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OSM Datenformate für Anwendungen (fossgis2017)
Wie selbstverständlich haben wir uns daran gewöhnt, OSM-Daten speziell für den jeweiligen Anwendungszweck aufzubereiten: OBF, GHZ, MVT, PNG, PBF, IMG, MAP, RD5, HGT … Ein frischgebackener OSM-Anwender, der naiv fragt, wo er denn OSM-Daten laden kann, um all die tollen Sachen zu machen, die man damit machen kann, am besten offline – er verläuft sich in diesem Dschungel. Dieser Vortrag will zweierlei erreichen. Zum einen diesen Dschungel sichten. Was sind die einzelnen Anwendungsfelder, von A wie Adress-Datenbank bis Z wie Zoom-Level? Was sind die gängigen Lösungen, was sind ihre Download-Größen, ihre Beschränkungen und ihre Lizenzen und wie spielt das alles zusammen? Im Anschluss will dieser Vortrag hinterfragen: Warum ist das alles so, und muss das so bleiben? Beispielsweise erlaubt OsmAnds OBF-Format zwar viele Funktionen gleichzeitig, wie Routing, Rendering, Adress- und POI-Suche. Belegt dafür aber mehr Speicherplatz als seine Quelldaten, die üblicherweise im PBF-Format ausgetauscht werden. PBF besitzt keine Indexierung und ist daher für Random Access nicht geeignet. Auf der anderen Seite erobern Vektortiles den Desktop-Client, die es mit der Trennung von Datenzugriffs- und Präsentationsschicht wieder nicht so genau nehmen. Also warum kein gekacheltes, indexiertes PBF-Equivalent, das einfach alles kann? Vom Routing bis zur Overpass-API? Also "verlustfreie", oder besser verlustarme Vektortiles, mit dem vollem Informationsgehalt? Das alte Gegenargument, also die technischen Beschränkungen der Client-Hardware, die es erforderlich machten, OSM-Daten für den jeweiligen Anwendungsfall aufzubereiten, will dieser Vortrag über Bord werfen. about this event: https://c3voc.de
Geodaten in der Wikipedia (fossgis2017)
Der Vortrag soll den aktuellen Stand für die Geodaten- und Kartennutzung im Bereich der Wikipedia wiedergeben. Teilaspekte sind nachfolgend aufgeführt. Durch Wikidata werden Objektinformationen und Geokoordinaten strukturiert abrufbar. Der Wikidata-Query-Service macht diese Daten über eine SPARQL-Abfrage abrufbar und verfügt neben anderen Features über einen Ergebnisanzeige in Kartenform. Beispiel: http://tinyurl.com/juwq9f4 Die Wikimedia-Foundation hat einen graphischen Karteneditor entwickelt um individuelle Karten in der Wikipedia erzeugen zu können. Eingesetzt wird dieser Editor und die Kartenanzeige bereits in dem Schwesterprojekt Wikivoyage. https://de.wikivoyage.org/wiki/Datei:Mapframe_Kartographer_demo.webm Herausforderungen liegen bei dieser Entwicklung insbesondere in den hohen zu erwartenden Zugriffszahlen bei einer direkten Artikeleinbindung. In diese Karten können über die Wikidata-ID auch Geometrien von OSM-Objekte eingebunden werden. Da die für die Wikipedia interessanten Objekte teilweise über den Projektrahmen von OSM hinausgehen wurde eine Möglichkeit geschaffen Geometrien als GeoJSON in dem Projekt Wikimedia Commons zu speichern. Dort werden diese Geometrien auch direkt visualisiert: https://commons.wikimedia.org/wiki/Data:Ecos.fws.gov/Endangered_habitat_58938/Phyllostegia_mollis.map Anschließend soll diskutiert werden wie sich diese Anwendungen weiterentwickeln sollen und wie die weitere Kooperation mit OSM oder anderen Anbietern von freien Geodaten sich entwickeln könnte. about this event: https://c3voc.de
Der GIS-Arbeitsplatz der Zukunft (fossgis2017)
Mobilität gewinnt bei der Gestaltung des Arbeitslebens immer mehr an Bedeutung. Arbeitnehmern ist es zunehmend wichtig, selbst über die Gestaltung des Arbeitstages zu bestimmen und damit einhergehend auch ortsunabhängig arbeiten zu können. Auch über das eingesetzte Werkzeug, Stichwort „bring your own device“ (BYOD), möchte er selbst entscheiden. Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklungen der Technologie ist ein einfaches „Geht nicht“ keine akzeptierte Antwort mehr auf die Frage nach der Gestaltung des zukünftigen IT-Arbeitsplatzes. Diese Entwicklungen betreffen auch die Geo-Branche. Wie soll er also aussehen, der GIS-Arbeitsplatz der Zukunft? Welche besonderen Herausforderungen sind damit verbunden? Hier möchte der eingereichte Beitrag aufzeigen, was mit heutigen Mitteln vor dem Hintergrund der Mobilität möglich ist und zur Diskussion anregen. Ein klassischer GIS-Arbeitsplatz basiert heutzutage auf einer Fat-Client-Hardware und einem darauf installierten (proprietären) Desktop-GIS. Je nach Komplexität der Tätigkeit können dazu noch weitere Werkzeuge zur Geodatenkonvertierung oder zum Spatial ETL kommen. Darüber hinaus besitzt der GIS-Arbeitsplatz in der Regel Schnittstellen zu Datenbankservern und/oder Geodiensten im Intra- bzw. Internet. Solche Architekturen begründen einen hohen Zeit-, Personal- und Kostenaufwand für Wartung und Pflege. Hier kommt die Cloud ins Spiel. Bereits heute wissen wir, dass die Auslagerung von Anwendungen in die Cloud geeignet ist, Einsparungen im IT-Betrieb in Verbindung mit Ressourcenoptimierung und Ausfallsicherheit herbeizuführen. Aber ein typischer GIS-Arbeitsplatz besteht aus Desktop-Anwendungen. Wie können diese in der Cloud betrieben werden? Eine klassische Antwort lautet hier: Web-GIS. Aber möchte man wirklich mittels Web-GIS die Funktionalität eines Desktop-GIS bereitstellen, ist dies überhaupt möglich und sinnvoll? Kann die Desktop-Anwendung nicht so bleiben, wie sie ist? Dieser Beitrag möchte am Beispiel von AWS Appstream 2.0 aufzeigen, wie Open-Source-Anwendungen aus dem OSGeo-Umfeld (wie beispielsweise. QGIS) und Spatial-ETL-Werkzeuge (wie beispielsweise. hale.studio), mit kleinem Aufwand für beliebig viele Nutzer bereitgestellt werden können. Der GIS-Arbeitsplatz der Zukunft wird damit dem steigenden Bedürfnis der Arbeitnehmer nach Mobilität gerecht, denn durch die Bereitstellung der Open-Source-Werkzeuge mittels Appstream 2.0 kann er jederzeit und überall mit beliebigen Endgeräten arbeiten. Gleichzeitig wird der Ressourceneinsatz seitens der Unternehmen und Behörden optimiert. Durch kluge Einrichtung von Deployment-Prozessen verfügt der Arbeitsplatz dabei immer über die neuesten Versionen der eingesetzten Open-Source-GIS Technologien. Somit ist der GIS-Arbeitsplatz der Zukunft mobil, vergleichsweise kostengünstig, immer auf dem neuesten Stand und dynamisch skalierbar. about this event: https://c3voc.de
