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Chaos Computer Club - archive feed

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21,021 episodes — Page 139 of 421

Digitale Planwirtschaft? Eine Einführung (bub2022)

Die Planwirtschaft hat in den letzten Jahren ein unerwartetes Revival gefeiert. Die These: Im Zeitalter von Big Data, künstlicher Intelligenz und neuen Kommunikationstechnologien sei der Markt eine veraltete Technologie der Vergangenheit. Angesichts des Scheiterns effizienter politischer und wirtschaftlicher Koordination in der Pandemie und der Klimakrise kommt diese Debatte gerade rechtzeitig. In diesem Vortrag erkläre ich kritisch, was Planwirtschaft eigentlich bedeutet, wieso sie in den autoritären Realsozialismen gescheitert ist und wieso wir heute schon in einer kapitalistischen Mischung aus Markt und Planung leben. Die zentralen Fragen: - Wie schaffen wir es, dass diese Planung demokratisch wird und nicht dem Profit als Selbstzweck zum Ziel hat, sondern soziale und ökologische Bedürfnisse. - Wie schaffen wir demokratische Planungsprozesse, die sowohl das technische Wissen von Arbeiter*innen als auch die unterschiedlichen Interessen von u.a. Konsument*innen, Bürger*innen, marginalisierte Gruppen berücksichtigen? - Wie können wir demokratisch darüber entscheiden wieviel Lohnarbeit wir machen wollen, welche Sektoren schrumpfen oder wachsen sollen und welche Wirtschaft wir den nächsten Generationen überlassen wollen - anstatt solche zentralen Fragen den Kräften des Marktes zu überlassen? Ich erkläre zunächst, welche Modelle demokratischer Planwirtschaft aktuell existieren, was wir aus ihnen lernen können und wieso digitale Technologien neue Möglichkeiten bieten, eine Wirtschaft partizipativ, demokratisch und nachhaltig zu planen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WBRC3U/

Oct 1, 202243 min

Digitale Planwirtschaft? Eine Einführung (bub2022)

Oct 1, 202243 min

Walk the Talk! Wie nachhaltig ist die IT des Bundes? (bub2022)

Oct 1, 202241 min

Überwachungskapitalismus - Und jetzt? (bub2022)

Das Konzept „Überwachungskapitalismus“ von S. Zuboff hat fundamentale Kritik an digitalen Geschäftsmodellen mainstreamfähig gemacht. Doch welche Implikationen ergeben sich daraus für eine sozial-ökologische Transformation und wo liegen die Grenzen des Konzepts? Nach einem Impulsvortrag zu Entstehung und Imperativen des Überwachungskapitalismus werden wir diese Fragen diskutieren. Der "Überwachungskapitalismus" wird mittlerweile in fast jeder digitalisierungskritischen Debatte angeführt. Mit seiner Erfindung während des Dot-Com-Crashs haben sich laut Zuboff neue Imperative für Internetunternehmen entwickelt. Wirtschaftlicher Druck steigt, Daten zu verwenden, nicht nur um das Verhalten von Individuen vorherzusagen, sondern um gezielt Sehnsüchte, Bedürfnisse, Meinungen und Verhalten ganzer Gesellschaften automatisiert verändern zu können. Welche Verhaltensmodifikation statt finden soll, entscheiden auf den neuen Märkten für menschliches Verhalten die Höchstbietenden. Auf dem Spiel steht dabei, so Zuboff, nichts Geringeres als die Demokratie und die menschliche Natur. Ein Kurzvortrag stellt zunächst Entstehung und Imperative des Überwachungskapitalismus leicht verständlich dar. Wir erkunden, was seine definierenden Merkmale sind und was diese für eine sozial-ökologische Transformation bedeuten. Dabei machen wir uns ein Bild von den Grenzen des Konzepts Überwachungskapitalismus und diskutieren, wo es uns den Blick auf die weitreichenden Probleme der Digitalisierung bezüglich sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Krise sogar zu versperren droht. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CXYF9V/

Oct 1, 202239 min

🌟 B&B-Panel: Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung (DE/EN) (bub2022)

Auf diesem Panel geht es um grundsätzliche Fragen der Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung. Wir schauen dabei auf die individuellen und kollektiven Ebenen einerseits, aber auch auf die notwendigen technisch-konkreten und gesellschaftlich-philosophischen Rahmenbedingungen andererseits. Derzeit folgt Technikgestaltung zu häufig den Prinzipien von Kosumsteigerung, Profitmaximierung und Aufmerksamkeitsausbeutung. Zudem verursachen Trackingtechnologien, wie Cookies unnötige Datenströme und Energieverbräuche. Um eine sozial-ökologische Transformation zu ermöglichen, müssen Technikgestaltung und -betrieb neuen Kriterien unterzogen werden. Es stellen sich Fragen nach demokratischer und individueller Kontrolle, gerechtem Zugang, Schutz von Grund- und Freiheitsrechten sowie der Sicherstellung von Inklusion und Teilhabe und Suffizienz beim Energie- und Ressourcenverbrauch. Alle Menschen sollten sich auf der Ebene von Hard- und Software in die Gestaltung von Technik einbringen können. Sie können so individuell und kollektiv über den Zweck, den Datenschutz, die Datennutzung, die Datensicherheit oder den Strom- und Ressourcenverbrauch digitaler Technologien mitbestimmen, sodass tatsächliche Bedürfnisse der Nutzenden im Zentrum stehen. Technologien können zu Gemeingütern werden. Das erfordert politische Anstrengungen. Der Fokus dieses Podiums ist die Frage wie wir eine demokratisch legitimierte und gemeinschaftlich organisierte technologische Infrastruktur aufgebauen können und Bürger:innen die Kontrolle über technische Geräte erlangen. Bild: CC BY-ND mini_malist about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XQPGEV/

Oct 1, 20221h 35m

🌟 B&B-Panel: Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung (DE/EN) (bub2022)

Oct 1, 20221h 35m

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand (bub2022)

Oct 1, 202233 min

Überwachungskapitalismus - Und jetzt? (bub2022)

Oct 1, 202239 min

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand (bub2022)

