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Chaos Computer Club - archive feed

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Experimente mit Open Data und KI: Geodaten für alle, nicht nur für Profis? (fossgis2025)

Im Rahmen der aktuellen Diskussion zur Nutzung von KI-Sprachmodellen untersuchen wir in einem Proof of Concept, wie KI im Zusammenspiel mit offenen Geodaten eingesetzt werden kann. Kann KI dabei unterstützen, frei verfügbare Daten besser aufzufinden, verständlicher zu machen, ihre Relevanz für spezifische Projekte zu bewerten oder ganz neue Ideen zu entwickeln? Oder eröffnet sie gar die Möglichkeit, neue Nutzendengruppen außerhalb der traditionellen Geodaten-Expert:innenkreise anzusprechen? Für ein Forschungsprojekt die Folgen des Klimawandels im städtischen Raum verstehen? Für die Arbeit im Stadtplanungsamt die Verkehrsinfrastruktur auf einer Karte präsentieren? Für eine Kunstinstallation die Geometrien aller Berliner Bezirksregionen auf ein Poster drucken? Für all diese und viele weitere Vorhaben benötigen wir... Geodaten! Das Land Berlin verfügt zum Glück über eine standardisierte Geodateninfrastruktur und über einen enormen Schatz an offen verfügbaren räumlichen Daten, die für eine Vielzahl von Personen und Vorhaben relevant sein können. Der Zugang zu Geodaten oder auch das Verständnis der Daten ist dabei jedoch Expert:innen mit Wissen über Geodatenstandards, Verwaltungsjargon und fachspezifischen Vorwissen vorbehalten. Kann KI helfen diese Daten schneller zu finden und zu verstehen? Aus dieser Fragestellung heraus wurde der GeoExplorer entwickelt. Er ist ein Teil einer Machbarkeitsanalyse rund um Open Data und KI. Wie gut das funktioniert und was wir bisher daraus gelernt haben, stellen wir in diesem Impulsvortrag vor. Als Open Data Informationsstelle Berlin, ein Projekt der gemeinnützigen Technologiestiftung Berlin erproben wir seit 2018 mit prototypischen Open Source Anwendungen neue Technologien und innovative Ansätze und zeigen das Potential offener Geodaten auf. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/FBUVBG/

Mar 26, 202525 min

Metadaten für eine verantwortungsvolle und kritische Geodatenpraxis (fossgis2025)

Die Open Data Bewegung ermöglicht den Zugang zu zahlreichen offenen Datensätzen. Allerdings fehlen oft detailliertere Metadaten, die den Kontext der Daten, wie Erhebungsmethoden oder Entscheidungen zu Klassifikationen, erklären. Für eine verantwortungsvolle und kritische Geodatenpraxis ist es jedoch essentiell, diesen Entstehungskontext einzubeziehen. Ansatzpunkte dafür können Frameworks zur Dokumentation und Reflexion des Datenkontextes sowie Metadaten Standards sein. Die Arbeit zeigt die Bedeutung des Entstehungskontextes für Datensätze auf und untersucht, welche Informationen für eine reflektierte und verantwortungsvolle Nutzung von Geodaten relevant sind. Dazu werden Dokumentations- und Reflexionsframeworks aus den Critical Data Studies sowie der Forschung zu Ethical AI und Maschinellem Lernen untersucht und in Bezug zum ISO-Standard für Metadaten geographischer Informationen gesetzt, da Kontextinformationen als Metadaten zur Verfügung gestellt werden können. Die Analyse offenbart zahlreiche Überschneidungen, aber auch inhaltliche Lücken und signifikante Unterschiede im Format der Frameworks und des Standards. Anhand der Open Source Anwendung [Grätzlfarben](https://cartolab.at/graetzlfarben/) werden die Metadaten von drei offenen Datensätzen, u.a. OSM, beispielhaft analysiert, um die Verfügbarkeit relevanter Kontextinformationen zu evaluieren. Die Ergebnisse zeigen, dass wesentliche Aspekte des Entstehungskontexts fehlen und dies den reflektierten Umgang mit Daten erschwert. Abschließend werden Potenziale und Bedarfe für die Integration und Weiterentwicklung von Kontextinformationen sowie deren Nutzbarmachung in Karten und GIS-Anwendungen skizziert. #### Einreichung im Akademic Track Zenodo-DOI: https://zenodo.org/records/14616221 Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/EUMDZM/

Mar 26, 202521 min

Migration eines Auskunftssystems zu einer Open-Source Lösung mit QGIS (fossgis2025)

Die Geodatenabteilung der Stadtwerke München nutzte GE Smallworld für ihr Netzinformationssystem, was aufgrund steigender Komplexität und Nutzerzahl zu hohen Kosten führte. Vor fünf Jahren begann die Migration zu NIS-QGIS, einer kostensparenden, auf QGIS-Desktop und PyQGIS-Plugins basierenden Open-Source-Lösung. Der Vortrag liefert einen Überblick über die neue Anwendung, Anwendungsfälle, Herausforderungen und Erkenntnisse. Seit vielen Jahren bot die Geodatenabteilung der Stadtwerke München GmbH ihren Nutzern in anderen Bereichen des Unternehmens (Wasser, Gas, Strom, etc.) ein Netzinformationssystem basierend auf GE Smallworld an. Diese Anwendung wurde in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister unterstützt und betrieben, was erheblich zu den Gesamtkosten des Systems beitrug. Die unvermeidliche Zunahme der Komplexität, proportional zur ständig wachsenden Anzahl von Nutzern und Use-Cases, verbunden mit der konkurrierenden Natur der Interessen der verschiedenen Stakeholder, führte zu vielen Komplikationen, Ineffizienzen und letztendlich zu hohen Kosten. Vor etwa fünf Jahren beschloss das Geodaten-Team, das System schrittweise zu modernisieren und auf eine Open-Source-Lösung zu migrieren. Eines der neuen Werkzeuge ist NIS-QGIS, eine Anwendung basierend auf QGIS-Desktop, PyQGIS-Plugins und einigen Back-End-Diensten, deren Ziel es war, die gesamte Funktionalität der alten Anwendung bereitzustellen sowie ein Werkzeug bereitzustellen, das einfacher und schneller aktualisiert und weiterentwickelt werden konnte und dabei Kosten senkt und „Time-to-Market“ erhöht. In diesem Vortrag geben wir einen Überblick über diese Anwendung, einige ihrer Hauptanwendungsfälle und Komponenten, Herausforderungen (sowohl gelöst als auch ungelöst) und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/HUSZBT/

Mar 26, 202526 min

Künstliche Intelligenz als Unterstützung in geografische Applikationen (fossgis2025)

In dieser Präsentation zeigen wir die Ergebnisse von zwei POCs, welche wir mit dem Large Language Models (LLM) Open Source Python Framework “LangChain” durchgeführt haben. Mittels LLM (wie GPT) zeigen wir, wie eine geographische Anwendung durch künstliche Intelligenz benutzerfreundlicher und zugänglicher wird. Auch im Hintergrund arbeiten wir mit künstlicher Intelligenz, um die Anreicherung und die Indexierung von Metadaten zu verbessern und zu automatisieren. Wir haben uns die Frage gestellt, wie man das Potenzial von Künstlicher Intelligenz in Form von Sprachmodellen wie GPT in der Geoinformatik nutzen kann, um geografische Anwendungen benutzerfreundlicher und auch für Laien zugänglich zu machen. Denn ist man nicht vertraut mit den geographischen Fachbegriffen oder der Applikation, treten oft Fragen auf wie: Welchen Layer muss ich aktivieren, um die Daten auf der Karte zu sehen, die mich interessieren? Wo versteckt sich die Funktion, um etwas auf der Karte zu zeichnen? Daraus ergaben sich drei Bereiche, die wir in diesem Vortrag erläutern möchten. Anhand von zwei verschiedenen Proof of Concepts (POC), welche wir mit zwei Kunden in diesen Bereichen umsetzen, werden funktionierende Beispiele gezeigt. Zum einen wird der Einsatz von Large Language Models (LLM) für die Suche in geographischen Anwendungen gezeigt, zum anderen die Steuerung einer Anwendung über Text bzw. Sprache, das sogenannte Conversational User Interface (CUI). Eine dritte Anwendung ist die Verwendung von Sprachmodellen zur Unterstützung der Metadatengenerierung. Den letzten Teil dieses Vortrags werden wir der Frage widmen: "Wie testet man eine Anwendung, die LLMs verwendet?" Eine Frage, die uns bei der Durchführung der oben genannten POCs immer wieder beschäftigt. Denn wie stellt man fest, ob sich der Aufwand lohnt und die Suche wirklich ein besseres Ergebnis liefert? Oder ob die erzeugten Metadaten brauchbar sind. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/YAT3KQ/

Mar 26, 202526 min

25 Jahre FOSSGIS e.V. - was haben wir geschafft und wo wollen wir hin (fossgis2025)

Seit Juni 2021 beschäftigt sich die Arbeitsgruppe ["Öffentliche Ausschreibungen mit FOSS" des FOSSGIS e.V.](https://www.fossgis.de/wiki/AG_oeffentl_Ausschreibungen_FOSS) mit dem Thema der Beschaffung und Vergabe von IT-Lösungen auf Basis von FOSS. In dieser Dialogrunde wollen wir mit Vertreter:innen des FOSSGIS-Community über die Erfahrungen aus 25 Jahren Einsatz von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung diskutieren. Als der FOSSGIS-Verein vor 25 Jahren mit der Mission gestartet ist, den Einsatz von FOSS zu fördern, da waren die Erwartungen noch ganz andere als heute. Die Podiumsdiskussion wird einen Blick zurück in die Gründungszeit werfen und sich mit der Frage des warum und wozu beschäftigen. Es soll die wirtschaftliche und politische Entwicklung von Foss-GIS betrachtet sowie auch Fragen zu finanziellen Strukturen, Vergabe und Lehre nicht zu kurz kommen werden. Was sind die Herausforderungen und welche neuen Wege müssen beschritten werden, damit auch noch in 25 Jahren FOSS ein wichtiger Baustein in der digitalen öffentlichen Verwaltung in Deutschland ist? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/VAHRBW/

Mar 26, 202558 min

Governance von Open-Source-Software im öffentlichen Sektor: Make, Buy or Contribute? (fossgis2025)

