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radio klassik Stephansdom - kurz & knackig

radio klassik Stephansdom - kurz & knackig

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Medien in Dänemark

In der aktuellen Ausgabe von Continent beschäftigt sich Golli Marboe mit der Mediensituation in Dänemark.

Feb 12, 202234 min

Die tote Stadt

Gestern wurde an der Wiener Staatsoper Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt“ wieder in den Spielplan aufgenommen. Der radio klassik Stephansdom Opernexperte Richard Schmitz war für unsere Hörerinnen und Hörer dabei. Die Inszenierung von Willy Decker schildert die Handlung konsequent, ohne hausbacken zu werden. Der verzweifelte Witwer, der sich manisch, fast hysterisch an die Liebe zu seiner toten Frau klammert, wird durch einen Traum geheilt. Die Ebenen von Traum und realem Leben werden sauber getrennt und wo nötig auch verbunden. Tiefenpsychologische Momente, die Traumdeutung und die scheinbare Heilung einer Neurose wurden von Willy Decker fachkundig herausgearbeitet: Freud hätte seine Freud‘. Gespannt war ich auf Klaus Florian Vogt, der die Partie des Paul in anderen Häusern und auf einigen Tonträgern gesungen hat. Er hat meine Erwartung voll erfüllt. Da stimmt die psychologische Durchdringung dieser irrlichternden, neurotischen Figur, die er auch stringent darstellt. Seine helle Stimme erlaubt ihm wortdeutlich und musikalisch zu phrasieren. Seine Marietta Vida Miknevičiŭté hat es daneben nicht leicht. Ihre gut geführte, große Stimme beeindruckt. Ohne Textsystem hätte man aber kein Wort verstanden. Diese Marietta gäbe Gelegenheit mit allen Facetten einer Singschauspielerin zu brillieren, von der jungen übermütigen Frau bis zur energischen Vertreterin ihrer Interessen wäre da alles drinnen. Manche schöne Phrase wurde allerdings auch vom Dirigenten Thomas Guggeis zugedeckt. Der gescheite Text des Librettos sollte besser zur Geltung kommen. Der Dirigent sollte nicht nur die Klangpracht des Orchesters nutzen, sondern auch die gesungenen Worte berücksichtigen. Gut gelungen war der Schlager von Paul und Marietta „Glück das mir verblieb“, der sich leitmotivisch bis ins Finale durchzieht. Da gab es Szenenapplaus. Neben den beiden Protagonisten waren auch Monika Bohinec als Brigitta und Adrian Eröd als guter Freund Frank und als Pierrot hervorragend. Adrian Eröd stattete auch den zweiten Schlager „Mein Sehnen, mein Wähnen“ mit Wohlklang aus. Diese Wiederaufnahme wurde mit Begeisterung vom fast gefüllten Haus bejubelt. Alle Unkenrufe, die dieses Werk in Operettennähe stellen wollen, sind ja schon länger verstummt. Ein großes Werk aus einer großen Zeit der Wiener Musikkultur gehört an dieses Haus. Wertnote: 8,9/10 Punkten Empfehlung: Stefan Mickisch im Korngold

Feb 7, 20223 min

Ein Jahrhundert-Mensch

Im 100. Lebensjahr steht Schwester Gertrud Kiesenhofer. Mit 15 Jahren wusste sie schon, wie sie ihr Leben leben will – als Ordensschwester und Lehrerin. Aber mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im März 1938 werden ihre Pläne zunichte gemacht. In den Lebenswegen erinnert sich Schwester Gertrud Kiesenhofer an die NS- und Kriegszeit, sie erzählt von ihrer Arbeit mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen und verrät, worauf es ihrer Meinung nach im Leben wirklich ankommt.

Feb 6, 202230 min

Evangelium, 6. Februar 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 6. Februar 2022. Lukas 5, 1-11 Trau, schau, wem! – sagt eine alte Redewendung. Johann Strauss Sohn hat sie sogar zum Thema eines Walzers gemacht. Sie will sagen: Schenke niemandem leichtgläubig Vertrauen! Wer in seinem Vertrauen enttäuscht worden ist, wird deshalb eher misstrauisch. Doch ohne Vertrauen wird das Leben trostlos, eigentlich unlebbar, denn im Alltag geht es nicht ohne eine Art Grundvertrauen.

Feb 6, 202210 min

Evangelium, 30. Jänner 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 30. Jänner 2022. Lukas 4, 21-30 Alles hatte ganz gut begonnen. Wie konnte es nur zu einem so radikalen Stimmungsumschwung kommen? Aus Zustimmung wird Ablehnung, aus Bewunderung ein aktiver Mordversuch. So ging es Jesus in seiner Heimat Nazareth. So läuft es bis heute immer wieder. Am Anfang sieht alles positiv aus, am Ende steht oft Hass bis zum Äußersten. Ein solcher Wandel kann viele Ursachen haben. Wir erleben ihn zur Zeit in der Pandemie.

Jan 30, 20229 min

Mediensituation in Südtirol und in Italien

In der aktuellen Folge von „Continent“ geht es um die Mediensituation in Italien. Golli Marboe spricht dazu unter Anderem mit dem Leiter von RAI Südtirol, mit Markus Perwanger. Das deutschsprachige Programmangebot der RAI kann man als europaweites „best practice“-Medienprojekt im Umgang mit Volksgruppen bezeichnen. Außerdem kommt der in Rom lebende und arbeitende Filmproduzent Ferdinand Dohna zu Wort. Er beschreibt die Unterschiede zwischen Fernsehalltag im deutschsprachigen zum italienischen Raum und wieviel Einfluss da immer noch von Silvio Berlusconi ausgeht.

Jan 29, 202256 min

Musik im barocken Wien

RESOUND bedeutet vieles: Suche nach dem ursprünglichen Klang eines jeden Werks. Aufführung auf den Instrumenten, in den Orchesterbesetzungen, auch in den Konzerträumen der Entstehungszeit, aber natürlich Interpretation durch uns heutige Menschen in all unserer subjektiv persönlichen Deutung. Schon ab 1990 hat Martin Haselböck mit seinem Orchester Wiener Akademie die großartigen Werke des österreichischen Barock unter dem Titel MUSICA IMPERIALIS in der Wiener Hofmusikkapelle (dem Ort ihrer Uraufführung) eingespielt. Diese Aufnahmen sind nun remastered in einer großangelegten CD-Edition neu erschienen. In den heurigen RESOUND-Sendungen werden sie – gemeinsam mit Liszt und Beethoven – das Programm des Jahres bestimmen. In der ersten Sendung steht mit Musik von Johann Heinrich Schmelzer, Heinrich Ignaz Franz Biber und Johann Kaspar Kerll österreichischer Barock im Mittelpunkt.

Jan 29, 20221h 3m

Peter Grimes am Ring

Im Oktober 2021 hatte Benjamin Brittens „Peter Grimes“ im Theater an der Wien großen Erfolg. Gestern nahm die Staatsoper die Christibe Mielitz-Inszenierung aus dem vorigen Jahrhundert (Premiere 12.2.1996) wieder in den Spielplan auf. Von der Oktober-Premiere an der linken Wienzeile war Richard Schmitz begeistert. Wie war es gestern am Ring? Die Inszenierung von Christine Mielitz widmet sich vor allem der Charakterisierung der vielen Figuren, vor allem der des Peter Grimes. Die Kostüme unterstützen das sehr gut. Das Bühnenbild stört nicht. Auch in der Wiener Staatsoper stand daher der Sänger der Titelrolle im Mittelpunkt. Jonas Kaufmann legte den Peter Grimes grundlegend anders an. Da war kein dumpfer Gewaltmensch zu sehen, sondern ein vom Pech verfolgter sentimentaler, im Grunde gutmütiger Fischer, der für seine Heirat Geld scheffeln wollte und in der Dorfgemeinschaft aneckt. Diese Charakterambivalenz erfüllt Jonas Kaufmann mit all seinen künstlerischen Ausdrucksfacetten. Da gibt es herbe Töne, aber auch lyrische Legatobögen, klare Spitzentöne und verhaltenes Piano. Lise Davidsen als Ellen Orford kann da mit ihrer großen, noch ungeschliffenen Stimme nicht ganz mithalten. Wenn sie an der Differenzierung ihres Ausdrucks arbeitet, wird das noch eine der ganz Großen des Sopranfaches. Eine verhuschte Dorfschullehrerin ist sie natürlich nicht. Bryn Terfel als Balstrode zur Verfügung zu haben, ist ein großes Glück. Die unverrückbare Treue dieser Figur wird da deutlich. Auch die anderen Rollen haben bei Christine Mielitz eigene Charakterisierungen, die etwa Thomas Ebenstein als betrunkener Sektierer und Stephanie Houtzeel als kapriziöse, drogensüchtige Sedley voll ausspielen. Auch die anderen, Wolfgang Bankl, Noa Beinart, Ileana Tonca und Aurora Marthens als ungleiches Nichtenpaar, Carlos Osuna geben ihren Rollen ein eigenes Profil. Die Feinheiten des Feministinnenquartetts kommen vor dem Vorhang besonders intensiv zur Geltung. Die Widersprüchlichkeit der Haltung der Dorfbevölkerung wird durch den exzellenten Chor klar zum Ausdruck gebracht. Zurecht wurden auch Simone Young und das Staatsopernorchester am Ende bejubelt. benjamin Brittens Zwischenspiele, die richtige Klangjuwele sind, konnte man ohne Ablenkung genießen. Philharmonische Höhepunkte. Jonas Kaufmann hat seinen Fans bewiesen, dass er auch aus komplexeren Opernrollen menschliche Figuren machen kann. PS: Ich bin froh, dass meine Frau und ich das erleben konnten. Noch am Nachmittag war das gar nicht so sicher. Unsere PCR-Tests sind erst nach 36 Stunden während der Vorstellung eingetroffen. Erfreulicherweise wurde ein aktueller Antigen-Test akzeptiert. Es war ein großer Opernabend, der der Wiener Staatsoper und seinem jubelnden Publikum alle Ehre macht. Wertnote: 9,3/10 Punkten!

Jan 27, 20223 min

Premiere von Miss Saigon

Im Jänner 2021 hätte die Produktion des Musicals „Miss Saigon“ Premiere im renovierten Raimund Theater feiern sollen. Doch Pandemie bedingt gab es mehrere Verschiebungen. Gestern, am 23. Jänner, ein Jahr später, war es endlich soweit. Die radio klassik Stephansdom Musical-Expertin Lilo Bellotto berichtet: Miss Saigon ist ein opernhaft arrangiertes Schicksals-Drama, gehört zu den erfolgreichsten Produktionen seines Genres und erhielt viele renommierte Preise. Die aktuelle Neuinszenierung von Regisseur Laurence Connor ist nach London und New York nun in Wien zu sehen. Für die neue deutsche Fassung zeichnet textlich ein großer Könner verantwortlich, Michael Kunze. „Miss Saigon“ hat die gleiche Geschichte wie die Oper „Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini, dazu kommt die Mischung aus der ergreifenden Musik von Claude-Michel Schönberg, gekonnter Choreographie und Lichtregie. Eindrucksvoll die Bühnentechnik: im 2. Akt kreist ein Hubschrauber akustisch über den Zuschauerinnen und Zuschauern und landet tatsächlich visuell auf offener Bühne, um in letzter Minute GIs in ihre Heimat Amerika zu fliegen. Zu sehen ist hier das legendär gewordene Ende des Vietnamkriegs: 1975 evakuierten Hubschrauber am 30. April die letzten Amerikaner vom Dach der Botschaft. Die dramatische Liebesgeschichte zwischen dem 17-jährigen vietnamesischen Mädchen Kim und dem GI Chris spielt in den letzten Wochen dieses Krieges in Saigon. Sie begegnen einander im Treiben der Bar „Dreamland“, verlieben sich, und sehen eine gemeinsame Zukunft in Amerika. Kurze Zeit später werden sie getrennt. Die Geschichte nimmt ein tragisches Ende wie in Puccinis Oper „Madama Butterfly“. Die Solistinnen und Solisten sind stimmlich und darstellerisch ausgezeichnet: Christian Ray Marbella in der schillernden Figur des Barbesitzers, genannt „Engineer“, die sich durch das ganze Stück zieht. Berührend Vanessa Heinz als junge Kim, überzeugend in seinem Zwiespalt Oedo Kuipers als Chris und glaubhaft Abla Alaoui als seine Frau Ellen. Perfekt James Park als zurückgewiesener Verehrer Thuy, Gino Emnes als Chris Freund John und ebenso das gesamte Ensemble. Intendant Christian Struppek hat mit „Miss Saigon“ im Raimundtheater nicht nur einen eindrucksvollen Abend geboten, sondern auch eine großartige Show. Das Publikum gab Standing Ovations.

Jan 24, 20222 min

Josef Köberl

Wer morgens in Wien den Donaukanal entlangspaziert, der entdeckt dort auch im Winter einen Schwimmer: Josef Köberl nutzt den Weg ins Büro fürs sportliche Training. Der 45-Jährige ist leidenschaftlicher Eisschwimmer. Aufgewachsen ist er im Salzkammergut, vor der Haustür lag der Grundlsee. 2015 durchschwamm er in 14,21 Stunden den Ärmelkanal. Zwei Stunden, 30 Minuten und 53 Sekunden verbrachte er 2020 in einer Eisbox. Und in 38 Minuten und 32 Sekunden durchkämmte er 2021 das Wasser einer Gletscherspalte in Hintertux. Hunderte Menschen hat Josef Köberl mittlerweile außerdem bereits ins kalte Wasser begleitet. „Ich möchte das jeden erleben lassen.“ Doch warum zieht es einen überhaupt hinein, ins eisige Nass?

Jan 23, 202226 min

Evangelium, 23. Jänner 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 23. Jänner 2022. Lukas 1, 1-4 + 4, 14-21 Heute geht es um den Anfang, in zweifacher Hinsicht: um den Anfang des Lukasevangeliums und um den Anfang des öffentlichen Lebens Jesu. Es ist immer interessant, nachzuforschen, wie etwas anfing, eine Liebesbeziehung, eine Berufslaufbahn, eine politische Entwicklung. Oft hilft es, spätere Situationen besser zu verstehen.

Jan 23, 20229 min

Pique Dame an der Staatsoper

Gestern wurde an der Wiener Staatsoper Peter Iljitsch Tschaikowskys „Pique Dame“ in der Inszenierung von Vera Nemirova wieder aufgenommen. radio klassik Stephansdom Opernexperte Richard Schmitz war auch diesmal wieder dabei. Die Premiere war im Oktober 2007 und hat sich im Repertoire bis 2015 gehalten. Damals sangen Martina Serafin und Neil Shicoff das Liebespaar, Seiji Ozawa hat dirigiert. Das war gestern ein packender unsentimentaler Tschaikowsky. Valery Gergiev ist im russischen Repertoire authentisch. Spannend wurde es erst nach der Pause, da kamen auch die Sängerinnen und Sänger besser in Fahrt. Wendepunkt war der Monolog der Gräfin. Nicht zu Unrecht stellt sie fest: „Was ist das für eine Welt! Die können sich nicht einmal amüsieren.“ Olga Borodina macht mit eindringlichen Pianomelismen und mit herrischen Befehlen viele ihrer Vorgängerinnen in dieser Rolle vergessen. Elena Guseva kann aus der Lisa kein unschuldiges junges Mädchen machen; aber sie bewältigt die Partie mit Anstand. Ihre Arie erntet Szenenapplaus. Ihr geliebter Hermann ist ja nicht gerade ein Sympathieträger. Da ist es zu akzeptieren, dass er keine schöne Stimme hat. Die manische Spielsucht in den letzten Szenen geraten deshalb dramatisch und glaubwürdig. Fürst Jeletzki Boris Pinkhasovich begeistert mit seiner Arie das Publikum. Das übrige Ensemble sorgte für einen gelungenen Ablauf des Abends. Vera Nemirovas Regie hat ihre Repertoiretauglichkeit ja schon bewiesen. Die immer noch üblichen Tricks, wie Sopranistin bloßfüßig im Negligé oder Transgenderfiguren in den Tanzszenen regen heute niemanden mehr sonderlich auf. Auch dass sich Lisa nicht in die Newa stürzt sondern in ein Meer von Regenschirmen ist nicht mehr bemerkenswert. Im ersten Bild geht die wunderbare Frühlingsmusik von Tschaikowsky im Schlafsaal eines Kinderinternats vollkommen unter. Enttäuschend nach wie vor das Einheitsbühnenbild von Johannes Leiacker und die Kostüme von Marie-Luise Strandt. Es ist zu erwarten, dass in den Folgevorstellungen nicht nur der Chor und das Staatsopernorchester schon in den ersten drei Bildern zu Hochform auflaufen, sondern auch die Solisten auch vor der Pause ihre Qualitäten ausspielen. Herzlicher Applaus, der aus Gründen der Sperrstunde durch das Senken des Vorhanges verkürzt wurde.. Wertnote: 7,9/10 Punkten

Jan 22, 20223 min

Tosca

2008 inszenierte Martin Kušej, nun mehr Burgtheaterdirektor, Igor Strawinskys The Rake’s Progress im Theater an der Wien. Am Ende der Direktion von Roland Geyer stand gestern Giacomo Puccinis Allzeit-Hit Tosca in Kušejs Lesart zur Premiere bereit. Das Publikum war gespannt. Musikchefin Ursula Magnes ebenso. Tosca. Dazu haben viele Opernfreundinnen und -freunde ähnlich wie bei Carmen oder Aida eine gewisse Vorstellung oder zumindest lieb gewonnene Erinnerungen an vergangene Opernaufführungen, fein sortiert im Karteikästchen des Erlebten. Tja, diese Tosca von Puccini nach dem Drama von Victorien Sardou – was bleibt, wenn der Regisseur die Kirche als Ort, den Palazzo Farnese und die Engelsburg in Rom mit Dauerschnee, einem zentralen Kreuzes- und Schmerzensbaum mit zerstückeltem Opfer samt Marterl, und einen Wohnwagen bespielt? Was bleibt im Stück? Kälte, Gewalt, Eifersucht, Macht, sexuelle Bedrängnis, Religion und das heutige Leben mit Kapitolstürmern, Querdenkern, Polizeigewalt und dazwischen eingequetscht zwei Künstler: der Maler Mario Cavaradossi und die Sängerin Floria Tosca. Damit ist das Publikum zwei intensive Stunden ohne Pause konfrontiert. Mit der punktgenauen, nie zögerlichen Musik Puccinis ergibt das eine Hochschaubahn der Gefühle und innerer Gedankenwelt. Keiner der drei Protagonisten entkommt seinem Schicksal: Der Maler ermalt keine Freiheit, die Sängerin ersingt keine Liebe und der Polizeichef verfehlt trotz sadistischer Machtausübung sein Ziel. Ein brutales Kammerspiel, in dem Martin Kušej diese Gewalt mit Versatzstücken wie fliegenden Körperteilen und sehr zupackendem Schauspiel vor Augen führt. Dazu braucht es ein Ensemble, das das auch kann! Kristine Opolais ist eine erfahrene Tosca. Sie genießt es sichtlich an ihre Grenzen zu gehen; stimmlich wie darstellerisch. Im Gegensatz zum Original, wird sie am Ende durch die Gräfin Attavanti, dargestellt durch die Schauspielerin Sophie Aujesky, erschossen. Wohl auch mangels Engelsburg, um in den Tiber zu springen… Getötet vom Gift der Eifersucht, das Polizeichef Scarpia geschickt verstreut. Ihr „Vissi d’arte, vissi d’amore“ wird zur verzweifelten Anklage zwischen Scarpia und Gott. Der junge chilenische Tenor Jonathan Tetelman lockte wohl einige prominente Operndirektoren ins Theater an der Wien. So kraftvoll, geradezu strotzend hat man „Recondita armonia“ schon lange nicht mehr gehört. Und im Wechselspiel mit dem Soloklarinettisten des RSO Wien gelang auch „E lucevan le stelle“ ausgesungen und stark. Kein Hauch der Erinnerung – vielmehr Höhe und Kraft in der Tenorstimme wie es die Rolle verlangt. Gábor Bretz unschuldig schick elegant in weiß gekleidet sang einen zutiefst unsympathischen, heimtückischen Polizeichef Scarpia. Eine tolle Leistung. Marc Albrecht hat das Dirigat in der Probenarbeit relativ spät vom erkrankten Ingo Metzmacher übernommen. Da ist in den fünf Folgevorstellungen sicher noch einiges an musikalischen Feinheiten drin. Die Schnellkraft der Partitur Puccinis ist gegeben. Sie schrammt an genialer Filmmusik und weist damit anno 1900 weit in die Zukunft. Das Publikum beklatschte die Sänger und Musiker. Gestärktes Buh für Martin Kušej. Fazit: unbedingt anschauen.

Jan 19, 20223 min

Schlomo Hofmeister

Der Wiener Rabbiner im Porträt. Eine Sendung anlässlich des Tags des Judentums. In der Sendung geht es um seine Tätigkeit für die Wiener jüdische Gemeinde, aber auch über Antisemitismus in der Gesellschaft, sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum und Judentum.

Jan 16, 202226 min

Evangelium, 16. Jänner 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 16. Jänner 2022. Johannes 2,1-11 Die Hochzeit ist nach wie vor das große „Event“. Da hat sich nicht viel geändert seit der Zeit Jesu. Sie wird gründlich und genau vorbereitet. Heute gibt es professionelle „Hochzeitsplaner“, die eigens dafür ausgebildet sind. Schon zur Zeit Jesu war es üblich, dass jemand für das Hochzeitsmahl und seine Gestaltung verantwortlich war. Hochzeit ist ein einzigartiges Ereignis im Leben zweier Menschen.

Jan 16, 202210 min

Boris Godunow am Gürtel

Im Dezember des Vorjahres hat Volksopern-Direktor Robert Meyer beschlossen, auf die szenische Realisation des „Boris Godunow von Modest Mussorgsky zu verzichten. Deshalb war die gestrige Premiere rein konzertant. Unser Opernexperte Richard Schmitz war dabei. Die vorgesehene Wiedergabe der Urfassung enthält keinen Polenakt und keinen Triumph des falschen Dimitri. Zuletzt ist coronabedingt auch die Szene des Gottesnarren ausgefallen, weil der Kinderchor nicht eingesetzt werden konnte. Zu hören waren 105 Minuten intensiver Mussorgsky. Ohne Pause. Gesungen wurde in deutscher Sprache mit Übertiteln. So konnte man dem Geschehen noch konzentrierter folgen. Dirigent Jac van Steen arbeitete die harmonische Originalität der Partitur bestens heraus. Die Glättung durch Nikolai Rimski-Korsakov ist zurecht vergessen. Da hört man, dass Mussorgskys Werk mit Richard Wagners Tristan und Isolde zu vergleichen ist; so kühn und abwechslungsreich ist die Musik. Die Wiener Volksoper war gestern vom Orchester bis zum letzten Choristen im Frack, die Damen im schwarzen Abendkleid zu bewundern. Bei aller Intensität der Gestaltung hätten Kostüme die unterschiedlichen Funktionen des Chores – Volk, Mönche, Bojaren – doch klarer gemacht. Das traf auch auf die Protagonistinnen und Protagonisten zu. Albert Pesendorfer beeindruckt als Boris mit schöner kerniger Stimme. Makellos als liebender Vater bis zuletzt. Der Umschwung zum Wahnsinn gelingt weniger gut. Der Sieg des schlechten Gewissens erschüttert kaum. Carsten Süss geht das Schmierige des hinterlistigen Schuiskij ab. Herausragend Ghazal Kazemi als Fjodor. Der junge Yasushi Hirano kann das Gebrechliche des alten Mönchs Pimen im Frack wenig glaubhaft machen. Marco di Sapia singt das Trinklied des Warlaam ordentlich. Vincent Schirrmacher kann sich nur in den ersten beiden Bildern als falscher Dimitri beweisen. Die aufgestellten Mikrofone lassen auf ein interessantes Tondokument hoffen. Liebhaber des Boris Godunow sollten sich die Wiederholungen an der Volksoper nicht entgehen lassen. Wortdeutlich und auf Deutsch wird man das Werk nicht so bald wieder zu hören bekommen. Das coronabedingt ausgedünnte Auditorium war sehr zufrieden. Wertnote: 7,2/10 Punkten

Jan 16, 20222 min

Mediensituation im Kosovo

Im 2008 gegründeten Kosovo, dem jüngsten Staat Europas, gibt es für ca 1,8 Millionen Einwohner zwar 19 Fernsehsender und 85 Radiostationen, aber keine Tageszeitung, die in gedruckter Form erscheint. Die besondere Bedeutung der Online- wie der sozialen Medien mag dem niedrigen Durchschnittsalter der Bevölkerung mit 30,4 Jahren (Vergleich Österreich 43,1) geschuldet sein. In der aktuellen Folge des Medienmagazins „Continent“ spricht Golli Marboe dazu mit Jeta Xharra, der leitenden Journalistin des renommierten "Balkan Investigative Reporting Networks" BIRN, mit Remzie Shahini-Hoxhaj, der Direktorin des Instituts für Medien an der Universität von Prishtina und mit der Vorsitzenden des Koordinierungsrates albanischer Vereine in Wien, mit Kaltrina Durmishi.

Jan 15, 202248 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 4

STIMMEN „Kloster in der Stadt“ Abt Nikolaus Poch über Saxophonspieler auf der Straße und den Austausch mit den Menschen der Stadt.

Jan 13, 20222 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 11

„ora et labora et lege.“ Pater Georg Braulik über die Benediktiner und die Wissenschaft – und über sein Lebenswerk.

Jan 13, 20225 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 3

STIMMEN „Kloster in der Stadt“ Pater Christoph Merth über das Foto zum Thementag.

Jan 13, 20221 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 8

Gastfreundschaft. Tourist in Wien? Oder auf der Suche nach Ruhe und Stille? Warum dem Kloster die Gäste nie fehlen werden.

Jan 13, 20224 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 1

Guten Morgen, Abt Nikolaus! Was uns an diesem Thementag erwartet.

Jan 13, 20221 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 12

Ein gotisches Meisterwerk sorgt für Aufregung. Besuch im Museum im Schottenstift.

Jan 13, 20225 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 5

Im Klosterladen bei Frater Stephan. Eine Kurzreportage mit allerlei Köstlichkeiten und einem Literaturtipp.

Jan 13, 20226 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 13

STIMMEN „Kloster in der Stadt“ Warum Pater Augustinus nicht am Berg bleiben wollte, und wofür die Mönche jeden Abend beten.

Jan 13, 20222 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 10

Die Schottenpfarre. Über die Gottsuche in Gemeinschaft.

Jan 13, 20224 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 9

STIMMEN „Kloster in der Stadt“ Schön, aber nichts für Romantiker, sagt Altabt Johannes Jung.

Jan 13, 20222 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 6

Heute ist der Stiftertag! Was eigentlich gestiftet wurde und warum die Schotten „Schotten“ heißen.

Jan 13, 20224 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 2

Singen, wenn die Stadt noch schläft. Ein Besuch bei Vigil und Laudes.

Jan 13, 20225 min

Schottenstift: Kloster in der Stadt – Teil 7

Das Schottengymnasium. Über das Unterrichten im Habit, was der „soulspace“ ist, und warum man einen Alt-Schotten immer um Hilfe bitten kann.

Jan 13, 20226 min

Heinz Marecek

Der bekannte und beliebte Schauspieler, Regisseur und Kabarettist spricht darüber, wie alles begann und sich seine Karriere fortsetzte. Viele kennen ihn noch aus der Stegreifsendung „Meine liebe Familie“, später dann im Fernsehen spielter in der „Soko Kitzbühel“. Marecek lebt die meiste Zeit des Jahres auf Ibiza. Mit seiner Frau Christine kommt er aber immer wieder nach Wien. Gestaltung: Stefan Hauser.

Jan 9, 202226 min

Evangelium, 9. Jänner 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 9. Jänner 2022. Lukas 3,15-16.21-22 Wie oft habe ich Situationen wie diese erlebt: Menschen warten, es bildet sich eine Schlange. Ich komme dazu, stelle mich an, warte, bis ich drankomme. Man erkennt mich. Jemand spricht mich an: Kommen Sie bitte nach vorne, Herr Kardinal, Sie müssen doch nicht warten! Es ist mir peinlich. Nicht immer gelingt es mir abzulehnen. Meist sage ich, dass ich keine Sonderbehandlung wünsche, dass ich gerne mit den anderen warte, usw. Ich gestehe, dass es mir gelegentlich dann doch recht angenehm ist, nicht lange warten zu müssen.

Jan 8, 20228 min

Der Postillon in Erl

Die Winterfestspiele Erl stemmen sich mit einem umfangreichen Programm gegen die sich ausbreitende Pandemie und erfreuen das Publikum mit Opernraritäten. Helmut Pitsch berichtet für radio klassik Stephansdom über Le Postillon de Lonjumeau von Adolphe Adam. Erfrischend lebendig die Liebeskömodie vom Postillon von Lonjumeau bei den Tiroler Festspielen Die Tiroler Winterfestspiele stemmen sich mit viel Einsatz gegen die allgegenwärtige Pandemie und belohnen das treue Publikum mit einem hinreissenden äußerst unterhaltsamen Opernabend. Le Postillon de Lonjumeau ist eine der zahlreichen Opern von Alphonse Adam, die zumeist zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Mit 53 Jahren verstirbt der französische Komponist 1856 in Paris und hinterläßt ein umfangreiches Oeuvre, aus dem nur einige Ballette, wie Giselle oder Le Corsaire auf den Spielplänen erhalten blieben. Richard Wagner war von dessen Musik angetan. Aber auch Alphonse Adam verehrte den deutschen Meister und eine kurze Passage des Lohengrin findet Eingang in diese Opera Comique vom abtrünnigen Liebhaber. Chapelou verläßt seine frischangetraute Ehefrau Madeleine vor der Hochzeitsnacht, um in Paris als Opernsänger Karriere zu machen. Zehn Jahre später gewinnt die verlassene Ehefrau, mittlerweile durch eine Erbschaft reiche Marquise, erneut die Liebe des abtrünnigen Ehemanns. Neuerlich wird geheiratet und sie rettet den angeklagten Bigamisten, indem sie ihre Identität preisgibt. Der Regisseur Hans Walter Richter und der Bühnen- und Kostümbildner Kaspar Glarner bringen die Geschichte als frisches dynamisches Theater im Theater auf die Bühne des Festspielhauses. Eine drehbare barocke Theaterbühne konzentriert das Geschehen in Guckkastenmanier, bunte prächtige Barockkostüme und eine kluge Personenführung machen das Treiben der handelnden Personen lebendig. Musikalisch sprüht die Oper von zündenden Melodien, die der Dirigent Beomseok Yi im Graben mit einem engagiert aufspielenden Orchester mit Gespür herzhaft würzt. Er führt Chor und Sänger mit Feingefühl und Sachverstand. Francesco Demuro meistert die anspruchsvolle Titelrolle mit einem höhensicheren strahlenden Tenor. Der Sopran von Monika Buczkowska als raffinierte Ehefrau ist kräftig, hell und schimmert in der Höhe metallen. Der Bassbariton Joel Allison mimt gelungen den Schmied Bijou, der es als Sänger nur zum Choristen schafft und als Gegenspiel Chapelous wenig erfolgreich ist. Viel Aufmerksamkeit gewinnt Gabriel Wanka in der Sprechrolle der Zofe Rose, die der Regisseur zur Auflockerung breit aufstellt und mit einer Tanzeinlage bis zum Spagat erweitert. Das bestens gestimmte Publikum würdigt begeistert die Leistung aller Beteiligten.

Jan 6, 20221 min

Evangelium, 6. Jänner 2022 – Dreikönig

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 6. Jänner 2022. Matthäus 2,1-12 Jedes Jahr bin ich am 6. Jänner mit den „Sternsingern“ unterwegs. In den Tagen um das Fest der Heiligen Drei Könige gehen in ganz Österreich etwa 85.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger von Haus zu Haus. Sie singen ihre Lieder und bitten um Spenden für Kinder in Not. Die „Dreikönigsaktion“ ist nach wie vor die größte Spendenaktion unseres Landes. Mir ist es wichtig, selber ein Zeichen meines Dankes und meiner Unterstützung zu setzen.

Jan 5, 20229 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 3

Der Norden Kenias wird seit Jahren von Dürren und Heuschreckeninvasionen heimgesucht. Die Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar unterstützt über lokale Partnerinnen und Partner die leidgeplagte Bevölkerung. Herbert Kienast ist bei der Dreikönigsaktion für Kenia zuständig und schildert die Situation im Norden des Landes.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 7

Hinter der Dreikönigsaktion steht die Katholische Jungschar. Mirjam Gerstbach, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jungschar Wien, sagt uns, warum das Sternsingen für die Jungschar wichtig ist.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 8

Mädchen und Buben, verkleidet als die "heiligen drei Könige", gehen in diesen Tagen von Haus zu Haus, und für alle, die ihnen die Türen öffnen, singen sie, sagen ihre Segenssprüche auf und sammeln Spenden für Mitmenschen in anderen Teilen der Erde. Es gibt auch eine Erwachsenen-Sternsingertruppe, die ebenso für die gute Sache unterwegs ist, und zwar nächtens in der Wiener Lokalszene. Angeführt wird die Truppe von Dompfarrer Toni Faber. Er erzählt von seinen Sternsinger-Erfahrungen.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 5

In manchen Regionen der Erde ist er schon stark zu spüren: der Klimawandel. Während Norden Kenias immer trockener wird, gibt es auf den Philippinen mehr und mehr Taifune. Davon erzählt Clara Handler, sie ist Projektreferentin für die Philippinen bei der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar.

Jan 3, 20224 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 1

85.000 Sternsingerkinder sind gemeinsam mit 30.000 jugendlichen und erwachsenen Helferinnen und Helfern in diesen Tagen auf den Straßen unseres Landes unterwegs - mit einer Vision: einer Welt, in der alle Menschen ein gutes und sicheres Leben führen können, wo auch immer sie leben. Drei Sternsinger waren bei radio klassik Stephansdom zu Besuch: Ben (10 Jahre), Matthias (7 Jahre) und Sebastian (9 Jahre) aus der Pfarre „Heilige Maria Magdalena an der Alten Donau“ in Kaisermühlen.

Jan 3, 20222 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 11

Die Dreikönigsaktion kann man nicht nur mit Spenden an die Sternsingergruppen unterstützen, es gibt auch andere Möglichkeiten: Zum Beispiel verzichten viele Menschen in Österreich bei einem runden Geburtstag auf Geschenke und bitten stattdessen um Spenden für ein bestimmtes Projekt der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar. Andere sammeln in der Pfarre oder im Betrieb. Katharina Müller ist AHS-Lehrerin an der Wiener Kenyongasse im 7. Bezirk und hat vor Weihnachten mit ihrer Schulklasse für Kinder in Kenia Geld gesammelt. Davon erzählt sie hier.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 6

In der Weihnachtzeit glitzert und funkelt es an vielen Orten. Wenn es um echten Goldglanz geht, muss man in Abwandlung des Sprichwortes "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" sagen: Nicht alles Gold ist glanzvoll. Denn beim Abbau des wertvollen Edelmetalls werden ganze Landstriche verwüstet und Kinder ausgebeutet, berichtet Sr. Anneliese Herzig. Sie ist theologische Referentin bei der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.

Jan 3, 20224 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 9

Die Corona-Pandemie hat auch die Sternsingeraktion vor große Herausforderungen gestellt. Bei Ihren Hausbesuchen beachten die Mädchen und Buben natürlich sämliche Vorsichtsmaßnahmen. Zusätzlich gibt es seit letztem Jahr die Möglichkeit, die Sternsinger virtuell zu empfangen. Mehr dazu - und was die Sternsinger mit dem britischen Weihnachtsfilm "Tatsächlich Liebe" zu tun haben, erfahren Sie von Filmemacherin Juliana Neuhuber.

Jan 3, 20222 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 2

In diesem Jahr stellt die Dreikönigsaktion die indigene Bevölkerung des Amazonas in den Mittelpunkt ihrer traditionellen Sternsingersammlung. Warum die indigenen Gemeinschaften vor allem in Brasilien bedroht sind, berichtet Marieta Kaufmann von der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 4

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben und arbeiten zehntausende Kinder auf der Straße, berichtet Maria Pawelka von der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar. Die Spenden an die Sternsingergruppen kommen diesen Kindern zugute.

Jan 3, 20223 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 12

Auch Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn bekommt jedes Jahr von den Sternsingern Besuch. Bei diesem Treffen vor knapp einer Woche im Hof des Erzbischöflichen Palais' hat Kardinal Schönborn das Engagement der Mädchen und Buben für Mitmenschen in Not und die Sternsingeraktion gewürdigt.

Jan 3, 20220 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 10

In der Pfarre Grinzing, im 19. Bezirk, gibt es seit bald 45 Jahren die "Aktion Partnerschaft". Die Pfarre unterstützt bei regelmäßigen Sammelaktionen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Partner ist dabei seit langem die Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar. Hannes Peintinger, Mitbegründer der Aktion Partnerschaft, erzählt uns mehr.

Jan 3, 20222 min

Hilfe unter gutem Stern – Teil 13

Die Sternsingermädchen und -buben sammeln Spenden für Mitmenschen in Not und sie tragen eine Botschaft der Hoffnung von Haus zu Haus, wie Kardinal Christoph Schönborn sagt. Der Wiener Erzbischof ist selbst jedes Jahr beim Sternsingen dabei.

Jan 3, 20220 min

Katrin Hornek

Katrin Hornek studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien, Performative Kunst und Bildhauerei, bei Monica Bonvicini und an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Sie unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst Wien und ist Mitglied der interdisziplinären Forschungsgruppe The Anthropocene Surge. Katrin Hornek bekam 2021 den Monsignore Otto Mauer-Preis zuerkannt. In ihrer künstlerischen Ausdrucksweise hinterfragt sie das „Anthropozän“, jenes Zeitalter, das entscheidend von den Eingriffen des Menschen und dessen kapitalistisch geprägten Aktivitäten ist, was tiefgreifende Veränderungen der Ökosysteme zur Folge hat. Eine Sendung von Stefan Hauser.

Jan 2, 202226 min

Evangelium, 1. Jänner 2022 – Neujahr, Hochfest der Gottesmutter Maria

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 1. Jänner 2022. Lukas 2,16-21 Als acht Tage vorüber waren … So heißt es im heutigen Evangelium. Vor acht Tagen war Weihnachten, die Geburt Jesu. Heute ist der Neujahrstag. Alle wünschen einander ein gutes Neues Jahr. Viele freuen sich auf das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Es ist ein so schönes Stück österreichischer Kultur. Um ein Stück Kultur geht es auch im Evangelium, das an Neujahr gelesen wird.

Dec 31, 202110 min

Das Finale... und die Fortsetzung

In der letzten Ausgabe der Sendereihe RESOUND Liszt präsentiert Martin Haselböck die Symphonische Dichtungen Von der Wiege bis zum Grabe und Festklänge. Danach leitet er mit Kompositionen von Kaiser Ferdinand III. und Wolfgang Amadé Mozart über zu einer neuen Sendereihe, die er mit Ende Jänner auf radio klassik Stephansdom gestalten wird…

Dec 31, 202158 min