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Neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung (bub2022)
Der Mensch ist ein „homo narrans“: Geschichten bestimmen unsere Vorstellungen von der Zukunft. Doch wie erzählen wir Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Und wie können wir neue Narrative schaffen, die beides zusammendenken? Jan Doria stellt sein Promotionsprojekt am Institut für Digitale Ethik (IDE) der HdM Stuttgart in Kooperation mit der Uni Passau vor. Fragt man Menschen nach ihren Vorstellungen von der Zukunft, dann antworten sie nicht mit trockenen Zahlen, sondern mit lebendigen Geschichten. Diese können als Narrative analysiert werden, die subjektive Wertvorstellungen transportieren und so beeinflussen, welche Zukunft wir gestalten. Die Methode der narrativen Ethik macht sich das zu Nutze. Für eine sozial-ökologische Vision von Digitalisierung, die alle Menschen mitnimmt, sind Narrative also von höchster Bedeutung. Von der Forschung werden sie jedoch bisher noch nicht im gleichen Ausmaß berücksichtigt. Mein Vortrag entwickelt daher die Umrisse einer „narrativen Digitalen Ethik der Klimakrise“, die an jede Rede von der Zukunft die Anforderung stellt, eine Antwort auf das Problem der Klimakrise geben zu müssen. Ich hinterfrage kritisch, inwiefern derzeit dominierende Digitalisierungsnarrative diese Anforderung bereits erfüllen, und zeige anhand von ausgewählten Medienprodukten (zum Beispiel Dave Egger’s Roman „Every“ oder Bill Gates‘ Sachbuch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“) auf, warum digitale Utopien für effektiven Klimaschutz gefährlicher sein können als digitale Dystopien. Im Anschluss daran entwickle ich auf der Grundlage von Martha Nussbaums Capability Approach erste Ansätze dafür, welche Fähigkeiten wir brauchen, um eine solche Vision zu erreichen. Dafür ist die Entwicklung einer umfassenden digitalethischen Haltung durch Wertebildung notwendig. Der Vortrag mündet in eine gemeinsame Diskussion darüber, wie „neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung“ aussehen könnten. Denn wer die Welt verändern möchte, muss die Art und Weise verändern, wie wir uns die Welt erzählen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CLCWWN/
Die "Freies Lastenrad"-Bewegung: Sharing, Commons und hyperlokale Marken (bub2022)
Das "Commons Cargobike" Netzwerk ist ein Zusammenschluss von über 150 Graswurzelintiativen,die mehr als 450 angebotenen Lastenräder der größte Lastenrad-Sharing Anbieter in Deutschland geworden sind. Wie konnte ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen mithilfe von digitalen Commons sich deartig schnell entwickeln? Welche Rolle spielt dabei die Dezentralisierung und Regionalisierung der Projekte? "Commons Cargobike/Freies Lastenrad" ist ein Netzwerk von über 150 Graswurzelintiativen, die Lastenräder auf Spendenbasis mit ihrer lokalen Gemeinschaft teilen. Die Bewegung wurde 2013 von der gemmeinnützigen Organisation "wielebenwir" in Köln ins Leben gerufen und breitete sich von da aus rasant aus. Die Initiativen teilen nicht Lastenräder und das Ziel, die Verkehrswende voranzubringen, sondern auch eigens entwickelte digitale Werkzeuge und Wissen und Know-How: Das Open-Source Buchungssystem "CommonsBooking" dient zur Buchungsabwicklung, das umfangreiches Online-WIKI sammelt alle Informationen zum Start und Betrieb eines Projektes. Derzeit werden mehr als 500 Lastenräder von Initiativen in Österreich, Deutschland, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Schweden angeboten. In Deutschland sind die meisten Lastenräder, die von der breiten Öffentlichkeit ausgeliehen werden können, freie Lastenräder. In unserem Vortrag möchten wir speziell die dezentralisierte Natur der Bewegung beleuchten, die sich in unabhängigen Marken, Buchungsportalen und Organisationsstrukturen wiederspiegelt – wie kann ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen zum größten Sharing-Anbieter von Lastenrädern werden? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7W7SN/
Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)
Pödelwitz will ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung auf kommunaler Ebene im Kontext der sozial-ökologischen Transformation werden. Dafür wurden in den Jahren des Widerstands gegen die physische Zerstörung fruchtbare Grundlagen geschaffen und die entwickelten Visionen und Konzepte sollen nun in Kooperation mit anderen Organisationen realisiert werden. Nach dem erfolgreichen Widerstand gegen die physische Zerstörung durch den Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung will das Dorf Pödelwitz bei Leipzig nun ein Modellprojekt für den Strukturwandel in der Region mit einer globalen sozial- und klimagerechten Perspektive werden. Ziel ist ein solidarisches und zukunftsfähiges Zivilisations- und Gesellschaftsmodell, das dringliche Themen wie Ernährungssouveränität, soziale und globale Gerechtigkeit und für alle verfügbaren Wohnraum ausprobiert, erlernt, umsetzt und vermittelt. Im Bündnis „Pödelwitz hat Zukunft“ haben sich in Pödelwitz Lebende und Unterstützende mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammengeschlossen, die dies in Pödelwitz als Teil dieser sozial-ökologischen Transformation gestalten und umsetzen wollen. Daraus ergibt sich inhaltlich eine große Übereinstimmung mit den Zielen der Bits & Bäume-Bewegung und dadurch eine solide Basis für nachhaltige Kooperationen, was wir mit unserem Beitrag thematisieren wollen. Nach einer kurzen Projektvorstellung und Darstellung des momentanen Stands freuen wir uns auf eine konstruktive Diskussion zur weiteren Entwicklung des Projekts. Pödelwitz kann ein Ort werden, wo im Kontext der Bewegung entwickelte Digitalisierungs-Konzepte im kleinen Rahmen praktisch umgesetzt und ausprobiert werden können. Dabei sind viele Aspekte der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung relevant und konkrete personen- und gruppenindividuelle Handlungsoptionen in nahezu allen Bereichen unseres Lebens können durch die im Aufbau befindliche heterogene Gemeinschaft unter Einbezug vieler Perspektiven entwickelt und in ihrer realen Auswirkung analysiert werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EJ3QL7/
Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)
Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)
Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)
