
Verena König Podcast für Kreative Transformation
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S1 Ep 134#134 Trauma, Mitgefühl und Atem
Es ist wieder Frage-Freitag Zeit. In dieser interessanten Folge beschäftige ich mich mit Hörer*innenfragen zum Thema Abgrenzung, Mitgefühl und Atemtechniken. Alles natürlich, wie immer, mit Bezug auf die Traumathematik dabei. Wie gewohnt begleitet mich Kathie Kleff durch diese Folge. Wir wünschen dir viel Inspiration und lehrreiche Erkenntnisse. In dieser Folge erfährst Du: dass Mitgefühl etwas anderes ist als Verschmelzung wie frühe Traumata Abgrenzung erschweren dass wir mit dem Atem unser Nervensystem erreichen können wieso Atemtechniken nicht per se für jeden hilfreich sind wieso Atemmuster und Meditation Traumata triggern können SHOWNOTES: Abgrenzung und Verbundenheit // Podcast #93 Abgrenzung bei Entwicklungstrauma // Podcast #107 Die Schattenseiten der Abgrenzung // Podcast #109 Warum Abgrenzung so komplex ist // Podcast #111 Buch: Traumasensitive Achtsamkeit von David Treleaven
S1 Ep 133#133 Trauma und der Wunsch nach schnellen Lösungen
In dieser Folge möchte ich darüber berichten, weshalb es keinen Sinn ergibt auf dem Heilungsweg bei Trauma nach Abkürzungen zu suchen. Ich möchte dir etwas darüber erzählen, warum es sich so lohnt, den Weg ganz zu gehen, mit jedem Schritt, der dazugehört. Ich werde erklären, warum Abkürzungen häufig eher Sackgassen sind und weshalb es auch nicht achtsam und nicht unsere Natur wertschätzend ist, wenn wir es mit schnellen Lösungen versuchen. Ich wünsche dir viel Freude und wertvolle Inspiration beim Lauschen. Leidensdruck und der Wunsch nach Entlastung Wenn man sich auf einem Heilungsweg befindet, dann gibt es etwas, was heilen muss. Dann ist etwas versehrt, etwas ist verletzt, etwas erzeugt Schmerz, Kummer, Leid, Symptome. Das heißt, wenn man auf einem solchen Weg ist, hat man in aller Regel einen Leidensdruck. Wenn Menschen zu mir in die Praxis kommen, haben sie meistens diesen sogenannten Leidensdruck. Das Leid, das sie erleben, hat ein solches Maß erreicht, dass sie sich in Bewegung setzen, in dem tiefen Wunsch es zu verändern. Dieser Leidensdruck führt zu dem Wunsch nach Lösungen und, wie eben gesagt, nach Veränderung. Manchmal auch zu dem Wunsch nach Erlösung oder einfach nach Entlastung. Es ist total nachvollziehbar, dass auf einem solchen Weg, der meistens schon eine Weile geht, die Geduld irgendwie nicht gerade unerschöpflich ist… In dieser Folge erfährst du: warum schnelle Lösungen bei Trauma keine (nachhaltigen) Lösungen sind dass in Traumafolgesymptomen Überlebensenergie gespeichert ist und wir diese deshalb nicht bekämpfen sollten dass wir komplexe Wesen sind was Dekompensation bedeutet und wann diese Gefahr droht dass es sich lohnt dem Prozess zu vertrauen Shownotes: Vertraue dem Prozess // Podcast #68 Kann man Trauma heilen? // Podcast #76 Warum gewisse Techniken traumatisierten Menschen nicht helfen // Podcast #74
S1 Ep 132#132 Traumabedingte Glaubenssätze und pränatale Prägungen
Schon wieder sind zwei Wochen vorbei und der nächste Fragen-Freitag ist da. Kathie und ich wünschen dir viel Inspiration beim Lauschen dieser sehr reichhaltigen Folge zum Thema Trauma, Glaubenssätze und pränatale Prägungen. Wenn auch du eine Frage einreichen magst, kannst du das ganz einfach tun, indem du sie an [email protected] sendest. Wir möchten dich herzlich einladen, deine Frage kompakt zu stellen und dich auf das Wesentliche zu besinnen. Stichworte auf den Punkt gebracht sind für uns leichter zu sichten als zweiseitige Briefe mit vielen Details (auch wenn natürlich jedes Detail einer Lebensgeschichte gewürdigt sein soll). Wir werden die Fragen sorgfältig auswählen und uns ihnen achtsam zuwenden. Selbstverständlich behandeln wir sie vertraulich. Bitte teile uns mit, ob wir deinen Vornamen nennen dürfen, oder deine Frage anonymisieren sollen. In dieser Folge erfährst du: Woher die tiefe Überzeugung kommen kann, dass man kein glückliches Leben verdient hat dass behutsame, neugierige Selbsterforschung heilsam ist wieso positives Denken bei Trauma nicht genügt warum aufdeckende Techniken wie Hypnose gefährlich sein können was pränatale Prägungen sind wie vorgeburtliche Erfahrungen auf unseren Selbstwert wirken
S1 Ep 131#131 Erstarren und Funktionieren als Traumafolge
In dieser Folge geht es einmal wieder um eine Reaktion unseres Nervensystems, um eine Überlebensreaktion. Nachdem auf die vorletzte Folge, in der ich über die fawn response, die Unterwerfungsreaktion gesprochen habe, so viele Rückmeldungen kamen, die dankbar und erleichtert waren, dachte ich mir, dass ich noch eine andere Überlebensreaktion genauer beleuchten möchte. Es handelt sich um eine Erstarrungsreaktion. Auf englisch gibt es den Begriff „functional freeze", der eigentlich im Deutschen mit dem Begriff der „Schockstarre" übersetzt wird. Er hält jedoch noch viel mehr bereit, als nur das „sich auf den Rücken werfen und alle Viere von sich strecken". In diesem Sinne wünsche ich dir in dieser Folge viele erhellende Erkenntnisse beim Lauschen und eine wohltuende Inspiration. In dieser Folge erfährst du: wie sich die Überlebensreaktion namens "freeze response" (dt. Erstarrungsreaktion) zeigt dass viele Gefühle eine Stressantwort sind und was passiert, wenn wir sie unterdrücken was diese Muster mit Funktionalität zu tun haben wie man aus dem Kreislauf der Überlebensmechanismen herausfinden kann Shownotes: Ohnmacht & Starre / Polyvagaltheorie // Podcast #84 Trauma & Depression // Podcast #177
S1 Ep 130#130 Gehaltene Trauma-Energie & Co-abhängige Beziehungen
Mit Freude veröffentlichen wir hier den zweiten Fragen-Freitag (ja, das ist nun der Name für dieses Format). Kathie und ich bedanken uns herzlich für die vielen herzlichen und schönen Rückmeldungen und auch für die vertrauensvollen Fragen, die uns anvertraut werden. Auch in dieser Folge geht es um Beziehung und um Aspekte der Traumaheilung. In dieser Folge erfährst du: wie man durch Trauma gehaltene Energie ableiten kann was Selbstregulation bedeutet und was es nicht ist dass Trennung ein Prozess ist dass man nicht immer Entscheidungen treffen muss warum Klarheit in Familien vor allem für Kinder so wichtig ist Shownotes: Warum Trennungen so schwer fallen // Podcast #75 Kraft der Entscheidung // Podcast #32 Kathie Kleff Instagram: https://www.instagram.com/kathie_kleff/
S1 Ep 129#129 Fawn response | Warum wir in toxischen Beziehungen landen und bleiben
Bei den zahlreichen Fragen, die uns für das neue Podcast-Format, den "Fragen Freitag", erreicht haben, konnten wir beobachten, dass ein beträchtlicher Teil dieser Fragen das Thema toxische Partnerschaften betrifft, wie du auch schon in der letzten Folge mitbekommen hast. Es ist wohl leider so, dass sehr viele Menschen sich bewusst sind, dass sie sich in einer toxischen Beziehung befinden oder auch befanden und davon erholen müssen. Weil diese Fragen sich so häufen und wohl viele Betroffene meinem Podcast lauschen, möchte ich in dieser Folge einen Aspekt beleuchten, der helfen kann zu verstehen, warum es so schwer ist, sich aus sogenannt toxischen Verbindungen zu lösen und warum es so leicht ist, in sie hineinzugeraten, wenn man eine gewisse Vorgeschichte hat. Ich wünsche dir ganz erhellende und wohltuende Erfahrungen und Erkenntnisse beim Lauschen. Es ist immer wieder berührend zu hören und erstaunlich mitzuerleben was geschieht, wenn Menschen sich bewusst werden, dass sie sich in Beziehungskontexten befinden, die ihnen nicht guttun. Wenn sie sich z.B. bewusst werden, dass die Beziehung zu den eigenen Eltern, oder Elternteilen nicht gut oder sogar vergiftet ist. Das ist eine sehr komplexe Situation. Denn bewusst werden bedeutet auch, dass es eine Zeit im Leben gab, in der einem das nicht bewusst war. Und zwar die meiste Zeit des Lebens. Ich möchte dir jetzt gerne erklären, weshalb ein Aspekt früher Traumatisierungen oder Bindungstraumatisierungen eine unglaublich gute Vorlage oder Voraussetzung ist, um dann später in giftigen Beziehungen zu landen. In dieser Folge erfährst du: welche Muster sich bei frühen Traumatisierungen entwickeln können dass das Bewusstsein meist nicht reicht, um sich aus toxischen Beziehungen lösen zu können was die „Fawn Response" ist was es braucht, um sich lösen zu können Shownotes: Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51 Entwicklungstrauma und Angst // Podcast #116 Abgrenzung bei Entwicklungstrauma // Podcast #107 Wie sich frühe Prägungen auf deine Beziehungen auswirken // Podcast #43 Ohnmacht und Starre / Die Polyvagaltheorie // Podcast #84
S1 Ep 128#128 Toxische Beziehungen und Weitergabe von Traumata
Heute begrüße ich dich, zur ersten Folge unseres neuen Podcastformats. Jeden zweiten Freitag werden jetzt hier in unserem Podcast eure Fragen bewegt. Ich freue mich von Herzen, dass ich die wunderbare Kathie Kleff für dieses Format gewinnen konnte. Kathie ist eine wunderbare Sängerin, sie ist Sprecherin und Radiomoderatorin. Außerdem ist sie angehende Therapeutin und bereits traumasensibler Coach. Kathie ist also die optimale Gesprächspartnerin, um eure Fragen zu reflektieren. Ich schätze ihre Sicht auf die Dinge und ihre Art nachzufragen sehr. In dieser Folge erfährst du: wie man sich achtsam und wohlwollend aus toxischen Beziehungen lösen kann wie man als Elternteil verhindern kann, seine eigenen Traumatisierung an die Kinder weiterzugeben Shownotes: Löse dich aus toxischen Verbindungen // Podcast #45 Toxische Menschen erkennen, verstehen, mit ihnen umgehen // Podcast #46 Wenn die Familie toxisch ist // Podcast #47 https://www.youtube.com/watch?v=XixYL4AC0E4 Heile Wunden, die toxische Menschen dir zugefügt haben // Podcast #48 Wohin mit meinem Schuldgefühl? // Podcast #101
S1 Ep 127#127 Trauma und Erinnerung
In dieser Podcastfolge geht es um eine spannende Frage, die immer wieder an TraumatherapeutInnen herangetragen wird. Und zwar um die Frage, wie wir mit Traumatisierungen umgehen können, bzw. wie wir Traumatisierungen aufarbeiten können, an die wir uns nicht erinnern können? Ich werde in dieser Folge dieser Frage nachgehen und wünsche dir ganz wohltuende und erkenntnisreiche Erlebnisse beim Lauschen. Verschiedene Arten von Gedächtnis Trauma und Erinnerung ist generell eine spezielle und auch eine ganz spannende Sache. Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass es eine gewisse Zeit in unserem Leben gibt, an die wir uns nicht bewusst erinnern können, was völlig normal, sogenannt physiologisch ist. Es gibt jedoch trotzdem bei Trauma die Eigenheit, dass wir uns an gewisse traumatische Erfahrungen auch nach dieser Zeit im Leben, also nach unserer frühen Kindheit, nicht erinnern können, was etwas mit einer Schutzfunktion unserer Psyche zu tun hat. In dieser Folge erfährst du: was das implizite und explizite Gedächtnis sind dass Flashbacks emotional und/oder körperlich sein können wann der richtige Zeitpunkt für Traumatherapie ist welche Rolle der Körper in der therapeutischen Bearbeitung von impliziten Erinnerungen spielt welches Ziel die traumatherapeutische Arbeit verfolgt SHOWNOTES: Peter Levine "Trauma und Gedächtnis" Bessel van der Kolk "Verkörperter Schrecken"
