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Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

1,630 episodes — Page 24 of 33

Ep 484US-Inflation sorgt für Zoff zwischen Biden & den Megabossen: Wer ist Schuld?

Die Inflation in den USA ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und Politik und Wirtschaft geben sich gegenseitig die Schuld daran. Wer hat recht? Und was bedeutet die hohe Teuerung für die Weltwirtschaft? Mit 8,3 Prozent ist die Inflation in den USA so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das sorgt für Unmut - in der Bevölkerung, genauso wie in der Politik und im Wirtschaftswesen. Und niemand will sich so recht die Schuld für die Teuerung in die Schuhe schieben lassen. Zwischen der US-Regierung und den großen Konzernbossen des Landes herrscht deshalb jetzt Zoff. Jüngst hat US-Präsident Joe Biden die vermögendsten Unternehmen der USA dazu aufgefordert, sich am Kampf gegen die Inflation zu beteiligen. Das sorgte bei den CEOs des Landes für Entrüstung. Amazon-Gründer Jeff Bezos gab im Gegenzug den Stimulus-Programmen der Regierung die Schuld an der Inflation. Auch Tesla-Chef Elon Musk nahm Bidens Regierung in die Pflicht. Der Präsident und die US-Senatorin Elizabeth Warren wiederum konterten mit dem Vorwurf, die Wirtschaft habe die Preise künstlich nach oben getrieben. Wer trägt nun die Schuld an der hohen Inflation in Amerika? Die Wirtschaft? Die Politik? Und lässt sich diese Frage überhaupt so einfach beantworten? Darüber spricht Host Lena Jesberg in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit dem USA-Experten und Buchautoren Josef Braml. Auch die jüngsten Forderungen der US-Handelskammer, mit Zollsenkungen gegen die Inflation vorzugehen, sind dabei Thema. Keine Gute Idee aus Sicht von Joe Biden, denkt USA-Experte Josef Braml: „Wenn er versuchen würden, die Zölle zurückzuschrauben, wäre Donald Trump wohl schnell wieder im Weißen Haus.“ Unabhängig davon ist für Josef Braml klar: „Der amerikanische Wirtschaftstanker ist alles andere als in sicheren Gewässern.“ Der Experte rechnet nicht damit, dass die Inflation in Amerika zeitnah wieder sinkt. Und er erwartet verheerende Folgen für die Aktienmärkte, prognostiziert sogar einen völligen Zusammenbruch dieser. „Wer jetzt noch in Aktien investiert ist, dem rate ich, rauszugehen“, sagt Braml. Und weiter: „Warten Sie bis der Crash erfolgt ist und gehen Sie dann wieder rein!“ *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Jun 8, 202231 min

Ep 483Eisige Stimmung bei Bitcoin und Co. – Ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt?

Seit Wochen stagnieren die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Eine Chance für Anleger? Oder ein Grund mehr, lieber die Finger vom Kryptomarkt zu lassen? Kurzzeitig sah es am Montag so aus, als ginge es wieder nach oben mit dem Bitcoinkurs. Aber eben nur kurzzeitig: Nach einem kurzen Ausflug in Richtung der 32.000-Dollar-Marke kehrte die Kryptowährung schnell wieder in ihre zuletzt gewohnte Handelsspanne um 30.000 Dollar zurück. Am Dienstagnachmittag notierte sie schließlich bei rund 29.500 Dollar. Von ihrem Allzeithoch von mehr als 69.000 Dollar bleibt die älteste und wichtigste Kryptowährung weiterhin weit entfernt. Experten sprechen inzwischen schon von einem „Kryptowinter“. Auch deshalb, weil nicht nur die älteste und wichtigste Kryptowährung seit Wochen auf niedrigem Niveau stagniert: Auch andere Kryptowährungen wie Solana, Ethereum (Ether) und Cardano erleben derzeit stockende Kurse. Und die Crashs des Kryptoprojekts Terra und des Luna-Coins im Mai haben die Unsicherheit am Markt der digitalen Cyberdevisen jüngst weiter verstärkt. All das sei „sehr ungewöhnlich“, sagt Handelsblatt-Finanzredakteur Andreas Neuhaus. Normalerweise erhole sich zumindest der Bitcoinkurs schnell wieder von einem Tief. Derzeit aber bleibe diese Erholung aus. Sollten Anleger das als Warnsignal deuten? Oder ist womöglich genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um in den Kryptomarkt einzusteigen? Im „Tech-Deep Dive“ bei „Handelsblatt Today“ erörtern Finanzredakteur Andreas Neuhaus, New York-Korrespondentin Astrid Dörner und Host Sonja Schlacht die neuesten Wendungen am Kryptomarkt. Und sie zeigen auf, mit welchen Risiken allzu optimistische Anlegerinnen und Anleger jetzt bei einem Einstieg in den Kryptomarkt rechnen müssen. Dabei erinnern die Experten des Handelsblatts auch an einen anderen „Kryptowinter“: Bereits 2018 hat der Bitcoin eine vergleichbare Eiszeit erlebt, nachdem die große Hype-Blase geplatzt war. Damals stürzte der Kurs der Kryptowährung um fast 80 Prozent ab. Allerdings: „Man darf nicht vergessen, wie gut sich der Markt danach wieder entwickelt hat“, gibt Dörner zu bedenken. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Jun 7, 202230 min

Ep 482Drei Anlagestrategien für unsichere Zeiten

In einem Umfeld steigender Preise und Zinsen ist eine gute Anlagestrategie wichtig. Aktienanalyst Ulf Sommer beschreibt drei Wege, um das Geld vor dem Wertverfall zu schützen. Die Inflation in Deutschland ist im Mai auf 7,9 Prozent gestiegen. Um diesem Preisanstieg bei der Geldanlage entgegenwirken zu können und den Wert ihres Geldes zu erhalten, müssen Anlegerinnen und Anleger derzeit mindestens 7,9 Prozent jährliche Rendite erzielen. Ein vielversprechender Renditebringer waren lange Zeit Aktien. Doch steigende Preise und Zinsen drücken die Kurse. Im Podcast Handelsblatt Today Extended erklärt Aktienanalyst Ulf Sommer, warum Aktien mit der richtigen Strategie trotz allem die beste Assetklasse sind, um Kapital vor der Inflation zu schützen. Drei Methoden stellt Sommer in der aktuellen Folge vor. Zum einen können Anlegerinnen und Anleger auf günstige Börsenindizes setzen, die in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit steigen werden. „Ich empfehle jedoch, nicht kürzer als drei Jahre mit dieser Strategie anzulegen“, erklärt Sommer. Der langfristige Anlagehorizont sollte auch bei der Auswahl der Indizes beachtet werden: Themen-ETFs führen laut Sommer möglicherweise zu Problemen. Sie bilden oftmals vorübergehende Moden ab, laufen somit also Gefahr, stark abzustürzen, wenn der Hype vorübergeht. Die zweite Strategie konzentriert sich auf Unternehmen, die Dividenden ausschütten. Die Auszahlung an die Aktionäre ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen gewinnbringend gewirtschaftet hat. Das wichtigste Auswahlkriterium hierbei ist laut Sommer die Regelmäßigkeit. Die Dividendenrendite allein sei hingegen kein zuverlässiges Indiz bei der Aktienauswahl. Auch in Wachstumsaktien erkennt Sommer Potenzial für Anleger: „Aktien, die überdurchschnittlich stark steigen, wachsen anschließend in ihre hohen Bewertungen rein und liefern Gewinne“, sagt der Aktienanalyst. Diese Strategie sei somit weniger risikoreich, als sie zunächst scheint. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

Jun 5, 202223 min

Ep 481Schuldenfrei durch eine App: Wie das Start-up „Fabit“ gesundes Finanzverhalten fördern will

Star-Investorin Verena Pausder plant in das junge Unternehmen zu investieren. Über die Vision von Fabit und das Schuldenproblem in Deutschland. Rund 6,16 Millionen Deutsche sind laut dem Schuldneratlas aktuell überschuldet. Konkret heißt das: 8,86 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind nicht mehr in der Lage laufende Rechnungen zu begleichen. Der Hauptgrund ist nach einer Analyse des Statistischen Bundesamtes nach wie vor die Arbeitslosigkeit. Doch während der Corona-Pandemie hat sich bei vielen Verbrauchern auch ein Nachholbedarf in Sachen Konsum entwickelt. Immerhin 36 Prozent gaben bei einer Umfrage an in den nächsten Monaten mit Hilfe von Krediten Anschaffungen für den Haushalt zu tätigen. Seitdem es bei vielen Finanzdienstleistern möglich ist seine Rechnungen verzögert zu bezahlen, ist das auch kein Problem mehr. Die Shopping-Philosophie „buy now, pay later“ greift besonders bei jungen Menschen in Deutschland immer stärker. Dass sie sich finanziell übernommen haben, bemerken viele Menschen erst dann, wenn die ersten Mahnungen bereits im Briefkasten gelandet sind. Doch wie können sich Überschuldete aus der finanziellen Notlage wieder befreien? Verena Pausder gehört zu einer der bekanntesten Investorinnen Deutschlands. Sie ist vor kurzem auf die App Fabit aufmerksam geworden, die dabei helfen soll private Finanzen besser planen zu können. Pausder hat das Geschäftsmodell überzeugt, weshalb sie plant in das Start-Up zu investieren. In der heutigen Folge Handelsblatt Today spricht sie mit Host Mary-Ann Abdelaziz-Ditzow darüber, was genau die Idee von Fabit ist und wie auch Privatanleger in Start-Ups investieren können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Jun 3, 202225 min

Ep 480Wechsel im Dax: Das sind die Auf- und Abstiegskandidaten / Was Sie zur Energiewende wissen sollten

Die Deutsche Börse verkündet am Freitagabend die neue Zusammensetzung von Dax, MDax und SDax. Welche Unternehmen auf- und absteigen könnten – und was der Wechsel für Anleger bedeutet. Die Deutsche Börse überprüft regelmäßig die Zusammensetzung der Dax-Indizes. Am Freitagabend nach 22 Uhr steht erneut fest, welche Unternehmen ihren Rang halten können und welche zwischen SDax, MDax und Dax wechseln. Zuverlässige Prognosen gibt es bereits jetzt. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall etwa verzeichnet aufgrund des Kriegs ein höheres Auftragsvolumen. Das ebnet den Weg in den Dax 40. „Auch eine Rückkehr des Hamburger Konsumgüterherstellers Beiersdorf in den Dax ist sehr wahrscheinlich, da bekannte Marken in unsicheren Zeiten eher gefragt sind“, erklärt Finanzredakteurin Susanne Schier im Podcast Handelsblatt Today. Beiersdorf setzt damit seine Reihe als Wackelkandidat fort. Erst im März 2021 ist das Unternehmen aus dem Dax geflogen, im Oktober dann wieder aufgestiegen, ehe es im März 2022 erneut weichen musste. Für aufsteigende Unternehmen Platz machen muss voraussichtlich der Nahrungsmittellieferant Delivery Hero. Aus Sicht der Aktionäre sei ein Aufstieg in die erste Börsenliga langfristig positiv zu bewerten, so die Handelsblatt-Expertin. Dax-Unternehmen erhielten mehr Aufmerksamkeit durch Analysten und internationale Investoren. Da die Aufsteiger meist jedoch einen relativ kleinen Anteil am Gesamtindex haben, sind die Rotationen für die Kursentwicklung laut Schier nicht übermäßig relevant. Außerdem: Bereits 2026 könnte die globale Durchschnittstemperatur 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Davon geht die Weltwetterorganisation WMO aus. Ein Temperaturanstieg in dieser Höhe birgt ernste Folgen für Mensch und Natur. Klimaforschende und Aktivisten deklarieren die 1,5-Grad-Marke daher oft als Obergrenze des allgemeinen Temperaturanstiegs. Um diese Grenze nicht zu überschreiten, muss Deutschland eine sinnhafte Energiewende schaffen. Im Freitag erscheinenden Wochenendtitel gibt das Handelsblatt Antworten auf 30 Fragen rund um die Energiewende. Im Podcast erklärt Handelsblatt-Redakteurin Catiana Krapp, wie Verbraucher jetzt bereits einen eigenen Beitrag leisten könnten. Der Host der Sendung ist Lena Jesberg. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Jun 2, 202229 min

Ep 479Diese Anlageklasse lohnt sich am meisten / Russlands Revanche: Was bringt das Teil-Ölembargo?