Es ist die Software, die für den Stromverbrauch von Hardware verantwortlich ist. Denn kein Computer und kein Rechenzentrum würde betrieben werden, wenn nicht Software darin Aufgaben verrichten würde. Mein Programmbeitrag ist als Do-it-yourself-Workshop gestaltet. Wie kann ich den Stromverbrauch von Software mit einfachen Mitteln selbst messen und anschließend Softwarecode effizienter machen? In dem Forschungsprojekt "Entwicklung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen für ressourceneffiziente Software unter Berücksichtigung bestehender Methodik" (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-anwendung-von-bewertungsgrundlagen-fuer) haben das Öko-Institut zusammen mit der Hochschule Trier und der Uni Zürich bereits im Jahr 2018 festgestellt, dass sich Software mit vergleichbarer Aufgabe erheblich in deren Energie- und Ressourcenverbrauch unterscheidet. Trotzdem hat sich in der Software-Entwickler-Szene noch keine gute Praxis etabliert, Software so zu optimieren, dass sie besonders ressourcen- und damit umweltschonend arbeitet. Ich möchte zeigen, dass es auch ohne teures Messequipment möglich ist, den Energieverbrauch von Software abzuschätzen. Hierzu führe ich konkrete Messungen an einem mitgebrachten Mini-Server durch und demonstriere, wie sich verschiedene Webseiten in ihrem Stromverbrauch unterscheiden, wie sich unterschiedliche Algorithmen für die gleiche Rechenaufgabe auf die CPU-Beanspruchung auswirken und wie die Energiemessung in die Software-Entwicklung als Standardprozedur integriert werden kann. Ganz bewusst wählt meine Präsentation dabei einen niederschwelligen Ansatz, sodass jede und jeder mit ein wenig Technikbegeisterung zuhause am eigenen Computer weiter experimentieren kann. In folgendem Blog-Artikel habe ich das Wichtigste dazu zusammen gefasst: https://blog.oeko.de/energieverbrauch-von-software-eine-anleitung-zum-selbermessen/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7BK9WL/
🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)
🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)
Was hat die Klimakrise mit Digitalisierung zu tun? Und was muss die Politik jetzt tun, damit eine klimaneutrale Digitalisierung möglich wird, die zugleich dem Klimaschutz dient? In diesem Format stellt Bits & Bäume seine Forderungen vor und geht in den direkten Austausch mit Politiker*innen. In zwei kurzen Inputs zeigen Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) und Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) die Dringlichkeit der Klimakrise auf und erläutern, warum es wichtig ist, Digitalisierung in diesem Kontext mitzudenken. Daraufhin diskutieren zwei Vertreter*innen des B&B-Trägerkreises - Friederike Rohde (IÖW) und Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - mit politischen Vertreter*innen, was jetzt geschehen muss, damit eine klimaneutrale Digitalisierung umgesetzt werden kann, die zugleich dem Klimaschutz dient. Weiterhin werden wir in diesem Kontext auch die politischen Forderungen der Bits & Bäume 2022 diskutieren. Auf dem Podium sind Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf und Thomas Heilmann vertreten. Die richtigen Fragen stellt hier: Geraldine de Bastion. Der Beitrag endet mit einem kurzen Appell von Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), der ganz gewiss dazu anregt, alle Kräfte für eine sozial ökologische Transformation und zukunftsfähige Digitalisierung zu mobilisieren. In two short inputs, Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) and Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) will highlight the urgency of the climate crisis and explain why it is important to think about digitalisation in this context. Afterwards, two representatives of the Bits & Bäume board of trustees - Friederike Rohde (IÖW) and Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - will discuss with political representatives what needs to happen now in order to implement climate-neutral digitalisation that also serves climate protection. In this context, we will also discuss the political demands of Bits & Bäume 2022. Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf and Thomas Heilmann will be on the panel. The right questions will be asked by Geraldine de Bastion. The session will end with a short appeal by Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), certainly inspiring to mobilise for a social and ecological transformation and sustainable digitalisation. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NUUYQC/
Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! (bub2022)
Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)
Was wir durch den Blauen Engel über nachhaltiges Software-Design gelernt haben (bub2022)
Zivilgesellschaft in der Digitalpolitik (bub2022)
Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)
Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können (bub2022)
Für Unternehmen sind digitale Dienste unverzichtbar geworden. Viele von diesen gefährden die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten. Wie können Unternehmen ihre digitale Verantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum in der Wahl nachhaltiger Dienste wachsen? In einer Fishbowl diskutieren Unternehmen, Zivilgesellschaft und Forschung. In der täglichen Arbeit von Unternehmen, vom Konzern bis zur kleinen KMU, sind IT-Systeme, HR-Portale, Besprechungs- und Vernetzungtools sowie Social-Media-Plattformen unverzichtbar geworden. Dabei kommen überwiegend Dienste von IT-Großkonzernen zum Einsatz – so nutzen z.B. 85 % der Unternehmen in Deutschland Microsoft, weitere 9 % Google. Unsere Grundlagenstudie „Corporate Digital Responsibility“ zeigte, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, eine datenschutzkonforme, trackingfreie und nachhaltige Internetnutzung zu ermöglichen. Oftmals geht die unternehmerische Anwendung digitaler Dienste mit Risiken für die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten einher. Solche Dienste können von Unternehmen missbraucht werden, z.B. um Beschäftigte zu überwachen, oder Kund*innen dem Tracking durch digitale Plattformen auszuliefern. Für Unternehmen stellt es gleichzeitig eine große Herausforderung dar, einerseits zuverlässige und leistungsstarke, andererseits datenschutzkonforme und nachhaltige IT-Lösungen für sich zu identifizieren und zu nutzen. Oft erleben sie selbst eine Abhängigkeit von GAFAM-Konzernen. Wie können Unternehmen Digitalverantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum wachsen? Diese Frage diskutieren wir in einer Fishbowl mit nachhaltigen Anbietern digitaler Dienste (Lisa Kostrzewa, fairkom.eu; Estelle Goebel-Aribaud, hostsharing.net), mit Unternehmen, die selbst auf alternative Dienste umgestiegen sind (Andreas Flock, brandkontrolle.de), mit der netzpolitischen Zivilgesellschaft (Rena Tangens, digitalcourage.de) und aus wissenschaftlicher Perspektive (Vivian Frick, ioew.de). Moderation: Christian Lautermann (ioew.de). about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YKT88B/
