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ÄrzteTag

ÄrzteTag

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Ep 221Diabetes und Sex – wenn nichts mehr geht

Viele Menschen mit Diabetes entwickeln im Laufe ihrer Stoffwechselkrankheit weitere Begleiterkrankungen – an Augen, Herz und Nieren etwa. Eine über die dabei nur selten offen gesprochen wird, sind Sexualfunktionsstörungen. Und die betreffen bei weitem nicht nur die männlichen Diabetiker. Professor Thomas Haak, Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim, erläutert im Podcast, welche therapeutische Hilfe möglich ist.

Nov 17, 202012 min

Ep 220Wie wird die ärztliche Weiterbildung besser, Max Tischler?

Ärzte in Weiterbildung bewerten die Qualität dieses wichtigen Berufsabschnitts mit gemischten Noten. Oft mangelt‘s an der Erfüllung des Curriculums oder Gespräche finden nicht statt. Im „ÄrzteTag“ sprechen wir mit dem angehenden Dermatologen Max Tischler vom Hartmannbund darüber, was sich ändern muss.

Nov 16, 202026 min

Ep 219Mit „Gesundheitsregionen“ mehr sprechende Medizin – und Geld sparen

Wären die Regionen stärker ins Gesundheitswesen integriert, könnte Ärzte bessere Medizin machen – und die Kassen Geld sparen, glaubt Dr. Helmut Hildebrandt von OptiMedis. Im „ÄrzteTag“-Podcast fragen wir den IV-Veteranen, wie das gelingen soll.

Nov 12, 202026 min

Ep 218Wie es um die Männerseele bestellt ist

Der November steht unter anderem mit dem Weltmännertag im Zeichen der Männergesundheit. Auch Initiativen wie Movember – eine witzige Schnurrbartaktion zum Start in den November – haben sich bereits seit einigen Jahren zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsforschung rund um Männer aufzurütteln. Dr. Gernot Langs, Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik der Schön Klinik Bad Bramstedt erläutert im Podcast, wie es um die Männerseele, Umgang mit Stress und Präventionsmöglichkeiten bestellt ist.

Nov 11, 202018 min

Ep 217Mit UV-C-Licht und Ozon gegen Corona – bringt das etwas?

UV-C-Lampe an, SARS-CoV-2 tot: so einfach ist das? Mit Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt schauen wir darauf, was verschiedene Filtersysteme zur Corona-Desinfektion der Luft und Oberflächen taugen. Im Blick: UV-Licht, Ozon und HEPA-Filter. Oder bringt es das gute, alte Lüften besser?

Nov 9, 202014 min

Ep 216Wie Rheuma bei Kindern früher erkannt werden kann

Mit Rheuma verbinden die meisten Menschen eine Alterserscheinung. Zu Unrecht – denn in Deutschland leiden über 20.000 Kinder und Jugendliche an einer rheumatischen Erkrankung, deren Erscheinungsformen sehr unterschiedlich sein können. Auch die Ursachen der meisten dieser Erkrankungen sind noch nicht völlig verstanden. Eine Expertin in diesem Bereich ist Professor Kirsten Minden. Sie arbeitet als Kinderrheumatologin im Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité in Berlin und sie ist Professorin für Versorgungsforschung in der Rheumatologie. In dieser Podcast-Episode erläutert sie, wie sich die Erkenntnisse zu Kindern und Rheuma in den letzten Jahren verändert haben.

Nov 6, 202024 min

Ep 215Streit ums KBV-Papier – „Gebote haben nicht geklappt!“

Mit dem Positionspapier zum Corona-Lockdown von der KBV und anderen wurden viele Ärzte vergrätzt – auch Nephrologen. Im „ÄrzteTag“ spricht DGfN-Präsident Jan Galle über die Grenzen von Geboten, Kliniken im Krisenmodus – und die Langfriststrategie.

Nov 5, 202025 min

Ep 214Droht der ärztliche Bereitschaftsdienst wegen Corona zu überlasten?

Mit der Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten wachsen auch die Sorgen der Menschen – und damit die Anfragen bei Ämtern. Das bekommt auch die 116117 zu spüren. KV-Hessen-Vize Dr. Eckhard Starke übers Informieren in Pandemie-Zeiten.

Nov 4, 202014 min

Ep 213Wie möchten Sie den ÖGD für Ärzte attraktiver machen, Dr. Botzlar?

Vor kurzem haben sich nach zähem Ringen und einigen Warnstreiks Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das Einigungspaket sieht unter anderem ein Einkommensplus je nach Gehaltstufe zwischen 3,2 und 4,5 Prozent vor plus Corona-Prämienzahlungen. Besonders im Pflegebereich gibt es noch weitere Gehaltszuschläge und auch die Ärzte in den Gesundheitsämtern werden ab März 2021 mit einer Zulage von 300 Euro bedacht. Von Seiten des Ärztegewerkschaft Marburger Bund gibt es dennoch Kritik. Was an den neuen Vereinbarungen aus ihrer Sicht verkehrt ist, erläutert in dieser Podcast-Episode Dr. Andreas Botzlar, Tarifexperte und stellvertretender Vorsitzender des Marburger Bundes.

