
Zen
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Ep 107Z0107 Die Arbeit an der inneren Haltung (Teisho vom 12.1.2020)
Wer sein inneres Zentrum, sein ’Ki’, geübt hat, reagiert nicht mehr schematisch und voraussehbar auf seine Mitmenschen; so erläutert Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Vortrag anhand des Beispiels Nr. 25 aus dem Hekiganroku. \r\nDort wird die \"Götterperspektive\" derjenigen kritisiert, die sich über gewöhnliche menschliche Belange erhaben wähnen. Diese Haltung ist nämlich, wie das Koan erläutert, kein Ort an dem man bleiben kann. Nach der in der Meditation erarbeiteten Einsicht in die Wesensgleichheit bleibt uns die entscheidende Aufgabe der Umsetzung und Integration dieser Erfahrung in den eigenen Alltag. Als Orientierung für diesen Prozess sprach der der Buddha von den sogenannten vier analytischen Wissen: \r\n1.: Das Potential zum Erwachen; \r\n2.: Die Erkennbarkeit der Gesetze des Großen Lebens; \r\n3.: Die lebensdienliche Sprache (die eine Erkenntnis des Dharma vermittelt); \r\n4.: Die Integration der Einsicht durch Übung.\r\n\r\nWer auf dem Übungsweg an seiner inneren Haltung arbeitet und die \"Buddhaschaft\" kultiviert, kann erleben, wie sich dann auch der ganz gewöhnliche Alltag verändert.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 106Z0106 Aktiv sein in der Welt ohne an alten Konzepten festzuhalten ( Teisho vom 11.1.2020)
Anhand von Koan Nr. 14 aus dem Mumonkan spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die auf dem Zen-Weg geübte Offenheit für das Absichtslose.\r\nWir können unsere Intentionen verfolgen, erläutert er, ohne an unseren Konzepten zu hängen, wenn wir mit den Umständen, mit dem \"Feld\", in Resonanz gehen. Dann sind wir, statt in der Welt der Konzepte, in der Welt des Vertrauens. \r\nIm Beispiel des Koans fordert Nansen die Mönche heraus in ihrem Streit um eine Katze, kreativ zu werden und einen entscheidenden lösenden Aspekt zu benennen. \r\nAuch die Mediatoren, die 1980 das sogenannte Harvard Konzept entwickelten (\"Getting to Yes -Negotiating an agreement without giving in\") wollten wegkommen vom Feilschen um Positionen und von Lösungsansätzen, die nur einen Sieger vorsehen oder das Vorhandene hälftig aufteilen möchten.\r\nNansen will seine Mönche dahin bringen, ihren Streit und die Situation vom Eigentlichen her selber lösen zu können.\r\nWenn wir uns in einem Streit festgefahren haben, kommt häufig noch die Scham dazu, überhaupt einem Konflikt zu unterliegen. Liv Larsson (\"Wut, Schuld & Scham\") spricht von den Vermeidungsreaktionen bei Scham: Rückzug, Rebellion, Selbstangriff sowie Schuldgefühle und Ärger. Die Scham blockiert dann unsere Phantasie und unser Handeln und wir sind nicht mehr mit unserem Potential - der \"Buddhanatur\" - verbunden.\r\n\r\nEs kann dann eine große Erleichterung sein, wenn wir erkennen, dass die Wirklichkeit nicht konzepthaft festgelegt ist. Wie es in den sogenannten \"Dharmasiegeln\" heißt: - - - Die Wirklichkeit ist gekennzeichnet durch Wandel (Anicca); \r\n- alles ist vergänglich und nichts hat eine ewige Substanz, \r\n- auch unser \"Ich\" ist nur ein Bündel von Konzepten (Anatta). \r\n- Und \"Nirvana\" (Konzept-Freiheit) erleben wir erst dann, wenn wir dieser Wirklichkeit entsprechen. \r\nUnd in der Meditation, im Zazen, können wir den nicht-substantiellen Potentialzustand (shunyata; Nicht-Begrenzung, Nicht-Konzeptualität) berühren. Wenn wir auch im Alltag Absichtslosigkeit (apranihita) einüben, dann können wir unsere Intentionen verfolgen während wir gleichzeitig offen für die unberechenbare und oft überraschenden Wirklichkeit bleiben. Dann lassen wir uns vom Ungeplanten inspirieren und bleiben im Raum des Vertrauens in dem wir oft erleben können, dass uns das Leben, das Große Leben, unterstützend entgegenkommt.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 105Z0105 Herz und Disziplin im Klostertraining und im Alltag (Teisho vom 6.12.2019 Rohatsu)
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Ep 104Z0104 Die Herausforderung, mit Ärger umzugehen (Teisho vom 5.12.2019 Rohatsu)
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Ep 103Z0103 Enkan und der Nashornfächer (Teisho vom 4.12.2019 Rohatsu)
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Ep 102Z0102 Über Existenz und Nichtexistenz hinaus - Erinnerungen an Oi Saidan Roshi (Teisho vom 3.12.2019 Rohatsu)
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Ep 101Z0101 Mit den Lebensumständen umgehen (Teisho vom 2.12.2019 Rohatsu)
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Ep 100Z0100 Rebellen für Mitgefühl und Weisheit (Teisho vom 21.9.2019 Herbstsesshin)
Anhand des Koan aus dem Hekiganroku, Fall Nr. 89: Ungans ’Der ganze Körper ist Hand und Auge’, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa darüber, wie wir durch eine Kooperation mit der Natur und untereinander sowohl für unsere Entwicklung als auch für die Entwicklung der Natur eintreten können. Besonders geht er dabei auf die Qualitäten ein, die durch den vielarmigen Bodhisattva Avalokiteshvara dargestellt werden: Zuhören und Tatkraft.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 99Z0099 Die Entwicklung des Buddhismus im Westen (Teisho 19.9.2019 Herbstsesshin)
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Ep 98Z0098 Handeln im Bewusstsein der Zusammenhänge (Teisho vom 31.8.2019)"
Im Koan Nr. 8 aus dem Mumonkan, \"Keicho, der erste Wagenmacher\", geht es um den Umgang mit den Errungenschaften der menschlichen Erfindungskraft.\r\nUm unsere Konjunktur und unsere Industrie am Laufen zu halten sind wir auch heute oft noch bereit unabsehbar große Opfer zu bringen. So bringen wir, zumindest die Vertreter der älteren Generation, unseren Autos eine Haltung entgegen, die gelegentlich eine Art religiösen Charakter annimmt.\r\n\r\nMit einer durch die Zen-Übung trainierten Achtsamkeit werden wir uns, so legt Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Vortrag dar, der Zusammenhänge stärker bewusst, sowohl der unmittelbaren Handlungen als auch der größeren Zusammenhänge, in die wir mit unserem Leben hineinwirken. Im positiven Samadhi, der Konzentration im Tun, das wir neben der gegenstandslosen Konzentration auch im Sesshin üben, sind wir auf eine intensive und direkte Art und Weise mit den Dingen und Strukturen der Welt um uns herum verbunden.\r\nDie geübte Achtsamkeit kann uns zwar nicht in jeder Lage retten, aber sie kann dazu beitragen, dass sich unser Umgang mit der Welt möglichst heilsam gestaltet.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 97Z0097 Die Fallen auf dem Weg zum Erwachen (Teisho vom 29.6.2019 Sommersesshin)
