
gut in Beziehung
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Ep 30Beziehungskrach - Was tun? Krisenintervention für Paare
Wenn es in der Partnerschaft der Krach kommt, ist oft wenig Energie übrig für Gespräche, Verständnis oder Lösungen. Diese Episode nimmt das ernst. Ich unterscheide zwischen lautem Beziehungskonflikt und dem stillen, passiv-aggressiven Rückzug, der häufig unterschätzt wird und erkläre, warum der erste Schritt aus einer Krise nicht die Lösung ist, sondern die Beruhigung des Systems. Drei Kerngedanken begleiten dabei: den Entscheidungshorizont klein halten, durch transparente Selbstfürsorge Kraft schöpfen und den Fokus auf die Beziehung richten - nicht auf den Partner. Das Aquarium-Bild und das Konzept des Beziehungswesens machen deutlich, wie hilfreich ein anderer Blickwinkel in schwierigen Momenten sein kann.

Ep 29Dankbarkeit in der Partnerschaft – Warum Wertschätzung mehr ist als Höflichkeit
Was unterscheidet echte Dankbarkeit in einer Partnerschaft von erlernter Höflichkeit? Und warum fällt es vielen Menschen leichter, Dankbarkeit auszudrücken, als sie anzunehmen? Ich gehe in dieser Episode der Frage nach, ob Dankbarkeit wirklich ein Game Changer in Beziehungen ist. Seine Antwort ist differenziert: Dankbarkeit entsteht, wenn wir das Gute im anderen aktiv wahrnehmen und anerkennen, dass er oder sie eine Quelle unseres Glücks ist. Das ist mehr als ein Dankeschön für den Müll – es ist die Bereitschaft, den anderen in seiner Eigenart zu sehen und zu schätzen. Die Episode beleuchtet die psychologischen Grundlagen, die häufigen Hürden (Selbstwert, Erwartungen, Erschöpfung) und gibt praktische Impulse für den Alltag. Dankbarkeit ist lernbar – und verändert den Blick auf die gesamte Beziehung. Ich arbeite als Paartherapeut im Raum südlich von Berlin.

Ep 28Gute und faule Kompromisse: So gestaltest du Weihnachten bewusster
Für viele ist Weihnachten kein Fest der Freude, sondern ein Parcours aus Erwartungen, Verpflichtungen und Kompromissen, die niemand wirklich wollte. Der Kommerz nervt, die Familienbesuche kosten Kraft, und am Ende fragt man sich, warum man sich das jedes Jahr wieder antut. Diese Episode gibt dir ein konkretes Werkzeug an die Hand: die Drei-Haufen-Methode. Du sammelst alle Weihnachtsaktivitäten und sortierst sie in drei Kategorien – was du genießt, was ein guter Kompromiss ist, und was ein fauler Kompromiss ist, der dich ausshöhlt. Dann kommt der wichtigste Schritt: Einen faulen Kompromiss streichen. Nur einen. Das reicht, um etwas zu verändern. Weihnachtsstress ist selten unvermeidlich – meistens ist er das Ergebnis ungeklärter Erwartungen. Und das lässt sich ändern. Ich begleite Paare aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und dem südlichen Raum Berlin.

Ep 27Wie euer Wertekompass euch zu einem Team macht
Werte sind mehr als Leitlinien – sie sind das, was bestimmt, ob wir uns in einer Beziehung integer und lebendig fühlen. Und wenn Paare nicht wissen, welche Werte sie jeweils mitbringen, entstehen Missverständnisse, die nichts mit bösem Willen zu tun haben. Ich erkläre in dieser Episode, was Werte grundlegend sind, wie man sie mit einer einfachen Methode für sich benennen kann und was Benjamin Franklin damit zu tun hat. Anhand des Wertequadranten nach Schulz von Thun zeigte ich, wie Werte in Partnerschaften oft unbewusst aufgeteilt werden – und wie daraus Polarisierungen entstehen, die beide erschöpfen. Das Gute: Mit drei klaren Schritten lässt sich der Weg aus diesen Dynamiken finden, ohne dass man den anderen verändern muss. Es geht um Selbstwirksamkeit – und darum, gemeinsam eine konstruktive Balance zu schaffen.

