PLAY PODCASTS
Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

1,630 episodes — Page 22 of 33

Ep 584Haben die Grünen im AKW-Streit zu früh rote Linien gezogen? / Emsland – vom Armenhaus Deutschlands zur Zukunftsregion

Das Votum des Grünen-Parteitags verengt im Atomstreit mit der FDP den Verhandlungsrahmen. Außerdem birgt es ein politisches Risiko für die Grünen selbst. Wie geht es mit den drei noch aktiven Atomkraftwerken in Deutschland weiter? Eine Antwort auf diese Frage ist die Ampel-Regierung bislang schuldig geblieben. Die Positionen der Grünen und der FDP lagen zuletzt weit auseinander: Während sich die FDP dafür stark macht, alle drei Atomkraftwerke bis 2024 weiterzubetreiben, wollen die Grünen nur Isar 2 und Neckarwestheim 2 in Süddeutschland bis Mitte April 2023 als Einsatzreserve am Netz behalten. Ein Weiterbetrieb des AKW Emsland über 2022 hinaus würde die Anschaffung neuer Brennelemente erfordern – das wiederum lehnen die Grünen strikt ab. Am Wochenende haben die Grünen ihre Position per Parteitagsbeschluss zementiert – und so den Rahmen für die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz abgesteckt. Doch das grüne Parteitagsvotum verengt nicht nur den Verhandlungsrahmen im Streit mit der FDP – aus der Sicht des Handelsblatt-Energiepolitik-Experten Klaus Stratmann birgt es auch für die Grünen selbst ein großes politisches Risiko. Denn Stratmann berichtet in der neuen Folge von Handelsblatt Today von vielen Gesprächen mit Experten, die mit Blick auf die Energieversorgung eher vor dem Winter 2023/2024 warnen – der kommende Winter sei nicht das größte Problem. Und sollte Deutschland tatsächlich wie von den Grünen gefordert am 15. April 2023 endgültig aus der Atomkraft aussteigen und sollte der Winter 2023/2024 noch schwieriger werden, dann „laufen die Grünen Gefahr, sich das vorhalten lassen zu müssen“, sagt Stratmann im Gespräch mit Host Anis Mičijević. „Da geht es nicht nur um die Gasverfügbarkeit, sondern auch um die Versorgungssicherheit im Strombereich“, erklärt Stratmann. Außer Betrieb genommene Atomkraftwerke könne man schließlich nicht beliebig aus- und wieder anschalten. Außerdem: Der „Zukunftsatlas 2022“ des Marktforschungsunternehmens Prognos bescheinigt dem Emsland „hohe Chancen“ auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Handelsblatt-Praktikantin Annika Keilen hat sich auf Spurensuche begeben und erklärt in der heutigen Folge, wie sich das Emsland vom Armenhaus Deutschlands zu einer wachstumsstarken Zukunftsregion entwickelt hat. *** Welche Fragen haben Sie zum Thema Geldanlage in Krisenzeiten? Schicken Sie uns Ihre Fragen über folgenden Link: https://app.sli.do/event/sEDCGL24yXtWuEtMCtgVV7/live/questions Wir versuchen, am Donnerstag und Freitag so viele wie möglich im Podcast zu beantworten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 17, 202232 min

Ep 583Warum sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oft ungestraft bleibt

Opfer sexueller Belästigung werden noch immer nicht ausreichend geschützt. Täter hingegen kommen oftmals ohne oder mit einer milden Strafe davon. Sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz bleiben ein akutes Problem. Die MeToo-Debatte hat zwar ein Bewusstsein geschaffen, doch die Konsequenzen für Täter bleiben teilweise aus und Opfer fühlen sich im Stich gelassen. Laut Daten des Thinktanks Foundation for European Progressive Studies haben 2019 68 Prozent der befragten Frauen in Deutschland angegeben, im Laufe ihres Lebens schon einmal Sexismus oder sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz erlebt zu haben. Doch wie kommt es, dass viele dieser Taten nicht gemeldet werden und Täter unbekannt, sowie unbestraft bleiben? „Es gibt eine sehr große Dunkelziffer, weil sich viele Betroffene nicht trauen, sich zu melden aus Angst vor Repressalien oder anderen Konsequenzen.“ erklären die Handelsblatt Redakteurinnen Teresa Stiens und Mareike Müller im Interview. Betroffene geben sogar an, dass Compliance-Verfahren Täter besser schützen als Opfer. Warum diese Problematik trotz der großen Aufmerksamkeit, die die MeToo-Debatte geschaffen hat, nicht gelöst wurde und wie man Opfer besser schützen kann, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Die Handelsblatt-Leserfavoriten aus dieser Woche: - [Grundsteuer berechnen: So bemessen Sie Ihre Wohnfläche richtig](https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/grundsteuererklaerung-worau[…]nflaeche-fuer-die-grundsteuer-achten-sollten/28721892.html) - ["Netzbooster"-Projekt: Weltweit größter Batteriespeicher entsteht in Süddeutschland](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/netzbooster-projekt-weltweit-groesster-batteriespeicher-entsteht-in-sueddeutschland/28724584.html) - [Käuferstreik: Stecken deutsche Autohändler bald in der Krise?](https://www.handelsblatt.com/mobilitaet/zukunft-der-mobilitaet/kaeuferstreik-stecken-deutsche-autohaendler-bald-in-der-krise/28726754.html) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 14, 202225 min

Ep 582US-Inflation sinkt erneut – ist das die Trendwende? / Wie die britische Regierung das Vertrauen der Märkte verspielt

Die US-Inflationszahlen schicken den Dax auf eine Achterbahnfahrt. VWL-Professor Harm Bandholz plädiert für eine vorsichtigere Geldpolitik der Fed. Die US-Inflationszahlen sind zum dritten Mal in Folge leicht gesunken und lagen im September bei 8,2 Prozent. Ökonomen hatten allerdings einen etwas stärkeren Rückgang auf 8,1 Prozent erwartet. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag im September sogar auf dem höchsten Stand seit 1982. Der Dax drehte kurz nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich ins Minus und verlor fast 300 Punkte. Kurz darauf griffen die Anlegerinnen und Anleger aber wieder zu – und der deutsche Leitindex konnte seine Tagesverluste mehr als wettmachen. VWL-Professor Harm Bandholz von der FH Kiel plädiert in der neuen Folge von Handelsblatt Today für eine vorsichtigere Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Es sei sinnvoll, die Wirkung der bisher beschlossenen Maßnahmen auf die Konjunktur abzuwarten, sagt er im Gespräch mit Host Anis Micijevic. Außerdem erklärt Bandholz, was Anlegerinnen und Anleger in der aktuellen Situation tun können, um ihre Verluste zu verringern. Außerdem: Turbulente Zeiten für die britischen Anleihemärkte – eigentlich wollte Premierministerin Liz Truss gemeinsam mit Finanzminister Kwasi Kwarteng die Folgen der Brexit-Nachwehen, drohender Rezession, Inflation und steigender Energiepreise für die britische Wirtschaft mit einem umfangreichen Entlastungspaket abmildern. Zweifel an der Finanzierbarkeit des Vorhabens führten jedoch zu einem Ausverkauf britischer Staatsanleihen. Das wiederum brachte auch britische Pensionsfonds in eine finanzielle Schieflage und löste gefährliche Marktturbulenzen aus. „Britische Pensionsfonds leihen sich Geld und hinterlegen britische Staatsanleihen als Sicherheit“, erklärt Handelsblatt-Geldpolitik-Experte Jan Mallien im Podcast. Wegen des Wertverfalls bei den Anleihen mussten die Pensionsfonds mehr Sicherheiten hinterlegen, verkauften dazu Anleihen – und setzten so eine Abwärtsspirale in Gang. Die Bank of England (BoE) intervenierte mit einem Notkaufprogramm für Anleihen, was allerdings diesen Freitag auslaufen soll. Nun ist die britische Regierung am Zug, die laut Medienberichten das Entlastungspaket samt milliardenschwerer Steuersenkungen auf den Prüfstand stellt. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 13, 202231 min

Ep 581Comeback von Festgeld und Tagesgeld: Wo es die meisten Zinsen gibt / Ampel-Konjunkturprognose: Nur eine gute Nachricht

Am heutigen Mittwochmittag hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) nun offiziell die neuste Konjunkturprognose vorgestellt. Die Inflationsrate soll 2023 nur noch sieben Prozent betragen, erfuhr das Handelsblatt vorab aus Regierungskreisen. Damit weicht die Prognose von den Vorhersagen der Wirtschaftsinstitute ab, die für das Jahr 2023 8,8 Prozent erwarten hatten. Einig sind sich die Ampel und die Institute jedoch in einem anderen Punkt: 2022 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands noch um 1,4 Prozent wachsen. Im kommenden Jahr aber dann um 0,4 Prozent schrumpfen – düstere Aussichten für die deutsche Konjunktur. „Wenn man sich anschauen will, wie es Deutschland wirtschaftlich geht, dann ist das BIP eine entscheidende Größe, um eine Art Gesamtübersicht von der Krise zu bekommen“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Julian Olk in dieser Folge Handelsblatt Today. Warum es zu der Abweichung kommt uns wie die Zahlen sich einordnen lassen: Darüber hat Host Sonja Schlacht mit Julian Olk gesprochen. _Wenn Sie sich für das Thema Wirtschaftswachstum interessieren und weitere Fragen haben, dann lassen Sie uns die gern zukommen: [Hier](https://app.sli.do/event/dy8cqhQBWGZLfbwRQcCsKZ) finden Sie unsere Umfrage._ Außerdem: Tages- und Festgeldkonten rücken zurück ins Rampenlicht. Nach der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli bieten Banken ihren Kunden nun erstmals seit vielen Jahren wieder Zinsen für das Geld auf ihrem Konto. So will beispielsweise die ING ihre Tagesgeld-Zinsen ab Dezember auf 0,3 Prozent anheben. Bei Festgeldkonten soll der Zinssatz um 0,3 und 0,5 Prozentpunkte steigen. Markus Hinterberger ist beim Handelsblatt Chefreporter für Geldanlage. Er erklärt, ob es sich also wieder lohnt, Geld auf einem Tages- oder Festgeldkonto anzulegen, welche Zinsen Sparer erwarten und wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln könnten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Oct 12, 202233 min

Ep 569Sabotage gegen Bahn und Nord-Stream-Pipelines: Wie gefährdet ist Deutschlands kritische Infrastruktur?

Nach den Sabotage-Aktionen in der Ostsee und bei der Deutschen Bahn wächst die Sorge um die kritische Infrastruktur in Deutschland. Experte Manuel Atug ordnet die Lage ein. Nur rund zwei Wochen nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat es einen Angriff auf das Kabelnetzwerk der Deutschen Bahn gegeben. Am Wochenende kam deswegen der Zugverkehr in Deutschland zeitweise zum Erliegen. In beiden Fällen gehen die ermittelnden Behörden von gezielter Sabotage aus. IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug glaubt, dass für solche Attacken verschiedene Tätergruppen in Frage kommen: „Das können Geheimdienste oder Militärs sein, also staatliche Akteure.“ Die Sabotage kritischer Infrastrukturen mit dem Ziel, die Bevölkerung von innen zu destabilisieren, gehöre zu ihren Operationszielen. Mit Blick auf die Bahn-Sabotage hält es Atug aber auch für möglich, dass „verwirrte Einzeltäter oder Querdenker“ dahinterstecken. Eins sei klar: „Ohne Betriebsablaufinterna und gezielte Recherche bekommt man nicht raus, wie zum Beispiel das GSM-R-Netz der Deutschen Bahn konfiguriert ist und welche Kabel man trennen müsste“, erklärt Atug in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Gleichzeitig geht er davon aus, dass jemand mit solchen Informationen auch eine längere Störung hätte verursachen können. „Das spricht entweder gegen eine extreme Professionalisierung – oder die Motivation, nur eine kleinere Störung zu bewirken“, sagt Atug im Gespräch mit Host Anis Mičijević. Atug ist Gründer und Sprecher der AG Kritis, einer unabhängigen Gruppe von Fachleuten, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die IT-Sicherheit und Resilienz von kritischen Infrastrukturen in Deutschland zu verbessern. Und genau da sieht der IT-Sicherheitsexperte noch viel Luft nach oben: „Wir sehen keine wirklichen Maßnahmen, die einen Schutz oder eine Stabilisierung der kritischen Infrastrukturen bewirken“, so sein Urteil. Am meisten enttäuscht sei er von der alten Regierung, weil diese jahrzehntelang eine desolate Sicherheitsstrategie im Cyberraum verfolgt habe. Die neue Regierung mache das besser, aber man könne nicht innerhalb von wenigen Monaten solche Fehler „wegoptimieren“. Um die kritische Infrastruktur in Deutschland widerstandsfähiger gegen Angriffe zu machen, müsse die Politik generell in längeren Zyklen denken: „Ich würde mir mehr Weitblick wünschen und und keine kurzfristigen Pseudolösungen, die nicht langfristig wirken können“, so sein Appell. Und: Experten aus der Zivilgesellschaft würden kaum nach Lösungsansätzen gefragt werden. „Das Know-how ist da, aber man nutzt es nicht.“ *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 11, 202233 min

Ep 575Was die Gaspreisbremse für Verbraucher bedeutet

Verbraucher bekommen im Dezember vom Staat ihre Gasrechnung erstattet. Das ist allerdings nur die erste von zwei Stufen zur Entlastung. Auf der Pressekonferenz der Expertenkommission zur Gaspreisbremse wurde heute ein Zweistufenplan zur Entlastung der Verbraucher vorgestellt. In der ersten Stufe wird den Haushalten und Unternehmen die Dezemberabrechnung vom Staat erstattet. Ab März 2023 bis April 2023 soll mit der zweiten Stufe eine Gaspreisbremse für Verbraucher ab zwölf Cent pro Kilowattstunde in Kraft treten. Während dieser Vorschlag der Kommission zunächst auf viel Zustimmung stieß, stecken die Herausforderungen im Detail. Nicht nur muss die Bundesregierung zustimmen, auch muss er mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar sein. Zudem gibt es Kritik hinsichtlich der Fairness der vorgeschlagenen Maßnahmen. Handelsblatt-Redakteur Julian Olk ordnet in der heutigen Folge von Handelsblatt Today Optionen und Folgen der Gaspreisbremse ein. Unter anderem erklärt er, wie trotz der Hilfen der Anreiz zum Gassparen erhalten bleibt. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 10, 202228 min

Ep 580Dax-Aktien sind deutlich niedriger bewertet als US-Titel – lohnt sich der Einstieg?

