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Aufbau & Pflege von einem Festpunktinformationssystem auf Basis des Masterportals (fossgis2022)
In diesem Vortrag wird ein prototypisches Festpunktinformationssystem auf Basis des Masterportals vorgestellt, über das die Daten zukünftig den Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird gezeigt, wie die Implementierung und die Pflege des Systems mittels Gitlab CI/CD und Docker möglich ist. Über die vergangenen Jahrzehnte ist an der Hochschule Mainz im Studiengang Geoinformatik und Vermessung eine beachtliche Sammlung von Informationen mit geodätischen Raumbezug gewachsen. Die Datenhaltung ist jedoch verteilt und es existiert kein gesamteinheitliches System, dass alle Informationen, wie z.B. Einmessskizzen und Lagekoordinaten, über die einzelnen Festpunkten verknüpft. Vergleichbare Daten werden in Deutschland von der Landesvermessung durch die Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland i.d.R. kostenpflichtig und in unterschiedlichen Portalen und Systemen zur Verfügung gestellt [1]. In diesem Vortrag wird ein prototypisches Festpunktinformationssystem auf Basis des Masterportals [2] vorgestellt. Bei der Konzipierung und Implementierung wurde vor allem auf folgende Anforderungen geachtet: - Verwendung von Open Source Software - Nutzung von Offenen Standards und Datenformaten - Einfacher (mobiler) Zugriff und Abruf der Daten, inkl. Standortbestimmung - Export- und Druckfunktionalität der bereitgestellten Informationen - Vergleichsweise einfache Datenpflege und Datenbereitstellung Der entstandene Source Code wird Anfang des Jahres 2022 auf der Gitlab Seite von der Hochschule Mainz – Geoinformatik und Vermessung [3] veröffentlicht. Referenzen [1] https://www.adv-online.de/AdV-Produkte/Integrierter-geodaetischer-Raumbezug/AFIS/ [2] https://www.masterportal.org [3] https://gitlab.rlp.net/hsmainzgv about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/7DKASW/
STAC und openEO in der Praxis: Integration in actinia (fossgis2022)
Mit Hilfe von STAC können Geodaten leichter indiziert und aufgefunden werden. Mit Hilfe der openEO API gibt es einen HTTP API Standard für die Prozessierung von Erdbeobachtungsdaten. Dabei sind die openEO Endpunkte für die Entdeckung der Daten (EO Data Discovery) kompatibel zu STAC, so dass bei einer Implementierung beide Konzepte wunderbar zusammenspielen können. Dieser Vortrag zeigt am Beispiel von actinia und dem openeo-grassgis-driver, wie so eine Implementierung aussehen kann. Mit Hilfe von [STAC](https://stacspec.org/) können Geodaten leichter indiziert und aufgefunden werden. Mit Hilfe der [openEO API](https://openeo.org/) gibt es einen HTTP API Standard für die Prozessierung von Erdbeobachtungsdaten, so dass verschiedene Client- und Serverimplementierungen untereinander austauschbar sind. Dabei sind die openEO Endpunkte für die Entdeckung der Daten (EO Data Discovery) kompatibel zu STAC, so dass bei einer Implementierung beide Konzepte wunderbar zusammenspielen können. Dieser Vortrag zeigt am Beispiel von [actinia](https://github.com/mundialis/actinia_core) und dem [openeo-grassgis-driver](https://github.com/Open-EO/openeo-grassgis-driver), wie so eine Implementierung aussehen kann. Actinia bietet über ein Plugin die Möglichkeit, bestehende STAC Collections zu registrieren, so dass diese als Input für Prozessierungen gefiltert und verwendet werden können. Das Ergebnis einer Prozessierung kann wiederum als spatio temporal asset registriert werden. Die Anbindung an den openeo-grassgis-driver ermöglicht eine standardisierte Verwendung all dessen von allen Clients, die kompatibel zur openEO API sind. Vortragsfolien: https://mundialis.github.io/fossgis2022/stac-openeo-actinia/index.html Quellen: https://github.com/mundialis/fossgis2022/tree/main/stac-openeo-actinia about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/FNMWMB/
Neue offene Produkte des BKG (fossgis2022)
Das BKG baut derzeit in zwei parallelen Projekten sowohl eine bundesweite Starkregenhinweiskarte als auch einen Digitalen Zwilling Deutschland auf. Dabei sollen die Ergebnisse der bundesweiten Starkregenhinweiskarte als Datensatz in den Digitalen Zwilling Deutschland einfließen, um darauf aufbauende Prognose Modelle oder Simulationen von Handlungsalternativen durchzuführen. Der digitale Zwilling ist ein virtuelles Abbild unserer Realität und wird viele Daten als Open Data bereistellen. Der aktuell zu beobachtende Klimawandel führt zu mehr extremen Wetterlagen, die sowohl die Umwelt als auch die Menschen immer stärker gefährden. Insbesondere die Sach- und Personenschäden, die durch Starkregenereignisse entstehen können, machen präventive Maßnahmen notwendig. „Starkregengefahrenhinweiskarten“ sind daher ein wichtiges Instrument der Gefahrenabwehr, um potentielle Auswirkungen eines Starkregens abschätzen zu können. Eine deutschlandweit einheitliche Grundlage zur Erstellung einer solchen Sonderkarte ist aktuell nicht vorhanden. Daher hat das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) zum Aufbau einer präventiven Hinweiskarte bezüglich Starkregengefahren das Projekt „Starkregengefahrenhinweise“ ins Leben gerufen. Als erste Teilregion wurde das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgewählt und damit das Gesamtprojekt gestartet. Ziel des Gesamtprojekts ist die einheitliche Kartierung der Starkregengefahr für ganz Deutschland. Die Ergebnisse dieser einheitlichen Kartierung der Starkregengefahr sollen als offene Daten u.a. im Geoportal der GDI-DE veröffentlicht werden. Darüber hinaus ist geplant, die Daten in den Digitalen Zwilling Deutschlands einfließen zu lassen, um basierend auf diesen Erkenntnissen weitere Analysen oder Prognosen u.a. du den Auswirkungen des Kleinwandels durchzuführen. Mit dem Projekt „Digitaler Zwilling Deutschland“ möchte das BKG als zentraler Geodatenbroker des Bundes vorrangig für die Bundesverwaltung neueste technische Möglichkeiten im Bereich des Geoinformationswesen erschließen und anbieten. So soll in den nächsten Jahren ein hochauflösendes, digitales Abbild Deutschlands Behörden dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, steigender Flächenverbrauch oder die Gefahrenabwehr durch Starkregen adäquat und ganzheitlich anzugehen. Als Ausgangsbasis dafür wird ein einheitliches und für Deutschland flächendeckendes hochpräzises 3D-Modell auf Basis modernster, luftgestützter Laserscan-Technologie entwickelt. Die geplante Laserscan-Befliegung soll einen Datensatz mit einer Auflösung von mindestens 40 Punkten pro Quadratmeter liefern. Die 3D-Daten werden in einem nächsten Schritt in einer cloudbasierten Datenhaltungs- und Analyseplattform mit anderen Basis- und Fachdaten verknüpft und sollen "open data" zur Verfügung gestellt werden. Die Machbarkeit dieses Vorhabens wird aktuell in einem Demonstrationsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Freien und Hansestadt Hamburg eruiert. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/8K8VRV/
Geo-Observability (fossgis2022)
In dem Vortrag soll aufgezeigt werden, wie man mit typischen Tools, die eigentlich zur Überwachung von Cloud-Umgebungen dienen, einen Geo-Bezug herstellen kann. Es wird darauf eingegangen um welche Tools es sich handelt, wie man mit diesen auch Geo-Daten erheben und diese auch später auf einer Karte visualisieren kann. Metriken liefern sehr wichtige Informationen über die Servicelandschaft und sind vor allem in Cloud-Umgebungen kaum noch wegzudenken. Den wenigsten ist aber bekannt, dass man mit den typischen Tools wie Grafana & Prometheus auch Metriken mit Geo-Bezug erheben und visualisieren kann. In dem Vortrag soll ein kurzer Abriss über Metriken und Observability im Allgemeinen gegeben werden und vor allem gezeigt werden, wir mit den bereits vorhandenen Tools der Geo-Bezug hergestellt und welche Anwendungsbereiche damit erschlossen werden können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/HGYESQ/
ohsome quality analyst (OQT): Die Qualität von OpenStreetMap Daten einschätzen (fossgis2022)
Der ohsome quality analyst ist ein open-source Werkzeug zur Einschätzung der Qualität der OpenStreetMap Daten. Im Vortrag zeigen wir anhand von Beispielen wie damit verschiedene Qualitätsdimensionen (z.B. Vollständigkeit, Attributgenauigkeit) untersucht werden können. OpenStreetMap (OSM) Daten werden nicht nur von der aktiven "Mapper"-Community genutzt, sondern finden mittlerweile auch in vielen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen Anwendung. Dies hat auch zur Folge, dass Fragen nach der Qualität der OSM Daten wichtiger werden, insbesondere im Kontext der jeweilig beabsichtigten Anwendung. Wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich seit mehreren Jahren mit diesen Themen. Dennoch sind die Ergebnisse nicht immer für alle offen zugänglich und/oder schwer zu reproduzieren. In unserem Vortrag möchten wir unser Projekt "ohsome quality analyst" (OQT) vorstellen. OQT basiert auf einer einfachen Idee: Können wir Qualitätsreports so "vorbereiten", dass Anwender in wenigen Klicks für ihre Region und ihr Thema die passenden Qualitätsindikatoren selbst zusammenstellen können. Auf Basis der wisseschaftlichen Literatur haben wir daher in OQT verschiedene Qualitätsindikatoren implementiert, unter anderem um die Vollständigkeit der Objekte in OSM anhand von Summenkurven und Sättigungsanalyse zu beschreiben. Technisch gesehen besteht OQT aus mehreren Ebenen. Im Backend nutzen wir verschiedene Python Module und eine PostgreSQL Datenbank mit PostGIS. Die OSM Datenabfragen werden über das ohsome framework (vor allem ohsome api und OSHDB) realisiert. Die Ergebnisse der Analysen können entweder per API abgefragt oder auch selbst per CLI berechnet werden. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren nutzen wir zudem verschiedene andere offene Datensätze, z.B. über Bevölkerungsverteilung oder Landbedeckung aus Fernerkundungsdaten. Wir haben OQT im März 2021 auf github released. Ein Jahr später wäre die FOSSGIS 2022 eine gute Gelegenheit eine Zwischenbilanz zu ziehen und mit der Community zu diskutieren, wie es weitergehen könnte. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/PVPUKC/
Qualitätssicherung von OSM Daten für Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr (fossgis2022)
In vielen Fällen können OpenStreetMap Daten eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden amtlichen Daten sein. Um die Daten sinnvoll nutzen zu können, ist deren Qualitätssicherung von enormer Bedeutung. Im Vortrag soll ein Qualitätssicherungstool vorgestellt werden, das im Rahmen des Projektes „OPENER next“ dabei hilft, die Qualität und das Verbesserungspotentiell von OpenStreetMap Daten im Kontext der Barrierefreiheit im ÖPV aufzuzeigen. OpenStreetMap bietet häufig eine Fülle von Informationen, die in vielen Fällen hinsichtlich ihrer Aktualität aber auch ihres Detaillierungsgrades weit über amtlich verfügbare Informationen hinausgeht. Problematisch ist jedoch, dass die Qualität der Daten durch den von OpenStreetMap verfolgten Crowd Sourcing Ansatz zum Teil erheblich variiert. Somit ist es essenziell, die Daten qualitätszusichern, bevor diese flächendeckend voll genutzt und in standardisierte Formate und andere Systeme überführt werden können. Im Rahmen dieses Vortrages soll am Beispiel des vom BMVI geförderten Projektes „OPENER next“ beispielhaft gezeigt werden, wie mithilfe eines Qualitätssicherungstools sichergestellt werden kann, dass OSM Daten im Kontext Barrierefreiheit im ÖPV genutzt werden können. Mithilfe von Open Source Werkzeugen wie Overpass turbo, osm2pgsql und PostgreSQL Datenbanken werden die für den ÖPV relevanten Daten täglich extrahiert und automatisch prozessiert. Die Daten werden mit Referenzdaten verknüpft und mit verschiedenen Bewertungsmethoden evaluiert. Ziel der Qualitätssicherung ist es, Mappern und Endnutzern aufzuzeigen, wo noch Lücken im OSM-Datenbestand sind, wo es offensichtliche Fehler gibt und welche Daten für Folgesysteme wie die Fahrgastinformation genutzt werden können. Die qualitätsbewerteten Daten werden hierbei mittels einer Web-Applikation den Nutzern bereitgestellt, in der die Anwender die Daten mithilfe von Karten und Tabellen analysieren sowie direkt in den OSM-Editor springen können. Weiterhin bietet das Projekt die Möglichkeit, mithilfe der frei verfügbaren „OPENER next“ App Haltestellen- und Barriereinformationen gezielt zu erheben. Das Tool wird im Rahmen des Projektes „OPENER next“ entwickelt. Ziel des Projektes selbst ist es, Kommunen und Verkehrsverbünden dabei zu helfen, flächendeckende und lückenlose Informationen über den Zustand ihrer ÖPV-Haltestellen und deren barrierefreier Nutzung zu erhalten. Die bereits bestehenden und im Rahmen dieses Projektes mittels der „OPENER next“ App erhobenen Daten sollen so z. B. in die Planung des Haltestellenausbaus aber auch in die Beauskunftung barrierefreier Reiseketten einfließen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/7QWXMG/
Ideen zur Kartographische Generalisierung mit PostgreSQL und PostGIS (fossgis2022)
PostgreSQL bildet mit seiner räumlichen Erweiterung PostGIS die Grundlage für viele Webkarten und eignet sich hervorragend für die Verarbeitung von großen Datensätzen und damit für die Generalisierung. Anhand von OpenStreetMap-Daten sollen Ansätze für die Lösung von Generalisierungproblemen wie Auswahl und Vereinfachung mittels relativer Maße vorgestellt werden. PostgreSQL bildet mit seiner räumlichen Erweiterung PostGIS die Grundlage für viele Webkarten und eignet sich hervorragend für die Verarbeitung von großen Datensätzen und damit für die Generalisierung. Anhand von OpenStreetMap-Daten sollen Ansätze für die Lösung von Generalisierungproblemen wie Auswahl und Vereinfachung mittels relativer Maße vorgestellt werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/WXYHCQ/
QGIS Biotopmanagement Plugin - vorgestellt am Beispiel der Umsetzung für den Landkreis Mittelsachsen (fossgis2022)
In diesem Vortrag geht es um das QGIS Plugin "GBD Biotopmanager" und die Umsetzung für den Landkreis Mittelsachsen. Das Plugin ermöglicht das Management von Biotopdaten (Fachanwendung). Das QGIS Plugin dient der Erfassung, Bearbeitung und Historisierung von Biotopdaten. Es wurde initial für das Referat Naturschutz des LK Mittelsachsen entwickelt und kann an die Anforderungen landesspezifischer Naturschutzgesetze angepasst werden. Die Daten werden in PostgreSQL/PostGIS gemanaged. Das Plugin ermöglicht, neue Biotope zu erstellen, sowie vorhandene Biotope zu bearbeiten oder zu löschen (archivieren). In Bearbeitung befindliche Biotope sind über einen Locking Mechanismus für andere Benutzer gesperrt. Mehrere Benutzer können also gleichzeitig an den Daten arbeiten, ohne dass ein Konflikt entsteht. Zu jedem Biotop kann ein Report erstellt und die Sachdaten können im CSV-Format exportiert werden. Außerdem bietet das Biotopmanager Plugin eine Historisierung, welche es ermöglicht, jede Veränderung aus der Vergangenheit nachzuvollziehen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/EBR3NS/
Potentiale eines fernerkundungsgestützten, objektbasierten Monitoringsystems im Großschutzgebiet Nationalpark Hunsrück-Hochwald (fossgis2022)
Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wird parallel zum Stichprobennetz ein objektbasierter Monitoringansatz verfolgt. Dabei werden räumliche Einheiten (Primäre Objekte) abgeleitet, die als Grundgerüst für weitere methodische Ansätze dienen. Die Ableitung der primären Objekte, als auch die bereits in Forschungsarbeiten gefassen methodischen Ansätze und das Potential des Konzeptes sollen im Vortrag vorgestellt werden. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald in Rheinland-Pfalz wurde seit seiner Gründung 2015 parallel zum fest verorteten Stichprobennetz auch ein objektbasierter Monitoringansatz verfolgt. Dabei werden räumliche Einheiten (Primäre Objekte) festgelegt, deren Geometrien aus der Segmentierung hochaufgelöster Infrarot-Luftbilder stammen. Die abgegrenzten primären Objekte bilden jeweils eine feste Einheit, die die Basis für das objektbasierte Monitoring liefern. Gemeinsam mit dem Nationalpark wurden naturräumliche Einheiten von besonderem Interesse definiert, welche über definierte Sachattribute ausgewiesen werden können. Die Flächen können somit auf Objektebene in einem kontinuierlich gleichbleibenden Rahmen beobachtet werden, wobei Veränderungen innerhalb der Flächen durch die Attribute gefasst werden. Aus diesem Grundgerüst heraus haben sich aus der Kooperation des Faches Umweltfernerkundung und Geoinformatik der Universität Trier und des Nationalpark Hunsrück-Hochwald methodische Ansätze in Forschungsarbeiten entwickelt, die das Potential eines objektbasierten Monitorings aufzeigen und auf frei verfügbarer Software sowie (falls möglich) auf frei verfügbaren Daten basieren. Die Monitoringstrategie ist geeignet, um Prozesse und Veränderungen in der Waldstruktur- und Vitalität, speziell in Anbetracht des Klimawandels, in ihrer zeitlichen Entwicklung abzubilden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/DQGHVN/
Kurven nach SQL MM/3 in PostGIS, GeoServer und QGIS: Eine runde Sache (fossgis2022)
Zusammenfassung (100 - 500 chars): Neben den klassischen eckigen Geometrietypen wie LINESTRING und POLYGON gibt es auch die Möglichkeit, Geometrien mit Kurven und Bögen zu definieren. Wir stellen die verschiedenen Geometrie-Standards vor und geben einen Praxis-Einblick, wie PostGIS, GeoServer und QGIS damit umgehen und welche Fallstricke es zu umschiffen gilt. Die Klassiker in der Geometrien-Landschaft sind die eckigen POINT, LINESTRING, POLYGON und deren MULTI-formen. Im Standard SQL MM, Part 3 werden daneben auch Typen für kurvige Geometrien definiert. Wir geben zunächst einen Überblick über die verschiedenen Geometrie-Typen nebst anschaulichen Beispielen. Aus der Praxis zeigen wir, wie diese Geometrien in der PostGIS-Datenbank verwaltet werden können, wie sie mit QGIS bearbeitet werden können und schließlich mit dem GeoServer gerendert werden können. Wir erwähnen ferner ein paar Probleme, über die wir gestolpert sind, und wie man sie vermeiden kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RXNLBY/
Weißflächen für eine grüne Zukunft | Das WFK-Tool (fossgis2022)
In dem Vortag wird das Open-Source-QGIS-Plugin "Weißflächenkartierung" vorgestellt das eine automatische, reproduzierbare und konfigurierbare Weißflächenkartierung (WFK) für Planungsbüros und Projektierer ermöglicht. Neben Geobasisdaten und Fachinformationen können zusätzlich interne (auch listenbasierte) Daten (z.B. Blacklisting, Eigentümerinformationen, ...) integriert und somit auf Knopfdruck Zeit und Geld für weitere Analyseprozesse gespart werden. Der Ausbau erneuerbarer Energieanlagen ist ein wesentlicher Bestandteil der kurz- und mittelfristigen Strategie zur Erreichung des 1,5°-Ziels. In einem so dicht besiedelten Gebiet wie Deutschland, ist es aber alles andere als ein Kinderspiel, konfliktfreie Standorte für Windkraftanlagen zu finden. Immissionsschutz, naturschutzrechtlich bedeutsame Gebiete, gesetzliche Abstandsregelungen für Anlagen untereinander oder auch zu bebauten Flächen, Landschaftspflege, Wasserwirtschaft, Luftverkehrsrecht, militärische Anlagen, … All das und noch einiges mehr muss bei der Identifizierung von Standorten bzw. bei einer nachfolgenden Potenzialflächenanalysen berücksichtigt werden. Bundeslandspezifische Regelungen erschweren und verzögern den Prozess der Analysen und Planungen zusätzlich. In vielen Fällen wird die Weißflächenkartierung ‚von Hand‘ mit einem Geoinformationssystem durchgeführt. Dabei wird ein Zielgebiet definiert, welches durch Abzug überlagernder Ausschlussflächen wie Natur- oder Wasserschutzgebiete, Siedlungs- und Verkehrsflächen (plus Abstandsflächen), landschaftsprägender Anlagen, u.v.m. auf resultierende Weißflächen reduziert wird. Die manuelle Durchführung ist fehleranfällig und nur mühsam reproduzierbar. Auch vergleichende Durchläufe mit unterschiedlichen Grenzwerten und Vorgaben sind sehr aufwändig. Mit anderen Worten, es fehlen Transparenz und Effizienz. Das quelloffene QGIS-Weißflächenkartierungstool "WFK" liefert transparente, reproduzierbare und skalierbare Ergebnisse auf Knopfdruck. Die Basis bilden Geodaten (fast) jedweden Formats (Shape, WFS, PostGIS, CSV, …). In einer XML-Datei werden die zu verwendenden Datenbestände und die zu befolgenden Regeln festgelegt. Diese XML-Datei kann unterschiedliche Konfigurationen enthalten, sodass verschiedene Landesgesetze, regionale Begebenheiten oder auch vergleichende Prozessdurchläufe darin reproduzierbar abgebildet werden können. Sind dann im WFK-Tool Zielgebiet und anzuwendende Konfiguration ausgewählt, erfolgt die Prozessierung automatisch per Mausklick. Zusätzlich zu den festgelegten Abläufen der Weißflächenidentifizierung, können weitere Features konfiguriert und automatisiert eingearbeitet werden. Zum einen können über sog. Blacklisting Flächen ausgeschlossen werden, über die schon Vor- oder Spezialwissen existiert. Und zum anderen können Informationen z.B. über eine ehemalige Anfrage der Flächen und dessen Ergebnis an die Flurstücke gehängt werden, was in QGIS beispielsweise grafisch hervorgehoben werden kann. Diese Möglichkeit bietet ein einfaches Monitoring vorhandener Informationen in einer geografisch referenzierten Weise. Ein weiterer Pluspunkt ist die automatische Kategorisierung der resultierenden Weißflächen aufgrund eines vorhandenen Kriteriums. So könnte z.B. der Abstand zum nächsten Einspeisepunkt farblich dargestellt werden. Zudem erlaubt das Plugin eine einfache Selektion einzelner Flurstücke und einen direkten Download aller den selektierten Flurstücken zugehörigen Informationen, um eine Bestellung der Eigentümerinformationen bei den zuständigen Vermessungsämtern anzufragen. Um die Konfiguration des Tools zu vereinfachen, ist auch hier ein GUI perspektivisch vorgesehen. Mit den geeigneten Daten ist jede Art von Weißflächenkartierung mit dem Tool möglich, egal ob es um Flächen für PV-Anlagen, Kindertagesstätten, Mobilfunkmasten, etc. geht. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/PHEDNN/
Gebäudevollständigkeit in OpenStreetMap (fossgis2022)
Die Verarbeitung von Gebäudedaten aus OpenStreetMap (OSM) bedingt oftmals die vorherige Kenntnis des Grads der Vollständigkeit dieser Daten. Ein Quadtree-basiertes Gitternetz ermöglicht uns, lokal in kleinen Zellen, die qualitative Einschätzung der Vollständigkeit der Gebäudedaten gegenüber der Realität, ihre weltweite Erfassung, die kontinuierliche Laufenthaltung gegenüber Änderungen im OSM-Datensatz, sowie die Integration in eine Web-Anwendung zur Beteiligung der OpenSource-Gemeinschaft. Gebäudevollständigkeit beschreibt den Grad der Vollständigkeit von Gebäudedaten gegenüber der Wirklichkeit innerhalb eines Tiles eines Quadtree-Gitternetzes. Die Tiles zur Bestimmung der Vollständigkeit sind auf Zoomlevel 18 (ca. 150M Breite) definiert und entsprechend Quadtree-Spezifikation weltweit anwendbar. Ein Tile ist vollständig, wenn alle Gebäude der realen Welt im Gebäudedatensatz vorhanden sind. Entsprechend ist ein Tile unvollständig, wenn Gebäude im Datensatz fehlen. Im Weiteren können Tiles unbekannt sein, wenn sie noch nicht bewerted wurden, unentscheidbar wenn sich keine eindeutige Aussage treffen lässt oder irrelevant, z.B. bei Wasser. Eine Web-Anwendung ermöglicht die Tile-weise Bestimmung der Vollständigkeit, indem der Gebäudedatensatz mit einem Satellitenbild verglichen und die Bewertung in eine Datenbank übertragen wird. Das Ergebnis ist ein weltweiter, Quadtree-basierter fortwährend aktualisierter Tile-Datensatz der Gebäudevollständigkeit in OpenStreetMap. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/BYPNYW/
Freileitungs- und Brückenkataster (fossgis2022)
Brücken sind zwar auf Karten wie z.B. OSM meist gut erfasst, aber schon die Suche nach dem Besitzer der Brücke, der sogenannte Baulastträger, ist oftmals nicht wirklich einfach. Brücken gehören in den meisten Fällen der öffentlichen Hand. Aber auch die Bundesbahn, Versorger, Firmen oder Private besitzen eine Vielzahl von Brücken. Wir haben eine webbasierte Anwendung erstellt, die gänzlich auf OpenSource-Komponenten basiert und nur offenes Kartenmaterial verwendet. Brücken sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie verbinden Orte und ermöglichen den effektiven Transport von Menschen und Gütern per LKW und Schiene. Meist sehr unbemerkt erfüllen sie aber noch eine weitere sehr wichtige Funktion. Brücken dienen als Träger für Rohrleitungen und Kabel. Dies wird einem meist erst bewusst, wenn man unter einer Brücke steht und „mal nach oben schaut“. Man findet Leitungen in vielen verschiedenen Größen und Materialien. Sie transportieren Wasser, Gas, Strom, Daten und vieles mehr. In Situationen wie bei dem Hochwasser 2021, welches Teile von Deutschland schwer getroffen hat, wird die Bedeutung von Brücken richtig deutlich. Durch die schweren Beschädigungen oder gar Zerstörung einer Vielzahl von Brücken wurde es offensichtlich, wie wichtig sie sind. In vielen Gebieten fiel neben Strom, Gas und Wasser auch der Mobilfunk großflächig aus. Die Funkmasten brauchen Strom und sind mit Kommunikationskabeln verbunden. Neben den offensichtlichen Folgen wurde während des Hochwassers aber auch sichtbar, wie mangelhaft unser Wissen über die Brücken und die sich daran befindlichen Leitungen ist. Es gibt keine zentrale Stelle an der man diese Informationen bekommen kann. Das betrifft die Brücken und noch deutlicher die Leitungen an den Brücken. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RD39SU/
Mandantensichere Geodatenverwaltung mit "PostgreSQL Row Level Security" (fossgis2022)
Die gleichzeitige Verwaltung mehrerer Mandanten (z. B. Kunden, Projekte oder Gemeinden) in einer einzelnen Instanz einer Software-Anwendung spielt in der heutigen IT-Welt eine immer größere Rolle. Dabei laufen mehrere Instanzen einer Anwendung in einer gemeinsam genutzten Umgebung, in der jeder Mandant physisch integriert, aber logisch getrennt ist. Mit dem Vortrag werden unterschiedliche Varianten mandantenfähiger Architekturen und deren Vor- und Nachteile aufgezeigt. Insbesondere wird dabei auf Skalierbarkeit, Wartungsaufwand, Flexibilität und Sicherheit eingegangen. An einem konkreten Beispiel wird Schritt für Schritt die Migration einer dateibasierten Geodateninfrastruktur (Mandanten innerhalb einer hierarchischen Verzeichnisstruktur) in eine normalisierte relationale Multi-Tenant Datenbank (Mandanten innerhalb eines einzelnen Datenbankschemas) näher beleuchtet. Zur Anwendung kommt hierbei PostgreSQL/PostGIS, das seit Version 9.5 Sicherheitsrichtlinien für Zeilen (Row Level Security) zur Verfügung stellt. Zum Schluss werden Anwendungsfälle aus der Praxis vorgestellt und die daraus gemachten Erfahrungen diskutiert. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/CXKRZJ/
PostgreSQL Upgrades - Wie man es macht und warum es sich lohnt (fossgis2022)
Jedes Jahr erscheint eine neue Hauptversion von PostgreSQL und bringt Verbesserungen mit sich, von denen auch PostGIS-Nutzer profitieren. Dennoch werden Upgrades gerne mal verschleppt, wenn kein automatisierter Prozess dafür existiert. Der Vortrag wird zeigen, wie man letzteres umsetzen kann. Im PostgreSQL Projekt hat sich ein jährlicher Releasezyklus für Hauptversionen etabliert. Jede Version bringt natürlich neue Funktionen aber vor allem Verbesserungen in der Performance mit sich, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Je nach Anforderungen im Produktivbetrieb muss das Upgrade gut geplant sein, was gerne dazu führt, dass man es erst einmal aufschiebt. PostGIS Nutzer erinnern sich möglicherweise noch an Fehlermeldungen zu fehlenden Bibliotheken beim letzten Upgrade-Versuch, da PostGIS immer gegen bestimmte Hauptversionen von Postgres gebaut wird. Das pg_upgrade Werkzeug von Postgres alleine reicht also nicht. Alle Daten zu dumpen und nach einer Neuinstallation wieder einzuspielen ist ggf. ein gangbarer aber umständlicher Weg. Der Vortrag wird zeigen, wie wir bei Zalando Hauptversionen-Upgrades automatisiert haben. Mit einer kurze Übersicht zu den wichtigsen Performanceverbesserungen von Postgres der letzten Jahre soll das Upgrade den Postgres-Nutzern im Publikum schmackhaft gemacht werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/9BEWQR/
Prototyp einer Bodenrichtwert-Auskunft unter QGIS & PostgreSQL/PostGIS (fossgis2022)
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit dem Aufbau einer Bodenrichtwert-Beauskunftung unter QGIS und PostgreSQL/PostGIS. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der PostNAS-Suite im Zusammenhang mit landesweiten und/oder datenschutzrechtlich relevanten Daten. Die amtliche Bodenrichtwertauskunft durch das Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) wird momentan auf Basis eines proprietären Web-Clients umgesetzt, welcher das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat. Als potentieller Nachfolger wurde eine prototypische Beauskunftung auf Basis von QGIS und PostgreSQL/PostGIS entwickelt. In diesem Zusammenhang wurde ein automatisierter Workflow auf Basis der PostNAS-Suite aufgebaut, der die notwendigen Primärdaten (ALKIS & BRW) tages- bzw. wochenaktuell in einer zentralen PostGIS-Datenbank zusammenführt. Für die Durchführung der Beauskunftung und ihrer Vorarbeiten wurden drei verschiedene Plugins entwickelt: • Eine angepasste Flurstückssuche auf Basis des bestehenden Plugins PostNAS-Suche (Kreis Unna), • eine neuentwickelte Ad-hoc-Beauskunftung der Flurstücksdaten sowie • die parametrisierte Erzeugung der Bodenrichtwertauskünfte als PDF-Datei. Im Rahmen des Vortrags sollen auch „Knackpunkte“ zur Sprache kommen, die im Zuge der Verarbeitung landesweiter und teilweise datenschutzrechtlich relevanter Daten zum Tragen gekommen sind. Workarounds und Lösungen werden vorgestellt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RFTHHQ/
Data meets Style - GeoServer und GeoStyler im Zusammenspiel (fossgis2022)
Diese Demosession wird den Kartenserver GeoServer kurz vorstellen und zeigen, wie mit diesem praktische Aufgabenstellungen komfortabel und flexibel gelöst werden können. Ein Fokus wird dabei auf das Stylen von Geodaten mit Hilfe des GeoStyler Plugins gelegt. Im Zentrum einer jeden Geo-Webanwendung stehen ihre Daten und damit auch ihre ansprechende Darstellung in Form von Karten. Die Veröffentlichung von Kartendiensten kann dabei über den GeoServer, einen Open-Source-Kartenserver, der die wichtigsten Standards des OGC wie WMS, WMTS, WFS oder WCS unterstützt, realisiert werden. Der GeoServer erleichtert die Konfiguration von Diensten durch eine breite Unterstützung von Datenquellen, eine sehr detaillierte Dokumentation sowie eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Zudem kann der GeoServer über zahlreiche Plugins in seiner Funktionalität ergänzt und erweitert werden. In dieser Demo-Session werden die grundlegenden Konzepte des GeoServers, die wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version sowie allgemeine Tipps und Tricks zur Konfiguration veranschaulicht. Als Beispiel für die Integration zusätzlicher Funktionalitäten wird das GeoStyler-Plugin demonstriert, über das der GeoStyler in die Oberfläche des GeoServers integriert wird und eine direkte UI-gestützte Editierung der Layerstile möglich ist. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/UUBETG/
Prozessierung von Bahninfrastrukturdaten mit SpatialOpenSourceSoftware (fossgis2022)
Umfangreiche Daten aus MobileMapping Kampagnen im Bahnumfeld durch die Firma Rhomberg Sersa Rail Group werden in Spezialsoftware aufbereitet, die jedoch für Laien zu komplex ist. Mit einem entsprechenden Export, der Prozessierung dieser Daten und der Visualisierung können die Auswertungen allen verständlich kommuniziert werden. Der zuletzt erwähnte Prozess wird über OSS implementiert. Die Rhomberg Sersa Rail Group ist seit Jahrzehnten im Bereich Bahninfrastruktur tätig und baut und unterhält für zahlreiche Bahnbetreibende deren Infrastruktur. Dies umfasst das Gleisfeld als auch die darüberliegende Infrastruktur. Mit einem eigenen Mess- und Diagnosefahrzeug werden die Strecken der Meterspur im Auftragsverhältnis regelmässig abgefahren, ausgemessen und anschliessend ausgewertet. Dieser Vorgang führt zu einer bedeutenden Datenmenge, die in der Spezialsoftware IRISSYS der Firma Erdmann ausgewertet wird. Diese Software ist für die Fachleute sehr gut geeignet, bietet sich jedoch nicht für Mitarbeitende an, die kein ausgesprochen tiefes technisches Verständnis bzw Kenntnisse haben. So entstand das Bedürfnis, die erwähnte Dienstleistung der Zustandserhebung in einer einfacheren, leichter verständlichen Form den Auftraggebenden gegenüber kommunizieren zu können. Dazu bot sich die Kommunikation über ein sog. Dashboard an. Dieses zeigt unterschiedliche Auswertungen des Zustands und teilweise auch der Historie der einzelnen Gleisabschnitte und weiterer Infrastruktur an. In einem ersten Schritt wurde mit der Firma Esri im Kontext von ArcGIS ein Proof of Concept (POC) erstellt, welcher die aus IRISSYS exportierten Fachdaten mit räumlichen Daten verknüpft, auswertet und schliesslich in einem ArcGIS Dashboard darstellt. Innerhalb des POCs bzw des Prozessablaufs sind jedoch Lizenzen von ArcGIS notwendig, welche beträchtliche Lizenzkosten nach sich ziehen. Daher wurde der Ansatz geprüft, den erstellten POC durch OpenSourceSoftware nachzubauen und die Machbarkeit durch OSS nachzuweisen. In diesem Vortrag wird präsentiert, wie anhand der OSS Python, PostgreSQL/PostGIS, GDAL/OGR und Folium der gesamte Datenprozessierungsablauf nicht nur erfolgreich nachgebaut, sondern auch vollständig automatisiert werden konnte. Die Visualisierung wird gegenwärtig aus praktischen Gründen noch in einer proprietären Umgebung gestaltet. Zum Zeitpunkt der Einreichung des Beitrags ist jedoch noch nicht klar, welche Lösung zum Zuge kommt in einer ersten Version. Auch hier wäre in einer späteren Version die Wahl einer OSS Lösung denkbar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/AAUHMR/
Vorstellung MOTIS Project (fossgis2022)
MOTIS ist eine modulare Open Source Plattform. Im Kern befindet sich ein zeitabhängiger Fahrplangraph. MOTIS bietet eine hoch-performante multikriterielle intermodale Echtzeit-Reiseplanung, deren Optimalität mathematisch garantiert ist. Weitere Module existieren z.B. zur Auto-Vervollständigung von Adressen und Haltestellen oder zum Ausliefern von Kartenmaterial. MOTIS kann per App oder Web-UI genutzt werden. MOTIS ist ein Projekt, das aus einer 25-jährigen Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der TU Darmstadt hervorgegangen ist und im Mai 2020 unter MIT/Apache2 dual-licensing Bedingungen auf GitHub veröffentlicht wurde. MOTIS bietet unter anderem eine multikriterielle Echtzeit-Fahrplanauskunft, eine intermodale Tür-zu-Tür-Verbindungssuche, Autovervollständigung für Adressen und Haltestellen, einen Tile-Server, sowie eine Live-Karte für fahrplangebundene Verkehre. MOTIS kann per App und Web genutzt werden und bietet eine JSON-API via HTTP(S). Aktuell können Fahrpläne im GTFS oder HAFAS-Rohdaten Format geladen werden (in Arbeit: Netex). Echtzeitdaten (z.B. Umleitungen, Ausfälle oder Verspätungen) werden z.B. per GTFS-RT verarbeitet. Spezielle Fahrplankonstrukte wie Durchbindungen und Vereinigungen werden in der Auskunft berücksichtigt. Momentan wird die Routenberechnung in MOTIS im Rahmen des Opener-NEXT Projekts (https://www.openernext.de/) auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Menschen angepasst. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/SZQT9E/
Einführung in OpenStreetMap (fossgis2022)
Jedes Jahr hält ein Mitglied der OSM-Community einen Vortrag auf der FOSSGIS der in das Thema OSM einführt. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls zeigen wir das Video aus dem letzten Jahr. Fragen können wie gewohnt Live gestellt werden und werden dann von einem Mitglied der OSM-Community beantwortet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RARC9U/
Web-APIs für geographische Anwendungen - Ein Überblick (fossgis2022)
Der Vortrag gibt einen Überblick, was Web-APIs sind und wie diese im Geo-Bereich eingesetzt werden können. Es wird auf etablierte Standards wie WMS oder WFS und deren Nachfolger - der „OGC API for *“ Familie eingegangen. Der Fokus des Vortrags liegt aber auf fachspezifischen APIs wie Routenplanung, Geocoding und Datenabfragen von Open Data, wie OSM oder Fernerkundungsdaten. Es werden einige APIs vorgestellt und gezeigt wie (QGIS, Browser, Kommandozeile, …) auf diese zugegriffen werden kann. Der Vortrag gibt einen Überblick, was Web-APIs sind und wie diese im Geo-Bereich eingesetzt werden können. Neben den standardisierten OGC-Schnittstellen wie WMS oder WFS (und deren Nachfolger - der „OGC API for *“ Familie) gibt es eine Vielzahl von weiteren APIs, die für geographische Fragestellungen interessant sind. Die Anwendungsgebiete sind sehr weitreichend. Häufig werden APIs für Geocoding oder Routenplanung verwendet. Weitere Anwendungsfälle sind die Abfrage von aufbereiteten Geodaten aus verschiedenen Quellen. Diese Quellen sind sehr vielfältig, beispielsweise der Bezug von Fernerkundungsdaten, OpenStreetMap, Daten aus WikiData oder von Wikipedia. Da die meisten APIs auf etablierten Webtechnologien basieren, können diese mit vielen Werkzeugen angesprochen werden. Dies geht einerseits mit Desktop-Programmen wie QGIS, Programmiersprachen wie JavaScript oder Python, der Kommandozeile oder direkt aus dem Webbrowser. Der Vortrag zeigt daher exemplarisch diese Nutzung der Geo-Web-APIs mit diversen Tools. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/TQVEL3/
Valhalla - Flexibles Open-Source Routing (fossgis2022)
Der Vortrag wird Valhalla ganzheitlich vorstellen: ein wenig technischer Hintergrund und dessen besondere Funktionalitäten. Als jüngstes Softwareprojekt das seit Ende 2021 auf Servern des FOSSGIS e.V gehostet wird, würden wir, als Co-Maintainer, Valhalla gerne näher vorstellen. Eins von Valhalla’s besonderen Merkmalen ist die Kachelung des Routing Graphen, inspiriert von Map Vector Tiles, dank dessen es sich gut eignet zum Betrieb auf schwächerer Hardware wie älteren Mobiltelefonen und Infotainment Systemen. Eine Routenanfrage kann dynamisch auf unterschiedlichsten Routingmodellen (Auto, LKW, Fahrrad, Motorrad, Transit etc) erfolgen und zusätzlich mit einer Vielzahl an Einstellungen beeinflusst werden wie etwa Grenzüberschreitungskosten oder Verbotszonen. Zusammen mit Berücksichtigung von Verkehrsdaten (Live & Historisch), Multimodalität, Isochronen und vielem mehr bietet Valhalla eine umfangreiche Funktionalität bei hoher Performance. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/KRVKLW/
Map-Matching at Scale: Open-Source und (fast) kostenloses Map-Matching für Millionen von Trajektorien (fossgis2022)
In diesem Vortrag geht es um eine Open-Source-Alternative zu kostenpflichtigen APIs für den Map-Matching und darum, wie diese für den Map-Matching großer Datensätze genutzt werden kann. Konkret wird eine einfache Cloud-basierte Lösung vorgeschlagen, die die Open-Source-Routing-Engine Valhalla und OpenStreetMap-Daten für das Map-Matching von Millionen von Trajektorien nutzt. Die Effizienz der vorgeschlagenen Architektur wird anhand von Beispielen untersucht. Beim Map-Matching werden die wahren Positionen aufgezeichneter GPS-Koordinaten einer Trajektorie auf einem digitalen Modell des Straßennetzes geschätzt. Dies ist ein wesentlicher Schritt bei der Vorverarbeitung von GPS-Daten. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Verringerung von Datenunsicherheiten und Standortfehlern, indem er die beste Übereinstimmung der GPS-Punkte mit dem Straßen-Graph findet. Derzeit gibt es viele Kartendienstanbieter, die Map-Matching anbieten. Diese sind jedoch kostenpflichtigspielig und nicht für das Map-Matching großer Datenmengen optimiert, z. B. wenn es sich um historische Floating Car Data handelt. Zudem können sie bzgl. der Anzahl der Wegpunkte pro Trajektorie begrenzt sein (z.B. 100 Punkte bei Google Maps). Eine andere Möglichkeit, das Problem des Map-Matchings großer Datensätze zu lösen, ist der Aufbau eines eigenen Map-Matching-Servers. Diese Lösung bietet die Möglichkeit des Map-Matching einer beliebigen Anzahl von Trajektorien. Diese Präsentation zeigt, wie ein Open-Source-Routing-Server aufgebaut werden kann und wie das Map-Matching-Modul in Verbindung mit PostGIS verwendet werden kann, um eine Produktionslösung für das Map-Matching von Trajektorien zu entwickeln. Hier wird Valhalla eine Open-Source-Routing-Engine sowie dazugehörige Bibliotheken für die Verarbeitung von OpenStreetMap-Daten verwendet. Der Aufbau des Vortrags gliedert sich wie folgt: Zunächst wird erklärt und anhand realer Beispiele demonstriert, warum Map-Matching notwendig ist, bevor man sich mit der Datenanalyse beschäftigt. Derauf folgt eine kurze Einführung in die Methoden des Map-Matchings und es wird erklärt, wie hier der Hidden Markov Model-Ansatz angewendet wird. Nach einer vergleichenden Darstellung mehrere gängige Map-Matching-Dienstleister und ihre API-Einschränkungen und Kosten wird die hier genutzte Open-Source-Lösung vorgestellt. Es handelt sich um eine einfache Lösungsarchitektur in der AWS-Cloud für das Map-Matching von Millionen von Trajektorien und Milliarden von GPS-Punkten. Es wird gezeigt, wie Valhalla auf einem Cloud-Server aufgebaut werden kann und Straßennetzdaten aus OSM in diesen importiert werden können. Die vorverarbeiteten und in einer PostGIS-Datenbank gespeicherten Trajektorien werden in den Routing-Server eingespeist. Nach dem Map-Matching werden sie zurück in die PostGIS-Datenbank geschrieben oder direkt an die Datenanalyse-Pipeline weitergeleitet. Schließlich wird die Leistung des Map-Matching anhand einiger Beispiele mit „Echtdaten“ untersucht. Der Vortrag endet mit Empfehlungen für Entwickler*innen, die Map-Matching einsetzen möchten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/PVXDJD/
Workflows in Geo Engine: Von der UI zum Python-Notebook und zurück (fossgis2022)
Geo Engine ist eine cloud-ready Geoanalyseplattform, die einen niederschwelligen Zugang zu Geodaten, deren Verarbeitung, Schnittstellen und Visualisierung bietet. Nutzer können sowohl in einem Browser-basierten User Interface als auch mit Jupyter Notebooks in Python auf die Engine zugreifen. In diesem Vortrag zeigen wir den nahtlosen Übergang vom UI zu Python-Notebooks und auch den Schritt zurück. So lassen sich die Vorteile des explorativen UIs mit der Flexibilität von Python verknüpfen. Die Geo Engine ist eine cloud-ready Geoanalyseplattform, die aus einer Processing-Engine, einer Web-UI und einer Python-Bibliothek besteht. Sie bündelt die Integration und die effiziente Verarbeitung raum-zeitlicher Daten. Ein wichtiges Element dabei ist die homogenisierte “Datacube”-artige Sicht auf heterogene Daten, welche Forschungsgruppen und Unternehmen einen einfachen Zugriff und niederschwellige Analysen ermöglicht. Gleichzeitig ist sie ein Framework für die Erstellung und den Betrieb von Geodatenportalen. 2021 haben wir die Grundlagen des Systems auf der FOSSGIS vorgestellt (https://pretalx.com/fossgis2021/talk/UKLUGE/). Für 2022 stellen wir unsere Python-Bibliothek für Jupyter Notebooks sowie Neuerungen in unserem User Interface vor. So kann man zwischen einem visuell-explorativen Zugriff über das User Interface und einem flexiblen, programmatischen Zugriff via Python wählen. Darüber hinaus ist man nicht auf ein Werkzeug beschränkt, sondern kann im UI erstellte Workflows und Workflowergebnisse nahtlos nach Python übernehmen und dort weiterarbeiten. Der Rückweg von Python in das UI ist ebenfalls möglich. Dies erlaubt es jedem Werkzeug dort die Stärken auszuspielen, wo es am besten passt. In diesem Vortrag zeigen wir einen Anwendungsfall auf, den wir mit der Geo Engine bearbeiten. Hierfür starten wir im UI und suchen passende Daten. Anschließend wechseln wir in ein Python-Notebook und bringen dort eigene Daten aus DataFrames ein. Zur Ansicht der Ergebnisse wechseln wir wieder in das UI zurück. Im Anschluss geben wir weitere Ausblicke auf zukünftige Arbeiten an der Geo Engine. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/JBLB7F/
Fit für die FOSSGIS - Grundlagen rund um Open Source Geospatial, Standards und was noch für den EInstieg wichtig ist (fossgis2022)
Ziel des FOSSGIS e.V. und der OSGeo ist unter anderem die Förderung und Verbreitung freier Geographischer Informationssysteme (GIS) im Sinne Freier Software und Freier Geodaten. Der Vortrag richtet sich an FOSSGIS-Neulinge und will Grundlagen erklären. Was ist Open Source? Was ist die OSGeo? Und OSGeoLive? Wo finde ich freie Software für meine Fragestellung? Wie finde ich Gleichgesinnte? Wie kann ich mich beteiligen? Wie kann ich Projekte fördern oder Entwicklungen anstoßen. Ziel des FOSSGIS e.V. und der OSGeo ist unter anderem die Förderung und Verbreitung freier Geographischer Informationssysteme (GIS) im Sinne Freier Software und Freier Geodaten. Der Vortrag richtet sich an FOSSGIS-Neulinge und will Grundlagen erklären. Was ist Open Source? Was ist die OSGeo? Und OSGeoLive? Wo finde ich freie Software für meine Fragestellung? Wie finde ich Gleichgesinnte? Wie kann ich mich beteiligen? Wie kann ich Projekte fördern oder Entwicklungen anstoßen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/WUUFDZ/
IoT Sensordaten in Karten integrieren (fossgis2022)
Unter dem Namen "Internet of Things" (IoT) hat die Verfügbarkeit von Sensordaten stark zugenommen und insbesondere Städte nutzen Sensordaten im Rahmen von "Smart City"-Projekten. Dieser Vortrag stellt die wichtigsten Datenübertragungsarten (z.B. LoRaWAN) vor, geht auf die Datenhaltung (TimescaleDB Postgres Extension) und Web APIs (OGC Sensor Things) ein. Und natürlich gibt es animierte und interaktive Beispiele von OpenLayers-Anwendungen mit Sensordaten zu sehen. Unter dem Namen "Internet of Things" (IoT) hat die Verfügbarkeit von Sensordaten stark zugenommen und insbesondere Städte nutzen Sensordaten im Rahmen von "Smart City"-Projekten. Für fast alle Sensoren ist die Position, ob fix oder variabel, ein wichtiger Faktor und die Darstellung in einer Karte bietet sich deshalb an. Dieser Vortrag stellt die wichtigsten Datenübertragungsarten (z.B. LoRaWAN) vor, geht auf die Datenhaltung (TimescaleDB Postgres Extension) und Web APIs (OGC Sensor Things) ein. Und natürlich gibt es animierte und interaktive Beispiele von OpenLayers-Anwendungen mit Sensordaten zu sehen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/3WWY98/
Mit OpenMapTiles eigene Karten erzeugen (fossgis2022)
In dieser Demosession wird Schritt für Schritt gezeigt wie man [OpenMapTiles](https://github.com/openmaptiles) nutzen kann um spezielle Daten aus OpenStreetMap in einem angepassten Kartenstil anzuzeigen. [OpenMapTiles](https://github.com/openmaptiles) ist eine Tool-Sammlung die es ermöglicht auf der Basis von OpenStreetMap Vector-Tiles zu erzeugen. Hierzu gibt es auch eine Vielzahl von Style-Definitionen. In dieser Demosession wird gezeigt, wie man OpenMapTiles nutzt und Schritt für Schritt die Zusammenstellung der Daten in den Vector-Tiles an den eigenen Bedarf anpasst. Anschließend wird der Editor [maputnik](https://maputnik.github.io/) genutzt um einen vorhandenen Stil anzupassen, sodass die Daten in der Karte dargestellt werden können. Nach der Erzeugung der Vector-Tiles wird darauf eingegangen, wie man die Daten in einer eigenen Offline-Web-Karte mit [MapLibre](https://maplibre.org/) darstellen kann. Hierbei werden die JavaScript-Bibliotheken, CSS-Dateien und Stile heruntergeladen, generiert und lokal auf dem eigenen Webserver abgelegt. Die Demosession ist für alle OpenStreetMap aktiven interessant, wenn sie ein spezielles Thema kartieren welches nicht oder nicht ausreichend auf der Standard-Karte dargestellt wird. Die Schritte sowie benötigte Links sind unter https://github.com/britiger/fossgis2022-openmaptiles abrufbar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/CNH3Z7/
zwei Jahre [email protected] und [email protected] (fossgis2022)
Den Verein erreichen täglich verschiedenste Mails über den info-Account. Wer wendet sich mit welchen Anliegen an den Verein? Seit zwei Jahren bin ich im Vorstand des FOSSGIS e.V. aktiv und seit zwei Jahren habe ich dadurch Einblick in der Mail-Account [email protected]. Dort erreichen dem Verein viele Anfragen, einige lassen einen schmunzeln, andere sind eher absurd und viele Schreiber haben ein durchaus berichtigtes Anliegen. Der Talk gibt einen kurzweiligen Überblick über die Anfragen, die von den aktiven Freiwilligen nahezu täglich beantwortet werden wollen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/ZRECDM/
Unsere Überzeugungen verbreiten: Buchprojekt Open Source und Open Data in der Geoinformatik (fossgis2022)
Für ein Buchprojekt, das im Wichmann-Verlag publiziert werden soll, werden Mitstreiter gesucht. Der Sammelband soll in verschiedenen, theorie- und praxisorintierten Beiträgen Grundlagen und Technologien des „Open“-Ansatzes im Bereich der Geodatenverarbeitung vermitteln. Mit der zunehmenden Digitalisierung in Wirtschaft, Leben und Verwaltung gewinnt Offenheit an Bedeutung. Daten und Softwarelösungen wachsen netzwerkbasiert zu einer (Geo-)Dateninfrastruktur zusammen. Quelloffene Softwarepakete, offengelegte Daten, Datenstrukturen und Schnittstellen unterstützen auf technischer Ebene die Zusammenarbeit, die durch gesetzliche Vorgaben und Maßnahmen der Wirtschaft flankiert werden. Dazu soll dieser Sammelband in verschiedenen Beiträgen Grundlagen des „Open“-Ansatzes im Bereich der Geodatenverarbeitung vorstellen. Der Lesende erhält einen Überblick über Gemeingüter (commons), über politische und gesetzliche Entwicklungen, grundlegende technische Standards, marktverfügbare Werkzeuge und freie Datenquellen im Bereich der raumbezogenen Informationsverarbeitung und Infrastrukturen. Beispiele aus der Praxis berichten von konkreten Ansätzen und Erfahrungen. Das Buch richtet sich somit an alle, die aktuell oder zukünftig mit der Konzeption und dem Management der raumbezogenen Informationsverarbeitung betraut sind. Dabei werden sowohl die Praktiker in der öffentlichen Verwaltung, bei Software- und Dienstleistungsunternehmen als auch Studierende angesprochen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/JUGRTE/
Reality Check: Open Data Deutschland (fossgis2022)
Auf politischer Ebene wird das wirtschaftliche Potential von offenen Daten angepriesen. Doch ermöglichen die aktuellen Strukturen und Daten diese Potentiale oder bleibt dies Wunschdenken? Der Vortrag präsentiert eine Übersicht der aktuellen Open Data Lage in Deutschland und versucht Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Open Data als fester Bestandteil behördlicher und politischer Arbeit setzt sich immer weiter durch. Jeden Tag finden neue Informationen ihren Weg in die Angebote von Bund, Ländern und Kommunen. Auf politischer Ebene wird das wirtschaftliche Potential von offenen Daten angepriesen. Zivilgesellschaftliche Akteur*innen sehen in Open Data Chancen zu mehr Transparenz und Demokratie. Doch ermöglichen die aktuellen Strukturen und Daten diese Potentiale oder bleibt dies alles Wunschdenken? Im Rahmen des vom BNWK geförderten Forschungsvorhabens OpenDataCloudServices haben wir uns mit der aktuellen Lage von offenen Daten in Deutschland beschäftigt und hunderttausende Metadaten und Datensätze analysiert, um diese besser zugänglich zu machen. Das wir uns damit einer enormen Herausforderung gestellt haben war uns bewusst. Wie es aber tatsächlich um die offenen Daten in Deutschland steht, wird uns nun nach über 18 Monaten Datenanalyse aber erst bewusst. Der Vortrag präsentiert eine Übersicht der aktuellen Open Data Lage in Deutschland und versucht strukturelle und technologische Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/GLLY99/
Die Open Source Strategie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bei der Entwicklung der Notfallschutzsysteme - ein Weg für Behörden zu mehr digitaler Souveränität und Nachhaltigkeit (fossgis2022)
„Digitale Souveränität“ benötigt "Herstellerunabhängigkeit durch Modularität und Standardisierung, [...] durch Open-Source-Software". Das BfS folgt seit Jahren einer Open Source Strategie zur Entwicklung der Notfallschutzsysteme, die auf OGC-Standards und gängige GIS-Komponenten aufsetzt. Der Vortrag zeigt, warum gerade im GIS-Bereich die Voraussetzungen ideal sind, um digitale Nachhaltigkeit und Souveränität als Behörde zu erreichen und was dabei beachtet werden sollte. Gemäß dem 9-Punkte-Plan für ein digitales Deutschland von Markus Richter, dem CIO des Bundes, kann "Digitale Souveränität Deutschlands und Europas" durch "Herstellerunabhängigkeit durch Modularität und Standardisierung, insbesondere auch durch Open-Source-Software" gesichert werden. Tatsächlich verfolgt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seit vielen Jahren erfolgreich eine Open Source Strategie bei der Neu- und Weiterentwicklung der Notfallschutzsysteme, die umfangreich auf OGC-Standards und gängige GIS Projekte aufsetzen. Zum Einsatz kommen, neben einem auf Patroni basierendem geordeundanten PostgreSQL/PostGIS-Cluster, Geoserver, Mapfish Print, Geonetwork OS, sowie WebGIS-Komponenten, die auf OpenLayers aufbauen. Dabei bietet das Set aus verfügbaren Softwarekomponenten, ein hoher Grad an Standardisierung durch das OGC und die Möglichkeit herstellerunabhängig Anpassungen vornehmen zu können, ideale Voraussetzungen, bisherige, an proprietären Produkten orientierte Beschaffungs- und Betriebskonzepte, zu durchbrechen und so digitale Souveränität zu schaffen und digitale Nachhaltigkeit zu erreichen. Der Vortrag schildert die Architektur der Notfallschutzsysteme und Eckpunkte der OS Strategie des BfS und entwickelt anhand der Erfahrungen der mehrjährigen Neuentwicklungsphase, warum gerade im GIS-Bereich ideale Voraussetzungen existieren, um digitale Nachhaltigkeit und Souveränität auch oder gerade in einer Behörde zu schaffen. Dazu gehören neben technischen Aspekten auch veränderte Herangehensweisen bei der Ausgestaltung von Dienstleistungsverträgen, der Bereitschaft Wissen auch in der Behörde, im Rahmen von Mitarbeiterqualifikationen, aufzubauen und ein agileres Projektmanagement gemeinsam mit erfahrenen Projektpartnern zu wagen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/ZRTSMF/
Eröffnungsveranstaltung (fossgis2022)
Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/VG3993/
Fahrradwartung (petitfoo)
In diesem Petit Foo werden einfache Wartungsarbeiten am Fahrrad vorgestellt. about this event: https://www.chaospott.de
Demonight (dgwk2022)
Demonight von Echtzeit – Digitale Kultur about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/8W7FN3/
Schlusswort (dgwk2022)
Dies ist das Schlusswort. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/A8HVUS/
Corona, das Ende der digitalen Zivilgesellschaft? (dgwk2022)
Die Coronakrise hat die digitale Zivilgesellschaft in der Schweiz voll ergriffen. Der Abstimmungskampf zum Covid-Gesetz entzweite unsere Community wie nie zuvor, online wurde die politische Auseinandersetzung für manchen zum Krieg. Gleichzeitig entstanden neue Initiativen und Allianzen, Wirkung und Organisationsgrad der digitalen Zivilgesellschaft nahmen klar zu — und ebenso die Budgets. Anhand von konkreten Beispielen diskutieren wir, was die Pandemie mit uns gemacht hat und was das nun heisst für unsere gemeinsamen Möglichkeiten, die Schweiz von Morgen mitzugestalten. CH++ ist eine Pandemiefolge, der Verein entstand aus der Erkenntnis heraus, dass die Unzulänglichkeiten und Versäumnisse, dass das sprichwörtliche Fax, das Marcel Salathé und Hannes Gassert in der digitalen Pandemie-Politik antrafen, nur ein Symptom sind für viel tiefer gehende Herausforderungen. Denen will sich der junge Verein angehen, sich einsetzend für handlungsfähige, nachhaltige und wohlhabende Schweiz durch Wissenschaft und Technologie. Vom Proximity Tracing zum Covid-Zertifikat, von der Cybersicherheit zur E-Id und dem EMBaG: CH++ nimmt wirkungsvollen, pragmatischen Einfluss. Olga Baranova ist seit Dezember 2021 die Geschäftsleiterin des Vereins und bringt als erfahrene Genfer Jungpolitikerin und Kampagnenleiterin der Ehe für Alle eine neue Perspektive in die digitale Zivilgesellschaft der Schweiz ein. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Z3VCHP/
Die Demoszene – Programmieren als Weltkulturerbe (dgwk2022)
Ursprünglich aus der Crackerszene der 1980er Jahre entstanden, baut eine Untergrundcommunity aus Programmierern, Grafikern und Musikern bis heute atemberaubende digitale Kunstwerke, sogenannte Demos. Damit wurde die Szene gerade von der UNESCO als erstes digitales Weltkulturerbe ausgezeichnet. Im Vortrag stellt euch der Schweizer Demoszene-Verein "Echtzeit – Digitale Kultur" unsere Community, unsere Arbeitsprozesse, Demoparties, sowie einige unserer Lieblingsreleases der letzten Jahre vor. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/CQXCTU/
Quad9: Rekursive Resolver als Ziel von Urheberrechtsinhabern (dgwk2022)
Quad9 ist eine gemeinnützige Stiftung, die seit Anfang dieses Jahres ihren Sitz in Zürich hat. Quad9 bietet Benutzern weltweit einen freien rekursiven Resolver Dienst an. Der Fokus liegt hierbei auf Privacy und dem Filtern von schädlichen Inhalten. Unmittelbar nach der Verlegung des Sitzes in die Schweiz hat das Landgericht Hamburg Quad9 auf Antrag von Sony Music Deutschland verpflichtet, den Zugang zu einer Webseite zu sperren, auf vermeintlich das Urheberrecht von Sony an einem Musikalbum verletzt wird. In einem ersten Teil stellt Michael Hausding von der Stiftung SWITCH, einer der zwei Gründer der Quad9 Stiftung in die Schweiz, die Motivation für den Umzug von Quad9 in die Schweiz dar und erklärt wie der rekursive Resolver Dienst technisch erbracht wird. Der Schutz der Privatsphäre der Nutzer und das Filtern von Malware und Phishing werden erläutert und die Konflikte die sich aus den beiden Zielen ergeben werden aufgezeigt. Im zweiten Teil des Vortrags berichtet Rechtsanwalt Joschka Selinger von der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. über das Gerichtsverfahren von Sony Music Deutschland gegen die Quad9 Stiftung vor dem Landgericht Hamburg. Anhand des Gerichtsverfahrens erläutert Joschka Selinger, welche Gefahren für die Kommunikationsfreiheit im Internet entstehen, wenn technisch neutrale, rekursive DNS Resolver Dienste für Urheberrechtsverletzungen Dritter in Anspruch genommen werden und zeigt mögliche Konsequenzen aus der Gerichtsentscheidung für andere Dienste auf. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/JWKFMN/
Welche Prototypen braucht die Schweiz? (dgwk2022)
Wikipedia, OpenStreetMap, GiveDirectly: Technologische Tools können gesellschaftliche Probleme lösen und so Mehrwert schaffen. Um solche Anwendungen zu entwickeln, fehlen in der Schweiz Experimentierräume und oft finanzielle Mittel. Der Prototype Fund füllt diese Lücke, unterstützt aber nur Projekte, die politische Mitwirkung fördern. Mit Euch möchten wir den Fokus unseres Programms hinterfragen, um ihn zukünftig erweitern oder verändern zu können: Wir sammeln Problemfelder, bestehende Projekte und Projektideen und überlegen uns, welchen Themen und Projekten wir uns zukünftig widmen sollten. Der Prototype Fund unterstützt Menschen dabei, die politische Mitwirkung mit Open Source Projekten zu stärken. Selbstständige Programmierer:innen oder Teams von technisch versierten, politisch engagierten und kreativen Mitstreiter:innen erhalten bis zu 100’000 CHF, um ihre Civic Tech-Idee während sechs Monaten vom Konzept bis zum ersten Prototyp weiterzuentwickeln. Der Prototype Fund schafft dort Experimentierräume, wo eine Lücke besteht: für die initiale Entwicklung von Tools, die gesellschaftliche Probleme lösen, für die es aber aktuell oft weder private (u.a. fehlendes Business Model) noch staatliche Finanzierung gibt. Aktuell fördern wir “nur” Projekte, die im weitesten Sinne in die Schublade “Civic Tech” passen: technologische Lösungen, welche die politische Mitwirkung fördern. In diesem Workshop möchten wir den Fokus unseres Förderprogramms gemeinsam mit Euch hinterfragen, um ihn zukünftig erweitern oder verändern zu können: Welche gesellschaftlichen Probleme bestehen aktuell? Wie könnten diese mit technologischen Anwendungen gelöst werden? Welche (Open Source) Tools existieren, die gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Sollten diese unterstützt werden? Welche Ideen habt ihr für Tools die gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Welchen Themen sollte sich die digitale Zivilgesellschaft stärker widmen? Thematisch ist alles möglich: z. B. Umwelt und Nachhaltigkeit, Gesundheit, Diversität und Inklusion, aber auch Datenkompetenz, Datenschutz und nicht zuletzt Software-Infrastruktur. Im Workshop sammeln wir gemeinsam Problemfelder, bestehende Projekte und Projektideen, um Potentiale und Lücken zu eruieren und überlegen uns, welchen Themen und Projekten wir uns zukünftig widmen sollten. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/UXFH7G/
Warum das Leistungsschutzrecht ein Problem für das offene Netz darstellt (dgwk2022)
Die Verlagskonzerne arbeiten wieder daran, ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage in der Schweiz einzurichten. Ein solches weiteres Pseudo-Urheberrecht bringt vor allem Probleme für die Nutzenden des Internet, sowie eine weitere Konzentration der Medien- und Techkonzerne und trägt nichts dazu bei, die Medienvielfalt oder Qualitätsjournalismus in der Schweiz zu fördern. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/NRRWVA/
EU-Beitritt: Eine Schweiz ohne Massenüberwachung? (dgwk2022)
Stellen wir uns vor, die Schweiz würde der EU beitreten und sich damit unter das Datenschutzrecht der EU stellen. Was wären die Konsequenzen auf die Massenüberwachung der Schweiz? Wäre das BÜPF und die anderen Überwachungsgesetze damit Geschichte oder stehen uns noch umfangreichere Überwachungsmöglichkeiten der Länder bevor? Eine Reise durch die Grundrechtecharte, der einschlägigen Urteile des EUGH und deren eventuellen Konsequenzen für eine Schweiz in der EU. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/VMHXYA/
Nationale Cyberwochen (dgwk2022)
Im noch jungen Jahr 2022 wurde bereits ordentlich gecybert. Fast täglich erreichen uns Berichte über Sicherheitslücken, Angriffe und Ransomware. Die «Nationalen Cyberwochen» sind ausgerufen. Dieser Talk macht eine kurze Übersicht der Cybervorfälle, spricht über die Methoden der Angreifer und skizziert was verbessert werden sollte. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/8UYQGU/
Muss es denn immer Blockchain sein? Versprechen, Hype und bewährte Technologien (dgwk2022)
Nachvollziehbarkeit und Vertrauen sind Schlüsselwörter wenn es heute um die Digitalisierung von Prozessen geht. "Dafür brauchen wir unbedingt eine Blockchain" ist häufig der nächste Satz. Geht das wirklich nur mit einer Blockchain? Und nicht etwa auch ohne Ballast mit bekannten Tools mit vielseitigen und bewährten Integrationen? Welche Eigenschaften eine Blockchain eigentlich bietet, und welche Probleme man sich im Gegenzug auflädt, bleibt oft hinter einer Wolke von Buzzwords verborgen. Dieser Vortrag zeigt auf, dass für viele Anwendungszwecke auch Bewährtes und Vertrautes eine Lösung bietet. "Wenn man seine IT-Prozesse so weit vorbereitet hat, dass man eine Blockchain nutzen könnte, braucht man keine Blockchain mehr," lautet ein geflügeltes Wort. Diese Aussage steht im Konflikt zur Aussage, dass man Digitalisierungsherausforderungen nur mit mit Blockchain lösen kann. Dieses Spannungsfeld wird deshalb zuerst von drei Seiten her beleuchtet. Danach wird aufgezeigt, welche Aspekte davon überhaupt lösbar sind und für welche Teile vom Rest auch altbewährte Technologie verständlich und nachvollziehbar lösen können. 1) Was bietet mir eine Blockchain? In dieser kurzen Einleitung wird zusammengefasst, welche konkreten technischen und nicht-technischen Eigenschaften versprochen werden, wenn von Blockchain die Rede ist. Ebenfalls werden die Grundlagen der Umsetzung nochmals systematisch geordnet und präsentiert. 2) Typische Anwendungen: Drei Anwendungsgebiete tauchen sehr häufig als Musterbeispiele für Blockchain auf: Finanzwesen, Logistik und öffentliche Verwaltung. Anhand dieser drei Gebiete wird aufgezeigt, welche Anforderungen eigentlich benötigt bzw. versprochen werden, was davon technisch überhaupt umsetzbar ist und wo technische Lösungen alleine nicht ausreichen. 3) Effizienz und Overhead Die verbreitetsten Blockchain-Technologien besitzen zum Teil enorme Ineffizienzen auf mehreren Ebenen, insbesondere, wenn sie für etwas Anderes als Geldflüsse eingesetzt werden. Als Abschluss wird an einem konkreten Beispiel vorgestellt, welche Aspekte von vertrauenswürdiger Digitalisierung auch sehr gut oder sogar besser mit bewährten Prä-Blockchain-Werkzeugen erreicht werden kann. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/JEDYNA/
Datengenossenschaft für eine nachhaltige Mobilität (dgwk2022)
Die grossen Akteure der Plattformwirtschaft verfügen über unvorstellbare Datenmengen und unterwandern die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft. Als Nutzer*innen von digitalen Produkten wissen wir meistens nicht, wie die bei der Nutzung generierten Daten verwendet werden. Wir präsentieren die Datengenossenschaft POSMO - ein Zusammenschluss von Datenproduzentinnen - als neues demokratisches Modell für die Verwaltung und Nutzung von Mobilitätsdaten. POSMO gibt den Nutzerinnen mithilfe eines auf Mitbestimmung beruhenden Modells Kontrolle über ihre Daten zurück. Mobilität verstehen, um bessere Angebote zu schaffen Mobilität ist ein zentraler Teil unserer Gesellschaft: Einerseits ist sie Treiber der sozialen Vernetzung und unseres gemeinschaftlichen Wohlstandes, andererseits aber auch Quelle von Emissionen wie Lärm oder CO2. Um nachhaltige Mobilitätslösungen zu entwickeln, müssen wir unser Mobilitätsverhalten besser verstehen und transparenter machen. Dazu brauchen wir Daten über individuelles Mobilitätsverhalten. Daten sind vorhanden - aber nicht zugänglich Die umfassendsten und qualitativ hochstehendsten Mobilitätsdaten, die heute existieren, sind unter der Kontrolle von grossen Tech-Konzernen und stehen weder Öffentlichkeit, Forschung, noch der Öffentlichen Hand zur Verfügung. Zum einen wissen wir als Nutzer*innen von digitalen Produkten meistens nicht, wie die bei der Nutzung generierten Daten verwendet werden. Zum anderen fehlen funktionierende Organisationsformen, die uns erlauben die Verwendung der Daten gemeinschaftlich zu kontrollieren oder diese dafür zu nutzen, die grössten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit zu lösen. Die Datengenossenschaft als Vehikel für Veränderung Die Datengenossenschaft POSMO setzt an diesem Punkt an. Mit der genossenschaftlichen Geschäftsform nutzt sie die direktdemokratischen Strukturen, um den Datenproduzent:innen eine Stimme zu geben. So bleibt die Mitbestimmung über die Mobililtätsdaten stets in der Hand derjenigen, die die Daten auch generieren. Ein Ethikrat kontrolliert dabei sowohl die Algortihmen als auch die Nutzung der Daten. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/ZN7NVA/
Gesichtserkennung stoppen (dgwk2022)
Während sich der Einsatz automatischer Gesichtserkennung im öffentlichen Raum rasant ausbreitet, fehlen wirksame gesetzliche Schranken gegen diese Form der Massenüberwachung. Daher fordern die Europäische Initiative «Reclaim Your Face» und die Schweizer Kampagne «Gesichtserkennung stoppen» ein Verbot. Die Kampagne in der Schweiz wird von Amnesty International, AlgorithmWatch und der Digitalen Gesellschaft getragen. Im Vortrag sprechen wir über Massenüberwachung im öffentlichen Raum, Gesichtserkennung im internationalen Kontext und die (rechtliche) Situation in der Schweiz. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/YNVXRZ/
Warum die Diskussion zur E-ID nicht technologisch sein sollte (dgwk2022)
In diesem Vortrag möchte ich erklären, warum die E-ID Diskussion so kompliziert scheint. Besonders möchte ich dabei die verschieden Einsatzbereiche (Authentifizierung, Autorisierung und Signierung) aufzeigen und wie diese zur Zeit in der Debatte unklar sind. Im weiteren möchte ich die die Unterschiede zwischen Self-Sovereign Identity (SSI), Identity Provider (IdP) und Public Key Infrastructure (PKI) erklären und aufzeigen, dass es kein Silver Bullet gibt. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Y3DRG7/
E-ID: wo stehen wir ein Jahr nach dem Referendum und wo geht die Reise hin? (dgwk2022)
Ein Jahr ist es her, seit mit dem E-ID-Referendum heftig, aber dafür lehrreich über die Rolle des Staates in der Digitalisierung verhandelt wurde. Die hohe Ablehnung des E-ID-Gesetzes hat in der Bundespolitik wesentliche Stellschrauben für digitale Vorhaben neu eingestellt. Das Referat zeigt einerseits auf, wie es jetzt um das Projekt einer staatlichen E-ID steht, welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind und unter welchen Vorzeichen heute Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung angegangen werden. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/9ZSP8U/
NDG: Rück- und Ausblicke zum Nachrichtendienstgesetz des Bundes (dgwk2022)
Am 1. September 2017 ist das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) in Kraft getreten, welches die Überwachungsmöglichkeiten des Geheimdienstes massiv ausbaute. Wegen der umfangreichen und unrechtmässigen Sammlung von Personendaten sowie der mangelhaften Auskunftserteilung an die Betroffenen, sorgt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bis heute für Kritik. Nun ist eine erneute Revision des NDG im Gange, welche das Risiko einer Überwachung von legitimen politischen Tätigkeiten ein weiteres Mal verstärken könnte. Im Vortrag werden die problematische Aspekte der Informationsbeschaffung durch den Nachrichtendienst des Bundes beleuchtet. Weiter wird thematisiert, welche Risiken die geplante Revision des Nachrichtendienstgesetzes mit sich bringt und welche Forderungen die Zivilgesellschaft stellt. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/CSTG97/
Ethische Aspekte von Emotional AI (dgwk2022)
Der Einsatz von Emotional AI wird derzeit kritisch diskutiert. Neben ethischen Prinzipien, die den Einsatz von ADM allgemein betreffen, ist insb. umstritten, ob sich Emotionen technisch erfassen lassen; es existieren bereits erste Empfehlungen (vgl. EAIChecklist McStay/Pavliscak 2019). Wenig Beachtung gefunden hat diesbzgl. die Rolle von Emotionen für moralische Werthaltungen u. Persönlichkeit. Welche impliziten Vorstellungen über Authentizität, Angemessenheit u. Kontrollierbarkeit von Emotionen liegen ihrer Operationalisierung zugrunde? Welche Konsequenzen hätte ein breiter Einsatz? about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/F8LLKG/
Regulierung von ADM-Systemen in der Schweiz (dgwk2022)
Dass Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) einer Regulierung bedürfen, steht ausser Frage. Diskutiert wird allerdings, wie ADM-Systeme in der Schweiz zu regulieren sind. Wo steht die Schweiz? Wie positioniert sich die Schweiz hinsichtlich der europäischen Regulierungstendenzen? Zu diesen und weiteren Fragen diskutieren Prof. Nadja Braun Binder (Uni Basel), David Sommer (Digitale Gesellschaft), Angela Müller (AlgorithmWatch) und Prof. Bettina Berendt (TU Berlin). Moderation Nicole Pauli (Digitale Gesellschaft). Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) haben den gesellschaftlichen Alltag längst durchdrungen - dies meist ohne Bewusstsein der Öffentlichkeit. Bürger:innen sowie Nicht-Bürger:innen sehen sich immer mehr mit auf Algorithmen basierenden Entscheiden konfrontiert. Sei dies im Kleinen, bei der Song-Auswahl auf Spotify oder aber auch im Grossen, bei der demokratischen Meinungs- und Willensbildung. Da ADM-Systeme nie objektiv sind, sondern immer die Normen und Werte jener spiegeln, die sie programmieren und/oder einsetzen, sind sie anfällig dafür diskriminierend, ausgrenzend, biased und manipulativ zu sein. Dass ADM-Systeme einer Regulierung bedürfen steht entsprechend ausser Frage. So hat die Europäische Kommission am 21. April 2021 einen Vorschlag für eine Verordnung über Künstliche Intelligenz ("AI Act") veröffentlicht. Auch der Europarat verabschiedete bereits eine erste Empfehlung zu künstlicher Intelligenz. Diskutiert werden muss, wie ADM-Systeme in der Schweiz zu regulieren sind. Wie soll sich die Schweiz hinsichtlich der europäischen Regulierungstendenzen positionieren? Wie muss ein Regulierungsvorschlag für die Schweiz konkret aussehen? Braucht es ein Schweizer "KI Gesetz"? Und wie soll die Frage nach der Haftung von algorithmischen Entscheiden geklärt werden? Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Nadja Braun Binder (Uni Basel), David Sommer (Digitale Gesellschaft), Angela Müller (AlgorithmWatch Switzerland) und Prof. Bettina Berendt (TU Berlin). Moderation Nicole Pauli (Digitale Gesellschaft). about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/BCVCDL/