
radio klassik Stephansdom - kurz & knackig
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Frau Sonnenschein
Frau Sonnenschein nannte sich früher "Graue Maus". In Wirklichkeit heißt sie Daniela Brodesser, ist Mutter von vier Kindern und war viele Jahre von Armut betroffen. “Das Finanzielle ist das eine, aber was dir den Rest gibt, sind Vorwürfe und Beschämungen”, erzählt sie. Heute ist Daniela Brodesser mit Tausenden Menschen über Twitter vernetzt, viele sind Armutsbetroffene. Warum wir ihre Geschichten anhören sollten und warum wir einfach einmal fragen sollten: Was brauchst du?, darüber spricht Daniela Brodesser in den radio klassik Passionswegen, gestaltet von Stefanie Jeller. Eine Sendung im Rahmen des radio klassik Stephansdom "Frauenmonat März"

Nicht Groll, sondern Dankbarkeit
Das Leben stellt Josef Gruber immer wieder vor Situationen, die guten Grund zu Groll und Verbitterung geben würden. Was ihn trotz Burnout, Depression und dem Tod seines Sohnes dankbar sein lässt, erzählt er im Gespräch mit Veronika Bonelli.

Rigoletto in Lyon
Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wurde gestern im französischen Lyon das Opernfestival 2022 eröffnet. Giuseppe Verdis Klassiker Rigoletto stand in einer zeitgenössischen Inszenierung des jungen Deutschen Regisseurs Axel Ranisch auf dem Programm. Michael Gmasz ist in Lyon und hat den gestrigen Opernabend mit Spannung miterfolgt. Familiengeheimnisse, das ist der Übertitel des diesjährigen Opernfestivals der Opéra de Lyon. Ein solches Familiengeheimnis birgt auch Verdis Rigoletto in sich. Wer ist Gildas Mutter und warum weigert sich ihr Vater Rigoletto so standhaft, über sie zu erzählen? Das ist auch die Frage, der der Regisseur Axel Ranisch auf den Grund zu gehen versucht. Er verlegt die Handlung kurzerhand vom historischen Mantua in eine Art Heute in seiner Heimat Ostberlin, Plattenbauten inkl. Bei den aktuellen Bildern, die wir im Kopf haben, könnte es aber auch Kiew sein … Außerdem sind Probleme in der Familie und Kriminalität immerhin zeitlos und nicht an bestimmte Orte gebunden. Um den Aspekt der Familiengeschichte näher zu beleuchten, fügt Ranisch eine Beobachterfigur hinzu. Einen Mann, der als größter Rigoletto Fan möglicherweise ein ähnliches Schicksal erlitten hat, wie Rigoletto selbst, doch ganz genau wird man das so nie erfahren. Sehr gelungen ist dabei der Beginn, bei dem der Beobachter eine Videokassette einer Rigolettoproduktion einlegt und so genau diesen Opernabend startet. Inkl. Vorspann mit Vorstellung der Künstler*innen. Doch geht die Geschichte auf? Versteht man auch so den Ablauf der tragischen Handlung, den Fluch, der auf Rigoletto lastet und der sich schließlich in der Ermordung seiner eigenen Tochter erfüllt? Im Großen und Ganzen Ja. Der Herzog ist ein Machotyp, evtl. Mafia, mit seinen Bodyguards und einer tanzbegeisterten Rockerbande als „Höflinge“, der alles und jede bekommt, die er will. Da ist es nur logisch, dass er auch Gilda, in Bomberjacke und skinny Jeans, erobert. Ihr Vatter Rigoletto wiederum wirkt abgehalftert, wird in dieser Inszenierung aber wirklich als der liebende Vater dargestellt, der er sicher gerne wäre. Das passt auch zur angesprochenen Begleitgeschichte mit dem stummen Zuschauer. Auch hier spielt die Vater-Tochter Beziehung eine große Rolle. Hier erfahren wir jedoch auch, dass die Mutter bei der Geburt verstorben ist und dass „der Zuschauer“ womöglich gar nicht der Vater des Mädchens ist. Könnte das evtl. auch bei Gilda und Rigoletto so sein? Das lässt Regisseur Axel Ranisch offen. Er wählt jedoch sowohl beim „Zuschauer“ Hugo als auch bei Gilda den Suizid als Todesursache. Warum Sparafucile hier plötzlich Skrupel hat und seinen Mordauftrag nicht ausführt, kommt nicht ganz heraus. Insgesamt jedoch ist seine Arbeit stringent, hin und wieder große Dragshow, aber dient der Erzählung und bringt bei aller Tragik sogar den einen oder anderen Lacher. Vereinzelte Buhs am Ende wurden mit Applaus übertönt. Großen Applaus hat es auch für das Sängerensemble gegeben – allen voran Dalibor Jenis, der hier einen verzweifelten, angsterfüllten, aber liebenden Rigoletto gibt. An seiner Seite Nina Minasyan als jugendliche Gilda, mit wendiger Stimme, herrlichem Pianissimo aber auch ausreichend Strahlkraft in der Höhe. Die ist dem Tenor Enea Scala als Herzog ein wenig abgegangen. Mit „Krawattltenor“ ist mir dabei ein Ausdruck meiner Kindheit wieder eingefallen. Überzeugend aber waren auch die weiteren tiefen Männerstimmen, vor allem Gianluca Buratto, der statt Stefan Cerny die Partie des Sparafucile gesungen hat. Cerny ist zwar mit mir im Flieger gewesen, steigt aber erst am Sonntag ins Geschehen ein. Hervorzuheben ist auf alle Fälle auch der Männerchor, der sowohl darstellerisch als auch musikalisch auf höchstem Niveau agiert. Dirigent Daniele Rustioni leitet die Produktion mit viel Überblick und sorgt immer für die richtige Balance. (mg)