Nov 3, 202017 min

Ep 212Was Bierflaschen mit der Ärzte-Ausbildung zu tun haben

Der Patient: das unbekannte Wesen für angehende Ärzte? Im Saarland bringen Schauspieler den Medizinstudenten bei, wie Patientengespräche gehen. Ein Podcast über die Inhalte, andere Podcasts – und warum die Studis Adleraugen für kuriose Details im Hintergrund der Videosprechstunde entwickeln sollen.

Nov 2, 202011 min

Ep 211Warum Intensivmediziner die nächsten Wochen fürchten

In einem Positionspapier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung haben die Autoren eine langfristige Strategie zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus vorgestellt, die nicht auf wiederholtes Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens abzielt. Gegenposition dazu haben der Berufsverband der Deutschen Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin bezogen (DGAI). Professor Götz Geldner, Präsidenten des BDA und Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie, RKH Ludwigsburg, erläutert im Podcast, weshalb sich die Verbände von KBV-Positionspapier distanzieren.Vielmehr gilt es seiner Meinung nach zu verhindern, dass sich die Versorgungslage für intensivmedizisch zu behandelnde Patienten – und dabei nicht nur beatmungspflichtige COVID-19-Patienten – in den nächsten Wochen zuspitzt.

Oct 30, 202011 min

Ep 210Was Ärzte an der Corona-Strategie der Regierung stört

Am Mittwoch haben Bund und Länder für vier Wochen weitere Einschränkungen beschlossen, um so das Corona-Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen. Genau den hätten etliche Ärztevertreter, Psychotherapeuten und Wissenschaftler gerne vermieden. In einem Positionspapier haben sie jetzt einen eigenen Strategievorschlag vorgestellt.

Oct 29, 202018 min

Ep 209Wie funktioniert die Schlaganfallversorgung per Telemedizin?

Dr. Christoph Gumbinger ist von der telemedizinischen Schlaganfallversorgung überzeugt – nicht erst seit Corona. Im Podcast erzählt er, wann diese etwas bringt, aber wann auch nicht.

Oct 28, 202014 min

Ep 208Der diabetische Fuß – Warten bis es zu spät ist?

Durchblutungsstörungen durch Diabetes werden oft verschleppt, obwohl sie schlimme Folgen bis hin zur Amputation von Gliedmaßen haben können. Ärzten fällt die Entscheidung für eine solche Operation daher ebenfalls schwer. Ihr Ziel ist es, möglichst frühzeitig zu intervenieren, indem der Blutzucker gut eingestellt wird, Wunden an Fuß und Bein ordentlich versorgt werden und die Gefäßdurchblutung erhalten bleibt. Doch genau hier scheint sich auch die Corona-Pandemie negativ auszuwirken. Denn die Patienten kommen zunehmend erst spät, teilweise dann zu spät zum Arzt – überwiegend offenbar aus Angst vor Ansteckung, da Diabetiker bekanntlich zu einer der Hochrisikogruppen für einen schweren COVID-19 Verlauf zählen. Professor Dittmar Böckler aus Heidelberg kennt diese Problematik. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie am dortigen Universitätsklinikum und aktueller Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), die sich schon seit geraumer Zeit für die Prävention des diabetischen Fußsyndroms stark macht. Im Podcast-Gespräch erläutert er, warum es so wichtig für Patienten ist, frühzeitig auf mögliche periphere Gefäßerkrankungen zu reagieren und wie ihnen geholfen werden kann. Zudem gibt er auch Kollegen in der Hausarztpraxis zum Thema periphere Gefäßschäden wichtige Tipps.

Oct 27, 202021 min

Ep 207Wie bereiten sich Intensivstationen auf die zweite Corona-Welle vor?

Täglich überschlagen sich derzeit die Meldungen mit neuen Höchstständen bei den positiven Corona-Tests. Noch scheint das nicht in gleichem Maß auf die Zahl schwer erkrankter Patienten mit COVID-19 durchzuschlagen. Doch vergangenen Freitag kam eine erste Meldung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, wonach die Zahl der stationär zu behandelnden COVID-19-Kranken in dem bevölkerungsreichsten Bundesland innerhalb eine Woche von 950 auf rund 1420 Patienten gestiegen war. Vier Wochen zuvor hatte die Zahl noch bei nur 320 gelegen. Einen profunden Einblick in das Infektionsgeschehen auf Intensivstationen hat Professor Gernot Marx. Er ist nicht nur Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), sondern auch Direktor an der Unkiklinik Aachen im Bereich Intensivmedizin. Im Podcastgespräch berichtet er, wie sich die Intensivmediziner auf die neue Situation einstellen, welche Sorgen bestehen und welche Erfahrungen aus den ersten Monaten der Pandemie für die aktuellen Pläne und Behandlungsstrategien hilfreich sind.