Was wir durch den Blauen Engel über nachhaltiges Software-Design gelernt haben (bub2022)
Wie lässt sich technische Entwicklung mit einem Anspruch auf soziale und politische Nachhaltigkeit verbinden? In diesem Jahr wurde der Open-Source-PDF-Reader Okular als weltweit erste Software mit dem Blauen Engel für nachhaltiges Software-Design ausgezeichnet. Wir berichten, was wir auf dem Weg dort hin gelernt haben, technisch und kulturell, und möchten zum gemeinsamen Austausch einladen. Der von der KDE-Community als Freie und Open-Source-Software entwickelte PDF-Reader Okular wurde Anfang des Jahres als weltweit erste Software mit dem Umwelt-Zeichen Blauer Engel ausgezeichnet. Sie erfüllt damit die Kriterien für resourcen- und energieeffiziente Software-Produkte. Die Kriterien decken drei Schlüsselbereiche des nachhaltigen Software-Designs ab, Ressourcen- und Energie-Effizienz, potenzielle Hardware-Nutzungsdauer und Nutzungsautonomie. Es stellt sich dabei als durchaus schwierig heraus, den Einfluss von Software auf Nachhaltigskeits-Aspekte zu beziffern. Die Forschung steht hier noch am Anfang. Es geht um Technik, aber es geht auch um Kultur. Es geht um Messung von Energie-Effizienz, aber es geht auch darum, Nutzenden von Software die Kontrolle über ihren Software-Einsatz zu erhalten. Und es geht darum, beides im Software-Erstellungs-Prozess zu verankern. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick, welche Erfahrungen die KDE-Community in diesem Bereich gemacht hat. Wir berichten, wie wir den Blauen Engel bekommen haben, wie wir versuchen, ein Netzwerk von Nachhaltigkeits-Laboren aufzubauen, und insbesondere was wir gelernt haben bei unserem Vorhaben, eine Kultur des nachhaltigen Software-Designs in unserer Community zu verankern. Dabei möchten wir einladen zum gemeinsamen Austausch, wie wir das Thema in der Gesellschaft weiter treiben und verbreiten können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QLTSK8/
Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)
Wie finden wir die Gemeinsamkeiten von GNU/Linux und einer Solidarischen Landwirtschaft? Die jüngst verstorbene und die dem Bits- und Bäume stark verbundene Commons-Forscherin Silke Helfrich, würde sagen: Indem wir die dahinterstehenden Muster betrachten. Ein reich bebilderter Vortrag mit Workshop zu Silkes Lebenswerk. ,,Commons als ein soziales Muster zu beschreiben – als »Commoning« – unterscheidet sich von jenen Denkansätzen, in denen es vorwiegend um (Gemein-)Güter und deren Verwaltung geht. Commoning ist eine Notwendigkeit, eine Haltung und eine Ethik, und es stiftet Zufriedenheit. Commoning verkörpert also eine Art zu sein, deren Keimzelle tief in uns Menschen angelegt ist. An uns liegt es, sie zur Entfaltung zu bringen. Wir können uns für Commons-Projekte entscheiden, können uns in Commoning üben und die damit einhergehenden Veränderungen in uns und um uns herum reflektieren. Je bewusster Commoning als Lebensform in der Welt ist, umso besser." (aus Silke Helfrich und David Bollier: Die Welt der Commons - Muster gemeinsamen Handelns) Silke Helfrich, in ihrer Zusammenarbeit mit David Bollier, sah die Gemeinsamkeiten verschiedenartigster, auf Transformation abzielender Projektformen, wie kaum eine Zweite. In ihren Büchern behandelte sie Freie Software-Communities nie getrennt von Umweltaktivismus und schenkte, wie selbstverständlich, die 33 unter ihrer Anleitung entdeckten 'Muster des Commonings' unter einer Creative Commons-Lizenz der Welt. Diese Muster sind wertvolle Werkzeuge, um die Gemeinsamkeiten verschiedenster Projekte herauszustellen, aber auch, um diese Projekte immer fairer, freier und lebendiger gestalten zu können. Der Vortrag entstand in gemeinsamer Arbeit mit Silke, ein halbes Jahr vor ihrem plötzlich Unglück im November '21. Im Vortrag wird versucht, ihre Herangehensweise möglichst visuell und greifbar zu vermitteln, um sich anschließend, in einem gemeinsamen Workshop, selbst daran zu versuchen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZHHMAY/
Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! (bub2022)
Alle wissen es, viele wollen es: CO2-neutral sein ist die Zukunft. Bäume holen CO2 aus der Luft und speichern es in Holz. Spätestens seit der CO2 Preis immer neue Höhen erklimmt, sprießen auch Start-Ups und Geschäftsmodelle wie Pilze aus dem Boden. Ihr gemeinsames Ziel: Bäume pflanzen, das Klima retten und nebenbei etwas Geld machen. Leider meistens keine gute Idee, findet Sven Selbert Waldreferent beim NABU. Je weiter sich die Klima-Realität von den 2015 in Paris vereinbarten Klima-Zielen entfernt und je wahrscheinlicher damit Szenarien werden, welche im Untergang der Zivilisation enden, desto größer wird der Druck den fortgesetzt zügellosen Treibhausgasemissionen etwas entgegenzusetzen. Spätestens 2050 muss die Welt ohne neue Nettoemissionen auskommen, danach müssen Negativ-Emissionen erzielt werden. Nicht nur Staaten wollen CO2-neutral werden, auch immer mehr Unternehmen bilanzieren Ihre Emissionen und geben heute schon Net-Zero Versprechen ab. Jede emittierte Tonne CO2, soll an anderer Stelle durch eingekaufte negativ-Emissionen wieder ausgeglichen werden. Spätestens seit 2021, als die gehandelte Tonne CO2 über die magische Marke von 30€ sprang, befinden wir uns in einen Angebotsmarkt für Negativ-Emissionen. Doch wie entstehen die eigentlich? Eine Möglichkeit besteht darin CO2 aus der Luft oder einer Abgasquelle abzuscheiden und zu speichern. Solches Carbon Capture and Storage (CCS) ist zwar umsetzbar, aber die Technologien sind noch extrem teuer, ressourcen- sowie energieintensiv. Bäume holen ebenfalls CO2 aus der Luft und speichern es in Holz, sie sind also auch CCS-Maschinen. Immer mehr Akteure propagieren daher das massive Pflanzen von Bäumen als einen scheinbar günstigen grünen Weg aus der Klimakrise. In dieser Gemengelage vermehren sich auch in Deutschland Initiativen und digitalaffine Firmen mit Start-Up Charakter, welche vorhaben Klimaschutz und ökonomisches Wachstum im Bäumepflanzen zu vereinen. Doch was als Idee zunächst logisch und charmant klingen mag, bringt in der Umsetzung oft mehr neue Probleme als echten Klimaschutz mit sich. Sven Selbert Referent für Nachhaltige Waldnutzung und Waldnaturschutz beim NABU ruft deswegen: Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/USGU7A/
Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)
„Pitch & Thrive for Sustainability“ unser diesjähriges Sonderformat à la „Shark Tank“ in grün aka „Die Höhle der Löwen“, aber in nachhaltig. Aufgeteilt auf 3-4 Sessions werden jeweils 4 unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und von unseren ausgewählten Juror*innen auf Herz und Nieren geprüft. Nachhaltige Start-Ups und KMUs können hier ihre Projektideen und Geschäftsmodelle präsentieren. Im Anschluss gibt es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgt von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. Unsere Jury: - Dr. Felicitas Breitenbach, Strategy Consultant, Sustainability Strategy (Accenture) - Frank Karlitschek, Gründer u. CEO (Nextcloud) - Yvonne Zwick, Vorsitzende (B.A.U.M. e.V.) Die Pitches: 1) Backdigital GmbH - Vom Mehl zum Brot: Nachhaltig 1,7 Millionen Tonnen Backwaren landen jährlich im Müll. Wir gehen das an. Das Ergebnis: die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, geringere Kosten für backende Betriebe und folglich geringere Preise für die Kund*innen. Nachhaltig. Digital. Engagiert. 2) Circonomit GmbH - Encourage environmental based decision making Unsere Mission: Verknüpfung von Finanzprognosen mit der Optimierung von Umweltauswirkungen in einem mehrdimensionalen Optimierungsmodell, das eine nachhaltige, datengestützte Entscheidungsfindung in täglichen Geschäftsprozessen in Echtzeit ermöglicht. 3) Netiket Netiket is an enterprise SaaS service, 100% open source, launching at the end of 2022. Its main focus is on domain-specific middle-sized systems for the sustainable and creative sectors. 4) Timeprints - Evident Transparent and Sustainable Tracing of Electronic Signals Whether computing is done on the cloud or on small devices, it leaves traces (Timeprints) from which responsibility and accountability for the consequences of the decisions/operations done and the energy consumed can be transparently assigned. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7XST3D/
Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können (bub2022)
Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)
Unser Lebensmittelkonsum hat große Auswirkungen auf den Planeten und uns selbst: 70 % des Biodiversitätsverlusts an Land und 26 % der globalen Treibhausgasemissionen resultieren aus der Landwirtschaft bzw. der Art und Weise der Lebensmittelproduktion. Der Wechsel zu nachhaltigeren Ernährungssystemen ist dringend erforderlich. Doch weder Produzent:innen noch Konsument:innen kennen den Klimaimpact ihrer Nahrungsmittel. Kann Technologie hier helfen, wenn überall Daten und Informationen fehlen? Wie könnte ein digitales Ökosystem aussehen, daß nachhaltige gesellschaftliche Veränderung initiieren oder beschleunigen könnte? Fest steht: Wenn sich Ernährungsweisen und die Art und Weise der Nahrungsmittelproduktion und -distribution weiter so entwickeln wie in der Vergangenheit, werden sämtliche internationalen Klima- und Biodiversitätsziele in den nächsten Jahrzehnten verfehlt, selbst wenn in anderen Klimarelevanten Sektoren eine signifikante Veränderung erreicht werden können. Wie kann Technologie bei dem notwendigen Wandel helfen, wenn die Daten- und Informations-Realität in der Nahrungsmittelindustrie mehr als begrenzt ist und eher einer digitalen Wüste gleicht? Wie könnte ein digitales Ökosystem, wie etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, aussehen, das einen nachhaltigen Wandel in Produktion und Konsumtion initiieren und beschleunigen kann? Der Vortrag soll einen Ein- und Überblick über die Klima-Auswirkungen der Nahrungsmittelindustrie geben, Ansatzpunkte und potenzielle Akteur:innen benennen, die in der Lage wären, den bisherigen Zustand aufzuheben. Und gemeinsam mit Euch der Frage nachgehen, ob und wie die Vorzüge von Technologie (Schnelligkeit, Skalierbarkeit, Transparenz) genutzt werden können, um das notwendige Momentum für die nötige Transformation zu erreichen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/KWDNQ3/
Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)
Zivilgesellschaft in der Digitalpolitik (bub2022)
“Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.”, so das Versprechen des Koalitionsvertrags. Auf diesem Panel kommen Politik und Zivilgesellschaft zusammen und diskutieren, ob und wie dies bei nachhaltigkeits- und gemeinwohlorientierter Digitalpolitik gelingen kann. Und was es braucht, um die Stimme der Zivilgesellschaft zu stärken. Das Bündnis F5 aus Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF), AlgorithmWatch, Open Knowledge Foundation Deutschland, Reporter ohne Grenzen (RSF) und Wikimedia Deutschland begleitet die Digitalpolitik der neuen Bundesregierung kritisch und gibt Impulse, um Digitalpolitik gemeinwohlorientierter zu gestalten. Dabei erinnern wir SPD, Grüne und FDP an ihr Versprechen im Koalitionsvertrag: “Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.” Um die praktische Einbindung der Zivilgesellschaft in der Praxis zu diskutieren schlagen wir ein Panel aus digitalpolitischen Entscheidungsträger*innen und Mitgliedern von F5 vor. Das Panel setzt sich zusammen aus: Tabea Rößner, MdB (Vorsitzende des Digitalausschusses) Dr. Winfried Veil (BMI, Referat DG I 4 - Datenstrategie, Datenpolitik, Open Data) Anne Mollen (Senior Policy & Advocacy Manager, AlgorithmWatch) Kai Dittmann (Koordinator für Policy & Advocacy, Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.) Moderation: Aline Blankertz (Datenökonomin, Wikimedia) Dabei soll sich die Diskussion an folgenden Fragen orientieren: (Wie) erfüllt die Ampelkoalition ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag? Was kann Zivilgesellschaft tun, um Digitalpolitik effektiv zu gestalten? Welche nachhaltigkeitspolitischen Projekte stehen auf der Digital Agenda der Zivilgesellschaft? Welche Konkreten Schritte braucht es, um den Austausch zu stärken? (am Beispiel der genannten Themen) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PMLG8X/
Review Bits & Bäume NRW 22 (bub2022)