Shelter For Artists
Zu Gast ist der langjährige Leiter des Österreichischen Kulturforums in Moskau, Simon Mraz. Er ist als profunder Kenner von Russland, Belarus und der Ukraine momentan mit einem Projekt beschäftigt, das ukrainische Künstlerinnen und Künstler unterstützt: Shelter For Artists, eine gemeinsame Initiative des Außenministeriums und des Kulturministeriums.

Birgit Denk
Die niederösterreichische Sängerin und Songwriterin ist für ihre nachdenklichen Texte und ihr Allroundtalent bekannt. In der Sendung von Stefan Hauser spricht Denk über ihre Kindheit, die Ausbildung zur Sozialpädagogin, Musik im Allgemeinen und ihr Engagement für die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung, bei der sie als „Köchin des Guten Lebens“ dabei ist.

Evangelium, 13. März 2022
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 13. März 2022. Lukas 9,28-36 Wer die Berge liebt, kann sich gut in das heutige Evangelium hineinversetzen. Jesus steigt mit dreien seiner Gefährten auf einen Berg. Der Aufstieg ist immer wieder ein eigenes Erlebnis, anstrengend, aber lohnend. Der Lärm des Tales, die Geschäftigkeit des Alltags bleiben zurück. Es wird stiller, die Sicht weitet sich. Das Glücksgefühl, auf dem Berg angekommen zu sein, kann man nicht vergessen.

Medien des Vatikan
In der aktuellen Ausgabe spricht Golli Marboe mit Gudrun Sailer von Vatican News in Rom und mit dem Leiter der Abteilung Kirche und Welt katholisch des ZDF mit Jürgen Erbacher.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 4
Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, über die Aktion Familienfasttag.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 3
Doris Schmidauer, die Frau von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ist der Aktion Familienfasttag sehr verbunden.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 7
Viele Frauen in ganz Österreich kochen die Fastensuppen. Auch Isabella mit ihren jungen Unterstützungsköchen Johannes und Felix ist mit dabei.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 8
Auch Suppenköchin Christine Vestiens-Meller lässt sich in den Topf blicken.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 10
Elisabeth Klatzer, feministische Ökonomin, tritt für Sorgearbeit im Zusammenhang mit Entwicklungszusammenarbeit ein und setzt sich für das Thema hierzulande ein.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 2
Auch die bekannte Wienerliedsängerin, Fernsehmoderatorin und Entertainerin Birgit Denk unterstützt die Aktion der Katholischen Frauenbewegung.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 9
Ein Schwerpunktprojekt der Aktion ist heuer eines auf den Philippinen, das die Sorgearbeit in den Mittelpunkt stellt.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 11
Bei der diesjährigen Aktion Familienfasttag steht die Carearbeit im Fokus. Welche Bedeutung Sorgearbeit in unserem Leben hat, erklärt Franziska Foissner, Referentin für Entwicklungspolitik und Bildungsarbeit.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 5
Clara Handler erzählt mehr über das Projekt AKKMA.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 6
Der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Anliegen der Frauen zuständig.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 12
Die Spenden, die bei dieser Aktion gesammelt werden, kommen Hilfsprojekten für Frauen auf mehreren Kontinenten zugute. Mehr dazu von Anna Raab, die stellvertretende Vorsitzende der kfb.

