
Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
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Ep 534Wie Käufer vom angespannten Immobilienmarkt profitieren können / Milliardenverluste bei Siemens
Erhöhte Bauzinsen, Inflation, Rohstoffmangel - die Konditionen für den kauf einer eigenen Immobilie stehen denkbar schlecht. Wie Anleger dennoch am Immobilienmarkt davon profitieren können. Der Immobilienmarkt ist angespannt, für viele Menschen droht der Traum von den eigenen vier Wänden nun zu platzen: Grund dafür sind vor allem die stark gestiegenen Bauzinsen. Die haben sich seit Beginn des Jahres verdreifacht und liegen aktuell bei etwa 3 Prozent. Aber auch die Inflation, der Rohstoff- und Handwerkermangel sorgen zusätzlich für Verunsicherung - sowohl bei Käufern als auch Verkäufern. „Die Menschen sind vorsichtig und zurückhaltend. Sie schauen, in welche Richtung sich der Markt bewegt,“ sagt Jörg Utecht, Chef des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp, im Podcast Handelsblatt Today. Mit Host Agatha Kremplewski bespricht Utecht, warum er gerade wegen der hohen Bauzinsen Chancen für Immobilienverkäufer sieht. „Wir können hier noch nicht von einem Ende des Immobilienbooms sprechen, doch leichte Preisrückgänge von ca. einem Prozent sind jetzt schon sichtbar“, erklärt Utecht. Wie Käufer von der aktuellen Lage profitieren können, erklärt er in der aktuellen Podcast-Folge. Außerdem: Siemens hat im dritten Quartal 2022 rote Zahlen geschrieben: 1,5 Milliarden Euro hat der Konzern verloren. Woran das liegt, erklärt Axel Höpner im Podcast. Er ist Leiter des Handelsblatt-Büros in München. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 533Turbulente Zeiten an der Börse: Wann endet der Bärenmarkt?
Neigt sich der Bärenmarkt dem Ende zu? Das jedenfalls hoffen derzeit viele Anleger. Ganz so eindeutig ist das aber nicht. Denn es gibt nach wie vor Anlass zu Pessimismus. Mit dem Dax geht es wieder bergauf. Der deutsche Leitindex legte innerhalb eines Monats um zehn Prozent zu. Mittlerweile hat er sich wieder mehr als 1000 Punkte von seinem Jahrestiefpunkt Anfang Juli erholt – das schürt die Hoffnung bei Anlegern, dass das Schlimmste an der Börse nun überstanden ist. Ist der Bärenmarkt nun vorbei? Noch können Anleger nicht aufatmen, erklärt Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer im Gespräch mit Ina Karabasz bei Handelsblatt Today Extended. „Das beste Signal für einen endenden Bärenmarkt ist, dass die Börse nicht mehr auf schlechte Nachrichten reagiert, weil alle die verkaufen wollen, schon verkauft haben“, sagt er in der heutigen Sendung. „So weit sind wir aber noch nicht.“ Trotzdem gibt es in den letzten vier Wochen mehr Optimisten als Pessimisten – das zeigen die steigenden Kurse. Wie sieht also die langfristige Perspektive an der Börse aus? Neigt sich der Bärenmarkt nun wirklich dem Ende zu oder werden doch eher die pessimistischen Stimmen diejenigen sein, die recht behalten? Außerdem: Das 1,5-Grad-Ziel ist angesichts konstant steigender CO2-Emissionen wohl nicht mehr zu halten. Berlin und Brüssel müssen jetzt damit anfangen, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, fordert Handelsblatt-Redakteur Kevin Knitterscheidt in seinem Kommentar. Er erklärt, warum wir uns seiner Ansicht nach Rücksicht auf klagende Anwohner und artenschützende Umweltverbände nicht mehr leisten können. Host der heutigen Ausgabe ist Tobias Gürtler. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 532Auf diese Signale achten Profianleger derzeit
Der Deutsche Leitindex konnte sich im vergangenen Monat von seinem Allzeittief Anfang Juli erholen. Trotzdem setzen Hedgefonds vermehrt auf fallende Kurse. Welche Strategie dahintersteckt. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen sind die Kurse vieler Aktienunternehmen gestiegen. Das ließ sich zuletzt auch am Dax ablesen. Der Leitindex konnte in den letzten Wochen einen neuen Rekord für das laufende Börsenjahr aufstellen: Drei Wochen in Folge legte der wichtigste deutsche Index zu. Binnen eines Monats ist der Kurs um rund 10 Prozent gestiegen und hat seit dem Jahrestief Anfang Juli mehr als 1000 Punkte zurückgelegt. Viele Anlegerinnen und Anleger hoffen deshalb auf eine Trendwende am Markt. Doch eine entscheidende Anlegergruppe bleibt skeptisch: Hedgefonds bzw. Shortseller, die aktiv auf fallende Aktienkurse spekulieren. Die Zahl der Short-Positionen bei den 160 größten deutschen Aktien liegt derzeit 22 Prozent über dem Niveau von März. Bei jedem zweiten Wert gibt es aktuell mindestens eine Short-Wette. Das hat eine Handelsblatt-Auswertung von Bundesanzeiger-Daten ergeben. „Derzeit gibt es verschiedene Risikofaktoren, die auf den Konjunkturaussichten lasten und sich auch in den Aktienmärkten niederschlagen“, sagt Finanzökonom Volker Brühl vom Center for Financial Studies in Frankfurt in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Mit Host Lena Jesberg spricht er über die Auslöser für fallende Kurse, wie etwa die Folgen des Ukrainekrieges, die steigenden Energiepreise und die hohe Inflation. Durch den kontinuierlichen Strom an Neuigkeiten werden diese Risikofaktoren laut Brühl stetig von allen Marktbeteiligten neu bewertet. „Am Ende ist die Aktienbörse auch nichts anderes als ein Schmelztiegel von Informationen, die von Investoren unterschiedlich verarbeitet werden“, erklärt der Ökonom. In der aktuellen Folge geht es darum, welche Strategien Anlegerinnen und Anleger aus dem derzeitig „bärischen“ Verhalten der Profianleger ableiten können, mit welchen Risiken Anleger beim Shortselling rechnen müssen und welche Indikatoren für bzw. gegen eine anstehende Trendwende am Aktienmarkt sprechen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 531Inflation könnte bald ihren Höhepunkt erreichen / Handelskrieg mit China käme Deutschland sechsmal teurer als Brexit
Die Inflation in Europa ist schon jetzt so hoch wie noch nie seit der Euro-Einführung. Doch in den kommenden Monaten könnte es weitere Preisschübe geben. Die Inflation hat Europa fest im Griff. Im Euro-Raum ist sie im Juli auf 8,9 Prozent und damit auf einen neuen Rekordwert seit der Euro-Einführung gestiegen. Nicht ohne Grund ist laut einer Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey die Inflation die zurzeit größte Sorge der Deutschen. Doch die massiven Preisanstiege könnten bald zu Ende sein – zumindest in den USA. Viele Ökonomen und auch Tesla-Chef Elon Musk sehen Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Inflation in den Vereinigten Staaten bereits erreicht sein könnte oder vielleicht sogar schon überschritten wurde. „Im Euro-Raum wird es noch ein bisschen dauern. Da wird mit dem Wendepunkt im September oder Oktober gerechnet“, erklärt Geldpolitik-Experte Jan Mallien in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Er spricht mit Host Anis Micijevic darüber, warum Europa den USA bei der Inflationsentwicklung hinterherhinkt, welche besonderen Risikofaktoren es zu berücksichtigen gilt und ob er eine Fortführung des Neun-Euro-Tickets als sinnvoll erachtet. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 530Gas-Umlage: Wie teuer wird es wirklich? / Wie aktivistische Investoren Aktienkurse und Firmen beeinflussen
Die geplante Gas-Umlage sorgt dafür, dass Gas-Versorger nicht mehr auf den hohen Beschaffungskosten sitzen bleiben. Für Privathaushalte wird es dadurch jedoch noch teurer. Am Donnerstag hat das Bundeskabinett die geplante Gas-Umlage der Regierung gebilligt. Mit diesem Verfahren plant die Koalition, die Gas-Importeure zu entlasten. Diese müssen ihr Gas nämlich an anderer Stelle einkaufen als beim Hauptimporteur Russland, der die Liefermengen gedrosselt hat. Zukünftig sollen Versorger wie der Konzern Uniper die gestiegenen Kosten an ihre Kunden aus der Industrie und an Privathaushalte weitergeben können, statt darauf sitzen zu bleiben. Durch diese Umstellung soll schließlich der Kollaps der Gas-Versorgung entlang der gesamten Lieferkette verhindert werden. Dieses Unterfangen belastet allerdings die privaten Verbraucher, die schlussendlich mehr bezahlen müssen, verrät Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann im Gespräch mit Handelsblatt Today-Host Sonja Schlacht. Denn die Umlage kommt zusätzlich zu Preiserhöhungen auf die Rechnung, die regionale Gas-Versorger bereits angekündigt haben. In der heutigen Sendung erfahren Sie, was Sie als Privathaushalt durch die Gas-Umlage erwartet. Außerdem: Sowohl bei der Plattform Pinterest als auch beim Bezahldienst Paypal ist ein neuer Großinvestor eingestiegen. Dabei handelt es sich um einen namhaften aktivistischen Investor. Was das genau heißen soll, erklärt Handelsblatt-Redakteur Peter Köhler. Er spricht darüber, wie solche Aktionäre auf Unternehmen einwirken können, wieso bei ihrem Einstieg Kurse klettern und warum sie sich plötzlich auch für europäische Firmen interessieren. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 529Amazon-Umbau: Sechs Problembereiche entscheiden über das Kurspotenzial / Kommentar zum Taiwan-Besuch: Das war unnötig
Amazon hat die Entwicklung des Onlinehandels maßgeblich geprägt. Doch um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, sind Veränderungen notwendig. Die Amazon-Aktie ist seit Jahresbeginn um 18 Prozent gefallen. Der Konzern steht aktuell vor großen Herausforderungen, muss sich neu erfinden und weitere Geschäftsmodelle entwickeln. Zuletzt investierte Amazon rund vier Milliarden Dollar in den Gesundheitsbereich. Das Unternehmen One Medical betreibt in den USA insgesamt 182 Hausarzt-Filialen und gehört nun ebenfalls zum Marktführer des Onlinehandels. Während Amazon-Chef Andy Jassy enthusiastisch in die Zukunft blickt, ist sich Handelsblatt-US-Korrespondent Felix Holtermann sicher, dass es noch einige Themen gibt, an denen der Onlinehändler dringend arbeiten muss. Im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Ina Karabasz nennt Holtermann sechs Problembereiche, die optimiert werden müssen, damit Amazon weiter erfolgreich bleibt. Denn auch die Politik nimmt den Konzern immer stärker ins Visier. Was das Ganze auch aus Anlegersicht bedeutet, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: China macht seine Drohungen wahr und lässt das Militär vor Taiwan für Manöver auflaufen. Eine solche Entwicklung hatte Handelsblatt-Meinungschef Jens Münchrath schon befürchtet. Hören Sie in der heutigen Folge seinen Kommentar dazu. Hier geht es zu unserer Umfrage: https://app.sli.do/event/dRKK9vd3wkpTMf31aXPYYg/embed/polls/6f9aaa9a-a827-418b-aff2-6e1995908920 *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 528China-Taiwan-Konflikt droht zu eskalieren – der nächste Schock für die Weltwirtschaft?