Die Governance von OSS im öffentlichen Sektor variiert stark: Während einige Projekte offen und kollaborativ sind, bleiben andere hierarchisch strukturiert. Dieser Beitrag untersucht, warum Behörden sich für oder gegen die Öffnung ihrer Softwareprojekte entscheiden. Die Untersuchung gibt Einblick in ausgewählte OSS-Projekte der öffentlichen Verwaltung und liefert einen Erklärungsansatz, warum Faktoren wie Unsicherheit, Innovationsdruck und normative Erwartungen die Entscheidung beeinflussen. Problemaufriss: Die Implementierungspartnerschaft des Masterportals, die bereits durch weitere verwaltungsnahe Projekte adaptiert wurde, gilt als Erfolgsmodell. Die Governance-Landschaft von Open-Source-Software (OSS) bleibt im öffentlichen Sektor allerdings weiterhin recht heterogen. Neben größeren Entwicklungsgemeinschaften, die kollaborativ die strategische und technische Weiterentwicklung des Projektes vorantreiben, bleiben andere Projekte faktisch hierarchisch mit keinen oder nur geringen Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Arbeit zeichnet einen Erklärungsansatz, warum und inwieweit sich Behörden dafür entscheiden, OSS-Projekte in Richtung eines potenziellen Netzwerks zu öffnen beziehungsweise einem solchen beizutreten. Hierfür wurde im Rahmen einer multiplen Fallstudie neben dem Masterportal auch die Steuerung zwei weiterer verwaltungseigener OSS-Projekte untersucht. Theoretischer Hintergrund: Eine gemeinschaftliche Governance ermöglicht es Projektverantwortlichen, ein Softwareprodukt selbst herzustellen und gleichzeitig bei geringer Anreiz- und Kontrollintensität durch externe Beteiligte innerhalb der Projektgrenzen Innovationen zu akquirieren. Die Koordination solcher Projekte kostet allerdings Zeit und Ressourcen. Während in der Organisationsforschung der Transaktionskostenansatz (TKA) bislang weitreichend erklärt, wann sich Organisationen für Make (Eigenfertigung) oder Buy (Auslagerung) entscheiden, wurde das Erklärungsangebot auf offene Entwicklungsgemeinschaften bisher eher theoretisch und empirisch nur unzureichend angewandt. Ob es sich lohnt, das eigene Projekt zu öffnen, hängt im Sinne des TKA von Transaktionskosten ab, wie etwa Informations- und Suchkosten, Personalkosten oder Kosten für das Ausräumen rechtlicher Unsicherheiten. In der Softwareentwicklung können solche Kosten zum Beispiel aufgrund hochgradig spezifischer Software ausgelöst werden. Um ein breites, theoriegeleitetes Erklärungsangebot zu schaffen, werden darüber hinaus auch mögliche Einflussfaktoren aus der Ressourcenabhängigkeitstheorie und dem institutionellen Isomorphismus hinzugezogen. Datenerhebung: Methodischer Zugang bietet ein komparatives Fallstudiendesign, das die Steuerungsmodelle und ihre Einflussfaktoren innerhalb der ausgewählten Projekte untersucht. Zunächst wurden die Governance-Modi mittels qualitativer Inhaltsanalyse von Projektdokumenten analysiert und anschließend in semi-strukturierten Interviews mit Projektverantwortlichen und -beteiligten vertiefend erhoben. Die Interviews waren im weiteren Verlauf auch Ausgangspunkt für eine qualitative Erhebung der unabhängigen Variablen. Darüber hinaus gewährte eine Befragung unter den Mitgliedern der Implementierungspartnerschaft des Masterportals (n = 38) spannende quantitative Einblicke, die auch die Prüfung moderierender Variablen wie der Lokalität oder der Verwaltungsebene des beteiligten Mitglieds ermöglichte. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass transaktionsspezifische Unsicherheiten über Nachnutzungspotenziale oder Überkomplexität der Software die Entscheidung in Richtung des OSS-Communityaufbaus hemmen. Gleichzeitig fördern hoher Innovationsdruck und normative Erwartungen eine stärkere Öffnung von Projekten. Die Studie liefert wertvolle Erkenntnisse für das Verständnis verwaltungseigener OSS-Strategien, zeigt aber auch für Projektverantwortliche die Bedeutung von Clustereffekten rund um Lead User auf. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag, um das Verhalten von Behörden in OSS-Projekten zu erklären und darauf reagieren zu können. ### Einreichung im Akademic Track Zenodo-DOI: https://zenodo.org/records/14616445 Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/G98RWH/

Mar 26, 202525 min

Von proprietär zu Open-Source -Umstellung der kommunalen GDI bei der Stadt Reutlingen (fossgis2025)

Die Stadt Reutlingen, eine Großstadt in Baden-Württemberg, stellte ihre kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) von proprietärer auf Open-Source Software um. Ziel ist eine größere digitale Souveränität, Lizenzkostenreduktion und Unabhängigkeit von kommerziellen Anbietern. Im Vortrag wird die Vorgehensweise der Systemmigration und der Aufbau der neuen Open-Source GDI vorgestellt. Key Facts Stadt Reutlingen: • Reutlingen eine der neun Großstädte Baden-Württembergs mit 118.000 Einwohnern • mehr als 2.600 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter • Die Hochschulstadt und frühere Reichsstadt ist die größte Stadt und zugleich Kreisstadt des Landkreises Reutlingen • Sie gehört zur Region Neckar-Alb und zur Metropolregion Stuttgart. Nahebei befindet sich die Mittelstadt Tübingen (12 Kilometer westlich), die nächste Großstadt ist Stuttgart (31 Kilometer nördlich) • Mit der Spreuerhofstraße besitzt Reutlingen die engste Straße der Welt • 17,5 Prozent der Gemarkung Reutlingens gehören zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb, weshalb sich die Stadt auch als das „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet Key Facts Sachgebiet GeoInformationsSystem der Stadt Reutlingen: • Im Baudezernat, Amt für Stadtentwicklung und Vermessung, Abteilung Vermessung • Die Stadt Reutlingen ist Untere Vermessungsbehörde in Baden-Württemberg • Das Geoinformationssystem wurde 1997 aufgebaut mit dem Liegenschaftskataster als erste Datenbank-Fachschale • Team von 5 Personen • stadtinterner "GIS-Dienstleister" • 250.000 interne Zugriffe auf das Web-GIS Auskunftssystem im Jahr • ca. 75 Datenbankthemen • ca. 29 Themen, welche von den Fachämtern über GIS-Schnittstellen fortgeführt werden • seit 2020 Geoportal im Internet für Bürger mit verschiedenen Themenkarten • Umstellung der GDI auf Open-Source Software von 2021 bis Ende 2024 Motivation zur Umstellung auf Open-Source-Software: • Abhängigkeit der GDI an Autodesk durch amtliche Führung und Qualifizierung des Liegenschaftskatasters • Änderungen in der Lizenzpolitik und stetig steigende Lizenzkosten • Mit dem Wechsel der ALKIS Softwarelösung zur Lösung des Landes Baden-Württembergs, gab es keine Abhängigkeiten mehr zur bestehenden GIS-Software • Suche nach alternativer Software zum Aufbau einer modernen GDI • Bei der Wahl der Systeme war es uns wichtig, zukünftig softwaretechnisch unabhängiger zu werden (Digitale Souveränität) • Die Datenmigration und Systemumstellung sollte in Eigenregie durchgeführt werden können - ohne Abhängigkeit von einem Hersteller oder Dienstleister • Ziel war es auf eine möglichst unabhängige und lizenzkostengünstige GDI zu wechseln • Durch die Nutzung von Standards (OGC-konforme Geodatendienste) sollte eine zukunftssichere Infrastruktur geschaffen werden • Schnell fiel die Wahl auf eine freie, quelloffene Softwareumgebung Systemmigration: • Ausgangslage war eine überwiegend proprietäre GDI. Sie bestand aus einer Oracle Datenbank, die mit verschiedenen Autodesk-Programmen administriert werden konnte. Die GDI bestand aus folgenden Hauptkomponenten: o Datenbank (Oracle/Topobase) - Die Kartendarstellung für das Web-GIS Auskunftssystem erfolgte über die Software MapGuide Maestro und Autodesk Infrastructure Studio o Datenaufbereitung (AutoCAD MAP 3D) - Über AutoCAD erfolgte auch die Einpflegung, Änderung und Löschung von Geoobjekten o Kartenserver (MapGuide Open Source) o Web-GIS (TBview) - Die aufbereiteten Daten wurden im Web-GIS Auskunftssystem den Benutzern bereitgestellt • Ersetzten von drei Hauptkomponenten durch Open-Source-Produkte o Datenbank -> PostgreSQL o Datenaufbereitung & -fortführung -> QGIS o Kartenserver -> QGIS-Server • Themenweise Migration der Daten (entsprechend der Datenbank-Fachschalen) • ALKIS GIS-Datenbank -> PostNAS Suite Vorgehen: 1. Datenmigration von Oracle in PostgreSQL (PostGIS) o Datenmigration war der Schwerpunkt einer Bachelorarbeit 2021/2022 o Es wurden die vorhandenen Daten in Oracle gesichtet und untersucht, um deren Struktur besser verstehen zu können und zu wissen, worauf bei der Datenmigration geachtet werden musste o Überlegen wie diese Anforderungen in PostgreSQL umgesetzt werden können (z.B. Topologie) o Ausarbeitung eines möglichst automatisierten Migrationsprozesses o Für den Migrationsprozess wurde die Software FME verwendet. Diese Software war zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre bei der Stadtverwaltung Reutlingen im Einsatz 2. Stilisierung der Themen aus MapGuide in QGIS nachbilden o kann durch Fachkraft/Azubi durchgeführt werden o Symbole lagen als AutoCAD Block-Elemente vor o Symbole werden in Inkscape als SVG-Datei neu erstellt 3. Publikation der Themen mit QGIS-Server und MapProxy über WMS/WMTS o QGIS Projekte können direkt über den Server publiziert werden o für gecachte Services wird MapProxy eingesetzt 4. Einbindung der neu aufbereiteten Themen in Web-GIS (TBview) o Einbinden von PostgreSQL-Datenbanken o Einbinden von WMS/WMTS-Diensten 5. Umstellung der (mobilen) Erfassungsmasken auf QGIS, QField oder w

Mar 26, 202523 min

Was wäre, wenn wir Algorithmen demokratisieren? Kollaborative Infrastrukturen für UDZ (fossgis2025)

Das Paper zeigt, wie neue kollaborative Infrastrukturen für Urbane Digitale Zwillinge eine bessere Teilhabe und Zugang zur Simulationsentwicklung schaffen können. Am Beispiel von drei Open-Source-Tools aus dem „Connected Urban Twins“-Projekt wird demonstriert, wie Szenarien für Stadtentwicklungsprozesse gemeinsam entwickelt, analysiert und zugänglich gemacht werden können. Ziel ist eine nachhaltigere, inklusivere Planung, die durch vielfältige Perspektiven blinde Flecken in Modellen reduziert. Was wäre, wenn wir Algorithmen demokratisieren? Neue kollaborative Infrastrukturen für Modelle und Simulationen in digitalen Stadtzwillingen Als Teil der Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts widmen sich immer mehr Städte und Kommunen der Entwicklung und dem Einsatz von Urbanen Digitalen Zwillingen. Neben einer großen Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Visualisierung und Informationsbereitstellung steht vor allem die Erstellung von "Was wäre, wenn?"-Szenarien im Vordergrund. Die Auswirkungen von Planungen sollen, so das Versprechen, durch unterschiedlichste Analyse- und Simulationsalgorithmen bereits in einem frühen Stadium berechnet, analysiert und bewertet werden. Damit sollen nicht nur Effizienzgewinne ermöglicht, sondern auch die inhaltliche Qualität der Planung im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung erhöht werden. Gleichzeitig existiert neben einer Bandbreite an proprietären Lösungen kaum eine offene und öffentliche Infrastruktur, die die systematische Erstellung, Bereitstellung und Nutzung von Simulationsmodellen und Algorithmen unterstützt. Dieses Paper präsentiert drei miteinander verschränkte FOSS-Tools, die in den vergangenen zwei Jahren im City Science Lab der HafenCity Universität Hamburg im Rahmen des "Connected Urban Twins" Projektes entwickelt, getestet und angewandt wurden. Dazu zählt eine Urban Model Platform zum Bereitstellen und Ausführen von dezentralen Algorithmen (https://github.com/citysciencelab/urban-model-platform), ein Scenario Explorer Tool zur Erstellung, Verwaltung und Teilen von urbanen Szenarien zwischen diversen Stakeholdern (https://github.com/citysciencelab/materportal-scenario-explorer) und ein Urban Model Builder zur kollaborativen Neu- und Weiterentwicklung von Simulationsmodellen basierend auf urbanen Daten (https://github.com/citysciencelab/urban-model-builder). Alle Tools sind über offene Standards wie die OGC API Processes verknüpft, bauen auf anderen quelloffenen Projekte wie dem Masterportal oder der Open-Source Simulation Library des InsightMaker auf und ermöglichen die offene und kollaborative Erstellung von Simulationsmodellen sowie deren Nutzung in der Planungspraxis. Kern der Tools ist die praktische Umsetzung und Überführung des Multi-modeling Ansatzes in die Stadtentwicklung: Nur durch eine vielfältige und offene digitale Repräsentation von städtischen Prozessen und Phänomenen durch eine Bandbreite an Expert:innen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und interessierten Bürgern können unterschiedliche blinde Flecken von Simulationsmodellen erkannt und abgeschwächt werden. Dafür ist sowohl eine offene Umgebung zur gemeinsamen Entwicklung, Diskussion der enthaltenen Annahmen und Bereitstellung von Simulationsmodellen notwendig, als auch eine offene Plattform zum Teilen unterschiedlichster Algorithmen. Nicht zuletzt gilt es, das Teilen und Organisieren der resultierenden Szenarien zwischen unterschiedlichsten Stakeholdern zu ermöglichen. Neben der Funktionsweise der Tools werden erste Ergebnisse von diversen User-Testings sowie mögliche Weiterentwicklungen und Einsatzmöglichkeiten der Tools dargelegt. #### Einreichung im Akademic Track Zenodo-DOI: https://zenodo.org/records/14615602 Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/3DRWEE/