Ep 26Liebe neu verstehen – mehr als ein Gefühl
Wenn Paare sagen, sie haben sich auseinandergelebt oder die Liebe sei weg, meinen sie oft: Das Hochgefühl vom Anfang ist nicht mehr da. Doch was, wenn dieses Hochgefühl nur ein Aspekt von Liebe ist – und nicht ihr Kern? In dieser Folge werden drei Ebenen romantischer Liebe vorgestellt: das emotionale Erleben, der Raum, den wir unserem Partner oder unserer Partnerin im Alltag einräumen, und das bewusste Commitment, das uns auch durch schwierige Phasen trägt. Wer Liebe nur passiv erlebt, ist auf die Reaktionen des Gegenübers angewiesen. Wer Liebe als gestaltbares Verhältnis versteht, gewinnt Handlungsfähigkeit zurück. Praxis: Reflexionsfragen helfen, den eigenen Stand zu überprüfen. Ich begleite Paare im Raum Teupitz und Dahme-Spreewald.

Ep 255 Bücher, die deine Beziehung bereichern
Was liest ein Paartherapeut, wenn er selbst in der Hängematte liegt? In dieser Episode nehme ich euch mit in meine persönliche Bücherliste – fünf Empfehlungen, die ich für Paare und alle, die ihre Beziehung verstehen wollen, für besonders wertvoll halte. "Attached" erklärt, warum Nähe und Distanz in Partnerschaften so unterschiedlich erlebt werden. "Die fünf Sprachen der Liebe" zeigt, warum gut gemeinte Gesten manchmal nicht ankommen. 80/80 Marriage stellt das Konzept der Fairness in Frage und bietet einen anderen Weg. Und zwei Bücher über das Wandern zeigen, welche Kraft Natur für Beziehungen haben kann. Bücher sind kein Ersatz für Beratung – aber sie können ein guter Anfang sein. Wer sich persönliche Begleitung wünscht: Ich arbeite in Teupitz und dem südlichen Berliner Raum.

Ep 24Fremdverliebt in der Partnerschaft: Ursachen, Gefühle und erste Schritte
Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, Vorfreude – und gleichzeitig eine langjährige Partnerschaft, Kinder, gemeinsame Pläne. Wer sich fremdverliebt hat, steckt oft in einem Gefühlschaos, das sich kaum in Worte fassen lässt. Fremdverlieben ist keine Entscheidung, es passiert. Und es kann jeden treffen, auch in einer Beziehung, die grundsätzlich gut funktioniert. In dieser Folge schaue ich mir an, woher diese Gefühle kommen können. Ich beschreibe fünf Ursachen: die Entzauberung in der Beziehung, unerfüllte Wünsche, das Gefühl, nicht gesehen zu werden, unterversorgte Bedürfnisse – und manchmal auch einfach Zufall. Und ich zeige, was konkret hilft: Ruhe bewahren, Abstand schaffen, Klarheit gewinnen. Und irgendwann Transparenz herstellen, auch wenn das zunächst schwer vorstellbar ist. Fremdverlieben bedeutet nicht automatisch das Ende einer Beziehung. Es kann auch ein Hinweis sein – auf das, was ihr als Paar verändern könnt.

Ep 23Wenn dein Job deine Beziehung gefährdet
Beruf und Beziehung stehen häufig in Konkurrenz zueinander – das spüren viele Paare, ohne genau benennen zu können, was gerade schiefläuft. In dieser Episode unterscheide ich zwischen zwei Paarkonfigurationen, die mit sehr unterschiedlichen Dynamiken zu tun haben: Paare mit einem Hauptverdiener und Doppelkarrierepaare. Bei Paaren mit einem Hauptverdiener entstehen zeitbezogene Konflikte, wenn ein Partner emotional mehr in die Arbeit als in die Partnerschaft investiert, und belastungsbezogene Konflikte, wenn Erschöpfung und unerfüllte Erwartungen ein Vorwurfskarussell in Gang setzen. Ich beschreibe konkrete Warnsignale – und was eine ETH-Zürich-Studie darüber sagt, was glückliche Paare anders machen. Bei Doppelkarrierepaaren liegen die Herausforderungen nicht im Alltag, sondern in kritischen Lebensereignissen. Jennifer Petriglieries Forschung zeigt: Wer diese Übergänge gemeinsam navigiert – statt sie dem Zufall oder dem Gehalt zu überlassen – hat deutlich bessere Chancen, Beziehung und Karriere gleichzeitig zu leben. Diese Episode gibt keine einfachen Antworten. Aber sie zeigt, wo man anfangen kann.