Der Taiwan-Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi erzürnt China. Eine Eskalation des Konflikts hätte weitreichende Folgen. Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, hat trotz scharfer Drohungen aus China den demokratischen Inselstaat Taiwan besucht. Die kommunistische Führung in Peking sieht Taiwan als Teil der Volksrepublik an und empfindet Pelosis Besuch als große Provokation. China hat inzwischen als Reaktion darauf erste Wirtschaftssanktionen gegen Taiwan verhängt. Weitere könnten folgen – möglicherweise auch gegen westliche Unternehmen. Zudem hatte es schon vor Pelosis Besuch Befürchtungen gegeben, dass sich China die Inselrepublik gewaltsam einverleiben könnte – erst recht seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine. Das Risiko einer militärischen Eskalation ist nun deutlich gestiegen. Chinas Volksbefreiungsarmee erhöht die Drohkulisse mit Manövern, Schießübungen, Militärflugzeugen und Kriegsschiffen nahe Taiwan und der Sperrung von Seegebieten. China-Expertin Dana Heide spricht mit Handelsblatt Today-Host Anis Mičijević über die geopolitische Dimension des Konflikts. Außerdem: Taiwan ist systemrelevant für die globale Halbleiterindustrie, die ohnehin schon seit zwei Jahren mit Lieferkettenproblemen kämpft. Der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC produziert nicht nur Chips für Tech-Riesen wie Apple, sondern auch für deutsche Autokonzerne wie Volkswagen. Chipexperte Joachim Hofer erklärt, wie sich die jüngsten Spannungen zwischen China und Taiwan auf die Branche auswirken und wie es generell um das Geschäft der großen Hersteller steht. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 527Wachstumskiller Inflation: Vier Gründe für das Versagen von EZB und Fed / Türkische Lira stürzt ab
Die Notenbanken haben offenbar zu spät auf die Probleme der Weltwirtschaft reagiert. Das ergab eine Studie eines bekannten Ökonomen. Er kommt unter anderem zu dem Schluss: Die Banker hätten genauer hinschauen müssen. In ihrer letzten Ratssitzung hat die Europäische Zentralbank (EZB) nach elf Jahren die Ära der ultralockeren Geldpolitik beendet und den Leitzins stärker als erwartet um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Beschluss fand in Reaktion auf die stark erhöhte Inflation im Euro-Raum statt, welche im Juni auf 8,6 Prozent gestiegen ist. Doch als Hüter der europäischen Geldwertstabilität, kommt die Reaktion auf den erhöhten Preisdruck in Europa aber auch den USA spät, kritisieren nun einige Ökonomen. Eine Studie der London School of Economics, welche unter der Leitung des prominenten Ökonomen Ricardo Reis durchgeführt wurde, bestätigt dies. „Neben der falsch eingeschätzten Auswirkungen der Covid-Pandemie, haben die Notenbanken laut Reis unter anderem auch die Rolle der Inflationserwartungen unterschätzt, die eigene Glaubwürdigkeit überschätzt und den für die Geldpolitik entscheidenden Gleichgewichtszins zu niedrig eingeschätzt“, erklärt Handelsblatt Finanzredakteur Frank Wiebe. Im Podcast Handelsblatt Today bespricht Wiebe mit Host Ina Karabasz die Ergebnisse der Studie und inwieweit die Notenbanken anders hätten reagieren können. Außerdem: Bei ihrem ersten Staatsbesuch als Bundesaußenministerin in der Türkei und Griechenland hat Grünen-Politikerin Annalena Baerbock mit ihren klaren Worten den Tonus ihrer Vorgänger: Kontroversen mit den Gesprächspartnern wurden nicht nur im Vier-Augen-Gespräch ausgetragen, sondern öffentlich während der Konferenz angesprochen. Vor allem der Insel-Streit zwischen Griechenland und Türkei war ein Teil der Konfrontation. Während des vorangegangenen Besuchs in Athen hatte sich Baerbock klar auf die Seite Griechenlands gestellt. Die angespannte Situation in der Türkei könnte sich demnächst sogar noch verschärfen: Seit Kriegsbeginn nutzt Moskau die bestehende Energieabhängigkeit des Landes als politischen Hebel. Der Hebel wirkt zunehmend stärker, weil die Inflation in der Türkei mittlerweile bei knapp 80 Prozent liegt und die türkische Lira immer mehr an Wert verliert. Im Podcast spricht Handelsblatt Türkei-Korrespondent Ozan Demircan über die Zukunft der türkischen Lira und wie das Land nun zunehmend versucht eigene Quellen zu erschließen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 526Neue EU-Regeln zu grünen Investments: Was Sie bei Ihrem nächsten Beratungsgespräch erwartet
Anlageberater müssen ihre Kunden ab Dienstag zu ihren Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und ihnen entsprechende Finanzprodukte fürs Depot anbieten. Das sehen neue EU-Regeln für die Branche vor. Die EU will, dass Anlegerinnen und Anleger ihre Investitionsentscheidungen künftig stärker an Nachhaltigkeitszielen ausrichten, um so einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Doch die neue Abfragepflicht stellt die Beraterbranche vor zahlreiche Probleme: Nach Auffassung von Experten kommen die neuen komplizierten Vorschriften zu einem generell schwer greifbaren Thema zu früh, weil sie nicht zu Ende vorbereitet sind. Außerdem gelten die Regeln für Zigtausende Berater im Land nicht, was selbst bei den Betroffenen für Unverständnis sorgt. Allein die Frage, wann ein Finanzprodukt wirklich nachhaltig ist, lässt sich derzeit nicht klar beantworten. Dazu fehlen zum einen wichtige Daten und zum anderen gibt es auch keine einheitliche Berechnungsgrundlage. „Die Sparkassen handeln seit einem Monat, als gäbe es die Beratungspflicht schon“, sagt Geldanlage-Expertin Anke Rezmer im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Das Fazit: Das Ganze sei zu kompliziert und die Berater „schlagen vor, die Regeln etwas abzuschwächen“. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 525Zinswende schürt Rezessionsängste: So diversifizieren Sie Ihr ETF-Portfolio in Krisenzeiten
Auf beiden Seiten des Atlantiks stemmen sich die Notenbanken mit Zinserhöhungen gegen die anhaltend hohe Inflation. Im Euro-Raum ist die Inflationsrate im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent gestiegen – auf ein neues Rekordhoch. Die Inflation in den USA kletterte im Juni auf 9,1 Prozent. Und während die EZB den Leitzins erstmals seit elf Jahren auf 0,5 Prozent angehoben hat, liegt das Zinsniveau in den USA bereits deutlich höher – seit der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Doch der Kampf gegen die Inflation hat seinen Preis: Denn höhere Zinsen lassen die Konjunktur abkühlen, das Wirtschaftswachstum wird gebremst und die Gefahr einer Rezession wächst. Für den Aktienmarkt sind das denkbar schlechte Bedingungen. Jan Altmann vom Informationsportal JustETF erklärt in der neuen Folge von Today Extended, warum es sich aus seiner Sicht auch in Krisenzeiten lohnt, eine passive Anlagestrategie zu verfolgen und beispielsweise in ETFs zu investieren. Im Gespräch mit Host Anis Micijevic gibt er darüber hinaus einige Tipps, wie Anlegerinnen und Anleger ihr Portfolio in Zeiten der Zinswende diversifizieren können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Extended-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 524Klimawandel: EZB warnt vor Preisschocks an den Finanzmärkten / Die Start-up-Vision von BMW-Erbin Susanne Klatten
Die Europäische Zentralbank sieht im Klimawandel eine Bedrohung der Finanzsysteme - was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet. Der Wald im Süden Brandenburgs und in Sachsen brennt seit Tagen, die Schäden sind verheerend. Am Freitagvormittag kämpften nur etwas mehr als 220 statt der angekündigten 400 Einsatzkräfte mit Löschpanzern und Wasserwerfern im Nationalpark Sächsische Schweiz gegen die weitere Ausbreitung der Waldbrände. Derzeit werden Brände auf rund 800 Hektar Wald bekämpft. Klimaforscher sind sich mittlerweile einig, dass Waldbrände, Flutkatastrophen und Stürme unumstößliche Folgen des Klimawandels sind. Allein die Flutkatastrophe im Ahrtal letztes Jahr hat Schäden in Höhe von 33 Milliarden Euro verursacht. In einem jüngst veröffentlichten Bericht warnt auch die Europäische Zentralbank (EZB) vor den Folgen des Klimawandels und deren Auswirkungen auf das Finanzsystem. Die Hüter der Geldwertstabilität fürchten, dass Klimakatastrophen zu abrupten Preisschocks an den Finanzmärkten führen können. Welche Gefahren Anlegerinnen und Anleger entstehen, und was die EZB rät, bespricht Finanzredakteurin Yasmin Osman mit Host Agatha Kremplewski im Podcast Handelsblatt Today. Außerdem: Susanne Klatten ist BMW-Erbin und die reichste Frau Deutschlands. Als Gründerin will sie nun mit ihrer Start-up-Strategie ganz Europa erobern. Welche Besonderheiten diese Strategie hat, diskutiert Handelsblatt-Senior Editor Hans-Jürgen Jakobs mit Handelsblatt-Redakteurin Hannah Krolle. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 523Russische Aktien: Anleger bangen um ihr Geld / Fed-Zinserhöhung: US-Wirtschaft schwächelt, doch die Märkte legen zu
Die Fed sagt der hohen Inflationsrate der USA weiterhin den Kampf an und erhöht den Leitzins um 0,75 Prozent. Doch reichen diese Maßnahmen alleine aus? Die US-Notenbank Fed erhöht ihren Leitzins erneut um 75 Basispunkte. Das verkündete Federal Reserve Chef Jerome Powell auf der Sitzung von Mittwochabend. Der US-Leitzins liegt nun in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent. Insgesamt ist dies bereits die vierte Erhöhung in diesem Jahr, um den Kampf gegen die US-Inflationsrate von 9,1 Prozent - dem höchsten Niveau seit 1981 - zu bestreiten. Weitere Zinserhöhungen im September hält Powell für denkbar - doch helfen die Zinserhöhungen als Maßnahme gegen die hohe Inflation? Über die Folgen des Fed-Entscheids diskutiert Host Agatha Kremplewski zusammen mit Astrid Dörner, der US-Korrespondentin des Handelsblatts in New York. Außerdem: Seit dem Ukrainekrieg dürfen Anlegerinnen und Anleger als Teil des westlichen Sanktionspaketes in Deutschland nicht mehr mit russischen Aktien handeln. Das eigene Kapital aus Gazprom, Sberbank, Lukoil und Co. wieder zurückzubekommen ist aktuell kaum möglich. Anlegerinnen und Anleger konnten bis vor dem Krieg die Hinterlegung des Rechts an einer russischen Aktie verbriefen. „Dann zwang das russische Gesetz die heimischen Unternehmen, ihre Hinterlegungsschein-Programme bis zum 6. Mai zu beenden“, erklärt Handelsblatt Finanzredakteur Ingo Narat. Doch das Verfahren birgt grenzüberschreitende und kapitalmarktrechtliche Fragen. Welches Verfahren Experten empfehlen, erklärt Narat im Podcast. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 522Lufthansa-Warnstreik verschärft Flugchaos / Gasversorgung: Vorsichtige Entwarnung für den Winter
Die Lage an den deutschen Flughäfen ist auf Grund des Personalmangels in diesem Sommer ohnehin chaotisch. Nun verschärft ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi die Situation zusätzlich. Von den Arbeitsniederlegungen des Bodenpersonals sind vor allem die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München betroffen – die Airline streicht an diesem Mittwoch mehr als 1000 Flüge. Rund 134.000 Passagiere bekommen die Auswirkungen des Streiks zu spüren, Urlauber genauso wie Geschäftsreisende. Während einige Passagiere Verständnis aufbringen, sorgt der Zeitpunkt des Warnstreiks bei anderen für Frust – vor allem bei denen, die nach langer Corona-Pause wieder in den Urlaub fliegen wollten. Luftfahrtexperte Jens Koenen spricht mit Handelsblatt Today-Host Anis Mičijević über die Gründe für den Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa. Außerdem: Russland hat die Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 seit heute auf nur noch 20 Prozent gedrosselt. Die Sorge vor einer Gasknappheit im kommenden Winter wächst. Neue Berechnungen führender Wirtschaftsinstitute machen zumindest ein bisschen Hoffnung. Berlin-Korrespondent Julian Olk verrät die Details dazu. Und: Jan Altmann vom Informationsportal JustETF erklärt, welche Folgen die Zinswende für Sparer und Immobilienkäufer hat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 521Kann VW mit neuem Chef das E-Auto-Duell gegen Tesla gewinnen? / EU-Notfallplan Gas: Viele Ausnahmen trotz Sparzwang