US-Aktien sind mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich teurer als europäische Titel. Was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet. Mit umgerechnet 1,6 Billionen Euro dürften in diesem Jahr die 500 größten US-Konzerne gut 60 Prozent mehr verdienen als die 500 größten europäischen Unternehmen. Das ergab eine Untersuchung des Handelsblatts in Kooperation mit dem Handelsblatt Research Institute. Allein die Techriesen Apple, Microsoft und Alphabet dürften in diesem Jahr doppelt so viel verdienen wie alle 40 Dax-Konzerne zusammen. Und auch mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis sind US-Aktien deutlich teurer bewertet als europäische Titel. Und Dax-Titel sind im Schnitt sogar günstiger bewertet als europäische Aktien. In dieser Folge von Handelsblatt Today Extended spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer mit Host Anis Mičijević darüber, ob es sich nun lohnen könnte, in europäische Titel einzusteigen – oder ob die USA auf absehbare Zeit das Maß aller Dinge bleiben. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 9, 202222 min

Ep 579Katar: Wie gefährlich ist der Einfluss des Emirats auf die deutsche Wirtschaft?

Die Verflechtungen der deutschen Wirtschaft mit Katar werden enger – das zeigt unter anderem der milliardenschwere RWE-Deal. Was das aus geostrategischer Sicht bedeutet. Ab dem 20. November richten sich die Augen der Welt auf Katar – dann startet in dem Emirat die Fußball-Weltmeisterschaft. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisieren seit Jahren die Lage der Gastarbeiter in dem Land – immer wieder ist von Ausbeutung und Zwangsarbeit die Rede. Seit der WM-Vergabe im Jahr 2010 sollen Tausende Gastarbeiter gestorben sein. Doch Katar ist nicht nur Gastgeberland der diesjährigen Weltmeisterschaft, sondern auch ein wichtiger Investor für deutsche Unternehmen – unter anderem VW, die Deutsche Bank, Siemens oder die Porsche AG. Erst diese Woche wurde bekannt, dass Katar Pflichtwandelanleihen im Wert von 2,4 Milliarden Euro zeichnet und damit zum größten Einzelaktionär von RWE aufsteigt. „Katar ist ein sehr kleines Land und steht zwischen zwei Ländern, Saudi-Arabien und Iran, die miteinander verfeindet sind. Die Investitionen des Landes sind vor allem eine politische Absicherung“, erklärt Handelsblatt-Korrespondent Mathias Brüggmann im Podcast. Mit Host Anis Mičijević spricht er darüber, wie das kleine Emirat seinen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft immer weiter ausbaut und was das aus geostrategischer Sicht bedeutet. Außerdem gibt Brüggmann Einblicke in sein am 17. Oktober erscheinendes Buch „1001 Macht“, in dem er Katar ausführlich beschreibt. Platz 1: https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/grundsteuer-wie-sie-fuer-die-grundsteuererklaerung-die-wohnflaeche-richtig-berechnen/28721892.html Platz 2: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiesicherheit-in-sueddeutschland-entsteht-der-groesste-batteriespeicher-der-welt/28724584.html Platz 3: https://www.handelsblatt.com/politik/international/interview-wie-hoch-ist-die-gefahr-eines-russischen-atomangriffs-auf-die-ukraine/28722012.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 7, 202224 min

Ep 578Opec-Deal könnte Benzin und Heizöl teurer machen – und Inflation befeuern / US-Konzerne vergrößern Abstand auf Europa

Das Öl-Kartell drosselt ab November die Förderung. Damit verhärten sich die Fronten zwischen dem Westen und den Ölexporteuren. Leidtragende sind Verbraucher und Unternehmen. Die Öl-Allianz Opec Plus will ab November bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag weniger fördern. Die Entscheidung fiel am Mittwoch bei einem Treffen in Wien – bei dem auch der russische Energieminister Alexander Nowak anwesend war. Er gilt als treibende Kraft hinter der Produktionskürzung. Die Ölexporteure gehen angesichts der Abkühlung der Weltwirtschaft von einer geringeren Nachfrage in Rezessionszeiten aus und wollen mit den Förderkürzungen proaktiv den Ölpreis stabilisieren. Allerdings könnte der Schritt die Energiepreiskrise vor allem in Europa verschärfen, die Inflation anheizen und womöglich die Notenbanken dazu veranlassen, länger an einer straffen Geldpolitik festzuhalten, was wiederum eine drohende Rezession verstärken und verlängern würde. Handelsblatt-Rohstoffexperte Jakob Blume glaubt, dass der Deal dem Opec-Plus-Mitglied Russland höchstwahrscheinlich dabei hilft, die Auswirkungen der Preisobergrenze für russisches Öl abzumildern. Diese hatten die G7-Industrieländer ebenfalls am Mittwoch auf den Weg gebracht. „Die Opec Plus ist den geplanten Sanktionen des Westens zuvorgekommen und Russland ist derzeit einer der größten Profiteure des Deals“, sagt Blume in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Die Entscheidung des Öl-Kartells steht den westlichen Interessen entgegen: Die Gespräche von US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder Bundeskanzler Olaf Scholz, die mit Saudi-Arabien über eine Ausweitung der Ölproduktion verhandelt hatten, blieben ohne Ergebnis. Für Biden kommt der Opec-Entscheid zu einem schwierigen Zeitpunkt. Vor den wichtigen Zwischenwahlen im November hatte Biden eigentlich auf sinkende Spritpreise gehofft. Dass sich Saudi-Arabien nun auf die Seite Russlands stellt, dürfte das Verhältnis zusätzlich belasten. Zuletzt hatten die USA mehrfach die strategischen Ölreserven des Landes angezapft, um den Preisanstieg auf dem Weltmarkt zu bremsen. „Die Effekte waren jedoch nur von kurzer Dauer“, sagt Blume im Gespräch mit Host Anis Mičijević. „Investoren lassen sich nicht veräppeln, irgendwann muss die strategische Ölreserve auch wieder aufgefüllt werden“, erklärt Blume. Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/opec-plus-kartell-drosselt-oel-foerderung-mitten-in-der-energiekrise/28724702.html Außerdem spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer in dieser Folge darüber, warum die großen US-Konzerne ihren Abstand auf die europäischen Unternehmen immer weiter vergrößern. Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/umsaetze-usa-versus-europa-us-konzerne-haengen-europas-unternehmen-in-immer-mehr-branchen-ab/28652822.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 6, 202241 min

Ep 577Was der Fall Volocopter über Crowdinvestments lehrt / Nächste Kehrtwende bei Twitter

Einige „Crowd-Investoren“ sehen sich vom Flugtaxi-Start-up Volocopter nicht ausreichend entlohnt. Der Fall zeigt die Tücken des „Crowd-Investings“ auf. Dem deutschen Flugtaxi-Start-up Volocopter droht eine juristische Auseinandersetzung mit 177 Investoren. Hintergrund ist ein Streit um gekündigte Verträge mit Hunderten „Crowd-Investoren“. Nachdem es am Anfang in Deutschland noch wenig Wagniskapital für Ideen wie den „ersten grünen Hubschrauber“ gab, fanden sich mit der Zeit 750 Menschen, die den Gründern ein Darlehen von insgesamt 1,2 Millionen Euro ermöglichten. Bei dem riskanten Investment verlockte im Erfolgsfall eine hohe Rendite, sobald die Firma Gewinne machen würde. Nun ist dieser Schritt geschafft und Volocopter mit mehr als 1,5 Milliarden Euro bewertet. Doch das Flugtaxi-Start-up hat die Darlehensverträge mit seinen „Crowd-Investoren“ im vergangenen Jahr gekündigt. Sie sollen ihr Kapital mit lediglich einem Prozent Verzinsung pro Jahr zurückbekommen. Diese Möglichkeit war zwar in den Verträgen festgelegt, doch trotzdem wollen sich die „Crowd-Investoren“ damit nicht zufriedengeben – denn auch wenn noch keine Gewinne erzielt werden, hat die Firma eine rasante Wertsteigerung gesehen. Dieser Fall zeigt, dass sich das hohe Risiko im „Crowd-Investing“ nicht unbedingt auszahlt, selbst wenn das Unternehmen großen Erfolg hat. Somit stellt sich die Frage: Sollte man sich von „Crowd-Investing“ grundsätzlich fernhalten? Handelsblatt Today-Host Larissa Holzki hat im heutigen Interview den Geldanlage-Experten Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale gefragt, ob Investoren im Rechtstreit um „Crowd-Investing“-Projekte regelmäßig schlechte Chancen haben. „Das hängt vom Einzelfall ab und davon, was schriftlich festgehalten ist.“ erklärt er. Warum der Volocopter-Fall für ihn noch kein Grund ist, „Crowd-Investing“ komplett abzuschreiben und worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in der heutigen Folge. Außerdem: Elon Musk möchte Twitter nun doch zum ursprünglichen Preis kaufen. Seit Monaten geht es hin und her, ob er das soziale Netzwerk nun kaufen will oder nicht. Das beeinflusst auch den Aktienkurs. Dieser ist durch die neueste Ankündigung des Tesla-Chefs deutlich gestiegen. Wie es nun weitergeht, erklärt Handelsblatt-Redakteurin Laura de la Motte. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 5, 202224 min

Ep 576Credit Suisse: Was wirklich hinter dem Rekordtief steckt / Für wen sich Bausparen jetzt wieder lohnt

Die Aktie der Credit Suisse stand am Montag auf Rekordtief, nachdem in Sozialen Medien Sorgen um die Zukunft der Bank laut wurden. Wir schauen auf die Fakten. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat am Montag heftige Kurseinbrüche erfahren: Um bis zu zwölf Prozent fiel die Aktie zwischenzeitlich und erreichte damit einen Niedrigwert von 3,50 Franken. Hintergrund für die Sorgen an der Finanzkraft der Bank war unter anderem der anstehende Umbau des Geschäftsmodells, welches zusätzliche Mittel verschlingen wird. Dabei hat die Bank schon seit längerem Probleme: Seit Jahresbeginn ist die Aktie um fast 60 Prozent eingebrochen. Auch steht die Credit Suisse derzeit vor einem wichtigen Strategiewechsel, den Konzernchef Ulrich Körner und Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann im Juli in Aussicht gestellt hatten, doch die Details dazu sollten erst Ende Oktober angekündigt werden. Hinzu kam in den vergangenen Tagen die Verteuerung der sogenannten Credit Default Swaps (CDS) mit denen sich Investoren gegen einen Ausfall von Anleihen absichern und eine heftige Diskussion, angestoßen unter anderem durch das r/wallstreetbets-Kollektivs von Reddit, die die Spekulationen über den Verfall der Großbank weiter schürten. Handelsblatt-Redakteur Jakob Blume ordnet mit Host Ina Karabasz die Fakten und die Situation der Bank ein. Außerdem: Die Niedrigzinsphase machte das Bausparen lange Jahre unattraktiv. Doch seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende eingeleitet hat, sind Bauzinsen wieder attraktiv. Handelsblatt-Redakteur Harald Thomeczek erklärt, für wen sich nun der Bausparvertrag lohnen könnte und welche Chancen und Risiken der Vertrag bietet. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Oct 4, 202233 min

Ep 574MSCI World: Vier Wege, um das Risiko besser zu streuen / Putins Annexion: Eskaliert der Ukraine-Krieg erneut?