Frauen tragen Sorge überall auf der Welt – Aktion Familienfasttag 2022: Teil 1
Projektreferentin Clara Handler berichtet aus dem diesjährigen Schwerpunktland der Aktion, den Philippinen.

Neue Sendereihe!
Am 7. März startet eine neue Sendereihe. Im Auslandskulturjournal werden Woche für Woche in Stichworten Kulturprojekte vorgestellt, die vom Ministerium in den verschiedenen Ländern initiiert werden. Die aktuelle politische Situation rund um den Angriffskrieg gegen die Ukraine hat uns das Konzept über den Haufen werfen lassen. In zumindest den ersten vier Ausgaben beschäftigen wir uns ausschließlich mit der Ukraine und lassen Menschen zu Wort kommen, die die Situation aus erster Hand schildern können. Gast in der ersten Ausgabe: Shoura Zehetner-Hashemi. Sie ist im Österreichischen Außenministerium in der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten für die kulturelle Öffentlichkeitsarbeit zuständig und auch die Schnittstelle des Ministeriums zu radio klassik Stephansdom.

Maria Rauch-Kallat
Als Wirtshaustochter ist sie in Wien Währing aufgewachsen und hat im elterlichen Betrieb schon früh das Kopfrechnen erlernt. Die Gastwirtschaft aber hat sie nicht übernommen: 30 Jahre lang war Maria Rauch-Kallat Politikerin, unter anderem Bundesministerin für Umwelt, Jugend und Familie sowie für Gesundheit und Frauen. Davor war sie 16 Jahre lang als Lehrerin tätig. Und sie hat ein Stück Frauengeschichte in Österreich geschrieben: Mit den „Töchtern“ in der österreichischen Bundeshymne, mit der Etablierung des Doppelnamens, mit ihrem Einsatz dafür, dass auch Frauen zum Österreichischen Bundesheer gehen dürfen. Die frühe Erblindung ihrer Tochter hat sie politisiert, wachsam gemacht für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. „Ungerechtigkeit mag ich nicht“, sagt Maria Rauch-Kallat, deren großes Vorbild eine Heilige ist: Hildegard Burjan, die Gründerin der Caritas Socialis.

Evangelium, 6. März 2022
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 6. März 2022. Lukas 4, 1–13 Kein Mensch entgeht der Versuchung. Sie begleitet uns ein Leben lang. Und sie kommt in allen möglichen Gestalten daher. Die Fastenzeit war seit jeher die Zeit des Jahres, in der es um den Kampf mit den Versuchungen geht. Viele machen Fastenvorsätze. Meist halten sie nicht lange. Manche schaffen es, jedes Jahr ganz konsequent vom Aschermittwoch bis zum Ostersonntag ein Fastenopfer durchzuhalten, auf etwas zu verzichten, das ihnen lieb ist. Die Fastenregeln helfen dabei, wenn sie von vielen gemeinsam eingehalten werden.

Die Welt aus den Angeln
Die Shoah und die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Europa ist ein Teil der österreichischen Geschichte, ist Ruth Reiterer überzeugt. Und weiter: „Es ist unsere gemeinsame Geschichte. So bald in den Dörfern in Österreich neben den gefallenen Soldaten der Weltkriege auch die Namen der ermordeten Juden der Ortschaft stehen wird, ab da wird es aufhören, wie eine dunkle Wolke über dem Land zu hängen.“ Sie selbst hat irgendwann in ihrem Leben beschlossen, die Geschichte ihrer Familie, ihres Vaters Armin Weltmann aufzuarbeiten.