GeoExt 3 in der Praxis (fossgis2017)
GeoExt [1] ist eine auf den JavaScript-Bibliotheken OpenLayers (für interaktive Karten im Web und Verarbeitung einer Fülle von OGC-konformen Formaten, [2]) und ExtJS (Framework zur Erstellung von Desktop-ähnlichen Webanwendungen mit nativem Look and Feel, [3]) aufbauende OpenSource JavaScript-Bibliothek, die es vereinfacht, Kartenmaterial in ansprechenden und komplexen Oberflächen zu präsentieren, so genannte "Rich Webmapping Applications". Der Vortrag stellt zunächst die Neuerungen von GeoExt 3 sowie die Neuerungen der Vater-Bibliotheken ExtJS und OpenLayers vor. Anschließend werden Projekte aus der Praxis vorgestellt, bei denen GeoExt 3 als zentrales Webmapping-Framework eingesetzt wird. Dabei werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zum Aufbau von WebGI-Systemen mit GeoExt gezeigt sowie nützliche Tipps aus der Praxis und "Dos and Don'ts" vorgestellt. Die Vortragenden Christian Mayer (meggsimum) und Marc Jansen (terrestris) sind beide Kernentwickler und Mitglieder des Projektsteuerungskommitees von GeoExt. [1] http://geoext.org/ [2] https://openlayers.org/ [3] https://www.sencha.com/products/extjs/#overview about this event: https://c3voc.de
Mobile Nutzung von Geodaten mit einem Leaflet-basierten Offline-Client (fossgis2017)
Im Vortrag wird eine, auf dem Open-Source-Framework YAGA Leaflet-Angular-Directive basierende, mobile Offline-Client-Anwendung vorgestellt. Diese wurde im Rahmen einer technischen Machbarkeitsstudie von der WhereGroup umgesetzt. Es sollen sowohl die theoretische Umsetzung und Architektur als auch die sich daraus ergebenen praktischen Vorteile vorgestellt werden. Das Ergebnis der technischen Machbarkeitsstudie ist eine mobile Anwendung, die hybrid auf allen bekannten Plattformen, also Android, iOS und Windows, läuft und neben Livedaten aus OGC-Webservices auch Offlinedaten aus Datencontainern im GeoPackage-Format nutzen kann. Die Anwendung verfügt zur Zeit über folgende Funktionen: * Container-Auswahl * Ebenenbaum * Konfigurierbare Suchen innerhalb des Offline-Containers * Konfigurierbare Feature-Info aus Geometrien des Offline-Containers * Simultane Nutzung von Online- und Offlinedaten * GPS-Positionierung Die Anwendung ist modular und nach modernen OGC-Standards aufgebaut, sodass sie sehr flexibel an unterschiedliche Anwendungsfälle angepasst und erweitert werden kann sowie leicht in bestehende Infrastrukturen integriert werden kann. Darüber hinaus ist es möglich Inhalte, Aussehen und Suchen individuell zu konfigurieren, ohne dass der Anwender dafür einen großen technischen Hintergrund vorweisen muss oder Änderungen am Quellcode der Anwendung vornehmen muss. about this event: https://c3voc.de
Routing Engines für OpenStreetMap (fossgis2017)
Dieser Vortrag vergleicht verschiedene Open-Source-Softwarelösungen zur Routenberechnung auf OpenStreetMap-Daten im Hinblick auf ihre Leistungsmerkmale, den Ressourcenverbrauch und die Geschwindigkeit. about this event: https://c3voc.de
Erhöhe den Nutzen deines Dienstes (fossgis2017)
Um die Implementierung von GIS-Software zu unterstützen, stellt das Open Geospatial Consortium (OGC) mehrere Validatoren basierend auf der TEAM Engine zur Verfügung. Die TEAM Engine ist ein Testframework, mit dem Entwickler und Anwender Geodatendienste, wie zum Beispiel WFS und WMS, testen können, und aktuell als OSGeo Projekt in der Inkubationsphase. Sie ist neben den OGC Standards selber ein wichtiges Werkzeug, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Implementierungen eines OGC Standards zu gewährleisten, denn Entwickler setzen die Standards nicht immer auf die gleiche Weise um. Die TEAM Engine muss in Verbindung mit OGC Executable Test Scripts (ETS) verwendet werden, um Implementierungen auf Konformität mit OGC Standards zu prüfen. Die Ausführung einer ETS erfolgt über eine Weboberfläche oder ein CLI. Zudem können die TEAM Engine und OGC Testskripte in den Software-Build-Prozess integriert werden. So ist es zum Beispiel möglich, nächtliche Builds zu verwenden, um den aktuellen Entwicklungsstand mittels Integrationstests gegenüber den Standards zu validieren. Um die Ausführung der TEAM Engine zu erleichtern, kann diese lokal über Docker gestartet werden. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie die TEAM Engine zum Erstellen einer WFS 2.0-Referenzimplementierung verwendet wurde und wie die Referenzimplementierung in deegree regelmäßig durch die ETS für WFS 2.0 auf die geforderten Konformitätsklassen hin getestet wird. Darüber hinaus erfolgt eine Demonstration, wie die TEAM Engine und ein vollständiger deegree WFS 2.0 inklusive PostgreSQL Datenbank mit Docker in einer Entwicklungsumgebung eingesetzt werden können. about this event: https://c3voc.de
