denn die Open-Source-Videokonferenzlösung OpenTalk integriert diese Geräte über das SIP-Protokoll nahtlos in moderne Videokonferenzen. Über SIP auch Video übertragen? Geht das überhaupt? Ja, natürlich! Alles eine Frage des richtigen Setups – mit der passenden Hard- und Software. In einer Live-Demo zeigen wir, wie ein Cisco Room Kit oder ein Cisco-Tischtelefon mit Videounterstützung in OpenTalk genutzt werden kann – und wie wir damit Tausende alte Geräte vor dem Elektroschrott retten. Und nochmal von alt zu neu: Denn auch das OpenTalk-Backend ist auf ganz neue Füße gestellt worden! Vom alten WebRTC-Backend Janus auf das moderne Livekit - für eine bessere Performance und Skalierbarkeit und Grundlage für eine feine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Freut euch auf spannende Einblicke in Standards, deren kreative Nutzung und unsere Erfahrungen mit dem Rust-Ökosystem – inklusive der Hürden, die wir überwinden mussten. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/372
Lightweight-Container mit systemd-nspawn (clt25)
Container-Technologien wie Solaris Zones oder FreeBSD Jails sind seit langem bekannt und werden für Prozessisolation, Segmentierung sowie als „leichtgewichtige Alternative zur Virtualisierung“ genutzt. Mit der Einführung von LXC in Linux um 2010 wurde eine vergleichbare Lösung nativ für Linux verfügbar. Heute sind Tools wie LXD, Docker oder containerd weit verbreitet. Unter den modernen Distributionen, die systemd verwenden, bietet systemd-nspawn eine weitere einfache Möglichkeit, einzelne Anwendungen oder ganze Systeme in Containern zu starten. Ganz im Sinne des mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Mottos: „systemd-nspawn is chroot on steroids/amphetamines…“ Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/266
GOnnect - your friendly SIP/UC client that connects people (clt25)
Telefon, Video-Konferenz oder doch Chat? Unterschiedliche Medien brauch(t)en verschiedene Plattformen. Als simples, gut wartbares und desktopintegriertes Softphone gestartet, möchte das OSS-Projekt GOnnect die Bereiche SIP-Telefonie, Videokonferenzen und Chat seamless in einem Client vereinen. In diesem Vortrag stellen wir die Software vor und diskutieren künftige Möglichkeiten im Rahmen der UC. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/169
Eine Katze läuft über meine Tastatur! – Einstieg in RegEx (clt25)
In meinen letzten Vorträgen auf den CLT bin ich jedes Mal zu dem Punkt gekommen zu sagen: „Dafür nutzen wir RegExp, aber das ist ein anderer Vortrag.“ Nun ist es Zeit, genau diesen Vortrag zu halten. In dem Vortrag möchte ich mich mit euch in die Welt der regulären Ausdrücke begeben. Reguläre Ausdrücke werden verwendet, um Texte oder Dateien zu durchsuchen oder deren Inhalte zu verändern. Die Leitfragen für den Vortrag sind: - Was sind Reguläre Ausdrücke? - Welche Probleme könnt ihr mit RegExp (nicht) lösen? - In welchen Programmen helfen sie euch? - Wie funktioniert die Syntax? - Was ist Escaping? - Und was müsst ihr eigentlich alles escapen, damit der Ausdruck endlich parst? Der Vortrag ist als ein Einstieg in das Thema konzipiert. Die Beteiligung von erfahrenen Nutzerinnen ist bei der Lösung von Beispielproblemen sehr willkommen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/327
Passwortlose Logins mit PassKeys (clt25)
Auf den CLT 2016 habe ich die Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Yubikeys vorgestellt. Inzwischen hat sich in der FIDO-Welt einiges getan. So haben die FIDO-Alliance und das W3C schon 2022 sogenannte Passkeys ausgerollt. Diese sollen langfristig den Einsatz von Passwörtern überflüssig machen und Phishing-Attacken nachhaltig verhindern. In diesem Vortrag zeige ich, wie WebAuthN bzw. FIDO2 funktionieren und erweitert wurden, um sichere passwortlose Logins zu ermöglichen. Desweiteren zeige ich, welche Hardware (Tokens, Smartphones, Secure Enclave) für Passkeys genutzt werden können und wo welche Vor- und Nachteile liegen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kryptographie und Sicherheit des Verfahrens und auf dem versprochenen Phishing-Schutz. Außerdem diskutiere ich die Gefahr des Verlustes der digitalen Identität, wenn man seine Credentials an bestimmte Hersteller ausliefert. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/188
