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🌟 B&B Panel: Towards Post-Capitalism in the Information Age (EN) (bub2022)
Die Nicht-Nachhaltigkeit von Blockchain & Web3 (bub2022)
OSS-Maturität in Unternehmen (bub2022)
Orte des digitalen Empowerments (bub2022)
Pitch & Thrive for Sustainability - Sieger*innen-Ehrung (bub2022)
Die Nicht-Nachhaltigkeit von Blockchain & Web3 (bub2022)
Blockchain und Web3 werden gefeiert als revolutionäre neue Techniken, die die Wirtschaft und Gesellschaft dezentralisieren und demokratisieren werden – so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Eine Welt der individuellen Kontrolle ohne Machtzentren soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um Lieferkettennachverfolgung geht. Aber stimmt das? Dieser Talk erklärt die Grundlagen für eine kritische Analyse. Sie wird gefeiert als revolutionäre neue Technik, die die Wirtschaft und Gesellschaft umkrempeln wird so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Ein Leben fast ohne Machtzentren und Hierarchien soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um globale Lieferkettennachverfolgung geht. Endlich muss dann mächtigen Institutionen wie Banken nicht mehr vertraut werden, denn Interaktionen laufen direkt zwischen den Beteiligten ab und die Nachhaltigkeit wird auch sichergestellt. Emanzipation des Individuums und Selbstbestimmung von Organisationen in der analogen und digitalen Welt sollen damit möglich sein. So ungefähr sahen die Versprechungen einer nicht mehr ganz so neuen Technik aus, die längst auch von großen Firmen wie IBM oder Tesla und diversen Regierungen als zukunftsweisend bewertet wird: Die Blockchain. Nun jedoch, nach 10 Jahren Verbreitung und gesellschaftlicher Diskussion ist es an der Zeit, ein Fazit ziehen und zu reflektieren, was bei ernster Analyse von den Verheißungen der Blockchain tatsächlich übrig geblieben ist und warum sie die Probleme, die sie lösen will, gar nicht lösen kann. Der Vortrag ist für einen Einstieg geeignet und wird die grundsätzliche Blockchain-Idee beschreiben, deren technischen Grundzüge umreißen, die bisherigen Einsatzszenarien bewerten und dann eine kritische Gesamtanayse und gesellschaftliche Kontextualisierung vornehmen. Am Ende folgt eine Diskussion. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XD3CVF/
Orte des digitalen Empowerments (bub2022)
Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur? Der digitale Raum als Ort der sozialen Vernetzung und des grenzenlosen Wissensaustausches entwickelte sich in wenigen Jahren unter der weitreichenden Einflussnahme großer Technologie-Monopole zu einem Ort der umfassenden Vermessung jeder Lebensregung. Bei Topio finden wir, dass eine digital vernetzte Gesellschaft mehr sein kann als ein privatisierter und kommerzialisierter Überwachungsapparat. Kompetenzen und Bildung im Umgang mit Medien sind ein wichtiger Baustein einer lebendigen, nachhaltigen und von Meinungsvielfalt geprägten Demokratie. Seit Juni 2022 betreibt Topio den ersten public space for privacy in der historischen Arminiusmarkthalle in Berlin Moabit. Mit Beratungs- und Supportworkshops bauen wir einen Ort der digitalen Selbstbestimmung. Mit verschiedenen Veranstaltungsformate entsteht so ein realer Anlaufpunkt sich mit Fragen einer zunehmend digitalen Zukunft auseinanderzusetzen. Nach einer kurze Projektpräsentation laden wir zu einer gemeinsamen Austausch zu folgenden Fragen ein: Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VFTXXQ/
Pitch & Thrive for Sustainability - Sieger*innen-Ehrung (bub2022)
16 Teams. 2 Preise. Wir laden euch herzlich zur Sieger*innen-Ehrung des „Pitch & Thrive for Sustainability“ ein. Auf die Gewinner*innen unseres diesjährigen Sonderformats wartet der ruhmreiche "Bitsbaum" und eine Überraschung. Du willst wissen, wer sich in unserer "Höhle der Löwen durchgesetzt hat? Dann sei dabei, wenn wir die Gewinner*innen-Teams von Samstag und von Sonntag gebührend feiern und ehren. Im Rahmen des "Pitch & Thrive für Sustainability" konnten am Samstag und Sonntag in 4 Sessions insgesamt 16 Start-Ups/KMUs ihre unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorstellen. Im Anschluss gab es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgte von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/F7PAJN/
OSS-Maturität in Unternehmen (bub2022)
Was macht dein Unternehmen mit Open-Source Software: ignorieren, nutzen oder gar mitwirken? Wir steigen ein mit einem leichtgewichtigen Maturitätsmodell zur eigenen Standortbestimmung; diskutieren dann individuelle Vor- und Nachbedingungen sowie Empfehlungen für das erfolgreiche Beschreiten dieses, nach unserem Verständnis, unausweichlichen Weges für moderne Unternehmen im digitalen Zeitalter. Abgerundet wird der Vortrag durch eine ganze Reihe von Erfahrungen, Referenzen und weiterführenden Informationen aus verschiedenen Unternehmen und Wirtschaftszweigen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BWSLF3/
🌟 B&B Panel: Towards Post-Capitalism in the Information Age (EN) (bub2022)