Mar 26, 202524 min

Von Proprietär zu QGIS (fossgis2025)

QGIS erfreut sich einer großen Beliebtheit. Der Regionalverband Ruhr setzt QGIS schon seit einiger Zeit als Standard GIS-System ein. In diesem Vortrag sollen die Erfahrungen geteilt werden wie ein Umstieg von ArcGIS erfolgen kann. Dabei werden Aspekte wie Kosten, Features, Einbindung in eine vorhandene GDI betrachtet. Open-Source-Software im GIS-Bereich ist beim Regionalverband Ruhr seit Jahren etabliert. Ein Ausbau hin zu mehr freier Software und Abbau von proprietärer Software wird im Sinne der digitalen Souveränität vorangetrieben. Die voranschreitende Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung führt dazu, dass immer mehr Verwaltungsmitarbeitende die Anforderung eines leistungsfähigen GIS an ihrem Arbeitsplatz haben. Der dafür nötige Ausbau der Lizenzen proprietärer Software stand dabei aufgrund von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen nicht im Fokus. Die Übertragbarkeit von Lösungen auf unsere Mitgliedskommunen, ohne dass hier weitere Lizenzkosten entstehen, sind ein weiterer zentraler Mehrwert. QGIS hat sich so in den letzten Jahren beim Regionalverband Ruhr und einigen Mitgliedskommunen zum Standard-GIS entwickelt. Eine Migration zu einer neuen Software bedeutet aber auch immer eine intensive Planung und Kommunikation. Die Erfahrungen, die beim Regionalverband Ruhr gemacht wurden, sollen hier geteilt werden. Folgende Punkte sollen unter anderem betrachtet werden: • Wirtschaftlichkeit • Nutzungsszenarien • Plugins • Verknüpfung mit mobilen Anwendungen Aber auch Grenzen und wo QGIS noch Nachholbedarf hat, sollen dargestellt werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/JABDMA/

Mar 26, 202522 min

Die Leistungsfähigkeit großer Sprachmodelle für Geoparsing-Aufgaben (fossgis2025)

Wir präsentieren einen Geoparsing-Workflow, der Name Entity Recognition und Geokodierung kombiniert, um Ortsangaben inklusive Hausnummern aus Texten zu extrahieren und in einem WebGIS zu visualisieren. Wir haben moderne großer Sprachmodelle (LLM) wie Meta Llama3.1-70b-instruct und Mistral-large wurden getestet und dabei herausgefunden, dass ein hybrider Open-Source-Ansatz bis zu 90 % der Standorte korrekt erkennt - womit der Ansatz besser ist als Anthropic Claude und ChatGPT o1-preview. Geoparsing ist ein Prozess, der Name Entity Recognition (NER) und Geocoding kombiniert, um Freitext zu verarbeiten und in ihnen geolokalisierte Begriffe zu identifizieren, die dann mit Geocoder API in in räumliche Koordinaten umgewandelt werden. Das Forschungsprojekt erfolgt im Rahmen einer Kooperation mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen Hamburg (LIG) und verfolgt das übergeordnete Ziel, einen Geoparsing-Workflow zur Verarbeitung der Open-Source-Datenbank des Hamburger Parlaments („Bürgerschaft“) zu entwickeln (Dally et al., 2024). Konkret sollen Immobiliengrundstücke erfasst werden, die in der öffentlichen Diskussion stehen – für die eine große Vielzahl von PDF-Dateien verarbeitet und in einem WebGIS-System visualisiert werden sollen. Um die Routineaufgaben des LIG zu erfüllen, ist ein leistungsfähiger Geoparsing-Workflow notwendig, dessen 1) Ortserkennung auch Hausnummern enthalten sollte, und 2) eine genaue Kodierung der räumlichen Kartenkoordinaten sicherstellt. In einer früheren Projektphase wurde das flair/ner-german-large Modell zur Standortbestimmung verwendet (Mellow & Chang, 2023) und der Fokus der Untersuchung auf eine lokale Zeitung ("Elbewochenblatt") gelegt. Allerdings wurde festgestellt, dass das Flair-Modell nicht in der Lage ist, vollständige Adressen einschließlich Hausnummern zu ermitteln. Daher eruieren wir jetzt die funktionalen Möglichkeiten aktuellerer LLM-Modelle. Um präziser einschätzen zu können, wie viele Ortsbegriffe erkannt werden, haben wir einen Validierungsworkflow entwickelt (einschließlich eines Prozesses zur räumlichen Verknüpfung mehrerer geokodierter Punktkoordinaten), der automatisch den Prozentsatz der von jedem Modell erkannten Ortsbegriffe vergleicht und berechnet. Mit der schnellen Entwicklung von Large Language Models (LLM) ist es einfach geworden, entsprechende Ortslisten zu extrahieren – die Ergebnisqualität aber blieb bisher eine offene Frage. Dieser akademische Vortrag konzentriert sich daher auf die Qualität dieser Open-Source-LLMs, von denen wir haben Meta Llama3.1-70b-instruct und Mistral-large-2 getestet haben, um sie mit Claude-sonnet-3.5-new und OpenAI o1-preview zu vergleichen. Für die Geokodierung verwenden wir OpenSource Geocoder: Nominatim und Mapbox Geocoder API. Für die Adressen mit Hausnummern ziehen wir zusätzlich die die vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) offiziell veröffentlichten Adressen der Stadt Hamburg heran. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass ein hybrider Open-Source-Ansatz bis zu 90% eindeutige Standorte aus dem Text gewinnen kann, einschließlich der vollständigen Adresse mit Hausnummern. Claude erreicht hingegen nur 53%, o1-preview 60%. Wir haben auch festgestellt, dass LLM bei der Extraktion der Namen von Institutionen (z.B. Schulen) ohne Adressangabe in den Texten eingeschränkt ist. Im Anschluss an die NER-Validierung wird sich das Projekt in naher Zukunft dem Fine-tune eines Open-Source-Sprachmodells widmen. Dabei ist eine Entscheidung darüber zu treffen, ob das Modell – in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von GPU-Ressourcen – mit der Parametergröße 7b oder 70b verwendet wird. Das mittelfristige Ziel ist die Entwicklung eines Chatbots, der in der Lage ist, Fragen zu konkreten den Themen der Stadtentwicklung wie z.B. „Verdichtung“, „Vorkaufsrecht“ und „Magistralenplanung“ zu beantworten. #### Einreichung im Akademic Track Zenodo-DOI: https://zenodo.org/records/14616472 Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/YTFJYY/

Mar 26, 202525 min

Small seeds - FOSS Communities stärken! (fossgis2025)

Mehr finanzielle Mittel für Freie und Open-Source-Software – die unendliche Geschichte. In einer von Start-ups, VC Funding und datensammelnden Apps geprägten Tech-Welt ist der Kampf um nachhaltige Finanzierungen für ethische Technologieprojekte besonders hart. Nach einigen großen Erfolgen für die Förderung von FOSS in den letzten Jahren geht es in diesem Vortrag nun darum, die kleinen, weniger sichtbaren zivilgesellschaftlichen Projekte nicht zu vergessen. Wie kann man Technologie nachhaltig finanzieren? Diese Antwort hören wir immer wieder: Infrastruktur und Maintenance fördern, und bitte unbedingt auch dieses eine Projekt unterstützen, das jemand in Nebraska ohne Dank seit 2003 am Laufen hält. Das ist fraglos alles sehr wichtig. In diesem Vortrag wollen wir jedoch der Frage nachgehen, warum eine vielfältige Förderlandschaft, die auch die Unterstützung neuer Zielgruppen mit frischen Ideen ermöglicht, extrem wertvoll für FOSS-Communities sein kann. Wie können wir bestehende Förderstrukturen nutzen, sie so zurechtbiegen und anpassen, dass sie den tatsächlichen Bedürfnissen der Communities gerecht werden? Wie können wir diese Strukturen sinnvoller für förderferne Projekte und Personen gestalten? Wie können wir Förderinfrastrukturen so aufbauen, dass sie mehr Vielfalt, neue Ideen und Inklusion in unsere Communities bringen? Und wie fördern wir dabei möglichst nachhaltig? Hintergrund dieses Vortrags sind unsere Erfahrungen bei der Umsetzung des deutschen FOSS-Förderprogramms Prototype Fund, in dessen Rahmen wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in den letzten acht Jahren fast 400 Projekte finanzieren konnten. Von Frontend-Apps wie [StreetComplete](https://streetcomplete.app/) bis zu Hintergrundinfrastruktur wie [OSM2PGSQL](https://osm2pgsql.org/generalization/) durften wir dabei auch zahlreiche Projekte aus der OSM Community unterstützen. Nach einer umfassenden internen und externen Evaluierung haben wir angesichts des Auslaufens der aktuellen Förderperiode im vergangenen Jahr eine neue, nachhaltigere Förderstruktur für sogenannte „early stage“-Innovationsprojekte konzipiert und aufgebaut. Dieser Vortrag ist ein Aufruf an staatliche Institutionen, Geldgeber und andere Förderorganisationen, ihre Kräfte zu bündeln, über die Grenzen ihrer traditionellen Fördermodelle zu treten und ein breites und dynamisches Netzwerk von kleinen, vielfältigen und leichtgewichtigen Fördertöpfen zu schaffen, die den Bedürfnissen verschiedener Gruppen und Communities gerecht werden. Es ist eine Einladung an die Communities, gemeinsam ihre Bedürfnisse zu formulieren, um Strukturen aufzubauen, die ihre Arbeit auch wirklich unterstützen können. FOSS-Projekte, egal ob gut etabliert oder gerade erst im Entstehen, ob groß oder klein, bergen Hoffnung auf eine bessere Welt. Wir wollen ihnen die Unterstützung geben, die sie brauchen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/GLEBGA/

Mar 26, 202524 min

Open ALKIS? – Oder was passiert, wenn der deutsche Föderalismus auf EU-Recht trifft (fossgis2025)

Wir befinden uns im Jahr 2024. Die Durchführungsverordnung (EU) 2023/138 tritt in Kraft und sorgt dafür, dass wesentliche Teile des Liegenschaftskatasters als Open Data zur Verfügung stehen. Das gilt auch in Deutschland für ALKIS. Doch hier sind die Bundesländer zuständig, was zu einem Sammelsurium von Umsetzungen führt. Und ein von unbeugsamen Bajuwaren bevölkertes Land hört nicht auf, den Europäern Widerstand zu leisten. Das Leben ist nicht leicht für Open Data-Enthusiasten... Seit dem 9. Juni 2024 gilt die „Durchführungsverordnung (EU) 2023/138 der Kommission vom 21. Dezember 2022 zur Festlegung bestimmter hochwertiger Datensätze und der Modalitäten ihrer Veröffentlichung und Weiterverwendung“. Diese steht auch in Zusammenhang mit INSPIRE und legt für die Datenkategorien Georaum, Erdbeobachtung und Umwelt, Meteorologie, Statistik, Unternehmen und Eigentümerschaft von Unternehmen sowie Mobilität Datensätze fest, die unter den Bedingungen der Lizenz Creative Commons BY 4.0 oder einer gleichwertigen oder weniger einschränkenden offenen Lizenz in einem öffentlich dokumentierten, unionsweit oder international anerkannten offenen, maschinenlesbaren Format über Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) und Massen-Download in ihrer jeweils aktuellsten Version zur Weiterverwendung zur Verfügung gestellt werden. Diese Datensätze umfassen insbesondere auch Gebäude, Flurstücke/Grundstücke (Katasterparzellen), Referenzparzellen und landwirtschaftliche Parzellen, die in Deutschland als wesentliche Inhalte des Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems (ALKIS) von den Vermessungsverwaltungen der Länder erfasst werden. Die Geltung der o.g. Durchführungsverordnung zum 9. Juni 2024 hat dazu geführt, dass nun 15 von 16 Bundesländern entweder die kompletten ALKIS-Daten gemäß GeoInfoDok (aber aus Datenschutzgründen ohne Eigentümerangaben) oder in der sogenannten Schemavariante „Vereinfachtes Datenaustauschschema“ als Open Data zur Verfügung stellen. Lediglich Bayern schert hier mit einer fragwürdigen Begründung aus. Im Vortrag wird der aktuelle Stand der Verfügbarkeit von ALKIS-Open Data in den verschiedenen Bundesländern aufgeschlüsselt und gegenübergestellt, insbesondere bzgl. Lizenzen, APIs, Massen-Download und Formaten sowie den sich daraus ergebenden Nutzungsmöglichkeiten in Open Source-Systemen wie QGIS und GeoServer. Des Weiteren werden Möglichkeiten vorgestellt, wie diese Daten als „Open Data++“ – besser als von den Ländern umgesetzt – bereitgestellt und genutzt werden können. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/TRJW9F/

Mar 26, 202531 min

Vektor Tiles für Karten mit Echtzeitdaten (fossgis2025)

Vektorkacheln sind eine effiziente Art, um Karten mit grossen Mengen an Echtzeitdaten bereitzustellen. IoT-Anwendungen oder Karten mit Wetter-, Verkehrs- oder anderen Live-Daten benötigen ein kompaktes Format zur Übertragung aktualisierter Daten. Vektorkacheln mit ihren leistungsfähigen Styling-Möglichkeiten werden von diversen JavaScript-Kartenviewern unterstützt. Dieser Vortrag zeigt, wie man Echtzeitdaten mit MapLibre und OpenLayers darstellen kann. Auf der Serverseite wird [BBOX](https://www.bbox.earth/) verwendet, um Kacheln aus einer PostGIS-Datenbank bereitzustellen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/HEWMUB/

Mar 26, 202524 min

Open Data des BKG (II) (fossgis2025)

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) hat ein breites Open Data-Angebot, das auf der letzten FOSSGIS-Konferenz in Hamburg vorgestellt wurde. Was hat sich mit der Umsetzung der HVD-Verordnung an diesem Angebot getan? Im Vortrag wird kurz die Durchführungsverordnung 2023/138 zur Festlegung bestimmter hochwertiger Datensätze und der Modalitäten ihrer Veröffentlichung und Weiterverwendung (HVD-Verordnung) vorgestellt. Ergänzend wird geschaut, ob durch sie neue „High-Value Datasets“ als Open Data zur Verfügung gestellt wurden und werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/J8PRK8/

Mar 26, 202523 min

Schnupperkurs: Das Potential von QGIS mit der Python-Konsole freischalten (fossgis2025)

Programmierung mit Python ermöglicht es, sich eigene Werkzeuge in QGIS zu erstellen und so den Funktionsumfang von QGIS individuell zu erweitern und den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Aber wie funktioniert das alles eigentlich und womit fängt man an? Dieser Vortrag gibt einen kurzen und verständlichen Überblick auch für alle ohne Programmier-Vorkenntnisse. Wir werden live ein kleines Werkzeug schreiben, an dem wir die grundlegenden Konzepte vorstellen und zeigen: es ist gar nicht so schwierig. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/DN7PCA/

Mar 26, 202522 min

Visualisierung von historischen Schiffsrouten mit unscharfer Datengrundlage (fossgis2025)

Im Forschungsverbund DiViAS (www.divias.de) werden Quellen wie Logbücher und Journale aus dem 18./19. Jh. ausgewertet und analysiert. Im Fokus dieses Vortrags stehen dabei verschiedene Möglichkeiten der Visualisierung von Schiffsrouten mit unscharfer Datengrundlage, welche mit QGIS und Mapbox erstellt werden. Grundlage für die kartographische Darstellung ist eine KI-gestützte Extraktion von unscharfen Orts- und Zeitangaben aus diesen Quellen und deren Modellierung in einer PostgreSQL-Datenbank. Im Forschungsverbund DiViAS werden bislang kaum verknüpfte wissenschaftliche Methoden und Praktiken in der Digitalisierung, Forschung und Repräsentation von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten und deren Bewegungen in einem zukunftsweisenden transdisziplinären Forschungsprofil systematisch zusammengeführt. Den Ausgangspunkt bilden die großen Sammlungen und archivalischen Überlieferungen des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg und des Akademie-Projekts Prize Papers, deren Entstehungskontexte eng mit europäischer Expansion und Kolonialismus verbunden sind. Bei den zu visualisierenden Schiffsrouten handelt es sich zum einen um deutsche Strafexpeditionen in der Bismarcksee im heutigen Papua-Neuguinea aus dem 19. Jahrhundert und zum anderen um Handels- und Kaperfahrten europäischer Seemächte aus dem 18. Jahrhundert. Die aufgezeichneten Logbücher, Berichte und Journale werden transkribiert und mithilfe von Sprachmodellen und Verfahren des Natural Language Processing, wie der Named Entity Recognition, nach Orts- und Zeitangaben durchsucht. Zusätzlich werden räumliche und zeitliche Präpositionen wie „nach“ oder „bei“ extrahiert. Eine große Herausforderung stellt die inhärente Unschärfe dar, die sich sowohl auf Geometrien (z. B. Schiffsrouten, Orte) als auch auf Zeitangaben bezieht. Ursächlich für die Unschärfe können beispielsweise Messfehler bei der Positionsbestimmung, ungenaue Angaben oder Datenlücken sein. Die Unschärfe in Standortbeschreibungen kann, abhängig von der textlichen Beschreibung, vielfältige Ausprägungen annehmen. Daher werden zunächst sogenannte Möglichkeitsräume definiert, die die gesamte räumliche Ausdehnung der entsprechend einer Ortsbeschreibung möglichen Standorte umfassen. Zur visuellen Kommunikation von Unschärfe werden anschließend mittels QGIS Ansätze der kartographischen Symbolisierung unter Nutzung visueller Variablen (z. B. Blurring, Transparenz) herangezogen, aber auch Möglichkeiten dynamischer Effekte wie Animationen exploriert. Um den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Nutzergruppen bei der Erkundung der visualisierten Informationen gerecht zu werden, werden unterschiedliche kartographische Aufbereitungen der Inhalte auf OSM-Basis aber auch unter Verwendung einer frei zugänglichen historischen Kartenbasis genutzt. So ergeben sich z. B. durch die Anwendung narrativer Techniken beim kartenbasierten Storymapping mit Mapbox unter Nutzung der Schnittstellen zum raumzeitlichen Datenmanagement mit PostgreSQL/PostGIS neue Möglichkeiten der Vermittlung von historischen Zusammenhängen. Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Arten der kartographischen Repräsentation von raumzeitlicher Unschärfe gezeigt und deren Anwendbarkeit in verschiedenen Nutzungskontexten diskutiert. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/E8EPG3/

Mar 26, 202527 min

QGIS-Werkzeuge und Python (fossgis2025)

Mit Python kann der Funktionsumfang von QGIS erweitert werden, aber es muss nicht immer ein QGIS-Plugin sein: Häufig lohnt es sich auch mit Python neue Werkzeuge in QGIS zu erstellen. Wie funktioniert das? In diesem Einführungsvortrag wird zunächst die Python-Schnittstelle der QGIS-Werkzeugkiste vorgestellt und es werden Möglichkeiten und Grenzen der Werkzeugentwicklung diskutiert (zum Beispiel im Vergleich zum Model Builder und zur Pluginentwicklung). Anschließend wird auf der Basis eines Templates in einem einfachen Codebeispiel ein neues QGIS-Werkzeug erstellt und gezeigt, an welchen Stellen Python-Code angepasst und was dabei beachtet werden muss. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/9SDESW/

Mar 26, 202525 min

Open Data in D: Perfekte Idee, halbherzige Umsetzung? Ein Erfahrungsbericht. (fossgis2025)

Open Data ist gut, aber nur, wenn ... Lange haben wir sie gefordert und darum gekämpft und zum Glück gibt es sie jetzt, diese deutschen offenen Geobasisdaten, in allen Bundesländern, aber mit unterschiedlicher Ausprägung. Mein persönlicher Erfahrungsbericht soll den aktuellen Status und das Verbesserungspotenzial zeigen und zur Diskussion zwischen Nutzern und Anbietern anregen . Der Vortrag soll den aktuellen Status zu deutschen offenen Geobasisdaten beschreiben und basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen bei der Erstellung und Befüllung des QGIS-Plugins "GeoBasis_Loader" mit Open Data Quellen des Bundes und der Landesvermessungsämter. Vorgestellt werden der Status Quo, also, was ist schon gut und wo sollte (dringend) nachgebessert werden. Konstruktive Kritik ist gefragt, also wie können wir mit unseren Erfahrungen Input geben, was können und sollten wir fordern? Kriterien sind dabei z. B. die Verfügbarkeit, die Auffindbarkeit, Layerstrukturen, Visualisierung, Projektionen, Masstabsgrenzen, Stabilität, Performance, Formate sowie die fehlende Vereinheitlichung. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/XBXSVJ/

Mar 26, 202526 min

Wie MapLibre und Vektorkarten die Welt übernehmen (fossgis2025)

Vektorbasierte Karten sind die Zukunft! Oder vielleicht sogar schon die Gegenwart? In diesem Vortrag werden beide Perspektiven beleuchtet! Bart spricht aus der Perspektive der Entwicklung von MapLibre, und gibt einen Einblick in den neuesten Stand. Just erzählt von seinen Erfahrungen als Benutzer der MapLibre-Stack um vektorbasierte Karten zu gestalten. Bart Louwers, der seit zwei Jahren Maintainer von MapLibre Native ist, gibt ein Update über spannende neue Entwicklungen bei MapLibre. In der C++-Version von MapLibre stehen jetzt nicht nur eine, sondern zwei neue Rendering-Backends zur Verfügung (Vulkan und Metal). Seit Version 5.0.0 unterstützt MapLibre Web zudem die Darstellung der Erde als Globus. Just van den Broecke, ein erfahrener niederländischer Kartograph, spricht über die neuen Herausforderungen, die die Erstellung von vektorbasierten Karten mit dem MapLibre-Stack mit sich bringt – im Gegensatz zur Arbeit mit Rasterkarten in Tools wie Mapnik. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/7BYCBD/