Der MSCI World weist ein Klumpenrisiko auf. Wir nennen Ihnen vier Möglichkeiten, wie Sie Ihr Portfolio diversifizieren können. Der Welt-Aktienindex MSCI World soll die Weltmärkte abbilden. In der Praxis machen allerdings US-Aktien zwei Drittel des Wertes aus. Vor allem die großen Tech-Konzerne Apple, Tesla, Microsoft und Alphabet sind übermäßig stark gewichtet. Das Klumpenrisiko im globalen Aktienindex ist schon länger bekannt und ein oft genannter Kritikpunkt. Minimieren können Anleger dieses Risiko, indem sie ihr Portfolio ergänzen. Wie das gelingen kann, erklärt unser Spezialist zum Thema Geldanlage, Andreas Neuhaus, im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Lena Jesberg. Er stellt vier Möglichkeiten vor, um Investments in den MSCI World stärker zu diversifizieren. Diese haben jeweils besondere Eigenschaften: „Gleichgewichtete ETFs haben eine abfedernde Wirkung“, und „Small Caps sind viel flexibler als die ganz großen Tanker“, erklärt Neuhaus. Was es mit diesen beiden Ergänzungen auf sich hat und wie die zwei weiteren Möglichkeiten aussehen, erfahren Sie in der heutigen Folge. Außerdem: Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Rahmen einer großen Zeremonie die offizielle Annexion von etwa 15 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets eingeläutet. Es geht um die Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja. „Völkerrechtlich ist das kein zulässiger Akt gewesen. Diese Gebiete gehören weiterhin zur Ukraine“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Martin Murphy im Interview. Doch wie kann der Westen nun reagieren? „Man ist ziemlich am Ende angekommen, was die Sanktionsschrauben angeht. Da ist eigentlich kaum mehr Spielraum, um den Druck noch zu erhöhen“, sagt der Russland-Experte. Im Gespräch erläutert er, wie wahrscheinlich ein Einsatz von Atomwaffen nun ist. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 30, 202232 min

Ep 573Digitaler Euro: Aus für das Bargeld? / Gaspreisbremse kommt statt Gasumlage / Inflation steigt auf zehn Prozent

Die Bundesregierung hat am Donnerstag einen „Abwehrschirm“ gegen hohe Energiepreise vorgestellt, der unter anderem eine Gaspreisbremse beinhaltet. Das Paket hat ein Gesamtvolumen von bis zu 200 Milliarden Euro und soll über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) finanziert werden. Martin Greive, stellvertretender Leiter des Handelsblatt-Hauptstadtbüros, war bei der Vorstellung des Hilfsprogramms im Kanzleramt dabei und bezeichnet die Pressekonferenz in der neuen Folge von Handelsblatt Today als „historisch“. Er erklärt, welche vier Konzepte für die Gaspreisbremse aktuell diskutiert werden und warum die Gasumlage seit dem heutigen Tag Geschichte ist. Mehr dazu finden Sie hier: https://www.handelsblatt.com/politik/international/energiepreiskrise-regierung-einigt-sich-auf-abwehrschirm-gegen-hohe-energiepreise-umfang-von-bis-zu-200-milliarden-euro/28714482.html Die Inflationsrate in Deutschland ist im September deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis einer vorläufigen Schätzung bekannt. Dies ist der höchste Stand seit Dezember 1951, als die Jahresteuerung – bei weitgehend vergleichbaren Daten – bei 10,5 Prozent lag. Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Andrea Cünnen spricht im Podcast über die Marktreaktionen. Außerdem im Fokus: Das Börsendebüt der Porsche AG. Mehr dazu finden Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/verbraucherpreise-inflation-in-deutschland-steigt-auf-den-hoechsten-stand-seit-1951/28714528.html Die Digitalisierung schreitet auch in der Finanzwelt voran. Überall auf der Welt arbeiten Notenbanken an digitalen Versionen ihrer Währungen – so auch die Europäische Zentralbank. EZB-Direktor Fabio Panetta wies am Donnerstag bei einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments darauf hin, dass die EZB im Oktober 2023 entscheiden will, ob sie in konkrete Planungen für einen digitalen Euro einsteigt. Ulrike Kastens, Europa-Volkswirtin bei der Fondsgesellschaft DWS, spricht in dieser Folge mit Host Anis Micijevic über das Megaprojekt der EZB. Sie geht zudem auf die Frage ein, ob die Einführung eines digitalen Euros das Aus für das Bargeld bedeuten würde. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 29, 202234 min

Ep 572Der unterschätzte Kontinent? Welche Chancen Afrika für Investoren bietet

In der Regel investieren die meisten ihr Geld in den USA, Europa und Asien – der afrikanische Kontinent wird häufig noch kritisch gesehen. „Wenn es um Afrika geht, hat man immer den Fokus auf den Problemen, und man sieht die Opportunität nicht“, sagt Fondsmanager Malek Bou-Diab in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Zu den bekannten Problemen zählen vor allem die Korruption, eine unzureichende und überlastete Infrastruktur, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, Fachkräftemangel und eingeschränkte Möglichkeiten der Finanzierung und Devisenverfügbarkeit. Auf der anderen Seite bietet der Kontinent aus der Sicht von Bou-Diab auch viele Chancen: Als positives Beispiel nennt er unter anderem Marokko, das bereits im Jahr 2025 rund 40 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen will. Aus europäischer Sicht könnten sich hier Chancen für Energiepartnerschaften ergeben, die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine auch ein geopolitischer Faktor geworden sind. Darüber hinaus besitzt Afrika eine Menge Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium, die für die Batteriezellproduktion essenziell sind. Bou-Diab betont im Gespräch mit Host Lena Jesberg die wirtschaftliche Robustheit des Kontinents: „Afrika hat schon bewiesen, dass es Krisen ohne große Brüche in der Wirtschaft wegstecken kann.“ Ob es sich für Sie lohnt, afrikanische Werte in Ihr Portfolio aufzunehmen und welche Chancen Afrika für Deutschland als Partner bieten könnte, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: Handelsblatt-Redakteur Martin Murphy spricht über die Lecks an den beiden Nord-Stream-Pipelines und nennt drei mögliche Angriffsszenarien. Er erklärt, wer zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Saboteur infrage kommt und welche Folgen die Zerstörung hat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 28, 202235 min

Ep 571Gasbranche sieht Staat in der Pflicht

Die Gasbranche sieht den Staat in der Verantwortung, sie in der aktuellen Situation zu unterstützen. Andersfalls könne eine Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden. Die hohen Gaspreise bleiben weiterhin im Zentrum der politischen Diskussion. Immer wenn man denkt, jetzt kann es nicht noch unübersichtlicher werden, nimmt die Diskussion eine neue Wendung. Eine vieldiskutierte Maßnahme der letzten Wochen war die Verstaatlichung des Energieunternehmens Uniper. „Ich denke das war ein ganz wichtiger Schritt, den der Staat gegangen ist, um den Markt zu beruhigen und Industrie und Verbrauchern ein gutes Signal zu geben.“ sagt Timm Kehler, Geschäftsführer des Verbands „Zukunft Gas“ im Interview mit Handelsblatt Today Host Ina Karabasz. Doch wie geht es jetzt weiter? Kommt nach der Verstaatlichung von Uniper vielleicht bald die nächste? „Wir gehen davon aus, dass auch die anderen Unternehmen Unterstützung brauchen.“ schätzt Kehler ein. Die Stimme der Gasbranche in Richtung Politik formuliert in der heutigen Folge klar, dass er den Staat diesbezüglich in der Pflicht sieht. Er spricht außerdem über die Diskussion um den Gaspreisdeckel und die Versorgungssicherheit in Deutschland im Falle einer Insolvenz kleinerer Anbieter. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 27, 202227 min

Ep 570Nach Italien-Wahl: Was mit Giorgia Meloni auf die Märkte zukommt

Italien hat ein rechtes Bündnis an die Macht gewählt. Was heißt das für die Volkswirtschaft und die EU? Bei der Parlamentswahl in Italien hat sich die Fratelli d’Italia um Parteichefin Giorgia Meloni durchgesetzt. Gemeinsam mit der Lega um Matteo Salvini und der Forza Italia um Silvio Berlusconi holte sie rund 44 Prozent der Stimmen und bilden die mit Abstand stärkste Kraft. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse sieht die 45-jährige Meloni Regierungsauftrag klar beim rechten Lager unter ihrer Führung als Ministerpräsidentin. Italien steht damit vor einem Kurswechsel. Denn im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, dem noch geschäftsführenden Mario Draghi, steht Nationalistin Meloni für eine EU-kritischere Politik. Italien leide unter der „französisch-deutschen Achse“, gegenüber Deutschland hege sie eine „gewisse Abneigung“. In Brüssel und an den Märkten sorgte die Wahl schon vorher für Aufruhr. Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der EU und nimmt eine tragende Rolle in der Union ein. Was Meloni und ihr Bündnis politisch anstreben und was die Wahl für Italien und die europäischen Märkte bedeutet, weiß Italien-Korrespondent Christian Wermke in dieser Folge Handelsblatt-Today. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 26, 202224 min

Ep 568Deutschland steht vor einer Rezession – warum wir alle ärmer werden / Dax fällt auf neues Jahrestief

Deutschland steht an der Schwelle zur Rezession: Die neue Konjunkturprognose des Handelsblatt Research Institute (HRI) geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung drei Quartale in Folge sinken wird. Die HRI-Ökonomen rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr nur noch um 1,4 Prozent wachsen wird. Für 2023 wird ein Rückgang um 0,4 Prozent erwartet. Der Höhepunkt der Inflation dürfte mit rund zwölf Prozent gegen Ende dieses Jahres erreicht sein, sagt HRI-Ökonom Dennis Huchzermeier in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Von da an seien keine weiteren Preissprünge zu erwarten, so dass auch die Inflation allmählich zurückgehen und im Gesamtjahr 2023 laut HRI-Prognose bei durchschnittlich 5,5 Prozent liegen dürfte. Das Hauptproblem für die meisten Unternehmen sind die derzeit sehr hohen Energiekosten, die gerade in energieintensiven Branchen zu Produktionskürzungen führen – zum Beispiel in der Stahl-, Chemie- und Düngemittelbranche. Darüber hinaus kämpfen viele Bäckereien bundesweit um ihre Existenz. „Wir gehen davon aus, dass es tatsächlich die ein oder andere Pleite mehr geben wird. Eine Insolvenzwelle sehen wir momentan aber noch nicht.“ sagt HRI-Ökonom Huchzermeier im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Hier geht es zur HRI-Konjunkturprognose: https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunkturprognose-die-atypische-rezession-hri-prognostiziert-drei-schwache-quartale-in-folge/28697932.html Und hier finden Sie die Handelsblatt-Leserfavoriten aus dieser Woche: 1. Diese zehn Grundsteuer-Fehler sollten Sie vermeiden: https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/grundsteuererklaerung-zehn-fehler-bei-der-grundsteuer-die-sie-vermeiden-koennen/28683246.html 2. Zahl der Dollarmillionäre nach Corona gestiegen: https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/global-wealth-report-2022-zahl-der-weltweiten-dollarmillionaere-nach-corona-gestiegen/28692564.html 3. Strompreis könnte auf 500 Euro pro Megawattstunde steigen: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/strompreisentwicklung-2023-strompreis-koennte-auf-500-euro-pro-megawattstunde-steigen/28689932.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 23, 202227 min

Ep 567Wie Sie vom „Nachteffekt“ beim Dax profitieren können / Fed hält Inflation für gefährlicher als Rezession

Fed-Chef Jerome Powell nimmt im Kampf gegen die hohe Inflation eine Abkühlung der US-Konjunktur in Kauf. Die Hintergründe im Podcast. Zum dritten Mal in Folge erhöht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte. Insgesamt ist es schon die fünfte Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr. Der Leitzins wird künftig in einer Spanne zwischen 3,0 und 3,25 Prozent liegen. Damit reagiert Fed-Chef Jerome Powell auf die hohe Inflationsrate, die in den USA zuletzt bei 8,3 Prozent lag. Die Währungshüter nehmen dabei eine Rezession in Kauf, um die Preisstabilität wiederherzustellen. Doch die ist nach Definition der Fed erst dann erreicht, wenn die Inflationsrate zwei Prozent beträgt. „Das dürfte trotz der Straffung der Geldpolitik nicht so schnell passieren“, sagt Geldpolitik-Experte Jan Mallien in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Im Gespräch mit Host Anis Micijevic erklärt er außerdem, wie die Märkte auf die Zinserhöhung reagieren und warum nun auch der Druck auf die Europäische Zentralbank wächst. Außerdem: Die gesamten Dax-Gewinne aus den vergangenen 30 Jahren wurden in der Nacht erzielt – also während in den USA und Asien noch gehandelt wurde und in Deutschland der Markt ruhte. Andreas Neuhaus, Co-Teamleiter Geldanlage & Märkte beim Handelsblatt, erklärt, wie es zu diesem „Nachteffekt“ beim Dax kommt und wie Anlegerinnen und Anleger davon profitieren können. Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/anlagestrategie-drei-strategien-wie-anleger-beim-dax-vom-nacht-effekt-profitieren-koennen/28689292.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 22, 202229 min

Ep 566Staat übernimmt Uniper, Gasumlage kommt trotzdem / Lohnt sich die Lebensversicherung noch?

Lebensversicherer stecken in finanziellen Schwierigkeiten und wollen ihre Kunden loswerden. Wie attraktiv die Altersvorsorge noch ist. Die beliebteste private Altersversorge der Deutschen kommt zunehmend in Bedrängnis: die Lebensversicherung. Seit 2008 hat die EZB, bis zuletzt, den Leitzins stets niedrig gehalten. Zuvor hatten die Lebensversicherungen noch lang laufende Verträge abgeschlossen, die ihren Kundinnen und Kunden drei Prozent und mehr Verzinsung auf das eingezahlte Kapital versprachen. Drei Prozent garantierte Zinsen in einem Niedrigzinsumfeld zeigte sich auf Dauer als schlechtes Geschäft. Seit einigen Jahren verkaufen Anbieter für Lebensversicherungen deshalb alte Verträge an Abwicklungsgesellschaften weiter. Eine Praxis, die in Zukunft zunehmen dürfte – zum Leidwesen der Kunden. Von knapp 83 Millionen Versicherungsscheinen, den sogenannten Policen, im Land haben die Versicherer bisher gut sechs Millionen an Abwicklungsgesellschaften übergeben. Doch oftmals wissen die Kunden nicht Bescheid, dass sie plötzlich bei einem anderen Unternehmen versichert sind. Das alarmiert Verbraucherschützer. Sie befürchten durch die Umstellungen zum einen eine Schlechterstellung der Kundschaft und zum anderen das Eintreten von Auszahlungsproblemen. Host Lena Jesberg spricht in dieser Folge Handelsblatt Today mit Redakteurin Susanne Schier über das kriselnde Geschäft der Lebensversicherer und ob sich Lebensversicherung vielleicht doch lohnen könnten. Außerdem: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält trotz der Verstaatlichung des Gaskonzerns Uniper an der umstrittenen Gasumlage fest. Aus Sicht vieler Wirtschaftsvertreter ein Fehler. Sie vermuten für Unternehmen nun immense Kosten. Habeck selbst rechtfertigt die Umlage als notwendige Brücke um die Finanzsolidität von Uniper sicherzustellen. Jürgen Flauger, Ressortleiter für Unternehmen und Märkte beim Handelsblatt, ordnet die Lage ein. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 21, 202230 min

Ep 565Uniper soll verstaatlicht werden / Die Gasumlage wackelt / Wie viele Unterstützer hat Putin noch?