Review Bits & Bäume NRW 22 (bub2022)
Am 16. & 17 Juni 2023 werden die Open Source Sporen der Bits & Bäume außerhalb von Berlin keimen. Der Projektträger, das Eine Welt Netz NRW, holt die Konferenz nach Münster und liefert einen Einblick in den Planungsstand und zu den Partizipationsmöglichkeiten. Das Eine Welt Netz NRW lädt gemeinsam mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster sowie vielen weiteren Partnern aus der Technologie- und Nachhaltigkeitsszene zur ersten Bits & Bäume Konferenz in NRW ein. Die Konferenz wird im Rahmen des „Smarte Eine Welt Projekts“ ausgerichtet, um Menschen aus beiden Bereichen zusammenzubringen und einen nachhaltigen Umgang mit Digitalisierung für die Erreichung der Agenda 2030 zu fördern. In Anlehnung an die erste, sehr erfolgreiche Bits & Bäume 2018 in Berlin sowie in Absprache mit den Organisator*innen, stellen wir nun einen regionalen Ableger auf die Beine, der einen Schwerpunkt auf globale Perspektiven legt. Wir fokussieren ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte der Digitalisierung. Damit wollen wir Bits und Bäume vernetzen, Wissensaustausch ermöglichen, Kooperationen und innovatives Denken anregen und eine Plattform für Bildungs- und Aufklärungsarbeit sein. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/MNRFGK/
Klimagerechte Rohstoffwende (bub2022)
Angeblich ist der Ausbau der Erneuerbaren Treiber des Ausbaus von Bergbau? Wir werfen einen genaueren Blick auf die Verbräuche und zeigen auf, wie eine Rohstoffwende sowohl Energie- als auch Mobilitätswende mitdenken kann. Sogenannte grüne Technologien wie Windkraft- oder PV-Anlagen sowie Elektromobilität benötigen metallische Rohstoffe. Viele Studien prognostizieren einen Anstieg des Bergbaus. Dieser ist sehr stark mit negativen Auswirkungen für Menschen, Umwelt und Klima verbunden. Wir schauen uns daher an, welche Sektoren sind Treiber für den Metallverbrauch? Wie kann eine Reduktion von Bergbau bei gleichzeitigem Ausbau von Erneuerbaren gelingen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HESEH9/
Klimagerechte Rohstoffwende (bub2022)
Acting on climate protection & sustainability as socially responsible IT company from Kreuzberg (EN) (bub2022)
Innoviere DICH SELBST! wenn dir unternehmerische Nachhaltigkeit wichtig ist (bub2022)
Innoviere DICH SELBST! wenn dir unternehmerische Nachhaltigkeit wichtig ist (bub2022)
Nachhaltigkeit entwickelt sich dynamisch. Die Idee von B.A.U.M. e.V.: Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Geschäftsmodelle in zukunftsfähige Beiträge zu einer widerstandsfähigen Wirtschaft zu verwandeln. Wir greifen diese Dynamik auf, bauen eine Plattformökonomie für nachhaltiges Wirtschaften auf. Wir zeigen, wie ein Tech- und ein Contentpartner Innovation schafft, die allein undenkbar wäre. B.A.U.M. präsentiert eine neue Plattform, mit der B.A.U.M. Lehren aus nachhaltig.digital zieht, das diesen Sommer endet. Sie wird als "digitale Anlaufstelle" für unsere Mitglieder dienen und sie in Interaktion miteinander bringen. Sie spricht Unternehmen an und lädt zur Zusammenarbeit in themenbezogenen Kooperationsprojekten ein. Sie ermöglicht Austausch untereinander, Anmeldung zu Veranstaltungen, Mitarbeit in Projekten und Gremien, Weiterbildungsmöglichkeiten - all dies im Wesentlichen gespeist aus unserer Mitgliedschaft selbst und mit Angeboten weiterer strategischer Partner. Die Plattform umfasst eine digitale Akademie, die betriebspraktische e-Learnings skalierfähig aufbereitet. So wird das im Netzwerk reichlich vorhandene Wissen zentral gebündelt und fachlich fundierte Angebote können leichter gefunden werden. Der Schritt zu einer gemeinsamen Plattform ist günstig und notwendig, um als Verband in die Zukunft zu gehen. Die Zusammenarbeit im Netzwerk wird für Mitglieder, Kooperationspartner und die Geschäftsstelle effizienter und (perspektivisch) effektiver. Mit IntuitiveAI haben wir einen guten Partner für die technische Umsetzung gefunden. Gemeinsam legen wir den Grundstein für eine Plattformökonomie für nachhaltiges Wirtschaften. Wir haben in einem Dreivierteljahr in atemberaubender Geschwindigkeit und Qualität mit einer digitalen Netzwerkstruktur ein zeitgemäßes Fundament geschaffen, das Optionen für Ko-Kreation, Kollaboration für die nachhaltige Transformation bietet. Das Projekt ist sponsoringfinanziert im Anschub und soll sich mittelfristig selbst tragen. Wie, das zeigen wir euch in unserem Beitrag. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/SLWTBN/
Acting on climate protection & sustainability as socially responsible IT company from Kreuzberg (EN) (bub2022)
Our way from buzzwords to strategy in times of digitalisation and remote work At first it was an idea, we have to do something for sustainability. It positively influences the environment and our future and it is, after all, one of our company values. However, there was no general idea about what sustainability means in the context of kreuzwerker, there was no understanding of our strengths and resources and we lacked a company wide acceptance for the topic. On the other hand, there were strong sponsors for the topic, as well as many ideas and actions.“ The success of the initiative was not defined nor measured and the COVID pandemic added some complexity and gave it a whole new direction. Last year, a Sustainability Coordinators Team, made up of an Agile Coach and a Risk Manager, was summoned to give it the much needed direction. As every big change, sustainability influences the company as a whole. In this sense, we wanted to have a direction-giving, empowering and motivating vision and adaptive strategy that touches colleagues, partners and customers and is connected to our products and services. On top, we had to acknowledge new tendencies in the company: growth, decentralization, further digitalization, remote work and more remote colleagues. In this talk we will present our way and methods to the joint company vision and strategy. How does our roadmap look like at the moment and what role digitalization and remote work play into it. - Our way from buzzwords and SDG towards the joint vision - How to activate community with the vision - Our way from vision to plan with the strategy - How do we deal with and profit from digitalisation and remote work in the company - Find right partnerships for our future initiatives about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/GGDXRC/