S1 Ep 126#126 Dami Charf im Interview
In dieser Folge habe ich einen ganz besonderen Gast für dich. Es ist mir eine Herzensfreude, dass ich die Traumatherapeutin und Bestsellerautorin Dami Charf in meinem Podcast begrüßen darf. Wir haben uns unter anderem über das Thema Trauma, die eigene Verletzlichkeit und die Kraft des Mitgefühls für sich selbst unterhalten. Dami Charf ist sicher vielen Hörerinnen und Hörern meines Podcasts ein Begriff. Sie ist körper- und bindungsorientierte Traumatherapeutin und hat eine eigene Therapiemethode „somatische emotionale Integration" entwickelt. Dami ist eine Frau mit einer reichen Lebenserfahrung und einer reichen Erfahrung als Therapeutin. Sie ist Autorin zweier wunderbarer Bücher und eine herzenswarme und humorvolle Person. Dami bringt die Themen mit einer Leichtigkeit und auf eine feine Art und Weise auf den Punkt und ich freue mich von Herzen wenn du reinlauschst… In dieser Folge erfährst du: warum Traumaüberlebende Held*innen sind dass Sehnsucht Perspektiven schaffen kann welche enorme Kraft das Mitgefühl für sich selbst haben kann warum Gemeinschaft so heilsam sein kann dass wir uns unserer eigenen Verletzlichkeit zuwenden müssen Shownotes: Website Dami Charf https://www.damicharf.com/ Onlineportal von Dami Charf https://traumaheilung.de/ Bücher von Dami Charf: „Auch alte Wunden können heilen" und „Die 3 Quellen echten Lebensglücks" Mary Oliver „Wild Geese" (Zitat von Dami Charf aus diesem Interview) Sebastian Junger – Tribe
S1 Ep 125#125 Ekel und Selbstekel als Traumafolge
Mit dieser Folge widme ich mich einmal wieder einer Frage, die von mehreren HörerInnen meines Podcasts an mich herangetragen wurde. Es dreht sich heute um das Thema Ekel. Um den Effekt, das Gefühl, die Körperempfindung von Ekel und um die Frage wie das in Beziehung steht zu Traumatisierungen, zu frühen Traumatisierungen und was es für Möglichkeiten gibt, Ekelgefühle, Wahrnehmungen, quälende Wahrnehmungen von Ekel zu überwinden. Vielleicht klingt dieses Thema für Dich eigenartig, das wäre sehr schön, denn dann hättest du mit dem Thema Ekel vermutlich nichts am Hut. Leider ist es jedoch so, dass Ekel für sehr viele Menschen mit Traumafolgen eine ziemlich große Rolle spielt, in verschiedenen Situationen in ihrem Leben und deswegen widme ich diese Folge diesem etwas speziellen Thema, das aber kein Randthema ist. Ich wünsche dir beim Lauschen hilfreiche Erkenntnisse für dich, falls du betroffen sein solltest und ich wünsche dir wertvolle Inspiration, falls du nicht betroffen sein solltest, um andere Menschen besser zu verstehen und vielleicht begleiten zu können. In dieser Folge erfährst du: was Ekel eigentlich ist dass Ekel und Selbstekel als Folge von Trauma entstehen können welche Funktion der Ekel ursprünglich hatte was helfen kann, Ekel und Selbstekel zu transformieren SHOWNOTES: Ohnmacht & Starre I Polyvagaltheorie // Podcast #84 Schwierige Anteile verstehen // Podcast #85
S1 Ep 124#124 Wie kann ich meinem Körper trauen?
In dieser Folge geht es um eine Traumafolge, oder ein Symptom unter Traumafolgen, das man beschreiben kann als „Angst vor dem eigenen Körper". Viele Menschen mit Trauma in ihrer Biografie, die unter Traumafolgen leiden, haben eine sehr schwierige Beziehung zu ihrem Körperwesen, weil dieses Körperwesen einfach immer wieder, ganz automatisch und autonom Dinge tut, vor denen man einfach nur Angst hat. In dieser Folge möchte ich dich also ein wenig darüber informieren, wie wir diese Reaktionen verstehen können, was helfen kann, Angst vor diesen Reaktionen zu mildern und was letztlich helfen kann, diese Reaktionen auch langsam und behutsam abzubauen. In dieser Folge erfährst du: warum Meditation nicht für alle Menschen entspannend ist was autonome Körperreaktionen sind und was sie mit Trauma zu tun haben dass wir alle Gewisse Dinge gelernt haben, um funktional zu bleiben wie du deinen Körper unterstützen kannst und somit wieder zu mehr Verbindung mit ihm kommen kannst Shownotes: Warum gewisse Techniken traumatisierten Menschen nicht helfen // Podcast #74 Ohnmacht & Starre / Die Polyvagaltheorie // Podcast #84 Wie du mit Triggern umgehen kannst // Podcast #54
S1 Ep 123#123 Neujahrsfolge 2021
Das ist die erste Folge des Jahres 2021. Sie erscheint am 01. Januar und ist damit eine echte Neujahrsfolge. Dementsprechend widme ich diese Folge dem Beginn eines neuen Jahres. Ich möchte dir mit dieser Folge ein wenig Anregung geben, ähnlich wie in der letzten, vorangegangenen Folge, um dich ganz bewusst auszurichten und um dir noch einmal ganz bewusst ein Herz zu fassen, dein Leben zu gestalten und deinem tiefen, inneren Anliegen zu folgen. Ich freue mich, wenn du das, was du in dieser Folge für dich entdeckst, teilst, z.B. bei Instagram oder unter dem Video oder wo auch immer du dem Podcast lauschst. Falls du mich dabei gerne sehen möchtest, sei noch erwähnt, auf YouTube findest du ihn im Videoformat mit Bild. Nun viel Freude und Inspiration beim Lauschen. In dieser Folge erfährst du: was es bedeutet, einer Herausforderung ohne Referenz gegenüberzustehen wie wir in solchen Fällen Lösungen kreieren können und was es dafür braucht welche Rolle die eigene innere Haltung spielt wie 2021 zu einem Jahr werden kann, an das du gerne zurückdenken wirst Shownotes: 10 Fragen zum Jahresausklang // Podcast #122
S1 Ep 122#122 10 Fragen zum Jahresausklang
Das ist die Jahresabschlussfolge, des Jahres 2020 und sie erscheint am 25.12.2020, also an Weihnachten. Daher hoffe ich von Herzen, dass du es richtig schön gemütlich hast und dass du eingekuschelt, vielleicht bei etwas Kerzenschein, diese Zeit für dich genießt. In dieser Folge möchte ich dir Inspiration geben, ein wenig auf das vergangene Jahr zurückzuschauen. Ich möchte dich einladen, dich mit ein paar Fragen zu beschäftigen. Diese Fragen sind tiefgehende Fragen, die dich dazu einladen, dir Zeit zu nehmen zum Reflektieren und um dich neu auszurichten. Ich werde dir all die Fragen hier erläutern. Warum ich sie stelle und was sie für einen Hintergrund haben. Du findest all die Fragen unter diesem Blogartikel noch einmal aufgelistet, sodass du sie dort noch einmal gesammelt findest, um dir Zeit zu nehmen, dich hinzusetzen und zu schreiben… In dieser Folge erfährst du: habe ich viele spannende, inspirierende Fragen für dich als Unterstützung zum Jahresabschluss und zur Neuausrichtung verneige ich mich vor dir Shownotes: Posttraumatisches Wachstum // Podacst #115 Wie deine innere Haltung dein Leben verändert // Podcast #35
S1 Ep 121#121 Trauma und Würde - wie wir unsere Würde wiedererlangen können
Diese Folge trägt den Titel „Trauma & Würde"- wie wir unsere Würde wiedererlangen können. In dieser Folge soll es um die Rolle der Würde bei Heilungsprozessen gehen, insbesondere bei Menschen, die Traumafolgen tragen. Es soll um die Frage gehen, wie wir Würde zurückerlangen können, wenn sie angetastet oder versehrt wurde. Es soll auch darum gehen, welche wunderbare Kraft in unserer natürlichen und unversehrten Würde schwingt und darum, wie uns diese Kraft helfen kann, ein Leben zu führen, das unserem eigenen Innern zutiefst entspricht. In dieser Folge erfährst du: wie kraftvoll Würde ist dass Entwürdigung häufig Teil von Trauma ist dass die Folgen daraus häufig auch später zu Entwürdigungen führen welch heilsame Kraft die Bewusstwerdung über die eigene Würde hat was wir gemeinsam erreichen können, wenn wir allen Wesen würdevoll begegnen Shownotes: Toxische Scham // Vom Schämen und Beschämtsein // Podcast #36 Wie sich frühe Prägungen auf deine Beziehungen auswirken // Podcast #43 Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51 Trauma & Sucht // Podcast #81 Posttraumatisches Wachstum // Podcast #115 Buch Gerald Hüther „Würde"
S1 Ep 120#120 Parentifizierung - vom Schmerz, stark sein zu müssen
In dieser Folge möchte ich mich einem Thema oder einem Phänomen widmen, das recht wenig Aufmerksamkeit erfährt, obwohl es sehr viele Menschen betrifft. Ganz besonders die Menschen, die Entwicklungstrauma, oder frühe traumatische Erfahrungen in ihren Familiensystemen erlebt haben. Es geht um das Thema der sogenannten Parentifizierung. Ich werde dir in dieser Folge erklären, was das ist, wie es wirkt und wieso ich es für relevant halte, auch dieses Thema etwas mehr in den Fokus zu nehmen, um heilen und Trauma integrieren zu können. Wenn du meinem Podcast schon einer Weile lauschst, dann weißt du, dass es mir ein Anliegen ist, dass wir uns besser verstehen. Dann hast du von mir schon gehört, wie wichtig und relevant ich es finde, dass wir ein tiefes, inneres Verständnis für unsere unbewussten, automatischen Reaktionsmuster entwickeln und dass wir dem, was da geschieht, wohlwollend gegenübertreten. Genau aus diesem Grund möchte ich eine Facette aufgreifen, die in so vielem, was ich in diesem Podcast schon beschrieben habe, eine Rolle spielt... In dieser Folge erfährst du: was Parentifizierung bedeutet welche Facetten davon es gibt dass Kinder unfassbar kreative AnpassungskünstlerInnen sind welche Folgen auf Betroffene Kinder zukommen können was helfen kann, aus diesen Prägungen herauszuheilen Shownotes: Wie sich frühe Prägungen auf deine Beziehungen auswirken // Podcast #43
S1 Ep 119#119 Woltemade Hartman über Trauma, Sicherheit und Heilung
Heute habe ich eine ganz besondere Folge für dich. Nach langer Zeit einmal wieder eine Folge, in der ich einen wunderbaren Gesprächspartner zu Gast habe. Woltemade Hartman ist nicht zum ersten Mal in meinem Podcast, sondern ein zweites Mal. Wieder einmal ist ein Gespräch entstanden, das voller Wert, Informationen, herzberührender Worte und Botschaften steckt. Ein paar Worte zu Woltemade. Dr. Woltemade Hartman ist klinischer Psychologe und Psychotherapeut. Er praktiziert in Pretoria in Südafrika, in seiner Heimat und ist dort auch Dozent an einer Uni. Er ist ein echter Pionier in der Ego State Arbeit und der Hypnotherapie. Er hat bei den Ureltern der Ego State Therapie, bei den Watkins in Montana gelernt. Er ist Experte und Ausbilder in Hypnotherapie, Ego State Therapie und auch in verschiedenen Arten der Traumatherapie. Woltemade hat viele Bücher geschrieben und er ist Gründer und Direktor des Milton-Erickson-Instituts in Südafrika. Woltemade ist ein total rühriger und berührender Mensch, der weltweit unterwegs ist, um zu unterrichten. Ich kam in den Genuss von ihm zu lernen und tue das immer noch. Ich genieße seine Art zu lehren, denn sie ist sehr ganzheitlich, sehr tiefgehend und er hat einen köstlichen Humor, der im Herz berührt und der Menschen einfach einlädt auch in tiefen und schwierigen Prozessen die Leichtigkeit nicht zu verlieren. In dieser Folge erfährst du: Welche Essenzen für gelingende Trauma-Integration nötig sind Wieso Co-Regulation nicht zu Abhängigkeit führt Wieso Embodiment und Beziehung so wichtig sind Einiges über unser Nervensystem Shownotes: Inspiriert im Gespräch mit Woltemade Hartman // Podcast #31 Ohnmacht & Starre I Polyvagaltheorie // Podcast #84 Website von Woltemade Hartman http://www.woltemadehartman.com/ Milton Erickson Foundation http://www.meisa.biz/links.php Website von Maja Storch https://www.majastorch.de/ Website von Stephen Porges https://www.stephenporges.com/ Website von Dan Siegel https://www.drdansiegel.com/ Website von Deb Dana https://www.rhythmofregulation.com/