Thesis GraphHopper-Routing mit Maut-Erweiterung (fossgis2017)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Routenberechnung unter Berücksichtigung von Straßenbenutzungsgebühren für LKWs (die sogenannte LKW-Maut) für Deutschland. Sie dokumentiert nicht nur den Entwurf und die Umsetzung einer Routenberechnung unter Berücksichtigung der LKW-Maut, sondern beschreibt auch eine kleine grafische Beispielanwendung (App) für mobile Android-Geräte. Diese App ruft exemplarisch nach Eingabe von Start und Ziel die eigene Berechnung auf und zeigt die gefundene Route grafisch an. Die Berechnung sucht nach einer Route, die aus den kostengünstigsten Mautsätze und der kürzesten Wegstrecke besteht. Dafür benötigt die Berechnung qualifizierte und problemspezifische Verkehrsdaten, die vorher aus frei verfügbare Datenquellen extrahiert und in einer, für diesen Zweck angepasste, Routing-Datenbank konsistent gespeichert werden. Als frei verfügbare Datenquellen dienen z.B. das freie Projekt OpenStreetMap (OSM) und deutsche Behörden. Implementiert werden die Funktionen, die in den einzelnen Prozess Schritten benötigt werden, auf Basis der quelloffenen Routingbibliothek der Firma GraphHopper. Eine wichtige Eigenschaft der App ist die Offline-Nutzbarkeit, wofür die benötigten Ausgangsdaten gezielt für eine Region lokal gespeichert und bei Bedarf jederzeit online aktualisiert werden können. about this event: https://c3voc.de
Kennst du deine GDI? - Intelligenz zwischen den GDI-Komponenten (fossgis2017)
<p>Als Verantwortliche einer aus mehreren Softwarekomponenten und vielen Daten aufgebauten GDI sind wir regelm&#228;ßig mit typischen <b>Fragen</b> konfrontiert, <b>die wir heute nicht ohne Stirnrunzeln beantworten k&#246;nnen:</b></br> - Wo wirkt sich eine Schema&#228;nderung des Parzellendatensatzes in der GDI &#252;berall aus?</br> - Wieso l&#228;uft das QGIS-Plug-In des ehemaligen Arbeitskollegen nicht mehr?</br> - Habe ich die Kartendefinitionen f&#252;r QGIS-Desktop, WMS und WebGIS konsistent nachgef&#252;hrt?</br> - Wie stelle ich in Datenbank und Diensten eine einheitliche Zugriffsverwaltung des Datensatzes &#8222;Notfall-Trinkwasserversorgung" sicher? </p><p>Im Rahmen der Gesamterneuerung der GDI des Kantons Solothurn wurde mit Unterst&#252;tzung der WhereGroup ein Grobkonzept erarbeitet. Dieses h&#228;lt fest, dass eine Verbesserung der GDI insbesondere bez&#252;glich der &#8222;Intelligenz" zwischen den einzelnen Komponenten erreicht werden kann. </p><p>Aufgrund dieser Erkenntnis wurde anschließend ein konzeptionelles Datenmodell f&#252;r die GDI erarbeitet, welches die Zusammenh&#228;nge zwischen Daten, Diensten und Applikationen abbildet. Dieses GDI-Datenmodell bildet auch zentrale Konfigurationen wie Gruppenebenen und ganze Karten ab welche mittels entsprechender Funktionalit&#228;t in Mapserver-Mapfiles und QGIS-Projekte &#252;bersetzt werden. </p><p>In der Pr&#228;sentation werden die zentralen Oberklassen "Datensatz", "Anwendung" und "Dienst" des Metamodells vorgestellt und aufgezeigt wie das Datenmodell die einleitend aufgeworfenen Fragen beantwortet. </p> about this event: https://c3voc.de
Neues in Metador: Einbau eines CSW und Umsetzung von Metadatenvorgaben der GDI-DE für ISO und INSPIRE (fossgis2017)
Der quelloffene Metadateneditor MetaDor [1] wird zur Zeit als einfach zu bedienender und schnell anzupassender Editor für Metadaten genutzt. Man kann ihn leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen, so z.B. im Aussehen und in der übersichtlichen Darstellung der Eingabe-Formulare und man kann ihn gut an eigene Metadatenstandards anpassen, indem man neue und eigene Felder hinzufügt, die dann z.B. nicht im ISO-konformen XML erscheinen sollen. Damit war Metador immer in Zusammenhang mit einem CSW-Server genutzt werden, sei es GeoNetwork, deegree oder pycsw, welche die von Metador generierten XML dann harvesten. Im Rahmen der Weiterentwicklung wird Metador zur Zeit mit einem eigenen CSW-Publishing erweitert, so man endlich mit der Software nicht nur die Metadaten erstellen und verwalten, sondern auch OGC-konform bereitstellen kann. Dabei wird sich zuerst auf den lesenden CSW konzentriert, später sollen spezielle CSW-T-Transaktionen folgen. Gleichzeitig wurden die Standardformulare für Dienste und Geodaten um die GDI-DE relevanten Konventionen zu Metadaten erweitert, wie beispielsweise zur Zeit noch bei Nutzungsbedingungen, Nutzungseinschränkungen und Zugriffseinschränkungen. Der Vortrag stellt die Arbeitsweise von Metador mit dem CSW vor und erläutert einige Besonderheiten in den neuen Metadatenprofilen. [1] Metador 2.1 auf Github: https://github.com/wheregroup/metador [2] GDI-Metadaten-Konventionen: http://www.geoportal.de/SharedDocs/Downloads/DE/GDI-DE/Dokumente/Architektur_GDI_DE_Konventionen_Metadaten_v1_1_1.html about this event: https://c3voc.de
INSPIRE vs OpenData? - Probleme und mögliche Lösungen (fossgis2017)
In den letzten Jahren stieg die Zahl der Portale für offene Verwaltungsdaten (Open Data) stark an. Der volkswirtschaftliche Nutzwert, der mit der Freigabe dieser Informationen verbunden ist, wird in einer Studie der Konrad Adenauer Stiftung aus dem April des Jahres 2016 mit 12,1 bis 131,1 Mrd. Euro p.a. abgeschätzt. Das Ergebnis der Studie war auch ein Grund dafür, dass die Bundesregierung noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode die gesetzliche Regelung dafür schaffen will, weitere Daten der Bundesbehörden im Sinne von "Open by Design" freizugeben. Die Länder sind mit der Neuregelung des Länderfinanzausgleichs ebenfalls mit im Boot und wurden angehalten eigene Anstrengungen auf diesem Gebiet zu forcieren. Bei vielen der wirtschaftlich interessanten Verwaltungsdaten handelt es sich um Geodaten. Diese werden – auch aufgrund der 2007 erlassenen EU-INSPIRE Richtlinie – schon seit vielen Jahren mit standardisierten Metadaten beschrieben, sind über Geoportale und Geodatenkatalogsysteme auffindbar und einige von ihnen sind sogar online über WMS sowie WFS nutzbar. Im Vortrag wird kurz ein historischer Abriss über die Entwicklung der letzten Jahre gegeben und im Anschluss auf die unterschiedliche Metadatenstruktur bzw. Sichtweise der "Geodaten-" sowie "Open-Data-Communitys" eingegangen. Es werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt und die noch vorhandenen semantischen, wie technischen Hürden explizit angesprochen. An konkreten Beispielen wird erläutert wie sich Geo-Metadaten semantisch sauber über die CKAN-API in Open-Data Portale überführen lassen und wie man die neuen resource_view-Plugins von CKAN (2.3+) dazu nutzen kann, beliebige externe Anwendungen und Sichten innerhalb von CKAN zu erstellen. Des Weiteren wird erklärt wie sich CKAN, durch Einsatz von ckanext-scheming, auf einfache Weise als allgemeines Transparenzportal einsetzen lässt. about this event: https://c3voc.de