Herbert Diess hat die E-Mobilität bei Volkswagen vorangetrieben. Aber wird sich der Konzern unter dem neuen Chef Oliver Blume gegen die Konkurrenz beweisen können? Herbert Diess hat in der Vergangenheit häufiger für Kontroversen bei Volkswagen gesorgt. Vergangenen Freitag ist es nun endgültig zum Bruch mit dem Aufsichtsrat gekommen: Der VW-Chef muss zu Ende August seinen Platz räumen. „Vor allem der Zeitpunkt war überraschend. Schließlich hat es schon länger bei VW gekriselt in den letzten Monaten“, sagt Handelsblatt Redakteur und VW-Experte Stefan Menzel im Podcast Handelsblatt Today. Nachfolger wird Porsche-Chef Oliver Blume, Diess soll jedoch bis zum Vertragsende im Herbst 2025 regulär als Berater tätig sein. Blume übernimmt ab dem 1. September zunächst eine Doppelrolle als Vorsitzender sowohl bei Volkswagen als auch bei Porsche. „Ein wesentlicher Grund dafür, dass Blume beide Positionen ausüben wird, ist, damit der Börsengang Porsches im nächsten Quartal funktionieren kann. Blume steht für die letzten Erfolgsjahre von Porsche“, so Menzel. Wie die Zukunft des Unternehmens aussieht und warum die aktuelle Entwicklung des Elektroautoherstellers Tesla eine Chance für VW bieten kann, bespricht Menzel im Podcast mit Host Agatha Kremplewski. Außerdem: Bei einem Sondertreffen haben sich die EU-Energieminister auf Maßnahmen für einen Notfallplan zur Senkung des Gaskonsums in der EU verständigt. Der von der EU-Kommission vorgeschlagene Plan sieht dabei vor, den nationalen Konsum im Zeitraum vom 1. August 2022 bis zum 31. März 2023 freiwillig um 15 Prozent zu senken. Wie dieser Plan genau umgesetzt wird, erklärt Brüssel-Korrespondent Carsten Volkery. Und: Der russische Konzern Gazprom reduziert die Gas-Liefermenge durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 auf 20 Prozent. Damit würden nur noch 33 Millionen Kubikmeter Gas durch die wichtigste Versorgungsleitung nach Deutschland fließen. Als Grund wurde die Reparatur einer weiteren Turbine angegeben. Die russische Aufsichtsbehörde Rostekhnadzor habe diese Überprüfung angeordnet. Laut der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium gibt es für die erneute Drosselung hingegen keine technische Ursache. Ob Deutschland auf eine derart drastische Gasreduktion vorbereitet ist und worauf Verbraucher sich einstellen müssen, weiß Handelsblatt-Energieexpertin Kathrin Witsch. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 520Schlittert Deutschland in die Rezession? Ifo-Chef Clemens Fuest im Interview
Ifo-Chef Clemens Fuest sieht Deutschland „an der Schwelle zur Rezession“. Anlass für seine Warnung ist die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Juli so schlecht ausgefallen ist wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Der wichtige Konjunkturindikator rutschte auf 88,6 Punkte ab – den tiefsten Stand seit Juni 2020. Im Vormonat hatte der Index noch bei 92,2 Punkten gelegen. „Wir haben quer durch alle Bereiche der Wirtschaft einen sehr starken Pessimismus, was die nächsten sechs Monate angeht“, sagt Fuest in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Vor allem die hohen Energiekosten und die Unsicherheit mit Blick auf die Energieversorgung schüren Rezessionsängste bei den befragten Managern. Vor diesem Hintergrund plädiert Fuest dafür, die drei noch aktiven Atomkraftwerke in Deutschland über das Jahresende hinaus weiterlaufen zu lassen. „Es wäre völlig verrückt, bei diesen astronomischen Strompreisen die Preise weiter in die Höhe zu treiben, indem wir die Kernkraftwerke abschalten“, sagt Fuest im Gespräch mit Host Anis Micijevic. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 519Netflix laufen die Kunden davon – Aktie im Check / Uniper-Rettung: Die Gasrechnung wird ab Oktober teurer
Starke Konkurrenz, Schwächen bei der Inhaltsstrategie und hohe Abo-Preise: Experten führen eine ganze Reihe von Gründen an, warum die Wachstumsstory des Streaming-Pioniers Netflix derzeit im Pausenmodus verharrt. Im zweiten Quartal verlor Netflix 970.000 Abonnenten – so viele wie noch nie. Die Aktie notiert auf Jahressicht rund 60 Prozent im Minus. Amazon, Disney und Apple spielen inzwischen eine immer größere Rolle auf dem Streamingmarkt und setzen Netflix zunehmend unter Druck. US-Korrespondent Felix Holtermann spricht in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today mit Host Anis Mičijević über die Quartalszahlen des Streamingriesen und den Ausblick für die Aktie. Holtermann ist sich sicher: „Um an die alten Erfolge anzuknüpfen, muss Netflix jetzt vor allem eins – liefern“. Und zwar bei Inhalten, aber auch mit Blick auf neue, werbefinanzierte Abo-Modelle. Außerdem: Der Bund steigt mit 30 Prozent beim angeschlagenen Gasversorger Uniper ein. Arno Schütze, Handelsblatt-Experte für Fusionen und Übernahmen, spricht über die wichtigsten Eckpunkte des Rettungspakets und erklärt, warum Gaskunden ab dem 1. Oktober mit deutlichen Mehrbelastungen rechnen müssen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 518Die Folgen der EZB-Zinserhöhung für Europa / Nord Stream 1 läuft wieder: Wie Putin die Gas-Pipeline instrumentalisiert
Die EZB hebt erstmals seit 2011 ihre Zinsen an. Das hat Folgen für Unternehmen, Verbraucher und Europa. Zum ersten Mal seit elf Jahren erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen. Bei der Ratssitzung am Donnerstag haben die Notenbanker einer Anhebung um 0,5 Prozentpunkte zugestimmt. Damit beenden sie die Ära der ultralockeren Geldpolitik. Null- und Negativzinsen gehören künftig vorerst der Vergangenheit an. Der aktuell entscheidende Einlagenzins, zu dem Geschäftsbanken ihre überschüssigen Gelder bei der EZB parken können, soll damit auf null Prozent steigen. Der offizielle Leitzins, zu dem die Zentralbanken Geld verleihen, soll einen halben Prozent erreichen. Auch für den Spitzenrefinanzierungssatz ist eine Anhebung um 50 Basispunkte geplant. Der Schritt der Währungshüter dürfte viele Marktteilnehmer überraschen. Zwar kündigte EZB-Präsidentin Christin Lagarde bereits im Juni eine Zinserhöhung an. In den vergangenen Wochen war jedoch stets die Rede von einem Schritt in Höhe von 25 Basispunkten. Mit dem heutigen Beschluss reagiert Lagarde auf die Rekordinflation von derzeit 8,6 Prozent im Euroraum. Viele Expertinnen und Experten hielten den Schritt für längst überfällig, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken und vor allem Verbraucher zu entlasten. Andere mahnen, die EZB könnte durch die Zinsanhebung die schwache Konjunktur weiter abwürgen und eine Rezession auslösen. Handelsblatt Finanzredakteur Leonidas Exuzidis erklärt im Podcast „Handelsblatt Today“, welche Folgen das Ende der Null- und Negativzinsen unter anderem für Anlegerinnen und Anleger hat und welche weiteren geldpolitischen Instrumente die Währungshüter der Eurozone beschlossen haben. Außerdem: Seit Donnerstag-Morgen fließt wieder Gas durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 aus Russland nach Deutschland. Aufgrund der jährlichen Wartung der Pipeline war diese für zehn Tage außer Betrieb. Die Befürchtungen der russische Präsident Wladimir Putin könne die Lieferungen anschließend einfrieren, haben sich damit vorerst nicht bestätigt. Aktuelle Lieferdaten zeigen, dass der Gasfluss mittlerweile bei fast 40 Prozent liegt. Das entspricht ungefähr 29 Gigawattstunden und insgesamt 67 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag. Der Lieferumfang nach Deutschland ist damit so hoch wie vor den Wartungsarbeiten. Schon da hatte das russische Förderunternehmen Gazprom die Menge unter einem Vorwand limitiert. Dass Putin seine am Mittwochabend im Teheran ausgesprochene Warnung vor einem totalen Lieferstopp wahr machen wird, hält Handelsblatt Kreml-Expertin Mareike Müller jedoch für unwahrscheinlich: „Damit würde Putin ein wichtiger Hebel fehlen, um Druck auf den Westen auszuüben.“ Auch das umgekehrte Szenario sei unwahrscheinlich. Russland werde die Liefermenge kaum wieder auf ein Vorkriegsniveau anheben: „Aus russischer Sicht hat der Gashandel mit der EU keine Zukunft mehr, seitdem diese angekündigt hat sich komplett aus dem Gasgeschäft mit Russland zurückzuziehen.“ Mehr zum Kalkül des russischen Präsidenten und den Folgen der limitierten Gaslieferungen sowohl für den Kreml als auch für Deutschland erklärt Müller im Podcast. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 517Öl, Kupfer, Lithium: So viel Potenzial birgt der Rohstoff-Superzyklus
Experten gehen von einem Superzyklus bei Rohstoffen aus – auch Starinvestor Warren Buffet glaubt daran. Ein Blick auf mögliche Gewinner und Verlierer. Der Ölpreis ist seit Anfang des Monats massiv unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet aktuell etwa 100 Dollar. Damit ist der Preis seit dem Jahreshoch Anfang März um 21,5 Prozent gefallen. Auch die Kurse anderer Rohstoffe sind zuletzt eingebrochen. Kupfer etwa verlor auf Sicht von drei Monaten knapp 30 Prozent. Auslöser dafür war der schwache Konjunkturausblick der Weltwirtschaft. Doch die meisten Analysten gehen davon aus, dass sich der Rohstoff-Superzyklus fortsetzen wird. Das würde einen jahrelangen strukturellen Preisanstieg bedeuten. Auch Starinvestor Warren Buffett glaubt an den langfristigen Aufwärtstrend und hat erst vor kurzem seinen Anteil am US-Ölkonzern Occidental aufgestockt. Für Jakob Blume, den Rohstoff-Experten des Handelsblatts, ist das nicht überraschend: „Uns wird gerade die eigene Verwundbarkeit vor Augen geführt. Wir sind eben noch immer sehr stark von Öl und Gas abhängig.“ Selbst Anleger mit einem zehnjährigen Anlagehorizont könnten sich demnach durchaus mit Öl- und Gasinvestments beschäftigen. In dieser Folge von Handelsblatt Today hat Blume mit Host Lena Jesberg über mögliche Gewinner und Verlierer eines Rohstoff-Superzyklus gesprochen und erklärt, wie Anleger davon profitieren können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 516JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America: Ist die Rezessionsgefahr in den Aktienkursen eingepreist?
Zum Auftakt der Berichtssaison haben die US-Großbanken allesamt Gewinneinbrüche vermelden müssen. Da ihre Geschäftsentwicklung seit jeher als Konjunkturindikator herangezogen wird, könnte dies als schlechtes Vorzeichen für die Märkte gewertet werden und Rezessionsängste nähren. Deka-Fondsmanager Andreas Thomae gibt in der neuen Folge von Handelsblatt Today allerdings zu bedenken, „dass sich die Banken mit einem Gipfeljahr wie 2021 vergleichen, was so in der Form schwer zu wiederholen ist.“ Insofern könne man die Gewinneinbrüche auch als eine gewisse Normalisierung interpretieren – gerade, was das klassische Investmentbanking angeht. Bei Goldman Sachs schrumpfte das Geschäft mit Aktienemissionen im zweiten Quartal um fast 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen großen Geldhäuser an der Wall Street haben ähnliche Probleme im Investmentbanking: Fusionen und Übernahmen werden nach Möglichkeit verschoben und nur noch wenige Firmen trauen sich aufs Börsenparkett. Grund sind der Ukraine-Krieg sowie Inflations- und Rezessionssorgen. „In den USA sind die Zinsängste sehr dominant“, sagt Thomae. Damit sind Sorgen vor einer Rezession auf Grund der deutlich gestrafften Geldpolitik der US-Notenbank Fed gemeint. „Aber die Fed muss das machen, weil die Inflation einfach exorbitant hoch ist und sich sonst eine Lohn-Preis-Spirale ergibt“, sagt Thomae. Das sei nicht tolerierbar. Doch sind die Rezessionsrisiken bereits ausreichend in den Aktienkursen von JP Morgan, Goldman Sachs & Co. eingepreist oder sind die Erwartungen der Märkte zu optimistisch? Darüber spricht Host Anis Mičijević in der neuen Folge von Handelsblatt Today mit Deka-Fondsmanager Andreas Thomae. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
Ep 515Konjunkturkrise in China: Das Ende des Wachstumswunders?