Ep 22Raunächte: Rückschau, Schatten und was das mit deiner Beziehung macht
Die Raunächte – zwölf Tage zwischen Wintersonnenwende und Neujahr – gelten seit Jahrhunderten als Zeit der Rückschau und des Innehaltens. Wer sich in dieser Zeit mit den eigenen dunklen Anteilen auseinandersetzt, schafft Raum für das, was im neuen Jahr wirklich möglich sein soll. In dieser Episode erzähle ich von meinem persönlichen Raunacht-Ritual: draußen an einem See, im Dunkeln, mit dem Funken eines Feuerstahls als einzigem Licht. Was zeigen mir die Schatten des vergangenen Jahres? Welche Menschen waren Leuchtfeuer in meinem Leben – und für wen bin ich selbst eines? Diese Fragen betreffen nicht nur mich als Einzelperson, sondern wirken direkt in meine Beziehung hinein. Denn wer sich selbst besser kennt und weniger verdrängt, kann authentischer, präsenter und liebevoller in der Partnerschaft sein. Ein konkreter Impuls für alle, die sich zwischen den Jahren einen Moment Zeit nehmen möchten – für sich und für ihre Beziehung.

Ep 21Eltern sein, Liebespaar bleiben – Workshop-Gespräch mit Dennis Winkler
Mit der Elternschaft verändern sich Rollen, Ressourcen und die Dynamik eines Paares – oft stärker und schneller, als man es erwartet. Was bleibt von der Paaridentität, wenn das Kind im Mittelpunkt steht? Und wie gelingt es, die Waage zwischen Elternsein und Paarsein nicht dauerhaft aus dem Gleichgewicht geraten zu lassen? Thorsten und Dennis Winkler sprechen in dieser Sonderepisode über ihren eintägigen Workshop für Paare, Patchwork-Familien und Alleinerziehende. Sie teilen ihre eigenen Erfahrungen als Väter, erklären den Ansatz des Workshops und machen deutlich: Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur ein eigenes Richtig, das es zu finden gilt. Das Gespräch ist ehrlich, warmherzig und praxisnah. Jesper Juuls Gedanke, dass Kinder starke Eltern brauchen – und zwar Eltern, die als Paar stark sind – zieht sich als roter Faden durch die Episode. Thorsten ist als Paartherapeut im Raum südlich von Berlin tätig.

Ep 20Mehr Zeit als Paar – So findet ihr einen Babysitter
Eltern sein und gleichzeitig als Paar verbunden bleiben – das klingt selbstverständlich, fühlt sich im Alltag aber oft schwer umsetzbar an. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen gemeinsamen Abend? Wer passt auf die Kinder auf? Und wie realistisch ist das eigentlich mit kleinen Kindern? Ich stelle in dieser Episode drei Strategien vor, mit denen Paare Babysitter-Lösungen finden und Zweisamkeit konkret planen können. Ich spreche darüber, warum weniger oft mehr ist, wie man ein Netzwerk für gegenseitige Kinderbetreuung aufbaut und was bei der ersten Erfahrung mit einem fremden Babysitter hilft. Die Episode gibt keine Patentrezepte, aber klare Orientierung für Paare, die sich in der Phase junger Elternschaft nicht aus den Augen verlieren möchten. Thematisch angebunden an die Frage, wie viel Paarzeit wirklich nötig ist – und wie man diese Zeit qualitativ gut gestaltet.