What policies do we need to break market power in the platform economy? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like? Shopping at Amazon or instant messaging via Twitter - digital platforms shape our societies. Not only since the Corona pandemic - but surely encouraged by it - we can witness the concentration of capital, data, and therewith power in the hand of few platform corporations. This dominance of ‘big tech’ in the information age is problematic: on one hand, it creates quasi-monopolies which stifle true innovation and limit consumer choice. The result: non-commercial alternatives (among them FabCities/Maker Spaces and Free & Open Source communities such as OpenStreetMap) largely remain trapped in the niche. On the other hand, these corporations create new dependencies between platforms and users, turn citizens into mere consumers and wield great political influence – without a shred of democratic legitimacy. This is not how we envisioned the socio-ecological transformation in the digital economy. What to do then? With the Digital Markets Act, the EU has made a first attempt to impose obligations on the most powerful "gatekeeper" platforms. The stated aim: to enable fairer competition. But whether competition policy can fundamentally alter the power structures in the platform economy remains to be seen however. This is why we want to discuss: What policies do we need to break market power? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TVHGYV/
Digitalität Tanzen! (bub2022)
‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit entsprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern eine Zumutung. Was können wir tun? ‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit entsprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern, eine Zumutung und ein sich ständig ändernder Zustand, der vor allem durch unmenschliche, digitale Medien- und Informationstechnologien bedingt und gezeitigt wird. ‚Digitalität tanzen‘ ist folglich ein verrückter, närrischer Wunsch diese Zumutung zu verarbeiten und gemeinschaftlich-selbstbestimmt gestalten zu können. Aus der Zumutung soll eine Anmutung werden, und so handelt dieses Buch vom Transformationspotential dieses Wunsches. „Digitalität tanzen“ rückt die Kooperativität digitaler Technologien als dynamisches Ensemble raumzeitlicher Aktualisierung, Entfaltung, Artikulation, und als integratives, immer wiederkehrendes Tanzen im Geflecht multiskalarer Körper-Umwelt-Medien-Technologien – von den Mikroben bis ins Weltall – in den Blick und macht sich damit selbst erst als Modus Operandi eines alternativen Wegs am Horizont der Möglichkeiten sichtbar. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NENDAM/
Handy-Apps – die unsichtbaren Stromfresser (bub2022)
Digitalität Tanzen! (bub2022)
Handy-Apps – die unsichtbaren Stromfresser (bub2022)
Wie viel Strom verbraucht meine App? Für Nutzer*innen ist das kaum zu erkennen, denn der größte Energieverbrauch fällt bei der Datenübertragung und im Rechenzentrum an. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Apps auch ressourcenschonend zu programmieren. Wir stellen ein Tool vor, das nicht nur den Stromverbrauch von Apps sichtbar macht, sondern auch anzeigt, welcher Teil davon gar nicht nötig wäre. Eine Studie im Auftrag der Grünen Fraktion im Europäische Parlament kam im letzten Jahr zum Ergebnis, dass allein der Datenverkehr von Werbe- und Tracking Aktivitäten in Europa 5 - 14 Mt CO₂-Äquivalente pro Jahr in den Telekommunikationsnetzen und Rechenzentren verursacht. Dazu kommt noch der Verbrauch, den Apps durch den Datenverkehr verursachen, der für die eigentliche Funktion notwendig ist – und in der Regel noch wesentlich größer ist. Dieser Energieverbrauch ist für Nutzer*innen unsichtbar – er taucht weder beim eigenen Akkuverbrauch noch auf der Stromrechnung auf. Umso wichtiger ist es, auch diesen Aspekt der Digitalisierung frühzeitig und verständlich zu kommunizieren. Denn zu vielen Apps und Diensten gibt es Alternativen, die weniger Ressourcen in Rechenzentren und Übertragungsinfrastruktur benötigen. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten für App-Entwickler*innen, den Ressourcenverbrauch ihrer Produkte zu senken, indem Datensparsamkeit bei der Entwicklung mitgedacht wird. Um hier einen Anreiz zu schaffen, ist es notwendig, diese Energieverbräuche genau zu erfassen und sichtbar zu machen. In unserem Programmbeitrag stellen wir das Projekt „Mobile Apps – die unerkannten Klimakiller“ vor. Im Rahmen des Projektes wurde ein Testsystem entwickelt, mit dem der Stromverbrauch von mobilen Apps – und speziell der Werbe- und Trackingaktivitäten – gemessen werden kann. Interessierte können das quelloffene Tool nutzen und damit eigene Messungen durchführen. Präsentieren werden Miriam Ruhenstroth und Florian Petri vom ITUJ e.V., die jeweils ihre Perspektiven aus Technikjournalismus und Umweltökonomie einfließen lassen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WGYAJP/
Device Neutrality: a sustainable way to safeguard control over digital devices (EN) (bub2022)
Datenschutz vs. Datenmarkt - Über ein nachhaltiges Datenrecht abseits der Verwertungslogik (bub2022)
Was Freie Software und Freies Saatgut gemeinsam haben (bub2022)
Software und Saatgut scheinen im ersten Augenblick wenig miteinander gemein zu haben. Ersteres ist erst seit wenigen Jahrzehnten Bestandteil unser Lebensrealität, Saatgut dagegen könnte man fast als anthropologische Konstante ansehen. Dieser Vortrag widmet sich den neuesten kulturellen Phänomen von Freier-Software und Freiem-Saatgut und beleuchtet Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sphären. In dem zweiteiligen Vortrag werden im ersten Teil die Wesensmerkmale von Software und Saatgut im allgemein dargestellt sowie problematische Resultate die sich aus proprietären Eigentumsverhältnissen heraus ergeben. Im zweiten Teil des Vortrags werden einige konkrete und strukturelle Gemeinsamkeiten vorgestellt, die zwischen Freier-Software und Freiem-Saatgut existieren. Abschließend werden einige Designprinzipien vorgestellt, die ein langfristiges Bestehen solcher Objekte gewährleisten können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/S3B39P/
Datenschutz vs. Datenmarkt - Über ein nachhaltiges Datenrecht abseits der Verwertungslogik (bub2022)