Container und Container Images - Was verbirgt sich dahinter? (clt25)
“Container sind gekommen, um zu bleiben!” - jedenfalls in weiten Teilen der IT-Landschaft. Dennoch kursiert noch immer viel Halbwissen und offene Fragen rund um Container und Container Images: “Sind Container so etwas wie mini-VMs?”, “Was sind die Layer eines Container Images?”, “Sind Container standardmäßig viel sicherer?” “Macht Kubernetes mein Leben einfacher?” und vieles mehr. Dieser Vortrag liefert eine Einführung in die technischen Grundlagen von Containern und Container Images. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie Container effektiv genutzt und wie Images selbst gebaut werden können. Als letztes werden wir die Vor- und Nachteile von Containern betrachten, denn nicht überall machen sie unser Leben leichter. Noch skeptisch gegenüber Containern oder interessiert an den Grundlagen? Dann kommt in diesen Vortrag und lernt die Grundlagen der Containerisierung! Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/265
OpenStreetMap ist (k)eine Karte! (clt25)
Das OpenStreetMap-Projekt wird insbesondere durch Karten und darauf aufbauenden Anwendungen nach außen sichtbar. OpenStreetMap ist aber mehr als nur eine Karte mit feststehenden Inhalten. Als Community-Projekt enthält OpenStreetMap einen großen Schatz an Informationen aus unterschiedlichsten Bereichen. Der Vortrag stellt (passend zum Motto der CLT25) eine nicht repräsentative Auswahl thematischer Karten vor, die mit OpenStreetMap-Daten realisiert wurden. Soweit es sich anbietet, wird auch die eine oder andere Anekdote erzählt werden. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/186
OpenCloud: Exzellentes File-Management (clt25)
OpenCloud ist mehr als „nur“ File-Sync & Share: Es ist exzellentes File-Management und Echtzeit-Kollaboration für die anspruchsvolle, langfristige Speicherung der Dateien von Unternehmen, Behörden, Providern, Plattformen – oder die Community zu Hause. Ein moderner Code in GO mit skalierbarer Container-Architektur für alle Ansprüche und Größenordnungen. Wir zeigen in weniger als 10 Minuten, wie OpenCloud funktionsfähig installiert ist. Mehr Zeit benötigen wir nicht! Anschließend können wir uns live anschauen, was OpenCloud unter der Haube für durchdachte Features und Anwendungsfälle hat. Doch nichts ist schöner, als eine solche Lösung noch selbst pimpen und erweitern zu können, oder? Mittels der Web-Extensions von OpenCloud lassen sich jede Menge netter Erweiterungen schnell selbst vornehmen: Virencheck, Postprocessing, dokumentenspezische Dateivorschau für abgefahrene Formate (DICOM!) oder die Anbindung eigener Web-Applikationen. Und Nintendo spielen. Logisch. Natürlich auch das. Löchert uns mit Fragen, bringt eigene Ideen mit – was braucht Ihr? Unser OpenCloud-Team steht euch Rede und Antwort und freut sich über euren Input für unsere Roadmap. Übrigens: OpenCloud gehört zur Heinlein-Gruppe, die auch durch OpenTalk-Videokonferenzen oder den sicheren Mailanbieter mailbox.org bekannt ist. Für digitale Souveränität – natürlich Open Source. Natürlich mit euch. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/364
Internet-Messungen mit RIPE Atlas (clt25)