Ein Tag für den Steffl: Hannes-Mario Dejaco – Teil 1
Gespräch mit Hannes-Mario Dejaco, Geschäftsführer der Agentur MAGMAG und Organisator des Weihnachtsmarkts Stephansplatz

Ein Tag für den Steffl: Toni Faber
Gespräch mit Mag. Toni Faber, Dompfarrer von St. Stephan

Ein Tag für den Steffl: Hannes-Mario Dejaco – Teil 2
Gespräch mit Hannes-Mario Dejaco, Geschäftsführer der Agentur MAGMAG und Organisator des Weihnachtsmarkts Stephansplatz

Ein Tag für den Steffl: Erich Ehn – Teil 1
Gespräch mit Dr. Erich Ehn, Schriftführer des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Barbara Suchanek
Gespräch mit Mag. Barbara Suchanek, Generalsekretärin des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Wolfgang Zehetner
Gespräch mit Dipl. Ing. Wolfgang Zehetner, Dombaumeister von St. Stephan

Ein Tag für den Steffl: Günter Geyer – Teil 1
Gespräch mit Dr. Günter Geyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung und Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Paul Severin
Gespräch mit Paul Severin, Cartoonist und Gestalter des witzigen „Tschirp“-Kalenders mit Cartoons rund ums Thema Stephansdom

Ein Tag für den Steffl: Erich Ehn – Teil 2
Gespräch mit Dr. Erich Ehn, Schriftführer des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Christine Dornaus – Teil 1
Gespräch mit Dr. Christine Dornaus, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung

Ein Tag für den Steffl: Christine Dornaus – Teil 2
Gespräch mit Dr. Christine Dornaus, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung

Ein Tag für den Steffl: Wolfgang Feuchtmüller – Teil 1
Gespräch mit Dr. Wolfgang Feuchtmüller, Obmann-Stellvertreter und Kassier des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Markus Figl
Gespräch mit MMag. Markus Figl, Bezirksvorsteher des 1. Wiener Gemeindebezirkes

Ein Tag für den Steffl: Günter Geyer – Teil 3
Gespräch mit Dr. Günter Geyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung und Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Wolfgang Feuchtmüller – Teil 2
Gespräch mit Dr. Wolfgang Feuchtmüller, Obmann-Stellvertreter und Kassier des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Annemarie Fenzl – Teil 2
Gespräch mit Dr. Annemarie Fenzl, Stephansdom-Expertin und frühere Wiener Diözesanarchivarin

Ein Tag für den Steffl: Günter Geyer – Teil 2
Gespräch mit Dr. Günter Geyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung und Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“

Ein Tag für den Steffl: Annemarie Fenzl – Teil 1
Gespräch mit Dr. Annemarie Fenzl, Stephansdom-Expertin und frühere Wiener Diözesanarchivarin

Gerhard Tschugguel-Tramin
Über 30 Jahre lang war Gerhard Tschugguel-Tramin Generalsekretär der Katholischen Medien Akademie. Etliche Generationen von Journalistinnen und Journalisten hat er geprägt und geformt, darunter auch viele aus der Wortredaktion von „radio klassik Stephansdom“. Seine Bücherstube in Horn übergab er in andere Hände. Nun ist er im „Unruhe“-Stand, denn Gerhard Tschugguel-Tramin widmet sich nun dem Masterstudium „Religion-Kultur-Religiosität“. Und er hat Zeit nun viele Bücher zu lesen.

Evangelium, 27. Februar 2022
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 27. Februar 2022. Lukas 6,39-45 Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Dieses Wort Jesu ist zum Sprichwort geworden, wie so manche andere Worte Jesu. Im heutigen Evangelium sind es gleich vier weitere. Sie gehören längst zu unserem kulturellen Erbe. Offensichtlich haben sich Worte Jesu schon früh in das Gedächtnis der Menschen eingeprägt. Jesus war ein Meister des Wortes, der Sprache.

Mediensituation in Slowenien
In der aktuellen Folge befasst sich Golli Marboe und sein Team mit der Mediensituation in Slowenien.

Mediensituation in Albanien
Golli Marboe informiert in der aktuellen Ausgabe von Continent über die Mediensituation in Albanien.

"Historische" Mozartaufnahmen
In der zweiten Ausgabe stehen "alte" Mozart-Aufnahmen mit der Wiener Akademie unter Martin Haselböck im Mittelpunkt. Darunter (heute seltene) Aufnahmen mit Bernarda Fink und dem jungen Thomas Hampson. Ein Teil davon ist für das Mozartjahr 1991 entstanden.

Evangelium, 20. Februar 2022
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 20. Februar 2022. Lukas 6, 27-38 Es ist eine Steilvorlage, wie sie nicht steiler sein kann: „Liebt eure Feinde!“ Ist das nicht widernatürlich? Unsere Natur funktioniert doch ganz anders. Allen Lebewesen ist der Selbsterhaltungstrieb angeboren. Was immer mich bedroht, löst Angst und Abwehr aus. So ist es in der Tierwelt, selbst in der Welt der Pflanzen.

Abschied mit Jenůfa
Gestern fand im Theater an der Wien endlich die verschobene Premiere von Leoš Janáčeks Oper „Jenůfa“ statt. Der radio klassik Stephansdom Opernexperte Richard Schmitz berichtet. An diesem Abend war die Neugier zweifach gegeben. Einerseits war da die Frage: Wie gelingt Nina Stemme der Übergang ins Charakterfach ? Andererseits: Was bringt die Regie von Lotte de Beer? Sie wird ja ab Herbst die Geschicke der Wiener Volksoper leiten. Vorweg sei verraten: Das Publikum jubelte sowohl Nina Stemme als auch Lotte de Beer und ihrem Team ausgiebig zu. Das Theater an der Wien spielt die Brünner Fassung aus dem Jahr 1908. Das ist gut so. Unsere Hörgewohnheiten haben sich geändert. Wir brauchen keine romantisch-harmonische Glättung mehr. „Jenůfa“ ist nicht zu Unrecht eine Tschechische Nationaloper, auch wenn sie eigentlich Mährisch ist. Aber diese Unterscheidung ist ohnehin verloren gegangen. Diese Oper ist eine der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Das brachten das RSO Wien und der Arnold Schoenberg Chor prächtig zur Geltung. Dirigent Marc Albrecht hat Janáčeks Musik dramatisch und sensibel interpretiert. Die Feinheiten der Instrumentierung, das Violinsolo und die Bläser-Attacken wurden genau herausmodelliert. Nina Stemme hat den schwierigen Charakter der Kostolnička, der Küsterin, mit vollem stimmlichen Einsatz gestaltet. Das war wirklich ein gelungener Übergang in das Charakterfach. Die Küsterin diesmal nicht als Altersrollle. Erfreulicherweise wird Nina Stemme aber auch weiterhin in ihrem angestammten Repertoire zu hören sein. Svetlana Aksenova bestand neben dieser Urgewalt bravourös. Ihre Jenůfa zeigt die Entwicklung von der leichtlebigen jungen Frau zu einer gereiften Liebenden. Den beiden Liebhabern macht es Janáček nicht leicht. Sie haben kaum Gelegenheit zu stimmlicher Bravour. Pavol Breslik ist der überhebliche, egoistische Števa und Pavel Černoch der anfangs unterdrückte brutale, am Ende hingebend liebender Laca. Großmutter Stařenka war bei Hanna Schwarz gut aufgehoben. Das übrige Ensemble war bestens disponiert. Da gab es keine Schwachstelle. Doch nun zur Regie von Lotte de Beer. Sie stellt das Stück in eine Rahmenhandlung. Die Küsterin träumt im Gefängnis die Handlung. Spätestens am Schluss der Oper wird dieser Trick zum Ereignis. Jenůfa verzeiht ihrer Stiefmutter den Kindesmord bei einem Besuch im Gefängnis. Auch das Erwachen der Liebe zu Laca danach wirkt viel logischer und nachvollziehbarer. Bisher war man immer etwas überrumpelt von diesen Entschlüssen vor versammelter Hochzeitsgesellschaft. Das wirkte immer aufgesetzt. Diese Inszenierung ist ein schönes Versprechen für die Volksoper und ein gelungener Abschied vom Theater an der Wien, bevor es renoviert wird. Wertnote: 9,0/10 Punkten