Handlungsfelder, konkrete Beispiele und Fördermöglichkeiten für den nachhaltig-digitalen Mittelstand: Was benötigen Unternehmen konkret, um Digitalisierung als Werkzeug für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einzusetzen? Antworten liefern der nachhaltig.digital Monitor 2022 und das Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auf dem Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele brauchen wir sie: Die Potenziale des digitalen Wandels für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Digitale Technologien haben die Kraft, fast alle Wirtschaftsbereiche grundlegend zu transformieren und „grüne“ Innovationen zu ermöglichen. Dabei müssen die Risiken einer nicht-nachhaltigen Digitalisierung minimiert werden. Als einer der großen Innovationstreiber in Deutschland gilt es dabei, vor allem den Mittelstand in diesem Spannungsfeld zu stärken und zu unterstützen Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) arbeitet deshalb über die Kompetenzplattform nachhaltig.digital daran, dem Mittelstand mit konkreten Beispielen und Vernetzung die Wege zu einer nachhaltigen Digitalisierung aufzuzeigen. Der im Sommer erscheinende nachhaltig.digital Monitor 2022 zeigt Handlungsbedarfe auf, um das digitale Nachhaltigkeitspotenzial voll zu erschließen. Junge Unternehmungsgründungen und Startups, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln fördert die DBU in ihrem Green Start-up Programm. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen: Ob eine Planungssoftware für den mehrgeschossigen Holzbau, Software-Unterstützung für das Prinzip „mieten statt kaufen“ oder mit künstlicher Intelligenz in Industrieunternehmen Energie zu sparen. Lassen Sie sich in dieser Session inspirieren – und packen Sie mit an, damit der Mittelstand und unsere Wirtschaftsweise nachhaltig digitaler werden! Format: Vortrag mit anschließender Diskussion about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/K7BHS7/

Oct 1, 202233 min

🌟 B&B Panel: Enabling Democratic Discourse Beyond Privatized Digital Public Spheres (EN) (bub2022)

Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. How can the DSA be advanced? The infamous Cambridge Analytica case illustrates: powerful corporations like Meta pose a major threat to democracy. The digital public space is organized by corporations to which the state grants a lot of control. These corporations are fiercely focused on profit maximization and lack public transparency. Fake news, hate speech and manipulation flourish in so-called "social media." Their algorithms promote "echo chambers" in which like-minded people spiral into ever more extreme views. Meta and Google endanger independent media that work with journalistic standards and whose business model is collapsing. Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. In order to counter this, the following questions, among others, will be discussed in this thematic strand: How can a better discourse be shaped and which instruments do we need for this at which levels? What alternatives are already available today and how can we develop them further? How can aspects such as data protection, transparency and open source be better valued and implemented? Last but not least, the role of the state as an enabler or impediment to democratic opinion-forming will also be discussed in this context. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/RXUUUE/

Oct 1, 20221h 1m

Walk the Talk! Wie nachhaltig ist die IT des Bundes? (bub2022)

Mit einem Vortrag zum Aspekt der "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" werde ich berichten, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit zur Nachhaltigkeit der IT des Bundes zu schaffen und warum es für Klimaschutz viel Transparenz und eine gute Datenlage braucht. Die Ampel-Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag auch dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit verpflichtet. Dies lässt sich nur glaubwürdig vertreten, wenn die zugrundeliegenden Werte auch nach innen gelebt werden. Deshalb möchte ich in einem Vortrag aus dem Maschinenraum der Demokratie berichten und dazu, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit darüber zu schaffen, wie nachhaltig eigentlich die IT des Bundes ist und welche Fortschritte es dabei gibt. Ich werde zeigen, wie wichtig das Thema Transparenz in diesem Kontext ist und warum es eine gute und kontinuierliche Datenlage braucht, um schnelle und effektive Veränderungen zu erreichen. In meinem Programmbeitrag werde ich den Aspekt "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" fokussieren, sowie auf Möglichkeiten, wie man negative Klimawirkungen durch Digitalisierung verringern kann. Die Verbindung zur Demokratie zeige ich damit auf, wie sich am Beispiel Nachhaltigkeit der IT des Bundes die Exekutive an die eigenen Regeln und die Regeln der Legislative hält (oder nicht hält). Was motiviert mich? Ich habe einen aktivistischen Hintergrund und glaube daran, dass man die Welt positiv verändern kann. Ich mache das jetzt als MdB im Bundestag, sehe mich aber immer noch als Aktivistin, die beide Welten - die aktivistische und die (berufs-)politische miteinander verbinden will. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/G3YGCC/

Oct 1, 202241 min

KI-Basiertes Insektenmonitoring mit Citizen Science (KInsecta) (bub2022)

Wir verzeichnen einen dramatischen Rückgang an Insekten. Ein systematisches Monitoring ist entscheidend für die Planung von geeigneten Schutzmaßnahmen. KInsecta ist ein Open-Source Projekt, in dem ein Low-Cost-Multisensorsystem entwickelt wird, welches lebende Insekten automatisiert erkennt und klassifiziert. Gemeinsam mit Interessierten möchten wir bauen, Daten sammeln und diskutieren. Projektvorstellung: Ziel unseres Projektes ist eine automatisierte Klassifizierung von lebenden Insekten auf der Basis eines Low-Cost-Multisensorsystems. Es ist ein Open-Source Projekt und soll deutschlandweit interessierte Bürger:innen zum Nachbau und Mitmachen motivieren. Der aktuelle Prototyp wurde auf der Grundlage eines RaspberryPi entwickelt. Insekten in einer Falle passieren auf ihrem Weg ins Freie eine Kamera und einen Wingbeatsensor, wobei Bilder und die Flügelschlagfrequenz erfasst werden. In Deutschland erleben wir einen dramatischen Verlust von Insekten: Nicht nur die Gesamtmenge an Insekten, auch die Zahl der ca. 33.000 Insektenarten, die es hierzulande gibt, nimmt immer mehr ab. Dabei sind Insekten ein wichtiger Faktor im Ökosystem. Grundlage für einen effektiven Schutz der Insekten ist ein systematisches Monitoring. Aktuell erfolgt Insektenmonitoring mit Todfallen und es gibt viele ‚blinde Flecken‘ auf der Landkarte. Wir möchten dieses Monitoring unterstützen und dabei mit einem standardisierten und automatisierten Verfahren mit Citizen Scientists zusammenarbeiten. Viele Menschen an unterschiedlichen Orten können an der Erhebung partizipieren und die Daten auf einer Webplattform hochladen. Ziel ist es, gemeinsam eine stetig wachsende Datenbasis zu schaffen und zu diskutieren. Mit der wachsenden Menge an standardisierten Daten wird auch die Klassifizierung mit KI immer besser werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VLQVMB/