Mar 26, 202522 min

Ergebnispräsentation des Hackathon #ifgiHACK25 (fossgis2025)

In diesem doppelten Lightning-Talk-Block werden im Schnelldurchlauf die Ergebnisse des Hackathon #ifgiHACK25 am Montag und Dienstag präsentiert. In diesem doppelten Lightning-Talk-Block werden im Schnelldurchlauf die Ergebnisse des Hackathon [#ifgiHACK25](https://fossgis-konferenz.de/2025/socialevents/ifgiHACK.php) am Montag und Dienstag präsentiert. Die von der Jury nominierten drei besten Ergebnisse werden vorgestellt. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/PDKWKU/

Mar 26, 202513 min

Amtliche Orthofotos zentral verfügbar: Eine Open-Source-Lösung für Deutschland (fossgis2025)

In Deutschland werden amtliche Orthophotos mittlerweile in allen Bundesländern frei zugänglich bereitgestellt, geregelt durch die INSPIRE-Richtlinie. Doch die föderale Struktur führt zu 16 unterschiedlichen Diensten, die den Zugriff auf diese hochwertigen Bilddaten erschweren. Die vorgestellte Software bietet eine zentrale Lösung, die den deutschlandweiten Download vereinfacht. Ziel ist es, mehr Aufmerksamkeit für Orthophotos zu schaffen und deren Nutzung sowie Weiterentwicklung zu fördern. Orthophotos bieten durch hohe Bodenauflösung, spektrale Information und Lagegenauigkeit eine wertvolle Datenbasis für verschiedenste Anwendungsbereiche in der Fernerkundung, von Umweltforschung bis hin zur Stadtplanung. In Deutschland werden diese Aufnahmen im Zweijahresrhythmus erstellt und seit kurzem frei zugänglich gemacht, um der INSPIRE-Richtlinie zu entsprechen. Da Geobasisdaten in Deutschland Ländersache sind, wird die Aufnahme, Speicherung und Bereitstellung dieser Daten innerhalb der Bundesländer organisiert. Dies führt zu 16 unterschiedlichen Plattformen und Schnittstellen, die von modernen STAC-Katalogen bis hin zu WMS-Diensten reichen. Dieses Projekt stellt eine Softwarelösung vor, die den deutschlandweiten Zugriff auf Orthophotos vereinfacht und Nutzer die Möglichkeit bietet, Bilder unabhängig vom jeweiligen Dienst herunterzuladen. Die Software unterstützt das Herunterladen von RGB- oder RGBI-Daten und ermöglicht flexible geografische Abfragen. Diese Lösung richtet sich sowohl an Forschende als auch an Entwickler und zielt darauf ab, die Nutzung und Weiterentwicklung zu fördern. Die zentrale Bereitstellung und der vereinfachte Zugriff können dabei helfen, die föderal organisierten Daten für größere, regionsübergreifende Projekte leichter nutzbar zu machen und neue Möglichkeiten zur Datennutzung in Wissenschaft und Praxis zu erschließen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/UAG3YL/

Mar 26, 20253 min

Superset - Business Intelligence meets Cartography (fossgis2025)

Superset ist eine der meistgenutzten Open-Source Tools im Bereich der Business Intelligence (BI). Wir haben Superset um die Erstellung thematischer Karten erweitert, wodurch auch raum-zeitliche Aspekte besser analysiert werden können. In diesem Vortrag zeigen wir, wie sowohl Kartodiagramme, Choroplethenkarten, sowie Proportional Symbol Maps in Superset erstellt und für raum-zeitliche Analysen verwendet werden können. In diesem Vortrag wird das Open-Source-Tool Apache Superset vorgestellt, das als beliebte BI-Plattform vielseitige Datenvisualisierungen und interaktive Dashboards ermöglicht. Unsere Erweiterung fokussiert sich auf die Integration von Geodatenvisualisierungen und die Unterstützung raum-zeitlicher Analysen, was besonders für geografisch geprägte Anwendungen wie Stadtplanung und Umweltschutz wertvoll ist. Durch unsere Implementierung können u.a. folgende thematischen Kartentypen in Superset genutzt werden: Kartodiagramme, Choroplethenkarten und Proportional Symbol Maps. Mit diesen Kartentypen wird es möglich, zeitliche Trends und geografische Muster gleichzeitig zu analysieren. Der Vortrag zeigt praktische Anwendungsbeispiele, die das Potenzial der erweiterten Superset-Funktionalität für die Datenanalyse in der Business Intelligence unterstreichen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/VXTHU9/

Mar 26, 202526 min

Automatischer Import und Veröffentlichung von Betriebsmittelgeometrien mittels PyQGIS (fossgis2025)

Ziel von Versorgungsunternehmen ist ein minimaler Zeitraum zwischen Beendingung einer Baumaßnahme und Integration der Geodaten in die Leitungsauskunft. Eine Möglichkeit bietet die automatische Integration der Geometrien als Vorabauskunft. In der Umsetzung bei SachsenEnergie wurde für die Datenveröffentlichung ein ETL-Prozess auf QGIS/PyQGIS-Basis entwickelt, welcher differenziell und performant nächtlich die DXF-Daten in eine Datenbank überführt. Die Publikation der Daten erfolgt mittels WMS. Motivation Versorgungsunternehmen sind motiviert, den Zeitraum zwischen Beendigung einer Baumaßnahme und Aufnahme der neuen Betriebsmittel in die Leitungsauskunft möglichst gering zu halten. Fehlende Betriebsmittel in der Auskunft stellen eine Gefahr für die Beschädigung von Versorgungsinfrastruktur während einer Baumaßnahme dar. Der Prozess der als Grundlage für die Leitungsauskunft erfordert jedoch manuelle Aufwände und damit Zeit. Eine automatische Integration der Geometrien der eingemessenen Betriebsmittel ohne oder nur mit geringen Sachdaten in die Leitungsauskunft ersetzt nicht den Dokumentationsprozess, verringert aber die Zeit bis zur Veröffentlichung der Geometrien in der Leitungsauskunft. Systemvoraussetzungen Die GDI bei der SachsenEnergie ist durch den Einsatz verschiedener Technologien geprägt. Einmessdaten liegen im Format DXF vor, Betriebsmitteldaten werden im Smallworld GIS verwaltet, weitere Geodaten liegen in Oracle-Datenbanken. Zur Unterstützung von Geodatenanalysen und Publikation von Kartendiensten wird QGIS Desktop und Server eingesetzt. Mit der Nutzung der QGIS-Plattform als Schnittstellentechnologie wird die weitere Vertiefung des Einsatzes von QGIS bei der SachsenEnergie forciert. Technischer Aufbau Vorbemerkungen QGIS bietet die Funktion des Imports von DXF-Daten, welcher nicht direkt über die API verfügbar ist. Mittels PyQGIS wurde ein ETL-Prizess zur Überführung der Geometrien aus den DXF-Daten nach Oracle erstellt, welcher sich an der DXF-Import-Funktion orientiert. Die entsprechenden Daten im Oracle werden über den QGIS Server als WMS publiziert und an die Leitungsauskunft angebunden. Datenmodell Für die Speicherung der Einmessdaten wird ein relationales Modell aus drei Tabellen genutzt. Die Metadaten (u.a. Dateiname, Quellverzeichnis, Import-Datum) zu den DXF-Dateien werden in einer zentralen Tabelle gespeichert. Die Metadatentabelle ist die Grundlage für den differenziellen Datenabgleich. Über eine 1:n-Beziehung werden die Objektgeometrien in einer eigenen Tabelle gespeichert. Zusätzlich existiert eine weitere Tabelle zur Speicherung der Bounding Boxes, welche über eine 1:1-Beziehung zu den Metadaten verfügt. Die Bounding Boxes werden für die performante maßstabsabhängige Visualisierung als WMS benötigt. Beide Beziehungen sind mit einem Constraint versehen, sodass beim Löschen eines Metadatensatzes alle zugehörigen Objektgeometrien und die Bounding Box entfernt werden. ETL-Prozess Die Besonderheit im Umgang mit DXF-Dateien im QGIS ist, dass diese als Container von Sublayern interpretiert werden. Es existiert ein Sublayer pro enthaltenem Geometrietyp sowie eine GeometryCollection. Auch die GeometryCollection enthält Sublayer für jeden enthaltenen Geometrietypen sowie erneut eine GeometryCollection, in welcher im Falle der SachsenEnergie keine weiteren Daten enthalten sind und ignoriert wird. Der Prozess hat im Minimum folgende Aufgaben zu erfüllen: - Auslesen aller DXF-Dateien aus den Quellverzeichnissen - Differenzieller Abgleich zwischen Metadaten und DXF-Dateien - Metadatensätze löschen, für die es keine DXF-Dateien mehr gibt - Metadatensätze für DXF-Dateien anlegen, die noch nicht in die Datenbank importiert wurden - Sublayer der neuen DXF-Dateien auslesen und importieren - Sublayer der GeometryCollection auslesen und importieren - Bounding Box aus den importieren Objektgeometrien berechnen und in die entsprechende Tabelle importieren WMS-Dienst Die Oracle-Tabellen werden in einem QGIS-Projekt eingebunden, mit Filtern und Kartensignaturen durch die Fachabteilungen versehen und anschließend als WMS publiziert. Für jede Anfrage an der Leitungsauskunft wird ein PDF-Plot erstellt. Bei der Ploterstellung werden GetMap-Requests an den QGIS Server um den Parameter DPI und dem Wert 300 erweitert, sodass die Qualität der gerenderten Kartenbilder der Einmessdaten den restlichen Inhalten des PDF-Plots entspricht. Ergebnisse Durch die beschriebene Lösung war es möglich, den Zeitraum zwischen der Beendigung einer Baumaßnahme bis zu Veröffentlichung der Betriebsmittelgeometrien in der Leitungsauskunft signifikant zu verringern. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung an Betriebsmitteln wegen fehlender Informationen in den Auskunftsplänen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/CHX7PG/

Mar 26, 202522 min

FOSS-basierte Schnittstelle zum Management von Heritage BIM Modellen (fossgis2025)

Die Integration von Heritage BIM in die Erhaltung historischer Gebäude ist insbesondere bei der zukünftigen Bewirtschaftung dieser von hoher Relevanz. Am Beispiel des UNESCO-Welterbes Speicherstadt Hamburg wurde eine benutzerorientierte Schnittstelle entwickelt, welche es Nutzer:innen ohne BIM-Kenntnisse ermöglicht, Zugang zu strukturierten Gebäudeinformationen zu gewähren. Dafür wurden offene Standards wie IFC und FOSS genutzt, wodurch die Interoperabilität und Kollaboration gefördert wurden. Im Lightning Talk wird ein webbasiertes Dashboard (entwickelt mit Streamlit (Apache-2.0) und IfcOpenShell (LGPL-3.0)) vorgestellt, welches am Beispiel des Blocks H des UNESCO-Welterbes Speicherstadt Hamburg entwickelt wurde. Das Dashboard ermöglicht es, Nutzer:innen auf das HBIM-Modell zuzugreifen, ohne (proprietäre) Autorensoftware zu verwenden. Über das Dashboard können Gebäudeinformationen, abgelegt in sogenannten PropertySets, gelesen, exportiert und modifiziert werden. Der niedrigschwellige Zugriff auf strukturierte Gebäudedaten verbessert die kollaborative Zusammenarbeit und ermöglicht insbesondere das Verwalten von Aufgaben und Zuständigkeiten. So können Veränderungen an Gebäudeeigenschaften direkt durch die Verantwortlichen eingetragen werden, ohne die BIM-Modellierenden zu beauftragen. Dies ermöglicht das Einsparen eines Arbeitsschrittes, die Interpretation von Daten durch eine dritte Person und das Vermeiden von Fehlern. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/PTHZCL/

Mar 26, 20254 min

GDI per Knopfdruck: Automatisierung mit DevOps und Infrastruktur als Code (fossgis2025)

Der Vortrag zeigt auf wie eine Geodateninfrastruktur(GDI) automatisiert über Code eingerichtet werden kann und geht dabei auf die von uns genutzten Software-Bausteine und deren Alternativen ein. Es gibt viele Ansätze, eine Geodateninfrastruktur bereitzustellen. Durch die starke DevOps-Kultur bei siticom ist unsere haus­eigene Geodateninfrastruktur komplett über Code definiert und stark automatisiert. Dieser Vortrag beschreibt die Vorzüge und die Herausforderungen dieser Herangehensweise. Unsere Dienste laufen auf virtuellen Linux-Servern bei einem Cloud-Provider. Diese werden allerdings nicht manuell über eine Benutzeroberfläche „zusammengeklickt“, sondern mit dem Tool Terraform über Code definiert. Das ermöglicht Reproduzierbarkeit und einfache Anpassbarkeit. Das Einrichten der Server funktioniert über Ansible. Diese auf Python basierende Konfigurationssprache ist verhältnismäßig lesbar und stellt sicher, dass alle benötigten Programme auf den Servern installiert und alle notwendigen Dateien vorhanden sind. Sowohl die Terraform- als auch die Ansible-Konfiguration sind in Git-Repositories versioniert und können über die GitLab CI ausgeführt werden. Dies ermöglicht eine hohe Transparenz der Infrastruktur bei allen Teammitgliedern. Außerdem stellt es die Reproduzierbarkeit der Geodateninfrastruktur sicher, da alle alten Stände wiederhergestellt werden können. Die benötigten Passwörter und Zugänge werden in einem eigenen Secret-Speicher vorgehalten und bei jedem Deployment per API abgefragt. Dieser Ansatz erleichtert das Ändern von Zugängen wesentlich, was zu erhöhter Sicherheit beiträgt. Wir deployen unsere Software ausschließlich über Docker-Images, die wir sowohl aus öffentlichen als auch internen Docker-Registries beziehen. Die Konfiguration und Zusammenstellung wird über Docker-Compose-Dateien definiert, die selbstverständlich per Git versioniert sind. Um unsere Software aktuell zu halten, nutzen wir den Renovate Bot. Dieser prüft regelmäßig, ob alle Docker-Images bzw. Software-Bibliotheken auf dem neuesten Stand sind. Etwaige Updates können dann nach menschlicher Prüfung per Knopfdruck in die Konfiguration gemergt und direkt deployt werden. Ein Anwendungsfall dieser Automatisierung ist das Veröffentlichen von QGIS-Plugins im Intranet. Sobald eine neue Version eines QGIS-Plugins bereitsteht, wird dieses per GitLab-Release als Download bereitgestellt und in das QGIS-Plugin-Repository eingepflegt, von wo aus es für QGIS-Nutzer komfortabel genutzt werden kann. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/M79NLD/

Mar 26, 202526 min

aviary - ein generisches Python-Framework zur KI-Inferenz für Fernerkundungsdaten (fossgis2025)

aviary ist ein generisches Python-Framework, das die Inferenz von KI-Modellen für Fernerkundungsdaten vereinfacht. Es bietet verschiedene Pipelines mit austauschbaren, erweiterbaren Komponenten. Neben der Nutzung als Python-Package können vorgefertigte Pipelines über die Kommandozeile verwendet werden. Künftig sollen vortrainierte Modelle für diverse Anwendungsfälle sowie speziell auf Fernerkundungsdaten trainierte Foundation-Modelle bereitgestellt werden. Wir, das [*geospaitial lab*](https://github.com/geospaitial-lab) der *Westfälischen Hochschule*, sind ein Forschungsteam für Künstliche Intelligenz und kommunale Geoinformationen und haben in den letzten Jahren verschiedene Auftragsforschungen und Förderprojekte im Bereich automatisierter Auswertung von Mobile-Mapping-Daten und Luftbildern umgesetzt. Darunter war eine Auftragsforschung des *Kreises Recklinghausen*, in der versiegelte Flächen aus Luftbildern abgeleitet werden sollten. Dazu wurde ein KI-Modell trainiert und eine entsprechende Software (adois) entwickelt, mit der sich die KI-Inferenz ausführen lässt. Bei adois handelt es sich jedoch um eine prototypische Implementierung, die beispielsweise nur die Einbindung von Luftbildern über einen Web Map Service erlaubt und nicht als generische Lösung konzipiert wurde. Als der *Regionalverband Ruhr* uns daraufhin beauftragt hat, adois auch mit lokalen Daten anwendbar zu machen, haben wir uns daher entschieden, die Software neu zu konzipieren und zu entwickeln. Daraus ist aviary entstanden - ein neues Framework, das uns und anderen Forscher:innen und Anwender:innen in der Geoinformatik die Nutzung von KI-Modellen erleichtern soll - schließlich wollen wir uns aufs Forschen, Entwickeln und Trainieren konzentrieren. Die Inferenz von KI-Modellen hat verschiedenste Anforderungen, folgt jedoch stets einem ähnlichen Ablauf: - **Definition des Prozessierungsbereichs**: Welcher Bereich soll ausgewertet werden? - **Definition der Eingangsdaten**: Woher kommen die Eingangsdaten? Liegen sie lokal vor, werden sie über einen Web Service abgerufen oder sind sie in der Cloud? - **Definition der Vorverarbeitung der Eingangsdaten**: Wie werden die Eingangsdaten vorverarbeitet? - **Definition des KI-Modells**: Welches KI-Modell soll verwendet werden? - **Definition des Exports**: Wohin werden die Ergebnisse exportiert? Werden sie lokal gespeichert oder in die Cloud hochgeladen? aviary abstrahiert diese Schritte und bietet Pipelines, die aus verschiedenen Komponenten bestehen. Diese Komponenten sind austausch- und erweiterbar, sodass Anwender:innen eigene Pipelines bauen und bei Bedarf Funktionalitäten hinzufügen können. Dabei ist aviary so konzipiert, dass es möglichst effizient und skalierbar ist. Die Pipelines können beispielsweise auf einem lokalen Rechner oder je nach Bedarf in der Cloud ausgeführt werden. Neben der Möglichkeit, aviary als Python-Package zu nutzen, können Anwender:innen auch vorgefertigte Pipelines über die Kommandozeile verwenden. Dazu werden deklarative Konfigurationsdateien verwendet, mit denen die Pipelines auf einfache Weise definiert werden können. Dies macht aviary auch ohne Programmierkenntnisse nutzbar. Das Modell zur Ableitung versiegelter Flächen aus Luftbildern wurde in aviary integriert. Weitere Modelle und Pipelines sollen folgen, darunter auch vortrainierte Modelle für diverse Anwendungsfälle sowie speziell auf Fernerkundungsdaten trainierte Foundation-Modelle. Dies soll im Rahmen unserer Forschungstätigkeiten in [*URBAN.KI*](https://www.linkedin.com/company/urban-ki), der Deutschen KI-Initiative für Kommunen, umgesetzt werden. Bei Interesse ist die Dokumentation vorab unter [geospaitial-lab.github.io/aviary](https://geospaitial-lab.github.io/aviary) zu finden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/UWYEXY/

Mar 26, 202524 min

eoAPI - eine skalierbare Geodateninfrastruktur (fossgis2025)

In diesem Vortrag geht es um eoAPI, ein Open-Source-Baukasten zur schnellen Bereitstellung einer skalierbaren Geodateninfrastruktur auf Grundlage der STAC-Spezifikation. eoAPI ermöglicht die einfache Auffindbarkeit und breite Nutzung von Erdbeobachtungsdaten. Es werden ihre leistungsstarken Funktionen sowie die Komponenten TiTiler, Tipg, pgSTAC und stac-fastapi erläutert. In diesem Vortrag wird eoAPI vorgestellt, es handelt sich um einen modularen Baukasten aus Open-Source-Komponenten zur schnellen Bereitstellung einer skalierbaren, cloud-basierten und offenen Geodateninfrastruktur auf Grundlage der STAC-Spezifikation. Erfahren Sie, wie Sie mit eoAPI sowohl kleine als auch große Archive von Erdbeobachtungsdaten schnell und einfach auffindbar und interoperabel machen und einer breiten Anwenderbasis zur Verfügung stellen können. Das Ökosystem von eoAPI wurde von Development Seed in Zusammenarbeit mit der NASA, Microsoft Planetary Computer und anderen Partnern entwickelt. Entsprechende Backends, die mit eoAPI laufen, liefern derzeit Metadaten für Milliarden von STAC-Elementen und generieren täglich dynamisch Hunderttausende von Bildkacheln. Es werden die leistungsstarken Funktionen von eoAPI aufgezeigt und die einzelnen Komponenten wie TiTiler, Tipg, pgSTAC und stac-fastapi erläutert. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/PDRTAE/

Mar 26, 202523 min

GIS-Schulprojekte in Zusammenarbeit mit kommunalen Gebietskörperschaften (fossgis2025)

Zusammenarbeit zwischen einem technischen Gymnasium und den umliegenden kommunalen Körperschaften zur georeferenzierten Erfassung von Infrastrukturen. Im Rahmen eines einwöchigen Vermessungspraktikums vermessen Schüler/innen die Objekte und erfassen sie in einer georeferenzierten Datenbank. Grafische Darstellung und Datenhandling erfolgt mittels QGIS durch die Verbindung mit der Datenbank. Die Technologische Fachoberschule "Oskar von Miller" ist ein technisches Gymnasium in Meran in der nördlichsten italienischen Provinz Bozen mit der Spezialisierung "Hoch-/Tiefbau". Im Rahmen des jährlichen Vermessungspraktikums führen die Schülerinnen und Schüler der Abiturklassen (Alter 18-19 Jahre) in Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden Feldvermessungen mit den üblichen Instrumenten und Verfahren der Vermessungstechnik (Tachymetrie und GPS) durch. Immer öfter wird dabei von den Auftraggebern der Wunsch geäußert, die Daten GIS-fähig zu erfassen. Der Vortrag besteht in der Vorstellung zweier solcher Projekte, welche im vergangenen und im laufenden Schuljahr durchgeführt wurden. Im Schuljahr 2023/24 wurden die Friedhöfe einer benachbarten Gemeinde in einem Friedhofs-Informationssystem erfasst: sämtliche Gräber wurden georeferenziert vermessen und in einer "postGIS"-Datenbank abgelegt. Zusätzlich wurden in der Datenbank die Daten der Verstorbenen und der Grabeigentümer erfasst und mit den Gräbern verknüpft. Im laufenden Schuljahr 2024/25 wurde für eine andere Gemeinde der obligatorische Lichtplan aktualisiert. Sämtliche öffentliche Beleuchtungskörper und die entsprechenden Leitungsstränge wurden georeferenziert erfasst und ebenfalls in einer "postGIS"-Datenbank abgelegt. In beiden Fällen erfolgt die grafische Datendarstellung und der Export in übliche GIS-Formate mittels QGIS. Die Direktanbindung an die Datenbanken sorgt für Konsistenz im Datenbestand. Zusätzlich können mit dem QGIS-Plugin "Qlr Browser" die von der regionalen Kartografie-Behörde zur Verfügung gestellten Geodaten eingebunden und als separate Layer hinterlegt werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/9X7HXE/

Mar 26, 202525 min

GeoPandas - als Tool zur Basiskartenaktualisierung (fossgis2025)

Die Grundlagenkarte der Stadtwerke München ist eine Sammlung von Daten aus verschiedenen Quellen wie amtlichen Daten und eigenen Erhebungen. Sie umfasst ca. 14.000 km² und wird mit PostGIS verwaltet. 2024 wurden die ETL-Prozesse auf eine Open Source Lösung basierend auf Python und GeoPandas migriert, um die Flexibilität und Performance zu erhöhen. Die Transformationen werden auf einem Kubernetes-Cluster ausgeführt, wodurch der Import von mehreren Tagen auf 6 Stunden reduziert werden konnte. GeoPandas - als Tool zur Basiskartenaktualisierung Markus Gruber, Markus Albrecht Die Basiskarte (GEOBASISDATEN) der Stadtwerke München ist eine Vermengung von verschiedensten Datenquellen, welche den Bedürfnissen des Netzinformationssystems entsprechen. Hauptsächlich besteht die Basiskarte aus amtlichen Daten (ALKIS, DFK, …) vom Staatlichen Vermessungsamt, aus Zulieferer Daten von Fremdfirmen, OpenData oder selbst erfassten Daten der Fortführung und Planung der Stadtwerke München. Die Daten werden in unterschiedlichsten Formaten geliefert (XML, SHAPE, CSV) und werden erst in vorgelagerten PostgreSQL Schema und von diesen in das PostgreSQL Ziel Schema BK importiert. Die Basiskarte der SWM beinhaltet eine Fläche von ca. 14.000 qkm. Das Datenmodell wurde für den Anforderungen der SWM entwickelt, es enthält 67 Tabellen und ca. 30 Mio. Objekte. Sie ist die Datenbasis im Netzinformationssystem, in QGIS Anwendungen oder in Java REST Schnittstellen wie der Adress-Service. Der Vollimport wurde in der Vergangenheit mit verschiedensten ETL Tools aus dem Open Source oder kommerziellen Bereich mehr oder weniger zufriedenstellend durchgeführt. Anfang 2024 erfolgte in nur drei Monaten die Migration der bestehenden ETL Transformationen vom Kaufprodukt hin zur Open Source Python / GeoPandas Lösung, mit dem Ziel, wesentlich mehr Flexibilität und Performance zu gewinnen. Die Transformationen müssen in einer komplexen Prozesskette seriell, oder wenn möglich, parallel ausgeführt werden, so dass ein performanter Import mit allen Abhängigkeiten und Prioritäten erfolgreich durchgeführt werden kann. Mittels der der Open Source Python-Bibliothek Dask werden diese Aufgaben für paralleles und verteiltes Rechnen sichergestellt. Dask ist einfach zu verwenden und im Python Code einzubinden. Die Ausführung der Transformationen erfolgt auf der Open-Source Kubernetes Cluster, welcher on premise bei den SWM betrieben wird. Aufgrund der Skalierbarkeit ist es uns gelungen den bisherigen Import Prozess der Basiskarte von mehreren Tagen auf 6 Stunden zu reduzieren. Aufgrund der hohen Flexibilität von GeoPandas können jetzt neue Anforderungen im Bereich von Geo-Daten Schnittstellen oder Auswertungen problemlos implementiert werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/ZVWA9T/

Mar 26, 202524 min

Eine Reise durch die Geoportale Deutschlands (fossgis2025)

Im letzten Jahr musste ich Datensätze für Feldgrenzen in Deutschland finden. Was erst einmal einfach klingt endete mit einer Odyssee durch die verschiedensten Geoportale der Länder. Ich nehme euch auf dieser Reise mit und beschreibe, was mir bei der Reise aufgefallen ist und wie man diese Erfahrung in der Praxis verbessern könnte. Im letzten Jahr musste ich Datensätze für Feldgrenzen in Deutschland finden. Was erst einmal einfach klingt endete mit einer Odyssee durch die verschiedensten Geoportale der Länder. Ich nehme euch auf dieser Reise mit und beschreibe, was mir bei der Reise aufgefallen ist und wie man diese Erfahrung in der Praxis verbessern könnte. Wir schauen, welche Länder die Daten verfügbar haben, wie man diese Daten erkunden kann, und vor welchen Problemen man im Endeffekt als Nutzer steht. Haltet euch fest und macht euch bereit für einen wilden Ritt... Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/LKLHWU/

Mar 26, 202522 min

Keine Angst vor der GeoInfoDok 7 - 3A-Datenverarbeitung mit PostNAS (fossgis2025)

Für viele Andwendungen müssen 3A-Daten im Format der GeoInfoDok 7.1.2 verarbeitet werden. Vor dem Hintergrund der OpenData-Bereitstellung des LVermGeo Rheinland-Pfalz steigt nun auch das Interesse an originären 3A-Daten und an AdV-konformen WFS und WMS. Import- und Verarbeitungsschritte, mit denen 3A-Daten in eine PostGIS-Datenbank überführt werden, sind Teil dieses Vortrages. Ebenso werden eigene Skripte und hieraus erzeugte Geowebdienste vorgestellt. 3A-Daten der Vermessungsverwaltungen lassen sich entweder mit proprietärer Software verarbeiten oder man entscheidet sich für die Opensource-Software PostNAS. Mit PostNAS werden die 3A-Daten mittels GDAL/OGR und einem hierfür entwickelten OGR-Treiber in eine PostGIS- Datenbank überführt. Zur weiteren Verarbeitung und anschließenden Präsentation als AdV-konformer ALKIS-WFS oder zur Darstellung einer Liegenschaftskarte sind zahlreiche weitere Schritte nötig. Anhand der Umsetzung im LVermGeo RP wird der Workflow gezeigt und die Möglichkeiten zur Anwendung präsentiert. Zudem werden weitere Entwicklungen präsentiert, wie beispielsweise die inkrementelle Aktualisierung der Liegenschaftskarte. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/A8US8F/

Mar 26, 202525 min

25. Jahre FOSSGIS e.V. - eine Zeitreise durch das Vereinsleben (fossgis2025)

Die AG-25 hat sich überlegt einen Vortragsblock für den Eröffnungsblock zu organisieren, in dem einige Mitglieder Erinnerungen, Erfahrungen oder Highlights aus der Vereinsarbeit teilen. Angelehnt ans Lightningtalk-Format wird ein Feuerwerk aus 25ig Jahren FOSSGIS e.V. gezündet, untermalt mit Geschichten, Bildern und Fotos. Im Beitrag sollen verschiedene Mitglieder und Aktive aus dem FOSSGIS e.V. Aktivitäten, Highlights, Erinnerungen, Erfahrungen, Geschichten aus der Vereinsarbeit teilen. Angelehnt ans Lightningtalk-Format wird ein Feuerwerk aus 25ig Jahren FOSSGIS e.V. gezündet, untermalt mit Geschichten, Bildern und Fotos. ### Ziel des Vortrags - den FOSSGIS e.V. präsentieren - Aktivitäten des FOSSGIS e.V. präsentieren - auf das 25. Jubiläum hinweisen - neue Menschen gewinnen mitzuwirken Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/YWSPKY/

Mar 26, 20251h 13m

Keynote und Begrüßung (fossgis2025)

Begrüßung durch den Parlamentarischen Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjuergen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjuergen wird die Teilnehmenden begrüßen und einen Keynotevortrag halten. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/CLP393/

Mar 26, 202513 min

Eröffnung (fossgis2025)

Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. - Jörg Thomsen - Eröffnung der Konferenz 2025 in Münster durch den Vorsitzenden des FOSSGIS e.V. - Grußworte und Organisatorisches zur FOSSGIS 2025 - Ankündigung der Highlights und Keynotes der diesjährigen Veranstaltung Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/KYBVS8/

Mar 26, 20258 min

13 Jahre CMS Garden: Von der Saat zur digitalen Blüte (clt25)

Wir lieben Open Source. Die unglaubliche Kraft und Geschwindigkeit von kollaborativer Softwareentwicklung haben Auswirkungen auf jeden beitragenden Menschen. Wir haben etwas gemeinsam: Jedes Open-Source-Content-Management-System ist bestrebt, seine Fähigkeiten zu verbessern, seine Community zu vergrößern und die Anzahl der Installationen zu erhöhen. Mancher mag denken, wir seien Konkurrenten. Das mag vielleicht auch stimmen, wenn man es so sehen möchte. Aber die eigentliche Konkurrenz sind die Marketing- und Vertriebskräfte von proprietärer Software. Sie können das Blaue vom Himmel versprechen, und mangels Benchmarks lässt sich das Gegenteil manchmal nur schwer beweisen. Open-Source-Software andererseits kann nur die Wahrheit versprechen. (Denn will man hier eine Falschbehauptung nachweisen, hat man alle Informationen sofort zur Hand.) Dadurch sind Aufrichtigkeit und Selbstkritik fester Bestandteil jeder Open-Source-Community. Unterschiedliche Communities verfolgen ein gemeinsames Ziel. Miteinander? Und das soll gehen? Aller Anfang war schwer und trotzdem sind wir die Reise angetreten und haben schwierige Wetterphasen gemeinsam gemeistert. Ich lasse euch teilhaben an unseren Unwettern, Trockenphasen und der Freude über die Früchte gemeinsamer Arbeit. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/243

Mar 23, 202552 min

Linux-PCs für die Ukraine (clt25)

Seit etwa einem Jahr gibt es ein Team aus Angehörigen der BeLUG und der Ukraine-Hilfe Berlin, welches damit befasst ist Hardwarespenden zu sammeln und in die Ukraine zu liefern. Die PCs und Laptops werden mit Debian- oder Fedora-Linux ausgestattet und dann übergeben. Bei dem Vortrag wird es um unseren Hintergrund, die Aktivitäten und die praktische Umsetzung der automatisierten Installation gehen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/263

Mar 23, 202548 min

QNAP NAS unter voller Kontrolle (clt25)

Die großen NAS-(network attached storage)-Hersteller sind berüchtigt für immer wieder auftretende Sicherheitslücken in deren Standard-Software. Trotzdem ist die spezialisiertere Hardware interessant und hat zumindest in der Gerätegröße und auch den hotplug-Laufwerksschächten einen Vorteil gegenüber einem selbstbau-Projekt. Im Vortrag möchte ich zeigen, wie ich ein QNAP NAS vollständig übernommen habe, sodass von der Herstellersoftware nichts mehr auf dem Gerät übrig ist, sondern alles nach dem Boot-ROM der CPU mit freier Software läuft. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/183

Mar 23, 202548 min

25 Jahre später verschlüsselt Johnny immer noch nicht (clt25)

Der Artikel "Why Johnny can't encrypt" aus dem Jahr 1999 zeigte einige Probleme mit der Verschlüsselungssoftware PGP auf. Heute gibt es ähnliche Probleme und weder PGP noch GnuPG haben eine größere Verwendung gefunden. Ich möchte im Vortrag erklären, warum dies so ist und welche Werkzeuge stattdessen zeitgemäß sind. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/351

Mar 23, 202556 min

Grundschutz für daheim (clt25)

Die Gefährdungslage verschlechtert sich gefühlt kontinuierlich. Im Netz lauern Verschlüsselungstrojaner und andere Vagabunden auf einen, physisch für das Zuhause drohen zunehmend Großschadenslagen. Der Gesetzgeber und die Industrie hat für Kritis und andere Industriefelder Managementsysteme vorgeschrieben um den Herausforderungen von Misskonfiguration über Fehlbedienung bis Angriff und Katastrophe Herr zu werden. Aber ist mein zu Hause nicht meine eigene Kritis? Was passiert wenn die Hütte abfackelt, weggespült wird oder ein intergalaktischer Bösewicht mit einer EMP genau die EDV in meinem Arbeitszimmer röstet. In dem Vortrag wird der Themenkomplex um Grundschutz und ISO-Normen zu EDV-Anlagen vorgestellt und als ersten Schritt schauen wir uns - dem Zeitgeist der Krisen und Großschadenslagen entsprechend - das Notfallmanagement an. Es werden die wichtigsten Assets aufgelistet, die Risiken bewertet und Restore- und Recoverymaßnahmen aufgeplant. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/350

