
Chaos Computer Club - archive feed
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Die Starre überwinden - Mit DDD zu geschmeidigem Code (bobkonf2025)
Property-Based Testing: The Past, The Present, and The Future (bobkonf2025)
Recursive Definitions in Lean (bobkonf2025)
OOP is dead, long live Object Orientation! (bobkonf2025)
Functional data structures in Swift (bobkonf2025)
Things We Never Told Anyone About Functional Programming (bobkonf2025)
A Language Server for your DSL for Fun and Profit (bobkonf2025)
Against the (formal) method? (bobkonf2025)
Correct by Construction Concurrent Programs in Idris 2 (bobkonf2025)
Developing DSLs: A Look at Three Practical Strategies with Real-World Examples (bobkonf2025)
Beyond the Basics of LSP: Advanced IDE services for OCaml (bobkonf2025)
Service-less communication: is it possible? (bobkonf2025)
Ein Weg zu hoher Zuverlässigkeit von Systemen eines Netzbetreibers (bobkonf2025)
Abstraction and program design, or the power of parametricity (bobkonf2025)
Keynote: Local-first Software (bobkonf2025)
Closing & Infrastructure Review (wicmp10)
Daten, Fakten, Tschüss sagen. Wichtig: die Veranstaltung endet nicht direkt nach dem Closing; bleibt gerne noch ein paar Stunden. Der Zeitpunkt ist so, dass auch Leute mit weiterer Anreise nichts verpassen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/SUAARY/
TI Nspire Taschenrechner Hacken (wicmp10)
Wofür braucht ein Taschenrechner 64MiB Arbeitsspeicher? Natürlich damit man ihn hacken und Linux drauf laufen lassen kann! Texas Instruments brachte 2007 die Nspire Taschenrechner Serie auf den Markt, die bis heute verbreitet in Schulen eingesetzt wird. Nachdem es geschafft wurde, nativen Code auszuführen, entwickelte sich eine Community, die Anwendungen, Spiele und auch Linux auf diese etwas andere HW Plattform portiert hat. In diesem Talk erfahrt ihr unter anderem: - Was gibt es für Taschenrechner? Was können die? - Geschichte von TI Nspire Jailbreaking (Ndless + andere Tools) - Was hat die Community entwickelt? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/GTETRL/
We Could Be Green IT Heroes (wicmp10)
Leidenschaftlich gern Software entwickeln und dabei den Planeten retten? Das klingt nach einem Abenteuer! Mit Green IT können Softwareschaffende einen Beitrag dazu leisten, IT-Systeme nachhaltiger zu machen. Dadurch können Ressourcenverschwendung und die weitere Zerstörung der Umwelt verhindert werden. In diesem Vortrag möchte ich euch mit auf die Reise nehmen und Green IT zeigen. In "We Could Be Green IT Heroes" beschreibe ich meinen eigenen Weg zu nachhaltiger Softwareentwicklung. Wie bin ich dazu gekommen, mich mit Green IT auseinanderzusetzen? Welche Herausforderungen kamen dazwischen? Wie können wir gemeinsam für eine grünere IT sorgen? Das sind die Fragen, die in diesem Vortrag beantwortet werden sollen - mit vielen Videospiel-Referenzen! Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/NDSUZV/
SELinux für Newbies (wicmp10)
Security-hardening von Linuxsystemen mithilfe von SELinux für Anfänger:innen Was soll dieses SELinux sein? Und jetzt soll ich ein System damit administrieren?! Kann ich es nicht einfach ausschalten? Ist es überhaupt an? Was tut es? Dieser Talk zeigt euch anhand der Linuxdistribution openSUSE Tumbleweed die Basics was SELinux ist und wie ihr SELinux benutzt - Was ist Mandatory Access Control? - Was ist SELinux? Was kann es und was nicht? - Wie krieg ich SELinux auf mein System? - Wie administriere ich ein System mit SELinux? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/XG9RF9/
InfoSec in SW-QS (wicmp10)
Ein kleiner Überblick, warum gerade für Software-Tester die Informationssicherheit so interessant sein sollte und welche Testfälle Beispielhaft in welchen Teststufen daraus abgeleitet werden können. In der heutigen Zeit, in der immer mehr Augenmerkt bei der Software-Entwicklung auf den Aspekt der Sicherheit gelegt werden muss, kommt meist das Testen gerade in diesem Bereich zu kurz. Dabei wäre es mit relativ geringen Aufwänden möglich die Sicherheit einer Anwendungen die Getestet wird (AUT) zu erhöhen, indem man Testfälle definiert und durchführt, welche gezielt auf die gängigsten Fehlerarten abzielen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/KVNYFR/
42. Das Quiz für Nerds (dgwk2025)
So interaktiv wie der Winterkongress ist, soll auch der Abschluss sein. So gibt es zum Abschluss des Winterkongresses auf der grossen Bühne ein Quiz über digitale Themen: Was ist in jüngster Zeit netzpolitisch passiert, und wofür steht die Digitale Gesellschaft? Zum Mitspielen braucht ihr ein Handy … und ein breites digitales Wissen, um zu gewinnen. Sehr viel ist digitalpolitisch in den letzten Monaten passiert. Und auch der Winterkongress 2025 gibt einen wunderbaren Einblick in die digitale Entwicklung. Und was ist eigentlich die Antwort auf alles? Die Crew des Netzpodcasts wird mit einem unterhaltsamen Quiz Eurer Digitales-Nerd-Wissen testen. Es gibt Fragen über digitalpolitische Ereignisse der letzten Monate, aber auch Allgemeinfragen und die ein oder andere nicht ganz so ernstgemeinte Frage. Zum Mitspielen braucht ihr kein spezielles Wissen, sondern ein Handy und eine Internetverbindung. Zum Abschluss gibt es die Preisverleihung auf der Bühne. Die Fragen kommen von Kire Schönenberger (Geschäftsleiter Digitale Gesellschaft), Rahel Estermann (Vorstand Digitale Gesellschaft) und Jörg Mäder (Netzpolitiker). Moderiert wird das Quiz von Sven Kohlmeier (Rechtsanwalt). about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/42_das_quiz_fur_nerds/
Schlusswort (dgwk2025)
Das Schlusswort about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/schlusswort/
Digitale Monokulturen, Machtkonzentation und Cluster-Risiken: Wir können anders! (dgwk2025)