Deutschlands größter Gashändler Uniper soll verstaatlicht werden. Die Bundesregierung, Uniper und der finnische Uniper-Hauptaktionär Fortum befänden sich in „abschließenden Gesprächen“, wie aus einer Uniper-Pflichtmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Gleichzeitig wackelt die Gasumlage, die eigentlich ab dem 1. Oktober eingeführt werden sollte. Das Instrument war geschaffen worden, um Unternehmen zu stützen, die durch den russischen Gaslieferstopp in Schieflage geraten und die für die Energieversorgung in Deutschland unverzichtbar sind. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) habe allerdings inzwischen „finanzverfassungsrechtliche Zweifel“, hieß es in Regierungskreisen. Wenn am Ende alle Gasversorger – neben Uniper auch Sefe und VNG – verstaatlicht seien, stelle sich die Frage, welchen Sinn eine Gasumlage noch mache, hieß es. Martin Greive, der stellvertretende Leiter des Handelsblatt-Hauptstadtbüros, erklärt in der neuen Folge von Handelsblatt Today im Gespräch mit Host Anis Mičijević, wie es nun weitergeht und wie wahrscheinlich es ist, dass die Gasumlage gekippt wird. Mehr dazu gibt es hier: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiekrise-uniper-verstaatlichung-steht-unmittelbar-bevor/28692026.html Außerdem: Heute startet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski soll per Video zugeschaltet werden. Der russische Präsident Wladimir Putin schickt seinen Außenminister Sergej Lawrow nach New York. Was von der UN-Generaldebatte zu erwarten ist und welche Rolle Bundeskanzler Olaf Scholz dabei spielen könnte, das erklärt Handelsblatt-Brüssel-Korrespondent Christoph Herwartz. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 20, 202221 min

Ep 564Porsche-Börsengang: So mischen Sie mit / Spacs: Markt für Börsenmäntel wieder am Boden

In zehn Tagen soll der Sportwagenbauer Porsche an die Börse gehen. Wie attraktiv der größte Börsengang Europas für Anleger ist. Ab morgen können Investoren ihre Orders für den anstehenden Porsche-Börsengang platzieren. Die Aktien werden in einer Preisspanne von 76,50 bis 82,50 Euro angeboten. Porsche könnte dadurch eine Bewertung von 70 bis 75 Milliarden Euro erhalten. Noch steht nicht endgültig fest, dass der Börsengang überhaupt stattfindet, doch aktuell ist unser Handelsblatt-Chefreporter Martin Murphy optimistisch. „Dieser Börsengang ist eigentlich ziemlich sicher. Die Frage ist, zu welchem Preis er dann kommen wird.“ Lohnt sich für Anleger also ein Einstieg innerhalb der vorgegebenen Preisspanne? „Wer meint, er kann hier zocken, der verdient vielleicht einen schnellen Euro, wenn die Aktie am Anfang hochgeht", sagt Murphy im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Lena Jesberg. Mittelfristig könne die Aktie jedoch durchaus an Wert verlieren. Lohnen würde sich die Aktie deswegen eher als Geldanlage mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren. Wie genau der Börsengang abläuft und unter welchen Umständen er doch nicht stattfinden könnte, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: Der Markt für sogenannte Special Purpose Acquisition Companies, kurz Spacs, liegt am Boden. Selbst erfahrene Sponsoren ziehen sich aus dem Börsengang per Firmenhülle zurück. Dabei erfuhren die Spacs im vergangenen Jahr einen großen Hype. Doch der scheint vorbei zu sein: Ein Mix aus Rezessionsängsten, Inflation, Zinswende und Ukrainekrieg hat den Finanzmärkten zugesetzt und den Markt für Börsengänge in Europa beinahe zum Erliegen gebracht. Jetzt notieren fast alle Spacs im Minus, an neuen Vehikeln haben Investoren kaum mehr Interesse. Dazu kommt das Problem, Übernahmeziele zu finden. Während der 24 Monate, in denen die Spacs Zeit haben, einen Übernahmekandidaten zu finden, haben die Anteilseigner ein Recht, ihre Anteile wieder zurückzugeben. Warum davon aktuell viele Anteilseigner Gebrauch machen und was passieren muss, um den Spacs-Hype wieder aufleben zu lassen, erklärt Handelsblatt-Redakteur Peter Köhler. Hier finden Sie Artikel zu den Interviews: [Porsche legt Preisspanne für Börsengang fest – Bewertung von bis zu 75 Milliarden Euro](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ipo-porsche-legt-preisspanne-fuer-boersengang-fest-bewertung-von-bis-zu-75-milliarden-euro-/28684080.html) [Das Ende des Spac-Booms: Börsenmänteln fehlen Investoren und Übernahmeziele](https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/neuemissionen-das-ende-des-spac-booms-boersenmaenteln-fehlen-investoren-und-uebernahmeziele/28683608.html) *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 19, 202222 min

Ep 563Wie die Türkei vom Ukraine-Krieg profitiert / „Hexensabbat“ an der Börse: Optimistische Profi-Anleger lagen daneben

Die Türkei wird zum Fluchtpunkt für deutsche Firmen. Doch das Land könnte wegen seiner Beziehung zu Russland selbst ins Visier von Sanktionen geraten. Während sich die EU und Russland wegen des Ukraine-Krieges mit Sanktionen und Gegenmaßnahmen überziehen, profitiert die Türkei von der aktuellen Situation. Präsident Recep Tayyip Erdogan beteiligt sich nicht an den Sanktionen des Westens. Die Türkei bezieht weiterhin günstiges Gas aus Russland und zahlt in Rubel – ganz im Sinne des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gleichzeitig hat sich die Türkei zu einem wichtigen Fluchtpunkt für deutsche Logistikunternehmen entwickelt. „Die Außenhandelskammer in Istanbul hat bestätigt, dass die Aktivität von deutschen Firmen zugenommen hat“, berichtet Türkei-Korrespondent Ozan Demircan in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Im Gespräch mit Host Anis Micijevic erklärt er, warum die ausländischen Direktinvestitionen in der Türkei in diesem Jahr massiv zugenommen haben – und das trotz einer galoppierenden Inflation von mehr als 80 Prozent. Die Frage ist jedoch, wie lange die USA und die EU den Sonderweg des Nato-Mitglieds Türkei dulden werden. So hatten die USA die Türkei bereits daran erinnert, dass sie ihre Sanktionen gegen Russland auch auf ausländische Unternehmen ausweiten könnten, die mit russischen Firmen weiter Geschäfte betreiben. Das würde die Unternehmen in der Türkei betreffen, die derzeit importierte Waren umschiffen und unter neuer Flagge nach Russland transportieren. Zudem deutet es sich an, dass auch die EU im Oktober reagieren könnte, wie Demircan im Podcast verrät. Außerdem: Am deutschen Aktienmarkt stand am Freitag der sogenannte Hexensabbat im Fokus. Zur Mittagszeit waren an der Eurex, dem Terminmarkt der deutschen und schweizerischen Börse, gleichzeitig Futures und Optionen auf den Dax sowie zusätzlich Optionen auf einzelne Aktien verfallen. Handelsblatt-Finanzkorrespondent Peter Köhler erklärt im Marktbericht die Besonderheit dieses Börsentages. Die beliebtesten Handelsblatt-Artikel der Woche bei Abonnentinnen und Abonnenten: Platz 1: https://www.handelsblatt.com/finanzen/grundsteuererklaerung-2022-wann-immobilieneigentuemer-eine-hohen-grundsteuer-erwarten-muessen/28571930.html Platz 2: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/insolvenz-hakle-chef-jung-haetten-wir-die-staatshilfe-schneller-bekommen-waeren-wir-jetzt-nicht-zahlungsunfaehig/28674050.html Platz 3: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/nearshoring-tuerkei-wird-wegen-bruechiger-lieferketten-zum-fluchtpunkt-deutscher-firmen/28662642.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 16, 202229 min

Ep 562Xi trifft Putin / China-Risiko: Diese Dax-Firmen investieren trotzdem weiter / Uniper braucht mehr Geld

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping ist erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor mehr als zweieinhalb Jahren auf Auslandsreise. Im usbekischen Samarkand trafen Xi und der russische Präsident Wladimir Putin am Rande des zweitägigen Gipfeltreffens der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) aufeinander – es war das erste Treffen der beiden seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Trotz des völkerrechtswidrigen Krieges erhielt Putin weiterhin politische Rückendeckung von Xi. Putin wiederum lobte die „ausgewogene“ Haltung von Xi mit Blick auf den Krieg. Bezogen auf den Taiwan-Konflikt betonte Putin, Russland unterstütze die „Ein-Land-Politik“ Chinas und lehne die westlichen „Provokationen“ ab. Die demonstrierte Einigkeit könnte aber aus Sicht der Handelsblatt-China-Expertin Dana Heide schnell Risse bekommen: „Wenn Russland wirklich den Krieg verlieren würde – wie auch immer eine solche Niederlage aussehen würde – wäre das auch ein großes Problem für Xi und würde ihn innenpolitisch nicht gut dastehen lassen“, sagt Heide in der neuen Folge von Handelsblatt Today. So weit sei es aber noch lange nicht. [Mehr dazu finden Sie hier:](https://www.handelsblatt.com/politik/international/treffen-in-usbekistan-xi-gibt-putin-weiter-rueckendeckung-kreml-chef-lobt-chinas-ausgewogene-haltung/28682778.html) Chinas Position im Ukraine-Krieg und das aggressive Auftreten im Taiwan-Konflikt sorgen bei vielen europäischen Unternehmen für zusätzliche Unsicherheit – schließlich könnte China selbst das Ziel von westlichen Sanktionen werden. Deutsche Autobauer und der Chemiekonzern BASF investieren laut einer neuen Studie aber trotz steigender geopolitischer Risiken weiterhin massiv in China. Heide erklärt im Gespräch mit Host Anis Mičijević die Hintergründe. [Mehr dazu finden Sie hier: ](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-deutsche-firmen-investieren-trotz-warnungen-rekordsummen-in-china-doch-es-gibt-ausnahmen/28681744.html) Außerdem: Erst im Juli hat die Bundesregierung ein 15 Milliarden schweres Rettungspaket beschlossen, um den zuletzt massiv unter Druck geratenen Gashändler Uniper finanziell zu stabilisieren. Doch während das Paket noch von der EU-Kommission und den Aktionären genehmigt werden muss, zeigt sich bereits jetzt, dass es nicht ausreichen wird, um Uniper zu retten. Woran das liegt, erklärt Catiana Krapp aus dem Handelsblatt-Energieteam. [Mehr dazu finden Sie hier:](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiekrise-worst-case-szenario-eingetreten-bund-prueft-komplette-uebernahme-von-uniper/28680122.html) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 15, 202226 min

Ep 561So will von der Leyen die EU durch die Energiekrise lenken / Im Handel drohen Insolvenzen: Das ändert sich beim Einkauf

Die EU-Kommission will die hohen Energiepreise bekämpfen. Dazu hat Präsidentin von der Leyen konkrete Vorschläge gemacht. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise bildeten den Kern der Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Europäischen Union. Zwar wirkten die Sanktionen auf Russland, doch Brennstoffe aus Russland machten nur noch neun Prozent der EU-Energieimporte aus, so die Kommissionschefin. Nun fürchten Europas Politiker einen teuren Winter. Um Bürger und Bürgerinnen finanziell zu entlasten, schlägt von der Leyen konkrete Maßnahmen vor. So will die EU-Kommissionschefin etwa Übergewinne von Energiekonzernen einkassieren und an Haushalte und Firmen umverteilen. Das betreffe die Unternehmen, „die zum Beispiel Öl und Kohle fördern und aktuell enorme Gewinne mit ihren Produkten erzielen“, sagt der Brüssel-Korrespondent Christoph Herwartz. Welche Maßnahmen es noch geben soll und wie sinnvoll diese sind, erklärt der Handelsblatt-Redakteur im Podcast mit Host Lena Jensberg. Außerdem: Die Unternehmen in der Konsumgüterbranche stehen unter Druck. Grund dafür ist in erster Linie die im Zuge der Inflation zurückgegangene Kauflust der Verbraucher. Zusätzlich belasten die gestiegenen Energiepreise die Konzerne. Experten befürchten nun eine Reihe von Insolvenzen. So sind Hersteller und Händler von sogenannten Mittelmarken, also Marken aus dem mittleren Preissegment, besonders gefährdet. Der Toilettenpapierhersteller Hakle und der Schuhhändler Goertz haben bereits Insolvenz angemeldet. In der heutigen Folge erfahren Sie, warum der Konsumgütersektor so stark betroffen ist und was die Insolvenzen für Verbraucher bedeuten. Mehr dazu finden Sie hier: [https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/insolvenzen-hakle-und-goertz-koennten-vorboten-einer-pleitewelle-sein/28670966.html] *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 14, 202230 min

Ep 560Zehn Anzeichen für das Ende fallender Kurse | US-Inflation sinkt leichter als erwartet