Mar 23, 202553 min

Open-Source-Software BSI-Grundschutzfähig machen (clt25)

Open Source Software ist fundamental, um die digitale Souveränität unserer Demokratie zu sichern. Aber auch aus Sicherheitssicht ist FLOSS kommerzieller Closed-Source meist weit überlegen. Doch die Sicherheitsfreigabe von Software erfolgt im Öffentlichen Dienst in der Regel über eine BSI-Grundschutz-Zertifizierung. Und diese ist für FLOSS mit einigen Herausforderungen verbunden, denn (noch) bevorzugen die Anforderungen des Grundschutzkompendiums kommerzielle Lösungen. Da wir in unserem Projekt den öffentlichen Dienst mit FLOSS digitalisieren wollen, müssen wir auch diese BSI-Anforderungen (vor allem APP.3, APP.6 und OPS) erfüllen. Dazu haben wir einige eigene Methoden entwickelt, die ich in diesem Vortrag vorstellen möchte. Dazu gehört u.a. eine Richtlinie zur Bewertung von FLOSS-Quellen und -Projekten, um diese BSI-konform betreiben zu können. Auch einige Erfahrungen zur Containerisierung im Kubernetes-Betrieb werde ich vorstellen. In diesem Vortrag stelle ich die von uns entwickelte Checkliste zum BSI-konformen Bezug von Open-Source-Software vor. Desweiteren zeige ich, was Open-Source-Projekte tun können um ihre BSI-Grundschutzfähigkeit (und damit auch teilweise die Sicherheit) zu erhöhen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/190

Mar 23, 202558 min

How to run LibreOffice inside your web page (clt25)

Making LibreOffice a native part of the web, using FOSS for highly customizable office document handling in the browser, based on WASM. LibreOffice can be highly integrated into desktop and server applications and we wanted to make this also possible for web apps. Running fully client side with Web Assembly, LibreOffice can now be used and customized by a JavaScript idiomatic API, becoming an easy usable component for web development. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/354

Mar 23, 202555 min

Open Source für Mobilfunknetze (clt25)

Seit nunmehr 17 Jahren gibt es mit OpenBTS und OpenBSC Freie Software im Bereich der Mobilfunkinfrastruktur, also Software, mit denen man eigene Mobilfunknetze betreiben kann. Seitdem hat sich viel getan - von Osmocom CNI über Open5GS zu srsLTE, srsUE, srsRAN, free5gc über pySim, Kamailio, pyhss zu magma und eupf - nur um ein paar Namen zu nennen. Der Vortrag stellt einen Überblick dar, was genau es in 2025 an FOSS-Projekten im Mobilfunkbereich gibt, was man mit dieser Software jeweils konkret machen kann, und welche Harware man jeweils benötigt. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/245

Mar 23, 202554 min

SSH-Anmeldung mit GnuPG und SmartCards (clt25)

Die Secure Shell SSH gehört zu den wichtigsten Werkzeugen der Systemadministration. Von der Sicherheit unserer SSH-Accounts hängt demnach eine Menge ab. Wir werden im Vortrag sehen, wie die Public-Key-Authentifizierung funktioniert und warum wir sie gegenüber der Passwortauthentifizierung bevorzugen sollen. Zudem betrachten wir einige Fallstricke, die es in der Praxis bei der Aufbewahrung unserer SSH-Schlüssel zu beachten gilt. Der praktische Teil des Vortrags zeigt, wie sich SSH-Schlüssel im GnuPG-Schlüsselbund hinterlegen lassen und welche Vorteile dies gegenüber klassischen Key-Files im Home-Verzeichnis bietet. Zudem werden wir sehen, wie wir mit diesem Setup unsere SSH-Schlüssel auf SmartCards oder USB-Crypto-Dongles wie YubiKey, Nitrokey & Co. auslagern können und sie damit nicht mehr auf Endgeräten speichern müssen. Hierbei handelt es sich um keine Raketenwissenschaft, sondern lediglich die Verknüpfung etablierter Techniken. Der Vortrag soll zudem zum nachdenken anregen, ob unsere bestehenden SSH-Schlüssel ausreichend sicher abgelegt sind. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/336

Mar 23, 202555 min

The power of community: A guide to community-driven UX (clt25)

Fostering a relationship with the community is a special task – and it does not end with the development or code contributions. Open Source not only means community development – it means a certain level of openness and trust between the product and the users. With technologically complex products the path of collaboration goes beyond the development: the whole user experience is intertwined with a feedback – improvement – repeat cycle. At Checkmk, a community-driven approach is ingrained in our DNA. What started as a bunch of scripts for easy setup of a Nagios based monitoring environment, evolved – driven by user demand and feedback – into a fully fledged monitoring solution that is easy to set up and maintain. There are different ways of cooperation for different tasks that makes our work together with the community efficient and successful: be it surveys, user tests with specialized software, interviews or an informal cup of coffee in our Munich office. Our UX Lead Tanja will share insights from the Notifications project on how we have turned user feedback into a culture of collaboration to develop better interfaces with our users - and how you can do the same. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/276

Mar 23, 202543 min

SIMD-Programmierung: Eine Einführung (clt25)

Die meisten heutzutage verwendeten Prozessoren unterstützen SIMD-Befehle. SIMD, das steht für »Single Instruction Multiple Data« und bedeutet, dass die Prozessoren statt mit einzelnen Zahlen auch mit (kurzen) Vektoren von Zahlen arbeiten können. In diesem Vortrag werde ich euch alles über SIMD erzählen. Was das eigentlich genau ist, was für Performanz-Vorteile man sich davon für welche Anwendungen erhoffen kann, und wie man als Programmierer am einfachsten SIMD in seinen Anwendungen verwenden kann. Im Fokus stehen dabei die am weitesten verbreiteten Architekturen x86-64 und AArch64 und die dazugehörigen SIMD-Erweiterungen SSE, AVX, und AVX-512 (für x86-64) sowie NEON und SVE (für AArch64). Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/215

Mar 23, 20251h 3m

OpenSSH, das neue Zeug (clt25)

Konfigurationsdateien, Authentifizierung mit public-private keys, jump hosts und port forwarding mit OpenSSH kennt Ihr ja alle mittlerweile. Auch die "schrägeren" Themen wie OpenSSH mit TPM oder FIDO2 keys hätten wir ja schon mal besprochen. Aber die EntwicklerInnen dieses essenziellen Tools in der BSD und Linux Welt (und dank WSL mittlerweile auch Windows), sind fleißig und schieben kontinuierlich neue Features heraus. Lasst uns einen Blick auf die Neuerungen werfen, die allen zur Verfügung stehen, die nicht mehr unter Debian (old) stable laufen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/331

Mar 23, 202554 min

Digitale Souveränität — Wie geht das ohne Bullshit-Bingo? (clt25)

Digitale Souveränität ist in aller Munde und wird zunehmend als wichtig erachtet. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich abseits vom Marketing der großen Anbieter? Aktuell gibt es keine klare Definition, sodass eine Vergleichbarkeit der als souverän angebotenen Lösungen nicht möglich ist. Leider finden sich auch immer wieder als souverän angebotene Lösungen, die den Nutzer trotzdem in digitale Abhängigkeiten locken. In diesem Vortrag wird ein Überblick über die Bedeutung des Begriffes der digitalen Souveränität gegeben. Wir zeigen auch auf, wie wir die Abhängigkeit einer Infrastruktur quantifizierbar machen, sodass diese zunächst klar erkennbar wird und anschließend zielgerichtet abgebaut werden kann. Dabei gehen wir auf übliche Risiken und Chancen ein. Wir werden auch einen Blick darauf werfen, ob der Einsatz von Open Source garantiert in die digitale Unabhängigkeit führt, und worauf die Community dabei achten sollte. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/231

Mar 23, 202544 min

WLAN mit ESP-NOW (clt25)

ESP-NOW ist ein drahtloses Kommunikationsprotokoll, welches die Firma Expressif für ihre eigenen WLAN-Chips entwickelt hat. Das schlanke Protokoll ermöglicht einen schnellen und ressourcenschonenden Datenverkehr zwischen den Netzwerkteilnehmern. Gerade diese Eigenschaften macht diese Technologie für batteriebetriebene Geräte interessant. Das Vernetzen von Geräten untereinander ist heute quasi Standard. In den allermeisten Fällen wird dabei TCP als Netzwerkprotokoll verwendet. Um aber z.B. via TCP eine Verbindung aufbauen und Daten austauschen zu können, sind eine Reihe von Schritten notwendig, welche, je nach Gegebenheiten, lange dauern und unter Umständen auch rechenintensiv sind. Erfolgt dann noch die Übertragung der Daten kabellos, merkt man schnell, wie stromhungrig Funktechnik sein kann. Diese Dinge erschweren die Entwicklung batteriebetriebener WLAN-Geräte erheblich. Im Rahmen dieses Vortrages wird erklärt, warum dies so ist und ESP-NOW wird, als alternatives Netzwerkprotokoll, dem gegenübergestellt. Schnell wird klar werden, warum ESP-NOW eine echte Alternative für den kabellosen Datenaustausch batteriebetriebener Geräte ist. Um sich nicht ganz in langweiligen theoretischen Tiefen zu verlieren, erfolgt ein Teil der Vergleiche mit Hilfe von konkret gemessenen Kennzahlen aus einem Sensor-Projekt des Autors mit verschiedenen Evolutionsstufen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/138

Mar 23, 202549 min

Wissen statt raten: Warum Open Source bessere Zahlen liefert (clt25)

Der Google Analytics ist der Platzhirsch in der Analytics. Aber es ist weder Open Source, noch liefert es die besseren Zahlen. Okay: Schöner anzusehen als Matomo ist es! Viele Unternehmen, gerade im Open-Source-Segment, setzen bereits lieber auf Matomo. Und warum auch du heute mehr denn je auf die Open-Source-Alternative Matomo anstelle von Google & Co. setzen solltest, zeigt dir Joachim Nickel in einem amüsanten und kurzweiligen Vortrag. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/292

Mar 23, 202527 min

Instrumentierungstechnologien in Java (clt25)

Neben den Domänenanforderungen muss entwickelter Code oft bestimmte Anforderungen wie Logging, Sicherheit oder Applikationsmonitoring erfüllen. Diese Querschnittsaspekte sind mit herkömmlichen Implementierungsansätzen nicht sinnvoll zu bewältigen, da sie repetitive Implementierungen erfordern würden. Aus diesem Grund wurden Instrumentierungstechnologien in verschiedenen Sprachen – meist unter quelloffener Lizenz – entwickelt. In diesem praxisorientierten Vortrag werden die Instrumentierungstechnologien AspectJ, ByteBuddy, DiSL und Javassist vorgestellt und mit händischer Instrumentierung des Quelltextes verglichen. Dabei wird erläutert, wie ein Projekt automatisiert um Logging erweitert werden kann. Hierbei wird sowohl die Implementierung für Buildzeitinstrumentierung als auch Kompilierzeitinstrumentierung vorgestellt. Abschließend wird ein Performancevergleich der Technologien präsentiert, um Einblicke in ihre Stärken und Schwächen zu geben. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2025/de/programm/beitrag/348

Mar 23, 202546 min