Der Vortrag bietet einen Einstieg in RIPE Atlas, reißt an wie ein eigener Messpunkt betrieben werden kann und wie einfache eigene Messungen durchgeführt werden können. RIPE Atlas ist ein globales und offenes Messnetz mit tausenden Messpunkten, welches die Internet-Konnektivität in Echtzeit misst. Es ermöglicht sowohl eigene Messungen als auch den Betrieb eigener Messpunkte und kann damit ein hilfreiches Werkzeug für Internet/Netzwerk-Administratoren bzw. Betreiber von öffentlich erreichbaren Servern und Cloud-Diensten sein. Konkrete Anwendungsbeispiele sind Traceroutes oder Pings von anderen Internet-Providern oder aus anderen Ländern, oder GeoDNS-Abfragen. Die dabei ermittelten Daten sind öffentlich zugänglich und verwendbar. Durch die eigenen Messungen werden zudem auch Forschungen ermöglicht, die bereits zu diversen Veröffentlichungen geführt haben. Die zentralen Steuerungskomponenten sowie Auswertungswerkzeuge und Visualisierungen werden vom RIPE NCC in Amsterdam, der Vergabestelle für IP-Adressbereiche und AS-Nummern in Europa, dem Nahen Osten und Teile von Zentralasien, bereitgestellt, betrieben und weiterentwickelt. Die Messpunkte selbst bestehen aus Open-Source-Software und können von Interessierten und Freiwilligen, auch am heimischen Internetanschluss, betrieben werden. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/287
Festplattenverschlüsselung mit TPM 2.0 (clt25)
Das Trusted Platform Module (TPM) bietet eine Vielzahl nützlicher Funktionen, insbesondere die sichere Verwaltung von Schlüsseln. Diese Fähigkeit lässt sich hervorragend im Kontext der Festplattenverschlüsselung einsetzen. Doch wie genau funktioniert das? Was hat es mit den sogenannten PCRs (Platform Configuration Registers) auf sich? Welche Aspekte sind bei der praktischen Umsetzung zu beachten? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Linux-Distributionen in diesem Zusammenhang? Welche Strategie ermöglicht eine einfache Implementierung? Welche Fallstricke könnten auftreten – etwa bei Updates oder der Handhabung von Measurements? Und nicht zuletzt: Welche Fehlermeldungen sind von Bedeutung und welche sind möglicherweise irreführend? All diese Fragen möchte ich in meinem Vortrag aufgreifen und dabei auch praktisch demonstrieren, wie die Festplattenverschlüsselung mit TPM 2.0 effektiv umgesetzt werden kann. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/114
Internet Archive Scholar: Preserving the scholarly record (clt25)
Internet Archive Scholar is an ongoing project to discover and preserve open scholarly publications on the web. Just as websites, online articles and journals can vanish and we are trying to be there first. In the process, we built our own catalog, access site and derived various interesting datasets, such as a large scale citation graph. This talk gives an overview about the project, the tech stack, and will highlight some interesting open access datasets created and curated during the project. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/313
Tor-Nodes einfach betreiben, jetzt (clt25)
Der Vortrag soll euch ermutigen, ohne Angst auch eigene Nodes zu betreiben. Ich möchte zeigen, wie einfach (und notwendig) es ist, mehr Nodes für The Onion Routing (Tor) zu betreiben. Tor wird aufgrund dessen Struktur nachgesagt, einen anonymen und zensurresistenten Internetzugang zu bieten und somit auch Wesen, die unter Repressionen leiden, einen freien Zugang zu Wissen und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Grund des Vortrages ist, dass das Netzwerk in mancher Hinsicht nicht vielfältig genug ist und damit seine Funktion verlieren kann. Ich schildere meine Erfahrungen mit Nodes und Bridges und welche rechtlichen Schritte meine Freunde und ich durch den Betrieb unserer Nodes erlebt haben (Spoiler: bisher keine). Ein geführtes Einrichten ist durch ein vom mir bereitgestelltes Shell-Script möglich. Auf Exits kann ich leider nicht eingehen, da ich selbst noch keine betreibe. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/135
Writing a Minimal Scheduler with eBPF, sched_ext, and C (clt25)