Die Weltwirtschaft ist so fragil wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Mit welchen Strategien Anleger jetzt ihr Geld retten können. Die Inflation in Deutschland ist im Mai auf 7,9 Prozent gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt am Montag mitgeteilt. So hoch war die Inflationsrate zuletzt bei der Ölkrise im Jahr 1973. Zahlen wie diese setzen der Weltkonjunktur zu und schüren Rezessionsängste. Um dem entgegenzuwirken, hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve bereits vor einigen Wochen den Leitzins erhöht – zum ersten Mal seit knapp zwei Jahrzehnten. Die Europäische Zentralbank möchte in diesem Sommer nachziehen. Das macht es für Aktionäre immer schwerer, Gewinne zu erzielen. Steigende Zinsen und eine hohe Inflationsrate beeinflussen Aktienkurse negativ. Um die Kaufkraft ihres Geldes zu bewahren, müssen Anleger derzeit jedoch mindestens eine jährliche Rendite von 7,9 Prozent erzielen. Sind Aktien in einem solchen Marktumfeld also überhaupt noch das beste Mittel, oder gibt es vielversprechendere Alternativen? Aktienanalyst Ulf Sommer spricht in der heutigen Folge von Handelsblatt Today mit Lena Jesberg über Anlagestrategien, die bestmöglich durch die Krise helfen. Außerdem: Bis Jahresende will die Europäische Union 90 Prozent der russischen Ölimporte einstellen. Damit steht im sechsten Sanktionspaket gegen Russland zwar das gewünschte Embargo. Das gilt allerdings nur für Öl über den Seeweg. Zu Wochenbeginn haben sich die 27 EU-Staaten beim Sondergipfel in Brüssel auf diesen Kompromiss geeinigt. Ein Kompromiss, der vor allem Ungarn zugutekommt. Aufgrund der starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen hatte sich der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán erfolgreich gegen ein vollständiges Einfuhrverbot ausgesprochen. Das Land darf auf dem Landweg über die Druschba-Pipeline also weiterhin russisches Öl beziehen. Wie wirksam die Sanktion damit überhaupt noch ist und wie Russland womöglich reagiert, erklärt Brüssel-Korrespondent Christoph Herwartz. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Jun 1, 202232 min

Ep 478Tech-Aktien erholen sich: Lohnt sich der Einstieg jetzt für Anleger?

In den letzten Monaten haben Tech-Aktien an den Börsen große Verluste eingefahren – bis jetzt: Apple, Alphabet und Co. erleben an der Wall Street ein Comeback. Eine kurzfristige Erholung oder das Ende der Bärenmarktrally? Während Tech-Aktien wie Apple, Microsoft und Alphabet bis vergangenen Dienstag eine regelrechte Talfahrt erlebt hatten, scheinen sich die Werte jetzt wieder stabil nach oben zu entwickeln: Seit ein paar Tagen erleben Tech-Aktienkurse wieder einen positiven Verlauf. Und das, obwohl die wesentlichen Belastungsfaktoren wie der Ukrainekrieg, die hohe Inflation und die Spannungen mit China geblieben sind. „Tatsächlich sind alle ein wenig verwundert, aber es ist eine willkommene Abwechslung nach nahezu zwei Monaten Verlusten“, sagt New-York-Korrespondentin Astrid Dörner im Podcast Handelsblatt Today. Zusammen mit Host Mary Abdelaziz-Ditzow und Finanzredakteur Andreas Neuhaus analysiert sie im zweiten Teil der neuen Podcast-Rubrik „Tech-Aktien Deep Dive“ die neuesten Wendungen in der Aktien-Branche. „Kurzfristig haben wir den Boden erreicht, langfristig ist dies schwer einzuschätzen, solange der Ukrainekrieg nicht endlich vorbei ist“, sagt Neuhaus. Dörner sieht den aktuellen Markt hingegen als Bärenmarktrally mit einer kurzen Phase der Erholung: „Anders als Deutschland sind die USA keine Exportnation. Was mir deshalb Sorgen bereitet, ist der amerikanische Konsument, dem es zurzeit nicht sonderlich gut geht“, begründet die New-York-Korrespondentin die Einschätzung. Auch Starinvestor Michael Burry, der auf seinem Twitter-Kanal „Cassandra B.C.“ seine Prognosen teilt, hat die jüngsten ökonomischen Daten untersucht und von dort seine Prognosen abgeleitet: Amerikaner tendieren derzeit dazu, mehr Geld auf die Kreditkarte zu laden, um die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten zu decken. Langfristig gehen die amerikanischen Verbraucher an ihr Erspartes, können also die hohen Preise auf Dauer nicht von allein schultern. „Burry lag schon oft mit seinen Prognosen richtig, ist aber tendenziell schon immer sehr früh dran, diese zu stellen. Schon im Mai 2020 warnte er vor einer großen Korrektur, woraufhin die Aktien erstmal kräftig angestiegen sind“, sagt Neuhaus. Während Burry Apple-Aktien shortet, nutzte das „Orakel von Omaha“, Warren Buffett, beispielsweise die Gelegenheit, während der fallenden Apple-Aktienkurse mit der eigenen Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway für 600 Millionen Dollar nachzukaufen. „Bei Big Tech lässt sich derzeit kein richtiger Trend ablesen. Das zeigt einmal mehr, wie kompliziert die Märkte sein können, wenn man keine klare Marktmeinung herauslesen kann“, so Neuhaus. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 31, 202230 min

Ep 477Shortseller-Attacke auf Tesla, Rivian und Lucid / Affenpocken: Neuer Hype um Impfstoff-Hersteller?

Die großen E-Auto-Hersteller verzeichnen seit Jahresbeginn kräftige Verluste. Davon profitieren jedoch Anleger, die auf fallende Kurse wetten. Mit welchen Risiken das verbunden ist. Es sind bittere Nachrichten für alle, die in die E-Auto-Branche investiert sind: Hersteller von elektrisch betriebenen Fahrzeugen verlieren seit Anfang des Jahres massiv an Wert. Tesla beispielsweise fuhr vergangenen Oktober noch Rekordwerte von über 1000 Dollar ein, seit Januar aber ist der Kurs um 40 Prozent gefallen. Damit steht das Unternehmen von Elon Musk noch verhältnismäßig gut dar: Denn Konkurrent Lucid hat über 60 Prozent verloren, der E-Pickup-Hersteller Rivian sogar ganze 74 Prozent. Die einzigen, die aktuell am Crash der E-Auto-Branche verdienen, sind sogenannte Shortseller – also Anleger, die auf fallende Kurse wetten. Womit der Abstieg der E-Auto-Hersteller zusammenhängt, wie Shortseller vom Kurssturz profitieren und welche Risiken mit dieser Anlagetechnik verbunden sind: Darüber spricht Handelsblatt Today-Host Agatha Kremplewski mit US-Korrespondent Felix Holtermann. Holtermann erklärt außerdem, welche Bedeutung der Börsencrash für die E-Mobilitäts-Branche hat und ob das die Entwicklung der E-Autos zum Massenprodukt hemmen wird. Außerdem: Impfstoffe gegen Affenpocken sind momentan besonders gefragt. Das beschert den Herstellern teilweise heftige Kursgewinne: Das Biotech-Unternehmen Bavarian Nordic beispielsweise gewann jüngst bis zu 80 Prozent. Experten schätzen das Ausmaß der Infektionskrankheit zwar noch als gering ein – trotzdem scheinen einige Anleger nun auf die Impfstoffhersteller zu setzen. Lohnt es sich, hier mit einzusteigen? Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMCMarkets erklärt in der heutigen Folge, was dran ist an dem Hype um die Hersteller von Affenpocken-Impfstoff. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 30, 202229 min

Ep 476Lebensmittelpreise steigen - wer kann die Kosten noch tragen? / Davos, das Treffen der Ratlosen

Experten haben auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos über Lösungen gegen eine global drohende Nahrungsmittelkrise diskutiert. Welche Erkenntnisse sie gewonnen haben. Die Lebensmittelpreise sind auf Rekordniveau. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Teuerung in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt bei 8,6 Prozent. Manche Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Speiseöle, sind sogar um 30 Prozent teurer geworden. Grund dafür ist Russlands Krieg gegen die Ukraine. Die enormen Preisanstiege sind vor allem ein Problem für die Einkommensschwachen in der Gesellschaft. Doch in anderen Teilen der Welt könnte sich die Lebensmittelknappheit noch wesentlich dramatischer entwickeln als hierzulande. Die Sorge vor einer weltweiten Nahrungsmittelkrise ist bei Experten groß. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde deshalb über Lösungen diskutiert. In der heutigen Folge von Handelsblatt Today spricht Agatha Kremplewski mit Nicole Bastian über Maßnahmen, die gegen eine Lebensmittelknappheit helfen könnten. Nicole Bastian ist Auslandschefin des Handelsblatts und war beim Weltwirtschaftsforum einige Tage vor Ort. Auf dem Weltwirtschaftsforum wurde nicht ausschließlich über eine drohende Lebensmittelkrise diskutiert. Auch Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Klimawandel waren Thema. Doch die Wirtschaftseliten schienen mit den globalen Krisen überfordert. Das zumindest glaubt Handelsblatt-Korrespondent Torsten Riecke. Er war ebenfalls in Davos vor Ort und schildert seine Eindrücke der vergangenen Tage. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 27, 202230 min

Ep 475Diese Unternehmen zahlen die höchsten Dividenden

Europa und vor allem Deutschland sind im ersten Quartal für Zurückhaltung bei der Dividendenausschüttung bekannt. Mit welchen Unternehmen Anleger dennoch Top-Dividenden erzielen können. Trotz Inflation, Zinswende, Pandemie und Ukrainekrieg dürfte 2022 ein ordentliches Dividendenjahr für Aktionäre werden. Das geht aus einer Studie des britischen Fondshauses Janus Henderson hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. „Die Dividendenzahlungen in diesem Jahr beziehen sich auf das Erwirtschaftete im letzten Jahr. 2021 war allgemein ein doch sehr positives Jahr in dieser Hinsicht“, erklärt Handelsblatt-Finanzredakteurin Anke Rezmer im Podcast Handelsblatt Today. In der aktuellen Folge spricht sie über die großzügigsten Dividendenzahler und verrät, in welchen Sektoren Anlegerinnen und Anleger noch profitieren können. Ob die Dividende in einem Unternehmen steigt, hänge maßgeblich von der Strategie des Unternehmens ab. „Die Frage ist, wie viel des Gewinns für neue Produkte, Expansion, Reserve oder eben als Ausschüttung benutzt wird“, sagt Rezmer. Im Tech-Sektor beispielsweise würde eher weniger ausgeschüttet, weil die Unternehmen mehr für ihr Wachstum einbehalten. In den letzten fünf Jahren haben sich Unternehmen aus fünf Sektoren mit einer hohen Dividendenrendite hervorgehoben. „Für Dividendenjäger sind die Sektoren Banken, Ölförderer, Pharmaunternehmen, Telekommunikationsunternehmen und Versicherer interessant“, sagt Rezmer. Seit vergangenem Jahr seien auch Bergbau-Unternehmen, die Rohstoffe abbauen, lukrativ. Für das weitere Jahr bleibt der Ausblick positiv: Analysten erwarten, dass ein Großteil der Unternehmen mehr ausschüttet als im vergangenen Jahr. Rezmer warnt jedoch „Der Anstieg wird nicht so stark sein wie im letzten Jahr, in dem Unternehmen befreit von der Coronapandemie massig Gewinne ausschütten konnten. Allerdings werden auch keine massiven Kürzungen wie während der Pandemie erwartet.“ Der Host der Sendung ist Lena Jesberg. Den Artikel können Sie unter folgenden Link nachlesen: https://www.handelsblatt.com/finanzen/ausschuettungen-welche-unternehmen-auch-in-diesem-jahr-hohe-dividenden-bieten/28368040.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 26, 202221 min

Ep 474Wie sich Krisen auf Aktien auswirken / Investieren in Fußball

Die Allianz befindet sich dank ihres Tochterunternehmens Allianz Global Advisors in der Krise. Was solche Skandale für Unternehmens-Aktien bedeuten. Die Allianz wurde wegen eines Hedgefonds-Betrug bei ihrem Tochterunternehmen Allianz Global Advisors (AGI) auf rund 6 Milliarden Dollar verklagt. Zwar hat sich die Allianz-Tochter für schuldig bekannt und kommt für den Schaden auf. Trotzdem sorgen die Schlagzeilen bei Aktionären und Kunden für großen Ärger. Dieser Fall zeigt: Skandale wie dieser schaden nicht nur dem Ruf einer Firma, sondern wirken sich auch auf ihre Aktien aus. Ist es in so einem Szenario ratsam, trotzdem in das geplagte Unternehmen zu investieren? Oder sollten Anleger sich lieber anderweitig umschauen? Darüber spricht Redakteurin Sonja Schlacht in dieser Folge von Handelsblatt-Today mit Christian Schnell, unserem Handelsblatt Finanz-Korrespondenten in München. Außerdem: Der Profifußball befindet sich gerade in den Wochen der Entscheidungen. Nach dem Saisonfinale in den Ligen und den Pokalfinals in den europäischen Ligen warten Fans nun gespannt auf das Finale der Champions League. Spannung versprechen solch entscheidende Wochen vor allem für Fans, die zusätzlich in Fußballvereine investiert haben. Wie es um den Aktienmarkt im Fußball gerade steht und wie riskant es vor allem für Fans ist, in den Lieblingsverein zu investieren, das erläutert Leonidas Exuzidis vom Handelsblatt Finanz-Ressort. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 25, 202226 min

Ep 473Tech-Aktien im Fokus: Jetzt einsteigen oder lieber noch warten?