Oct 26, 202017 min

Ep 206Infektiologin Marylyn Addo: „Die Pandemie sind wir!“

Viele hoffen auf Impfstoffe gegen das Coronavirus. Doch wann könnte es eine erste Impfung geben? Darüber sprechen wir mit der Infektiologin Professor Marylyn Addo, deren Team auch eine Corona-Vakzine erprobt. Und wir sprechen darüber, wie wir durch Herbst und Winter kommen.

Oct 23, 202012 min

Ep 205Wie Spahn die deutsche Gesundheits-IT an Europa anschließen will

Gesundheitsminister holt zum nächsten Digitalisierungswurf aus: Unter anderem will er die deutsche Telematikinfrastruktur für Europa öffnen. Wir blicken hinter die ersten bekannten Eckpunkte.

Oct 22, 202028 min

Ep 204„Wir haben nur 22 ÖGD-Fachärzte, das zeigt die Brisanz“

Auch in Thüringen hat der öffentliche Gesundheitsdienst Nachwuchssorgen – die Zahl der ÖGD-Fachärzte in den Ämtern beträgt gerade einmal 22. Das will die Landesärztekammer jetzt ändern. Wie, das erklärt Kammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen im „ÄrzteTag“-Podcast.

Oct 20, 202010 min

Ep 203So kommen Arztpraxen durch die Pandemie

Beim Begriff Qualitätsmanagement mag so mancher lieber weghören. Doch gerade in der Pandemie zeigt sich der Vorteil eines QM. Mit Marion Dorbath vom Kompetenzzentrum Hygiene sprechen wir über eine „Anleitung“, wie Arztpraxen durch den Corona-Winter kommen.

Oct 19, 202016 min

Ep 202Die neue Corona-Teststrategie: Wie Ärzte mit Antigentests umgehen sollten

Ärzten, Kliniken und Pflegeheimen stehen jetzt Corona-Antigentests ins Haus. Worauf sie im Umgang achten sollten, darüber reden wir mit Labormediziner Dr. Michael Müller. Und über Partys und Tierärzte.

Oct 16, 202033 min

Ep 201Zusatznutzen oder nicht – was bei Arzneien auf Ärzte zukommt

Die kommenden AIS sorgen bei Ärzten für Stirnrunzeln – aus Angst vor Regressen und der Einschränkung ihrer Therapiefreiheit. Medizinrechtler Dr. Gerhard Nitz erklärt, worauf Ärzte jetzt achten müssen.

Oct 15, 202017 min

Ep 200Wie Hausarzt Sami Gaber seine Praxis durchdigitalisiert hat

Für den Allgemeinmediziner Sami Gaber ist Digitalisierung in der Arztpraxis etwas, das Freude macht. Ein Gespräch übers Programmieren, kleine Fähnchen, Telefonanlagen – und große Erfolge bei Heimbesuchen.

Oct 12, 202020 min

Ep 199Wenn Ärzte und Pfleger unter Dauerstrom stehen

Mit der Corona-Pandemie ist eine zuvor so noch nicht gekannte Ausnahmesituation entstanden, die die ohnehin oft große Belastung im Klinik- und Pflegealltag für die dort Arbeitenden nochmals verschärft hat – auch ohne dass wir in den Kliniken dramatische Situationen wie in Bergamo oder New York hatten. Mit dem Ziel, Pflegekräften und Ärzten psychosoziale Unterstützung bei schwerwiegenden traumatischen Ereignissen im Arbeitsalltag zu bieten – etwa nach Fehlern, nach schweren Unfällen oder einer erfolglosen Reanimation – hat Dr. Andreas Schießl von der Schön Klinik München Harlaching vor sieben Jahren gemeinsam mit Kollegen den Verein PSU Akut gegründet. Nun in der Corona-Krise wurde zusätzlich eine telefonische „Helpline“ für Mitarbeiter im Gesundheitswesen ins Leben gerufen. Im Podcast-Gespräch erzählt der Anästhesist und Notfallmediziner, mit welchen Sorgen die PSU im „Normalfall“ konfrontiert wird, wie belasteten Kollegen geholfen werden kann und was sich im letzten halben Jahr bei den Belastungen konkret geändert hat.

Oct 9, 202016 min

Ep 198Warum die Corona-Krise auf den Appetit durchschlägt

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen sind für viele Menschen eine echte Herausforderung, da der gewohnte Alltag nun schon seit Monaten gehörig durcheinandergewirbelt wurde, soziale Kontakte wie auch Arztkontakte reduziert wurden. Schon viel wurde daher darüber berichtet, wie das das Entstehen seelischer Probleme bis hin zu Depressionen fördert. Zugleich gibt es eine Gruppe meist junger Erwachsener, die bisher recht wenig in den Fokus gerückt ist, das sind die Patienten mit Essstörungen, wie einer Ess-Brech-Sucht oder Magersucht. Denn bei beiden Erkrankungen sind es Imbalancen in gewohnten Abläufen, die einen Rückfall begünstigen können. Prof. Ulrich Voderholzer Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck, hat vor kurzem mit seinem Team nun zwei Studien zu diesem Thema publiziert. Im Gespräch erläutert der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wie die Corona-Krise auf Psyche und Essverhalten wirkt und wer besonders gefährdet ist, mehr Probleme als nur das ein oder andere Corona-Kilo zu viel aus der Pandemie mitzunehmen.

