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OSM-Beratungsstelle beim FOSSGIS e.V. (fossgis2024)
GeoMapFish: Neues aus dem vielseitigem Open-Source-WebGIS (fossgis2024)
In diesem Vortrag möchten wir die neuen Entwicklungen der Open Source WebGIS-Plattform GeoMapFish vorstellen. Zusätzlich geben wir spannende Einblicke in den operativen Betrieb von WebGIS in verschiedenen Kubernetes-basierten Infrastrukturen. GeoMapFish ist eine Open-Source Plattform für die Entwicklung von webbasierten geografischen Informationssystemen (WebGIS). Die Plattform ist reich an Funktionalitäten, hochgradig anpassbar und bietet mehrere Schnittstellen: Desktop, Mobile, Administration und eine API für die Integration von Karten in Drittanwendungen. Basierend auf den OGC-Standards (WMS, WFS) ermöglicht eine GeoMapFish-Anwendung die Übertragung von Geodaten in Form von Diensten für Desktop-Clients oder andere Web-Clients. GeoMapFish wurde zuletzt 2021 an der FOSSGIS vorgestellt, damals mit Schwerpunkt auf dem Release 2.6 sowie der Verwendung von QGIS als Baustein einer GeoMapFish-Plattform. An der FOSSGIS 2024 möchten wir die Neuigkeiten aus den Releases 2.7 und 2.8 vorstellen, sowie unsere Erfahrungen aus dem produktiven Betrieb von GeoMapFish-basierten Geoportalen in verschiedenen Kubernetes-Clustern teilen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/EFMWJG/
Jenseits des NDVI: Hyperspektrale Fernerkundung in QGIS mit der EnMAP-Box (fossgis2024)
Offline-First im Städtischen Licht: Die mobile Komponente BelIS-Online Wuppertal (fossgis2024)
Der Vortrag bietet einen praxisnahen Einblick in die Erstellung einer Progressive Web App (PWA) im Rahmen des Projektes BelIS (Beleuchtungs-Informations-System mit dem Schwerpunkt auf der Offline-Verfügbarkeit. Dieses Projekt, initiiert von der Stadt Wuppertal, stellt eine Antwort auf die Anforderungen an das Management städtischer Beleuchtung dar und wird gemeinsam von dem Ressort 104 der der Stadt Wuppertal, den Stadtwerken Wuppertal und dem momentanen Vertragspartner SPIE AG täglich genutzt. BelIS ist ein offenes Projekt, dessen Code auf GitHub unter OpenSource Lizenzen veröffentlicht ist. Es stellt eine umfassende Lösung zur Verwaltung und Bewertung der mit städtischer Beleuchtung verbundenen Daten bereit. Die mobile Komponente für Wartungsunternehmen wurde ursprünglich als native iOS-Anwendung konzipiert. Die App benötigte eine konstanten Internetverbindung und Diensteverfügbarkeit, was zu operationellen Herausforderungen führte. Im Zuge einer Neuentwicklung wurde eine Transition zur Progressive Web App durchgeführt (React Applikation mit Leaflet basierter Karte), wobei der Fokus auf einem Offline-First-Ansatz lag. Mein Vortrag konzentriert sich dabei auf die unterschiedlichen Arten und Anforderungen der Offline-Verfügbarkeit. Die Hauptaspekte meines Vortrags umfassen: * Vorstellung des mobilen Beleuchtungsmanagements Wuppertal. * Übersicht über die Transition von der nativen iOS-App zur Progressive Web App: Beweggründe, Herausforderungen und Systemarchitektur. * Tiefergehende Erörterung des Offline-First-Ansatzes und dessen Umsetzung in vier Kernbereichen der Applikation: a. Die Applikation selbst durch PWA-Mechanismen, b. Applikationsdaten im IndexedDB Cache (inkl. Geospatial Index), c. Offline-verfügbare Maplibre Vectorlayer, d. RxDB-basierte Datenmodifikation ("sync statt POST"). * Präsentation der erreichten Verbesserungen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Benutzererfahrung und wie diese Veränderungen die täglichen Abläufe für die Wartungsunternehmen und die städtischen Stakeholder optimiert haben. Ich bin überzeugt, dass die FOSSGIS-Konferenz eine ideale Plattform darstellt, um die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem Projekt mit einer breiten Community von GIS-Experten und Enthusiasten zu teilen. Der offene Charakter des Projekts und die aktive Beteiligung verschiedener städtischer Akteure und Vertragspartner spiegeln die kollektive Anstrengung wider, die Open Source GIS-Technologien in der Praxis effektiv einzusetzen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/8KKJUK/
Jenseits des NDVI: Hyperspektrale Fernerkundung in QGIS mit der EnMAP-Box (fossgis2024)
Die EnMAP-Box ermöglicht eine effiziente Visualisierung und Verarbeitung von multi- und hyperspektralen Rasterdaten in QGIS. Sie bietet viele neue Werkzeuge zur Visualisierung von Rasterdaten und über 150 Algorithmen, mit denen sich umfangreiche Analyse-Workflows, etwa zur Abschätzung biophysikalischer Variablen, erstellen lassen. Wir stellen die EnMAP-Box vor, zeigen ihre neuesten Features und geben einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungsschritte. Dank Erdbeobachtungsmissionen wie EnMAP und PRISMA sind hyperspektrale Rasterdaten inzwischen kostenfrei, für große Gebiete und verschiedene Aufnahmezeitpunkte verfügbar. Ihre Nutzung stellt allerdings viele Anwender*innen vor Herausforderungen: Herkömmliche GIS- und Fernerkundungssoftware ist oft wenig geeignet für einen effizienten Umgang mit Hyperspektraldaten, die oft über 200 Wellenlängen in teils hoch-korrelierten Kanälen abbilden. Zudem bieten sie meist auch keine Möglichkeit, die zu den Rasterdaten gehörigen Metadaten in Wert zu setzen. Dies ändert sich mit der EnMAP-Box. Sie ergänzt QGIS um essenzielle Fähigkeiten zur Analyse und Auswertung hyperspektraler Rasterdaten, etwa Nutzung beiliegender Wellenlängeninformationen zur schnellen Visualisierung geeigneter Kanalkombinationen, oder das Lesen, Erstellen und Schreiben von Spektralbibliotheken. Die EnMAP-Box ergänzt das QGIS Processing Framework um mehr als 150 Algorithmen, die einen einfachen Zugang zu state-of-the-art Methoden aus dem Bereich des Maschinellen Lernens bieten. Damit lassen sich umfangreiche Workflows zur automatisierten Prozessierung von Fernerkundungsdaten realisieren, etwa um Landnutzungsklassifizierungen oder Karten von biophysikalischen Variablen zu erhalten. Mittlerweile wird die EnMAP-Box in zahlreichen Forschungseinrichtungen wie auch in der Privatwirtschaft genutzt. Unser Vortrag zeigt, wie leicht sich mit der EnMAP-Box nicht nur EnMAP und PRISMA, sondern auch Landsat und Sentinel-2 Daten verwenden lassen. Wir stellen ihre neuesten Fähigkeiten vor, etwa aus dem Bereich „Deep-Learning“, und geben einen Überblick über die bis Ende 2026 geplante Entwicklung. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/RPUBQR/
Leaflet – die Webmapping-Bibliothek, die fast alles kann (fossgis2024)
Dieser Vortrag zeigt, dass eine Vielzahl von Plugins für Leaflet existieren, die so gut wie alle gewünschten Funktionen möglich machen. Leaflet ist schnell, effizient und einfach zu benutzen, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen: Leaflet bietet angeblich nur begrenzte Funktionalitäten und für komplexere Anwendungen muss eine andere Bibliothek genutzt werden. Aber stimmt das denn? Dieser Vortrag zeigt, dass eine Vielzahl von Plugins für Leaflet existieren, die so gut wie alle gewünschten Funktionen möglich machen. Im Vortrag werden nicht nur Plugins für verschiedene Fragestellungen (z.B. Digitalisierung, Symbolisierung, Clustering) vorgestellt, sondern auch Tipps und Tricks gegeben, worauf bei der Verwendung von Plugins geachtet werden sollte und wie sie am besten eingesetzt werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/CQT9AK/
SAR Simulation mit RaySAR - Perspektiven für die Katastrophenhilfe (fossgis2024)
Workflow zur Erstellung von Trainingsdaten für die KI-Gebäudeerkennung (fossgis2024)
Leaflet – die Webmapping-Bibliothek, die fast alles kann (fossgis2024)
Das Zusammenspiel von Wikidata, Wikipedia und OpenStreetMap (fossgis2024)
Eine Vorstellung, welche Tags in OpenStreetMap vorhanden sind, die eine Verbindung zu Wikidata und Wikipedia herstellt. Zudem werden Tools und Beispiele gezeigt, wo diese Daten Anwendung finden. Der Vortrag wird Tags präsentieren, die in OpenStreetMap vorhanden sind, dazu zählen unter anderem `wikidata=*` und `wikipedia=*`, es gibt aber noch weitere Tags. Es werden auch Anwendungsbeispiele und Tools vorgestellt, die bei der Erfassung helfen und die vorhandenen Tags auswerten. Auch in Wikipedia und Wikidata gibt es Verweise auf OpenStreetMap, die vielleicht nicht jedem bekannt sind. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QKDVFB/
Workflow zur Erstellung von Trainingsdaten für die KI-Gebäudeerkennung (fossgis2024)
Für die KI-Gebäudeerkennung in Luftbildern wird eine große Menge Trainingsdaten benötigt. In der Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) wurde dafür ein Workflow unter Verwendung verschiedener Open Source Tools entwickelt. Damit soll der manuelle Aufwand bei der Erstellung der Trainingsdaten möglichst minimiert werden und ein qualitativ hochwertiger Datensatz mit hoher räumlicher Abdeckung entstehen, der die Variabilität der Gebäude in Niedersachsen ausreichend abbildet. Als DecSecOps-Team des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) entwickeln wir eine Anwendung zur „KI-Gebäudeerkennung“ in Luftbildern. Das Ziel dieser Anwendung ist es, Änderungen in den Gebäudedaten im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) mit Hilfe von KI-detektierten Hausumringen zu finden. Zum Trainieren der KI-Modelle werden Trainingsdaten aus Niedersachsen verwendet. Diese Trainingsdaten bestehen aus 4-Kanal-Orthophotos (DOP) und normalisierten Oberflächenmodellen (nDOM), sowie Hausumringen als sogenannte „Labels“. Eine manuelle Erstellung und Korrektur dieser Labels ist sehr aufwendig. Aus diesem Grund wurde ein Workflow entwickelt, der aus mehreren Schritten besteht und bereits vorhandene Daten nutzt. Er ermöglicht es Daten in ausgewählten, repräsentativen Bereichen passend zum jeweiligen Luftbild zu editieren. Als Grundlage für diese Labels werden dabei die Gebäude aus ALKIS verwendet. Dies beruht auf der Annahme, dass der Gebäudebestand in den ALKIS-Daten von Niedersachsen größtenteils korrekt ist. Durch eine interaktive Web-GIS-Anwendung in einem Jupyter-Notebook lassen sich mit wenigen Mausklicks Bereiche der Luftbilder anzeigen und mit den vorhandenen ALKIS-Daten überlagern. Somit können die Daten schnell gesichtet und Bereiche identifiziert werden, wo die Gebäude aus ALKIS und das jeweilige Luftbild bereits gut zusammen passen. Diese Bereiche sind 400×400 m bzw. 2000×2000 Pixel groß. Wir bezeichnen sie als „Trainings-Patches“. Die Metadaten dieser „Trainings-Patches“ werden in einer Datenbank gesammelt und bilden einen Pool von möglichen Trainingsdaten. Teilweise passen die ALKIS-Gebäude nicht zum Luftbild: Es kommt vor, dass Neubauten oder Abrisse noch nicht erfasst sind oder Gebäude bzw. Teile von Gebäuden durch Vegetation verdeckt sind. Damit für das KI-Training nur Labels zum Einsatz kommen, die zu den Luftbildern passen, ist es erforderlich, die vorhandenen Gebäudeumringe zu bearbeiten. Dazu nutzen wir QGIS und die darin vorhandenen Möglichkeiten zum Editieren von Polygonen. Diese Aufgabe ist der aufwendigste Teil des Workflows und wird von einem „Label-Team“ im LGLN durchgeführt. Die Herausforderung besteht hier darin, die Daten der „Trainings-Patches“, bestehend aus Bildausschnitt im Luftbild bzw. nDOM sowie den zu editierenden ALKIS-Polygonen in den QGIS-Client der bearbeitenden Person zu laden. Die visuelle Kontrolle der Daten und die Bearbeitung der Polygone kann auch offline erfolgen. Nach der manuellen Bearbeitung der Polygone müssen die Daten in eine Datenbank geschrieben werden. Dafür wurde ein auf FastAPI-basierender Microservice gebaut, der die Datenbereitstellung und Kommunikation zwischen QGIS-Client und Datenbank durchführt. In dieser Demo wird der beschriebene Workflow für die Trainingsdaten-Erstellung vorgestellt und die verwendeten Open Source Tools mit ihren interaktiven GIS-Funktionalitäten demonstriert. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/7S3JKU/
SAR Simulation mit RaySAR - Perspektiven für die Katastrophenhilfe (fossgis2024)
RaySAR ist ein open source Simulationsprogramm für Synthetic Aperture Radar (SAR), eine hochauflösende Form von bildgebendem Radar. SAR Bilder sind von großem Wert in der Katastrophenhilfe um direkt nach einem Katastrophenfall eine Einschätzung des entstandenen Schadens zu gewinnen - sie können auch nachts und durch eine Wolkendecke aufgenommen werden. In diesem Vortrag wird RaySAR vorgestellt, sowie Ansätze, wie RaySAR bei der Detektion von Gebäudeschäden eingesetzt werden könnte. Im Katastrophenfall, zum Beispiel nach einem Erdbeben, Tsunami oder Sturm, müssen Entscheidungen getroffen werden, wie die Ressourcen der Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Dafür ist es notwendig, dass Entscheidungsträger möglichst gut über den entstandenen Schaden und dessen räumliche Verteilung informiert werden. Fernerkundungsmethoden spielen eine wichtige Rolle in dieser Aufgabe, da sie großflächige Aufnahmen zur Verfügung stellen ohne dass sich Gutachter vor Ort in Gefahr bringen müssen. Besonders attraktiv sind Synthetic Aperture Radar (SAR) Aufnahmen, weil diese unabhängig von Lichtverhältnissen und Wetterbedingungen aufgenommen werden können und hochauflösende Daten liefern. Radardaten bringen aber auch einige Schwierigkeiten mit sich. Die Funktionsweise eines Radarsensors unterscheidet sich entscheidend von dem eines optischen Sensors, weshalb SAR Bilder schwieriger zu interpretieren sind als optische Bilder. Außerdem fehlen oft hochauflösende Aufnahmen, die kurze Zeit vor einer Katastrophe aufgenommen wurden, denn der Sensor muss für die Aufnahme von Bildern mit höchster Auflösung längere Zeit auf das Ziel ausgerichtet bleiben und eine dauerhafte, flächendeckende Aufnahme ist nicht möglich. Für sogenannte change detection Methoden, die Unterschiede zwischen Aufnahmen von vor der Katastrophe und nach der Katastrophe festellen, fehlen deshalb Referenzdaten, die im Fall optischer Bilder deutlich öfter vorhanden sind. Simulationsprogramme können eingesetzt werden um synthetische Daten zu generieren und so die fehlenden Daten künstlich zur Verfügung stellen. Simulationen ermöglichen es, change detection Methoden einzusetzen, auch wenn keine SAR Aufnahmen von vor der Katastrophe zum Vergleich vorliegen. Machine Learning basierte Methoden benötigen oft große Mengen Trainingsdaten. Hier können Simulationen nützlich sein, da simulierte Daten günstiger und besser kontrollierbar im Bezug auf nötige Parameter, verschiedene Ansichten des gleichen Objektes und weiterer Merkmale sind. In diesem Vortrag wird der Simulator RaySAR vorgestellt, welcher von Stefan Auer in seiner Dissertation [1] an der TU München entwickelt und später zusammen mit dem Quellcode frei veröffentlicht wurde. Damit ist RaySAR eine attraktive Alternative zu kommerziellen und anderen akademischen Simulatoren und erlaubt es den Nutzern den Quellcode zu lesen und zu bearbeiten. Es werden außerdem Ansätze betrachtet, wie RaySAR in der Detektion von Gebäudeschäden zum Einsatz kommen kann und wie der Simulator im Rahmen der Masterarbeit des Vortragenden weiterentwickelt wird. [1] Auer, Stefan Josef. 3D synthetic aperture radar simulation for interpreting complex urban reflection scenarios. Diss. Technische Universität München, 2011. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/YGJKYH/
Wie vollständig sind die Daten bei OpenStreetMap? (fossgis2024)
Die Daten von OpenStreetMap gelten in Mitteleuropa als sehr vollständig und gut gepflegt – aber ist das auch wirklich so? Anhand von wie Beispielen Postleitzahlengebiete, Adressen und Kilometerangaben an Bahnstrecken wird genauer betrachtet, welche Daten von OpenStreetMap sich gut oder besser nicht in Projekten praktisch verwenden lassen. Die Daten von OpenStreetMap gelten in Mitteleuropa als sehr vollständig und gut gepflegt – aber ist das auch wirklich so? Anhand von wie Beispielen Postleitzahlengebiete, Adressen und Kilometerangaben an Bahnstrecken wird genauer betrachtet, welche Daten von OpenStreetMap sich gut oder besser nicht in Projekten praktisch verwenden lassen. Amtliche Geodaten lassen sich zum Vergleich heranziehen, können aber auch nicht als Referenzdatensatz betrachtet werden, da es dort ebenfalls Lücken und Fehler gibt. Dennoch gibt es hier auch Synergien, da OpenData auch merklich dazu beigetragen hat, Lücken in einigen Themen bei OpenStreetMap zu schließen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/JYS3PY/
OpenLayers - mehr als nur Karten im Web (fossgis2024)