Die US-Aktienkurse erholten sich zu Beginn der Woche. Seit heute sinken sie wieder. Doch wie lange noch? Die Bank of America hat zehn Indikatoren bestimmt, an denen Anleger sich jetzt orientieren können. Trotz allen Belastungen wie steigende Zinsen und drohender Rezession haben die wichtigsten Indizes Anfang der Woche zugelegt. So hat der US-amerikanische Leitindex S&P 500 zuletzt eine Steigerung von 3,7 Prozent verzeichnet. „Die USA ist die größte Wirtschaftsmacht mit dem weltweit größten Kapitalmarkt“, sagt Handelsblatt Finanzredakteur Andreas Neuhaus im Podcast Handelsblatt Today. Die US-Börsen geben in der Regel die Richtung für alle anderen Märkte vor. Seit Dienstag fallen die Kurse jedoch wieder. Für viele Anleger und Anlegerinnen stellt sich die Frage, wann der Kursboden erreicht ist. Das jedoch „lässt sich immer erst rückblickend beantworten“, so Neuhaus. Dennoch gebe es Anzeichen, die Orientierung bieten können. So identifiziert die Bank of America beispielsweise zehn Indikatoren, die in der Vergangenheit auf ein Ende des Sinkfluges angezeigt haben. Mit Host Lena Jesberg spricht Finanzredakteur Neuhaus über die zehn Indikatoren und ihre Bedeutung. Mindestens acht der zehn Indikatoren mussten in der Vergangenheit zutreffen, „damit man auf ein Ende der Baisse hoffen kann“, so Neuhaus. Ein Indikator, der schon heute erfüllt ist, ist die steigende Arbeitslosenquote in den USA. Ein weiterer ist das Tief des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (ISM-PMI-Index), der als wichtigster Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA gilt. Dieser ist gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Punkte gefallen. Derzeit liegt der ISM-PMI-Index bei 52,8 Punkten. Werte über 50 zeigen eine steigende Produktion an, Werte unter 50 eine rückläufige Produktion. „Auch die grundlegend eher pessimistische Stimmung bei Anlegern gilt als erfüllter Faktor“, so Neuhaus. Der vierte bereits erfüllte Indikator ist der Anstieg des S&P 500, der in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal um fünf Prozent gestiegen ist. „Allerdings ist dieses Anzeichen ein verhältnismäßig schwacher Indikator – kurzfristige Gegenbewegungen sind in einem Bärenmarkt nicht ungewöhnlich“, sagt der Finanzredakteur. Das wichtigste Anzeichen wäre jedoch, wenn die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer nächsten Sitzung am 21. September die Höhe der Zinsen in den USA senken würde, so Neuhaus. „Zurzeit dominiert an den Märkten jedoch eher die Erwartung, dass die Währungshüter den Leitzins um 75 Basispunkte anheben statt senken werden.“ Welche weiteren Indikatoren bedeutend sind und warum diese so stark von der Entwicklung der Zinsen und der Inflation abhängig sind, erklärt der Finanzredakteur im Podcast. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Sep 13, 202226 min

Ep 558Drohende Pleitewelle am Energiemarkt: Was kommt jetzt auf Verbraucher zu? / Kommentar zur Lage in der Ukraine

Immer mehr Energieunternehmen plagen Liquiditätsprobleme. Viele sind deshalb auf Staatshilfen angewiesen. Wie es am Energiemarkt jetzt weitergeht. Deutschland schnürt ein Rettungspaket von über 15 Milliarden Euro für Uniper. Denn die Bundesrepublik kann sich eine Pleite des größten Gasimporteurs des Landes in diesem Winter nicht erlauben. Uniper sei zum „Spielball“ im Ukrainekrieg geworden, sagt CEO Klaus-Dieter Maubach. Weil jetzt große Mengen Gas aus Russland fehlen, muss das Unternehmen Ersatz auf dem Markt einkaufen, um weiterhin liefern zu können. Und der ist extrem teuer: Allein der Gaspreis ist innerhalb von einem Jahr um über 600 Prozent gestiegen. Das Unternehmen machte deshalb im ersten Halbjahr ganze 50.000 Euro Verlust – und das pro Minute. Zeitweise verlor es im August mehr als 100 Millionen Euro an einem Tag. Die Lage am Energiemarkt ist angespannt. Und nicht nur Uniper plagen deshalb Liquiditätsprobleme: Auch Sefe und VNG, der zweit- und der drittgrößte Gashändler des Landes, müssen vom Staat gerettet werden. Ebenso gehen immer mehr kleineren Energieunternehmen die Mittel aus. Laut Branchenkreisen sollen bereits über 20 Stadtwerke über mögliche finanzielle Unterstützung mit der Bundesregierung in Kontakt sein. „Es kann sein, dass doch deutlich mehr Unternehmen in Schieflage geraten und staatliche Hilfe benötigen“, befürchtet Handelsblatt-Redakteurin Catiana Krapp. Diese Unternehmen könnten dann zum Beispiel hohe Kredite brauchen, erklärt sie im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Tobias Gürtler. Ist die große Pleitewelle am Energiemarkt noch aufzuhalten? Wie viele Unternehmen wird der Staat noch retten müssen – wie viele wird er überhaupt retten können? Und was bedeutet das für Verbraucher? All das besprechen die beiden in dieser Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: Die Ukraine konnte in den letzten Tagen militärische Erfolge verzeichnen. Jetzt ist selbst der Einsatz von Atomwaffen durch Russland nicht mehr ausgeschlossen. In der heutigen Folge hören Sie einen Kommentar von Russlandkorrespondent Mathias Brüggmann zur Lage im Ukrainekrieg. Er erklärt, warum Putin jetzt ins Risiko gehen muss – und warum die Ukraine jetzt mehr denn je die Unterstützung des Westens braucht. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427

Sep 12, 202228 min

Ep 559Wie Anleger sich gegen einen Börsenverfall wappnen

Die Börsen geraten immer stärker unter Druck. Ein schleichender Börsenverfall ist nicht auszuschließen. Das erfordert neue Strategien bei der Geldanlage. An den Börsen geht es seit dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole vor rund zwei Wochen wieder abwärts. Fed-Chef Jerome Powell hat sehr deutlich gemacht, dass die Bekämpfung der Inflation oberste Priorität hat. Und zwar ganz egal, wie die Märkte darauf reagieren. Die Notenbanken wollen die Zinsen so lange erhöhen, bis die Inflationsraten unter Kontrolle sind und nicht mehr so stark steigen. Auch dann, wenn die Zinsanhebungen eine Rezession verursachen. Am Donnerstag folgten den Worten dann Taten. Die Chefin der europäischen Zentralbank Christine Lagarde gab bekannt, den Leitzins um 0,75 Prozent auf 1,25 Prozent zu erhöhen. Das ist historisch: Eine solche Anhebung gab es seit der Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002 noch nie. Und: Die EZB will den Zins noch weiter anheben, um die Rekordinflation im Euroraum von 9,1 Prozent unter Kontrolle zu bekommen. Die Wirtschaft werde sich laut Lagarde in Folge dessen jedoch deutlich verlangsamen. Die aktuelle Lage setzt die Märkte unter Druck. Laut Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer vollkommen zurecht. Er sagt: Höhere Zinsen belasten Aktien zum einen wegen der Rezessionsgefahr, aber auch aus drei weiteren Gründen. Zum einen steigen dadurch die Kreditkosten. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie weniger investieren können und ihre Schulden teurer werden. Auch Konsumenten können sich nicht mehr so billig verschulden wie früher und haben unter Umständen weniger Geld zum ausgeben. Im Gegensatz zu Aktien werden Anleihen überdies wieder attraktiver. Ein schleichender Börsenverfall sei aus diesen Gründen nicht auszuschließen, erklärt Sommer. In der heutigen Folge verrät er, wie Anleger sich dagegen wappnen können. Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected]

Sep 11, 202226 min

Ep 557So wirkt sich Ihr Verhalten auf Ihren Schufa-Score aus

Schufa-Chefin Tanja Birkholz beantwortet im Q&A die Fragen der Today-Hörer. Wer einen Kredit aufnehmen oder auch eine Wohnung anmieten möchte kommt an ihr nicht vorbei: Die Schufa. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung gibt ihren Vertragspartnern Auskunft über die Bonität, also die Kreditwürdigkeit, etwa von Privatpersonen. Doch obwohl jeder schon einmal von der Wirtschaftsauskunftei gehört hat, ist den wenigsten klar, wie sie arbeitet. In dieser Folge beantwortet die Chefin der Schufa Tanja Birkholz deshalb eure Fragen, die der Handelsblatt Today-Hörer. Wie lange werden die Daten bei der Schufa gespeichert? Wie setzt sich der Basis-Score zusammen und was genau beeinflusst ihn? Darüber hat Host Lena Jesberg mit Tanja Birkholz auf dem Handelsblatt Bankengipfel gesprochen. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 –80 99 427

Sep 9, 202231 min

Ep 556„Bitcoin wird nicht wegreguliert“ – Bitpanda-CEO Eric Demuth spricht über die Krypto-Krise

Kryptowährungen befinden sich seit vielen Monaten in der Krise. Bitpanda-Mitgründer Eric Demuth spricht über den Vertrauensverlust bei Anlegern. Vor nicht einmal einem Jahr war ein Bitcoin noch fast 70.000 Dollar wert. Inzwischen ist er nicht einmal mehr 20.000 Dollar wert. Doch nicht nur der Bitcoin, sondern die gesamte Kryptowelt ist in eine tiefe Krise gerutscht – und die hält bis heute an. Das Vertrauen vieler Anlegerinnen und Anleger ist derzeit erschüttert. Gründe dafür gab es einige in diesem Jahr: Zum Beispiel der Zusammenbruch des Kryptoprojekts Terra und seines Stablecoins UST, der das Versprechen der Dollar-Parität nicht halten konnte. Ein weiterer Schockmoment war die Pleite der US-Kryptoplattform Celsius, die auch die Berliner Neobank Nuri mit in die Insolvenz gerissen hat. Hat Krypto überhaupt noch eine Zukunft als Assetklasse? Eric Demuth, Mitgründer und Co-CEO der Investmentplattform Bitpanda, bleibt optimistisch: „Die etablierten Coins wie Bitcoin, Ethereum und Co. werden immer bleiben. Da mache ich mir überhaupt keine Gedanken.“ Demuth glaubt nicht, dass ein wachsender Regulierungsdruck irgendwann das Aus für den Bitcoin bedeuten könnte, sagt er im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Außerdem: Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent. Das gab EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag bekannt. Handelsblatt-Finanzredakteur Ingo Narat spricht über die Marktreaktionen. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen)

Sep 8, 202235 min

Ep 555„Buy Now Pay Later"- Schuldenfalle & wie sie sich auf den Schufa-Score auswirken kann

Der Buy-Now-Pay-Later-Markt boomt. Doch für viele entwickelt sich das Angebot zur Schuldenfalle Seit einigen Jahren zählt „Buy-Now-Pay-Later“, kurz BNPL, zu den größten Trends im Zahlungsverkehr. Die Angebote ermöglichen es, allerlei Dinge zu kaufen, sie allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt zu zahlen. Man unterscheidet zwischen einem Kauf auf Rechnung oder Raten. Das schwedische Start-Up Klarna, PayPal und Affirm sind etablierte Anbieter im Markt. In naher Zukunft will auch Apple mit „Apple Pay Later“ dazustoßen. Doch so verlockend für viele Verbraucher das Prinzip BNPL klingen mag, es birgt Tücken. Verbraucherschützer warnen vor einer schleichenden Überschuldung privater Haushalte. Auf der Kurzvideo-Plattform Tiktok übertrumpfen sich junge Leute gegenseitig mit ihren Konsumschulden. „40 Prozent der Nutzer haben schon einmal eine Rechnung nicht bezahlt oder eine Mahnung bekommen. 18 Prozent von denen wiederum haben es nicht vergessen sondern hatten schlichtweg nicht das Geld dafür“, berichtet Schufa-Chefin Tanja Birkholz in dieser Folge Handelsblatt-Today. Die EU-Kommission will nun die gesetzlichen Rahmenbedingungen für BNPL anpassen und so den Verbraucherschutz verbessern. Doch wie gefährlich ist BNPL tatsächlich und wie lassen sich solche Angebote verantwortungsvoll nutzen? Darüber hat Host Lena Jesberg beim Handelsblatt Bankengipfel mit Tanja Birkholz gesprochen. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen)

Sep 7, 202223 min

Ep 554Porsche-Börsengang: So geht es mit der VW-Tochter weiter // Wie Anleger mit kleinem Sparvermögen jetzt ihr Geld anlegen

Auch mit kleinen Vermögen lassen sich gute Renditen am Kapitalmarkt erzielen. Eine Möglichkeit bieten beispielsweise ETF-Sparpläne. Investmentbanker Gerd Kommer erklärt, worauf Anleger achten sollten. Die Energie- und Lebensmittelkosten steigen in Deutschland weiter an, denn die Inflationsrate lag im August hierzulande bei 7,9 Prozent. Das bereitet vielen Anlegerinnen und Anlegern Sorge und die Bereitschaft zu investieren sinkt. Viele legen ihr Geld jetzt in Zeiten von schwankenden Kursen lieber aufs Konto. Zum einen weil dort gerade die Zinsen steigen, zum anderen, weil es dann jederzeit verfügbar ist. Das zeigen auch aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): Im August stieg die Sparlust der Deutschen um 17,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Vermögensverwalter Dr. Gerd Kommer sagt jedoch, dass Investieren in Zeiten von hoher Inflation und schwankenden Kursen genauso sinnvoll sei wie in ruhigeren Zeiten. Im Podcast spricht er mit Host Luisa Bomke darüber, warum sich investieren auch für Anleger mit geringem Vermögen lohnt. Gerade Anleger mit kleinen Ersparnissen hätten heute mehr Optionen bei der Geldanlage. „Der technische Fortschritt und die allgemeine Weiterentwicklung im Börsenumfeld machen es möglich, bereits mit geringen Summen Sparpläne anzulegen“, erklärt Kommer. Doch warnt der Gründer der gleichnamigen Vermögensverwaltung: „Die Börse ist ein schwankungsintensives Gebilde. Wenn große Makroschocks wie Krieg oder eine Zinssteigerung geschehen, reagiert der Aktienmarkt mit einem Einbruch bzw. Dip nach unten.“ Eine Möglichkeit, solche Einbrüche abzumildern, sieht Kommer bei der Investition in ETFs. Durch ihre breite Streuung fangen sie die Schwankungen besser ab. Anlegern müsse jedoch klar sein: „Schwankungen und Rendite sind unmittelbar miteinander verbunden.“ Außerdem: Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat dem Börsengang der Porsche AG zugestimmt. Der Stuttgarter Autobauer hatte das Vorhaben bereits im Februar angekündigt. Aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs war jedoch lange unklar, ob der Börsengang realisierbar ist. Nun soll der Porsche-IPO bereits im Herbst in die Wege geleitet werden. Warum der IPO nun doch stattfindet und worauf Anlegerinnen und Anleger sich bei einem Einstieg einstellen sollten, erklärt Handelsblatt-Automobilexperte Stefan Menzel im Podcast Handelsblatt Today. *** [Hier geht es zu unserer Umfrage](https://app.sli.do/event/7WgigH3TfhMnmPeL6FAjVL/embed/polls/20cfef05-c211-43c2-b9b4-06b0a0c9f31b) *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Sep 6, 202229 min

Ep 553Neue Premierministerin: Kann Liz Truss Großbritannien aus der Krise führen? / Kommentar: Wer zahlt das Entlastungspaket?