Oct 8, 202019 min

Ep 197"Es wird eine Phase der Sparsamkeit auf uns zukommen"

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Krankenhauslandschaft gewandelt: fast doppelt so viele Intensivbetten gibt es heute, aber weniger Gesamtbetten – und das hat wenig mit der Coronavirus-Pandemie zu tun. Das RWI-Leipniz-Institut für Wirtschaftsforschung prophezeit zudem, dass ab dem Jahr 2022 viele Kliniken stark in die Bredouille geraten. Der RWI-Ökonom Boris Augurzky meint, dass eine neue Regierung die Klinikkosten senken wird, nein, muss. In dieser Podcast-Episode berichtet er, wie wir stabile Klinikstrukturen hinbekommen – Stichwort: Zentralisierung und sektorenübergreifende Versorgung. Dabei ist die Ambulatantisierung der Pferdefuß, wie Augurzky erklärt.

Oct 7, 202016 min

Ep 196Die vier Kostentreiber in den Arztpraxen

Immer neue Vorgaben für Ärzte und Psychotherapeuten sorgen für steigende Kosten in den Praxen. Wir haben Zi-Chef Dr. Dominik Graf von Stillfried nach den Gründen gefragt – und wie es um die Zukunft der Einzelpraxis steht.

Oct 6, 202026 min

Ep 195Wo ist der Beweis, dass Gesundheits-Apps etwas bringen?

In diesen Tagen sollen die ersten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) offiziell gelistet werden. Ärzte werden sie dann mittels Muster 16 verordnen können. Woher die Evidenz für den Nutzen dieser Apps stammt, haben wir Dr. Anne Sophie Geier vom SVDGV gefragt.

Oct 5, 202017 min

Ep 194Hausärzte nach 30 Jahren Einheit: „Das Zwischenmenschliche fehlt“

Zwei Generationen ostdeutscher Hausärzte blicken auf 30 Jahre Wiedervereinigung – Mutter und Sohn. Ein „ÄrzteTag“ über Zwischenmenschliches, sprechende Medizin, Zeit haben, Frustrationsmomente – und Wertschätzung.

Oct 2, 202039 min

Ep 193Warum die Corona-Pandemie das Risiko der Internet-Spielsucht befeuert

Vor wenigen Wochen hat eine Erhebung ein Schlaglicht auf eine besondere Folge der Corona-Pandemie geworfen. Sie hat nämlich verdeutlicht, wie stark der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen während der Lockdown-Phase im Frühjahr zugenommen hat. Forscher des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hatten dafür im April rund 1200 Familien mit Kindern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren befragt und die Erhebungsdaten mit Daten von September 2019 verglichen. Das Ergebnis: Die durchschnittliche Verweildauer der Zehn- bis 17-Jährigen in den sozialen Medien war werktags um 66 Prozent angestiegen. Die Nutzungsdauer von Onlinespielen an diesen Tagen stieg um 75 Prozent. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, bezeichnete den Anstieg der Verweildauer von Minderjährigen im Internet als "heftig" und warnte, diese Entwicklung dürfe "so nicht weitergehen". Nun hat auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) in diesem Zusammenhang Alarm geschlagen und warnt vor einem Anstieg der Computerspiel- und Internetabhängigkeit. Doch in der geplanten Gesetzesnovelle zum Jugendschutz werde auf diese Risiken gar nicht eingegangen, kritisiert Professor Hans-Iko Huppertz, der Präsidenten der DAKJ. In einem gemeinsamen Gespräch gehen er und und Dr. Jakob Florack, Kinder- und Jugendpsychiater im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, näher auf diese Kritik ein und erläutern, wie es denn tatsächlich im das Risiko Internet-Spielsucht steht, welche Spiele überhaupt kritisch sind und welchen Einfluss die Corona-Krise nun darauf hat.

Oct 1, 202024 min

Ep 192Wie pflegebedürftigen Senioren ein Klinikaufenthalt erspart werden könnte

Mit dem Innovationsfonds werden bundesweit Projekte gefördert, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und dabei die sektorale Aufteilung des Gesundheitswesens – unter anderen in Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflegeeinrichtungen – überwinden sollen. Ein solches über vier Jahre mit rund 15 Millionen Euro gefördertes Projekt ist das ganz frisch gestartete Projekt Optimal@NRW: Es zielt auf die optimierte Akutversorgung geriatrischer Patienten, denn die Zahl der Menschen über 65 Jahren, die pflegebedürftig sind, wächst stetig. Ihre medizinische Versorgung soll daher künftig ein telemedizinisches Kooperationsnetzwerk über Sektorengrenzen hinweg verbessern – das rund um die Uhr aktiv ist. Was genau hinter dem Projekt steckt und wie damit konkret älteren, vor allem pflegebedürftigen Patienten geholfen werden soll, das erläutert im Gespräch Dr. Jörg Christian Brokmann. Er ist Leiter der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Aachen und Koordinator des Projekts.

