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Argument und Diskussion zu aktuellen politischen Themen

Argument und Diskussion zu aktuellen politischen Themen

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Demokratie – kein Menschheitsideal, sondern die Herrschaftsform, die zum Kapitalismus gehört

<p>keine Beschreibung vorhanden</p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/buergerliche-staat">Resultate (Hg. Karl Held) - Der bürgerliche Staat</a></p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/demokratie-die-perfekte-form-buergerlicher-herrschaft">Demokratie - Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft 2024</a></p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/demokratie-die-perfekte-form-buergerlicher-herrschaft-vortrag-und-buchvorstellung">Demokratie - Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft 2014</a></p>

Jan 24, 20082h 43m

Innere Sicherheit heute: Der Umbau des Rechtsstaates im Geiste des Antiterrorkrieges

<p>Gliederung des Vortrags:</p><p>Teil 1: Einleitung<br>Teil 2: Die Feinddefinition<br>Teil 3: Die rechtspolitische Umsetzung<br>Teil 4: Die Maßnahmen<br>Teil 5: Das neue Luftsicherheitsgesetz<br>Teil 6-8: Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://gegenargumente.de/">AK Gegenargumente</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/luftsicherheitsgesetz">Das neue Luftsicherheitsgesetz: Feuer frei für den „finalen Rettungsabschuss“ in GegenStandpunkt in GegenStandpunkt 1-05</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/usa-innere-sicherheit">USA – „Fighting the war on terrorism on the domestic front“ in GegenStandpunkt 4-01</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/innere-sicherheit-frankreich">Frankreich: Ein Staat schafft Ordnung in GegenStandpunkt 4-02</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/terrorabwehr-innen">Terrorabwehr nach innen Bürgerfreiheit = Staatssicherheit in GegenStandpunkt 4-01</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/lauschangriff">Einigkeit beim Lauschangriff Der Staat genehmigt sich die Überwachung seiner Bürger – rechtsstaatlich und demokratisch in GegenStandpunkt 3-97</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/anti-terror-krieg-an-heimatfront">Der amerikanische Anti-Terror-Krieg an der Heimatfront in GegenStandpunkt 4-03</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/geheimdienst-demokratie">Geheim und doch nicht zu übersehen: Die nützlichen Dienste von CIA, BND und Co. für ihre Demokratien in GegenStandpunkt 1-06</a></p>

Jan 23, 20082h 36m

Die Finanzkrise - Ein Lehrstück über die Eigenart, Leistung und Macht des Finanzkapitals

<p>keine Beschreibung vorhanden</p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zur Finanzkrise im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=finanzkrise&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a></p><p>Das Buch <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/finanzkapital">Das Finanzkapital</a> vom GegenStandpunkt-Verlag</p><p>Vorträge bei argudiss im <a href="https://www.argudiss.de/doku?wort=finanzkrise&sort_by=field_datum_value&sort_order=DESC">Archiv</a></p>

Jan 23, 20082h 42m

Mindestlöhne und Managergehälter. Warum verdienen Arbeiter so wenig und Manager so viel?

<p>Die gewaltige Kluft zwischen niedrigen Löhnen und „obszön“ hohen Managergehältern hält die Republik in Atem. Die Beschwerdeführer kommen aus den höchsten politischen Kreisen und heißen Köhler, Merkel, Beck oder ähnlich. Dieselben Figuren, die seit Jahren Lohnsenkungen auf breiter Front fordern und durchsetzen, entdecken plötzlich wenigstens ein halbes Herz für einen Mindestlohn und schimpfen auf die Gehälter von Managern. Was bezwecken sie damit?</p><p>Gliederung:<br>Teil 1: Mindestlohn<br>Teil 2: Managergehälter<br>Teil 3: Warum verdienen Manager so viel?<br>Teil 4: Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://www.forumkritik.de/">Forum Kritik Regensburg</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/mindestlohn-vs-managergehaelter">Mindestlohn vs. Managergehälter – Eine vorweihnachtliche nationale Besinnung über soziale Gerechtigkeit in GegenStandpunkt 1-08</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/warum-verdient-wer-viel">Zu der ewig jungen Frage des systemeigenen marktwirtschaftlichen Gerechtigkeitssinns: Warum verdient wer wie viel? in GegenStandpunkt 1-22</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/allgemein-verbindliche-mindestlohn">Der allgemein verbindliche Mindestlohn Zehn Jahre Senkung der Arbeitskosten erfahren ihre systemgemäße Vollendung in GegenStandpunkt 1-14</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/mindestlohn-wird-armutsfest">Gute Nachricht für Niedriglöhner Ihr Mindestlohn wird armutsfest, bleibt aber nachhaltig wettbewerbsfähig! in GegenStandpunkt 3-23</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/mindestlohn-gegen-ausbeutung">Der Streit um eine gesetzliche Untergrenze für Niedriglöhne: Ein Mindestlohn zum Schutz gegen die Ausbeutung – der Sozialkassen in GegenStandpunkt 2-08</a></p>

Jan 23, 20082h 10m

Die Linke: Das trostlose Angebot an Geschädigte, sie politisch zu betreuen und zu vertreten

<p>Alle Parteien in Deutschland reden vom Aufschwung; die Regierung lobt sich, FDP und Grüne mäkeln, es könnte noch mehr sein.<br>DIE LINKE nicht. Sie ist anders. Sie will politischer Vertreter derer sein, bei denen - angeblich - „der Aufschwung nicht ankommt“ (Gysi): Prekär Beschäftigte, Niedriglöhner, HartzIV-ler, Armutsrentner, verkommende Familien und Kinder.<br>Von denen gibt es immer mehr. Offenbar wird bei allen, die von Lohnarbeit oder von aus Lohn finanzierten Einkommen leben müssen, die Existenz nicht besser, sondern fraglich, schlechter, ja gefährdet.<br>Das verführt die LINKE aber nicht dazu, Deutschland, seinen Unternehmen und ihrem Aufschwung vorzuwerfen, sie kämen offenbar auf Kosten derer zustande, die von Arbeitseinkommen leben müssen.<br>Die LINKE will nicht hetzen, sondern verspricht Hilfe durch die Politik.<br>• Wenn Unternehmen ihren Profit machen, indem sie immer mehr Leuten auch in Vollzeit Löhne zahlen, von denen die nicht leben können, fordert die LINKE einen „Mindestlohn“ - knapp über dem staatlich anerkannten Existenzminimum.<br>• Arbeitsplätze, an denen so wenig oder ähnlich erbärmlich verdient wird, findet die LINKE nicht abschreckend, sondern erstrebenswert. Für die Millionen Arbeitslosen nämlich. Wo die belegen, dass Bedarf nach Arbeitseinkommen einfach nichts zählt, wo Kapitale entscheiden, welche und wie viel Arbeitsplätze sie für ihre Rendite brauchen, verlangt die LINKE – möglichst nichts Unmögliches: Sie wünscht die „Umverteilung der vorhandenen Arbeit“ zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen.<br>• Für beides erwartet die LINKE die „gesetzliche“ Regelung vom Staat. Ganz unberührt davon, dass sie dem Staat in Sachen HartzIV „Armut per Gesetz“ vorwirft. Letzteres war dann wohl - nur ein Ausrutscher einer im Prinzip hilfreichen Obrigkeit für Elende.<br>• Und so weiter…Geschädigte gibt es immer genug für solche Angebote.<br>So erfahren die Ausgenutzten und Opfer des Kapitalismus – die unten - durch die LINKE, was sie brauchen und wählen dürfen: Eine „Partei der Kümmerer“ (Maurer), die sich an ihrer Stelle engagiert; die sich - oben - bei den Mächtigen für die Verdammten dieser Erde einsetzt; dafür, dass Arme als Arme im Kapitalismus ihre Armut überleben und bewältigen können. Wer braucht so was?<br>Die LINKE antwortet: „Unsere Gesellschaft“, „unsere Demokratie“, „unser zukünftiges Zusammenleben“.<br>Solche Antworten auf die Zustände der herrschenden Gesellschaft sollen mal auf den Prüfstand.</p><p>Gliederung des Vortrags:</p><p>Teil 1: Die Linke will die SPD beerben. Die innenpolitische Alternative: "Freiheit durch Sozialismus"<br>Teil 2: Soziale Schadensfälle betreuen - durch den Sozialstaat, um die Gesellschaft zusammenzuhalten<br>Teil 3: Soziale Schadensfälle vertreten - bei der politischen Macht, um Demokratie und Nation zusammenzuhalten<br>Teil 4: Mit Deutschland nach außen: "Frieden Schaffen durch Völkerrecht"<br>Teil 5: Diskussion</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/linkspartei-fuer-deutschland">Endlich vereinigt und im Vaterland angekommen: Eine Linkspartei für Deutschland – konservativ, realistisch, machtbewusst, national in GegenStandpunkt 3-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/linke-ukraine-krieg">DIE LINKE und der Ukraine-Krieg in GegenStandpunkt 2-23</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/linkspartei-fuer-deutschland">Endlich vereinigt und im Vaterland angekommen: Eine Linkspartei für Deutschland – konservativ, realistisch, machtbewusst, national in GegenStandpunkt 3-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/umgang-linkspartei">Zum Umgang mit der Linkspartei: Demokraten üben sich in der Pflege ihrer sprichwörtlich hochstehenden politischen Kultur in GegenStandpunkt 3-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kampf-linken-gegen-rechts">Der Kampf der Linken gegen Rechts – heute Die Betreuung der sozialen Unzufriedenheit nicht der AfD überlassen! in GegenStandpunkt 4-16</a></p>

Jan 10, 20081h 52m

Arbeit gegen Geld – das Kommando des Kapitals über die Arbeitskraft, seine gewerkschaftliche Mitgestaltung und seine sozialstaatliche Regelung und Beaufsichtigung (Teil 2): Wie Gewerkschaft und Sozialstaat die "Lohnfrage" betreuen

<p>Gliederung des Vortrags:</p><p>Teil 1: Die aktuellen Lohnarbeitszustände. Das gepriesene Leistungs-Prinzip Arbeit gegen Geld, Lohn gegen Leistung.<br>Teil 2: Der Existenzgrund der Gewerkschaft: das ruinöse Lohnverhältnis<br>Teil 3: Das widersprüchliche Ziel des gewerkschaftlichen Kampfes: Ein gerechter Lohn für ein gerechtes Tagwerk!<br>Teil 4: Der politische Kampf der Gewerkschaft<br>Teil 5: Die moderne Rolle der Gewerkschaft: Interessenvertretung der Lohnarbeiterschaft unter den Auspizien der politischen Anerkennung als nationaler Sozialinstitution</p><p>Veranstalter: <a href="http://gegenargumente.de/">AK Gegenargumente</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/proletariat">Das Buch: Politisch emanzipiert – Sozial diszipliniert – Global ausgenutzt – Nationalistisch verdorben Das Proletariat Die große Karriere der lohnarbeitenden Klasse kommt an ihr gerechtes Ende beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/deutsche-gewerkschaft-hat-geburtstag">Die deutsche Gewerkschaft hat Geburtstag Der DGB – sechs Jahrzehnte Dienstleistung an der nationalen Arbeit in GegenStandpunkt 4-09</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=gewerkschaft&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC&page=1">Weitere Artikel im Archiv des GegenStandpunkt-Verlags</a></p>

Dec 13, 20071h 54m

Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

<p>An deutschen Universitäten gehört es sich, dass man sich gelegentlich an den Theoretiker des 19. Jahrhunderts erinnert, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, der heute aber ein „toter Hund“ ist. Auch er gehört irgendwie zum Bestand des geistesgeschichtlichen Erbes; jedenfalls wird er in es eingemeindet – und zwar als ein Großer: ein großer Philosoph zum Beispiel, der es nach Hegel noch einmal geschafft hat, dialektisch zu denken; ein großer Soziologe, der ein System gebastelt hat, in dem die Gesellschaft von der materiellen Basis bis zum Überbau der Religionen und Ideen auf ein Prinzip gebracht ist; ein großer Prophet, der die Globalisierung früh vorausgesehen, ein großer Utopist, der sich eine schöne bessere Welt ausgedacht hat – und so fort.<br>Dass der Alte selbst, wenn er gefragt würde, nichts von dem genannten Großen vollbracht haben wollte, ja sich dieses Lob verbitten würde, kann seine geistesgeschichtlichen Freunde nicht bremsen. Sie haben ihm sogar den Umstand, dass er Kommunist gewesen ist, verziehen, rechnen ihm diesen Fehltritt jedenfalls nicht mehr als gravierenden Einwand vor. Er selbst sah seine Leistung einzig und allein in dem, was der Untertitel seines theoretischen Hauptwerkes ankündigt: in der „Kritik der politischen Ökonomie“ des Kapitalismus. Marx war, wenn irgendetwas, Ökonom – ausgerechnet die Wirtschafts-wissenschaften allerdings haben keine gute Erinnerung an seine theoretischen Leistungen, ja eigentlich überhaupt keine. Kein Wunder. Schließlich hat er nicht nur die menschenfeindliche und absurde Rationalität des Wirtschaftssystems aufs Korn genommen, das sie so vernünftig finden, er hat auch ihre verständnisvollen Theorien darüber widerlegt. An dem Kapitalismus, den Marx in der Phase seines Entstehens analysierte und kritisierte, hat sich seit seinen Tagen dies und das, aber nichts Wesentliches geändert: Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, für den gearbeitet wird – und das ist keineswegs ein geschickter Umweg zur Befriedigung der Bedürfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Größe des Betriebs-zwecks; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, also der größten Quelle des materiellen Reichtums ausschließlich statt, um Löhne zu sparen und Arbeitskräfte zu entlassen – also um den Arbeiter ärmer zu machen.<br>Wegen dieser Aktualität und nur wegen ihr verdient es der längst verblichene Denker, dass man sich seiner erinnert. Seine Bücher helfen, die ökonomische Wirklichkeit auch heute noch zu erklären. Das will der Vortrag anhand von Originalzitaten vorführen. Anzukündigen sind also einführende Argumente zur Kritik des Kapitalismus, wie sie dem Studium von „Das Kapital“ zu entnehmen sind, sowie ein paar ungewohnte Gedanken über Arbeit und Bedürfnis, Geld und Nutzen, Kapital und Arbeit, materiellen und kapitalistischen Reichtum sowie über den Gegensatz zwischen diesen Paaren, die unsere heutige Welt beinahe für Synonyme hält.</p><p>Die Aufteilung der Aufzeichnung orientiert sich an folgender Gliederung:<br>Teil 1: Die Trivialität der sogenannten Arbeiswertlehre - und das verkehrte Interesse, das sie bei Nationalökonomen und Sozialdemokraten gefunden hat.<br>Teil 2: "Abstrakte Arbeit" - Nicht dass Arbeit den Wert schafft, verdient Interesse, sondern was für eine Arbeit. Verausgabung von Arbeitskraft, Mühsal ist Substanz und Index des Wert-Reichtums. Gegensatz zum Reichtum an Gebrauchswerten. Produktivität nützt nichts mit Hinblick auf den Wert.<br>Teil 3: Der Nutzen, den die Steigerung der Produktivkraft der Arbeit im Kapitalismus dennoch hat: Reduktion der notwendigen Arbeitszeit, in der der Arbeiter seinen Lohn reproduziert.<br>Teil 4: Das Kapital ist der prozessierende Widerspruch - Macht Arbeit relativ überflüssig und macht doch alles vom Stattfinden von für es lohnender Arbeit abhängig. "Disposable time" ist der wahre Reichtum der Gesellschaft.<br>Teil 5: Diskussion</p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;">Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;"><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum</a></p>

Nov 8, 20072h 1m

Familienpolitik heute: mit Elterngeld und Kinderkrippen gegen Nachwuchsmangel. Der Staat bestellt mehr Volk

<p>Für Hartz-IV-Empfänger ist der Regierung jeder Euro zu viel. Wieso gibt sie sich beim Kinderwunsch so spendabel? Das "Demographie-Problem", dass immer weniger Junge immer mehr Alte ernähren müssen, kann es nicht sein: Nahrungsmittel und Arbeitswillige für die Versorgung von Alten wären im Übermaß da - wenn es darum ginge. Wozu will der Staat die Kinder dann? Warum steckt er sie in Kinderkrippen? Und was passt Bischof Mixa daran nicht?</p><p>Gliederung:<br>Teil 1. Ziel der Familienpolitik: die Ressource Volk muss größer werden.<br>Teil 2. Familienpolitische Instrumente: Antwort auf die Lage, in die das Volk durch seinen Gebrauch versetzt wird.<br>Teil 3. Familie: biologische und sittliche Keimzelle des Staates - der Streit zwischen Kirche und Politik.<br>Teil 4. Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://www.forumkritik.de">Forum Kritik Regensburg</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zu Thema Staat und Familie finden sich im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=familie&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a>.</p>

Nov 1, 20071h 49m

Arbeit gegen Geld – das Kommando des Kapitals über die Arbeitskraft, seine gewerkschaftliche Mitgestaltung und seine sozialstaatliche Regelung und Beaufsichtigung