Aktien von Apple, Amazon & Co. waren lange ein Garant für Wachstum im Portfolio. Dann kam die Korrektur. Nun stellt sich die Frage, wie lange der Bärenmarkt anhält. Gerade haben sich an der US-Börse erste Anzeichen für eine Stabilisierung gezeigt, da schickt der Absturz der Snap-Aktie eine neue Schockwelle durch die Märkte. Social-Media-Aktien wie Twitter, Meta und Pinterest verlieren am Dienstag zusammen bis zu 165 Milliarden Dollar an Wert. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet nun schon seit sieben Wochen in Folge Verluste. Seit ihrem letzten Allzeithoch im November 2021 hat sie etwa 29 Prozent verloren. „Das ist deutlich mehr als der S&P 500 und der Leitindex Dow Jones – solche Verluste gab es zuletzt beim Platzen der Tech-Blase in 2002“, sagt Wall Street-Expertin Astrid Dörner im Podcast Handelsblatt Today. Gemeinsam mit Finanzredakteur Andreas Neuhaus analysiert sie in der heutigen Folge die Probleme der Tech-Unternehmen. Die Stimmung an der Wall Street ist entsprechend getrübt: Viele Analysten und Ökonomen gehen von weiteren Verlusten aus. Der Chefökonom von JP Morgan spricht von einem „Vermögensschock“, der die Amerikaner bereits fünf Billionen Dollar gekostet hat und bis Dezember auf neun Billionen anwachsen könnte. Ein Grund dafür: Investoren setzen laut Neuhaus vermehrt auf defensivere Aktien. Obwohl sich bei vielen Unternehmen bei den letzten Zahlen gar nicht so viel getan habe, würden die jetzt völlig anders bewertet. Das liegt an der US-Notenbank. Um die Inflation in den USA zu dämpfen, erhöht die Fed die Zinsen. Eine schlechte Voraussetzung für Tech-Unternehmen, erklärt Neuhaus: "Das Wachstum finanzieren sie oftmals nicht aus dem eigenen Geschäft, sondern auf Kredit. Hohe Zinsen, heißt, dass diese teurer werden und Gewinne sinken.“ Doch ist nun der richtige Zeitpunkt für Anleger und Anlegerinnen, um in die Branche zu investieren? Das sehen beide Redakteure unterschiedlich: Neuhaus sieht derzeit bei bestimmten Tech-Aktien Einstiegschancen, während New York-Korrespondentin Dörner glaubt, dass die Kurse noch weiter sinken. Die Gründe dafür hören Sie in der heutigen Folge Handelsblatt Today. Der Host der Sendung ist Lena Jesberg. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 24, 202229 min

Ep 472Soziale Marktwirtschaft: Gilt "Wohlstand für alle" noch? / Davos: Auftakt beim Weltwirtschaftsforum

Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. An einigen Stellen muss sie reformiert werden, um zeitgemäß zu bleiben. Größtmöglicher Wohlstand bei bestmöglicher sozialer Absicherung: Die Soziale Marktwirtschaft, erfunden vom ehemaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und dem Ökonomen Alfred-Müller-Armack, war ein Grundpfeiler des „Wirtschaftswunders“ in den 1950er-Jahren. Sie hat innerhalb kürzester Zeit einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand geschaffen. Bis heute basiert die deutsche Wirtschaft auf dieser Ordnung. Doch wie zeitgemäß ist die Soziale Marktwirtschaft noch? Sei es die Klimakrise oder auch die alternde Gesellschaft: Die Soziale Marktwirtschaft steht stets vor neuen Herausforderungen. Einige Kritiker fordern deshalb eine Reform des Modells hin zu einer „sozial-ökologischen Marktwirtschaft“. Trotzdem ist das Vertrauen in Deutschlands Wirtschaftssystem gestiegen. Laut einer Allensbach-Umfrage aus dem Juli 2021 denken gut 56 Prozent der Bevölkerung positiv über die Soziale Marktwirtschaft. 2005 waren es noch rund 34 Prozent. Redakteurin Sonja Schlacht spricht in dieser Folge Handelsblatt-Today mit Ralph Wrobel, Professor für Volkswirtschaft an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau, über die Kritik und die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft. Außerdem: Ab dem heutigen Montag tagt das Weltwirtschaftsforum im Schweizer Ort Davos. Fast 2500 Teilnehmer, etwa aus Politik und Wirtschaft, treffen sich dieses Jahr unter dem Motto „historische Zeitenwende", um Lösungen für globale Krisen zu finden. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wird dabei die Agenda in Davos dominieren. So hat Ukraines Präsident Wolodimir Selenski in der Auftaktrede am Mittag erneut schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Auslands-Ressortleiterin Nicole Bastian berichtet von vor Ort. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 23, 202229 min

Ep 471Geldanlage: Wie Sie sich nicht mehr von ihrer Stimmung leiten lassen

Die Aktienmärkte befinden sich zurzeit auf Talfahrt. Warum die Psychologie der Anleger dabei eine entscheidende Rolle spielt. Weltweit ist die Anlegerstimmung an den Märkten bedrückt. Der S&P 500 und der Nasdaq haben ihr sechstes Wochentief in Folge verzeichnet, und der Dax ist seit Jahresbeginn um 13 Prozent gefallen. Dazu ist der Kryptomarkt durch den massiven Wertverlust vom Stable Coin Terra zusammengebrochen – die Angst vor Verlusten ist wieder da. Grund dafür sind vor allem die Sorge vor steigenden Zinsen und einem Konjunktureinbruch. Seit Wochen schon sind die Märkte bärisch, und die Stimmung der Anleger spielt dabei eine entscheidende Rolle. Über viele Jahre wurde das Thema Anlegerpsychologie in den Finanzwissenschaften vernachlässigt. Schlechte Renditen, Totalverluste oder auch überhitzte Märkte sind allerdings schon mehrfach durch einen Herdentrieb provoziert worden. Wall-Street-Experte Markus Koch erklärt in dieser Folge von Handelsblatt Today Extended, warum sich Anleger niemals von einem Herdentrieb anstecken lassen sollten und welche Auswirkungen das auf die Märkte hat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

May 22, 202222 min

Ep 470Finfluencer Mario Lochner: So schaffen Sie den Inflationsausgleich / Der US-Börsenausblick mit Markus Koch

Die Inflation stagniert auf einem Rekordniveau. Finanz-Influencer Mario Lochner erklärt, auf welche Anlagemöglichkeiten Sie jetzt setzen sollten. Die Preise steigen rasant. Das bekommt derzeit jeder zu spüren – egal ob beim Kinobesuch oder Einkauf. Kopfsalat kostet 17 Prozent, Gurken 30 Prozent und Butter rund 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Das liegt am anhaltenden Krieg in der Ukraine, an Lieferengpässen und dem gesunkenen Wert des Euros. Verstärkt wird der Trend durch die Inflation, die in der Euro-Zone auf dem Rekordniveau von 7,4 Prozent stagniert. Doch gibt es eine Möglichkeit die Inflation auszugleichen? Mario Lochner ist Finanzredakteur bei Mission Money und Finanz-Influencer. Normalerweise erklärt er komplexe Finanzthemen auf Tiktok in 60-Sekunden-Videos. In der heutigen Folge von Handelsblatt Today hat er aber ausführlicher dargelegt, ob Anleger beim Inflationsausgleich eher auf Aktien und Anleihen oder auf Kunst und Gold setzen sollten. Auf Tiktok bereitet Lochner die Themen meist für ein jüngeres Publikum auf. Denn vor allem in der Generation Z erfreuen sich Finfluencer immer größerer Beliebtheit. Die Möglichkeit seinen über 300.000 Followerinnen und Followern Finanztipps zu geben, sieht er jedoch als zweischneidiges Schwert an. Einerseits können Sachverhalte relativ anschaulich erklärt werden und junge Menschen dazu bringen, sich mit Themen aus der Finanzwelt zu beschäftigen. Andererseits ist die Gefahr groß, dass Follower den Tipps ohne Eigenrecherche folgen. „Ich sehe mich da als guter Freund in der Kneipe, der den Leuten mal in den Hintern tritt und animiert etwas zu tun“, sagt Lochner. Der Finanzredakteur findet, dass gerade der Fall von Fynn Kliemann Mahnung sein sollte: „Leider gibt es auch unter Finfluencern schwarze Schafe.“ Außerdem: Die Märkte sind so volatil wie lange nicht. Die hohe Inflation, die zu platzen drohende Immobilienblase und die angespannte Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt könnten jetzt Anzeichen für einen erneuten Finanzcrash sein. Ob eine Finanzkrise zu befürchten ist, erklärt Aktienanalyst und Wall-Street-Experte Markus Koch in einem US-Börsenausblick. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 20, 202234 min

Ep 469Investieren in Start-ups: Warum neue Fonds oft die größten Chancen bieten / So retten Sie Ihr Erspartes

Die Geldtöpfe sind voll. Eine immer größere Anzahl an Fonds bemüht sich um die aussichtsreichsten Start-ups. Exklusive Daten zeigen jetzt, warum neue Fonds oft die größten Chancen haben. Zwischen Start-up-Investoren in Europa herrscht inzwischen ein richtig harter Konkurrenzkampf. Doch wer ist dabei am erfolgreichsten? Eine exklusive Erhebung der Investment-Plattform Equation kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es sind oft gerade die jüngsten Wagniskapitalfirmen, die sich noch am Markt etablieren müssen. Und das ist für Menschen, die selbst bei Start-up-Wetten mitmachen wollen, für Gründerteams und auch für die Bundesregierung spannend. Die will nämlich, dass der Staat künftig vom Aufstieg seiner jungen Techfirmen profitiert. Zuletzt gab es zwar wenig große Start-up Finanzierungsrunden. Das liegt aber nur an der Ukrainekrise und den Turbulenzen an den Börsen. Aber an der Grundsituation hat sich nichts geändert. Die Geldtöpfe sind voll. Es kommen immer mehr Fonds hinzu. Und alle wollen in die aussichtsreichsten Start-ups investieren. Im Podcast Handelsblatt Today erklärt der Investor und Mitgründer von Equation, Mark Schmitz, warum Startups bei neuen Fonds die größten Gewinnchancen haben, sie aber auch ein höheres Risiko eingehen als bei etablierten Konkurrenten. Außerdem: Mit einer Rate von 7,4 Prozent im April, bleibt die Inflation im Euroraum weiterhin auf Rekordniveau. Und auch die Weltkonjunktur bleibt getrübt. Im Titel-Talk erklärt Textchef Christian Rickens, welche drei Aktienstrategien bei schwacher Wirtschaftsentwicklung und steigender Inflation für Anlegerinnen und Anleger vielversprechend sind. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 19, 202229 min

Ep 468Die Zinswende trifft Märkte – und Kleinanleger / Chef der Weltsparen-Plattform als Gründer des Jahres nominiert

Erstmals seit mehr als zehn Jahren werden im Euro-Raum die Zinsen erhöht. Die Märkte sind bereits in Unruhe. Aber was bedeutet sie für Anleger? Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im Sommer die Zinsen anheben - erstmals seit über zehn Jahren. Die angekündigte Zinswende hält die Märkte schon seit Wochen in Bewegung. Aber was heißt das überhaupt? Und welche Folgen wird es für Menschen haben, die einen Kredit aufnehmen wollten oder sich um ihre Spareinlagen sorgen? Das erklärt in dieser Folge Finanzreporter Jan Mallien. Mit Zinsen in schwierigen Zeiten kennt sich auch Tamaz Georgadze aus. Sein Start-up Raisin DS bietet mit der Plattform Weltsparen eine Art digitales Sparbuch an und verspricht “die besten Zinsen” am Markt. Das war zuletzt ein Alleinstellungsmerkmal. Warum er trotz der kritischen Lage bei Start-up-Finanzierungen allgemein und kritischen News zu seiner Firma speziell optimistisch auf die kommenden Monate schaut, erklärt er in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Am Donnerstag könnte Tamaz Georgadze in Berlin als Gründer des Jahres ausgezeichnet werden. Die Verleihung des German Startup Awards wird vom Bundesverband Deutsche Startups verliehen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 18, 202232 min

Ep 467Macht es Sinn Warren Buffetts Aktienkäufe zu kopieren? / Welche Folgen ein Nato-Beitritt von Schweden und Finnland hätte