Sep 30, 202017 min

Ep 191Wie Ärzte Videosprechstunden für ihre Praxis organisieren können

Die BÄK will Ärzten mit einer Handreichung zur Videosprechstunde unter die Arme greifen. Worauf es ankommt, was der Patient leisten muss und was formell zu beachten ist, erklärt der Vorsitzende der BÄK-Arbeitsgruppe Fernbehandlung, Dr. Josef Mischo.

Sep 29, 202016 min

Ep 190Das harte Ringen um eine Nationale Demenzstrategie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vergangene Woche den offiziellen Startschuss für die „Nationale Demenzstrategie“ gegeben. Mit dieser Strategie verpflichten sich die beteiligten Akteure auf Maßnahmen, die das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern sollen – und zwar in jedem Stadium der Krankheit. Das geht los beim ersten Hausbesuch, wenn die Diagnose vorliegt, über die ärztliche Versorgung und die psychosoziale Beratung inklusive der Angehörigen sowie die Pflege in schweren Stadien der Krankheit bis hin zur würdigen Sterbebegleitung. Und auch Haus- und Fachärzte sollen bei der Versorgung von Demenzkranken stärker unterstützt werden, etwa indem „professionelle Netzwerke“ für Demenzkranke – bestehend aus Ärzten, Pflegeheimen und Pflegediensten – finanziell stärker unterstützten und ausgebaut werden. Erarbeitet wurde die Strategie, die 27 Ziele und Unterziele mit 162 konkreten Einzelmaßnahmen umfasst, unter Federführung des Bundesfamilienministeriums und des Bundesgesundheitsministeriums und unter dem Co-Vorsitz der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Daneben waren ebenfalls das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Länder, Verbände der Pflege und des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft involviert. Im Podcast-Gespräch erzählt Monika Kaus, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, wie schwer es mitunter war, alle Akteure und ihre Interessen unter einen Hut zu bekommen, was bei der Strategie dennoch fehlt und wie nun den schönen Worten echte Taten folgen sollen.

Sep 28, 202012 min

Ep 189Reinhard Busse: "Mehr Geld für Prävention gefährdet nicht die Kranken!"

Gerät die medizinische Versorgung ins Hintertreffen, wenn die Vergütung der Ärzte mehr auf Prävention setzen würde? Nein, sagt Professor Reinhard Busse. Warum, das erklärt er im „ÄrzteTag“.

Sep 25, 202016 min

Ep 188Wie der Impfpass voll digital wird – und was das Ärzten nutzt

Die ePA ist auf dem Weg, wenn auch noch abstrakt. Das interdisziplinäre Team von ImpfDocNE will den Impfpass voll digitalisieren und hat eine Software entwickelt, die Arzt und Patient dessen Impfstatus detailliert zeigt. In dieser Episode reden wir mit Dr. Hans-Jürgen Schrörs über ImpfDocNE. Gemeinsam klopfen wir ab, welches Team dahinter steckt, wie die Anbindung in die Praxissoftware das Praxisteam unterstützen kann und warum eine dezentrale Speicherung der Daten die beste Lösung für die ePA ist. Und was sage ich eigentlich meinem Patienten, wenn der sein Handy mit den Impfdaten verliert?

Sep 24, 202026 min

Ep 187Warum der Weg zu "mehr Qualität in Kliniken" so kompliziert ist

Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement sind im Krankenhaus wie auch in der Arztpraxis zwei grundlegende – und auch selbstverständliche – Aspekte, um die Patientenversorgung sicher zu gestalten. Doch es macht sich unter den Ärzten Unmut breit. Für die Qualitätssicherung sei mittlerweile ein zu hoher bürokratischer Aufwand nötig, der im Missverhältnis zum potenziellen Nutzen für die Patientenversorgung stehe, beklagte jüngst die Bundesärztekammer in einem Memorandum. Was genau die Ärzteschaft verärgert, erläutert im Podcast Dr. Susanne Johna. Sie ist Oberärztin am Sankt Josefs-Hospital in Rüdesheim und seit 2016 im Vorstand der Bundesärztekammer, wo sie im Ausschuss Qualitätssicherung mitwirkt. Im Gespräch geht sie auch auf die Qualitätsoffensive im Krankenhausstrukturgesetz und die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren ein, die das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen erarbeitet, und warum dieses Instrument mitunter mehr Sand als Öl in die Klinikabläufe bringt – Dabei gebe es oft eine relativ einfache Lösung.

Sep 23, 202016 min

Ep 186Wie lässt sich eine faire Aufgabenverteilung in der Pandemie erreichen?

Privat versicherte Patienten sind häufig gern gesehene Patienten in den Praxen, weil sie im Vergleich zu Kassenpatienten in vielen Fällen für dieselbe Leistung ein deutlich höheres Honorar einbringen. Gerade in der Corona-Pandemie, nach der ersten Welle, ist die Branche von Ärzten immer wieder an den Pranger gestellt worden: Sie habe sich nicht angemessen beteiligt an den Pandemiekosten, hieß es und heißt es bis heute immer wieder – vor allem von KV-Vertretern. Dahinter steckt der uralte Konflikt im dualen System, inwieweit die privaten Krankenversicherungen (PKV) an Infrastrukturkosten im Gesundheitswesen zu beteiligen wären, die für gesetzlich Versicherte wie für privat Krankenversicherte vorgehalten werden. Im Podcast erläutert Dr. Florian Reuther, Verbandsdirektor der Privaten Krankenversicherungen seine Auffassung, dass sich PKV-Unternehmen durchaus an den Pandemiekosten beteiligt haben und wo etwa die Hygienepauschalen für den Aufwand in Praxen greifen oder telemedizinische Abrechnungsmöglichkeiten. Außerdem gibt er einen Ausblick auf die geplante neue GOÄ.

Sep 22, 202029 min

Ep 185Was Demenzpatienten mitten im Leben hält

Alljährlich am 21. September ist Weltalzheimertag. Dieses Jahr steht der Tag in Deutschland unter dem Motto „Demenz – wir müssen reden!“. Doch das ist leichter gesagt als getan. Noch immer ist die Krankheit ein Tabu – auch wenn Demenzen inzwischen zu den häufigsten neuropsychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter gehören und über eine Million Senioren in Deutschland betroffen sind. So fällt es vielen Familienmitgliedern sehr schwer, den Betroffenen auf merkliche Veränderungen seiner geistigen Leistungen anzusprechen, aus Sorge, ihn zu verletzen. Selbst einem Arzt gegenüber wird das Thema oft nur vorsichtig und verklemmt angesprochen. Der Erkrankte selbst verschließt häufig die Augen vor seiner zunehmenden Vergesslichkeit oder entwickelt Kompensationsmechanismen. Wertvolle Zeit geht so verloren, denn es ist nachgewiesen: Je früher ein Betroffener mit Gedächtnistraining, mit Gesprächen und Aktivitätsprogrammen mitten im Leben gehalten wird, desto besser kann das Fortschreiten einer Demenzerkrankung zumindest verzögert und die Lebensqualität erhalten werden. Und eine heilende medikamentöse Therapie lässt ja leider nach wie vor auf sich warten. Was sich mit bestimmten aktivierenden Maßnahmen erreichen lässt, welche Rolle eine Selbsterhaltungstherapie dabei spielt und wann Medikamente helfen und wann nicht lässt, erläutert im Podcast Dr. Jürgen Herzog. Er ist Chefarzt an der Schön Klinik München-Schwabing, die einen Schwerpunkt Neurologie hat, zu der auch eine Tagesklinik für Demenz gehört.

Sep 21, 202019 min

Ep 184Dr. Matthias Jöllenbeck - ein Arzt pfeift Bundesliga

Am Freitag (18.9.) wird die neue Saison in den Fußball-Bundesligen angepfiffen – u.a. von Dr. Matthias Jöllenbeck, der die Zweitliga-Partie Jahn Regenburg gegen 1. FC Nürnberg leiten wird. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht er über sein Leben als Klinikarzt und Bundesliga-Schiedsrichter.

Sep 18, 202023 min

Ep 183Warum wollen Sie zurücktreten, Ärztekammerpräsident Jonitz?

Berlins Kammerchef tritt ab: Dr. Günther Jonitz will bis Juni 2021 seinen Posten räumen. Warum? Das haben wir ihn am Donnerstag für diese „ÄrzteTag“-Episode gefragt. Darin erzählt er auch, wie deutsche Ärzte zum internationalen Vorbild wurden.

Sep 17, 202015 min

Ep 182Welche Lehren zur Patientensicherheit sich aus der Corona-Krise ziehen lassen

Geht es um das Thema Patientensicherheit, dann hat die Corona-Krise den Finger in altbekannte "Wunden" gelegt, wie auch ganz neue Aspekte hervorgebracht. So gehören Unterbrechungen der an sich notwendigen kontinuierlichen Versorgung und unversorgte Notfälle mit zu den Folgen, die die gewohnte Versorgung von Patienten in Deutschland durcheinander gebracht hat. Zugleich kam auf Ärzte und Pflegekräften eine neue ungewohnte Situation zu mit phasenweise sehr hohe physischer wie psychischer Belastung, da die Pandemie die Abläufe in den Alltag in Praxen und Kliniken stark verändert hat – auch dies ist ein Aspekt, der die Patientensicherheit beeinträchtigen kann, denn ganz klar: Wer unter Stress steht, macht leichter Fehler. Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), erläutert im Podcast, welche Schwachstellen in unserem Gesundheitswesen offen gelegt wurden und an welchen Stellen nun im Sinne der Patientensicherheit dringlich nachgebessert werden sollte – und da ist der Personalmangel nur ein Aspekt. Kritisch sieht sie auch, dass zu wenig auf die Belastungen von Mitarbeitern im Gesundheitswesen geachtet wird und Geld für entsprechendes Mentoring in den Klinikbudgets nicht vorgesehen ist. Doch sie sieht auch einen positiven Effekt.

Sep 17, 202016 min

Ep 181„Streit zwischen Haus- und Fachärzten macht gar keinen Sinn!“

Reichen 500 Millionen Euro Honorarplus im kommenden Jahr nicht? Im „ÄrzteTag“ spricht die neue BDI-Präsidentin Christine Neumann-Grutzeck über gestiegene Kosten, das Ende der Budgets – und warum Haus- und Fachärzte nicht ums Honorar streiten sollten.

Sep 16, 202013 min

Ep 180Wie Wiederbelebung sexy für junge Menschen wird

Ein Mensch bricht auf der Straße oder zuhause plötzlich zusammen – solch eine Situation kommt in Deutschland nach Schätzung von Intensivmedizinern bis zu 150 Mal am Tag vor. Oft liegt dann ein Herzkreislauf-Versagen vor. In einem solchen Notfall zählt jede Minute, da das menschliche Gehirn nur knapp fünf Minuten ohne Sauerstoffversorgung überlebt. Darauf macht jetzt auch wieder die Woche der Wiederbelebung aufmerksam. Doch die Hemmschwelle zu helfen, ist offensichtlich hoch – die Quote der Laienreanimation liegt in Deutschland gerade mal bei 40 Prozent. Und die Sorge vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 dürfte aktuell die Zurückhaltung eher noch erhöhen. Im Podcast erläutert Professor Götz Geldner von Klinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie in Ludwigsburg und Präsident des Berufsverbands Deutscher Anästhesisten, wie Wiederbelebung auch in Coronazeiten leistbar ist und worauf beim Hilfedreiklang Prüfen - Rufen - Drücken zu achten ist. Und für diejenigen, die die BeeGees als Rhythmusgeber nicht mögen oder kennen, hat er eine Alternative parat.

Sep 15, 202011 min

Ep 179Wie bei Medizinern die Lust an der Allgemeinmedizin geweckt werden soll

Eigentlich erfordert unsere alternde Gesellschaft mehr Allgemeinmediziner. Doch der Trend in die Hausarztpraxis scheint bei jungen Medizinern nicht vorne auf der Wunschliste zu stehen – schon gar nicht, wenn es darum geht die Praxis auf dem Land zu führen. Laut einer Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gibt es im Jahr 2020 in etwa 7000 Hausärzte weniger als noch 2010. Es gibt daher inzwischen einige Ansätze, dem Hausarztmangel entgegen zu wirken – angefangen von den Extrastudienplätzen für jene Studenten, die sich dafür verpflichten, später als Landarzt dort zu praktizieren, wo Not am Arzt ist (Landarztquote) bis hin zu Konzepten, die spätestens dann im Studium heiß auf Hausarzt und Allgemeinmedizin machen sollen. Ein neues Konzept verfolgt nun die Universität Magdeburg mit dem Arbeitsbereich HAWIRA „Hausärztliche Aus- und Weiterbildung der regionalen Allgemeinmedizin“. Was dieses Offensive konkret beinhaltet und wie damit vom Medizinstudium bis zur Weiterbildung die Lust am Hausarzt-Dasein – auch in ländlichen Gegenden – geweckt werden soll, erläutert im Podcast Professor Thomas Lichte, der gemeinsam mit Dr. Robin John das Konzept gerade aufbaut.

Sep 14, 202025 min

Ep 178Wie wollen Sie Ärzten die Regressangst nehmen, Herr Hecken?

Seit zehn Jahren gibt es eine Nutzenbewertung für Arzneien. Im „ÄrzteTag“ zieht GBA-Chef Hecken Bilanz. Er spricht über die neuen Herausforderungen, die Grenzen der EbM und wie er Ärzten Ängste nehmen will.

Sep 11, 202041 min

Ep 177Was macht die Rheumatologie für junge Ärzte interessant, Professor Schulze-Koops?

Der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) macht der fehlende Nachwuchs in ihrer Disziplin Sorgen – auch vor dem Hintergrund, dass der Versorgungsbedarf seitens der Patienten stetig wächst. Im Podcast macht Professor Hendrik Schulze-Koops, Präsident der DGRh und Präsident des virtuellen Rheumakongresses 2020 deutlich, wo es bei Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses hakt, was wir von Ländern wie Frankreich und Italien lernen können, um Versorgungslücken zu schließen – und was den Reiz der internistischen Rheumatologie gerade auch für angehende Ärzte ausmacht.

Sep 10, 202019 min

Ep 176Warum Alkohol in der Schwangerschaft noch immer unterschätzt wird

Alljährlich am 9. September ist der Tag des alkoholgeschädigten Kindes. Das Datum wurde dafür bewusst gewählt. Es soll auf die 9 Monate hinweisen, die ein ungeborenes Kind beschützt und behütet im Bauch seiner Mutter heranwächst. Mit zu den vermeidbaren Risiken in dieser sensiblen Phase gehört das Trinken von Alkohol. Denn wenn Schwangere Alkohol trinken, kann das – eigentlich längst bekannt – gravierende Folgen haben: Sie reichen von Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu angeborenen Fehlbildungen. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. Doch noch immer wird das Risiko unterschätzt, die Folgen werden spät oder gar nicht erkannt, wie Gisela Michalowski vom Verein FASD Deutschland im Gespräch verdeutlicht. Wo liegen die Schwierigkeiten von Diagnostik und Therapie – bei erkrankten Kindern und später Erwachsenen mit FASD? Und wo müsste die Aufklärung ansetzen, damit nicht jedes Jahr zum 9.9. die Zahl von jährlich 10.000 zusätzlichen Kindern mit FASD genannt werden muss? Hören Sie dazu mehr in diesem Podcast.

Sep 9, 202016 min

Ep 175BVÖGD-Chefin Ute Teichert: "Das ist eine historische Chance!"

Kanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag mit Amtsärzten und Kommunalvertretern über den „Pakt für den ÖGD“ diskutiert. Im „ÄrzteTag“ erzählt Ute Teichert vom BVÖGD, welche Hausaufgaben die Kanzlerin für die Bürgermeister und Landräte im Gepäck hatte.

Sep 8, 20207 min

Ep 174Was für eine Kortisontherapie bei COVID-19-Patienten spricht

Nicht nur Dexamethason, sondern auch Hydrocortison eignet sich in der Therapie von Patienten, die schwer an COVID-19 erkrankt sind, um den Krankheitsverlauf zu verbessern und die Überlebenschancen zu erhöhen. Das konnte die REMAP-CAP-Studiengruppe aktuell in einer internationalen Kooperation von mehr als 250 Intensivstationen nachweisen. Die aus derzeit 17 Intensivstationen bestehende Studienbeteiligung in Deutschland wird am Zentrum für Klinische Studien des Universitätsklinikums Jena (UKJ) koordiniert unter Leitung von Professor Frank M. Brunkhorst. Im Gespräch erläutert er, welche entscheidenden Studiendaten zur Kortisontherapie bei COVID-19 inzwischen vorliegen, welche Patienten profitieren und welche nicht – und was das besondere an der derzeitigen Studiensituation ausmacht. Und wie steht es um das Nebenwirkungsrisiko bei Steroidgabe? Auch darüber spricht Professor Brunkhorst in diesem Podcast.

Sep 7, 202019 min

Ep 173Psychiatrie und Psychosomatik – das sind zwei Paar Schuhe

In der sogenannten PPP-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses geht es um die stationäre Psychosomatik und hier ganz speziell um die Mindestvorgaben fürs Personal, die festgelegt sind. Diese Richtlinie ist Anfang des Jahres in Kraft getreten und betrifft alle Einrichtungen der Psychiatrie und der Psychosomatik. Genau für die Psychosomatik hat das Bundesgesundheitsministerium dem GBA aufgetragen, die praktische Umsetzbarkeit der Mindestvorgaben nochmals zu prüfen. Hier sind Verbände und Kliniken aufgerufen, bis zum Montag Stellung zu nehmen, inwieweit diese Vorgaben überhaupt umsetzbar sind. Und dieser eigentlich auf den ersten Blick unscheinbare Termin treibt den stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbandes der Privatkliniken und CEO der Schön-Kliniken, Dr. Mate Ivancic, so sehr um, dass er sein Anliegen in die Öffentlichkeit tragen möchte. Im Gespräch mit Hauke Gerlof und Anno Fricke von der Ärzte Zeitung erläutert er, wo die Krux der Anforderungen genau liegt und warum sich das negativ auf die Betreuung der Patienten auswirken wird.

Sep 7, 202015 min

Ep 172Ist eine Corona-Impfpflicht rechtlich möglich, Christian Solmecke?

Heute schauen wir im "ÄrzteTag" einmal in die Glaskugel und stellen uns vor, es gäbe einen Corona-Impfstoff und eine Impfpflicht. Die soll es ja nicht geben, das haben Regierungspolitiker schon häufig klar gestellt, aber würde eine allgemeine Impfpflicht überhaupt vor Gericht Stand halten? Oder wäre eher eine spezielle für bestimmte Bevölkerungsgruppen statt einer generellen juristisch machbar? Unser Gast Christian Solmecke ist Rechtsanwalt und betreibt bei Youtube den sehr erfolgreichen Kanal "Kanzlei WBS". Neben diesem fiktiven Szenario klopfen wir auch die Rechtslage bei heute tatsächlich möglichen Themen ab: Was passiert Ärzten, die ein Gefälligkeitsgutachten ausstellen und muss ich auch Vakzinen verimpfen, die ich für nicht sicher halte? Und ist eigentlich ein angedachter SARS-CoV-2-Immunitätsausweis rechtlich durchsetzbar? Wir klären es – in dieser Podcast-Episode. Das Video von Christian Solmecke zur rechtlichen Lage rund um einen Corona-Immunitätsausweis.

Sep 3, 202012 min