Wirtschaftswachstum bleibt das erklärte Ziel der Politik. Wirtschaftswachstum heißt aber auch Mehrverbrauch an Ressourcen und in der Datenökonomien ein Mehr an Daten für den Datenmarkt. Damit geraten Datenmarkt und -schutz sowie Nachhaltigkeit unweigerlich in Konflikt. Dieser Vortrag erklärt diesen - schon in der DSGVO angelegten - Widerspruch und eventuelle Auswege aus rechtlicher Sicht. Der Vortrag wird aus juristischer Perspektive anhand aktueller datenschutzrechtlicher Streitfragen und aktueller europäischer Regulierungsvorhaben zeigen, warum Datenschutz nur gleichzeitig mit Datenmarktbegrenzung denkbar ist. Denn der Datenmarkt ist als Treiber des Wirtschaftswachstum auch verantwortlich für Mehrverbrauch, so dass es sowohl aus Datenschutz- wie aus Nachhaltigkeitsperspektive Ansätze braucht, die Natur sowie Grundrechte zu schonen. Der Vortrag setzt kein juristisches Fachwissen voraus, wird sich aber innerhalb juristischer und teilweise ökonomischer Begrifflichkeiten bewegen. Stilistisch bietet der Vortrag klassischen Frontalinput mit anschließender Diskussion. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DNMEUL/
Device Neutrality: a sustainable way to safeguard control over digital devices (EN) (bub2022)
The number of devices on which we cannot run Free Software is exponentially increasing. We are loosing control over technology. This is bad not only for digital sovereignty but also for the environment. Device Neutrality aims to empower users to regaining control over devices by protecting them from discriminatory practices from manufacturers, services providers and internet platforms. While the use of digital devices is increasing and its dependence is growing, control over the hardware and access to the software layer is increasingly being limited by gatekeepers which grant access and control over devices in a discriminatory fashion. Device neutrality is the policy concept that users should have the right of non- discrimination of the services and software they use, based on platform control by hardware vendors, manufacturers and service providers. It is a concept that involves the fair and non-discriminatory use of Free Software in application and operating system layers of devices. The talk will contextualize Device Neutrality from the digital sustainability perspective. The focus will be the argument on how safeguarding neutrality over devices can produce benefits for the environment by fostering re-use of software and hardware, mitigating e-waste and, maybe most importantly, mitigating social injustices by empowering end-users to regain control over their own devices. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HWE8DJ/
Why we need to redesign Internet to make it sustainable (EN) (bub2022)
Why we need to redesign Internet to make it sustainable (EN) (bub2022)
The digital environmental footprint grows in an unsustainable way because of the business models of the dominant players , i.e. the GAFAMS/BATX and their derivatives (Netflix, TikTok etc..). Making digital sustainable again is not compatible with digital superpowers and calls for a transition to alternate business models designed for sustainability. Presentation and discussion of the main results of a study to be published in Q4 2022 that should lead to redefining the terms of the debate about digital sustainability. This study shows that more than 50% of the growth of the digital affluence is due to a very small number of companies and this leads to two conclusions which should help reposition the debate on digital sustainability: - it is key to focus public policies on these companies to have them change their business models and to prevent those to become the norm in a fast digitalizing economy, - doing this will give space for a redesign of the digital ecosytem for sustainability about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CCK9CY/
Motivational Appeals to Overcome Biases in Technology Design (EN) (bub2022)
Motivational Appeals to Overcome Biases in Technology Design (EN) (bub2022)
Artificial Intelligence is present in our everyday life. AI programmers indirectly shape our opportunities and transfer their worldview into their algorithms and technology designs. They also create robots & AIChatbots to their image or idealized others- mostly portrayed as White, threatening a post-racial future that erases PoC. What interventions are effective to increase their awareness? Biases in the development of artificial intelligence (AI) have recently received increased attention. Specifically, biases relating to gender and race are frequently programmed in technology design, in many cases allegedly due to individual programmers who, consciously or unconsciously, replicate existing biases in their work. Past research has neglected to empirically investigate the role of individual programmers in overcoming biases, especially the question of how they can be motivated to engage in bias detection and affirmative action. The authors develop and test a conceptual framework on the effectiveness of motivational appeals directed at programmers, outlining the role of framing, the message speaker’s race and gender, and receivers’ individual differences in terms of social dominance orientation-egalitarianism (SDO-E) for the effectiveness of such appeals in driving stereotype activation and implicit (i.e., ability to detect potential biases, e.g., an AI chatbot portrayed as a white male) affirmative action outcomes. The framework proposes that a problem framing (i.e., “you are part of the problem”) will be more effective than a solution framing (i.e., “you are part of the solution”) if the speaker is white and male (instead of black and female) and vice versa. Regarding individual differences, the authors propose that these results will only occur for respondents with low levels of SDO-E and be reversed for respondents with high levels due to the pursuit of egalitarian values, which automatically inhibits stereotype activation. The authors recruited 590 real US programmers via Prolific to participate in a 2x2 experiment measuring their ability to detect bias. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/GUWHRK/