Oct 1, 202223 min

Für eine geteilte digitale europäische Öffentlichkeit (bub2022)

Oct 1, 202238 min

Für eine geteilte digitale europäische Öffentlichkeit (bub2022)

SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) setzt sich ein für eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen in Europa. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? Die Alternative zu den Mega-Plattformen von Facebook, Google & Co. kann nicht eine europäische Mega-Plattform sein. Am Anfang war das Usenet. Dann kam die Blogosphäre. Heute zielt das Fediverse darauf, das Internet wieder zu dezentralisieren. 'Einheit in Vielfalt‘ lautet die europäische Identitätsformel. Im gleichen Sinne setzt auch SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) – eine Allianz von Aktivist:innen aus öffentlich-rechtlichen und Community Medien und öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Wissensinstitutionen – auf eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ENNNTN/

Oct 1, 202238 min

KI-Basiertes Insektenmonitoring mit Citizen Science (KInsecta) (bub2022)

Oct 1, 202223 min

Souveräner Konsum mit Kreditkarte 5.0 (bub2022)

Oct 1, 202224 min

Souveräner Konsum mit Kreditkarte 5.0 (bub2022)

Die Ecodesign Verordnung für Nachhaltige Produkte und der digitale Produktpass sollen die Produkte transparenter für die Kunden machen. Die Nutzungsdauer dank Reparatur-, Recyclingfähigkeit, Wiederverwertung gibt Auskunft über die Ressourcen- und Energieeffizienz. Warum nicht gleich an der Kasse sehen, wieviel noch auf meinem CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konto ist? Wir alle brauchen Zeit, um unsere Gewohnheiten umzustellen. Deshalb sollten wir jetzt damit anfangen, Daten, die uns heute zur Verfügung stehen auch zu nutzen. Ziel der Kreditkarte 5.0 ist es, uns allen unseren täglichen CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konsum zeitnah, transparent und erfahrbarer zu machen. Der Produktpass ist ein erster wichtiger Schritt. SUSLA eine webbasierte Anwendung, die den CO₂- und Material-Fußabdrucks (MIPS) misst und den Konsumenten bei der Weiterentwicklung des Lebensstils hin zum nachhaltigeren Konsum unterstützt, ein weiterer. So wie wir heute über mehr oder weniger Geld verfügen, so sollten wir auch über ein Anfangs-CO2-, Umweltverbrauchsbudget verfügen. Plus oder minus Punkte gibt es für Verbräuche von oder Beiträge zur Biodiversität und sozialen Teilhabe. Die Primärausstattung wäre wie das Grundeinkommen gestaltet. Das zu verteilende Budget würde jedes Jahr auf Basis der neuen Klima- und Umweltberechnungen erfolgen, wo jedem Land bestimmte Mengen zugewiesen werden. Mit der Zeit merken wir, welcher Konsum welche Umweltverbräuche verursacht und ob unser Konto sich schnell oder langsam leert. Budgetüberschreitungen spielen anfangs keine Rolle. Mit der Zeit wird Konsum nur noch dann möglich sein, wenn alle unsere Konten im positiven sind, d.h. sowohl unser monetäres als auch unser Umwelt-/CO2-Konto. Zukaufen ist möglich oder aber wir leisten selber positive Beiträge/Kompensationen. Das zur Verfügung stehende jährliche Umwelt-/Klima-Budget wird Jahr für Jahr weniger (Sozialabfederung). Wie klingt das? Welche Möglichkeiten bietet uns heute schon die Digitalisierung? Womit können wir anfangen? Was spricht dafür, was dagegen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UVCDAU/

Oct 1, 202224 min

Mobilfunk geht auch nachhaltig! (bub2022)

Komplett klimaneutral mobil telefonieren und surfen – was einige Netzbetreiber für 2040 ankündigen, macht WEtell seit Marktstart 2020. Wie funktioniert klimaneutraler bzw. klimapositiver Mobilfunk? Und was bedeutet es ein gemeinwohlorientiertes Purpose-Unternehmen am Mobilfunkmarkt zu etablieren? Ein Einblick in das Transformationspotential digitaler Dienstleistungen mit anschließender Diskussion. Die CO2-Emissionen digitaler Dienstleistungen spielen durch ihre steigende Verbreitung eine immer wichtigere Rolle. Uns allen ist das klar. Den meisten Menschen aber nicht. Im Gegenteil: angesprochen auf nachhaltigen Mobilfunk haben 99,9% der Menschen große Fragezeichen auf der Stirn. Doch nach kurzem Erklären wird den meisten schnell klar: „Netzinfrastruktur, Rechenzentren,… all das braucht ja Strom.“ Genau um diesen Aha-Moment bei möglichst vielen Menschen zu erreichen, wurde WEtell gegründet. Wir zeigen, dass es „sogar“ im Mobilfunk möglich ist, ein konsequent nachhaltiges Angebot zu schaffen. In einem Impulsvortrag soll bei der Bits&Bäume am Beispiel von WEtell der Weg von der Vision „Menschen mit Nachhaltigkeit zu erreichen“ zum Unternehmen am Mobilfunkmarkt vorgestellt werden. Zusätzlich werden konkrete Details zum Klimaschutzkonzept und zur Umsetzung von den weiteren Kernwerten „Datenschutz, Fairness & Transparenz“ vorgestellt. Für die konsequente Verankerung der Vision und Werte im Unternehmen hat sich WEtell Gemeinwohl-zertifizieren lassen und ist mittlerweile auch Purpose-Unternehmen. Gerade das Thema Verantwortungseigentum, was durch die Aufnahme ins Koalitionsprogramm der Bundesregierung, heiß diskutiert wird, kann zu einem wesentlichen Treiber der Transformation der Wirtschaft in Deutschland werden und soll daher auch im Vortrag vorgestellt werden. Wichtig ist, dass es im Vortrag nicht in erster Linie darum geht Menschen für WEtell zu werben. Wir machen „Mobilfunk, weil wir Nachhaltigkeit wollen“ und in dieser Mission, wollen wir zeigen, wie nachhaltige digitale Dienstleistungen selbst relevant zur Lösung der Klimakrise beitragen können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZUZPWE/