Habe Kante, suche Route (fossgis2017)
Auf OpenStreetMap-Daten lässt sich neben PKW, Fahrrad und Fußgängern auch für viele andere Verkehrsmittel routen. Dabei setzen z.B. Contraction Hierarchies Maßstäbe für die Geschwindigkeit. Davon weiß man aber nicht, welche Rolle eine einzelne Kante für alle potentiellen Routen spielt. In diesem Vortrag wird eine Kenngröße ermittelt, die einer Kante ihre mathematische Bedeutung im Netzwerk zuordnet. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den längsten Vor- und Nachlauf, der in irgendeinem kürzesten Weg auftritt, der diese Kante einschließt. Diese Größe ist unabhängig von Start- und Zielpunkten und nur abhängig von der Kantengewichtung und der betrachteten Kante. So können Kanten identifiziert werden, deren logische Netzwerk-Bedeutung stark von der ihr a priori zugeordneten Wichtigkeit abweichen, z.B. Abschnitte von primary, die nur wenige 100 m Routing-Reichweite haben oder Autobahn-Ausfahrten, die sich gegen die durchgehende Autobahn durchsetzen. Es wird im Vortrag die Kenngröße exakt definiert, in den Kontext bestehender Routing-Konzepte gestellt und es werden interessante Kanten im OpenStreetMap-Netzwerk untersucht. about this event: https://c3voc.de
Ngeo: OpenLayers meets Angular (fossgis2017)
OpenLayers 3 ist eine ausgereifte und stabile JavaScript Kartenbibliothek, die auch anspruchsvolle Applikationen ermöglicht. AngularJS ist eines der beliebtesten Frameworks im Bereich der Single-Page-Webanwendungen, und wird allgemein für die Entwicklung von modularem Frontend-Code eingesetzt. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in Ngeo, einer Open-Source-JavaScript-Bibliothek, die eine Kombination der Funktionalität von OpenLayers und der Modularität von AngularJS ermöglicht. Ngeo stellt AngularJS Services und Komponenten zur Verfügung, die als Bausteine für GIS-Webanwendungen benutzt werden können. Anhand von konkreten Codebeispielen wird aufgezeigt, wie Ngeo die Softwareentwicklung vereinfacht. Wir erklären die Guidelines, die wir aufgestellt haben, um AngularJS produktiv zu nutzen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es äußerst wichtig ist, sich den Best-Practice-Vorgaben von AngularJS laufend anzupassen und zu dokumentieren, wie sie sich auf unsere Bibliothek auswirken. Damit erreichen wir, dass die Bibliothek für Applikationsentwickler eine einheitliche Schnittstelle zur Verfügung stellt. In Anbetracht der raschen Entwicklungen im JavaScript-Ökosystem, namentlich ECMAScript 2015 und 2016, TypeScript und der kürzlichen Veröffentlichung von Angular 2, werden wir auch kurz darauf eingehen, wie wir den Herausforderungen einer Umgebung begegnen, die sich ständig verändert. about this event: https://c3voc.de
Von proprietärer zu Opensource Software (fossgis2017)
Das Grundbuch- und Vermessungsamt Basel-Stadt (GVA BS) betreibt die kantonale Geodateninfrastruktur, führt die amtlichen Register über Grundstücks- und Bodeninformationen und publiziert die zentralen Geoinformationen kundenorientiert über das Geoportal Basel-Stadt. Als man vor einigen Jahren mit einer Weblösung für die Publikation der vielen in der kantonalen Verwaltung vorhandenen Geodaten begann, entschied man sich für proprietäre Software. Im Kontext der Migration und der Nachführung des Systems auf modernere Technologien und auch im Kontext der Entwicklung von closed zu Open Data entschied man sich für eine Lösung basierend auf Open-Source-Software. Dieser Beitrag stellt den Prozess vor, die Schwierigkeiten, Chancen und auch die "lessons learnt". about this event: https://c3voc.de
Lightning Talks Opening (fossgis2017)
Vortragende: OSM Wiki-Tag History – Martin Raifer <br> Der FOSSGIS kann auch international – Till Adams<br> Geopedia – Michael Schön<br> Freie Software und freie Daten sind heute weitgehend verfügbar – was fehlt zum Glück? – Christian Strobl <b>OSM Wiki-Tag History</b> Interaktive Web-Visualisierung der Veränderung der Map_Feature Beschreibung im OSM-Wiki über die Zeit Nicht nur die Daten von OSM selbst verändern sich fortwährend, auch deren Beschreibung im Wiki ist dem zeitlichen Wandel unterworfen. Diese zu untersuchen hilft bei Fragen zur konzeptionellen Qualität von OSM, insbesondere der Konsistenz zwischen den tatsächlich eingegeben Daten und den Empfehlungen im Wiki. Eine neue interaktive Web-basierte Visualisierung zeigt hierzu die Veränderung der tag- Beschreibungen im OSM-Wiki über die Zeit an. Über einen TimeSlider kann der Nutzer in nachvollziehen wann neue Tag-Beschreibungen in das Wiki hinzugefügt wurden. Das Open Source Projekt nutzt die Sprache Haskell zum Parsen der OSM Wiki Seiten. In der InfoBox der Wiki-Seiten wird überprüft, ob sich die Beschreibung der tags geändert hat. Diese Daten werden aggregiert und als JSON an die WebSeite gegeben. Diese nutzt Bibliotheken wie d3js, moment.js, underscore und jquery. In Anlehnung an Methoden der Information Visualization erfolgt die Darstellung in einer interaktiv dreh- und zoombaren kreisförmig angeordneten Baumstruktur. Der innere Kreis repräsentiert die Keys. Die Values werden nach außen hin hinzugefügt, wodurch älter Keys mit der Zeit nach innen wandern und so das „Wachsen“ der Map-Feature Beschreibungen im Wiki symbolisiert wird. Weitere Varianten und Verbesserungen der Visualisierung folgen. Wir freuen uns auf Anregungen. --- Für das Programmkomittee: Die Visualisierungen befinden sich derzeit noch temporär unter http://projects.mocnik-science.net/osm-vis/ , werden aber demnächst auf eine permanente URL umgezogen. Die neue URL wird rechtzeitig bekannt