Innovation Framework for Sustainable Product & Venture Building (EN) (bub2022)
Neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung (bub2022)
Die "Freies Lastenrad"-Bewegung: Sharing, Commons und hyperlokale Marken (bub2022)
Die "Freies Lastenrad"-Bewegung: Sharing, Commons und hyperlokale Marken (bub2022)
Das "Commons Cargobike" Netzwerk ist ein Zusammenschluss von über 150 Graswurzelintiativen,die mehr als 450 angebotenen Lastenräder der größte Lastenrad-Sharing Anbieter in Deutschland geworden sind. Wie konnte ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen mithilfe von digitalen Commons sich deartig schnell entwickeln? Welche Rolle spielt dabei die Dezentralisierung und Regionalisierung der Projekte? "Commons Cargobike/Freies Lastenrad" ist ein Netzwerk von über 150 Graswurzelintiativen, die Lastenräder auf Spendenbasis mit ihrer lokalen Gemeinschaft teilen. Die Bewegung wurde 2013 von der gemmeinnützigen Organisation "wielebenwir" in Köln ins Leben gerufen und breitete sich von da aus rasant aus. Die Initiativen teilen nicht Lastenräder und das Ziel, die Verkehrswende voranzubringen, sondern auch eigens entwickelte digitale Werkzeuge und Wissen und Know-How: Das Open-Source Buchungssystem "CommonsBooking" dient zur Buchungsabwicklung, das umfangreiches Online-WIKI sammelt alle Informationen zum Start und Betrieb eines Projektes. Derzeit werden mehr als 500 Lastenräder von Initiativen in Österreich, Deutschland, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Schweden angeboten. In Deutschland sind die meisten Lastenräder, die von der breiten Öffentlichkeit ausgeliehen werden können, freie Lastenräder. In unserem Vortrag möchten wir speziell die dezentralisierte Natur der Bewegung beleuchten, die sich in unabhängigen Marken, Buchungsportalen und Organisationsstrukturen wiederspiegelt – wie kann ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen zum größten Sharing-Anbieter von Lastenrädern werden? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7W7SN/
Neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung (bub2022)
Der Mensch ist ein „homo narrans“: Geschichten bestimmen unsere Vorstellungen von der Zukunft. Doch wie erzählen wir Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Und wie können wir neue Narrative schaffen, die beides zusammendenken? Jan Doria stellt sein Promotionsprojekt am Institut für Digitale Ethik (IDE) der HdM Stuttgart in Kooperation mit der Uni Passau vor. Fragt man Menschen nach ihren Vorstellungen von der Zukunft, dann antworten sie nicht mit trockenen Zahlen, sondern mit lebendigen Geschichten. Diese können als Narrative analysiert werden, die subjektive Wertvorstellungen transportieren und so beeinflussen, welche Zukunft wir gestalten. Die Methode der narrativen Ethik macht sich das zu Nutze. Für eine sozial-ökologische Vision von Digitalisierung, die alle Menschen mitnimmt, sind Narrative also von höchster Bedeutung. Von der Forschung werden sie jedoch bisher noch nicht im gleichen Ausmaß berücksichtigt. Mein Vortrag entwickelt daher die Umrisse einer „narrativen Digitalen Ethik der Klimakrise“, die an jede Rede von der Zukunft die Anforderung stellt, eine Antwort auf das Problem der Klimakrise geben zu müssen. Ich hinterfrage kritisch, inwiefern derzeit dominierende Digitalisierungsnarrative diese Anforderung bereits erfüllen, und zeige anhand von ausgewählten Medienprodukten (zum Beispiel Dave Egger’s Roman „Every“ oder Bill Gates‘ Sachbuch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“) auf, warum digitale Utopien für effektiven Klimaschutz gefährlicher sein können als digitale Dystopien. Im Anschluss daran entwickle ich auf der Grundlage von Martha Nussbaums Capability Approach erste Ansätze dafür, welche Fähigkeiten wir brauchen, um eine solche Vision zu erreichen. Dafür ist die Entwicklung einer umfassenden digitalethischen Haltung durch Wertebildung notwendig. Der Vortrag mündet in eine gemeinsame Diskussion darüber, wie „neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung“ aussehen könnten. Denn wer die Welt verändern möchte, muss die Art und Weise verändern, wie wir uns die Welt erzählen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CLCWWN/
Innovation Framework for Sustainable Product & Venture Building (EN) (bub2022)
Reinventing its own business should be of strategic relevance for every corporation. For both the design of sustainable products and the development of new business models, the innovation process needs to consider sustainability evaluations and metrics at various stages in the process. We will present a framework for innovating in a sustainable way. A lot of companies have an innovation process in work. Usually, it includes design thinking elements at the beginning for the idea researching and idea validation (e.g. the double diamond method), and is followed by the lean start up method which helps to incrementally improve the previously validated product or venture idea. As sustainability becomes a major driver for our parent Viessmann and us, we integrated sustainability measures into each stage of the innovation process. On all process steps, sustainability criteria can be applied. We present what we learned