Tiefseebergbau: Keine Lösung für Rohstoffhunger (bub2022)
Tiefseebergbau: Keine Lösung für Rohstoffhunger (bub2022)
Ein geheimnisvoller Ort ist in Gefahr: Die Tiefsee und ihr einzigartiges Ökosystem. Riesige Maschinen sollen am Meeresboden mineralische Rohstoffe abbauen. Doch es gibt Widerstand im Pazifik und Weltweit. Wir habe die Chance dies zu stoppen, bevor es beginnt. Statt neuen Bergbausektoren brauchen wir eine Rohstoffwende. Die voranschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft und vor allem Industrie geht einher mit einem erhöhten Bedarf an Rohstoffen. Dieser gestiegene Bedarf führt aber nicht zu einem verstärkten Recycling von Grundstoffen oder der Entwicklung marktfähiger Alternativprodukte, welche weniger Rohstoffe benötigen. Getrieben durch Weiterentwicklungen in Unterwassertechnologien hat sie stattdessen zu einer Goldgräber-Stimmung in den Weltmeeren und vor allem im Pazifik beigetragen. Bergbauunternehmen wollen dort mit riesigen Maschinen am Meeresboden der Tiefsee mineralische Rohstoffe abbauen. Die Tiefsee ist aber keine Mondlandschaft ohne Leben sondern ein ganz besonderer Lebensraum, über den wir immer noch sehr wenig wissen. Wissenschaftler*innen warnen vor irreparabler Zerstörung von Ökosystemen, bevor wir diese überhaupt verstanden haben. Vor allem auch die Zivilgesellschaft im Pazifik stemmt sich gegen den Tiefseebergbau. Die Menschen dort haben eine enge kulturelle Bindung zum Ozean und sehen das Meer als Teil ihrer spirituellen Identität. Zudem hat der Zugriff des globalen Nordens auf Ressourcen im Pazifik und in anderen Weltregionen eine lange Tradition der Ausbeutung. Tiefseebergbau wird ein weiterer Teil dieses postkolonialen Systems sein. 2023 wird für Tiefseebergbau ein entscheidendes Jahr. Bei der Internationalen Meeresbodenbehörde werden derzeit Regeln für den Abbau verhandelt, die trotz des unzureichenden Wissens über dessen Auswirkungen im nächsten Jahr abgeschlossen werden könnten. Weltweit organisiert sich Protest gegen Tiefseebergbau. Es bietet sich die in der Menschheitsgeschichte einmalige Möglichkeit etwas zu verhindern, bevor es überhaupt beginnt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DS33YG/
Künstliche Intelligenz stoppt den Klimawandel – oder etwa nicht? (bub2022)
Die Menschheit steuert auf eine Klimakatastrophe zu, die für Milliarden Menschen eine weitere Verelendung bedeuten wird. Die bisherigen Gegenmaßnahmen der Politik reichen nicht aus, um die Katastrophe aufzuhalten. Kann ein technologischer Schub die Rettung bringen? Kann der von der Künstlichen Intelligenz kommen? Eine kritische Sicht auf Stand und Potenzial der Wissenschaft spricht dagegen. Um eine lebenswerte Welt für die gesamte Menschheit zu erreichen und auf Dauer zu bewahren, bedarf es einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise im globalen Maßstab. Die Realität deutet eher in die entgegengesetzte Richtung. Der Erdüberlastungstag eines Jahres liegt in dessen Mitte. Der weitgehend ungebremste CO2-Ausstoß und die damit verbundene Erderwärmung wird zu Trockenperioden, Überschwemmungen, Fluchtbewegungen und Kämpfe um Nahrung und Wasser ungeahnten Ausmaßes mit Milliarden Leidtragenden führen. Die bisher von der Weltgemeinschaft vereinbarten Gegenmaßnahmen reichen bei weitem nicht, zumal sie vielfach aus leeren Versprechen bestehen. Können Digitalisierung und speziell Künstliche Intelligenz (KI) die Rettung bringen? Weltweit wird KI von Politik und Wirtschaft für die Technologie gehalten, die zukünftige Wertschöpfung garantiert. Aber trotz einiger bemerkenswerter Erfolge der KI in den letzten 20 Jahren, scheinen allzu hoch gesteckte Erwartungen verfehlt: 1. KI ist keine homogene Technologie, sondern eher ein Gemischtwarenladen vieler Methoden und Konzepte. 2. Signifikante Anwendungen der KI sind extrem aufwändig. 3. KI-Systeme sind oft undurchschaubar und schwer zu beherrschen, ihr Einsatz ist oft riskant. Noch entscheidender aber ist, dass die Nutzung von Technologie vom heute herrschenden System bestimmt wird, also von der Ausbeutung von Natur und Mensch, von Profitgier, vom Machtstreben der Mächtigen, von der sozialen Überwachung im Kleinen und im Großen. Erst ein Umdenken und ein Umlenken in der Gesellschaft kann daran etwas ändern und dazu führen, dass Technologien wie die KI ausschließlich zum Wohle der Menschheit genutzt werden. Bild: CC BY [Mike MacKenzie](https://www.vpnsrus.com) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TJKPDP/
Künstliche Intelligenz stoppt den Klimawandel – oder etwa nicht? (bub2022)
A collective effort: The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age (EN) (bub2022)
A collective effort: The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age (EN) (bub2022)
Die transnationale Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) hat für den UN-Generalsekretär einen Action Plan mit Umsetzungsinitiativen für #digitalsustainability kokreativ erarbeitet. Und 2023 soll ein UN Global Digital Compact verabschiedet werden. Was sind die wichtigen Hebel & Foren um Digitalisierung global als positive Kraft für die Nachhaltigkeitstransformation zu gestalten The transnational Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) has co-created an action plan with Impact Initiatives for #digitalsustainability for the UN Secretary-General. And a UN Global Digital Compact is to be adopted in 2023. What are the important levers & forums to shape digitization globally as a positive force for sustainability transformation? (Re)directing digital change towards our sustainability goals needs collective action by a broad range of state & non-state actor coalitions worldwide. The multi-stakeholder Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) uses its mandate by the UN secretary general to call for three urgent shifts: 1) to enable alignment of digitalization with sustainable development, 2) to mitigate negative impacts with sustainable digitalization and 3) to accelerate (digital) innovations for our sustainability goals. With 9 impact initiatives, CODES tries to stimulate concrete catalytic change and to increase awareness towards the 2023 UN Global Digital Compact. At Bits & Bäume 2022 we want to contribute to an urgent dialogue on the global levers & fora for change. In an introductory part we introduce the CODES Action Plan and the international momentum of the Global Digital Compact. Then we start a conversation on implementation, strengthening