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Der Mena-Talk

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199 episodes — Page 4 of 4

2024.04.16 - Düzzen Tekkal im Talk mit Maya Zahden

Zahlreiche Auszeichnungen hat ihr das Engagement für Ihr Volk gebracht. Aber nur das, was sie damit erreichen kann, zählt für sie. Jesiden gibt es seit über 2000 Jahren und seitdem werden sie verfolgt. Düzen Tekkal war 2014 im Irak und hat das Schicksal der Jesiden dort in einem Dokumentarfilm festgehalten. So wurde sie zur ersten Fürsprecherin für das bis dahin unbeachtete Leid, besonders jesidischer Frauen. Deshalb hat sie den Verein HAWAR.Help gegründet und setzt sich unter anderem dafür ein, dass Jesiden nicht aus Deutschland abgeschoben werden, denn in ihren Herkunftsländern droht ihnen nach wie vor Verfolgung und Lebensgefahr. Wenige verstehen, dass Jesiden wie auch Kurden eben nicht einfach Muslime sind. Aber da sie kein eigenes Land haben, werden sie unter ihren Herkunftsländern Irak, Syrien, Russland oder Türkei erfasst als Muslime. Daher wird bei Abschiebungen der hier meist sehr gut integrierten Menschen nicht auf die ihnen drohende Gefahr Rücksicht genommen. Im Interview mit Maya Zehden schildert Düzen Tekkal, dass das Massaker der Hamas am 7.10.23, die Geiselnahme und die gefilmten Misshandlungen und Tötungen, vor allem von jüdischen Frauen, traumatische Erinnerungen bei den Opfern des IS hervorgerufen hat. Ihre Solidarität mit Israel, die sie als Moderatorin auf der Pro-Israelischen Demonstration am 25. Oktober 23 offen zeigte, hat für sie böse Folgen in ihrem Umfeld. Aber sie lässt sich nicht beirren – eine Frau mit Haltung. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen.

Jul 5, 202434 min

2023.12.23 - Wir Muslime müssen lernen, mit Respekt miteinander und mit anderen, besonders mit Juden, umzugehen

Jul 5, 20241h 15m

2024.05.13 - Eren Güvercin im Talk mit Mena-Watch

Der Journalist und Auto Eren Güvercin gilt als einer der lautesten Kritiker des politischen Islam. Im Mena-Watch Interview ordnet er die Gefährlichkeit der Kalifat- und Scharia-Demonstrationen in Deutschland ein. Es war eine Demonstration, die in ganz Europa für Entsetzten sorgte. Vor vier Wochen gingen rund 1.000 Islamisten in Hamburg auf die Straße. Mit Allahu-Akbar-Rufen zogen die meist jungen Männer durch das Zentrum, forderten lautstark die Einführung eines Kalifats und der Scharia. Die Politik reagierte schockiert und kündigte umgehend ein strengeres Vorgehen gegen extremistische muslimische Organisationen an. Kommentatoren und Kritiker halten dies jedoch für viel zu späte Alibihandlungen. Sie werfen dem Staat grobe Fahrlässigkeit vor und bemängeln ein zu lasches Vorgehen gegen die den Behörden seit Jahren bekannten islamistischen Gruppierungen. Einer der bekanntesten Kritiker ist der Journalist und Autor Eren Güvercin. Er gilt in Deutschland seit Jahren als eine der lautesten und mutigsten Stimmen gegen den politischen Islam. Güvercin, dessen Eltern aus der Türkei stammen, bezeichnet sich selbst als gläubigen Muslim und ist Gründer der Alhambra-Gesellschaft, einer europaweiten Vereinigung liberaler Muslime. Im Mena-Watch-Interview erklärt Güvercin, wie gefährlich und aufstrebend der politische Islam tatsächlich ist, warum vor allem junge Migranten der zweiten und dritten Generation immer anfälliger für islamistische Botschaften werden, warum der brutale Terrorangriff der Hamas auf Israel Muslime weltweit mit den sonst unterschiedlichsten Ideologien vereint und warum es liberalen Muslimen so schwerfällt, sich von ihren fundamentalistischen Glaubensbrüder zu distanzieren und dagegen ihre Stimme zu erheben.

Jul 5, 20241h 14m

2024.05.16 - Rabbi Cooper im Talk mit Florian Markl

Achtung, dieser Talk ist in Englischer Sprache! Im Gespräch mit Florian Markl erläutert Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Direktor des Simon Wiesenthal Centers in Los Angeles, das Versagen amerikanischer Hochschulführungen, den antisemitischen Umtrieben an US-Universtäten eine Riegel vorzuschieben. Längst werde dort nicht mehr für eine Zweistaatenlösung protestiert, sondern unter der Parole „From the river to the sea“ die Auslöschung Israels propagiert. Wenn Demonstranten Menschenketten bilden, um jüdischen Studenten den Zugang zu Uni-Hörsälen zu versperren, habe das nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun. Indem nicht sofort gegen solche skandalösen Vorgänge eingeschritten wurde, werde derart destruktives Verhalten gefördert. Die Israel-Politik von US-Präsident Joe Biden sei mittlerweile inkohärent und kurzsichtig: So sehr Biden auch auf Distanz zu Israel gehen möge, für die Israelfeinde gehe es immer nicht weit genug, dafür verärgere er nachhaltig eine der treuesten Wählergruppen der Demokratischen Partei – die Juden der USA. Wenn New-York-Times-Kommentator Thomas Friedmann meine, Israel müsse sich zwischen einer Offensive gegen Rafah und einer Normalisierung der Beziehungen zu Saudi-Arabien entscheiden, stelle er nur unter Beweis, dass er in Sachen Israel wieder einmal völlig falsch liege. Als Vorsitzender der Kommission der Vereinigten Staaten für internationale Religionsfreiheit war Rabbi Cooper vor einigen Monaten zu Gast in Saudi-Arabien und schildert, wie es ihm dort als Träger einer Kippa ergangen ist. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202437 min