Stallerhof
Walter Kobéra brachte an der Neuen Oper Wien gestern Gerd Kührs Oper „Stallerhof“ heraus. Bei diesem zeitgenössischen Werk war radio klassik Stephansdom Opernexperte Richard Schmitz selbstverständlich dabei. Der junge österreichische Komponist Gerd Kühr wurde von seinem Lehrer Hans Werner Henze auf das Theaterstück „Stallerhof“ von Franz Xaver Kroetz aufmerksam gemacht. Kroetz hat auch das Libretto geschrieben, das dem Theaterstück folgt. Es geht um das Schicksal eines halbblinden, geistig behinderten Mädchen, das von seinen Eltern unterdrückt und schikaniert wird. Vom alternden Knecht geschwängert, wird sie am Ende doch erwachsen und einigermaßen selbstbewusst. Die Präsentation der Neuen Oper Wien löst das Werk aus der bäuerlichen Umgebung und erreicht damit eine frappierende Allgemeingültigkeit. Dass geistig behinderte Mädchen vergewaltigt werden, ist leider traurige Realität. Shira Szabady imponiert bei ihrem Debüt als Regisseurin durch gekonnte Personenführung und emotionaler Durchdringung des Dramas. Nikolaus Webern hat in das Semperdepot ein praktikables Stufensujet gebaut. Ob die spiegelgleiche Zuschauertribüne auch von ihm geplant wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Das pausenlose Geschehen kann reibungslos ablaufen. Musikalisch beginnt Gerd Kühr eher deklamatorisch, steigert sich aber bis zum erschütternden Schluss zu eigenständiger Tonsprache. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten lauscht man gebannt der Musik. Daran hat auch Ekaterina Protsenko als Mädchen Beppi großen Anteil. Von der Leseschwäche am Anfang über das Erwachen sexueller Empfindungen bis hin zu Zweifel an Liebe und Treue erscheint alles glaubwürdig. Ihr Kinderliedsolo bekommt diesbezüglich eine innere Bedeutung. James Tolksdorf ist in dieser Inszenierung kein grober Knecht, er darf zeitweise auch durchaus liebevoll sein. Für jemanden, der spätestens in fünf Jahren in Pension gehen will, ist er allerdings noch sehr jung. Man merkt, dass er schon viele größere Rollen gesungen hat. Die Stimme ist schön und markant. Franz Gürtelschmied charakterisiert den Vater Staller gekonnt. Tiefer dringt Anna Clare Hauf in die Rolle der Mutter ein. Wie sie es doch nicht übers Herz bringt ihr Enkelkind abzutreiben, ist großes Theater. Die Szenen werden immer wieder durch ein Frauenterzett unterbrochen, die die Härte des sechsten Gebots in der Lutherübersetzung in Erinnerung rufen. Hier verwendet Gerd Kühr auch kirchentonale Anklänge. Ekaterina Krasko, Hannah Fheodoroff und Elisabeth Kirchner genügen allen Ansprüchen der hohen Tessitura. Dass Walter Kobéra und das amadeus ensemble wien verlässlich zum Erfolg beisteuern, ist schon fast selbstverständlich. Das Publikum freute sich über die Wiederentdeckung einer modernen Oper und feierte auch den Komponisten. Wertnote: 7,8/10 Punkten Nach der Premiere durfte Walter Kobéra den bedeutenden Preis der Deutschen Theaterverlage in Empfang nehmen. Die Laudatio war gut recherchiert und zeigte fast alle Verdienste des Intendanten, wurde aber ohne Emotion leider nur abgelesen und geriet zu lang. Kobéra hätte sich Besseres verdient.

Trixi Schuba
1972 holte sie die einzige Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen im japanischen Sapporo. In den Lebenswegen spricht sie über ihre olympischen Erfahrungen. Schuba war in der Pflicht des Eiskunstlaufs so überlegen, dass danach das Reglement geändert wurde. In der Sendung von Stefan Hauser kommt sie auch auf Entbehrungen für ihre Karriere zu sprechen.