gegeben. <b>Der FOSSGIS kann auch international</b> kurzer Bericht über die FOSS4G 2016 Der FOSSGIS e.V. vertritt die deutschsprachige FOSS und OSM Community und versteht sich als deutschsprachiges Chapter der OSGeo Foundation. Seit dem Sommer 2016 weiß das nun auch die internationale Community, denn der FOSSGIS e.V. trat als offizieller Veranstalter internationalen OSGeo-Konferenz, der FOSS4G 2016, auf. Vorgestellt werden Zahlen, Bilder und auch ein paar Anekdoten, die sich rund um die Organisation eines solchen Events ergeben haben. <b>Geopedia</p> OSM und Wikipedia Kern von „Geopedia“ ist die Bereitstellung des "Missing Link" zwischen Wikipedia und einer geographischen Kartendarstellung (OpenStreetMaps): Das Programm visualisiert die Lokalisierung der einzelnen Wikipedia-Artikel. Es existiert als Anwendung im Browser und seit Mai 2016 auch als kostenlose App für iOS, Android und Windows Phone verfügbar. Wer „Geopedia“ seinen Standort (GPS) oder einen bestimmten Ort nennt, dem werden alle Punkte der Umgebung aufgelistet, über die das digitale Weltlexikon etwas weiß. Das Tool greift über die offizielle mediawiki-API auf die Daten zu, ist also immer aktuell. Die Einträge sind sortiert nach Entfernung bis zu einem Radius von maximal zehn Kilometern. Die Benutzeroberfläche zeigt den geographischen Standort eines Eintrags sowie einen Anriss des zugehörigen Wikipedia-Artikels an, ggf. mit Bild. Bei Interesse gelangt man zum vollständigen Artikel direkt auf der Wikipedia-Seite. Die Anwendung ist besonders für Globetrotter als digitaler Reiseführer von Nutzen - aus diesem Bedarf heraus ist sie auch entstanden. Doch auch für Heimatentdecker kann „Geopedia“ hilfreich sein. Kommunen und Tourismusbüros profitieren ebenfalls: Sie gewinnen Erkenntnisse, was die Weltbürger anderer Sprachen über ihre Gegend aus dem Netz erfahren. Der Blickwinkel auf die Welt lässt sich ändern, weil „Geopedia“ in allen rund 200 Sprachen funktioniert. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, und auch eine Weiterentwicklung in Kombination mit anderen Datenbanken (z.B. Medien) ist bereits angedacht. about this event: https://c3voc.de
Vortrag Goldsponsor (fossgis2017)
Vortrag des Goldsponsors WhereGroup. Die WhereGroup freut sich, in diesem Jahr - nach 2015 bereits zum zweiten Mal - Goldsponsor der FOSSGIS Konferenz zu sein. about this event: https://c3voc.de
Eröffnungsveranstaltung der FOSSGIS-Konferenz 2017 (fossgis2017)
Begrüßung und Moderation durch Marco Lechner, Vorsitzender des veranstaltenden FOSSGIS e.V. und Grußworte der gastgebenden Universität Passau von Prof. Harald Kosch und Prof. Dr. Tomas Sauer. about this event: https://c3voc.de
Lightning Talks I (fossgis2017)
<ul> <li>Routenplanung durch Flächen <strong>(Jakob Miksch)</strong></li> <li>Interaktive Visualisierung von Geodaten in Jupyter Notebooks <strong>(Johannes Kröger)</strong></li> <li>Summer of Code <strong>(Tobias Knerr)</strong> </li> <li>osm_address_db – Stand der Dinge <strong>(Christopher Lorenz)</strong></li> </ul> <b>Routenplanung durch Flächen - ein kurzer Überblick</b> Routenplaner wie OSRM, GraphHopper oder pgRouting sind mittlerweile schon sehr ausgereift und können Routen für verschiedenen Profile (Auto, Fußgänger, Fahrrad ...) berechnen. Die Navigation über Flächen wie zum Beispiel Plätzen bereitet jedoch nach wie vor Probleme. Bis jetzt wird nur der Rand der Fläche in den Routinggraphen integriert. Eine Route die über einen Platz führt kann deswegen eine sehr unrealisitische Form bekommen. In manchen Fällen wir auch eine viel zu lange Route berechnet. Um dieses Problem zu lösen gibt es bereits mehrere Ansätze. Der Vortrag wird einen Überblick über die bestehenden Entwicklungen geben. Der naheliegendste Ansatz ist virtuelle Wege zu generieren die über den Platz führen und diese in den Routinggraphen zu integrieren. Dabei stehen einige Algorithmen zur Auswahl (Sichtverbindungen, Grid, Delaunay, Voronoi, Skeleton ... ). Zwei dieser Algorithmen werden genauer beschrieben und kurz vorgeführt. <b>Interaktive Visualisierung von Geodaten in Jupyter Notebooks</b> <i>Shapely</i> ist eine Python-Bibliothek für Geometrien und geometrische Operationen. <i>Jupyter Notebook</i> ist eine Art dokument-orientierte, webbrowser-basierte Entwicklungsumgebung, in welcher man Python-Code schreiben und blockweise ausführen kann. Shapely-Geometrieobjekte können in Jupyter-Notebooks direkt als grafische Elemente dargestellt werden. Jupyter bietet die Möglichkeit den Input von Funktionen interaktiv über Elemente wie Slider oder Dropdown-Menüs zu ändern. Zusammen ermöglicht dies äußerst einfach interaktive Visualisierungen von geometrischen Daten, etwa zur Exploration von Datensätzen oder zur visuelle Analyse von Algorithmen. Gezeigt wird ein grober Überblick der Basics sowie ein paar einfache und hoffentlich beeindruckende Beispiele, die Lust auf mehr machen sollten. Verwendet werden dabei neben Shapely auch Fiona, pyproj, rtree und GeographicLib. <b>Summer of Code - Bericht vom GSoC 2016</b> Der Google Summer of Code (GSoC) ist eine jährliche Veranstaltung, bei der Studierende aus der ganzen Welt einen Sommer lang Code für Open-Source-Projekte schreiben. Betreut werden sie dabei durch erfahrene Freiwillige aus den jeweiligen Open-Source-Communities. Auch OpenStreetMap beteiligt sich regelmäßig als Mentoringorganisation beim Google Summer of Code. 2016 konnten so sechs studentische Projekte betreut werden, darunter Verbesserungen am Code von JOSM und ein Plugin zur Bearbeitung von ÖPNV-Daten, ein Spur-Editor für iD sowie verbesserte Shadereffekte für das 3D-Rendering von OSM2World. Der Vortrag stellt neben dem generellen Ablauf des GSoC vor allem die diesjährigen Projekte vor und möchte dazu ermuntern, sich in diesem Jahr selbst am GSoC zu beteiligen – sei es als Studierender oder als Mentor. <b>osm_address_db - Stand der Dinge</b> In Salzburg wurde das Projekt osm_address_db in einem Vortrag vorgestellt. In diesem kurzen Talk wird der aktuelle Stand der Anwendung dargestellt. Was hat sich getan bzw. was ist in den kommenden Monaten zu erwarten? Je nach Stand der Entwicklung kann ggf. bereits ein erstes Release angekündigt werden, welches dann mit deutschlandweiten Daten regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten wird. about this event: https://c3voc.de