<p>Um den Lohn haben die, die von ihm leben müssen, einmal gekämpft, um von ihm leben zu können. Das – so lehrte sie die tägliche Erfahrung ihrer ruinösen Lohnarbeit – muss ihren Anwendern, die mit ihrem Lohn als Kost in ihrer Gewinnrechnung kalkulieren, abgerungen werden. Also verweigerten sie spontan oder auch schon gewerkschaftlich organisiert die Bereitschaft, zu den gegebenen Bedingungen weiterzuarbeiten, um unter möglichst verbesserten wieder anzutreten.<br>Ein paar Jahrzehnte später hat es den Anschein, als sei die Lohnfrage erledigt, als müsste das Proletariat, das jetzt ‚die Arbeitnehmer’ heißt, nicht mehr um seine Existenz fürchten und kämpfen. Es erfreut sich zahlreicher Anwälte seiner ‚sozialen’ Belange: anerkannte Gewerkschaften, die tarifvertraglich geregelt für Lohngerechtigkeit sorgen; Betriebsräte mit Mitwirkungsrechten im Unternehmen; Politiker, die dafür sorgen, dass die Marktwirtschaft ‚sozial’ ausgestaltet wird.<br>Heute ist die Lohnfrage wieder aktuell; weil die Anwender der Arbeitskräfte mit Berufung auf ihre Konkurrenz mehr Arbeit und freiere Verfügung über die Arbeitskraft für weniger Lohn auf die nationale Tagesordnung und durchgesetzt haben. Sie bestehen auf der Unvereinbarkeit von kapitalistischem Wachstumserfolg mit dem Lebensunterhalt seiner Produzenten. Und was macht die malträtierte Klasse?<br>Argumente gegen das Lohnarbeitsverhältnis und die aktuellen Auseinandersetzungen um Lohn und Leistung auf der Veranstaltung.</p><p>Teil 1: Einleitung: Einige aktuelle Fälle der ‚Lohnfrage’ und ihre öffentliche Besprechung: Ein Dokument der Unvereinbarkeit von Lohn und Einkommensinteresse der Arbeiter<br>Teil 2:  Arbeit verdient ihren Lohn! Das Lohnverhältnis: Arbeit gegen Geld – Ausbeutung in sachlicher Gestalt<br>Teil 3: Arbeiten um zu leben! Von wegen!  Die Reproduktion des Lohnarbeiters: Leben als Anhängsel der Lohnarbeit.<br>Teil 4: Leistung lohnt sich! Für wen? Die Ausgestaltung des Lohnverhältnisses: Der Lohn als Hebel der Leistungssteigerung fürs Kapital.<br>Teil 5: Beschäftigung, das höchste Gut! Die ruinöse Verfügung des Kapitals über die Arbeitskraft</p><p>Weitere Publikationen zum Thema Arbeit, Kapital, Lohn Gewerkschaft und Tarifpolitik:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=gewerkschaft&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Artikel aus dem Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/proletariat">Das Buch "Das Proletariat Die große Karriere der lohnarbeitenden Klasse kommt an ihr gerechtes Ende" vom GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Sep 27, 20072h 18m

US-Hypothekenkrise, Fondsschließungen, Bankenpleiten: Der Welterfolg einer Technik finanzkapitalistischer Selbstbefriedigung macht weltweit Ärger

<p>Gerade noch hatten sich die meisten Nationen in ihrem Wirtschaftswachstum gesonnt. Und dann das: Ein Beben im Finanzgewerbe löst weltweit Fondsschließungen, Bankpleiten und Angst an den Geldmärkten aus. Aktienkurse an den Weltbörsen fallen, und vorsorglich informieren große Tageszeitungen ihre Leser, ob ihre Ersparnisse noch sicher sind. Und warum das alles? Ein paar tausend US-Häuslebauer sind mit der Bezahlung ihrer Hypothekenschulden in Rückstand geraten, so wird erzählt - und rund um den Globus werden Milliarden im zwei- bis dreistelligen Bereich vernichtet? Einen Anlass mögen die Ausfälle bei der Bedienung von US-Immobilienkrediten vielleicht bieten, Grund für den Krach sind sie sicher nicht. Da liegt weit mehr im Argen.</p><p>Banken, so hört man, machen ihr Geschäft nicht nur mit der Vergabe, sondern auch mit der Verbriefung von Krediten. Sie bündeln ausgeliehene Kredite an Haus- oder Autokäufer zu einem Wertpapier, das sie an Fonds und Geldanleger veräußern. Wieso können Banken eigentlich etwas verkaufen, das sie gar nicht haben, offene Forderungen eben? Kaum macht die Öffentlichkeit Bekannt schaft mit dieser Geschäftstechnik, wird sie auch schon als genialer Kunstgriff zur Streuung von Risiken gefeiert. Statt sich bei einer Bank zu konzentrieren, verteilen sie sich auf die Schultern vieler Anleger. Diese Risikostreuung hat ja nun ihr Werk getan, wenn auch ganz anders als von ihren Erfindern gedacht: der Krach ist global. Und eine herausragende Rolle dabei spielen – schon wieder – "innovative" Wertpapiere der nächst höheren Art: Asset Backed Securities (ABS) heißen sie im Bankerdeutsch, sollen auf grundsolide Kreditverbriefungen aufbauen – und erweisen sich nun als Luftbuchung. Worin besteht eigentlich der Wert von Papieren, der sich über Nacht in Luft auflösen kann?</p><p>Dieselben Figuren aus den Chefetagen des globalen Kapitalismus, die ansonsten immer ihre uneingeschränkte Handlungsfreiheit fordern und staatliche Regelungen als Geschäftsschädigung und Freiheitsberaubung geißeln, rufen nun nach dem Staat. Der wird sogar in Gestalt der Zentralbank aktiv. Das finanzielle Überleben des Spekulationsgewerbes scheint dem Staat sehr viel mehr am Herzen zu liegen als das materielle Leben seiner Bürger. Während eine Aufstockung der Hartz IV-Bezüge angesichts gestiegener Lebensmittelpreise an "leeren Kassen" scheitert, wirft die europäische Zentralbank EZB 450 Milliarden € zur Rettung der Finanzwelt in den Markt.</p><p>Das alles heißt in unserem Kulturkreis "wirtschaftliche Vernunft" – ist also in starkem Maße überprüfungswürdig.</p><p>Teil 1: Die Bank und ihr Kerngeschäft: Kredit<br>Teil 2: Das Finanzgewerbe höherer Art: Kreditderivate & Wertschöpfung durch Vertrauen<br>Teil 3: Staat & Öffentlichkeit: Reaktionen auf die Finanzkrise - und was sie über Produktion & Spekulation verraten<br>Teil 4: Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://www.forumkritik.de">Forum Kritik Regensburg</a>.</p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/finanzkapital">Das Buch "Das Finanzkapital" vom GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/hedgefonds-analysiert">Artikel Wie die Stars der Finanzmärkte Geld vermehren aus GegenStandpunkt 2-06</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/bad-bank">Bad Bank - Viel Geld zur Rettung der Banken, eine Lektion über die Verrücktheit des Kapitalismus gratis als Dreingabe aus GegenStandpunkt 2-09</a></p><p> </p>

Sep 26, 20072h 17m

Familienpolitik heute - Wie der Staat den Kinderwunsch fruchtbar machen will und warum

<p>Für Hartz-IV-Empfänger ist der Regierung jeder Euro zu viel. Wieso gibt sie sich beim Kinderwunsch so spendabel? Das "Demographie-Problem", dass immer weniger Junge immer mehr Alte ernähren müssen, kann es nicht sein: Nahrungsmittel und Arbeitswillige für die Versorgung von Alten wären im Übermaß da - wenn es darum ginge. Wozu will der Staat die Kinder dann? Warum steckt er sie in Kinderkrippen? Und was passt Bischof Mixa daran nicht?</p><p>Teil 1: Die Ziele der Familienpolitik<br>Teil 2: Die Familie: Stattlicher Zwangszusammenhang mit eindeutiger Absicht<br>Teil 3: Familienpolitik heute: Elterngeld, Kinderkrippen und mehr Kontrolle über die "Versagerfamilien"<br>Teil 4: Der Streit ums Familienbild<br>Teil 5: Diskussion</p><p> </p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zu Thema Staat und Familie finden sich im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=familie&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a>.</p>

Jun 28, 20072h 15m

Der Klimawandel - Produkt des globalisierten Kapitalismus & Streitobjekt der Staaten, die ihn organisieren

<p>Der Klimawandel - Produkt des globalisierten Kapitalismus & Streitobjekt der Staaten, die ihn organisieren<br>• Die Wissenschaft berichtet: Die Erderwärmung durch Treibhausgase ist messbar, die Folgen wie Dürren und Überschwemmungen sind katastrophal.<br>• Die Medien wissen: Die Erderwärmung geht auf das weltumspannende kapitalistische Wachstum zurück, das seit Jahrzehnten die Atmosphäre als kostenlose Müllkippe nutzt. Was da immerzu wächst, gilt den Meinungsmachern aber so sehr als "unsere" Wirtschaft, "unser" Wohlstand, "unser" Lebensstil, dass sie die kapitalistische Wirtschaft gar nicht in den Blick nehmen, sondern umfassend "den Menschen" verantwortlich machen: Der Klimawandel ist "anthropogen!"<br>• Die Staaten bilanzieren die nationalen Folgen umgekehrt: Entscheidendes Opfer der Klimakapriolen ist nicht der Mensch, sondern das Geschäft: 330 Mrd. € Kosten und Wachstumsverlust hat man allein für Deutschland bis 2050 errechnet.<br>• Die Lösung des Problems liegt in einem neuen Konkurrenzkampf der Staaten: Wer kann anderen Nationen die Kosten für einen Klimaschutz aufbürden, der die eigene Konkurrenzposition am Weltmarkt nicht schmälert, sondern fördert? Deutsche Exportschlager wie Windräder und Solarzellen werden schon in Stellung gebracht.<br>Während der Mensch, angeleitet durch Talkshows und Printmedien, mittlerweile für jede Flug- oder Autoreise ein Bäumchen pflanzt oder sein schlechtes Gewissen mit einer Spende zur Aufforstung beruhigt, arbeiten die maßgeblichen Verursacher der CO2-Produktion an einem weniger ökologischen Projekt. Die fossilen Energieträger sind nicht nur endlich, sondern durch den weltweiten Antiterrorkrieg der USA endgültig unsicher geworden. Eine weltkrisenfeste Energiebasis der Nation muss her, natürlich im Namen des weltweiten Klimawandels und der betroffenen Menschheit.</p><p>Die Verwandlung der Beschädigung natürlicher Lebensgrundlagen...<br>Teil 1: ...in ein Kostenproblem des Kapitals<br>Teil 2: ...in eine internationale Affäre<br>Teil 3: Die wirkliche Triebfeder der Sorge ums Klima: imperialistische Energiepolitik<br>Teil 4: Das Klima in Heiligendamm: Stoff für die Konkurrenz um imperialistische Führungsmacht<br>Teil 5: Nachtrag zum Emissionshandel - Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema Klimawandel und Energiepolitik:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/menschheitskatastrophe-klimawandel">Menschheitskatastrophe Klimawandel - Was das Klima so alles von „uns“ verlangt, in GegenStandpunkt 2-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/klimaverantwortung-staatenkonkurrenz">Klimaverantwortung in der Staatenkonkurrenz: Die Presse zum Klimagipfel von Durban in GegenStandpunkt 1-12</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/deutschlands-energieimperialismus-wird-klimaneutral">Deutschlands Energieimperialismus wird klimaneutral in GegenStandpunkt 1-21</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=klima&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Artikel im Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a></p>

Jun 21, 20071h 56m

Das Geld - Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons. Einige Wahrheiten, Ware, Geld und Kapital betreffend

<p>Geld muss man nicht erklären, man muss es haben; das versteht sich von selbst für lebenskluge Zeitgenossen. Wenn es am Geld etwas zu erklären gibt, dann, wie man am besten an möglichst viel davon herankommt.<br>Das ist fatal. Denn wer dem unausweichlichen Zwang, Geld zu verdienen, nur die Ermunterung entnimmt, ihm möglichst erfolgreich nachzukommen, der bleibt nicht nur in ein Zwangsystem der gesellschaftlichen Arbeitsteilung verstrickt, das ihm nicht wenig Sorgen aufnötigt. Der macht außerdem den gar nicht so unvermeidlichen Fehler, sich dazu kritiklos affirmativ zu stellen. Da helfen dann auch kein Ärger und keine Beschwerden mehr über den Stress beim Geldverdienen, das wenig zufrieden stellende Resultat, die hohen Preise, und überhaupt das wenige Geld hier und den vielen Reichtum dort.<br>Wer sich das Geld nicht erklären will, soll über dessen ungleicher Verteilung nicht jammern. Umgekehrt: Wer nicht immer nur über die Sorgen mit dem Geld und seine ungerechte Verteilung klagen will, der sollte sich lieber das Geld und die mit ihm gültig gemachte ganz und gar nicht so vernünftige und sachnotwendige Produktionsweise erklären.</p><p>Teil 1: Geld und Markt: "Alles hat seinen Preis!"<br>Teil 2: Geld und seine produktive Vermehrung: "Ohne Gewinne geht nichts!"<br>Teil 3: Diskussion: Die Unterordnung der gesellschaftlichen Reproduktion unter das Geld<br>Teil 4: Geld und Kreditwesen: "Alles hängt am Vertrauen der Finanzmärkte!"<br>Teil 5: Diskussion</p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/geld">Das Buch "Das Geld" beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Jun 19, 20072h 12m

Konsum und Kapital

<p>„Jetzt brauchen wir höhere Löhne“, meint SPD-Chef Beck. Die Überraschung ist gelungen: Seit einem Jahrzehnt gilt, dass „die Wirtschaft“ die deutschen Löhne und Lohnnebenkosten nicht mehr aushält. Seitdem setzen sich Politiker aller Parteien dafür ein, dass die Lohnabhängigen für immer weniger Geld immer mehr Lebenskraft in den Büros und Fabriken lassen. Jetzt auf einmal legt der SPDChe f beim Kapital ein gutes Wort für seine arbeitenden Wähler ein. Weil die Geschäfte gut gehen wie schon lange nicht mehr, sollte sich die Wirtschaft ein bisschen Rücksicht auf ihre Arbeitskräfte doch wieder leisten können.<br>VizeK anzler Müntefering springt seinem Parteichef bei und weiß auch gleich, warum die Wirtschaft ausnahmsweise ruhig „Mut zu höheren Löhnen“ zeigen kann: „Höhere Löhne sind jetzt gut für die Binnennachfrage und stärken die Konjunktur“. Wenn der Konsum der Massen dem Kapital nützt, darf er tatsächlich sogar einmal wachsen. Aber nützt er dem Kapital wirklich? Bis gestern war der Lohn ein lästiger Kostenfaktor, ist er jetzt nur noch willkommene Nachfrage? Wie verhalten sich Massenkonsum und Kapitalwachstum tatsächlich?<br>Manche meinen ja „Wir leben in einer Konsumgesellschaft“; so als ob der Konsum der Zweck der Wirtschaft und der Kitt der Gesellschaft wäre. Wenn es so wäre, müsste wohl nicht um jeden Euro Lohn gekämpft werden. Manche meinen die Diagnose „Konsumgesellschaft“ aber sogar kritisch, finden, dass es den Leuten materiell viel zu gut geht und dass die Befriedigung ihrer Bedürfnisse sie an ein System kettet, das wir gar nicht so unvernünftig fänden, wenn es denn leisten würde, was ihm da als sein Übel nachgesagt wird.<br>Eine Kritik der Konsumkritik, sowie Aufklärung über die perverse Rolle, die der Konsum in einer<br>Wirtschaft tatsächlich spielt, in der es um das Wachstum des Kapitals geht, wird in dem Vortrag geleistet.</p><p>Teil 1: Konsum für Produktion<br>Teil 2: Konsum als beschränkendes und beschränktes Mittel des Kapitalkreislaufs<br>Teil 3: Der Konsum als Produkt der Konkurrenz des Kapitals um die Zahlungskraft<br>Teil 4 + 5 : Konsumkritik - Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/bessere-loehne-gefordert">Die gute Nachricht aus Berlin: „Jetzt brauchen wir wieder bessere Löhne“ in GegenStandpunkt 1-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ideologien-ueber-konsum-konsument-marktwirtschaft">Ideologien über Konsum und Konsument in der Marktwirtschaft in GegenStandpunkt 2-10</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/leserbrief-zu-konsum-konsumentenmacht">Leserbrief zu Konsum und Konsumentenmacht in GegenStandpunkt 1-16</a></p>

Mar 29, 20071h 44m

Gesundheit im Kapitalismus – in jedem Sinne ein teures Gut

<p>Der Staat lässt sein Volk durch ein Gesundheitswesen umfassend medizinisch betreuen. Dass er sich um die Volksgesundheit kümmert, wird ihm hoch angerechnet, weil jedermann auf Gesundheit aus ist; denn wenn die leidet, leidet in dieser Gesellschaft regelmäßig mehr als nur das Wohlbefinden. Also geht es dem Staat mit seiner Sorge um den Gesundheitszustand des Volks und den Volksmitgliedern mit ihren Sorgen bezüglich der eigenen körperlichen Befindlichkeit auch um mehr.<br>Das Gesundheitswesen muss, so will es der Staat, wie alles in dieser Gesellschaft bezahlt werden. Das erlegt der Staat der Mehrheit seines Volks als Pflicht auf, die sie mit Zwangsbeiträgen zu den Kassen zu erfüllen hat. Er geht nicht zufällig davon aus, dass sie sich diese Kost von sich aus nicht leisten kann und will. Also sorgt er dafür, dass das Gesundheitswesen bezahlbar wird, und stiftet die notwendige Finanzmasse - zu Lasten der Einkommen seiner Bevölkerung.<br>Die Kosten, die aus diesem so gestifteten Gesundheitsfonds finanziert werden müssen, sind nicht gering. Auch dafür sorgt der Staat. Denn die Betreuung der Volksgesundheit nährt nicht nur besser gestellte medizinische Stände, die sich mit ihren Diensten nach politischen Vorgaben an dieser Finanzmasse bedienen. Sie bereichert auch national bedeutsame und geschätzte geschäftliche ‚Wachstumsbranchen’: eine Apparate- und Pharmaindustrie, die längst dem nationalen Rahmen entwachsen sind und als ‚global player’ mit ihren ‚Innovationen’ den Standort Deutschland voranbringen.<br>Jetzt hat der staatliche Veranstalter wieder einmal eine große Gesundheitsreform beschlossen. ‚Unser Gesundheitssystem’ ist nach offizieller Auskunft nämlich einfach zu teuer – für wen, ist keine Frage: Für die Kassen, die mit ihren Einnahmen nicht nachkommen, für die Wirtschaft, die unter den Lohnkosten leidet, und damit überhaupt für den Standort Deutschland. Eine der ‚reichsten Gesellschaften der Welt’ kann sich also, das der gültige Standpunkt, die Pflege der Gesundheit der Bevölkerung so nicht mehr leisten. Andererseits soll sie sein; und Verdienst und Wirtschaftswachstum stiften soll der Bedarf nach ‚Gesundheit’ weiterhin schon gleich.<br>Das alles will also bedacht sein, wenn die politischen Organisatoren dieses Gesundheitswesens sich an seine ‚Effektivierung’ machen. Dementsprechend fällt sie aus.<br>Warum das gepriesene wie kritisierte Gesundheitswesen zugleich unentbehrlich und immer zu teuer ist, was Grund und Ziele seiner aktuellen Reform sind, das ist Thema der Veranstaltung</p><p>Teil 1: Gesundheit als gesellschaftlicher Bedarf im Kapitalismus - staatlich dekretiert<br>Teil 2: Das staatliche Gesundheitswesen - seine Finanzierung und Agenten<br>Teil 3: Der prinzipielle Reformbedarf: Warum Gesundheit permanent zu teuer ist<br>Teil 4: Die Prinzipien der aktuellen Reform<br>Teil 5: Die Fortschreibung des Prinzips des Gesundheitswesens zur Klassenmedizin - Zusätze zu den Ideologien</p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wachstumsbranche-volksgesundheit">Anmerkungen zur politischen Ökonomie der Wachstumsbranche Volksgesundheit - sowie zu Grund und Zielen der aktuellen Reform des bundesdeutschen Gesundheitswesens, GegenStandpunkt 1-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/gesundheit">Das Buch "<span class="main">Gesundheit - </span><span class="subsup">ein Gut und sein Preis" vom GegenStandpunkt-Verlag</span></a></p>