along the way and make it feasible with real life project examples. For idea researching, we will demonstrate how the boundaries of idea identification can be adapted to comply to sustainability. For idea validation, we will not only present how the desirability, viability & feasibility of an idea can be addressed, but also demonstrate how sustainability can and should be a major decision driver to continue with a product or venture idea or not. Finally, also software development itself includes multiple ways to make products more sustainable, ranging from the design choices, infrastructure provider choices & tracking scope. As the innovation process (double diamond & lean start up) is best practice among innovation units among different industries, and all of want to make an impact on respectfully treating our planet, Bits & Bäume’s audience will gain inspiration on how we can make sustainable innovation work. With our roots from Viessmann, which has an upright agenda to scale heat pump and solar infrastructure implementation, wattx also brings along the required authenticity to present this approach. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/JKYURU/
Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)
Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)
Pödelwitz will ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung auf kommunaler Ebene im Kontext der sozial-ökologischen Transformation werden. Dafür wurden in den Jahren des Widerstands gegen die physische Zerstörung fruchtbare Grundlagen geschaffen und die entwickelten Visionen und Konzepte sollen nun in Kooperation mit anderen Organisationen realisiert werden. Nach dem erfolgreichen Widerstand gegen die physische Zerstörung durch den Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung will das Dorf Pödelwitz bei Leipzig nun ein Modellprojekt für den Strukturwandel in der Region mit einer globalen sozial- und klimagerechten Perspektive werden. Ziel ist ein solidarisches und zukunftsfähiges Zivilisations- und Gesellschaftsmodell, das dringliche Themen wie Ernährungssouveränität, soziale und globale Gerechtigkeit und für alle verfügbaren Wohnraum ausprobiert, erlernt, umsetzt und vermittelt. Im Bündnis „Pödelwitz hat Zukunft“ haben sich in Pödelwitz Lebende und Unterstützende mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammengeschlossen, die dies in Pödelwitz als Teil dieser sozial-ökologischen Transformation gestalten und umsetzen wollen. Daraus ergibt sich inhaltlich eine große Übereinstimmung mit den Zielen der Bits & Bäume-Bewegung und dadurch eine solide Basis für nachhaltige Kooperationen, was wir mit unserem Beitrag thematisieren wollen. Nach einer kurzen Projektvorstellung und Darstellung des momentanen Stands freuen wir uns auf eine konstruktive Diskussion zur weiteren Entwicklung des Projekts. Pödelwitz kann ein Ort werden, wo im Kontext der Bewegung entwickelte Digitalisierungs-Konzepte im kleinen Rahmen praktisch umgesetzt und ausprobiert werden können. Dabei sind viele Aspekte der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung relevant und konkrete personen- und gruppenindividuelle Handlungsoptionen in nahezu allen Bereichen unseres Lebens können durch die im Aufbau befindliche heterogene Gemeinschaft unter Einbezug vieler Perspektiven entwickelt und in ihrer realen Auswirkung analysiert werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EJ3QL7/
Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)
Es ist die Software, die für den Stromverbrauch von Hardware verantwortlich ist. Denn kein Computer und kein Rechenzentrum würde betrieben werden, wenn nicht Software darin Aufgaben verrichten würde. Mein Programmbeitrag ist als Do-it-yourself-Workshop gestaltet. Wie kann ich den Stromverbrauch von Software mit einfachen Mitteln selbst messen und anschließend Softwarecode effizienter machen? In dem Forschungsprojekt "Entwicklung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen für ressourceneffiziente Software unter Berücksichtigung bestehender Methodik" (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-anwendung-von-bewertungsgrundlagen-fuer) haben das Öko-Institut zusammen mit der Hochschule Trier und der Uni Zürich bereits im Jahr 2018 festgestellt, dass sich Software mit vergleichbarer Aufgabe erheblich in deren Energie- und Ressourcenverbrauch unterscheidet. Trotzdem hat sich in der Software-Entwickler-Szene noch keine gute Praxis etabliert, Software so zu optimieren, dass sie besonders ressourcen- und damit umweltschonend arbeitet. Ich möchte zeigen, dass es auch ohne teures Messequipment möglich ist, den Energieverbrauch von Software abzuschätzen. Hierzu führe ich konkrete Messungen an einem mitgebrachten Mini-Server durch und demonstriere, wie sich verschiedene Webseiten in ihrem Stromverbrauch unterscheiden, wie sich unterschiedliche Algorithmen für die gleiche Rechenaufgabe auf die CPU-Beanspruchung auswirken und wie die Energiemessung in die Software-Entwicklung als Standardprozedur integriert werden kann. Ganz bewusst wählt meine Präsentation dabei einen niederschwelligen Ansatz, sodass jede und jeder mit ein wenig Technikbegeisterung zuhause am eigenen Computer weiter experimentieren kann. In folgendem Blog-Artikel habe ich das Wichtigste dazu zusammen gefasst: https://blog.oeko.de/energieverbrauch-von-software-eine-anleitung-zum-selbermessen/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7BK9WL/
Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)
🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)
🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)