Im zweiten Quartal 2022 ist die Expansion der chinesischen Wirtschaft fast zum Stillstand gekommen. Die Gründe, die Folgen, die Perspektiven – auch für deutsche Unternehmen. Seit sich China im Jahr 1980 gegenüber dem Westen geöffnet hat, wächst die chinesische Wirtschaft Jahr für Jahr. Selbst die Coronapandemie konnte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nichts anhaben – bis jetzt. Denn im zweiten Quartal 2022 ist die Expansion der chinesischen Wirtschaft fast zum Stillstand gekommen. Nur 0,4 Prozent legte sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte sie sogar um 2,6 Prozent. Das hat selbst die pessimistischen Prognosen von Ökonomen noch untertroffen. Und die sehen – so etwa Lu Ting, China-Chefökonom der japanischen Investmentbank Nomura – auch im zweiten Halbjahr noch „erhebliche Wachstumsrisiken“ für die chinesische Wirtschaft. Ein Grund dafür ist sicherlich die sogenannte Null-Covid-Politik Pekings, die wichtige Wirtschaftszentren im Land zuletzt wochenlang lahmlegte. Und von dieser Strategie will sich Präsident Xi Jinping trotz der Konjunkturkrise offenbar nicht verabschieden. Warum das so ist, verrät Peking-Korrespondentin Sabine Gusbeth in dieser Folge von Handelsblatt Today. Im Gespräch mit Host Tobias Gürtler berichtet sie, welche „unkonventionellen Maßnahmen“ Chinas Regierung jetzt ergreifen könnte – und warum auch deutsche Unternehmen von den Lösungen der chinesischen Entscheidungsträger abhängen. Aller derzeitigen Stagnation zum Trotz bleibt Pekings politische Führung zumindest noch immer bei einem Wachstumsziel für 2022 von rund 5,5 Prozent. Doch ist das überhaupt noch realistisch? Mehr dazu erfahren Sie in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 514Branchencheck: Wie relevant sind Tech-, Rüstungs- und Energieaktien im zweiten Halbjahr?
Auch im zweiten Börsenhalbjahr dürfte die Stimmung am Markt geprägt sein von Widrigkeiten. Was das für Anleger bedeutet. Unsicherheit beherrschte die erste Hälfte des Börsenjahres 2022. Neben den Auswirkungen des Ukrainekrieges, wie beispielsweise der hohe Anstieg der Öl- und Gaspreise, ließen auch Inflation und Zinsängste die Kurse im Schnitt um bis zu 20 Prozent fallen. Auch in den kommenden Halbjahr hat der Markt einige Schwierigkeiten zu bewältigen. Besonders in Europa komme es darauf an, wie sich die Gaslage entwickelt und zu welchen Maßnahmen die EZB greift, meint Handelsblatt-Finanzredakteur Andreas Neuhaus. In der neuen Folge Handelsblatt Today Extended spricht er mit Host Lena Jesberg über Handlungsmöglichkeiten für Anleger. Wer jetzt etwa die schwachen Phasen des Marktes zum Ein- oder Nachkaufen nutzt, könne später davon profitieren: „Ein antizyklisches Investieren ist in der Theorie eine gute Sache. Das Problem ist eher psychologisch: Einzukaufen, wenn der Markt fällt, ist nicht jedermanns Sache“, erklärt Neuhaus. Neben allgemeinen Strategien ordnet Neuhaus auch die weitere Entwicklung einzelner Branchen ein. Im ersten Halbjahr hat kaum eine Branche so vom Ukrainekrieg profitiert wie die Rüstungsbranche. Die Kurse sind seit Jahresbeginn stark gestiegen. Die Hensoldt-Aktie zum Beispiel konnte in diesem Zeitraum ein Plus von fast 90 Prozent verzeichnen. Anleger, die jetzt noch einsteigen wollen, benötigen laut Neuhaus jedoch viel Geduld. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
Ep 513Dieser Index sagt künftige Kursschwankungen voraus / Regierungskrise in Italien: Folgen für die EZB
Bei seitwärtsgetriebenen oder sinkenden Kursen kann es für Anleger schwierig sein, die Marktsituation zu deuten. Ein Index kann in solch unsicheren Zeiten Orientierung bieten. Seitwärtsgetriebene oder sogar fallende Kurse können Anleger und Anlegerinnen verunsichern, wenn es darum geht, in Aktien einzusteigen. Die Handelsvolumina in den vergangenen Wochen sind entsprechend niedrig. „Wir haben derzeit einen dominierenden Abwärtstrend“, sagt Handelsblatt-Finanzredakteur Jürgen Röder. „Dazu hatten wir insgesamt zwei Erholungsphasen, die sich im nachhinein als Bärenmarktrallys entpuppten. Erst bei Dax-Werten von über 15.000 Punkten könnte sich dieser Abwärtstrend überhaupt erst wieder wenden. Aber davon sind wir noch weit entfernt.“ Doch selbst in unsicheren Zeiten kann der volatile Dax auch Chancen bieten. Der Dax-Volatilitätsindex (VDax), gibt die implizierte Volatilität des deutschen Leitindex in Prozentpunkten an. „Wenn der Dax fällt, steigt das Angstbarometer der Börse. Dieses gibt damit Aufschluss darüber, wie sich Profis am Termin-Markt verhalten und was für die nächsten 30 Tage erwartet werden kann“, erklärt Röder. Wie die Zahlen des VDax zu deuten sind und wie er für Anlegerinnen und Anleger hilfreich sein kann, erklärt Jürgen Röder in dieser Folge Handelsblatt Today mit Host Sonja Schlacht. Außerdem: Die Energiekrise, eine immense Dürre und Corona: Italien kämpft wie auch andere europäische Länder zur Zeit mit vielen Herausforderungen. Am Donnerstag schlug Italiens derzeit amtierender Ministerpräsident Mario Draghi gegenüber Staatspräsident Sergio Mattarella seinen Rücktritt vor. Regierungskrisen gehören in der drittgrößten europäischen Volkswirtschaft der EU zum politischen Alltag dazu – diese Krise folgt allerdings in einer Zeit, in der das Land von großer Unsicherheit umtrieben wird. Eine vorangegangene Vertrauensabstimmung im Senat hat Draghi zwar bestanden, allerdings blieb die Fünf-Sterne-Bewegung (Movimento 5 Stelle), dieser Abstimmung fern. Die Fünf Sterne ist einer von vier Koalitionspartnern der amtierenden italienischen Regierung. Ein Rückschlag für den parteilosen Ökonomen Draghi, der nur unter vollem Rückhalt der Partner an der Spitze führen wollte. Draghis Rücktritt wurde zunächst von Staatspräsident Mattarella abgelehnt. Doch nicht nur für Italien ist die Situation problematisch. Die Rendite für italienische Staatsanleihen ist am Donnerstag auf über 3,5 Prozent gestiegen. Der Spread zu den deutschen Anleihen hat sich damit vergrößert. Das hat Folgen für die Europa und die Europäische Zentralbank (EZB), die mit einem neuen Instrument solche Spreads zukünftig eigentlich verhindern wollte. Im Podcast Handelsblatt Today spricht Host Sonja Schlacht darüber mit Handelsblatt-Finanzredakteur Andreas Neuhaus. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 512Krypto-Plattform Celsius insolvent: Eine Pleite mit Ansteckungsgefahr
Die Kryptowelt erlebt derzeit ihre erste Finanzkrise. Mittendrin muss die Krypto-Plattform Celsius Insolvenz anmelden. Eine Pleite mit Ansteckungsgefahr. Seit Jahresbeginn musste die Kryptowelt zahlreiche Rückschläge einstecken. So zum Beispiel der tiefe Fall der zwei größten Kryptowährungen: Der Bitcoin hat in den letzten sechs Monaten die Hälfte seines Werts verloren, Ether um rund 67 Prozent. Die Einflussfaktoren ähneln denen des Aktienmarktes. Die Folgen jedoch sind noch deutlicher. Binnen einer Woche etwa meldeten drei bekannte Krypto-Unternehmen Insolvenz an. Der Hedgefonds Three Arrows Capital und der Krypto-Lender Voyager Digital haben die Zahlungsunfähigkeit bereits in der vergangenen Woche verkündet. Am Mittwochabend nach US-Zeit folgte dann die Nachricht um die Pleite der Branchengröße Celsius. Das Geschäftsmodell des sogenannten Krypto-Lenders war das Leihen und Verleihen von digitalen Währungen. Bereits vor einem Monat musste der Anbieter den Handel und die Einlagen seiner Kunden einfrieren. Für Krypto-Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus Emden Research ist die Insolvenzmeldung daher keine Überraschung. Der eigentliche finanzielle Kollaps lasse sich nicht in den Kursen wiederfinden: "Das haben Anleger mehr oder weniger schon eingepreist." Trotzdem treffe die Celsius-Pleite die Kryptowelt hart. Der Analyst schließt einen Ansteckungseffekt nicht aus und rechnet mit weiteren Insolvenzen. Es könne Jahre dauern bis das Anlegervertrauen wiederhergestellt ist. Das hat besonders gelitten als im Mai der Stablecoin Terra abgestürzt ist. Normalerweise versprechen Stablecoins - wie der Name vermuten lässt - nämlich einen stabilen Wert. Im Podcast Handelsblatt Today spricht Host Lena Jesberg mit dem Experten darüber, ob die von der EU jüngst beschlossene Regulierung der Branche helfen kann oder ob der Traum einer dezentralisierten Finanzwelt nun ausgeträumt ist. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 511Börsenausblick zur Jahreshälfte: Das kommt auf die Märkte zu
Das erste Halbjahr war geprägt von Kursrutschen. Anleger hoffen nun auf Besserung. Doch auch in den kommenden Monaten braucht es vor allem eins: Geduld. Das Börsenjahr 2022 verlief aus Anlegersicht bisher alles andere als gut. Infolge des Ukrainekriegs sind unter anderem die Preise für Öl und Gas immens gestiegen. Das Ziel der Notenbanken bestand fortan darin, den resultierenden Inflationsanstieg zu stoppen. Die Federal Reserve hat zu diesem Zweck bereits mehrfach den Zins angehoben. Die Märkte waren im ersten Halbjahr demnach geprägt von Zinsängsten und Kurseinbrüchen. Auch in Europa nahmen diese Zinsängste im Juli Form an. Zum ersten Mal seit elf Jahren will die Europäische Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Ein erneuter Anstieg soll dann im September folgen. Für Handelsblatt-Redakteur Andreas Neuhaus ein richtungsweisender Schritt: „Wichtig wird sein, wie stark der Leitzins tatsächlich angehoben wird. Es kann nämlich auch sein, dass die EZB die Märkte überraschen will und absichtlich stärker erhöht als angekündigt.“ Wie realistisch eine zweite Euro-Krise ist, welche Rolle Corona spielen wird und wie berechtigt die Sorgen vor einer Rezession sind – darüber spricht Host Lena Jesberg im ersten Teil von Handelsblatt Today Extended mit Andreas Neuhaus. Der Finanzredakteur ordnet aktuelle Marktereignisse und ihre Auswirkungen auf die Börsen im zweiten Halbjahr ein. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 510Euro-Dollar-Parität: Was Sie dazu wissen müssen / Sind die Sanktionen gegen Russland gescheitert?