Der Starinvestor dient vielen Anlegern als Inspiration. Am Montag hat er sein Portfolio veröffentlicht. Buffetts Strategie zu imitieren kann jedoch schief gehen. Vier Mal im Jahr veröffentlicht der Starinvestor Warren Buffett sein Portfolio und dient damit vielen Anlegerinnen und Anlegern weltweit als Inspiration für den nächsten Aktienkauf. Die Kaufentscheidungen des „Orakels von Omaha“ gelten als Gütesiegel für ein Unternehmen. Aus der letzten Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC am Montag geht hervor, dass der Starinvestor das 390 Milliarden Dollar schwere Portfolio seiner Investmentholding Berkshire Hathaway umgebaut hat und nun einen neuen Fokus im Energiesektor legt. Buffett legt Wert auf einen langen Anlagehorizont und investiert ausschließlich in Unternehmen, denen er ein nachhaltiges Gewinnwachstum zutraut. So setzt er seit Jahren beispielsweise auf den Getränkehersteller Coca-Cola. Sein Ruf eilt der Investorenlegende voraus: Was Buffett anfasst, wird sprichwörtlich zu Gold, heißt es. Doch lohnt es sich wirklich seine Aktienkäufe zu imitieren? Handelsblatt-Finanzredakteur Andreas Neuhaus mahnt jedenfalls zur Vorsicht. Für das Handelsblatt analysierten er und Finanzredakteur Jürgen Röder 37 seit 2016 getätigte Neu-Investitionen Buffetts – mit überraschenden Erkenntnissen. Im Podcast Handelsblatt Today erklärt er: „Nachahmer Buffetts sorgen in nahezu allen Fällen für einen Kurssprung am Folgetag.“ Beobachten lässt sich das am Dienstag am Beispiel der Citigroup. Gestern erst wurde bekannt, dass Buffett Anteile der Bank eingekauft hat, die zum Ende des Quartals rund drei Milliarden Dollar wert waren. Der Aktienkurs stieg daraufhin am Folgetag um rund sechs Prozent. Wer also versucht, die Käufe von Warren Buffett für sein eigenes Depot nachzubilden, sollte laut der Handelsblatt-Experten niemals am ersten möglichen Handelstag zum Start eine Order ohne Limit aufgeben. Außerdem rät Neuhaus: „Wer dem Orakel nacheifern möchte, sollte beispielsweise nicht allein darauf schauen, welche Aktien er kauft, sondern wie groß dessen Engagement beim Kauf ist.“ Die wenigsten Anleger könnten in dem Umfang investieren wie Buffett. Umso wichtiger sei es, einen günstigen Einstiegspunkt zu finden und die Verteilung im Berkshire Hathaway-Portfolio zu beachten. In vielen Einzelfällen liege die von Buffett gekaufte Aktie einen Monat nach Bekanntgabe der Käufe deutlich im Minus. Außerdem: Schweden und Finnland wollen der Nato beitreten - dafür sprach sich am Sonntag die finnische Regierung aus und am Montag das schwedische Parlament. Beide Länder erfüllen die Beitrittskriterien. Doch einem Beitritt müssen zunächst noch alle 30 Nato-Mitglieder zustimmen. Ihr Veto einlegen könnte beispielsweise die Türkei. Präsident Erdogan hat bereits bekundet, dass er den Beitritt "nicht positiv" sieht. Politikredakteurin Teresa Stiens ordnet die Chancen und Risiken einer Nato-Erweiterung ein. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 17, 202227 min

Ep 466Der Krypto-Crash: Können die digitalen Währungen den gesamten Finanzmarkt erschüttern?

Der Absturz des sogenannten Stablecoins Terra UST in der vergangenen Woche hat auch andere Kryptowährungen mitgerissen. Das könnte am Ende sogar alle Anleger treffen. Seit Freitagabend ist der Stablecoin Terra quasi wertlos. Anleger haben aufgrund des Absturzes des Token Milliarden verloren. Doch auch andere Kryptowährungen sind direkt von dem Kurssturz betroffen. Der Bitcoin verzeichnete mit 26.350 Dollar zeitweise den tiefsten Stand seit Dezember 2020. Das teilte das Analysehaus Coinmarketcap mit. Und auch der Kurs der zweitwichtigsten Kryptowährung Ethereum ist stark eingebrochen. Jetzt werden Stimmen laut, die das Ende von Bitcoin und Co. befürchten. Auch die US-Finanzministerin Janet Yellen beobachtet die aktuelle Situation mit Sorge und hat sich erneut für eine Regulierung von Stablecoins stark gemacht. "Anderenfalls könnten die Stablecoins die finanzielle Stabilität gefährden. Die vergangene Woche hat da schon mal einen Vorgeschmack gegeben", so Yellen. In der heutigen Folge von Handelsblatt Today haben wir mit Finanzredakteurin Mareike Müller über die gescheiterten Kryptoprojekte Terra und Luna gesprochen. Sie hat erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass der Stablecoin Terra ins bodenlose stürzt, obwohl er an den stabilen Wert von einem US-Dollar gekoppelt ist. Welche Auswirkungen die Kursstürze für Anleger und Anlegerinnen haben, hat Thomas Kehl von Finanzfluss hat eingeordnet. Der Finanzexperte erwartet keine größeren Auswirkungen auf den Finanzmarkt. Er selbst hat Kryptowährungen im Portfolio und den Sturz genutzt, um nachzukaufen. "Märkte sind immer von Schwankungen geprägt. Kryptowährungen sind eben besonders volatil", sagt Kehl. Ein Ende von Bitcoin und Co. sieht er nicht. Worauf Anleger dennoch achten sollten und welche Annahmen über Kryptowährungen und Stablecoins zerstört wurden, können Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today hören. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 16, 202227 min

Ep 4651000 Euro Rückzahlung: Warum sich die Steuererklärung auch ohne Belege lohnt

Die Deutschen zahlen zu viele Steuern - davon profitiert vor allem der Staat. Unsere Steuerexpertin Laura de la Motte erklärt, worauf sie bei der Steuererklärung achten sollten. 1051 Euro im Jahr zahlen deutsche Steuerzahler durchschnittlich zu viel an den Staat. Die Gründe dafür sind vielfältig: Manche sind der Meinung, eine Steuererklärung mache zu Arbeit, andere unterschätzen die Höhe der Rückzahlung oder denken sogar, sie wären der Aufgabe, eine korrekte Steuererklärung anzufertigen, nicht gewachsen. Nur etwa die Hälfte aller Steuerzahler fertigt überhaupt erst eine Steuererklärung an. Unsere Steuerexpertin Laura de la Motte sagt jedoch: Eine Steuererklärung lohnt sich sogar, wenn man keine Belege aufbewahrt hat. Vor allem, weil die Rückzahlung in diesem Jahr höher ausfallen könnte als sonst. Dafür sorgen unter anderem die Homeoffice-Pauschale und die Möglichkeit, ältere Möbel, die nun im Homeoffice verwendet werden, umzuwidmen. Auch die Flutkosten können von Betroffenen und Helfern angegeben werden. Wie das alles funktioniert und welche weiteren Tipps sie bei ihrer Steuererklärung beachten sollten, klären wir in der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“. *** Wie machen Sie Ihre Steuererklärung? Am kommenden Freitag sprechen wir bei Handelsblatt-Today über die wichtigsten Tricks, Tipps und Tools für die Einkommensteuererklärung. Stimmen Sie ab unter: https://app.sli.do/event/31KAHE8cRsCyT9BK6xrRFc *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 13, 202227 min

Ep 464Indien im Wirtschafts-Check: Innovativ, wachsend, politisch ambivalent? / China-Crash und die Bedeutung für Deutschland

Wirtschaftlich steckt Indien derzeit voller Investitionsmöglichkeiten, besonders in Start-ups und in der Tech-Branche. Gleichzeitig bremsen die Folgen der Pandemie und die unklare Positionierung im Ukrainekrieg das Land aus, um China als Weltwirtschaftsmacht abzulösen. Für viele Investorinnen und Investoren weltweit wird Indien immer interessanter. Gemessen am nominalen BIP ist Indien die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt und gilt neben China als Land mit dem größten Potenzial der östlichen Hemisphäre. Auch Handelsblatt-Auslandskorrespondent Matthias Peer ist überzeugt: Durch die wachsende Mittelschicht wird Indien in ein paar Jahren China als bevölkerungsreichstes Land ablösen. Damit würde Indien endgültig eine wirtschaftlich ernst zu nehmende Alternative gegenüber der Wirtschaftsmacht China. „Bisher war das Land eher protektionistisch eingestellt, doch es will sich nun weiter öffnen und Freihandelsgespräche mit der EU und England starten“, erklärt Peer im Podcast Handelsblatt Today. Das Wachstum ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: Zwar startete der indische Premierminister Narendra Modi einige sehr große Infrastrukturprojekte und Digitalisierungsinitiativen, wie „Digital India“. Die Ergebnisse fielen dennoch eher überschaubar aus. „Modi ist ein begabter Rhetoriker und guter Vermarkter“, so Peer. Indien ist allerdings schon seit vielen Jahren alles andere als ein Neuling in der Tech-Branche. Das Land gilt als beliebter Tech-Outsourcer für viele große Weltmarktführer und wird zunehmend zum globalen Handelsplatz. Namhafte Unternehmen wie der Apple-Zulieferer Foxconn will die Mitarbeiterzahl verdoppeln, um mehr produzieren zu können. Auch der japanische Autohersteller Toyota will zukünftig bis zu 600 Milliarden Euro in Indien investieren, um den Elektroautoausbau zu fördern. Bei der geopolitischen Rolle Indiens im Ukrainekrieg, fällt Peers Einschätzung eher ambivalent aus. Das Land pflegt sowohl zur EU und den USA sehr gute Beziehungen, ist beispielsweise im Rüstungsmarkt aber stark von Russland abhängig. „Indien setzt alles daran, sich von keiner Seite vereinnahmen zu lassen und verfolgt wie jedes Land auch die eigenen Interessen. Es hat allerdings kein nationales Interesse daran sich mir Russland zu verbünden oder anzufeinden. Im Konflikt wird es nach indischer Perspektive keine klare Entscheidung geben.“ Außerdem: China hat sich in den letzten zwei Jahren vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind der Wirtschaft gewandelt und Investoren blicken immer kritischer auf die Volksrepublik. Die Skepsis hat mit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie begonnen, verstärkte sich durch die enormen Tech-Regulierungen und die Probleme im Immobiliensektor durch die drohende Pleite des Immobilienriesen Evergrande. Einen erneuten Höhepunkt der Kritik erreichte China durch die bisherige russlandfreundliche Haltung im Angesicht des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Im Interview erklärt Handelsblatt-Auslandschefin Nicole Bastian, welche Folgen der Weltwirtschaft jetzt drohen. *** Wie machen Sie Ihre Steuererklärung? Am kommenden Freitag sprechen wir bei Handelsblatt-Today über die wichtigsten Tricks, Tipps und Tools für die Einkommensteuererklärung. Stimmen Sie ab unter: https://app.sli.do/event/31KAHE8cRsCyT9BK6xrRFc *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 12, 202231 min

Ep 463Ukraine-Krieg: Beginn einer neuen Weltordnung und was sie für Deutschland bedeutet

Laut dem Forschungsinstitut Prognos stoppt der Krieg die Globalisierung und beschleunigt die Spaltung der Welt in ökonomische Machtblöcke. Was das für Deutschland heißt. Die deutsche Wirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten stark von den internationalen Handelsbeziehungen zu China, Russland, den USA und weiteren Ländern profitiert. Der Plan dahinter war, sich breit aufzustellen, um nicht in die vollständige Abhängigkeit zu einzelnen Ländern zu geraten. Das hat auch die Globalisierung vorangetrieben – die seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges ins Stocken geraten ist. Das Forschungsinstitut Prognos hat sich in einer neuen Studie damit beschäftigt, was die Spaltung der Welt in sogenannte ökonomische Machtblöcke für Deutschland bedeutet. Die Ergebnisse dieser Studie werten wir in der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“ zusammen mit der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm aus. Wie abhängig sind wir eigentlich von wem – und können oder wollen wir uns wirklich davon befreien? Laut der Prognos-Studie hängt Deutschlands Wohlstand zum überwiegenden Teil, genauer gesagt zu 56 Prozent, am freien Warenaustausch innerhalb Europas. Welche Ergebnisse sonst Aufschluss über die Deutsche Abhängigkeit von Ländern wie China und den USA bieten und was ein Rückgang der Globalisierung bedeuten würde. *** Wie machen Sie Ihre Steuererklärung? Am kommenden Freitag sprechen wir bei Handelsblatt-Today über die wichtigsten Tricks, Tipps und Tools für die Einkommensteuererklärung. Stimmen Sie ab unter: https://app.sli.do/event/31KAHE8cRsCyT9BK6xrRFc *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 11, 202227 min

Ep 462Fünf Vorurteile über ETFs und was an ihnen dran ist

Kritiker passiver Investitionen halten den ETF-Markt für überbewertet oder gar gefährlich. Was an den Vorurteilen über die passive Assetklasse dran ist und worauf Anleger achten sollten. Elon Musk und Cathie Wood sind sich einig: ETFs sind überbewertet und schaden dem Wachstum. Wachstum würde über aktive entstehen. Das machten die Starinvestorin und der Tesla-Chef erst kürzlich öffentlich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter deutlich. Der Fondsexperte Detlef Glow vom Finanzanalysehaus Refinitiv Lipper ist im Podcast Handelsblatt Today der Meinung: „Im wesentlichen hat die Investorin recht." In ihrem Tweet wies Wood auf die schwächen der passiven Produkte und die Stärken beim aktiven Management hin. Sie schloss sich damit der Meinung vieler Kritikerinnen und Kritiker an, die vor einer Überhitzung des Marktes oder einer ETF-Blase warnen. Auch wird davor gewarnt, dass die passiven Indexfonds die Effizienz des Kapitalmarkts gefährden. Allerdings gibt der Fondsexperte zu bedenken: „In den letzten Jahren ist das oft schon passiert, dass Topinvestoren die passive Anlagestrategie in ETFs bemängeln, da sie beispielsweise Rallys und ähnliches im Index gar nicht mitnehmen können.“ Auch, dass der exzentrische Großunternehmer Elon Musk in dieser Sache zustimmt, hält Glow für keinen Zufall. Musk hat vor kurzem erst den Übernahmeplan Twitter für 44 Milliarden Dollar zu übernehmen, beim Management des Internetkonzerns durchsetzen können. Es wird vermutet, dass er sich mit einer solchen Aussage taktisch auf die Seite der Investoren stellen wollte. Bei vielen Privatanlegern und Einsteigern ist der ETF-Markt aufgrund der geringen Einstiegshürden und dem langfristig guten Verhältnis von Risiko und Rendite besonders beliebt. Von einer ETF-Blase kann in Europa dennoch nicht die Rede sein, erklärt der Fondsexperte weiter: „Die USA ist uns ungefähr fünf bis sieben Jahre voraus, was die Wachstumsraten angeht. Hier in Europa sind immerhin noch 80 Prozent der Assets aktiv angelegt und nur 9 Prozent als ETFs.“ *** Wie machen Sie Ihre Steuererklärung? Am kommenden Freitag sprechen wir bei Handelsblatt-Today über die wichtigsten Tricks, Tipps und Tools für die Einkommensteuererklärung. Stimmen Sie ab unter: https://app.sli.do/event/31KAHE8cRsCyT9BK6xrRFc *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 10, 202224 min