S1 Ep 118#118 Die heilsame Kraft der Eigenverantwortung
In dieser Folge komme ich einmal wieder einem Hörerinnen, bzw. einem Hörerwunsch nach. Es soll um das Thema Eigenverantwortung gehen. Um die heilsame Kraft der Eigenverantwortung, um die Frage, warum viele Menschen mit Eigenverantwortung so ihre Probleme haben, was das unter Umständen auch für Verbindungen oder für Verknüpfungen mit Entwicklungstraumatisierung oder frühen Traumata hat und natürlich auch, was uns helfen kann, unsere Eigenverantwortung zu stärken und die grundlegende Frage, warum wir sie überhaupt brauchen. In dieser Folge erfährst du: dass Eigenverantwortung eine Haltung ist wie frühe traumatische Erfahrungen einen Mangel an Eigenverantwortung verursachen wieso fehlende Eigenverantwortung für viel Schmerz verantwortlich ist dass es wichtig ist, anzuerkennen und anzunehmen Shownotes: Durch Verantwortung zur Selbstbestimmung // Podcast #58 Trauma und Schud // Podcast #77 Wohin mit meinem Schuldgefühl // Podcast #101
S1 Ep 117#117 (Entwicklungs-) Trauma und Depression
In dieser Folge geht es um ein Thema, das auch ein Hörerinnenwunsch ist. Es geht um die Frage des Zusammenhangs zwischen Trauma bzw. Entwicklungstrauma und Depression. Das ist natürlich ein Feld, über das man mehrere Stunden, wenn nicht Tage oder gar Wochen referieren könnte. Somit sehe ich mich wieder vor einer Aufgabe, eine kleine Nussschale dick und eng zu bepacken und doch so viel Platz zwischen den einzelnen Paketchen zu lassen, dass man noch atmen und auch verdauen kann. Ich hoffe, dass mir das gelingt und ich wünsche dir beim Lauschen jetzt, wertvolle Erkenntnisse und entspannte, gelassene Freude. In dieser Folge erfährst du: dass Depression eine Traumafolge sein kann was die agitierte Depression ist welche Aspekte von Trauma Depression begünstigen welche Form der Zuwendung ein Schlüssel zur Linderung ist Shownotes: Ohnmacht & Starre I Polyvagaltheorie // Podcast #84 Buchempfehlungen Bessel van der Kolk "Verkörperter Schrecken" Pete Walker "Posttraumatische Belastungsstörung" Michaela Huber "Trauma und die Folgen"
S1 Ep 116#116 Entwicklungstrauma und Angst
Angst ist eine der unbeliebtesten, eine der unangenehmsten und manchmal auch eine der quälendsten Emotionen, Empfindungen oder Zustände. Viele Menschen kennen Angst als ein sehr quälendes Symptom, das sie durch ihr Leben und ihren Alltag begleitet. Angst ist leider auch oftmals sehr falsch verstanden und wird häufig verteufelt und als etwas empfunden, was man abstellen und loswerden möchte. Vielleicht magst du einmal zu Beginn dieser Lauschreise in dich hinein hören und dich fragen, was sind deine spontanen Assoziationen mit Angst? Was ist Angst für dich, was bedeutet Angst für dich? Ich habe zu Beginn gesagt, dass sich in dieser Folge Angst auch unter der Überschrift des Entwicklungstraumas für dich beleuchten mag. Zunächst einmal möchte ich die Urenergie der Angst noch einmal ganz kurz zusammenfassen. In dieser Folge erfährst du: was die Urenergie der Angst ist was die Folgen von unerlöster Angst sein können wie Entwicklungstrauma die Beziehung zu Angst beeinflusst dass wir dadurch Situationen vermeiden und Emotionen und Stressreaktionen unterdrücken was helfen kann, um diesen Kreislauf zu durchbrechen Shownotes: Selbstbestimmt trotz Angst // Podcast #62 Wie sich frühe Prägungen auf deine Beziehungen auswirken // Podcast #43 Abgrenzung bei Entwicklungstrauma // Podcast #107 Die Kraft der Selbstregulation // Podcast #83
S1 Ep 115#115 Posttraumatisches Wachstum
Diese Folge ist eine Folge, die Mut machen soll. Sie ist eine Folge für all die Menschen, die Traumafolgen tragen und schon oft in ihrem Leben gehadert haben, dass ausgerechnet ihnen das passiert ist. Diese Folge hat hoffentlich etwas Leichtes und Wohltuendes für dich und etwas, was Mut macht. Solltest du selbst nicht von Trauma betroffen sein, dann gibt sie dir vielleicht ein Bild, das unterstützend sein kann, Menschen die Traumafolgen tragen, noch besser zu verstehen, sie noch mehr zu achten, zu feiern und für den Teil, den sie beitragen, wertzuschätzen. In dieser Folge werde ich über posttraumatisches Wachstum sprechen, was für ein spannender Begriff. Ich werde nicht noch einmal von vorne erklären, was Trauma ist und wann eine Erfahrung traumatisch wird. Sollte das die erste Folge von mir sein, der du lauschst, dann mag ich dich einladen, zunächst ein paar vorangegangenen Folgen zu lauschen, die du in den Shownotes verlinkt findest. Ich wünsche dir erhellende und wohltuende Erlebnisse beim Lesen. In dieser Folge erfährst du: was posttraumatisches Wachstum ist wie wichtig die eigene Würde in Heilungsprozessen ist dass Traumaheilung oft eine spirituelle Dimension hat dass die eigene innere Haltung und Wohlwollen essenziell für posttraumatisches Wachstum sind Shownotes: Wann wird eine Erfahrung zu Trauma? // Podcast #49 Was für Arten von Trauma gibt es? // Podcast #50 Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51
S1 Ep 114#114 Traumaheilung oder Retraumatisierung
Der Begriff der Retraumatisierung taucht immer wieder auf. In Foren, in Gruppen, immer wieder sind Menschen der Meinung oder sie befürchten, dass sie retraumatisiert sein könnten. Gleichzeitig gibt es auch viel zu wenig Bewusstsein für die Gefahr der Retraumatisierung, was sichtbar wird anhand mancher Methoden, die wir im Coachingbereich oder in der psychospirituellen Szene beobachten können, die durchaus für traumatisierte Menschen gewisse Gefahren der Retraumatisierung bergen. Auch deswegen ist es mir ein Anliegen, über diesen Begriff etwas zu sagen und hier zu Differenzierung beizutragen. In dieser Folge erfährst du: was Retraumatisierung bedeutet dass Flashbacks nicht gleich Retraumatisierungen sind warum schnelle Heilungsprozesse nicht ratsam sind welche Lebenssituationen retraumatisierend wirken können was es braucht, um retraumatisierende Potenziale zu vermeiden Shownotes: Wie du mit Triggern umgehen kannst // Podcast #54 Die Kraft der Selbstregulation // Podcast #83
S1 Ep 113#113 Trauma und Schlaf
In dieser Folge geht es um das Thema Schlaf im Zusammenhang mit Trauma. Ich möchte dir aus der traumatherapeutischen Sicht etwas darüber erzählen, wieso sich Traumafolgen sehr auf den Schlaf auswirken können, was das für Hintergründe hat, auch neurobiologisch, und was es für Möglichkeiten gibt, mit einer solchen Problematik umzugehen. In meiner jahrelangen Erfahrung als Traumatherapeutin sind mir unzählige Menschen begegnet, die mit Schlafstörungen zu kämpfen hatten. Schlafstörungen sind ein sehr, sehr weit verbreitetes Phänomen. Ich würde sagen, dass fast keine oder keiner meiner traumatisierten Klienten/Klientinnen nicht unter Schlafstörungen litt oder eine Zeit lang im Leben unter Schlafstörungen gelitten hat. Ich werde in dieser Podcastfolge im Speziellen auf die Arten von Schlafstörung bzw. die Phänomene eines gestörten Schlafes eingehen, die mit Traumafolgen im Zusammenhang stehen. Es gibt auch andere mögliche Ursachen für Schlafstörungen. Viele davon wird man sich mit dem, was ich nun über Traumafolgen erzählen werde, erklären können… In dieser Folge erfährst du: welche Teile unseres Nervensystems für erholsamen Schlaf sorgen wie sich Dauerstress auf den Schlaf auswirken kann dass es erholsamen Schlaf und Schlaf vor Erschöpfung gibt welche prägende Erlebnisse zu Schlafstörungen führen können was der Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf ist Shownotes: Ohnmacht&Starre/Polyvagaltheorie // Podcast #84 Trauma und die Suche nach Sicherheit // Podcast #112
S1 Ep 112#112 Trauma und die Suche nach Sicherheit
In dieser Folge mag ich auf einen Aspekt eingehen, der für Traumaheilung und Traumaintegration sehr wichtig ist und der sehr oft falsch verstanden wird. Es ist der Aspekt der Sicherheit. Es geht in dieser Folge auch darum, was wir tun, wenn wir keine Sicherheit empfinden. Es geht darum, was wir brauchen, um Sicherheit empfinden zu können, was Sicherheit eigentlich wirklich bedeutet, auch im neurobiologischen Sinne und was für frühe Erfahrungen unser Grundempfinden für Sicherheit erschüttern können. Diese Folge ist also wieder einmal eine sehr sachliche, fachliche Folge, die viel Aufklärung für Dich bereithält und viel Inspiration, die möglicherweise verschiedene Puzzleteile in deinem Inneren zusammenfügen mag. Ich wünsche dir beim Lauschen/Lesen viele inspirierende und hilfreiche Erkenntnisse und ich mag dich einladen, beim Lauschen/Lesen fein auf dich zu achten. Vielleicht sind manche Informationen für dich tief berührend und bringen etwas in Gang. Achte auf dich, schreibe auf, was du wahrnimmst, vielleicht möchtest du dir tatsächlich Zeit nehmen, dich gemütlich hinzusetzen beim Lauschen und dir selbst zugewandt zu sein. In dieser Folge erfährst du: dass Sicherheit für traumatisierte Menschen eine komplexe Sache ist was Sicherheit kreieren kann was Neurozeption und das implizite Gedächtnis sind was die Folgen von mangelnder Sicherheit sind dass auch hier Containment eine Rolle spielt Shownotes: Kann man Trauma heilen? // Podcast #76 Ohnmacht & Starre / Polyvagaltheorie // Podcast #84 Buch: Stephen Porges: Die Polyvagaltheorie
S1 Ep 111#111 Warum Abgrenzung so komplex ist
Einige Folgen der vergangenen Wochen haben sich schon um das Thema Abgrenzung gedreht. Mein ganzer neuer Onlinekurs dreht sich um dieses Thema. Ich habe mich mit diesem Thema so eindringlich und tief beschäftigt, dass ich einfach noch auf einen wichtigen Punkt hinweisen möchte, der auch sehr hilfreich sein kann für Menschen, die Entwicklungs- oder Bindungstrauma in ihrer Biografie tragen. Der Titel dieser Folge lautet „Warum Abgrenzung ein komplexer Prozess ist". Ich habe mich für diesen Titel entschieden, weil das Thema Abgrenzung eine gewisse Tücke hat. Nämlich die, dass es in der Essenz ganz einfach ist und trotzdem sehr komplex. Wenn wir versuchen die Einfachheit zu greifen, dann ist das einerseits sehr hilfreich, aber andererseits kann man sich mit der Einfachheit auch unter Druck setzen. Deswegen möchte ich mit dieser Folge für ein bisschen mehr Balance sorgen, auf die Komplexität des Themas hinweisen und auf die Logik darin hinweisen, sodass es auch in der Komplexität einfach werden darf. Mir ist wie immer essenziell wichtig, ein Bewusstsein zu wecken für verborgene Dynamiken, um dadurch ein Bewusstsein entstehen zu lassen, für die Wichtigkeit eines inneren Prozesses, jenseits von Druck und Stress. Bevor ich gleich in Ruhe ins Thema einsteige, sei noch kurz erwähnt, dass mein Kurs zwar schon gestartet hat aber du jederzeit einsteigen kannst. Ich freue mich so sehr darüber, dass wir eine so große Gemeinschaft an feinen Menschen sind, dass bereits über 500 Leute an diesem Kurs teilnehmen. Es ist eine riesige, wunderschöne Freude. Jetzt wünsche ich dir viel Freude und Inspiration und liebevolle Begegnung und Berührung mit dir und deinem Inneren. In dieser Folge erfährst du: dass Bindung und Autonomie menschliche Grundbedürfnisse sind dass unerfüllte Bedürfnisse Fallstricke für gelingende Abgrenzung sind wie verschiedene Selbstbilder Konflikte erzeugen was der Schlüssel zu mehr Balance und mehr Abgrenzung ist Shownotes: Selbstbestimmung und Verbundenheit // Podcast #87 Abgrenzung bei Entwicklungstrauma // Podcast #107 Selbstbilder transformieren lernen // Podcast #20
S1 Ep 110#110 Mit Veit Lindau im Gespräch über Feinheit und Grenzen
In dieser Folge teile ich ein inspirierendes Interview mit dir, das der fantastische Veit Lindau vor ein paar Tagen mit mir geführt hat. Ich finde, es ist viel mehr ein Gespräch als ein Interview, denn wir gehen tief in verschiedene Themenbereiche, rund um das große Thema Abgrenzung hinein. Es geht unter anderem darum, welche Traumatisierungen uns in unserer Abgrenzungsfähigkeit einschränken, was hinter so mancher harten Schale für ein vielleicht ganz besonders weicher und sensibler Kern wohnt. Es geht auch um den Begriff Hochsensibilität und es geht darum, ein wenig zu reflektieren, was unsere Gesellschaft mit ihren Werten und ihren Ansprüchen an uns als feine Menschen für ungünstige Wirkungen entfalten kann. Da am 04.10.2020 mein Onlinekurs „Ein feiner Mensch braucht starke Grenzen" losgeht, wird es auch ein wenig um die Inhalte des Kurses gehen. Du erfährst also auch, was dich in diesem Kurs erwartet, falls du gerne teilnehmen möchtest. In jedem Falle, ganz abgesehen davon, ob du das möchtest oder nicht, ist diese Folge sehr interessant und inspirierend. In dieser Folge erfährst du: wozu es führt, wenn Emotionen in einer Gesellschaft unerwünscht sind mein Plädoyer für gelingende Abgrenzung dass Grenzen zu mehr Verbundenheit verhelfen was Hochsensibilität ausmacht
S1 Ep 109#109 Die Schattenseiten der Abgrenzung
Ich habe in den vorangegangenen Folgen und immer einmal wieder über Abgrenzung in gelingender Form gesprochen. Ich habe darüber gesprochen, wie wichtig es für uns Menschen ist, und besonders für Menschen mit Traumatisierungen in ihrer Biografie, gelingende Abgrenzung zu lernen und zu üben. Und vor allem habe ich über eine mangelnde Abgrenzungsfähigkeit referiert. In dieser Folge möchte ich einmal ein wenig darauf eingehen, was es bedeutet, wenn die Abgrenzungsfähigkeit sozusagen überreguliert ist und wenn wir unter den Symptomen leiden, die eine zu starke Abgrenzung mit sich bringt. Ich möchte in dieser Folge auch darüber sprechen, was eine zu starke Abgrenzung mit unserem Nervensystem zu tun hat, was das vielleicht mit Dissoziation zu tun hat und in welchen Facetten sich das auch in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Ich hoffe, dass es dir gut geht in diesem Moment, den du zum Lauschen für dich ausgewählt hast, und ich lade dich ein, es dir bequem zu machen und dir einen ungestörten Moment zu schenken. Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. In dieser Folge erfährst du: dass es in der Abgrenzungsthematik zwei Seiten der Medaille gibt was der Preis für zu starke oder nicht gelingende Abgrenzung ist wie unser Nervensystem uns zu schützen versucht was zu tun ist, um in Balance zwischen Verbundenheit und Abgrenzung zu kommen Shownotes: Ohnmacht & Starre I Polyvagaltheorie // Podcast #84 Die Kraft der Selbstregulation // Podcast #83 Mini Webinar Serie zur Regulation des Nervensystems https://www.youtube.com/playlist?list=PLOtJHaPn6hSGG1FbYXM7-UMpBgGnw7mki
S1 Ep 108#108 Selbstliebe statt emotionaler Selbstverletzung
In dieser Folge hörst du einen Live-Mitschnitt von einem Transformations-Meditationsabend hier in meiner Akademie. Dadurch ist diese Folge ein bisschen anders als die, die du vielleicht gewohnt bist. Ich spreche mit einer kleinen Gruppe an Menschen, die hier mit entsprechendem Abstand, gemütlich beisammensaßen und daher ist die Atmosphäre des Raumes zu hören und auch zu spüren. An diesem Abend war es mir ein Anliegen ein wenig für die Selbstliebe zu werben und darum zu werben, dass wir damit aufhören uns immer wieder emotional innerlich selbst zu verletzen. So viel Selbstverletzung in dieser Welt, in unserem Inneren, im Umgang mit uns selbst, stammt aus der fehlerhaften Überzeugung, dass unsere Versehrtheit, dass unsere Wunde mehr Kraft hätte, als unsere unversehrte, unsere wahre Natur. Viele Menschen, die meinem Podcast lauschen, sind selbst von Trauma betroffen. Deswegen ist es mir ein so großes Anliegen, immer wieder auf die Kraft unserer Unversehrtheit hinzuweisen… In dieser Folge erfährst du: warum du dich nicht selbst verurteilen solltest, auch wenn du Selbstverletzendes Verhalten bei dir erkennst wie wir uns im Alltag ständig selbst verletzen dass wir unseren Wert dadurch oft verraten was es dafür für Gründe gibt und wie wir sie transformieren können Shownotes: Du bist im Widerstand – 4 Missverständnisse über Heilung // Podcast #106 Wie erleuchtet du bist, merkst du, wenn du deine Familie triffst // Podcast #69
S1 Ep 107#107 Wieso Abgrenzung für Menschen mit Entwicklungstrauma so schwer ist
Abgrenzung ist ein superspannendes, vielschichtiges und reichhaltiges Thema. Ich beschäftige mich schon lange sehr viel mit diesem expliziten Thema und mir ist im Laufe der Zeit, im Laufe meiner Praxiserfahrung immer bewusster geworden, dass für Menschen mit Traumafolgen und besonders für Menschen mit frühen Traumatisierungen oder Entwicklungs- und Bindungstraumatisierungen, Abgrenzung eine besondere Herausforderung darstellt. Auf diese Aspekte möchte ich in dieser Folge eingehen. Es ist dabei weniger relevant, ob du selbst betroffen bist oder nicht, denn Entwicklungstrauma ist ein sehr häufig vertretenes Phänomen. Du wirst also mit Sicherheit Menschen kennen, die das erlebt haben. Entwicklungstrauma ist auch etwas, was in unserer Gesellschaft sehr übersehen ist und die Folgen aus Entwicklungstraumatisierungen werden oft nicht erkannt und deswegen auch nicht entsprechend aufgefangen oder heilsam begleitet. In dieser Folge erfährst du: wieso Abgrenzung für Menschen mit Entwicklungstrauma so schwer ist was Abgrenzung und Verbundenheit untrennbar macht dass es versehrte Anteile gibt, die Abgrenzung Verhindern dass Abhängigkeit dazu dient, Sicherheit zu kreieren wie sich das neurobiologisch ausdrückt dass es nie zu spät ist, gelingende Abgrenzung zu lernen Shownotes: Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51 https://www.youtube.com/watch?v=zIIgUbga5_k Frühe Prägungen wirken sich auf deine Beziehungen aus // Podcast #43 https://www.youtube.com/watch?v=ZszuxhJNeHQ Selbstbestimmung und Verbundenheit // Podcast #87 https://www.youtube.com/watch?v=5Ynw3PfAlCA Emotionale Abhängigkeit verstehen & transformieren // Podcast #41 https://www.youtube.com/watch?v=k4g3CssHTMg
S1 Ep 106#106 Du bist im Widerstand - 4 Missverständnisse über Heilung
Diese Folge entspringt einer Berührtheit, die mich immer wieder einmal ereilt, wenn ich gewisse Dinge höre oder Lese, die in der Persönlichkeitsentwicklungsszene, in der psychospirituellen Szene oder wo auch immer, gesagt oder geschrieben werden. Es geht hier um gewisse Haltungen und gewisse Positionierungen im Bezug auf die Prozesse anderer Menschen oder auch eigener Heilungsprozesse. Ich möchte auf ein paar, wie ich finde, grundlegende Missverständnisse eingehen, die in gewissen Heilungsprozessen oder Entwicklungsprozessen zu ganz schönen Belastungen werden können. Ich möchte auch hier ein bisschen für Klarheit und Gerechtigkeit für die Betroffenen sorgen. Denn viele dieser Missverständnisse über Heilung sind für Betroffene und ganz besonders für Betroffene von Traumafolgen wie Ohrfeigen, Schläge, wie Demütigungen. Da ich tatsächlich mit jeder Faser meines Seins für Gewaltfreiheit stehe, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, ist es mir an dieser Stelle wichtig, diese ausgewählten Missverständnisse über Heilung anzusprechen und sie wieder aus der traumatherapeutischen Perspektive zu betrachten. Ich möchte voranstellen, dass es mir hier um eine innere Haltung geht, die ich mir für uns miteinander und in uns selbst wünsche. Es gibt ein paar Sätze, die mir immer wieder begegnen und die mich immer wieder betroffen machen und berühren. Diese Sätze entspringen meiner Meinung nach tiefen Missverständnissen über menschliche, innere Dynamiken und über innere gute Gründe. Ich nenne dir zunächst einmal diese 4 Sätze, die ich jetzt auseinandersetzen möchte. Sie sind sicherlich auch exemplarisch für so manch andere Sätze oder Meinungen über Betroffene oder Menschen, die sich in Entwicklung befinden. Hier sind sie: Du bist im Widerstand Wer jammert, will nur Aufmerksamkeit Wir lernen nur über Leiden Nur traumatisierte Menschen verstehen traumatisierte Menschen In dieser Folge erfährst du: dass es Widerstand gegen Heilung oder Selbstsabotage nicht wirklich gibt warum Menschen jammern oder klagen warum Verurteilung nicht hilfreich ist welche Haltung es braucht, um heilsam unterstützen zu können Shownotes: Wenn dein Verständnis toxisch wird // Podcast #102
S1 Ep 105#105 Wenn dein*e Partner*in traumatisiert ist
In meinem Podcast ist es mir ein sehr großes Anliegen über Trauma und Traumafolgen aufzuklären, hilfreiche, unterstützende Informationen zu geben, ganz besonders für Betroffene. Glücklicherweise gibt es dazu immer mehr zu finden im Internet, immer mehr Bücher, Ratgeber, einfach immer mehr Informationen. Etwas, was ich nicht in Hülle und Fülle vertreten sehe, sind Informationen für Menschen, die in Partnerschaften leben mit traumatisierten Partnerinnen oder Partnern. Diese Folge soll sich ganz einfach und unkompliziert einigen Fragen widmen, die für dich wichtig sein können, wenn dein/e Partner/in Traumafolgen trägt. Wenn du selbst von Traumafolgen betroffen bist, dann könnte es also sein, dass diese Folge für deine Partnerin/deinen Partner hilfreich sein kann. Ich hoffe, dass ich mit dieser Folge ein paar Dinge noch einmal zusammenfassen kann, die unterstützend sind. Ich mag dich einladen, ergänzend zu dieser Folge, der Podcastfolge #73 mit dem Titel „Trauma und Beziehung" zu lauschen. Hier erkläre ich auch einige Dynamiken, die sich ergeben, wenn zwei traumatisierte Menschen aufeinandertreffen, was keine Seltenheit ist (Du findest sie in den Shownotes verlinkt). In dieser Folge hier soll es aber darum gehen, was hilfreich sein kann, wenn eine Person in der Partnerschaft Traumafolgen trägt und die andere Person von derartigen inneren Dynamiken nicht betroffen ist. Ich wünsche dir hilfreiche und wohltuende Inspirationen beim Lauschen bzw. Lesen. In dieser Folge erfährst du: wie du herausfinden kannst, ob dein/e Partner/in an Traumafolgen leidet dass der Blick hinter die Muster lohnt und wichtig ist welche innere Haltung du brauchst, um unterstützend sein zu können und gleichzeitig dich selbst nicht zu verlieren was wichtig ist, um auf dem Heilungsweg gemeinsam zu wachsen Shownotes: Trauma und Beziehung // Podcast #73 Woran erkenne ich, ob ich traumatisiert bin? // Podcast #72 Wenn dein Verständnis toxisch wird // Podcast #102 Die Kraft der Selbstregulation // Podcast #83 Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51
S1 Ep 104#104 Wut, täterloyale Anteile und die eigenen Kinder
In dieser Folge bewege ich, wie angekündigt, die offenen Fragen aus dem letzten Live-Webinar. In der letzten Podcastepisode hast du einen Ausschnitt aus meinem letzten Live-Webinar gehört, in dem es um das Thema unterdrückte Wut ging. Im Live-Webinar, das du, wie du vielleicht schon weißt, auf meiner Website kostenfrei nachschauen kannst, sind einige Fragen offengeblieben, von denen ich heute einen Teil beantworten möchte. Es wird in dieser Folge um spannende Themen gehen. Es geht um innere Anteile, die verhindern, dass Wut zum Ausdruck kommt. Hier weise ich auf eine wichtige Traumadynamik hin. Es geht um täterloyale Anteile. Es geht auch um körperliche Symptome, und es geht um die Angst, die eigenen Kinder zu schädigen mit übernommener oder nicht gelenkter und kanalisierter Wut. Ich habe es nicht geschafft, alle Fragen zu beantworten. Aber ich habe versucht, ein paar Cluster zu bilden, sodass ich hoffentlich viele interessante Antworten geben kann und möchte daher allen danken, die dabei waren und die Fragen gestellt haben. In dieser Folge erfährst du: dass unterdrückte Wut auch körperliche Symptome hervorrufen kann warum wir Schutzmechanismen, auch wenn sie scheinbar blockieren, wohlwollend betrachten sollten wie täterloyale Anteile Gefühle unterdrücken was du tun kannst, wenn die eigenen Kinder dich triggern Shownotes: Körper und Trauma // Podcast #67 Trauma und chronische Krankheiten // Podcast #79 Schwierige Anteile verstehen // Podcast #85
S1 Ep 103#103 Wie du mit unterdrückter Wut umgehen kannst
In dieser Folge hörst du einen Mitschnitt von einem Live-Webinar, das ich vor ein paar Tagen gehalten habe. Es geht um das Thema „Wie du mit unterdrückter Wut umgehen kannst". Ich habe nur den Theorieteil des Webinars in diese Podcastfolge gepackt. Wenn du gerne das ganze Webinar nachhören möchtest, mit dem Frage-Antwort-Teil und der wunderbar erfrischenden und wohltuenden Meditation, dann findest du diesen ganzen Mitschnitt im Video-Archiv, im Loginbereich auf meiner Website. Das alles ist vollkommen kostenfrei zugänglich. Die Podcastfolgen, auf die ich hinweise, findest du in den Shownotes verlinkt. Ich wünsche dir jetzt viel Freude und hilfreiche, wohltuende, heilsame Inspiration beim Lesen. Es ist mir ein großes Anliegen über dieses Thema „unterdrückte Wut" zu sprechen, weil es meiner Erfahrung und meiner Meinung nach, ein Phänomen ist, das uns fast alle betrifft und das sehr starke Wirkung in unserem Leben hat. Ich werde darüber jetzt ein bisschen erzählen, auch wieder aus der traumatherapeutischen Perspektive. Also aus der Perspektive, die zum einen traumasensibel ist, aber zum anderen eben auch Erklärungen gibt, warum für Menschen mit traumatischen Erfahrungen unterdrückte Wut nochmal ein spezielles Thema ist. Ich werde auch Inspirationen geben, wie man mit unterdrückter Wut umgehen kann und in einen Transformationsprozess finden kann. In dieser Folge erfährst du: was der Unterschied zwischen Aggression und Wut ist warum man dazu neigt, Wut zu unterdrücken dass hinter der Wut etwas anderes steht was die Folgen von unterdrückter Wut sind wie Du damit umgehen kannst Shownotes: Wut verstehen und transformieren // Podcast 21 Warum Gefühle uns Angst machen // Podcast 78
S1 Ep 102#102 Wenn dein Verständnis toxisch wird
In dieser Folge geht es um Verständnis. Es geht um die Frage, wann dein Verständnis toxisch wird. Auch wenn wir in einer Welt leben, in der mehr Verständnis füreinander sicherlich enorm wichtig und hilfreich wäre, gibt es doch auch eine Schattenseite des Verständnisses. Diese möchte ich in dieser Folge beleuchten, denn es ist gar nicht so schwer, dieser Schattenseite auf den Leim zu gehen. Besonders wenn man ein feinfühliger Mensch ist und besonders auch dann, wenn man gewisse Erfahrungen in seiner Biografie hat, die noch immer belastend nachwirken. Wenn du meinem Podcast schon eine Weile lauschst, dann hast du von mir schon oft gehört, dass ich mir mehr Verständnis in dieser Welt wünsche. Füreinander, für uns selbst, für unsere Innenwelt. Ich bin mir sehr sicher, dass Verständnis wichtig und hilfreich ist zum Heilen und dass Verständnis eine Triebfeder für Wohlwollen ist. Dafür plädiere ich ständig. Ich wünsche mir eine Welt voller Toleranz und Verständnis. Ich wünsche mir eine Welt, in der wir den anderen so sehr und so gut wahrnehmen können, dass wir in der Lage sind, hinter seine Handlungen zu blicken. Dass wir in der Lage sind, hinter die Fassaden zu blicken, hinter die Kompensationsstrategien, die uns jemand präsentiert und das Gleiche natürlich auch für uns selbst. Ich wünsche mir, dass wir uns selbst besser verstehen. Dass wir unseren eigenen, inneren Anteilen gegenüber toleranter werden, sie mehr achten und dadurch leichter mit ihnen in einen heilsamen, transformierenden Prozess kommen. Aber es gibt auch so zahlreiche Momente in meiner Praxislaufbahn, in denen ich erlebt habe, wie toxisch Verständnis sein kann. Dass es eine Facette von Verständnis gibt, wo die Ursache, aus der heraus wir Verständnis generieren und die Wirkung, die daraus entsteht, denjenigen, der Verständnisvoll ist, wirklich zermürben kann. Genau darüber werde ich heute sprechen. Über den Zweck, den dieses Verständnis verfolgt, über den Ursprung, den es hat, über die Wirkung, die es hat und natürlich mag ich auch verschiedene Inspirationen zum Transformieren des übermäßigen oder toxischen Verständnisses anbieten... In dieser Folge erfährst du: was toxisches Verständnis / toxische Toleranz überhaupt bedeutet die Ursachen von toxischer Toleranz wie sehr es Deine Würde beschädigen kann welchem Zweck übermäßiges Verständnis dient wie wichtig deine Werte sind Shownotes: Emotionale Abhängigkeit verstehen und transformieren // Podcast #41 Selbstbestimmung und Verbundenheit // Podcast #87
S1 Ep 101#101 Wohin mit meinem Schuldgefühl
Diese heutige Folge ist eine Folge, die ich mal wieder aus den verschiedensten Zuschriften heraus "eingedampft" habe. Es ist ein Destillat von vielen Fragen, rund um das Thema Schuldgefühle. Es soll in dieser Folge nicht um das Thema Schuld gehen und die Dynamik von Schuld und Schulgefühl, sondern um die Frage, was mache ich mit einem Schuldgefühl, wenn ich das Gefühl habe schuldig zu sein? Es wird darum gehen, wie wir mit einer eigenen Schuld und dem dazugehörigen Schuldgefühl umgehen können. Ich möchte in dieser Folge etwas darüber sagen und wie wir mit Schuldgefühlen umgehen können, wie wir mit der Last einer sogenannten Schuld umgehen können. Es soll auch darum gehen, was für Tücken ein Schuldgefühl bereithält, in was für Fallstricken wir uns verheddern können, wie wir uns selbst damit das Leben übermäßig schwermachen können und wie eine gewisse Toxizität in diesem Gefühl schlummern kann. Ich möchte gerne einige Beispiele nennen, anhand derer ich all das beschreibe. Selbstverständlich tue ich das aus der traumatherapeutischen Perspektive. Dem Thema Schuldgefühle möchte ich mich wie gesagt zuwenden, weil ich dazu einige Zuschriften erhalten habe und auch an meiner Facebookgruppe, der Transformationsinsel, hierzu immer wieder Fragen auftauchen. Vor allem im Bezug auf die Weitergabe von eigenen Traumatisierungen an die eigenen Kinder, was zu einem schweren Schuldgefühl führen kann. In dieser Folge erfährst: welche Dynamik Schuldgefühle durch die Weitergabe von Trauma entwickeln können wie ein Schuldgefühl toxisch werden kann was die Täter-Opfer-Umkehr mit diesem Thema zutun hat welche Rolle Vergebung spielt dass Verantwortungsbewusstsein ein Schlüssel zur Heilung ist Shownotes: Die Kraft der Vergebung // Podcast #22 Durch Verantwortung zur Selbstbestimmung // Podcast #59 Trauma und Schuld // Podcast #77
S1 Ep 100#100 Die Jubiläumsfolge
Ich freue mich so sehr, denn heute präsentiere ich Dir meine erste Jubiläumsfolge! Die hundertste Folge! Sage und schreibe 100 Podcastfolgen! Wenn ich nicht mitgezählt hätte, wäre mir das nicht bewusst, denn es fühlt sich immer noch so an, als hätte ich sooo vieles noch nicht gesagt. In dieser Folge werde ich von der wunderbaren Kathie Kleff interviewt. Fragen von Hörerinnen und Hörern werden bewegt und Du erfährst einiges über meinen persönlichen Weg, der mich bis zur 100. Podcastfolge geführt hat. Obwohl mir das alles sehr viel Spaß macht, mache ich es nicht nur "zum Spaß", sondern mit einem echten Herzensanliegen, das mich bewegt. Auch darüber spreche ich in dieser Folge. Ich wünsche Dir viel Freude beim Lauschen!
S1 Ep 99#99 Trauma - emotionales Essen und Bulimie
In dieser Folge widme ich mich einem Thema, zu dem ich schon zahlreiche Fragen bekommen habe und das deswegen dieses Mal dran ist. Das Thema ist viel zu reichhaltig und viel zu groß für eine einzelne Podcastfolge, wie so viele dieser Themen, die in meinem Podcast angeschnitten werden. Ich möchte trotzdem versuchen, so viel wie möglich an hilfreichem Essenziellem zu diesem Thema hier mit dir zu teilen. Es geht um den Zusammenhang zwischen Trauma und Essen. Mich haben viele Fragen erreicht zu dem Themenfeld emotionales Essen und auch zu dem Themenfeld Bulimie, sodass ich darauf jetzt eingehen möchte. Du findest im Internet ganz vieles und auch viel sehr Gutes zum Thema emotionales Essen. Einige Menschen haben sich auf dieses Thema spezialisiert, weil es so viele Menschen betrifft. Ich möchte einfach diesen einen Ausschnitt beleuchten, den Zusammenhang mit Trauma. Solltest du selbst von diesem Thema betroffen sein, wünsche ich dir ganz wohltuende „Aha"-Erlebnisse und Erkenntnisse, die dich stärken. Wenn du nicht betroffen sein solltest, was ich dir natürlich von Herzen wünsche, dann wirst du in dieser Folge einige Informationen bekommen, die dich dabei unterstützen, deine Mitmenschen noch besser zu verstehen. In diesem Sinne also viel Freude und Inspiration beim Lauschen. In dieser Folge erfährst du: was emotionales Essen und Bulimie sind etwas über denZusammenhang mit traumatischen Erfahrungen was das Nervensystem mit diesen Kompensationsstrategien erreichen möchte was es für mögliche Lösungen gibt, um in einen heilsamen Prozess zu gelangen Shownotes: Trauma und Sucht // Podcast #81 Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51 Frühe Prägungen wirken sich auf deine Beziehungen aus // Podcast #43 Ohnmacht und Starre / Polyvagaltheorie // Podcast #81 Buch: Die Frau, die im Mondlicht aß von Anita Jahnston Buch: Essen als Ersatz von Geneen Roth
S1 Ep 98#98 Kann ich meinem Gefühl vertrauen?
Es wäre wirklich ein fantastischer Zustand, wenn man mit Gewissheit sagen könnte, „Ich kann meinem Gefühl immer Vertrauen, ich bin mir sicher, ich irre mich da nie. Ich kann mich 100% auf mein Bauchgefühl oder meine Wahrnehmung verlassen.". Vielleicht kann man ihn in einer gewissen Art und Weise auch erreichen. Vielleicht aber auch nicht, auch das mag ich in dieser Folge zur Diskussion stellen. Etwas, was ich sehr häufig erlebe, ist eine gewisse Diskrepanz zwischen zwei extremen Polen. Besonders in der Traumatherapie oder in therapeutischen Gesprächen mit Menschen, die schon sehr viel, sehr Schweres erlebt haben. Diese zwei Pole beschreibe ich mal so: Auf der einen Seite ist der dauerhafte Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Eine ständige und stetige Verunsicherung. Ein ständiges Zweifeln an den eigenen Gefühlen, der eigenen Wahrnehmung und der Richtigkeit der eigenen Wahrnehmung. Das beinhaltet auch die Schwierigkeit, sehr leicht von außen beeinflussbar zu sein, sehr leicht von außen zu verunsichern zu sein und eben ganz grundlegend an der eigenen Wahrnehmung eher zu zweifeln, als ihr zu vertrauen. Auf der anderen Seite, dem anderen Pol, fühlt es sich eher so an, dass man überzeugt davon ist, dass hier ein Bauchgefühl oder eine Intuition oder irgendeine Ebene der eigenen Wahrnehmung einen warnenden Riecher hat oder eine ganz klare Wahrnehmung, dass hier beispielsweise "etwas nicht stimmt" ohne es belegen zu können. Ohne daran Anhaltspunkte finden zu können und auch mit der Erfahrung, sich da schon das ein oder andere Mal getäuscht zu haben.Beide diese Pole möchte ich nicht bewerten, sondern ich mag sie nur beschreiben als zwei Seiten eines Themas, als zwei Pole, zwischen denen ein Spannungsfeld besteht.In dem Raum zwischen diesen zwei Polen ist jede Menge Platz für eine goldene Mitte. Genau diese goldene Mitte mag ich dir heute zeigen bzw. dich zu ihr einladen und inspirieren... In dieser Folge erfährst du: warum traumatisierte Menschen oft negative Erwartungen kultiviert haben wann du deinen Gefühlen besser nicht vertraust dass es drei Ebenen des Bewusstseins gibt dass es Klarheit in der Kommunikation braucht – im Innen wie im Außen Shownotes: Wie du deinen Selbstwert mit Sicherheit klein kriegst // Podcast #16 Frühe Prägungen wirken sich auf deine Beziehungen aus // Podcast #43
S1 Ep 97#97 Trauma - Wie kann ich mein Umfeld sensibilisieren?
Zunächst einmal möchte ich auf das Feld der bereits bestehenden Beziehungen eingehen, wo die schreibende Person fragt, wie kann ich in meinem Umfeld sensibilisieren, ohne den anderen zu überfordern? Es geht hier also um die Frage, wie kann ich meine speziellen Bedürfnisse, meine speziellen Bedarfe kommunizieren, ohne, dass das Ganze unangenehme oder ungünstige Auswirkungen hat? Hier möchte ich erst einmal etwas ganz Allgemeines sagen. Ich finde es ist sehr wichtig, dass wir eine Haltung einnehmen gegenüber dem Phänomen der Traumafolgen. Es ist in meinen Augen, in meinem Empfinden ganz wichtig, dass wir das Ganze nicht im Sinne einer Krankheit oder einer Pathologie verstehen. Natürlich gibt es Traumafolgestörungen, also Symptome unter den Traumafolgen, die einen gewissen Krankheitswert haben können. Schon alleine im Ausmaß ihrer Belastung. Es gibt viele Menschen, die bedingt durch ihre Traumafolgen nicht mehr arbeitsfähig sind, frühberentet werden oder in ganz vielen Bereichen ihres Lebens sehr eingeschränkt sind. Natürlich könnte man dem allen den Begriff, und macht das rein medizinisch, rein fachlich auch, Krankheitswert zuschreiben. Aber ich finde, das sollte uns nicht davon abhalten, eine innere Haltung einzunehmen, die anerkennt und immer wieder ins Bewusstsein holt, dass all diese Symptome gesunde Reaktionen als Ursache zu Grunde liegen, die auf ungesunde Ereignisse erfolgen mussten. Traumafolgesymptome sind gesunde Reaktionen auf ungesunde Ereignisse oder es sind normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse. Das wird oft vergessen, wenn wir in die ganze "Pathologisierungsschiene" reingehen, wenn wir das Ganze als Beeinträchtigung, Schwäche oder Makel sehen. Es ist hochbelastend, deshalb muss man dem Ganzen auch die Schwere zugestehen, aber es braucht eine innere Haltung, die anerkennt, mit dem Menschen, der Traumafolgesymptome trägt, ist nichts falsch. Ein Mensch, der Traumafolgesymptome trägt, der unter Traumafolgen leidet, hat große Schwierigkeiten, das, was geschehen ist, zu verarbeiten, weil es zu groß, zu komplex, zu schwer war. Aber er hat überlebt und auf die Art und Weise, wie sich Symptome entwickelt haben, konnte dieser Mensch überleben. Das heißt, wir brauchen eine Haltung, die ganz klar davon ausgeht, dass das, was wir heute als Symptome sehen, eigentlich die alten Strategien oder Lösungsversuche oder Überlebensmechanismen von damals sind und keine Krankheitssymptome. Das ist sehr wichtig! Das mag ich an dieser Stelle so deutlich betonen, damit das auch in der Kommunikation mit anderen oder anders betroffenen Menschen zum Tragen kommen kann. Wenn du dir die Frage stellen solltest, wie du mit den dir lieben Menschen oder Menschen, mit denen du eben in deinem Leben zu tun hast, kommunizieren kannst „was mit dir los ist", dann möchte ich dich von Herzen einladen, wahrzunehmen bzw. dich in die Haltung zu begeben, dass du nicht über eine Krankheit, einen Makel, einen Fehler oder eine Schwierigkeit sprichst. Sondern dass du von dir sprichst als einem hoch empfindsamen Menschen, der gewisse wichtige Bedürfnisse hat. Der gewisse wichtige Bedarfe hat, die er versorgen muss, um in dieser Welt auf eine gute Art und Weise leben und bestehen zu können. Sei dir bewusst, begib dich in die Haltung, dass es niemals darum gehen muss, dich zu erklären, sondern dich verstehbar zu machen. Die Inspiration zu dieser Folge bekam ich durch die Zuschrift einer Podcasthörerin /eines Hörers (das obliegt hier ganz der Anonymität). Ich habe die Erlaubnis, diese E-Mail vorzulesen. Das möchte ich tun um dich mit der Fragestellung noch näher vertraut zu machen. In dieser Folge erfährst du: wie dich deine innere Haltung zu deinen Traumafolgen unterstützen kann wie du dein Umfeld sensibilisieren kannst, ohne zu überfordern wie du dich zeigen kannst, ohne dich zu überfordern wieso du immer einen Blick auf deine Anteile und deren Bedürfnisse haben solltest wie du Raum für korrigierende Erfahrungen schaffen kannst wie du erkennen kannst, ob jemand vertrauenswürdig ist
S1 Ep 96#96 Kontaktabbruch mit den Eltern?
Generell die Frage des Kontaktabbruches mit den Eltern oder Elternteilen ein Thema der Abgrenzung. Abgrenzung ist etwas, was hier ganz prominent eine Rolle spielt und Abgrenzung ist für viele Menschen, die frühe Traumatisierung erlebt haben, Bindungs- oder Entwicklungstraumatisierung erfahren haben, ein ganz großes Lebensthema. Es spiegelt sich nicht zuletzt in dieser Frage „Soll ich den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen, oder soll ich das nicht tun?". Zunächst einmal darf klar sein, dass ein Mensch, der sich diese Frag stellt, Gründe hat, sich diese Fragen zu stellen. Solltest du schon jemals mit dem Gedanken umgegangen sein, ob du dich zu deinen Eltern sehr distanzieren solltest, dann bist du mittendrin in einem Prozess oder in einer Bewegung, die ganz viel mit Abgrenzung, mit Abnabelung, mit Positionierung und dem Wunsch zu heilen, zu tun hat. Ich gehe in dieser Folge und den Auseinandersetzungen in dieser Folge von Eltern-Kind-Beziehungen aus, die giftig, schädigend, toxisch sind und die vor allem vor dem Hintergrund der narzisstischen Prägung des jeweiligen Elternteils zu betrachten sind. Ich spreche also explizit von psychischer, seelischer, emotionaler Gewalt, die in der Kindheit dem/der Betroffenen widerfahren ist. Ich spreche auch davon, dass Eltern in diesem Fall an ihren Kindern zu Tätern wurden. Es geht mir hier nicht darum, diese Menschen, die zu Täterinnen oder Tätern wurden, abzuwerten oder in irgendeiner Weise hier mit einer Schuldkeule um mich zu hauen - das liegt mir fern - es geht mir schlicht darum, die Dinge beim Namen zu nennen. Es soll hier in dieser Folge um die Opfer der Gewalt gehen und darum, wie sie ihr Leben so gestalten können, dass sie heilen können. In dieser Folge erfährst du: warum ein Kontaktabbruch zu toxischen Familienmitgliedern möglicherweise sinnvoll oder sogar notwendig ist dass man als Betroffene*r viel Klarheit braucht dass man Kapazität entwickeln muss, um heilen zu können was es braucht, um einen Kontakt abzubrechen bzw. zu pausieren welche Ängste in diesen Prozessen sind und wie du damit umgehen kannst Shownotes: Löse dich aus toxischen Verbindungen // Podcast #45 Toxische Menschen erkennen, verstehen, mit ihnen umgehen // Podcast #46 Wenn die Familie toxisch ist // Podcast #47 Heile Wunden, die toxische Menschen dir zugefügt haben // Podcast #48 Wenn die Mutter narzisstisch ist // Podcast #80 Die Kraft der Selbstregulation // Podcast #83 Folgen narzisstischer Gewalt // Podcast #89
S1 Ep 95#95 Inspiriert im Gespräch mit Michaela Huber
Diese Folge ist eine ganz besondere Freude für mich. Ich habe einmal wieder die Ehre, einen hoch geschätzten Gast in meinem Podcast begrüßen zu dürfen. Ich habe mit der wunderbaren, sehr renommierten Traumaexpertin Michaela Huber gesprochen. Michaela ist eine sehr rührige und kraftvolle Person mit einem unglaublich großen Herz. Ich hatte die Freude, schon zwei Ausbildungen bei ihr erleben zu dürfen und habe unglaublich viel von ihr gelernt. Michaela Huber hat verschiedene, sehr wichtige und sehr tiefgehende Fachbücher publiziert. Sie ist Psychologin und approbierte Psychotherapeutin und sie hat sich schon um sehr vieles verdient gemacht. So hat sie zum Beispiel wesentlich dabei mitgewirkt, in Deutschland Psychotraumazentren zu installierten. Z.B. das Traumahilfezentrum in München oder das Psychotraumazentrum in Kassel. Das sind sehr wichtige Institutionen für Hilfesuchende. Außerdem ist Michaela erste Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation und setzt sich hier sehr tatkräftig dafür ein, dass Menschen lernen, was Dissoziation wirklich bedeutet und wie Betroffene eine fachgerechte und gute Hilfe erfahren können. Zudem ist sie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Das ist ein Zeichen der Anerkennung für ihre großartige Arbeit und ich bin mir sicher, wenn all die Menschen, denen Michaela Huber schon geholfen hat, ihr einen Orden verliehen hätten, dann könnte sie unter dem Berg nie wieder auftauchen. In dieser Folge erfährst du: wer Michaela Huber ist und was sie macht was es braucht, um Traumabetroffene erfolgreich zu begleiten warum Verstehen und Verbundenheit so essenziell sind in Heilungsprozessen dass wir als Gesellschaft mehr Solidarität und weniger kapitalistische, egoistische Ideen bedürfen Shownotes: Website von Michaela Huber: https://www.michaela-huber.com/