In den vergangenen Monaten hatte der Euro im Vergleich zum Dollar immer mehr an Wert verloren. Am Dienstagvormittag erreichten die beiden Währungen schließlich die Parität und damit ein Tauschverhältnis von eins zu eins. Zuletzt hatte es das im Oktober 2002 gegeben – also im Jahr der Einführung des Euro als offizielles Zahlungsmittel in zwölf EU-Ländern. Handelsblatt-Devisenexperte Jan Mallien spricht in der neuen Folge von Handelsblatt Today über die Gründe für den Euro-Einbruch. Außerdem erklärt er, warum in der aktuellen Situation selbst Exportnationen wie Deutschland kaum von einem schwachen Euro profitieren können, wie es unter normalen Umständen der Fall wäre. Außerdem: Trotz der Sanktionen des Westens gegen Russland tobt der Angriffskrieg in der Ukraine unvermindert weiter. Ein militärisches Einlenken des russischen Präsidenten Wladimir Putin konnten die Maßnahmen bislang nicht erzwingen. Und selbst wirtschaftlich scheinen die Sanktionen nicht die erwartete Durchschlagskraft entfaltet zu haben – zumindest auf den ersten Blick. Handelsblatt-Reporterin Mareike Müller erklärt im Gespräch mit Host Anis Mičijević, warum gefüllte Supermarktregale und ein wiedererstarkter Rubel nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass das Sanktionspaket des Westens der russischen Wirtschaft auf lange Sicht enormen Schaden zufügen dürfte. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 509Hedgefonds wetten gegen Japan – schlittert das Land ins Chaos? / Wartung von Nord Stream 1: So reagieren die Märkte
Spekulanten nutzen den Yen-Verfall für eine Wette gegen die Zentralbank. Doch die will nicht vom Fundament ihrer Geld- und Haushaltspolitik abrücken. Während die Zentralbanken anderer westlicher Industrienationen im Kampf gegen die Inflation die Zinsen anheben und Liquidität verknappen, hält die japanische Zentralbank an ihrer Niedrigzinspolitik fest und kauft in großem Stil japanische Staatsanleihen auf. Das tut sie, um die sogenannte „Zinskurvenkontrolle“, das Fundament der Geld- und Haushaltspolitik Japans, gegen Hedgefonds zu verteidigen. „Die Hedgefonds wetten darauf, dass der Fall des Yen die Inflation antreibt und die Notenbank daher den Zinskorridor ihrer Politik der Zinskurvenkontrolle erweitern muss, also faktisch die Zinsen anheben muss“, erklärt Japan-Korrespondent Martin Kölling in der aktuellen Folge von Handelsblatt-Today. Bei dem 2016 eingeführten Instrument setzt die Zentralbank nicht wie andere Banken einen Leitzins fest, den sie verteidigt. Stattdessen will sie die gesamte Zinskurve kontrollieren, also die Zinssätze von Anleihen aller Laufzeiten. So will sie mehrere, im Widerspruch stehende Ziele gleichzeitig erreichen: Wachstum, Stabilität der Versicherer und die Bezahlbarkeit des Schuldendienstes. Seit nunmehr 20 Jahren kaufen die Währungshüter Staatsanleihen, um den Leitzins für zehnjährige Staatsanleihen (JGB) bei nahe null Prozent zu halten. Das wiederum schwächt den Yen und führte zuletzt zu deutlichen Realeinkommensverlusten. Kritiker fragen nun: Wie viele Staatsanleihen kann die japanische Zentralbank noch aufkaufen, bevor der JGB-Markt zusammenbricht? Experten warnen zudem vor dem Risiko einer Kapitalflucht japanischer Haushalte. Droht Japan der wirtschaftliche Kollaps? Darüber spricht Host Anis Micijevic in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today mit dem Japan-Korrespondenten Martin Kölling. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
Ep 506Aktienauswahl im Bärenmarkt: Auf diese Kennzahlen kommt es jetzt an / Rettung für Uniper?
Bei der Bewertung von Aktien ändern Analysten im schwachen Marktumfeld ihre Maßstäbe. Auch für Anleger kann ein Strategiewechsel sinnvoll sein. Anleger brauchen derzeit starke Nerven. Ob Dax, S&P 500 oder auch der Dow Jones: So gut wie alle großen Aktienindizes sind seit ihren Höchstständen im Schnitt um 20 Prozent eingebrochen. Im Fachjargon spricht man von einem Bärenmarkt. Die Maßstäbe, nach denen Analysten Aktien als kaufenswert einstufen, ändern sich in einem solchen Umfeld. Im Vergleich zu gewöhnlichen Zeiten an der Börse büßt beispielsweise das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) an Aussagekraft ein und kann eilige Investoren sogar in die Irre führen. Stattdessen gewinnen die Nettoverschuldung, der Zinsdeckungsgrad, der Cashflow und Buchwert sowie die Dividende der Unternehmen an Bedeutung. Warum das so ist und wie Anlegerinnen mit diesen Indikatoren arbeiten können, erklärt Finanzkorrespondentin Andrea Cünnen. Sie verrät im Gespräch mit Host Lena Jesberg in dieser Folge Handelsblatt-Today auch, wann der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in den Dax ist. **Außerdem: **Am heutigen Freitag verabschiedet das Parlament der Bundesregierung eine Gesetzesnovelle, die den Eingriff des Staates in den Gasmarkt erleichtert. Das Paket sieht etwa ein Umlageverfahren vor, das die Last steigender Gaspreise auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher gleich verteilt, sowie eine Beteiligung des Bundes am Gasimporteuer Uniper. Weil der den Großteil seiner Einkäufe jahrelang mit günstigem Erdgas aus Russland gedeckt hat, steckt das Unternehmen nun in der Krise. Seitdem Gazprom die Lieferungen gedrosselt hat, muss Uniper die nötigen Mengen zu horrenden Preisen an der Börse kaufen. Expertenschätzungen zufolge macht der Energiekonzern derzeit fast eine Milliarde Verlust – pro Monat. „Wenn Uniper ausfallen würde, das ist eben die Befürchtung, dann käme es zu einem Dominoeffekt. Dann würden all die, die dranhängen als Kunden große Probleme bekommen“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann im dieswöchigen Titeltalk. Zusammen mit Kathrin Witsch und Hannah Krolle spricht er über die Pläne der Bundesregierung. Lesen Sie [hier](https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/aktienanalyse-aktien-bewerten-im-baerenmarkt-auf-diese-kennzahlen-sollten-anleger-jetzt-achten/28466316.html) mehr zu dem Thema Aktienauswahl im Bärenmarkt. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer. [Interessiert? Dann schauen Sie rein.](https://handelsblatt.com/sommer-special)
Ep 508Lohn-Preis-Spirale: Diese Warnzeichen gibt es / Märkte reagieren erleichtert auf Johnson-Rücktritt
Es deutet sich an, dass die Löhne in vielen Branchen demnächst deutlich steigen dürften. Eine Handelsblatt-Umfrage unter allen 40 Dax-Konzernen zeigt, dass einige Unternehmen aufgrund der hohen Inflation bereits ihre Gehaltsbudgets aufgestockt haben. Weitere könnten folgen. „Es ist in jedem Fall ein Warnsignal, wenn große Firmen wegen der Inflation beim Gehalt nachbessern“, sagt Lazar Backovic, Handelsblatt-Teamleiter für Karrierethemen. Backovic hat die Umfrage durchgeführt und spricht mit Host Anis Mičijević über die Ergebnisse im Podcast. Außerdem: Der britische Premierminister Boris Johnson ist als Chef seiner Konservativen Partei zurückgetreten. Damit sind auch seine Tage als Premierminister gezählt. Wie es nun auf der Insel politisch weitergeht, darüber spricht Handelsblatt-Korrespondent Torsten Riecke im Podcast. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 504Gaskrise: Kommt der Preisschock Ende Juli? Ampel-Maßnahmen im Check
Die Bundesregierung reagiert mit einem umfassenden Gesetzespaket auf die aktuelle Gaskrise. Im Mittelpunkt stehen Änderungen des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG), die noch in dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht werden sollen. Künftig soll es Gasimporteuren unter bestimmten Umständen möglich sein, die massiv gestiegenen Einkaufspreise schneller an die Kunden weiterzureichen. Unklar ist jedoch, ob dabei die sogenannte Preisanpassungsklausel oder ein Umlagemechanismus zum Einsatz kommt. Das geänderte Energiesicherungsgesetz hält beide Instrumente bereit. Host Anis Micijevic spricht in dieser Folge von Handelsblatt Today mit dem Düsseldorfer Wettbewerbsökonomen Jens Südekum über den sich abzeichnenden Einstieg des Staates beim angeschlagenen Gasversorger Uniper, wie Verbraucher entlastet werden können und was passieren würde, wenn uns Putin anlässlich der Wartung von Nord Stream 1 in der kommenden Woche tatsächlich das Gas komplett abdreht. Außerdem: Cum-Ex gehört zu den größten Skandalen der deutschen Wirtschaftsgeschichte – und ist nun um eine weitere Episode reicher: Die Staatsanwaltschaft Köln beschuldigt den langjährigen Chef der Hamburger Bank M.M.-Warburg, Christian Olearius, der Steuerhinterziehung in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Die Details dazu hat Handelsblatt-Investigativchef Sönke Iwersen parat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 507Dax erreicht neues Jahrestief / Steigende Zinsen: Lohnen sich Anleihen bald wieder?