Ep 19Nähe und Distanz: Wie Bindung und Autonomie eure Beziehung prägen
Bindung und Autonomie – hinter diesen beiden Begriffen steckt eine der grundlegendsten Dynamiken in Partnerschaften. Wieviel Nähe, wieviel Freiraum: Das Verhältnis dieser beiden Pole prägt, wie ich mich in meiner Beziehung fühle, wie ich denke und wie ich handle. In dieser Folge erkläre ich das Konzept, zeige anhand von Beispielen aus meiner therapeutischen Praxis, was ein veränderter Blick auf Nähe und Distanz bewirken kann, und beleuchte die besondere Bedeutung für Paare mit Kindern. Studien belegen: Bindung und Autonomie sind der entscheidende Schutzfaktor, um als Paar auch nach der Geburt eines Kindes zusammenzuwachsen, statt sich zu entfremden. Zwei O-Ton-Passagen aus einem Berliner Stadtpark und ein Reflexionsimpuls für den Alltag runden die Episode ab. Ich begleite Paare im Raum Teupitz, Dahme-Spreewald und südlich von Berlin.

Ep 18Die fünf Phasen jeder Partnerschaft – und was sie bedeuten
Irgendwann verfliegen die Schmetterlinge. Was bleibt, ist oft Unsicherheit: Stimmt etwas nicht mit uns? Sind wir das falsche Paar? In dieser Folge erkläre ich, warum das, was viele Paare als Krise erleben, zum normalen Verlauf jeder Partnerschaft gehört. Der Paartherapeut Roland Weber hat fünf Beziehungsphasen beschrieben, die alle Paare durchlaufen – unabhängig von Herkunft, Lebensstil oder Familienform. Ich nehme euch mit durch jede dieser Phasen: von der Verliebtheit über die Irritation und Konflikte bis hin zur Neuorientierung und schließlich einer reifen, tiefen Liebe. Ich erkläre, was in jeder Phase typisch ist, wo die Stolperstellen liegen und was euch helfen kann, gemeinsam weiterzuwachsen. Besonders dann, wenn beide Partner nicht in derselben Phase sind, braucht es Orientierung. Diese Folge gibt euch genau das.

Ep 17Warum Authentizität in der Kommunikation alles verändert
Viele Ratgeber zur Kommunikation beschreiben, wie man Stimmlage, Körpersprache und Augenkontakt gezielt einsetzen soll – und machen Gespräche dabei komplizierter als sie sein müssen. Dabei steckt gutes Miteinander-Reden im Kern in etwas viel Einfacherem: in Authentizität. Virginia Satir, eine der bedeutendsten Familientherapeuten des 20. Jahrhunderts, nannte das Kongruenz – die Übereinstimmung von dem, was wir denken, fühlen und sagen. Wer kongruent kommuniziert, begegnet seinem Gegenüber auf Augenhöhe, ist offen und verletzlich, ohne sich zu verbiegen. In dieser Episode stelle ich Satirs vier nicht-kongruente Kommunikationsmuster vor: den Beschwichtiger, den Ankläger, den Rationalisierer und den Ablenker. Vielleicht erkennst du dich in einem davon. Vielleicht erkennst du jemanden, den du gut kennst. Und vielleicht wird dir nach dieser Folge klarer, in welchen Situationen du nicht ganz du selbst bist – und was es brauchte, um es zu sein.

Ep 16Bodyshaming in der Beziehung – wenn Kommentare verletzen
Es sind die kleinen Randbemerkungen, der Scherz über ein paar Kilos, die Anmerkung zur Frisur – Sätze, die häufig fallen, ohne dass dem Gegenüber ihre Wirkung bewusst ist. Die Botschaft dahinter ist aber immer dieselbe: Du bist nicht okay, so wie du bist. In dieser Episode schaue ich mir an, warum Bodyshaming in Paarbeziehungen so häufig unterschätzt wird, welche Bedürfte dahinter stecken können und wann es Zeit ist, klar Grenzen zu ziehen. Drei häufige Motive: der Wunsch nach Macht, die Suche nach Selbstbestätigung über den anderen und die Sehnsucht nach der frühen Verliebtheitsphase. Wer sich fragt, ob das eigene Erleben schon Bodyshaming ist – oder wer selbst Kommentare macht, ohne deren Wirkung zu kennen – findet hier Orientierung. Ich arbeite als Paartherapeut und begleitet Paare im südlichen Raum von Berlin.