OpenLayers ist die erste Wahl für Karten im Web, wenn umfangreiche Interaktionen mit Karte und Daten gewünscht sind. Dieser Vortrag zeigt anhand von Beispielen, wie mit wenig Programmcode auf unterschiedlichste Arten Karte und Daten, egal ob Raster oder Vektor, vom Benutzer angepasst und modifiziert werden können. Die Veröffentlichung von Google Maps war 2005 eine Revolution. OpenLayers war bereits 2006 die erste Open Source Alternative dazu - mit dem Unterschied, dass man selbst bestimmen konnte, welche Grundkarte man verwenden möchte. OpenStreetMap war fast von Beginn an eine der Möglichkeiten. Seither hat sich viel getan. Leaflet hat mit seiner Einfachheit OpenLayers in der Popularität weit zurückgedrängt. Mapbox hat mit Vektorkacheln und einem WebGL basierten Kartenviewer die Darstellungs- und Verwendungsmöglichkeiten von Web-Karten auf einen neuen Level gehoben. Doch auch OpenLayers gewann wieder an Popularität, weil es umfangreiche Grundfunktionen bietet, die bei den Mitbewerbern nur über Plugins oder eigenen Code verfügbar sind. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BLTYE8/
Und immer wieder Lizenz(in)kompatibilitäten (fossgis2024)
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage von Lizenz(in)kompatibilitäten der Open Database License zur Lizenz Creative Commons Namensnennung (CC-BY 4.0) und zur Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 und legt noch einmal dar, worauf im Vorfeld einer Nutzung entsprechend lizenzierter Datensätze im OpenStreetMap Projekt zu achten ist. Die Open Database License (ODbL) ist die Lizenz, unter der OpenStreetMap seine Daten lizenziert. Als virale Lizenz enthält die ODbL Bedingungen. Unter anderem müssen Angaben zum Ursprung/Quelle der Daten gemacht werden und die Daten unterliegen einem copyleft. Beides führt zu potentiellen Lizenz(in)kompatibilitäten mit abweichend lizenzierten Datensätzen. Im Anschluss an den Vortrag aus dem Jahre 2022 wird noch einmal Rückschau auf die Kompatibilitätsfragen im Hinblick auf die Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 gehalten und ein Ausblick auf die Creative Commons Namensnennung (CC-BY 4.0) genommen. Die CC BY 4.0 zeichnet sich als künftige Lizenz für Verwaltungsdaten durch ihre Erwähnung in der in der "EU-Durchführungsverordnung zur Festlegung bestimmter hochwertiger Datensätze und der Modalitäten ihrer Veröffentlichung und Weiterverwendung" (HVD-VO) als künftige Lizenz ab. Damit stellt sich die Frage nach der Lösung von Lizenz(in)kompatibilitäten erneut. Der Vortrag gibt Antworten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QHQQA9/
Und immer wieder Lizenz(in)kompatibilitäten (fossgis2024)
OpenLayers - mehr als nur Karten im Web (fossgis2024)
Wie vollständig sind die Daten bei OpenStreetMap? (fossgis2024)
EOC Geoservice - Datensätze und Services (fossgis2024)
In diesem Vortrag soll ein Überblick über den EOC Geoservice gegeben werden. Ein Schwerpunkt wird auf den zur Verfügung gestellten Datensätzen und den Services / Schnittstellen liegen. Bei den Schnittstellen wird verstärkt auf STAC ( Spatial Temporal Asset Catalog ) eingegangen, um Filter- und Analysemöglichkeiten (z.B. anhand eines JupyterNotebooks) aufzuzeigen. Der EOC Geoservice wird vom Earth Observation Center (EOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben und bietet Dienste zur Entdeckung, Visualisierung und zum direkten Download einer Vielzahl von Erdbeobachtungsdaten (EO), welche von nationalen und internationalen EO-Missionen stammen. Der Zugriff auf die Daten ist über OGC konforme Schnittstellen möglich. In diesem Vortrag soll ein Überblick über den EOC Geoservice gegeben werden. Ein Schwerpunkt wird auf den zur Verfügung gestellten Datensätzen und den Services / Schnittstellen liegen. Bei den Schnittstellen wird verstärkt auf STAC ( Spatial Temporal Asset Catalog ) eingegangen, um Filter- und Analysemöglichkeiten (z.B. anhand eines JupyterNotebooks) aufzuzeigen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FDCYRF/
Flagstack: Ein OpenSource-Ansatz für internationale Geocaching Communities (fossgis2024)
Flagstack: Ein OpenSource-Ansatz für internationale Geocaching Communities (fossgis2024)
FLAGSTACK ist ein internationales GPS-basiertes Handy- und Tabletspiel, das Schnitzeljagd und Geocaching vereint. Nun soll das for-profit Modell in ein offenes, von der Community getragenes Modell umgestellt werden. FLAGSTACK ist ein internationales GPS-basiertes Handy- und Tabletspiel, das Schnitzeljagd und Geocaching vereint. Dabei werden virtuelle Items auf der Landkarte über feste GPS-Koordinaten gesucht. Sobald sich Spielende diesen Koordinaten nähern, können die Items eingesammelt und virtuelle Punkte gutgeschrieben werden. Das Spiel wurde jahrelang durch eine GmbH betreut und vor Kurzem zur Open Education and Software Association e.V. (OESA) migriert, um die Software in ein quelloffenes Projekt zu transformieren, das aktiv von der engagierten Community mitgestaltet wird. Zukünftig sollen bestehende APIs schrittweise durch offene Alternativen ersetzt werden und eine vereinsgestützte Community-Arbeit etabliert werden. Wir freuen uns über Kontaktaufnahmen mit Ideen, Austauschmöglichkeiten und Kooperationen im Rahmen von FLAGSTACK unter [email protected]! about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/89VYJF/
Klicke hier... (Ausdrücke und) Aktionen in QGIS Eingabemasken (fossgis2024)
Klicke hier... (Ausdrücke und) Aktionen in QGIS Eingabemasken (fossgis2024)
about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TULK8X/
Agiles Forschungsdatenmanagement mit LinkAhead (fossgis2024)
In diesem Lightning Talk stellen wir LinkAhead vor, eine unter AGPL lizensierte Datenmanagementsoftware. Sie verfolgt einen flexiblen Ansatz in Sachen Datenmodell und arbeitet im Baukastenprinzip - die Software lässt sich an jede gewachsene Datenumgebung im Nachhinein anpassen. Dabei bleiben bestehende Workflows bestehen - Nutzer:innen können weiter arbeiten wie bisher und machen ihre Daten dabei nachvoll- und reproduzierbar. Rechte-, User- und Versionsmanagement inklusive. Daten - Schlagwort in aller Munde. Viele Stellen in Verwaltung als auch Forschung erzeugen Daten - auf die unterschiedlichsten Art und Weisen, teilweise schon seit Jahrzehnten. Was, wenn Sie all diese Daten verknüpfen, reproduzieren, durchsuchbar machen, und vieles mehr könnten, und das automatisiert und auf einem auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenem Datenmodell? LinkAhead stammt aus der Forschung unserer Gründungsmitglieder am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Auch hier stellte sich die Frage: Wie können wir all diese Daten, die am Institut schon vorliegen, für weitere Forschung nutzbar gemacht werden? Wie kann ich bessere Einblicke generieren, Daten besser suchen, Datenflüsse besser automatisieren? Das Resultat ist die Veröffentlichung der Software als Open Source Projekt, das heute an vielen Stellen in Deutschland genutzt wird. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/AH7PWD/
Agiles Forschungsdatenmanagement mit LinkAhead (fossgis2024)
#switch2qgis: Komplettablösung proprietärer GI-Systeme mit QGIS - Langzeiterfahrungen (fossgis2024)
Der Vortrag beschreibt den kompletten Übergang der Ablösung von seit mehr als 20 Jahren etablierten proprietären GI-Systeme und der Geodatenbanken des Marktführers durch den vollständigen Ersatz durch OSS, insbesondere das freie QGIS in der Stadtverwaltung Halle (Saale) und die langjährigen Erfahrungen mit dieser Umstellung. Schwerpunkte bilden Vorbereitung, Einführung bei Testnutzern, Testszenarien, Produktivsetzung und Langzeiterfahrungen nach nunmehr fünf Jahren Produktiveinsatz. Einschätzungen zu potenziellen und realen Einsparungen sowie der Nutzerfeedback aus der Verwaltung mit ca. 3000 Mitarbeitern bei ca. 150 GIS-Powerusern ergänzen den Vortrag. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LASXMF/
osm2pgsql - OSM Daten mit PostGIS verarbeiten (fossgis2024)
Der Vortrag gibt einen Überblick über das Tool osm2pgsql, mit dem OpenStreetMap-Daten in eine PostgreSQL/PostGIS-Datenbank importiert werden können. Dabei werden verschiedene Einsatzgebiete wie Visualisierung, Analyse, Datenprozessierung und Export einsteigerfreundlich beleuchtet. In diesem Vortrag wird osm2pgsql - ein Tool zum Import von OpenStreetMap-Daten in eine PostgreSQL/PostGIS-Datenbank - vorgestellt. Es wird auf die Installation eingegangen und ein grober Überblick über die Datenbank PostgreSQL und deren räumlicher Erweiterung PostGIS gegeben. Im Anschluss werden einige Grundfunktionen von osm2pgsql erklärt: Wie man beispielsweise Geodaten ins gewünschte Koordinatensystem umwandelt, die Namen der erstellten Tabellen konfiguriert oder Metadaten der OSM-Objekte hinzufügt. Außerdem wird gezeigt, wie man mit Hilfe des Tools "osm2pgsql-replication" automatische Updates in die Datenbank integriert und so immer auf dem neuesten Stand bleibt. Die Nutzung von Lua für den Datenimport im Flex Output-Format wird detailliert erklärt. Dadurch kann der Datenimport entsprechend individueller Anforderungen gestaltet werden. Zum Abschluss werden diverse Beispielanwendungen aufgezeigt, wie z.B. Datenanalyse, -export und die Veröffentlichung von Geodaten im Internet. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um osm2pgsql zur Verarbeitung und Nutzung von OpenStreetMap-Daten zu verwenden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/9QUB7F/
Interaktive Dashboards zur Optimierung von Intelligence Prozessen (fossgis2024)
Durch stetig wachsende Mengen verfügbarer Daten, u.a. getrieben durch Open Data Policies, gewinnen Business Intelligence (BI) Tools zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Unternehmen nutzen Dashboards zu Analyse und Visualisierung, ebenso können öffentliche Verwaltungen derlei Tools für demokratische Entscheidungsprozesse, sowie Bürgerpartizipation verwenden. Dieser Vortrag zeigt, wie private und öffentliche Akteure ihre Geodaten in BI-Prozessen mithilfe von Apache Superset einsetzen können. Durch stetig wachsende Mengen verfügbarer Daten, u.a. getrieben durch Open Data Policies, gewinnen Business Intelligence (BI) Tools zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Unternehmen nutzen Dashboards zu Analyse und Visualisierung, ebenso können öffentliche Verwaltungen derlei Tools für demokratische Entscheidungsprozesse, sowie Bürgerpartizipation verwenden. Dieser Vortrag zeigt, wie private und öffentliche Akteure ihre Geodaten in BI-Prozessen mithilfe von Apache Superset einsetzen können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/H37SGW/
Datenverknüpfung von Befragungsdaten mit Geodaten - wie geht das? (fossgis2024)
Wie lassen sich Befragungs- und Geodaten für die Beforschung interdisziplinärer Forschungsfragen technisch verknüpfen? Im Forschungsprojekt "Aufbau der Sozial-Raumwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur SoRa: FAIR, intelligent, integrativ (SoRa+)" wird eine verteilte und modulare Infrastruktur entwickelt, welche die Datenverknüpfung durch Dienste unter Berücksichtigung von Datenschutz und FAIR-Prinzipien für die Wissenschaft erleichtern soll. Zur Bereitstellung von Forschungsdaten für die Nutzung durch Dritte etablieren sich zunehmend sogenannte Forschungsdatenzentren (FDZ). Eine besondere Herausforderung stellt die Verknüpfung von sozialwissenschaftlich erhobenen Befragungsdaten mit raumwissenschaftlich generierten Geodaten dar, um Fragestellungen aus den Sozialwissenschaften hinsichtlich der Verteilung im Raum untersuchen zu können. Im von der DFG geförderten Forschungsprojekt "Aufbau der Sozial-Raumwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur SoRa: FAIR, intelligent, integrativ (SoRa+)" wird eine geeignete verteilte und modulare Infrastruktur entwickelt, welche die Datenverknüpfung standardisieren und erleichtern soll. Durch weniger Zeitaufwand für die Forschenden sowie für die FDZs soll das Forschen an interdisziplinären Fragen vereinfacht werden. Berücksichtigt werden dabei die Anforderungen des Datenschutzes sowie die FAIR-Prinzipien. Der Talk soll Interesse an der Nutzung von Forschungsdaten wecken und aktuelle Fragen aus dem Projekt SoRa+ vorstellen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ELVKXZ/
osm2pgsql - OSM Daten mit PostGIS verarbeiten (fossgis2024)
#switch2qgis: Komplettablösung proprietärer GI-Systeme mit QGIS - Langzeiterfahrungen (fossgis2024)
Datenverknüpfung von Befragungsdaten mit Geodaten - wie geht das? (fossgis2024)
QGIS Fachschale für Energie- & Linieninfrastruktur offline MoFa4Q (fossgis2024)
MoFa4Q soll helfen, QGIS einfach und zugänglich für Außendienstpersonal (z.B.: bei Stadtwerken) zugänglich zu machen: mit Fokus auf den Offline Einsatz und der Datensynchronisierung Veröffentlichung auf Github: https://github.com/WhereGroup/qgis_mofa4q_installer https://github.com/WhereGroup/qgis_mofa4q_profile Motivation: - Offline: Mobil und offline einsetzbar (Windows Surface Pro) & Integration und Darstellung von QGIS-Projekten - GeoDaten: kostengünstige und schnelle Aktualisierung + sehr gute Performance - QGIS Stärken nutzen: einfache und schnelle Bedienung für den Anwender & aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/PWKURF/
QGIS Fachschale für Energie- & Linieninfrastruktur offline MoFa4Q (fossgis2024)
Road Network Contraction mit PostGIS (fossgis2024)
Bei der Berechnung des kürzesten Weges zwischen zwei Orten ist die Größe des Straßendatensatzes, bezogen auf die Performanz, oft der wichtigste Faktor. Die Open Source Erweiterung PostGIS bietet Tools an, um Datensätze mit Strassen-Netzwerken zu minimieren. Dieses Verfahren, auch bekannt als “Road Network Contraction”, wird in dieser Präsentation vorgestellt, sowie unterschiedliche Möglichkeiten dieses Verfahren zu verfeinern. PostGIS ist eine Extension für Geographische Daten des Open Source Datenbank Management System PostgreSQL. Die Erweiterung enthält Tools zur Berechnung des kürzesten Weges zwischen zwei Orten, sowie die Funktion “Road Network Contraction”. Darunter versteht man, dass der Datensatz, welcher zur Wegfindung benutzt wird, soweit wie möglich reduziert wird, um die Performanz zu erhöhen. Die Standardfunktion Road Network Contraction berücksichtigt leider nicht alle Attribute (z.B. Geschwindigkeit und Straßenart), die bei der Prozessierung herangezogen werden müssten. Dieser Vortrag stellt einige wichtige Verbesserrungen und Ideen vor, die dabei helfen, die Größe eines Straßendatensatzes bei der Wegfindung optimal zu reduzieren, ohne wichtige Informationen zu Attributen und Topologie zu verlieren. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ZTXWQY/
Road Network Contraction mit PostGIS (fossgis2024)
Jetzt Neu: Event Driven Enterprise Data Cloud API! (fossgis2024)
Jetzt Neu: Event Driven Enterprise Data Cloud API! (fossgis2024)
Jetzt Neu: Event Driven Enterprise Data Cloud API! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren DevTestSecDingsOps oder Cloud Anbieter. Muss wirklich alles sofort in die Enterprise Cloud und als Event über API Listener konfiguriert werden? Virtualisierung, Containerisierung und Orchestrierung haben die Entwicklung von Software inklusive Testen, Sicherheit und Deployment, und sogar den Betrieb in der Produktion erheblich beschleunigt. Aber ist Beschleunigung immer das primäre Ziel? Ohne entsprechendes Entwicklungs-, Sicherheits-, Test-, Deployment- und Betriebsknow-How und Personal in Union wird der Schaden nämlich nur ungleich höher ausfallen, wenn wir voll beschleunigt gegen die Wand gefahren sind. Da hilft zwischen Dev und Ops auch kein Sec. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TD8UN8/
Geodateninfrastruktur: Step by step von proprietärer zu offener Software (fossgis2024)
Das KRZN stellt den Kommunen am Niederrhein eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) bereit und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Seit einiger Zeit kommen vermehrt OpenSource-Verfahren zum Einsatz. Wenngleich diverse Hindernisse den Einsatz von (mehr) OpenSource aktuell noch erschweren oder gar verhindern, bestärken eine Reihe von Erfolgsgeschichten das KRZN, den Weg in Richtung OpenSource im GDI-Kontext in Zusammenarbeit mit kommunalen Akteuren:innen weiterzugehen. Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) stellt seit 2005 für 43 Kommunen und aktuell über 3.500 berechtigte Nutzer:innen in den Kommunalverwaltungen am Niederrhein eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) bereit und entwickelt diese seitdem kontinuierlich weiter. Bestand die GDI zu Beginn aus einem DesktopGIS für die Datenerfassung und -analyse, einem WebGIS für die Beauskunftung, einer rechtsverbindlichen Liegenschaftskatasterauskunft (auf Basis von ALB und ALK) und einem zentralen GeoDataWarehouse für die Datenhaltung, kommen heute über 35 GIS-Verfahren zum Einsatz - von Fachverfahren für die Pflege von Kanal- und Baumkatastern, einer ALKIS-Verfahrenslösung in all ihren Facetten über ETL-Werkzeuge und Verfahren zur Bereitstellung von OGC-Geoservices bis hin zu Geoportalen und einem Geokatalog. Bis 2018 basierte die GDI ausschließlich auf proprietärer Software. Mit Einführung von deegree, einhergehend mit der Ablösung der bis dato eingesetzten Software für die Bereitstellung von Geoservices, sowie der Bereitstellung des Geoportal Niederrhein auf Basis des Masterportals wurde im Dezember 2019 der erste Meilenstein zur Nutzung von OpenSource-Software gesetzt. Mit der Vereinbarung in einem GDI-Verbandsgremium der nächste Meilenstein: Alle neuen GDI-Verfahren müssen OGC-Standards zwingend unterstützen, bestehende Verfahren müssen diesbezüglich ertüchtigt werden, insofern erforderlich. Es folgten weiteren OpenSource-Verfahren, beispielsweise zur Bereitstellung und Verwaltung von OGC-Geoservices, Werkzeuge zur Bereitstellung eines OpenStreetMap-WMS oder für Management und Bereitstellung von XPlanung-Daten sowie die Bereitstellung eines Geokataloges. Zudem wird PostgreSQL immer häufiger als Datenbanksystem eingesetzt. Alle Verfahren wurden vollständig in die GDI integriert, entweder als Erweiterung, Alternative oder Ersatz für proprietäre Software. Von zentraler Bedeutung ist die Kommunikation über Schnittstellen - i.d.R. Standards des OGC - mit den vorhandenen GDI-Bausteinen. Neben vielen Erfolgsgeschichten gab es jedoch auch Ernüchterung. So wird seit 2021 auch QGIS als DesktopGIS eingesetzt. Jedoch ohne Anbindung an das zentrale GeoDataWarehouse. Neben technischen Gründen ist das Fehlen eines zentralen Berechtigungsverfahrens (auf weit über 20.000 Objektklassen) ein Grund für die nicht erfolgte Anbindung. Die Praxis zeigt jedoch, im Zusammenspiel von QGIS und OGC-Geoservices kann dennoch viel erreicht werden. Neben der rein technischen Sicht ist die stetige Kommunikation aller betroffenen Akteure:innen für den Erfolg einer GDI unabdingbar. OpenSource kann sowohl Kommunikation als auch das GDI-Management unterstützen. Verfahren für Wikis, Dashboards und Kanban seien als Beispiele genannt. Der Vortrag soll aufzeigen, • wie das KRZN die vorhandene GDI Schritt für Schritt durch (mehr) OpenSource-Anwendungen „modernisiert“, • wo es Hindernisse für den Umstieg auf OpenSource-Verfahren gibt und • warum der große Wurf – Umstieg auf 100%-OpenSource – eine immense Herausforderung ist (und womöglich auch nicht umsetzbar sein wird). about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LMFGWP/
Alles fit? - Praxiserfahrungen mit GeoHealthCheck (fossgis2024)
Die unabhängige Überwachung der bereitgestellten Geodatendienste ist für anbietende Stellen von großer Bedeutung. Hierfür bietet sich GeoHealthCheck an, das auf Python basiert und auch als Docker-Anwendung existiert. Praxiserfahrungen und Beispiele aus der täglichen Anwendung werden in diesem Vortrag vorgestellt. Sind meine Geodatendienste erreichbar und fehlerfrei? Diese Frage möchte man immer mit „Ja“ beantworten. Für das unabhängige Monitoring bietet sich GeoHealthCheck an, das auf Python basiert und auch als Docker-Container verfügbar ist. In diesem Vortrag werden die Vorteile und auch die noch bestehenden Probleme bei der Verwendung von GeoHealthCheck vorgestellt. Für den täglichen Einsatz gibt es einige Punkte zu beachten, auf die näher eingegangen wird. Durch eigene Anpassungen konnte GeoHealthCheck auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Darüber hinaus wird die Oberfläche anhand von Praxisbeispielen kurz erläutert. Zudem werden Empfehlungen zur Systemarchitektur gegeben, an welcher Stelle GeoHealthCheck untergebracht werden sollte und welche Serverkonfiguration notwendig ist. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GPBPLF/
Ein Plugin mit direktem Zugang zu den Ressourcen aus dem QGIS Hub (fossgis2024)
Mit dem QGIS Hub Plugin stellen wir einen neuen Plugin vor, der es Nutzern ermöglicht, die stetig wachsenden Ressourcen aus dem Hub direkt aus QGIS heraus zu erkunden und in ihr jeweiliges Projekt einzubinden. In diesem Vortrag stellen wir das QGIS Hub Plugin vor, ein effektives Werkzeug, das das Teilen und die gemeinsame Nutzung von QGIS-Ressourcen erleichtert. Das Plugin bietet QGIS Nutzern einen direkten Zugang zur wachsenden Hub-Plattform (https://plugins.qgis.org/styles/), einer Plattform zum Suchen und Herunterladen einer Vielzahl von Ressourcen, wie z. B. Layer-Definitionen, Styles, Prozessierungs-Modellen, Projekten und 3D-Modellen. Das QGIS Hub Plugin ermöglicht mit Hilfe einer intuitiven Benutzeroberfläche die Ressourcen der Community noch direkter und schneller zu erkunden. Die Suche nach den benötigten Materialien wird durch das benutzerfreundliche Layout und diversen Filtermöglichkeiten erleichtert. Mit dem QGIS Hub Plugin wird das Ziel verfolgt, die wertvollen Ressourcen aus dem Hub möglichst vielen Nutzern zugänglich zu machen, deren Produktivität zu steigern, Kreativität zu fördern und letztendlich die Qualität individueller QGIS Projekte zu verbessern. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/VBCRNY/
Ein Plugin mit direktem Zugang zu den Ressourcen aus dem QGIS Hub (fossgis2024)
Alles fit? - Praxiserfahrungen mit GeoHealthCheck (fossgis2024)
Geodateninfrastruktur: Step by step von proprietärer zu offener Software (fossgis2024)
Radnetz-Qualität mit OpenStreetMap-Daten auswerten (fossgis2024)
Mit einem OSM-basierten Radverkehrs-Qualitätsindex möchten wir eine niedrigschwellige Methode zur Analyse von Radnetzen bereitstellen. Wir geben Einblicke in den Proof Of Concept aus Berlin, wo wir detaillierte OSM-Daten zur Bewertung der Radinfrastruktur erhoben und ausgewertet haben. Ein solcher Index macht Lücken im Netz und somit Handlungsbedarf für die Verkehrsplanung sichtbar und zeigt, wie klein der Bewegungsradius für vulnerable Gruppen wie Kinder auf dem Fahrrad zum Teil ist. Die Eignung von Straßen und Wegen für den Radverkehr rückt im Zuge der Verkehrswende immer weiter in den Fokus von Stadtentwicklung und Verkehrsplanung. Und auch in OpenStreetMap hat sich in den vergangenen Jahren in Punkto Radverkehr viel getan: Vielerorts werden immer mehr und zunehmend vollständige Daten zum Radverkehr erfasst und die Standardisierung entsprechender Tagging-Schemata ist spürbar vorangeschritten. In der Verkehrsplanung, der Wissenschaft und der GIS-Praxis finden sich eine Vielzahl von Fahrrad-Qualitäts-Indizes, die Daten zum Radverkehr mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen analysieren. Für viele werden inzwischen OSM-Daten herangezogen: Entweder, um fahrradfreundliche Strukturen und Umweltfaktoren abzuleiten oder das Wegenetz hinsichtlich vorhandener Radinfrastruktur zu bewerten. Letzteres bietet jedoch meist nur ein eingeschränktes Bild: Denn was sagt es aus, ob es einen physisch separierten Radweg gibt, wenn man nicht einschätzen kann, wie schmal und holperig er vielleicht ist? OSM bietet jedoch eine optimale Datenbank, um auch detaillierte Radwegattribute systematisch und vergleichbar zu erfassen und damit weitergehende Infrastrukturanalysen zu ermöglichen. Während in der Vergangenheit vor allem die Existenz von Radwegen erfasst wurde, geraten zunehmend physische Details wie Breiten, Oberflächen oder Charakteristika der Trennung zu anderen Verkehrsarten in den Fokus. Ein gestiegenes Bewusstsein für den Mehrwert solcher Daten und neue Tools unterstützen diese Tendenz. Diese Fortschritte haben wir zum Anlass genommen, die Entwicklung eines detaillieren, OSM-basierten Radverkehrs-Qualitätsindex zu starten. Damit lassen sich Radnetze vergleichbar analysieren, Lücken im Radverkehrsnetz identifizieren oder anschaulich zeigen, wie klein der Bewegungsradius für vulnerable Gruppen wie Kinder oder ältere Menschen auf Fahrrädern vielerorts noch immer ist. Solche Daten verfügbar zu machen kann einen großen Mehrwert für Planungsprozesse bieten, um gezielte Planungsmaßnahmen mit einer Perspektive auf komplette Netze statt einer Aneinanderreihung von Einzelmaßnahmen zu unterstützen. In unserem Vortrag stellen wir unsere Überlegungen und ersten Ergebnisse für diesen Index vor, den wir in unserer Modellregion Berlin-Neukölln entwickelt, getestet und visualisiert haben. Dieser kann ein Aufschlag sein, um gemeinsam mit der Community einen offenen Index bereitstellen zu können, der sich – entsprechend gut gemappte OSM-Daten vorrausgesetzt – weltweit frei, niedrigschwellig und individuell anpassbar anwenden lässt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QCMXBG/
OSM Mapathon auf der Konferenz der GeodäsieStudierenden (fossgis2024)
OSM Mapathon auf der Konferenz der GeodäsieStudierenden (fossgis2024)
Open Data und Open Source Software (z.B. Open Street Map und QGIS) gewinnt im Geodäsie-Studium stetig an Bedeutung. Zum Vergrößern dieses Datenspeichers werden immer öfter Mapathons veranstaltet, z.B. über “Missing Maps”. Dieser Lightning Talk gibt einen kurzen Einblick in die Mapathons der KonGeoS Karlsruhe und Oldenburg (beide 2023). Der Vortrag soll zudem zur Diskussion anregen, wie die OSM-Community und die KonGeoS zukünftig enger zusammenarbeiten können. Open Data und Open Source Software gewinnt im Geodäsie-Studium stetig an Bedeutung. Auch die öffentliche Verwaltung, wie z.B. das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG), stellt seine Daten immer häufiger über das Internet als Open Data zur Verfügung. Open Street Map (OSM) und QGIS stellen hierbei bspw. ein großes Potential als kostenfreier Community-basierter Knowledge Bases und Datenspeicher bzw. in GIS-Analysetools dar. Zum Vergrößern dieses Wissens- und Datenspeichers werden immer öfter Mapathons veranstaltet, z.B. über “Missing Maps”, bei der sich Leute digital versammeln, um Daten zu OSM hinzuzufügen. Diese Daten werden unter anderem Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt um nach humanitären Katastrophen (z.B. Erdbeben) besser unterstützen zu können. Die KonGeoS ist die Konferenz der Geodäsiestudierenden von 22 deutschsprachigen Hochschulen (D-A-CH) und dient als Interessensvertretung der Geodäsie-Studierenden. Ziel der KonGeoS ist die Vernetzung der Studierenden, untereinander sowie mit wichtigen Unternehmen und Verbänden im Bereich der Geodäsie. Die Hauptwirkung der KonGeoS entfaltet sich auf ihren Treffen einmal im Semester, auf denen neben Fachexkursionen, Fachvorträgen, in unterschiedlichen Arbeitsgruppen aktuelle Themen behandelt werden. Eine dieser Arbeitsgruppen ist seit zwei Treffen ein OSM Mapathon. Dieser Lightning Talk gibt einen kurzen Einblick in die Mapathons der KonGeoS Karlsruhe und Oldenburg (beide 2023), insbesondere in Projekte mit den Nummern 14315 (Missing Maps - Earthquake Syria, Recovery Phase, Al-Atarib District (Rural)) und 15478 (Earthquake in Morocco (Project 5)). Insgesamt wurden ca. 1700 Gebäude und Straßen von 50 Teilnehmenden innerhalb von ca. 2 Stunden in Karlsruhe bzw. ca. 1600 Gebäude und Straßen von 30 Teilnehmenden während der KonGeoS Oldenburg digitalisiert. Der Vortrag soll zudem zur Diskussion anregen, wie die OSM Community und die KonGeoS zukünftig enger zusammenarbeiten können und somit auch der geodätische Nachwuchs an die Nutzung (sowie das Mapping) freier Geodaten - insbesondere OSM - herangeführt werden kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SGMSDZ/