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radio klassik Stephansdom - kurz & knackig

radio klassik Stephansdom - kurz & knackig

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Internationale Literaturdialoge

Im vergangenen März hat das "Jahr der österreichischen Literatur" mit der Ausschreibung Internationale Literaturdialoge 2022/2023 – eine Initiative des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGfL) begonnen. Bis zur Leipziger Buchmesse 2023 sollen österreichische Gegenwartsliteratur im Ausland stärker positioniert, der Leser*innenkreis erweitert und die bestehenden Netzwerke verstärkt und ausgebaut werden. Zu diesem Thema sind die Gesandte Regina Rusz und der Präsident der ÖGfL, Manfred Müller, zu Gast im Auslandskulturjournal.

Apr 4, 20224 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 8

Esther Rois-Merz von audienz kümmert sich auch um die Reinigung von Hörgeräten und serviciert sie.

Apr 4, 20223 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 9

Bei audienz erfahren Sie viel Wissenswertes über modernste Diagnostik für individuelle Anpassungen an Ihre Hör-Bedürfnisse.

Apr 4, 20224 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 2

Esther Rois-Merz erklärt ein tolles Gerät, den Klangfinder, der wie ein technischer Kopf aussieht. Diesen verwendet sie für Hörkorrekturen.

Apr 4, 20224 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 6

Audienz bietet ein individuelles Hörtraining an.

Apr 4, 20221 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 1

Seit zwei Jahrzehnten ist Ester Rois-Merz beruflich im Bereich der Hörakustik in der französisch-sprechenden Schweiz sowie im Osten Österreichs tätig.

Apr 4, 20223 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 11

Seit zwei Jahren haben wir gelernt, mit der FFP2-Maske zu leben, aufgrund der Pandemie. Diese schützt vor Infektion in Innenräumen. Doch für Hörgeräteträger ist diese eine Herausforderung, denn oft verheddern sich die Bänder im Gestell einer Brille oder des Hörgeräts. Was kann man dagegen machen?

Apr 4, 20222 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 4

Eine, die nun einen Gehörschutz von audienz trägt und für die sich ihre Situation wesentlich dadurch verbessert hat, ist die Allroundmusikerin und Sängerin Katharina Gebauer.

Apr 4, 20225 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 7

Was tut dem Ohr gut?

Apr 4, 20224 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 3

Ester Rois-Merz ist studierte Tonmeisterin. Die passionierte Musikhörerin wolle, so sagt sie, hörtechnisch den besten Platz haben und der ist hinterm Mischpult. Diesen Platz beruflich inne hat der Tontechniker Marc Seim. Er ist froh, einen Gehörschutz von audienz zu tragen.

Apr 4, 20221 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 12

Beratungsgespräch von Esther Rois-Merz in ihrem Büro: Gerhard, ein Musiker, bekommt dabei Unterstützung von seiner Geige spielenden Frau.

Apr 4, 20226 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 5

Musikalische Hörberatung – ein Praxisbeispiel mit Esther Rois-Merz von audienz.

Apr 4, 20223 min

audienz – musikalische Hörberatung: Teil 10

Problematik Gehörverlust

Apr 4, 20224 min

Evangelium, 3. April 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 3. April 2022. Johannes 8,1-11 Wer kennt nicht die berühmten Worte Jesu im heutigen Evangelium? „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ Da steht sie, die Frau, die auf frischer Tat des Ehebruchs ertappt worden ist, und rings um sie die frommen Männer, die Gesetzeshüter und Moralapostel, die Schriftgelehrten und die Pharisäer, alle in anklagender Geste, mit verurteilenden Worten. Sie fordern von Jesus, dass auch er diese Frau verurteile. Sie tun es freilich nicht aus ehrlicher Absicht.

Apr 3, 20228 min

Theo Kelz

Ein Knall. Dann ist sein Augenlicht weg - und seine Hände. Der Unfall passiert am 24. August 1994. Als Polizist und ausgebildeter Sprengstoffsachkundiger wird Theo Kelz in eine Klagenfurter Volksschule gerufen - dort liegt eine verdächtige weiße Sporttasche, darin ein Plastikrohr mit einem Nagel. Als Theo Kelz den Fund mit Kollegen untersucht, kommt es zur nicht vorhersehbaren Explosion: Das Rohr ist eine Bombe des Attentäters Franz Fuchs. "Mir war sofort bewusst, meine Hände sind weg", sagt Theo Kelz. Heute liegen sie vor ihm auf dem Küchentisch. Denn im Jahr 2000 erhält der Kärntner die Hände eines Spenders, in der damals weltweit erst zweiten erfolgreichen beidseitigen Handtransplantation. Auch seine Sehkraft konnte gerettet werden. Über sein außergewöhnliches Schicksal, sein Durchhaltevermögen, über die Kraft der Vision und seinen starken Glauben spricht Theo Kelz. Und übers Aufgeben - das nie in Frage kam. Eine Sendung von Marlene Groihofer.