Oct 1, 202238 min

Creating a digital environmental footprint: a Life Cycle Assessment approach (EN) (bub2022)

Oct 1, 202220 min

Creating a digital environmental footprint: a Life Cycle Assessment approach (EN) (bub2022)

Can we measure the environmental impact of digital products and services? We think we can, and we are already well on our way towards finding out the true environmental impact of digital products and services. During this session, we will present new perspectives, new knowledge, and what problems we still need to solve. With its work on the Digital Environmental Footprint, the SDIA is bringing the right people together to develop a new approach to measuring & reporting the total environmental impact of the digital economy. Based on the existing academic work and methodologies, the DEF provides the frameworks, tools and strategies to implement end-to-end measurement across the supply chain of digital products & services. We have chosen to build on the Life Cycle Assessment methodology, since it can give us great insights on the environmental impact of products and services. We believe that to measure is to know: data used in an LCA can give us what we need to report on our environmental impact, and to improve our products, services, and therefore our businesses. By using a clear taxonomy of the value chain, and an innovative conversion key called the Digital Resource Primitives, we have completed end-to-end energy measurement of a server. We believe it is important to find a way to transparently measure the actual impact of digital products and services, both for developers and the user, as it gives them more power and control over developing or picking the more sustainable product. To make this choice easier in the long run, we aim to create a label for these products. This drives political engagement, since there is a large role for governing bodies in regulating the data that needs to be made transparent by organisations involved along the value chain of digital products and services. We want companies to be able to feel empowered to do these life cycle assessments themselves, and feel empowered to share this with their customers, improve, and create a more sustainable future together about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LFUK3C/

Oct 1, 202220 min

Mobilfunk geht auch nachhaltig! (bub2022)

Oct 1, 202238 min

R Lernen: Warum die Zivilgesellschaft eigene Kompetenzzentren braucht (bub2022)

Digitale Kompetenzen aufbauen, vertiefen und stärken – dieses Ziel haben wir uns in den vergangenen zwei Jahren in der Zivilgesellschaft immer wieder vor Augen geführt. Doch wie können wir digitale Kompetenzen nachhaltig vermitteln, unsere Angebote verstetigen und skalieren? CorrelAid e.V. unterrichtet zivilgesellschaftliche Organisationen in R und nimmt euch mit auf die Suche nach Antworten. Wir zeigen, wie Organisationen mit geringen Mitteln eine interaktive Lernplattform programmieren, mit Inhalten füllen und veröffentlichen können. Dabei tauchen wir in die Welt von learnR, einem Framework aus dem Universum der Programmiersprache R, ein. Als kostenfreies Open Source Tool hilft es uns hochwertige und gleichzeitig kostengünstige Hybridkurse für Programmierung zu gestalten. Ganz nach unser Philosophie: technisch, ethisch und pragmatisch. Daneben sprechen wir darüber, warum sich der Fokus auf anspruchsvolle Open Source Technologien besonders lohnt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BH9ERF/

Oct 1, 202221 min

R Lernen: Warum die Zivilgesellschaft eigene Kompetenzzentren braucht (bub2022)

Oct 1, 202221 min

What does data protection actually protect? (EN) (bub2022)

In the digitalization discourse we hear a lot about digital sovereignty, individual control and people's privacy as prime elements ensuring fairness, happiness and freedom of a person. However, modern networked societies are defined by interdependencies and structural factors well beyond the individual. In effect, for thinking about the design and implications of digital technologies, we also have to look on a more systemic level to meaningfully determine, what we should aim for. Interestingly, data protection has long been asking those questions focussing on structural power asymmetries and societal conditions. So in asking, what data protection actually protects, we will learn a lot about society and will find very interesting parallels to social sustainability. Data protection is by no means about privacy, about one's own bedroom, or about sharing private data on Facebook. It is as much about preserving a democratic social order as it is about preserving individual alternatives for action in the digital age. So we must not talk so much about individuals and their highly subjective privacy desires, but much more about power asymmetries, enforcement power, as well as "strong" and "weak" actors - such as tech monopolies. Only with this structural view can we counter political smokescreens such as "self-data protection," "data ownership," "individual data sovereignty," or, for example, "algorithm ethics," which are increasingly being offered as solutions to the problem of the dataization of society. We have to deal structurally and also theoretically with the problem of the information power of large organizations (state actors, companies, even NGOs) if we want to live in a digital sustainable society oriented toward fundamental rights and freedoms. This foundational talk passionately provides the tools and the necessary theoretical basis to actually conduct meaningful data protection debates about sustainable and fair digital societies. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BCPURR/

Oct 1, 202242 min

What does data protection actually protect? (EN) (bub2022)

Oct 1, 202242 min

Digital goes Fair Trade: How Fair Trade principles can transform the ethics of digital work (bub2022)

If we need Fair Trade standards for coffee, do we also need them for digital products and services like websites? The presentation discusses the opportunities and downsides of digital work and the gig economy, highlighting the need and chances of Digital Fair Trade. The concept is illustrated using the example of the world's first Fair Trade verified agency, Digital Lions in Kenya. Presentation with Q&A/open discussion at the end or in between about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UVJSTU/

Oct 1, 202219 min

Greening RIPE though activism and empathy (EN) (bub2022)

Oct 1, 202233 min

In meinem Laptop steckt 2% Kinderarbeit (bub2022)