Nach einem wochenlagen Wahlkampf hat sich Truss gegen ihren Konkurrenten Rishi Sunak letztendlich behauptet. Doch kann sie ihren Versprechen gerecht werden? Liz Truss wird neue Premierministerin von Großbritannien. Das hat die Tory-Partei am heutigen Montagmittag mitgeteilt. Truss setzte sich bei der innerparteilichen Wahl gegen ihren Konkurrenten Rishi Sunak durch. Damit ist die ehemalige Außenministerin auch zugleich Vorsitzende der konservativen Partei und folgt auf ihren Vorgänger Borris Johnson. Anfang Juli gab Johnson nach einer Reihe von Skandalen noch seinen Rücktritt bekannt. Die 47-jährige Liz Truss wird dem rechten Flügel ihrer Partei zugeordnet und hat ihm Wahlkampf angekündigt trotz einer historisch hohen Inflation die Steuern zu senken. Eine Mammutaufgabe, denn Großbritannien steckt zudem in der größten ökonomischen Krise seit 50 Jahren. Wie es Truss trotzdem gelingen will und welche Herausforderungen noch auf sie warten. Darüber hat Host Lena Jesberg mit Auslands-Korrespondent Torsten Riecke gesprochen. Außerdem: Am Sonntag hat sich die Ampel-Koalition sich auf ein drittes Entlastungspaket in Höhe von 65-Milliarden Euro geeinigt. Eine gewaltige Summe, doch wie die finanziert werden soll, hat die Bundesregierung nicht verraten, kritisiert Politik-Ressortleiter Thomas Sigmund. Ein Kommentar. *** [Hier geht es zu unserer Umfrage](https://app.sli.do/event/7WgigH3TfhMnmPeL6FAjVL/embed/polls/20cfef05-c211-43c2-b9b4-06b0a0c9f31b) *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Sep 5, 202223 min

Ep 552Neue China-Strategie: Wie Deutschland sich aus der Abhängigkeit zum wichtigsten Handelspartner lösen will

Deutschland ist in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen abhängig von China. Die Bundesregierung will nun anders mit der Volksrepublik umgehen. Die Bundesregierung reagiert auf die veränderte chinesische Politik unter Xi Jinping mit der Entwicklung einer neuen China-Strategie. Die größte Sorge: China könnte sich den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zum Vorbild nehmen und seinen Nachbarn Taiwan angreifen. Einige Experten sprechen hierbei nur noch von einer Frage der Zeit. Eine Eskalation des Konfliktes könnte globale Folgen haben: Eine militärische Auseinandersetzung zwischen China und den USA wäre denkbar. Vor diesem Hintergrund muss die Bundesrepublik ihren Umgang mit der Autokratie anpassen. Derzeit ist China Deutschlands wichtigster Handelspartner. Diese Abhängigkeit wird im Härtefall zum Problem für die hiesige Wirtschaft. Ein Beispiel: Bei Seltenen Erden ist Deutschland zu mehr als 93 Prozent auf Lieferungen aus China angewiesen. Wie sich Deutschland diesbezüglich besser aufstellen und aus den Fehlern im Umgang mit Russland lernen kann, bespricht Handelsblatt Today-Host Lena Jesberg im Interview mit Berlin- Korrespondentin und China-Expertin Dana Heide. *** [Hier geht es zu unserer Umfrage](https://app.sli.do/event/7WgigH3TfhMnmPeL6FAjVL/embed/polls/20cfef05-c211-43c2-b9b4-06b0a0c9f31b) *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Sep 2, 202226 min

Ep 551Unmoralische Geschäfte? Warum diese Frage für Unternehmen manchmal nicht so leicht zu beantworten ist

Unternehmen müssen bei der Frage, ob Geschäfte mit kritischen Staaten noch vertretbar sind, verschiedene Positionen abwägen. Als der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar dieses Jahres begann, wurden Unternehmen vor die Wahl gestellt: Sollen und wollen wir weiter in und mit Russland Geschäfte machen – und welche Konsequenzen hat das? Unternehmen wie beispielsweise die Baumarkt-Handelskette Obi stellten den Verkauf in russischen Filialen wegen moralischer Gründe ein. „Der Tengelmann-Eigentümer Christian Haub begründete den Rückzug damit, dass das Regime vor Ort nicht unterstützt werden sollte“, sagt Politik-Redakteurin Teresa Stiens im Podcast Handelsblatt Today. Anders bei dem Schokoladenhersteller Alfred Ritter aus Baden-Württemberg: Das Unternehmen erwirtschaftet rund 15 Prozent seines Umsatzes in Russland. „Neben dem starken Umsatz hat das Unternehmen auch viele Mitarbeiter vor Ort, die sonst arbeitslos wären“, erklärt Stiens. Mit Host Ina Karabasz diskutiert sie über den schwierigen Abwägungsprozess, den die Unternehmen in Anbetracht des Kriegs, aber auch in Fragen von Menschenrechtsverletzungen, wie es im Beispiel der Uiguren im chinesischen Gebiet Xinjiang der Fall ist, durchführen müssen. Außerdem: Die zuletzt ins Stocken geratene Impfkampagne gegen das Coronavirus soll ab Anfang September neuen Aufschwung erhalten: Die europäische Arzneimittelbehörde hat am Donnerstag neue Impfstoffe genehmigt, die wirksamer gegen neuere Coronavarianten helfen soll. Handelsblatt-Redakteur Jürgen Klöckner erklärt, was die Vakzine so anders macht und wann eine Impfung empfohlen wird. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: [Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.](www.handelsblatt.com/mehrfinanzen) *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Sep 1, 202226 min

Ep 550Drittes Entlastungspaket: Diese Maßnahmen könnte es geben / BMW setzt als einziger deutscher Autokonzern auf Wasserstoff

Die deutsche Regierung berät sich aktuell über ein drittes Entlastungspaket. Die Arbeit daran soll laut Kanzler Scholz bald abgeschlossen sein. Die Ampelkoalition möchte die Bürger und Unternehmen angesichts der steigenden Energiepreise weiter entlasten – das hat Bundeskanzler Olaf Scholz vor Beginn der Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg angekündigt. Uneinigkeit besteht noch darüber, in welcher Form das passieren soll. Mitunter darüber berieten der Kanzler und die Bundesminister seit Montag in Meseberg. Einbezogen wurden unter anderem auch Industrievertreter und Gewerkschafter. Einen konkreten Entwurf für das dritte Entlastungspaket gibt es direkt im Anschluss an das Regierungstreffen noch nicht. „Die Arbeit werden wir bald abschließen“, kündigte Scholz bei der Pressekonferenz am Schloss Meseberg an. Berlin-Korrespondent Martin Greive spricht in der heutigen Folge mit Handelsblatt Today-Host Lena Jesberg über die Maßnahmen, die die Ampelparteien derzeit rege diskutieren. Welche davon sind realistisch, welche zielführend? Außerdem: BMW startet heute seine Produktion von Brennstoffzellen. Und zwar als bisher einziger deutscher Autokonzern. Der restliche deutsche Automarkt sieht die Zukunft in Elektromobilität. Zwar gilt Wasserstoff als zentraler Stoff für die Energiewende. Im Hinblick auf den Fahrzeugmarkt wird die Brennstoffzelltechnologie jedoch weitgehend belächelt. VW-Chef Diess etwa bezeichnet die Antriebsform als „reine Zeitverschwendung“. Ob die BMW-Wette aufgeht und sich die neue Produktionsreihe als Marktvorteil oder Fehlzündung entpuppt, bleibt laut Unternehmensredakteur Markus Fasse abzuwarten. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 31, 202231 min

Ep 549Geld verdienen mit Immobilien: Mit so viel Rendite können Sie noch rechnen

Inflation, steigende Zinsen, Rohstoffknappheit - der Boom am Immobilienmarkt ist längst vorbei und für viele Anleger platzt der Traum vom Eigenheim. Doch hohe Mietpreise bieten auch Chancen für Investoren. Der deutsche Immobilienmarkt macht gerade Kehrtwende: Nach fast dreizehn Jahren droht der Immobilien-Boom sich in zu einer Krise zu wandeln. Potenzielle Käuferinnen und Käufer stehen nun während des Kaufentscheids zwei wesentlichen Herausforderungen gegenüber: Zum einen der allgemeinen Preisentwicklung, bei der die Inflation, Lieferengpässen und die allgemeine Rohstoffknappheit eine wesentliche Rolle spielen. Der andere wesentliche Aspekt ist, dass die Mehrzahl der Käufer auf Kredite angewiesen sind - und auch bei denen wachsen die Zinsen. „Das gestiegene Zinsumfeld, gepaart mit der allgemeinen hohen Preisentwicklung, ist ein regelrechter Giftcocktail für den Immobilienmarkt“, sagt Carsten Klude im Podcast Handelsblatt Today. Im Interview mit Host Agatha Kremplewski spricht der Chefvolkswirt der M.M.Warburg in Hamburg und Leiter des Asset Management darüber, wie sich der Immobilienmarkt für Investoren weiter entwickelt. „Völlig Schwarzmalen würde ich die Situation jetzt nicht, aber man muss schon davon ausgehen, dass das Ende der schnellen und starken Preisanstiege absehbar ist. Ein Immobilien-Crash halte ich derzeit für unwahrscheinlich, denn die Nachfrage nach Immobilien bleibt ja bestehen“, sagt Klude. Mieterhöhungen sind für Mieter in der Regel keine positive Entwicklung. Sie orientieren sich mit etwas zeitlichem Verzug an den Immobilienpreisen und sind derzeit vor allem in großen städtischen Zentren und anderen Ballungsräumen am wachsen. Für Investoren bieten die hohen Mietpreise allerdings Chancen: „Gerade für vorsichtige Anleger gibt das Betongold ein sichereres Gefühl“, erklärt der Volkswirt. Welche weiteren Chancen und Risiken der Immobilienmarkt zurzeit bietet, hören Sie im Podcast. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 30, 202230 min

Ep 548Bed Bath & Beyond und Co.: Mitzocken bei Meme Stocks

Um Meme-Aktien entsteht immer öfter ein Hype. Ob sich ein Einstieg für Kleinanleger lohnen könnte. Sie war eine der heißesten Rallys an der Wall Street in diesem Jahr und gilt bereits als Comeback der Meme-Stocks: die Aktie von Bed Bath & Beyond. Im August hat sich der Kurs des US-Einzelhändlers zwischenzeitlich vervierfacht – bis es vor einigen Tagen zum Crash kam. Am 19. August ist der Kurs innerhalb eines Tages um knappe 40 Prozent eingebrochen. Aktuell verzeichnet der Einzelwert sogar ein Minus von 54 Prozent im Vergleich zum All-Time-High. Grund für die Berg- und Talfahrt war der aktivistische Investor Ryan Cohen (36). Nach seinem Einstieg hat der US-Amerikaner weitere Kaufsignale über die sozialen Medien verbreitet und damit den Kurs in die Höhe getrieben. Doch wie aus dem Nichts ist Cohen dann wieder ausgestiegen und der Kurs abgestürzt. Einen ähnlichen Verlauf kennen Anleger bereits zum Beispiel von Gamestop. Im vergangenen Jahr hatten sich junge Trader über soziale Netzwerke abgestimmt und die Kurse in kürzester Zeit in die Höhe katapultiert, ehe sie bald darauf wieder abgestürzt sind. Warum solche Phänomene in Zukunft wohl häufiger auftreten werden und warum Experten auch Kleinanlegern nicht vom Mitzocken abraten: darüber spricht Host Ina Karabasz mit Handelsblatt-Redakteur Andreas Neuhaus. Außerdem: Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine grundlegende Reform des Strommarkts, wie das Handelsblatt exklusiv vorab erfuhr. Der Plan sieht vor den Strompreis vom Gaspreis zu entkoppeln und damit Verbraucher und Industrie vor zu hohen Preisen zu schützen. Handelsblatt-Korrespondent Klaus Stratmann erklärt, wie genau die von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angestrebte Reform aussehen soll und wann sie in Kraft treten könnte. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 29, 202228 min