Der Mensch des Dharmagesetzes ist SO\r\n\r\nIn diesem Vortrag wird das knappe Koan aus dem Hekiganroku, Fall 92: «Versteht genau den Meister des Dharmagesetzes; der Meister des Dharmagesetzes ist so», ausgeführt. In Texten wie dem Herz-Sutra lesen und rezitieren wir oft: Leerheit (oder: Grenzenlosigkeit) ist Form. Und Form ist Grenzenlosigkeit». Aber … – wie füllen wir das? Und wo ist unsere eigene Erfahrung davon? Und wann schaffen wir es, reines Sosein wahrzunehmen? Bleiben wir in der Position des Urteilenden gefangen, geraten wir in eine Welt des Mangels und das Sosein der Existenz bleibt uns verschlossen. Durch die Zen-Übung können wir lernen, die Vielfalt willkommen zu heißen und uns mehr und mehr wie ein Künstler im Leben verhalten und uns anregen lassen von der Formenvielfalt, der wir begegnen
Ep 96Z0096 Der Mensch des Dharmagesetzes ist SO (Teisho vom 28.6.2019 Sommersesshin)
In diesem Vortrag wird das knappe Koan aus dem Hekiganroku, Fall 92: «Versteht genau den Meister des Dharmagesetzes; der Meister des Dharmagesetzes ist so», ausgeführt. In Texten wie dem Herz-Sutra lesen und rezitieren wir oft: Leerheit (oder: Grenzenlosigkeit) ist Form. Und Form ist Grenzenlosigkeit». Aber … – wie füllen wir das? Und wo ist unsere eigene Erfahrung davon? Und wann schaffen wir es, reines Sosein wahrzunehmen? Bleiben wir in der Position des Urteilenden gefangen, geraten wir in eine Welt des Mangels und das Sosein der Existenz bleibt uns verschlossen. Durch die Zen-Übung können wir lernen, die Vielfalt willkommen zu heißen und uns mehr und mehr wie ein Künstler im Leben verhalten und uns anregen lassen von der Formenvielfalt, der wir begegnen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 95Z0095 Der Bereich Buddhas und der Bereich dieser Welt (Teisho vom 27.6.2019 Sommersesshin)
Der Zenmeister Rinzai (chin.: Lin-chi I-hsüan, ) spricht von vier «Standpunkten» oder «Verfahren» des Umgangs mit Zenschülern: Manchmal wird der Mensch weggenommen und nicht die Umgebung; manchmal wird die Umgebung weggenommen und nicht der Mensch; manchmal wird sowohl der Mensch als auch die Umgebung weggenommen und manchmal wird weder der Mensch noch die Umgebung weggenommen. – Je nachdem, an was an ein Schüler, der zu Rinzai (Lin-chi) kommt, festhängt, wird er unterschiedlich «behandelt».\r\nVoraussetzung des Weges ist immer ein vollständiges Erkennen von uns selber; wie auch Dogen betont: Den Buddhaweg gehen, bedeutet [zunächst] sich selbst zu erkennen. Nach dieser Selbst-Einsicht folgt das Selbst-Vergessen. Und dann können wir mit allen Erscheinungen in Resonanz sein und von allen Dingen erleuchtet werden. \r\nDer Kanzler Zhang Jun (1097–1164), ein Schüler des Zenmeisters Dahui Zonggao (1089–1163), zeigte sich erleichtert und erfreut, als er die Standpunkte von Rinzai aus eigener Einsicht soweit nachvollziehen konnte, dass er die Vergänglichkeit aller Erscheinungen durchschaute und sich von den Verhaftungen daran lösen konnte. Als er das seinem Lehrer Dahui berichtete, wies dieser ihn darauf hin, dass Zhang auch die vier Standpunkte noch hinter sich lassen müsse, um sich frei in der Welt der Erscheinungen bewegen zu können. Denn wer noch an der «Götterperspektive» festhängt und sich nur dort einer (Pseudo-) Befreiung erfreut, ist nicht in der Lage, sich in der Welt der Erscheinungen, in der Sphäre Maras, frei zu bewegen. Und vom Gipfel des Berges der Erleuchtung aus lassen sich auch die Verirrten in den Tälern der Verwirrung nicht erreichen.\r\nChristoph Rei Ho Hatlapa führt aus, dass auch wir in unserer Wohlstandsgesellschaft in usnerem Teil der Welt in gewisser Weise auf dem Gipfel des Wohlgefühls sitzen und die Tendenz um sich greift, Mauern um diese Wohlstandszonen zu errichten. Mauern, die verhindern sollen, dass wir uns mit der Welt der Niederungen befassen müssen, aus der wir nur unsere Ressourcen beziehen möchten und in die wir die Kollateralschäden unseres Wohlstands externalisieren wollen. Auf dem Markplatz dieser Welt haben wir es zunehmend dringlich mit der Frage zu tun, wie diejenigen, die Mauern um ihre Wohlstandszonen bauen wollen, ihre Bedürfnisse erfüllen können, ohne auf der anderen Seite der Mauern Desaster und Leid zu erzeugen und all das dann aus ihrer Wahrnehmung auszublenden.\r\nRinzai sagte noch: «Wenn du das Heilige liebst und das Weltliche hasst, wirst du im Meer von Geburt-und-Tod dahintreiben und versinken».\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 94Z0094 Die Kraft der Namen und Benennungen (Teisho vom 26.6.2019 Sommersessshin)
In dieser Welt versehen wir gewohnheitsmäßig Dinge, Situationen und Personen mit Namen und Bezeichnungen. Im Koan von Shuzans Shippei (Mumonkan Fall 43) wird die Frage aufgeworfen, ob unsere Gewohnheit des Benennens und Bezeichnens wirklich das Wesen der Dinge trifft. Aus dem unterscheidenden Geist heraus trennen wir die Dinge aus ihrem größeren Kontext. Es geht darum, WIE wir notwendige Bezeichnungen und Konzepte verwenden. Am Beispiel der Namensgebung seiner Töchter erläutert Christoph Rei Ho Hatlapa die Kraft und Bedeutung einer aufmerksamen und mit den «Dingen» verbundenen Namensgebung. Namen stellen Bezüge her und sind mit Anschauung und (visionären) Zielen verbunden.\r\nWas immer wir auch benennen, und dadurch hervorheben, bleibt gleichwohl gleichzeitig immer ein Teil des Großen Ganzen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 93Z0093 Wer ist verantwortlich? (Teisho vom 25.06.2019 Sommersesshin)
Das Koan «Der sehr starke Mann» im Mumonkan Fall 20 stellt die Frage nach dem Subjekt des Handelns und der Verantwortlichkeit. Shôgen Sôgaku (1139-1209, chin.: Sung-yüan Ch\'ung-yüeh) fragte: «Warum kann ein Mann von großer Kraft sein Bein nicht heben?», oder, nach einer anderen Übersetzung: «Warum stellt sich der erleuchtete Mensch nicht auf seine Füße und erklärt sich selbst?»\r\nAus unseren theistischen Traditionen kennen wir das Problem der Theodizee: Warum lässt ein allmächtiger und allgütiger Gott das Leiden zu?\r\nDen Buddhismus verstehen wir als Chance, Spiritualität transformativ zu praktizieren. Wir verstehen uns als Akteure innerhalb eines großen, über unsere kleine «Ich-Allein-Perspektive» weit hinausreichenden Zusammenhangs. Indem wir uns im Samadhi des Horchens auf diese größeren Zusammenhänge üben, können wir uns aus der Verstrickung im Leiden lösen und zu einem freudvollen Akteur innerhalb der großen Interdependenz werden. Und dann können wir auch hilfreich im Sinne der «Errettung der Wesen» innerhalb dieses großen Zusammenhangs wirken. Aus der Frage der Verantwortlichkeit wird damit ein Impuls des freudvollen und heilsamen Handelns und Mitgestaltens.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 92Z0092 Der Geist ist wie ein Künstler (Teisho vom 9.6.2019 Pfingstsesshin)