Was hat die Klimakrise mit Digitalisierung zu tun? Und was muss die Politik jetzt tun, damit eine klimaneutrale Digitalisierung möglich wird, die zugleich dem Klimaschutz dient? In diesem Format stellt Bits & Bäume seine Forderungen vor und geht in den direkten Austausch mit Politiker*innen. In zwei kurzen Inputs zeigen Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) und Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) die Dringlichkeit der Klimakrise auf und erläutern, warum es wichtig ist, Digitalisierung in diesem Kontext mitzudenken. Daraufhin diskutieren zwei Vertreter*innen des B&B-Trägerkreises - Friederike Rohde (IÖW) und Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - mit politischen Vertreter*innen, was jetzt geschehen muss, damit eine klimaneutrale Digitalisierung umgesetzt werden kann, die zugleich dem Klimaschutz dient. Weiterhin werden wir in diesem Kontext auch die politischen Forderungen der Bits & Bäume 2022 diskutieren. Auf dem Podium sind Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf und Thomas Heilmann vertreten. Die richtigen Fragen stellt hier: Geraldine de Bastion. Der Beitrag endet mit einem kurzen Appell von Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), der ganz gewiss dazu anregt, alle Kräfte für eine sozial ökologische Transformation und zukunftsfähige Digitalisierung zu mobilisieren. In two short inputs, Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) and Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) will highlight the urgency of the climate crisis and explain why it is important to think about digitalisation in this context. Afterwards, two representatives of the Bits & Bäume board of trustees - Friederike Rohde (IÖW) and Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - will discuss with political representatives what needs to happen now in order to implement climate-neutral digitalisation that also serves climate protection. In this context, we will also discuss the political demands of Bits & Bäume 2022. Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf and Thomas Heilmann will be on the panel. The right questions will be asked by Geraldine de Bastion. The session will end with a short appeal by Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), certainly inspiring to mobilise for a social and ecological transformation and sustainable digitalisation. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NUUYQC/
Zivilgesellschaft in der Digitalpolitik (bub2022)
Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)
Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)
Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! (bub2022)
Zivilgesellschaft in der Digitalpolitik (bub2022)
“Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.”, so das Versprechen des Koalitionsvertrags. Auf diesem Panel kommen Politik und Zivilgesellschaft zusammen und diskutieren, ob und wie dies bei nachhaltigkeits- und gemeinwohlorientierter Digitalpolitik gelingen kann. Und was es braucht, um die Stimme der Zivilgesellschaft zu stärken. Das Bündnis F5 aus Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF), AlgorithmWatch, Open Knowledge Foundation Deutschland, Reporter ohne Grenzen (RSF) und Wikimedia Deutschland begleitet die Digitalpolitik der neuen Bundesregierung kritisch und gibt Impulse, um Digitalpolitik gemeinwohlorientierter zu gestalten. Dabei erinnern wir SPD, Grüne und FDP an ihr Versprechen im Koalitionsvertrag: “Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.” Um die praktische Einbindung der Zivilgesellschaft in der Praxis zu diskutieren schlagen wir ein Panel aus digitalpolitischen Entscheidungsträger*innen und Mitgliedern von F5 vor. Das Panel setzt sich zusammen aus: Tabea Rößner, MdB (Vorsitzende des Digitalausschusses) Dr. Winfried Veil (BMI, Referat DG I 4 - Datenstrategie, Datenpolitik, Open Data) Anne Mollen (Senior Policy & Advocacy Manager, AlgorithmWatch) Kai Dittmann (Koordinator für Policy & Advocacy, Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.) Moderation: Aline Blankertz (Datenökonomin, Wikimedia) Dabei soll sich die Diskussion an folgenden Fragen orientieren: (Wie) erfüllt die Ampelkoalition ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag? Was kann Zivilgesellschaft tun, um Digitalpolitik effektiv zu gestalten? Welche nachhaltigkeitspolitischen Projekte stehen auf der Digital Agenda der Zivilgesellschaft? Welche Konkreten Schritte braucht es, um den Austausch zu stärken? (am Beispiel der genannten Themen) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PMLG8X/
Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können (bub2022)
Für Unternehmen sind digitale Dienste unverzichtbar geworden. Viele von diesen gefährden die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten. Wie können Unternehmen ihre digitale Verantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum in der Wahl nachhaltiger Dienste wachsen? In einer Fishbowl diskutieren Unternehmen, Zivilgesellschaft und Forschung. In der täglichen Arbeit von Unternehmen, vom Konzern bis zur kleinen KMU, sind IT-Systeme, HR-Portale, Besprechungs- und Vernetzungtools sowie Social-Media-Plattformen unverzichtbar geworden. Dabei kommen überwiegend Dienste von IT-Großkonzernen zum Einsatz – so nutzen z.B. 85 % der Unternehmen in Deutschland Microsoft, weitere 9 % Google. Unsere Grundlagenstudie „Corporate Digital Responsibility“ zeigte, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, eine datenschutzkonforme, trackingfreie und nachhaltige Internetnutzung zu ermöglichen. Oftmals geht die unternehmerische Anwendung digitaler Dienste mit Risiken für die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten einher. Solche Dienste können von Unternehmen missbraucht werden, z.B. um Beschäftigte zu überwachen, oder Kund*innen dem Tracking durch digitale Plattformen auszuliefern. Für Unternehmen stellt es gleichzeitig eine große Herausforderung dar, einerseits zuverlässige und leistungsstarke, andererseits datenschutzkonforme und nachhaltige IT-Lösungen für sich zu identifizieren und zu nutzen. Oft erleben sie selbst eine Abhängigkeit von GAFAM-Konzernen. Wie können Unternehmen Digitalverantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum wachsen? Diese Frage diskutieren wir in einer Fishbowl mit nachhaltigen Anbietern digitaler Dienste (Lisa Kostrzewa, fairkom.eu; Estelle Goebel-Aribaud, hostsharing.net), mit Unternehmen, die selbst auf alternative Dienste umgestiegen sind (Andreas Flock, brandkontrolle.de), mit der netzpolitischen Zivilgesellschaft (Rena Tangens, digitalcourage.de) und aus wissenschaftlicher Perspektive (Vivian Frick, ioew.de). Moderation: Christian Lautermann (ioew.de). about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YKT88B/
Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können (bub2022)
Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)
Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)
„Pitch & Thrive for Sustainability“ unser diesjähriges Sonderformat à la „Shark Tank“ in grün aka „Die Höhle der Löwen“, aber in nachhaltig. Aufgeteilt auf 3-4 Sessions werden jeweils 4 unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und von unseren ausgewählten Juror*innen auf Herz und Nieren geprüft. Nachhaltige Start-Ups und KMUs können hier ihre Projektideen und Geschäftsmodelle präsentieren. Im Anschluss gibt es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgt von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. Unsere Jury: - Dr. Felicitas Breitenbach, Strategy Consultant, Sustainability Strategy (Accenture) - Frank Karlitschek, Gründer u. CEO (Nextcloud) - Yvonne Zwick, Vorsitzende (B.A.U.M. e.V.) Die Pitches: 1) Backdigital GmbH - Vom Mehl zum Brot: Nachhaltig 1,7 Millionen Tonnen Backwaren landen jährlich im Müll. Wir gehen das an. Das Ergebnis: die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, geringere Kosten für backende Betriebe und folglich geringere Preise für die Kund*innen. Nachhaltig. Digital. Engagiert. 2) Circonomit GmbH - Encourage environmental based decision making Unsere Mission: Verknüpfung von Finanzprognosen mit der Optimierung von Umweltauswirkungen in einem mehrdimensionalen Optimierungsmodell, das eine nachhaltige, datengestützte Entscheidungsfindung in täglichen Geschäftsprozessen in Echtzeit ermöglicht. 3) Netiket Netiket is an enterprise SaaS service, 100% open source, launching at the end of 2022. Its main focus is on domain-specific middle-sized systems for the sustainable and creative sectors. 4) Timeprints - Evident Transparent and Sustainable Tracing of Electronic Signals Whether computing is done on the cloud or on small devices, it leaves traces (Timeprints) from which responsibility and accountability for the consequences of the decisions/operations done and the energy consumed can be transparently assigned. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7XST3D/
Was wir durch den Blauen Engel über nachhaltiges Software-Design gelernt haben (bub2022)
Wie lässt sich technische Entwicklung mit einem Anspruch auf soziale und politische Nachhaltigkeit verbinden? In diesem Jahr wurde der Open-Source-PDF-Reader Okular als weltweit erste Software mit dem Blauen Engel für nachhaltiges Software-Design ausgezeichnet. Wir berichten, was wir auf dem Weg dort hin gelernt haben, technisch und kulturell, und möchten zum gemeinsamen Austausch einladen. Der von der KDE-Community als Freie und Open-Source-Software entwickelte PDF-Reader Okular wurde Anfang des Jahres als weltweit erste Software mit dem Umwelt-Zeichen Blauer Engel ausgezeichnet. Sie erfüllt damit die Kriterien für resourcen- und energieeffiziente Software-Produkte. Die Kriterien decken drei Schlüsselbereiche des nachhaltigen Software-Designs ab, Ressourcen- und Energie-Effizienz, potenzielle Hardware-Nutzungsdauer und Nutzungsautonomie. Es stellt sich dabei als durchaus schwierig heraus, den Einfluss von Software auf Nachhaltigskeits-Aspekte zu beziffern. Die Forschung steht hier noch am Anfang. Es geht um Technik, aber es geht auch um Kultur. Es geht um Messung von Energie-Effizienz, aber es geht auch darum, Nutzenden von Software die Kontrolle über ihren Software-Einsatz zu erhalten. Und es geht darum, beides im Software-Erstellungs-Prozess zu verankern. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick, welche Erfahrungen die KDE-Community in diesem Bereich gemacht hat. Wir berichten, wie wir den Blauen Engel bekommen haben, wie wir versuchen, ein Netzwerk von Nachhaltigkeits-Laboren aufzubauen, und insbesondere was wir gelernt haben bei unserem Vorhaben, eine Kultur des nachhaltigen Software-Designs in unserer Community zu verankern. Dabei möchten wir einladen zum gemeinsamen Austausch, wie wir das Thema in der Gesellschaft weiter treiben und verbreiten können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QLTSK8/
Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! (bub2022)
Alle wissen es, viele wollen es: CO2-neutral sein ist die Zukunft. Bäume holen CO2 aus der Luft und speichern es in Holz. Spätestens seit der CO2 Preis immer neue Höhen erklimmt, sprießen auch Start-Ups und Geschäftsmodelle wie Pilze aus dem Boden. Ihr gemeinsames Ziel: Bäume pflanzen, das Klima retten und nebenbei etwas Geld machen. Leider meistens keine gute Idee, findet Sven Selbert Waldreferent beim NABU. Je weiter sich die Klima-Realität von den 2015 in Paris vereinbarten Klima-Zielen entfernt und je wahrscheinlicher damit Szenarien werden, welche im Untergang der Zivilisation enden, desto größer wird der Druck den fortgesetzt zügellosen Treibhausgasemissionen etwas entgegenzusetzen. Spätestens 2050 muss die Welt ohne neue Nettoemissionen auskommen, danach müssen Negativ-Emissionen erzielt werden. Nicht nur Staaten wollen CO2-neutral werden, auch immer mehr Unternehmen bilanzieren Ihre Emissionen und geben heute schon Net-Zero Versprechen ab. Jede emittierte Tonne CO2, soll an anderer Stelle durch eingekaufte negativ-Emissionen wieder ausgeglichen werden. Spätestens seit 2021, als die gehandelte Tonne CO2 über die magische Marke von 30€ sprang, befinden wir uns in einen Angebotsmarkt für Negativ-Emissionen. Doch wie entstehen die eigentlich? Eine Möglichkeit besteht darin CO2 aus der Luft oder einer Abgasquelle abzuscheiden und zu speichern. Solches Carbon Capture and Storage (CCS) ist zwar umsetzbar, aber die Technologien sind noch extrem teuer, ressourcen- sowie energieintensiv. Bäume holen ebenfalls CO2 aus der Luft und speichern es in Holz, sie sind also auch CCS-Maschinen. Immer mehr Akteure propagieren daher das massive Pflanzen von Bäumen als einen scheinbar günstigen grünen Weg aus der Klimakrise. In dieser Gemengelage vermehren sich auch in Deutschland Initiativen und digitalaffine Firmen mit Start-Up Charakter, welche vorhaben Klimaschutz und ökonomisches Wachstum im Bäumepflanzen zu vereinen. Doch was als Idee zunächst logisch und charmant klingen mag, bringt in der Umsetzung oft mehr neue Probleme als echten Klimaschutz mit sich. Sven Selbert Referent für Nachhaltige Waldnutzung und Waldnaturschutz beim NABU ruft deswegen: Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/USGU7A/
Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)
Wie finden wir die Gemeinsamkeiten von GNU/Linux und einer Solidarischen Landwirtschaft? Die jüngst verstorbene und die dem Bits- und Bäume stark verbundene Commons-Forscherin Silke Helfrich, würde sagen: Indem wir die dahinterstehenden Muster betrachten. Ein reich bebilderter Vortrag mit Workshop zu Silkes Lebenswerk. ,,Commons als ein soziales Muster zu beschreiben – als »Commoning« – unterscheidet sich von jenen Denkansätzen, in denen es vorwiegend um (Gemein-)Güter und deren Verwaltung geht. Commoning ist eine Notwendigkeit, eine Haltung und eine Ethik, und es stiftet Zufriedenheit. Commoning verkörpert also eine Art zu sein, deren Keimzelle tief in uns Menschen angelegt ist. An uns liegt es, sie zur Entfaltung zu bringen. Wir können uns für Commons-Projekte entscheiden, können uns in Commoning üben und die damit einhergehenden Veränderungen in uns und um uns herum reflektieren. Je bewusster Commoning als Lebensform in der Welt ist, umso besser." (aus Silke Helfrich und David Bollier: Die Welt der Commons - Muster gemeinsamen Handelns) Silke Helfrich, in ihrer Zusammenarbeit mit David Bollier, sah die Gemeinsamkeiten verschiedenartigster, auf Transformation abzielender Projektformen, wie kaum eine Zweite. In ihren Büchern behandelte sie Freie Software-Communities nie getrennt von Umweltaktivismus und schenkte, wie selbstverständlich, die 33 unter ihrer Anleitung entdeckten 'Muster des Commonings' unter einer Creative Commons-Lizenz der Welt. Diese Muster sind wertvolle Werkzeuge, um die Gemeinsamkeiten verschiedenster Projekte herauszustellen, aber auch, um diese Projekte immer fairer, freier und lebendiger gestalten zu können. Der Vortrag entstand in gemeinsamer Arbeit mit Silke, ein halbes Jahr vor ihrem plötzlich Unglück im November '21. Im Vortrag wird versucht, ihre Herangehensweise möglichst visuell und greifbar zu vermitteln, um sich anschließend, in einem gemeinsamen Workshop, selbst daran zu versuchen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZHHMAY/
Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)
Unser Lebensmittelkonsum hat große Auswirkungen auf den Planeten und uns selbst: 70 % des Biodiversitätsverlusts an Land und 26 % der globalen Treibhausgasemissionen resultieren aus der Landwirtschaft bzw. der Art und Weise der Lebensmittelproduktion. Der Wechsel zu nachhaltigeren Ernährungssystemen ist dringend erforderlich. Doch weder Produzent:innen noch Konsument:innen kennen den Klimaimpact ihrer Nahrungsmittel. Kann Technologie hier helfen, wenn überall Daten und Informationen fehlen? Wie könnte ein digitales Ökosystem aussehen, daß nachhaltige gesellschaftliche Veränderung initiieren oder beschleunigen könnte? Fest steht: Wenn sich Ernährungsweisen und die Art und Weise der Nahrungsmittelproduktion und -distribution weiter so entwickeln wie in der Vergangenheit, werden sämtliche internationalen Klima- und Biodiversitätsziele in den nächsten Jahrzehnten verfehlt, selbst wenn in anderen Klimarelevanten Sektoren eine signifikante Veränderung erreicht werden können. Wie kann Technologie bei dem notwendigen Wandel helfen, wenn die Daten- und Informations-Realität in der Nahrungsmittelindustrie mehr als begrenzt ist und eher einer digitalen Wüste gleicht? Wie könnte ein digitales Ökosystem, wie etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, aussehen, das einen nachhaltigen Wandel in Produktion und Konsumtion initiieren und beschleunigen kann? Der Vortrag soll einen Ein- und Überblick über die Klima-Auswirkungen der Nahrungsmittelindustrie geben, Ansatzpunkte und potenzielle Akteur:innen benennen, die in der Lage wären, den bisherigen Zustand aufzuheben. Und gemeinsam mit Euch der Frage nachgehen, ob und wie die Vorzüge von Technologie (Schnelligkeit, Skalierbarkeit, Transparenz) genutzt werden können, um das notwendige Momentum für die nötige Transformation zu erreichen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/KWDNQ3/