Viele Anlegerinnen und Anleger zeigen angesichts der unsicheren Marktsituation ein zunehmendes Interesse an Staats- und Unternehmensanleihen. Doch die festverzinslichen Wertpapiere trotzen ihren eigenen Regeln. Börsenguru André Kostolany sagte vor langer Zeit: „Wer gut essen will, kauft Aktien. Wer gut schlafen will, kauft Anleihen.“ Immerhin gelten die festverzinslichen Wertpapiere in unsicheren Zeiten als Zufluchtsort für Anlegerinnen und Anleger. Sie profitieren normalerweise von einem Bärenmarkt bei Aktien. Doch nicht in diesem Jahr. Auch der Anleihemarkt musste im vergangenen Halbjahr so starke Kursverluste verkraften wie seit mindestens 50 Jahren nicht. Nun aber erhöhen die Notenbanken allmählich ihre Zinsen. Die EZB will im Juli damit starten. Die US-Notenbank Fed hat die ersten Erhöhungen bereits vollzogen. Der Anleihemarkt stellt Neueinsteigern somit wieder höhere Erträge in Aussicht, wie Uwe Pyde, Leiter Portfoliomanagement Anleihen beim Vermögensverwalter Bantleon, erklärt. Im Podcast Handelsblatt Today spricht der Experte mit Host Lena Jesberg darüber, ob wenigstens dieser Grundsatz noch gilt, worauf beim Anleihenhandel generell zu achten ist und welche Anleihen derzeit attraktiv sind. *** Wir möchten wissen: Was sind Ihre Fragen zum Thema Gasknappheit? Schreiben Sie uns [hier.](https://app.sli.do/event/hwwjARhFfTfP13Hac6eRNc) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 505Einmalzahlung, Gaspreisdeckel, Energiesparbonus? Scholz lädt zum Inflationsgipfel / Grundsteuererklärung: So geht's
Am heutigen Montag lädt Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals zum Inflations-Gipfel mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Wissenschaftlern und der Bundesbank ein. Bei der sogenannten konzertierten Aktion sollen die Vertreter über Maßnahmen und Entlastungsschritte gegen die Inflation beraten. Diskutiert werden sollen etwa höhere Löhne, eine Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel und ein Energiesparbonus. Beim heutigen Auftakttreffen kommt es laut Scholz allerdings noch nicht zu konkreten Ergebnissen. Damit ist erst im Herbst zu rechnen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag in Berlin ankündigte. Professor Bert Rürup, Chefökonom beim Handelsblatt und Präsident des Handelsblatt Research Institute, unterhält sich mit Host Sonja Schlacht vorab über die Geschichte der konzertierten Aktion, ob das Modell von 1967 heute noch trägt und ob die angedachten Maßnahmen sinnvoll sind. **Außerdem: ** Seit Freitag gilt in Deutschland eine neue Regelung für die Grundsteuer. Das hat konkrete Auswirkungen für alle Immobilien- und Grundstückbesitzer. So müssen bis zum 31. Oktober Eigentümer von Grundstücken, Eigentumswohnungen sowie von Land- und Forstwirtschaftsbetrieben ihre Daten an das Finanzamt melden. Anhand dieser Daten wird dann die neue Grundsteuer berechnet, die erstmals ab dem 1. Januar 2025 erhoben werden soll. Hintergrund der Reform ist ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. 2018 hatten die Richter die Bewertung von Immobilien und Grundstücken für verfassungswidrig erklärt. Die wurde bis dato mit einem Einheitswert ermittelt, welcher im Westen aus dem Jahr 1964 stammte, in Ostdeutschland sogar aus 1935. Wie hoch die neue Grundsteuer ausfällt, hängt unter anderem vom jeweiligen Bodenrichtwert ab und ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Worauf Eigentümer jetzt achten müssen, welche Daten nötig sind und wie teuer es werden könnte, das weiß Handelsblatt-Redakteurin Laura de la Motte. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. Lesen Sie [hier](https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien-diese-daten-brauchen-sie-fuer-die-grundsteuerklaerung/28458396.html) mehr zu dem Thema Grundsteuer. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 503Grüne Investments: Wie Anleger Nachhaltigkeit und Rendite vereinen können
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Ep 502Drei Auswege aus dem Fachkräftemangel / Euro-Inflation auf Stand der USA: Parallelen und Unterschiede
Die Inflation in der Eurozone ist im Juni auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Was Europa und Deutschland beim Kampf gegen die Teuerung von den USA lernen können. Nicht nur in Europa erreicht die Inflationsrate in diesen Tagen Rekordstände: Auch in den USA lag die Inflation im Mai bei 8,6 Prozent – dem höchsten Wert seit 40 Jahren. „Vor allem bei Lebensmitteln und bei den Energiekosten fällt die Teuerung auf“, sagt US-Korrespondentin Katharina Kort bei Handelsblatt Today. Es gibt jedoch auch Inflationsgewinner: Deutsche Discounter wie Lidl und Aldi verzeichnen in den USA derzeit Besucherrekorde. Und der Trend zum Discounter, meinen Experten, ist in den USA gekommen, um zu bleiben. Im Interview mit Host Lena Jesberg erklärt Katharina Kort, mit welchen Maßnahmen die Inflation in Übersee in den Griff gekriegt werden soll. Und was sich Deutschland und Europa davon abschauen könnten. Außerdem: Ob am Flughafen, im Krankenhaus oder im Restaurant – in Deutschland ist der Arbeitskräftemangel in den letzten Monaten mehr als deutlich geworden. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gibt es derzeit mehr als 1,7 Millionen offene Stellen. Problematisch ist das nicht nur aus Sicht der Kunden: Für viele Unternehmen ist das fehlende Personal auch ein Geschäftsrisiko. Und der deutschen Konjunktur droht die Stagnation. „Das langfristige Problem, das dahinter steckt, ist der demografische Wandel, der das Erwerbspersonen-Potenzial in den kommenden Jahren sehr stark schrumpfen lassen wird“, erklärt Politikredakteur Frank Specht im Titeltalk mit Tobias Gürtler. Und er benennt Lösungsansätze, um dem Arbeitskräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. [Den Handelsblatt-Wochenendtitel lesen Sie hier.](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/personalmangel-flughafenchaos-und-handwerker-mangel-letzter-ausweg-automatisierung/28462658.html) **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 501Das Wichtigste vom Nato-Gipfel / Inflation: Höchststand im Baltikum
Auf dem Nato-Gipfel bespricht das militärische Bündnis zur Zeit die nächsten Schritte im Ukraine-Krieg, die Verstärkung der Ostflanke - und wie auf den vermehrten Einfluss Chinas reagiert werden soll. Vom G7-Gipfel in Elmau ging es am Dienstagabend für die Staats- und Regierungschefs der westlichen Staaten in die spanische Hauptstadt Madrid zum Nato-Gipfel. Mit insgesamt rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geht es beim Treffen des Militär-Bündnisses vorrangig um den Kurs bis 2030, den Ukraine-Krieg und auch die nächsten Schritte, die gegen den Aggressor Russland unternommen werden sollen. Auch die Erweiterung des Bündnisses von 30 auf 32 Staaten durch den Beitritt von Schweden und Finnland, soll besprochen werden. Russland Präsident Wladimir Putin warf der Nato wegen der geplanten Erweiterung „imperiale Ambitionen“ vor. Der Kreml-Chef habe zwar grundsätzlich „keine Probleme“ mit dem Beitritt der beiden Länder, sprach jedoch auch eine deutliche Warnung aus, sollten Schweden und Finnland militärische Stationierungen der Nato auf ihrem Territorium gewähren. Handelsblatt-Korrespondent Moritz Koch ist vor Ort auf dem Gipfel und spricht mit Host Sonja Schlacht über die wichtigsten Beschlüsse des Bündnisses. Außerdem: Das Baltikum weist aktuell eine überdurchschnittlich hohe Inflationsrate im Euroraum auf. Mit einer Inflationsrate von über 20 Prozent liegt Estland im Mai dabei an der Spitze. Aber auch Litauen mit 18,5 Prozent und Lettland mit fast 17 Prozent folgen mit deutlich überdurchschnittlichen Inflationsraten. Wie unterschiedlich die drei Staaten auf die steigenden Verbraucherpreise reagieren und ob Deutschland sich strategisch davon abschauen kann, erklärt Nordeuropa-Korrespondent Helmut Steuer. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 500Comeback von Atomkraft und Kohle: Hat die Nachhaltigkeit an der Börse jetzt ausgedient?
Das Thema Nachhaltigkeit rückt in diesen Tagen in den Hintergrund. Was bedeutet das für die Zukunft der Finanzbranche? Und was macht nachhaltige Anlagen überhaupt aus? Können Gas- und Atomkraft als nachhaltige Investments gelten? Zumindest aus Sicht der EU-Kommission lautet die Antwort „Ja“. Anfang des Jahres schlug sie vor, Gas- und Atomkraft in die sogenannte Taxonomie-Verordnung aufzunehmen, mit der Milliardeninvestitionen in „grüne“ Energien angekurbelt werden sollen. Durchzukommen scheint dieser Vorschlag nicht. Erst kürzlich sprach sich der EU-Umwelt- und Wirtschaftsausschus mehrheitlich dagegen aus. Dennoch zeigt das Beispiel ein Grundsatzproblem des Themas „Sustainable Finance“: Denn was als nachhaltiges Investment gelten – darüber lässt sich durchaus streiten. Umso mehr in Zeiten wie diesen, in denen nicht der Kampf gegen den Klimawandel die Schlagzeilen dominiert, sondern über Waffenlieferungen und Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke diskutiert wird. Was bedeutet all das für die Zukunft des „Sustainable Finance“-Bereichs? Darüber spricht Host Tobias Gürtler in der 500. Ausgabe von „Handelsblatt Today“ mit Thomas Kehl, Buchautor und Co-Gründer des Youtube-Kanals Finanzfluss. Kehl erklärt darin, was ‚nachhaltiges Investieren‘ konkret bedeutet, wie es sich in der Praxis zeigt – und wie er die Zukunft von „Sustainable Finance“ einschätzt. Und er beantwortet auch die wichtigste Frage für Sie als Anleger: Lohnen sich nachhaltige Investments jetzt noch? Außerdem: Zur Überraschung vieler Experten ist die Inflationsrate in Deutschland im Juni auf 7,6 Prozent gesunken. Dennoch rechnen Ökonomen nicht damit, dass sich die Verbraucherpreise hierzulande nachhaltig erholen werden. Weit größere Inflationssorgen als Deutschland dürfte dennoch ein anderes Land haben: die Türkei. Dort liegt die Inflationsrate nahezu zehnmal höher als hierzulande. Über die Auswirkungen der Inflation vor Ort berichtet Türkei-Korrespondent Ozan Demircan. Und er erklärt, was Deutschland bei der Inflationsbekämpfung von der Türkei lernen kann. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 499Treffen der G7: Wie real ist die Gefahr einer Rezession?
Auf dem G7-Gipfel verschärften die Mitglieder ihre klare Kante gegenüber Russland – und diskutierten über wichtige Fragen der Weltwirtschaft. Welche Maßnahmen das Bündnis jetzt ergreifen will. Beim G7-Gipfel sollte es ursprünglich um wichtige Fragen der Weltwirtschaft gehen. Doch in Anbetracht der Ukrainekrieges rückten beim diesjährigen Treffen auf Schloss Elmau wichtige Aspekte der Friedenserhaltung in den Vordergrund. Man wolle „ein Zeichen der Ge- und Entschlossenheit des Westens“ setzen, erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) während der abschließenden Pressekonferenz am Dienstagmittag. Wie dringlich dieses Thema ist, wurde am Montag erneut besonders deutlich, als im ukrainischen Krementschuk Raketen in ein Einkaufszentrum einschlugen, in dem sich zu dem Zeitpunkt rund 1000 Menschen aufgehalten haben sollen. Die Attacke verurteilten die Staats- und Regierungschef von USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und Deutschland als Kriegsverbrechen. Und die G7-Mitglieder bereiteten gemeinsame Wege, um Russland schärfer zu sanktionieren und die Ukraine politisch, wirtschaftlich und militärisch zu unterstützen. Rohstoffknappheit, Lieferengpässe und hohe Inflationsraten sind nur einige der vielen fatalen Folgen des Ukrainekrieges, die derzeit die gesamte Weltwirtschaft zu spüren bekommt. Die Angst vor einer weltweiten Rezession wächst. Handelsblatt-Politikredakteur Martin Greive erklärt im Gespräch mit „Handelsblatt Today"-Host Lena Jesberg, welche Maßnahmen das G7-Bündnis gegen den drohenden wirtschaftlichen Abschwung ergreifen will – und welche Folgen für Anlegerinnen und Anleger entstehen könnten. Außerdem war Greive live vor Ort in Elmau und schildert ein paar Eindrücke vom G7-Gipfel. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 498Ist der NFT-Hype schon vorbei? Warum die G7 den Import von russischem Gold verbieten wollen
Der Kryptomarkt ist am Boden. Neben den massiven Ausverkäufen von Cyberdevisen wie Bitcoin oder Ether sind auch die Preise für Non-Fungible-Token (NFTs) mittlerweile eingebrochen. Bei Opensea, einer der weltweit größten Handelsplattformen für NFTs, beträgt das Minus beim Handelsvolumen innerhalb des vergangenen Monats 75 Prozent. Das hatte die Branchenplattform Dappradar ermittelt. Grund dafür sind zum einen die steigenden Zinsen und damit verbundene Rezessionsängste, aber auch eine Vertrauenskrise bei den Anlegern. Denn kriminelle Machenschaften haben am NFT-Markt erheblich zugenommen. Ein NFT steht für ein digitales oder physisches Objekt, das grundsätzlich nicht veränderbar und damit einzigartig ist. Non-Fungible-Tokens können digitale Kunstwerke sein, wie die berühmten Cryptokitties oder Cryptopunks, aber auch Videos, Musik oder Zertifikate. Die Daten dafür werden, genauso wie bei Kryptowährungen, auf Blockchains gespeichert. Noch vor einem Jahr herrschte ein regelrechter Kaufrausch bei NFTs. Mittlerweile ist der allerdings abgeklungen. In dieser Folge Handelsblatt-Today spricht Host Agatha Kremplewski mit Kryptoexpertin Mareike Müller über die aktuelle Lage am NFT-Markt und darüber, ob sich der in Zukunft wieder erholen könnte. **G7 will den Import von russischem Gold verbieten** Außerdem: Am gestrigen Sonntag sind die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten im bayerischen Ort Elmau zusammengetroffen. Neben der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie und des Klimawandels steht auch Russlands Krieg gegen die Ukraine im Fokus. Konkret soll ein Importstopp der G7-Staaten von russischem Gold verkündet werden. Ziel dabei ist es, Russland weiter von der Weltwirtschaft zu isolieren. Handelsblatt-Korrespondent Jakob Blume spricht über die Umsetzung des Plans und die Entwicklung des Goldpreises. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 497So können Sie ihr Vermögen gegen eine drohende Eurokrise absichern
Die Angst vor einer neuen Eurokrise wächst. Denn die historisch hohe Inflation hat die Währungsunion fest im Griff. Um die Teuerung einzudämmen, wird die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli den Leitzins anheben. Doch der Plan ist mit großen Risiken verbunden – besonders für hoch verschuldeten Euro-Länder wie Italien oder Spanien. Ein Zinsanstieg könnt die Ungleichheit zwischen den Ländern in der Währungsunion wachsen lassen. Auch für Privatanleger wird die geldpolitische Reaktion der EZB zur Gefahr. Durch die hohe Inflation macht das klassische Sparen derzeit wenig Sinn. De Aktienmärkte derweil sind volatil. Eine sichere Geldanlage ist in diesen Tagen deshalb nur schwer zu finden. Und die Situation könnte in den kommenden Monaten noch komplizierter werden. „Der Euro wird nicht auseinanderfallen, wir werden auch noch eine dritte und eine vierte Eurokrise erleben“, sagt Thomas Lehr, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch, zur Gefahr einer erneuten Eurokrise. In Bezug auf das Anlageverhalten der Deutschen kritisiert er: „Das Ausblenden anderer Währungen ist der größte Mangel in deutschen Portfolios.“ Wie Anleger jetzt im Detail reagieren sollten, bespricht Lehr in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit Host Lena Jesberg. Außerdem: Es gibt zwar eine Währungs-, aber keine Fiskalunion zwischen den Euro-Ländern. Brüssel-Korrespondent Moritz Koch erläutert im Gespräch mit Tobias Gürtler, warum das in diesen Tagen mehr denn je problematisch ist – und weshalb es dennoch unwahrscheinlich ist, dass die Euro-Länder dieses, ihr Grundproblem auf absehbare Zeit aus der Welt schaffen werden. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 496Chaos an Flughäfen: Was für Reisende und Aktionäre jetzt wichtig ist
Flughafenfrust statt Reiselust: Personalmangel verhagelt der Luftfahrt den erhofften Aufwind nach der Pandemie. Ob ein Investment sich trotzdem lohnen könnte. Die Lage an Europas Flughäfen ist angespannt. Seit Wochen müssen Reisende dort mit langen Wartezeiten rechnen – vorausgesetzt ihr Flieger hebt überhaupt noch ab. Denn viele Flüge müssen in diesen Tagen auch ersatzlos gestrichen werden. Grund für die wachsenden Unannehmlichkeiten ist ein akuter Personalmangel im Flugverkehr. So sind laut Flughafenverband ADV derzeit 20 Prozent der Stellen beim Securitycheck, beim Check-in und in der Flugzeugabfertigung unbesetzt. Denn bis heute wurden die in Coronazeiten vollzogenen Entlassungswellen seitens der Luftfahrtbranche nicht wieder ausgeglichen. Diese Fehlkalkulation im Personalbereich macht sich nun auch in den Aktienkursen der Airlines bemerkbar. Dabei war man an den Märkten lange davon ausgegangen, dass die Luftfahrtbranche nach Ende der Coronamaßnahmen massiven Aufwind bekommen und die Urlaubssaison 2022 den Umsatz wieder ankurbeln würde. Stattdessen hat die Aktie der Lufthansa zu Beginn der Urlaubssaison nun aber knapp sieben Prozent, die des irischen Konkurrenten Ryanair sogar fast 18 Prozent an Wert verloren. Wie geht es nun weiter in der Luftfahrtbranche? Wie lange werden Flugreisende noch auf Besserung der Situation warten müssen? Und lohnt sich angesichts der fallenden Kurse vielleicht gerade jetzt ein Einstieg in Airline-Aktien? Diese Fragen bespricht Lena Jesberg in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit dem Handelsblatt-Luftfahrtexperten Jens Koenen. Auch Tipps für Flugreisende, um sich in diesen angespannten Tagen Urlaubsstress zu ersparen, bleiben dabei nicht aus. *** Mehr zur Alarmstufe im Notfallplan Gas: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiesicherheit-die-lage-ist-ernst-d[…]d-kommen-habeck-ruft-alarmstufe-beim-gas-aus/28448376.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 495Dax unter 13.000 Punkten: Ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt?