Mar 1, 20071h 44m

Schon wieder eine große Gesundheitsreform - Das Gesundheitswesen im Kapitalismus: unentbehrlich, eine Wachstumsbranche, immer zu teuer

<p>Der deutsche Staat, ein Weltwirtschaftszentrum, rühmt sich für sein Gesundheitswesen. Er lässt sein Volk von der Zeugung bis zur Beerdigung medizinisch betreuen. Das zeigt seine Interessiertheit an leistungsfähigen Menschen. Und die Menschen selbst sind nicht nur ungern krank und lieber gesund - was auch sonst? -, sie kennen einen unentbehrlichen Bedarf an medizinischer Betreuung: Man muss leistungsfähig sein in der kapitalistischen Konkurrenz um Stellen und Verdienst, Krankheiten stellen sich auch mit Impfung, gesundheitlicher Betreuung und gesundheitsbewusster Lebensführung ein - und diese Unterbrechung der Leistungsfähigkeit kann man sich nicht leisten. Deswegen sind die Leute außerordentlich dankbar für die beruflichen Leistungen des Gesundheitswesens - und selten nachdenklich über die gesellschaftlichen Lebensverhältnisse, in denen Krankheiten nicht nur im medizinischen Sinn Existenz bedrohend sind und sich so regelmäßig einstellen.<br>Wie alles in der Marktwirtschaft müssen medizinische Leistungen bezahlt werden. Und in dieser famosen Wirtschaft verdient die Masse der Menschen so wenig, dass sie sich eine Privatversicherung für die medizinischen Rechnungen nicht leisten können. Davon geht jedenfalls der Staat aus, der für Normalverdiener und ihren Anhang eine Pflichtkasse organisiert. Damit durch „Umlage“ doch bezahlt werden kann, was sich Normalverdiener in dieser Wirtschaft nicht recht leisten können, aber so unbedingt brauchen: Medizinische Versorgung ihrer Leistungsfähigkeit.<br>Die Betreuung der Volksgesundheit bringt nicht nur den Ärzten ihre besseren Verdienste ein. An den Krankenkassen sind Apparate- und Pharmakapitale so reich geworden, dass sie vom Staat als nationale „Wachstumsbranche“ und als „Global Player“ geschätzt werden. Dennoch stellt sich bei den Führern von Politik und Wirtschaft keine Zufriedenheit ein. Warum nur?<br>Die Gesundheitsreform gibt eine Antwort: Das Gesundheitswesen ist – „zu teuer“. Die Pflege der körperlichen Voraussetzungen der Einwohner soll sich „eine der reichsten Gesellschaften der Welt“ nicht leisten können? Zu teuer ist die medizinische Versorgung gemessen an den Einkommen, die die Krankenkassen zu speisen haben. Zum einen senken die Unternehmen Lohneinkommen und Beschäftigtenzahlen, zum anderen wollen die Unternehmer und der Staat in der internationalen Konkurrenz niedrigere Lohn(neben)kosten, also keine steigenden Krankenkassenbeiträge. Zu teuer ist die Versorgung der Leistungsfähigkeit der Leute für das kapitalistische Geschäft, das systematisch auf eben diese Lebenskraft der Leute zugreift.<br>Auch nach der Reform soll es eine Volksgesundheit und natürlich die Wachstumsbranche Gesundheitswesen weiter geben. Der Staat besorgt dafür das Geld zunehmend auf eine Weise, die nicht die Kosten für die Unternehmen treibt: Die Patienten müssen aus ihrem Nettolohn selbst oder zuzahlen; die „Trennung der Gesundheits- von der Arbeitskosten“ ist dem Staat so wichtig, dass er sogar von seinen Steuern etwas in den neuen Gesundheitsfonds zuschießt. Die Reformen gehen aber auch auf die Leistungen des Gesundheitswesenlos und zwar nach der Prämisse, das es „Wirtschaftlichkeitsreserven“ geben, sprich: billiger gehen muss. Zwischen Kassen und Gesundheitsgeschäft regiert der Staat dafür „mehr Wettbewerb“ herbei, den jeder hierzulande als Patentrezept der Marktwirtschaft schätzen muss. Und sicher kommt so, sogar unter Beteiligung der Kassen-Patienten - ein Experiment zustande: Die Kassen drücken auf die Abrechnungssätze und Preise, die Gesundheitsgeschäftsleute erbringen die Leistungen, die sich dann (noch) lohnen, die Patienten dürfen nach Sparmöglichkeiten an ihrer eigenen gesundheitlichen Betreuung suchen und sich über geringere Zuzahlungen oder Prämien freuen…Irgendwann sieht man dann – an den Leuten, was das neue Niveau der noch gesetzlich gesicherten Gesundheitsversorgung ist, was man sich an bitteren Pillen und Prothesen noch leisten leisten kann und was nicht. Das ist dann die Vernunft des Wettbewerbs.</p>

Mar 1, 20071h 44m

II. Weltmacht: Die Konkurrenz der Nationen um überlegene Gewalt

<p>Dies ist der zweiter Teil zum Thema <em>Imperialismus heute - Wie Weltmarkt und Weltmacht zusammengehören</em>.<br>Siehe auch Teil 1 I. Weltmarkt: Die Konkurrenz der Nationen um den Reichtum der Welt im <a href="https://www.argudiss.de/doku">Archiv</a> von Argudiss.</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p>

Feb 15, 20072h 29m

I. Weltmarkt: Die Konkurrenz der Nationen um den Reichtum der Welt

<p>Dies ist der erste Teil zum Thema <em>Imperialismus heute - Wie Weltmarkt und Weltmacht zusammengehören</em>.<br><a href="https://www.argudiss.de/doku/ii-weltmacht-die-konkurrenz-der-nationen-um-ueberlegene-gewalt">Siehe auch Teil 2 II. Weltmacht: Die Konkurrenz der Nationen um überlegene Gewalt</a>.</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p>

Feb 8, 20071h 44m

Naturwissenschaftler klären auf über "Geist & Gehirn", "Bewusstes & Unbewusstes", "Willensfreiheit & Determinismus": Machen die Ergebnisse der modernen Hirnforschung aus der Psychologie des Seelenapparates eine materialistische Wissenschaft?

<p>Machen die Ergebnisse der modernen Hirnforschung aus der Psychologie des Seelenapparates eine materialistische Wissenschaft?</p><p>Zu einer kleinen Erschütterung des abendländischen Wertehimmels und Menschenbildes haben es eine Handvoll Neuro-Biologen, Mediziner, Physiologen usw. hierzulande jedenfalls gebracht. Bei ihrer Erforschung der „materiellen Grundlagen unseres Bewusstseins“ haben sie einfach keine der höheren Wesenheiten entdecken können, die nach verbreiteter Auffassung die Gattung Mensch zur Krone der Schöpfung machen. Von der lausigsten Reaktion der Sinne auf einen Reiz bis hinauf zu den höchsten Formen der Verstandestätigkeit: Alles nur „neuronales Geschehen“, „naturwissenschaftlich zu erklärende Hirnprozesse“ - und weit und breit keine immaterielle Seele, Ich-Instanz oder sonst eine metaphysische Wesenheit in Sicht, die das Geistige besorgen und den Willen leiten würde, dessen Freiheit der Mensch sich rühmt! Aber rechtfertigt die Entdeckung, dass im Gehirn die Gesetze von Physik und Chemie regieren, deswegen auch gleich eine weitergehende „Deutung“? Die z. B., dass dann das Gehirn wohl die materielle Wesenheit sein muss, die als eigenmächtige Instanz alles„determiniert“, was man an Geistigem – Gefühl, Bewusstsein, Wille...- von sich und anderen so kennt? Dieser „These“ nach wären „Willensfreiheit“, „Selbstbewusstsein“ usw. purer Schein, lösten sich vielmehr in einem vom Gehirn funktionell arrangierten Zusammenspiel von „Evolution“, „Genen“ und ein bisschen „Lernen“ auf – nur: Wer mag diese‚ These’ dann gedacht haben? Und wenn sie stimmt: Was hängt davon ab?</p><p>Ein „neues Menschenbild“ mag darüber schon zustande kommen, wenn „die Freiheit“, die Errungenschaft aller Zivilisiertheit, zur Chimäre wird. Aber ob man sich dem deswegen auch gleich anschließen soll? Geht denn die Vorstellung von einem Mechanismus zur „Steuerung menschlichen Verhaltens“ im Wege von Reiz & Reaktion deswegen in Ordnung, weil nunmehr Naturwissenschaftler das Gehirn und sein Funktionieren zum Statthalter dieser Funktion befördern? Macht die uralte psychologische Frage nach den im menschlichen Seelenapparat verborgen liegenden Mächten und Kräften mehr Sinn, wenn die modernste wissenschaftliche Antwort auf sie lautet: „Verschaltungen legen uns fest“? Freilich: Eine Empfehlung, dann doch lieber den „traditionellen Vorstellungen von der menschlichen Willensfreiheit“ den Vorzug zu geben, folgt daraus nicht. Denn was deren Befürworter an Einwänden gegen das Konstrukt der „biologischen Determiniertheit des Menschen“ ins Feld führen,. taugt auch nicht besonders. Zu einem „Plädoyer für die Freiheit“, für „die Größe und Einzigartigkeit des Menschen“ ergreifen diese Menschenfreunde das Wort, weil sie nichts über die verbindlichen Instanzen der „Orientierung“ beim Verhalten kommen lassen wollen, die ihnen schmecken. Sie bringen den Glauben an Gott oder den ans ‚Es’ und ‚Über-Ich’, das Recht, die Moral, die Sittlichkeit und überhaupt alles, was ihnen heilig ist, zur Sprache - und finden überhaupt nichts dabei, lauter Formen von freiwilliger Selbstbeschränkung als die untrüglichen Gütemerkmale jener Gattung heranzuziehen, die sich mit „Willensfreiheit“ vor Schnecken und Schimpansen auszeichnet!</p><p>Auf einen Disput zwischen Vertretern einer „empirisch-materialistischen Wissenschaft“ auf der einen, Psychoanalytikern und ‚Kantianern’, Moralphilosophen und sonstigen Hermeneutikern auf der anderen Seite bleibt diese moderne Auflage des ‚Leib-Seele-Problems’ nicht beschränkt. Über Feuilletons und ‚Spiegel’ schließt auch das breitere intellektuelle Publikum Bekanntschaft mit den „provozierenden Thesen eines neuen naturwissenschaftlichen Menschenbildes.“ Selbstverständlich nicht, um sich näher mit dem Rätsel einer Naturwissenschaft zu befassen, die für die Stiftung eines Menschenbildes gut ist. Sondern um letzteres – irgendwie - „interessant“ zu finden: Mitten in einer Welt, in der höchst reale und sattsam bekannte Mächte dem Willen Grenzen ziehen, wird munter darüber spekuliert, ob etwas und was genau dran sein möchte an der Vorstellung einer unbekannten Macht im Oberstübchen, die uns vortäuscht, wir wären Herr über uns selbst und hätten alles im Griff. Fragt sich schon, wer da wem was vortäuscht.</p>

Jan 24, 20071h 53m

Vom ‚friedlichen Handel’ und seinen unfriedlichen Perspektiven. Der Weltmarkt - wie er geht und warum er ohne Gewalt nicht auskommt

<p>Dass Kriege ein Ärgernis sind, weil sie Handel und Wandel zwischen den Völkern stören und viel zerstören, ist Gemeingut. Ebenso Gemeingut ist allerdings auch, dass an Kriegen immer wieder kein Weg vorbeiführt. Warum, darüber gibt es alle möglichen Theorien, die eines eint: Sie reden vom Scheitern einer friedlichen Verständigung und allem möglichen staatlichen Versagen.<br>Wenig geläufig ist dagegen, inwiefern der schöne Handel und Wandel Kriege notwendig macht, warum mit immer mehr Welthandel die Gewalt zwischen den Nationen nicht ausstirbt, warum die staatlichen Beaufsichtiger der völker- und staatenverbindenden Veranstaltung namens ‚Weltmarkt’ immerzu aneinander geraten, wenn sie mit Gewalt ums rechte ‚Weltordnen’ ringen - und dass von einem Versagen vor ihrer politischer Verantwortung dabei keine Rede sein kann.<br>Die Veranstaltung will aufklären über den notwendigen Zusammenhang der Konkurrenz auf dem Weltmarkt und der Konkurrenz ums ‚Weltordnen’.</p><p>Teil 1-3: Die Konkurrenz des globalisierten Kapitals<br>Teil 4: Der Kampf der Nationen mit und um Geld und Macht<br>Teil 5: Die Rolle der Völker</p><p>Anmerkung: Zwischen Teil 3 und Teil 4 gibt es nur eine "akustische Lücke".</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/weltmarkt-weltmacht">Weltmarkt und Weltmacht Von der globalisierten Zivilgesellschaft und ihrer antiterroristischen Kriegskultur in GegenStandpunkt 3-06</a></p>

Dec 20, 20062h 26m

Imperialismus heute - Wie Weltmarkt und Weltmacht zusammengehören

<p>Dass die außenpolitische Gewalt heutiger Staaten mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise in ihrem Inneren "zu tun hat", gehört zum Grundbestand linker Gesellschaftskritik. Wenn es aber ans Erläutern und Begründen dieses Zusammenhangs geht, begnügen sich viele mit Kurzschlüssen. Man versucht ökonomische Interessen für Krieg zu identifizieren, prangert "Krieg für Öl" oder andere Bodenschätze an und kann sich vorstellen, dass eine Regierung schießen lässt, weil der „militärisch-industrielle Komplex“ Waffen verkaufen will. Man sieht die handelnde Regierung als unfreien Hampelmann einiger privater Geschäftsinteressen, etwa US-Präsident Bush als den verlängerten Arm von Ölkonzernen und Halliburton. Allerdings stehen diesen privaten Kapitalinteressen auch in den USA mindestens ebenso viele andere entgegen, die durch Krieg ihre Geschäftsbeziehungen ruiniert sehen und die ihre Profite im Frieden besser aufgehoben sähen. Ein nationales Interesse des kapitalistischen Gemeinwesens an der Beherrschung und Unterordnung anderer Staaten, das private Interessen auch verletzt und für die große Sache in den Dienst nimmt, wird so gerade nicht erwischt. <br>Erst recht versagt das kurzschlüssige Verfahren, wo man etwa bei den deutschen Einsätzen in Afghanistan, am Horn von Afrika oder vor der libanesischen Küste – nichts findet, was abzuholen wäre. Dann fallen auch linke Kritiker mehr oder weniger offen auf die eigentlich abgelehnten Auffassungen der bürgerlichen Politikwissenschaft zurück, die es sich leicht macht und einfach "Faktoren internationaler Konflikte" sammelt: Einerseits weiß sie von "ökonomischen Interessen" die Staaten aneinander haben, die aber hält sie für prinzipiell konsens- und kompromissfähig. Andererseits kennt sie ein "Machtstreben der Staaten", das sie, weil sie es nicht erklärt, zu einer tief in der Menschennatur verankerten Polit-Konstante verklärt, die mit Kapitalismus nichts mehr zutun hat.<br>Peter Decker will mit seinem Vortrag den Zusammenhang von Weltmacht und Weltmarkt einmal grundsätzlich thematisieren.<br>„Imperialismus heute“: Das ist zum einen der ökonomische Verkehr zwischen kapitalistischen Staaten in der globalisierten Weltwirtschaft, die Konkurrenz, die sie sich um den modernen "Reichtum der Nationen" liefern, beim Einkauf von Rohstoffen über den Verkauf von Industrieprodukten zur Konkurrenz nationaler Kapitalstandorte bis zur internationalen Konkurrenz um die Güte des nationalen Gelds. In ihrer "Sicherheitspolitik" zum anderen geben die weltwirtschaften den Nationen zu erkennen, wie wenig sie sich auf ihre Sprüche vom „gegenseitigen Nutzen“ des „friedlichen Handelsverkehrs“ und auf eine automatische Wirkung der „Sachzwänge der Globalisierung“ verlassen. Mitten im Frieden liefern sie sich neben der ökonomischen eine zweite, strategische Konkurrenz als Gewalten, um den ihnen nützlichen Frieden mit Kriegsdrohungen erzwingen bzw. in ihrem Sinn korrigieren zu können. Gerade der vollendete Weltmarkt beruht offenbar auf einem umfassenden und dauerhaften Abschreckungsregime einiger Großmächte gegenüber dem Rest der Staatenwelt. Erst die Vernichtung aller Alternativen und die Bestrafung aller Versuche dazu erzeugen für alle Staaten die Alternativlosigkeit und damit den Sachzwangcharakter der heutigen Weltwirtschaft.<br>Darum geht derzeit der Krieg der USA "gegen den Terrorismus“. Er ist Amerikas aktueller Kampf um Universalität und Lückenlosigkeit dieses Abschreckungsregimes; nicht nur die islamistischen Feinde, sondern alle Staaten werden da vor die Wahl gestellt, sich entweder als Helfershelfer amerikanischer Unangreifbarkeit zur Verfügung zu stellen, oder selbst in die Ecke der Terror- oder Terrorunterstützerstaaten gerückt zu werden. So ringen die USA zusammen mit und zugleich gegen neue und alte Verbündete um das globale Monopol auf Krieg: „Imperialismus heute“</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/weltmarkt-weltmacht">Weltmarkt und Weltmacht Von der globalisierten Zivilgesellschaft und ihrer antiterroristischen Kriegskultur</a></p>

Dec 7, 20062h 3m

Abgehängtes Prekariat, Unterschicht, Kevin - Was die Politik an der Armut stört: "Arme Leute machen uns nur Probleme"

<p>Gliederung des Vortrages:<br>1. Eine Armutsdebatte, von der Oberschicht über die Unterschicht angezettelt<br>2. Was stört die Politik an der Armut?<br>3. Armut: Als was sie gilt und was sie ist.<br>4. Wie die Probleme, die die Politik mit den Armen hat, als Auftrag an die Armen zurückgegeben werden<br>5. Wie die "Unterschicht" mit ihrer Armut umgeht.</p><p>Die Teilung der Aufzeichnung entspricht nicht der Gliederung.</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/proletariat">Das Buch: Politisch emanzipiert – Sozial diszipliniert – Global ausgenutzt – Nationalistisch verdorben Das Proletariat Die große Karriere der lohnarbeitenden Klasse kommt an ihr gerechtes Ende beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=Armut&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Artikel im Archiv vom GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/prekariat-kein-proletariat">Zwei Wochen ‚Unterschicht‘-Debatte: Die demokratische Öffentlichkeit definiert an den Subproletariern herum</a></p>

Nov 30, 20062h 4m

Schon wieder Krieg im Nahen Osten: Israel bombardiert den Libanon und Gaza. Das grenzenlose Sicherheitsbedürfnis Israels und sein Nutzen für die amerikanische Kontrolle der Welt.