Today, eBPF is used for software-defined networking, observability, monitoring tools, and more. Previously, creating these was labor-intensive and had a high barrier to entry. With the new scheduler extensions, we can now add custom schedulers to this list. Sched_ext allows us to write schedulers with custom policies directly in eBPF. In this talk, we’ll develop a basic FIFO (First-In-First-Out) scheduler in C to show you how to get started with writing your own. If you’re interested in diving deeper into eBPF, join us for a quick hands-on intro to custom scheduling! Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/221
A community has to do, what a community has to do … (clt25)
Wenn proprietäre Produkte eingestellt oder durch Mitbewerber aufgekauft werden, sieht's schnell schlecht aus, mit der eigenen (Entscheidungs-)Freiheit. Ein abgekündigtes Produkt zwingt zur Migration, verursacht Kosten, nötigt unliebsame Entscheidungen auf. Anders bei Open Source-Software: Sie bietet mir die Freiheit, jederzeit den Code in Eigenregie oder mit neuen Partnern weiterzuentwickeln und neue Support-Ketten aufzubauen. Die Freiheit, *nicht* migrieren zu müssen und die Freiheit, *nicht* mit einem unliebsamen Dienstleister zusammenarbeiten zu müssen. Auch eklatante Änderungen in der Produkt- und Geschäftsstrategie können umgangen werden – indem man selbst Hand anlegt. Soweit die stets erzählte Theorie. Aber klappt das auch in der Praxis? Dieser Bericht erzählt von einem ganz aktuellen Fall: Von einer Software, die es wert war, sich dafür zu engagieren. Von einem Team, das unbedingt frei weitermachen wollte. Und einem Fall der erzählt, wo Theorie auf Praxis trifft und mit welchem Gegenwind, man dann zu kämpfen hat, wenn man's einfach mal macht. Aber: A community has to do, what a community has to do. Und das kann eben auch sein: Let's fork! Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/362
Karten. Daten. Open Source: Unsere Reise zu GISA Maps (clt25)
Vor sieben Jahren haben wir uns auf die Reise gemacht, Geodaten mit Open Source Software zu verarbeiten und zu visualisieren. Von unseren ersten Gehversuchen mit LIZMAP über den QGIS Web Client bis hin zu unserer Eigenentwicklung GISA Maps gab es viele Herausforderungen: Sackgassen, Stolpersteine und so manche Flaschenhälse. Dabei haben wir nicht nur unsere Software, sondern auch unsere Arbeitsweise komplett auf den Kopf gestellt – von monolithisch zu Mikroservices, von klassischen Prozessen zu modernen, agilen Ansätzen. Und die Reise ist noch lange nicht zu Ende: Für 2025 haben wir uns vorgenommen, GISA Maps als Open Source zu veröffentlichen. In diesem Vortrag blicken wir zurück auf unsere Entwicklung, teilen unsere wichtigsten Learnings und geben einen Ausblick darauf, was als Nächstes kommt. Freue dich auf spannende Einblicke und unsere Vision, Geodaten für alle einfacher zugänglich zu machen! Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/305
Was ist eigentlich dieses initramfs? (clt25)
Wer schon einmal ein Linux-System administriert hat, dürfte diese Meldung schon einmal gesehen haben: „update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-6.8.0-51-generic“ (und sich vielleicht gefragt haben, warum das eigentlich immer so lange dauert). Aber was genau ist dieses „initramfs“, das „initial ram filesystem“ eigentlich? In diesem Vortrag werden wir einen Blick hinein werfen und sehen, welche Rolle das initramfs im Boot-Vorgang von Linux spielt. Außerdem schauen wir uns an, wie man das System mit eigenen Skripten erweitern kann. Dafür werden wir als Fallbeispiel ein „unzerstörbares“ Linux-System auf Basis von dm-snapshot bauen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/248
TFTP und der Zauberlehrling: Einführung in Netzprotokolle (clt25)
Beginnend mit dem Trivial File Transfer Protocol (TFTP) aufbauend auf UDP erfolgt eine Einführung in die Grundlagen der Datenübertragung in Netzwerken. Dabei leitet die Verbesserung von TFTP mittels RFC7440, Windowsize Option, zum Transmission Control Protocol (TCP) mit dem charakteristischen Verbindungs- Auf- und Abbau. Die Protokolle werden mittels atftp(d) und netcat erprobt und mit Wireshark analysiert. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/259
Rust als Erstsprache? (clt25)
Die Programmiersprache Rust kombinert hohe Sicherheit und Leistung. Es setzt sich aber nur langsam durch, was u.a. darauf zurückzuführen ist, dass es als eine schwer erlernbare Sprache gilt. Das liegt nur teilweise an Rusts Konzepten, die in der Summe nicht komplexer oder schwieriger sind, als beispielsweise die von modernen C++. Jedoch bringt Rust einen Paradigmenwechsel: Es zwingt Entwickler dazu, anders über Probleme nachzudenken, insbesondere in Bezug auf Speicher- und Thread-Sicherheit. Dieser Paradigmenwechsel kann beim Erlernen der Sprache Zeit und Mühe erfordern. Paradigmenwechsel bedeutet immer ein Umlernen, manchmal auch ein gezieltes Verlernen von bereits etablierten Wissen. Entsprechend geht fast die gesamte Rust-Literatur davon aus, dass man bereits eine Programmiersprache beherrscht, und versucht, die Unterschiede zu anderen Sprachen herauszustellen. Rust als Erstsprache wird in der Regel abgelehnt. Wir haben zur Vorbereitung eines Kurses über Programmieren und Algorithmieren mit Rust als Erstsprache untersucht, wie Rust vermittelt werden sollte, wenn es nicht im Kontrast zu anderen Sprachen gesetzt wird, sondern in seinen eigenen Konzepten dargestellt wird. Der Vortrag berichtet von ersten praktischen Erfahrungen bei der Durchführung dieses Kurses. Damit soll nicht nur Neu- und Quereinsteigern die Angst vor Rust genommen und das Erlernen der Sprache zu erleichtert werden; vielmehr sollen auch "alten Hasen" aus dem C/C++-Bereich dazu animiert werden darüber nachzudenken, inwieweit der Paradigmenwechsel eigentlich nicht nur in die Aufgabe von (ggf. schlechten) Gewohnheiten bzw. dem "Entlernen" nichthinterfragter Anwendungsmuster besteht. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/302
Openwashing ans Licht! (clt25)
Mit welchen Methoden wird proprietäre als Freie Software ausgegeben? Was kann man dagegen tun? Openwashing ist ein wachsendes Problem für Nutzer und Entwicklerinnen Freier Software, für öffentliche Verwaltungen und das gesamte Freie-Software-Ökosystem. Immer wieder schmücken sich Unternehmen mit den Begriffen „frei" und "open" und versuchen zu verschleiern, dass sie proprietäre Software vertreiben. Die vermeintliche Kreativität der Openwasher ist groß. Sie schaden dem Ziel, mit Steuermitteln ausschließlich Freie Software für Verwaltungen zu beschaffen, wie es die Free Software Foundation Europe (FSFE) mit ihrer Initiaitve "Public Money? Public Code!" seit langem fordert. Und sie führen auch Verbraucher und andere Unternehmen hinters Licht. Die FSFE hat deswegen in einer Community-Umfrage Informationen über Openwashing gesammelt. Der Vortrag greift die Ergebnisse dieser Umfrage auf und gibt eine Übersicht über verbreitete Openwashing-Methoden und -Indikatoren. Er wirft ein Schlaglicht auf einige Openwashing-Beispiele und stellt Ideen zum Vorgehen gegen Openwashing vor. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/173
Bayerische Bibliotheken migrieren zu FOLIO (clt25)
Die bayerischen Universitäts- und Hochschulbibliotheken migrieren auf das Open-Source-Bibliotheksmanagementsystem (BMS) FOLIO. Im BMS finden unter anderem die Inventarisierung der Bestände und die Verwaltung aller Ausleihvorgänge statt. Es ist die zentrale Software für wesentliche bibliothekarische Aufgaben. Am Beispiel der Bibliothek der Technischen Universität München wird im Vortrag gezeigt, wie der Umstieg von einem seit mehr als 20 Jahren im Einsatz befindlichen BMS auf FOLIO gelingen kann. Nach mehr als zwei Jahren Vorbereitung sind wir erfolgreich migriert. Konkret geht es um den Weg zu unserer Anforderungsanalyse, die Projektstruktur, wie wir fehlende Features selbst entwickelt oder als Aufträge vergeben haben, unser Hineinwachsen in die FOLIO-Community und wie sich die Kultur in den bayerischen FOLIO-Bibliotheken mit diesem Projekt gewandelt hat. Mit dem Vortrag will ich Mut machen, sich im beruflichen Umfeld an größere Open-Source-Projekte heranzutrauen – gerade auch im öffentlichen Dienst. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/212
SNMP - Simpel? Nur Mut Paula! (clt25)
SNMP ist eines der älteren Protokolle und wird nach Ansicht des Vortragenden gleichermaßen unter- wie überschätzt. Als "Simple Network Management Protocol" wird der Name in mindestens zwei Punkten der Realität nicht gerecht. Wohl ist es einigermaßen simpel, sobald man die Begriffsbarriere überwunden hat und Netzwerkgeräte kann man auch damit managen. Aber da sind noch ganz andere Dinge möglich. Neben einem kurzen technischen Exkurs werde ich ein paar Anwendungen vorstellen und hoffentlich mit dem einen oder anderen Mythos rund um SNMP aufräumen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/277
Infrastruktur- und Security-Tests (clt25)
In IT-Landschaften ist es von entscheidender Bedeutung, dass die bereitgestellten Systeme zuverlässig funktionieren. Tools, wie testinfra oder goss können dabei unterstützen, diese Funktionalität zu gewährleisten. In hochautomatisierten Umgebungen ist es schwierig, Konfigurationsfehler zu entdecken. Daher sind Infrastrukturtests wichtig, um Konfigurationsabweichungen frühzeitig zu erkennen und Ausfälle zu verhindern. Nicht weniger wichtig ist die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, wie Best Practices des Vortrags zeigen. In diesem Vortrag erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die verschiedenen Testing-Tools und die jeweiligen Anwendungsfälle. Außerdem wird das Schreiben von Tests am Beispiel von testinfra und goss veranschaulicht. Da Sicherheit oft schnelles Handeln erfordert und Systemlandschaften immer komplexer werden, ist Automatisierung schnell zu einer Schlüsselkomponente geworden. Der Einsatz von Frameworks, wie Dev-Sec und ansible-lockdown, kann das Absichern von Systemlandschaften drastisch vereinfachen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/242
Automatisierte Sicherheit mit Wazuh und Event-Driven Ansible (clt25)
In einer Zeit, in der Cyberangriffe immer ausgefeilter und die Anforderungen an IT-Sicherheit immer komplexer werden, ist eine effiziente und automatisierte Reaktion auf Sicherheitsvorfälle von entscheidender Bedeutung. Dieser Vortrag beleuchtet die Integration von Wazuh, einer leistungsstarken Open-Source-Sicherheitsplattform, und Event-Driven Ansible, einem Framework zur automatisierten Ereignisbehandlung. Teilnehmer*innen erhalten zunächst eine Einführung in die grundlegenden Funktionen von Wazuh, darunter Sicherheitsüberwachung, Schwachstellenscans und Compliance-Berichte. Anschließend wird gezeigt, wie Event-Driven Ansible genutzt werden kann, um Ereignisse zu erkennen und sofortige, automatisierte Gegenmaßnahmen einzuleiten – von der Isolierung kompromittierter Systeme bis hin zur Schwachstellenbehebung. Durch praxisnahe Anwendungsfälle und eine Live-Demonstration wird das Potenzial dieser Kombination greifbar gemacht. Wir zeigen beispielsweise, wie ein ungewöhnlicher Login von Wazuh erkannt und das betroffene System automatisch durch Ansible isoliert wird. Der Vortrag richtet sich an DevOps- und Sicherheitsverantwortliche, die ihre Prozesse automatisieren und ihre Reaktionszeiten minimieren möchten. Abschließend diskutieren wir, wie diese Tools weiterentwickelt werden können, um zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Keywords: Wazuh, Event-Driven Ansible, IT-Sicherheit, Automatisierung, Cybersecurity, DevOps, Compliance Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/315
DSpace-CRIS a Current Research Information System (clt25)
On almost every university homepage we find information about staff, organizational units and their projects and publication lists. Current Research Information Systems (CRIS) go one step further and structure these data in a way that enables complex, context-based queries and avoids redundant data, e.g. publications must not be entered repeatedly for administration, homepage etc. In addition, they may offer the functionality of a repository and store documents and research data. We present the open-source software DSpace-CRIS [1] that can be run on-premises to collect and connect the research information of a university or research center. After a general overview about CRIS we will demonstrate a live-installation on a Debian-OS. [1] https://github.com/4Science/DSpace/tree/dspace-cris-7 https://github.com/4Science/DSpace-angular/tree/dspace-cris-7 Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/125
Tausend Freiwillige, ein Ziel (clt25)
Als aktueller Debian Project Leader möchte ich Einblicke in die Erfahrungen geben, die ich in dieser Rolle gesammelt habe. Vor allem die technische Arbeit im Debian-Projekt hat mir über viele Jahre hinweg große Freude bereitet. Gleichzeitig habe ich in meinen mehr als 25 Jahren als Entwickler organisatorische Schwachstellen im Projekt wahrgenommen. Mit der Hoffnung, diese aktiv anzugehen, habe ich mich zur Wahl gestellt. In meinem Vortrag berichte ich, welche Erkenntnisse ich dabei gewonnen habe und wie es ist, in einer Gemeinschaft von tausend Freiwilligen als Koordinator und Kommunikator zu wirken. Der Begriff „führen“ greift dabei zu kurz: Der Debian Project Leader managt das Projekt, definiert dessen Vision und unterstützt durch Kommunikation und Koordination die Arbeit der Gemeinschaft. Anders als in einem Unternehmen stehen ihm keine Weisungsbefugnisse zur Verfügung – nur die Kraft der Überzeugung, um Freiwillige für das gemeinsame Ziel zu gewinnen: die beste Distribution für unsere Nutzer zu schaffen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/136
Von PXELinux zu iPXE im Rechenzentrum (clt25)
iPXE ist eine Open-Source-Network-Boot-Firmware, die entweder als PXE-Option-ROM auf der Netzwerkkarte oder durch Chainloading über PXE verwendet werden kann. In der Vergangenheit wurde PXELinux für Legacy-Systeme verwendet, während UEFI-Systeme mit iPXE gestartet wurden, was eine gewisse Komplexität mit sich brachte. In diesem Talk geht es darum, wie Hetzner den Netzwerkboot-Stack für UEFI und Legacy mit einer großen Bandbreite an verschiedenen Systemen vereinheitlicht hat, welche wesentlichen Unterschiede bestehen und was bei der Verwendung von iPXE mit verschiedenen Architekturen zu beachten ist. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/164
Making openSUSE ready for Framework Laptops (clt25)
Die Framework Laptop Reihe gehört ohne Zweifel zu den spannendsten Hardwareprojekten der letzten Jahre für die Open-Source community. Offiziell sind bisher nur Fedora und Ubuntu als Linux Distributionen unterstützt, aber sollte uns das daran hindern selbst mit der Integrationsarbeit anzufangen? Als Teil der SUSE Hackweek 24 habe ich es mir zum Ziel gesetzt openSUSE-Nutzern eine reibungslose Erfahrung mit Framework Laptops zu ermöglichen. In diesem Vortrag will ich auf die Fortschritte in Richtung dieses Ziels, die Herausforderungen auf dem Weg dahin, meine Paketierungsarbeit dazu, sowie auf die weiteren Anstrengungen der openSUSE community zum Thema Framework Laptops berichten. Außerdem möchte ich eine kleine Demo der Funktionen von Framework Laptops an meinem privaten Framework Laptop 16 zeigen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/163
Programmiersprache Golang: Langweilig und produktiv (clt25)
Go, auch bekannt als Golang, ist eine effiziente, kompakte und plattformunabhängige Programmiersprache, die von Google entwickelt wurde. Sie zeichnet sich durch einfache Syntax, hohe Performance und integrierte Unterstützung für Parallelität und Concurrency aus, wodurch sie ideal für Serveranwendungen und Cloud-basierte Systeme ist. Seit zwei Jahren nutze ich Go täglich, und gebe zu, dass es nicht Liebe auf den ersten Blick war. Die Vorteile erschließen sich in der Regel nicht an gleich am Anfang. Erst nach mehreren Wochen werden einem die Vorteile bewusst, und mit ist gewillt etwas mehr (vgl. Python) zu tippen. Insgesamt ist Go recht langweilig, und genau darum ist es aus meiner Sicht sehr produktiv. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/281
Der Ceph Orchestrator – Container für Storage (clt25)
Seit Ceph Version 15 aus dem Jahr 2020 gibt es den „Orchestrator“, der die Komponenten in Containern auf den Cluster-Knoten ausrollt und verwaltet. Inzwischen sind eine ganze Menge Dienste hinzugekommen und es lassen sich sogar eigene Container-Instanzen aus eigenen Images verwalten. Der Vortrag zeigt die grundlegende Funktionsweise und baut eventuell vorhandene Bedenken gegen den Einsatz von Containern im Storage-Umfeld hoffentlich ab. Er ergänzt mit einem Ausblick auf die Storage-Integration mit Kubernetes. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/233
Durchleuchtet. Kommandos in der Bash-Historie wiederfinden (clt25)
Die beiden Linux-Kommandos find und locate helfen Ihnen bei der Recherche nach Dateien und Verzeichnissen auf Datenträgern. Aber wie geht das bei Kommandos und wie finden Sie diese effizient in der Historie ihrer Shell wieder? Wir beleuchten das hier für Bash. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/199
24 Monate Immutable Desktop – Ein Erfahrungsbericht (clt25)
Als Freunde und Förderer von Open-Source-Software setzen wir seit jeher Linux auf dem Desktop ein. Mit dem Wachstum der letzten Jahre standen wir vor der Herausforderung, einen Wildwuchs an unterschiedlichen Distributionen, Versionen und Konfigurationen zu administrieren. Mit dem Wunsch, einen einheitlichen GONICUS Basis Desktop bereitzustellen, haben wir den Immutable-Desktop-Ansatz evaluiert und nun seit über 24 Monaten produktiv im Einsatz. Dieser Vortrag öffnet den Blick hinter die Kulissen und stellt die Methoden aus dem Cloud-Native-Kontext für moderne Desktop-Umgebungen vor. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/206
Experimente mit automatischer Musik-Komposition (clt25)
Seit langer Zeit wird in der Ausbildung von Komponisten ein Regelwerk verwendet, das definiert, wie ein Kontrapunkt aufgebaut ist. Diese Regeln sind so eindeutig, dass man sie mit einem Computer checken kann. Es ergibt sich ein Constraint-Satisfaction-Problem [1]. Zusammen mit meiner Tochter (sie studiert Musik und hatte die ursprüngliche Idee) ist ein Experiment entstanden, automatisch einen zweistimmigen Kontrapunkt zu komponieren. Der Vortrag gibt eine Kurzeinführung in die freie Musik-Notation ABC und geht dann auf Methoden ein, einen gültigen Kontrapunkt zu finden. Derzeit kann das mit evolutionären Algorithmen oder mit einer Tiefensuche (Depth-First search) erfolgen. Die Ausgabe ist in ABC-Notation, diese kann dann in MIDI umgewandelt oder auch in Notenschrift als PDF ausgegeben werden. Im Rahmen des Vortrags werden auch ein paar erzeugte Beispiele zu hören sein. Das Experiment (Work in Progress) ist auf github verfügbar. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/149
Sicherer Fernzugriff dank Linux – selbst auf ein Windows XP! (clt25)
Dieser Vortrag zeigt, wie man ein Raspberry Pi Compute Module und ein kostengünstiges Baseboard dazu nutzen kann, mit Linux und X2Go sichere Fernzugriffsmöglichkeiten einzurichten – selbst auf uralten Windows-Systemen wie Windows XP. Seit dem Sommer 2024 haben wir (der Open Remote Computing Association – orca e. V., zu dem X2Go als Projekt gehört) diesen Vortrag im Programm und haben ihn auf verschiedenen Veranstaltungen gezeigt – immer mit ein paar Abweichungen, damit es nicht langweilig wird. In unserem Vortragsarchiv findet man daher auch Slides und Aufzeichnungen, bei denen „normale“ Rasbperry Pis zum Einsatz kommen oder auch mal Intel-kompatible Embedded-Hardware. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/317