Untersuchung von Sozialrisiken der Rohstoffherkunft eines Laptops auf Basis öffentlicher Daten So wie klassische Ökobilanzen etwa den CO2-Ausstoß eines Produkts bei seiner Herstellung, Benutzung und Entsorgung berechnen, so führen wir *Sozial*bilanzen von Elektronikprodukten durch, beschränken uns dabei allerdings auf menschen- und arbeitsrechtliche Risiken beim Rohstoffabbau für die Geräte. Wir nutzen dafür öffentlich verfügbare Daten und die von uns erstellte Open Source Software Fairtronics, die von Geräteherstellern, Designern und Neugierigen frei nutzbar ist und an unserem FairLötet-Stand im Forum auch vorgestellt wird. In dem Vortrag werden die Motivation und das Vorgehen, vor allem aber die Bilanzergebnisse vorgestellt, und zwar anhand eines Open Hardware Laptops, stellvertretend für Laptops an sich: * Maß an Zwangs-, Kinderarbeit und Erwerbsarmut und deren Hotspots im Laptop * Hotspots der Rohstoffherkunft * Bauteilhersteller mit dem größten Risiko * Vergleich verschiedener Batterietypen * Bedeutung von Erdöl und Erdgas Genutzt werden kann es für Design- und Kaufentscheidungen, für die Erfüllung einer Lieferkettensorgfaltspflicht oder für Bildungszwecke zur Veranschaulichung, welche konkreten Folgen unsere Digitalisierung hat. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PAQFVU/

Oct 1, 202237 min

Digital goes Fair Trade: How Fair Trade principles can transform the ethics of digital work (bub2022)

Oct 1, 202219 min

Datenschutz, -sparsamkeit und Resourcenverbrauch am Beispiel einer Terminbuchungsanwendung (bub2022)

Oct 1, 202242 min

Datenschutz, -sparsamkeit und Resourcenverbrauch am Beispiel einer Terminbuchungsanwendung (bub2022)

Nur Daten, die nicht vorhanden sind, können nicht geleakt werden, verbrauchen keine Resourcen bei der Speicherung oder Verarbeitung. Es wird abgeschätzt, wieviel Resourcen Anwendungen sparen könnten, wenn sie konsequent datensparsam umgesetzt werden. Das Beispiel ist eine komplexe Applikation zum datensparsamen Buchen von Impfterminen: https://github.com/impfen Hoffentlich brauchen wir diesen Herbst keine weitere Impfkampagne. Im letzen Jahr hat sich eine Gruppe von Freiwilligen aus der Zivilgesellschaft mit Unterstützung der Björn Steiger Stiftung aufgemacht, um die DSGVO Probleme der gängigen Portale zur Buchung von Impfterminen zu lösen. Zahlreiche Sicherheitslücken und Datenleaks haben das Thema begleitet. Es wird qualitativ gezeigt, wie sich die Datensparsamkeit auf den Resourcenverbrauch der Software auswirkt. Wir haben keinerlei Abstriche gemacht, nur alles weggelassen, was für die Applikation nicht notwendig ist. Das Ergebnis ist eine moderne Open Source Microservice Architektur, die keinen Serverpark mehr brauchte, sondern auch auf einem Raspi gestartet laufen würde. Unter den Prognosen, dass Kühlwasser und Energieleitungen um Frankfurt für Rechenzentren in wenigen Jahren knapp werden, müssen diese Architekturen viel mehr in den Fokus der Entwicklung gestellt werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZYKVRK/

Oct 1, 202242 min

Modulare Design Strategien (bub2022)

Das Projekt MoDeSt hat sich das Ziel „Modulare Design Strategien“ für langlebige Smartphones zu ermitteln. Smartphones als kleine mobile IKT-Produkte sind weit verbreitet und gleichzeitig nur kurz genutzt. Durch modulare Design könnte die Reparierbarkeit verbessert und auch langfristige Upgrades von Geräten ermöglicht werden - aber gibt es Akzeptanz und Interesse für solche Produkte? Smartphones als kleine mobile IKT-Produkte sind weit verbreitet. Diese erzeugen in ihrer Herstellung den größten Teil ihrer Umweltwirkung, da in ihnen seltene Erden und sogenannte Konfliktstoffe verbaut werden. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von zwei Jahren ist viel zu gering, sodass aus der stetigen Neuproduktion von Smartphones eine erhebliche Umweltbelastung entsteht. Im Rahmen der Circular Economy ist die Nutzungsdauerverlängerung daher ein wichtiger Ansatz, um den Ressourceneinsatz und die Menge der produzierten Güter insgesamt zu verringern. Im Projekt MoDeSt wurden die Möglichkeiten von Produktzirkularität durch „Modulare Design Strategien“ für langlebige Smartphones untersucht. Ein modulares Design von Smartphones könnte den Kreislaufstrategien zu Gute kommen: - RETAIN: Verlängerung der Nutzungsdauer und Bindung durch Upgrademöglichkeiten und individualisierte Ausstattung, um Überdimensionierung zu vermeiden - REFIT: Leichtere Reparierbarkeit - REFURBISH: Leichtere Ersatzteilgewinnung aus Altgeräten, Kaskadennutzung von Komponenten und Modulen - RECYCLE: Leichtere Demontage und Trennung für das Recycling Gleichzeitig sind diese Strategien keine Selbstläufer. Selbst ökologisch- und suffizienz-orientiertee Nutzer*innen ersetzen Geräte bei nachlassender Funktionalität schnell und haben geringes Interesse an Reparatur. Wie kann man dieses Dilemma lösen und welche Anreize und Rahmenbedingungen sind nötig? Gemeinsam beleuchten wir dafür die größten Missverständnisse rund um Smartphonenutzung. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/MSKSMD/

Oct 1, 202241 min

Digitaler Gewaltschutz oder: Wie man Betroffene ermächtigen kann anstatt Plattformen zu regulieren (bub2022)

Oct 1, 202234 min

In meinem Laptop steckt 2% Kinderarbeit (bub2022)

Oct 1, 202237 min

Greening RIPE though activism and empathy (EN) (bub2022)

RIPE community is a steward of IP resources as commons for 33 years. As a part of the global Internet governance, RIPE NCC is coordinating administrative & technical operations of the Internet as critical infrastructure. We are now facing the limits of the planet: we are inviting activists & hackers to work together for resilience & justice, by empathically balancing conflicting needs. RIPE Community is a forum open to all parties interested in wide area IP networks. RIPE community works closely with standardisation organisations like the IETF & domain name registrars like ICANN, & with ISOC, IGF, EuroDIG... Anybody who is interested in the work of RIPE can participate in "Working Groups" on DNS, BGP, IPv6, IoT, IXPs..., through mailing lists and by attending meetings. RIPE activities are performed on a voluntary basis and decisions are formed by consensus. Since 2018, there has been an increase in awareness of the importance of the "environmental sustainability" topics; for example: https://labs.ripe.net/author/becha/green-tech-2021-compilation/ However, the topics seen as "political" have been seen as inappropriate to the predominantly technical focus of RIPE community -- I'd like to change that. Personally, I have been working on the B&B topic such as ethics in tech, impact on the psyche / mental health, justice, economy, resilience, diversity, inclusion... I am also a trained NVC mediator. As a Community Builder, at the B&B I am inviting invite more hackers & activists to join the RIPE community -- we need people who feel passionately about politics, climate & justice! My proposal fits within B&B because of the intersection of technical community & social topics; e.g: https://labs.ripe.net/author/becha/ripe-community-resilience-every-society-has-the-internet-they-deserve/ My other session is a "Forum": "RIPE, tea & empathy". about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/8WUASF/

Oct 1, 202233 min

Digitaler Gewaltschutz oder: Wie man Betroffene ermächtigen kann anstatt Plattformen zu regulieren (bub2022)

NetzDG, Digital Services Act (DSA), Chatkontrollen und Übermittlungspflichten – indem wir Plattformen und Messenger regulieren, werden Betroffene digitaler Gewalt geschützt, so das Ziel und Narrativ. Doch um Betroffene tatsächlich zu schützen, braucht es einen Neuanfang beim digitalen Gewaltschutz: Neben der Regulierung von digitalen Diensten, müssen Betroffene vor allem ermächtigt werden. Eine große Mehrheit der Bevölkerung erlebt Hass im Netz, digitale Gewalterfahrungen sind aber insbesondere für Frauen und andere marginalisierte Menschen Alltag. Und während der Chor gewalttätiger Stimmen lauter wird, werden andere leiser oder verstummen ganz, denn nein, digitale Gewalt trifft nicht alle gleich. Sie droht ausgerechnet die Menschen auszuschließen, die offene digitale Diskursräume am meisten bräuchten. Und das große Versprechen des Internets – direkte Teilhabe und Sichtbarkeit in gesellschaftlichen Diskursen und demokratischen Prozessen – wird durch digitale Gewalt gebrochen. Grund genug also, um über effektive Maßnahmen zu sprechen. Denn man kann Plattformen und Messenger-Dienste noch so viel regulieren: Digitale Gewalt findet ihren Weg – Zeit also, dass wir die Bedarfe von Betroffenen, und nicht die Regulierung, in den Fokus rücken und den digitalen Gewaltschutz neu denken. Die aktuelle Legislaturperiode bietet, passenderweise, die Chance auf einen Neuanfang. Die Ampel hat sich den Digitalen Gewaltschutz auf die Fahnen und ein Digitales Gewaltschutzgesetz als verbindlichen Gesetzgebungsauftrag in den Koalitionsvertrag geschrieben. Zentral im Entwurf: Richterlich angeordnete Accountsperren. Beobachtet und begleitet wird dieses Vorhaben von der Marie-Munk-Initiative der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), die einen eigenen Vorschlag für ein solches Gesetz ausarbeitet und dabei ihre Perspektive als Streiterin für Freiheitsrechte einbringt. Die zentralen Punkte stellen wir in einem kurzen Lightning Talk mit anschließender Diskussionsrunde vor – und hier stehen nicht nur wir Rede und Antwort, sondern auch das Publikum. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EY8SHG/

Oct 1, 202234 min

Bias in, Bias out – Der Gender-Effekt bei Chatbot Designern (bub2022)

Digitale Technologien neigen dazu, bestimmte Gruppen von Nutzer:innen zu benachteiligen. Um dies zu verhindern, ist es notwendig zu verstehen, wie verschiedene Präferenzen in menschlicher Kognition und Sprache ihren Weg in ein digitales System finden und die Erfahrung der Nutzer:innen beeinflussen. Wir haben die Entstehung von Bias bei der Entwicklung und dem Design von Chatbots entdeckt, indem wir den Einfluss der Geschlechtsidentität von Chatbot-Entwickler:innen auf die Erfahrung der Nutzer:innen experimentell untersucht haben. Dazu entwarfen 13 Entwickler:innen Chatbot-Dialoge, die danach 421 Nutzer:innen präsentiert wurden, ohne dass diese wussten, wer die Dialoge entwickelt hat. Das Geschlecht der Entwickler:innen hatte einen völlig impliziten Einfluss auf die affektiven Reaktionen der Nutzer. Wenn die Geschlechter von Nutzer:innen und Entwickler:innen übereinstimmten, zeigten die Nutzer:innen mehr positive und weniger negative Affekte. Die berufliche Erfahrung der Entwickler:innen reduzierte diesen Ähnlichkeits-Attraktions-Effekt der Geschlechtsidentität nicht. Da in der Praxis ein Großteil der Entwickler:innen männlich ist, kann man davon ausgehen, dass durch den von uns nachgewiesenen Effekt, männliche Nutzer in der Regel eine bessere Erfahrung bei der Nutzung von Chatbots und anderen digitalen Schnittstellen haben. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die geschlechtsspezifischen Identitäten von Entwickler:innen und ihre Auswirkungen auf das Design digitaler Technologien zu berücksichtigen, damit nichtdiskriminierende Systeme entwickelt werden können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LT3AZ9/

Oct 1, 202220 min

Ein creative commons Repository für medizinische Metadatenmodelle zur Harmonisierung der Gesundheitsversorgung (DE) (bub2022)

Over the last years medical-data-models.org has accumulated Europe's largest semantically annotated medical metadata-repository, with roughly 24.000 data collection artifacts. This public domain infrastructure shares models and tools under CC-BY attribution to scientists. Let's take this approach from an idealistic endeavour by few to a widely adopted community effort! Over the last years medical-data-models.org has accumulated Europe's largest medical metadata-repository, amounting to roughly 24.000 semantically annotated data collection artifacts from clinical studies and routine documentation. The need arose from the awareness of low resource settings of clinical researchers in non-westernised countries, a drive for empowerment of good clinical practice and regulatory compliance in non-industry-funded clinical trials and a desire to harmonise global medical data through semantically structuring in fully specified machine-readable formats. A rough estimate of 40 working years of medical domain knowledge was put into the database back-end driving the semantic search. We achieve harmonisation through reuse of concepts. (Groß et al. 2016 "A Reuse-Based Annotation Approach for Medical Documents"). Sharing the resulting resource under CC-BY attribution along with tools to a broad community will continue to establish a public domain infrastructure. However, time consuming input of domain expertise, idealistic property claims on metadata from corporate/private players and limited resources in the academic sector jeopardise the scalability and sustainability of the public platform. In this talk we will try to outline the basic scientific premiss to the initiative, our currently reached milestones, and some strategic alliances with other similar initiatives across the globe. After this, a discussion with the audience will collectively develop the idea further, give criticism from different domains and create a shared vision for the future of this concept in the next digital era. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YYKVFX/