Ep 461Das Rätsel um Putins Rede: Taktik oder Ratlosigkeit? / Diese Unternehmen profitieren vom schwachen Euro

Bei seiner Rede am „Tag des Sieges“ hat Putin die Generalmobilmachung nicht verkündet - entgegen aller Befürchtungen. Ein gutes Zeichen ist das dennoch nicht. Mit Anspannung hat die Welt auf die Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin gewartet: Sicherheitsexperten hatten zuvor vermutet, dass der 9. Mai zum Wendepunkt des Ukrainekriegs werden könnte. Sowohl über eine Generalmobilmachung der russischen Streitkräfte, als auch eine offizielle Kriegserklärung an die Ukraine, wurde befürchtet. Geäußert hat sich der Kreml-Chef dazu nicht. Viel mehr sprach er über die Bedrohung durch den Westen, die Entnazifizierung der Ukraine und die Notwehr Russlands. Kurz: Putin setzte erneut auf sein Narrativ, um den Angriffskrieg auf die Ukraine zu rechtfertigen. Kommt der russische Präsident nun an seine Grenzen? Handelsblatt-Kolumnist Konstantin Goldenzweig meint, dass zumindest der Rückhalt von der russischen Bevölkerung zunehmend bröckelt. Die Gefahr einer Generalmobilmachung sei allerdings noch nicht gebannt. Will Putin bewusst verwirren? Was sind seine nächsten Schritte? Darüber spricht Goldenzweig in der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“. Der Journalist hat noch bis März bei Russlands letztem unabhängigen TV-Sender Doschd gearbeitet, mittlerweile lebt und arbeitet er in Georgien. Außerdem: Der Euro-Kurs fällt seit Wochen. Aktuell notiert er zum Dollar einen Wert von 1,05 Dollar. So wenig wie seit gut fünf Jahren nicht mehr. Auslöser für den Sinkflug sind laut Devisenhändlern zum einen der aktuelle Zinsunterschied zwischen den USA und Europa. Zum anderen hemmt Russlands Krieg gegen die Ukraine Europas Konjunktur stärker als die der USA. Wer von dem Tiefstand profitiert und wie lange der Euro noch fallen könnte, weiß Handelsblatt-Finanzkorrespondent Jan Mallien. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 9, 202232 min

Ep 460Diese fünf Konsumaktien sind noch günstig

Anleger suchen gerade in Krisenzeiten nach wertstabilen Konsumaktien. Oft sind sie hoch bewertet, aber es gibt auch Ausnahmen. Am vergangenen Mittwoch hat die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben. In Zukunft liegt dieser jetzt zwischen 0,75 und 1 Prozent. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat bereits angekündigt, im Sommer die Zinswende einzuläuten. Grund dafür sind die weltweit immens steigenden Inflationsraten. Sowohl steigende Zinsen als auch hohe Inflationsraten sind normalerweise schlecht für den Aktienmarkt. Konsumgüteraktien bilden hier die Ausnahme: Alt bewährte und alltagsnotwendige Produkte und Dienstleistungen werden auch in Krisenzeiten immer gebraucht – steigende Preise können deshalb einfacher an Kunden weitergegeben werden. Unternehmen in der Konsumgüterbranche erwirtschaften also auch in Zeiten des Ukraine-Krieges satte Gewinne. Die Aktien dieser Firmen sind deshalb attraktiv. Aktienanalyst Ulf Sommer hat fünf günstige Konsumgüter-Aktien ermittelt und sie analysiert. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

May 8, 202215 min

Ep 459Immobilienblase: Wo sich investieren noch lohnt // Wie Konsumgüteraktien Krieg und Inflation trotzen

Trotz des Ukrainekriegs und hoher Inflationsraten vermeldet die Konsumgüterbranche hohe Gewinne. Aktienanalyst Ulf Sommer erklärt, mit welchen Aktien Anlegerinnen und Anleger Gewinne einfahren können Die deutsche Inflationsrate liegt derzeit bei 7,3 Prozent - dem höchsten Wert seit rund 40 Jahren. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die anhaltenden Lieferengpässe und hohe Energiekosten sind einige der Faktoren, welche die Kaufkraft vieler Anlegerinnen und Anleger an den Märkten mindern. Eine Branche scheint trotzdem stetig Gewinne einzufahren: Die Konsumgüterindustrie. Das ist nicht verwunderlich, weiß Aktienanalyst Ulf Sommer: "In Krisenzeiten verlassen sich viele auf altbewehrte Produkte, wie Coca-Cola. Jeder kennt die Marke und weiß etwas damit zu verbinden." Die Bekanntheit suggeriert den Kunden Sicherheit. Das ist laut Sommer ein Kaufargument für viele Anleger in Krisenzeitensieht. Schließlich sind es genau diese Konsumgüterprodukte, denen es gelingt in Zeiten von Inflation und steigenden Rohstoffpreisen, die erhöhten Preise beim Endverbraucher durchzusetzen. "Coca-Cola gab es schon seit meiner Kindheit. Am Aussehen und Geschmack hat sich seitdem kaum etwas verändert", sagt Sommer. Es sind die vermeintlich krisensicheren Aktien, bei denen Anleger die Kurse immer weiter in die Höhe treiben. Sommer persönlich findet, dass Aktien, wie die des Luxusgüterherstellers LVMH oftmals überteuert sind. "Anleger bezahlen, heruntergerechnet, jeden Anteilsschein mit dem 23-fachen Jahresnettogewinn", moniert er. Der Aktienanalyst präsentiert im Interview fünf Aktien aus der Konsumbranche, deren Gewinne und Gewinnaussichten für das laufende Jahr stetig steigen werden. Außerdem: Laut dem statistischem Bundesamt sind die Preise für deutsche Wohnimmobilien zum Jahresende 2021 stark angestiegen. Nun legt eine umfangreiche Untersuchung des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) für den jährlichen Wohnatlas der Postbank nahe, dass die Immobilienpreise tendenziell noch weiter steigen werden - vor allem in Großstädten und ihrem Umland, erklärt Handelsblatt Finanzredakteurin Kerstin Leitel. Leitel gibt jedoch zu bedenken, dass sich langfristig die Wertentwicklungen auf dem Immobilienmarkt durch die demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der jeweiligen Region verändern werden und erklärt wo sich die Investition lohnen könnte. *** Exklusives Angebot zum Tag der Pressefreiheit: Testen Sie Handelsblatt Premium bis zu 6 Monate mit 50%-Rabatt und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/pressefreiheit

May 6, 202228 min

Ep 458Fed hebt Leitzins an – Was Anleger jetzt beachten müssen

Erstmals seit 22 Jahren erhöht Fed-Chef Jerome Powell den Leitzins deutlich. Was Anlegerinnen und Anleger jetzt beachten müssen und wie die Wall Street reagiert, berichtet US-Börsenexperte Markus Koch. Die US-Notenbank Fed erhöht den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte und reagiert damit auf die weiter steigende Inflationsrate in den USA. Zuletzt wurde der Leitzins in den frühen 2000er Jahren so deutlich angehoben. Durch die Fed-Entscheidung der Leitzins liegt nun zwischen 0,75 und 1,0 Prozent. Börsenexperte Markus Koch ordnet im Interview die Entscheidung von Fed-Chef Jerome Powell und die Reaktionen der Wall Street ein. Außerdem: Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf die Wirtschaft weltweit. Laut einer neuen Prognos-Studie ist die Globalisierung gewissermaßen zum Stillstand gekommen: Der Handel verläuft innerhalb einzelner Blöcke und Regionen, die sich zum Teil neu formieren. Im Titeltalk fasst Handelsblatt-Textchef, Christian Rickens, die Ergebnisse der Studie zusammen und erklärt, welche Bedeutung Russland und China für die deutsche Wirtschaft jetzt und zukünftig haben. Russland ist für Deutschland ein wichtiger Exporteur von Energierohstoffen. Die aufgrund des Krieges von der EU verhängten Sanktionen gegen den Aggressor, lassen gerade Öl und Gas besonders teuer werden. Trotzdem gibt Rickens Entwarnung: „Aus deutscher Sicht ist Russland komplett unbedeutend. Mit gerade mal 2 Prozent deutscher Exporte ist der Wegfall Russlands für Deutschland verkraftbar – es sei denn, wir sprechen von Unternehmen, die mit direktem Handel dorthin verstrickt sind.“ Bei der Exportkraft China kommt es, laut Rickens, besonders darauf an, wie China sich in der Weltwirtschaft weiter positionieren wird. Zum einen ist China Russland sehr verbunden, zum anderen hat der chinesische Markt aber auch eine besondere Relevanz für Europa. Vor allem in der Autoindustrie ist China ein wichtiger Handelspartner. *** Exklusives Angebot zum Tag der Pressefreiheit: Testen Sie Handelsblatt Premium bis zu 6 Monate mit 50%-Rabatt und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/pressefreiheit

May 5, 202225 min

Ep 457Adler Group im Visier der Behörden: Droht ein zweiter Fall Wirecard?

Die Adler Group ist schon länger in der Krise, seit dem Wochenende bahnt sich allerdings Schlimmeres an. Jetzt droht ein zweites Wirecard. Was das Ganze für die Immobilienbranche bedeutet. Die Adler Group verzeichnet einen Jahresverlust von 1,17 Milliarden Euro. Das hat das luxemburgische Immobilienunternehmen am Samstag in seinem Jahresbericht veröffentlicht. Im Vorjahr hatte die Adler Group noch 262 Millionen Euro Plus gemacht. Das Rekordtief ist allerdings nicht die einzige schlechte Nachricht: Die Wirtschaftsprüfer von KPMG haben sich geweigert, ein Testat für den Jahresabschluss auszustellen, somit ist Adler durchgefallen. Gründe dafür gibt es eine ganze Reihe – unter anderem mangelnde Transparenz. Demnach seien den KPMG-Prüfern einige Unterlagen vorenthalten worden. Sind Vergleiche mit dem Fall Wirecard jetzt berechtigt? Lars-Marten Nagel und René Bender aus dem Handelsblatt-Investigativ-Team haben sich mit dieser Frage beschäftigt und stehen uns heute im Interview Rede und Antwort. Wir haben sie gefragt, ob die Bafin aus dem Wirecard-Skandal gelernt hat und wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz der Adler Group jetzt ist. Außerdem: Gestern hat die EU-Kommission ein Öl-Embargo gegen Russland vorgeschlagen. Aktuell bezieht Deutschland noch 12 Prozent seines Erdöls aus Russland. Vor dem Ukraine-Krieg waren es noch 35 Prozent. Damit hat Deutschland seine Abhängigkeit bereits deutlich verringert. Was der Vorschlag der EU-Kommission jetzt für Deutschland bedeutet und welchen Preis wir für die Unabhängigkeit zahlen müssen, weiß Handelsblatt-Korrespondent Jakob Blume. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 4, 202239 min

Ep 456Dax-Sentiment: Warum schlechte Anlegerstimmung ein gutes Kaufsignal ist

Das Handelsblatt Dax-Sentiment ermittelt jede Woche die Stimmung der Anleger an den Börsen. Sentiment-Experte Stephan Heibel erklärt, wie Anlegerinnen und Anleger den Pessimismus für sich nutzen können. Trotz der jüngsten Erholungen am Aktienmarkt bleiben Privatanlegerinnen und -anleger eher skeptisch eingestellt: Laut der Handelsblatt Umfrage Dax-Sentiment, an der mehr als 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilgenommen haben, herrscht seit der zweiten Januarwoche dieses Jahres eine kontinuierlich negative Stimmung an den Märkten. Dabei ist der Dax nach seinem leichten Absturz am Montagmorgen mittlerweile wieder über die Marke von 14.000 Punkte geklettert. Russlands Krieg in der Ukraine, die Sanktionen, eine rasant steigende Inflationsrate und die drohende Zinswende sind einige der vielen Faktoren, welche Anlegerinnen und Anleger pessimistisch stimmen. Im Podcast Handelsblatt Today erklärt Sentimentexperte Stephan Heibel, dass eine schlechte Anlegerstimmung dennoch ein gutes Kaufsignal sein kann. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 3, 202226 min

Ep 455"Sell in May": Gilt die Börsenweisheit auch 2022 noch? // Was zu tun ist, wenn N26 Ihr Konto geschlossen hat

Eine Börsenweisheit besagt: Wer im Mai verkauft, den erwarten besonders hohe Renditen. Stimmt das? Wie Anleger von saisonalen Effekten profitieren. Der Dax hat in den vergangenen vier Monaten knappe elf Prozent verloren. Dazu belasten Russlands Krieg gegen die Ukraine, eine rasant steigende Inflationsrate und die drohende Zinswende die Börse stark. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sein Depot aufzuräumen? Wenn es nach der alten Börsenweisheit „Sell in may and go away“ geht, dann ja. Den Ursprung findet der Tipp bereits im 19. Jahrhundert. Immer wieder wurde in der Vergangenheit der Handel zwischen Mai und September ausgebremst. Doch ergibt es in der heutigen Zeit noch Sinn, sich an diese Weisheit zu halten? Gerade in Krisenzeiten wie jetzt? In der heutigen Folge von Handelsblatt Today geht Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktstrategie bei der Baader Bank, dieser Frage auf den Grund. N26 Kontokündigungen: Das sollten Betroffene jetzt wissen Außerdem: Am 14. April hat die Onlinebank N26 zahlreiche Konten von ihren Kunden fristlos gekündigt. Betroffene konnten weder Geld abheben noch Überweisungen tätigen. „Leider wurden eine Reihe von Konten fälschlicherweise geschlossen“, schrieb N26 Co-Chef Maximilian Tayenthal in einem LinkedIn-Beitrag. Immer wieder hatte N26 in der Vergangenheit massiv mit Geldwäsche und Fake-Konten zu kämpfen. Was Betroffene nun beachten sollten und welche Folgen die Kontenschließungen haben, weiß Handelsblatt-Finanzredakteur Dennis Schwarz. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

May 2, 202226 min

Ep 454Alphabet, Meta & Amazon im Aktiencheck: Kommt das Tech-Comeback?