Apr 2, 20221h 0m

Bösendorfer Klaviermanufaktur: Mechanik

Besuch in der Bösendorfer Klaviermanufaktur. Seit 1828 besteht diese Wiener Klavierbautradition und seit 1973 wird in Wiener Neustadt produziert. Es führt uns Produktionsleiter Ferdinand Bräu durch die Manufaktur und erklärt uns, wie ein Bösendorfer-Flügel entsteht. Wir widmen uns der Mechanik.

Mar 29, 20222 min

Bösendorfer Klaviermanufaktur: Gussplatte

Besuch in der Bösendorfer Klaviermanufaktur. Seit 1828 besteht diese Wiener Klavierbautradition und seit 1973 wird in Wiener Neustadt produziert. Es führt uns Produktionsleiter Ferdinand Bräu durch die Manufaktur und erklärt uns, wie ein Bösendorfer-Flügel entsteht. Wir widmen uns der Gussplatte.

Mar 29, 20221 min

Bösendorfer Klaviermanufaktur: Holzverarbeitung

Besuch in der Bösendorfer Klaviermanufaktur. Seit 1828 besteht diese Wiener Klavierbautradition und seit 1973 wird in Wiener Neustadt produziert. Es führt uns Produktionsleiter Ferdinand Bräu durch die Manufaktur und erklärt uns, wie ein Bösendorfer-Flügel entsteht. Zu Beginn dreht sich alles um das Thema Holz.

Mar 29, 20221 min

Bösendorfer Klaviermanufaktur: Rastenbau

Besuch in der Bösendorfer Klaviermanufaktur. Seit 1828 besteht diese Wiener Klavierbautradition und seit 1973 wird in Wiener Neustadt produziert. Es führt uns Produktionsleiter Ferdinand Bräu durch die Manufaktur und erklärt uns, wie ein Bösendorfer-Flügel entsteht. Wir widmen uns dem Rastenbau.

Mar 29, 20221 min

Bösendorfer Klaviermanufaktur: Holz

Besuch in der Bösendorfer Klaviermanufaktur. Seit 1828 besteht diese Wiener Klavierbautradition und seit 1973 wird in Wiener Neustadt produziert. Es führt uns Produktionsleiter Ferdinand Bräu durch die Manufaktur und erklärt uns, wie ein Bösendorfer-Flügel entsteht. Zu Beginn dreht sich alles um das Thema Holz.

Mar 29, 20221 min

Aus dem Kulturforum Kiew

Im aktuellen Auslandskulturjournal kommt Ulf Hausbrandt zu Wort, der in den vergangenen Wochen an der ukrainisch-polnischen Grenze war. Er ist Leiter des Österreichischen Kulturforums in Kiew.