Der bedeutendste deutsche Aktienindex rutscht unter die wichtige Marke von 13.000 Punkten. Was das nun für das Chancen- und Risikoverhältnis bedeutet. Am deutschen Aktienmarkt ist ein klarer Abwärtstrend zu erkennen. Nachdem am heutigen Tag noch die obere Linie dieses Trends mit 13.444 Punkten getestet wurde, rutschte der Kurs unter die psychologisch bedeutsame Marke von 13.000 Punkten. Laut dem Angstbarometer V-Dax besteht zwar noch keine Ausverkaufspanik, aber eine deutlich zu erkennende Nervosität. Im Vergleich zu den bisherigen Abwärtsphasen hält sich der Ausverkauf im deutschen Leitindex allerdings noch in Grenzen. Ein Unsicherheitsfaktor der letzten Monate ist die dramatisch steigende Inflation. Die US-Notenbank Federal Reserve und auch die Europäische Zentralbank haben darauf in den USA und in Europa mit einer strengeren Geldpolitik reagiert. Die erhöhten Zinsen haben an den heimischen und internationalen Märkten Druck ausgelöst. Neben dem deutschen Ausverkauf hat auch der amerikanische S&P 500-Index in den letzten sechs Monaten fast 20 Prozent verloren. Welche Ereignisse und Entscheidungen dabei welchen Einfluss auf die Märkte hatten, weiß Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer. Er spricht darüber in der heutigen „Handelsblatt Today“-Ausgabe mit Mary Abdelaziz-Ditzow – in deren letzter Sendung nach fast zwei Jahren als Podcast-Host. Zum Abschied hat Ulf Sommer ihr und den „Today“-Hörern vier Chancen und drei Risiken des aktuellen Aktienmarktes mitgebracht. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 494EZB-Zinserhöhung: Droht die nächste Euro-Krise?
Die EZB vollzieht einen Kurswechsel – und plötzlich fürchten Kritiker eine nächste Euro-Krise. Warum das Szenario zum jetzigen Zeitpunkt dennoch eher unwahrscheinlich ist. Am Montag verlieh EZB-Präsidentin Christine Lagarde den Plänen noch einmal Nachdruck: Im September werde eine größere Zinserhöhung bevorstehen, „wenn die mittelfristigen Inflationsaussichten bestehen bleiben“, sagte sie im EU-Parlament in Brüssel. Erst einmal sollen die Zinsen im Juli nun um 0,25 Prozentpunkte nach oben gehen. Seit 2011 hatte sie die Notenbank nicht mehr so stark angehoben. Angesichts des hohen Inflationsschubs vollzieht die EZB einen Kurswechsel von einer jahrelangen ultralockeren hin zu einer straffen Geldpolitik. Ein wichtiges Instrument, um die Inflationsrate unter Kontrolle zu bekommen, die inzwischen mehr als vier mal so hoch liegt wie das ausgegebene Ziel von 2,0 Prozent. Und für viele Experten ein längst fälliger Schritt. Doch der Kurswechsel ist auch problembehaftet. Nicht umsonst hatte die EZB monatelang gezögert, ihn einzuschlagen. Denn mit einem Mal wächst nun die Sorge vor einer Rückkehr der Euro-Krise. Italien, Griechenland und andere Länder mit hohen Staatsschulden müssen plötzlich fürchten, ihren wachsenden Schuldenballast nicht mehr tragen zu können. Hier zeige sich „ein Grundproblem der Euro-Zone, die eine Währungsunion und keine Fiskalunion ist“, sagt Handelsblatt-Finanzredakteur Frank Wiebe: Spannungen zwischen den Ländern könnten innerhalb der Währungsunion nicht über den Devisenmarkt ausgeglichen werden. Warum er die Gefahr einer erneuten „Euro-Krise“ zum jetzigen Zeitpunkt dennoch gering einschätzt, erläutert Wiebe in der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“. Darin spricht er mit Host Mary-Abdelaziz-Ditzow auch über mögliche Konsequenzen der EZB-Zinserhöhung für Deutschland – und zeigt auf, welche Möglichkeiten der Notenbank bleiben, um die Teuerungsrate im Euro-Raum anderweitig in den Griff zu kriegen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 493Konjunkturerwartung halbiert: Deutschland stehen magere Jahre bevor / Wie Sie jetzt Gas sparen können
Die Erwartungen für die deutsche Konjunktur sinken stark. Ob eine Rezession jetzt ernsthaft drohen könnte. Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Energiepreise durch den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Deshalb berechnet das HRI, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um 1,6 Prozent zulegen soll, 2023 sogar nur noch um 0,8 Prozent. Die vorherige Prognose war fast doppelt so hoch. So ist der Preis für Erdöl um knappe 66 Prozent teurer als im Vorjahr. Für Erdgas und Steinkohle sogar um circa 200 Prozent – ein Hauptgrund für die aktuell historisch hohe Inflation von 7,9 Prozent in Deutschland. Denn die hohen Energiepreise führen zu Mehrkosten in der Produktion und die Lieferung von Waren und Dienstleistungen, das wiederum mündet in höheren Verbraucherpreisen. Dennis Huchzermeier, Senior Economist beim HRI, hat an der Konjunkturprognose mitgewirkt und spricht in dieser Folge Handelsblatt Today mit Host Sonja Schlacht über die genauen Ergebnisse, ob sich die Inflation beruhigt und wie berechtigt die Sorgen vor einer Rezession sind. Außerdem: Gas ist zu einem knappen Gut in Deutschland geworden. Deswegen möchte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) jetzt ein Gesetz auf den Weg bringen, das für einen sorgsamen Verbrauch für Gas in der Stromproduktion sorgen soll. Besonders seitdem der russische Konzern Gazprom vergangene Woche die Gaslieferungen nach Deutschland über die Pipeline Nord Stream 1 eingedämmt hat, gilt die Lage als kritisch. Was Habeck plant und wie Verbraucher zu Hause jetzt schon Gas sparen können, weiß Handelsblatt-Redakteur Ben Mendelson. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 492Wie sich die Investitionsmüdigkeit am Standort Deutschland an der Börse auswirkt
Immer weniger ausländische Investoren interessieren sich für Deutschland als Wirtschaftsstandort. Börsenexperte Ulf Sommer erläutert, was das für Dax und Co. bedeutet. Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird bei ausländischen Investoren immer unbeliebter. Nurmehr 841 Investitionsprojekte in Deutschland kündigten ausländische Unternehmen 2021 an. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um zehn Prozent. Die Ursachen dafür, dass sich ausländische Investoren von Deutschland abwenden, sind vielschichtig. Langwierige Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse, bürokratische Hürden und die unzureichende Digitalisierung des Landes zählen dazu. Hat diese Investitionsmüdigkeit auch Auswirkungen auf den Dax? Höchstens geringfügig, sagt Aktienanalyst Ulf Sommer. Die meisten Unternehmen im Dax erwirtschafteten bis zu 80 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. „Ob ausländische Staaten in Deutschland investieren spielt für Unternehmen wie Linde, Fresenius, Bayer oder die drei Größten der Automobilbranche eine eher untergeordnete Rolle“, erklärt er. In der neuen Folge von „Handelsblatt Today Extended“ spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer mit Host Mary Abdelaziz-Ditzow auch darüber, welche einzelnen Sektoren am deutschen Aktienmarkt im zweiten Halbjahr 2022 besonders großes Potenzial bieten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
Ep 491Steigende Zinsen, unkalkulierbare Kosten: Ist der Traum vom Eigenheim damit ausgeträumt?
Die Zinsen für Immobilienkredite steigen, die Baukosten ebenfalls. Ob sich ein Immobilienkauf jetzt noch lohnt – und wer ihn sich nun überhaupt noch leisten kann. In den vergangenen Jahren boomte der Immobilienmarkt in Deutschland. Noch im vierten Quartal 2021 legten laut Statistischem Bundesamt die Preise für Wohnimmobilien mit 12,2 Prozent so kräftig zu wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Doch der Traum vom Hauskauf könnte bald schon zum Albtraum werden – denn der deutsche Immobilienmarkt steht womöglich vor einer Zeitenwende. Zum einen steigen die Zinsen für Immobilienkredite wieder an, zum anderen treiben Rohstoffengpässe die Baupreise in die Höhe. Gleichzeitig werden auch die Klimaauflagen bei Neubauten immer strenger. Vor allem für Privatpersonen sind damit die Risiken bei einem Kauf größer geworden. Schon jetzt macht sich das am Markt bemerkbar. Experten des Immobilen-Investmenthauses Savills haben berechnet, dass im Mai 2022 weniger als halb so viele Wohnhäuser in Deutschland verkauft wurden wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. „Seit Jahren wird zu wenig gebaut“, erklärt Handelsblatt-Immobilienexpertin Kerstin Leitel. „Nach Schätzungen von Politik und Bauwirtschaft müssten jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen gebaut werden. 2021 wurden aber lediglich 290.000 Wohnungen fertiggestellt.“ Deshalb, sagt Leitel, fänden viele Menschen derzeit keine Wohnung – weder zum Kauf noch zur Miete. Was bedeutet all das für die Zukunft des deutschen Immobilienmarkts? Worauf müssen sich Käufer jetzt einstellen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben wollen? Und wer kann sich unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch eine Immobilie leisten? Darüber spricht Host Tobias Gürtler in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit Kerstin Leitel. Die Handelsblatt-Immobilienexpertin hat zusammen mit einem Team die aktuelle Lage am deutschen Immobilienmarkt untersucht und Trendviertel identifiziert. „Mittlerweile muss genau hingesehen werden, wo sich der Kauf noch lohnt“, sagt sie. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 490Wie beliebt ist Deutschland als Investitionsstandort noch?