Die Quartalszahlen zeigen: Das Geschäft der Internetkonzerne läuft durchwachsen. Während die eine Aktie abhebt, bricht eine andere ein. Unterschiedlicher könnten die aktuellen Entwicklungen von Amazon und Meta kaum sein. Beide Tech-Konzerne haben in dieser Bilanzwoche ihre Zahlen für das erste Quartal 2022 veröffentlicht. Obwohl Meta mit 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den langsamsten Umsatzanstieg seit 2012 verzeichnete, stieg die Aktie nachbörslich um 20 Prozent. Grund dafür war die steigende Anzahl von Nutzern der Meta-Dienste. So griffen zuletzt 2,87 Milliarden Menschen täglich auf mindestens einen Meta-Dienst zu. Das sind 50 Millionen mehr als im vergangenen Quartal. Die Amazon-Aktie verlor nach der Präsentation der Ergebnisse hingegen nachbörslich um zehn Prozent. Erstmals seit 2015 vermeldete der Onlineversandhändler Verluste: Die Einbußen beliefen sich auf 3,8 Milliarden Dollar in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Grund dafür war neben dem nachlassenden Onlinehandel vor allem die Abschreibung auf die Beteiligung am E-Auto-Hersteller Rivian. Auch der Google-Mutterkonzern Alphabet hat in dieser Woche seine Quartalszahlen veröffentlicht. Im ersten Bericht 2022 gab das Unternehmen am Dienstag einen Nettogewinn von 16,4 Milliarden Dollar bekannt. Ein Minus von circa neun Prozent im Vergleich zu 2021. Besonders die Entwicklung des Tochterunternehmens Youtube fällt dabei ins Gewicht. In der heutigen Folge von Handelsblatt Today analysiert Fondsmanager Jan Beckers die Aktien der drei US-Unternehmen. Mit welchen Problemen die Konzerne derzeit zurechtkommen müssen und welches Potenzial sie noch bergen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 29, 202231 min

Ep 453"Alle Deutschen sind unterversichert": Das Inflations-Dilemma der Lebensversicherung / 50 Frauen mit Vorbildcharakter

Die Renditen der Lebensversicherung sinken seit Jahren. Bei gleichzeitig steigender Inflation werden die Erträge für einige Versicherte am Ende nicht reichen. Die Lebensversicherung ist eine der beliebtesten Altersvorsorgeprodukte deutscher Versicherungsnehmer. „Zum Jahreswechsel waren rund 83 Millionen Lebensversicherungspolicen abgeschlossen“, sagt Handelsblatt-Redakteur Christian Schnell in der neuen Folge Handelsblatt Today. Im Vergleich zu den vorherigen Jahren sei die Zahl der Abschlüsse sogar gestiegen. Doch während die Renditen seit Jahren sinken, erreicht die Inflation im April mit 7,4 Prozent erneut einen Rekordwert. Das bringt die Lebensversicherung zunehmend in ein Dilemma: Laut Schnell sind die Deutschen unterversichert, und das teilweise unverschuldet: „Als die Versicherung vor Jahren abgeschlossen wurde, war das Inflationsniveau ein ganz anderes und fast nicht spürbar.“ „Das Geld, das ich irgendwann rausbekomme, wird mir irgendwann nicht mehr reichen“, sagt Schnell. Die laufende Verzinsung bestehender Policen könne die Geldentwertung längst nicht mehr ausgleichen. Alternative Anlageklassen gibt es im Tausch gegen mehr Risiko. Rund 80 Prozent der Beiträge sind derzeit zwar in festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Versicherer erschließen allmählich aber auch andere Anlageklassen. Die Branche investiert beispielsweise vermehrt in Private Equity, Unternehmensbeteiligungen, und setzt hier vor allem auf Zukunftsthemen. Außerdem: Die Frauenquote in den Vorständen deutscher Unternehmen ist 2021 in Kraft getreten. Doch in den meisten Führungsteams sucht man das weibliche Geschlecht noch immer vergeblich. Viele Unternehmen sind wegen ihrer Größe von der Regelung nicht betroffen. Das Handelsblatt positioniert sich zum Wochenende daher mit einem Plädoyer für mehr Diversität in Chefetagen und stellt 50 Frauen mit Vorbildcharakter vor. Im Interview erklärt Handelsblatt-Chefreporterin Tanja Kewes, warum ausgerechnet die junge Start-up-Szene hauptsächlich männliche Gründer hervorbringt. „Die Gründerszene gibt sich zwar sehr offen und divers, ist aber faktisch bei der Frauenförderung rückständiger als so manche Großkonzerne“, sagt Kewes. Von 25 Einhörnern in Deutschland wird gerade mal eins von einer Frau geführt. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 28, 202230 min

Ep 452Bund liefert schwere Waffen: Eskalation zwischen Russland und Nato? / Chinas No-Covid-Strategie kann Chipkrise befeuern

Russland dreht Polen und Bulgarien das Gas ab und befeuert hierzulande die Debatte über die Versorgungssicherheit. Der Bund ringt sich zu Lieferungen von schweren Waffen durch. Russland hat die Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien eingestellt – doch darauf sei man längst vorbereitet, erklärt Warschau. Das Energieministerium in Sofia teilte mit, dass auch Bulgarien Schritte zur alternativen Gasversorgung unternommen habe. Aktuell sei noch keine Begrenzung des Gasverbrauchs notwendig. Trotzdem verschärft dieser Schritt die Spannungen zwischen Russland und dem Westen und wirft die Frage auf: Wem dreht Russland als nächstes den Gashahn zu? Unterdessen haben sich die Ampel-Fraktionen und die Union vor der Debatte im Bundestag am Donnerstag zu einem gemeinsamen Antrag für schwere Waffenlieferungen in die Ukraine durchgerungen. Steigt damit die Gefahr einer weiteren Eskalation zwischen Russland und der Nato? Der internationale Korrespondent Mathias Brüggmann spricht in der heutigen Sendung von „Handelsblatt Today“ sowohl über den Gas-Stopp Russlands als auch über die Entscheidung der Bundesregierung, nun doch schwere Waffen wie die Flugabwehrpanzer des Typs Gepard an die Ukraine zu liefern. Außerdem: Die Halbleiterhersteller machen das zweite Jahr in Folge Rekordumsätze. Doch die Aktien diverser Chipkonzerne verlieren trotz des Auftrags-Booms an den Börsen immer mehr an Wert, weil Investoren mit einem baldigen Ende der guten Auftragslage rechnen. Fachredakteur Joachim Hofer spricht über die Chipkrise mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen der chinesischen No-Covid-Strategie. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 27, 202221 min

Ep 451Elon Musk übernimmt Twitter: Wie der „Absolutist der Meinungsfreiheit“ die Plattform umkrempeln will

Der Twitter-Verwaltungsrat hat seinen Widerstand aufgegeben, Tesla-Chef Elon Musk hat sein Ziel erreicht: Für 44 Milliarden Dollar übernimmt er den Kurzmitteilungsdienst. Noch nie hat eine einzelne Person so viel Geld für einen Firmenkauf mobilisiert – das hatten nur wenige an der Wall Street für möglich gehalten. Die Twitter-Aktie soll nach der Übernahme von der Börse genommen werden. Doch das ist nicht alles: Das Thema Meinungsfreiheit dürfte unter Musk zum Streitfall werden. Twitter-Chef Parag Agrawal will Fake News und Hatespeech stärker bekämpfen und lässt zu diesem Zweck im Zweifel auch Beiträge löschen oder Accounts sperren. Elon Musk hingegen bezeichnet sich selbst als „Absolutist der Meinungsfreiheit“ und sieht diese auf Twitter zu stark beschnitten. „Ich denke, dass Twitter-CEO Agrawal nicht mehr lange im Amt sein wird, wenn die Übernahme abgeschlossen ist“, sagt Techteam-Leiter Thomas Jahn in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Der reichste Mensch der Welt will Twitter zu einem digitalen Marktplatz für den Meinungsaustausch machen, bei dem die Redefreiheit eine überragende Bedeutung einnimmt. Bereits jetzt wird darüber spekuliert, ob der Account von Ex-Präsident Donald Trump wieder freigeschaltet wird, sobald Musk bei Twitter das Sagen hat. Immerhin könnte ein weniger stark reguliertes Twitter auch für viele seiner Anhänger wieder deutlich attraktiver werden. Jahn sieht allerdings ein Spannungsfeld zwischen Musks Vorstellungen von Meinungsfreiheit und einer Steigerung der Profitabilität von Twitter: „Wenn die Plattform radikaler wird, dann wird das Anzeigenkunden abschrecken.“ Die mögliche Einführung einer Bearbeitungsfunktion für Beiträge könnte zudem den ursprünglichen Charakter von Twitter verwässern, das von vielen gerade auch wegen der ungefilterten und auch kontroversen Debatten genutzt wird. „Es gibt kein Zaubermittel, mit dem man Twitter von heute auf morgen verbessern kann“, glaubt Jahn. Zudem droht Musk, der auch Chef des Elektroautobauers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX ist, mit dem Engagement bei Twitter künftig eine zusätzliche Mehrfachbelastung. „Bei Tesla stehen wichtige Veränderungen an, zum Beispiel müssen neue Modelle eingeführt werden“, sagt Jahn. Musk werde Prioritäten setzen müssen „und das wird Twitter nicht guttun“. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 26, 202229 min

Ep 450Ifo-Chef Fuest zu Gasimporten: „Nie wieder mit Russland handeln ist strategisch Unsinn“

Ifo-Präsident Clemens Fuest plädiert angesichts des Ukrainekriegs für eine gründliche Analyse der deutschen Außenwirtschaftsbeziehungen aus der Perspektive der Geopolitik. Er warnt die Politik aber vor allzu hektischen Schlussfolgerungen in der aktuellen Lage und führt folgendes Beispiel an: „Nie wieder mit Russland handeln ist strategisch völliger Unsinn“, sagt Fuest in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Beim Thema Energie sei die strategisch richtige Lösung für die Zeit nach dem Ukrainekrieg, alternative Gasbezugsquellen aufzubauen, um jederzeit in der Lage zu sein, die Gasimporte aus Russland abzustellen. Wenn jedoch günstige Gasimporte aus Russland möglich seien, sollten sie aus der Sicht von Fuest weiter durchgeführt werden. „Verkaufen wird Russland sein Gas sowieso und da ist es doch besser, Russland ist von uns abhängig – und zwar einseitig abhängig“, sagt Fuest. Man müsse in der Lage sein, sich relativ schnell unabhängig zu machen, „aber unklug ist es, den Handel ganz einzustellen und Russland zu nordkoreanisieren, denn das würde dann bedeuten, dass Russland auch nicht mehr vom Westen abhängig ist.“ Deutschland Attraktivität als Investitionsstandort für energieintensive Industrien nimmt laut dem Ifo-Präsidenten ab: „Wir haben bis vor kurzem noch den Standortvorteil günstiger Gasversorgung aus Russland gehabt und es bestand die Aussicht, dass das noch günstiger wird durch Nord Stream 2. Das Thema ist jetzt erledigt.“ Um künftiges Wachstum zu sichern, sei es wichtig, die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland zu regeln. „Wir brauchen eine europäisch koordinierte Energiepolitik“, sagt Fuest. Und: „Wir müssen sehen, dass wir andere Märkte erschließen und uns darauf einstellen, dass das Wachstum des Handels mit China eher abflauen wird, selbst wenn China sich jetzt nicht auf die russische Seite schlägt.“ Denn China werde die Situation beobachten und künftig bei Handelsfragen stärker geopolitisch denken, „sich also stärker unabhängig machen vom Westen“. Das seien alles keine guten Nachrichten für Deutschland. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 25, 202225 min

Ep 449USA schlagen Europa: Warum sich das Bewertungsgefälle am Aktienmarkt noch vergrößern könnte

Die europäischen Aktienmärkte sind niedriger bewertet als die Indizes an der Wall Street und bieten das größere Aufholpotenzial. Doch der US-Markt bleibt auch 2022 robuster. Viele Experten waren nach der Coronakrise zuversichtlich, dass die niedriger bewerteten europäischen Börsen in diesem Jahr eine Aufholjagd starten und die Märkte in den USA schlagen könnten. Doch bislang kam es anders: Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ist der US-Leitindex Dow Jones um mehr als fünf Prozent gestiegen. Sein europäisches Pendant, der Euro Stoxx 50, hat im selben Zeitraum hingegen um neun Prozent nachgegeben. Aktienanalyst Ulf Sommer erklärt in der neuen Folge von „Handelsblatt Today Extended“, warum die US-amerikanischen Aktienmärkte besser dastehen als die europäischen und warum sich der Bewertungsabstand in diesem Jahr sogar noch vergrößern könnte. Auf den ersten Blick erscheint die deutlich straffere Geldpolitik in den USA als Nachteil im Vergleich zu Europa, wo die EZB bislang an den Niedrigzinsen festhält. Doch Sommer erklärt, warum selbst das kein großes Hemmnis für den US-Aktienmarkt darstellt und der transatlantische Vergleich deutlich zu Gunsten der USA ausfällt. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

Apr 24, 202221 min

Ep 448Netflix, Tesla & SAP im Aktiencheck: Lohnt sich der Einstieg?