Unsere digitalen Infrastruktur wächst in eine zunehmende Abhängigkeit von einigen wenigen Schlüsselakteuren. Speziell bei Cloud-Hyperscaler, Software-Lösungen und Hardware-Produkte wird dies zu einer der grössten Herausforderung der nächsten zehn Jahre. Dies führt zu unausweichlichen Monopolen mit begrenzten Alternativen, eingeschränkten Diversifikationsmöglichkeiten und einer enormen Machtkonzentration – insbesondere ausserhalb Europas, das etwa ein Jahrzehnt hinter den führenden Regionen zurückliegt. Dieser Vortrag wirf einen Blick auf die derzeitige Situation und diskutiert Lösungsansätze. Ganze Industrien und Infrastrukturen brechen aufgrund eines einzelnen Anbieters zusammen. Durch fehlende Konkurrenz und Alternativen lassen sich Abhängigkeiten wirtschaftlich ausbeuten. Sabotage und Ausfallrisiken steigen dadurch, dass kritische Prozesse in geopolitisch sensiblen Gebieten stattfinden. Ein fiktives Horrorszenario? Diese Risiken bestehen leider nicht nur theoretisch. Jeden Tag schlagen neue Zeitungsartikel und Skandale auf, welche die kommende Relevanz immer deutlicher erahnen lassen. Sei es bei Marktmachtmissbrauch grosser Technologieunternehmen, Störungen in der Lieferkette oder Exportsanktionen für ganze Technologiebereiche aus geopolitischen Kalkül. Dieser Vortrag illustriert die Problematik an einigen Beispielen und diskutiert im Anschluss mögliche Lösungsansätze. Währen im Bereich der Hardware-Herstellungen grosse Regierungen selbst mit Milliardensubventionen die Lieferketten nur langsam Richtung Dezentralität motivieren, kann im Bereich Software-Lösungen z.B. mit kollaborativen open-source Ansätzen und offenen Protokollen realistische Alternativen geschaffen werden. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/digitale_monokulturen_machtkonzentation_und_cluster_risiken_wir_konnen_anders/
Wir kaufen Cyber! (dgwk2025)
Ein Exkurs in die Welt der Enterprise IT-Security. Habt ihr euch letztes Jahr gefragt, warum CrowdStrike – eine Firma von der man nur hörte als Flugzeuge still standen – einen Marktwert von 80 Milliarden USD hat? Wir bringen etwas Licht ins Dunkle, wie millionenschwere IT-Budgets eigentlich ausgegeben und Entscheidungen dazu getroffen werden, und was sich dabei in den letzten 25 Jahren verändert hat. Wir schauen uns an, welche Probleme das IT-Security-Management mit spezifischen Produkten zu lösen versucht, wie so ein Unterfangen angegangen wird und was dazu alles gebraucht – und gewünscht – wird. Und wie wurden eigentlich aus einfachen Firewalls hippe "Cybersecurity-Solutions"? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/wir_kaufen_cyber/
Mit offenen Parlamentsdaten zu mehr Transparenz, Innovation und Mitwirkung (dgwk2025)
Wir bauen gemeinsam einen offenen Standard und eine offene Schnittstelle (API) für harmonisierte Schweizer Parlamentsdaten und Daten zu politischen Geschäften. So fördern wir Transparenz, Innovation und Mitwirkung in der Politik. In diesem Vortrag stellen wir den aktuellen Stand von OpenParlData.ch vor sowie was wir noch vor und bis jetzt gelernt haben. Wir freuen uns auf eure Inputs und Feedback! Als Bürger:in, Journalist:in, Wissenschaftler:in oder zivilgesellschaftliche Organisation ist es aktuell nur mit hohem Aufwand oder Kosten möglich, ein spezifisches politisches Thema auf unterschiedlichen föderalen Ebenen oder ein politisches Geschäft von A bis Z zu verfolgen. Der Grund: Die 26 Kantons-, 461 Gemeindeparlamente, sowie das nationale Parlament veröffentlichen ihre Daten in unterschiedlichen Formaten, Strukturen und Qualitäten, die nicht miteinander kompatibel und verknüpft sind. Es gibt keine kostenfreie Möglichkeit, Daten von mehreren Parlamenten strukturiert zu durchsuchen oder die Daten zu beziehen. Dies erschwert zivilgesellschaftliche Initiativen und stellt unnötige Barrieren für eine aktive Bürger:innenbeteiligung dar. Initiativen, welche Parlamentsdaten nutzen (z.B. Prototype Fund Projekte: Demokratis, VoteLog, CH+ Games for Democracy) beschränken sich bisher notgedrungen auf Daten auf Bundesebene. Der Aufwand für den Einbezug der Kantons- und Gemeindeebene ist aufgrund der Unzulänglichkeit der Daten unverhältnismässig gross. Diese Lücke wollen wir schliessen: Wir bauen gemeinsam eine offene Infrastruktur auf, die Parlamentsdaten aller föderalen Ebenen zusammenträgt. Die Daten werden über eine Schnittstelle (API) und eine Weboberfläche (Minimal GUI) frei zugänglich und durchsuchbar gemacht. So wird ein Grundstein für einen offene Weiternutzung der strukturiert erfassten Daten gelegt. Bestehende Initiativen können neu auch Daten von Kantonen und Gemeinden einbeziehen und es eröffnen sich grundsätzlich neue Anwendungsfelder für die Nutzung und Analyse von Schweizer Parlamentsdaten (z.B. Politisches Monitoring für zivilgesellschaftliche Organisationen (Politpulse), Transparenz von Interessenbindungen: Lobbywatch, Monitoring von Abstimmungsverhalten: Smartmonitor, techrating.ch, Ratsdebatten mittels AI durchsuchen und zusammenfassen: LegisLense). Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die Datenbereitstellung und -strukturierung bei den Parlamenten zu optimieren und einen einheitlichen Standard zu etablieren. Wir arbeiten offen und kollaborativ an diesem Projekt. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/mit_offenen_parlamentsdaten_zu_mehr_transparenz_innovation_und_mitwirkung/
Plattformregulierung in der Schweiz (dgwk2025)
Der Vortrag zum Stand der Plattformregulierung in der Schweiz thematisiert die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Umgang mit digitalen Plattformen. Es werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen (CH & global), die Bedeutung der Zivilgesellschaft und die Aktivitäten für einen ausgewogenen Ansatz zwischen Innovation und Verbraucherschutz im Rahmen der Politpulse-Gruppe vorgestellt. Und schliesslich die für Anfang 2025 angekündigte Vernehmlassung zu einem Gesetz, mit dem die Schweiz dieses Thema in Angriff nehmen will. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/plattformregulierung_in_der_schweiz/
E-Voting – eine Betrachtung aus digital-ethischer Perspektive (dgwk2025)
E-Voting ist aus technischer, IT-Sicherheits- und demokratischer Perspektive höchst problematisch. Dennoch hat E-Voting in der Schweiz seit über 20 Jahren unzählige Befürworter:innen, so dass E-Voting aktuell im sogenannten «Versuchsbetrieb» legal ist. Die Demokratie soll von der Digitalisierung profitieren. Zudem bietet E-Voting – neben Stimmberechtigten, die im Ausland leben – insbesondere Menschen mit einer Sehbehinderung die Hoffnung auf mehr Autonomie und politische Teilhabe. Daraus ergibt sich eine komplexe digital-ethische Fragestellung, die in diesem Vortrag behandelt wird. In der jüngeren Vergangenheit hat das E-Voting in der Öffentlichkeit an Aufmerksamkeit verloren. Insbesondere die Kontra-Stimmen scheinen leiser geworden zu sein. Dieser Umstand soll mit diesem Vortrag geändert werden. Denn vor dem Hintergrund, dass immer mehr Kantone den Versuchsbetrieb mit der E-Voting-Lösung der Schweizerischen Post aufnehmen wollen, muss der Diskurs wieder angekurbelt werden. Die Interessenfragen rund um E-Voting sind vielfältig und eine rein rechtliche, technologische oder ökonomische Betrachtung wird der Komplexität des Themas nicht gerecht, weshalb die digital-ethische Auseinandersetzung mit E-Voting notwendig ist. Der Vortrag analysiert und beantwortet die zentrale moralische Fragestellung, ob E-Voting als offizieller Stimmkanal eingeführt werden soll. Dazu wird das fünfstufigen Schema der ethischen Entscheidungsfindung nach Bleisch et al. herangezogen. Die Argumente der Verschiedenen Interessengruppen werden dekonstruiert und bewertet. Es gilt grundlegende Güter wie die direkte Demokratie und die Menschenwürde gegeneinander abzuwägen – was besonders schwierig ist, weil sich diese Güter gegenseitig bedingen und kaum priorisieren lassen. Die Evaluation der Argumente liefert eine klare Antwort: E-Voting soll nicht eingeführt werden. Der Versuch E-Voting soll abgebrochen werden. Dazu wird ein gesetzliches Verbot von E-Voting gefordert. Um dieses Verbot zu implementieren, werden verschiedenen Massnahmen vorgeschlagen. Es wird nach Alternativen zu E-Voting gesucht, die insbesondere Menschen mit einer Sehbehinderung mehr Autonomie und politische Teilhabe verschaffen. Eine weitere Massnahme ist dieser Vortrag selbst: die Zivilgesellschaft sowie die IT-Sicherheitscommunity weiter zu mobilisieren, für eine sichere Demokratie und gegen E-Voting aktiv zu werden. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/e_voting_eine_betrachtung_aus_digital_ethischer_perspektive/
Rights in Exile: the Digital Hub Providing Access to Justice for Refugees (dgwk2025)
AsyLex is a Swiss NGO providing free legal aid and representation to asylum seekers by making use of digital tools. Recently, we have taken over the Rights in Exile Platform, an online hub centralizing legal information for asylum seekers and legal advisories on over 150 countries worldwide. With our presentation, we aim to give an in-depth overview on the platform and discuss how the digital age provides new opportunities to tackle social challenges, in our case concretely overcoming hurdles to accessing justice for displaced people. While the modern global refugee community faces unprecedented challenges, it has one key advantage over previous generations: it is overwhelmingly tech-savvy and smartphone enabled. Thus, there is great potential in fostering access to justice for displaced peoples by making legal information easily available through digital tools. The Rights in Exile Platform, hosted by AsyLex, follows this vision by centralizing legal information on over 150 countries. In practice, this allows displaced people all over the world to effortlessly access urgently needed information on their rights and find organizations providing protection near them. Further, the platform provides information for legal advisories, and thus contributes to a more cohesive international legal community that can exchange best practices and specialist knowledge on legal frameworks and relevant trends in the field of asylum globally. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/rights_in_exile_the_digital_hub_providing_access_to_justice_for_refugees/
Vertrauen und Verantwortung – Cybersecurity in der Bevölkerung und KMUs (dgwk2025)
Die Cyberstudie 2024 gibt als repräsentative Untersuchung Einblicke in das digitale Sicherheitsbewusstsein von KMU, der Bevölkerung und IT-Dienstleistern in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Cybersecurity in Privatleben und Organisation ist reine Vertrauenssache. Aber wem vertrauen wir? Und wieviel Verantwortung müssen wir übernehmen? Die fünfte Cyberstudie 2024 der Forschungspartnern Die Mobiliar, digitalswitzerland, FHNW, SATW, ADSS und YouGov liegt vor. Die Cyberstudie 2024 gibt als repräsentative Untersuchung Einblicke in das digitale Sicherheitsbewusstsein von KMU, der Bevölkerung und IT-Dienstleistern in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Cybersecurity in Privatleben und Organisation ist reine Vertrauenssache. Aber wem vertrauen wir? Und wieviel Verantwortung müssen wir übernehmen? Die fünfte Cyberstudie 2024 wurde durchgeführt mit den Forschungspartner/innen Die Mobiliar, digitalswitzerland, Hochschule für Wirtschaft FHNW, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, Swiss Internet Security Alliance, Allianz Digitale Sicherheit Schweiz ADSS und YouGov. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/vertrauen_und_verantwortung_cybersecurity_in_der_bevolkerung_und_kmus/
Open Source Artificial Intelligence (dgwk2025)
Der Vortrag nimmt die aktuelle Debatte um Open Source AI auf. Soll AI "open" sein? Was überhaupt ist Open Source AI? Wie gut ist die neue Definition der OSI? Nimmt die neue EU-Regulierung für AI Rücksicht auf Open-Source-Projekte? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/open_source_artificial_intelligence/
Dumm gelaufen: Wie man Personendaten NICHT bearbeiten sollte (dgwk2025)
Jenseits der spektakulären Datenpannen gibt es zahlreiche alltägliche Fehler bei der Bearbeitung von Personendaten. Dieser Vortrag beleuchtet praktische Fälle bei Behörden, Organisationen und Unternehmen und zeigt auf unterhaltsame Weise, wie man Personendaten NICHT bearbeiten sollte. Spektakuläre Datenpannen sorgen regelmässig für Schlagzeilen. Ein grosser Teil unserer Daten wird aber ohne öffentliche Aufmerksamkeit bei Behörden, Organisationen und Unternehmen bearbeitet. Datenpannen bei solchen Verantwortlichen zeigen, was bei der alltäglichen Bearbeitung von Personendaten schief gehen kann. Martin Steiger blickt auf amüsante, kuriose und lehrreiche Fälle aus dem Alltag der Datenbearbeitung. Das Publikum erfährt, wie man Personendaten NICHT bearbeiten sollte, sei es um die gleichen Fehler nicht selbst zu begehen, sei es zur eigenen Unterhaltung. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/dumm_gelaufen_wie_man_personendaten_nicht_bearbeiten_sollte/
Digital Rights, Technology and Online Gender-Based Violence (dgwk2025)
We will delve into the world of Online Gender-Based Violence (OGBV), exploring its many forms, from non-consensual imagery and deepfakes to doxxing and harassment. The workshop will uncover gender biases embedded in content moderation and critically examine how digital regulations, particularly the Digital Services Act, often fail to address these issues. We will also explore how companies are better equipped to enforce copyright violations online but fail to do so for other illegal content related to gender equality, and the consequences of this discrepancy for online safety. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/digital_rights_technology_and_online_gender_based_violence/
Geliebte Sucht – Die Vendor Lock-in durchsetzte IT Drogenszene (dgwk2025)
Was der erste Gratis-Hit für den Junkie ist, ist das verlockende "Enterprise-Startpaket" für IT-Entscheider:innen – Der Einstieg ist süß, der Ausstieg bitter. In diesem schonungslosen Vortrag decken wir auf, wie Tech-Giganten ihre Kunden in die digitale Abhängigkeit treiben – mit allen Tricks aus dem Dealer-Handbuch. Erlebt live, wie sich das Geschäftsmodell der Vendor-Lock-in-Dealer entlarvt und lernt die Warnsignale kennen, bevor Eurer Unternehmen oder Behörde zum nächsten "IT-Junkie" wird. Von der Schweizer Präzisionsindustrie bis zu deutschen Mittelständlern, von skandinavischen Digitalchampions bis zu südeuropäischen Traditionsunternehmen – die Muster des Vendor Lock-ins wiederholen sich mit erschreckender Präzision. Die Entwicklungen aus dem DACH-Raum und weiteren europäischen Märkten zeigt: Die "Dealer-Strategien" der Tech-Giganten sind längst global standardisiert. Der Vortrag analysiert die psychologischen und ökonomischen Mechanismen, die Vendor Lock-in so effektiv und gefährlich machen. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis wird gezeigt, wie der "erste Kontakt" mit proprietären Technologien oft durch verlockende Gratisangebote oder scheinbar unschlagbare Konditionen erfolgt – ähnlich dem "ersten Schuss zum Nulltarif". Wir betrachten die vier Phasen der technologischen Abhängigkeit: Euphorie: Die anfängliche Begeisterung über schnelle Erfolge und einfache Lösungen. Gewöhnung: Die zunehmende Integration in bestehende Systeme. Abhängigkeit: Der Punkt, an dem ein Ausstieg schmerzhaft und teuer wird. Realisation: Das Erkennen der wahren Kosten und Einschränkungen. Der Vortrag bietet nicht nur Analyse, sondern auch konkrete Strategien zur Prävention und zum kontrollierten "Entzug" durch: Früherkennung von Lock-in-Risiken, Entwicklung von Exit-Strategien, Implementierung von Multi-Vendor-Strategien und dem Fokus auf offene Standards und Interoperabilität. Abgebunden wird mit einer paneuropäischen Perspektive und zeigt, wie gerade die kulturelle und wirtschaftliche Vielfalt Europas zum Schlüssel für erfolgreiche "Entzugsstrategien" werden kann. Denn eines ist klar: Im Kampf gegen Vendor Lock-in sind nationale Alleingänge zum Scheitern verurteilt. Nur ein koordinierter, europäischer Ansatz kann den Teufelskreis der digitalen Abhängigkeit durchbrechen. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/geliebte_sucht_die_vendor_lock_in_durchsetzte_it_drogenszene/
GBA: Tales of Camelot (wicmp10)
Camelot Software Planning ist ein japanischer Spieleentwickler, der zu seiner Zeit beeindruckende Spiele für den Nintendo Game Boy Advance (GBA) entwickelt hat. Die Spielereihe Golden Sun, Mario Golf und Mario Tennis überzeugen dabei nicht nur mit ihrem Gameplay, sondern auch mit für ihre Zeit beeindruckender Grafik und Sound. Was ich euch in diesem Vortrag erzählen möchte ist, was diese Spiele technisch so unglaublich interessant macht. Wühlt man in Konfigurationsdateien von alten GBA Emulatoren wie gpSP, findet man zu Golden Sun Kommentare wie "Probably the most horrifically coded GBA game in existence". Setzt man sich selbst als Ziel, einen GBA Emulator zu schreiben, wird man zwangsweise über die Spiele von Camelot stoßen. Entweder, weil die Spiele überhaupt nicht laufen, oder weil man über den ein oder anderen Grafikfehler stößt. Ich selbst hab nie einen Emulator entwickelt. Deshalb möchte nehme ich euch mit auf eine Reise, wie ich ursprünglich auf die Spiele von Camelot aufmerksam geworden bin. Anfangen tue ich ein bisschen mit Sound und was die Audioqualität in Camelotspielen besser macht als in anderen. Danach steigen wir ein bisschen in die Architektur vom GBA ein. Schonmal ein bisschen Assembler gesehen zu haben, ist hier sicher hilfreich. Der GBA verwendet eine 32 Bit ARM7TDMI CPU, welche es vergleichen mit dem Vorgängermodell Game Boy durchaus in sich hat. Danach gehts dann weiter über in die Tricksereien, die sich die Entwickler erlaubt haben. Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Es wird um selbstmodifizierenden Code gehen, nur halb definierte CPU Instruktionen und Coding Patterns, bei dem Securityleute Schnappatmung bekommen. Ach auch egal, der GBA hat ja eh kein Betriebsystem, aus dem man ausbrechen könnte :-) Ich werde leider nicht über alle spannenden Dinge dieser Spiele sprechen können, da es davon wirklich einfach zu viele gibt. Was ich jedoch hoffe ist, dass ihr dort einige spannende Dinge lernen könnt. Gut, es werden wahrscheinlich nicht die praktisch Nütztlichsten sein, aber definitiv Lustige! Die Zusammenfassung sollte größtenteils für den Vortrag selbst sprechen. Es wird stilistisch eher ein "fun facts" Talk. Bahnbrechende Entdeckungen gibt es bei einer 25 Jahre alten Konsole dann doch eher selten. Jedoch sind die Spiele von Camelot einzigartig interessant, da sie doch immer wieder zum Gesprächsthema in der GBA Community werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/UF9T7E/
Uncovering discrimination in public fraud detection systems (dgwk2025)
In recent years, algorithmic systems used by the Dutch government for fraud detection in welfare, allowances, and student loans were found to be discriminatory, causing harm to citizens. The Childcare Benefits Scandal highlighted these issues, sparking political and societal debates, investigations, and reforms. This session will explore causes of discriminatory outcomes, why they went undetected, red flags in such systems, and steps governments and society can take to ensure fair use of public algorithms. Lessons learned as an AI expert within the Dutch government will be shared. In recent years, several examples have come to light in the Netherlands of algorithmic systems developed and deployed by the government that were later found to be discriminatory. These systems, used to detect fraud in welfare benefits, allowances, and student loans, caused severe financial and emotional harm to citizens. The most devastating example of this was the Childcare Benefits Scandal. Thanks to the efforts of investigative journalists, civil society organizations, auditors, and determined individuals, these injustices came to light. The systems became a focal point of political and societal debate, leading to investigations and the introduction of new legislation, policies, and tools to address the issues. In this session, I would like to share some of the lessons I have learned as an AI expert within Dutch government. The following topics will be discussed: Causes of discriminatory outcomes: What are the main causes of discriminatory outcomes in public algorithmic fraud detection systems? Lack of Early Detection: How was it possible for these issues to remain unnoticed for so long? Red flags: What recurring patterns can be observed in these systems, and what signals indicate potential risks? Measures and Actions: What steps should governments take to prevent discrimination and other harms caused by public fraud detection algorithms? What can we, as a digital society, do to ensure the fairer use of public algorithmic systems? It is becoming increasingly clear that not only in the Netherlands, but also in countries such as Australia, the United Kingdom, Denmark, and Sweden, similar public fraud detection systems are causing harm. The lessons shared in this presentation are therefore more broadly applicable. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/uncovering_discrimination_in_public_fraud_detection_systems/
Digitale Identität III (dgwk2025)
Das neue Bundesgesetz zur Schweizer eID ist beschlossen. Freuen wir uns auf die eID? Nach mehreren Anläufen und einer wuchtigen Abstimmungsniederlage ist das neue Bundesgesetz zur Schweizer eID durch die Räte. Über die technischen Grundlagen und die Entwürfe wurde bereits eingehend diskutiert – auch am Winterkongress in den Teilen I und II zur eID. Bis zur definitiven Einführung bleibt uns im Moment, den Abschluss des politischen Verfahrens und die letzten Weichenstellungen zu analysieren. Für ein derart grosses und breit antizipiertes Projekt ist maximale Akzeptanz wichtig. Erfüllt der Entwurf diese Erwartungen – oder droht ein Absturz? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/digitale_identitat_iii/
Und kaum eine:r schaut hin: Polizeigesetze und ihre Folgen (dgwk2025)
Polizeigesetze sind Orte, wo unsere Privatsphäre, Überwachung, predictive policing und die Datennutzung durch die Polizei und in der Strafverfolgung generell verhandelt werden. Oft werden diese Polizeigesetze aber ohne öffentliche Debatte und wenig sorgfältig in den Kantonen verhandelt. Der Vortrag zeigt, was die Problematiken sein können und wie sich politisch und zivilgesellschaftlich engagierte Menschen in den Kantonen in diese Debatten eingeben können. Der Fall des Luzerner Polizeigesetzes, das im November 2024 in einem spektakulären Urteil kassiert wurde, dient als Beispiel. Polizeigesetze sind wichtige Orte, wo unsere Privatsphäre, Überwachung, predictive policing und die Datennutzung duch die Polizei und in der Strafverfolgung generell verhandelt werden. Die Polizei ist eine kantonale Kompetenz, und die Beratung der Polizeigesetze passiert in den Kantonsparlamenten – oft unterhalb der Schwelle der medial-öffentlichen Debatte, mit wenig juristischem Fachwissen und mit wenig oder keinen zivilgesellschaftlichen Watchdogs. Immer wieder werden so unklare, zu wenig konkrete und unverhältnismässige Bestimmungen erlassen. Das ist problematisch, weil eine sorgfältige und grundrechts-sensible Gesetzgebung gerade bei Polizeigesetzen besonders wichtig ist. Der Vortrag zeigt, was die Problematik solcher Polizeigesetze sein kann und wie sich politisch und zivilgesellschaftlich engagierte Menschen in den Kantonen produktiv in diese Debatten eingeben können. Er zeigt dies auf anhand des Falls des Luzerner Polizeigesetzes. Das Bundesgericht hat dieses in einem spektakulären Urteil im November 2024 zersaust und die flächendeckende Fahrzeug-Überwachung sowie den schrankenlosen interkantonalen Datenaustausch kassiert. Methoden des "predictive policing" schränkt das Urteil massiv ein und zeigt dabei die hohen Risiken auf, welche mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbunden sind. Der Vortrag zeigt anhand der Geschichte des Gesetzes und der Debatten Problematiken und Chancen auf, und wie man damit im Zusammenspiel von Recht, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft umgeht. Und der Vortrag beleuchtet die Konsequenzen, welche das Urteil für die Polizeiarbeit sowie die Wahrung von Privatsphäre und gesellschaftlichen Freiheiten hat. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/und_kaum_einer_schaut_hin_polizeigesetze_und_ihre_folgen/
Cracking Passwords for Fun and Profit (wicmp10)
Warum ist es so wichtig gute Passwörter zu haben und was macht diese "Gut" oder "Schlecht"? Wie sehen "Gute" Passwörter aus und was ist zu beachten, wenn man Passwörter generiert? Was passiert eigentlich mit Passwörtern, wenn Sie mal abhanden kommen? Wie kann man seine Passwörter besser machen? Diese und weitere Fragen werden beantwortet und noch ein wenig darüber hinaus... Passwörter einen essentiellen Teil unserer Datensicherheit heut zu Tage da. Von der Festplattenverschlüßelung, bis zum E-Mail Konto, alles benötigt heute ein Passwort. Aber wieso sind einige Passwörter "schlechter" als andere und wie schaffe ich es "bessere" Passwörter zu haben, als Andere? Was passiert mit unseren Passwörtern, nachdem Sie abhanden gekommen sind? Welche Massnahmen kann ich ergreifen, um Menschen das Leben zu erschweren, die meine Passwörter gerne hätten um damit für mich negative Dinge zu tun? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://cfp.zam.haus/wicmp-2025/talk/7BHAEM/