Das Gleichnis vom Geist aus dem Avatamsaka-Sutra wird im Kattoshu, Fall Nr. 102, angesprochen.\r\n \"In der gesamten Welt gibt es nichts, das nicht durch den Geist hervorgebracht wird\", so lautet eine Kernaussage des Avatamsaka-Sutra. Die Erscheinungsformen dieser Welt - die \"fünf Skandhas\" - werden von uns in der Regel zunächst einmal persönlich genommen. Wir personalisieren die Dinge und die Verhältnisse und dann neigen wir dazu, uns damit zu identifizieren. Diese Tendenz des \"Greifens\" soll in der Zen-Praxis dekonstruiert werden. Dagegen zeigt sich in der Wahrnehmung des Künstlers die Welt als Entwurf. Und gerade dann, wenn wir spielen, erleben wir oft die tiefere und eigentliche Schönheit der Welt. Indem wir \"abhold wählerischer Wahl\" werden und weniger ergreifen, sondern unmittelbarer erleben, kann sich die offene Weite und die Klarheit zeigen, von der Bodhidharma sprach.\r\n Das ist das, was wir im Zen anstreben: Dass wir uns vom Geist so ergreifen lassen, dass wir unsererseits nichts ergreifen müssen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 91Z0091 Angulimala und die schwere Geburt (Teisho vom 8.6.2019)
Teisho vom 8.6.2019 Pfingstsesshin\r\n\r\nIm Kattoshu, Fall Nr. 173, wird eine Erzählung aus dem Angulimala-Sutra angesprochen. Und es wird die Frage thematisiert, worauf es bei der Charakterbildung ankommt: auf die Geburt, wir würden sagen, auf die Erbanlangen, oder auf die Erziehung. Anhand der Geschichte des Gewalttäters Angulimala, der vom Buddha in die buddhistische Sangha aufgenommen wurde, wird deutlich, wie eine Begegnung mit dem Buddha-Dharma lebensverändernd wirken kann. Bis dahin, dass ein Wandel möglich wird, der nur mit einer (Wieder-) Geburt verglichen werden kann. Vom tiefen Vertrauen des Buddha in JEDEN Menschen getragen, entwickelte sich, so die Legende, der Verbrecher Angulimala zu einem vorbildlichen Mönch.\r\nFür uns, die wir auch oft in kleinere oder größere Machtinteressen verstrickt sind, kann eine Wende darin liegen, im Alltag wirksam tiefes Mitgefühl anzuwenden. \r\n\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 90Z0090 Joshu's Eiche im Garten (Teisho vom 7.6.2019)
7.6.2019 Pfingstsesshin (Mumonkan, Fall Nr. 37)\r\n\r\nDer indische Mönch Bodhidharma kam um 420 in China an und meditierte in der Nähe des jetzigen Shaolin-Tempels in einer Höhle neun Jahre mit dem Gesicht zu einer Wand. Er hatte, soweit uns überliefert ist, vier Schüler. Heute berufen sich Millionen von Buddhisten auf die Tradition, die er begründete.\r\nFür uns geht es darum, so erläutert Christoph Rei Ho Hatlapa, den Aspekt von Bodhidharma in uns selber zu erwecken. Aber wie kann das gehen? Joshu antwortet auf die Frage danach: Die Eiche! – Oder, wie eine andere Übersetzung lautet: Der Wacholder.\r\nEin knorriger Eichbaum - oder ein großer Wacholder - ist vielleicht für den Zimmerman und den Tischler nicht zu gebrauchen, aber eine Eiche bietet tausenden von Kleintieren Lebensraum, sie filtert die Luft und sie produziert den Sauerstoff, den wir atmen. Eine Eiche bringt die Luft zum Atmen hervor und bietet dem Leben Raum. In einem solchen Baum können wir eine vitale, massive und stabile Verbindung zwischen Himmel und Erde erkennen. Und in der Übung geht es für uns darum, uns selber diesen Aspekt anzuverwandeln und IN UNS ein solches Verhältnis zu Himmel und Erde zu entwickeln. Und speziell die Zeit während der Übung eines Sesshins, auch mit ihren kleinen Einschränkungen was den gewohnten Komfort angeht, kann uns dabei helfen unser Leben zu verwesentlichen. Wenn wir auf diesem Weg - vielleicht vom Bild einer Eiche inspiriert - vorankommen, können wir uns schrittweise aus der Gefangenschaft einer gegenständlichen Sicht auf die Welt befreien und selber die Qualität der Verbindung zwischen Himmel und Erde in uns entwickeln.\r\n\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 89Z0089 Die 3 Kategorien und die 5 Skandas (Teisho vom Juli 2000)
Teisho von Juli 2000\r\n\r\nChristoph Rei Ho Hatlapa spricht in diesem Teisho über die 18 Sinnesbereiche (Form, Geruch, Ton, Geschmack, Empfindungen, Geistesobjekte /Augen, Ohren, Nase, Zunge, Leib, Geist/ Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken), die wir in der Zenpraxis erforschen und die uns permanent dazu verführen eine Identität aufzubauen und zu kultivieren.\r\n\r\nFür den Buddha war es essentiell diese identitätsstiftenden Bereiche klar zu durchleuchten, sie tief zu erforschen. Er hat festgestellt, dass die Entwicklung von Identität mit den Bereichen, zu Leid führt.\r\n\r\nWenn wir wirklich ernsthaft forschen, stellen wir fest: Da gibt es gar kein Ich. Der Gedanke ist ein Gedanke. Gedanken kommen und gehen. Wir wissen nicht, woher sie kommen. Es ist sinnlos, zu sagen, das ist mein Gedanke, denn es gibt kein „mein oder dein“. \r\n\r\nIn diesem Teisho hören wir, wie fein die Erforschung der Sinnesbereiche aufgebaut ist. Zunächst beginnen wir mit dem Körper, der Sitzhaltung - wie wir sitzen, so ist unser Geist. \r\nUnd erforschen dann sukzessive weiter, was in das Feld unserer Achtsamkeit kommt. \r\n\r\nEs lohnt sich, die Welt, die sich uns zeigt, in dem Moment, in dem wir nach innen leuchten, zu durchdringen, damit wir uns nicht identifizieren und somit das Leid verringern. All das, woran wir hängen, all die Gewohnheiten, Gedankenmuster, die unsere innere Welt geprägt haben, in allen 5 Wahrnehmungsbereichen, durchleuchten, bis zu der Frage: Wer ist es? \r\n\r\nUnd einfach sein lassen. \r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 88Z0088 Achtsamkeit und Konsequenz (Teisho vom 12.1.2019)
Zazen zu üben, so erklärt Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Vortrag während eines Anfängersesshins, bedeutet, erwacht und mit Freude zu leben. Anhand des Koans von Joshus \"Wasche deine Schalen!\" (Mumonkan Nr. 7) stellt er dar, was es bedeutet, sich auf das Üben einzulassen und dann auch über die eigenen Einsichten hinaus Konsequenzen aus der Übungspraxis zu ziehen. Vollständiges Handeln, so wird dann mehr und mehr klar, bedeutet auch, sich des eigenen Tuns und Lassens bis in die letzten Konsequenzen klar zu werden und sich darin zu üben, diese Klarheit in konsequentes Handeln umzusetzen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 87Z0087 Umgang mit ethischen Fragen innerhalb der buddhistischen Sangha (Teisho vom 10.3.2019)