Zwischen Inflationssorgen, Ukrainekrieg und Lieferengpässen geht eine weitere Bilanzwoche zu Ende. Aktienanalyst Michael Jakob identifiziert Gewinner und Verlierer. Steigende Energiekosten und anhaltende Lieferkettenprobleme sind nur zwei der vielen Unwägbarkeiten, die weiterhin für Unsicherheiten an den Märkten sorgen. Mit Spannung erwarteten Anlegerinnen und Anleger deshalb in dieser Woche die Quartalszahlen etlicher Unternehmen. In dieser Folge Handelsblatt Today analysiert Michael Jakob, Gründer und Geschäftsführer des Aktienanalyseportals AlleAktien, die Ergebnisse dreier Unternehmen, die in dieser Bilanzwoche besonders aufgefallen sind: Tesla, Netflix und SAP. Netflix: Erster Nutzerrückgang seit einem Jahrzehnt Der Streaminganbieter Netflix musste aufgrund sinkender Abonnentenzahlen zeitweise einen Aktieneinsturz von rund 40 Prozent verkraften. Laut Jakob gibt es für den Nutzerrückgang vier Gründe. Einer davon sei die allmähliche Rückkehr zur Normalität. „Nach zwei Jahren Corona, wo wir alle viel Fernsehen geschaut haben, wollen wir auch wieder etwas anderes machen.“ Der Krieg in der Ukraine sei für das Unternehmen gleich in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung. Zum einen habe die Kündigung der in Russland ansässigen Abonnentinnen und Abonnenten eine Lücke hinterlassen. Zum anderen mindere die erhöhte Inflation die Kaufkraft vieler Konsumenten in anderen Ländern. Tesla und SAP: Tech ist nicht gleich Tech Der Elektroautomobilhersteller Tesla hingegen bleibt auch nach Vorlage der Quartalszahlen auf der Überholspur. Trotz des weltweiten Chipmangels konnte das Unternehmen seine Aktionäre mit massiven Gewinn- und Umsatzsteigerungen überzeugen. „Tesla ist einfach der klare Marktführer in E-Mobilität und die Kunden wollen diesen Trend mitnehmen“, sagt Jakob. Seine Renditeerwartung an das Unternehmen liegt bei 15 Prozent in den nächsten zehn Jahren. Der Softwarekonzern SAP meldete erst am Freitag seine Quartalsergebnisse. Zwar ist der Umsatz mit elf Prozent stärker gestiegen als Analysten erwartet hatten. Gleichzeitig brach jedoch der Gewinn um 41 Prozent ein. Während die Aktie die Bekanntgabe des Russland-Rückzugs tendenziell positiv aufgenommen hat, reagierte der Kurs sensibel auf den Gewinneinbruch. Im Laufe des Tages gab die Aktie um bis zu fünf Prozent nach. Jakob kann dieser Bilanz teilweise etwas Gutes abgewinnen: „Was in den aktuellen Zahlen positiv ist, ist dass sich der Cloud-Umsatz um 25 Prozent erhöht hat. Wenn das so weiter geht, sehe ich SAP in Zukunft als Gewinner.“ *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

Apr 22, 202229 min

Ep 447Warum sich viele Franzosen von Macron nicht gehört fühlen / Geldpolitik der EZB und Fed im Vergleich

Vier Tage vor der Stichwahl in Frankreich trafen der amtierende Präsident Emmanuel Macron und seine Kontrahentin Marine Le Pen im ersten und einzigen TV-Duell aufeinander. Bereits 2017 standen sich Macron und Le Pen in der Stichwahl gegenüber. Damals gewann Macron mit rund 66 Prozent der Stimmen die Wahl. Ein so klares Ergebnis ist dieses Mal nicht zu erwarten: Laut aktuellen Umfragen kommt Le Pen in der Stichwahl am kommenden Sonntag auf 44 Prozent, Macron auf 56 Prozent. Handelsblatt-Textchef Christian Rickens spricht in der aktuellen Folge von „Handelsblatt Today“ darüber, was es für Deutschland und Europa bedeuten würde, wenn Le Pen wider Erwarten die Präsidentschaftswahl doch gewinnen sollte: „Le Pen steht für einen Kurs, der das Land zurückwerfen würde.“ Sie wolle die Integration in die militärischen Strukturen der Nato aufgeben, deutsch-französische Rüstungsprojekte kippen und das Land zu einem Nationalstaat machen, der ohne seine Verbündeten auskommt. Macrons Vorsprung in den Umfragen mache ihn derzeit zum Favoriten, doch es könne auch zu bösen Überraschungen kommen. Der Krieg in der Ukraine und die Inflationssorgen der Bürger ließen die politische Stimmungslage fluider wirken. „Es werden Erinnerungen an Trumps Wahl 2016 oder den Brexit wach“, so Rickens. „Auch hier signalisierten die Umfrageergebnisse bis zuletzt das Gegenteil – bis es schließlich zum bösen Erwachen kam.“ Außerdem: Die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) reagieren bislang unterschiedlich auf die stagflationären Tendenzen. Doch welche Strategie ist in der aktuellen Situation die bessere? Sollten die Zinsen angesichts der hohen Inflation zügig erhöht werden, wie es die Fed vorhat oder ist das vorsichtige Vorgehen der EZB angesichts der Rezessionsgefahr sinnvoller? Auf was müssen sich die Aktienmärkte in den kommenden Monaten einstellen? Und droht infolge des Ukrainekriegs gar eine Zweiteilung der Weltwirtschaft? Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer liefert Antworten auf diese Fragen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 21, 202230 min

Ep 446Ukraine-Krieg bremst Weltwirtschaft: Droht ein Jahrzehnt der Stagflation?

Der Ukrainekrieg bremst die Weltwirtschaft und könnte eine lange Phase der Stagflation einläuten. Was den IWF auf seiner Frühjahrstagung beschäftigt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft von 4,4 Prozent im Januar auf nun 3,6 Prozent gesenkt. Zwischen den beiden Schätzungen liegen der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und zahlreiche Sanktionen gegen den Kreml. Hauptstadtredakteur Julian Olk erklärt in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“, inwieweit nun ein Jahrzehnt der Stagflation droht, welche Auswirkungen ein Öl- und Gasembargo hätte und wie schnell sich die Weltwirtschaft vom Krieg in der Ukraine erholen könnte. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 20, 202223 min

Ep 445Ukraine-Krieg und Corona: Wie VW, BMW und Co. die Lieferketten-Krise bewältigen wollen

Die deutsche Automobilbranche hat die jüngsten Produktionsausfälle bewältigt. Um derartige Probleme künftig zu vermeiden, brauchen die Hersteller einen Ausweichplan. Im vergangenen Jahr machten vor allem die coronabedingten Lieferengpässe und der allgemeine Chipmangel den Autobauern die Produktion der Fahrzeuge schwer. Kurzarbeit und stillstehende Fließbänder verursachten zusätzliche Verzögerungen bei der Autoherstellung. Dennoch verzeichneten die Autobauer im letzten Jahr hohe Gewinne. Der Luxushersteller Porsche beispielsweise konnte 2021 ein Wachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Die positive Bilanz hing unter anderem damit zusammen, dass die Produktion günstigerer Autos reduziert wurde, erklärt Handelsblatt-Automobilexperte Stefan Menzel im Podcast „Handelsblatt Today“: „Die ohnehin schon knappen Chips wurden dann eher für Audi und Porsche verwendet, während günstigere Marken wie Seat, VW und Skoda direkt weniger bekommen haben und dadurch weniger produzierten.“ Der Krieg in der Ukraine hat nun erneut Verzögerungen bei den Lieferketten verursacht. Bei einem Bauteil wird dieser Engpass besonders deutlich: Der Auto-Kabelbaum sei laut Menzel vergleichbar mit dem Nervensystem von Lebewesen. Die elektrische Leitungsstrecke verbindet die wesentlichen Bestandteile des Autos und macht dieses erst fahrtüchtig. Da VW und seine Tochtermarken überwiegend Kabelbäume aus der Westukraine bezogen haben, hat der Ausbruch des Krieges diese deutschen Autobauer besonders hart getroffen. „Daimler und BMW dann weniger – das war dann einfach erst mal Glück und Pech im Leben“, sagt Menzel, „Andere Autobauer wie Renault beziehen ihre Kabelbäume beispielsweise aus Rumänien und Tunesien und waren somit weniger betroffen.“ Die Produktionsausfälle seien jedoch gut aufzuholen: Die fehlenden 100.000 bis 150.000 Teile könnten die Autokonzerne laut Menzel gut im Laufe des Jahres produzieren. „Autohersteller sind bestrebt, die Zulieferteile aus der Region zu bekommen“, sagt Menzel. Da das Kriegsgeschehen jedoch so unvorhersehbar ist, haben BMW, VW und Co. nun zunehmend damit angefangen, eine Parallelproduktion in anderen Ländern und Standorten aufzubauen – für den Fall, dass die komplette Produktion in der Ukraine ausfallen sollte. Der Autoexperte gibt jedoch zu bedenken: „Asien ist der wichtigste Produktionsstandort für Chips. Autobauer müssen den weiteren Verlauf beobachten und abwägen.“ *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 19, 202230 min

Ep 444Hohe Inflation, keine klaren Ansagen: Hat die EZB ein Kommunikationsproblem? / Warum SAP in der Midlife-Crisis steckt

Die EZB belässt die Zinsen wie erwartet auf dem bisherigen Niveau. Doch es gibt keine klaren Hinweise auf mögliche Schritte zur Inflationsbekämpfung. Angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum ist zuletzt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) gewachsen, ihre Geldpolitik zu straffen. Doch auch nach der heutigen EZB-Ratssitzung gibt es keine konkreten Aussagen darüber, ob und wann es Zinserhöhungen in diesem Jahr geben könnte. EZB-Präsidentin Christine Lagarde beließ es einmal mehr bei Andeutungen. Ab dem dritten Quartal könnte das Anleihekaufprogramm beendet werden, doch auch hier wollte sich die EZB nicht auf ein konkretes Datum festlegen. Jan Mallien, der geldpolitische Korrespondent des Handelsblatts, hat die Beschlüsse der EZB in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“ eingeordnet. Einerseits kann Mallien verstehen, dass die EZB weiterhin einen vorsichtigen Kurs fährt, da die Konjunkturrisiken infolge des Ukrainekriegs gestiegen sind und eine zu aggressive Geldpolitik die Rezessionsgefahr erhöhen würde. Andererseits sieht er in der unklaren Kommunikationsstrategie der EZB auch eine Gefahr: Es könnte der Eindruck entstehen, dass die EZB gar nicht willens ist, die Inflation entschieden zu bekämpfen, was wiederum Einfluss auf die Inflationserwartungen hätte und beispielsweise in Tarifverhandlungen einfließen könnte. Das wiederum könnte eine gefürchtete Lohn-Preis-Spirale auslösen. Außerdem: Ausgerechnet zum 50. Geburtstag werden beim Softwarekonzern SAP die Probleme immer präsenter: Der Umstieg auf cloudbasierte Produkte verläuft schleppend, gleichzeitig greifen Wettbewerber wie Salesforce oder Celonis den wichtigsten deutschen Tech-Konzern an. Der Vergleich mit einer Midlife-Crisis liegt aus der Sicht des Handelsblatt-Textchefs Christian Rickens nahe. Schließlich müsse sich SAP nach vielen erfolgreichen Jahren nun neu erfinden. „SAP hat den Anspruch, mit seiner Software alles abzubilden und miteinander kompatibel zu machen“, sagt Rickens im Podcast. Die Gefahr sei nun, dass die Spezialisten die Daten abgreifen, die SAP in großen Mengen abwerfe und damit für die Kunden einen Mehrwert schaffen. Eine ähnliche Situation habe es allerdings auch schon während der Nullerjahre gegeben, gibt Rickens zu bedenken. Zu der Zeit habe SAP-Mitgründer Hasso Plattner entscheidend dazu beigetragen, dem Unternehmen aus der Krise zu helfen. Jetzt kämpft SAP erneut darum, in einer Technologiewelt zu bestehen, in der Software zur Dienstleistung aus der Cloud wird und Künstliche Intelligenz Geschäftsprozesse von der Maschinenwartung bis zur Buchhaltung verändert. „Die Frage ist, ob Plattner und SAP-Chef Christian Klein diesen Wandel gemeinsam schaffen werden“, sagt Rickens. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 14, 202238 min

Ep 443Drohendes Öl-Embargo, freigegebene Reserven: Tauziehen um den Ölpreis

Die Belastungen und das Preisniveau am Ölmarkt sind hoch – und könnten es auch in Zukunft bleiben. Welche Mechanismen den Ölpreis beeinflussen. Der Preis für Rohöl hat die großen Aufschläge seit Kriegsbeginn bereits hinter sich gelassen. Im Vergleich zum Jahresanfang ist der Rohstoff jedoch weiterhin deutlich teurer. Nach Entspannungen zum Wochenbeginn ist der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent am Dienstag auf 105,03 Dollar gestiegen. Das sind 6,60 Dollar mehr als noch am Montag. Welche Mechanismen den Ölpreis beeinflussen, welche Alternativen es zu russischem Öl gibt und was die aktuelle Lage für die Endverbraucher bedeutet, erklärt Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 13, 202223 min

Ep 442Inflation bekämpfen und Rezession riskieren? Die Fed steckt in einem Dilemma

Die US-Inflation steigt auf 8,5 Prozent. Börsenexperte Markus Koch erklärt, wie die Wall Street darauf reagiert hat. Die Fed sucht einen Mittelweg. Die US-Inflationsrate ist im März auf den höchsten Stand seit Dezember 1981 gestiegen – nämlich um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Und auch wenn einige Ökonomen wie Bernd Weidensteiner von der Commerzbank die Chance sehen, dass die Inflation damit ihren Höhepunkt erreicht hat, dürfte sie noch einige Zeit auf einem außergewöhnlich hohen Niveau verharren. Das wiederum könnte eine sogenannte Lohn-Preis-Spirale in Gang bringen, bei der sich Lohn- und Preiserhöhungen gegenseitig verstärken. Somit bleibt der Druck auf die US-Notenbank Fed hoch, die Teuerung in den Griff zu bekommen und die Geldpolitik zu straffen. Eine zu schnelle und zu heftige geldpolitische Wende könnte allerdings eine Rezession auslösen. Für die Währungshüter dürfte es äußerst schwierig werden, diesem Dilemma zu entfliehen und einen Mittelweg zu finden. Für die nächsten Fed-Sitzungen Anfang Mai und Mitte Juni werden an den Finanzmärkten bereits mehrere Zinserhöhungen mit Zinsschritten von bis zu 0,5 Prozentpunkten erwartet. Stürzt die US-Wirtschaft in eine Rezession? Und wie könnte sich das an der Wall Street bemerkbar machen? Börsenexperte Markus Koch ordnet in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“ die Lage ein und berichtet, wie die Wall Street auf die neuesten Inflationszahlen reagiert hat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 12, 202220 min

Ep 441Macron vs. Le Pen: Wie die Wahl in Frankreich Europas Schicksal bestimmt / 9.Mai: Stichtag für Putins Ukraine-Strategie

Frankreich steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Der amtierende Präsident Emmanuel Macron tritt in zwei Wochen gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen in der Stichwahl an. Diese Konstellation gab es bereits bei der letzten Wahl vor fünf Jahren. Damals gewann Macron klar mit 66 zu 34 Prozent gegen Le Pen. Auch bei dieser Stichwahl gilt Macron als Favorit, doch aktuelle Umfragen bescheinigen ihm nur einen hauchdünnen Vorsprung. Paris-Korrespondent Gregor Waschinski berichtet in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“ über die Ausgangssituation und erklärt, welche Wählergruppen bei der Stichwahl besonders wichtig werden dürften. Außerdem: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat in den vergangenen Tagen mehrfach schnelle Waffenlieferungen vom Westen gefordert. Heute wurde bekannt, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall bis zu 50 Leopard-1-Kampfpanzer an die ukrainische Armee liefern könnte. Der internationale Handelsblatt-Korrespondent Mathias Brüggmann spricht über die erwartete russische Offensive in der Ostukraine, den für Putin wichtigen 9. Mai und sein Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 11, 202229 min

Ep 440Vier Risiken für die deutsche Wirtschaft: Diese Unternehmen sind die Krisenverlierer

Pandemie und Ukrainekrieg sorgen global für wirtschaftliche Probleme. Aktienanalyst Ulf Sommer erklärt, wie sie deutsche Unternehmen derzeit ausbremsen. Steigende Energiepreise, Rohstoffknappheit, unterbrochene Lieferketten – für die meisten deutsche Betriebe stellt der Krieg in der Ukraine eine Herausforderung dar. Viele Unternehmen haben bereits ihre Gewinnprognosen für dieses Jahr angepasst. Eine Branche, die es besonders trifft, ist die Flugbranche. „Die Lufthansa hat ihre Gewinnschätzung bereits um 70 Prozent reduziert und es wird bereits mit Verlusten gerechnet“, sagt Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer. Im ersten Teil des Handelsblatt Today Extended Live-Podcasts erklärte Sommer bereits, welche Unternehmen trotz der prekären Lage Gewinne verzeichnen können. In dieser Folge spricht er über die Krisenverlierer und die Risiken, die derzeit viele deutsche Unternehmen aufgrund des Krieges belasten. Vor allem die Chemie- und die Automobilbranche haben mit Verlusten zu kämpfen. Beide Branchen sind stark von intakten Lieferketten abhängig. Ein weiterer Grund für die abgeschwächten Gewinnprognosen, sei die Aufgabe der Russlandgeschäfte. Das betrifft unter anderem die Flugbranche, denn durch Flugverbote in Russland fällt ein wesentlicher Teil des Urlaubsgeschäftes weg. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel beispielsweise erwirtschaftet fünf Prozent seines Gesamtgewinnes in Russland. Sommer hält dies jedoch eher für die Ausnahme und erklärt, dass die 100 größten, börsennotierten deutschen Unternehmen jeweils etwa ein Prozent ihrer Umsätze in Russland erzielen. „Das mag wenig sein, die Auswirkungen sind jedoch groß“, kommentiert er. Aktuell sei die Wirtschaftslage schlechter als im März 2020, „aber immernoch besser als im fortwährenden Stadium der Pandemie.“ Auch die Aussichten seien heute schlechter als damals. Das liege an den zahlreichen Sanktionen und den dadurch unterbrochenen Handelsströmen und Material- sowie Rohstoffknappheiten. Für Anleger der krisengebeutelten Unternehmen bestehe jedoch nicht automatisch Grund zur Sorge: "Endet der Krieg rasch, haben diese Aktien sicherlich mehr Aufwärtspotenzial als der Durchschnitt des Marktes." *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

Apr 10, 202227 min

Ep 439Was hat Tesla-Chef Elon Musk mit Twitter vor? / Ukraine-Krieg: Bund beschließt Milliarden-Hilfspaket für Unternehmen

Im Silicon Valley fragen sich viele, was Tesla-Chef Elon Musk mit seinem Einstieg bei Twitter eigentlich bezweckt. „Twitter passt nicht unbedingt in die Firmenlandschaft, die Musk bisher aufgebaut hat“, sagt Stephan Scheuer, Silicon-Valley-Reporter beim Handelsblatt, in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Zudem dürfte sich im Verwaltungsrat ein Machtkampf zwischen Elon Musk und dem Twitter-Chef Parag Agrawal anbahnen, da beide unterschiedliche Vorstellungen von Redefreiheit haben und aus diesem Grund auch schon aneinandergeraten waren. „Ein Konflikt ist vorprogrammiert“, glaubt Scheuer. Außerdem: Die Bundesregierung hat sich auf ein Hilfspaket für Unternehmen geeinigt, die an den Folgen des Ukrainekrieges und der Abkopplung von Russland leiden. Für die gebeutelte Energiewirtschaft sind mit einer Bundesgarantie unterlegte Kreditlinien der staatlichen Förderbank KfW geplant. Julian Olk aus dem Berliner Hauptstadtbüro gibt einen ersten Überblick. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 8, 202230 min

Ep 438Immobilien: Hat der Preisanstieg bald ein Ende? / Wie sich deutsche Unternehmen auf den Energieboykott vorbereiten

Im letzten Quartal 2021 sind die Preise für deutsche Wohnimmobilien im Rekordtempo gestiegen – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 12,2 Prozent. Doch laut einer Studie der Deutschen Bank könnte es 2024 zu einem leichten Preisrückgang kommen. Die Gründe für die Trendwende erklärt Handelsblatt-Immobilienexperte Carsten Herz in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Außerdem: Das fünfte EU-Sanktionspaket sieht ein Verbot für Kohle-Importe aus Russland vor. Als nächstes könnten Öl- und Gasembargos folgen – mit ernsten Folgen für die deutsche Wirtschaft. Handelsblatt-Redakteur Christian Rickens erklärt, wie sich deutsche Unternehmen auf einen möglichen Energieboykott vorbereiten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 7, 202232 min

Ep 437RWE, Siemens & Co: Diese sieben Aktien trotzen dem Krisenmarkt / Was steckt in Habecks „Osterpaket“?

Der Ukraine-Krieg hat die Ausgangslage für viele Unternehmen deutlich verschlechtert: Steigende Rohstoffkosten, teurer Strom, gestörte Lieferketten und Materialmangel angesichts der verschärften Sanktionen gegen Russland dürften nach dem Rekordjahr 2021 bei der Mehrzahl der Konzerne für sinkende Gewinne sorgen. Allerdings profitieren einige Unternehmen sogar von der plötzlich veränderten Nachfrage oder den knapper werdenden Ressourcen. In der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“ spricht Aktienanalyst Ulf Sommer über Aktien, die dem Krisenmarkt trotzen könnten. Außerdem: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat ein „Osterpaket“ vorgestellt, das die erneuerbaren Energien vorantreiben soll. Energiepolitik-Experte Klaus Stratmann stellt die Inhalte vor und erklärt, ob mit dem „Osterpaket“ nun der Ausbau der erneuerbaren Energien tatsächlich beschleunigt wird. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 6, 202229 min

Ep 436Habeck greift bei Gazprom Germania durch / Öl, Kohle, Gas: Welches Embargo sich Deutschland wann leisten kann

Die Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha haben weltweit für Entsetzen gesorgt und den Druck auf Deutschland erhöht, die Energieimporte aus Russland zu stoppen. Die EU plant ein neues Sanktionspaket, das unter anderem ein Importverbot für russische Kohle beinhaltet. Ingrid Nestle und Michael Kruse, die energiepolitischen Sprachrohre der Grünen und der FDP, plädieren für ein besonnenes Vorgehen – und einen schrittweisen Ausstieg. Wie dieser aussehen kann, erfahren Sie in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Außerdem geht es um die Hintergründe der spektakulären Machtübernahme der Bundesnetzagentur bei Gazprom Germania. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 5, 202235 min

Ep 435Cum-Ex-Prozess gegen Hanno Berger gestartet – die Schlüsselfigur im größten deutschen Steuerskandal

Hanno Berger gilt als Schlüsselfigur im Cum-Ex-Skandal. Ihm wird Betrug und Steuerhinterziehung in Höhe von mehr als 278 Millionen Euro vorgeworfen. Die Cum-Ex-Schlüsselfigur Hanno Berger muss sich seit dem heutigen Montag vor einer Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Bonn wegen schwerer Steuerhinterziehung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Aktien mit und ohne Dividendenanspruch im Kreis gehandelt zu haben. Dadurch wurden einmal angefallene Kapitalertragsteuern mehrfach erstattet. Solche Cum-Ex-Geschäfte sollen den deutschen Staat mehr als zwölf Milliarden Euro gekostet haben. Der „Staatsfeind Nummer eins“, wie manche Berger nennen, hielt sich neun Jahre in der Schweiz versteckt, um seinem Prozess in Deutschland zu entfliehen. Ende Dezember wurde er dann nach Deutschland ausgeliefert. Die Handelsblatt-Investigativ-Reporter René Bender und Volker Votsmeier waren beim Prozessauftakt dabei. Sie berichteten bei „Handelsblatt Today“ direkt aus dem Bonner Gericht über den Ablauf und die Eindrücke des ersten Prozesstages. Außerdem: Die Bilder aus der Stadt Butscha, einem Vorort nahe Kiew, haben am Wochenende die Welt erschüttert. Zu sehen sind zahlreiche erschossene Zivilisten auf den Straßen und aufgeschüttete Massengräber. Daraus werden weitere Sanktionen gegen Russland folgen, doch können diese neues Leid verhindern? Politikredakteur Martin Greive verrät, ob es nun doch zu einem baldigen Gasembargo kommen könnte und welche Sanktionen sonst noch möglich und schmerzhaft für Russland wären. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Apr 4, 202223 min