Erstellung von Karten mit OSM-Daten (fossgis2017)
Will man Informationen mit einer Karte visualisieren, wird meist eine Hintergrundkarte als Basisinformation und Orientierung benötigt. Je nach Projekt-Zielstellung muss die Hintergrundkarte anpassbar sein. Mit OSM-Daten können Karten diesbezüglich aufgewertet werden. In einem Freizeit-Projekt habe ich für den Crossduathlon Bautzen eine Streckenkarte mit Hilfe von QGIS, OSM und GPS-Kartierung erstellt. Ziel war es, die Wettkampfinfrastruktur auf einen lagetreuen Plan zu bringen. Der Hintergrund sollte zur Orientierung dienen, die Landnutzungen abgrenzen, den Flusslauf der Spree zeigen und die Gebäude abbilden. So sollte Raum bleiben für die wesentlichen Overlay Informationen. Von Beginn an stellte sich die Frage nach einer geeigneten Hintergrundkarte. Die amtliche digitale Topographie (Basis DLM, DTK) schied wegen der kompliziert zu handhabenden Datenstruktur aus. Wie kann man also die OSM-Datenbank zur Kartenerstellung in QGIS nutzen? Es gibt eine Vielzahl an Optionen! In meinem Vortrag zeige ich anhand des konkreten Projektes, wie man OSM-Daten für eine Karte nutzbar machen kann. Ich habe QGIS-Plugins und Webanwendungen zum OSM-Daten Export getestet und auf Eignung im QGIS geprüft. Ich werde auf die Stärken, aber auch auf die Schwächen der Varianten und der OSM-Datennutzung eingehen. Sehr hilfreich bei der Realisierung war u.a. das Community Forum StackExchange, der OSM Tagfinder und OSM Taginfo. about this event: https://c3voc.de
Druckbare Karten im Web erzeugen (fossgis2017)
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Online-Diensten die OSM-Daten im Web präsentieren, aber nur die wenigsten davon sind auch geeignet druckbare Dokumente zu erzeugen. Dieser Vortrag wird vor allem eine Weiterentwicklung von MapOSMatic vorstellen; eine Service der sowohl großformatige als auch mehrseitige hochauflösende Kartendokumente erzeugt. MapOSMatic erzeugt großformatige Karten als PDF, SVG oder als hochauflösendes PNG. OSM-Daten werden mit Hilfe anpassbarer Stylesheets erzeugt und optional mit zusätzlichen textuellen und grafischen Informationen ergänzt, wie z.B. Straßenlisten für den sichtbaren Bereich. Die Ausgabe kann dabei als einzelne große Karte oder als atlasartiger Mehrseiter erfolgen. Das ursprüngliche MapOSMatic ist bereits länger verfügbar, die Entwicklung und Pflege ist aber leider in den letzten Jahren weitestgehend zum Stillstand gekommen. Der Vortrag wird sowohl das ursprüngliche Projekt als auch meine eigenen Anpassungen und Erweiterungen vorstellen. about this event: https://c3voc.de
Shine on R (fossgis2017)
R wurde vor einigen Dekaden von Statistikern entwickelt, um in erster Linie statistische Fragestellungen zu bearbeiten bzw. zu lösen. Dabei ist R nicht nur ein „Statistik-Werkzeug“, sondern eine flexible und mächtige Programmiersprache, die auf allen gängigen Betriebssystemen (Unix, OSX, Windows) verfügbar ist und durch eine stetig wachsende Anzahl von Paketen aus allen Bereichen erweitert werden kann. Diese werden in der Regel über das Comprehensive R Archive Network (CRAN) zur Verfügung gestellt. So gibt es auch eine Vielzahl von Paketen, um räumliche Daten in R zu lesen, zu analysieren, zu manipulieren, zu visualisieren und zu schreiben. Durch die Pakete rgdal und das sich in aktiver Entwicklung befindende sf kann R alle von GDAL unterstützen Formate lesen und schreiben und bietet darüber hinaus R-Datenstrukturen an, die ein R-typisches und flexibles Datahandling ermöglichen. Auch können R-Skripte direkt (analog zu Python) in QGIS eingebunden werden, so dass in QGIS auf die statistischen Algorithmen von R zugegriffen werden kann. Vor allen in den letzten Jahren wurde R um viele „Features“ bzw. Pakete erweitert, die zum einen die Arbeit mit R erleichtern und zum anderen die Möglichkeit bieten in wenigen Zeilen Code flexible Web-Apps (R-Paket shiny) zu implementieren und zu hosten (Shiny Server). Durch das R-Paket leaflet lassen sich so auf einfache Weise interaktive Karten basierend auf dem Leaflet-Javascript-Framework erzeugen. Darüber hinaus können die interaktiven Karten auch direkt in der Open-Source-Entwicklungsumgebung RStudio angezeigt werden und sowohl RStudio als auch der Shiny Server können problemlos in Docker-Containern betrieben werden, sodass z.B. auch ein „R-Spatial-Data-Processing“-Container inklusive Entwicklungsumgebung „gebaut“ werden kann. Übersicht gängiger R-Packages zur Spatialdatenverarbeitung und -visualisierung, die in dem Vortrag besprochen werden: • sf • sp • rgdal • raster • rgeos • maptools • gdalUtils • rmapshaper • spatstat • rqgis • leaflet • osrm • lawn (R meets turf.js) about this event: https://c3voc.de
Lizenzinkompatibilitäten bei Open Data Lizenzen (fossgis2017)
Daten werden oft als digitaler Rohstoff der Zukunft gepriesen. Insbesondere die Möglichkeit, verschiedene Datensätze miteinander zu kombinieren, ermöglicht es, Erkenntnisse zu gewinnen, die über den Inhalt der einzelnen Datensätze deutlich hinaus gehen. Hier liegt das eigentliche Potential, zusätzliches Wissen zu generieren oder kommerziell verwertbare Informationen zu erhalten. Der Staat unterstützt dieses Potential von Daten, indem er in zunehmendem Maße Open Government Data bereitstellt. Allen Datensätzen ist gemein, dass Sie unter einer Lizenz freigegeben werden, die regelt, unter welchen Bedingungen die Datensätze genutzt werden dürfen und welche Regeln dabei zu beachten sind. Hier existiert für den Lizenzgeber – auch im Bereich Open Data – ein breiter Gestaltungsspielraum. Die Kehrseite dieser Handlungsfreiheiten sind auftretende Lizenzinkompatibilitäten. Nicht alles was Open Data ist, darf auch miteinander kombiniert werden. Der Vortrag erklärt die Hintergründe von Lizenzinkompatibilitäten, gibt Hinweise, wie man diese erkennen kann und welche Handlungsoptionen es gibt. about this event: https://c3voc.de
