
Der Mena-Talk
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2023.05.10 - Was macht die FDP für Israel und gegen Anti Semitismus
Seit einigen Jahren hat sich die FDP von einer ‚Möllemann-‘ und ‚israelkritischen‘ Partei gewandelt zu der Partei, die im Bundestag 2019 einen Beschluss gegen BDS (Boykott, Desinvestionen, Saktionen) vorbereitet und eingebracht hat. BDS ist eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will. Einer, der maßgeblich an der Vorbereitung beteiligt war und mit diesem Beschluss verhindern will, dass in staatlich geförderten Räumen in Deutschland Israelfeindlichkeit unterstützt wird, ist Frank Müller-Rosentritt, Bundestagsabgeordneter aus Chemnitz. Im Gespräch mit Maya Zehden erläutert er, warum er diesen Beschluss bis heute für einen wichtigen Schritt hält und welche Ergebnisse seitdem erzielt wurden. Müller-Rosentritt hält die Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Institutionen für einen Gewinn für beide Seiten und hat in Sachsen dadurch wirtschaftlich Großes erreicht. Ohne Scheu spricht er auch aus persönlicher Sicht darüber, warum er sich für Israel engagiert. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

2023.10.29. - Krieg in Israel - mit Ron Prosor
In der schlimmsten Phase seit Gründung des Staates Israel spricht der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, mit der Journalistin Maya Zehden. Er war an wichtigen Knotenpunkten der Geschichte Israels dabei: Bei den Verhandlungen in Camp-David, die zum Friedensschluss mit Ägypten führten, bei den Verhandlungen vor der Unterzeichnung des Wye-Abkommens 1998 und bei der Vorbereitung des Abzugs aus Gaza 2005. Seit 1986 ist er im Außenministerium als Berater, Botschafter und Generaldirektor tätig gewesen. 2022 trat er in der Geburtsstadt seines Vaters und Großvaters Berlin das Amt als Vertreter seines Staates an, was immer sein Traum war. Der terroristische Überfall der Hamas begann, als er seinen 65. Geburtstag feiern wollte. Dieser Zivilisationsbruch, der Israel verändern wird und auf die westliche Welt ausstrahlt, wird ihn nie mehr loslassen. Er sieht seine Aufgabe nun darin, Dinge klarzustellen und immer wieder die eindeutige Verantwortung der menschenverachtenden Hamas für alles, was jetzt in Gaza geschieht, zu betonen. Eigentlich hatte er bereits begonnen, die deutsch-israelischen Beziehungen auf allen Gebieten voranzubringen. Besonders der Jugendaustausch liegt ihm am Herzen. Aber das ist zurzeit unmöglich. In diesem Gespräch wird deutlich: Ron Prosor ist und bleibt ein Mentsch (ein Ausdruck im Jiddischen für ein Vorbild, einen edlen Menschen), dem jedes einzelne Schicksal wehrloser Menschen nahe geht. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

2023.09.20. - Michael Wolffsohn im Gespräch mit Maya Zehden
Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V. Prof. Michael Wolffsohn ist bekannt als Experte für Internationale Beziehungen, für israelische und deutsch-jüdische Geschichte, als Autor zahlreicher Bücher und für mehrere Zeitungen im In- und Ausland. Vor allem als Gast in vielen Fernsehdiskussionen ist er eine wichtige jüdische Stimme für Themen rund um Judentum, Diaspora und Israel. Seine wohldurchdachten Thesen sind häufig nicht Mainstream, sprechen vielen aus der Seele, lösen aber auch Kontroversen aus. Im Gespräch mit der Autorin und Moderatorin Maya Zehden definiert er unter anderem seine Rolle als Staatbürger, erläutert wie sich linker Antisemitismus entwickelt hat und seine Sicht auf die Gründe für den wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa. Israel liegt ihm besonders am Herzen. Schon lange hat er einen plausiblen, aber von interessierten Kreisen nicht gewollten, Lösungsvorschlag parat für die Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Über die Location: Vor über einem Jahr wurde das Jüdische Kulturschiff MS Goldberg eingeweiht. Es fährt durch Berlin und Brandenburg, um den Menschen vor Ort jüdische und israelische Kultur zu bieten. Das abwechslungsreiche kulturelle Programm von Lesungen über szenische Darbietungen mit musikalischen Komponenten oder sogar Uraufführungen bis hin zu Auftritten israelischer Künstler ist unter https://www.goldberg-kulturschiff.de/ zu finden.

2023.11.22 - Was Frauenrechte und Pornos mit Hamas und Terror zu tun haben
Mirna Funk, Schriftstellerin von Belletristik und Sachbüchern, Autorin von journalistischen Texten und sogar einer Sexkolumne in der Cosmopolitan und zu Lifestyle in der deutschen Vogue, Texterin für Hörspiele und Filme und selbst beliebte Darstellerin in Dokumentationen über ihr Leben, spricht mit der Journalistin Maya Zehden darüber, was ihr die Verleihung des Arik Brauer Preises 2023 bedeutet. Dabei stellt sie auch zum Thema Israel und Hamas sehr spannende Vergleiche her, spricht über unverständliche Social Media Posts und viele andere Dinge, die eine junge, moderne Frau an der aktuellen Krise sonst noch bewegen. Den Arik Brauer Publizistik Preis hat sie für ihre hervorragenden politischen Statements zum Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern erhalten. Als Jüdin denkt sie aktuell darüber nach, mit ihrer Tochter nach Israel zu ziehen und erklärt, welchen Stellenwert das Thema Freiheit in ihrem Leben hat. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

2023.12.14. - Die Allianz des Mufti von Jerusalem mit Hitler und Nazideutschland
Verhängnisvolle Allianz des Mufti von Jerusalem mit Hitler und Nazideutschland Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Historiker aus Hamburg, belegt: 1937 kam mit der Broschüre „Islam und Judentum“ eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische Antisemitismus. Im Koran ist Hass auf Juden schon angelegt. Aber auch Respekt vor der jüdischen Religion. So gibt es gravierende Unterschiede im islamischen Antijudaismus des 7. und 8. Jahrhunderts zum europäischen Antisemitismus, der erst im 19. Jahrhundert entstand. In Archiven und Büchereien hat Küntzel einzigartige Quellen gefunden, die die Entwicklung vom religiösen zum eliminatorischen Antisemitismus aufzeigen. Im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden beantwortet Küntzel Fragen danach, wie es dazu kam, dass sich der moderne islamische Antisemitismus in relativ kurzer Zeit ausbreiten konnte. Und welche Rolle Hitler und der Mufti von Jerusalem dabei spielten, dass sich die aus Europa bekannten antijüdischen Stereotypen im gesamten Nahen Osten verbreitet haben und warum sie das Zusammenleben von Juden und Arabern nicht erst seit der Staatsgründung Israels so aussichtslos erscheinen lassen. Empfehlenswerte Bücher von Dr. Matthias Küntzel: - Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus entstand (erschienen 2019) - Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft. (erschienen 2009) - Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg. (erschienen 2002) Wurde in fünf Sprachen übersetzt. - Der Weg in den Krieg. Deutschland, die NATO und das Kosovo.(erschienen 2000) Weitere Informationen zu Dr. Matthias Küntzel unter http://www.matthiaskuentzel.de

2023.12.23 - Wir Muslime müssen lernen, mit Respekt miteinander und mit anderen, besonders mit Juden, umzugehen
bdel-Hakim Ourghi, deutsch-algerischer Islamwissenschaftler, Philosoph und Religionspädagoge, seit 2011 Leiter des Fachbereichs Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden. Das Schweigen von Imamen und muslimischen Verantwortungsträgern zum Massaker an Israelis am 7. Oktober sei für ihn äußerst schmerzhaft, so Prof. Ourghi. Er wundere sich darüber, dass in pro-palästinensischen Demonstrationen junge Menschen hasserfüllte Parolen gegen Juden und Israel brüllten, obwohl sie hier in Deutschland aufgewachsen sind. Ourghi kritisiert sowohl die muslimischen Dachverbände für ihre rückwärtsgewandte Haltung als auch die deutsche Politik, die den Dialog mit ihnen wählt, obwohl sie nur 15% der Muslime in Deutschland vertreten. Hier müsse ein Umdenken stattfinden, um die Entwicklung in eine friedlichere Richtung zu lenken. Seine Bücher ‚Die Juden im Koran – Eine historische Tragödie mit fatalen Folgen‘, ‚Reform des Islam - 40 Thesen‘ und ‚Ihr müsst kein Kopftuch tragen!‘ sind Appelle für einen liberalen Islam und dafür, sich mit den friedlichen Stellen des Korans auseinanderzusetzen, aber auch mit den Stellen, an denen Mohammed kritisiert wird. Er sei ein Mensch mit Fehlern gewesen. Wichtig sei, mit tradierten Vorurteilen von Muslimen wie dem, an allem seien die Juden schuld und Muslime seien ihre Opfer, zu brechen. Dieses Vorurteil dient nur der Ablenkung von selbst verschuldeten Problemen. Aus solchen Vorurteilen ist der weltweit verbreitete muslimische Antisemitismus entstanden, der heute mehr denn je den Hass auf Juden und Israel befördert. All das erschwert die Akzeptanz von westlichen Werten und die Integration von Muslimen in die westliche Welt.
2022.11.29. - Lisa Fellhofer & Thomas Eppinger: »Wir müssen genauer hinsehen«
Ein Gespräch mit der Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam
2022.11.15. - Ahmad Mansour & Esther Schapira: »In Israel ist die Debattenkultur offener als in Europa«
»In Israel ist die Debattenkultur offener als in Europa«
2023.Kenan Güngör & Thomas Eppinger über Migration und Integration
»Es braucht mehr Freundlichkeit«
2022.10.18. - Hiwa Bahrami und Florian Markl über die Proteste im Iran
Kann das Regime in Teheran gestürzt werden?
2022.11.01. - Kenan Güngör & Thomas Eppinger über die Türkei
»Ich traue Erdoğan alles zu.«
2022.09.27. - Christian Ultsch und Peter Huemer über Israel
Ein Gespräch über Israel, Israelkritik und die Vorwürfe von Apartheid und Siedlerkolonialismus.
2022.08.29. - Christian Ultsch und Peter Huemer über die Documenta
Ein Gespräch über Postkolonialismus und die Singularität des Holocausts vor dem Hintergrund der documenta fifteen in Kassel.
2022.08.30 - Ursula Prutsch & Peter Huemer über Fritz Mandl: Waffen, Nazis und Geheimdienste.
Er sorgte für Skandale, Gerüchte und geheimnisumwitterte Geschichten: Ein Gespräch über Fritz Mandl, einen der schillerndsten Industriellen Österreichs.
2022.08.16. - Ednan Aslan & Thomas Eppinger über Israel
Muslime leben in Israel offen und frei. Das Bild des Landes in den Medien ist verzerrt.
2022.08.02. - Ednan Aslan & Thomas Eppinger über den Islam
Der Islam ist nicht nur Religion, sondern als Rechtssystem und Staatsideologie auch eine Herausforderung für unsere Gesellschaft.
2022.07.19. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger über Israel
Was an Israel so besonders ist
2022.07.05. - Raimund Fastenbauer: Mein Leben
Im Gespräch mit Thomas Eppinger
2022.06.21. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger
Ein Gespräch über Ausprägungen und Geschichte des Antisemitismus
2022.06.07. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger
Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten
2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 3)
Biermanns Israel und Lebenserinnerungen
2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 2)
Ein Konzert mit dem totem Vater und die Ausbürgerung aus der DDR
2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 1)
Putin und die DDR
2022.05.10. - Volker Beck & Peter Huemer
Der Publizist und Lehrbeautragte Volker Beck spricht mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer über Deutschlands Verhältnis zu Israel, über Antisemitismus und die BDS-Bewegung sowie über islamistische Netzwerke in Deutschland.
2022.04.27. - Arye Sharuz Shalicar & Alexander Gruber
Arye Sharuz Shalicar, Autor und Sprecher der israelischen Verteidigungskräfte in Reserve, spricht mit dem Mena-Watch-Chefredakteur Alexander Gruber über seine Jugend in Berlin, die Bedeutung des Ukraine-Kriegs für Israel und die Wiener Atomverhandlungen.
2022.04.13. - Esther Schapira & Peter Huemer (Teil 2)
Im zweiten Teil geht es unter anderem um Israel und die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine für die Atomverhandlungen mit Iran.
2022.04.13. - Esther Schapira & Peter Huemer (Teil 1)
Der erste Teil des Gesprächs dreht sich um Antisemitismus und Antizionismus und darüber, was wir aus der eigenen Geschichte gelernt haben und was nicht.