Ep 15Deinen Lieblingsmenschen überraschen – 10 konkrete Ideen für Paare
Beziehungen brauchen keine grossen Gesten – aber gelegentlich brauchen sie Abwechslung. In dieser Folge stelle ich zehn Ideen vor, wie du deinen Lieblingsmenschen überraschen kannst, ohne stundenlang planen zu müssen. Einige Ideen sind kreativ, andere sehr einfach umsetzbar, eine ist sogar für Paare gedacht, die gerade in einem Streit stecken. Alle Ideen entstammen echter persönlicher Lust am Ausprobieren – und genau das merkt man ihnen an. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei.

Ep 14Eifersucht: Ein Mix aus Angst, Wut und Selbstzweifeln – und was das mit Selbstwert zu tun hat
Eifersucht gehört zu den belastendsten Gefühlen in Beziehungen. Sie entsteht oft aus Angst, Selbstzweifeln oder früheren Verletzungen. Eifersucht kostet Kraft . Und weil sie so viel Energie bindet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Was löst Eifersucht aus? Wann ist sie noch normal, wann braucht sie Aufmerksamkeit? Und was kann man tun, wenn sie überhandnimmt? In dieser Folge spreche ich über die emotionalen Wurzeln von Eifersucht, über die vier häufigsten Ursachen aus paartherapeutischer Perspektive – und über praktische Möglichkeiten, den eigenen Selbstwert zu stärken, Transparenz herzustellen und Eifersucht gemeinsam als Paar anzugehen. Ich arbeite unter anderem im südlichen Raum von Berlin und begleite dort Paare, für die Eifersucht ein zentrales Beziehungsthema ist.

Ep 13Warum ihr mehr in die Natur solltet – und was das mit eurer Beziehung zu tun hat
Was passiert in uns, wenn wir im Wald sind? Und was hat das mit unserer Beziehung zu tun? In dieser Episode spreche ich darüber, warum ich Paartherapiesitzungen in die Natur verlege, was dabei anders wird – und warum ich glaube, dass es mehr Menschen guttun würde, öfter rauszugehen. Natur verändert uns messbar: Herzfrequenz und Blutdruck sinken, Stresshormone gehen zurück, das Immunsystem wird aktiver. Psychologisch gewinnen wir Erdung, Vertrauen und Beziehungsfähigkeit. Paare, die gemeinsam draußen unterwegs sind, kommen schneller in einen Zustand, in dem echte Gespräche möglich werden. Ich erkläre, wie ich den Wald für mein eigenes Psychohygiene nutze, warum ich ihn als therapeutischen Raum schätze – und ich gebe euch das Brückenmodell mit auf den Weg: Eine Übung in drei Schritten, die beim Gehen funktioniert und euch hilft, gemeinsam zu klären, was ihr festhalten wollt, was ihr loslassen möchtet und wohin ihr euch als Paar entwickeln wollt.

Ep 12Recht haben in der Beziehung – warum es Paare erschöpft
Recht haben und glücklich sein – beides gleichzeitig geht meistens nicht. Ich beschreibe, warum wir in Beziehungen so viel stärker auf dem eigenen Standpunkt beharren als in anderen Lebensbereichen, und was das mit dem hat, was uns wirklich wichtig ist. Im Zentrum steht das Bild zweier Landkarten: Jeder Partner sieht die Realität anders – und erst wenn beide Karten nebeneinander gelegt werden, lassen sich gemeinsame Lösungen finden. Anhand der Aufgabenverteilung im Alltag zeige ich, wie das 50/50-Denken zwar gerechter klingt als frühere Rollenmodelle, aber eine innere Kontrollschleife erzeugt, die auf Dauer zermürbt. Das Gegenmodell: die 80/80-Regel von Kalyn und Kyle Benson, die den Blick weg vom Defizit und hin zur Möglichkeit des Geb

Ep 11Keine Lust auf Lust – wenn das Wertesystem im Weg steht
Viele Paare erleben Phasen, in denen Lust und Sexualität aus der Beziehung verschwinden. Oft liegt das nicht nur an Stress oder Alltag, sondern an inneren Überzeugungen über Sexualität. Wer mit vielen Regeln rund um das Thema Sexualität aufgewachsen ist, trägt oft ein umfangreiches inneres Regelwerk mit sich – bewusst oder unbewusst. In der Paartherapie begegnen mir Paaren, bei denen genau dieses Wertesystem zur entscheidenden Blockade wird. Das Lustsystem – das unbewusste Begehren – lässt sich nicht direkt steuern. Das Wertesystem schon. Und genau da liegt die Möglichkeit: Glaubenssätze prüfen, einkochen, gezielt verändern – und damit wieder Raum für Lust zu schaffen, die meistens gar nicht wirklich verschwunden ist. Diese Folge richtet sich besonders an Menschen, die merken, dass ihr Kopf ihrer Sexualität im Weg steht. Mit einem konkreten Impuls zum Schluss: aufschreiben, was das eigene Wertesystem im Bereich Sexualität ausmacht – und ob es noch hilfreich ist. Praxis in Teupitz für Paare aus dem Dahme-Spreewald und dem südlichen Raum Berlin.

Ep 10Beziehungskrise als Chance: Wie Paare gemeinsam wachsen
Beziehungskrisen entstehen selten plötzlich. Häufig entwickeln sie sich über längere Zeit durch unerfüllte Bedürfnisse, Missverständnisse oder belastende Lebensphasen. Ich erkläre, wie Beziehungskrisen sich ankündigen, was sie von Familiendynamiken unterscheidet, und warum der Gedanke 'Du bist schuld' keine Lösung bringt. Stattdessen stelle ich das Konzept der dyadischen Krisenbewältigung vor: die Überzeugung, dass Krisen immer gemeinsam entstehen und nur gemeinsam aufgelöst werden können. Dabei sind zwei Schlüsselfaktoren wichtig: emotionale Verbundenheit (Cohesion) und Anpassungsfähigkeit (Adaption). Ich beschreibe, warum die Extreme – zu wenig oder zu viel von beiden – Krisen verschlimmern können, und was einen gesunden Mittelweg ausmacht. Krisen sind keine Katastrophen. Sie sind Momente, in denen Beziehungen die Möglichkeit haben, auf ein neues Niveau zu wachsen. Ich bin Paartherapeut in Teupitz, südlich von Berlin.

Ep 9Ungeliebte Rollenverteilung: Warum immer ich den Müll rausbringen muss
Rollenverteilung in Paarbeziehungen ist ein Thema, das fast jedes Paar früher oder später beschäftigt. Einer ist immer derjenige, der an Geburtstage denkt. Einer ist immer derjenige, der redet. Einer ist immer derjenige, der den Müll rausbringt. Ich zeige in dieser Episode, dass hinter solchen Mustern meist keine böse Absicht steckt, sondern ein systemisches Prinzip: Das Paar-Mobilie sucht immer die Balance. Wenn ein Partner einen Pol besetzt, entsteht auf der anderen Seite automatisch der Gegenpol – auch ohne bewusste Entscheidung. Das wird zum Problem, wenn sich jemand in diese Gegenrolle gedrängt fühlt, wenn der Vorwurf in einem Konflikt genau dort trifft, wo man am wenigsten hinschauen möchte – auf der eigenen Schattenseite. Dann gehen wir besonders schnell in den Widerstand. Der Ausweg: Raum schaffen. Vom Monopol abgeben. Den anderen in die eigene Rolle einladen – und damit das Wir stärken, anstatt das Ich zu verteidigen. Eine Episode über Systemdynamik, Konfliktentstehung und praktische Veränderung.

Ep 8Grenzen setzen in der Beziehung
Wenn Grenzen in der Beziehung nicht gewahrt werden, erzeugt das Frust - auf beiden Seiten. Dabei ist es dem anderen häufig gar nicht bewusst, dass er über eine Grenze geht. In dieser Episode nehme ich drei Bereiche unter die Lupe: territoriale Orte in der Wohnung, Rollen und Aufgaben in der Partnerschaft sowie Werte und Vorstellungen, die jeder mit in die Beziehung bringt. Ich erkläre, warum es wichtig ist, zuerst die eigenen Grenzen zu kennen, bevor man sie kommunizieren kann - und warum gerade bei Werten eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was verhandelbar ist und was ein klares No-Go darstellt, so entlastend sein kann. Grenzen zu setzen bedeutet nicht Kontrolle oder Enge, sondern gegenseitige Wertschätzung. Ich begleite Paare aus der Region Dahme-Spreewald und dem südlichen Raum von Berlin in meiner Praxis.

Ep 7Partnerschaft und Depression: Wenn psychische Erkrankung die Beziehung belastet
Wenn ein Partner depressiv ist, verändert sich oft die gesamte Dynamik der Beziehung. Gespräche werden schwieriger, Nähe geht verloren und der nicht betroffene Partner fühlt sich häufig hilflos. Viele Paare fragen sich in dieser Situation, wie sie miteinander umgehen können, ohne sich selbst zu verlieren. In dieser Folge geht es darum, wie Depression Beziehungen beeinflusst – und welche Wege Paare finden können, um mit dieser Belastung konstruktiv umzugehen. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt: Das Trennungsrisiko verdoppelt sich innerhalb von zwei Jahren, sobald ein Partner an einer psychischen Erkrankung wie Depression oder Burnout leidet. Körperliche Erkrankungen haben diesen Effekt nicht. In dieser Episode spreche ich darüber, was das konkret für Paare bedeutet – und was ihr tun könnt, um nicht in dieses Risiko hineinzurutschen. Ich teile dabei auch meine eigene Geschichte: Mit 19 Jahren erkrankte ich an Depression und erlebte selbst, wie schwer es ist, in einer depressiven Phase in Kommunikation zu bleiben und dem Partner gegenüber klar zu benennen, was man braucht. Ein zentraler Ansatz, der entlastet: Symptom und Symptomträger voneinander trennen. Nicht "ich und mein kranker Partner", sondern "wir – und die Depression als eigenständige Kraft in unserem System". Diese systemische Perspektive schafft Raum, den Partner wieder als Person zu sehen – jenseits der Erkrankung. Ich erkläre außerdem, wann begleitende Paartherapie sinnvoll ist, warum zuerst der erkrankte Partner professionelle Unterstützung braucht und welche Alternativen es gibt, wenn Paartherapie (noch) nicht der richtige Schritt ist. Ich arbeite als Paartherapeut im Raum Teupitz und Dahme-Spreewald südlich von Berlin.

Ep 6Was dir dein Bindungstyp über deine Beziehung verrät
Warum fällt es manchen Menschen leicht, sich in einer Beziehung zu öffnen – während andere instinktiv auf Abstand gehen oder sich ängstlich klammern? Eine Antwort darauf liefert die Bindungstheorie. In dieser Episode erkläre ich, was Bindungstypen sind, wie sie entstehen und wie sie sich in deiner heutigen Partnerschaft zeigen. Die Bindungserfahrungen, die wir als Kinder machen – vor allem mit unserer Hauptbezugsperson – hinterlassen tiefe Spuren. Sie beeinflussen, wie wir uns selbst wahrnehmen, wie viel Vertrauen wir anderen entgegenbringen und wie wir auf Nähe, Konflikte und Verlustangst reagieren. Rund 60 bis 70 Prozent der Menschen sind sicher gebunden. Die anderen drei Typen – unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent und desorganisiert – bringen spezifische Muster mit, die Beziehungen belasten können. Die gute Nachricht: Bindungstypen sind keine Schicksalsurteile. Wer die eigenen Muster erkennt, kann beginnen, sie zu verändern.

Ep 5Gehen oder Bleiben? Warum du Trennungsgedanken nicht verdrängen solltest.
Trennungsgedanken sind für viele Menschen beunruhigend. Doch sie sind selten ein Zeichen von Schwäche oder Versagen. Oft zeigen sie, dass etwas in der Beziehung Aufmerksamkeit braucht. Statt sie zu verdrängen, kann es hilfreich sein, diese Gedanken als Hinweis zu verstehen. In dieser Folge geht es darum, wie Paare Klarheit gewinnen können – und wie sich unterscheiden lässt, ob eine Beziehung noch Entwicklungspotenzial hat oder eine Trennung sinnvoll sein könnte. Trennungsgedanken sie sind ein Signal. Sie zeigen an, dass etwas nicht stimmt und dass Veränderung notwendig ist. Die Frage ist nur: Was verändert sich, und wie? In dieser Folge erkläre ich, wie eine ehrliche Beziehungsinspektion aussieht, warum der Blick in die Zukunft Klarheit schafft – und was es bedeutet, Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen. Für alle, die im Moment zwischen Gehen und Bleiben abwägen, benennt diese Folge, warum Trennungsgedanken nicht verdrängt werden sollten – und was stattdessen helfen kann.