Oct 1, 202229 min

🌟 B&B Panel: Building Just and Sustainable Digital Futures (EN) (bub2022)

Oct 1, 20221h 23m

🌟 B&B Panel: Building Just and Sustainable Digital Futures (EN) (bub2022)

A panel that maps different approaches to understand opportunities and pitfalls of emerging technologies; and that showcases pathways towards building the just and sustainable futures we want to see. Emerging technologies often promise more equality, freedom and sustainability. However, they can also lead to more harm: machine learning algorithms might make better climate predictions, but their training produces a lot of CO2 emissions. AI promises to make recruiting processes more efficient, but it also bears biases and flaws. What is needed are critical, scientific and intersectional perspectives on assessing the harms and potentials of these technologies. In this panel, we discuss different approaches to understanding opportunities and pitfalls of emerging technologies. Then, we showcase pathways towards building the just and sustainable futures we want to see. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EFDR8Q/

Oct 1, 20221h 23m

Die Ressourcen-Verschwendung steckt in der Software (bub2022)

Oct 1, 202239 min

"Interdisciplinary Competence" - Wie die Zusammenarbeit von Fachcommunities gelingt: ein Online Kurs (bub2022)

Oct 1, 202221 min

Restoring forests with digital tools (bub2022)

Oct 1, 202240 min

Open Hardware: “The next revolution”? (bub2022)

Oct 1, 202225 min

Digitale Lösungen für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft mit Zukunft? (bub2022)

Oct 1, 20221h 1m

Digitale Lösungen für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft mit Zukunft? (bub2022)

Ein Austausch über die Herausforderungen der Digitalisierung für eine sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Einblicke aus der Praxis von der Initiative OpenOlitor mit ihrem Software-Tool für solidarische Landwirtschaft treffen auf Forschungsergebnisse zum Potenzial von Digitalisierung für einen nachhaltigen Umbau der Landwirtschaft von der Humboldt Universität. Wir diskutieren in einem Live-Podcast-Format die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für eine sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Statt einer PowerPoint gibt es Bilder, statt Vorträgen ein Gespräch und Wissenschaft trifft Praxis. Louisa berichtet aus ihrer Forschung über die Risiken der Digitalisierung, die derzeit von großen Agrarkonzernen vorangetrieben wird und wenig bietet für Landwirt*innen, die auf kleineren Höfen ökologisch nachhaltig Lebensmittel anbauen möchten. Alwin und sein Team haben ein digitales Werkzeug zu deren Unterstützung entwickelt. Er berichtet von der Umsetzung und Anwendung der Open Source-Software OpenOlitor, einem Verwaltungstool für Solidarische Landwirtschaften und kleinbäuerliche Betriebe. Er zeigt, auf welche technischen Prinzipien sich OpenOlitor stützt, wie die Software bei Administration, Logistik und Abrechnung im Abo-Direktvertrieb hilft, berichtet aber auch von den Herausforderungen, die bei der Einführung von OpenOlitor oder ähnlichen Werkzeugen immer wieder auftreten. Louisa ergänzt mit einem kurzen Überblick über andere Initiativen, die digitale Technologien für eine Transformation der Landwirtschaft entwerfen und zeigt auf, welchen Beitrag diese Technologien leisten können. Die Veranstaltung endet in einer offenen Diskussionsrunde, in der auch Ansatzpunkte für politisches Engagement aufgezeigt werden. Wie lassen sich Initiativen wie OpenOlitor unterstützen? Wie kann kleinbäuerlichen Betrieben der Zugang zu digitalen Tools erleichtert werden? Welche Digitalisierung kann einer sozialen und ökologischen Transformation der Landwirtschaft wirklich zu Gute kommen und wo gibt es Gefahren? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QAHUYA/

Oct 1, 20221h 1m

Open Hardware: “The next revolution”? (bub2022)

Open Hardware verändert die Rolle von technischem Wissen um physische Objekte grundsätzlich. Ist dafür der Zeitpunkt gekommen? Eine EU-Studie setzt ein Zeichen in diese Richtung. Im Talk geht es um den aktuellen Stand von Open Hardware, um die Rolle der Zivilgesellschaft und wohin es gehen sollte. Wir sind schon länger nicht mehr in der Lage, die Technik, die wir täglich nutzen, nachzuvollziehen. Das liegt an immer höherer Integration elektronischer Schaltungen, aber auch an geschlossenen Designs und mangelnder Dokumentation. Daraus ergeben sich viele Probleme. Entfremdung und Desinteresse gegenüber dem, was im Gerät passiert, gehören ebenso dazu wie ökologische Auswirkungen, weil die Reparatur, Anschlussfähigkeit und Weiterverwertung oft kaum möglich ist. Die Bewegung um ein “Recht auf Reparatur” versucht dem entgegenzuwirken und z.B. die flächendeckende Bereitstellung von Ersatzteilen zu erwirken. Damit greift es eine Praxis auf, die noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts als normal galt - ein verzweifelter Kampf in einem kaputten System? Open Hardware geht weiter und verändert die Rolle von technischem Wissen im wirtschaftlichen Kontext grundsätzlich. Ist dafür der Zeitpunkt gekommen? Die EU-Studie “The impact of open source software and hardware on technological independence, competitiveness and innovation in the EU economy” aus dem Jahr 2021 setzt ein Zeichen in diese Richtung, indem es Open Hardware mit “The next revolution” betitelt. Im Talk geht es um den aktuellen Stand von Open Hardware, die Rolle der Zivilgesellschaft und wohin es gehen sollte. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/Y7J8KF/