the global-local connection and civil society engagement. We integrate a small set of speakers from CODES, GIZ and UBA with an international perspective to get the discussion started. - Together for a Sustainable Planet in the Digital Age: the CODES Endeavour and its Ambition (Marcel Dorsch, CODES) - Digital Transformation and Climate – Enabling a Twin Transition: International Activities of GIZ Sector Programme „Digital Development“ (Bjorn-Soren Gigler, GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) - UBA’s Contributions for a Sustainable Planet in the Digital Age (Christian Löwe, UBA - German Environmental Agency) CODES is an open community of around 1000 individuals and organizations. It is co-organized by Future Earth, the German Environment Agency (UBA), the International Science Council, the Kenyan Environmental Ministry, UNDP, UNEP and Sustainability in the Digital Age. The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age was developed in a co-creative process and officially presented at Stockholm+50 in June 2022. You can join here: www.sparkblue.org/CODES about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/N7B3AH/
🌟 B&B Panel: Transformative Business Models and the Socio-Ecological Transformation (EN) (bub2022)
What kind of digital and sustainable business models are out there? What challenges do they face and how could their concepts be scaled for the whole society? At this B&B stage Christian Kroll (founder of Ecosia) will share with us practical experience before a panel will critically examine the role of economic actors in socio-ecological Transformation. B&B Panel for the Track "Digital and Sustainable - Transformative Business Models". Firstly, Ecosia founder, Christian Kroll, will tell us about sustainable practices at Ecosia and their potential challenges. Afterward, a panel discussion with Prof. Dr. Henning Breuer, Dr. Iana Nesterova, and Laura Niessen will critically examine the role of economic actors for the Socio-Ecological Transformation. The aim of the ‘Transformative Business Models’ Track at Bits & Bäume is to elaborate on the role of economic actors for the Socio-Ecological Transformation. The focus will be on the potentials and limitations of entrepreneurial action for an economic transformation, as well as its embedding in political framework conditions. We will shed light on whether shorter working hours, women's quotas, or cooperative work are sufficient or even relevant in the social struggle for a sustainable economy. Moreover, the big question is how the transition to a zero-emissions economy can be supported by digital business models and applications. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/Y8ELH3/
🌟 B&B Panel: Squaring the Circle: On the Road towards a Digital Circular Economy (EN) (bub2022)
Mit suffizienter Digitalisierung die Heizenergie von Mietshäusern reduzieren (bub2022)
🌟 B&B Panel: Transformative Business Models and the Socio-Ecological Transformation (EN) (bub2022)
Mit suffizienter Digitalisierung die Heizenergie von Mietshäusern reduzieren (bub2022)
Wie können wir signifikante Heizenergieeinsparungen mit minimalem Digitalisierungsaufwand erzielen? Bereits mit wenigen zusätzlichen Messwerten am Heizungssystem können Energieeinsparpotenziale von durchschnittlich zehn Prozent ausgeschöpft werden, wenn Wohnungsunternehmen, Messdienstleister, Wartungsdienste und Mieter:innen daran mitwirken. Das hat eine Auswertung im Rahmen des Forschungsprojektes "Detective" auf Basis von umgesetzten Mess- und Optimierungsmaßnahmen des Förderprogramms "Einsparzähler" in Mehrfmilienhäusern ergeben. Nach einer kurzen Präsentation der Ergebnisse soll disutiert werden, wie die breite Ausschöpfung dieser Potenziale organisiert, reguliert und / oder gefördert werden kann. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FLYJBH/
🌟 B&B Panel: Squaring the Circle: On the Road towards a Digital Circular Economy (EN) (bub2022)
Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Which economic models will lead us into the circular economy? Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. The sharing economy offers interesting approaches here in the areas of reusing, repairing and recycling. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Market concentrations fuelled by digitalisation damage regional economic cycles and socio-ecological innovations. With the Circular Economy Action Plan (CEAP), the EU Commission has presented a package of measures that is to be concretised and implemented in the coming years. How can it strengthen a digital circular economy and lead digitalisation itself into the circular economy? This section also asks the big economic questions: Which economic models will lead us into the circular economy? Which economic sectors will have to shrink, which ones might have to grow? Representatives from theory and practice will discuss these questions. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LNED8A/
Kostet die Digitalisierung die Welt? Zum Strom- und Ressourcenbedarf der Digitalisierung (bub2022)
Kostet die Digitalisierung die Welt? Zum Strom- und Ressourcenbedarf der Digitalisierung (bub2022)
Zu welchen gefährlichen Lock-In-Effekten führt der Ausbau digitaler Infrastrukturen? Welche Herausforderungen ergeben sich für Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz? Was muss die Politik jetzt tun, damit die Digitalisierung klimaneutral und zukunftsfähig wird? Digitalisierung wird häufig als Ermöglicherin für Klima- und Ressourcenschutz verstanden. Weniger im Fokus ist, dass digitale Infrastrukturen den Ausstoß von Klimagasen verursachen und Unmengen an Ressourcen verschlingen. Ein künstliches neuronales Netzwerk zur Spracherkennung verursacht in einer Trainingsperiode in etwa so viel CO2 wie ein Flug von Berlin nach Madrid und zurück. Zurzeit laufen wir Gefahr, dass der Ausbau der digitalen Infrastrukturen zu Lock-in-Effekten führt, die mit Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft nicht vereinbar sind. Doch Digitalisierung hat keine Zukunft ohne Klima- und Ressourcenschutz. In diesem Workshop fragen wir, welche politischen Weichen die Politik jetzt stellen muss. Ziel ist es, NGO-Mitarbeiter:innen aus der Digitalisierungs- und Techszene dafür zu sensibilisieren, dass die momentane Digitalisierung unsere Lebensgrundlagen gefährdet und daher dringend reguliert werden muss. Expert:innen stellen die Herausforderungen in kurzen Inputs aus Umwelt- und Tech-Perspektive dar. Sie beziehen sich konkret auf die Forderungen des B&B-Trägerkreises. Danach nehmen die Workshop-Teilnehmenden Stellung zu vorbereiteten Zitaten/Thesen. Ziel ist es, mögliche Zielkonflikte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zur Einbindung der Teilnehmenden werden auch interaktive Tools wie Menti-Abstimmungen genutzt. Durch Germanwatch und das FIfF ist die Verschränkung der klima-/umwelt- mit der kritisch-technischen Perspektive schon in der Workshops-Planung angelegt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HS3TCJ/