Ep 4Wir haben uns auseinandergelebt – was du jetzt tun kannst
Wir haben uns irgendwie auseinandergelebt" Die Distanz ist größer geworden als gewohnt, und niemand weiß genau, wann das passiert ist. In dieser Episode schaue ich mir an, warum Nähe und Distanz in Beziehungen naturgemäß schwanken – und was es bedeutet, wenn dieses Schwanken aus dem Gleichgewicht gerät. Zwei Ursachen stehen dabei im Mittelpunkt: Ein verschobener Fokus, etwa durch neue Rollen wie Elternschaft oder berufliche Projekte, und ein unausgesprochener Konflikt, der unter der Oberfläche bleibt. Ich beschreibe drei konkrete Schritte: eine Standortbestimmung, die Beziehungswesen-Übung als kreative Methode zur Bestandsaufnahme, und das bewusste Gespräch, das Offenheit und Verletzlichkeit erfordert. Der Schlüssel liegt dabei nicht beim anderen – sondern darin, selbst den ersten Schritt zu gehen.

Ep 3Bucket-List für Paare – warum gemeinsame Ziele Beziehungen stärken
Was würdet ihr tun, wenn Geld keine Rolle spielte? Welche Orte habt ihr noch nicht gesehen, welche Träume lange nicht gedacht? Eine Bucket List zwingt dazu, sich diese Fragen ernsthaft zu stellen – und als Paar bringt das eine besondere Tiefe mit sich. In dieser Folge erkläre ich, was eine Bucket-List ist, was sie von einer gewöhnlichen To-do-Liste unterscheidet, und warum sie gerade für Paare ein wirksames Tool sein kann. Aus paartherapeutischer Perspektive sind zwei Punkte besonders relevant: die gemeinsame Perspektive, die Verbindlichkeit schafft – vor allem in Phasen, in denen es kriselt – und die Balance zwischen individuellem Raum und gemeinsamem Erleben. Ich berichte, wie Doro und ich unsere Liste erstellt haben, was draufsteht und wie der Aushandlungsprozess verlaufen ist. Dazu gibt es drei konkrete Schritte, die ihr direkt übernehmen könnt.

Ep 2Die 5 Sprachen der Liebe - so gelingt Kommunikation in der Partnerschaft
Der eine zeigt Liebe durch Hilfe und Verlässlichkeit, die andere wünscht sich Worte der Nähe und Zärtlichkeit -- und keiner versteht, warum es beim anderen nicht ankommt. In dieser Episode stelle ich das Konzept der fünf Liebessprachen von Gary Chapman vor, das ich regelmässig in meiner therapeutischen Arbeit mit Paaren einsetze. Ich erkläre, was hinter den fünf Sprachen -- Worte der Zuneigung, Geschenke, Hilfsbereitschaft, Zweisamkeit und körperliche Berührung -- steckt, wie sie entstehen und wie ihr herausfinden könnt, welche Sprache ihr selbst sprecht und welche euer Partner oder eure Partnerin bevorzugt. Am Ende jeder Sprache gibt es konkrete Impulse, die ihr noch heute umsetzen könnt. Ich arbeite als Paartherapeut im südlichen Brandenburg und begleite Paare, für die genau diese Fragen im Mittelpunkt stehen.

Ep 1Wie du wieder gut in Beziehung kommst
Was haben Bouldern, Gitarre spielen und eine Partnerschaft gemeinsam? Man lernt, erreicht ein Plateau – und bleibt oft dort stecken. In dieser ersten Folge von "Gut in Beziehung" starte ich mit einem Gedankenexperiment: Was hat dich einmal wirklich begeistert, und was hast du getan, um besser zu werden? Übertragen auf die Beziehung wird schnell klar: Wir lernen Partnerschaft meist ohne Anleitung, aus dem, was wir in unserer Herkunftsfamilie mitbekommen haben. Und irgendwann reicht das nicht mehr. Diese Folge zeigt, dass genau dieser Moment – die Unzufriedenheit – der Beginn von echtem Wachstum sein kann. Ich bin Thorsten Köcher, systemischer Paartherapeut, und ich begleite Paare dabei, wieder gut in Beziehung zu kommen.