Lassen wir einmal eine Statistik drüber laufen ... (fossgis2017)
Die Darstellung und statistische Auswertung landschftsbezogener Daten stellt insbesondere dann eine Herausforderung dar, wenn keine Funktionalitäten hinsichtlich geografischer Informationssysteme oder Statistiksoftware erwartet werden können. Gefragt sind hochflexible Web-GIS-Anwendungen, die weder zu hohe Anforderungen an den Anwender noch einen hohen Aufwand der Datenpflege und Aufbereitung erfordern. Gezeigt wird eine Lösung, die auf der Basis der Statistiksprache R und verschiedener eingebundener Packages (Shiny, Rleaflet etc.) die Raumnutzungsdaten freilebender telemetrierter Rothirsche im Webbrowser abbildet und durch den Anwender interaktiv auswerten lässt. Die Aktualität der Darstellung hängt ausschließlich von der Bereitstellung der Daten ab. Neben der interaktiven Darstellung der Daten lassen sich geostatistische Auswertungen unterschiedlichster Art auch von verschiedenen Arbeitsgruppen von überall aus realisieren. Der Vortrag soll sowohl die vielfältigen Möglichkeiten der Darstellung und Auswertung statistischer Daten, als auch die technischen Abläufe der Anwendung beleuchten. about this event: https://c3voc.de
OpenLayers (fossgis2017)
OpenLayers ist eine sehr bekannte und verbreitete Open-Source-JavaScript-Bibliothek, um interaktive Karten im Web aus verschiedenste Quellen mit reichhaltigen Interaktionsmöglichkeiten zu erstellen. Seit mehr als zehn Jahren wird OpenLayers stets weiterentwickelt und ist auch im Jahre 2017 eine moderne Bibliothek, die ihren Benutzern eine Fülle an Optionen an die Hand gibt, um auch anspruchsvollste webbasierte Kartenapplikation zu erstellen. Der Vortrag stellt die Bibliothek ausführlich vor und wird anschließend ein Hauptaugenmerk besonders auf neue Features und wichtige Fixes seit der letzten FOSSGIS-Konferenz legen. Des Weiteren wagen wir einen Blick in die Zukunft des Projektes. Was wird sich für Benutzer von OpenLayers ändern und gibt es Features, die wir bald bereitstellen werden? Wie kann ich selber beitragen, um OpenLayers weiter zu entwickeln? about this event: https://c3voc.de
Qualitätssicherung mit Vektortiles (fossgis2017)
Bisher existente Qualitätssicherungswerkzeuge wie Osmose, Keep Right oder der OpenStreetMap Inspector, die nicht auf ein spezielles Thema fokussiert sind, haben meist den Nachteil, dass nur täglich ihre Daten aktualisieren können. In einer Zeit, in der es Usus ist, dass öffentliche Tileserver minütliche Diffs beziehen, erscheint der Aktualisierungszyklus dieser QA-Dienste aus der Zeit gefallen. Grund dafür ist, dass sie jeden Tag alle Daten prozessieren und dadurch keine akzeptablen Aktualisierungszyklus erreichen können. Mit einer Vektortile-basierten Architektur sind häufigere Updates möglich, denn es werden – wie bei einem Tileserver – nur die Tiles neu prozessiert, die sich geändert haben. Die Schwierigkeit liegt darin, den inhaltlichen und räumlichen Umfang der Vektortiles festzulegen. about this event: https://c3voc.de
OSM-basierte Standortmodellierung von Ladesäulen für Elektromobilität am Beispiel des Bayerischen Waldes (fossgis2017)
Trotz der staatlichen Förderung von Elektromobilität stagniert der Verkauf von Elektrofahrzeugen auf niedrigem Niveau. Ein Hauptgrund hierfür wird in der mangelhaften Ladeinfrastruktur insbesondere in ländlichen Räumen gesehen, wo große Ansprüche an Reichweiten und den Individualverkehr gestellt werden. Ausgehend von dieser Problemstellung präsentiert der Vortrag einen GIS-basierten Ansatz, wie sich räumliche Hotspots für Ladeinfrastruktur modellieren lassen. Dabei werden Einzugsgebiete um verschiedene Point of Interests (POIs) berechnet und in einem Gravitationsmodell mit Nutzungsdaten zusammengeführt. Datengrundlage sowohl für die Berechnung der Einzugsgebiete als auch für die POIs ist OpenStreetMap. Neben den räumlichen Distanzen ist die zeitliche Frequentierung und die Verweildauer an den jeweiligen Orten ein wesentlicher Einflussfaktor. Hierzu werden Nutzergruppen, z.B. nach Alter, Geschlecht, Familiensituation, Freizeitverhalten oder Arbeitssituation, definiert und in Bezug zu den jeweiligen POI gesetzt. Dabei gilt, je häufiger und länger sich eine Nutzergruppe an einem Standort aufhält, desto höher wird der Standort hinsichtlich des Bedarfs an Ladeinfrastruktur gewichtet. Die Daten zur Bildung der Nutzergruppen sind ebenfalls frei verfügbar. Innerhalb der modellierten Hotspots lassen sich schließlich konkrete Ladesäulenstandorte über die Gehdistanzen zwischen Parkmöglichkeiten und Zielort (POI) identifiziert. Die präsentierten Ergebnisse zeigen die exemplarische Anwendung des Standortmodells für die Region Südostbayern, im dortigen E-WALD-Projektgebiet. Die Vorgehensweise ist jedoch auf beliebige Regionen übertragbar. about this event: https://c3voc.de
Neues von MapProxy (fossgis2017)
Die Open-Source-Software MapProxy ist ein WMS- & Kachel-Proxy mit der Kartendienste, durch Vorgenerieren und Zwischenspeichern, beschleunigt werden können. Durch die zentrale Position von MapProxy, verfügt die Software über viele weitere Eingriffsmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte zu bestehenden Kartendiensten. Karten können durch MapProxy unter anderem kombiniert, umtransformiert und abgesichert werden. Im Vortrag werden neue und unbekannte Funktionen von MapProxy vorgestellt. Hierzu zählen zum Beispiel die Funktionen zum on-the-Fly transformieren von Karten in Falschfarben und Graustufen, sowie die Unterstützung des ArcGIS-Cache-Layout. about this event: https://c3voc.de
GeoServer 2.10/2.11: Status, neue Features und Erweiterungen (fossgis2017)
GeoServer ist ein bekannter und mächtiger Open-Source -Kartenserver, der in vielen Applikationen und Architekturen verwendet wird. Die sehr aktive GeoServer-Community erweitert und verbessert die Software permanent – in Form von Erweiterungen und Verbesserungen der Kernsoftware, aber auch durch Extensions. Darüber hinaus ist GeoServer ein gut geplante Open-Source-Software mit festgelegtem Lebenszyklus der Releases. Der Vortrag stellt diesen vor und wird sich einigen (Neu-)Entwicklungen des Releases 2.10 sowie 2.11, das kurz vor der Konferenz erscheinen wird, widmen und diese an praktischen Beispielen den Nutzen vorstellen. about this event: https://c3voc.de
OSM-History-Analysen auf Basis von Big-Data-Technologie (fossgis2017)
Für manche Datenanalysen reicht es nicht aus, mit „herkömmlichen“ Planet-Dumps zu arbeiten. Nämlich genau dann wenn man neben dem aktuell gültigen Stand der Daten, auch deren Bearbeitungs-Historie benötigt. Diese ist wichtig beispielsweise für intrinsische Datenqualitätsanalysen oder andere tiefgründige Analysen des OpenStreetMap Datensatzes. Zur Zeit stellt die OpenStreetMap Foundation regelmäßig sogenannte Full-History-Planet-Dumps als Download zur Verfügung, die solche Analysen ermöglichen. In aktuellen Arbeiten am Heidelberg Institut for Geoinformation Technology (HeiGIT) sollen derartige Analysen von Full-History-Planet-Dumps mit Hilfe einer Cloud-basierten, verteilten Big-Data-Datenbankinfrastruktur sowohl im Allgemeinen vereinfacht als auch performanter gestaltet werden, um detaillierte Analysen von OpenStreetMap Daten zu ermöglichen. Um möglichst flexibel bezüglich der möglichen Anwendungen zu sein, ist das Datenmodell dieser „OSM-History-Analysis-Datenbank“ sehr eng an das OSM-Datenmodell angelehnt. Der Fokus liegt dabei zunächst darauf, damit intrinsische Datenqualitätsanalysen von OSM-Daten technisch zu unterstützen (um so z.B. ähnliche Analysen wie jene, die im Projekt „iOSMAnalyzer“ vorgeschlagen wurden, global verfügbar zu machen). Zu den weiteren Anwendungsmöglichkeiten dieser Datenbank gehört, damit direkt weitere OSM-Datenvisualisierungen (wie z.B. ähnlich zu OSMatrix) zu betreiben oder darauf aufbauend neuartige Tools und Services zu entwickeln, die für eine erweiterte Zielgruppe (insbesondere auch OSM Mapper) interessant sein können. about this event: https://c3voc.de
Die Open-Source-Software (fossgis2017)
Vor dem offiziellen Start der Konferenz geben wir einen Einblick in die Welt der Open-Source-Software. Nach einer kleinen Einführung in das Thema stellen sich einige bekannte Open-Source-Projekte gezielt vor. Die Projekte werden dabei größtenteils von den Entwicklern selbst vorgestellt. Mit dabei sind unter anderem: <ul> <li>OpenLayers</li> <li>QGIS</li> <li>MapProxy</li> <li>Mapbender</li> <li>GeoServer</li> <li>GRASS GIS</li> <li>PostNAS Suite</li> </ul> OpenLayers OpenLayers ist ein JavaScript WebMapping Client. Mit OpenLayers können dynamischen Karten aus einer Vielzahl von Quellen in jede beliebige Webseite eingebettet werden. OpenLayers bietet ein umfangreiches Set von Mapping-Werkzeugen und Widgets, ähnlich wie die der Google Maps API. Alle Funktionen laufen dabei innerhalb des Web-Browsers. QGIS QGIS ist ein benutzerfreundliches Desktop GIS, mit dem Geodaten visualisiert, verwaltet, bearbeitet und analysiert sowie druckfertige Karten erstellt werden können. QGIS ist über Plugins erweiterbar. MapProxy MapProxy ist ein Proxy für WMS und Tile-Dienste. MapProxy beschleunigt Kartenanwendungen durch das Vorgenerieren und Zwischenspeichern von Karten in einem lokalen Cache. Karten können durch MapProxy kombiniert, umtransformiert und manipuliert werden. Mapbender Mapbender ist eine WebGIS Client Suite. Mapbender ist ein Content Management System für Kartenanwendungen und Geodatendienste. Mapbender wird mit vorkonfigurierten Anwendungen zur Anzeige, Navigation und Abfrage von Karten ausgeliefert. Alle Anwendungen können über die Weboberfläche den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. GeoServer GeoServer ist ein WebServer, der es ermöglicht Karten und Daten verschiedener Formate über Dienste bereit zu stellen. Die Daten werden über Eingabemasken, die sich an den Standards (WMS, WFS, WCS, WPS, Tile Caching und mehr) orientieren, veröffentlicht. GeoServer verfügt über eine anwenderfreundliche browserbasierte Administration, kann aber auch über eine REST Schnittstellen angesprochen werden. GRASS GIS GRASS GIS (Geographic Resources Analysis Support System) ist ein Geographisches Informationssystem und bietet umfangreiche Raster-, topologische Vektordaten-Funktionalität sowie Bildverarbeitung und Visualisierungsmöglichkeiten. GRASS GIS stellt Werkzeuge für Geodaten Management, räumliche Modellierung, Visualisierung von Raster- und Vektordaten sowie für die Prozessierung von Satelliten- und Luftbilddaten zur Verfügung. Darüberhinaus ermöglicht es das Erstellen anspruchsvoller Präsentationsgrafiken und druckfertiger Karten. PostNAS Suite Die PostNAS Suite bietet Lösungen zum Import von NAS Dateien und zur Weiterverarbeitung sowie Inwertsetzung der Informationen. ALKIS, ATKIS, ABK werden im NAS Austauschformat ausgegeben und können via ogr2ogr (OGR-Bibliothek) in unterschiedliche Systeme (PostgreSQL, Shape, Oracle u.a.) übertragen werden. Die PostNAS Suite stellt dabei Importskripte, das Importwerkzeug norGIS ALKIS-Import, MapServer Mapdateien für WMS, Mapbender Suchmodule und Skripte zur Informationsausgabe bereit. Über die QGIS Erweiterung norGIS ALKIS können NAS Dateien importiert, in QGIS visualsiert und als WMS veröffentlicht werden. Außerdem liegt ein QGIS ALKIS Suchplugin vor. about this event: https://c3voc.de