Mar 28, 20225 min

La Cage aux Folles

Gestern hatte an der Wiener Volksoper das Musical „La Cage aux Folles“ von Jerry Herman Premiere. Unser Musiktheaterliebhaber Richard Schmitz berichtet. „La Cage aux Folles“ kann man als Narrenkäfig übersetzen, der oft verwendete Titel „Ein Käfig voller Narren“ führt etwas in die Irre. Schließlich geht es um die Überwindung von Vorurteilen und um Toleranz. Das homosexuelle Paar George und Albin hat Jean-Michel, den Sohn von George aus einer früheren Beziehung, aufgezogen. Als sich dieser ausgerechnet in die Tochter eines politisch aktiven Schwulenhassers verliebt, kommt es zu Verwicklungen als die beiden Familien zum ersten Mal aufeinandertreffen. Zuletzt muss der sture Vater doch nachgeben und der Hochzeit seiner Tochter zustimmen. Melissa King inszeniert das zurückhaltend und das ist gut so. In einer Zeit in der LGBTIQ+ (das ist die Aufzählung von Minderheiten, die nicht heterosexuell ausgerichtet sind) heiß diskutiert wird, sollte das primitive Lachen über Schwulenwitze vorbei sein. Drew Sarich ist in Wien aus vielen Musicalproduktionen im Ronacher bekannt. Er spielt den Albin überzeugend, für seine Auftritte als Drag-Queen Zaza hat er erfolgreich bei seiner Frau das Gehen und Tanzen in Stöckelschuhen gelernt. Das Schwanken in seiner Liebe zu seinem Partner Albin und seinem Sohn Jean-Michel bewältigt Viktor Gernot mit Bravour. Seine feine Ironie, die ich an ihm so liebe, kann er in dieser Rolle leider nicht ausspielen. Oliver Liebl und Juliette Khalil sind das junge Paar. Die undankbare Rolle des politisch illiberalen Vaters spielt Hausherr Robert Meyer. Viele Pointen hat er da nicht. Das Ensemble der Wiener Volksoper singt und tanzt sich durch die tumultöse Handlung. Bühnenbild und Kostüme sind trashig und entsprechen so dem Gesamtbild. Das soll nicht heißen, dass sie auf den Müllhaufen gehören, sondern darauf hindeuten, dass die Wiederverwertung im Vordergrund steht. Das Orchester unter der Leitung von Lorenz C. Aichner bemüht sich um die schwungvolle aber wenig einfallsreiche Musik. Es war ein vergnüglicher Abend von hoher Professionalität, der auch zum Nachdenken anregt. Karl-Heinz Hackl und Frank Hoffmann haben sich seinerzeit viel „tuntiger“ verhalten und wären heute wohl peinlich. Für die herzlichen Lacher musste sich weder man noch frau nachher genieren. Das Premierenpublikum war begeistert. Wertnote: 8,7/10 Punkten

Mar 28, 20223 min

Martina Schloffer

Sie weiß, wie es sich anfühlt, in einem Kriegsgebiet aufzuwachen. Sie weiß, wie man sich zu verhalten hat, wenn geschossen wird. Und wo die Grenze liegt, zwischen der Hilfe für andere und dem Selbstschutz. Martina Schloffer arbeitet seit über 25 Jahren für das Österreichische Rote Kreuz. Ihren ersten internationalen Einsatz hatte sie im Kosovo-Krieg 1999. Nachhaltig und tiefgehend geprägt hat sie ihre Hilfs-Tätigkeit im Irak-Krieg 2003. Auch im Libanon und in Eritrea hat sie in Konfliktgebieten humanitäre Hilfe geleistet. Und immer wieder war Martina Schloffer auch im Krisenmanagement nach Naturkatastrophen tätig: in Haiti nach dem Erdbeben, nach dem Tsunami auf Sri Lanka oder dem Taifun auf den Philippinen. „Man stumpft nicht ab, im Gegenteil – heute geht mir jedes Einzelschicksal noch näher als in meinen Anfangsjahren.“ Heute ist Martina Schloffer stellvertretende Leiterin des Bereiches Einsatz und internationale Zusammenarbeit beim Österreichischen Roten Kreuz. Unermüdlich setzt sie auf ihren Glauben an das Gute – auch im Ukraine-Krieg: „Man darf angesichts der großen Probleme, die wir sehen, nicht verzweifeln. Jeder von uns kann im Kleinen einen Unterschied machen. Jeden Tag.“

Mar 27, 202225 min

Evangelium, 27. März 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 27. März 2022. Lukas 15, 1-32 Zweifellos ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn das schönste und berührendste Gleichnis Jesu. Es ist meisterhaft erzählt, spannend vom ersten bis zum letzten Wort. Die Geschichte ist bekannt: Der jüngere von zwei Söhnen fordert vom Vater die Auszahlung seines Erbteils. Der Vater gibt dieser eigentlich unverschämten Forderung nach und zahlt ihn aus. Bald hat der Sohn sein Erbteil in einem fernen Land verschleudert und gerät in große Not. Da besinnt er sich. Es ist noch keine echte Reue, sondern die praktische Überlegung: Zu Hause gibt es wenigstens etwas zu essen!

Mar 27, 202211 min

Drei komponierende Kaiser

In der März-Ausgabe präsentiert Martin Haselböck drei komponierende Habsburger-Kaiser: Ferdinand III., Leopold I. und Joseph I.