2024.06.17 - Brigadier Karner im Talk mit Mena-Watch

Der Militärexperte Gerald Karner analysiert die gegenwärtige militärische Lage in Gaza und im Norden von Israel. Der frühere Bundesheer-Brigadier sieht den Iran und die hochgerüstete Hisbollah derzeit als die größte Gefahr für eine Eskalation des Krieges. Nach dem brutalen Massaker der Hamas am 7. Oktober, bei dem über 1.100 Menschen auf brutalste Weise ermordet und mehr als 240 Menschen in den Gazastreifen entführt worden sind, sieht sich Israel seit Monaten einem Mehrfrontenkrieg gegenüber. Der Krieg in Gaza mit dem Ziel, die Hamas zu eliminieren und die Geiseln zu befreien, gestaltet sich noch schwieriger und langwieriger als allgemein erwartet. Obwohl mittlerweile tausende Hamas-Terroristen eliminiert werden konnte, befinden sich trotz einer spektakulären Geiselbefreiung immer noch über 100 Menschen in der Gefangenschaft der Hamas. Dazu kommen tägliche Raketenangriffe der Hisbollah aus dem Libanon, die sich in den vergangenen Wochen noch intensiviert haben und sich, so die Befürchtungen vieler Experten, zu einem offenen Krieg ausweiten könnten. Einer davon ist der österreichische Militärexperte Gerald Karner. Er ordnet im großen Mena Watch-Interview die gegenwärtige Lage in Israel ein, analysiert die Kriegsführung und erklärt, wie gefährlich die vom Iran hochgerüstete Hisbollah im Libanon ist und welche Waffengattungen die Terror-Brigaden verfügen. Karner erklärt, mit welchen Strategien die israelische Armee derzeit vorgeht, analysiert die militärischen Herausforderungen und glaubt, dass die israelische Armee dennoch stark genug ist, um in einem Mehrfrontenkrieg bestehen zu können. Sollte es jedoch zu einer offenen Eskalation mit der Hisbollah unter Unterstützung des Iran kommen, wäre Israel auf die Hilfe der USA und der westlichen Staatengemeinschaft angewiesen. Das Mullah-Regime hält Karner für die größte Bedrohung im Nahen und Mittleren Osten. Karner glaubt, dass der Iran in relativ kurzer Zeit über Atomwaffen verfügen könnte, schätzt aber ein, dass man in Teheran derzeit alleine die Möglichkeit als Drohkulisse für seine politische Agenda innerhalb und außerhalb des Irans in den Raum stellt. Zur Person: Gerald Karner ist ein österreichischer Offizier, Militärexperte und Unternehmensberater. Karner war bis zum Jahr 2006 im österreichischen Bundesheer im Rang eines Brigadiers tätig. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter abonnieren. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202457 min

2024.06.06 - Remko Leemhuis im Talk mit Maya Zehden

Im Gespräch mit Maya Zehden äußert sich Dr. Remko Leemhuis zur aktuell aufgeheizten, oft antiisraelischen bis antisemitischen Stimmung in Deutschland und USA und zu den Ursachen. Dr. Remko Leemhuis ist seit September 2019 Direktor des American Jewish Committee Berlin (AJC) Lawrence and Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations. Als Lobbyorganisation sieht der AJC seine Mission darin, jüdisches Leben in Deutschland und Israels Sicherheit zu unterstützen und mit gesellschaftlichen und politischen Gruppen gemeinsam gegen Antisemitismus zu kämpfen. Viele Vorgänge findet Leemhuis bedenklich: Die mangelnde Empathie von feministischen Frauenverbänden für die Gräueltaten, die Hamasterroristen am 7. Oktober 2023 verübt haben; die deutsche und europäische Politik des offenen Portemonnaies für Feinde Israels wie die Hamas und die Hisbollah im Libanon, denn deutsche Gelder geraten ohne Prüfung immer wieder in die falschen Hände. Klare Worte findet er für die Vorgänge an amerikanischen und deutschen Universitäten: Zerstörungswut gepaart mit Meinungsdiktatur könne man nicht unter freie Meinungsäußerung abhandeln. Das sind strafrechtlich relevante Vorgänge und die müssen geahndet und nicht schöngeredet werden. Die Direktor/innen der Berliner Universitäten erscheinen ihm blind auf dem linken Auge bis naiv im Umgang mit Studierenden und Aktivisten, deren einzig erkennbares Ziel es ist, Israel zu zerstören. Eine Anerkennung eines Staates Palästina, der weder eine friedliche Führung noch ein tragfähiges Zukunftskonzept erkennen lässt, hält er für falsch. Auch die vom Sprecher des Bundeskanzlers verkündete Umsetzung eines möglichen Haftbefehls gegen den israelischen Ministerpräsidenten findet der AJC Direktor äußerst bedenklich. Remko Leemhuis Promotion mit dem Titel "Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten“ beleuchtet die Außenpolitik der BRD mit Israel zwischen 1967 und 1979. Sie erschien 2020 als Buch im LIT Verlag. Die während dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse haben fortan seine Sicht auf Israel die vielen Ungerechtigkeiten im Umgang mit dem jungen Staat bestimmt. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202458 min

2024.05.23 - Rebecca Schönenbach im Talk mit Maya Zehden

Rebecca Schönenbach im Gespräch mit Maya Zehden Rebecca Schönenbach arbeitet als unabhängige Beraterin im Bereich der Terrorismusbekämpfung, speziell zum Themenbereich Finanzierung, und auslandsbezogenem Extremismus. Als Spezialistin für Scharia und islamischen Extremismus hält sie Vorträge und berät Behörden, NGOs und Unternehmen. Darüber hinaus schreibt sie Fachbeiträge zu den Themenbereichen Islamic Finance, Islamismus, Radikalisierung, Migration aus der Sicherheitsperspektive und zu Frauenfeindlichkeit. Als Vorsitzende des Vereins ‚Frauen für Freiheit‘ https://frauenfuerfreiheit.de/ engagiert sie sich gegen Gewalt gegen Frauen, vor allem gegen politische Gewalt mit dem Ziel, Gleichberechtigung abzuschaffen. Sie fordert eine Änderung der Innen- wie Außenpolitik zur Aufrechterhaltung und Förderung von Frauenrechten und zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen. Innenpolitik muss konsequent gegen die Einschränkung von Frauenrechten vorgehen, vor allem zum Schutz von Frauen und Mädchen aus islamischen Gemeinschaften. Der Vorwurf der Islamophobie verhindert bisher die Liberalisierung des Islam, weil jede Kritik angeprangert und mit Strafandrohung bekämpft wird. Für den Verein ‚Veto! Für den Rechtsstaat e.V.‘ https://www.veto-rechtsstaat.de/ erstellt Schönenbach Analysen zu Themen wie Samidoun, Gesetzgebung gegen Extremismus, Korruption und Geldwäsche. Hier ist ihre Erkenntnis, dass gesetzliche Regelungen zur Transparenz der Finanzierung gemeinnütziger Organisationen getroffen werden müssen. Wichtig ist, staatliche Förderung von und Zusammenarbeit mit religiösen Institutionen und ihren Vertretern zu überprüfen, die für ihre Unterstützung zur Integration Geld bekommen. Integration sollte sich immer um Individuen bemühen, nicht Menschen nach Herkunft und vermeintlicher religiöser Zugehörigkeit kollektivieren. Schönenbach nimmt die Bundesregierung und die Europäische Kommission außenpolitisch in die Pflicht, allen Regimen, in denen Geschlechterapartheid herrscht, mit konsequenten Sanktionen zu begegnen und sie zu isolieren. Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie müssen international geächtet und diejenigen Kräfte gestärkt werden, die sich für Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung einsetzen. Auswahl von Artikeln von Rebecca Schönenbach: Emanzipation in der Sackgasse: Reaktionen von Frauenorganisationen auf den 7. Oktober 5. April 2024 https://hpd.de/artikel/emanzipation-sackgasse-reaktionen-frauenorganisationen-den-7-oktober-22076 Champagner-Feminismus 8. März 2023 https://hpd.de/artikel/champagner-feminismus-21117 Burka oder Perlenkette – eine Debatte voller Missverständnisse 4. März 2021 https://hpd.de/artikel/burka-oder-perlenkette-debatte-voller-missverstaendnisse-19062 Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202447 min

2024.05.10 - Vortrag von Florian Markl

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) wurde 1949 gegründet, um die Nothilfe für die Hunderttausenden geflüchteten Araber aus dem neu gegründeten Staat Israel zu organisieren. Von Anfang an drängten Vertreter der Organisation dazu, die direkte Unterstützung der Flüchtlinge so rasch wie möglich wieder zu beenden, weil diese Art der Hilfe nur ein »Palliativmittel« sei, nicht aber das Flüchtlingsproblem an sich lösen könne, und schlimme Folgen für die Flüchtlinge mit sich brächte. Alle Projekte der UNRWA zur Überwindung der Flüchtlingskrise scheiterten am nicht vorhandenen Kooperationswillen der arabischen Staaten, aus deren Sicht die einzige Lösung des Problems in der Rückkehr der Flüchtlinge nach Israel und in der Zerstörung des jüdischen Staates bestehen konnte. Obwohl sie selbst stets davor gewarnt hatte, wurde die UNRWA ab Mitte der 1950er Jahre zu der riesigen, de facto dauerhaften Wohlfahrtsorganisation, die sie heute ist: die mit rund 30.000 Mitarbeitern größte Teilorganisation der Vereinten Nationen. Mit dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 rückten die teils engen Verbindungen der UNRWA zur Terrororganisation in den Fokus der Öffentlichkeit, bekannt sind diese Verbindungen schon seit Langem. Aber nicht erst das macht die UNRWA zu einer Organisation, die es so überhaupt nicht geben dürfte. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 20241h 17m

2024.06.13 - Niklas Frank im Talk mit Peter Huemer

Im Gespräch mit Peter Huemer denkt Niklas Frank, der Sohn von Hans Frank, dem NS-Generalgouverneur von Polen, über die Abrechnung mit seinem Vater nach, über die Vergangenheit und die Gegenwart. Als Niklas Frank sieben Jahre alt war, wurde sein Vater, der nationalsozialistische Generalgouverneur von Polen, in Nürnberg im Jahr 1946 für seine Verbrechen gehenkt. "Das Knacken deines Genicks ersparte mir ein verkorkstes Leben", schrieb Niklas Frank Jahrzehnte später. Da war er fast 50 Jahre alt. Es hat gedauert, bis der Sohn begonnen hat, die schreckliche Vergangenheit seiner Eltern, vor allem die Zeit in Polen, in Büchern aufzuarbeiten. Dann allerdings tat er es umso gründlicher. "Der Vater. Eine Abrechnung" erschien 1987. Später: "Meine deutsche Mutter" - auch dieses ein gnadenloses Buch, wiewohl manchmal auch ein wenig Sympathie und Respekt durchklingt. Auch der ältere Bruder Norman, der am Vater hing, ist Thema eines der Bücher. Und vor wenigen Jahren erschien: "Meine Familie und ihr Henker." Untertitel: "Der Schlächter von Polen, sein Nürnberger Prozess und das Trauma der Verdrängung." Auch mit der in seinen Augen ganz gescheiterten Entnazifizierung in Deutschland - und nebenbei auch in Österreich - hat sich Niklas Frank befasst. Nun ist er 85 Jahre alt und denkt gemeinsam mit Peter Huemer über das Erlebte nach, die Vergangenheit und die Gegenwart. Ein Gespräch, das durchaus nicht immer widerspruchsfrei verläuft. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter abonnieren. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202451 min

2024.04.12 - Arye Sharuz Shalicar im Interview

Trauma, Trauer, Täter-Opfer-Umkehr. Und Hoffnung? IDF-Sprecher Arye Sharuz Shalicar im Gespräch mit Mena-Watch Arye Sharuz Shalicar im Gespräch mit Mena-Watch über das Trauma des 7. Oktober und die westliche Rezeption von Israels Krieg gegen den Hamas-Terror. Der iranisch-stämmige, deutsch-Israeli ist Politologe, Künstler, Musiker und Schriftsteller und seit 2009 offizieller Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) in deutscher Sprache. Im Gespräch mit Mena-Watch erinnert Arye Shalicar fundiert und mit klaren Worten an Fragen, die im öffentlichen Diskurs viel zu oft nicht gestellt werden. Bücher aus seiner Feder: - Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude. Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde, https://amzn.eu/d/4g8Rokc - Der neu-deutsche Antisemit. Gehören Juden heute zu Deutschland? Eine persönliche Analyse, https://amzn.eu/d/1BxAiHB - Schalom, Habibi. Zeitenwende für jüdisch-muslimische Freundschaft, https://amzn.eu/d/c8esqlV - 100 Weisheiten, um das Leben zu meistern. Selbst wenn du aus dem Ghetto stammst. https://amzn.eu/d/4PlUxsS Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 202433 min

2024.05.03 - Ahmad Mansour im Talk mit Mena-Watch

Der gebürtige arabische Israeli Ahmad Mansour warnt seit Jahren vor den Gefahren des politischen Islam und vor dem grassierenden Antisemitismus. Mena-Watch traf ihn zum großen Interview. Wer mit Ahmad Mansour ein Interview führt, ist dabei niemals allein. Seit Jahren wird der studierte Psychologe und Experte für Extremismus und politischen Islam von Personenschützern bewacht. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 12 Monate im Jahr. Betritt der 47-jährige Mansour ein Gebäude, wird vorab die Location gecheckt, Beamte kontrollieren die Eingänge, suchen nach versteckten Sprengsätzen, überprüfen die anwesenden Personen. Der gebürtige arabische Israeli, der seit 2004 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gilt seit Jahren mit seinen Warnungen vor islamistischen Strömungen und neuem und importierten Antisemitismus für viele als Hassfigur. Er wird bedroht, beschimpft, erhält Morddrohungen. Während Mansour von vielen Muslimen als Nestbeschmutzer und Islamhasser gebrandmarkt wird, verunglimpfen ihn linke Kreise als Liebling und willigen Handlanger der Rechtspopulisten, der sich als geläuteter Muslim ausgibt, aber mit seiner Islamkritik vor allem sein eigenes Geschäftsmodell betreibe. Die ARD drehte vor kurzem eine Dokumentation über Mansour und seine Familie, dabei erzählen Manosur und seine Frau über die Belastungen, die sein gesellschaftspolitisches Engagement mit sich bringt, und über den unfassbaren Hass, der Mansour, der auch Vater einer kleinen Tochter ist, täglich, nicht nur im Internet, entgegenschlägt. Die brutale und grausame Terrorattacke auf Israel durch die Hamas, die mehr als 1300 Todesopfer forderte, sorgte in der negativen Haltung gegenüber Mansour zusätzlich noch als Brandbeschleuniger. Mansour stellte sich klar auf die Seite Israels, verurteilt die Hamas und prangert den weltweit explodierenden Antisemitismus an, der mittlerweile alle Gesellschaftsschichten durchdringt. Nicht nur von Muslimen, sondern auch viele Linke und Intellektuelle, wie derzeit an vielen US-amerikanischen Eliteuniversitäten, tragen ihren Judenhass offen zur Schau. Dass Mansour mit seinen jahrelangen Warnungen vor islamischen Extremisten Recht behalten sollte, empfindet er heute nicht als Genugtuung. Alleine der Aufmarsch von mehr als 1.000 Muslimen in Hamburg in den vergangene Tagen, die nichts mehr als die Errichtung eines Kalifats auf europäischen Boden forderten, hat viele Kritiker zum verstummen und umdenken gebracht. Für Mansour Auftrag genug seine Arbeit fortzusetzen, und dabei weiter eine klare Haltung zu beziehen. Mena-Watch hat Ahmad Mansour zum großen interview getroffen. Dabei spricht Mansur, der auch mit dem Arik-Brauer-Medienpreis ausgezeichnet worden ist, über eine traumatisierte israelische Gesellschaft, die er bei seinem letzten Besuch in Israel nach dem 7. Oktober vorgefunden hat, über Szenarien, wie Israelis und Palästinenser nach dem Krieg zueinander finden könnten, über die Rolle des iranischen Terror-Regimesim Nahen Osten, über den offen zur Schau gestellten Judenhass an US-amerikanischen Universitäten, der über Jahre ausgeblendet worden ist, und darüber, warum Israel den Informationskrieg auf TikTok und anderen Social Media Plattformen zu verlieren scheint. (Red) Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast

Jul 5, 202444 min

2024.02.09 - Susanne Schröter im Talk mit Maya Zehden

Susanne Schröter ist Professorin im Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam an der Goethe-Universität, Direktorin des Instituts für Ethnologie, sie leitet das Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, war Direktorin des Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung. Sie ist Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts. Mit islamischen Lebenswelten befasst sie sich, seit sie 2004 den Lehrstuhl für Südostasienkunde an der Universität Passau erhalten hat. Diese Referenzen sind das eine, weswegen sie eine gefragte Gesprächspartnerin ist. Aber sie redet auch Klartext: Dass zum Beispiel in der Kölner Silvesternacht 2015 übergriffig gewordenen Männer von den zutiefst patriarchalischen Strukturen in ihren Heimatländern geprägt seien. Dass diese Strukturen auch von der rigiden Sexualmoral und vom Frauenbild im Islam befördert würden. Dass entgegen den Beteuerungen von Moscheevertretern Salafismus und Dschihadismus sehr wohl mit dem Islam zu tun hätten. Ihre Forschungserkenntnis ist: Dschihadismus wird von einigen muslimischen Jugendlichen banal wie eine Jugendbewegung rezipiert. Diese Aussagen machen sie zu einer sowohl hochgelobten, aber auch stark angefeindeten Wissenschaftlerin. Ihre Kritik richtet sich gegen gesellschaftliche Ignoranz und politische Untätigkeit, die die Gefahr für die Demokratie missachten. Maya Zehden im Gespräch mit Susanne Schröter. Ihr aktuelles Buch erscheint am 12.2.2024: Susanne Schröter: Der neue Kulturkampf: Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht. Haben Sie genug von seichter einseitiger Nah-Ost Berichterstattung in den Medien? Dann lassen Sie sich von Mena-Watch, dem unabhängigen Nah-Ost Think Tank informieren! https://www.mena-watch.com Unser Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die Faktentreue unserer täglichen Veröffentlichungen, sowie Publikationen und steht für Anfragen zur Verfügung. Den wöchentlichen Newsletter mit Analysen, Kommentaren und Editorial können Sie unter https://www.mena-watch.com/newsletter kostenlos bestellen. Die Mena-Talks können Sie auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen hören und abonnieren. Eine Übersicht über alle Podcast-Folgen finden sie auf https://mena-talk.podigee.io, dort findet sich auch Sandra Kreislers Podcast über »Israels kurze 5000 Jahre«.

Jul 5, 20241h 18m

2024.01.31 - Güner Balci im Talk mit Maya Zehden

Kurzfassung : „Güner Yasemin Balci setzt sich seit Jahren dafür ein, denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben!“ So der Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) von Neukölln in Berlin über seine Integrationsbeauftragte, die parteilose Güner Yasemin Balci, bei ihrer Einführung 2020. Das ganze Interview finden sie hier: Ihr Lebensthema sind die negativen Folgen der Geschlechtertrennung in muslimischen Milieus. Sie bedeutet, dass muslimische Mädchen und Frauen viele Hürden überwinden müssen, um selbstbestimmt leben zu können. Denn in dem Moment, wo ein arabisches oder türkisches Mädchen sich „wie eine Deutsche“ benimmt, ist sie nicht mehr geeignet, die Ehre der Familie zu vertreten. Balci weist darauf hin, dass Menschen nach Deutschland kommen, in denen Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderehen und Zwangsheiraten zum kulturellen Selbstverständnis gehören. Ihre Arbeit ist darauf ausgerichtet, sowohl Mädchen, Frauen, Mütter und Großmütter aber auch die Männer als Brüder, Partner und Väter für deutsches Recht zu sensibilisieren, Netzwerke der Verständigung zu knüpfen und damit radikale Einflüsse in den Communities zurückzudrängen. Sie bedauert, dass ihr politische Unterstützung auf Berliner -, aber auch auf Bundesebene fehle. Solange fundamentale, rückwärtsgewandte und teilweise aus dem Ausland gesteuerte Dachverbände Ansprechpartner deutscher politischer Institutionen, für Runde Tische und Expertengespräche, sind, wird die Demokratie nicht gefördert, sondern das Gegenteil. Dabei hält sie etwa 50% der Menschen mit Migrationsgeschichte für liberal. Nur engagieren die sich eben nicht politisch und haben daher auch keine Lobby. Ihren Kampf für Frauenrechte und Demokratie hat Güner Balci erfolgreich bereits als Journalistin mit Reportagen in Zeitungen und in Fernsehsendungen geführt. Dazu gehören u.a. auch ihre Bücher ArabBoy und ArabQueen, Fernsehfilme wie ‚Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kirsten Heisig‘, ‚Der Jungfrauenwahn‘ und über die Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, die erste deutsche Imamin Seyran Ateş. Heute arbeitet sie im ‚Problembezirk‘ Neukölln, um mit anderen Mitteln ihr Anliegen umzusetzen. Im Dezember begegneten sich auf ihre Initiative hin rund 500 Menschen, darunter Juden, Christen und Muslime, bei einer Chanukkafeier zum jüdischen Lichterfest im Rathaus Neukölln. Denn auch der Antisemitismus im Allgemeinen und in der muslimischen Community im Besonderen sind ihr Thema. Eine mutige, idealistische und klar auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Frau, die Glauben als zutiefst persönlich definiert und daher das Bekenntnis zu einer bestimmten Religion als Zwang ablehnt im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden.

Jul 5, 20241h 17m

2024.01.21 - Henryk M. Broder- Das AfD Problem ist wenn dann ein selbst gemachtes!

Jul 5, 20241h 34m

2023.11.25 - English Content - Die israelisch-arabische Annäherung wird weitergehen?

Achtung, dieser Talk ist in Englischer Sprache! Harris war 32 Jahre lang Geschäftsführer des American Jewish Committee. Im Gespräch mit Florian Markl erläutert er die Haltung der beiden großen amerikanischen Parteien zum Krieg gegen im Gazastreifen, die Gründe für die erschreckenden Hamas-Solidaritätsbekundungen auf amerikanischen Universitäten, warum der Prozess der Annäherung zwischen Israel und vielen arabischen Staaten durch den Krieg nicht zum Erliegen kommen wird und warum US-Präsident Joe Biden die desaströse Iran-Politik Barack Obamas fortsetzt. Und er unterstreicht die Wichtigkeit einer Lehre, die man aus der Geschichte gezogen haben sollte: Wenn Fanatiker ankündigen, ganze Menschengruppe ermorden oder Staaten ausradieren zu wollen, sollte man ihnen Glauben schenken – egal, ob es sich um die Nazis vor 85 Jahren oder um die Hamas und das iranische Regime heute handelt.

Jan 9, 202436 min

2023.11.14 - English Content - Terroranschlag der Hamas und seine Folgen in den USA, erläutert von Rabbi Cooper

Achtung, dieser Talk ist in Englischer Sprache! Im Gespräch mit Florian Markl schildert Rabbi Abraham Cooper die antisemitische Welle, die aktuell auch über die USA schwappt – ausgehend ausgerechnet von der Elite des amerikanischen Bildungssystems. Dem stehe ein ungeahntes Gefühl der Solidarität aufseiten der jüdischen Gemeinden gegenüber, wie es das seit dem Sechstagekrieg 1967 nicht mehr gegeben habe. Der entscheidende Faktor für den Fortgang des Krieges sei, wie sich das iranische Regime weiter verhalte und ob es die Angriffe auf Israel durch die Hisbollah verstärken lassen werde. Niemand werde mit solchem Hass geboren, wie ihn die Hamas-Terroristen am 7. Oktober an den Tag gelegt hätten, dazu werde man vielmehr erzogen – etwa in den Schulen der UNRWA, des UN-Flüchtlingshilfswerks für die Palästinenser. In Österreich habe sich im Laufe der Jahre viel geändert, aber der Lackmustest für Österreich und die anderen Länder Europas sei nicht, wie viele Menschen und Politiker in Stille getöteter Juden gedenken, sondern wie viele Politiker jetzt in Solidarität mit lebenden Juden ihre Stimme erheben.

Jan 9, 202430 min

2023.12.02 - English Content - Yigal Carmon Gründer von MEMRI : "Can Israel flourish without the Arab world!?"

Achtung, dieser Talk ist in Englischer Sprache! Yigal Carmon: »Israel kann ohne arabische Staaten florieren« MEMRI-Präsident Yigal Carmon über die Rolle des Hamas-Unterstützers Katar, Israels Abschreckungskapazitäten und Frieden mit den arabischen Staaten. Im Mena-Watch-Talk spricht Florian Markl mit Yigal Carmon, dem Präsidenten des »Middle East Media Research Institute« (MEMRI), das Übersetzung von Übersetzungen von Medienberichten aus dem Arabischen und Persischen sowie und anderen Sprachen veröffentlicht und damit Einblicke in die Region ermöglicht, die sonst an sprachlichen Barrieren scheitern. Vor seiner Tätigkeit hat MEMRI war Carmon zwanzig Jahre lang im israelischen Militärgeheimdienst gearbeitet und diente den Premierministern Jitzchak Rabin und Jitzchak Schamir als Antiterrorbeauftragter. Er ist Mitglied der israelischen Arbeitspartei. Im Gespräch geht Carmon scharf mit dem Fernsehsender Al Jazeera ins Gericht, dessen arabischsprachige Version für ihn kaum mehr als ein Propagandaorgan der Terrorgruppe Hamas ist. Darin folge der Sender seinen katarischen Herren, welche die Hamas unterstützt und in den letzten Jahren – sehr zum Missfallen Carmons – auch mit israelischer Zustimmung finanziert hätten. Niemand außer der Hamas brauche Katar, auch in den Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln sollte das Land keine Rolle spielen dürfen. Man brauche keine »guten« Kontakte zur Hamas, sondern nur Kontakte, und über die verfüge auch Ägypten. Dass die libanesische Hisbollah und der Iran im aktuellen Krieg bislang keine »zweite Front« gegen Israel eröffnet haben, liegt für Carmon einzig in der israelischen Abschreckungskapazität begründet. Das bedeute aber nicht, dass es nicht doch noch zu einem größeren Krieg kommen könnte. »Israel kann auch ohne die arabische Welt florieren« Für Carmon brauchen die arabischen Staaten Frieden mit Israel dringender als umgekehrt. Israel habe schon vor der Normalisierung der Beziehungen zu einigen Staaten (Stichwort Abraham-Abkommen) floriert, und werde das in Zukunft selbst ohne offiziellen Friedensschlüsse mit arabischen Staaten tun. Aufhorchen lässt Carmon mit der Aussage, dass nicht nur Israel und US-Kriegsschiffe, sondern auch Saudi-Arabien Raketen abgefangen habe, die von den Huthis im Jemen in Richtung Israel abgefeuert wurden. Abseits des aufgenommenen Gespräches betonte Carmon noch einen wichtigen Punkt: Während sich überall auf der Welt Leute mit der Hamas und dem Terror gegen Israel solidarisch erklärten, sei auffällig, wer nicht auf die Straßen gegangen ist: die arabischen Bewohner Israels. Im Gegensatz zu vielen anderen hätten sie in der Zeit nach dem 7. Oktober »moralisches Rückgrat« gezeigt.

Jan 9, 202427 min

2023.12.07 - Der Anschlag in Wien war Teil einer islamistischen Terrorwelle

Nicolas Stockhammer über den islamistischen Anschlag vom 2. November 2020 und die aktuelle Terrorgefahr. Im Gespräch mit Florian Markl erläutert Terrorismusforscher Nicolas Stockhammer, warum in Österreich vor dem Terroranschlag vom 2. November 2020 eine »trügerische Ruhe« geherrscht hat, warum es irreführend ist, von einem »Einzeltäter« zu sprechen, was damals in der Terrorabwehr schiefgelaufen ist und welche Fragen zum Verlauf dieses Abends noch ungeklärt sind. Aktuell leben wir Stockhammer zufolge erneut in einer Phase trügerischer Ruhe. Terrorgefahr gehe in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft von mehreren Seiten aus, vorherrschend sei aber noch immer die Gefahr islamistischer Gewalttaten. Stockhammers neues Buch Trügerische Ruhe. Der Anschlag von Wien und die terroristische Bedrohung in Europa ist gerade im Amalthea-Verlag erschienen.

Jan 9, 202438 min

2023.12.01 - Können Sie als Jude sagen, Deutschland ist Ihre Heimat? Abraham Lehrer sagt ja, aber…

Helfen den Juden Kontakte zu den Kirchen und muslimischen Religionsgemeinschaften? Wie funktioniert jüdisches Gemeindeleben heute? Wie sieht die Zukunft der Juden in Deutschland aus? Abraham Lehrer ist Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsident der Zentralwohlfahrtstelle ZWST, der Dachorganisation der jüdischen Wohlfahrtspflege. Er muss mit Bodygards reisen, Antisemitismus beschreiben und entgegentreten, und betont, dass er das tue, weil er sich verpflichtet fühle, für das, was er als Bürger dieses Landes an Rechten hat, etwas zurückzugeben. Seit seiner Jugend übt er diese und zahlreiche andere Ehrenämter aus. Sein Geld hat er als Geschäftsführer einer Softwarefirma verdient. Im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden erläutert er die Arbeitsweise des Zentralrats, seine Einflussmöglichkeiten nach innen und außen, und wird auch emotional, wenn er über die aktuelle Situation spricht, als Jude in Deutschland zu leben.

Jan 9, 20241h 31m

2022.01.11 - Peter Huemer mit Dr Erika Freeman

„Ein Jud‘ wird geboren und die Welt verändert sich“ Peter Huemer im Gespräch mit der Psychoanalytikerin der Stars Dr. Erika Freeman Dr. Erika Freeman ist gebürtige Wienerin. Sie floh als 12 Jährige, allein, ohne ihre Eltern, vor den Nazis bis in die USA, wo sie in der Folge mehrere Universitäten besuchte und eine unglaubliche Karriere hinlegte, die sie bis in Häuser der Mächtigen brachte. Die ebenso hochdekorierte wie bescheidene und humorvolle Dame erzählt über ihre Freundschaften und Erlebnisse mit Persönlichkeiten wie Marylin Monroe, Golda Meir oder Barbra Streisand. Während ihres freundschaftlichen Geplauders mit Peter Huemer lernt man nicht nur die besten Strategien, um trotz der gröbsten Widrigkeiten ein fröhliches Leben zu führen, sie spricht auch über die Kraft und den Fluch des Vergessens, über die Staatsgründung Israels und den heutigen Antisemitismus. Ein Lebensbericht voll Witz und Weisheit.

Jan 9, 202438 min

2023.09.19-Shelly Kupferberg über Isidor Geller

Shelly Kupferberg, Journalistin und Autorin in Berlin, hat einen dokumentarischen Roman über ihren Urgroßonkel geschrieben, der aus der bitteren Armut eines jüdischen Schtetl in Galizien kam, im Wien der Zwischenkriegszeit Millionär war, 1938 von den Nationalsozialisten beraubt und gefoltert wurde und starb. Eine Tragödie unter vielen, die vergessen war, aber nun in unser Gedächtnis zurückgeholt wird. Dr. Isidor Geller hat es geschafft: Er ist Kommerzialrat, Berater des österreichischen Staates, Multimillionär, Opernfreund und Kunstsammler und nach zwei gescheiterten Ehen Liebhaber einer wunderschönen Sängerin. Weit ist der Weg, den er aus dem hintersten, ärmlichsten Winkel Galiziens zurückgelegt hat, vom Schtetl in die obersten Kreise Wiens. Ihm kann keiner etwas anhaben, davon ist Isidor überzeugt. Und schon gar nicht diese vulgären Nationalsozialisten.

Jan 9, 202444 min

2023.07.19-Über die Trachten und Heimat

eter Huemer spricht mit Elsbeth Wallnöfer über ihre beiden Bücher "Heimat, ein Vorschlag zur Güte" und "Tracht Macht Politik" zu den Themen Heimat und Trachten. Elsbeth Wallnöfer ist eine wichtige und streitbare Forscherin aus Tirol zum Thema Volkskunde. Peter Huemer sprcht mit ihr über den umstrittenen Begriff "Heimat" und über das Dirndlkleid gestern und heute mit seiner problematischen Geschichte.

Jan 9, 202437 min

2023.05.10 - Was macht die FDP für Israel und gegen Anti Semitismus

Seit einigen Jahren hat sich die FDP von einer ‚Möllemann-‘ und ‚israelkritischen‘ Partei gewandelt zu der Partei, die im Bundestag 2019 einen Beschluss gegen BDS (Boykott, Desinvestionen, Saktionen) vorbereitet und eingebracht hat. BDS ist eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will. Einer, der maßgeblich an der Vorbereitung beteiligt war und mit diesem Beschluss verhindern will, dass in staatlich geförderten Räumen in Deutschland Israelfeindlichkeit unterstützt wird, ist Frank Müller-Rosentritt, Bundestagsabgeordneter aus Chemnitz. Im Gespräch mit Maya Zehden erläutert er, warum er diesen Beschluss bis heute für einen wichtigen Schritt hält und welche Ergebnisse seitdem erzielt wurden. Müller-Rosentritt hält die Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Institutionen für einen Gewinn für beide Seiten und hat in Sachsen dadurch wirtschaftlich Großes erreicht. Ohne Scheu spricht er auch aus persönlicher Sicht darüber, warum er sich für Israel engagiert. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

Jan 9, 202451 min

2023.10.29. - Krieg in Israel - mit Ron Prosor

In der schlimmsten Phase seit Gründung des Staates Israel spricht der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, mit der Journalistin Maya Zehden. Er war an wichtigen Knotenpunkten der Geschichte Israels dabei: Bei den Verhandlungen in Camp-David, die zum Friedensschluss mit Ägypten führten, bei den Verhandlungen vor der Unterzeichnung des Wye-Abkommens 1998 und bei der Vorbereitung des Abzugs aus Gaza 2005. Seit 1986 ist er im Außenministerium als Berater, Botschafter und Generaldirektor tätig gewesen. 2022 trat er in der Geburtsstadt seines Vaters und Großvaters Berlin das Amt als Vertreter seines Staates an, was immer sein Traum war. Der terroristische Überfall der Hamas begann, als er seinen 65. Geburtstag feiern wollte. Dieser Zivilisationsbruch, der Israel verändern wird und auf die westliche Welt ausstrahlt, wird ihn nie mehr loslassen. Er sieht seine Aufgabe nun darin, Dinge klarzustellen und immer wieder die eindeutige Verantwortung der menschenverachtenden Hamas für alles, was jetzt in Gaza geschieht, zu betonen. Eigentlich hatte er bereits begonnen, die deutsch-israelischen Beziehungen auf allen Gebieten voranzubringen. Besonders der Jugendaustausch liegt ihm am Herzen. Aber das ist zurzeit unmöglich. In diesem Gespräch wird deutlich: Ron Prosor ist und bleibt ein Mentsch (ein Ausdruck im Jiddischen für ein Vorbild, einen edlen Menschen), dem jedes einzelne Schicksal wehrloser Menschen nahe geht. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

Jan 9, 202444 min

2023.09.20. - Michael Wolffsohn im Gespräch mit Maya Zehden

Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V. Prof. Michael Wolffsohn ist bekannt als Experte für Internationale Beziehungen, für israelische und deutsch-jüdische Geschichte, als Autor zahlreicher Bücher und für mehrere Zeitungen im In- und Ausland. Vor allem als Gast in vielen Fernsehdiskussionen ist er eine wichtige jüdische Stimme für Themen rund um Judentum, Diaspora und Israel. Seine wohldurchdachten Thesen sind häufig nicht Mainstream, sprechen vielen aus der Seele, lösen aber auch Kontroversen aus. Im Gespräch mit der Autorin und Moderatorin Maya Zehden definiert er unter anderem seine Rolle als Staatbürger, erläutert wie sich linker Antisemitismus entwickelt hat und seine Sicht auf die Gründe für den wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa. Israel liegt ihm besonders am Herzen. Schon lange hat er einen plausiblen, aber von interessierten Kreisen nicht gewollten, Lösungsvorschlag parat für die Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Über die Location: Vor über einem Jahr wurde das Jüdische Kulturschiff MS Goldberg eingeweiht. Es fährt durch Berlin und Brandenburg, um den Menschen vor Ort jüdische und israelische Kultur zu bieten. Das abwechslungsreiche kulturelle Programm von Lesungen über szenische Darbietungen mit musikalischen Komponenten oder sogar Uraufführungen bis hin zu Auftritten israelischer Künstler ist unter https://www.goldberg-kulturschiff.de/ zu finden.

Jan 9, 20241h 5m

2023.11.22 - Was Frauenrechte und Pornos mit Hamas und Terror zu tun haben

Mirna Funk, Schriftstellerin von Belletristik und Sachbüchern, Autorin von journalistischen Texten und sogar einer Sexkolumne in der Cosmopolitan und zu Lifestyle in der deutschen Vogue, Texterin für Hörspiele und Filme und selbst beliebte Darstellerin in Dokumentationen über ihr Leben, spricht mit der Journalistin Maya Zehden darüber, was ihr die Verleihung des Arik Brauer Preises 2023 bedeutet. Dabei stellt sie auch zum Thema Israel und Hamas sehr spannende Vergleiche her, spricht über unverständliche Social Media Posts und viele andere Dinge, die eine junge, moderne Frau an der aktuellen Krise sonst noch bewegen. Den Arik Brauer Publizistik Preis hat sie für ihre hervorragenden politischen Statements zum Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern erhalten. Als Jüdin denkt sie aktuell darüber nach, mit ihrer Tochter nach Israel zu ziehen und erklärt, welchen Stellenwert das Thema Freiheit in ihrem Leben hat. Maya Zehden ist Autorin und Moderatorin, war Geschäftsführerin von Vereinen im Bereich Israel, Judentum, Antisemitismusbekämpfung. Sie ist eine Magistra Artium in Germanistik/ Medienwissenschaften (Nebenfächer: Psychologie und Soziologie) und ehrenamtlich die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.

Jan 9, 202447 min

2023.12.14. - Die Allianz des Mufti von Jerusalem mit Hitler und Nazideutschland

Verhängnisvolle Allianz des Mufti von Jerusalem mit Hitler und Nazideutschland Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Historiker aus Hamburg, belegt: 1937 kam mit der Broschüre „Islam und Judentum“ eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische Antisemitismus. Im Koran ist Hass auf Juden schon angelegt. Aber auch Respekt vor der jüdischen Religion. So gibt es gravierende Unterschiede im islamischen Antijudaismus des 7. und 8. Jahrhunderts zum europäischen Antisemitismus, der erst im 19. Jahrhundert entstand. In Archiven und Büchereien hat Küntzel einzigartige Quellen gefunden, die die Entwicklung vom religiösen zum eliminatorischen Antisemitismus aufzeigen. Im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden beantwortet Küntzel Fragen danach, wie es dazu kam, dass sich der moderne islamische Antisemitismus in relativ kurzer Zeit ausbreiten konnte. Und welche Rolle Hitler und der Mufti von Jerusalem dabei spielten, dass sich die aus Europa bekannten antijüdischen Stereotypen im gesamten Nahen Osten verbreitet haben und warum sie das Zusammenleben von Juden und Arabern nicht erst seit der Staatsgründung Israels so aussichtslos erscheinen lassen. Empfehlenswerte Bücher von Dr. Matthias Küntzel: - Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus entstand (erschienen 2019) - Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft. (erschienen 2009) - Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg. (erschienen 2002) Wurde in fünf Sprachen übersetzt. - Der Weg in den Krieg. Deutschland, die NATO und das Kosovo.(erschienen 2000) Weitere Informationen zu Dr. Matthias Küntzel unter http://www.matthiaskuentzel.de

Jan 9, 202449 min

2023.12.23 - Wir Muslime müssen lernen, mit Respekt miteinander und mit anderen, besonders mit Juden, umzugehen

bdel-Hakim Ourghi, deutsch-algerischer Islamwissenschaftler, Philosoph und Religionspädagoge, seit 2011 Leiter des Fachbereichs Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, im Gespräch mit der Journalistin Maya Zehden. Das Schweigen von Imamen und muslimischen Verantwortungsträgern zum Massaker an Israelis am 7. Oktober sei für ihn äußerst schmerzhaft, so Prof. Ourghi. Er wundere sich darüber, dass in pro-palästinensischen Demonstrationen junge Menschen hasserfüllte Parolen gegen Juden und Israel brüllten, obwohl sie hier in Deutschland aufgewachsen sind. Ourghi kritisiert sowohl die muslimischen Dachverbände für ihre rückwärtsgewandte Haltung als auch die deutsche Politik, die den Dialog mit ihnen wählt, obwohl sie nur 15% der Muslime in Deutschland vertreten. Hier müsse ein Umdenken stattfinden, um die Entwicklung in eine friedlichere Richtung zu lenken. Seine Bücher ‚Die Juden im Koran – Eine historische Tragödie mit fatalen Folgen‘, ‚Reform des Islam - 40 Thesen‘ und ‚Ihr müsst kein Kopftuch tragen!‘ sind Appelle für einen liberalen Islam und dafür, sich mit den friedlichen Stellen des Korans auseinanderzusetzen, aber auch mit den Stellen, an denen Mohammed kritisiert wird. Er sei ein Mensch mit Fehlern gewesen. Wichtig sei, mit tradierten Vorurteilen von Muslimen wie dem, an allem seien die Juden schuld und Muslime seien ihre Opfer, zu brechen. Dieses Vorurteil dient nur der Ablenkung von selbst verschuldeten Problemen. Aus solchen Vorurteilen ist der weltweit verbreitete muslimische Antisemitismus entstanden, der heute mehr denn je den Hass auf Juden und Israel befördert. All das erschwert die Akzeptanz von westlichen Werten und die Integration von Muslimen in die westliche Welt.

Jan 9, 20241h 15m

2022.11.29. - Lisa Fellhofer & Thomas Eppinger: »Wir müssen genauer hinsehen«

Ein Gespräch mit der Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam

Nov 29, 202234 min

2022.11.15. - Ahmad Mansour & Esther Schapira: »In Israel ist die Debattenkultur offener als in Europa«

»In Israel ist die Debattenkultur offener als in Europa«

Nov 15, 202231 min

2023.Kenan Güngör & Thomas Eppinger über Migration und Integration

»Es braucht mehr Freundlichkeit«

Nov 1, 202240 min

2022.10.18. - Hiwa Bahrami und Florian Markl über die Proteste im Iran

Kann das Regime in Teheran gestürzt werden?

Oct 18, 202241 min

2022.11.01. - Kenan Güngör & Thomas Eppinger über die Türkei

»Ich traue Erdoğan alles zu.«

Oct 11, 202231 min

2022.09.27. - Christian Ultsch und Peter Huemer über Israel

Ein Gespräch über Israel, Israelkritik und die Vorwürfe von Apartheid und Siedlerkolonialismus.

Sep 27, 202224 min

2022.08.29. - Christian Ultsch und Peter Huemer über die Documenta

Ein Gespräch über Postkolonialismus und die Singularität des Holocausts vor dem Hintergrund der documenta fifteen in Kassel.

Sep 13, 202225 min

2022.08.30 - Ursula Prutsch & Peter Huemer über Fritz Mandl: Waffen, Nazis und Geheimdienste.

Er sorgte für Skandale, Gerüchte und geheimnisumwitterte Geschichten: Ein Gespräch über Fritz Mandl, einen der schillerndsten Industriellen Österreichs.

Aug 30, 202259 min

2022.08.16. - Ednan Aslan & Thomas Eppinger über Israel

Muslime leben in Israel offen und frei. Das Bild des Landes in den Medien ist verzerrt.

Aug 16, 202245 min

2022.08.02. - Ednan Aslan & Thomas Eppinger über den Islam

Der Islam ist nicht nur Religion, sondern als Rechtssystem und Staatsideologie auch eine Herausforderung für unsere Gesellschaft.

Aug 2, 202247 min

2022.07.19. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger über Israel

Was an Israel so besonders ist

Jul 19, 202224 min

2022.07.05. - Raimund Fastenbauer: Mein Leben

Im Gespräch mit Thomas Eppinger

Jul 5, 202228 min

2022.06.21. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger

Ein Gespräch über Ausprägungen und Geschichte des Antisemitismus

Jun 21, 202225 min

2022.06.07. - Raimund Fastenbauer & Thomas Eppinger

Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten

Jun 7, 202227 min

2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 3)

Biermanns Israel und Lebenserinnerungen

May 24, 202219 min

2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 2)

Ein Konzert mit dem totem Vater und die Ausbürgerung aus der DDR

May 24, 202235 min

2022.05.24 - Wolf Biermann & Peter Huemer (Teil 1)

Putin und die DDR

May 24, 202232 min

2022.05.10. - Volker Beck & Peter Huemer

Der Publizist und Lehrbeautragte Volker Beck spricht mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer über Deutschlands Verhältnis zu Israel, über Antisemitismus und die BDS-Bewegung sowie über islamistische Netzwerke in Deutschland.

May 10, 202239 min

2022.04.27. - Arye Sharuz Shalicar & Alexander Gruber

Arye Sharuz Shalicar, Autor und Sprecher der israelischen Verteidigungskräfte in Reserve, spricht mit dem Mena-Watch-Chefredakteur Alexander Gruber über seine Jugend in Berlin, die Bedeutung des Ukraine-Kriegs für Israel und die Wiener Atomverhandlungen.

Apr 27, 202238 min

2022.04.13. - Esther Schapira & Peter Huemer (Teil 2)

Im zweiten Teil geht es unter anderem um Israel und die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine für die Atomverhandlungen mit Iran.

Apr 13, 202232 min

2022.04.13. - Esther Schapira & Peter Huemer (Teil 1)

Der erste Teil des Gesprächs dreht sich um Antisemitismus und Antizionismus und darüber, was wir aus der eigenen Geschichte gelernt haben und was nicht.

Apr 13, 202227 min