Immer weniger ausländische Firmen investieren in Deutschland als Wirtschaftsstandort. Woran das liegt und was diese Entwicklung für Deutschland bedeutet, erklärt Unternehmensredakteur Ulf Sommer. Deutschland gilt als vermeintlich attraktiver Standort für Investitionen. Besonders US-amerikanische Tech-Unternehmen scheinen großen Wert auf einen „Made in Germany"-Standort zu legen: Beispielsweise will Tesla-Chef Elon Musk die Gigafactory in Grünheide erweitern und auch Apple will für eine Milliarde Euro sein Chip-Design-Zentrum in München ausbauen. „Das sind zweifellos tolle Projekte von zwei sehr namenhaften Adressen, allerdings spiegeln diese nicht den Trend wieder“, erklärt Aktienanalyst Ulf Sommer. Die Zahl der von ausländischen Unternehmen in Deutschland angekündigten Investitionsprojekte ist im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken. Das zeigte eine Erhebung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. „Der sinkende Trend der ausländischen Investitionszahlen in Deutschland ist allerdings kein Europaweites Problem, obwohl Europa verglichen mit Asien und USA die schwächste Wirtschaftsmacht ist“ sagt Sommer. Deutschlands größte inländische Mitstreiter, Frankreich und Großbritannien, verzeichnen beide einen Zuwachs bei ausländischen Investitionen. Warum besonders China Deutschland dennoch als wichtigsten Investitionsstandort sieht und inwieweit dieses geopolitische Verhältnis beider Länder in Hinblick auf den Ukrainekrieg verändern könnte, bespricht Host Mary Abdelaziz-Ditzow mit Ulf Sommer in dieser neuen Folge Handelsblatt Today. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 489EZB-Notsitzung: Neue Eurokrise? / Was nach dem Crash von Krypto übrig bleibt
Die jüngsten Verluste der Cyberdevisen verunsichern Anleger. Die Angst vor einem anhaltenden Kryptowinter wächst. Doch Experten haben noch Hoffnung für das Dezentralisierte Finanzsystem. Krypto-Anleger mussten zu Wochenbeginn erneut starke Verluste verkraften. Die älteste und wichtigste Digitalwährung, der Bitcoin, fiel zeitweise etwa um mehr als zehn Prozent unter 21.000 Dollar. Auch die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum sank auf den niedrigsten Stand seit Januar 2021. Dabei schien es nach dem vorherigen Crash Anfang Mai zunächst so, als hätte sich der Markt wieder beruhigt und die Kurse der Devisen sich eingependelt - wenngleich fernab ihrer Höchststände. Der erneute Ausverkauf bestärkt jene Analysten, die vor einem anhaltenden Kryptowinter warnen. Pessimistischere Marktbeobachter reden gar vom Ende der Krypto-Ära. Doch kann etwas, das so viele Anhänger gefunden hat, überhaupt je ganz verschwinden? Um diese Frage zu beantworten spricht Host Lena Jesberg in der heutigen Folge mit dem Handelsblatt Tech- und Finanzexperten Felix Holtermann. Er verrät, welche Errungenschaften der Krypto-Revolution am Ende noch bleiben. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 488Düstere Aussichten bei Tech-Werten: Bei diesen Titeln gibt es noch Hoffnung
Hohe Inflation, steigende Zinsen, schwindende Sicherheiten: All das bedeutet schwierige Zeiten für Tech-Werte und Krypto-Coins. Wo sich für Anleger jetzt dennoch Chancen ergeben könnten. Die Inflation lässt die Märkte nicht los. Auch im Mai haben die Verbraucherpreise in Deutschland wieder zugelegt. Die Teuerung lag hierzulande im letzten Monat bei 7,9 Prozent – Höchstwert seit beinahe 50 Jahren. Noch höher ist die Inflation in Übersee: Die Verbraucherpreise in den USA lagen im Mai 2021 ganze 8,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Fed wird voraussichtlich reagieren – und dafür weiter an der Zinsschraube drehen müssen. Medienberichten zufolge könnte die US-Notenbank noch in dieser Woche erhöhte Zinsschritte ankündigen. Eine Zinserhöhung ist grundsätzlich schlecht für Tech-Aktien und spekulative Assets – und eine steigende Inflation sowieso. Das zeigt sich in diesen Tagen einmal mehr am wichtigsten amerikanischen Tech-Index: Der Nasdaq verlor am Montag fast fünf Prozent, rutschte auf seinen niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Und auch die älteste und wichtigste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, stürzte zum Wochenbeginn weiter ab – um ganze 14 Prozentpunkte. Wie geht es nun weiter mit Tech-Anlagen? Welche Chancen und Risiken bieten Tech-Werte jetzt? Wo lohnt sich vielleicht ein Einstieg? Und wo zeichnen sich weitere Einbußen ab? Darüber spricht Host Agatha Kremplewski im „Tech-Deep Dive“ bei „Handelsblatt Today“ mit Finanzredakteur Andreas Neuhaus und New York-Korrespondentin Astrid Dörner. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 487Selfmade-Millionär verrät sein Erfolgsgeheimnis / Ist der Tankrabatt noch zu retten?
Über viele Jahre hinweg hat sich Florian Koschat ein achtstelliges Vermögen aufgebaut. Wie er das geschafft hat – und was er Menschen rät, die es ihm gleichtun wollen Eine Million auf dem Konto: ein Traum, der hierzulande für immer mehr Menschen in Erfüllung geht. Die Anzahl der Millionäre ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Aktuell gibt es etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die ein Vermögen von mehr als einer Million Euro besitzen – 2008 waren es noch 810.000. Einer, der zu diesem gut situierten Kreis zählt, ist Florian Koschat. Nach eigenen Angaben besitzt der 47-Jährige aktuell ein Vermögen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Und er hat sich dieses Vermögen über viele Jahre hinweg selbst erarbeitet. Vom Tellerwäscher zum Millionär also – oder, um bei Koschats Lebenslauf zu bleiben: von Nebenjobs in der Immobilienbranche zum Investmentbanker und CEO mit achtstelligem Kontostand. Wie er das geschafft hat, verrät Florian Koschat in dieser Folge von „Handelsblatt Today“. Darin spricht Host Agatha Kremplewski mit dem Selfmade-Millionär über seinen Werdegang – und holt Tipps dazu ein, was es zu beachten gilt, um selbst zum Millionär zu werden. Außerdem: Seit rund zwei Wochen gilt in Deutschland der Tankrabatt. Doch die Spritpreise an den Tankstellen sinken nicht. „Es ist offenkundig das eingetreten, wovor viele Experten gewarnt hatten: Die Mineralölkonzerne streichen den Profit ein, die Verbraucherinnen und Verbraucher merken nichts von der Steuersenkung“, sagt deshalb Wirtschaftsminister Robert Habeck. Und will angesichts dessen nun das Kartellrecht verschärfen. Wie genau die Pläne Robert Habecks aussehen, warum sie mit dem Tankrabatt nur indirekt zusammenhängen und ob der Tankrabatt überhaupt noch zu retten ist, weiß Handelsblatt-Redakteur Julian Olk. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 486Streit um Steuern: Müssen Reiche und Kriegsgewinner bald mehr Abgaben zahlen?
In der Ampelkoalition verhärten sich die Diskussionen um Änderungen in der Steuerpolitik. Dabei stehen sich vor allem Christian Lindner und Robert Habeck gegenüber. Wenn es nach dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck geht, zahlen Spitzenverdiener bald höhere Steuern. Damit will er mittlere und kleine Einkommen entlasten. Das ist jedoch nicht die einzige Wunschreform der Grünen. Sie plädieren außerdem für eine Sondersteuer für Kriegsgewinner. Eine solche Übergewinnsteuer beträfe vor allem Ölkonzerne. Die SPD sympathisiert mit diesen Ideen, während die FDP sie strikt ablehnt. Schon im Wahlkampf waren Steuerentlastungen ein Streitpunkt unter den späteren Koalitionsparteien. Auch deshalb hat man sich in den Gesprächen zur aktuellen Legislaturperiode im Bereich Steuerpolitik wenig vorgenommen. Doch seit der Invasion Russlands in der Ukraine hat sich einiges verändert. Ein Regierungsvertreter räumte ein, dass das zweite der beiden Entlastungspakete der Bundesregierung teilweise an den Menschen vorbeigegangen sei und möglicherweise sogar Inflationstendenzen befeuert habe. Echte Steuerentlastungen seien daher mitunter zielführender als ein Tankrabatt. Den Streit um Ent- und Belastungen bei der Steuer hat Politik-Redakteur Martin Greive genauer analysiert. In der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“ spricht er mit Host Lena Jesberg unter anderem über Wahlversprechen, die Schuldenbremse sowie Kosten und Nutzen der diskutierten Steuerreformen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
Ep 485Zinserhöhung im Juli: Kann die EZB so die Inflation stoppen?
Ab Juli wird die EZB die Zinsen erhöhen - erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt. Viele Ökonomen halten diesen Schritt für überfällig. Aber er ist nicht ohne Risiko. Was die Zinswende für die Wirtschaft und die Aktienmärkte bedeuten könnte. Erstmals seit elf Jahren wird die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Juli erhöhen. Für die Währungshüter ist das ein radikaler Kurswechsel nach Monaten des Festhaltens an einer lockeren Geldpolitik. Nun kündigte EZB-Chefin Christine Lagarde in der entscheidenden Ratssitzung am Donnerstagnachmittag den Kurswechsel an. Im Podcast Handelsblatt Today spricht Host Mary Abdelaziz-Ditzow mit Handelsblatt-.Ökonomieexperte Jens Münchrath über den schwierigen Balance-Akt, den die EZB in ihrer Rolle als Hüter der Preisstabilität Europas bewältigen muss: Werden die Zinsen zu stark angehoben, könnte eine Rezession ausgelöst werden. Und: Die Zahlungsfähigkeit bestimmter Länder mit hohen Staatsschulden könnte durch einen Zinsanstieg gefährdet werden. Wenn die Zinsen zu spät angehoben werden, könnte die EZB hingegen ihr wichtigstes Ziel gefährden: Die Preisstabilität in Europa. Fakit ist: Die anhaltende Rekordinflation hatte den Druck auf die Währungshüter zuletzt immer mehr erhöht. Schon in den vergangenen Wochen hatte die EZB einem möglichen Kurswechsel deshalb in vielen Äußerungen den Weg bereitet. Besonders Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel war deutlich geworden: „Wir müssen jetzt handeln“, hatte sie postuliert. Außerdem: Selten vorher gab es eine Zeit, die so von Unsicherheit auf gesellschaftlicher, politischer aber auch wirtschaftlicher Ebene geprägt war, wie die jetzige. Genau in einer solchen Zeit ist es wichtig Ideen und Innovation zu erkennen. Das Handelsblatt veranstaltet zum zweiten Mal die Innovation-Week: Eine Woche voller Livestreams und Diskussionsrunden über Geschäftsmodelle, Technologien und Trends der Zukunft. Im Titeltalk erklärt Start-up Expertin Larissa Holzki, warum Deutschland unter einem Innovationsnotstand leidet und auf welche thematischen Schwerpunkte das Handelsblatt auf dem Innovation-Summit am 14. Juni setzt. *** Über diesen Link geht es zur kostenlosen Anmeldung für das Handelsblatt Innovation Summit: https://veranstaltungen.handelsblatt.com/innovation-summit/#wt_eid=2164129935185746228&wt_t=1655193562949 *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen