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Verklagen, protestieren oder zerschlagen? Was hilft gegen Facebook, Bayer, Google und Co. (bub2022)
Google sagt nicht mehr „Klimawandel – Lüge“. Unsere Facebook-Seite ist nach dem Sieg vor dem Oberlandesgericht Hamburg wieder da. Die Fusion von Bayer-Monsanto dauerte länger als gedacht. Aus unseren erfolgreichen Kampagnen wollen wir mit euch unterschiedliche Lösungsansätze diskutieren: Klagen, Straßenprotest, Antitrustpolitik. Google sagt nicht mehr „Klimawandel – Lüge“ oder „Flüchtlinge erschießen, nicht entkommen lassen.“ Unsere Facebook-Seite ist wieder da, nachdem wir mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte vor dem Oberlandesgericht Hamburg überragend gewonnen haben. Die Fusion von Bayer-Monsanto dauerte länger als gedacht. Ist Amazon noch schlimmer als Bayer und Edeka für die Milchbäuer:innen? Und was sollten wir tun? Aus unseren erfolgreichen Kampagnen und Strategien wollen wir mit euch drei unterschiedliche Lösungsansätze diskutieren und vergleichen: Klagen gegen Facebook, Straßenprotest gegen Google, Antitrustpolitik gegen Bayer und Co. Goliathwatch, die Hamburger Nichtregierungsorganisation für Wirtschaftsgerechtigkeit, hat erfolgreich mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte gegen Facebook geklagt, ist Mitglied im europäischen Netzwerk für Konzernrecherche (ENCO) und dem bundesweiten Netzwerk „Konzernmacht beschränken“. 20 Minuten Input und anschließende offene Diskussion mit dem Publikum about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/SYZEZD/
Herrschaftsfreie Informationssysteme? – Ein Versuch, Anarchie, Commons & Informatik zusammenzudenken (bub2022)
Der Einsatz von Informationssystemen in Commons stellt eine besondere Herausforderung dar, um nicht den Folgen von Entfremdung oder Herrschaftlichkeit zu erliegen. Welche Leitideen könnten für die Systemgestaltung nützlich sein? Und Welche soziale Praxis wäre hierfür sinnvoll? Anarchie ist nicht Chaos, sondern Ordnung ohne Herrschaft. Die moderne Archäologie und Ethnologie liefern uns vielfältige Belege für Gesellschaften, in denen Herrschaftsfreiheit praktiziert wurde und wird. Dabei bedeutet Freiheit von Herrschaft nicht Freiheit von Zwängen. Es kommt auf den egalitären Charakter von Zwängen bzw. sozialer Normen an. Im Bezug auf die Frage, wie eine herrschaftsfreie, demokratische und wirtschaftlich sinnvolle Lebensform aussehen könnte, steht die Wiederentdeckung der Commons vor der Tür. Anarchie und Commons sind zwei Perspektiven auf das gleiche Phänomen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Zuge der Informatisierung aller Lebensbereiche entstanden jedoch neue Herrschaftssysteme der Überwachung, Kontrolle und Unterdrückung oder wurden durch diese verstärkt. Die Gestaltung von Informationssystemen liegt meist in den Händen von staatlichen oder privatwirtschaftlichen Akteuren. Im Bereich der Commons ist jede Aktivität auf die gemeinsamen Bedürfnisse, die Fürsorge für sozialen Beziehungen und für die Natur ausgerichtet. Der Einsatz von Informationssystemen in Commons stellt daher eine besondere Herausforderung dar, um nicht den Folgen von Entfremdung oder Herrschaftlichkeit zu erliegen. Welche Leitideen könnten für die Systemgestaltung nützlich sein? Und Welche soziale Praxis wäre hierfür sinnvoll? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FXVPQ3/
Wie ein universelles Recht auf Software auch ein Umweltschutz ist (bub2022)
New World, New Work - Eine Spekulative Annäherung an die Arbeitswelt von Morgen (bub2022)
Künstliche Intelligenz macht ganze Arbeitsfelder obsolet, verändert andere grundlegend, verschiebt Machtbalancen und restrukturiert soziale Prozesse. Wo genau die Reise hingeht, bleibt dabei jedoch ungewiss. Einige spekulative Szenarien sollen eine solche Entwicklung lebhaft visualisieren und auf subtilere potentielle Konsequenzen hinweisen, die im Diskurs rund um die Thematik meist untergehen. Schon längst ist ein Prozess im Gange, an dessen Ende der globale Arbeitsmarkt mit dem heutigen nicht mehr zu vergleichen sein wird. Während einige TheoretikerInnen davon ausgehen, dass die technologischen Trends von heute auf ähnliche Weise wie bisher ArbeitnehmerInnen und Gemeinwohl zu Gute kommen würden (durch ‚bessere‘, sicherere und qualifiziertere Stellen), fürchten andere einen singulären Punkt in der Entwicklung von Automatisierung, ab welchem es nicht mehr genug Aufgaben gibt, die ein Mensch noch schneller, besser oder günstiger erledigen kann als ein maschinelles System. Hilft dann nur noch ein Bedingungsloses Grundeinkommen oder führt dieses zur Schaffung einer gigantischen politisch abgehängten Gesellschaftsschicht? Werden wir alle in kreativen Berufen arbeiten oder kann die Maschine das eventuell am Ende auch noch besser als wir? Wird es ein ‚Made by Human Hands‘-Siegel auf Produkten geben? Wie steht es um Gewerkschaften und die politische Teilhabe in solchen Zeiten und auf dem Weg dorthin? Only time will tell. Trotzdem müssen wir uns fragen, wo die Reise hingehen könnte und welchen Entwicklungen wir ab sofort vorbeugen sollten. Dieser experimentelle Vortrag soll deshalb spekulative Szenarien illustrieren und erlebbar machen. Die Zukunft der Arbeit – und all dem was sie umgibt – wird in Momentaufnahmen audiovisuell aufbereitet (durch Computeranimation, Tech-Demos, Video, Musik…) und mit Inhalten aus der aktuellen Forschung unterfüttert. Dabei soll vor allem auf potentielle Folgen aufmerksam gemacht werden, die bei den meisten Betrachtungen des Themas unter den Tisch fallen, um den Diskurs anzuregen und die Problematik generell greifbarer zu machen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YTEN8E/
CDR-Slam - Bühne frei für digitale Verantwortung! (bub2022)
Beim Corporate Digital Responsibility (kurz: CDR)-Slam versuchen die führenden Köpfe der CDR-Community das Publikum zugespitzt und kurzweilig davon zu überzeugen, was der wichtigste Aspekt einer verantwortlichen, nachhaltigen Digitalisierung ist. Denn CDR hat viele Dimensionen – von Verbraucher*innenschutz, über Mitarbeitendenbelange bis hin zur Cybersecurity oder nachhaltigen Geschäftsmodellen. Digitale Unternehmensverantwortung oder Corporate Digital Responsibility, kurz CDR, hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Im Dezember 2021 wurde sogar der erste CDR-Award in der DACH-Region von gleich drei Bayerischen Staatsminister*innen verliehen. Das zeigt, dass es in Deutschland schon heute viele verantwortungsvoll gestaltete digitale Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle gibt! Im Rahmen unseres Programmbeitrags möchten wir zunächst in einem Plenum die jüngste Entwicklung von CDR thematisieren und Praxisbeispiele vorstellen. Moderiert von Bartosz Przybylek, werden die Organisator*innen des CDR-Awards 2021, in dessen Rahmen auch schon ein CDR-Slam stattgefunden hat, allgemein zu CDR und den Siegerprojekten des Awards befragt. Nach diesem Intro wird das Plenum aufgelöst und in einen CDR-Slam verwandelt. Dabei versuchen führende Köpfe der CDR-Community das Publikum davon zu überzeugen, was ihrer Meinung nach der wichtigste Aspekt einer verantwortlichen, nachhaltigen Digitalisierung ist. Denn CDR hat viele Dimensionen – von Verbraucher*innenschutz, über Mitarbeitendenbelange bis hin zur Cybersecurity oder nachhaltigen Geschäftsmodellen. Doch welcher Aspekt ist am wichtigsten? Welches Thema sollte insbesondere von Unternehmen als erstes angegangen werden und kann man bestimmte Bereiche getrost hintanstellen? Diesen Fragen gehen wir beim Slam zugespitzt und kurzweilig auf den Grund. Als Slammer*innen treten an: Steffen Waurick (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Prof. Dr. Dirk Heckmann (Technische Universität München) Mina Lütkens (Patients4Digital) Maria Hinz (BARMER) Auf dem Podium treten auf: Dr. Christian Thiel (Bayern Innovativ) - Mitorganisator CDR-Award 2021 Karine Rübner (diconium) - Mitorganisatorin CDR-Award 2021 Susanna Wolf (DATEV) - Preisträgerin CDR-Award 2021 Moderation: Bartosz Przybylek (whyzer) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QS8XRS/
Kuchen? Ich will die Bäckerei! Eine Liebeserklärung an gemeinschaftsgetragene Unternehmen (bub2022)
Simuliert statt produziert – Mit 3D Mode in eine nachhaltigere Zukunft? (bub2022)
Staat verklagen, Umweltinfos befreien (bub2022)
Wie kommt man an Umweltinfos, die bei Behörden liegen? Eine Reise durch die wunderbare Welt der Anfragen und Klagen gegen deutsche und EU-Behörden. Das Umweltinformationsgesetz bietet enormes Potential für die Klimabewegung. Gezielte Anfragen können Missstände aufdecken, Diskussionen anstoßen und auf Veränderungen hinwirken. Viele über FragDenStaat gestellte Anfragen und die teilweise daraus resultierenden Klagen belegen dies. Seien es Hintergründe zur Stilllegung der Braunkohleanlage Jänschwalde oder zur Räumung des Hambacher Forsts, die interne Kommunikation des BMWK zum Kohleausstieg oder die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Bau einer Bundesstraße: Umweltinformationen sind in der politischen Debatte enorm wichtig und es lohnt sich für sie zu streiten! Der Beitrag wird einen Einblick in die von uns geführten Verfahren geben und zeigen, was mit dem UIG alles möglich ist. Die Zuhörer:innen werden außerdem ermuntert und befähigt, das UIG in Zukunft selbst für ihre Zwecke sinnvoll zu nutzen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LX7HFR/
New World, New Work - Eine Spekulative Annäherung an die Arbeitswelt von Morgen (bub2022)
Staat verklagen, Umweltinfos befreien (bub2022)
Herrschaftsfreie Informationssysteme? – Ein Versuch, Anarchie, Commons & Informatik zusammenzudenken (bub2022)
Wie ein universelles Recht auf Software auch ein Umweltschutz ist (bub2022)
In der Europäischen Union werden momentan die Richtlinien zum Ökodesign von Produkten sowie das Recht auf Reparatur neu verhandelt. Dazu hat ein Bündnis von Umweltschutz-, Reparatur und Tech-Organisationen vier Forderungen für eine nachhaltigere Nutzung unserer Hardware formuliert. Der Vortrag erklärt worum es genau geht, warum uns das etwas angeht, und wann wir wie aktiv werden können. Hardware produzieren kostet nicht nur Geld sondern vor allem jede Menge Rohstoffe und Energie. Obendrauf kommen noch die weltweiten Transportkosten, dazugehöriger CO2-Ausstoß und am Ende jeden Jahres dutzende Millionen Tonnen neuer Elektroschrott. Zeit diesen Unsinn zu stoppen. Eine nachhaltigere digitale Gesellschaft ist nur möglich, wenn wir anfangen unsere Geräte länger zu benutzen. Immer öfter diktiert uns jedoch die Software wie lange eine Hardware benutzt werden kann und führt zu einem vorzeitgen Ende, einer "geplanten Obsoleszenz". Um unsere Produkte länger benutzen zu können lohnt es sich also das Zusammenspiel von Hardware- und Softwarenutzungszeiten anzuschauen und daraus unsere Schlüsse zu ziehen. Genau das haben wir getan. In den kommenden Monaten werden auf europäischer Ebene die Richtlinien zum Ökodesign von Produkten sowie das Recht auf Reparatur neu verhandelt. Ein Bündnis aus Umweltschutz-, Reparatur- und Techorganisationen fordern jetzt in einem Offen Brief "Das universelle Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren". Der Vortrag führt in die politischen und technischen Hintergründe ein und zeigt auf wie das Thema Umweltschutz, Verbraucherschutz und Netzpolitik zusammenbringt. Und was wir alle tun können. Neulinge im Thema sind herzlich willkommen, der Vortrag versucht Menschen aus verschiedenen Strömungen (Bits und Bäume) in einer gemeinsamen Sprache über die Inhalte und Bedeutung der Ökodesign-Kriterien zu informieren. Praktische Tipps helfen außerdem die zusammenhängenden politischen Prozesse zu verstehen und politisch aktiv zu werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WVXZ98/
Simuliert statt produziert – Mit 3D Mode in eine nachhaltigere Zukunft? (bub2022)
Was ist digitale Produktentwicklung in der Mode? Wie kann Kleidung in 3D simuliert werden und wie können diese virtuellen Prototypen dann für weniger Abfall und Umweltverschmutzung in der Bekleidungsbranche sorgen? Wir reden über virtuelle Stoffe, digitale Anproben, und welche Geschäftsmodelle mit 3D tatsächlich eine Veränderung der Modewelt bringen könnten – und welche eher nicht. Die Modeindustrie ist geprägt von Massenproduktion, Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung und Ausbeutung. Aber der Druck von Konsument*innen wird größer, und digitale Strategien, die nachhaltigere Produktionsbedingungen versprechen, sind sehr gefragt. Viele Unternehmen in der Modeindustrie setzen deswegen zunehmend auf 3D Produktentwicklung. Ich will beleuchten, wieviel davon tatsächlich nachhaltig ist und welche Geschäftsmodelle mit 3D möglich sind. Als Spezialistin für 3D Produktentwicklung gebe ich Einblicke in meinen Arbeitsalltag. Was wird für eine 3D-Simulation überhaupt benötigt und sieht es am Ende wirklich aus wie ein echtes Kleidungsstück? Wie kann Stoff und CO2 gespart werden? Und wie verändert dann 3D Produktentwicklung das Geschäftsmodell von Modeunternehmen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/8YKUAL/
CDR-Slam - Bühne frei für digitale Verantwortung! (bub2022)
Kuchen? Ich will die Bäckerei! Eine Liebeserklärung an gemeinschaftsgetragene Unternehmen (bub2022)
Seit Adam Smith gelten individualisierte Einzelkunden als Leitbild der Wirtschaft. Doch von Genossenschaftsbewegung bis Solidarische-Landwirtschaft und gemeinschaftsgetragener Journalismus gibt es Alternativen. Eine Liebeserklärung an das dezentrale Miteinander-Wirtschaften, eine Sammlung von Beispielen, Stolpersteinen und Best-Practices, und ein Ausblick, wer jetzt was tun kann. Wir sind das IT-Kollektiv Geeks4Change. Ökosysteme und Werkzeuge für gemeinschaftsgetragene Unternehmen und Initiativen sind unsere Leidenschaft. So schaffen wir seit 2014 mit Hubs4Change einen Open-Source-Werkzeugkasten für regionale Nachhaltigkeitsportale und gemeinschaftsgetragenen Journalismus (u.a. in Betrieb bei Bonn4Future, StadtWandler Freiburg und Sustainable Entrepreneurship Network Suisse). Seit 2018 erstellen wir Schwarmfinanzierungen für Solawis, die Kulturland Genossenschaft, und Wohnbauprojekte. Was wir gesehen haben: Wandel entsteht ganz wesentlich "Grassroots-Style". Und: Bei Engagement wir beim Wirtschaften geht es primär um Visionen, Vertrauen, und Verbindlichkeit. Das Geld folgt. Diese Erkenntnis muss sich auch in den digitalen Werkzeugen niederschlagen, doch aus unserer Sicht kann das keine der existierenden Plattformen abbilden. Wir sind dabei, Abhilfe zu schaffen. In dem Vortrag mit Diskussion lassen wir unsere Vision lebendig werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7DQW8/
Digitalisierung für die Katz? (bub2022)
Wie wirkt sich Digitalisierung aus auf Partizipation und soziale Teilhabe? Wie können Digitalisierungsprozesse auf lokaler Ebene partizipativ und inklusiv gestaltet werden, damit alle Bürger:innen davon profitieren können? Wie können kommunale und zivilgesellschaftliche Akteur:innen so zusammenfinden, dass nachhaltige Digitalisierungsstrategien effektiv umgesetzt werden können? Der Einsatz von Digitalisierung bei der Ausgestaltung kommunaler und regionaler Infrastrukturen geht meist mit der Erwartung allgemeiner positiver Effekte einher. Tatsächlich geht es dabei meist um technisch bedingte Wirkungen wie eine höhere Effizienz von Arbeitsprozessen. Selten werden mit der Umstellung einhergehende soziale und ökologische Herausforderungen und Auswirkungen berücksichtigt: Wie wirkt sich Digitalisierung aus auf Partizipation und soziale Teilhabe? Wie können Digitalisierungsprozesse auf lokaler Ebene partizipativ und inklusiv gestaltet werden, damit alle Bürger:innen davon profitieren können? Wie können kommunale und zivilgesellschaftliche Akteur:innen so zusammenfinden, dass nachhaltige Digitalisierungsstrategien effektiv umgesetzt werden können? Auf Basis der umfangreichen Ergebnisse des vom Umweltbundesamt geförderten Projekts „Digitale Kommune – digitale Region“ wollen wir diese Fragen diskutieren und mögliche Ursachen der Einschränkung von Teilhabe an der Mitgestaltung der Digitalisierung ausloten. Die empirischen Einblicke (qualitative, wie quantitativer Erhebungen, Expert:inneninterviews, Fokusgruppen, einer Delphi Studie, Befragung zu kommunalen Bedarfen) erlauben Einsichten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben unmittelbaren Barrieren wie Zugangsbeschränkungen wegen fehlender Geräte und schlechter Netzqualität, ungenügender Kenntnisse ("literacy"), wird es auch um indirekte Hürden gehen, die aus bestimmten gesellschaftlichen Grundhaltungen und normierten Prozessen resultieren. Hierzu möchten wir potenzielle Lösungen betrachten und die positiven Wirkungen von Partizipation und Inklusion auf den Digitalisierungsprozess vorstellen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FYSZPE/
Digitalisierung für die Katz? (bub2022)
Open Source Gardens (bub2022)
Open Source Gardens (bub2022)
Landwirtschft lernt von Informatik: Wir vermehren Open Source Saatgut. Der Kurzvortrag stellt die Idee dahinter vor. Nutzpflanzen sind Jahrtausende altes Kulturgut. Dennoch kontrollieren wenige Konzerne den Saatgutmarkt. Per Sortenschutz dürfen Hochleistungssorten nur mit Lizenz vermehrt werden - wie Software, die nur von Rechteinhabenden kopiert werden darf. Sieht man DNA als Software der Nutzpflanzen an, so liegt es nahe, die Konzepte von Open Source auf sie zu übertragen. Einige Sorten werden bereits unter Open-Source-Lizenz vertrieben. Alle Menschen dürfen sie vermehren und kreuzen, das Ergebnis steht zwingend unter derselben Lizenz. So wächst eine Allmende von Agrikulturgut, die sich nicht wieder privatisieren lässt. Die Open Source Gardens sind ein loses Netzwerk von Gärten, in denen Open Source wächst. Wir tauschen Wissen und Saatgut. Kleine Balkons gehören genauso dazu wie große Gemeinschaftsgärten. Dabei vermitteln wir die Idee von Open Source anhand von Lebensmitteln. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ACDW9D/
Green Coding - Measuring energy use of arbitrary applications and software stacks (EN) (bub2022)
Green Coding - Measuring energy use of arbitrary applications and software stacks (EN) (bub2022)
The Green Coding Metrics tool can measure the energy use of an arbitrary application. It does this by orchestrating the app in a containerized setup and measuring either the power directly or applying a linear model in order to derive the power metrics. We will demo measuring a typical web application and how engineers can use our tools to optimize their app in terms of energy use. Our tool fills a current need to easily get energy metrics for a more complex setup of software. Measuring the energy use of software is a first step in order to be aware and thus optimize the energy use of software. Given the assumption that we are expecting more digitalization in all areas of the UN sustainable development goals we need to have an easy approach to factor the energy use in as a standard design goal of software. The approach is innovative in a way as that it connects many existing technologies in an easy to use toolchain that is open source and can freely be used. Integrating it in a development machine or a CI pipeline is readily possible through the use of standard formats like Dockerfiles and Selenium-Testfiles. Green Coding Berlin GmbH is privately funded and has no conflict of interest. The political landscape in Germany is very promising with the Umweltbundesamt already funding a similar project (https://eco.kde.org/) that follows an approach to measure desktop software in linux systems. We also share our results with the KDE team and hope to achieve the best result for the society here. We hope that our combined results will increase the focus of the German politcals on this topic even more. The talk can be English or German :) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/9TES88/
Smart City / Country Projekte selber betreiben und per IoT offene Daten erzeugen! (bub2022)
Du möchtest Dich mit IoT, Smart City / Country beschäftigen und das mal selber machen? Freie und offene Daten erzeugen, damit die Deutungshoheit nicht in die Hände von Unternehmen oder Behörden legen? Anhand vom The Things Network / LoRaWAN zeige ich hier, wie das geht und welche Projekte es schon eingesetzt haben. Ich beschäftige mich schon länger mit offenen freizugänglichen Netzwerken und nach dem Netzwerk für Menschen (Freifunk) gibt es nun auch schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, ein Netzwerk für Maschinen (IoT, Internet der Dinge) selber und offen für jeden zu betreiben. Freie und offene Infrastruktur ist wichtig, gerade wenn man selber als Teil der Zivilgesellschaft Einfluss nehmen kann auf die Verbreitung und den Ausbau und nicht von gewinnorientierten Unternehmen abhängig ist. Das The Things Network (LoRaWAN)ist so eine Infrastruktur, hier lassen sich über mehrere Kilometer Reichweite Sensordaten übertragen, von Geräten, welche Monate/Jahre per Batterie/Akku betrieben werden. Viele Kommunen & Stadtwerke in Deutschland verfolgen den Weg, diese Netzwerke geschlossen aufzubauen und zu betreiben, dabei gibt es viele Beispiele, wo wir als Zivilgesellschaft diese Netze nutzen könnten und über das digitale Ehrenamt auch Projekte unterstützen, welche sonst vielleicht so nicht möglich gewesen wären. Beispiele dafür wären zum Beispiel die Möglichkeit, die bekannten Feinstaubsensoren (Airrohr) des OK-Lab Stuttgart nun auch auf dem Land (ohne WLAN) zu betreiben. Wir haben dazu ein Projekt in Bottrop an einer der letzten Kokereien umgesetzt und über 30 Feinstaubsensoren rundherum verteilt, zur Überwachung durch die dortigen AktivistInnen. Oder CO2 Ampeln, die wir mit GrundschülerInnen gebaut und programmiert haben und an diversen Grundschulen hier in der Region laufen um die Luftqualität überwachen. Weitere Projekte wären die Überwachung von Starkregenereignissen und die Wasserhöhe der anliegenden Bäche, Bienenvölker und Bewässerungszuständen von innerstädtischem Baumbestand. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HYWZY3/
Smart City / Country Projekte selber betreiben und per IoT offene Daten erzeugen! (bub2022)
Digital rights & climate justice: mapping existing connections & opportunities for the future (EN) (bub2022)
TURBOFLIP - Digitalisierung und Nachhaltigkeit fürs Museum (bub2022)
TURBOFLIP sind diverse Köpfe aus Kunst, Design, IT und Museum. Wir entwickeln Prototypen und erforschen damit, wie wir Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden können. Aus dem Blickwinkel der Kunst und Gestaltung sind wir bemüht unsere gemeinsame Vision einer nachhaltigen, sozialen Zukunft zu zeichnen TURBOFLIP sind Köpfe aus Kunst, Design, IT und Museum. Im Rahmen von "Dig It? - Prototypen fürs Museum" – in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig – haben wir uns damit beschäftigt, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ins Museum zu bringen. Was dabei herausgekommen ist? DOTBOSS ist ein web-basiertes Werkzeug, das Storytelling und Gaming fürs Museum verbindet. Mit simplen digitalen Tools können eigene Kreaturen und Welten erschaffen werden, um nonlineare interaktive Geschichten gemeinsam zu gestalten und zu erleben. Alles in 16x16 Pixeln. Was damit alles möglich ist, möchten wir gern teilen. E:ROBICS ist ein Fitnessprogramm zur Sensibilisierung, Vermittlung und Ermächtigung im Umgang mit digitalen Werkzeugen. Das Programm ist für Einzel- aber auch für Gruppenanwendung geeignet. E:ROBICS umfasst thematisch fokussierte Workouts, die wir gern vorstellen möchten und unsere Erfahrungen damit teilen wollen. Das Internet zum Anfassen. Wie sieht eigentlich ein Virenscanner aus? Aus welchem Material besteht ein Browser? Mit wilden Materialien gestalten wir bei DIZA eigene Lösungen zum Betrachten und darüber austauschen. ORTHESE thematisiert den bewussten Umgang mit Energie – insbesondere dem Ernten und Verbrauchen von elektrischer Energie durch und am menschlichen Körper. Neben der Entwicklung effizienterer Technologie ist vor allem ein Umdenken im Design dringend notwendig. Gern möchten wir unsere konzeptionellen und technischen Fortschritte teilen. Mehr Infos unter <a href="https://turboflip.de/">тυявσƒℓιρ</a> Website about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PTHFGQ/
Digital rights & climate justice: mapping existing connections & opportunities for the future (EN) (bub2022)
In this session, The Engine Room will share research findings from a landscape review conducted in 2021-2022 exploring intersections between digital rights, climate & environmental justice. Research Lead Becky Kazansky will discuss learnings from practitioners working across these issues, honing in on the opportunities that exist for increased collaboration across sectors. As the effects of the ongoing climate emergency amplify, the fight for environmental & climate justice has become more crucial than ever. While technology is being used to support these efforts, it can also be part of the problem: technological innovation is taking an environmental toll, climate justice activists face increasing digital attacks, social media platforms are full of unfounded claims about climate change, and many of the communities affected the most by the climate emergency continue to lack basic access to digital resources that are needed to adapt to, and mitigate effects of, the climate crisis, from Internet access to reliable online information in their own language & cultural context. In response to these issues, The Engine Room recently undertook a research project exploring intersections between environmental/climate justice and digital rights movements, with an eye on identifying opportunities for increased collaboration and support. Doing this research allowed us to interview and learn from a highly diverse group of practitioners working across these issues from around the world. In this session, the Lead Researcher on the project (Becky Kazansky) will share the main findings of the research. Check out the report here: https://www.theengineroom.org/new-report-at-the-confluence-of-digital-rights-climate-justice/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BH7BLB/
TURBOFLIP - Digitalisierung und Nachhaltigkeit fürs Museum (bub2022)
Digitale Planwirtschaft? Eine Einführung (bub2022)
Digitale Planwirtschaft? Eine Einführung (bub2022)
Die Planwirtschaft hat in den letzten Jahren ein unerwartetes Revival gefeiert. Die These: Im Zeitalter von Big Data, künstlicher Intelligenz und neuen Kommunikationstechnologien sei der Markt eine veraltete Technologie der Vergangenheit. Angesichts des Scheiterns effizienter politischer und wirtschaftlicher Koordination in der Pandemie und der Klimakrise kommt diese Debatte gerade rechtzeitig. In diesem Vortrag erkläre ich kritisch, was Planwirtschaft eigentlich bedeutet, wieso sie in den autoritären Realsozialismen gescheitert ist und wieso wir heute schon in einer kapitalistischen Mischung aus Markt und Planung leben. Die zentralen Fragen: - Wie schaffen wir es, dass diese Planung demokratisch wird und nicht dem Profit als Selbstzweck zum Ziel hat, sondern soziale und ökologische Bedürfnisse. - Wie schaffen wir demokratische Planungsprozesse, die sowohl das technische Wissen von Arbeiter*innen als auch die unterschiedlichen Interessen von u.a. Konsument*innen, Bürger*innen, marginalisierte Gruppen berücksichtigen? - Wie können wir demokratisch darüber entscheiden wieviel Lohnarbeit wir machen wollen, welche Sektoren schrumpfen oder wachsen sollen und welche Wirtschaft wir den nächsten Generationen überlassen wollen - anstatt solche zentralen Fragen den Kräften des Marktes zu überlassen? Ich erkläre zunächst, welche Modelle demokratischer Planwirtschaft aktuell existieren, was wir aus ihnen lernen können und wieso digitale Technologien neue Möglichkeiten bieten, eine Wirtschaft partizipativ, demokratisch und nachhaltig zu planen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WBRC3U/
🌟 B&B-Panel: Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung (DE/EN) (bub2022)
Auf diesem Panel geht es um grundsätzliche Fragen der Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung. Wir schauen dabei auf die individuellen und kollektiven Ebenen einerseits, aber auch auf die notwendigen technisch-konkreten und gesellschaftlich-philosophischen Rahmenbedingungen andererseits. Derzeit folgt Technikgestaltung zu häufig den Prinzipien von Kosumsteigerung, Profitmaximierung und Aufmerksamkeitsausbeutung. Zudem verursachen Trackingtechnologien, wie Cookies unnötige Datenströme und Energieverbräuche. Um eine sozial-ökologische Transformation zu ermöglichen, müssen Technikgestaltung und -betrieb neuen Kriterien unterzogen werden. Es stellen sich Fragen nach demokratischer und individueller Kontrolle, gerechtem Zugang, Schutz von Grund- und Freiheitsrechten sowie der Sicherstellung von Inklusion und Teilhabe und Suffizienz beim Energie- und Ressourcenverbrauch. Alle Menschen sollten sich auf der Ebene von Hard- und Software in die Gestaltung von Technik einbringen können. Sie können so individuell und kollektiv über den Zweck, den Datenschutz, die Datennutzung, die Datensicherheit oder den Strom- und Ressourcenverbrauch digitaler Technologien mitbestimmen, sodass tatsächliche Bedürfnisse der Nutzenden im Zentrum stehen. Technologien können zu Gemeingütern werden. Das erfordert politische Anstrengungen. Der Fokus dieses Podiums ist die Frage wie wir eine demokratisch legitimierte und gemeinschaftlich organisierte technologische Infrastruktur aufgebauen können und Bürger:innen die Kontrolle über technische Geräte erlangen. Bild: CC BY-ND mini_malist about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XQPGEV/
Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand (bub2022)
Handlungsfelder, konkrete Beispiele und Fördermöglichkeiten für den nachhaltig-digitalen Mittelstand: Was benötigen Unternehmen konkret, um Digitalisierung als Werkzeug für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einzusetzen? Antworten liefern der nachhaltig.digital Monitor 2022 und das Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auf dem Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele brauchen wir sie: Die Potenziale des digitalen Wandels für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Digitale Technologien haben die Kraft, fast alle Wirtschaftsbereiche grundlegend zu transformieren und „grüne“ Innovationen zu ermöglichen. Dabei müssen die Risiken einer nicht-nachhaltigen Digitalisierung minimiert werden. Als einer der großen Innovationstreiber in Deutschland gilt es dabei, vor allem den Mittelstand in diesem Spannungsfeld zu stärken und zu unterstützen Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) arbeitet deshalb über die Kompetenzplattform nachhaltig.digital daran, dem Mittelstand mit konkreten Beispielen und Vernetzung die Wege zu einer nachhaltigen Digitalisierung aufzuzeigen. Der im Sommer erscheinende nachhaltig.digital Monitor 2022 zeigt Handlungsbedarfe auf, um das digitale Nachhaltigkeitspotenzial voll zu erschließen. Junge Unternehmungsgründungen und Startups, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln fördert die DBU in ihrem Green Start-up Programm. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen: Ob eine Planungssoftware für den mehrgeschossigen Holzbau, Software-Unterstützung für das Prinzip „mieten statt kaufen“ oder mit künstlicher Intelligenz in Industrieunternehmen Energie zu sparen. Lassen Sie sich in dieser Session inspirieren – und packen Sie mit an, damit der Mittelstand und unsere Wirtschaftsweise nachhaltig digitaler werden! Format: Vortrag mit anschließender Diskussion about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/K7BHS7/
Walk the Talk! Wie nachhaltig ist die IT des Bundes? (bub2022)
Überwachungskapitalismus - Und jetzt? (bub2022)
Das Konzept „Überwachungskapitalismus“ von S. Zuboff hat fundamentale Kritik an digitalen Geschäftsmodellen mainstreamfähig gemacht. Doch welche Implikationen ergeben sich daraus für eine sozial-ökologische Transformation und wo liegen die Grenzen des Konzepts? Nach einem Impulsvortrag zu Entstehung und Imperativen des Überwachungskapitalismus werden wir diese Fragen diskutieren. Der "Überwachungskapitalismus" wird mittlerweile in fast jeder digitalisierungskritischen Debatte angeführt. Mit seiner Erfindung während des Dot-Com-Crashs haben sich laut Zuboff neue Imperative für Internetunternehmen entwickelt. Wirtschaftlicher Druck steigt, Daten zu verwenden, nicht nur um das Verhalten von Individuen vorherzusagen, sondern um gezielt Sehnsüchte, Bedürfnisse, Meinungen und Verhalten ganzer Gesellschaften automatisiert verändern zu können. Welche Verhaltensmodifikation statt finden soll, entscheiden auf den neuen Märkten für menschliches Verhalten die Höchstbietenden. Auf dem Spiel steht dabei, so Zuboff, nichts Geringeres als die Demokratie und die menschliche Natur. Ein Kurzvortrag stellt zunächst Entstehung und Imperative des Überwachungskapitalismus leicht verständlich dar. Wir erkunden, was seine definierenden Merkmale sind und was diese für eine sozial-ökologische Transformation bedeuten. Dabei machen wir uns ein Bild von den Grenzen des Konzepts Überwachungskapitalismus und diskutieren, wo es uns den Blick auf die weitreichenden Probleme der Digitalisierung bezüglich sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Krise sogar zu versperren droht. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CXYF9V/
Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand (bub2022)
🌟 B&B-Panel: Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung (DE/EN) (bub2022)
🌟 B&B Panel: Enabling Democratic Discourse Beyond Privatized Digital Public Spheres (EN) (bub2022)
Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. How can the DSA be advanced? The infamous Cambridge Analytica case illustrates: powerful corporations like Meta pose a major threat to democracy. The digital public space is organized by corporations to which the state grants a lot of control. These corporations are fiercely focused on profit maximization and lack public transparency. Fake news, hate speech and manipulation flourish in so-called "social media." Their algorithms promote "echo chambers" in which like-minded people spiral into ever more extreme views. Meta and Google endanger independent media that work with journalistic standards and whose business model is collapsing. Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. In order to counter this, the following questions, among others, will be discussed in this thematic strand: How can a better discourse be shaped and which instruments do we need for this at which levels? What alternatives are already available today and how can we develop them further? How can aspects such as data protection, transparency and open source be better valued and implemented? Last but not least, the role of the state as an enabler or impediment to democratic opinion-forming will also be discussed in this context. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/RXUUUE/
Walk the Talk! Wie nachhaltig ist die IT des Bundes? (bub2022)
Mit einem Vortrag zum Aspekt der "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" werde ich berichten, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit zur Nachhaltigkeit der IT des Bundes zu schaffen und warum es für Klimaschutz viel Transparenz und eine gute Datenlage braucht. Die Ampel-Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag auch dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit verpflichtet. Dies lässt sich nur glaubwürdig vertreten, wenn die zugrundeliegenden Werte auch nach innen gelebt werden. Deshalb möchte ich in einem Vortrag aus dem Maschinenraum der Demokratie berichten und dazu, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit darüber zu schaffen, wie nachhaltig eigentlich die IT des Bundes ist und welche Fortschritte es dabei gibt. Ich werde zeigen, wie wichtig das Thema Transparenz in diesem Kontext ist und warum es eine gute und kontinuierliche Datenlage braucht, um schnelle und effektive Veränderungen zu erreichen. In meinem Programmbeitrag werde ich den Aspekt "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" fokussieren, sowie auf Möglichkeiten, wie man negative Klimawirkungen durch Digitalisierung verringern kann. Die Verbindung zur Demokratie zeige ich damit auf, wie sich am Beispiel Nachhaltigkeit der IT des Bundes die Exekutive an die eigenen Regeln und die Regeln der Legislative hält (oder nicht hält). Was motiviert mich? Ich habe einen aktivistischen Hintergrund und glaube daran, dass man die Welt positiv verändern kann. Ich mache das jetzt als MdB im Bundestag, sehe mich aber immer noch als Aktivistin, die beide Welten - die aktivistische und die (berufs-)politische miteinander verbinden will. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/G3YGCC/
Überwachungskapitalismus - Und jetzt? (bub2022)
Für eine geteilte digitale europäische Öffentlichkeit (bub2022)
Für eine geteilte digitale europäische Öffentlichkeit (bub2022)
SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) setzt sich ein für eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen in Europa. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? Die Alternative zu den Mega-Plattformen von Facebook, Google & Co. kann nicht eine europäische Mega-Plattform sein. Am Anfang war das Usenet. Dann kam die Blogosphäre. Heute zielt das Fediverse darauf, das Internet wieder zu dezentralisieren. 'Einheit in Vielfalt‘ lautet die europäische Identitätsformel. Im gleichen Sinne setzt auch SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) – eine Allianz von Aktivist:innen aus öffentlich-rechtlichen und Community Medien und öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Wissensinstitutionen – auf eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ENNNTN/
KI-Basiertes Insektenmonitoring mit Citizen Science (KInsecta) (bub2022)
KI-Basiertes Insektenmonitoring mit Citizen Science (KInsecta) (bub2022)
Wir verzeichnen einen dramatischen Rückgang an Insekten. Ein systematisches Monitoring ist entscheidend für die Planung von geeigneten Schutzmaßnahmen. KInsecta ist ein Open-Source Projekt, in dem ein Low-Cost-Multisensorsystem entwickelt wird, welches lebende Insekten automatisiert erkennt und klassifiziert. Gemeinsam mit Interessierten möchten wir bauen, Daten sammeln und diskutieren. Projektvorstellung: Ziel unseres Projektes ist eine automatisierte Klassifizierung von lebenden Insekten auf der Basis eines Low-Cost-Multisensorsystems. Es ist ein Open-Source Projekt und soll deutschlandweit interessierte Bürger:innen zum Nachbau und Mitmachen motivieren. Der aktuelle Prototyp wurde auf der Grundlage eines RaspberryPi entwickelt. Insekten in einer Falle passieren auf ihrem Weg ins Freie eine Kamera und einen Wingbeatsensor, wobei Bilder und die Flügelschlagfrequenz erfasst werden. In Deutschland erleben wir einen dramatischen Verlust von Insekten: Nicht nur die Gesamtmenge an Insekten, auch die Zahl der ca. 33.000 Insektenarten, die es hierzulande gibt, nimmt immer mehr ab. Dabei sind Insekten ein wichtiger Faktor im Ökosystem. Grundlage für einen effektiven Schutz der Insekten ist ein systematisches Monitoring. Aktuell erfolgt Insektenmonitoring mit Todfallen und es gibt viele ‚blinde Flecken‘ auf der Landkarte. Wir möchten dieses Monitoring unterstützen und dabei mit einem standardisierten und automatisierten Verfahren mit Citizen Scientists zusammenarbeiten. Viele Menschen an unterschiedlichen Orten können an der Erhebung partizipieren und die Daten auf einer Webplattform hochladen. Ziel ist es, gemeinsam eine stetig wachsende Datenbasis zu schaffen und zu diskutieren. Mit der wachsenden Menge an standardisierten Daten wird auch die Klassifizierung mit KI immer besser werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VLQVMB/
Creating a digital environmental footprint: a Life Cycle Assessment approach (EN) (bub2022)
Souveräner Konsum mit Kreditkarte 5.0 (bub2022)
Creating a digital environmental footprint: a Life Cycle Assessment approach (EN) (bub2022)
Can we measure the environmental impact of digital products and services? We think we can, and we are already well on our way towards finding out the true environmental impact of digital products and services. During this session, we will present new perspectives, new knowledge, and what problems we still need to solve. With its work on the Digital Environmental Footprint, the SDIA is bringing the right people together to develop a new approach to measuring & reporting the total environmental impact of the digital economy. Based on the existing academic work and methodologies, the DEF provides the frameworks, tools and strategies to implement end-to-end measurement across the supply chain of digital products & services. We have chosen to build on the Life Cycle Assessment methodology, since it can give us great insights on the environmental impact of products and services. We believe that to measure is to know: data used in an LCA can give us what we need to report on our environmental impact, and to improve our products, services, and therefore our businesses. By using a clear taxonomy of the value chain, and an innovative conversion key called the Digital Resource Primitives, we have completed end-to-end energy measurement of a server. We believe it is important to find a way to transparently measure the actual impact of digital products and services, both for developers and the user, as it gives them more power and control over developing or picking the more sustainable product. To make this choice easier in the long run, we aim to create a label for these products. This drives political engagement, since there is a large role for governing bodies in regulating the data that needs to be made transparent by organisations involved along the value chain of digital products and services. We want companies to be able to feel empowered to do these life cycle assessments themselves, and feel empowered to share this with their customers, improve, and create a more sustainable future together about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LFUK3C/
Souveräner Konsum mit Kreditkarte 5.0 (bub2022)
Die Ecodesign Verordnung für Nachhaltige Produkte und der digitale Produktpass sollen die Produkte transparenter für die Kunden machen. Die Nutzungsdauer dank Reparatur-, Recyclingfähigkeit, Wiederverwertung gibt Auskunft über die Ressourcen- und Energieeffizienz. Warum nicht gleich an der Kasse sehen, wieviel noch auf meinem CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konto ist? Wir alle brauchen Zeit, um unsere Gewohnheiten umzustellen. Deshalb sollten wir jetzt damit anfangen, Daten, die uns heute zur Verfügung stehen auch zu nutzen. Ziel der Kreditkarte 5.0 ist es, uns allen unseren täglichen CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konsum zeitnah, transparent und erfahrbarer zu machen. Der Produktpass ist ein erster wichtiger Schritt. SUSLA eine webbasierte Anwendung, die den CO₂- und Material-Fußabdrucks (MIPS) misst und den Konsumenten bei der Weiterentwicklung des Lebensstils hin zum nachhaltigeren Konsum unterstützt, ein weiterer. So wie wir heute über mehr oder weniger Geld verfügen, so sollten wir auch über ein Anfangs-CO2-, Umweltverbrauchsbudget verfügen. Plus oder minus Punkte gibt es für Verbräuche von oder Beiträge zur Biodiversität und sozialen Teilhabe. Die Primärausstattung wäre wie das Grundeinkommen gestaltet. Das zu verteilende Budget würde jedes Jahr auf Basis der neuen Klima- und Umweltberechnungen erfolgen, wo jedem Land bestimmte Mengen zugewiesen werden. Mit der Zeit merken wir, welcher Konsum welche Umweltverbräuche verursacht und ob unser Konto sich schnell oder langsam leert. Budgetüberschreitungen spielen anfangs keine Rolle. Mit der Zeit wird Konsum nur noch dann möglich sein, wenn alle unsere Konten im positiven sind, d.h. sowohl unser monetäres als auch unser Umwelt-/CO2-Konto. Zukaufen ist möglich oder aber wir leisten selber positive Beiträge/Kompensationen. Das zur Verfügung stehende jährliche Umwelt-/Klima-Budget wird Jahr für Jahr weniger (Sozialabfederung). Wie klingt das? Welche Möglichkeiten bietet uns heute schon die Digitalisierung? Womit können wir anfangen? Was spricht dafür, was dagegen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UVCDAU/
Mobilfunk geht auch nachhaltig! (bub2022)
Komplett klimaneutral mobil telefonieren und surfen – was einige Netzbetreiber für 2040 ankündigen, macht WEtell seit Marktstart 2020. Wie funktioniert klimaneutraler bzw. klimapositiver Mobilfunk? Und was bedeutet es ein gemeinwohlorientiertes Purpose-Unternehmen am Mobilfunkmarkt zu etablieren? Ein Einblick in das Transformationspotential digitaler Dienstleistungen mit anschließender Diskussion. Die CO2-Emissionen digitaler Dienstleistungen spielen durch ihre steigende Verbreitung eine immer wichtigere Rolle. Uns allen ist das klar. Den meisten Menschen aber nicht. Im Gegenteil: angesprochen auf nachhaltigen Mobilfunk haben 99,9% der Menschen große Fragezeichen auf der Stirn. Doch nach kurzem Erklären wird den meisten schnell klar: „Netzinfrastruktur, Rechenzentren,… all das braucht ja Strom.“ Genau um diesen Aha-Moment bei möglichst vielen Menschen zu erreichen, wurde WEtell gegründet. Wir zeigen, dass es „sogar“ im Mobilfunk möglich ist, ein konsequent nachhaltiges Angebot zu schaffen. In einem Impulsvortrag soll bei der Bits&Bäume am Beispiel von WEtell der Weg von der Vision „Menschen mit Nachhaltigkeit zu erreichen“ zum Unternehmen am Mobilfunkmarkt vorgestellt werden. Zusätzlich werden konkrete Details zum Klimaschutzkonzept und zur Umsetzung von den weiteren Kernwerten „Datenschutz, Fairness & Transparenz“ vorgestellt. Für die konsequente Verankerung der Vision und Werte im Unternehmen hat sich WEtell Gemeinwohl-zertifizieren lassen und ist mittlerweile auch Purpose-Unternehmen. Gerade das Thema Verantwortungseigentum, was durch die Aufnahme ins Koalitionsprogramm der Bundesregierung, heiß diskutiert wird, kann zu einem wesentlichen Treiber der Transformation der Wirtschaft in Deutschland werden und soll daher auch im Vortrag vorgestellt werden. Wichtig ist, dass es im Vortrag nicht in erster Linie darum geht Menschen für WEtell zu werben. Wir machen „Mobilfunk, weil wir Nachhaltigkeit wollen“ und in dieser Mission, wollen wir zeigen, wie nachhaltige digitale Dienstleistungen selbst relevant zur Lösung der Klimakrise beitragen können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZUZPWE/
Mobilfunk geht auch nachhaltig! (bub2022)
R Lernen: Warum die Zivilgesellschaft eigene Kompetenzzentren braucht (bub2022)
R Lernen: Warum die Zivilgesellschaft eigene Kompetenzzentren braucht (bub2022)
Digitale Kompetenzen aufbauen, vertiefen und stärken – dieses Ziel haben wir uns in den vergangenen zwei Jahren in der Zivilgesellschaft immer wieder vor Augen geführt. Doch wie können wir digitale Kompetenzen nachhaltig vermitteln, unsere Angebote verstetigen und skalieren? CorrelAid e.V. unterrichtet zivilgesellschaftliche Organisationen in R und nimmt euch mit auf die Suche nach Antworten. Wir zeigen, wie Organisationen mit geringen Mitteln eine interaktive Lernplattform programmieren, mit Inhalten füllen und veröffentlichen können. Dabei tauchen wir in die Welt von learnR, einem Framework aus dem Universum der Programmiersprache R, ein. Als kostenfreies Open Source Tool hilft es uns hochwertige und gleichzeitig kostengünstige Hybridkurse für Programmierung zu gestalten. Ganz nach unser Philosophie: technisch, ethisch und pragmatisch. Daneben sprechen wir darüber, warum sich der Fokus auf anspruchsvolle Open Source Technologien besonders lohnt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BH9ERF/