Von der Wiege bis zur Bahre: Wie das DRK digitale Teilhabe gestaltet (bub2022)
Trotz ihrem sozialpolitischen Stellenwert bleibt die Wohlfahrt im digitalen Wandel gesamtgesellschaftlich wenig sichtbar. Dabei entfalten Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz durch Innovationen in ihrer Dienstleistungspraxis hohe Wirkung für gesellschaftliche und digitale Teilhabeprozesse. Was das DRK macht, wohin es geht und was es dafür braucht erfahrt ihr in diesem Beitrag. Trotz ihrer großen zivilgesellschaftlichen Gestaltungskraft, bleibt die Freie Wohlfahrtspflege im Debattenkontext der Digitalen Gesellschaft noch immer wenig sichtbar. Dies ist bedauerlich, da gerade auch unsere Zielgruppen ihr gesellschaftliches Teilhabepotenzial durch mehr digitale Teilhabe enorm verbessern können. Als Repräsentant:innen der Freien Wohlfahrt möchten wir daher mit unserem Beitrag den Fokus auf die Partizipationschancen durch die Digitalisierung unserer Angebote lenken. Gleichzeitig geht es uns um eine Sensibilisierung für die Herausforderungen, vor denen Wohlfahrtsorganisationen stehen, wenn sie sich digital transformieren. Am Beispiel „DRK-Elterncampus“ möchten wir ein partizipatives und nachhaltiges Vorgehen für Digitalisierungsprojekte in Wohlfahrtskontext vorstellen. Es dient auch als Szenario für die Einführung und Verbreitung einer zentralen Plattform in einer föderalistischen Verbandsstruktur. Besonders innovativ ist die nutzerzentrierte Entwicklung und Begleitung der Mitarbeitenden beim Erwerb neuer Anwendungskompetenzen. Hervorzuheben ist auch die fortlaufende Reflexion darüber welche Angebotsformen als geeignet erscheinen, um digitale Teilhabe zu fördern. Im zweiten Teil unserer Projektpräsentation stellen wir politische Forderungen der Wohlfahrt zur Digitalen und Sozialen Teilhabe vor. Wir laden zum Austausch mit dem DRK als gemeinnützige Organisation ein und stehen für mögliche Allianzen mit den Teilnehmenden und Organisatoren von Bits und Bäume bereit. Weitere Informationen unter: https://drk-wohlfahrt.de/unsere-themen/soziale-innovation-digitalisierung/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/D9JWNM/
Von der Wiege bis zur Bahre: Wie das DRK digitale Teilhabe gestaltet (bub2022)
Digitaler CO2-Fußabdruck (bub2022)
Kollektives Kapital: Die Potenziale von Platform Coops (bub2022)
Ela Kagel stellt interessante Neugründungen und Geschäftskonzepte aus der kooperativen, digitalen Ökonomie in Berlin vor. Dabei geht es um die Frage, warum Platform Coops heute relevant sind, worin ihre Besonderheiten liegen und welche Rahmenbedingungen diese kollektive Unternehmensform in der Zukunft braucht. Plattform-Kooperativen, also auf digitale Plattformen aufbauende Genossenschaften, sind im Besitz ihrer Mitglieder und werden von diesen geleitet. Sie sind Stakeholder- und nicht Aktionärsorientierte Unternehmen, die sich auf demokratische Kontrolle, gemeinsames Eigentum und ein nachhaltiges Verhältnis zwischen sozialem Zweck und Rentabilität konzentrieren. Ziel von Platform Coops ist es, Alternativen zu den Monopolen der globalen Plattform-Ökonomie zu entwickeln. Berlin ist innerhalb Europas eines der Zentren für diese neue Wirtschaftsform und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von kooperativen, digitalen Start-ups hervorgebracht, die elementare Bereiche unseres Lebens auf eine kooperative Weise neu denken. Einige dieser Unternehmen wird Ela Kagel vorstellen. In diesem Vortrag soll es außerdem um die demokratische Gestaltung digitaler Infrastrukturen gehen. Wir werden dabei auch auf aktuelle politische Entwicklungen und Fragen eingehen, wie etwa die Twitter-Kaufabsichten von Elon Musk abgleichen mit der Kampagne #LetsBuyTwitter, die sich für eine Kollektivierung der Plattform einsetzt. Schließlich wird es um Rahmenbedingungen für Platform Coops gehen: Was brauchen diese Projekte, um sich nachhaltig zu etablieren? Was ist ihr Potenzial für eine digitale Ökonomie, die an den Bedürfnissen von Mensch und Natur ausgerichtet ist? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PXP3RQ/
Digitaler CO2-Fußabdruck (bub2022)
In der Studie "Digitaler Fußabdruck" für den BUND e.V. hat das Öko-Institut 2020 die Datengrundlage dafür zu geschaffen, den ökologischen Fußabdruck durch die Nutzung von digitalen Geräten berechnen zu können. In diesem Vortrag wird die Methodik und als ein neues Ergebnis ein CO2-Rechner des digitalen Fußabdrucks vorgestellt, der zum Mitmachen einlädt. Mithilfe des Rechners des digitalen Fußabdrucks lässt sich sehr einfach und interaktiv abschätzen, wie sich die Art und das Ausmaß des digitalen Lebensstils auf Emissionen auswirken. Obwohl CO2-Rechner auch von neoliberalen Akteuren genutzt werden, um Verantwortlichkeiten zu individualisieren, werfen CO2-Rechner auch die Frage auf, welche Infrastrukturen wie und in welchem Ausmaß mit planetaren Grenzen vereinbar sind. Die Datenbasis über die Klimawirkung digitaler Geräte und das Verständnis ihrer Entstehung bilden die Grundlage des politischen Diskurses um Suffizienz und Degrowth. Politische Forderungen, wie z.B. das Recht auf Reparatur und Mindestlebensdauer sowie Ökodesign-Anforderungen, sind teilweise direkt aus den Ergebnissen der Studie ableitbar. Der interaktive Rechner ist dabei ein niederschwelliges Angebot zur Verbreitung des Diskurses. Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Das Öko-Institut ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein. Wir finanzieren unsere Arbeit in erster Linie durch projektbezogene Mittel von öffentlichen und privaten Auftraggebern. Mitgliedsbeiträge und Spenden ermöglichen uns die Umsetzung von Projekten, die wir für gesellschaftlich besonders wichtig erachten, jedoch nicht vollständig durch Aufträge und Zuwendungen realisieren können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LS9YDF/