Mar 26, 20221h 0m

Simon Stone: Wozzeck

Gestern konnte an der Wiener Staatsoper Alban Bergs „Wozzeck“ ohne Probleme über die Bühne gehen. Mit Spannung wurde das Debüt von Christian Gerhaher in der Titelrolle erwartet. Der radio klassik Stephansdom Opernliebhaber Richard Schmitz berichtet. Simon Stone erklärt in seinem Interview im Programmheft Wozzeck eindeutig zum Frauenmörder. Da hat er georg Büchner und seine Intention nicht verstanden. Da geht es um die Frage der Verurteilung eines geistesgestörten Täters und um die Frage, ob er zurechnungsfähig gewesen sei. Georg Büchner hat ja eine jahrzehntelange Diskussion ausgelöst, die zu unserem heutigen humanen Strafrecht geführt hat. Für Simon Stone ist er lediglich ein „sonderbarer Mensch“, der uns täglich begegnen kann. Aus diesem Missverständnis muss Christian Gerhaher einen unbeholfenen Loser gestalten. Die Szenen des Wahnsinns werden nicht herausgearbeitet. Die Demütigungen sind bis auf die Doktorstelle kaum wahrnehmbar. Vor allem die verbalen werden von den Sängern kaum pointiert. Da muss man sich aufs Mitlesen konzentrieren. Großartig ist die Drehbühne von Bob Cousins. Da gibt es herrliche Ideen, etwa wenn das Gespräch zwischen Wozzek und Andres beim Anstellen im Arbeitsamt stattfindet. Oder wenn Doktor und Hauptmann Wozzeck in einem Fitnessstudio über den Seitensprung seiner Marie informieren. Stimmiger sind die Obdachlosen in der U-Bahnstation Simmering. Weniger schlüssig scheint, dass Marie und Wozzeck trotz ihrer Armut in einer 4-Zimmer Wohnung mit Bad, Kinderzimmer, Eiskasten und Wäschetrockner hausen. Die Armut besteht offenbar darin, dass sie keinen Fernseher haben. Auch warum Wozzecks Leiche in den Bühnenhimmel emporschwebt, bleibt unbegreiflich. Die Kostüme von Alice Babidge & Fauve Ryckebusch sind unauffällig. Nur in der Kneipenszene tragen alle Tierkostüme. Warum? Christian Gerhaher versucht mit seinen stimmlichen Mitteln und seiner Ausdrucksfähigkeit den Menschen Woyzeck zu gestalten. Das ist imponierend! Auch Anja Kampe singt die Marie mit vollem Einsatz, lässt aber kalt. Am ehesten gelingt noch die liebende Mutter. Jörg Schneider als Hauptmann flieht allzu oft ins Falsett. Dmitry Belosselsky sollte ebenfalls deutlicher akzentuieren. Sean Panikkar ist verlässlich, nicht mehr. An Max Lorenz in dieser Rolle an Karl Dönch oder Peter Klein in den anderen, darf man gar nicht denken. Die haben gewusst, dass sie einen Büchner-Text singen. Auch Philippe Jordan weiß um die Bedeutung dieser exemplarischen Oper und führt das Staatsopernorchester durch Dramatik und Lyrik. Bemerkenswerterweise wurde der durchaus freundliche Schlussapplaus durch Senken des schwarzen Vorhangs künstlich verkürzt. Die Inszenierung hat den Woyzeck von Georg Büchner missverstanden. Hat kaum provoziert und daher nur wenige Pfiffe geerntet. Zum Nachdenken über soziale Demütigung und Femizid hat sie nicht angeregt. Die Überführung in die Gegenwart ist für mich, Richard Schmitz, leider misslungen. Eine vergebene Chance für eine wichtige Wiener Oper. Wertnote: 7,8/10 Punkten

Mar 22, 20223 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 14

Im Künstlerzimmer mit Helmut Deutsch, Krassimira Stoyanova, Olga Scheps, Andrés Orozco-Estrada, Jan Nast und Markus Schirmer.

Mar 22, 20223 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 9

Der Musikhistoriker und Kulturmanager Michael Nemeth spricht über seinen Werdegang, seine Familie und prägende Erinnerungen.

Mar 22, 20224 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 11

Franz Harnoncourt-Unverzagt, ein Bruder des 2016 verstorbenen Nikolaus Harnoncourt, ist der Präsident des Musikvereins für Steiermark.

Mar 22, 20224 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 8

Der Musikhistoriker und Kulturmanager Michael Nemeth spricht über seinen Werdegang, seine Familie und prägende Erinnerungen.

Mar 22, 20225 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 4

Grigory Sokolov, Hubert von Goisern und Plácido Domingo: Konzerthöhepunkte in den nächsten Wochen.

Mar 22, 20223 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 15

Emmanuel Tjeknavorian ist in dieser Spielzeit Artist in Residence. Er trat erstmals 2017 im Stefaniensaal auf. Michael Nemeth erarbeitet diverse Projekte mit dem Musiker, der zusehends statt der Geige den Dirigierstab zur Hand nimmt.

Mar 22, 20228 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 3

Das Motto der Saison 2022/23, der mittlerweile 208. Spielzeit, lautet „Begegnungen“.

Mar 22, 20225 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 1

Michael Nemeth spricht über die Geschichte des Musikvereins für Steiermark, den prächtigen Stefaniensaal und seinen Aufgaben als Generalsekretär.

Mar 22, 20224 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 5

Grigory Sokolov, Hubert von Goisern und Plácido Domingo: Konzerthöhepunkte in den nächsten Wochen.

Mar 22, 20227 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 12

Im Künstlerzimmer mit Helmut Deutsch, Krassimira Stoyanova, Olga Scheps, Andrés Orozco-Estrada, Jan Nast und Markus Schirmer.

Mar 22, 20225 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 6

Grigory Sokolov, Hubert von Goisern und Plácido Domingo: Konzerthöhepunkte in den nächsten Wochen.

Mar 22, 20223 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 2

Das Motto der Saison 2022/23, der mittlerweile 208. Spielzeit, lautet „Begegnungen“.

Mar 22, 20224 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 7

Der Musikhistoriker und Kulturmanager Michael Nemeth spricht über seinen Werdegang, seine Familie und prägende Erinnerungen.

Mar 22, 20226 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 17

2700 Mitglieder zählt der Musikverein für Steiermark mittlerweile, die das Team rund um Michael Nemeth betreut. Antonia Pötsch ist Dramaturgin und zudem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Elisabeth Probst ist die Referentin des Generalsekretärs.

Mar 22, 20222 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 10

Michael Nemeth bewegt sich als Generalsekretär und künstlerischer Leiter des Musikvereins für Steiermark zwischen Tradition und Innovation.

Mar 22, 20227 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 13

Im Künstlerzimmer mit Helmut Deutsch, Krassimira Stoyanova, Olga Scheps, Andrés Orozco-Estrada, Jan Nast und Markus Schirmer.

Mar 22, 20222 min

Tradition und Innovation: Musikverein Graz – Teil 16

Emmanuel Tjeknavorian ist in dieser Spielzeit Artist in Residence. Er trat erstmals 2017 im Stefaniensaal auf. Michael Nemeth erarbeitet diverse Projekte mit dem Musiker, der zusehends statt der Geige den Dirigierstab zur Hand nimmt:

Mar 22, 20226 min

Aus der OeAD-Kooperationsstelle Lemberg

Im Auslandskulturjournal spricht diesmal der Andreas Wenninger. Er ist Attaché für Wissenschaft und Bildung der Österreichischen Botschaft in Kiew und leitet als Direktor die OeAD-Kooperationsstelle Lemberg. Hier hören Sie, wie Andreas Wenninger aus Lemberg nach Österreich gekommen ist.

Mar 21, 20224 min

Der ferne Klang in Prag

Die tschechisch-deutsche Initiative Musica non grata bemüht sich, eben diese wieder auf die Spielpläne zu bringen. Musica non grata, in der Vergangenheit unter anderem von den Nationalsozialisten unerwünschte Musik. Gestern hatte in diesem Zyklus am ehemals Neuen Deutschen Theater in Prag Franz Schrekers Oper „Der ferne Klang“ Premiere. Musikchefin Ursula Magnes hat sich mit dem Zug nach Prag aufgemacht und berichtet über den gestrigen Abend. Die Oper „Der ferne Klang“ von Franz Schreker ist eine Ikone der Musik des 20. Jahrhunderts. Ein Meilenstein am Weg in die Moderne. Die Uraufführung 1912 in Frankfurt/Main brachte Franz Schreker den internationalen Durchbruch. Seine erfolgreiche Berliner Karriere als Lehrer zahlreicher, heute prominenter Schüler, ist von den Nationalsozialisten unterbunden worden. Im schleichend totalitären System war Schreker unerwünscht. Eine schmerzliche Lücke, die erst ein in den 1970er-Jahren abgehaltener musikwissenschaftlicher Kongress in Graz, mit einer langsam einsetzenden Schreker-Renaissance schloss. Zuletzt gab es 2015 den „Fernen Klang“ an der Grazer Oper zu erleben. Am 20. Mai 1920 war es Alexander von Zemlinsky, der die Musik seines Freundes Franz Schreker „Zum Besten des Deutschen Theatervereins“ in Prag herausbrachte. Die aktuelle Fassung für die gestrige Premiere stammt vom jungen russischen Regisseur Timofey Kulyabin und dem Dramaturgen Ilya Kuharenko. Die drei Akte lassen mit zwei Pausen auch Zeit für genügend frische Luft. Der Inhalt der Oper „Der ferne Klang“, für die Franz Schreker wie für die meisten seiner Opern, das Libretto selbst verfasste, dreht sich um den Komponisten Fritz und seine Geliebte Grete. Er verlässt sie auf der Suche nach dem reinen, perfekten Klang. Gretes Vater wiederum verspielt Grete im Rausch an den Wirt. Sie flieht zutiefst gekränkt. Als berühmte Kurtisane begegnet Grete Jahre später Fritz erneut. Er wirbt mit einem Lied um sie. Als Fritz erkennt, was aus ihr geworden ist, wendet er sich mit Schrecken ab. Im 3. Akt fällt seine Oper „Die Harfe“ durch. Grete sucht ihn auf, doch ist es zu spät. Fritz stirbt aus Erschöpfung in ihren Armen. Regisseur Timofey Kulyabin lässt die Oper in einer modernen europäischen Stadt spielen. Fritz ist ein ambitionierter Kompositionsprofessor und Grete ein junges Mädchen, seine Studentin und Geliebte. Es geht dem Regisseur weniger um das Bild des Fernen Klanges als vielmehr um das Recht der Frau auf Selbstverwirklichung und das Recht ihre Talente zu leben. Franz Schrekers Musik ist so überbordend prall an Klängen, dass sie auch ohne Worte auskommen würde. So findet in der Musik statt, was sich auf der Bühne kaum als Erlebniszauber wiederfindet. Die Kluft zwischen dem Unbewussten des „Fernen Klanges“ und einer Geschichte der Geschlechter, die in ihren gesellschaftlichen Rollenbildern stecken, schließt sich nicht. Dafür sind Timofey Kulyabin keine entsprechenden Bilder eingefallen. Lediglich das stumme Double der Grete lässt etwas an innerer Bewegung aufkommen. Bis zum Schluss bleibt jegliches Geschehen auf Distanz: ob im Wirtshaus, im Dark-Room des Freudenhauses oder im Künstlerzimmer des Komponisten. Grete geht relativ ungerührt wieder weg. Wäre spannend zu sehen, wohin sie das Leben nach den Machenschaften des Vaters und Fritz wiederholter Ablehnung führt. Die Partien der Grete und des Fritz sind äußerst fordernd. Svetlana Akse

Mar 21, 20224 min

Evangelium, 20. März 2022

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 20. März 2022. Lukas 13, 1-9 Umkehr ist das Schlüsselwort, im heutigen Evangelium und in Jesu Botschaft überhaupt. Eigentlich müsste dieses Wort uns allen in den Ohren klingen. Es ist das Schlüsselwort unserer Zeit. Die bloße Vernunft sagt es uns und auch das Gespür, das Bauchgefühl. Ohne Umkehr sieht die Zukunft düster aus: Klimawandel, Wirtschaftskrise, Kriegsgefahr, bedrohliche Szenarien überall. Aber lässt sich der Lauf der Dinge noch umkehren? Geht nicht alles in Richtung eines großen Crashs, einer globalen Katastrophe? Was kann da die Mahnung Jesu ausrichten?

Mar 20, 20229 min

Irrelohe in Lyon

Gestern Abend hat die zweite Premiere des diesjährigen Opernfestivals in Lyon stattgefunden. Einer jener Opernabende, mit denen sich Michael Gmasz als Rezensent ein wenig schwergetan hat. Irrelohe, eine Oper von Franz Schreker aus den frühen 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, mit einer spannenden Geschichte, die Schreker selbst innerhalb weniger Tage zu Papier gebracht hat. Und einer saftigen Musik, die der Hollywood Ära jener Zeit auch alle Ehre gemacht hätte. Mehr dazu wieder frisch aus Lyon. Thema des diesjährigen Opernfestivals in Lyon ist ja Familiengeheimnisse, und auch in Irrelohe dreht es sich, wie schon bei Rigoletto, um einen Familienfluch. Dieser lastet nämlich auf den Männern des Adelsgeschlechts auf Schloss Irrelohe. Jeder Mann hat einmal den Drang eine Frau zu vergewaltigen, und zwar direkt nach deren Hochzeit. Quasi als vom Fluch auferlegtes Jus primae noctis… Heinrich allerdings kämpft, von Familiendämonen verfolgt, dagegen an, vertieft sich in Bücher und offenbar auch in die Pflanzenzucht. Mit Peter stellt sich allerdings ein weiterer Nachfahre heraus, der als Sohn der „ehemals feschen“ Lola aus einer früheren Vergewaltigung hervorgegangen ist. Dazu kommt Christobald der eigentliche Bräutigam Lolas, der nach der Vergewaltigung verschwunden ist und nun 30 Jahre später plötzlich wieder auftaucht. 30 Jahre, in denen er sich zum Feuerteufel entwickelt hhat, denn nur durch das Feuer sind Reinheit und Ordnung wieder zu erreichen. Und dann ist da noch die junge Förstertochter Eva, die unschudige Reine. Sie will, all den überlieferten Irreloher Geschichten zum Trotz Heinrich heiraten. Es ist eine vertrackte Geschichte, die damit endet, dass das Schloss in Flammen steht, als in irrer Lohe (!). An sich würde das, durch die kathartische Wirkung des Feuers den Weg für eine gemeinsame Zukunft Evas und Heinrichs ebnen, doch nimmt sich Eva überraschend das Leben und lässt so das, trotz aller Tragik erwartete, happy end nicht zu. Doch warum habe ich mir mit dem Opernabend schwergetan? Es liegt nicht an der Regie von David Bösch (bis auf den überraschenden Selbstmord Evas am Ende). Die Inszenierung ist düster, mit Dauernebel auf der Bühne, aber seine Personenführung ist gelungen, die Handlung wird, auch mithilfe von stummfilmartigen schwarzweiß Videoprojektionen, klar erzählt. Auf explizite Sex- und Gewaltdarstellungen verzichtet Bösch, auch wenn diese ob der Vergewaltigungsthematik naheliegen würden. Anders ist die Sache auf musikalischer Ebene. Altmeister Bernhard Kontarsky lässt sich von der saftigen und klanglich herausfordernden Partitur Schrekers zu sehr mitreißen. So groß sind manche Stimmen auf der Bühne nicht, dass sie auch nur annähernd eine Chance hätten, über den Graben zu kommen. Die Stimme von Lioba Braun als alte Lola z.B. trägt nicht mehr genug für eine solche Wucht an Orchestermusik. Auch unter den Männerstimmen sind einige für diese Art der Interpretation zu schwach. Positiv zu erwähnen ist allerdings Julian Orlishausen, der sowohl stimmlich als auch darstellerisch einen überzeugenden Peter gibt und der Tenor Tobias Hächler, der als gealterter „Draco Malfoy“ seinen Mann steht. Großer und strahlender Lichtblick des Abends ist aber die kanadische Sopranistin Ambur Braid, die als Förstertochter Eva in allen Belangen überzeugt. Sie hat eine große Stimme, die wir in Zukunft sicher des Öfteren hören werden. Eine erste Salome an ihrem Stammhaus in Frankfurt hat sie schon sehr erfolgreich abgeliefert. Im Großen und Ganzen ein Abend mit Längen, aber einer spätromantischen Musik, die gut und gerne, mit einigen Kürzungen, auch ohne die Gesangsstimmen auskommen würde. Dem Lyoner Publikum hats aber gefallen. (mg)

Mar 20, 20223 min

Frau Sonnenschein

Frau Sonnenschein nannte sich früher "Graue Maus". In Wirklichkeit heißt sie Daniela Brodesser, ist Mutter von vier Kindern und war viele Jahre von Armut betroffen. “Das Finanzielle ist das eine, aber was dir den Rest gibt, sind Vorwürfe und Beschämungen”, erzählt sie. Heute ist Daniela Brodesser mit Tausenden Menschen über Twitter vernetzt, viele sind Armutsbetroffene. Warum wir ihre Geschichten anhören sollten und warum wir einfach einmal fragen sollten: Was brauchst du?, darüber spricht Daniela Brodesser in den radio klassik Passionswegen, gestaltet von Stefanie Jeller. Eine Sendung im Rahmen des radio klassik Stephansdom "Frauenmonat März"

Mar 19, 202259 min

Nicht Groll, sondern Dankbarkeit

Das Leben stellt Josef Gruber immer wieder vor Situationen, die guten Grund zu Groll und Verbitterung geben würden. Was ihn trotz Burnout, Depression und dem Tod seines Sohnes dankbar sein lässt, erzählt er im Gespräch mit Veronika Bonelli.

Mar 19, 202245 min

Rigoletto in Lyon

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wurde gestern im französischen Lyon das Opernfestival 2022 eröffnet. Giuseppe Verdis Klassiker Rigoletto stand in einer zeitgenössischen Inszenierung des jungen Deutschen Regisseurs Axel Ranisch auf dem Programm. Michael Gmasz ist in Lyon und hat den gestrigen Opernabend mit Spannung miterfolgt. Familiengeheimnisse, das ist der Übertitel des diesjährigen Opernfestivals der Opéra de Lyon. Ein solches Familiengeheimnis birgt auch Verdis Rigoletto in sich. Wer ist Gildas Mutter und warum weigert sich ihr Vater Rigoletto so standhaft, über sie zu erzählen? Das ist auch die Frage, der der Regisseur Axel Ranisch auf den Grund zu gehen versucht. Er verlegt die Handlung kurzerhand vom historischen Mantua in eine Art Heute in seiner Heimat Ostberlin, Plattenbauten inkl. Bei den aktuellen Bildern, die wir im Kopf haben, könnte es aber auch Kiew sein … Außerdem sind Probleme in der Familie und Kriminalität immerhin zeitlos und nicht an bestimmte Orte gebunden. Um den Aspekt der Familiengeschichte näher zu beleuchten, fügt Ranisch eine Beobachterfigur hinzu. Einen Mann, der als größter Rigoletto Fan möglicherweise ein ähnliches Schicksal erlitten hat, wie Rigoletto selbst, doch ganz genau wird man das so nie erfahren. Sehr gelungen ist dabei der Beginn, bei dem der Beobachter eine Videokassette einer Rigolettoproduktion einlegt und so genau diesen Opernabend startet. Inkl. Vorspann mit Vorstellung der Künstler*innen. Doch geht die Geschichte auf? Versteht man auch so den Ablauf der tragischen Handlung, den Fluch, der auf Rigoletto lastet und der sich schließlich in der Ermordung seiner eigenen Tochter erfüllt? Im Großen und Ganzen Ja. Der Herzog ist ein Machotyp, evtl. Mafia, mit seinen Bodyguards und einer tanzbegeisterten Rockerbande als „Höflinge“, der alles und jede bekommt, die er will. Da ist es nur logisch, dass er auch Gilda, in Bomberjacke und skinny Jeans, erobert. Ihr Vatter Rigoletto wiederum wirkt abgehalftert, wird in dieser Inszenierung aber wirklich als der liebende Vater dargestellt, der er sicher gerne wäre. Das passt auch zur angesprochenen Begleitgeschichte mit dem stummen Zuschauer. Auch hier spielt die Vater-Tochter Beziehung eine große Rolle. Hier erfahren wir jedoch auch, dass die Mutter bei der Geburt verstorben ist und dass „der Zuschauer“ womöglich gar nicht der Vater des Mädchens ist. Könnte das evtl. auch bei Gilda und Rigoletto so sein? Das lässt Regisseur Axel Ranisch offen. Er wählt jedoch sowohl beim „Zuschauer“ Hugo als auch bei Gilda den Suizid als Todesursache. Warum Sparafucile hier plötzlich Skrupel hat und seinen Mordauftrag nicht ausführt, kommt nicht ganz heraus. Insgesamt jedoch ist seine Arbeit stringent, hin und wieder große Dragshow, aber dient der Erzählung und bringt bei aller Tragik sogar den einen oder anderen Lacher. Vereinzelte Buhs am Ende wurden mit Applaus übertönt. Großen Applaus hat es auch für das Sängerensemble gegeben – allen voran Dalibor Jenis, der hier einen verzweifelten, angsterfüllten, aber liebenden Rigoletto gibt. An seiner Seite Nina Minasyan als jugendliche Gilda, mit wendiger Stimme, herrlichem Pianissimo aber auch ausreichend Strahlkraft in der Höhe. Die ist dem Tenor Enea Scala als Herzog ein wenig abgegangen. Mit „Krawattltenor“ ist mir dabei ein Ausdruck meiner Kindheit wieder eingefallen. Überzeugend aber waren auch die weiteren tiefen Männerstimmen, vor allem Gianluca Buratto, der statt Stefan Cerny die Partie des Sparafucile gesungen hat. Cerny ist zwar mit mir im Flieger gewesen, steigt aber erst am Sonntag ins Geschehen ein. Hervorzuheben ist auf alle Fälle auch der Männerchor, der sowohl darstellerisch als auch musikalisch auf höchstem Niveau agiert. Dirigent Daniele Rustioni leitet die Produktion mit viel Überblick und sorgt immer für die richtige Balance. (mg)

Mar 19, 20223 min