Ep 547Apple, Coca-Cola, Linde und Co.: Fünf krisensichere Aktien im Check

In unsicheren Zeiten suchen Anlegerinnen und Anleger nach Stabilität fürs Depot. Diese fünf Titel sind inflationsresistent und krisenfest. Steigende Energiepreise, eine hohe Inflation und Rezessionssorgen belasten derzeit die Stimmung an den Aktienmärkten. Viele Anlegerinnen und Anleger treibt die Frage um, wie sie ihr Depot krisensicher aufstellen können. Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer hat aus diesem Grund einige Einzelwerte herausgesucht, die er für krisensicher hält. Fünf davon stellt er in der neuen Folge von Handelsblatt Today Extended vor. Ein Beispiel ist der Getränkehersteller Coca-Cola: „Das Unternehmen wächst nicht rasant, aber dafür stetig“, sagt Sommer im Gespräch mit Host Anis Micijevic. Die braune Brause werde immer getrunken und deshalb sei Coca-Cola „absolut krisenfest“. Ein weiteres Beispiel ist die Apple-Aktie, die auch zu den Lieblingen von Star-Investor Warren Buffett gehört. Er hat seinen Anteil an Apple in diesem Jahr weiter aufgestockt. Aktienanalyst Sommer erklärt, warum auch er den iPhone-Hersteller nach wie vor zu den Top-Werten zählt – gerade in unsicheren Zeiten. Neben den bekannten Namen finden sich in Sommers Auswahl auch Unternehmen, die nicht jeder kennen dürfte – zum Beispiel der dänische Diabetes-Spezialist Novo Nordisk. Darüber hinaus taucht ein Einzelwert in der Liste auf, den man als ethisch inkorrektes Investment bezeichnen könnte. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 28, 202222 min

Ep 546Microsoft vs. Tesla: Wann ist eine Aktie krisensicher? / Jobmarkt: Wieso sich Bewerber selbst schlecht einschätzen

In Zeiten von Inflation und drohender Rezession fragen sich Anleger: Wie mache ich mein Depot krisensicher? Handelsblatt-Experte Ulf Sommer erklärt im Podcast Handelsblatt Today, welche Titel volatilen Zeiten besser trotzen können als andere. Hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und unsichere Zukunftsaussichten verunsichern Anleger. Ist es sinnvoll, in volatilen Zeiten in Aktien zu investieren? Nicht jedes Unternehmen ist für die Krise gewappnet. Doch: Es gibt einige aussichtsreiche Titel. „Krisenfeste Unternehmen, das sind derzeit inflationsresistente Unternehmen, die mit sehr starken Marken und und herausragenden Produkten einer hohe Preismacht haben und die steigenden Preise problemlos auf ihre Kunden abwälzen können“, erklärt Aktienanalyst Ulf Sommer in dieser Folge Handelsblatt Today. Aktien mit niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auszuwählen, ist in diesem Fall keine taugliche Strategie: „Es geht nicht um abgestürzte Aktien, die künftig vielleicht wieder durchstarten, sondern um große Konzerne, die mit hoher Wahrscheinlichkeit besser als andere durch die Krise kommen und das sind oftmals Aktien, die nicht unbedingt preiswert sind und damit nicht unbedingt ein niedriges KGV haben“, sagt Sommer. Im Interview mit Host Anis Mičijević spricht Sommer darüber, anhand welcher Eigenschaften Anleger krisensichere Aktien identifizieren können und welcher große Titel nicht dazu gehört. Außerdem: Eine repräsentative Umfrage des Handelsblatt Research Institute zusammen mit der Jobplattform Stepstone hat ergeben, dass viele Jobsuchende ihre eigenen Chancen schlecht einschätzen – trotz des hohen Fachkräftemangels. Warum sich so viele unter ihrem Marktwert einschätzen und welche Branchen besonders dringend Fachkräfte suchen, bespricht Handelsblatt-Redakteurin Julia Beil mit Host Sonja Schlacht im Podcast. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Diese drei Top-Artikel aus dieser Woche sollten Sie lesen: [Heizkosten: So teuer sind Wärmepumpe, Fernwärme und Pelletheizung im Vergleich](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/heizkosten-so-teuer-sind-waermepumpe-fernwaerme-und-pelletheizung-im-vergleich/28612498.html) [Ukraine-Krieg: Selenskis Entzauberung: Verschwieg er seinem Volk die Wahrheit?](https://www.handelsblatt.com/politik/ukraine-krieg-selenskis-entzauberung-verschwieg-er-seinem-volk-die-wahrheit/28619264.html) [Arbeitsmarkt: Bis zu 120.00 Euro im Jahr - aber kaum Bewerber: Wie fehlender Mut den Fachkräftemangel anheizt](https://www.handelsblatt.com/karriere/arbeitsmarkt-bis-zu-120-000-euro-im-jahr-aber-kau[…]-fehlender-mut-den-fachkraeftemangel-anheizt/28603564.html) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 26, 202228 min

Ep 545Worauf es bei der wichtigsten Notenbanker-Konferenz des Jahres ankommen wird / Update zur Diskussion um die Gas-Umlage

Einmal im Jahr wird das idyllische Ferienressort im US-Bundestaat Wyoming zum Schauplatz der wichtigsten Notenbanker-Konferenz des Jahres. Was Anleger von Fed-Chef Powell und der EZB erwarten können. Seit diesem Donnerstag reisen wieder Notenbanker und Ökonomen aus aller Welt in das idyllische Ferienresort in Jackson Hole ein. Das Tal mitten im Westen des US-Bundesstaates Wyoming wird am Wochenende zum Schauplatz der wichtigsten Notenbanker-Konferenz des Jahres. Für die europäische Zentralbank (EZB) wird die deutsche Direktorin Isabel Schnabel vor Ort sein. „Ökonomen, Anleger und Wirtschaftsweisen sind jedoch besonders gespannt auf die Eröffnungsrede von Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank Fed“, sagt Wall Street-Experte Markus Koch im Podcast Handelsblatt Today. Im Interview erklärt er Powells Rede auf der Konferenz könnte näheren Aufschluss über den weiteren geldpolitischen Kurs der Notenbanken geben. In den vergangenen Monaten drohte Powell immer wieder die Kontrolle über die Erwartungen an seine Geldpolitik zu entgleiten. Die Konferenz könnte die Nervosität der Anlegerinnen und Anleger senken. Außerdem: Vor drei Wochen hat die Bundesregierung die Gasumlage beschlossen. Mit dieser sollen durch die hohen Gaspreis finanziell unter Druck geratenen Energieversorger wie Uniper vor zu hohen finanziellen Belastungen bewahrt werden. Die Kosten werden auf die Verbraucherinnen und Verbraucher umgelegt. Für sie soll sich der Gaspreis ab Oktober pro Kilowattstunde im Schnitt um 2,419 Cent erhöhen - bei einem Jahresverbrauch von 15.000 bis 20.000 kWh im Jahr errechnet sich für ein Durchschnittshaushalt eine Zusatzbelastung von 432 bis 576 Euro. Zwölf Unternehmen haben bereits Ansprüche auf die insgesamt 34 Milliarden Euro angemeldet. Doch die Unterstützung kommt auch vielen Energieimporteuren zugute, die trotz der prekären Marktsituation und den aktuell hohen Gaspreisen Gewinne machen. Dadurch kommt die Bundesregierung zunehmend in Erklärungsnot und erfährt Kritik auch aus den eigenen Reihen: Zahlreiche Politiker aus der Regierungskoalition selber haben ihre Zweifel geäußert. „In der Branche wird bereits gemutmaßt, dass das ein oder andere Konzern mehr abrechnen wird, als er eigentlich müsste. Das könnte langfristig zu Problemen führen“, sagt auch Handelsblatt Energiepolitik-Experte Klaus Stratmann. Im Podcast Handelsblatt Today spricht er mit Host Ina Karabasz über die neuesten Entwicklungen und Beschlüsse der Gasumlage. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Umlage kurzfristig doch nicht stattfinden wird. Aber man kann in einem ersten Schritt nachbessern und die ungerechtfertigte Nachzahlung an gesunde Unternehmen zu verhindern. In einem zweiten Schritt kann man schließlich auch grundsätzlich darüber reden die Umlage abzuschaffen.“ moniert Stratmann. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 25, 202227 min

Ep 544Warum der Gaming-Markt spannend für Anleger ist

Die Videospielbranche wächst stark - und weckt nicht nur bei den Spielern das Interesse. Die weltgrößte Videospielmesse Gamescom hat am heutigen Mittwoch in Köln begonnen. Zum ersten Mal seit zwei Jahren werden wieder hunderttausende Besucher in den kommenden Tagen erwartet. Dabei ist die Messe ist nicht nur für Zocker, sondern auch für Anleger interessant: Der Markt für Videospiele wächst stetig. Der Gesamtumsatz der Branche wird dieses Jahr auf knapp 190 Milliarden Euro geschätzt – ein Umsatzplus von 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund, weshalb auch immer mehr Großunternehmen damit beginnen den Markt aufzukaufen. Zuletzt sorgte Anfang des Jahres Microsofts Ankündigung Activision Blizzard zu übernehmen für Aufsehen. Für knappe 70 Milliarden Dollar will der Konzern den Spieleanbieter kaufen. Host Ina Karabasz war zusammen mit Handelsblatt-Redakteur Tristan Heming in Köln auf der Gamescom vor Ort und hat mit dem Experten Julian Riedlbauer über die Konsolidierungen in der Branche und Gaming-Aktien gesprochen. *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 24, 202231 min

Ep 543Streit um Dienstwagen: So teuer könnte das Firmenauto bald werden / Diese Anleihen bringen noch gute Renditen

Über das sogenannte Dienstwagenprivileg erhalten viele Firmen Vorteile bei der Besteuerung ihrer Fahrzeuge. Mit einer Reform könnte sich das bald ändern. In Deutschland gibt es keine Obergrenze bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Fahrzeugen. Doch nun diskutiert die Ampelkoalition über eine Reform, um die staatlichen Anreize für den Kauf von teuren und klimaschädlichen Autos zu reduzieren. Getragen wird diese unter anderem vom Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner und Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Öffentlich schließen sich außerdem die Grünen der Forderung an und halten die Reform laut Grünen-Chef Omid Nouripour für „überfällig“. Unternehmen können die Kosten für Firmenwagen zu einem großen Teil steuerlich absetzen. Mitarbeiter, die ihren Firmenwagen privat nutzen, haben durch die Steuerregelung einen geldwerten Vorteil, der versteuert werden muss. „Wenn kein Fahrtenbuch geführt wird, liegt die Besteuerung bei monatlich pauschal einem Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs“, erklärt Handelsblatt Redakteur Jan Hildebrand in der heutigen Ausgabe von Handelsblatt Today. In einem ersten Änderungsentwurf schlugen die Grünen vor ein Nachfolgemodell für das 9 Euro-Ticket zu finanzieren und etablieren. Dem gegenüber steht Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner. Allein der Begriff Dienstwagenprivileg verberge sich „linkes Framing“ und eine ideologische Aufladung. Im Podcast spricht Hildebrand mit Host Lena Jesberg unter anderem über die Kosten, die bei einer Reform auf die Fahrer von Dienstwagen zukämen. Außerdem: Mit der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins um 0,25 Prozent anzuheben läuteten die Währungshüter die Zinswende ein. Das ließ viele Anlegerinnen und Anleger hoffen, dass sich Anleihen bald wieder lohnen würden. Doch die fünfjährige deutsche Staatsanleihe sowie viele fünfjährige Unternehmensanleihen werfen gerade einmal rund ein Prozent Rendite ab. Die Inflation lässt sich damit nicht schlagen. Erst recht nicht, wenn es kommt wie die Bundesbank befürchtet: Nach deren Berechnung könnte die Teuerung im Herbst zehn Prozent erreichen. Es gibt allerdings eine bestimmte Art von Anleihen, die im Schnitt immerhin 4,3 Prozent Rendite abwirft: Hybrid-Anleihen. „Mit sogenannten Nachrang- oder Hybrid-Anleihen sind spezielle Zinspapiere gemeint, die bestimmte Eigenschaften von Aktien besitzen“, sagt Handelsblatt Finanzredakteurin Andrea Cünnen. Die höhere Rendite gibt es allerdings nicht ohne Risiken. Welche das sind und wie sie sich minimieren lassen, erklärt Cünnen im zweiten Teil des Podcast. Lesen Sie hier: [Bis zu sechseinhalb Prozent Rendite: Welche Unternehmensanleihen hohe Prämien bieten](https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/zinspapiere-bis-zu-sechseinhalb-prozent-rendite-welche-unternehmensanleihen-hohe-praemien-bieten/28616212.html) *** [Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts.](https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special *** Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected] Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

Aug 23, 202228 min

Ep 542Nach dem Gaspreis-Schock kommt der Strompreis-Schock: Ab wann es für Kunden noch teurer wird

Während die tatsächlichen Marktpreise für Gas allmählich bei den deutschen Verbrauchern ankommen, bahnt sich schon der nächste Preisschock an – und zwar bei Strom. Vergangene Woche kostete die Megawattstunde an der Leipziger Strombörse EEX zwischenzeitlich mehr als 550 Euro. Das hat es noch nie gegeben. In normalen Zeiten schwankt der Preis zwischen 20 und 80 Euro je Megawattstunde. Die ersten Versorger erhöhen bereits ihre Preise – EnBW ab Oktober um rund ein Drittel. „Entspannungssignale gibt es im Moment leider keine“, sagt Energiemarkt-Experte Tobias Federico von Energy Brainpool in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Der Markt sei extrem nervös und jede kleinste Nachricht – egal in welche Richtung – sorge für eine hohe Volatilität bei den Preisen. „Meistens zeigen sie nur in eine Richtung: nach oben“, sagt Federico im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Außerdem erklärt er, warum die Strompreise bis auf 50 Cent pro Kilowattstunde steigen könnten und ob er glaubt, dass wir Blackouts im Winter wegen des Einsatzes von Heizlüftern fürchten müssen. Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts unter folgendem Link: https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 22, 202223 min