S1 Ep 94#94 Wie du mit "Rückschritten" umgehen kannst
Eines möchte ich gleich zu Beginn klarstellen: Das Wort „Rückschritte" ist im Titel in Anführungszeichen gesetzt. Aus meiner Sicht als Therapeutin und vor allem als Traumatherapeutin, gibt es keine Rückschritte! Es ist ein ganz häufiges Phänomen, dass Menschen auf ihrem Heilungs-, Bewusstseins- oder Entwicklungsweg, ganz gleich wie du es nennen magst, immer wieder Phasen erleben, in denen sie sich überfordert fühlen oder auch plötzlich inkompetent, von alten Mustern gebeutelt und einfach auf eine ganz unangenehme Weise unzulänglich fühlen. Solche Phasen oder solche Momente sind normal. Das kann ich aus meiner gesamten Erfahrung als Therapeutin mit absoluter Sicherheit sagen. Ich kann dir auch sagen, sie gehören zum Prozess. Ohne solche Phasen ist ein Prozess vermutlich nicht authentisch, nicht wirklich ehrlich und auch nicht wirklich tief. Solche Phasen haben klare und sehr wichtige Botschaften, die ich gerne für dich und mit dir in dieser Folge entschlüsseln mag. Wie so oft möchte ich hier gleich am Anfang auf eine vorangegangene Podcastfolge hinweisen, die zu diesem Thema super ergänzend ist. Die Folge heißt „Vertraue dem Prozess". Du findest sie in den Shownotes verlinkt. Wenn du magst, höre sie dir im Anschluss oder vor dem Lauschen dieser Folge einmal in Ruhe an... In dieser Folge erfährst du: dass aus Erkenntnissen der Wunsch nach Veränderung entsteht warum Verstehen nicht gleich Können bedeutet wie innere Anteile auf Veränderung reagieren dass innere nicht gleich äußere Wandlung bedeutet das Wohlwollen und Vertrauen essenziell in Entwicklungsprozessen sind Shownotes: Vertraue dem Prozess // Podcast #68
S1 Ep 93#93 Abgrenzung und Verbundenheit
Das Thema Abgrenzung ist wohl ein Thema, das ziemlich viele Menschen auf diesem Planeten immer wieder oder vielleicht dauerhaft in verschiedenen Facetten beschäftigt. Ich denke, das liegt auch daran, dass besonders feinfühlige Menschen mit dem Thema eigene Grenzen und "Abgrenzung" häufig nicht ganz so unbefangen umgehen können, wie Menschen, die vielleicht nicht ganz so viel von ihrer Umwelt mitbekommen. Aus meiner Perspektive betrifft oder berührt das Thema Abgrenzung sehr viele Aspekte. Es berührt den Bereich der Hochsensibilität, es berührt selbstverständlich auch hier und da den Bereich der Traumafolgen und dementsprechend berührt es auch den Bereich früher Prägungen. Schwierigkeiten mit dem Thema Abgrenzung spiegeln sich in allen Bereichen des Lebens wider. Vor allem in Beziehungen, sowohl zu Partnerinnen und Partnern, aber auch zu Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und allen möglichen Menschen, mit denen man beruflich zu tun hat. Selbstverständlich betrifft es auch Freundschaften und nicht selten auch den Bereich der Beziehung zu den eigenen Kindern und Eltern. In meiner Praxis treffe ich seit vielen Jahren sehr viele Menschen, die sich mit dem Thema Abgrenzung in einer großen Herausforderung wiederfinden. Dinge, die ich dann beschrieben bekomme, sind die unterschiedlichsten Auswirkungen von mehr oder weniger dauerhaften Grenzverletzungen und Grenzüberschreitungen. Oft ist das Erleben verbunden mit Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ganz häufig auch mit Gefühlen der Abhängigkeit und der fehlenden Selbstbestimmung, Autonomie oder Freiheit. Leider ist das häufig verbunden mit einem echten Leiden, mit sehr destruktiven, unguten Mustern, die immer wieder zu tiefen Verletzungen und auch zur Reinszenierung von alten Situationen und Verletzungen führen. Ich möchte versuchen, in dieser Folge einiges Hilfreiches zusammenzufassen, was hier unterstützend sein kann, um derartige Muster zu transformieren. In dieser Folge erfährst du: was Abgrenzung bedeutet was eine gelingende Abgrenzung voraussetzt was Bindungs- und Entwicklungstrauma damit zu tun haben wie du erkennst ob du mit dir selbst verbunden bist was du tun kannst, damit Abgrenzung gelingt Shownotes: Verbundenheit und Trauma // Podcast #55 Emotionale Abhängigkeit verstehen & transformieren // Podcast #41 Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51
S1 Ep 92#92 Du bist genug. Die Heilkraft des Wohlwollens.
Das Gefühl nicht gut genug zu sein und alles daraus sich entwickelnden Muster und Handlungsweisen führen zu einer harten und oft herzlosen Verurteilung der eigenen Person. Anders gesagt, dieses Muster, diese Prägung, diese Überzeugung „Ich bin nicht gut genug!", ist die meist gefundene Verhinderung von Wohlwollen. Sie ist das Gegenteil von Wohlwollen. Sie ist pures, reines Verurteilen. Verurteilen und abwerten hat einen ganz einfachen Sinn, einen einfachen Zweck. Wer Urteilt fühlt nicht mehr mit dem Herzen. Urteilen hat eine trennende Wirkung und das ist natürlich nicht schön aber manchmal auf eine ungute Art und Weise aber sinnvoll. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen überfordert fühle, wenn ich mich von jemand anderem in irgendeiner Weise, vielleicht ganz unbewusst, angesprochen und dadurch getriggert fühle, dann ist das Urteilen eine Möglichkeit Distanz zu schaffen. Es ist eine Möglichkeit in ein Gefühl der Härte und damit verbundener, zwar nicht wirklicher, aber doch empfundener Stärke zu gehen. Urteilen kann auch helfen über Vergleiche beispielsweise in eine Motivation zu gelangen, so in die Richtung sich weiter zu optimieren und durch die harte Fähigkeit zu Urteilen nicht aufzugeben und nur nicht in eine Art Weichheit und Empfindsamkeit zu kommen. Urteilen, könnte man sagen, ist ein Gegenteil zu Mitgefühl und ich spreche hier nicht von einem kritischen, zugewandten Geist, sondern von dem harten, richtenden Urteil, das uns so sehr verletzen kann. In dieser Folge erfährst du: was Wohlwollen bedeutet welche Aufgabe Verurteilung hat was Ego States und Selbstliebe mit Wohlwollen zu tun haben wie sich eine wohlwollende Haltung auf die Welt auswirken kann Shownotes: Einsamkeit und Trauma // Podcast #56 Verbundenheit und Trauma // Podcast #55
S1 Ep 91#91 Über Trauer und Verbundenheit
Trauer ist ein sehr tiefes und auch vielschichtiges Gefühl. Es ist ein großes Gefühl. Meist wird Trauer ausgelöst durch einen Verlust. Zu betrauernde Verluste können sehr unterschiedlicher Ursache sein. Das kann der Verlust eines geliebten oder wichtigen Menschen oder Wesens sein. Trauer entsteht auch dann, wenn wir uns in dem Verlust eines Lebenskonzeptes wiederfinden, z.B. durch den Verlust eines Arbeitsplatzes, vielleicht eines unerfüllten Kinderwunsches oder wir betrauern das nicht gelingen eines Planes. Häufig finden sich Menschen zu irgend einem Zeitpunkt in ihrem Leben in einem Trauerprozess um ein nicht gelebtes Leben, wenn sie irgendwann einmal zurückschauen und spüren und sehen, was sie alles hätten leben können, was ihnen aber nicht möglich war. Trauer entsteht nach meiner Erfahrung besonders dann, wenn wir etwas loslassen müssen, das uns am Herzen lag, mit dem wir uns sehr verbunden gefühlt haben. Wenn etwas mit dem wir eine innere Verbundenheit spürten nicht zur Erfüllung kommt, wenn das Gefühl der Unerreichbarkeit sich einstellt. Ich werde in meinen weiteren Ausführungen den Verlust eines geliebten Menschen, mit dem man verbunden war als Ausgangspunkt nehmen, um das Gefühl der Trauer zu beleuchten. Die Prinzipien, die ich hier beschreiben werde, lassen sich im Grunde auf alle anderen Trauerprozesse auch anwenden. Also auf alles, was ich schon genannt habe und auf all das viele mehr, was es noch im Kontext mit Trauer zu beleuchten gibt. In dieser Folge erfährst du: welche Aufgabe Trauer erfüllt dass Trauer ein Prozess ist, der niemals linear verläuft welche Rolle traumatisierte Anteile bei einem trauernden Menschen spielen was es braucht, damit ein Trauerprozess gelingen kann wieso Verbundenheit so wichtig ist Shownotes: Wie loslassen funktionieren kann // Podcast #14
S1 Ep 90#90 Verdeckte Glaubenssätze erkennen und wandeln
Die heutige Folge trägt den Titel „Verdeckte Glaubenssätze erkennen und wandeln". Ich habe in letzter Zeit einige Podcastfolgenvorschläge zu dem Thema Glaubenssätze bekommen und fand das ganz interessant. Denn eigentlich gibt es bereits unglaublich viel Information, Podcasts und Videoblogs, Glaubenssatzbücher, Ratgeber und was nicht alles, zu diesem Thema. Deswegen möchte ich das heute aus der traumatherapeutischen Perspektive beleuchten, um nicht noch einen weiteren Titel hinzuzufügen, der vielleicht nur Wiederholungen bringt. Ich möchte, bevor ich ins Thema einsteige, schon einmal sagen, dass ich glaube, dass das Thema „Glaubenssätze" in dieser gegenwärtigen Situation (Corona) eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Denn ich glaube, dass wir alle diese Herausforderung, die wir individuell und gemeinschaftlich zu meistern haben, durch die Brille unserer bewussten oder unbewussten Glaubenssätze wahrnehmen und dass wir durch unsere Glaubenssätze, besonders wenn sie rigide sind, eingeschränkt sind in unserer Reaktion auf diese Situation. Das heißt, es gibt Glaubenssätze, die wir in uns tragen, die vermutlich unsere Flexibilität einschränken. Ich werde in dieser Folge darüber sprechen, wie Glaubenssätze entstehen, wie es sein kann, dass Glaubenssätze verdeckt oder unentdeckt bleiben. Ich möchte etwas darüber sagen, wie man sie entdecken und enttarnen kann. Natürlich mag ich auch etwas dazu sagen, wie man Glaubenssätze, die nicht dienlich sind, wandeln und transformieren kann. Wie gesagt, werde ich das Ganze, wie gewohnt, aus der traumatherapeutischen Perspektive betrachten und wünsche dir viel Inspiration und mutmachende Information, die dich einladen mögen, zu forschen und dich weiter zu deinem wahren Wesen, jenseits alter Glaubenssätze, hin zu entwickeln. Mache es dir also, wenn du magst, zum Lauschen gemütlich und sorge für einen ungestörten Moment, sodass du ganz eintauchen kannst in meine Inspiration und vielleicht schon beim Zuhören, wenn du Erkenntnisse schöpfst, direkt eine kleine Wandlung oder eine wohltuende Bewegung in dir geschehen kann In dieser Folge erfährst: Was Glaubenssätze sind und wie sie entstehen dass negative Glaubenssysteme schon in der pränatalen, intrauterinen Phase entstehen können wie schwer es ist, einen Glaubenssatz zu erkennen dass Glaubenssysteme rigide und treu sind dass es Zuwendung und Raum braucht für die Transformation von Glaubenssätzen Shownotes: Selbstbilder transformieren // Podcast #20
S1 Ep 89#89 Folgen narzisstischer Gewalt
In dieser Folge widme ich mich einem kleinen Bündel an Hörerinnen- und Hörerfragen. Ich erhalte sehr viele Mails und Nachrichten, vor allem immer wieder zu den Podcastfolgen, die ich zu narzisstischer, toxischer Gewalt aufgenommen habe. Dieses Thema scheint so viele Menschen zu betreffen, dass es immer wieder Fragen dazu gibt. Ich möchte in dieser Folge auf gezielte Fragen eingehen. Die erste Frage meiner Hörerin, die ich in der heutigen Folge bewegen werde, hat es gleich ziemlich in sich. Es ist die Frage, welche Rolle es spielt, wenn ein Elternteil bei der Gewaltausübung des anderen Elternteils zusieht und nicht eingreift. Diese Frage können wir weiter fassen, nicht nur bezogen auf narzisstische Gewalt, emotionale Gewalt oder emotionalen Missbrauch. Man kann das hier einfach auf alle Arten von Gewalt beziehen. Was spielt es für eine Rolle, wenn ein Elternteil Täter ist, und der andere Elternteil nicht schützt und nicht eingreift? Da möchte ich einmal tief durchschnaufen, denn die Wirkung, die das hat, ist eine mächtige und eine verheerende. Wenn ein Kind Gewalt durch einen Elternteil erlebt, gleich welcher Art, dann ist das allein schon mit das Schlimmste, was einem Kind passieren kann. Wenn ein weiterer Elternteil dabei zusieht, dann wird das Schlimme noch schlimmer und etwas Zweites, ganz schreckliches gesellt sich dazu. Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, das werden viele Betroffene auch bestätigen, die hier gerade lauschen, dass diese Konstellation eher die Regel ist. Wenn ein Elternteil gewaltvoll ist, in einer Täterrolle ist, dann ist es fast die Regel, dass das andere Elternteil das Ganze schweigend mitträgt. Selbst wenn es gewisse Widerstände dagegen gibt, diese kommen nicht gegen die Gewalt an. Auch diese Dynamik möchte ich kurz ein Stückweit erklären. In dieser Folge erfährst du: Was es für eine Wirkung hat, wenn man als Kind nicht beschützt wird Dass der/die passive Täter/in meist selbst traumatisiert ist Welche Ego States sich aus toxischer Gewalterfahrung entwickeln Wie man mit toxischen Beziehungsmustern heilsam umgehen kann Dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in den Traumafolgen gibt Shownotes: Löse Dich aus toxischen Verbindungen // Podcast #456 Toxische Menschen erkennen / verstehen / mit ihnen umgehen // Podcast #46 Wenn die Familie toxisch ist //Podcast #47 Heile Wunden, die toxische Menschen Dir zugefügt haben // Podcast #48 Wenn die Mutter narzisstisch ist // Podcast #80 Michaela Huber - Traumatherapeutin und Autorin
S1 Ep 88#88 Überlebensstrategien und wahrhaftige Wünsche
Wenn ein Mensch sich in die Situation begibt, sich die Frage zu stellen: „Was ist eigentlich wirklich authentisch? Was gehört wirklich zu mir? Was wäre ein wirklicher Herzenswunsch, eine authentische, wahrhaftige Sehnsucht?", dann ist er in seinem Leben an einem Punkt angekommen, wo er spürt, dass eine gewisse Entfremdung von sich selbst stattgefunden hat. Diese Frage zu stellen zeigt also einen starken Entwicklungsmoment an. Einen Moment, in dem eine Person fühlt, dass das, was sie vielleicht schon sehr lange und ganz selbstverständlich lebt, wofür sie vielleicht sogar viele Opfer gebracht hat, bspw. ein Berufsleben mit Karriere, eigentlich nicht ihrem wahren, tiefen Herzenswunsch entspringt. Oftmals merken das Menschen an einer wachsenden Unzufriedenheit, an dem Gefühl, irgendwie nicht auf dem richtigen, nicht auf dem eigenen Weg unterwegs zu sein. Das Gefühl der wachsenden Unzufriedenheit drückt sich auch manchmal in solchen Empfindungen wie einem Abgeschnittensein von der eigenen Klarheit aus. Da ist zwar diese Unzufriedenheit, aber es gibt keinen klaren Impuls, was zu verändern wäre. Vielleicht ist man sehr involviert und ganz gut eingerastet in diesem Leben, das man schon lange führt. Gewohnheiten regieren den Alltag und es ist tatsächlich normal das zu tun, was man schon lange tut. In dieser Folge erfährst du: wie es dazu kommen kann, dass man sich von sich selbst entfremdet dass sich Überlebensstrategien aus frühem Trauma entwickeln dass Potenziale und Wünsche Raum brauchen, um sich zu entwickeln dass es nie zu spät ist, um sich seiner eigenen Wahrhaftigkeit zu nähern
S1 Ep 87#87 Selbstbestimmung und Verbundenheit
Ich schätze wir kennen es alle in unterschiedlichem Maße: das Gefühl abhängig zu sein oder angewiesen zu sein auf die Meinung anderer. Ich denke du kennst es so wie ich, dass es berührt, wenn jemand auf eine Art und Weise anderer Meinung ist, die einem selbst ein ungutes Gefühl gibt. Ich glaube wir alle kennen es mehr oder weniger unbewusst oder manchmal auch bewusst, anderen gefallen zu wollen oder es ihnen recht zu machen. Viele, viele Menschen, mit denen ich in der Praxis arbeite, kennen dieses Gefühl oder auch die Spannung, die in der Dynamik steckt, sich nicht wirklich frei zu fühlen. Es greifen immer wieder alte Muster, wo es darum geht, gefällig oder lieb oder angepasst zu sein. Viele Menschen in meiner Praxis arbeiten aktiv und manchmal mit sehr viel Kraftaufwand daran, diese Muster abzubauen, weil sei eigentlich schon wissen, dass sie nicht abhängig sind und sich schon gar nicht abhängig fühlen wollen, von der Bewertung, der Meinung, der Reaktion anderer Menschen.Warum ist das so schwer? Warum scheint es ein Widerspruch zu sein und was hilft, da heraus zu finden? Darum soll es in dieser Folge gehen. Ich werde dir also etwas darüber erzählen, wie ich mir aus meiner traumatherapeutischen Sichtweise das Phänomen erklären kann, dass wir häufig dazu neigen, uns abhängig zu fühlen von der Meinung anderer Menschen. Ich möchte darüber etwas erzählen, was das Ganze unter Umständen mit Entwicklungs- und Bindungstrauma zu tun hat, und ich möchte natürlich auch etwas dazu sagen, was helfen kann, das Bewusstsein darüber zu erlangen, nicht abhängig sein zu müssen und was helfen kann, wirklich die Muster zu verändern, wenn dieses Bewusstsein da ist. In dieser Folge erfährst du: warum wir dazu neigen, uns von der Meinung anderer abhängig zu fühlen dass Autonomie und Bindung sich nicht gegenseitig ausschließen was innere und die äußere Autonomie bedeuten dass Bindungs- und Entwicklungstraumata die Autonomieentwicklung stören wie man die Folgen davon transformieren kann Shownotes: Selbstzweifel verstehen und transformieren // Podcast #64 Erkenne die Kraft deines Selbstwertgefühls // Podcast #52 Emotionale Abhängigkeit // Podcast #41 Vom Schämen und Beschämt sein // Podcast #36
S1 Ep 86#86 Erleben wir gerade ein kollektives Trauma?
Betrachten wir unsere gegenwärtigen Situation, sowohl hier in Deutschland als auch global. Eine Situation entwickelt dann das Potenzial traumatisch zu werden, wenn die eigenen Bearbeitungsmechanismen nicht zum Verarbeiten und Bewältigen der Situation ausreichen. Wenn also die Situation nicht bewältigt werden kann und nicht verarbeitet werden kann, was geschieht. In der momentanen Situation erleben sehr viele Menschen diese Situation als derartig überfordernd, dass sie das Potenzial hat, zu einer Traumaerfahrung zu werden. Viele Menschen und wir als Kollektiv erlebten in den letzten Wochen ein plötzliches Wegbrechen von normalen Dingen. Von dem, was für uns gesetzt war, was dementsprechend auch stabilisierend war. Was vielleicht auch Identitätsstiftend war, was essenziell war um sich im eigenen Leben als die Person wahrzunehmen, die man ist. Es sind also plötzlich Dinge weggebrochen, die stabilisierend waren wie z.B. soziale Kontakte, die Möglichkeit Arbeiten zu gehen, die Möglichkeit sicher zu sein, dass wenn man Arbeiten geht, am Ende des Monats das Gehalt auf dem Konto ist. Oder Arbeiten zu gehen und durch seine selbständige Arbeit die Gewinne zu erzielen, die man braucht, um sich sicher zu fühlen. All diese Sicherheiten, dieses Normale, Stabilisierende ist in den letzten Wochen plötzlich weggebrochen. Auch wenn gewisse Maßnahmen erst entschieden werden mussten und gewisse Zeit vergangen ist bis Entscheidungen gefällt wurden, hat das doch eine enorme Geschwindigkeit. Dieses Geschehen entwickelte sich in einer Schnelligkeit, die Maßnahmen entwickelten eine Härte in einer gewissen Geschwindigkeit, die nicht zu erwarten war, die nicht überschaubar war. Das heißt, wir haben auch kollektiv mit einer Unberechenbarkeit und Unvorhersehbarkeit in dieser Situation zu tun.… In dieser Folge erfährst du: wieso die gegenwärtige Situation „Corona Krise" das Potenzial hat, ein kollektives Trauma zu werden welche unbewussten Reaktionen wir mit Achtsamkeit im Auge behalten sollten dass in dieser Zeit transgenerationale Traumata getriggert werden was du wir tun können um ein kollektives Trauma zu verhindern Shownotes: Transgenerationale Weitergabe von Trauma // Podcast #53 In Balance durch die Krise // Podcast #82
S1 Ep 85#85 Schwierige Anteile verstehen
Ich erlebe es immer wieder in der Praxis und sicherlich erleben es auch die meisten Menschen unter uns, ich eingeschlossen, dass es immer wieder im Leben so etwas gibt wie einen inneren Widerstreit oder das Gefühl, dass trotz größten Bemühens und trotz aufrichtigster Absicht manche Dinge einfach nicht gelingen, weil scheinbar im Inneren sich irgendetwas sperrt, blockiert oder sabotiert. Genau auf dieses Phänomen möchte ich heute eingehen. Genau dieses Phänomen möchte ich gerne aus der Sicht der Ego State Therapie verstanden wissen, denn dann kann es gelingen, es zu verändern. Ein super wichtiges Prinzip ist essenziell für heilsame Arbeit mit dem eigenen Inneren und besonders mit eigenen inneren Anteilen. Das Prinzip, das in der menschlichen Psyche tief, tief verwurzelt ist. Das Prinzip, dass nichts geschieht ohne Sinn und ohne einen Zweck, der eigentlich dem Überleben dienen soll. Das bedeutet übertragen auf die Ego State Arbeit, dass jeder Anteil, den du in deinem Inneren trägst, irgendwann entstanden ist, um zu helfen. Das gilt ganz besonders für die verletzenden und verletzten Ego States, also für die traumanahen Anteile. Denn sie sind entstanden unter dem Druck einer traumatischen Erfahrung. Das heißt sie sind entstanden und sozusagen hereingekommen, um zu schützen und in dieser Situation etwas Sinnvolles, Hilfreiches oder Rettendes zu gestalten, zu geben. Genau deswegen haben diese Anteile und insbesondere diese Anteile unser Wohlwollen und unsere Anerkennung verdient… In dieser Folge erfährst du: was für Kategorien von Ego States es gibt wie es dazu kommt, dass man Ego States entwickelt welche Funktion sie haben was Täterintrojekte sind dass alle Anteile für Dich sind was es braucht um Anteile heilsam zu unterstützen Shownotes: Welche Version von Dir möchtest Du sein? I Ego State Therapie // Podcast #30 Wie Du Deinen Selbstwert mit Sicherheit klein kriegst // Podcast #165 Autoren mit inspirierender Literatur zur Ego State Sichtweise und Therapie: • Silvia Zanotta: „Wieder ganz werden: Traumaheilung mit Ego-State-Therapie und Körperwissen (Hypnose und Hypnotherapie)" • Bücher von Kai Fritzsche • Bücher von Jochen Peichl • Tom Holmes: "Reisen in die Innenwelt: Systemische Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen" • Die Lehren von Friedemann Schulz von Thun • Gordon Emmerson • Stefanie Stahl: „Das Kind in dir muss Heimat finden"