Zauberhafte KI-Welt? Energie & Arbeit der KI & was sie mit Gesellschaften macht (dgwk2025)
Künstliche Intelligenz (KI) ist der Modebegriffe der letzten Jahre: KI macht alles leichter, KI hat alle Lösungen, KI wird uns retten. Was sogenannten KI eigentlich ist, worin sie sich von menschlicher Intelligenz unterscheidet, wie sie uns wohin retten wird & ob wir als Gesellschaft dorthin wollen, ist hingegen selten Thema. Der Vortrag legt die ideologischen Wurzeln von KI frei & betrachtet drei weitere Bereiche: von ihr benötigte Ressourcen, mit ihr zusammenhängende Arbeitsbedingungen sowie gesellschaftliche Auswirkungen & Verschiebungen von Macht, die sich durch diese Technologie ergeben. Künstliche Intelligenz (KI) wird gerade als Modebegriff oder "Buzzword" eingesetzt und auf nahezu alles geklebt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Wie von Zauberhand sollen alle Vorgänge durch die Verwendung von KI schneller, einfacher und effektiver werden. Und viel besser, besonders im Vergleich zu ihrer Erledigung durch Menschen. Ein kleine Klick von uns und KI zaubert die Lösung von (Haus-) Aufgaben, das Schreiben von uns aufgeschobener Emails und heizt das Haus perfekt. Und wir oft müssen noch nicht einmal Geld dafür bezahlen! Aber was sieht man, wenn man hinter den Vorhang der KI-Magie schaut? Denn wir sind alle alt genug, um zu wissen, dass Dinge nicht einfach magisch passieren. Und dass man geschenkten Gäulen immer als erstes nach den Zähnen schauen muss. Dieser Vortag lüftet den Vorhang der KI-Magie, indem er den Anwendungen auf unterschiedliche Bereiche hin auf den virtuellen Zahn fühlt. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Herkunft der KI. Denn sie ist nicht plötzlich geschlüpft, sondern wurde entwickelt. Hinter dieser Entwicklung stehen Theorien, Geld und Vorstellungen davon, was Menschen und Gesellschaften sind. Und, in diesem Fall, wie sie durch Entwicklungen wie KI verändert werden können. Nach dieser Einleitung wird die KI im Hinblick auf drei Bereiche entzaubert: Im ersten Schritt auf ihren Verbrauch der schwindenden Ressourcen des Planeten, auf die mit ihr zusammenhängenden Arbeitsbedingungen und auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie und ihre Entwickler:innen auslösen. Computerteile wachsen nicht an Sträuchern, in ihnen stecken viele Ressourcen wie Energie, Rohstoffe und Wasser. Und sehr viel menschliche Arbeit, die oft unter grausamen Bedingungen stattfindet. In diesem Bereich des Vortrags wird auch die Endlichkeitsfrage aufgeworfen, da uns neben dem Faktum des Klimawandels auch die Endlichkeit der Ressourcen des Planeten bewusst sein sollte. Zudem sind (fragile) globale Lieferketten und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit der Produktion von sogenannten Supercomputern Teil dieses Abschnitts. Der nächste Teil nimmt den Faden der Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit der KI wieder auf. Denn nicht nur in der Produktion der Hardware, sondern auch im Training der Software sind unzählige Menschen involviert und auch hier oft unter brutalen Bedingungen. Und auch hier zeigen sich wieder globale Tendenzen: Der "Norden" verdient, während der "Süden" schuftet. Zudem ist in den angeblichen KI-Anwendungen nicht alles Gold, was glänzt, und so werden in diesem Teil auch Tricksereien aufgedeckt, bei denen die Magie der KI nur fauler Zauber war. Im letzten Teil des Vortrags werden die Auswirkungen der Entwicklungen auf unsere Gesellschaft angerissen, um dieses Thema dann in die Abschlussdiskussion mitzunehmen. Fragen, die erörtert werden, sind die nach den Auswirkungen, wenn eine Technologie, deren Rechenprozesse so undurchsichtig sind, so viel Macht bekommt und nach der, wer über genug (Computer-) Macht verfügt, um Anwendungen zu entwickeln. Wie verändert es unsere Arbeit, unseren sozialen Austausch mit anderen Menschen und unser politisches Engagement, wenn KI-Werkzeuge eingesetzt werden? Wie verändern sich Gesellschaften, wenn "Tech" und die Eigentümer:innen von Tech-Unternehmen so viel Macht bekommen? Je mehr Macht wir Technologien wie KI und ihren Entwickler:innen geben, desto stärker sollten wir uns fragen, ob wir das, was mit diesen Entwicklungen bewirkt werden soll, wollen. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/zauberhafte_ki_welt_energie_arbeit_der_ki_was_sie_mit_gesellschaften_macht/
E-ID und Vertrauensinfrastruktur – Stand der Arbeiten und Ausblick (dgwk2025)
Das Vorhaben E-ID und Vertrauensinfrastruktur schreitet voran. Der Informationsbeauftragte E-ID des Bundes berichtet über den aktuellen Stand der Gesetzgebung sowie die technischen Vorarbeiten und steht für Fragen zur Verfügung. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/e_id_und_vertrauensinfrastruktur_stand_der_arbeiten_und_ausblick/
UN-Cybercrime Convention – Die Mutter aller Überwachung kommt? (dgwk2025)
Mit der UN-Cybercrime Convention entsteht ein globaler Überwachungsstandard, der die Bedrohung von Sicherheit und Privatsphäre auf ein neues Level hebt. Die Konvention umfasst fast alles, wogegen wir in den letzten Jahren gekämpft haben. Weil dieses Vorhaben weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit ablief, blieb bisher auch der große Widerstand aus. Wie sicher ist unsere digitale Freiheit noch? Im Schatten der Weltpolitik und kaum bemerkt von der Öffentlichkeit schmieden Russland, China und Iran – unterstützt von westlichen Demokratien – ein globales Überwachungspaket: die UN-Cybercrime Convention. Die UN-Cybercrime Convention beinhaltet nahezu alles wogegen wir die letzten Jahrzehnte gekämpft und Grundrechte, die wir verteidigt haben: Vorratsdatenspeicherung, Kabelaufklärung, Chatkontrolle, Überwachung aller Finanzströme, Plattformhaftung und Uploadfilter, Verhinderung von Whistleblowing, Illegalisierung von ethischem Hacken und IT-Sicherheitsforschung, eine so vage Definition von Cybercrime, dass nun auch weitere legale und wichtige Handlungen kriminalisiert werden. Dieser völkerrechtlich bindende Vertrag ist auf der Zielgeraden. Wie geht es nach der Annahme der Konvention in der Schweiz weiter? Wie können wir trotzdem unsere digitalen Rechte noch stärken? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/un_cybercrime_convention_die_mutter_aller_uberwachung_kommt/
Deepfakes in der Schweiz (dgwk2025)
Wie sieht es mit Deepfakes in der Schweiz aus? In diesem Vortrag geht es um die Chancen und Risiken dieser neuen Technologien für die Schweizer Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medienlandschaft. Anhand der neuen Studie von TA-SWISS über Deepfakes werden auch folgende Fragen beantwortet: Wie gut können Schweizer Bürgerinnen und Bürger Deepfakes von echten Videos unterscheiden? Wie kann sich die Schweiz auf eine Zunahme von Deepfakes vorbereiten? Und was kann die Technik dazu beitragen, den Risiken vorzubeugen? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/deepfakes_in_der_schweiz/
Landkarte der Schweizer Überwachungsindustrie (dgwk2025)
Seit Jahren beschäftigen wir – die WOZ und das Recherchekollektiv WAV – uns mit den Exportgeschäften der Schweizer Überwachungsbranche und stossen dabei immer wieder auf Missbrauch: Exporte ohne Bewilligungen, Deals mit autoritären Regime, Umgehungsgeschäfte oder Verstrickungen mit Russland und Israel. Während die Exporte bewilligungspflichtig sind, gibt es rund um die Aufsicht dieser Firmen Fragezeichen. Dies, obwohl Spionage- und Überwachungstechnologie mächtige Instrumente mit hohem Missbrauchs- und Repressionspotenzial sind. Wir werfen ein Licht auf diese verschwiegene Branche. Im August 2024 durchsuchten Polizist:innen der Bundeskriminalpolizei Fedpol die Büroräumlichkeiten eines Treuhänders in Lugano. Der Verdacht: Er hat mutmasslich gegen das Güterkontrollgesetz verstossen – in dem er sich am Export des berüchtigten Intellexa-Trojaners «Predator» beteiligte, der in unzähligen Ländern von Regierungen missbräuchlich eingesetzt wurde. Auslöser der polizeilichen Durchsuchung des Intellexa-Treuhänders war eine Recherche der WOZ und internationaler Partner. Diese rückte eine Branche in den öffentlichen Fokus, die sonst gerne unter sich bleibt: die exportorientierte Überwachungsindustrie und ihre Schweizer Infrastruktur. NeoSoft, Atecs, Polus, Wavecom oder Intellexa: In der Schweiz produzieren und handeln mehrere Überwachungstechnologiefirmen, deren Produkte aufgrund ihrer «Fähigkeiten» eine Exportbewilligung benötigen. Der WOZ-Rüstungsreport veröffentlicht jedes Jahr deren Exporte – über eine Zeitspanne von mittlerweile zehn Jahren können wir damit die Exportgeschäfte dieser sonst verschwiegenen Branche nachzeichnen. In zahlreichen Recherchen haben wir über die Jahre einzelne Firmen, ihre Hintergründe und verschiedene Geschäfte im Detail untersucht. Diese Recherchen zeigen: Die Branche ist chronisch intransparent, die Hintergründe und Geschäfte der Unternehmen sind immer wieder problematisch und die geltende Gesetzgebung – oder zumindest ihre Anwendung – ist zahnlos und schwerfällig. Immer wieder stossen wir auf Missbrauch: Mutmassliche Exporte ohne Bewilligung, Deals mit autoritären Regime oder repressiven Sicherheitsapparaten, Umgehungsgeschäfte über Zwischenländer wie die Vereinigten Arabischen Emiraten oder Verstrickungen mit Märkten wie Russland und Israel. Und dabei merken wir: Während die Exporte zwar eine Bewilligung brauchen, gibt es rund um die allgemeine Aufsicht dieser Unternehmen Fragezeichen: Das Mandat des Staatsskretariats für Wirtschaft (Seco) ist auf Exportkontrolle beschränkt, das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) stellt Bewilligungen für Betrieb und Training von Infrastruktur aus, die Nachrichtendienste geben wie immer keine Auskunft. Das birgt Risiken: Spionage- und Überwachungstechnologie sind mächtige Instrumente, sie bergen ein hohes Missbrauchs- und Repressionspotenzial – nicht nur aber auch im Inland. Und dank intransparenten und globalen Unternehmenskonstrukten lassen sich Exportkontrollen leicht umgehen und Geschäfte verschleiern – teilweise sogar ohne dabei offensichtlich Gesetze zu verletzen. Höchste Zeit, dass wir den Spiess umkehren, die Überwacher in den Blick nehmen und ihnen auf die Finger schauen. Wir reisen mit euch durch die Landkarte der Schweizer Überwachungsunternehmen und stellen ihre Produkte, Geschäfte und Hintergründe vor. Eine Reise, die von Bülach nach Zürich und dann über Zug nach Bern bis ins Tessin führt. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/landkarte_der_schweizer_uberwachungsindustrie/
Pilotprojekt E-Collecting: How low can we go? (dgwk2025)
E-Collecting steht in der Schweiz vor dem Durchbruch: Die neue E-ID bietet die technische Grundlage dafür. Doch wie sieht ein minimal funktionsfähiges Pilotprojekt aus, das sich rasch und einfach in unserem föderalen System verankern lässt? Wir stellen ein bürgernahes, dezentrales E-Collecting-Modell vor. Anschliessend macht Gerhard Andrey einen Polit-Check und prüft die Chancen des Modells für Bundesbern. E-Collecting wird die Art und Weise, wie wir Unterschriften für Volksinitiativen und Referenden sammeln, tiefgreifend verändern. Die gesetzliche Grundlage existiert zwar schon seit 2014, doch die Politik blockierte die Umsetzung aus Bedenken vor politischem Macht- und Kontrollverlust. Der jüngste Skandal um gefälschte Unterschriften hat jedoch die Wende gebracht: Der Bundesrat unterstützt jetzt überparteiliche Vorstösse für ein E-Collecting-Pilotprojekt mit der neuen E-ID. Das Momentum ist da – nutzen wir es! E-Collecting ist mehr als nur eine technische Frage – es geht darum, die Spielregeln der direkten Demokratie digital zu definieren. Dazu braucht es eine breit abgestützte, zivilgesellschaftliche Allianz, welche die Planung, Umsetzung und Evaluation des Pilotprojekts mitgestaltet. Am Winterkongress präsentieren wir euch einen ersten Vorschlag für ein bürgernahes, dezentrales E-Collecting mit E-ID. Und wir haben den Tech-Unternehmer und Nationalrat Gerhard Andrey gebeten, einen Politik-Check zu machen und die Chancen für eine Umsetzung zu beurteilen. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/pilotprojekt_e_collecting_how_low_can_we_go/
IT-Sicherheit: Sollten wir sie aufgeben? (dgwk2025)
Als Journalistin mit dem Schwerpunkt Cybersecurity schaue ich ständig in die Löcher des Internets und der IT-Infrastrukturen. Ich mag gebiast sein, aber ich sehe nur noch Leaks. Krankenakten, Diagnosen, heimlich aufgezeichnete Telefonate, Ausweiskopien, Kontoauszüge, vertrauliche Besprechungen von Behörden: Ich könnte mich jeden Tag in die Daten anderer Leute vertiefen, und leider tue ich das viel zu oft. Dann muss ich den Betroffenen erklären, was ich jetzt alles über sie weiss und was vermutlich auch Kriminelle und Spione über sie wissen, und ich muss versuchen, die Verantwortlichen dazu zu bringen, die Löcher zu stopfen. Beides ist frustrierend. Ich bin vor ein paar Jahren angetreten mit dem Plan, durch meine Berichterstattung zu sensibilisieren und dazu beizutragen, dass IT sicherer wird. Dass alles besser wird. Aber das wird es nicht. Es wird immer schlimmer. Von daher plädiere ich für eine neue Perspektive: Vergesst es, wir haben verloren. (Und ganz vielleicht habe ich – nachdem ich ein bisschen aus dem Nähkästchen und den Tiefen meiner jüngsten Recherchen geplaudert habe, ein bis drei kleine Ansätze, wie wir es stattdessen versuchen könnten). about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/it_sicherheit_sollten_wir_sie_aufgeben/
Eröffnung Samstag (dgwk2025)
Die Eröffnung am Samstag about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/eroffnung_samstag/
Lightning Talks – Deine zehn Minuten Berühmtheit! (dgwk2025)
Bringe Deinen ansteckenden Enthusiasmus an ein Publikum mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne! Diskutiere ein Programm, ein System oder eine Technik! Stelle Deine Projekte und Ideen vor oder versuche, eine Gruppe von Menschen für Deine Veranstaltung oder Versammlung zu gewinnen! Was auch immer Du mitbringst, mache es kurz! about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/lightning_talks_deine_zehn_minuten_beruhmtheit/
Gemeinsam vernetzt: Internetzugang im Wohnbauprojekt organisieren (dgwk2025)
Bei der Berner Wohnungsbaugenossenschaft Warmbächli wird vieles geteilt: Neben Wohnraum wurde auch gefragt, warum eigentlich alle ihren eigenen Internetanschluss organisieren müssen. Herausgekommen ist ein gemeinsames selbstverwaltetes WLAN-Netz, das über 60 Haushalten und Gewerbetreibenden zur Verfügung steht und mittlerweile auf ein zweites Gebäude in der Siedlung erweitert wurde. Wir sind der Überzeugung, dass unser Ansatz auch an weiteren Orten umgesetzt werden kann und sollte. In unserem Vortrag beleuchten wir die Entstehungsgeschichte, Umsetzung und Erfahrung im 3 jährigen Betrieb. Konventionen hinterfragt und Experimentierfreude gezeigt hat die Berner Genossenschaft Warmbächli seit ihren Anfängen. 2013 wurde sie gegründet, um ein altes Lagerhaus auf dem Warmbächliareal der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage im Holligenquartier zu einem sozial und ökologisch nachhaltigen Wohnhaus mit weiteren Nutzungen umzubauen. Geteilt wird in vielen Wohnbaugenossenschaften vor allem Raum. In der Genossenschaft Warmbächli haben wir das Thema weitergedacht: Im Holligerhof 8 in Bern haben wir ein gemeinsames selbstverwaltetes WLAN-Netz installiert, das im ganzen Gebäude von allen Haushalten und Gewerbebetrieben genutzt werden kann. Mittlerweile wurde gar ein zweites Gebäude eines weiteren Bauträgers in der Siedlung angeschlossen und die gemeinsame Nutzung entsprechend erweitert. Die Umsetzung erfolgte in freiwilligen Arbeit der Bewohner:innen in Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister. Wir sind der Überzeugung, dass unser Ansatz auch an weiteren Orte umgesetzt werden sollte und möchten weiteren Projekte und Interessierten aufzeigen, wie die Idee eines gemeinsamen Internetanschlusses umgesetzt werden kann. In unserem Vortrag beleuchten wir die Entstehungsgeschichte, unsere Überlegungen zu der Umsetzung, gemachte Erfahrungen bei der Ausführung unseres Konzeptes, aber auch unser Fazit nach dem mittlerweile dreijährigen Betrieb. Dazu erzählen wir, wie die Idee entstanden ist, welche Herausforderungen zu meistern waren und wie wir möglichst alle Bewohner:innen an Board holen konnten. Dabei beleuchten wir konzeptionelle, technische, aber auch soziale Aspekte, welche zu einer erfolgreichen Umsetzung geführt haben und mitgedacht werden sollten. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/gemeinsam_vernetzt_internetzugang_im_wohnbauprojekt_organisieren/
Wie weiter mit dem Leistungsschutzrecht? (dgwk2025)
Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Situation in der Schweiz, in Europa und im Rest der Welt in Bezug auf Umsetzung und Probleme mit dem Leistungsschutzrecht, insbesondere auch unter Berücksichtigung der neueren Entwicklungen der Generativen KI. about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/wie_weiter_mit_dem_leistungsschutzrecht/
Brauchen wir eine geistige Landesverteidigung 2.0? (dgwk2025)
Brauchen wir einen neuen gesellschaftlichen Schulterschluss, um die Errungenschaften von Aufklärung und liberaler Demokratie gegen totalitäre Bedrohungen zu verteidigen, ähnlich wie einst bei der geistigen Landesverteidigung? Wir diskutieren kritisch den historischen Begriff, sowie die Rolle von Desinformation, Medien, Cybersicherheit und weiteren Aspekten eines erweiterten, zeitgemässen Sicherheitsbegriffs. Trump gewinnt die Wahlen in den USA, Russland führt Krieg gegen die Ukraine, und rechte Parteien gewinnen in Europa zunehmend an Einfluss oder regieren bereits. In der Schweiz steigen die Militärausgaben – doch reicht das aus? Wie kann eine digitale Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass Informationspolitik nicht als unpopulärer Kostenfaktor wahrgenommen wird, sondern als essenzieller Bestandteil der nationalen Sicherheit? Wie sichern wir langfristig unsere demokratischen Werte angesichts einer zunehmend dominierenden globalen Blocklogik? about this event: https://winterkongress.ch/2025/talks/brauchen_wir_eine_geistige_landesverteidigung_20/