In einem Koan aus dem Kattoshu (Fall Nr. 255) beantwortet der Meister Ciming [Shishuang] Quyuan, (jap.: Sekiso Soen, 986-1039) die Frage auf die Natur des Weges (Dao, bzw. Dharma) so: \"Obwohl darauf herumgetrampelt wird, keinen Ärger empfinden!\". Cimings Lehrer, Fen-yang Shan-chao (jap.: Funyo Zensho, 947-1024) vernachlässigte seinen Schüler Ciming lange Zeit und behandelte ihn dann auch noch sehr grob und beschimpfte ihn sogar. Und als Ciming sich schließlich darüber beklagen wollte, hielt sein Lehrer ihm gewaltsam den Mund zu. Woraufhin Ciming eine Einsicht erlebte. Später, als schon älterer Lehrer, wird Ciming dann von einem Mönch bei einer Frau gefunden, wo er sich aufhält, während von ihm ein Vortrag erwartet wird.\r\n Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in diesem Zusammenhang den Prozess des öffentlichen \"Aufräumens\" an, der momentan in Bezug auf das ethische - oder wenig ethische - Verhalten buddhistische Lehrer im Westen vorangetrieben wird. Ein Prozess, der auch nötig erscheint, da die autoritäre Ausrichtung der Beziehung zwischen Schülern und Lehrern im Zuge eines Wandels zu einem mehr demokratischen Verhältnis und einer mehr selbstverantwortlichen Haltung überprüft werden muss. Und er weist noch einmal darauf hin, wie wichtig es ist, dass diejenigen, die bestimmte Funktionen als Lehrer in der Sangha bekleiden, ihr ethisches Verständnis so ausrichten, dass ein Vertrauen in ihr Verhalten auch gerechtfertigt ist.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 86Z0086 Den inneren Einklang finden, der uns zum Ausdruck unserer wahren Natur macht (Teisho vom 9.3.2019)
Den inneren Einklang finden, der uns zum Ausdruck unserer wahren Natur macht \r\n\r\nIn der alten chinesischen Erzählung von Seijos Seele, auf die im Koan Mumonkan Fall Nr. 35, \"Seijos Seele ist getrennt\" angespielt wird, geht es im Gewand einer Geistergeschichte um eine Persönlichkeits-Dissoziation. \r\nAuch uns geht es oft so, dass wir einen Großteil der Zeit fremdbestimmt funktionieren. Und die Frage ist dann, wie wir – aus der Zerstreutheit des Alltags – in die innere Echtheit des Nicht-Zwei kommen. Und wieder in Kontakt mit den Empfindungen, die wir wirklich haben, kommen können.\r\nDie Übung der stillen Meditation kann uns dazu verhelfen, uns wieder mit der Kraft der Wirklichkeit anzufreunden. Und schließlich kann sie uns dazu verhelfen, zum Ausdruck dessen zu werden, was in uns wirkt. ES wirkt dann durch uns.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 85Z0085 Der heilige Geist im Zen (Teisho vom Pfingstsesshin 2000)
Teisho vom Pfingstsesshin 2000 - Shoju Roku Fall 4\r\n\r\nPfingsten wird von Christen als Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert. \r\n\r\nApostel und Jünger erfahren 49 Tage nach der Auferstehung Jesu, die sogenannte Ausgießung des Heilige Geistes. Dieses Ereignis wird als ein außergewöhnlichen Zustand beschrieben, ein Sturm der über den Platz kam, einer Ekstase gleich, eine Art kollektiver Trance, die hellwach macht und den Festbesuchern, die aus verschiedenen Ländern kamen, den Eindruck vermittelte, die Aposteln würden plötzlich in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen („Pfingstwunder“). Dies wirkte auf einige so, als wären die Apostel betrunken oder irre. Und einige bekamen auch Angst. \r\n\r\nDieser lebendige Sturm des Heiligen Geistes weht, wo er will. Auch hier und jetzt. \r\n\r\nDas starke Erlebnis der Jünger an Pfingsten können wir als Erleuchtungserlebnis, vielleicht auch als Dharmaübertragung verstehen. Wenn uns das geschieht, wenn wir unserer tiefsten Einsicht Ausdruck verleihen, kann das absolut ekstatisch sein, wir sind tief erschüttert, die üblichen Grenzen unserer Wahrnehmung sind gesprengt. Wir sind plötzlich wirklich und wahrhaftig ganz und gar lebendig, mit Haut und Haar. Wie der Roshi gesagt hat“ Zazen is Ecstasy!“ \r\n\r\nChristoph fragt in diesem Teisho, was ist es denn, was wir suchen, wenn wir uns auf den Zenweg begeben? Und eine Antwort ist: Lebendigkeit! Das wirkliche Leben. \r\n\r\n„Wenn ein Mensch die ganze Lehre und alle Gebot erfüllt hat, aber die Wonne und das Entbrennen hat er nicht gehabt, wenn der stirbt und hinübergeht, öffnet man ihm das Paradies. Aber weil er in der Welt die Wonne nicht gefühlt hat, fühlt er auch die Wonne des Paradieses nicht.“ Martin Buber. \r\n \r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 84Z0084 Rinzai über wahre Einsicht und Vertrauen (Teisho vom 08/1999)
Teisho vom August 1999\r\n\r\nRinzai Roku - Über wahre Einsicht und Vertrauen\r\n\r\nChristoph Rei Ho Hatlapa spricht hier über die Kraft von Einsicht und Vertrauen durch die Übung. \r\n\r\nDurch Vorstellungskraft können sich unsere natürlichen Bedürfnisse ins Monströse entwickeln: Wenn uns etwas gefällt, wollen wir mehr davon und es muss genau so sein, wie wir es haben wollen. Das natürlich Bedürfnis etwas zu essen oder Sex zu haben, kann sich dann in unheilsame Begierde verwandeln. Begierde ist eines der sogenannten „5 Hindernisse“. \r\n\r\nIn den Hindernissen aber wurzeln unsere „5 Fähigkeiten“, die sich durch Übung in Kräfte verwandeln können: Vertrauen, Tatkraft, Achtsamkeit, Sammlung und tiefe Einsicht (Weisheit). \r\n\r\nRinzai spricht in diesem Text über die erste und letzte Fähigkeit: Vertrauen und Einsicht - und vor allem über Selbstvertrauen. \r\n\r\n„Wenn es euch an Selbstvertrauen mangelt, dann taumelt ihr herum, folgt den verschiedenen Umständen und werdet von den 10.000 Dingen hin-und hergeworfen, ohne Freiheit zu erlangen. \r\nWenn ihr die Gedanken eures ununterbrochen herumsuchenden Geistes beenden könnt, dann seid ihr nicht verschieden von den Patriarchen und Buddhas.“\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 83Z0083 Das 9. und 10. Silas - Mich nicht von Gefühlen der Wut mitreißen lassen. Nicht die drei Kostbarkeiten, Buddha, Dharma, Sangha, lästern (Teisho vom 30.9.2018)
In der Tradition des Zen kennen wir Meister, die dramatische Ausdrucksmittel verwendeten, sich dabei aber gleichwohl eben nicht von Wut und Ärger mitreißen ließen.\r\nFür uns geht es darum, die Anlässe zu nutzen, um sich der eigenen Gedanken klar zu werden und dann wieder mit dem lebendigen Geschehen und mit den eigenen Bedürfnissen in Kontakt zu kommen. Indem sich uns die Auslöser von Wut und Ärger, die eigenen Gedanken, zu erkennen geben, können wir unsere dahinter stehenden Bedürfnisse erkennen und wieder Verantwortung für unseren Ausdruck und unser Handeln übernehmen.\r\nZu Sila Nr. 10: Nicht die drei Kostbarkeiten, Buddha, Dharma, Sangha, lästern.\r\nZunächst einmal geht es hier darum, selber mit den drei Kostbarkeiten achtsam umzugehen, indem wir erst einmal unser eigenes Potential zum Erwachen ehren. Und uns dann vor dem Inbegriff der Gesetze des Großen Lebens, also dem Dharma, verbeugen. Zu diesen Gesetzen gehört auch die Bereitschaft, Fehler zu machen, da ohne diese Bereitschaft gar keine Entwicklung möglich wäre.\r\nAuf diesem Weg trägt uns die Sangha, die Gemeinschaft der Übenden, und ermöglicht uns, wirklich tief in die Übung hineinzukommen.\r\nWenn die alten Zenmeister deutlich werden, dann weisen sie darauf hin, dass wir von Konzepten gehemmt werden. Sie weisen uns damit auch immer wieder darauf hin, die Überlieferung an unserer eigenen Erfahrung zu überprüfen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 82Z0082 Das 8. Sila - Den Überfluss des Dharma nicht eigenmächtig zurückhalten (Teisho vom 29.9.2018)
Es geht hier darum, sich in den Fluss des Lebens hinein zu bewegen. Unsere Großzügigkeit kann sich auch schon in der Übung einer mitfühlenden und freundlichen Sprache zeigen. \r\nDie Übung besteht darin, die in der Kindheit angenommene Vorstellung einer uns gegenüber- und entgegenstehenden Welt allmählich wieder zu lösen. Dann können wir aus der Welt des Mangels und aus der Opferhaltung in die Welt der Fülle und der Wunder hineinwachsen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 81Z0081 Das 7. Sila - Mich selbst nicht durch die Verunglimpfung anderer loben (Teisho vom 28.9.2018)
Das Thema dieses Silas - oder Übungshinweises - ist unsere Neigung, uns selbst ins rechte Licht zu rücken, indem wir andere subtil abwerten. Diese Neigung, auch innerhalb der Sangha, andere zu verunglimpfen und die eigene Position dadurch hervorzuheben, wurde auch schon vom Buddha selbst thematisiert.
Ep 80Z0080 Das 6. Sila - Nicht über die Fehler anderer reden (Teisho vom 27.9.2018)
In den Silas wird die buddhistische Ethik formuliert. Anhand dieser ethischen Orientierungspunkten können wir unseren eigenen Entwicklungsprozess überprüfen.\r\nAls Mitglieder der Gemeinschaft formen wir das Gruppenwesen der Sangha. Wenn wir den Impuls zu Urteilen und Kritik Anderer in uns bemerken, können wir erst einmal uns selber Einfühlung geben und die eigenen Bedürfnisse klären. Dann kann sich \'virya\', Tatkraft, entwickeln und wir können für unsere Intentionen eintreten. Und dann können wir aus Fehlern anderer - statt sie zu kritisieren - effektiv lernen. Und die Bereitschaft, Fehler zu machen, erkennen wir dann, wie es auch schon in den indianischen Traditionen heißt, als Voraussetzung für unsere Entwicklung.
Ep 79Z0079 Die 5 Stände des Tozan - 5. Stand
In diesem Aspekt des erwachten Lebens geht es um die Integration.\r\nEs geht hier um das Leben innerhalb der Welt der Differenz, in voller Geistesgegenwart und gleichzeitig in Verbindung mit dem größeren Ganzen, d.h. mit ganzem Mitgefühl. In einer harmonischen Verbindung von \'hen\' und \'sho\', von phänomenaler Welt und Absolutem, leben wir dann in einem Zustand von Güte und Gleichmut.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 78Z0078 Die 5 Stände des Tozan - 4. Stand
Im vierten Stand von Tozans fünf Ständen geht es um das Thema des souveränen Umgangs mit dieser Welt der Differenz aus der Erfahrung des Absoluten und der Einheit heraus. Hier geht es um die volle Geistesgegenwart und das Meistern der Umstände. Dabei geht es auch um ein sinnvolles Anwenden von Mitgefühl von Weisheit, ganz konkret im partnerschaftlichen wertschätzenden Umgang mit der Welt.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 77Z0077 Die 5 Stände des Tozan - 3. Stand
In diesem Aspekt des erwachten Lebens wird die Beziehung des Handelnden – des Übenden – zum Wirklichen/Absoluten zum Ausgangspunkt gemacht.\r\nUnter dem Gesichtspunkt der Go-I spielt das Absolute, die Wirklichkeit der Einheit und Verbindung die Hauptrolle – auch und gerade in diesem \"diesseitigen\" Leben. \r\n\r\nUm diesen Kontakt aber auch im alltäglichen Leben zu halten, üben wir. Dieser Kontakt kann aber nur über die eigene und ganz persönliche Erfahrung vermittelt werden, irgendwelche objektivistischen Kriterien greifen hier nicht. Eine Möglichkeit diesen Aspekt zu manifestieren, besteht darin, die Sprache des Erwachens anzuwenden. Es geht dann darum, die Wirklichkeit von \'sho\', dem Absoluten, zu sehen und daraus kommend, positiv zu handeln.Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 76Z0076 Die 5 Stände des Tozan - 2. Stand
Im zweiten Stand, \"Das Aufrechte in der Neige\" wird das thematisiert, was vom Absoluten, von \'sho\', in uns hineinragt, und mit dem wir dann in Resonanz kommen.\r\nEs geht dabei darum, das So-Sein anschauen zu können, ohne es persönlich nehmen zu müssen. Die Leerheits-Erfahrung wird in die Welt der Gegenstände mitgenommen. Obwohl wir die Handelnden sind, halten wir uns dann nicht mit einer Identifikation auf. Im zweiten Stand der Go-I ist \'sho\', das Absolute, hintergründig anwesend und wirksam, während sich vordergründig die Erscheinungen zeigen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 75Z0075 Die 5 Stände des Tozan - 1. Stand
Im ersten Stand, \"Im Aufrechten die Neige\" (Sh. Hisamatsu), zeigt sich die Wesensgleichheit aller Erscheinungen. Das geschieht zunächst in der Versenkung, im absoluten Samadhi. Hier KANN sich unser Bewusstsein transformieren indem wir der Wesensgleichheit aller Wesen gewahr werden. \r\nWir bewegen uns dann, ohne konkrete Absicht, in einem Resonanzraum mit dem größeren Ganzen. In der Erfahrung von \'sho\', dem Absoluten, können wir dann nicht mehr die äußeren Phänomene als von uns getrennt betrachten.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 74Z0074 Die fünf Aspekte des Erwachens
Es geht dabei um das Wechselspiel von Absolutem und den Erscheinungen im Leben des schon (mehr oder weniger) erwachten Praktizierenden.\r\nDurch die Übung bereiten wir uns darauf vor, offen zu sein, wenn sich das Absolute, das \"Göttliche\" in unserer Erfahrungswelt zeigt. Indem wir davon berührt werden, zeigt sich das sogenannte Jenseitige im Diesseitigen.\r\nWie auch der Dalai Lama in seinem neuen Appell an die Jugend betont, geht es darum, aus der Einsicht Konsequenzen für unser ganz praktisches Leben zu ziehen.\r\nDie Go-I thematisieren die Rückkehr in das normale Leben nach einem Erwachen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 73Z0073 Jeder Tag ein guter Tag
Kosan spricht hier über seine Erfahrung mit einer deutschen Nonne, Helga M., die einige Zeit in dem japanischen Heimattempel der Choka Sangha, Hokoji-Tempel, gelebt hat und 1997 an Krebs gestorben ist.\r\nEinige Monate vor ihrem Tod sagte sie bei einem Spaziergang: „Kosan! Ich lebe hier und jetzt!“ \r\nDiese Kraft und Eindeutigkeit von Helga beeindruckten ihn sehr und er dachte, ja wir leben alle hier und jetzt.\r\nIn diesem Teisho geht es darum, wie wir mit den täglichen Herausforderungen der Vergänglichkeit umgehen können. Wie können wir mit Ummons Aussage „Jeder Tag ein guter Tag“ leben?\r\n(15.44 bis 17:31 Kurze Unterbrechung des Vortrags durch Unwohlsein eines Teilnehmers.)\r\nKosan spricht über die 3 Schlüsselkonzepte der Buddhalehre, die 3 Meilensteine des Dharma\r\n- Alle Dinge sind vergänglich\r\n- Alle Dinge sind ohne Selbst\r\n- Nirvana ist der Zustand der absoluten Stille\r\n\r\nJeder Tag, jede Begegnung ist ein spezielles Geschenk des Dharma.\r\n\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 72Z0072 7 Schritte geradeaus
Christoph Hatlapa spricht zunächst über drei Zufluchtnehmenden des Vortags. \r\n\r\nIn dem Koan der „7 Schritte geradeaus“, maßregelt ein Anfänger einen erfahrenen Mönch. \r\nWie kann er das tun? Der Junge meint letztlich, wer die „7 Schritte geradeaus“ noch nicht verwirklich hat, soll nicht über das Dharma daherreden. \r\n\r\nWas sind die „7 Schritte geradeaus“? \r\n\r\n1. Schritt geradeaus: Zur Ruhe kommen.\r\n2. Schritt geradeaus: Alles loslassen.\r\n3. Schritt geradeaus: Das kalte, klare Wasser des Herbstes.\r\n4. Schritt geradeaus: Ein Geist für 10.000 Jahre.\r\n5. Schritt geradeaus: Kalte Asche unter einem modernden Stamm\r\n6. Schritt geradeaus: Räucherfass in einem alten Tempel. Sehr schwer. Nicht zu bewegen.\r\n7. Schritt geradeaus: Ein gerader Rauchfaden steigt aus dem Räucherfass in die unbewegte Luft. \r\n\r\nHier geht es um das Verständnis der klassischen Übung des Zazen, um den Weg der Vertiefung. \r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 71Z0071 Seijos Seele hat sich getrennt
Ein Nanto Koan. \r\n\r\nSeijos Geschichte beruht auf einer chinesischen Geistergeschichte, in der eine junge Frau ein paar Jahre in einer inneren Zerrissenheit lebt. Zwei Seelen wohnen in ihrer Brust.\r\n\r\nViele von uns erahnen oder kennen den Zustand verschiedener Identitäten.\r\nWir spielen, je nach Kontext, unterschiedliche Rollen - aber, wer sind wir denn nun wirklich? \r\n\r\nWie gehen wir mit den vielen Anteilen in uns um? \r\n\r\nDas Koan ist deshalb nicht einfach zu lösen, da es in der Zenübunge darum geht, alle Hüllen, alle Identitäten, loszulassen. Eine schwierige Aufgabe. Das, womit wir uns identifizieren, kann eine alte, tiefverwurzelte Gewohnheit oder ein Glaubenssatz sein. Eine Verbundenheit mit Eltern, Großeltern, Lehrern…\r\n\r\nWenn wir tiefer in die Übung einsteigen, also, auf der Suche nach der Wirklichkeit sind, müssen wir feststellen, dass wir an bestimmten Bildern, wie wir uns selbst sehen, nicht rütteln wollen - obwohl wir auf dem Weg erkennen, dass sie nichts weiter als eine Hülle sind. \r\n\r\nEs ist nicht leicht, den Griff auf diese Strukturen zu lockern. Auch wenn die Freiheit winkt. \r\n\r\nEine Möglichkeit, diesen Verstrickungen, den verschiedenen Aspekten unseres Selbst zu begegnen, ist, sie anzuerkennen. \r\n\r\nDann besteht die Chance, sie loszulassen und allmählich zu einem subjektiven Ganzen zu werden. Zu einem Nicht-Zwei. \r\n\r\nAbschlussgedicht eines Zenmeisters: \r\n\r\nDer Mond liegt auf den Wellen.\r\nEinmal ist er zerteilt \r\n- und dann wieder ganz. \r\n\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 70Z0070 Die Zufluchtnahme zu 'Buddha, Dharma und Sangha'
Anhand des Koan Nr. 5 aus dem Kattoshu, Basos \'Genau dieser Geist!\'spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die Verbindlichkeit auf dem Übungsweg des Buddha. \r\nEs geht dabei nicht um \"Nachfolge\", sondern um eine Haltung des Strebens nach einer Verwirklichung des eigenen Erwachens über eine bloß eine distanzierte \"Erkenntnis\" hinaus. Wir ermöglichen die Realisation des eigenen Erwachens, indem wir zunächst unseren inneren Beobachter aktivieren. Wir streben dann auch danach, mit dem Dharma, mit den großen Lebensgesetzen in Übereinstimmung zu kommen. Dieses Große Leben wird dann mehr und mehr zum Resonanzraum unseres persönlichen Lebens. Indem wir der traditionellen Struktur der Übung innerhalb der Gemeinschaft folgen, können wir auch einen gewissen Tiefgang in der Erfahrung erreichen, der uns verschlossen bliebe, wenn wir nur unserem Bedürfnis nach Wohlbefinden folgen würden.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 69Z0069 Die Arbeit am Erwachen innerhalb einer Gemeinschaft
Anhand des Falles Nr. 193 aus dem Shumon Kattoshu, Nan In über das \"Picken und Klopfen\", spricht Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Vortrag über den Prozess des Erwachens zum Selbst mit Hilfe eines Meisters und innerhalb einer Übungsgemeinschaft.\r\n\r\nDas Ausbrüten und Schlüpfen des Kükens wird im Zen als Bild für den Prozess des Erwachens zum Selbst verwendet. Klassischerweise spielt dabei der enge und kontinuierliche Kontakt zwischen Schüler und Meister die zentrale Rolle.\r\nShin\'ichi Hisamatsu (1889–1980) wies aber schon früh darauf hin, dass die Hoffnung auf den genau passenden äußeren Lehrer uns möglicherweise auch daran hindern kann, die Kooperation mit unserem inneren Meister als Ausdruck des \"formlosen Selbst\" überhaupt zu bemerken. Hisamatsu war, ähnlich wie Nishitani Keiji, Schüler von Kitarō Nishida (1870–1945), dem Begründer der Kyoto Schule, und sowohl mit der ostasiatischen Tradition wie auch mit der westliche Philosophie und Weltanschauung vertraut. Er entwickelt das Verfahren der \"wechselseitigen Teilhabe direkter Selbsterforschung\" als Methode der Zenpraxis in der von ihm begründeten FAS-Society. \r\nDer Bezug auf eine Übungsgruppe und die wechselseitige Teilhabe bei der Entwicklung des formlosen Selbst kann die Fallstricke einer allzu begrenzenden Meister-Schüler Beziehung relativieren. Eine kontinuierliche Übungsgruppe, die immer auch ein eigenes Gruppenwesen hervorbringt, unterstützt uns bei unserem Prozess des Erwachens während wir uns gleichzeitig bei der Erfahrung des Gruppenwesens unterstützen.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 68Z0068 Jede Stimme ist Buddhas Stimme
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in diesem Vortrag über die Kunst, auch dann wirklich zuzuhören, wenn es schwer fällt.\r\n\r\nAvalokiteshvaras Art zuzuhören, setzt voraus, zu vermeiden, selbst in die Trennung zu gehen, weil wir dann unsere Einflussmöglichkeiten aufgeben. \r\n\r\nWenn wir, wie im Zen üblich, sagen: \"Jeder Tag ein guter Tag\", dann bedeutet das: Das So-Sein, mit allen Zusammenhängen, auch denen, in die wir selber eingebunden sind, wirklich anzunehmen. \r\nWenn uns das gelingt und wenn wir immer wieder innehalten und uns fragen: was ist der Buddha-Anteil hinter der Stimme, die wir gerade hören, dann haben wir die Voraussetzung geschaffen, Strategien zu verändern, die nicht der Buddhanatur entsprechen.\r\nWenn wir uns dann wirklich für Verständigung einsetzen, kann das zwar auch den Widerstand der streitenden Parteien hervorrufen, aber es ist der einzige wirksame und heilsame Weg, den wir haben. Und auch hinter dem anscheinend überwältigend Unsäglichen kann dann, als Frucht einer kontinuierlichen Übung und unseres Auf-den-Anderen-Zugehens, das Herz des Buddha berührt werden.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 67Z0067 Der Geschmack des Zen
Baso Doitsu wurde von einem Mönch im Auftrag von Basos Meister, Nangaku, gefragt: \"Wie ist ES?\", worauf er antwortete: \"In den letzten dreißig Jahren fehlte es mir niemals an Salz und Sauce\".\r\nBaso Doitsu (709–788) war außerordenlich erfolgreich in der Verbreitung des Zen. Von beeindruckender Gestalt, erwies er sich auch als kreativ und mutig im Entwickeln von geschickten Hilfsmitteln für die Übung des Zen im China der Tang Zeit.\r\nChristoph Rei Ho Hatlapa führt in diesem Vortrag den Einfluss des Zen auf die japanische Kultur aus, anhand des \"Geschmacks des Zen\", der in der Teezeremonie, der Gartenkunst und in der Esskultur noch heute erlebbar wird. Dieser \"Geschmack des Zen\" lässt sich allerdings nicht so einfach konsumieren, die Übung verlangt von uns ein gewisses Maß von Einsatz und Kontinuität damit uns diese Qualität erhalten bleibt.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 66Z0066 Innere Wahrheit in der äußeren Welt anwenden
In diesem Zenvortrag geht es anhand Umons Koan \"Medizin und Krankheit heilen sich gegenseitig\" um den Umgang mit unseren Verblendungen und erkenntnishindernden Haltungen. \r\nEin gedeihliches Leben setzt zunächst voraus, innerlich zu forschen und dann unserer Verblendungen und unseres übermäßigen Begehren zu transformieren.\r\nDafür gehen wir mit unserer inneren Wahrheit in Verbindung und bringen dann diese innere Wahrheit nach außen. So können wir uns aus unseren Verblendung heraus entwickeln und die erkenntnishindernden Haltungen in etwas Hilfreiches transformieren. \r\nWenn wir in diesem Sinne \'Medizin\' und \'Krankheit\', wie Umon es sagt, zusammenbringen, dann können wir auf eine neue Ebene kommen auf der auch ein kollektives Gedeihen möglich wird.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 65Z0065 Predigen angesichts einer einzigen Antwort
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht über die verschiedene Interpretationen der Lehre des Buddha und dass es hilfreich ist, sich damit zu beschäftigen und in wieweit die Zenübung hilft, das Verständnis zu vertiefen. \r\n\r\nEr erzählt über seine Erfahrungen mit Dogmen und Weltanschauungen und folglich seiner Zurückhaltung und Respekt gegenüber dem großen Kanon des Buddha. \r\nDas Undogmatische des Zen hat ihn besonders angezogen. Aus seiner Erfahrung ist es von großem Wert, sich mit der Lehre auseinanderzusetzen, da dadurch Fragen entstehen, die uns auf dem Weg weiterhelfen können. \r\n\r\nUmmon, z.B., hört, dass der fragende Mönch, der ein sehr guter Kenner der Lehre Buddhas war, viele Widersprüche in Buddhas Lehre wahrnimmt, dass er verwirrt ist und es ein Bedürfnis nach Klarheit gibt. \r\n\r\nWie kann man Ummons knappe Antwort: „Ein einziger Zuspruch!“ (eine der verschiedenen Übersetzungen) verstehen?\r\n\r\nChristoph erwähnt die unterschiedlichen Übersetzungen des Koans und die tiefere Bedeutung der Auslegungen von Ummons Antwort. \r\n\r\nZum Beispiel empfiehlt Oi Saidan Roshi folgende Übersetzung: „Preaching facing one answer“, also, „..einer Antwort gegenübersitzen“. Es war in China üblich, im Angesicht des Buddha eine Predigt zu halten. Der Meister saß dem Buddha, oft schweigend, gegenüber.\r\n\r\nUmmons Anwort weist darauf hin, dass sowohl in dem Sprechen, wie auch in dem Schweigen des Buddha eine einzige Botschaft verkörpert wird.\r\n\r\nWas ist das für eine Botschaft? \r\n\r\nDer ganze Zweck der Buddhalehre ist das Wohlergehen aller.\r\nWas kann uns glücklich machen, jenseits unserer Vorstellungen und Wünsche an das Leben?\r\n\r\nWelches Bedürfnis erfüllen wir uns, wenn wir zu einem Sesshin kommen? \r\nWie können wir dem Ausdruck verleihen? \r\n\r\nBuddhas Lehre weist auf die genau Erforschung der Bedingungen. Welche Bedingungen tragen zu unserem Leben bei? Zu unserem Glück, zu unserem Unglück? \r\n\r\n\r\nBegriffe, die im Teisho vorkommen:\r\n\r\nAbhidharma- der 3. Teil des Pali-Kanon\r\nVinhabthi Vijnana - 5 Sinne + Denken\r\nVijnana - Wissen von der Welt / Bewusstsein\r\nAlaya Vijnana - Speicherbewusstsein / das 8. Bewusstsein / „Samen“- Bewusstsein\r\nManas - Identitäsbewusstsein / persönlicher Memoirenschreiber\r\nRopa - Form / Körper\r\nNama Ropa - Einheit von Geist und Körper \r\n\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 64Z0064 Genau dieser Geist ist Buddha
Dieses Teisho behandelt das Thema „Achtsamkeit“ in unserer Sesshin-Übungspraxis, die Hindernisse, die dabei auftauchen können und unsere bewertenden, urteilenden Gedanken, die uns daran hindern, in Beziehung mit dem Leben zu sein.\r\n\r\nSich achtsam verbinden, mit dem was gerade geschieht ist ein wesentlicher Aspekt unserer Übung, also wahrzunehmen, was gerade auftaucht. \r\nWir begreifen ohne die Zen-Übung in der Regel die Welt so, wie wir es durch unsere Sozialisation gelernt haben, Geben und Nehmen führt zu Bindung,\r\nIn der Zenübung können wir die tieferen Zusammenhänge durch absichtsloses Schauen erfahren. Das ist etwas anderes, als sich eine Vorstellung von der Welt zu machen.\r\nAchtsamkeit hilft uns zu erkennen, was hinter den Phänomenen wirkt.\r\nEs gilt, sich dem Leben auszusetzen, denn genau das, was jetzt ist, ist der Geist Buddhas: \r\nBeim Zähneputzen, Zähne putzen - das ist der Buddha.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank!
Ep 63Z0063 Die Symbolik des Stabes in der Tradition des Zen
Die Formulierung \"sein Kreuz auf sich nehmen\" im Neuen Testament gleicht dem Stab in der Zen-Tradition, die Praxis der eigenen Übung und des selbst zu gehenden Weges.\r\n\r\nDie buddhistischen Schriften können uns zwar Anregungen und Hinweise geben, aber der geistige und physische Weg muß selbst gegangen werden. \r\nUnd für diesen selbst zu gehenden Weg, steht neben dem zentralen Symbol des Rades im traditionellen Buddhismus, der Stab in der Geschichte des Zen. Diesen «Stab» immer bei sich haben: das ist die tägliche Übung.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 62Z0062 Den Geist von Pfingsten manifestieren
Dieser eine Geist ist nicht zu finden wie ein Gegenstand, ein Job oder ein Einkommen. Er ist zu finden, wenn man nicht im Wählerischen befangen bleibt\r\nDem einen Geist angemessen zu begegnen, ist ein Frage der Öffnung für eine konkrete Verbindung zu allem, was lebt und diesen nicht wählerischen Geist in alle Bereich seines Lebens hinein zu tragen.\r\n\r\nDas Haben-Wollen des Konsumisten versperrt die Erfahrung dieses echten Reichtums; während der Kontakt mit dem Geist der Großen Quelle Frieden und Glück in unser Leben bringen kann.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 61Z0061 Das subtile Nichthandeln und unser Kontakt mit den größeren Kräften des Universums
Nach einer kurzen geführten Meditation spricht Hatlapa Roshi über die Wirkungen eines «subtilen Nichthandeln». Anhand seiner Bienen erläutert er, wie desaströs sich die Fixierung auf enge Profitinteressen auswirken können. \r\nNach Meister Umon können wir aber «Inmitten des Universums einen Schatz» finden, wenn wir dafür eine Antenne und ein Sensorium entwickeln. Dann können wir, wenn wir das Wunderbare für möglich halten, diesen Schatz in unser Leben einladen. Die Verbindung dazu haben wir zwar potentiell schon immer, müssen sie aber selbst entwickeln und kultivieren.\r\n \r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 60Z0060 Die Weisheit der Nicht-Getrenntheit
Anlässlich der buddhistischen Zeremonie der Zufluchtnahme spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die Weisheit der Nicht-Getrenntheit.\r\nAuf dem Weg der buddhistischen Praxis verbinden wir uns mit der Gemeinschaft der Übenden und dann auch, auch im weiteren Sinne mit allen fühlenden Wesen und lernen, dem Gesetz des Entsprechens folgen zu können. Angewandte Weisheit, im Sinne der Weisheit der Bodhisattvas, bedeutet dann Verbindung und Kooperation. Und das heißt auch: Wenn wir uns selber schützen wollen, brauchen wir den Schutz dessen, was uns noch als \"Nicht-Selbst\" erscheint. Deswegen, so betont Christoph Hatlapa, heißt es im Prajnaparamita Sutra: «Wenn […] ein Bodhisattva an der Vorstellung festhält, dass ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere, dann ist er kein echter Bodhisattva.\"\r\n\r\nZit. n.: Das Vajracchedika Prajnaparamita Sutra. Abs. 3 aus: Thich Nhat Hanh. Das Diamant-Sutra. Theseus Verlag, 1993\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 59Z0059 Das große Erwachen zur vollständigen Wirklichkeit
Unsere Doppelnatur von Form und gleichzeitig Grenzenlosigkeit macht uns oft noch Mühe oder wir zögern ängstlich vor der Anerkennung der Tatsache zurück, dass wir in gewissem Sinne immer auch Anteil an der Grenzenlosigkeit haben. Durch die Praxis der Zen-Übung können wir zunehmend mit dem in Kontakt kommen, was wir immer auch sind, und wir öffnen uns damit einer neuen Erfahrungsdimension.\r\nDas erwähnte Koan stammt aus der Sammlung Mumonkan, Fall Nr. 20: Shôgens Ein Mann großer Kraft. \r\nZitat aus: Thich Nhat Hanh. Wie Siddharta zum Buddha wurde. Theseus, 1991\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank
Ep 58Z0058 Buddhas Blumenpredigt
Vortrag von Oi Saidan Roshi im Sommer 2000 in Steyerberg – Buddhas Blumenpredigt\r\n\r\nOi Saidan Roshi spricht in diesem Vortrag in der großen Halle des Lebensgarten Steyerberg über die Übergabe der Lehre des Buddha in den Westen und anhand der Figur des Vimalakirti über die Rollen von Laien-Buddhisten und Mönchen und Nonnen im Zen.\r\nŌi Saidan Roshi (26.2.1915 bis 27.2.2018) studierte Zen unter Ienaga Ichidō vom Tōfuku-ji und lehrte Philosophie an der Universität Kobe. 1975 wurde er Abt des Tōkai-an im Myōshin-ji und wechselte 1990 zum Hōkō-ji. Er öffnete die Zen-Schulung für Laien, auch für Frauen und für Schüler und Schülerinnen aus dem Westen. 1986 leitete er das erste Sesshin in der Choka-Zendo im Lebensgarten Steyerberg. Zuletzt war er während der EXPO 2000 im Lebensgarten und in Hannover.\r\nAm 27.2.2018 ging er, wie im Buddhismus gesagt wird, in die Verwandlung ein.\r\nÜbersetzung des Vortrags: Rei Ko Mukai und Christoph Rei Ho Hatlapa Roshi.\r\n\r\nWir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank