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Prototyp einer Bodenrichtwert-Auskunft unter QGIS & PostgreSQL/PostGIS (fossgis2022)
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit dem Aufbau einer Bodenrichtwert-Beauskunftung unter QGIS und PostgreSQL/PostGIS. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der PostNAS-Suite im Zusammenhang mit landesweiten und/oder datenschutzrechtlich relevanten Daten. Die amtliche Bodenrichtwertauskunft durch das Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) wird momentan auf Basis eines proprietären Web-Clients umgesetzt, welcher das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat. Als potentieller Nachfolger wurde eine prototypische Beauskunftung auf Basis von QGIS und PostgreSQL/PostGIS entwickelt. In diesem Zusammenhang wurde ein automatisierter Workflow auf Basis der PostNAS-Suite aufgebaut, der die notwendigen Primärdaten (ALKIS & BRW) tages- bzw. wochenaktuell in einer zentralen PostGIS-Datenbank zusammenführt. Für die Durchführung der Beauskunftung und ihrer Vorarbeiten wurden drei verschiedene Plugins entwickelt: • Eine angepasste Flurstückssuche auf Basis des bestehenden Plugins PostNAS-Suche (Kreis Unna), • eine neuentwickelte Ad-hoc-Beauskunftung der Flurstücksdaten sowie • die parametrisierte Erzeugung der Bodenrichtwertauskünfte als PDF-Datei. Im Rahmen des Vortrags sollen auch „Knackpunkte“ zur Sprache kommen, die im Zuge der Verarbeitung landesweiter und teilweise datenschutzrechtlich relevanter Daten zum Tragen gekommen sind. Workarounds und Lösungen werden vorgestellt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RFTHHQ/
Data meets Style - GeoServer und GeoStyler im Zusammenspiel (fossgis2022)
Diese Demosession wird den Kartenserver GeoServer kurz vorstellen und zeigen, wie mit diesem praktische Aufgabenstellungen komfortabel und flexibel gelöst werden können. Ein Fokus wird dabei auf das Stylen von Geodaten mit Hilfe des GeoStyler Plugins gelegt. Im Zentrum einer jeden Geo-Webanwendung stehen ihre Daten und damit auch ihre ansprechende Darstellung in Form von Karten. Die Veröffentlichung von Kartendiensten kann dabei über den GeoServer, einen Open-Source-Kartenserver, der die wichtigsten Standards des OGC wie WMS, WMTS, WFS oder WCS unterstützt, realisiert werden. Der GeoServer erleichtert die Konfiguration von Diensten durch eine breite Unterstützung von Datenquellen, eine sehr detaillierte Dokumentation sowie eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Zudem kann der GeoServer über zahlreiche Plugins in seiner Funktionalität ergänzt und erweitert werden. In dieser Demo-Session werden die grundlegenden Konzepte des GeoServers, die wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version sowie allgemeine Tipps und Tricks zur Konfiguration veranschaulicht. Als Beispiel für die Integration zusätzlicher Funktionalitäten wird das GeoStyler-Plugin demonstriert, über das der GeoStyler in die Oberfläche des GeoServers integriert wird und eine direkte UI-gestützte Editierung der Layerstile möglich ist. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/UUBETG/
Prozessierung von Bahninfrastrukturdaten mit SpatialOpenSourceSoftware (fossgis2022)
Umfangreiche Daten aus MobileMapping Kampagnen im Bahnumfeld durch die Firma Rhomberg Sersa Rail Group werden in Spezialsoftware aufbereitet, die jedoch für Laien zu komplex ist. Mit einem entsprechenden Export, der Prozessierung dieser Daten und der Visualisierung können die Auswertungen allen verständlich kommuniziert werden. Der zuletzt erwähnte Prozess wird über OSS implementiert. Die Rhomberg Sersa Rail Group ist seit Jahrzehnten im Bereich Bahninfrastruktur tätig und baut und unterhält für zahlreiche Bahnbetreibende deren Infrastruktur. Dies umfasst das Gleisfeld als auch die darüberliegende Infrastruktur. Mit einem eigenen Mess- und Diagnosefahrzeug werden die Strecken der Meterspur im Auftragsverhältnis regelmässig abgefahren, ausgemessen und anschliessend ausgewertet. Dieser Vorgang führt zu einer bedeutenden Datenmenge, die in der Spezialsoftware IRISSYS der Firma Erdmann ausgewertet wird. Diese Software ist für die Fachleute sehr gut geeignet, bietet sich jedoch nicht für Mitarbeitende an, die kein ausgesprochen tiefes technisches Verständnis bzw Kenntnisse haben. So entstand das Bedürfnis, die erwähnte Dienstleistung der Zustandserhebung in einer einfacheren, leichter verständlichen Form den Auftraggebenden gegenüber kommunizieren zu können. Dazu bot sich die Kommunikation über ein sog. Dashboard an. Dieses zeigt unterschiedliche Auswertungen des Zustands und teilweise auch der Historie der einzelnen Gleisabschnitte und weiterer Infrastruktur an. In einem ersten Schritt wurde mit der Firma Esri im Kontext von ArcGIS ein Proof of Concept (POC) erstellt, welcher die aus IRISSYS exportierten Fachdaten mit räumlichen Daten verknüpft, auswertet und schliesslich in einem ArcGIS Dashboard darstellt. Innerhalb des POCs bzw des Prozessablaufs sind jedoch Lizenzen von ArcGIS notwendig, welche beträchtliche Lizenzkosten nach sich ziehen. Daher wurde der Ansatz geprüft, den erstellten POC durch OpenSourceSoftware nachzubauen und die Machbarkeit durch OSS nachzuweisen. In diesem Vortrag wird präsentiert, wie anhand der OSS Python, PostgreSQL/PostGIS, GDAL/OGR und Folium der gesamte Datenprozessierungsablauf nicht nur erfolgreich nachgebaut, sondern auch vollständig automatisiert werden konnte. Die Visualisierung wird gegenwärtig aus praktischen Gründen noch in einer proprietären Umgebung gestaltet. Zum Zeitpunkt der Einreichung des Beitrags ist jedoch noch nicht klar, welche Lösung zum Zuge kommt in einer ersten Version. Auch hier wäre in einer späteren Version die Wahl einer OSS Lösung denkbar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/AAUHMR/
Einführung in OpenStreetMap (fossgis2022)
Jedes Jahr hält ein Mitglied der OSM-Community einen Vortrag auf der FOSSGIS der in das Thema OSM einführt. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls zeigen wir das Video aus dem letzten Jahr. Fragen können wie gewohnt Live gestellt werden und werden dann von einem Mitglied der OSM-Community beantwortet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/RARC9U/
Vorstellung MOTIS Project (fossgis2022)
MOTIS ist eine modulare Open Source Plattform. Im Kern befindet sich ein zeitabhängiger Fahrplangraph. MOTIS bietet eine hoch-performante multikriterielle intermodale Echtzeit-Reiseplanung, deren Optimalität mathematisch garantiert ist. Weitere Module existieren z.B. zur Auto-Vervollständigung von Adressen und Haltestellen oder zum Ausliefern von Kartenmaterial. MOTIS kann per App oder Web-UI genutzt werden. MOTIS ist ein Projekt, das aus einer 25-jährigen Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der TU Darmstadt hervorgegangen ist und im Mai 2020 unter MIT/Apache2 dual-licensing Bedingungen auf GitHub veröffentlicht wurde. MOTIS bietet unter anderem eine multikriterielle Echtzeit-Fahrplanauskunft, eine intermodale Tür-zu-Tür-Verbindungssuche, Autovervollständigung für Adressen und Haltestellen, einen Tile-Server, sowie eine Live-Karte für fahrplangebundene Verkehre. MOTIS kann per App und Web genutzt werden und bietet eine JSON-API via HTTP(S). Aktuell können Fahrpläne im GTFS oder HAFAS-Rohdaten Format geladen werden (in Arbeit: Netex). Echtzeitdaten (z.B. Umleitungen, Ausfälle oder Verspätungen) werden z.B. per GTFS-RT verarbeitet. Spezielle Fahrplankonstrukte wie Durchbindungen und Vereinigungen werden in der Auskunft berücksichtigt. Momentan wird die Routenberechnung in MOTIS im Rahmen des Opener-NEXT Projekts (https://www.openernext.de/) auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Menschen angepasst. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/SZQT9E/
Valhalla - Flexibles Open-Source Routing (fossgis2022)
Der Vortrag wird Valhalla ganzheitlich vorstellen: ein wenig technischer Hintergrund und dessen besondere Funktionalitäten. Als jüngstes Softwareprojekt das seit Ende 2021 auf Servern des FOSSGIS e.V gehostet wird, würden wir, als Co-Maintainer, Valhalla gerne näher vorstellen. Eins von Valhalla’s besonderen Merkmalen ist die Kachelung des Routing Graphen, inspiriert von Map Vector Tiles, dank dessen es sich gut eignet zum Betrieb auf schwächerer Hardware wie älteren Mobiltelefonen und Infotainment Systemen. Eine Routenanfrage kann dynamisch auf unterschiedlichsten Routingmodellen (Auto, LKW, Fahrrad, Motorrad, Transit etc) erfolgen und zusätzlich mit einer Vielzahl an Einstellungen beeinflusst werden wie etwa Grenzüberschreitungskosten oder Verbotszonen. Zusammen mit Berücksichtigung von Verkehrsdaten (Live & Historisch), Multimodalität, Isochronen und vielem mehr bietet Valhalla eine umfangreiche Funktionalität bei hoher Performance. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/KRVKLW/
Map-Matching at Scale: Open-Source und (fast) kostenloses Map-Matching für Millionen von Trajektorien (fossgis2022)
In diesem Vortrag geht es um eine Open-Source-Alternative zu kostenpflichtigen APIs für den Map-Matching und darum, wie diese für den Map-Matching großer Datensätze genutzt werden kann. Konkret wird eine einfache Cloud-basierte Lösung vorgeschlagen, die die Open-Source-Routing-Engine Valhalla und OpenStreetMap-Daten für das Map-Matching von Millionen von Trajektorien nutzt. Die Effizienz der vorgeschlagenen Architektur wird anhand von Beispielen untersucht. Beim Map-Matching werden die wahren Positionen aufgezeichneter GPS-Koordinaten einer Trajektorie auf einem digitalen Modell des Straßennetzes geschätzt. Dies ist ein wesentlicher Schritt bei der Vorverarbeitung von GPS-Daten. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Verringerung von Datenunsicherheiten und Standortfehlern, indem er die beste Übereinstimmung der GPS-Punkte mit dem Straßen-Graph findet. Derzeit gibt es viele Kartendienstanbieter, die Map-Matching anbieten. Diese sind jedoch kostenpflichtigspielig und nicht für das Map-Matching großer Datenmengen optimiert, z. B. wenn es sich um historische Floating Car Data handelt. Zudem können sie bzgl. der Anzahl der Wegpunkte pro Trajektorie begrenzt sein (z.B. 100 Punkte bei Google Maps). Eine andere Möglichkeit, das Problem des Map-Matchings großer Datensätze zu lösen, ist der Aufbau eines eigenen Map-Matching-Servers. Diese Lösung bietet die Möglichkeit des Map-Matching einer beliebigen Anzahl von Trajektorien. Diese Präsentation zeigt, wie ein Open-Source-Routing-Server aufgebaut werden kann und wie das Map-Matching-Modul in Verbindung mit PostGIS verwendet werden kann, um eine Produktionslösung für das Map-Matching von Trajektorien zu entwickeln. Hier wird Valhalla eine Open-Source-Routing-Engine sowie dazugehörige Bibliotheken für die Verarbeitung von OpenStreetMap-Daten verwendet. Der Aufbau des Vortrags gliedert sich wie folgt: Zunächst wird erklärt und anhand realer Beispiele demonstriert, warum Map-Matching notwendig ist, bevor man sich mit der Datenanalyse beschäftigt. Derauf folgt eine kurze Einführung in die Methoden des Map-Matchings und es wird erklärt, wie hier der Hidden Markov Model-Ansatz angewendet wird. Nach einer vergleichenden Darstellung mehrere gängige Map-Matching-Dienstleister und ihre API-Einschränkungen und Kosten wird die hier genutzte Open-Source-Lösung vorgestellt. Es handelt sich um eine einfache Lösungsarchitektur in der AWS-Cloud für das Map-Matching von Millionen von Trajektorien und Milliarden von GPS-Punkten. Es wird gezeigt, wie Valhalla auf einem Cloud-Server aufgebaut werden kann und Straßennetzdaten aus OSM in diesen importiert werden können. Die vorverarbeiteten und in einer PostGIS-Datenbank gespeicherten Trajektorien werden in den Routing-Server eingespeist. Nach dem Map-Matching werden sie zurück in die PostGIS-Datenbank geschrieben oder direkt an die Datenanalyse-Pipeline weitergeleitet. Schließlich wird die Leistung des Map-Matching anhand einiger Beispiele mit „Echtdaten“ untersucht. Der Vortrag endet mit Empfehlungen für Entwickler*innen, die Map-Matching einsetzen möchten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/PVXDJD/
Web-APIs für geographische Anwendungen - Ein Überblick (fossgis2022)
Der Vortrag gibt einen Überblick, was Web-APIs sind und wie diese im Geo-Bereich eingesetzt werden können. Es wird auf etablierte Standards wie WMS oder WFS und deren Nachfolger - der „OGC API for *“ Familie eingegangen. Der Fokus des Vortrags liegt aber auf fachspezifischen APIs wie Routenplanung, Geocoding und Datenabfragen von Open Data, wie OSM oder Fernerkundungsdaten. Es werden einige APIs vorgestellt und gezeigt wie (QGIS, Browser, Kommandozeile, …) auf diese zugegriffen werden kann. Der Vortrag gibt einen Überblick, was Web-APIs sind und wie diese im Geo-Bereich eingesetzt werden können. Neben den standardisierten OGC-Schnittstellen wie WMS oder WFS (und deren Nachfolger - der „OGC API for *“ Familie) gibt es eine Vielzahl von weiteren APIs, die für geographische Fragestellungen interessant sind. Die Anwendungsgebiete sind sehr weitreichend. Häufig werden APIs für Geocoding oder Routenplanung verwendet. Weitere Anwendungsfälle sind die Abfrage von aufbereiteten Geodaten aus verschiedenen Quellen. Diese Quellen sind sehr vielfältig, beispielsweise der Bezug von Fernerkundungsdaten, OpenStreetMap, Daten aus WikiData oder von Wikipedia. Da die meisten APIs auf etablierten Webtechnologien basieren, können diese mit vielen Werkzeugen angesprochen werden. Dies geht einerseits mit Desktop-Programmen wie QGIS, Programmiersprachen wie JavaScript oder Python, der Kommandozeile oder direkt aus dem Webbrowser. Der Vortrag zeigt daher exemplarisch diese Nutzung der Geo-Web-APIs mit diversen Tools. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/TQVEL3/
Fit für die FOSSGIS - Grundlagen rund um Open Source Geospatial, Standards und was noch für den EInstieg wichtig ist (fossgis2022)
Ziel des FOSSGIS e.V. und der OSGeo ist unter anderem die Förderung und Verbreitung freier Geographischer Informationssysteme (GIS) im Sinne Freier Software und Freier Geodaten. Der Vortrag richtet sich an FOSSGIS-Neulinge und will Grundlagen erklären. Was ist Open Source? Was ist die OSGeo? Und OSGeoLive? Wo finde ich freie Software für meine Fragestellung? Wie finde ich Gleichgesinnte? Wie kann ich mich beteiligen? Wie kann ich Projekte fördern oder Entwicklungen anstoßen. Ziel des FOSSGIS e.V. und der OSGeo ist unter anderem die Förderung und Verbreitung freier Geographischer Informationssysteme (GIS) im Sinne Freier Software und Freier Geodaten. Der Vortrag richtet sich an FOSSGIS-Neulinge und will Grundlagen erklären. Was ist Open Source? Was ist die OSGeo? Und OSGeoLive? Wo finde ich freie Software für meine Fragestellung? Wie finde ich Gleichgesinnte? Wie kann ich mich beteiligen? Wie kann ich Projekte fördern oder Entwicklungen anstoßen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/WUUFDZ/
IoT Sensordaten in Karten integrieren (fossgis2022)
Unter dem Namen "Internet of Things" (IoT) hat die Verfügbarkeit von Sensordaten stark zugenommen und insbesondere Städte nutzen Sensordaten im Rahmen von "Smart City"-Projekten. Dieser Vortrag stellt die wichtigsten Datenübertragungsarten (z.B. LoRaWAN) vor, geht auf die Datenhaltung (TimescaleDB Postgres Extension) und Web APIs (OGC Sensor Things) ein. Und natürlich gibt es animierte und interaktive Beispiele von OpenLayers-Anwendungen mit Sensordaten zu sehen. Unter dem Namen "Internet of Things" (IoT) hat die Verfügbarkeit von Sensordaten stark zugenommen und insbesondere Städte nutzen Sensordaten im Rahmen von "Smart City"-Projekten. Für fast alle Sensoren ist die Position, ob fix oder variabel, ein wichtiger Faktor und die Darstellung in einer Karte bietet sich deshalb an. Dieser Vortrag stellt die wichtigsten Datenübertragungsarten (z.B. LoRaWAN) vor, geht auf die Datenhaltung (TimescaleDB Postgres Extension) und Web APIs (OGC Sensor Things) ein. Und natürlich gibt es animierte und interaktive Beispiele von OpenLayers-Anwendungen mit Sensordaten zu sehen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/3WWY98/
Workflows in Geo Engine: Von der UI zum Python-Notebook und zurück (fossgis2022)
Geo Engine ist eine cloud-ready Geoanalyseplattform, die einen niederschwelligen Zugang zu Geodaten, deren Verarbeitung, Schnittstellen und Visualisierung bietet. Nutzer können sowohl in einem Browser-basierten User Interface als auch mit Jupyter Notebooks in Python auf die Engine zugreifen. In diesem Vortrag zeigen wir den nahtlosen Übergang vom UI zu Python-Notebooks und auch den Schritt zurück. So lassen sich die Vorteile des explorativen UIs mit der Flexibilität von Python verknüpfen. Die Geo Engine ist eine cloud-ready Geoanalyseplattform, die aus einer Processing-Engine, einer Web-UI und einer Python-Bibliothek besteht. Sie bündelt die Integration und die effiziente Verarbeitung raum-zeitlicher Daten. Ein wichtiges Element dabei ist die homogenisierte “Datacube”-artige Sicht auf heterogene Daten, welche Forschungsgruppen und Unternehmen einen einfachen Zugriff und niederschwellige Analysen ermöglicht. Gleichzeitig ist sie ein Framework für die Erstellung und den Betrieb von Geodatenportalen. 2021 haben wir die Grundlagen des Systems auf der FOSSGIS vorgestellt (https://pretalx.com/fossgis2021/talk/UKLUGE/). Für 2022 stellen wir unsere Python-Bibliothek für Jupyter Notebooks sowie Neuerungen in unserem User Interface vor. So kann man zwischen einem visuell-explorativen Zugriff über das User Interface und einem flexiblen, programmatischen Zugriff via Python wählen. Darüber hinaus ist man nicht auf ein Werkzeug beschränkt, sondern kann im UI erstellte Workflows und Workflowergebnisse nahtlos nach Python übernehmen und dort weiterarbeiten. Der Rückweg von Python in das UI ist ebenfalls möglich. Dies erlaubt es jedem Werkzeug dort die Stärken auszuspielen, wo es am besten passt. In diesem Vortrag zeigen wir einen Anwendungsfall auf, den wir mit der Geo Engine bearbeiten. Hierfür starten wir im UI und suchen passende Daten. Anschließend wechseln wir in ein Python-Notebook und bringen dort eigene Daten aus DataFrames ein. Zur Ansicht der Ergebnisse wechseln wir wieder in das UI zurück. Im Anschluss geben wir weitere Ausblicke auf zukünftige Arbeiten an der Geo Engine. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/JBLB7F/
Mit OpenMapTiles eigene Karten erzeugen (fossgis2022)
In dieser Demosession wird Schritt für Schritt gezeigt wie man [OpenMapTiles](https://github.com/openmaptiles) nutzen kann um spezielle Daten aus OpenStreetMap in einem angepassten Kartenstil anzuzeigen. [OpenMapTiles](https://github.com/openmaptiles) ist eine Tool-Sammlung die es ermöglicht auf der Basis von OpenStreetMap Vector-Tiles zu erzeugen. Hierzu gibt es auch eine Vielzahl von Style-Definitionen. In dieser Demosession wird gezeigt, wie man OpenMapTiles nutzt und Schritt für Schritt die Zusammenstellung der Daten in den Vector-Tiles an den eigenen Bedarf anpasst. Anschließend wird der Editor [maputnik](https://maputnik.github.io/) genutzt um einen vorhandenen Stil anzupassen, sodass die Daten in der Karte dargestellt werden können. Nach der Erzeugung der Vector-Tiles wird darauf eingegangen, wie man die Daten in einer eigenen Offline-Web-Karte mit [MapLibre](https://maplibre.org/) darstellen kann. Hierbei werden die JavaScript-Bibliotheken, CSS-Dateien und Stile heruntergeladen, generiert und lokal auf dem eigenen Webserver abgelegt. Die Demosession ist für alle OpenStreetMap aktiven interessant, wenn sie ein spezielles Thema kartieren welches nicht oder nicht ausreichend auf der Standard-Karte dargestellt wird. Die Schritte sowie benötigte Links sind unter https://github.com/britiger/fossgis2022-openmaptiles abrufbar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/CNH3Z7/
zwei Jahre [email protected] und [email protected] (fossgis2022)
Den Verein erreichen täglich verschiedenste Mails über den info-Account. Wer wendet sich mit welchen Anliegen an den Verein? Seit zwei Jahren bin ich im Vorstand des FOSSGIS e.V. aktiv und seit zwei Jahren habe ich dadurch Einblick in der Mail-Account [email protected]. Dort erreichen dem Verein viele Anfragen, einige lassen einen schmunzeln, andere sind eher absurd und viele Schreiber haben ein durchaus berichtigtes Anliegen. Der Talk gibt einen kurzweiligen Überblick über die Anfragen, die von den aktiven Freiwilligen nahezu täglich beantwortet werden wollen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/ZRECDM/
Unsere Überzeugungen verbreiten: Buchprojekt Open Source und Open Data in der Geoinformatik (fossgis2022)
Für ein Buchprojekt, das im Wichmann-Verlag publiziert werden soll, werden Mitstreiter gesucht. Der Sammelband soll in verschiedenen, theorie- und praxisorintierten Beiträgen Grundlagen und Technologien des „Open“-Ansatzes im Bereich der Geodatenverarbeitung vermitteln. Mit der zunehmenden Digitalisierung in Wirtschaft, Leben und Verwaltung gewinnt Offenheit an Bedeutung. Daten und Softwarelösungen wachsen netzwerkbasiert zu einer (Geo-)Dateninfrastruktur zusammen. Quelloffene Softwarepakete, offengelegte Daten, Datenstrukturen und Schnittstellen unterstützen auf technischer Ebene die Zusammenarbeit, die durch gesetzliche Vorgaben und Maßnahmen der Wirtschaft flankiert werden. Dazu soll dieser Sammelband in verschiedenen Beiträgen Grundlagen des „Open“-Ansatzes im Bereich der Geodatenverarbeitung vorstellen. Der Lesende erhält einen Überblick über Gemeingüter (commons), über politische und gesetzliche Entwicklungen, grundlegende technische Standards, marktverfügbare Werkzeuge und freie Datenquellen im Bereich der raumbezogenen Informationsverarbeitung und Infrastrukturen. Beispiele aus der Praxis berichten von konkreten Ansätzen und Erfahrungen. Das Buch richtet sich somit an alle, die aktuell oder zukünftig mit der Konzeption und dem Management der raumbezogenen Informationsverarbeitung betraut sind. Dabei werden sowohl die Praktiker in der öffentlichen Verwaltung, bei Software- und Dienstleistungsunternehmen als auch Studierende angesprochen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/JUGRTE/
Reality Check: Open Data Deutschland (fossgis2022)
Auf politischer Ebene wird das wirtschaftliche Potential von offenen Daten angepriesen. Doch ermöglichen die aktuellen Strukturen und Daten diese Potentiale oder bleibt dies Wunschdenken? Der Vortrag präsentiert eine Übersicht der aktuellen Open Data Lage in Deutschland und versucht Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Open Data als fester Bestandteil behördlicher und politischer Arbeit setzt sich immer weiter durch. Jeden Tag finden neue Informationen ihren Weg in die Angebote von Bund, Ländern und Kommunen. Auf politischer Ebene wird das wirtschaftliche Potential von offenen Daten angepriesen. Zivilgesellschaftliche Akteur*innen sehen in Open Data Chancen zu mehr Transparenz und Demokratie. Doch ermöglichen die aktuellen Strukturen und Daten diese Potentiale oder bleibt dies alles Wunschdenken? Im Rahmen des vom BNWK geförderten Forschungsvorhabens OpenDataCloudServices haben wir uns mit der aktuellen Lage von offenen Daten in Deutschland beschäftigt und hunderttausende Metadaten und Datensätze analysiert, um diese besser zugänglich zu machen. Das wir uns damit einer enormen Herausforderung gestellt haben war uns bewusst. Wie es aber tatsächlich um die offenen Daten in Deutschland steht, wird uns nun nach über 18 Monaten Datenanalyse aber erst bewusst. Der Vortrag präsentiert eine Übersicht der aktuellen Open Data Lage in Deutschland und versucht strukturelle und technologische Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/GLLY99/
Die Open Source Strategie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bei der Entwicklung der Notfallschutzsysteme - ein Weg für Behörden zu mehr digitaler Souveränität und Nachhaltigkeit (fossgis2022)
„Digitale Souveränität“ benötigt "Herstellerunabhängigkeit durch Modularität und Standardisierung, [...] durch Open-Source-Software". Das BfS folgt seit Jahren einer Open Source Strategie zur Entwicklung der Notfallschutzsysteme, die auf OGC-Standards und gängige GIS-Komponenten aufsetzt. Der Vortrag zeigt, warum gerade im GIS-Bereich die Voraussetzungen ideal sind, um digitale Nachhaltigkeit und Souveränität als Behörde zu erreichen und was dabei beachtet werden sollte. Gemäß dem 9-Punkte-Plan für ein digitales Deutschland von Markus Richter, dem CIO des Bundes, kann "Digitale Souveränität Deutschlands und Europas" durch "Herstellerunabhängigkeit durch Modularität und Standardisierung, insbesondere auch durch Open-Source-Software" gesichert werden. Tatsächlich verfolgt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seit vielen Jahren erfolgreich eine Open Source Strategie bei der Neu- und Weiterentwicklung der Notfallschutzsysteme, die umfangreich auf OGC-Standards und gängige GIS Projekte aufsetzen. Zum Einsatz kommen, neben einem auf Patroni basierendem geordeundanten PostgreSQL/PostGIS-Cluster, Geoserver, Mapfish Print, Geonetwork OS, sowie WebGIS-Komponenten, die auf OpenLayers aufbauen. Dabei bietet das Set aus verfügbaren Softwarekomponenten, ein hoher Grad an Standardisierung durch das OGC und die Möglichkeit herstellerunabhängig Anpassungen vornehmen zu können, ideale Voraussetzungen, bisherige, an proprietären Produkten orientierte Beschaffungs- und Betriebskonzepte, zu durchbrechen und so digitale Souveränität zu schaffen und digitale Nachhaltigkeit zu erreichen. Der Vortrag schildert die Architektur der Notfallschutzsysteme und Eckpunkte der OS Strategie des BfS und entwickelt anhand der Erfahrungen der mehrjährigen Neuentwicklungsphase, warum gerade im GIS-Bereich ideale Voraussetzungen existieren, um digitale Nachhaltigkeit und Souveränität auch oder gerade in einer Behörde zu schaffen. Dazu gehören neben technischen Aspekten auch veränderte Herangehensweisen bei der Ausgestaltung von Dienstleistungsverträgen, der Bereitschaft Wissen auch in der Behörde, im Rahmen von Mitarbeiterqualifikationen, aufzubauen und ein agileres Projektmanagement gemeinsam mit erfahrenen Projektpartnern zu wagen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/ZRTSMF/
Eröffnungsveranstaltung (fossgis2022)
Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. about this event: https://pretalx.com/fossgis2022/talk/VG3993/
Fahrradwartung (petitfoo)
In diesem Petit Foo werden einfache Wartungsarbeiten am Fahrrad vorgestellt. about this event: https://www.chaospott.de
Demonight (dgwk2022)
Demonight von Echtzeit – Digitale Kultur about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/8W7FN3/
Schlusswort (dgwk2022)
Dies ist das Schlusswort. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/A8HVUS/
Corona, das Ende der digitalen Zivilgesellschaft? (dgwk2022)
Die Coronakrise hat die digitale Zivilgesellschaft in der Schweiz voll ergriffen. Der Abstimmungskampf zum Covid-Gesetz entzweite unsere Community wie nie zuvor, online wurde die politische Auseinandersetzung für manchen zum Krieg. Gleichzeitig entstanden neue Initiativen und Allianzen, Wirkung und Organisationsgrad der digitalen Zivilgesellschaft nahmen klar zu — und ebenso die Budgets. Anhand von konkreten Beispielen diskutieren wir, was die Pandemie mit uns gemacht hat und was das nun heisst für unsere gemeinsamen Möglichkeiten, die Schweiz von Morgen mitzugestalten. CH++ ist eine Pandemiefolge, der Verein entstand aus der Erkenntnis heraus, dass die Unzulänglichkeiten und Versäumnisse, dass das sprichwörtliche Fax, das Marcel Salathé und Hannes Gassert in der digitalen Pandemie-Politik antrafen, nur ein Symptom sind für viel tiefer gehende Herausforderungen. Denen will sich der junge Verein angehen, sich einsetzend für handlungsfähige, nachhaltige und wohlhabende Schweiz durch Wissenschaft und Technologie. Vom Proximity Tracing zum Covid-Zertifikat, von der Cybersicherheit zur E-Id und dem EMBaG: CH++ nimmt wirkungsvollen, pragmatischen Einfluss. Olga Baranova ist seit Dezember 2021 die Geschäftsleiterin des Vereins und bringt als erfahrene Genfer Jungpolitikerin und Kampagnenleiterin der Ehe für Alle eine neue Perspektive in die digitale Zivilgesellschaft der Schweiz ein. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Z3VCHP/
Die Demoszene – Programmieren als Weltkulturerbe (dgwk2022)
Ursprünglich aus der Crackerszene der 1980er Jahre entstanden, baut eine Untergrundcommunity aus Programmierern, Grafikern und Musikern bis heute atemberaubende digitale Kunstwerke, sogenannte Demos. Damit wurde die Szene gerade von der UNESCO als erstes digitales Weltkulturerbe ausgezeichnet. Im Vortrag stellt euch der Schweizer Demoszene-Verein "Echtzeit – Digitale Kultur" unsere Community, unsere Arbeitsprozesse, Demoparties, sowie einige unserer Lieblingsreleases der letzten Jahre vor. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/CQXCTU/
Quad9: Rekursive Resolver als Ziel von Urheberrechtsinhabern (dgwk2022)
Quad9 ist eine gemeinnützige Stiftung, die seit Anfang dieses Jahres ihren Sitz in Zürich hat. Quad9 bietet Benutzern weltweit einen freien rekursiven Resolver Dienst an. Der Fokus liegt hierbei auf Privacy und dem Filtern von schädlichen Inhalten. Unmittelbar nach der Verlegung des Sitzes in die Schweiz hat das Landgericht Hamburg Quad9 auf Antrag von Sony Music Deutschland verpflichtet, den Zugang zu einer Webseite zu sperren, auf vermeintlich das Urheberrecht von Sony an einem Musikalbum verletzt wird. In einem ersten Teil stellt Michael Hausding von der Stiftung SWITCH, einer der zwei Gründer der Quad9 Stiftung in die Schweiz, die Motivation für den Umzug von Quad9 in die Schweiz dar und erklärt wie der rekursive Resolver Dienst technisch erbracht wird. Der Schutz der Privatsphäre der Nutzer und das Filtern von Malware und Phishing werden erläutert und die Konflikte die sich aus den beiden Zielen ergeben werden aufgezeigt. Im zweiten Teil des Vortrags berichtet Rechtsanwalt Joschka Selinger von der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. über das Gerichtsverfahren von Sony Music Deutschland gegen die Quad9 Stiftung vor dem Landgericht Hamburg. Anhand des Gerichtsverfahrens erläutert Joschka Selinger, welche Gefahren für die Kommunikationsfreiheit im Internet entstehen, wenn technisch neutrale, rekursive DNS Resolver Dienste für Urheberrechtsverletzungen Dritter in Anspruch genommen werden und zeigt mögliche Konsequenzen aus der Gerichtsentscheidung für andere Dienste auf. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/JWKFMN/
EU-Beitritt: Eine Schweiz ohne Massenüberwachung? (dgwk2022)
Stellen wir uns vor, die Schweiz würde der EU beitreten und sich damit unter das Datenschutzrecht der EU stellen. Was wären die Konsequenzen auf die Massenüberwachung der Schweiz? Wäre das BÜPF und die anderen Überwachungsgesetze damit Geschichte oder stehen uns noch umfangreichere Überwachungsmöglichkeiten der Länder bevor? Eine Reise durch die Grundrechtecharte, der einschlägigen Urteile des EUGH und deren eventuellen Konsequenzen für eine Schweiz in der EU. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/VMHXYA/
Welche Prototypen braucht die Schweiz? (dgwk2022)
Wikipedia, OpenStreetMap, GiveDirectly: Technologische Tools können gesellschaftliche Probleme lösen und so Mehrwert schaffen. Um solche Anwendungen zu entwickeln, fehlen in der Schweiz Experimentierräume und oft finanzielle Mittel. Der Prototype Fund füllt diese Lücke, unterstützt aber nur Projekte, die politische Mitwirkung fördern. Mit Euch möchten wir den Fokus unseres Programms hinterfragen, um ihn zukünftig erweitern oder verändern zu können: Wir sammeln Problemfelder, bestehende Projekte und Projektideen und überlegen uns, welchen Themen und Projekten wir uns zukünftig widmen sollten. Der Prototype Fund unterstützt Menschen dabei, die politische Mitwirkung mit Open Source Projekten zu stärken. Selbstständige Programmierer:innen oder Teams von technisch versierten, politisch engagierten und kreativen Mitstreiter:innen erhalten bis zu 100’000 CHF, um ihre Civic Tech-Idee während sechs Monaten vom Konzept bis zum ersten Prototyp weiterzuentwickeln. Der Prototype Fund schafft dort Experimentierräume, wo eine Lücke besteht: für die initiale Entwicklung von Tools, die gesellschaftliche Probleme lösen, für die es aber aktuell oft weder private (u.a. fehlendes Business Model) noch staatliche Finanzierung gibt. Aktuell fördern wir “nur” Projekte, die im weitesten Sinne in die Schublade “Civic Tech” passen: technologische Lösungen, welche die politische Mitwirkung fördern. In diesem Workshop möchten wir den Fokus unseres Förderprogramms gemeinsam mit Euch hinterfragen, um ihn zukünftig erweitern oder verändern zu können: Welche gesellschaftlichen Probleme bestehen aktuell? Wie könnten diese mit technologischen Anwendungen gelöst werden? Welche (Open Source) Tools existieren, die gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Sollten diese unterstützt werden? Welche Ideen habt ihr für Tools die gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Welchen Themen sollte sich die digitale Zivilgesellschaft stärker widmen? Thematisch ist alles möglich: z. B. Umwelt und Nachhaltigkeit, Gesundheit, Diversität und Inklusion, aber auch Datenkompetenz, Datenschutz und nicht zuletzt Software-Infrastruktur. Im Workshop sammeln wir gemeinsam Problemfelder, bestehende Projekte und Projektideen, um Potentiale und Lücken zu eruieren und überlegen uns, welchen Themen und Projekten wir uns zukünftig widmen sollten. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/UXFH7G/
Warum das Leistungsschutzrecht ein Problem für das offene Netz darstellt (dgwk2022)
Die Verlagskonzerne arbeiten wieder daran, ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage in der Schweiz einzurichten. Ein solches weiteres Pseudo-Urheberrecht bringt vor allem Probleme für die Nutzenden des Internet, sowie eine weitere Konzentration der Medien- und Techkonzerne und trägt nichts dazu bei, die Medienvielfalt oder Qualitätsjournalismus in der Schweiz zu fördern. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/NRRWVA/
Nationale Cyberwochen (dgwk2022)
Im noch jungen Jahr 2022 wurde bereits ordentlich gecybert. Fast täglich erreichen uns Berichte über Sicherheitslücken, Angriffe und Ransomware. Die «Nationalen Cyberwochen» sind ausgerufen. Dieser Talk macht eine kurze Übersicht der Cybervorfälle, spricht über die Methoden der Angreifer und skizziert was verbessert werden sollte. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/8UYQGU/
Muss es denn immer Blockchain sein? Versprechen, Hype und bewährte Technologien (dgwk2022)
Nachvollziehbarkeit und Vertrauen sind Schlüsselwörter wenn es heute um die Digitalisierung von Prozessen geht. "Dafür brauchen wir unbedingt eine Blockchain" ist häufig der nächste Satz. Geht das wirklich nur mit einer Blockchain? Und nicht etwa auch ohne Ballast mit bekannten Tools mit vielseitigen und bewährten Integrationen? Welche Eigenschaften eine Blockchain eigentlich bietet, und welche Probleme man sich im Gegenzug auflädt, bleibt oft hinter einer Wolke von Buzzwords verborgen. Dieser Vortrag zeigt auf, dass für viele Anwendungszwecke auch Bewährtes und Vertrautes eine Lösung bietet. "Wenn man seine IT-Prozesse so weit vorbereitet hat, dass man eine Blockchain nutzen könnte, braucht man keine Blockchain mehr," lautet ein geflügeltes Wort. Diese Aussage steht im Konflikt zur Aussage, dass man Digitalisierungsherausforderungen nur mit mit Blockchain lösen kann. Dieses Spannungsfeld wird deshalb zuerst von drei Seiten her beleuchtet. Danach wird aufgezeigt, welche Aspekte davon überhaupt lösbar sind und für welche Teile vom Rest auch altbewährte Technologie verständlich und nachvollziehbar lösen können. 1) Was bietet mir eine Blockchain? In dieser kurzen Einleitung wird zusammengefasst, welche konkreten technischen und nicht-technischen Eigenschaften versprochen werden, wenn von Blockchain die Rede ist. Ebenfalls werden die Grundlagen der Umsetzung nochmals systematisch geordnet und präsentiert. 2) Typische Anwendungen: Drei Anwendungsgebiete tauchen sehr häufig als Musterbeispiele für Blockchain auf: Finanzwesen, Logistik und öffentliche Verwaltung. Anhand dieser drei Gebiete wird aufgezeigt, welche Anforderungen eigentlich benötigt bzw. versprochen werden, was davon technisch überhaupt umsetzbar ist und wo technische Lösungen alleine nicht ausreichen. 3) Effizienz und Overhead Die verbreitetsten Blockchain-Technologien besitzen zum Teil enorme Ineffizienzen auf mehreren Ebenen, insbesondere, wenn sie für etwas Anderes als Geldflüsse eingesetzt werden. Als Abschluss wird an einem konkreten Beispiel vorgestellt, welche Aspekte von vertrauenswürdiger Digitalisierung auch sehr gut oder sogar besser mit bewährten Prä-Blockchain-Werkzeugen erreicht werden kann. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/JEDYNA/
Datengenossenschaft für eine nachhaltige Mobilität (dgwk2022)
Die grossen Akteure der Plattformwirtschaft verfügen über unvorstellbare Datenmengen und unterwandern die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft. Als Nutzer*innen von digitalen Produkten wissen wir meistens nicht, wie die bei der Nutzung generierten Daten verwendet werden. Wir präsentieren die Datengenossenschaft POSMO - ein Zusammenschluss von Datenproduzentinnen - als neues demokratisches Modell für die Verwaltung und Nutzung von Mobilitätsdaten. POSMO gibt den Nutzerinnen mithilfe eines auf Mitbestimmung beruhenden Modells Kontrolle über ihre Daten zurück. Mobilität verstehen, um bessere Angebote zu schaffen Mobilität ist ein zentraler Teil unserer Gesellschaft: Einerseits ist sie Treiber der sozialen Vernetzung und unseres gemeinschaftlichen Wohlstandes, andererseits aber auch Quelle von Emissionen wie Lärm oder CO2. Um nachhaltige Mobilitätslösungen zu entwickeln, müssen wir unser Mobilitätsverhalten besser verstehen und transparenter machen. Dazu brauchen wir Daten über individuelles Mobilitätsverhalten. Daten sind vorhanden - aber nicht zugänglich Die umfassendsten und qualitativ hochstehendsten Mobilitätsdaten, die heute existieren, sind unter der Kontrolle von grossen Tech-Konzernen und stehen weder Öffentlichkeit, Forschung, noch der Öffentlichen Hand zur Verfügung. Zum einen wissen wir als Nutzer*innen von digitalen Produkten meistens nicht, wie die bei der Nutzung generierten Daten verwendet werden. Zum anderen fehlen funktionierende Organisationsformen, die uns erlauben die Verwendung der Daten gemeinschaftlich zu kontrollieren oder diese dafür zu nutzen, die grössten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit zu lösen. Die Datengenossenschaft als Vehikel für Veränderung Die Datengenossenschaft POSMO setzt an diesem Punkt an. Mit der genossenschaftlichen Geschäftsform nutzt sie die direktdemokratischen Strukturen, um den Datenproduzent:innen eine Stimme zu geben. So bleibt die Mitbestimmung über die Mobililtätsdaten stets in der Hand derjenigen, die die Daten auch generieren. Ein Ethikrat kontrolliert dabei sowohl die Algortihmen als auch die Nutzung der Daten. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/ZN7NVA/
Gesichtserkennung stoppen (dgwk2022)
Während sich der Einsatz automatischer Gesichtserkennung im öffentlichen Raum rasant ausbreitet, fehlen wirksame gesetzliche Schranken gegen diese Form der Massenüberwachung. Daher fordern die Europäische Initiative «Reclaim Your Face» und die Schweizer Kampagne «Gesichtserkennung stoppen» ein Verbot. Die Kampagne in der Schweiz wird von Amnesty International, AlgorithmWatch und der Digitalen Gesellschaft getragen. Im Vortrag sprechen wir über Massenüberwachung im öffentlichen Raum, Gesichtserkennung im internationalen Kontext und die (rechtliche) Situation in der Schweiz. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/YNVXRZ/
Warum die Diskussion zur E-ID nicht technologisch sein sollte (dgwk2022)
In diesem Vortrag möchte ich erklären, warum die E-ID Diskussion so kompliziert scheint. Besonders möchte ich dabei die verschieden Einsatzbereiche (Authentifizierung, Autorisierung und Signierung) aufzeigen und wie diese zur Zeit in der Debatte unklar sind. Im weiteren möchte ich die die Unterschiede zwischen Self-Sovereign Identity (SSI), Identity Provider (IdP) und Public Key Infrastructure (PKI) erklären und aufzeigen, dass es kein Silver Bullet gibt. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Y3DRG7/
Ethische Aspekte von Emotional AI (dgwk2022)
Der Einsatz von Emotional AI wird derzeit kritisch diskutiert. Neben ethischen Prinzipien, die den Einsatz von ADM allgemein betreffen, ist insb. umstritten, ob sich Emotionen technisch erfassen lassen; es existieren bereits erste Empfehlungen (vgl. EAIChecklist McStay/Pavliscak 2019). Wenig Beachtung gefunden hat diesbzgl. die Rolle von Emotionen für moralische Werthaltungen u. Persönlichkeit. Welche impliziten Vorstellungen über Authentizität, Angemessenheit u. Kontrollierbarkeit von Emotionen liegen ihrer Operationalisierung zugrunde? Welche Konsequenzen hätte ein breiter Einsatz? about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/F8LLKG/
NDG: Rück- und Ausblicke zum Nachrichtendienstgesetz des Bundes (dgwk2022)
Am 1. September 2017 ist das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) in Kraft getreten, welches die Überwachungsmöglichkeiten des Geheimdienstes massiv ausbaute. Wegen der umfangreichen und unrechtmässigen Sammlung von Personendaten sowie der mangelhaften Auskunftserteilung an die Betroffenen, sorgt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bis heute für Kritik. Nun ist eine erneute Revision des NDG im Gange, welche das Risiko einer Überwachung von legitimen politischen Tätigkeiten ein weiteres Mal verstärken könnte. Im Vortrag werden die problematische Aspekte der Informationsbeschaffung durch den Nachrichtendienst des Bundes beleuchtet. Weiter wird thematisiert, welche Risiken die geplante Revision des Nachrichtendienstgesetzes mit sich bringt und welche Forderungen die Zivilgesellschaft stellt. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/CSTG97/
E-ID: wo stehen wir ein Jahr nach dem Referendum und wo geht die Reise hin? (dgwk2022)
Ein Jahr ist es her, seit mit dem E-ID-Referendum heftig, aber dafür lehrreich über die Rolle des Staates in der Digitalisierung verhandelt wurde. Die hohe Ablehnung des E-ID-Gesetzes hat in der Bundespolitik wesentliche Stellschrauben für digitale Vorhaben neu eingestellt. Das Referat zeigt einerseits auf, wie es jetzt um das Projekt einer staatlichen E-ID steht, welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind und unter welchen Vorzeichen heute Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung angegangen werden. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/9ZSP8U/
Das Verfahren von Init7 gegen Swisscom zum Glasfaserausbau: Ein Bericht (dgwk2022)
Im September 2020 reichte der Winterthurer Internetprovider Init7 eine Anzeige bei der Wettbewerbskommission ein, weil Swisscom aus seiner Sicht ihre Glasfaser-Netzwerktopologie in einer Weise verändert hatte, die den Zugang von Wettbewerbern auf ihr Netz erschwerte. Die Weko verbot Swisscom im Dezember 2020 vorsorglich diese Form des Ausbaus. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Entscheid. Derzeit ist das Verfahren vor Bundesgericht hängig. Fredy Künzler, CEO von Init7, und Simon Schlauri, Rechtsanwalt von Init7, geben Einblick in das Verfahren und seine rechtlichen Hintergründe. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/9AMRZH/
Regulierung von ADM-Systemen in der Schweiz (dgwk2022)
Dass Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) einer Regulierung bedürfen, steht ausser Frage. Diskutiert wird allerdings, wie ADM-Systeme in der Schweiz zu regulieren sind. Wo steht die Schweiz? Wie positioniert sich die Schweiz hinsichtlich der europäischen Regulierungstendenzen? Zu diesen und weiteren Fragen diskutieren Prof. Nadja Braun Binder (Uni Basel), David Sommer (Digitale Gesellschaft), Angela Müller (AlgorithmWatch) und Prof. Bettina Berendt (TU Berlin). Moderation Nicole Pauli (Digitale Gesellschaft). Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) haben den gesellschaftlichen Alltag längst durchdrungen - dies meist ohne Bewusstsein der Öffentlichkeit. Bürger:innen sowie Nicht-Bürger:innen sehen sich immer mehr mit auf Algorithmen basierenden Entscheiden konfrontiert. Sei dies im Kleinen, bei der Song-Auswahl auf Spotify oder aber auch im Grossen, bei der demokratischen Meinungs- und Willensbildung. Da ADM-Systeme nie objektiv sind, sondern immer die Normen und Werte jener spiegeln, die sie programmieren und/oder einsetzen, sind sie anfällig dafür diskriminierend, ausgrenzend, biased und manipulativ zu sein. Dass ADM-Systeme einer Regulierung bedürfen steht entsprechend ausser Frage. So hat die Europäische Kommission am 21. April 2021 einen Vorschlag für eine Verordnung über Künstliche Intelligenz ("AI Act") veröffentlicht. Auch der Europarat verabschiedete bereits eine erste Empfehlung zu künstlicher Intelligenz. Diskutiert werden muss, wie ADM-Systeme in der Schweiz zu regulieren sind. Wie soll sich die Schweiz hinsichtlich der europäischen Regulierungstendenzen positionieren? Wie muss ein Regulierungsvorschlag für die Schweiz konkret aussehen? Braucht es ein Schweizer "KI Gesetz"? Und wie soll die Frage nach der Haftung von algorithmischen Entscheiden geklärt werden? Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Nadja Braun Binder (Uni Basel), David Sommer (Digitale Gesellschaft), Angela Müller (AlgorithmWatch Switzerland) und Prof. Bettina Berendt (TU Berlin). Moderation Nicole Pauli (Digitale Gesellschaft). about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/BCVCDL/
Netzwerk Security Monitoring (dgwk2022)
Die zunehmende Vernetzung und Verbindung ins Internet ist im privaten Umfeld genau so zu erkennen wie im geschäftlichen Alltag. Private Internetzugänge rücken durch "work from home" gezielt ins Visier der Internetkriminalität, "Ransomware" Angriffe sind trotz Aufklärung und Datensicherung immer noch verheerend. Mittels Netzwerk Security Monitoring können Verbindungen und mögliche Gefahren erkennt werden. In diesem Workshop lernst du, wie du mit der Open Source Software ntopng ein Netzwerk Security Monitoring zu Hause oder in einer KMU einrichten und Gefahren erkennen kannst. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Q7FUEE/
Automated Decision-Making – Der Regulierungsvorschlag der Digitalen Gesellschaft (dgwk2022)
Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) sind im gesellschaftlichen Alltag angekommen. Diese Algorithmen reproduzieren die Normen und Werte jener, die sie einsetzen und programmieren und wirken dadurch als sozio-ökonomischer Spiegel der Gesellschaft. Sie sind also weder neutral noch objektiv. Es entsteht eine Komplexität mit grossem Zukunftspotential aber auch nur schwer abschätzbarem Risiko. Wir illustrieren die Grundproblematiken und diskutieren den Regulierungsvorschlag der Digitalen Gesellschaft, der bei problematischen Fällen ein demokratisches Eingreifen ermöglicht. Systeme für automatisierte Entscheidungen (ADM-Systeme) sind im gesellschaftlichen Alltag angekommen. Individuen werden im Verlauf eines Tages immer wieder mit den Resultaten einer automatisierten Entscheidung konfrontiert – meist ohne dies aktiv zu bemerken. So handelt die Bank Aktien in meinem Portfolio auf Basis von algorithmischen Entscheiden, das Newsportal zeigt mir eine andere Front-Headline als meinem Nachbarn und Spotify schlägt auf meinen Geschmack angepasste Musik vor. All diese Abwägungsentscheide werden nicht länger von Menschen, sondern von Computeralgorithmen getroffen. Viele dieser Algorithmen werden heute als "Blackbox" bezeichnet - da kaum jemand ihre genaue Funktionsweise kennt. Sie reproduzieren die Normen, Werte und Annahmen jener, die sie einsetzen und programmieren und wirken dadurch als sozio-ökonomischer Spiegel der Gesellschaft. Algorithmen sind also weder neutral noch objektiv. Dadurch schaffen ADM-Systeme eine neue opake «Dunkelheit in der hypermodernen Welt». Es entsteht eine Komplexität mit nur schwer abschätzbarem Risiko. Auf der anderen Seite darf das enorme Potenzial von ADM-Systemen für Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung nicht unterschätzt und unnötig gebremst werden, auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Forschungsstandortes Schweiz nicht zu gefährden. In dieser Veranstaltung illustrieren wir die entstehenden Problematiken und diskutieren den Regulierungsvorschlag der Digitalen Gesellschaft, der es bei kritischen Fällen ermöglicht, demokratisch einzugreifen. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/YFVWA7/
E-Voting in der Schweiz: Ein Fortsetzungsroman (dgwk2022)
Dieser Vortrag fasst zunächst die zwanzigjährige Geschichte zum Thema E-Voting in der Schweiz zusammen; ein Thema das den Diskurs zur "Digitalen Demokratie" hierzulande stark prägt. Im Hauptteil betrachtet er mehrere Dokumente: Bericht zum Expertendialog der Bundeskanzlei aus dem Jahr 2020 Das Vernehmlassungsverfahren zur neuen Regulierung von 2021 Die verschiedenen Antworten auf das Verfahren Den Abschlussbericht der Vernehmlassung und die voraussichtliche neue Regulierung (Sommer 2022) Zum Ende hin dann ein hoch spekulativer und deshalb latent lächerlicher Ausblick. Die Schweiz experimentiert seit 20 Jahren mit der digitalen Stimmabgabe. Mehrere Anbieter scheiterten an der anspruchsvollen Technik und die Schweizerische Post musste 2019 als einzige verbleibende Anbieterin ihr Angebot stoppen, nachdem unabhängige ForscherInnen drei gravierende Schwachstellen publiziert hatten. Der Aufbau eines funktionierenden digitalen Stimmkanals erscheint wie eine stetig länger werdende Aneinanderreihung von Niederlagen. Aber auch die Kritiker drangen mit Ihren Anlagen nicht durch. Vielmehr scheiterte die äusserst breit abgestützte Volksinitiative für ein Verbot der elektronischen Stimmabgabe in der Phase der Unterschriftensammlung trotz tatkräftiger Mithilfe der Schweizerischen Post kolossal. 2020 versuchte die Bundeskanzlei den Neustart und führte einen breit abgestützten Dialog mit führenden WissenschaftlerInnen zum Thema E-Voting durch. Daraus resultierte ein 80-seitiger Bericht mit Empfehlungen der beteiligten Forscher. Der Vortrag erklärt einige zentrale Forderungen aus diesem Bericht. Diese Empfehlungen flossen 2021 in den Entwurf für zwei Verordnungen zum Thema E-Voting ein, die der Öffentlichkeit in einem Vernehmlassungsverfahren präsentiert wurden. Es gingen sehr umfangreiche Stellungsnahmen ein und der Vortrag betrachtet diese im Hinblick auf das Thema Open Source, das im Regulierungsentwurf ausgespart wurde. Die Betrachtung der Vernehmlassungsantworten erlaubt eine wenn auch schwache Aussage, wie sehr sich die politischen Akteure auf eine hochkomplexe Vorlage wie diejenige zur Regulierung der elektronischen Stimmabgabe einlassen und inwieweit sie qualifiziert sind, die aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Die neue E-Voting Regulierung wird für Sommer 2022 erwartet. Der Vortrag wird die erwartete Regulierung überblicksartig vorstellen und betrachtet einige Schwerpunkte, namentlich die Open Source Frage. Zum Schluss und zur allgemeinen Erheiterung folgt ein Ausblick, wie es mit E-Voting weitergehen könnte. Angesichts der zahlreichen Überraschungen, die das Thema bereits bot, dürfte dieser Ausblick hoch spekulativ und innert kürzester Zeit überholt sein. Aber man sollte im Leben keine Chance auslassen, sich lächerlich zu machen. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/GUXELP/
Dezentralisierung als neue alte Herausforderung (dgwk2022)
Dezentralisierung ist ein Buzzword der Blockchain-Ära, aber auch grundlegender Bestandteil des Internets seit seinen Anfängen in den 1960er Jahren. Das Fediverse will die Plattformisierung, die massgeblich durch Social Media Plattformen vorangetrieben wurde, durch dezentrale Infrastruktur ersetzen. Doch was bedeutet das in der Konsequenz? Was sind die Probleme, die Dezentralisierung lösen soll? Welche neuen Probleme ergeben sich im Fediverse und (was) können wir aus dem politischen Föderalismus für das dezentrale Netz lernen? about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/UDBNCV/
Algorithmische Diskriminierung: Regulierung durch Transparenz? (dgwk2022)
Die EU will Künstliche Intelligenz regulieren. Auch der Europarat arbeitet an Spielregeln für algorithmische Systeme. Hierbei zeigt der Stand der Wissenschaft, dass die derzeit im Zusammenhang mit KI-Regulierung geforderte Transparenz algorithmischer Systeme als Gegenmassnahme nicht immer ausreicht. Die Keynote stellt Vorschläge für Prinzipien und Methoden vor, die effektiver sein könnten, um Diskriminierung zu vermeiden oder einzudämmen. Algorithmische Systeme unterscheiden, also «diskriminieren», in vielerei Weise, und solche Unterscheidungen können zu im rechtlichen oder ethischen Sinne unzulässiger Diskriminierung führen. In den vergangenen Jahren ist diese Problematik vor allem in Hinblick auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz diskutiert worden. In diesem Vortrag gebe ich einen kurzen Überblick über technische Gründe und auch über das sehr aktive informatische und interdisziplinäre Forschungsfeld, welches Methoden der Entdeckung und Vermeidung solch unerwünschter Unterscheidungen entwickelt. Ich stelle relevante Konzepte vor (algorithmische Diskriminierung, Bias, Fairness, ...) und zeige beispielhaft, wie Diskriminierung aus Daten, Algorithmen und sozio-technischen Systemen resultieren kann. Hierbei zeigt der Stand der Wissenschaft, dass die derzeit im Zusammenhang mit KI-Regulierung geforderte Transparenz algorithmischer Systeme als Gegenmassnahme nicht immer ausreicht. Ich stelle Vorschläge für Prinzipien und Methoden vor, die effektiver sein könnten, um Diskriminierung zu vermeiden oder einzudämmen. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/BXPH7G/
Eröffnung Samstag (dgwk2022)
Dies ist die Eröffnung am Samstag. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/ELHQ8V/
Virtuelle Demokratie – ein neues Betriebssystem für unseren Planeten (dgwk2022)
Die Tech-Konzerne sind daran, virtuelle Räume zu bauen, die bald unser politisches Koordinatensystem überschreiben. Deshalb ist es höchste Zeit, über ein Update nachzudenken: die globale Demokratie. Politische Systeme sind verknüpft mit historisch gewachsenen Räumen – wie beispielsweise die Nationalstaaten. Bereits das Internet und die sozialen Medien haben dieses Koordinatensystem durcheinander gewirbelt. Jetzt machen sich die Tech-Konzerne daran, neue virtuelle Räume zu bauen, die in wenigen Jahren mit unserem «Alltag» verschmelzen sollen. Mit den Meta-Welten ist es eine Frage der Zeit, bis das globale Politsystem ein Update erhalten wird. Was wird es sein? Eine Kopie der jetzigen «Balance of Power»? Oder setzen sich Modelle wie die EU oder China durch? Heute haben wir die Chance, gemeinsam den Code für einen Menschheitstraum zu schreiben: für die Globale Demokratie. Aber die Uhr tickt. Ohne Prototypen rennen wir den Tech-Konzerne nur hinterher. Denn bereits ist klar: Wir müssen die virtuelle Realität zurückerobern. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Y83FXU/
Ada & Zangemann: Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis (dgwk2022)
In einer riesigen Villa hoch oben über der Stadt lebt der berühmte Erfinder Zangemann. Erwachsene wie Kinder lieben seine Erfindungen und wollen sie unbedingt haben. Doch dann geschieht etwas: Zangemann kommt in die Stadt, um seine Erfindungen wieder einmal aus der Nähe zu betrachten und – RUMMS! – ein Kind fährt ihm mit seinem Skateboard gegen das Schienbein. Wutentbrannt trifft der Erfinder eine Entscheidung und dann passieren merkwürdige Dinge ... Aber das kluge Mädchen Ada durchschaut, was vor sich geht. Gemeinsam mit ihren Freund:innen schmiedet sie einen Plan. Lesung des Buches mit wunderschönen Illustrationen von Sandra Brandstätter (u.a. Character-Designerin für die Serie »Trudes Tier«, Sendung mit der Maus). Das Buch ist ein modernes Märchen, das die Freude am Tüfteln vermittelt und zum selbstbestimmten Umgang mit Software aufruft: für Kinder ab 6 Jahren. Eine charmante Geschichte, die auch Erwachsenen Spaß macht. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/VAVEX8/
AI Fairness – Erfahrungen aus der Praxis (dgwk2022)
Der zunehmende Einsatz von Systemen, die basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) (teil)automatisiert entscheiden, führt aktuell zu einer verstärkten öffentlichen Debatte. Einerseits wird eine Überprüfung dieser Systeme auf «Fairness» gefordert (z.B. im Regulierungsvorschlag der EU), andererseits besteht eine Implementierungslücke bezüglich der Schaffung und Überprüfung fairer KI-Systeme. Mit unserem Vortrag möchten wir die wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Arbeit vorstellen, das Publikum für die Komplexität des Themas sensibilisieren und einen gesamtgesellschaftlichen Dialog anregen. Aktuell beobachten wir eine verstärkte Entwicklung von Systemen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren – u.a. aufgrund von Automatisierung in zahlreichen Lebensbereichen. Darunter sind insbesondere solche Systeme, die den Menschen in der Entscheidungsfindung unterstützen sollen, sogenannte «automated decisionmaking» (ADM) Systeme. Der Prozess einer (teil)automatisierten Entscheidungsfindung basierend auf KI ist nicht immer direkt nachvollziehbar und kann zu unerwünschten Eigenschaften wie Ungerechtigkeit bzw. Ungleichbehandlung führen. Diese Risiken wurden bereits vor einigen Jahren erkannt. So ist «Fairness» eines der fünf Prinzipien, welche die meisten der über 150 AI Prinzipien, die seit ca. 2018 verfasst wurden, gemeinsam haben. Auch der Regulationsentwurf der EU (EU AI Act) sieht eine Überprüfung von KI-Systemen auf Bias vor. Die Bedeutung von vertrauenswürdiger KI kommt immer mehr in der Gesellschaft und bei den Entwickler:innen von KI an, dennoch scheint an vielen Stellen unklar, wie man faire ADM Systeme schafft und bewertet. Es gibt hier eine Implementierungslücke. Als Beraterinnen mit Fokus auf vertrauenswürdige KI haben wir im öffentlichen und privaten Sektor KI Systeme evaluiert und möchten unsere Key Learnings teilen. Dabei fokussieren wir uns auf folgende Themen: 1) Quantifizierung von AI Fairness und Relevanz der Ergebnisse («So What?») 2) Die Rolle von Ethik vs. Recht in der Evaluation von AI Fairness 3) Der Bedarf an interdisziplinären Ansätzen zur Beurteilung von AI Fairness und Ausbildungskonzepten Mit unserem Vortrag möchten wir das Publikum für die Komplexität des Themas sensibilisieren und einen gesamtgesellschaftlichen Dialog anregen. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/R97UST/
Datenschutzverletzung: Ich fordere 250'000 Franken Busse! (dgwk2022)
In Kürze tritt das neue Datenschutzgesetz in der Schweiz in Kraft. Der Vortrag zeigt, mit welchen neuen Mitteln betroffene Personen ihre Ansprüche durchsetzen können. Du hast Auskunft über Deine Daten verlangt, aber keine Daten erhalten. Du stellst fest, dass Deine Daten in die USA exportiert wurden, ohne Dich zu informieren. Oder Du bist das Opfer von Identitätsmissbrauch geworden. Und Du hast gehört, dass mit dem neuen Datenschutzgesetz in der Schweiz bei Datenschutzverletzungen Bussen von bis zu 250'000 Franken drohen. Aber wie musst Du vorgehen, um Deine Ansprüche aus dem neuen Datenschutzgesetz durchzusetzen? Der Vortrag zeigt, welche Mittel Dir das neue Datenschutzgesetz in die Hand gibt, um Deine Ansprüche durchzusetzen, auch ohne Anwältin oder Anwalt. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/ZGEX3M/
Glaubt nicht jeden Zauberspruch aus dem Metaverse! (dgwk2022)
Von Matrix bis Metaverse: Geschichten über die Digitale Zukunft ziehen uns alle in ihren Bann; egal, ob Marketing-Profis oder Science-Fiction Autor*innen sie spinnen. Diese Session zeigt, wie Erzählmuster zu gefährlichen Glaubenssätzen werden können und regt an, düstere Zukunftsszenarien zu inspirierenden Visionen umzubauen. «Big Brother is watching you» gehört zu den bekanntesten Zitaten der Weltliteratur. «Die KI wird mindestens die Hälfte aller Arbeitsplätze vernichten», rufen uns Schlagzeilen regelmässig zu. Solche - schon fast mantra-artig wiederholten - Floskeln gaukeln uns vor, es sei bereits klar, wohin "die Digitalisierung" unaufhaltbar führe: Direkt in die gruselige Welt von "1984" oder alternativ in ein buntes "Metaverse" voller Konsumzombies. Doch Digitalisierung ist kein Schicksal. Wir können (und müssen) unsere Zukunft selber gestalten. Dazu sollten wir aber Digitale Mündigkeit anstreben, und dafür brauchen wir mehr als nur technische Digitalkompetenzen. Also erkunden wir in diesem Referat: Welches die gefährlichsten "Zaubersprüche" zur Digitalisierung sind Wieso wir das Internet vor dem Metaverse retten müssen Wie digitale Ethik hilft, wünschenswerte Zukunfts-Visionen zu verwirklichen about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/YNMWC7/
Eröffnung Freitag (dgwk2022)
Dies ist die Eröffnung am Freitag. about this event: https://cfp.winterkongress.ch/wk22/talk/Y3NPDN/
Advanced SIM card topics: GlobalPlatform SCP02, OTA, ARA-M, ISIM (osmodevcall)
about this event: https://c3voc.de
Das Hackerterminal (petitfoo)
In unserem Hackerspace haben wir viele coole Dekoration und tolle Projekte. Alles blinkt und leuchtet bunt. Aber mit "klassischem Hacken" hat das wenig zu tun. Aber wie kann man Hacken zeigen? Diese Frage hat mich schon längere Zeit beschäftigt. Dabei herausgekommen ist das Hackerterminal. Was es ist und wie es funktioniert erfahrt ihr in diesem Petit Foo. about this event: https://www.chaospott.de