Oct 1, 202225 min

Mit Gemeinwohl punkten - WECHANGE & WEtell beleuchten ihre Ecogood Business Cases (bub2022)

Digital, nachhaltig ... und gemeinwohlorientiert? Die wechange Genossenschaft und der Mobilfunkanbieter WEtell geben Einblicke in ihre Geschäfts- und Wirkungsmodelle. Die übl(ich)en Geschäftsmodelle digitaler Plattformen, Startups und Konzerne zielen oft auf Profitmaximierung, Monopolisierung oder einen schnellen, ertragreichen Exit. Haupteinnahmequellen sind Werbung oder die Monetarisierung von Nutzer:innendaten. Dass es auch anders geht, zeigen die wechange Genossenschaft (https://wechange.de) und der nachhaltige Mobilfunkanbieter WEtell (https://www.wetell.de/). Mit einem gemeinwohl-orientierten Plattform-Geschäftsmodell setzt WECHANGE Maßstäbe für nachhaltige Digitalisierung. Die Gemeinwohl-orientierung ist seit Gründung in der Satzung der Genossenschaft verankert. Nun hat sich die wechange eG vorgenommen, einen Wirkungs- und Gemeinwohl-Bericht zu erstellen und im ersten Schritt das brandneue Ecogood Business Canvas angewandt. WEtell zeigt, dass eine konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeit sogar im Mobilfunk möglich ist. Seit 2020 kann man über WEtell klimapositiv mobil telefonieren und surfen, seit 2021 ist WEtell gemeinwohl-zertifiziert und seit 2022 auch ein Purpose-Unternehmen, gehört sich also quasi selbst. „Werte-Orientierung statt Profit-Maximierung“ - das ist Teil der WEtell DNA und findet sich auch in WEtells Ecogood Business Canvas wieder. Daniel Bartel (GWÖ / SEND e.V.), einer der Urheber des frei nutzbaren Canvas, hat die beiden Unternehmen in diesem Prozess begleitet. Ludwig Schuster (wechange eG) und Nico Tucher (WEtell) beleuchten ihre Erfahrungen mit dem Ecogood Business Canvas. Gemeinsam laden sie euch ein, die Ergebnisse kennenzulernen, ihre gemeinwohl-orientierten Geschäftsmodelle zu "challengen" und konstruktive Verbesserungsvorschläge einzubringen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YFPJ7P/

Oct 1, 20221h 1m

Restoring forests with digital tools (bub2022)

The children's and youth initiative Plant-for-the-Planet aims to bring back 1,000 billion trees and make children and young people strong for their future. Sagar Aryal, member of the foundation's board of directors, presents the inspiring success story of a digital platform for renaturation organizations. Global reforestation is also facilitated by the impactful TreeMapper app. The children's and youth initiative Plant-for-the-Planet has the goal of bringing back 1,000 billion trees and empowering children and young people for their future. In 2011, the United Nations Environment Programme, or UNEP, handed over the tradition-steeped Trillion Tree Campaign to Plant-for-the-Planet. Initiated by our Climate Justice Ambassador, Sagar Aryal, this was expanded into a digital platform and now everyone can donate trees with just a few clicks on plant-for-the-planet.org and track the planting progress via the specially developed TreeMapper app. Transparent, open source and free of charge. In his presentation, Sagar Aryal, member of the foundation's board of directors, will present the inspiring success story of a digital platform for renaturation organizations. Today, over 220 projects are participating; interested parties can see the most important information at one glance. As a result, over 63 million trees have been mobilized since 2019. The addition of the TreeMapper app has also strengthened the global climate protection movement. As a monitoring and reporting tool, it allows for a complex ecological analysis of the impact of projects, while being simple enough for any layperson to collect data using only their smartphone. All data can be collected offline and uploaded later. The app facilitates transparency in global reforestation and enables projects to produce high-quality reporting without much effort or cost. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E39UBV/

Oct 1, 202240 min

"Interdisciplinary Competence" - Wie die Zusammenarbeit von Fachcommunities gelingt: ein Online Kurs (bub2022)

Die akademische Welt ist in Disziplinen unterteilt. Je stärker Expertise aufgebaut wird, desto schwerer kann es fallen, sich in andere Perspektiven hinzuversetzen und mit diesen produktiv umzugehen. Für den Aufbau "Interdisziplinärer Kompetenz" haben meine Kolleg:innen und ich einen Open Access (CC-BY-SA) Online Kurs entwickelt, der unsere Forschungsergebnisse allen Forschenden zugänglich macht. Ich werde kurz den kostenlosen Open Access Online Kurs (idc.wzb.eu) vorstellen, das heißt die Struktur der sechs Module vorstellen, welche Zielgruppen er anspricht und wie er realisiert wurde (openEdx, in englischer Sprache, mit kurzen Lehrvideos, etc.). Dazu gebe ich einen Crash-Kurs in "Interdisziplinärer Kompetenz", indem ich die Erkenntnisse der über 60 Expert:inneninterviews mit interdisziplinär Forschenden in konkrete Do's and Don'ts übersetze. Ich erspare euch in die Tiefen meiner Dissertation zum Thema "Kollaborative Kulturen" zu gehen, werde aber ganz kurz anteasern, was für das Etablieren solcher Kulturen wichtig ist und warum viele fachübergreifende Kooperationen so schwergängig sind. All diese Inhalte sind für das Verbinden von disziplinären Wissensbeständen in der digitalen Wissensgesellschaft und für die transdisziplinäre Umsetzung in Demokratien mit Vetoakteur:innen und Kompromisslösungen von großer Bedeutung. Nicht allein die Verfügbarkeit von Wissen, sondern ihre gelingende kollaborative Anwendung entscheiden über den Erfolg von Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ich habe mich aus der Perspektive der Wissenschaftsforschung fünf Jahre damit beschäftigt, wie Interdisziplinarität gelingen kann, am Weizenbaum Institut in Berlin, am Oxford Internet Institute oder auch am Weizman Institute for Science in Israel. Ich freue mich, nicht nur die Kernergebnisse dieser Forschungsfälle, sondern auch unseren Online Kurs als konkretes Transferergebnis zur Einführung in unsere Forschung vorzustellen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/B9AWFJ/

Oct 1, 202221 min