<p>Schon wieder Krieg im Nahen Osten: Israel bombardiert den Libanon und Gaza</p><p>Das grenzenlose Sicherheitsbedürfnis Israels und sein Nutzen für die amerikanische Kontrolle der Welt</p><p>Auslöser ist diesmal die Gefangennahme von 3 in Gaza und im umstrittenen Grenzgebiet zum Libanon operierenden Soldaten der israelischen Armee durch die palästinensische Widerstands gruppe Hamas und die libanesische Hisbollah, sowie der sporadische Beschuss israelischen Staatsgebiets durch diese militanten Gegner mit ungelenkten Kleinraketen. Diese Akte kriegerischen Widerstands gegen die Abschnürung des geräumten Gazastreifens, gegen die fortwährende israelische Besetzung der 1967 eroberten Gebiete und gegen die Unterdrückung der dort lebenden Bevölkerung, nimmt Israel zum Anlass, anderes und weit mehr zu erledigen, als die Befreiung der Gefangenen und die Beendigung der Raketenangriffe. Es antwortet mit einem 4 Wochen dauernden Bombardement und einem massiven Einmarsch in den Süden des Libanon, sowie mit einem unter diesen Umständen von der Welt kaum mehr beachteten Verhaftungs und Liquidierungsfeldzug gegen die Hamas in Gaza, die sich gerade in Wahlen als politische Vertretung der Palästinenser durchgesetzt hatte.</p><p>Den Krieg führt Israel unter dem Rechtstitel der "legitimen Selbstverteidigung". Dieser Titel auf gerechten, vom Völkerrecht gedeckten Krieg wird Israel von der westlichen Welt – vor allem von den USA und Deutschland – auch rundherum zugestanden, ganz und gar nicht den palästinen sischen Widerstandsgruppen, die ebenfalls auf legitime Selbstverteidigung gegen Unterdrückung und Besetzung durch eine fremde Macht plädieren.</p><p>Das Äußerste an Kritik, das sich der Judenstaat z B. aus Deutschland dafür einfängt, dass er – nach eigenen Auskünften – "den Libanon um 20 Jahre zurückbombt", ist die Anmerkung, er sei bei seiner gerechten Selbstverteidigung zu weit gegangen und habe die gebotene "Verhältnis mäßigkeit der Mittel" verletzt. Solche Mäkelei ist verlogen und dumm zugleich: Man billigt das Kriegsziel staatlicher Selbstverteidigung, ohne recht zu wissen, was es genau bedeutet, und missbilligt die Zahl der Leichen und den Grad der Verwüstung, die seine Verfolgung kostet, – anstatt sich Rechenschaft darüber abzulegen, worin das ehrenwerte Kriegsziel wirklich besteht, für das die Mittel und Leichen durchaus verhältnismäßig sind.</p><p>So schwer ist das ja nicht: Israel lässt sich Widerstand gegen seine militante Staatsgründung nicht bieten. Nach der ursprünglichen Landnahme des von anderen Volksgruppen bewohnten und anderen politischen Mächten beherrschten Terrains, nach mehreren Kriegen gegen alle umgeben den Staaten, die sich von der neuen Macht verdrängt sahen, sind nur mehr nichtstaatliche Widerstandsgruppen verblieben, die nicht bereit sind, ihren Frieden mit der noch immer nicht abgeschlossenen israelischen Expansion, mit der Vertreibung und Unterdrückung der dort ansässigen Bevölkerung zu machen, die der Judenstaat auch nicht als Teil seines Staatsvolks haben will. Die militanten Palästinenser werden, gerade weil sie keinen wirksamen und schon gleich keinen die staatliche Existenz Israels bedrohenden Widerstand zustande bringen, zu Terroristen, zu recht losen Verbrechern erklärt, denen man weder ein politisches Anliegen noch den Status von regulären Kriegsgegner zuerkennt, und die man entsprechend behandelt. Für die Vernichtung des Widerstands nimmt Israel dann auch den ganzen Libanon und die ansonsten kooperationswillige Palästinenserbehörde in Haftung. Sie schaffen es nicht Hamas oder Hisbollah zu entwaffnen – wollen es also nicht ernsthaft genug und werden dafür bestraft, dass sie den im Interesse Israels fälligen Bürgerkrieg scheuen.</p><p>Es wäre also nicht so schwer, zur Kenntnis zu nehmen, was "Selbstverteidigung" heißt, wenn eine staatliche Hoheit diesen Titel in Anspruch nimmt: Der Staat opfert nicht wenig jüdisches und selbstverständlich noch viel mehr nichtj üdisches Leben, wenn er für seine Sicherheit sorgt und die politischen Kräfte vernichtet, die sich gegen seine Landnahme stellen, wenn er alle Staaten in der Nachbarschaft davon abschreckt, gegen Israel noch unbefriedigte Rechtsansprüche hochzuhalten oder den verbliebenen Widerstandsgruppen Deckung, Rückzugsräume oder Waffenhilfe zukommen zu lassen. Die Sicherheit Israels ist erst gewährleistet, der Frieden, den diese regionale militärische Supermacht schafft, ist erst fertig, wenn ihm die ganze Region unterworfen ist, wenn nichts mehr gilt als israelische Ansprüche, solche auf territoriale Expansion wie solche auf die Botmäßigkeit der Palästinenser und aller Nachbarstaaten.</p><p>Israel reklamiert für sich eine Sonderstellung in der Staatenwelt. Mit dem moralischen Hammer "Holocaust" nimmt es ein besonders unverletzliches Recht auf nationale Sicherheit in Anspruch und verlangt von aller Welt, es anzuerkennen und sich in seinen Dienst zustellen

Oct 5, 20062h 23m

Israels grenzenloses Existenzrecht - Über den Grund, das Ziel und die Ideologie des vorläufig letzten Kriegs im Nahen Osten

<p>Mit seinem konstruktiven Vorschlag, der deutsche Nachfolgestaat des faschistischen III. Reiches möge doch seinschlechtes Gewissen wegen des Genozids an den europäischen Juden dadurch beruhigen, dass er dem zionistischen Staatsgründungsprojekt ein Territorium in der Nähe des Tatorts, also im Herzen Europas frei räumt, liegt der iranische Präsident in der Sache ebenso gravierend daneben wie bei seinen spekulativen Beiträgen zur empirischen Geschichtsschreibung bezüglich der Faktenlage: In seinem anti-israelischen Eifer affirmiert Ahmadinedschad zumindest rhetorisch die Ideologie der Freunde & Förderer des Judenstaats in Palästina, beim Projekt einer kapitalistischen Staatsgründung auf dem Boden arabischer Gemeinwesen und gegen die autochthone Bevölkerung handle es sich um einen Akt der Wiedergutmachung an den Opfern, Überlebenden und Nachkommen eines von Hollywood als "Holocaust" allegorisierten totalen Kriegs des nationalsozialistischen Reichs gegen seine zum Hauptfeind der deutschen Nation erklärte jüdische Bevölkerung.</p><p>Mit dieser Lebenslüge, die zu jeder Zeit und bei jeder sich bietenden Gelegenheit von den Staatsmännern Israels und ihren Paten und Bündnispartnern abgerufen wird, gerät ein stinknormales Staatsgründungsprojekt mit Gewalt (mit was denn sonst!?) gegen alles, was ihm im Wege steht, zum humanitären Akt, der der politischen Korrektheit ein persönliches Engagement abverlangt, an dem entlang sich das Gute vom unverbesserlich Bösen scheidet.</p><p>Die Gründung eines modernen kapitalistischen Staates mit unbegrenzter Kapitaldeckung und jeder Menge sozialdemokratischer Ideale bei der politischen Führungsmannschaft mitten im traditionellen Einflussgebiet der Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich: Das fand 1948 in den Vereinten Nationen sogar die Zustimmung der Sowjetunion, ungeachtet der eindeutig prowestlichen Ausrichtung Israels und seiner finanziellen Aus- und vor allem militärischen Aufrüstung durch die USA. Vom formellen Akt der Staatsproklamation bis heute wird die Schaffung einer "Heimstatt" für die im Rest der Welt nach Auffassung der zionistischen Theoretiker aufgrund ihres Volkscharakters prinzipiell unbehausten Juden als Geschichte eines Dauerkriegs geschrieben: Zuerst gegen Leute, die das Pech gehabt haben, vor den Juden auf dem Gebiet des Judenstaates ansässig gewesen zu sein, und in der Folge gegen die Nachbarstaaten sowie die gesamte Region von Bagdad bis Tunis und vielleicht demnächst nach Teheran! Selbst angesichts des jüngsten Waffengangs, bei dem die Blutspur der israelischen Luftwaffe in libanesischen Dörfern und den südlichen Stadteilen Beiruts die Idylle vom "Überlebenskampf" des tapferen, kleinen David selbst für die hartgesottensten Parteigänger der überlegenen Gewalt und des "Krieges gegen den Terrorismus" an allen dazu erklärten Frontabschnitten in vorübergehenden Erklärungsnotstand versetzt hat, bleibt die prinzipielle Parteilichkeit für den Staat Israel und sein unantastbares Gewaltmonopol in der Region intakt.</p><p>Kritik kommt doch noch, nachdem sorgfältig die klassischen Torheiten der bürgerlichen Affirmation des Krieges als dem Mittel der Politik zelebriert worden sind: Erstens die Schuldfrage, d.h. wer hat angefangen. Hier hat die israelische Regierung die interessante Neuerung in der rechtlich-moralischen Urteilsfindung über das Gemetzel durchgesetzt, dass die Gefangennahme von Teilen der kämpfenden Truppe durch einen nicht als Staat antretenden Kriegsgegner ein besonders übles Verbrechen und ein veritabler Kriegsgrund sei. Zweitens der Vergleich der von den Kontrahenten ausgeübten Gewalt. Auch hier versteht es sich wie von selbst, dass die psychische Belastung israelischer Bürger, die glatt ganze Tage und Nächte in ungemütlichen Bunkern ausharren müssen, weil die islamische Miliz immer noch über Raketen verfügt und diese sogar auf das Gebiet ihres Kriegsgegners abfeuern kann, und die Vertreibung der Bevölkerung aus dem Südlibanon mittels Flächenbombardements sorgfältig gegeneinander aufgerechnet werden. Das führt dann zur gerechten Schlussfolgerung, dass sich die israelische Führung womöglich in der Verhältnismäßigkeit der Mittel vergriffen haben könnte, was aber umgehend durch denn viel pikanteren Skandal übertrumpft wird, dass der Oberkommandierende des Tsahal vor dem ersten Einsatzbefehl Aktien verkauft hat. Genau auf diesem Niveau der Kriegskommentierung lässt sich dann ein auf- und abgeklärtes kritisches Bewusstsein den Genuss einer demokratisch erlaubten antisemitischen Reminiszenz nicht nehmen: Während "wir" Deutsche so mustergültig aus Auschwitz "gelernt" haben, dass deutsche Politiker jetzt glatt auch noch und nicht zuletzt wg. Auschwitz ein Auswärtsspiel der Bundeswehr im Libanon zum Auseinanderhalten von islamischen Freischärlern und hebräischen Soldaten ventilieren, führen sich die Juden als Israelis völkerrechtlich unmöglich auf! In Wahrheit zeigt eine Analyse der wirklichen Gründe aller

Sep 28, 20062h 29m

Der Papst auf Deutschlandtournee - Über den Glauben und sein inniges Verhältnis zur Macht

<p>Unbestreitbar, der Mann Gottes ist in jeder Hinsicht ein Ausnahmeathlet. Seine Feldmesse in Regensburg wird ein Megaevent, das den Auftritt berühmter Popstars locker toppt. Nicht nur gläubige Fans, auch weltliche Gemüter und die BILD-Zeitung sind begeistert: "Wir sind Papst!" Im Zeitalter moderner Naturwissenschaft, die vom kleinen Atom bis zum großen Universum alles er forscht und Erkenntnisse liefert für unsere sogenannte "Wissensgesellschaft", macht sich das pure Bekenntnis zum Glauben an einen Höchsten im Jenseits nicht lächerlich. Im Gegenteil. Obwohl glauben ja ausdrücklich heißt, nichts zu wissen, gilt der Papst in allen wichtigen Fragen unseres Da seins als kompetent. Ob Gentechnik oder Abtreibung, Pille oder Ehe, Krieg oder Frieden, der Rat des obersten Kirchenmannes, ob danach gefragt oder nicht, hat Gewicht. Er verkündet seine Glaubenswahrheiten – eine contradictio in adiecto – auch noch ungeniert mit dem Anspruch eines Unfehlbarkeitsdogmas.<br>Was macht eine Religion, die vor über 2000 Jahren erfunden wurde, so attraktiv für aufgeklärte Zeitgenossen in einer modernen Demokratie und Marktwirtschaft? <br>Der Papstbesuch ist eine Staatsaffäre. Autobahnen werden gesperrt, Kampfflugzeuge sichern den Luftraum, wenn Papa mit seinem Mobil unterwegs ist. Die Bayerische Staatsregierung richtet dem Inhaber des "Heiligen Stuhls" als Souverän einen Staatsempfang aus, bei dem sogar zur militärischen Ehrung des Gastes das "Gewehr präsentiert" wird, Bergpredigt hin oder her. Die Kirche unserer Tage hat keine Macht und sie ist keine. Was schätzt der Staat an der Religion und ihrer Institution so sehr, dass er sie wie eine reale Macht hofiert?<br>Kritiker melden sich auch zahlreich zu Wort. Dem Glauben und seinen Anhängern wollen sie aus drücklich keinen Vorwurf machen. Der Institution Kirche sehr wohl. Was kostet der Besuch überhaupt? Wäre das Geld nicht für die Armen viel besser angelegt? Warum zahlt nicht die Kirche dafür sondern die Bayerische Landesregierung? Darf sie das überhaupt, Steuergelder auch von nicht katholischen Bürgern für die Papstorgie verpulvern?<br>Eine Kritik, die die Institution Kirche angreift, nicht aber den Glauben, der sie notwendig macht, taugt nichts. Warum, auch darüber mehr auf der Veranstaltung.</p><p>Teil 1: Das moderne bürgerliche Bedürfnis nach Moral und Sinn<br>Teil 2: Der christliche Glaube: Warum ein 2000 Jahre altes Sinnangebot heute verfängt<br>Teil 3: Die Institution Kirche: "dogmatisch", "hierarchisch", "machtbewusst" nicht besser als der Glaube, dem sie dient<br>Teil 4: Staat & Kirche: ein historischer Kompromiss zu beiderseitigem Nutzen<br>Teil 5: Diskussion<br>Teil 6,7,8: Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://www.forumkritik.de/">Forum Kritik Regensburg</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1984-7-vom-christlichen-glauben">VOM CHRISTLICHEN GLAUBEN in MSZ 84-7 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/glaube-religion">Die Sache mit der Religion in GegenStandpunkt 2-05</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/papst-mexiko">Aus der Reihe „Chronik - kein Kommentar!“ Der Papst in Mexiko: Der Global Prayer schwimmt gegen den Zeitgeist in GegenStandpunkt 1-99</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/mea-culpa-papstes">Leichte Enttäuschung nach dem großen Mea Culpa: Das Versäumnis des Papstes in GegenStandpunkt 2-00</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/papst-verdammt-kapitalismus">Viel Kopfschütteln unter den journalistischen Spin-Doctors unseres Wirtschaftssystems Papst verdammt Kapitalismus! in GegenStandpunkt 1-14</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/papst-pius-brueder">Papst Benedikt XVI. und der Holocaust-Schlamassel: Fundis unter sich in GegenStandpunkt 1-09</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/papst-kuba">Der Papst in Kuba: Ein Treffen von Moralaposteln – die „Frohe Botschaft“ schlägt ein in GegenStandpunkt 1-98</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/toleranz-fuer-papst">„Eklat um Papstbesuch“ (ZDF), „Kulturkampf in Rom“ (SZ), „Italien im Stillstand“ (L’espresso): Toleranz und Pluralismus in einer modernen laizistischen Demokratie in GegenStandpunkt 1-08</a></p>

Sep 13, 20063h 9m

Mehr "Versorgungssicherheit" und weniger "Abhängigkeit" - das raumgreifende Programm deutsch-europäischer Energiepolitik (Teil 2)

<p>Deutschland ist laut Auskunft herrschender Politiker nicht nur ein “rohstoffarmes Land”, sondern auch einer der größten “Energie-Verbraucher” der Welt. Womit soviel schon klar ist: Die Befriedigung eines so umfassenden nationalen Energiebedarfs ist eine politische Herausforderung. Hier findet einmal nicht “die Wirtschaft in der Wirtschaft” statt; hier erklärt sich der Staat ausdrücklich für zuständig, mit Geld und Macht für “Versorgungssicherheit” zu sorgen. Bescheidenheit ist da nicht angesagt: Die Ansprüche, die deutsche Politiker an die nationale Energieversorgung stellen, sind nämlich die einer Weltwirtschaftsmacht.<br>Energiepolitik ist Standortpolitik; sie dient dem nationalen Kapitalwachstum und dessen internationaler Konkurrenzfähigkeit.<br>Der Staat sorgt für<br>- eine “Liberalisierung des Energiemarktes”, die aus der nationalen Energieversorgung eine Wachstums branche macht;<br>- “eigene” Energieriesen, die nicht nur Deutschland beliefern, sondern sich auf den Energiemärkten in ganz Europa und darüber hinaus breit machen;<br>- modernste Energietechnologie von Atom bis Wind, mit denen deutsche Firmen im Konkurrenzkampf auf dem globalen Energiemarkt bestehen können. Energiepolitik ist “Sicherheitspolitik”; sie stellt die Dienste anderer Staatsgewalten an der nationalen Energieversorgung sicher.<br>Deutsche Außenpolitik kümmert sich um<br>- “Lieferländer”, die sich auf das deutsche Energieinteresse verpflichten lassen und dem deutschen Standort mit ihren Energiereserven stets zu Diensten sind;<br>- eine “Diversifikation” der Lieferanten, damit nicht die “uns” erpressen, sondern “wir” sie gegeneinander ausspielen können;<br>- also überhaupt darum, dass die deutsche Aufsichts- und Erpressungsmacht überall dort zählt, wo es um internationale Energiefragen geht.<br>Für sein Programm namens “Versorgungssicherheit” betreibt der Staat einen ziemlichen Aufwand - <br>bis hin zum Einsatz von Militär. Um einen menschenfreundlichen Dienst am Kunden, damit möglichst preiswert Strom aus der Steckdose und Gas aus der Leitung kommt, handelt es sich bei diesem Programm also offenbar nicht.<br>Der Vortrag stellt alles Nötige und Wissenswerte zum Thema zur Diskussion.</p><p>Gliederung des Vortrags:</p><p>Teil 1: Die Ansprüche der impwerialistischen Energiepolitik ans Auslang<br>Teil 2: Das Bündnis von Staat und Kapital nach außen<br>Teil 3: Die europäische Energiepolitik und ihre Widersprüche - Der europäische Energie-Binnenmarkt<br>Teil 4 + 5: Diskussion</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/mehr-versorgungssicherheit-und-weniger-abhaengigkeit-das-raumgreifende-programm-deutsch-0">Teil 1 der Serie bei Argudiss</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/energiegeschaeft-politik">Das große Geschäft und die Sorgen der Politik mit der leitungsgebundenen Energieversorgung in GegenStandpunkt 2-06</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/politische-oekonomie-marktwirtschaftlicher-stromversorgung">Blackout: Die politische Ökonomie marktwirtschaftlicher Stromversorgung in GegenStandpunkt 4-03</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/politoekonomie-erdoels">Zur politischen Ökonomie des Erdöls: Ein strategisches Gut und sein Preis in GegenStandpunkt 1-01</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kaspisches-oel">Wem gehört das Kaspische Öl? Der Imperialismus mischt eine Region neu auf in GegenStandpunkt 3-00</a></p>

Jul 13, 20062h 14m

Nationalismus und Patriotismus - Deutschland im WM-Fieber. Das Volk spielt schwarzrotgold verrückt. Politik und Presse sind begeistert: "Endlich werden die Deutschen normal!"

<p>Hätten Sie's gedacht, dass so etwas in Deutschland möglich ist – dem Land der Krise, des Sozialabbaus, des Angstsparens und der Miesepetrigkeit? Im Ton des Triumphes bekommt das Volk über alle Medienkanäle Beweise seiner nationaler Gesundheit vor Augen geführt, damit auch der Letzte kapiert, was angesagt ist: Jetzt drehen wir durch – so wunderbar, wie wir es bisher, neidvoll und erstaunt, bei Amis, Türken, Italienern und eigentlich allen anderen Nationen haben bewundern müssen. Nationalflaggen an Autos und Wohnungsfenstern wie zuletzt unter Adolf, in Nationalfarben bemalte, in die Flagge gehüllte Idioten, die Siege der deutschen Elf fordern und sich überglücklich geben, wenn sie eintreten; ebenso gut spielen sie stolze Gastgeber der Welt, die bei Freunden ist. Fans und Passanten zeigen den Gästen “unser” schönes Land, oder den Weg zur nächsten U-Bahn-Haltestelle, vor allem aber sich selbst als zugleich selbstbewusst deutsch und weltläufig: Man gratuliert den Ausländern zu ihrer Nationalität, zur Wahl ihres Reiseziels und lädt sie ein, “to join the party”! Die Gäste nimmt man als genau das zur Kenntnis, was man selbst sein will und worauf man sich hingeschminkt hat: als Lebende Nationalfähnchen, sonst gar nichts mehr.</p><p>Endlich, seufzen Präsident, Kanzlerin und andere Träger der Macht, endlich ist das Volk so, wie es gehört. Da ist er, der Patriotismus, den “wir” brauchen und bisher vermissen mussten. Politiker geben sich freudig überrascht vom Eintreten des nationalistischen Rauschzustands, dessen Anheizen mit einer Fußball-WM im eigenen Land eigentlich gar nicht misslingen konnte – für dessen Gelingen sie diesmal allerdings mehr Aufwand getrieben haben als je zuvor. Man hat nichts dem Zufall einer Stimmung überlassen, von der man sich nun überraschen lässt.</p><p>Der Vortrag handelt davon, wie Internationale Fußballturniere als Sportveranstaltungen hergenommen und am Ende ausgerichtet werden, um für die Nation so wertvolle, zuverlässige Aufputschmittel des volkstümlichen Nationalstolzes zu sein.</p><p>Der WM-Zirkus ist eine echte Probe aufs Exempel, was für eine furchtbare Abstraktion "Volk" ist. </p><p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zum Thema Nationalismus finden sich im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a>:</p><p><a href="https://Das Volk: eine furchtbare Abstraktion">Das Volk - eine furchtbare Abstraktion, GegenStandpunkt 1-06</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1986-7-schoenste-nebensache-imperialistischen-welt">Die schönste Nebensache der imperialistischen Welt (Fussball-WM 86)  in MSZ 7-86</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1985-7-mission-eines-fans-ihre-folgen-ihre-grenzen">Ein Nachtrag zur "Katastrophe im Stadion": Von der Mission eines Fans, ihre Folgen - und ihre Grenzen  in MSZ 7-85</a></p>

Jul 13, 20062h 24m

Nationalismus und Patriotismus - Aus gegebenem Anlass: Vom Eigentor, seiner Nation anzuhängen!

<p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zum Thema Nationalismus finden sich im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a>:</p><p><a href="https://Das Volk: eine furchtbare Abstraktion">Das Volk - eine furchtbare Abstraktion, GegenStandpunkt 1-06</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1986-7-schoenste-nebensache-imperialistischen-welt">Die schönste Nebensache der imperialistischen Welt (Fussball-WM 86)  in MSZ 7-86</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1985-7-mission-eines-fans-ihre-folgen-ihre-grenzen">Ein Nachtrag zur "Katastrophe im Stadion": Von der Mission eines Fans, ihre Folgen - und ihre Grenzen  in MSZ 7-85</a></p><p> </p>

Jun 29, 20062h 34m

Lohnsenkung als Staatsprogramm: Kombilohn, Mindestlohn, Investivlohn… Der Lohn ist Standortfaktor und kein Lebensmittel

<p>Weitere Publikationen zum Thema:</p><p>Artikel zum<em> Lohn und seiner politischen Betreuung</em> finden sich im <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche">Archiv des GegenStandpunkt-Verlages</a> und im Themenbereich Arbeit, Kapital und Sozialstaat in dem <a href="https://www.argudiss.de/doku/arbeit-kapital-und-sozialstaat">Archiv von argudiss</a>.</p><p> </p>

Jun 22, 20061h 46m

Gesundheitswesen & Gesundheitsreform im Kapitalismus - Wie der Staat den Verschleiß seines Arbeitsvolkes therapiert

<p>Volksseuchen gehören in unseren Breiten der Vergangenheit an. Die Natur als Krankheitsursache ist weitgehend ausgeschaltet. Weniger sind die Krankheiten darüber nicht geworden. Die große Masse leidet heute an sogenannten Berufs- und Zivilisationskrankheiten.<br>Was taugt eine Wirtschaft mit ihrer Berufswelt, die die Menschen eingestandenermaßen krank macht?<br>Das staatliche Gesundheitswesen betreut den massenhaften Verschleiß der Gesundheit, den an vorderster Front "unsere" Wirtschaft anrichtet. Die marktwirtschaftliche Vernunft gebietet, dass die Betroffenen die medizinischen Leistungen kaufen müssen, die für ihre Wiederherstellung nötig sind. Genau das aber können die meisten nicht, weil sie nicht nur krank, sondern auch noch arm aus dem Betrieb nach Hause gehen. Also hilft der Staat, nicht mit Geld, sondern mit seinem Zwang: Mit einer Krankenversicherungspflicht summiert er die Beiträge von auf sich gestellt zahlungsunfähigen Individuen zu einer Gesamtzahlungsmasse, die einen schönen Selbstbedienungsladen für den Ärztestand und die Pharmaindustrie darstellt.<br>Das Kapital macht die Leute krank, die Betroffenen müssen dafür bezahlen – und nicht nur der Ärztestand, sondern eine riesige Branche aus dem Umkreis der industriellen Verursacher verdient daran enorm. Das sieht nach einem Glücksfall für die Reichen und Mächtigen aus. Was gibt es da zu reformieren?<br>Die arbeitende Menschheit ist in Jahrzehnten des Wachstums auf breiter Front verarmt worden. Löhne sind gesunken, die Arbeitslosenzahlen gestiegen. Damit schwinden die Finanzmittel der Gesundheitskassen. Eine Verschlechterung ihres Geschäfts im Maße der Verarmung der Betroffenen kommt für die Gesundheitsindustrie nicht in Frage. Eine Erhöhung der Beiträge zur Aufbesserung der Kassenfinanzen aber auch nicht. Jedenfalls nicht aus den Lohnprozenten, die Unternehmer dafür<br>wegzahlen, dass sie die Gesundheit ihrer Belegschaften verbrauchen. Die stehen als Lohnnebenkosten auf der Abschussliste. Es muss also Geld ins System, um den Profit des Geschäfts mit der Gesundheit zu garantieren, ohne die Bilanzen der restlichen Unternehmer zu belasten.<br>Wer soll das bezahlen? Die Gesundheitsreform hat jenseits aller politischen Querelen offenbar doch System ....</p><p>Gliederung des Vortrags:</p><p>Teil 1: Gesundheit im Kapitalismus<br>Teil 2: Das Gesundheitswesen<br>Teil 3: Gesundheitsreformen<br>Teil 4: Die aktuelle Gesundheitsreform<br>Teil 5: Diskussion </p><p>Veranstalter: <a href="http://www.forumkritik.de/">Forum Kritik Regensburg</a><br>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:<br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/gesundheit">Das Buch „Gesundheit ein Gut und sein Preis“ beim GegenStandpunkt-Verlag</a><br><a href="https://Gesundheit - ein Gut und sein Preis (Buchvorstellung)"> Gleichnamige Veranstaltung von argudiss in Bremen</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/zuschrift-zu-gesundheit-gut-sein-preis">Zuschrift zu ‚Gesundheit – ein Gut und sein Preis‘ in GegenStandpunkt 4-17</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/reform-us-gesundheitswesen">Reform im US-Gesundheitswesen: Rentner bekommen eine Pillenversicherung! – Der neueste amerikanische Fortschritt in der staatlichen Regelung der Altersarmut in GegenStandpunkt 1-04</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/gesundheitsreform-2000">Andrea Fischers „Gesundheitsreform 2000“: Ein neuer Budgetdeckel auf die alte Wahrheit: Krankheit und Gesundwerden – für Lohnarbeiter einfach zu teuer in GegenStandpunkt 3-99</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/buergerversicherung-kopfpauschale">Reformdebatte um „Bürgerversicherung“ und „Kopfpauschale“ in der Krankenversicherung: Vom gemeinen AOK-Mitglied zum freien Versicherungsbürger – und zur Rettung des Gesundheitsmarkts in GegenStandpunkt 4-03</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/feinstaubskandal">Noch ein Skandal: Feinstaub schadet der Gesundheit – von Bund, Ländern und Gemeinden, Industrie, Handel und Konjunktur in GegenStandpunkt 2-05</a><br><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wachstumsbranche-volksgesundheit">Wachstumsbranche Volksgesundheit sowie zu Grund und Zielen der aktuellen Reform des bundesdeutschen Gesundheitswesens in GegenStandpunkt 1-07</a></p>

Jun 11, 20062h 39m

Der verordnete Pluralismus in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: Anstandsregeln einer falschen Wissenschaft

<p>Eigentlich liegt es ja auf der Hand: Fächer, in denen verschiedene Meinungen über ihren Gegenstand kursieren, haben es zu gültigem, überzeugendem Wissen nicht gebracht. Früher hat man das in den Gesellschaftswissenschaften auch noch so gesehen und am unübersehbaren Unterschied zur Objektivität und Unumstrittenheit naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse gelitten; ähnlich haltbare Einsichten wollte man erst noch erzielen. Inzwischen ist jede Unzufriedenheit über den Stand des Wissens an den philosophischen Fakultäten ausgestorben. Der Zustand des Nicht Wissens ist endgültig. Der Auftraggeber der Universität, der Staat, feuert nicht etwa Forscher, die es zu Wissen nicht bringen, sondern fordert und schützt mit dem Pluralismusgebot den Zustand des beliebigen Meinens, zu dem es seine großen Geister gebracht haben. Die Freiheit, die er ihnen gewährt, hat den Sinn einer Freiheit des Wissenschaftlers gegenüber dem Wissen. Er sichert seinen Wissenschaftsbeamten das Recht, sich ihre persönliche "Lehrmeinung" von niemandem weder von Kollegen noch Studenten, weder vom besseren Argument noch von moralischer Mißbilligung bestreiten zu lassen. Er setzt Partikularität und individuelle Eitelkeit seiner bezahlten Denker ins Recht. Die Autorität des Wissens ersetzt er durch die Autorität derjenigen Personen, die es geschafft haben, eine Lehrbefugnis zu ergattern. Die Autorität des Amtes macht die subjektive Lehrmeinung verbindlich freilich nur innerhalb Reichweite des Amtes: in Vorlesungen und Prüfungen des Lehrstuhlinhabers. Ein weiterreichender Geltungsanspruch würde die Rechte der Inhaber anderer Lehrmeinungen verletzen. wischen den vielen Theorien, die alle dieselbe Sache zu erklären beanspruchen, sich also wechselseitig bestreiten und die Geltung absprechen, ist die Tugend der Toleranz geboten. Und die wird auch geübt. Die Fächer haben ein ganzes System wissenschaftlicher Anstandsregeln ausgebildet, mit denen die Professoren den Gegensatz ihrer Ansichten betätigen, ohne sich zu kritisieren. Sie pflegen eine Diskussionskultur, die Ausgangspunkt und oraussetzung jeder Diskussion dementiert: die Unterstellung nämlich, dass es überhaupt ein gemeinsames Objekt gibt, über dessen Auffassung man sich klar zu werden hat. Die Eintrittskarte in die wissenschaftliche Diskussion ist ein eminent bescheidenes Auftreten: Man nennt seine Überlegungen "vorläufig", "erste Annäherungen", "Versuche" und versichert die Kollegen dessen, daß niemand das Unzureichende dieser Bemühungen klarer sehe als man selbst. Wer so von seinen Einsichten spricht, fühlt sich nicht verpflichtet, vorläufig das Maul zu halten und seinen Gegenstand erst einmal gescheit zu studieren. Im Gegenteil. Die frech hervorgekehrte Bescheidenheit nimmt eventueller Kritik den Wind aus den Segeln und macht die schwache Leistung unangreifbar zumal sie die Gegenseite auf die Erwiderung der wissenschaftlichen Höflichkeit verpflichtet. So unverschämt sind die bestallten Denker, daß sie mit der Beteuerung, wie schlecht ihr Zeug sei, jeder anderen Wortmeldung das gleiche Bekenntnis abverlangen und dadurch die Gleichrangigkeit ihres Quarks reklamieren. Sie nennen ihre subjektiven Ansichten von der Sache einen "Aspekt" so als ob sie ihn an sich hätte , und kommen zu ebenso vielen "Aspekten" der Sache, wie sich Diskutanten an der Debatte beteiligen. Jeder rechtfertigt seinen Aspekt, indem er den anderen vorwirft, das vernachlässigt, ausgeblendet, unterschlagen zu haben, was er "einbringen" möchte. Das nehmen die Kollegen nicht weiter übel, denn gegen solche "Kritik" können sie mit dem gleichen Recht darauf bestehen, dass sie eben auch nur ihren Aspekt behandelt haben. Jeder "begründet" seine Sicht der Sache mit seinem Interesse, sie eben so zu sehen. "Erkenntnisinteresse" heißt man das. Zur Verteidigung stellen demokratische Wissenschaftler ihre Einsichten als das tautologische Produkt eines Vorurteils hin. Sie versprechen, daß bei ihren Theorien nichts anderes herauskommt, als was sie vorher in Form ihrer Absicht und methodischen Vorentscheidungen hineingesteckt haben. Da weiß man immerhin, woran man ist! Das Vorurteil geht in Ordnung, ist nach allgemeiner Auffassung sogar nötig man muß es nur zugeben und ausdrücklich machen, damit niemand das arteiliche Bild mit einer objektiven Erklärung verwechselt.</p><p>Das ganze System von verkehrten Anforderungen an Theorien, mit denen die Wissenschaftler ihre Debatten bestreiten, dient nur dazu, die eine Frage an die vorgetragenen Erklärungen zu verhindern, auf die es ankäme: Die nach ihrer Wahrheit. Richtige Einsicht in ihre Institutionen, ihr Funktionieren und ihre Prinzipien kann diese Gesellschaft, die sich immerhin Wissenschaft leistet, offenbar nicht brauchen. Das wirft kein gutes Licht auf sie und kein gutes Licht auf die Wissenschaft, die gerade durch den Verzicht auf Wahrheit ihren Staatsdienst leistet. Kein Wunder, daß "Theorie" einen so schlechten Ruf genießt: "Theoretisch" ein Wort, das wissenschaftliche

Jan 26, 20061h 21m

Politikwissenschaft: Nachdenken nicht über den Staat, sondern für den Staat

<p>Was soll man von einem Fach halten, das von Staat und politischer Herrschaft handelt, jedoch die Frage nach Grund und Zweck der wirklichen politischen Herrschaft, die wir hier und heute erleben, durch die idealistische Suche nach einer Definition guter Herrschaft umgeht und ersetzt. Dass die Menschen in der modernen Welt von einem übermächtigen Gewaltmonopol in Schach gehalten und zum Gehorsam gezwungen werden, gilt dieser Wissenschaft nicht als ein Faktum, das sie sich zu erklären hätte, sondern als eine Selbstverständlichkeit, auf die sie meint nur noch deuten zu müssen: Herrschaft braucht es nun einmal – es kommt nur noch darauf an, dass sie gut organisiert, gut ausgeübt und für wertvolle Anliegen eingesetzt wird.<br>Dieser Herrschaft wünscht die Politologie dann gutes Gelingen. Statt ihr Erkenntnisobjekt unvoreingenommen zu analysieren, sorgt sie sich um dessen Erfolg: Wie steht es mit den Bedingungen der Stabilität des politischen und internationalen Systems? Was könnte sie bedrohen? Wie sind Friktionen, Kontroll- und Legitimitätsverluste zu vermeiden. Wie ist das Vertrauen der Geführten in die Führung zu erhalten?<br>Einer Wissenschaft, die solchen Fragen nachgeht, fehlt das erste, was Wissenschaft verlangt: Die nötige, unparteiische Distanz zu dem Objekt, das man untersucht. Sie will als Ratgeber praktisch nützlich sein für die politische Herrschaft, die sie zu erklären hätte, und ist deshalb blind dafür, dass ihr Gegenstand selbst Index verkehrter und schädlicher gesellschaftlicher Verhältnisse ist. Dass in diesem universitären Fach nicht nur parteilich, sondern auch falsch nachgedacht wird, wird der Vortrag im Detail aufzeigen.</p><p>Teil 1: Einleitung: Wer ist hier ein Ideologe?<br>Teil 2: Wie man vom Staat handelt, ohne ihn zu erklären. Statt der wirklichen Gründe für die politische Herrschaft sucht man gute Gründe für sie.<br>Teil 3: Nicht jede Herrschaft ist eine gute Herrschaft. Checks and Balances: Nur der gebundene Souverän ist ein guter Souverän.<br>Teil 4: Demokratie adelt Staat und erübrigt alle Fragen nach seiner Räson. Der "politische Prozess" zwischen Obrigkeit und Wahlvolk ersetzt den Staat als Erkenntnisobjekt.<br>Teil 5: Legitimität - der Sachzwang guter Herrschaft. In der Idee der Legitimität konvergieren die Selbstsucht der Macht und ihr Dienst am Volk.<br>Teil 6: Nachtrag: Die Wissenschaft von der internationalen Politik: Ein tautologisches Gesetz des Erfolgs in Sachen Imperialismus.</p><p>Weitere Publikationen zum Thema Geisteswissenschaft von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/juergen-habermas-werk">Das Lebenswerk des Jürgen Habermas: Fundamentalkritische Affirmation von Gott und der Welt in GegenStandpunkt 3-09</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/200-todestag-kants">Zum 200. Todestag Immanuel Kants:Repräsentanten von Macht und Geist in Deutschland sind sich einig: Der Königsberger Philosoph – das ist „einer von uns“! in GegenStandpunkt 1-04</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/soziologe-n-luhmann">Endlich erschienen: Das Hauptwerk des Soziologen N. Luhmann oder: „Wir können unseren Augen nicht trauen.“ in GegenStandpunkt 1-98</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/zur-kritik-geschichtswissenschaft">Zur Kritik der Geschichtswissenschaft Die verkehrte Logik und der weltanschauliche Sinn des historischen Denkens In GegenStandpunkt 2-19</a></p>

Dec 8, 20052h 10m

Die Moral – Das gute Gewissen der Klassengesellschaft

<p>Gliederung des VortragesDass es der Welt an Moral fehle, meint eigentlich ein jeder. Randalierende Jugendliche in den französischen Vorstädten, die Autos ihrer Nachbarn anzünden, amerikanische Gefängniswärter in Abu Ghraib, Manager, die mit Massenentlassungen den shareholder value ihrer Firmen steigern, bestens versorgte Politiker, die dem gemeinen Mann die Rente zusammenstreichen, akademische Doppelverdiener, die keine Kinder machen und die Kinder von nebenan, die nicht grüßen – lauter Dokumente des umfassenden Mangels an Gemeinsinn, Pflichtgefühl, Menschlichkeit. In diesem Versagen fast aller Mitmenschen vor den Maßstäben des Guten haben die Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft die fertige, stets abrufbare und auf alles anwendbare Erklärung für die sozialen und zwischenmenschlichen Ekelhaftigkeiten, die sie erleben müssen. Wären nur alle so tugendhaft und verantwortlich, wie sie sollten, wäre die Welt in Ordnung, und jeder bekäme, was ihm zusteht. <br>Dass es ihm selbst an Moral fehlt, meint eigentlich kaum jemand. Man hält sich ja an die Gesetze, zahlt Steuern, tut in Beruf und Familie seine Pflicht, übt Rücksicht auf andere, engagiert sich manchmal sogar für die Umwelt und spendet für die Armen. Eigen- und Fremdeinschätzung weichen da ziemlich voneinander ab. Ein jeder sieht sich von Egoisten, Abzockern, Lumpen umgeben und kennt vor allem einen Rechtschaffenen: sich. Das ist nur eine der selbstgerechten Dummheiten des moralischen Bewusstseins, von dem die Rede sein wird. Mit diesem Bewusstsein verstehen sich die Menschen als - wertvolle - Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft und sehen sich zum Wächter über das korrekte Betragen ihrer Mitmenschen berufen. Das selbst bringt jede Menge Feindseligkeit unter die Leute.<br>Unsere These: Die Welt krankt keineswegs an zu wenig Moral; eher schon an zu viel. Das moralische Denken ist das größte Hindernis für eine objektive Beurteilung der Gesellschaft, der es entspringt, und der eigenen und fremden Interessen, die sie erzwingt. Der Vortrag zielt darauf, den Zusammenhang von Recht, Gerechtigkeit, Moral, Gewissen und Heuchelei zu erläutern.</p><p>Teil 1: Versubjektivierung des Rechts I: Freie Unterordnung<br>Teil 2: Versubjektivierung des Rechts II: Das Gewissen - Die Freiheit des moralischen Individuums<br>Teil 3: Der Inhalt des Sollens und sein Ziel: Selbstbeschränkung der Interessen, damit sie zusammen bestehen können<br>Teil 4: Die Praxis der moralischen Gleichung von Anstand und Erfolg - Rechtfertigung der Interessen und Heuchelei<br>Teil 5: Enttäuschung: Die Erfahrung, dass das Gute, was man im Kopf hat, nicht in der Welt ist - Ja zur Ordnung im Konjunktiv - "Der Mensch ist schlecht" - Der Ruf nach dem wirklichen Staat, damit er die ideale Ordnung endlich durchsetzt<br>Teil 6: Diskussion - Braucht Kritik die Vernunft als Maßstab?<br>Teil 7: Nachträge: Die Korruption des moralischen Denkens - Barmherzigkeit: Bedarf nach Inszenierung der Gemeinschaftlichkeit neben der Konkurrenz - Kritik der Moral ist kein Aufruf zur Antimoral </p>

Dec 1, 20052h 39m

Hochschulreform heute: Von wegen "Wissensgesellschaft"!

<p>Deutschland versteht sich, wie ähnliche Staaten, heute als "Wissensgesellschaft". Die Nation erklärt die Erkenntnis der Welt zu einem ihrer wichtigsten Lebensmittel: Wir brauchen immer mehr Wissen, mehr Forschung, mehr Studenten und akademisch gebildete Berufstätige. Warum "wir" das alles brauchen, ist kein Geheimnis und eine erste Klarstellung über die Wissensgesellschaft: Bessere Wissenschaft brauchen "wir", um die kapitalistische Standort-Konkurrenz der Nationen zu bestehen und möglichst zu gewinnen. Die Erkenntnis von Natur und Gesellschaft wird nicht als Mittel der Leute vorangetrieben; es geht weder darum, dass sie sich in ihrer Welt auskennen, noch darum, dass sie die gesellschaftlichen Verhältnisse praktisch beherrschen; es geht noch nicht einmal darum, dass man ihnen neue Gebrauchswerte und Hilfsmittel zur Erleichterung ihres Alltags anbieten können will. Der Staat lässt ausschließlich forschen und lehren, um die Konkurrenzfähigkeit der nationalen Wirtschaft gegenüber dem Ausland zu steigern, und das heißt eben: die Fähigkeit, gleichgelagerte Anstrengungen anderer kapitalistischer Nationen zu entwerten und zum Scheitern zu bringen.<br>2. Und weil das Wissen nur für die Konkurrenzfähigkeit der Nation da zu sein hat, ist es auch kein Widerspruch, wenn es einerseits heißt, dass an den Hochschulen hierzulande mehr davon produziert und "Exzellenz" und "Spitzenwissen" gefördert werden muss, andererseits weniger davon auch reicht: Studenten sind für die Wissensgesellschaft bestens qualifiziert, wenn sie in den neuen Studiengängen weniger lernen, schneller studieren und obendrein den Staat weniger kosten. Der Vergleich mit Konkurrenznationen, die man für erfolgreicher hält, gibt den Leitfaden ab, was an den deutschen Hochschulen zu reformieren ist - und der fordert ganz etwas anderes als mehr forschen, mehr lernen, mehr wissen. "Effiziente" Hochschulen sind solche, die nach den Maßstäben betriebswirtschaftlicher Vernunft und internationaler Hochschulpraxis durchrationalisiert sind, mit einem freien Wettbewerb um Finanzmittel, Forschungs- und Lehrpersonal, mit einer Leistungsentlohnung für Professoren und Studiengebühren für Studierende, mit einer Sortierung in Elite- und Massenuniversitäten, und nicht zuletzt mit den auf dem globalen Bildungsmarkt einzig anerkannten angloamerikanischen Studienabschlüssen Bachelor und Master.<br>3. Der Vortrag behandelt die aktuelle Hochschulreform, was die Reformer bewegt und was sie an Forschung und Lehre tatsächlich verändern. Und wirft ein Licht auf die schäbige Rolle, die das Wissen im Kapitalismus spielt...</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/hochschulreform-heute">Artikel "Hochschulreform heute - Das Projekt, Wissenschaft und Ausbildung als Waffe in der Standortkonkurrenz zu effektivieren" in GegenStandpunkt 4-05</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/hochschulreform">Artikel "Mit verschärfter Konkurrenz dem Denken Beine machen: Kürzungen der Uni-Haushalte, Studiengebühren, Elite-Universitäten - So bewirtschaftet der Staat die Ressource Bildung" in GegenStandpunkt 1-04</a></p>

Nov 9, 20052h 13m

Schuldenerlass für die 3. Welt, Kampf gegen Armut und Korruption als "Millenniumsziel" - Der Imperialismus gibt sich menschlich: Halb Afrika wird Almosen-Protektorat

<p>Die Großen und Mächtigen dieser Welt haben den "Ärmsten der Armen" unter den Drittweltstaaten auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Schottland einen Teil ihrer Schulden erlassen. Den Kampf gegen die Armut haben sie in der UNO zum "Milleniumsziel" erhoben. Dafür wurden sie von einem weltumspannenden Konzert und seinem Publikum als Helden der Menschlichkeit gefeiert. Endlich finden die kapitalistischen Führungsnationen zu ihrer eigentlichen Verantwortung für diese Welt: Es geht um Hilfe für Menschen in Not! So jedenfalls sieht es das begeisterte Publikum.<br>Dabei wären ein paar Zweifel in die edlen Motive der Staatenwelt durchaus angebracht:<br>- Warum sind überhaupt bei den rohstoffreichen Ländern nur die Schulden gewachsen? Und warum sind die rohstoffarmen Abnehmerstaaten so reich?<br>- Warum ein Schuldenerlass von Kreditagenturen, die ansonsten aus jeder verliehenen Summe ein Maximum an Zins herauspressen? "Wir verzichten ohnehin nur auf Geld, das wir nie wieder sehen." So kommentiert ein Finanzmagnat den Schuldenerlass. Nach einem Verzicht gar aus humanistischer Gesinnung auf Seiten der Kreditgeber sieht das nicht aus.<br>- Wieso werden ausgerechnet die Hungernden in der 3. Welt als Nutznießer der Sache herausgestellt? Gestrichen wird ein Teil der Schulden bei den Staaten, nicht bei deren verarmten Bewohnern. Die haben gar keine Schulden, weil sie erst gar keinen Kredit bekommen haben.<br>- Mächtige Staaten wie Deutschland bekennen sich mit ihrer Agenda 2010 dazu, dass die sozialstaatliche Armenbetreuung eine unerträgliche Last für die Wirtschaft und ihr Wachstum ist. Haben solche Staaten, denen die Verköstigung der hausgemachten Armut zu teuer ist, wirklich ein Motiv, auch noch Geld für die Betreuung der Armut in der 3. Welt auszugeben?<br>Und wenn ja, welches? Es muss ja nicht unbedingt ein gutes sein. Näheres über den Zweck von Schuldenerlass und Armutsbekämpfung auf der Veranstaltung.</p><p>Gliederung des Vortrages:</p><p>Teil 1: Die Schuldnernationen: Warum bei rohstoffreichen Ländern nur die Schulden wachsen<br>Teil 2: Die Gläubigernationen: Von der Umschuldung zum Schuldenerlass<br>Teil 3: Armutsbekämpfung als neues Staatsprogramm: Entwicklung endgültig abgeschrieben<br>Teil 4: Kampf gegen die Korruption: neue Formen der Aufsicht für Armutsprotektorate - Diskussion</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/uno-konferenz-mexiko">In UNO-Konferenz zur "Entwicklungsfinanzierung" in Monterrey/Mexiko: Die "erste" Welt beschenkt die Staaten der "dritten" mit einer Perspektive als schuldenfreie Armutsverwalter aus GegenStandpunkt 2-02.</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/g7-gipfel-okinawa">Der G7-Gipfel von Okinawa - Entwicklungsperspektive für die Dritte Welt heute: Armenhaus mit Internetanschluss in GegenStandpunkt 3-00.</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/schuldenerlass-fuer-hipcs">Schuldenerlass für "hochverschuldete arme Länder" auf dem Kölner G7-Gipfel: Der Imperialismus wird menschlich: Almosen-Protektorate für die "Ärmsten der Armen" in GegenStandpunkt 3-99.</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/entwicklungsmodell-fuer-afrika">"Marktwirtschaft und Demokratie" in Afrika: Das ultimative Entwicklungsmodell des Imperialismus für seine afrikanischen Geschöpfe und die Folgen in GegenStandpunkt 3-98.</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/verfall-dritten-welt">Eine Hinterlassenschaft von 40 Jahren Entwicklung und ihre imperialistische Betreuung: Der Verfall der Dritten Welt in GegenStandpunkt 4-92.</a></p>

Oct 6, 20051h 59m

Mehr "Versorgungssicherheit" und weniger "Abhängigkeit" - das raumgreifende Programm deutsch-europäischer Energiepolitik (Teil 1)

<p>Deutschland ist laut Auskunft herrschender Politiker nicht nur ein “rohstoffarmes Land”, sondern auch einer der größten “Energie-Verbraucher” der Welt. Womit soviel schon klar ist: Die Befriedigung eines so umfassenden nationalen Energiebedarfs ist eine politische Herausforderung. Hier findet einmal nicht “die Wirtschaft in der Wirtschaft” statt; hier erklärt sich der Staat ausdrücklich für zuständig, mit Geld und Macht für “Versorgungssicherheit” zu sorgen. Bescheidenheit ist da nicht angesagt: Die Ansprüche, die deutsche Politiker an die nationale Energieversorgung stellen, sind nämlich die einer Weltwirtschaftsmacht.<br>Energiepolitik ist Standortpolitik; sie dient dem nationalen Kapitalwachstum und dessen internationaler Konkurrenzfähigkeit.<br>Der Staat sorgt für<br>- eine “Liberalisierung des Energiemarktes”, die aus der nationalen Energieversorgung eine Wachstumsbranche macht;<br>- “eigene” Energieriesen, die nicht nur Deutschland beliefern, sondern sich auf den Energiemärkten in ganz Europa und darüber hinaus breit machen;<br>- modernste Energietechnologie von Atom bis Wind, mit denen deutsche Firmen im Konkurrenzkampf auf dem globalen Energiemarkt bestehen können. Energiepolitik ist “Sicherheitspolitik”; sie stellt die Dienste anderer Staatsgewalten an der nationalen Energieversorgung sicher. Deutsche Außenpolitik kümmert sich um<br>- “Lieferländer”, die sich auf das deutsche Energieinteresse verpflichten lassen und dem deutschen Standort mit ihren Energiereserven stets zu Diensten sind;<br>- eine “Diversifikation” der Lieferanten, damit nicht die “uns” erpressen, sondern “wir” sie gegeneinander ausspielen können;<br>- also überhaupt darum, dass die deutsche Aufsichtsund Erpressungsmacht überall dort zählt, wo es um internationale Energiefragen geht.<br>Für sein Programm namens “Versorgungssicherheit” betreibt der Staat einen ziemlichen Aufwand - bis hin zum Einsatz von Militär. Um einen menschenfreundlichen Dienst am Kunden, damit möglichst preiswert Strom aus der Steckdose und Gas aus der Leitung kommt, handelt es sich bei diesem Programm also offenbar nicht.<br>Der Vortrag stellt alles Nötige und Wissenswerte zum Thema zur Diskussion.</p><p>Gliederung des Vortrags:<br>Teile 1+2:</p><ul><li>Einleitung</li><li>Energieversorgung I: Energieversorgung als Staatszweck</li><li>Energieversorgung II: Privatisierung der Strom- und Gasversorgung</li></ul><p> Teil 3: Ausgangspunkt - Privatisierung<br> Teil 4: Widersprüche</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/energiegeschaeft-politik">Das große Geschäft und die Sorgen der Politik mit der leitungsgebundenen Energieversorgung in GegenStandpunkt 2-06</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/politische-oekonomie-marktwirtschaftlicher-stromversorgung">Blackout: Die politische Ökonomie marktwirtschaftlicher Stromversorgung in GegenStandpunkt 4-03</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/politoekonomie-erdoels">Zur politischen Ökonomie des Erdöls: Ein strategisches Gut und sein Preis in GegenStandpunkt 1-01</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kaspisches-oel">Wem gehört das Kaspische Öl? Der Imperialismus mischt eine Region neu auf in GegenStandpunkt 3-00</a></p>

Jun 15, 20052h 8m

Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer – Was denn sonst? So funktioniert Kapitalismus!

<p>5 Millionen Arbeitslose in Deutschland sind die systemgemäße Konsequenz hochproduktiver Arbeit Politiker und Journalisten wissen, was sie dem Volk zu sagen haben: Wenn der Armutsbericht wieder einmal feststellt, dass die Armut wächst, sagen sie dem Volk den Grund dafür: die rekordhohe Arbeitslosigkeit. Und für die wissen sie auch einen Grund: Das schwache Wirtschaftswachstum. So teilen sie den Opfern der Gewinnmaximierung mit, dass ihnen nur durch noch mehr Gewinn und noch mehr Wachstum der Kapitalvermögen zu helfen ist. Mehr Wachstum, das wissen sie auch noch, ist aber nur durch noch mehr Armut zu haben: Sinkende Löhne und längere Arbeitszeiten sollen den Unternehmern die Gewinnproduktion noch lohnender machen, damit sie mehr davon unternehmen. So verpflichten die Meinungsmacher die Opfer dieser Wirtschaft immer wieder von neuem auf den Weg, der sie in die Scheiße geritten hat.<br>Tatsächlich sind Grund und Folge nämlich anders verteilt: Die Profitmacherei – und nicht etwa zu wenig davon – ist der Grund der Armut; und das Wachstum von gestern – nicht zu wenig davon – ist Grund der Arbeitslosigkeit heute. Arbeitslosigkeit ist sozusagen der perverse Lohn, den das System seinen Arbeitskräften für die immerzu steigende Produktivität ihrer Arbeit bezahlt. Die riesige Zahl der überflüssigen Arbeitskräfte, das Maß ihres Elends, ist geradezu ein Maßstab der erreichten Produktivität der Arbeit, der Quelle des materiellen Reichtums.</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/muenteferings-kapital-schelte">Artikel "Die Nation im Fieber der Kapitalismus-Debatte: Was erlauben Münte!" in GegenStandpunkt 2-05</a></p><p> </p>

May 12, 20052h 28m

Der Tod des Papstes - eine fundamentalistische Feier der herrschenden Moral

<p>In Sterben und Tod ist Johannes Paul II. Weltweit ein massenhafter Respekt entgegengebracht worden, der weit über seine katholische Gemeinde hinausreicht. Auch die Mächtigen der Welt haben ihm ihre Referenz erwiesen. Und die Medien, die sonst für sich als kritische Aufklärer werben, haben diese voll breite Eintracht im Geiste nicht nur bemerkt und berichtet, sie haben sie begeistert und bis an die Grenzen ihrer Kapazität propagiert. Ist es wirklich so selbstverständlich, dass „wir“ es einfach „brauchen“, dass eine „moralische Führungspersönlichkeit“ verkündet, wo es lang geht?<br>Für Katholiken natürlich schon. Sie wollen sich selbst und ihr alltägliches Zurechtkommen unter den Anforderungen des Marktes und Rechtsstaats als Objekte göttlicher Fügung und Führung sehen, letztendlich jedenfalls, auf dass sie alles als ihr „geschenktes Leben“ freudig „annehmen“ und lebenslänglich „demütig tragen“. Weil sie das glauben. Und weil ihr Oberhaupt ihnen das immer wieder verkündet (hat) und dabei „unfehlbar“ ist. Was auch glaubt, wer glaubt.<br>Aber es waren ja nicht nur Christen zur größten „Wallfahrt im Computerzeitalter“ gestimmt. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Je stärker sich der Alltag säkularisiert, desto wichtiger werden religiöse Riten, wenn dieser Alltag wankt, wenn das Unerhörte nach Formen der Bewältigung sucht.“ Wer so schreibt, befürchtet kein Leserpublikum, das solchen Mystizismus mitten in der „Wissensgesellschaft“ ablehnt. Sondern er füttert eine Denkungsart, die nicht darüber stolpert, dass sie im Höheren einen Sinn für einen „Alltag“ sucht, in dem sich gute Gründe fürs Mittun offenbar nicht so leicht finden. Fragt sich, was das für eine Geisteshaltung ist und warum sie so verbreitet ist?<br>So sehr die Verehrung dem Oberhaupt des „Reiches nicht von dieser Welt“ galt, so jenseitig war die Feier dann doch nicht. Der italienische Staat organisierte mit Militär und Polizei das Fest. Die Medien machten mit ihren weltweiten Senderechten aus dem katholischen Totenkult in Rom ein globales Event. Vor allem aber bekam der „moralische Führer“ reichlich Besuch und Unterstützung von den mächtigen Führern weltlicher Reiche. Diesen Herren und Damen, denen Johannes Paul II. „die Leviten gelesen“ hat in ihrer Position als Gebieter über „Kapitalismus“ und „Krieg“, scheint das gar nicht so schlecht bekommen zu sein. Und irgendetwas gefällt ihnen wohl an der zusammengetriebenen „Herde des Herrn“, wenn sie zumindest einen Tag lang so tun, als seien sie auch nur ein Schaf unter anderen.<br>Noch vor kurzem vermittelte der SPIEGEL zum Anti-Terror-Krieg des Westens ein tieferes Verständnis für die gebildete Leserschaft. Der Islam habe es einfach nicht zu der abendländischen Errungenschaft der Trennung von Staat und Religion als Privatsache gebracht und bedrohe die Menschheit mit seinem fundamentalistischen Streben zum Gottesstaat: „Islam: Allahs blutiges Land“. Jetzt begleitet dasselbe Organ die Pilgerreise der westlichen Staatenlenker nach Rom mit folgender – ganz unironischen - Laienpredigt auf den toten Papst: „Der Papst ist die globalisierte moralische Instanz…Er rief auf, im Menschenstaat den Gottesstaat zu errichten, das Salz der Erde zu sein und das Licht der Welt.“ Es scheint schon sehr darauf anzukommen, wem der religiöse Fundamentalismus zu Diensten ist.</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1985-2-weltanschauung-logik-eines-geistigen-beduerfnisses">WELTANSCHAUUNG - DIE LOGIK EINES GEISTIGEN BEDÜRFNISSES in MSZ 2-85 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1984-7-christentum-durch-politik-politik-politik">Kirche und Politik: Christentum durch die Politik mit der Politik in der Politik in MSZ 7-84 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1984-7-alltag-verhaeltnis-kirche-politik">SCHWERE ZEITEN: DER ALLTAG IM VERHÄLTNIS VON KIRCHE UND POLITIK in MSZ 7-84 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1984-7-vom-christlichen-glauben">Vom christlichen Glauben in MSZ 7-84 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/papst-mexiko">Der Papst in Mexiko: Der Global Prayer schwimmt gegen den Zeitgeist in GegenStandpunkt 1-99</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/mea-culpa-papstes">Leichte Enttäuschung nach dem großen Mea Culpa: Das Versäumnis des Papstes in GegenStandpunkt 2-00</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=papst&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">weitere Artikel beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

May 12, 20052h 5m

Mit gutem Patriotismus gegen bösen Nationalismus: Warum regierende Demokraten die Neofaschisten vielleicht verbieten, aber nicht kritisieren können.

<p>Gliederung (entspricht nicht der Aufteilung der Aufzeichnung):</p><ul><li>Einleitung: "Inhaltliche Auseinandersetzung" mit der NPD wird angemahnt und als Identifizierung, Ausgrenzung, Kriminalisierung und Verbot umgesetzt.</li><li>Inhalte und Maßstäbe  der Politik von Nationaldemokraten ...</li><li>... werden von regierenden Demokraten geteilt.</li><li>Differenzen zwischen Demokraten und Neofaschisten</li><li>Wenn Neofaschisten heute an der Macht wären?</li><li>Fazit und Klärung der Frage: Warum bekämpfen Demokraten die Faschisten</li><li>Debatte</li></ul><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/faschismus">Das Buch „Der Faschismus und seine demokratische Bewältigung“ beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/man-die-neonazis-kritisieren-sollte-und-besser-nicht">Veranstaltung im Archiv von argudiss: Wie man die Neonazis kritisieren sollte und wie besser nicht</a></p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/die-npd-und-ihre-erfolge-warum-demokraten-national-demokraten-vielleicht-verbieten-nicht">Veranstaltung im Archiv von argudiss: <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden quickedit-field" data-quickedit-field-id="node/1659/title/de/full" data-once="quickedit">Die NPD und ihre Erfolge: Warum Demokraten National-Demokraten vielleicht verbieten, aber nicht kritisieren können</span></a></p>

May 10, 20052h 48m

Globalisierung - Ideologie und Realität Klarstellungen zu Staat und Weltmarkt heute

<p>Seit Jahren ist das Stichwort "Globalisierung" die einschlägige Erklärung und Rechtfertigung für Lohnsenkungen, Rentenkürzungen, Streichungen bei den Leistungen der Kranken- und anderen Sozialkassen, die der Masse der Bevölkerung verordnet werden. "Leider", heißt es, seien Sozial-, Wirtschafts- und Steuerpolitik nach nationalen Vorstellungen nicht mehr möglich im Zeitalter "globalisierter Märkte". Grenzen hätten ihre Schutzwirkung verloren, seitdem "transnationales Kapital" die Länder der Erde als Standorte vergleicht und sich zur Niederlassung nur noch dort entschließt, wo die Leistungen eines Standorts Weltspitze, seine Kosten dagegen minimal sind. Der Nationalstaat stellt sich als Opfer einer anonymen Entwicklung hin, gegen die er sich nicht wehren könne. Ohnmächtig müsse er den internationalen Kapitalen zu Diensten sein, sonst hauen sie ab.<br>Die Wahrheit war das nie. Stets haben dieselben Politiker und Unternehmer den "Risiken der Globalisierung" ihre "Chancen" gegenübergestellt. Zur "Verteidigung des Standort Deutschland" haben sie sich von einer Lage "zwingen" lassen, die sie selbst hergestellt haben: Europa und Amerika haben jahrzehntelang alle Länder - gewaltsam oder nicht - "geöffnet" und den ganzen Globus zum Anlageplatz für Kapital hergerichtet. Die Konkurrenz um die nationale Nutzung des Weltmarkts, die sie eröffnet haben, wollen sie natürlich erfolgreich bestehen. Sie stellen sich dieser selbst geschaffenen "Herausforderung" und verteidigen den Reichtum ihrer Nation durch die Schaffung von jeder Menge Armut bei den Massen.<br>Man sollte also die Sache, auf die das Schlagwort "Globalisierung" anspielt, von der Sachzwang-Ideologie unterscheiden, die damit transportiert wird. Der offiziellen Berufung auf "Globalisierung" ist nämlich durchaus zu entnehmen, worin deutsche Politiker, Unternehmer und Presseleute die Lebensgrundlagen und Reichtumsquellen ihres Landes sehen, welche Herausforderungen sie bestehen, welche Konkurrenz sie gewinnen wollen, und welche Rolle sie den Normalmenschen zuweisen. Darum soll es in dem Vortrag gehen.<br>Und auch darum, ob eine Anti-Globalisierungs-Bewegung die passende Antwort auf den globalen Kapitalismus ist.<br>Aus aktuellem Anlass soll auch noch zur Sprache kommen, welche Rolle der deutsche Staat der an hiesigen Universitäten betriebenen Ausbildung und Wissenschaft "im globalen Wettbewerb" zuweist. Er veranstaltet eine ziemlich fundamentale Hochschulreform, Studiengebühren inklusive, als Hebel zur Effektivierung der "Ressource Wissen" - für den Erfolg der Nation auf dem Weltmarkt.</p><p>Teil 1. Vorbemerkung<br>Teil 2. "Globalisierung" - die moderne Sachzwang-Ideologie der internationalen Konkurrenz der Kapitalisten und der Nationen<br>Teil 3. Die Sache: Konkurrenz der Nationen um die Aneignung der Erträge der weltweiten Ausbeutung (1)<br>Teil 4. Die Sache: Konkurrenz der Nationen um die Aneignung der Erträge der weltweiten Ausbeutung (2)<br>Teil 5. Die Anti-Globalisierungsbewegung<br>Teil 6. Nachtrag: Die Reform von Wissenschaft und Ausbildung als weitere Waffe im "globalen Wettbewerb"</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ideologie-globalisierung">„Globalisierung“ – Der Weltmarkt als Sachzwang in GegenStandpunkt 4-99</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-ss-24">Die Konkurrenz der Kapitalisten: Kapitel IV § 24 Die ideologische Bewältigung der Krise des Kapitals in GegenStandpunkt 4-22</a> und dort der <a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-ss-24#sectionidm381">Abschnitt 3: „Globalisierung“ insofern ein schöner Höhepunkt, weil die Nationalkapitalisten den Gebrauch ihrer Macht für den Erfolg ihres Lokal- und Geldpatriotismus zum überlebensnotwendigen Dauerprogramm erklären - Eine Idee macht Karriere ...</a></p>

Apr 28, 20051h 51m

Die Konkurrenz - 'Sachzwang' und Erfolgsrezept?

<ul><li>Sie wird zwischen Nationen ausgetragen - nicht selten mit Waffen</li><li>Sie findet immerzu statt - zwischen den Wirtschaftsstandorten</li><li>Sie "herrscht" auf sämtlichen Märkten - den globalen und den nationalen</li><li>Sie entscheidet über Geld, Waren und Arbeitsplätze - über öffentlichen Reichtum und private Armut</li></ul><p>Teil 1: Das Prinzip der Konkurrenz<br>Teil 2: Konkurrenz als äußere Notwendigkeit herrschender Interessen<br>Teil 3: Die Anhängsel der Konkurrenz und ihre Betätigung als selbstbewusste Aktivisten des Konkurrierens - Die Ausbildung der Konkurrenz zur Sittlichkeit auch der unteren Stände - Konkurrenz als das Verfahren zur Produktion der Charaktermasken des Systems des Kapitals und der demokratischen Herrschaft<br>Teil 4: Diskussion<br>Teil 5: Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="http://gegenargumente.de/">AK Gegenargumente</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Mar 14, 20051h 52m

Die NPD und ihre Erfolge: Warum Demokraten National-Demokraten vielleicht verbieten, aber nicht kritisieren können

<p>Die NPD hat einigen Erfolg. In manchen ostdeutschen Bundesländern kommt sie bei Wahlen auf zweistellige Prozentergebnisse und ist im Landtag vertreten. Sie ist zweifellos eine kritische Partei. Sie tut sich mit ihrem Protest gegen den Sozialabbau auf Demonstrationen gegen die Agenda 2010 und Hartz IV hervor: "Zum 1. Januar 2005 findet der größte Raubbau unserer Nachkriegsgeschichte statt. Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II werden Arbeitslose zu Sozialhilfeempfängern gemacht und systematisch in die Armut getrieben." (NPD Sachsen im Internet)<br>Die Partei gehört zu den schärfsten Kritikern der Globalisierung: "Die Möglichkeiten des Staates, Einfluss auf die Wirtschaft zu nehmen, werden immer geringer. (...) Neben massivem Sozialabbau fördert die Globalisierung auch Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzexport." (Kurzprogramm der NPD)<br>Auf der Anti-Bush-Demonstration zum Staatsbesuch des US-Präsidenten in Mainz könnte die NPD in den vordersten Reihen stehen: "Deutschland muss ein freies Land werden, Europa darf nicht länger US-Kolonie bleiben." (Kurzprogramm der NPD) "Wir sind eine antiimperialistische Partei und solidarisch mit allen Völkern, die sich im Abwehrkampf gegen den verbrecherischen US-Imperialismus und seine Helfershelfer befinden." (NPD Sachsen) Worauf zielt eine Kritik ausgerechnet des rechten Lagers an Sozialabbau, Globalisierung und US-Imperialismus, die auch noch in einer Schärfe vorgetragen wird, die in dieser Republik sonst kaum mehr vernehmlich ist - sehr zum Leidwesen derer, denen die Nähe zwischen "Linken" und "Rechten" auf Demonstrationen auf unerklärliche Weise paradox vorkommt und die darin nur ein Betrugsmanöver der Rechtsausleger zwecks Stimmenfang sehen können?<br>Die regierenden Demokraten pflegen den ihnen eigenen Umgang mit abweichenden Auffassungen, die sich störend bemerkbar machen: "Verantwortlich für die Erfolge der NPD sind allein die Wähler. Niemand hat das Recht, aus Protest die Rechtsradikalen zu wählen." (Müntefering, ARD-Tagesschau 12.2.2005)<br>Aufschlussreich, dass man in der Demokratie bei aller Freiheit der Wahlentscheidung auch falsch wählen kann. Richtig wählen geht anders. Unzufriedene und Opfer der Agenda 2010 haben gefälligst am Wahltag mit den Tätern loyal zu sein. Wer der SPD ihr Verarmungsprojekt übel nimmt, soll seine Stimme bei der CDU abliefern, der der Sozialabbau noch nicht weit genug geht. Alles andere verletzt das Recht der großen Parteien auf Gefolgschaft. Und da auch die größten Demokraten freie, gleiche und vor allem geheime Wähler nicht verbieten können, denken sie laut über das Verbot der NPD nach, die von pflichtvergessenen Volksgenossen immer öfter angekreuzt wird.<br>Kritik und Überzeugung ist die Sache der Demokraten offenbar nicht. Sie verfahren mit abweichenden Auffassungen ungefähr so totalitär wie es die National-Demokraten erst noch anstreben.</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wahlsieg-npd">Arbeitslos, unzufrieden? Egal! NPD wählen gehört sich nicht! Was der politische Anstand alles verlangt, in GegenStandpunkt 1-2005</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/anti-rassismus-deutschland">Der ideologische Abwehrkampf des Kapitalstandorts Deutschland gegen die NPD und andere rechte Nestbeschmutzer ein gelungener Treppenwitz in mehreren Akten - Marktwirtschaftlicher Anti-Rassismus schlägt rechtsradikale Ausländerfeindschaft in GegenStandpunkt  4-2000</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/rechtsradikale-parolen">Rechtsradikale Parolen blamieren demokratische Wahl - und sich selbst am Alltag der deutschen Demokratie in GegenStandpunkt 2-1998</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/demokratie-bekaempft-rechtsradikalismus">Geistige Führung: Rechtsstaatlicher Totalitarismus gegen Konkurrenten und Abweichler in GegenStandpunkt 1-1993</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/faschismus">Das Buch „Der Faschismus und seine demokratische Bewältigung“ beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Mar 13, 20051h 52m

USA, Irak, Georgien, Ukraine, Afghanistan - Wofür freie Wahlen alles gut sind

<p>Gliederung des Vortrages:<br>Teil 1: Das Verfahren der freien und geheimen Wahl<br>Teil 2: Wahlen in der "gefestigten Demokratie"<br>Teil 3: Wahlen im Streit um die Staatsräson<br>Teil 4: Wahlen als imperialistisches Exportprodukt in ein erobertes Land<br>Teil 5: Wahlen als Instrument der Zersetzung einer existierenden fremden Herrschaft - Der Wahlbeobachter<br>Teil 6: Die öffentliche Affirmation der imperialistischen Inszenierung von Wahlen</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche?modus=and&suche=wahl&sort_by=search_api_relevance&sort_order=DESC">Artikel im Archiv vom GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/demokratie">Das Buch „Demokratie Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft“ beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/buergerliche-staat">Das Buch „Resultate Der bürgerliche Staat“ (insbesondere <span class="subsup">§ 9</span><span class="main">Demokratisches Procedere: Wahlen – Parlament – Regierung) </span>beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1986-7-stimmzettel-blankoscheck-fuer-macht">DER STIMMZETTEL - BLANKOSCHECK FÜR DIE MACHT in MSZ 7-86 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1986-10-parteien">Parteien in MSZ 10-86 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku?wort=wahl&sort_by=field_datum_value&sort_order=DESC">Veranstaltungen im Archiv von argudiss</a></p>

Feb 3, 20051h 20m

Arbeit und Reichtum

<p>Aus gegebenem Anlass eine etwas andere - Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie des Kapitalismus<br>Es ist ungerecht, die Montagsdemonstranten als die „Jammerlappen der Nation“ abzustempeln. Gejammert wird allenthalben. Unzufriedenheit stellt sich nicht nur bei jenen ein, die gegen Hartz IV protestieren und Arbeit fordern. Ebenso unzufrieden sind Unternehmer, denen Arbeit zu teuer ist, die über Absatzschwierigkeiten klagen, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Produkte loswerden sollen, und auf Insolvenzen von Betrieben verweisen, die sich in der Konkurrenz auf dem Markt nicht mehr behaupten können. Die Gewerkschaften beschweren sich über Angriffe auf den geliebten Sozialstaat, den sie doch zur Lösung der sozialen Frage erkämpft haben, sehen die Tarifautonomie gefährdet und möchten die Unternehmer davon überzeugen, dass weitere Lohnsenkungen der Kaufkraft schaden. Aber auch die Regierung stöhnt, weil Wachstum ausbleibt, weil nur ihre Schulden wachsen, die Gesellschaft sich in eine Freizeitgesellschaft zu verwandeln droht und die Bürger einfach zu wenig konsumieren. Eigentlich findet sich auch bei den Säulen dieser Gesellschaft überhaupt nur Unzufriedenheit und Wehklagen.<br>Beschwichtigende Töne hört man überraschenderweise nur von Kritikern der Marktwirtschaft. Die gehen mit der Parole hausieren, dass alles gar nicht so schlimm sei, dass sich alles zum Guten wenden ließe, denn, sagt Attac, Reichtum ist genug da!<br>Irgendwie steht die Welt da auf dem Kopf. Grund genug, sich einmal etwas genauer mit diesen Beschwerden, aber auch mit der Beschwichtigung zu befassen. Es stellen sich nämlich einige Fragen: <br>Wieso erklären Menschen Arbeit zu einem Bedürfnis?<br>Sollten sie nicht froh darüber sein, dass sie von Arbeit befreit sind?<br>Warum kritisieren Unternehmer an Arbeit den Preis? Kommt es bei Arbeit nicht auf Zweckmäßigkeit, Qualität und auf Bequemlichkeit bei ihrer Verrichtung an?<br>Was sind eigentlich die Schwierigkeiten beim Absatz von lauter prächtigen Gebrauchsartikeln?<br>Wieso gilt ausgerechnet zuviel Reichtum als Mangel?<br>Ist die Menschheit übersättigt, wird sie vom Überfluss belästigt?<br>Irgendwie kann das die Sache nicht ganz treffen, wenn zugleich Betriebsschließungen beklagt werden.<br>Was hat es mit dem Wachstum auf sich, das besonders dem Staat so fehlt und das immer nur mehr werden soll?<br>Wieso fehlt es überhaupt, wenn Unternehmer nicht einmal wissen, wohin mit dem ganzen produzierten Krempel?<br>Oder kann man vielleicht einmal erfahren, was da nicht wächst, und warum dieses Ding namens Wachstum nichts taugt, wenn’s nicht ständig mehr wird?<br>Wieso rühmen sich unsere leitenden Demokraten nicht damit, die Gesellschaft zur Freizeitgesellschaft ausgebaut zu haben?<br>Wieso ist so etwas ein Beschwerdetitel?<br>Und warum findet es die Gewerkschaft umgekehrt klasse, dass die soziale Frage hierzulande immer noch nicht gelöst ist?<br>Wieso soll der Sozialstaat ein Ruhmesblatt sein?</p><p>All das ist ziemlich verrückt, aber leider mit System!</p><p>Gliederung des Vortrags:</p><ol><li>Oben und unten lauter Kummer mit dem Stand der Wirtschaft und der Beschäftigung</li><li>"Freizeitgesellschaft":  Eine absurde Beschwerde, die Auskunft gibt über den Zweck der Arbeit im Dienste des Kapitals</li><li>"Absatzprobleme": Eine Auskunft über Produktion und Verteilung im Kapitalismus</li><li>"Arbeit, Arbeit, Arbeit" : Eine absurde Forderung, die Auskunft gibt über die Macht des Kapitals über die Arbeiter / Fazit</li><li>Der Fehler von Attac: der kapitalistische Reichtum ist nicht falsch verteilt, er ist falsch.</li><li>Diskussion</li><li>Diskussion</li></ol><p>Veranstalter: <a href=" https://kk-gruppe.net/">KK Gruppe Berlin</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum">Das Buch „Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“ Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum</a></p>

Dec 7, 20042h 15m

Neue Werte kriegt das Land: Freiheit statt Sozialkram

<p>Immer mehr Arbeitslose, immer größere Armut und eine Sozialpolitik, die die Opfer des kapitalistischen Reichtums immer härter anpackt. Die Lage schreit geradezu nach einem Bundespräsidenten, der den Menschen draußen im Lande erklärt, wie sie diese Lage geistig zu bewältigen haben. Kaum angetreten stellt Horst Köhler klar, dass die Ideale des sozialen Ausgleichs heute unangebracht sind – und eigentlich immer schon verkehrt, nämlich Ausdruck eines unverantwortlichen Anspruchsdenkens gewesen waren. Wer das Deutschland des 21. Jahrhunderts vom Standpunkt der sozialen Gleichheit aus betrachtet, muss ja missmutig werden: Eine Angleichung der Lebensverhältnisse gibt es nicht und darf es nicht geben – nicht zwischen Ost und West und nicht zwischen Oben und Unten.<br>Die niederen Stände sollen sich lieber für die Freiheit bedanken, die der Staat ihnen schenkt. Sie dürfen alles, was sie tun und erleiden, selber tun und erleiden. Auch Arbeitslose, die nicht auswandern, haben gewählt, die Armut in der Heimat nämlich. Ihr beschissenes Leben ist ihres – und also gut. Das Elend – so lernen wir - ist schlimm nur für den, der falsche Werte hat. Anstatt sich die richtigen, optimistischen Freiheitswerte zuzulegen, blasen deutsche Jammerlappen Trübsal. Mit Werten, ihrer Herkunft und ihrer Leistung befasst sich der Vortrag.</p><ol><li>Zur Verarmung und zur neuen Sozialpolitik kommt die geistige Betreuung der Betroffenen</li><li>Wie der Bundespräsident den Wert "Gleichheit" aus dem Verkehr zieht</li><li>Das Gegenangebot: Höchstwert Freiheit - Die politisch-rechtliche Seite der kapitalistischen Konkurrenz</li><li>Der ideelle Genuss der Freiheit: Das Ja zur Lage adelt sie</li><li>Diskussion</li><li>Diskussion</li></ol><p> Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/suche">Artikel im Archiv vom GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Dec 2, 20041h 35m

Hartz IV - Der Sozialstaat sortiert nützliche und unbrauchbare Armut neu, die Demokratie erledigt jede Kritik daran

<p>Gliederung des Vortrages:</p><p>Teil 1 HartzIV - Die Schaffung einer Armut neuen Typs<br>Teil 2 Diskussion<br>Teil 3 Die Kritiker der Reform 1<br>Teil 4 Die Kritiker der Reform 2<br>Teil 5 Die Abfertigung der Kritik durch Staat und Öffentlichkeit<br>Teil 6 Die Rechtsextremen und die Kritik seitens Regierung und Linke</p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://www.argudiss.de/doku/klarstellungen-elenden-oeffentlichen-debatte-ueber-hartz-ivler-und-andere-sozialfaelle-und">Klarstellungen zur elenden öffentlichen Debatte über Hartz-IVler und andere Sozialfälle mit und ohne Arbeit: Ideologie und Wahrheit des Gemeinspruchs: „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ Niedriglohn als Staatsprogramm im Archiv von argudiss</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/reformvorschlaege-peter-hartz">Artikel "Noch mehr Reformvorschläge von Peter Hartz: Betriebswirtschaftliche Kalkulationen mit dem ganzen Arbeitsleben" in GegenStandpunkt 4-03</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/hartz-iv-ist-menschenwuerdig">Artikel "Das Bundessozialgericht zu Hartz IV: Nun endgültig amtlich! Die neuen Maßstäbe für Pauperismus sind korrekt berechnet, gerecht und menschenwürdig." in GegenStandpunkt 1-07</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/prinzip-foerderns">Artikel "Hartz IV: Das Fördern zum Fordern. Wie bringt man „erwerbsfähige Hilfsbedürftige“ „in Arbeit“ – und wozu?" in GegenStandpunkit 4-04</a></p>

Oct 7, 20042h 44m

Die Philosophie - Ein Denken aus dem Geist der Rechtfertigung

<p>Gliederung: 1. Philosophen über Philosophie: Staunen - Wahrheitspathos und Wissenschaftsverachtung – kritisches Hinterfragen des Selbstverständlichen 2. Die radikale Warum-Frage: Missbrauch und Mangel der logischen Kategorie ‚Grund’ – Legitimation statt Erklärung 3. Die Anwendung des Rechtfertigungsdenkens auf Wissenschaft, Moral und Leben A) Was kann ich wissen? – Prüfung der Leistungsfähigkeit des Erkenntnisvermögens – „Die Möglichkeit von Wissenschaft“ und ihre Grenzen B) Was soll ich tun? Die Forderung, Zwecke zu rechtfertigen, und ihre tautologische Erfüllung C) Was darf ich hoffen? Lebenssinn, Versöhnung, ein transzendentales Obdach – kurz: Religionsersatz modern. Die Fortsetzung der Metaphysik über ihr Ende hinaus.</p><p>Veranstalter: <a href="https://kk-gruppe.net/">KK Gruppe</a></p><p> </p>

Jun 17, 20042h 34m

Die schönste Lüge zu den Sozialreformen: "die alternde Gesellschaft" - ein unwidersprechlich natürlicher Grund für die wachsende Armut von jung und alt

<p>Die Aufnahme ist entsprechend der Gliederung gestückelt.<br>Teil1: Die Armut wächst - und die Ideologien werden brutaler<br>Teil2: Armut kommt nicht vom Alter, sondern ist Produkt des Kapitals und vom Staat bezweckt als Mittel der Konkurrenz<br>Teil3: "Zu wenig Kinder": Die Betrachtung des Volkes als Ressource von Staat und Kapital - Diskussion: Woher Arbeitslosigkeit kommt, wofür sie gut ist und warum der Staat gerne mehr Beschäftigung hätte<br>Teil4: Demographie: Eine biologische Ideologie sozialer Nöte</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/strukturelle-reformen-europa">Sozialpolitik als Wegwerfaktion – oder: Das Leiden von Staat und Kapital an ihren Standorten muss ein Ende haben in GegenStandpunkt 3-03</a></p>

Feb 12, 20041h 10m

Wie der Staat die Ressource Bildung bewirtschaftet

<p>So bewirtschaftet der Staat die Ressource Bildung.<br>Der Staat spart – und wenn der Staat spart, dann schränkt er nicht sich ein, sondern andere. Er streicht Leistungen seiner Einrichtungen für die Bürger und verlangt ihnen größere Dienste für seine Staatskasse ab. Da geht es den Unis und ihren Mitgliedern nicht anders als all den anderen Bürgern, an denen der Staat spart: Im Interesse seiner finanziellen Handlungsfreiheit bekommen die Studierenden verschlechterte Bedingungen serviert und sollen bald happige Gebühren fürs Studium entrichten. Der bundesweite Protest dagegen zeugt von einem gediegenen Selbstbewusstsein der Jungakademiker: Mag die Regierung sparen, woran sie will, an der Bildung darf, ja kann sie gar nicht sparen. Damit würde sie nur sich selbst, Deutschland, der internationalen Konkurrenzfähigke it des Standorts schaden; allem eben, worauf es in dieser Nation ankommt. Mit der Parole "Unsere Bildung – Eure Zukunft" pocht der Nachwuchs auf seine Unersetzlichkeit als Ressource für den Konkurrenzkampf der Nation. Eine so wichtige Produktivkraft, meinen die Studenten, könne der Staat doch nicht so schlecht behandeln wie andere Sozialfälle. Da täuschen sie sich aber gewaltig. Es ist gerade ihre Rolle als Ressource der Nation, die sie zu spüren bekommen. Wissen spielt in dieser sogenannten „Wissensgesells chaft“ nämlich eine schäbige Rolle: Es ist Hilfsmittel in der Konkurrenz der Kapitale, interessiert nur dann und nur so, wie es dafür taugt. Im Sinn der rentablen Verwendung ihres Wissens wird auch mit akademisch ausgebildeten Leuten als Kostenfaktor kalkuliert. Teils sind sie für die Leitungsebene von Behörden und Unternehmen vorgesehen, teils repräsentieren sie die technische Produktivkraft des Kapitals gegenüber der einfachen Arbeit. Für die höheren Einkommen, die Saat und Kapital den Funktionären ihrer Sache zahlen, haben sie erst recht dem Bedarf ihrer Auftraggeber zur Verfügung zu stehen, mit Einsatzbereitschaft und möglichst ohne Pausen zu funktionieren, und ohne viel Aufhebens auch wieder abzutreten, wenn für ihre Kenntnisse keine Nachfrage mehr besteht. Und sogar sie haben insgesamt billig zu sein. Erstens für den Staat, was die Herstellung ihrer Qualifikation betrifft, und zweitens für den Arbeitgeber, der aus dieser Qualifikation einen Profit machen will.</p><p>Die Aufzeichnung ist entsprechend der Gliederung aufgeteilt:<br>Teil1: Einleitung<br>Teil2: Wie sind Wissenschaft und Ausbildung eine Ressource des Kapitals<br>Teil3: Die Kritik, die zum Wissenschafts- und Ausbildungsbetrieb immer dazugehört<br>Teil4: Mehr Markt und mehr Konkurrenz für die von der Konkurrenz und für sie getrennte Sphäre<br>Teil5: Diskussion: Studiengebühren / Chancengleichheit als ein Ideal der Konkurrenz<br>Teil6: Nachtrag I: Eliteuniversität für 'Wissensvorsprung': Monopolisierung des Wissens für die imperialistische Konkurrenz<br>Teil7: Nachtrag II – zu einigen Argumenten des Protests: 'Bildung ist keine Ware' /  Ideologie, Praxis und Leistung der Privatisierung - Diskussion / Studiengebühren als Beitrag zur Gerechtigkeit</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/buergerliche-staat">Resultate Nr. 3, Der bürgerliche Staat, § 5 Ideeller Gesamtkapitalist – Sozialstaat, Punkt b.2 und b.3 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://msz.gegenstandpunkt.com/1985-10-technologie">TECHNOLOGIE in MSZ 10-85 beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p><p><a href="https://etc.gegenstandpunkt.com/content/die-jobs-der-elite">Der Professor der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und Naturforscher in dem Buch Die Jobs der Elite beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Jan 15, 20041h 45m

Was ist Demokratie? Sechs Lektionen aus dem Irak-Krieg

<p>Die Veranstaltung fand statt unter dem Titel: <em>Demokratie, Rechtspopulismus, Neofaschismus</em></p><p><em>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</em></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/demokratie-argument">Nachwort auf ein aussterbendes "Paradigma" Demokratie als Argument in der Weltpolitik in GegenStandpunkt 1-93</a></p><p><a href="https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/demokratie">Das Buch „Demokratie Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft“ beim GegenStandpunkt-Verlag</a></p>

Jun 23, 20031h 34m