Ep 541Grundsteuer-Reform sorgt für Chaos und verzweifelte Eigentümer

Durch die Änderungen an der Grundsteuer müssen Eigentümer nun deutlich mehr Daten an die Finanzverwaltung weiterleiten. Auch die Höhe der Abgaben verändert sich für viele. Die Grundsteuerreform sorgt für Chaos: Finanzämter sind überfordert, Eigentümer sind verwirrt und sauer. Ifo-Chef Clemens Fuest bewertet die Neuauflage als „unnötig kompliziert“. Selbst Steuerexperten wie CDU-Chef Friedrich Merz scheuen sich vor der Grundsteuererklärung. Laut Finanzministerium handelt es sich dabei jedoch um „eines der größten Projekte der Steuerverwaltung in der Nachkriegsgeschichte“. Für die 36 Millionen betroffenen Bürgerinnen und Bürger heißt das nun, dass deutlich mehr Daten angegeben werden müssen. Hinzukommt: Es könnte für viele Eigentümer nicht nur komplizierter, sondern auch teurer werden. So erwartet Sibylle Barent, Leiterin Steuer- und Finanzpolitik von Haus & Grund, „Steuererhöhungen durch die Hintertür“. Im Härtefall fällt die Steuerlast für Eigentümer bis zu zehn mal so hoch aus wie bisher. Berlin-Korrespondent Martin Greive spricht mit Handelsblatt Today-Host Lena Jesberg über die finanziellen Mehrbelastungen und darüber, wer diese am Ende trägt. Die Grundsteuer betrifft nämlich nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter. „Es gibt viele Studien, die zeigen, dass die Grundsteuer auf die Mieter umgelegt wird. Die Immobilienbesitzer leiten die Kosten fast eins zu eins an die Mieter weiter“, sagt Greive im Interview. Was das für Sie nun heißt und was Ihnen bei der Bearbeitung der Grundsteuererklärung helfen kann, erfahren Sie in der heutigen Sendung. Hier geht es zum Artikel zur Grundsteuerreform: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/grundsteuerreform-2022-eine-verzehnfachung-find-ich-unverschaemt-der-grundsteuer-irrsinn-kostet-nerven-und-geld/28606930.html Und hier kommen Sie zu unserer Umfrage: https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 19, 202229 min

Ep 540Auch Konzerne mit Milliardengewinnen wollen Geld aus der Gas-Umlage / Diese ETFs senken die Volatilität in Ihrem Depot

Die ab Oktober geltende Gasumlage soll finanziell angeschlagene Gasimporteure wie Uniper stützen und die Energieversorgung in Deutschland sichern. Allein im ersten Halbjahr hat das Unternehmen mehr als 12 Milliarden Euro Verlust gemacht. Mehr als 50 Prozent der Gasumlage sollen allein an Uniper überwiesen werden. Doch Uniper ist nicht das einzige Unternehmen, das Mehrkosten beim Gaseinkauf geltend machen will. Insgesamt zwölf Unternehmen wollen sich durch die Gasumlage entschädigen lassen – darunter auch Konzerne, die von der Energiekrise profitiert und Milliardengewinne gemacht haben. „Es gibt Unternehmen, die auf Grund der momentanen Lage gutes Geld verdienen“, sagt Handelsblatt-Energie-Reporterin Catiana Krapp in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Das sei auch nicht verwerflich. „Wenn jetzt aber Haushalte, die für die aktuelle Situation nichts können, zur Kasse gebeten werden und große Energieunternehmen nicht, bekommen wir ein Akzeptanzproblem“, sagt Krapp im Gespräch mit Host Anis Mičijević. Die heute von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigte Mehrwertsteuersenkung auf Gas von 19 auf sieben Prozent sei zwar eine Entlastung, allerdings sei es im Moment nicht ausgemacht, dass die Maßnahme die Zusatzbelastungen für die Verbraucher komplett ausgleichen könne, die sich aus den steigenden Gaspreisen und der Gasumlage ergeben. Außerdem: Seit dem Tiefstand Mitte Juni haben sich die wichtigsten Börsen deutlich erholt. Experten sind sich aber weiterhin uneins darüber, wie diese Entwicklung zu interpretieren ist – ob es der Beginn eines neuen Bullenmarkts ist oder nur ein Zwischenhoch des aktuellen Bärenmarktes. In dieser hochkomplexen Marktsituation suchen viele Anlegerinnen und Anleger nach Orientierung und Sicherheit. Im Interview mit Host Lena Jesberg spricht Finanzredakteur Frank Wiebe über spezielle börsengehandelte Index-Fonds, die in Krisenzeiten die Volatilität im Depot senken können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 18, 202233 min

Ep 539Gasumlage wird besteuert: Wie die Ampel Verbraucher stattdessen entlasten kann / Gazprom ist auf Europa angewiesen

Christian Lindners Plan, die Mehrwertsteuer auf die Gas-Umlage zu streichen, hat die EU-Kommission abgelehnt. Nun prüft die Regierung andere Optionen zur Entlastung der Verbraucher. Verbraucher müssen nun doch Mehrwertsteuer auf die im Oktober anlaufende Gasumlage zahlen. Finanzminister Christian Lindner hat von der EU-Kommission prüfen lassen, ob ein Aussetzen der Steuer möglich ist. Dieser Vorschlag wurde allerdings abgelehnt. Ein Sprecher der Kommission zeigte zwar Verständnis für die Situation der Mitgliedstaaten, die Richtlinie sehe aber keine Möglichkeit vor, die Abgabe von der Mehrwertsteuerpflicht auszunehmen. Nun beginnt eine Diskussion über Alternativen, die Verbraucher entlasten können. „Viele Kommentatoren halten es für die wahrscheinlichste Lösung, dass die Mehrwertsteuer auf Gas gesenkt wird und nicht nur auf die Umlage“, sagt Handelsblatt-Redakteur Christoph Herwartz im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Lena Jesberg. Was die anderen Möglichkeiten sind und woran genau der Vorschlag des Finanzministers gescheitert ist, erklärt er in der heutigen Sendung. Außerdem: Das russische Gasunternehmen Gazprom hat nach eigenen Angaben zuletzt rund 60 Prozent mehr nach China exportiert. „Gazprom will dieses Signal nach Europa senden: Wir brauchen euch nicht“, erklärt Handelsblatt-Energieexpertin Catiana Krapp. Der Plan des Gaskonzerns ist, den europäischen durch den chinesischen Absatzmarkt zu ersetzen. Eine Handelsblatt-Analyse zeigt jedoch, dass das Ziel noch lange nicht erreicht ist. „Russland hat bisher sehr wenig nach China exportiert. Europa bekommt immer noch neunmal so viel Gas wie China“, sagt Krapp. Gazprom sei also durchaus abhängig vom Westen als Abnehmer. Ein Fakt, der Europa noch zugutekommen kann. Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 80 99 427. Schicken Sie uns gerne Ihren Feedback und Kommentare. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 17, 202225 min

Ep 538Partystimmung an der Wall Street – neuer Bullenmarkt oder Bärenmarktrally?

Die US-Börsen verzeichnen seit Mitte Juni kräftige Kursgewinne. Doch es gibt auch mahnende Stimmen. Wall-Street-Experte Markus Koch ordnet die Lage ein. Egal ob Dow Jones, Nasdaq oder S&P 500 – alle großen US-Indizes sind zuletzt kräftig gestiegen. Doch wie kann man diese Entwicklung interpretieren? Stehen wir vor dem Beginn eines neuen Bullenmarktes oder ist das alles nicht mehr als ein Strohfeuer im Rahmen einer Bärenmarktrally? Fakt ist, dass die lange Zeit gebeutelten Tech-Werte die aktuelle Rally an der Wall Street maßgeblich antreiben. Der technologielastige Nasdaq legte in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 20 Prozent zu. Star-Investor Michael Burry traut dem Höhenflug aber nicht und hat zuletzt fast alle seine Aktien verkauft. Warren Buffett hingegen hat die Schwächephase im ersten Halbjahr genutzt, um seinen Anteil an Apple weiter auszubauen. Wall-Street-Experte Markus Koch ordnet in der heutigen Folge von Handelsblatt Today die Lage ein. Er spricht mit Host Anis Mičijević darüber, welche Chancen sich nun für Anlegerinnen und Anleger ergeben und welche Risiken bei aller Euphorie nicht ausgeblendet werden sollten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 16, 202227 min

Ep 537Gas-Umlage beträgt 2,419 Cent: So teuer wird der Winter für Privathaushalte und Unternehmen

Seit heute ist klar: Die ab 1. Oktober geltende Gas-Umlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Das teilte Trading Hub Europe (THE) mit, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Deutschland. Die Umlage soll Mehrkosten bei Gashändlern wie Uniper zu 90 Prozent kompensieren, die angesichts der Drosselung der russischen Gaslieferungen kurzfristig teure Alternativen auf dem Weltmarkt einkaufen müssen. Von der Umlage betroffen sind sowohl private Haushalte als auch Unternehmen. Für Gaskunden heißt das: Die schon hohen Preise steigen noch weiter. Das trifft Millionen von Menschen in Deutschland, denn fast jede zweite Wohnung wird mit Gas beheizt. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen Zusatzbelastungen in Höhe von mehreren hundert Euro zu. Energieintensive Industrien wie Stahl, Chemie oder Papier warnen vor Mehrbelastungen in Milliardenhöhe. Wie viel teurer es am Ende tatsächlich wird, hängt aber auch davon ab, ob auf die Umlage noch 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden und welche Maßnahmen das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung vorsieht. Kathrin Witsch, Leiterin des Handelsblatt-Energieteams, und Julian Olk, wirtschaftspolitischer Korrespondent im Berliner Hauptstadtbüro, sprechen in der heutigen Folge mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević darüber, wie stark die Gas-Umlage die Privathaushalte und die Wirtschaft belasten wird und welche Entlastungsmaßnahmen diskutiert werden. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 15, 202222 min

Ep 536Zweigeteilter Dax: Warum einige Unternehmen optimistischer sind

Einige Unternehmen im Dax haben ihre Gewinnprognosen aufgrund von Inflation und Krieg gesenkt, andere heben an. Welche Branchen von der Anhebung betroffen sind und wie Anleger davon profitieren können. Der deutsche Leitindex hat sich von seinem Jahrestief von Anfang Juli deutlich erholen können. Zuletzt konnte der wichtigste deutsche Index für drei Wochen in Folge an Wert zulegen, bis am vergangenen Donnerstag die Rally wieder ein abruptes Ende fand. Dax-Unternehmen befinden sich nun in zwei unterschiedlichen Lagern: Während viele Unternehmen in Anbetracht von Inflation, Rezessionsängsten, Ukrainekrieg und Lieferengpässen für eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das Wirtschaftsjahr 2022 aussprachen, verkündeten einige Unternehmen tatsächlich eine Anhebung ihrer Gewinnprognosen an. Aktienanalyst Ulf Sommer hat analysiert warum es zum Teil sogar innerhalb der Branchen zu einer Zweiteilung gekommen ist und bespricht es mit Host Ina Karabasz in dieser Folge Handelsblatt Today Extended. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten

Aug 14, 202231 min

Ep 535Evonik und Brenntag im Aktien-Check: Chemiebranche bleibt trotz Gaskrise optimistisch

Trotz hoher Energie- und Rohstoffpreise sowie angespannter Lieferketten haben Chemieunternehmen volle Orderbücher. Einige trotzen sogar der reduzierten Gasmenge. In dieser Woche haben Evonik und Brenntag, zwei der führenden deutschen Chemie-Unternehmen, ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. So unterschiedlich die Geschäftsmodelle der beiden Firmen sind, eines teilen sie sich: ihre Zuversicht. Damit sind sie nicht alleine. Während die Konjunktur schwächelt und die Sorgen um einen russischen Gasstopp die Wirtschaft umtreiben, sind viele Akteure der Chemie-Branche weitgehend optimistisch in Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Jahr. Evonik und Brenntag etwa rechnen mit starken Gewinnen. Auch das letzte Quartal lief zu ihrer Zufriedenheit: Evonik zum Beispiel konnte trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise den Umsatz um 31 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro steigern. Der Sprung bei Brenntag war sogar noch größer: Da ging es um 37 Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro aufwärts. Die Auftragsbücher sind voll. „Erst in den Sommermonaten wird absehbar, ob sich an der Orderkraft etwas ändert“, sagt Markus Mayer, Leiter der Research Abteilung der Baader Bank. Die ökonomischen und politischen Probleme in China trübten die Aussichten. „Für Evonik beispielsweise ist China der wichtigste Markt. Dort wird ein Drittel aller chemischen Produkte weltweit produziert“, erklärt Mayer. Die wachsenden Unsicherheiten auf Seiten der Energielieferungen und -preise sieht Mayer dagegen gelassener: „Ich glaube schon, dass die europäische und gerade die deutsche Chemieindustrie Bremsspuren in Zuge eines Gasstopps sehen wird. Aber ich glaube nicht, dass dann bei der deutschen Chemieindustrie die Lichter ausgehen.“ *** Unsere Handelsblatt-Leserfavoriten: [„Die Stimmung kippt“: Bauträger stoppen Projekte wegen zu hoher Kosten](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/konjunktur-die-stimmung-kippt-bautraeger-stoppen-projekte-wegen-zu-hoher-kosten/28587720.html) [Tesla hat in Deutschland die größte Anzahl illegal betriebener Ladesäulen](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/ladestationen-tesla-hat-in-deutschland-die-groesste-anzahl-illegal-betriebener-ladesaeulen/28521356.html) [25 Prozent Wärmepumpen: Die Strom-Revolution am Heizungsmarkt beginnt](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energieversorgung-25-prozent-mehr-waermepumpen-die-strom-revolution-am-heizungsmarkt-beginnt/28588310.html) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special

Aug 12, 202229 min