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Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier

Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier

64 episodes — Page 1 of 2

#62 "T&T für Eilige": Django Reinhardt

May 16, 202611 min

#61 "T&T für Eilige": Darf ich hier klatschen?

Apr 24, 202613 min

#60 "T&T für Eilige": Psychobiografische Spurensuche - Bach, Mendelssohn & die Matthäuspassion

Spüren Sie das auch in der Osterzeit? Diese Zeit ist etwas Besonderes, oder? Bei uns schwingt & klingt die Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs durch das Haus. Und nicht selten reagieren Andreas und ich mit Tränen, Gänsehaut und Hoffnung auf diese Musik …Sie schenkt uns Verstehen und damit Zuversicht. Für uns steht die Matthäuspassion symbolisch für die Verbindung von Kunst, Religion und menschlicher Existenz und sie zeigt auch, wie Musik emotionale und geistige Grenzen überwinden kann. Denn diese Passion bewegt die Zuhörenden wie kaum eine andere Komposition. Sie ist erfüllt mit Trauer und Trost, Zerrissenheit, Verlassenheit, Verrat, Verleugnung und Angst. Für mich spiegelt sich in dieser Passion unser montan erlebtes menschliches Miteinander, ob in Politik, Familien, Freundschaften, Bekanntschaften oder ganz allgemein in der Gesellschaft. Die Wirkung der Matthäuspassion liegt nach unserem Verstehen in der Fähigkeit, die Hörenden zum Nachdenken über Schuld, Vergebung und Erlösung anzuregen und gleichzeitig durch die Schönheit der Musik zu trösten. Im heutigen „Podcast für Eilige“ möchte ich in narrativer Form zu Anfang ein bisschen zu Bachs Psychobiografie erzähle, also zu seinen Charakter-Eigenschaften. Und ich möchte Ihnen auch ein bisschen zur Psychobiografie Felix Mendelssohn-Bartholdys berichten. Sie fragen sich nun vielleicht warum gerade diese beiden Männer? Neugierig? Na dann, ab in den Podcast. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 29, 202625 min

#59 "T&T für Eilige": Zum Frühlings Erwachen - Robert Schumanns Blumenstück Op. 19

Frühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land.“ (Eduard Mörike) Dieses „Ahnungsvoll“ ist entscheidend. Der Frühling erklärt sich nicht, er kündigt sich an. So wie das erste Vogelzwitschern am Morgen. Die Vögel überlegen nicht lange, ob ihr Lied gut genug ist, ob sie überhaupt zwitschern können … sie singen. Und die Blumen fragen nicht, ob es der richtige Zeitpunkt ist … sie blühen. Robert Schumann hat mit seinem „Blumenstück“ zwar kein direktes Vogelgezwitscher klanglich abgebildet, aber etwas, das ähnlich wirkt, nämlich leise Beweglichkeit. Und wenn Schumanns Blumenstück verklingt, bleibt etwas zurück. Ein Gefühl von Leichtigkeit. Ein Hauch von Möglichkeit und Sehnsucht. Sehnsucht nach Frieden, nach friedlichen Momenten, nach Vertrauenkönnen, nach Diplomatie, nach menschlichem Miteinander, nach mehr Menschlichkeit! Der Frühling zwingt uns zu nichts. Aber er erinnert uns daran, dass unter der Oberfläche immer etwas leise in Bewegung ist. Und, dass selbst nach langen, stillen, kalten, kargen Zeiten wieder Klang, Farbe, Wärme, Licht möglich ist… Wir wünschen Ihnen einen bunten Frühling & viel Zuversicht. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 18, 202614 min

#58 Die Frauen der Genies: Constanze Mozart & Katia Mann

Was, wenn wir Geschichte jahrhundertelang aus einer Perspektive erzählt haben, die Zusammenarbeit unsichtbar macht? In diesem Podcast spreche ich über Constanze Mozart und Katia Mann. Zwei Frauen im jeweiligen Schatten des Genies. • Warum erzählen wir kulturelle Größe so gern als Einzelleistung? • Warum fällt es uns schwer, anzuerkennen, dass schöpferische Prozesse Beziehung brauchen? Vielleicht, weil Zusammenarbeit weniger heroisch wirkt?! Doch wenn wir genauer hinsehen, entsteht Kultur fast immer im Plural. Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir uns so gern an Genies erinnern. Es beruhigt uns zu glauben, dass außergewöhnliche Leistungen aus außergewöhnlichen einzelnen Menschen entstehen. Auf einen zweiten Blick, entdecken wir etwas anderes. Die Partner, die den Rücken freihalten & stärken. Die Freunde, die Zweifel aushalten und stützen. Die Kollegen, die Strukturen schaffen und Orientierungshilfe anbieten. Die Eltern, die Möglichkeiten eröffnen und Wege bereiten. Die Menschen, die eben bleiben, wenn Projekte scheitern oder Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Vielleicht besteht menschliche Größe nicht nur darin, etwas Einzigartiges zu erschaffen. Vielleicht besteht menschliche Größe eben darin, einem anderen Menschen zu ermöglichen, etwas zu tun, etwas zu bewirken. So dass wir nicht fragen: „Was bleibt von mir?“ Sondern, dass wir fragen: „Was kann durch mich bleiben?“ Vielleicht ist das eine der unterschätztesten Fragen unserer Zeit. Denn auch unser eigenes Leben besteht aus Beziehungen, aus gegenseitigem Tragen, aus unsichtbarer Zusammenarbeit, ja aus Kollaboration. Wenn dieser Podcast eine Einladung sein darf, dann vielleicht diese: Beim nächsten großen Werk, beim nächsten berühmten Namen, beim nächsten bewunderten Lebenslauf einen Moment länger innezuhalten …hinzusehen. Und zu fragen: • Wer hat hier eigentlich mitgewirkt? • Wer hat gehalten? • Wer hat geglaubt? • Wer ist geblieben? Denn manchmal steht wahre Bedeutung nicht im Licht. Sondern genau dort, wo jemand still dafür sorgt, dass das Licht überhaupt brennen kann. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 1, 202641 min

#57 Podcast mit KI? Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit!

Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit! Heute ein eher sehr persönlicher Podcast zu mir und zu unserem Podcast „Töne & Temperamente – das wohltherapierte Klavier“ Warum? Weil gestern etwas passierte, das mich ins tiefere Nachdenken brachte und mir auch eine etwas unruhige Nacht bescherte. Was war geschehen? Ich wurde gestern gefragt, ob ich unseren Podcast von einer KI einsprechen lasse! Uff, das saß! Ja, diese Frage war zunächst schwer verdaulich und schließlich fühlte sie sich für mich wie ein Stich an, ein Stich der tief ging. Doch warum oder sollte ich fragen, wozu beschäftigt mich diese simple und vielleicht auch ehr unbedachte, schnell geäußerte …. auf jeden Fall ehr empathiebefreite Frage so sehr? Meine schnelle und sehr direkte Antwort darauf: Weil ich sehr viel Herz, Zeit und Liebe in unsere Podcast-Folgen stecke und KI mir diesbezüglich NIE in den Sinn gekommen wäre. Eben weil es uns auch um Liebe, auf jeden Fall um Musik-Vermitteln geht. Das Vermitteln von Musik, Philosophie und Psychologie und das (zumindest nach meiner Sicht und nach meinem Verständnis) kann KI nicht in der Tiefe, die wir Menschen anstreben. Vielleicht sollte ich sagen, das kann KI NOCH nicht. Doch eines kann ich mit Gewissheit sagen, sobald es KI kann, werde ich keine Podcasts mehr erstellen. Warum? Weil ich den Zuhörenden keine Mogelpackung anbieten möchte! Aber vor allem, weil ICH /weil WIR als Menschen wirken möchten. Denn unser Podcast stellt ein Konzentrat der Menschlichkeit dar, da er von und für Menschen erdacht, gespielt und erstellt wird. Für Andreas und mich gilt! Podcast mit KI? Bei uns nicht! À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 25, 202620 min

#56 Rilke - Ein Leben zwischen Poesie, Existenz & Musik

Mit unserem Podcast laden wir Sie in die Gedankenwelt von Rainer Maria Rilke ein. Einem Dichter, der wie kaum ein anderer die existenziellen Fragen des Menschseins in Sprache verwandelt hat. Zwischen Sehnsucht und Stille, zwischen Liebe, Tod und innerer Wandlung entfaltet sich Rilkes Leben als eine Reise zur eigenen Existenz. Wer war Rilke? Wie war Rilke? Wie begegnete er dem & seinem Leben und der Liebe? Der Podcast verbindet biografische Einblicke mit kurzen Bezügen zu 3 der bekanntesten Gedichte Rilkes: „Herbststage“ „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ „Der Panther“ Begleitet wird diese Reise von der Klaviersonate „Von der Straße“ von Leoš Janáček. Ihre eindringliche Klangwelt schafft einen Raum, in dem Rilkes Worte nachhallen und sich entfalten können. Und im Podcast erzählen wir auch von Rilkes Liebe zur Musik, besonders zu Mozart und wie sein Werk zu einem zentralen Bezugspunkt für die Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts wurde. Dieser Podcast lädt Sie ein, innezuhalten, genau hinzuhören und vielleicht einen neuen Zugang auch zu sich selbst zu finden. Wenn Sie Literatur schätzen, philosophische Tiefe suchen und sich von Sprache und Musik berühren lassen möchten, dann ist dieser Podcast eine Einladung an Sie. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 23, 202641 min

#55 "T&T für Eilige": Zum Abschied von Helmuth Rilling

Zum Abschied von Helmuth Rilling Es gibt Musiker, die beeindrucken durch Virtuosität, andere durch Charisma. Und dann gibt es jene, die durch eine Haltung wirken, durch eine lebenslange Treue zu einer Idee von Musik. Helmuth Rilling war ein solcher Mensch. Am 11. Februar 2026 ist Helmuth Rilling verstorben. Und mit ihm eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg die geistliche Musik Johann Sebastian Bachs, aber auch die Werke vieler anderer Komponisten, in die Welt getragen hat. Klar, glühend, präzise und zugleich zutiefst menschlich. Gute Reise, lieber Helmuth Rilling … Und vielleicht ist das das Schönste, was man über einen Musiker sagen kann: Dass seine Arbeit nicht endet, wenn er geht …sondern weiterklingt. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 14, 202611 min

#54 "T&T für Eilige": Prosit Neujahr - Neujahrskonzert 2026 der Wiener Philharmoniker

Das neue Jahr mit den Wiener Philharmonikern zu beginnen ist bei vielen Menschen Tradition. Denn der Start ins neue Jahr will gut überlegt sein. Und in diesem Jahr überzeugte die Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien rundum. Zum ersten Mal stand der junge kanadische Dirigent Yannick Nezet-Seguin am Pult der Wiener - grandios. Nezet-Seguin sowie die Philharmoniker setzten auf Neuerungen, die bis weit ins 20. Jahrhundert hineinführten und auch Kompositionen von Komponistinnen standen auf dem Programm. Der Zugaben-Teil überraschte mit einem Dirigenten, der den „Radetzky-Marsch“ aus dem Mittelgang im Parkett dirigierte. Er tauchte ab ins Publikum und dirigiert das Klatschen zur Musik hautnah und damit auf eine ganz besondere, ansprechende und charmante Nähe & Weise. Bisher einzigartig! Die Idee zum Podcast entstand spontan - sehr spontan - da uns das diesjährige Neujahrskonzert ansprach, überzeugte und sehr berührte. Wir, d.h. Andreas und ich wünsche Ihnen PROSIT NEUJAHR und für 2026 Gesundheit, Zuversicht & Liebe. Sie wollen mehr hören? Auch zu unseren Programm-Ideen für das Jahr 2026? Na, dann ab in den Podcast ...😉 À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Jan 1, 20268 min

#53 "T&T für Eilige": Zwischen Revolution & Romantik - Schumanns Toccata C-Dur Op. 7

Stellen Sie sich vor, Sie sind 20 Jahre alt, voller Träume, voller Energie und Sie setzen sich ans Klavier, um ein Stück zu schreiben, das alles kann: funkeln, toben, verzweifeln und triumphieren. Genau das tat Robert Schumann im Jahr 1830. Und das Ergebnis? Die Toccata C-Dur op. 7, ein Werk, das wie ein musikalisches Tagebuch seiner Jugend klingt: wild, poetisch und voller Überraschungen. Heute tauchen wir ein in dieses Meisterwerk und in die Welt des jungen Robert Schumann, der mit dieser Toccata nicht nur seine Fingerfertigkeit, sondern auch seine Seele auf die Tasten bannt. Ich habe mich für diesen Podcast dazu entschieden, erst das Werk und Schumanns-Leben rund um das Werk kurz vorzustellen und Ihnen, liebe Zuhörende, die Toccata in voller Länge (sie dauert ca. 6 ½ Minuten), im Anschluss an meine Worte zum Hörgenuss anzubieten. Das Jahr 1830 ist kein gewöhnliches Jahr ... es ist das Jahr der Juli-Revolution in Frankreich. Die Menschen gehen auf die Barrikaden, kämpfen für Freiheit und gegen die Restauration der alten Monarchien. Die Wellen schlagen bis nach Deutschland: Studentenverbände wie die "Burschenschaften" fordern Einheit und Demokratie, die Zensur wird strenger, die Stimmung ist elektrisch. Schumann, der in Heidelberg Jura studiert, ist mittendrin. Er liest die Schriften der jungen deutschen Dichter, hört die Geschichten von den Aufständen in Paris und spürt: Die Welt verändert sich. Und er will Teil davon sein. Doch Schumanns Revolution ist eine stille: Er setzt sich ans Klavier. Die Toccata wird zu seinem musikalischen Aufstand gegen die Konventionen, gegen die Erwartungen seiner Familie, gegen die Enge der bürgerlichen Welt. Die rasanten Läufe, die plötzlichen Stürme im Stück ... das ist nicht nur Virtuosität, das ist der Klang einer Generation, die nicht mehr warten will. Sie wollen mehr wissen und die Toccata hören? Na dann!!! Ab in den Podcast ... wir freuen uns auf Sie. 😉 Herzlichts & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Dec 22, 202514 min

#52 "T&T für Eilige": A Charlie Brown Christmas

Kennen Sie das Gefühl, wenn Weihnachten eigentlich bald da ist, Sie aber noch gar nicht so richtig in der Weihnachtszeit und -Stimmung angekommen sind? Genau darum kommt unser Podcast zur rechten Zeit … Töne & Temperamente für Eilige Nr. 52: wo Jazz auf Weihnachten trifft und Nostalgie auf Swing! Denn kennen Sie das Geheimnis hinter dem berühmtesten Weihnachtsalbum aller Zeiten? Nein, es ist nicht Bing Crosby, Frank Sinatra oder Mariah Carey. Und auch nicht Weihnachtsmusik wie „Last Christmas“ oder „Feliz Navidad“. Es ist das Vince Guaraldi Trio mit „A Charlie Brown Christmas“. Der vielleicht schönsten Weihnachtsmusik, die je komponiert wurde … Also, wenn Sie dieses Jahr wieder mal in der Weihnachtsstressfalle stecken, zwischen Geschenke kaufen, Plätzchen backen und Verwandte bespaßen, dann nehmen Sie sich 35 Minuten Zeit, setzen Sie sich hin und lauschen in „A Charlie Brown Christmas“ hinein. Am besten mit einer Tasse heißer Schokolade, das Lächeln im Gesicht kommt bei uns dann stets von selbst. Denn manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Klavierklänge, um uns daran zu erinnern, was Weihnachten wirklich ausmacht: Zusammensein, Wärme und die Gewissheit, dass selbst der größte Verlierer wie Charlie Brown am Ende nicht allein ist. Doch hören Sie mehr im Podcast … Schöne Weihnachten & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Dec 20, 202517 min

#51 Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium

Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium (BWV 248) Wenn wir heute an Weihnachten denken, stellen sich viele von uns automatisch eine sehr bestimmte Stimmung vor: warme Lichter, geschmückte Bäume, der Duft von Zimt und Vanille, vielleicht Schnee, vielleicht Familientrubel, definitiv aber ein paar freie Tage. Weihnachten fühlt sich für uns nach einer Mischung aus Entspannung, Ritual und auch ein wenig Kitsch an. Doch wenn wir uns zurückversetzen in das Jahr 1734, als Johann Sebastian Bach sein Weihnachtsoratorium präsentierte, treffen wir auf eine Welt, die zugleich vertraut und fremd wirkt. Das Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs, das kurz auch WO genannt wird, ist der ungebremste Renner in der Advents- und Weihnachtszeit. Sechs Kantaten, die die Geschichte von Jesu Geburt, von den Hirten auf den Feldern bis zur Ankunft der Weisen aus dem Morgenland erzählen. Und da die Adventszeit wieder vor der Tür steht, Johann Sebastian Bach immer wieder fasziniert und uns Menschen auch interessiert, dachte ich mir, dass ich in diesem Podcast Bach und sein WO vielleicht einmal anders … also mehr in einer „geschichtlichen Darstellung“ anbiete. Also eben weniger Noten & Musik, sondern mehr WORTE. Ich dachte dabei an die Geschichte des Werks, die Zeit Bachs und das Wirken beider bis in unsere heutige Adventszeit. Also lassen Sie sich überraschen und genießen Sie beim Zuhören vielleicht eine Tasse duftenden und wohltemperierten Tee, Glühwein oder Punsch … Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören und eine wohltemperierte Adventszeit. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Nov 21, 202535 min

#50 "T&T für Eilige": Pianisten & ihre Kunst

Heute, am 21. Oktober 2025, wurden die Preisträger des 19. Internationale Chopin-Wettbewerbs bekanntgegeben, eines Wettbewerbs, der einer der ältesten und angesehensten Musikwettbewerbe der Welt ist. Pianisten spielen eine bemerkenswerte Rolle in unserem kulturellen Leben. Zum einen gibt es die Superstars wie Lang Lang, Daniel Trifonov, Martha Argerich, Igor Levit, Hélène Grimaud, Yuja Wang & Maria João Pires, um nur einige zu nennen, man könnte sie auch Kassenmagneten nennen. Und zum anderen die Pianisten aus der 2. Reihe, die auch eine beachtliche, wenn auch bedeutend kleinere Anhängerschaften haben. Sie verzaubern alle und jeder auf seine ART ihr Publikum. Und gleichwohl sind alle Pianisten bestrebt, sich zu unterscheiden, einen Eindruck zu hinterlassen, eine besondere ästhetische und soziale Wirkung auszuüben. Das nennen wir dann „die Persönlichkeit eines Pianisten“. Sie wollen mehr erfahren? Na, dann … ab in den Podcast! 😉 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Ihre zwei Lutschewitze

Oct 21, 202514 min

#49 "T&T für Eilige": Cartoon trifft Klassik - Tom & Jerry treffen auf Liszt & Chopin

Stellen Sie sich vor: Eine Katze, eine Maus, ein Klavier und zwei der größten Klavier-Genies aller Zeiten: Chopin & Liszt! Was klingt wie das verrückteste Musik-Experiment aller Zeiten, ist in Wahrheit ein musikalisches Feuerwerk voller Witz, Drama und virtuoser Tastenakrobatik. In diesem Podcast für Eilige möchte ich zwei scheinbar unvereinbare Welten zusammenbringen: Die klangvolle Welt der klassischen Klaviermusik und die turbulente Welt von Tom und Jerry, der wohl berühmtesten Katze-und-Maus-Dynastie der Zeichentrickgeschichte. Tom ist der perfekte Vertreter für Liszts Musik: wild, ungestüm, leidenschaftlich und oft am Scheitern. In „The Cat Concerto“ sehen wir ihn, wie er das Klavier mit einer Energie bearbeitet, die fast übermenschlich wirkt, nur um von der kleinen, cleveren Maus sabotiert zu werden. Liszt und Tom, das sind zwei Energiebündel, die aufeinanderprallen und gemeinsam ein Spektakel schaffen, das elektrisiert und gleichzeitig, so bei Tom, zum Lachen bringt. Ganz anders als Liszt war Chopin. Er war der Meister der leisen Töne, der melancholischen Melodien und der zarten Nuancen. Seine Musik klingt, als würde sie uns eine geheime Geschichte zuflüstern. Chopin war eher ein schüchterner, kränklicher Mann, der vor allem für das Klavier schrieb und in Paris lebte. Seine Musik ist poetisch, melancholisch und voller feiner Nuancen. Jerry, die kleine Maus, ist wie Chopin, so finde ich: clever, zurückhaltend, aber mit einem unüberhörbaren Einfluss. Denn diese kleine Maus gewinnt die Schlachten nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Einfallsreichtum und Eleganz. So wie Chopins Musik zart und trotzdem voller Kraft ist, ist Jerry flink und Tom häufig einen Schritt voraus. Sie wollen mehr wissen und hören? Dann ab in unseren Podcast #49 Und denken Sie bitte `dran: Manchmal sind es die kleinsten Noten und die frechsten Mäuse, die die größte Geschichte erzählen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Oct 1, 202518 min

#48 Schönheit - Zeiten der Veränderung (W.A. Mozart & Umberto Eco)

Was ist Schönheit? Was macht Musik schön? Und wie veränderte sich die menschliche Vorstellung von Schönheit im Laufe der Geschichte? In unserem Podcast nehmen wir Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt von Wolfgang Amadeus Mozart, genauer gesagt zu seinen Duport-Variationen, einem kleinen, aber faszinierenden Werk voller Witz und Tiefe. Dabei verbinden wir Mozarts Musik mit den Einsichten aus Umberto Ecos „Die Geschichte der Schönheit“ und zeigen, warum Schönheit keine feste Größe ist, sondern ein lebendiger Prozess – voller Überraschungen und Variationen. Ob Musikliebhabende oder Kulturinteressierte … hören Sie rein, lassen Sie sich inspirieren und entdeckt Sie Schönheit neu! Viel Spaß beim Zu- & Hin-hören! Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 26, 202542 min

#47 "T&T für Eilige": Oscar Peterson der Jahrhundert-Jazz-Pianist

Im Podcast spreche ich von Oscar Peterson, einem der größten Jazzpianisten, der vor 100 Jahren geboren wurde. Er war nicht nur ein famoser Leader, sondern auch ein Begleiter mit bestem Gespür für seine Partner. Und niemand weniger als Duke Ellington, der einer der berühmtesten und erfolgreichsten amerikanischen Jazzmusiker war, nannte Oscar Peterson den „Maharadscha der Tasten“. Wenn man von „Virtuosität“ im Jazz spricht, fällt stets der Name Oscar Peterson. Mit über 200 aufgenommenen Alben, sieben Grammy Awards, und einer Karriere, die sich über sechs Jahrzehnte erstreckte, war Peterson nicht nur ein technisch brillanter Pianist, er war ein musikalisches Kraftwerk. • Aber wer war Oscar Peterson? • Wie kam er zum Klavier? • Und was macht seinen Stil bis heute so einzigartig? Unzählige Pianisten nennen ihn als Vorbild. Und seine Aufnahmen gehören bis heute zum Pflichtprogramm für Jazzliebhaber weltweit. Doch Oscar Peterson war nicht nur Musiker, sondern auch ein engagierter Mensch. Als Schwarzer Musiker aus Kanada war ihm Rassismus nicht fremd und er sprach immer wieder offen darüber. Er war ein Mann mit Haltung, ein Künstler, der sich nicht scheute, Stellung zu beziehen. Besonders, wenn es um Rassismus und soziale Gerechtigkeit ging. Sie wollen mehr zu diesem großartigen Jazzpianisten erfahren? Na, dann lauschen Sie in unseren Podcast ... Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 21, 202515 min

#46 Überlebensgroße Optimistin: Alice Herz-Sommer & das Ghetto Theresienstadt

Ein einzigartiges Vermächtnis einer Holocaust Überlebenden. Franz Kafkas Prag, der Zauber Chopins und das Ghetto von Theresienstadt … Kultur und Barbarei haben die Pianistin Alice Herz-Sommer geprägt. Sie hat ein Jahrhundert voller Umbrüche und Grausamkeiten erlebt und sich doch die Liebe zu den Menschen bewahrt. Die Geschichte ihres Lebens handelt vom Kampf einer Mutter um ihr einziges Kind und von der Kraft der Liebe und der Musik. Liest man das Buch „Alice Herz Sommer - ein Garten Eden inmitten der Hölle“, das beim Knaur Verlag 2006 erschien, so liest man sehr diverse und auch schöne Geschichten. Geschichten, die von Alice Herz Sommer handeln, die mit Kafka in Prag gespielt hat, die Hitler in Theresienstadt ermorden wollte, die von Chopin gerettet wurde und die von dem tschechischen Nachkriegs-Antisemitismus nach Israel floh und die ihre letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tod in London lebte. Eine Frau, die an Demut glaubte und an die Macht der Liebe und die der Musik. Eine Frau, die davon überzeugt war, dass die Menschheit vor allem an einem krankt: dass sich die Menschen zu wichtig nehmen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Buchempfehlung: Alice Herz-Sommer „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ Melissa Müller & Reinhard Piechocki Knaur Taschenbuch 2011 ISBN 978-3-426-78515-7 CD-Empfehlung: Robert Schumann (1810-1856) The Koroliov Series Vol. IX Evgeni Koroliov (Piano) Tacet 153 Instrument: Steinway D-274 STEREO 4-009850-015307 Musikbeispiele im Podcast: Robert Schumann Kinderszenen Op. 15 1. Stück: von fremden Ländern und Menschen 2. Stück: Kuriose Geschichten 3. Stück: Hasche-Mann 4. Stück: Bittendes Kind 5. Stück: Glückes genug 6. Stück: Wichtige Begebenheit 7. Stück: Träumerei 8. Stück: Am Kamin 9. Stück: Ritter vom Steckenpferd 10. Stück: Fast zu ernst 11. Stück: Fürchtenmachen 12. Stück: Kind am Einschlummern 13. Stück: Der Dichter spricht (Live-Aufnahme aus einem Konzertmitschnitt) Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt(at)lutschewitz.de Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Ein Kaleidoskop aus: - Musik, - Philosophie & - Psychologie Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestalte ich 😉. www.andreaslucewicz.de/ Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: • Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. • Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Podcast-Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. • Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. • Herzlichen Dank 💕

Sep 9, 202554 min

#45 "T&T für Eilige": Die Perücke des J.S. Bach

Perücke oder Tarnkappe? Wieder einmal ein Podcast für Eilige … Bei den englischen Richtern hat sich der seltsame Haupt- und Haarschmuck noch erhalten, unter dem sich ein ganzes Jahrhundert, das Jahrhundert des Johann Sebastian Bachs, versteckte. Den Thomaskantor kennen wir von Bildern & Skizzen nur im Schmuck der Perücke und sie verleiht ihm ein feierlich-strenges Aussehen. Ob ohne Perücke ein kahles Haupt zum Vorschein gekommen wäre? Wir wissen es nicht! Doch einen von der Perücke befreiten Thomaskantor finden wir in einer Erzählung von der man annehmen möchte & kann, dass sie nicht erfunden, sondern wahr ist. Wollen Sie wissen, was Bach wieder einmal überraschendes tat? Im (heiligen) Zorn? Na dann, ab in den Podcast. Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 5, 20257 min

#44 Die Peanuts - Schröder & Beethoven

Ein kleiner blonder Junge im Ringelhemd, er sitzt tief gebeugt an seinem Spielzeugklavier, ganz in die Musik vertieft. Er verehrt Ludwig van Beethoven, spielt dessen Werke ausdauernd auf seinem Kinderklavier, dessen schwarze Tasten nur aufgemalt sind. Sein Name: Schröder! Am 2. Oktober 1950 erschien das erste Heft der Comicserie Peanuts, geschaffen vom US-amerikanischen Zeichner Charles Monroe Schulz. Schröder der in den Übersetzungen in allen Sprachen ohne Vornamen auftritt, ist nicht alt genug für den Kindergarten, als er zum ersten Mal ein Piano berührte, einen winzigen Kinder Flügel. Lucy fragte Schröder einmal, warum er Beethoven lieber mag als sie. Woraufhin Schröder erwiderte: „Beethoven war eben Beethoven und du bist du!“ Schnippisch wiederum erwiderte Lucy: „Das lässt keinen Spielraum zur Diskussion!“ Und in einer weiteren Anekdote lehnt Lucy, bei Schröder am Flügel und nervt, wie nur Verliebte nerven können. Was wohl die Antwort auf das Leben sei, fragt sie Schröder, und Schröder brüllt in dicken Großbuchstaben, die Lucy fast aus dem Bild schleudern: BEETHOVEN! Die Musik hat also auch in den Peanuts-Comics eine Gestalt. Schröder! Sie wollen mehr wissen & hören? Na dann, … ab in unseren Podcast Nr. 44. Viel Freude & Kurzweil beim Lauschen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Aug 20, 202528 min

#43 „T&T für Eilige": Roger Willemsen – Musik ein Lebensgefühl

(M)Eine Liebeserklärung an Roger Willemsen … Stellen Sie sich einen Mann vor, der mit den Worten eines Philosophen, dem Charme eines Pariser Flaneurs und dem Musikwissen eines Plattenladenbesitzers ausgestattet ist. Er hätte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert und daher dachte ich diese Tage … ach ich denke so häufig an ihn, seine Eloquenz, seinen Charme, seine Art zu denken und ich lese seine Bücher so, so gern … Roger Willemsen Schriftsteller, Intellektueller, Ästhet, Menschenfreund & leidenschaftlicher Zuhörer. Was brachte diesen klugen & besonderen Kopf eigentlich immer wieder zum Strahlen? (M)eine Antwort: Musik. Was war Musik für Roger Willemsen? Unterhaltung? Trost? Bildung? Oder doch etwas viel Tieferes? Im Podcast „Töne & Temperamente“ lasse ich mir dazu unterschiedliche Gedanken durch herz & Hirn wandern … und ja meine Gedanken mäanderten … Nach meinem Verständnis war für Roger Willemsen Musik kein Hintergrundrauschen, sondern ein Lebenselixier. Er sprach von Musik, als sei sie (s)eine Geliebte. Oder zumindest ein besonders temperamentvoller Mitbewohner: manchmal laut, manchmal leise … aber immer präsent. Für Willemsen (so meine ich) war Musik als Spiegel der Seele zu verstehen. Musik als eine Art psychologischer Spiegel … nur eben mit Tonspur statt als Therapiesitzung. Musik als ein Ort des Verstehens … Jetzt denken manche/r vielleicht: „Okay, intellektueller Typ, der hört wahrscheinlich nur Wagner bei Kerzenlicht und trinkt dazu teuren Rotwein.“ Falsch gedacht. Roger Willemsen hörte alles UND nicht alles gleich. Er verehrte Glenn Gould, diesen kanadischen Exzentriker am Klavier. Er schwärmte für indische Ragas, bei denen die Zeit sich auflöst wie Zucker im Tee. Und gleichzeitig konnte er auch mit staunender Offenheit über die Beatles, und ja, sogar über Techno sprechen – wenn er darin Sehnsucht oder Idee erkannte. Nicht das Radiotaugliche, sondern das Seelentaugliche. Roger Willemsens Hommage an die Musik gibt einem das Gefühl, am Leben zu sein. Ganz im Sinne seines geformten Satzes auf seiner Traueranzeige: „Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten.“ Ich freue mich, wenn Sie in unseren 🎧Podcast Nr. 43 hineinlauschen, dem ich den Titel „Roger Willemsen – Musik ein Lebensgefühl“ gab. Als Musik wählte ich aus Robert Schumanns Kinderszenen, Op. 15 „Aus fremden Ländern und Menschen“ und „Bittendes Kind“ Einfühlsam & besonders gespielt von Andreas. Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Buchempfehlung: „Musik! Über ein Lebensgefühl“ Roger Willemsen S. Fischer Verlag 2018 Musik im Podcast: Robert Schumann Kinderszenen Op. 15 Intro: „Von fremden Ländern und Menschen“ Outro: „Bittendes Kind“ Live-Konzertmitschnitt: Pianist Andreas Lucewicz Instrument: Steinway C Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank 💕

Jul 27, 202514 min

#42 Happy Birthday Thomas Mann - ein musikalischer Dialog

In Thomas Mann`s Romanen wirkt Musik auf die unterschiedlichste Weise. Und er scheute sich nicht, Rat einzuholen, wenn er seine eigenen Kenntnisse an Grenzen geführt glaubt. So wird Theodor W. Adorno für „Doktor Faustus“ zu einem zentralen Einflüsterer – zu einem Beethoven-Einflüsterer! In diesem Roman verbindet Thomas Mann Musik, Philosophie, Geschichte und Mythos auf einmal. Und als Musik schwingt im Roman Beethovens letzte Klaviersonate Op. 111 c-Moll mit. Op. 111 ist nicht nur ein musikalisches Werk, sondern ein philosophisches Statement. Eine Reise von Schmerz zu Frieden, von Dunkelheit zu Licht. Beethovens letzte Klaviersonate steht wie ein Leuchtturm zwischen Tradition und Aufbruch, Kampf und Erlösung. In einer Welt, die oft von Spaltung und Oberflächlichkeit geprägt ist, erinnert uns ihre tiefe Botschaft daran, dass wahres Miteinander nur aus dem ehrlichen Dialog, dem gemeinsamen Ringen und der Kraft der Kunst entstehen kann. Denn Musik ist mehr als Klang, sie ist unser innerstes menschliches Echo, unser Kampf & unsere Hoffnung. Hören Sie gerne mehr im Podcast … À bientôt Ihre Claudia Lutschewitz

Jun 7, 202557 min

#41 Wien – Das musikalische Herz Europas

Was machte Wien zu diesem magnetischen Punkt für Musiker & Komponisten im 18. und 19. Jahrhundert? Daher entführe ich Sie heute in die bezaubernde Stadt Wien. Aber eben nicht wegen ihrer atemberaubenden Architektur oder des berühmten Schnitzels, sondern weil sie jahrhundertelang das Zuhause von einigen der größten Musiker aller Zeiten war. Warum lebten und wirkten Künstler wie Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und sogar Vivaldi in Wien? Warum ausgerechnet Wien? Warum diese Stadt und nicht, sagen wir mal, Paris oder London? Also, schnappen Sie sich einen Kaffee oder Melange, lehnen Sie sich zurück und lassen Sie uns eintauchen in das musikalische Wien! Und ach ja, als Musik wählte ich für diesen Podcast Beethovens Sonate Nr. 1 f-Moll op. 2 Nr. 1. Diese Sonate stammt aus dem Jahr 1795 und ist Joseph Haydn gewidmet, bei dem Beethoven zwischen Ende 1792 und Anfang 1794 Unterricht nahm. Es handelt sich jedoch keineswegs um eine Schülerarbeit, sondern um ein sehr individuell geprägtes Werk, das sich zwar formal an die Vorbilder seines Lehrers anlehnt, sich von diesen aber im musikalischen Duktus und Ausdruck deutlich absetzt. Die Sonate ist in 4 Sätzen aufgebaut: 1. Allegro (also "rasch", "munter", "heiter" oder "fröhlich" ) 2. Adagio (im Sinn von langsam - bequem, behaglich und ruhevoll) 3. Menuetto-Allegretto (etwas schneller, etwas bewegter) 4. Prestissimo (äußerst schnell) … Wien war nicht nur das Zentrum der klassischen Musik – es war auch der Ort, an dem Musiker ihre kühnsten Visionen verwirklichten, sich inspirieren ließen und miteinander in einer einzigartigen kreativen Atmosphäre arbeiteten. Was diese Stadt für die Musik bedeutet, lässt sich kaum in Worte fassen. Denn durch die Kombination eines reichen kulturellen Erbes und der Förderung von Musik durch die Mächtigen, wurde Wien zu einer Stadt, in der Komponisten wie Mozart, Beethoven, Brahms und viele andere ihre Spuren hinterließen. Also… eine ganz besondere musikalische Geschichte, die Wien schrieb und immer noch schreibt. Doch hören Sie mehr im Podcast …🎶 À bientôt Ihre zwei Lutschewitze ❤️

May 3, 202541 min

#40 "T&T short version": How Mozart ended up as a praline!

This is my first attempt at translating our podcasts into English. Given that the "Naschkatzen" episode on Wolfgang Amadeus Mozart was among one of the most frequently listened to, it seemed a suitable choice to serve as the pilot. I would be grateful to hear your thoughts on it. 😉 "Welcome to T&T short version, if time is tight – today’s topic: How Mozart ended up in a sweet treat – how did he manage that? If you have a well-known name, or even better, if you're a celebrity, it can be turned into a brand – giving your fame an extra boost, and potentially leading to greater income. Unfortunately, for Wolfgang Amadeus Mozart, this merchandising effect only kicked in many, many years after his death. The most famous merchandising product worldwide… you guessed it – is the Mozartkugel (or in English: Mozart praline). So, how did our dear Wolfgang Amadeus Mozart end up in a praline? You would like to know and hear more? Well, start hearing our podcast ... 🎙️🎧😉 With warmest regards, Claudia Lutschewitz

Apr 23, 20256 min

#39 "T&T für Eilige": Zwei Passionen – zwei Weltentwürfe (Vergleich JP & MP von JSB)

Heute habe ich mir eine – für mich – monumentale Aufgabe vorgenommen … Ich möchte die Johannes Passion und die Matthäus Passion von Johann Sebastian Bach vergleichen oder anders gesagt nebeneinanderstellen und betrachten. Zwei monumentale Kunstwerke, die das gleiche Thema behandeln, aber ästhetisch, theologisch und musikalisch völlig unterschiedlich ausfallen – so zumindest meine Meinung. Für mich zeigt Bach mit beiden Passionen, dass der christliche Glaube nicht in ein EINZIGES Bild passt. In der einen Passion werden wir hineingezogen in ein Ereignis, das größer ist als wir. In der anderen dürfen wir verweilen, trauern, hoffen. Und wer genau hinhört, merkt: Bach hat nicht nur für Gott komponiert – sondern auch für uns, mit Empathie, Genie und Menschlichkeit. Wenn Sie also und vielleicht das nächste Mal denken: „Och nööööö, der Bach, der ist mir zu schwer…“ Dann hören Sie mit aufmerksamen Ohren & offenem Herz in beide Passionen rein – es lohnt sich! Zwei Werke, zwei Seelen & ein Komponist, der wusste: Die Wahrheit ist oft mehrstimmig. Man könnte auch sagen, die eine Passion nimmt Sie an der Hand – und die andere an der Kehle – aber beide führen Sie zum Herzen. Mit herzlichen Grüßen Ihre Claudia Lutschewitz

Apr 18, 202517 min

#38 Johann Sebastian Bach`s Johannes Passion (BWV 245)

Johann Sebastian Bach war einer der bedeutendsten Komponisten der Barockzeit und ein Meister sowohl in der geistlichen als auch der weltlichen Musik. Seine Werke zeichnen sich durch tiefe Religiosität, kompositorische Raffinesse und große emotionale Tiefe aus. Den Text aus dem Johannes Evangelium setzt er in der Johannes Passion in eindrucksvolle Musik um und sie stand lange im Schatten des Riesenwerks der Matthäus-Passion, obwohl beide letztlich unvergleichbar ihren eigenen Gesetzen folgen. Und heute schätzen viele Musiker die dramatische, direkte Ausdruckskraft, die Klarheit und kompositorische Dichte der Johannes Passion. Mein Fazit, warum die Johannes Passion so bedeutsam ist: • Da sie dramatischer, kürzer und unmittelbarer als die Matthäus-Passion ist. • Da sie einen dichten musikalischen Diskurs bietet. • Und last but not least, da sie belegt, wie Bach das Johannes Evangelium musikalisch auslegt & durchlebt. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Apr 16, 202520 min

#37 "T&T für Eilige": Ein musikalisches Fest der Auferstehung - J.S. Bach`s Osteroratorium

Heute widme ich mich einem besonderen Werk von Johann Sebastian Bach – dem Osteroratorium (BWV 249). Es ist ein Werk, das tief in der christlichen Osterbotschaft verankert ist, mit einer Musik, die sowohl festlich als auch tief spirituell ist. Doch hinter diesem Werk steckt auch eine Geschichte, die einen Einblick in Bach`s Leben und seine Zeit gibt. Stellen Sie sich vor, es ist Ostern im Jahr 1725. Die Kirchenglocken läuten, die Gemeinde strömt in die Nikolaikirche in Leipzig, und alle sind gespannt, was der Thomaskantor heute für sie bereithält. Und dieser Thomaskantor, das ist niemand Geringeres als Johann Sebastian Bach. Bach hatte in dieser Zeit bereits einige der größten geistlichen Werke seiner Karriere komponiert, darunter die „Johannes-Passion“ und die „Matthäus-Passion“. Doch während er in der Passionsmusik den Leidensweg Christi thematisierte, griff er im Osteroratorium das freudige Ereignis der Auferstehung Jesu auf – das Herzstück des christlichen Glaubens. Während die Passionen von Bach häufig die menschliche Tragödie und das Leiden Christi betonen, geht das Osteroratorium den anderen Weg: Es feiert die Erhebung und die Erneuerung. Bach nutzt die Musik als Medium, um Glauben und Hoffnung zu verbinden, so bringt die Musik die Freude über das Leben und den Sieg über den Tod in die Ohren der Zuhörer. Das gesamte Werk zeigt eine Überwindung der Dunkelheit durch das Licht und das Leben. Daher ist das Osteroratorium von Johann Sebastian Bach mehr als nur ein Werk der Musikgeschichte – es ist eine Feier des Lebens, des Glaubens und der Freude über die Auferstehung. Es erinnert uns daran, dass Musik nicht nur als Unterhaltung dient, sondern als Ausdruck der tiefsten menschlichen Sehnsüchte und auch Emotionen sowie der Hoffnung. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

Apr 14, 202515 min

#36 "T&T für Eilige": Debussy`s musikalisches Mondlicht

„Musik beginnt da, wo die Worte aufhören.“ (wird Claude Debussy zugeschrieben - ohne Überlieferung) Gänsehaut & Tränen – immer wieder erwischen mich diese Gefühle, wenn ich „Clair de Lune“ lausche - ein poetisches Klavierstück aus der Suite Bergamasque, das eine träumerische Atmosphäre mit impressionistischen Klangfarben verbindet. Als Synästhetikerin entfacht dieses Stück bei mir ein Kaleidoskop aus den wunderbarsten Pastelltönen & Changierungen. Debussy`s Musik ist schillerndes Mosaik aus Klängen, das mehr andeutet als erklärt, mehr flüstert als deklamiert. „Clair de Lune“ beginnt mit sanften, schwebenden Akkorden, die eine träumerische Atmosphäre schaffen. Seine zeitlose Schönheit und emotionale Tiefe machen es zu einem herausragenden Beispiel für Debussy`s Fähigkeit, Klangbilder zu malen und Gefühle musikalisch auszudrücken. Es ist Musik, die nicht nur gehört, sondern gefühlt werden kann … Mehr dazu und natürlich das Klavierstück im Podcast ... 🎹 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Apr 4, 202513 min

#35 Franz Schubert als Wanderer & seine Fantasie

Wandern bedeutet die Geheimnisse der Welt neu zu entdecken, ihre Schönheit - wo immer sie sich zeigt - zu bewundern und die Wirkung der Farben und Formen der Natur auf sich wirken zu lassen. Mehrere Millionen Zellen gehören zum Sehzentrum des menschlichen Gehirns, aber wir wissen, dass das Bild, das wir sehen, tatsächlich erst schöpferisch gestaltet werden muss, damit wir es als solches erkennen können. Der britische Neurophysiologe Charles Scott Sherrington hat das Gehirn einen verzauberten Webstuhl genannt, auf dem unsere Erlebnisse sinnvoll gewoben werden. Ich würde das Wort verzaubern gerne in verzaubernd abändern, denn Schauen ist primär nicht schon Wissen, sondern eher Gestalten. Damit meine ich, dass der wandernde Mensch, als staunend Erlebender, alles fantasievoll für sich umgestaltet. Die Natur lehrt uns das Staunen, denn in ihr begegnen wir den ungezählten Herrlichkeiten, der wunderbaren Kontinuität des immer wieder neuen Kreislaufs von Tod und Auferstehung. Und die Verwandlungen der Natur, die immer wiederkehrenden Wechsel der Jahreszeiten und ihre Erscheinungen lassen uns den Zusammenhang und das Zusammenwirken eines lebendigen Ganzen erkennen – einer Urkraft! Das Geborgensein in der Natur. Und diese Urkraft, diese Geborgenheit war vermutlich und unter anderem auch Schuberts persönliche Beziehung zum Wandern. Und was passt zu diesem Natur- und Wanderthema besser als seine Wanderer-Fantasie? Diese Fantasie ist eines seiner virtuosesten & innovativsten Klavierwerke und Franz Schubert selbst gab zu, das Werk nie beherrscht zu haben - er soll sogar gesagt haben: „Der Teufel soll dieses Zeug spielen!“ Sie wollen mehr wissen und auch Schuberts Wanderer-Fantasie hören? Na dann, ab in den Podcast … Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 30, 202537 min

#34 "T&T für Eilige": Hauskonzert mit Francis Poulenc

Früher waren Wohnzimmerkonzerte - auch Hauskonzerte genannt - gang und gäbe, irgendwann schickte sich das Musizieren zu Hause aber nicht mehr, man ging lieber aus, in die Philharmonie, zu großen Events, in Konzertsäle … Dabei ist ein Hauskonzert viel mehr als gemeinsames Musizieren, denn ein Hauskonzert ist ein ganz besonderer Musikgenuss. Für mich ist ein Hauskonzert ein Rundum-Wohlfühl-Paket. Mitte März dieses Jahres trafen wir in Heidelberg das Heidelberger Klavierduo Adelheid Lechler & Martin Smith. Und auf dem Programm stand u.a. Francis Poulenc …🎹 Genauer das "Capriccio d'après Le Bal Masqué", ein Werk für zwei Klaviere, das 1952 entstand. Das Capriccio wechselt abrupt zwischen fröhlichen, fast tänzerischen Abschnitten und düsteren, geheimnisvollen Passagen. Die für mich sehr gelungene Interpretation von Adelheid & Martin nutzt diese Kontraste bewusst und übertreibt sie vielleicht sogar leicht, um die theatralische Qualität der Musik zu betonen. Die Klangfarben der beiden Klaviere werden für meine Ohren nicht vermischt, sondern dialogisch gegenübergestellt. Ein Ohrenschmaus und Genuss ... 👍 Denn Francis Poulenc war bekannt für seinen charmanten, oft schelmischen Humor in der Musik und nicht selten scheint er seine Musik mit einem Augenzwinkern zu präsentieren. Doch hören Sie selbst … Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz P.S.: von Herzen DANK an die beiden Pianisten Adelheid Lechler & Martin Smith. P.P.S.: Ihr seid wunderbar (und das nicht nur als Freunde 😘)

Mar 28, 202511 min

#33 "T&T für Eilige": Wie Mozart in die Kugel kam

Herzlich willkommen zu T&T für Eilige – heute zum Thema: Wie Mozart in die Kugel kam – wie hat der Typ das nur geschafft? Wenn man einen bekannten Namen hat, eventuell sogar ein Star ist, dann lässt sich daraus eine Marke machen, die der Bekanntheit einen zusätzlichen Schub gibt - womit man am Ende höherer Einnahmen erzielen könnte. Schade nur, dass bei Wolfgang Amadeus Mozart dieser Merchandising Effekt erst viele, viele Jahre nach seinem Tod eingesetzt hat. So heißt der Flughafen in Salzburg Airport W. A. Mozart, der EC Mozart der österreichischen Bundesbahn verkehrt auf der Strecke Salzburg - München. Es gibt ein Kaffeeservice, Bettwäsche, Parfüme, Seniorenheime, Hotels und Kreuzfahrtschiffe, die seinen Namen tragen, um nur einige(s) zu nennen. Doch wie kam der Wolfgangerl jetza in die Kugel? Und warum gerade eine Kugel für Mozart? Vielleicht weil er selber eine Naschkatze war? Sie wollen mehr wissen und sind jetzt neugierig? Na, dann ab in den Poscast! Pfiat di, Servus & Baba und mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 9, 20257 min

#32 "T&T für Eilige": Stille & Pausen in der Musik

Herzlich willkommen zu T&T für Eilige Heute zum Thema: Stille in der klassischen Musik! Und haben Pausen Farben ...? Kurt Tucholski sagte einmal: „Es gibt vielerlei Lärme. Aber es gibt nur eine Stille.“ In der klassischen Musik gibt es - so mein Verständnis – zwei Arten von Stille. Einmal die Stille, die um die Musik herum am Anfang und am Ende sein muss. Die sogenannte Einbettung in die Minuten oder Sekunden vor dem ersten Ton, also zur Vorbereitung und die Zeit nach dem letzten Ton, zum Nachschwingen, wenn also der letzte Ton des Konzerts erklang und leise verklingt …. Und daneben gibt es die Stille, in der Musik. Die Stille, die die Musik aus sich heraus erzeugt. Man könnte diese Momente vielleicht auch Ton-Pausen nennen … also vertonte Ruhe. Bei dieser Art Stille, denkt der eine oder die andere vielleicht an John Cage ... Ja? Neugierig, wie es weiter geht? Na dann, ab in den Podcast 🚀 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 25, 202511 min

#31 Ein Freund, ein guter Freund - was sind Schubertiaden?

Wer kennt es nicht das Lied … "Ein Freund, ein guter Freund Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt Ein Freund bleibt immer Freund Und wenn die ganze Welt zusammenfällt Drum sei auch nie betrübt Wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt Ein Freund, ein guter Freund Das ist der größte Schatz, den's gibt" Ja, … wir Menschen sind nicht gern allein. Der Philosoph Aristoteles hatte einen schönen Gedanken dazu, er sagte: „Freundschaft entsteht durch eine geteilte Leidenschaft oder eine geteilte Begeisterung“. Die besten Freunde jedoch, so sagte Aristoteles weiter, sind solche, die sich gemeinsam für das Wahre und Gute begeistern. Menschen, die sich wechselseitig darin unterstützen glücklich zu werden, Erfüllung zu finden, Sinn zu entdecken. Menschen, die Freude daran haben, wenn es dem anderen gutgeht. Ja, und dann gibt es da noch Immanuel Kant, der von der Pflege der Freundschaft spricht. Einer Art Pflicht zur Pflege, auch wenn wir heute nicht gern von Pflicht und Disziplin hören. Doch Kant scheint Recht gehabt zu haben, denn wie viele Freundschaften sind auf der Strecke geblieben, weil wir nicht die Disziplin aufbrachten, sie zu pflegen und zu hegen?! Freundschaft muss man immer auch wollen, und das ist manchmal anstrengend. Neigung allein reicht da oft nicht aus, es muss schon ein gutes Stück Pflichtgefühl hinzukommen. Wobei dieses Pflichtgefühl aber auch nur wenig Nachhaltigkeit haben dürfte, wenn es nicht in einem liebenden Herzen verwurzelt ist. Diese Liebe zur Freundschaft und auch die Liebe zum Miteinander, die Liebe zur Begegnung, ja, die Liebe Zeit miteinander zu verbringen, bringt mich zu Franz Schubert. Genauer zu den nach ihm benannten Schubertiaden … Schuberts Lebensfreude war die Musik. Aus ihr zog er Kraft und mit ihr blühte er auf. Musik war für Schubert Struktur, Freude, Energie, Liebe und Freundschaft. Er liebte die Musik so sehr, dass er nicht nur für seine Freunde und Bekannten musizierte, sondern auch mit Ihnen und das regelmäßig … diese Abende wurden also Schubertiaden genannt. Sie wollen mehr wissen? Na, dann `ran an den Podcast 😉 … Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 20, 202519 min

#30 Wer war Maria Callas?

Große AutorInnen, InterpretInnen, PublizistInnen hören mit ihrem Tod nicht auf zu wirken. Viele werden zu Idolen, zu bedeutenden Gestalten aus dem fernen Gestern und von einigen verblasst die Biografie. So entstand bei mir die Idee, in unserem Podcast immer wieder bekannte und verstor-bene MusikerInnen & InterpretInnen – Menschen, die Andreas und mir nahe & wichtig sind, obwohl sie bereits verstorben sind – zu präsentieren. Und für den heutigen Podcast wählte ich eine für mich sehr bewundernswerte Sopranistin. Eine Sopranistin, deren Lebens-Weg mitunter steinig war und zugleich sehr erfolgreich, eine Sopranistin die nur 53 Jahre alt wurde und zugleich ein intensives und reiches Leben lebte. Maria Callas Über sich selbst sagte Maria Callas: „Es gibt Leute, die zum Glücklichsein geboren werden, und andere, die zum Unglücklichsein bestimmt sind. Ich habe einfach Pech gehabt.“ Als Musik wählte ich für diesen Podcast Robert Schumanns Blumenstück (Des-Dur, Op. 19), weil Maria Callas auf mich wie eine zarte und auch fragile Blume wirkt die gleichzeitig vielen Wettergegebenheit trotzen konnte und ihre farbige Pracht künstlerisch grandios zeigte. Schumann komponierter das Blumenstück während eines Aufenthaltes in Wien 1838/39 und dieses Klavierwerk nimmt nach den Worten Schumanns eine Sonderstellung ein. Er bezeichnete es meist als „Stück für Damen“. Das Blumenstück wirkt graziös und die Komposition scheint Schumanns reiner Spielfreude entsprungen zu sein. Doch hören Sie selbst … Viel Freude & Kurzweil! Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 12, 202531 min

#29 Wer fühlen will, muss hören!

Warum fühlen wir Mensch? Schon ein bisschen suspekt diese Frage, oder? Denn es ist doch eigentlich selbstverständlich, dass wir fühlen. Egal wie alt wir sind und wo wir auf dieser Erde leben oder welchem Beruf wir nachgehen - wir alle fühlen! Seit 300.000 Jahren - also so ca. - gibt es unsere Art, die wir Menschen in der uns so typischen Bescheidenheit "Homo sapiens", also der Weise Mensch, nennen. Was zum Ausdruck bringen soll, dass es die Intelligenz ist, die uns von unseren ersten Vorfahren und allen anderen Tieren unterscheidet. In der Tat, der Neandertaler hat das Rad nicht erfunden, Delfine können weder lesen noch schreiben und Eulen konstruieren keine Wolkenkratzer. Doch ist tatsächlich die Intelligenz, die uns Menschen ausmacht? Ich denke, was uns wirklich auszeichnet, ist unsere Fähigkeit zu fühlen. Johann Wolfgang von Goethe soll einmal gesagt haben „Gefühl ist alles“ Und lauschen wir auf die Musik, bzw. lassen wir uns in sie fallen, so verstehen wir Menschen schnell, was fühlen auch ist. Denn Musik löst Emotionen aus, weckt Erinnerungen, lässt uns mit den Fingern im Takt klopfen, mit den Füssen wippen und bringt uns zum Tanzen. Ja, Musik – sie beeinflusst Körper & Geist, das haben wir wohl alle schon selbst erlebt. Musik bewegt uns! Viel Spaß, Freude & Kurzweil am Podcast! Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz P.S.: im Podcast passierte mir leider ein "Versprecher" .... uiuiui!!!!!! Den Homo Sapiens gibt es natürlich nicht erst seit ca. 30.000 Jahren, sondern bereits seit 300.000 Jahren 🙃 - ich hoffe, Sie verzeihen mir meinen "Versprecher"!

Feb 9, 202521 min

#28 "T&T für Eilige": Händels Feuerwerksmusik - Friedensmusik

Ja, Händels Musik sprüht im wahrsten Sinne Funken … Sie ist spritzig, festlich, feurig, brillant. Fanfaren, Pauken, Streicher, Holzbläser, wieder Fanfaren im Echo, wie aus verschiedenen Ecken. Ganz nach dem Motto: „Sollen es doch alle Teile der Erden hören: "Es herrscht Frieden!“ Händels Feuerwerkersmusik belebt, sie reißt mit - und das nicht nur Klassik-Fans. Seine Musik begeistert, sie strahlt Freude aus. Beim Lauschen dieser Musik entstehen wunderbare, bewegte und tänzelnde Bilder – und als Zuhörender hat man gar keine andere Möglichkeit, als im Takt mitzuwippen, zu tanzen, zu jubeln – ja, sich zu freuen. Herzen und Hirn schlagen Salti. Sie wollen mehr wissen und erfahren? Na dann ,`ran an den Podcast für Eilige #28 – ich kann Ihnen kurzweilige 15 Min versprechen 😉 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz (Silvester 2024)

Dec 31, 202415 min

#27 Jauchzet, frohlocket - Bach`s Weihnachtsoratorium

Beim Hören des Weihnachtsoratoriums hat man das Gefühl in eine tiefe, elementare Schicht menschlicher Gedanken und Gefühle vorzudringen. Nicht so sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Konflikte des individuellen Lebens, wie zum Beispiel Leiden, Schuld und Liebe sind thematisiert, sondern vielmehr unsere Rolle in der Welt, unsere Beziehung zur Welt. Die klingende Botschaft des Lichts durchzieht das ganze Oratorium. Immer wieder ist vom Licht die Rede, das als „Morgenlicht“ anbrechen und unsre Herzen durchleuchten soll. Sogar die Angst vor dem Sterben vermag ein lichtvolles C-Dur zu überwinden, in einer Arie, in der ein Echo, wie aus einer anderen Welt, immer wieder die Gewissheit gibt, dass wir das Sterben nicht scheuen müssen. Bleiben Sie behütet und haben Sie eine schöne WeihNACHT! Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz Am Morgen des 24. Dezember 2024

Dec 24, 202429 min

#26 Die Magie der Wiegenlieder

Seit Urzeiten singen Eltern ihre Babys in den Schlaf. Was Eltern intuitiv spüren, nämlich die beruhigende Wirkung der singenden Stimme auf ihr Kind, ist heute wissenschaftlich belegt, vor allem für die Baby- und Kleinkindzeit und sogar schon für die pränatale Zeit, denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Baby bereits im Mutterleib hört. Das Wiegenlied, mit all seinen Facetten und Funktionen, schafft Kindern Geborgenheit und Nähe – und wenn ich es recht betrachte, dann gewiss nicht nur den Kindern, sondern auch den singenden und lauschenden Erwachsenen.😉 Das Wiegenlied baut eine Brücke zwischen Jung und Alt. Hören Sie auf diesem Podcast die Wiegenlieder: “Müde bin ich, geh zur Ruh“ „Guten Abend, gut Nacht“ “Abends will ich schlafen gehen“ “Der Mond ist aufgegangen“ Es singen & spielen - Christian Elsner (Tenor) & seiner Tochter Paulina, am Klavier Leonhard Elsner - Ingeborg Danz, am Klavier Michael Gees - Sibylla Rubens & Ingeborg Danz, am Klavier Elisabeth Föll - Christoph Pregardien, am Klavier Juliane Ruf Mit wohltemperierten Grüßen die zwei Lutschewitze 🎶

Dec 9, 202424 min

#25 Leben, Tod & Liebe

Ich mag den Gedanken, dass wir Menschen durch unser Leben wandern. Als Reisende erleben wir auf unserer Lebens-Wanderschaft Freudvolles, Leidvolles & auf jeden Fall Sinnvolles. Wir erklimmen Gebirge, durchschreiten Täler, erfrischen uns an Gewässern und ertragen unseren Durst in der Wüste. Bis wir hinübergehen - unser Lebensbuch mit dem letzten Kapitel beschließen, das Buch zuklappen … Leben & Liebe & Tod Vereinigung. Eins-werden, nicht nur mit dem geliebten Menschen, nicht nur mit dem Tode. Ist nicht das Größere, was da erscheint auch das Ziel des Hinübergehens und wird dieses Hinübergehen nicht gerade in der Musik eindringlich hörbar? Lauschen Sie ... Fühlen Sie ... Leben Sie ... Lieben Sie ... Herzlichst Andreas & Claudia Lutschewitz

Nov 28, 202422 min

#24 Mozarts 1791 - Sterbejahr & Requiem

In einem Brief an seinen todkranken Vater schrieb der 31-jährige Mozart im April 1787: „Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, dass ich vielleicht - so jung ich auch bin - am anderen Tag nicht mehr sein werde.“ Der Tod, sinniert Mozart, sei der wahre Endzweck unseres Lebens, der wahre beste Freund des Menschen, der Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit. Das waren nicht einfach beruhigende Worte, die Mozart fand, um dem sterbenden Vater Trost zu schaffen. Nein, schon früh gab es in Mozarts Musik eine Mischung aus Verzicht und Lebensmut, eine Art heitere Melancholie. 1791 - ein besonderes Jahr in vielerlei Hinsicht - ein Jahr der Freiheit und der Menschenrechte! In Washington werden die Bill of Rights in Kraft gesetzt – Rede-, Presse- und Religionsfreiheit garantierend. In Frankreich wird eine Verfassung geschaffen, die zum Vorbild aller bürgerlichen Verfassungen im 19. Jahrhundert wird und in Wien hat das Genie Wolfgang Amadeus Mozart vielleicht das größte Jahr seines Lebens an dessen Ende er stirbt. War Mozart als Widerständler? War es ihm bewusst, dass er Abschiedswerke schrieb? Wer sich mit Mozarts letztem Lebensjahr befasst, fällt von einem Staunen ins andere. Wahrhaftig nicht sein Requiem ist das letzte Werk, letztes Werk ist das ganze Jahr 1791 und alles, was darin entstanden ist! Wollen Sie mehr wissen? Na, dann hören Sie sich doch in unsere Podcast hinein ... 😉 Mit wohltemperierten Grüßen, die zwei Lutschewitze 😊

Nov 10, 202421 min

#23 Musikalische Anekdoten - Dies & Das

Kleine Anekdoten zeigen mit humorvollem Augenzwinkern, dass auch große Geister Menschen wie wir alle anderen sind. Ich habe in diesem Podcast eine Auswahl der für mich schönsten und auch witzigsten Anekdoten zusammengestellt, die ich bei meiner Recherche im Internet und in Literatur fand. Dass viele dieser Geschichten wohl frei erfunden oder zumindest mit „dichterischer Freiheit“ erzählt werden, fällt dabei auch ins Gewicht … doch gewiss ist ein Funken Wahrheit in jeder Anekdote enthalten. „Auch wenn es nicht so war, könnte es doch so gewesen sein …“ Beethovens Bruder Johann erwarb in späteren Jahren ein kleines Landgut. Um seinen Bruder Ludwig zu ärgern, unterschrieb er künftig seine Korrespondenz mit „Johann von Beethoven, Gutsbesitzer“. Bis eines Tages eine Antwort seines Bruders eintraf mit folgender Unterschrift. „Ludwig van Beethoven, Hirnbesitzer,“ Als Musik wählte ich für diesen Podcast einzelnen Stücke aus den Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven. Da ich diese Variationen bereits in voller Länge vorstellte, bitte ich Sie auf die Podcasts #11 und #14 zurückzugreifen, wenn sie die ganzen 33 Variationen Beethovens zzgl. des Themas von Diabelli lauschen wollen. #11 B Beethoven & 33 Diabelli-Variationen - Beethovens Boogie-Woogie #14 Der Querdenker Beethoven In diesem Podcast hören Sie Anekdoten berühmter Komponisten und Musiker, wie z.B. Beethoven, Brahms, Rossini, Liszt, Paganini, Mozart und vielen weiteren Also, ran an unseren Podcast … Viel Spaß, Freude & Kurzweil! Mit wohltemperierten Grüßen die zwei Lutschewitze 😊 𝗪𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 ü𝗯𝗲𝗿 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗵𝗶𝗻𝗮𝘂𝘀? KONZERT-VORTRÄGE! Diese entfalten eine Mischung aus Musik, Psychologie & Philosophie und viel Humor =》ein abwechslungsreich klingendes & gesprochenes Nebeneinander. Ein Kaleidoskop aus Hören & Fühlen. • Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz • Die menschlichen & humorvollen Teile gestaltet ich 😉. 🎶 𝗠𝗲𝗵𝗿 𝗜𝗻𝗳𝗼𝘀? Interesse an einem KONZERT-VORTRAG? Dann schreiben Sie mich gerne an: kontakt(at)lutschewitz.de Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Oct 26, 202430 min

#22 "T&T für Eilige": J.S. Bach und seine Resilienz

Schon 40 Jahre zählte der Stadtmusiker Johann Ambrosius - und seine Frau Elisabeth war sogar noch ein Jahr älter - als am 21. März 1685 in der Eisenacher Fleischgasse ihr achtes und letztes Kind geboren wurde. Nesthäkchen Johann Sebastian. Johann Sebastian Bach war in seiner Biografie zahlreichen schwersten Belastungen ausgesetzt und dabei meine ich nicht nur den frühen Verlust beider Elternteile, sondern auch den Tod seiner ersten Frau Maria Barbara in seinem 36. Lebensjahr, den Tod von 11 seiner 20 Kinder, die gesundheitlichen Einschränkungen in seinen letzten Le-bensjahren und schließlich die Kränkung, dass bereits ein Jahr vor seinem Tod ein Nachfolger für ihn als Thomaskantor bestimmt wurden. Zudem musste sich J.S. Bach während seiner gesamten Berufstätigkeit immer wieder mit Vorwürfen auseinandersetzen, die sich vor allem um die Kritik an seiner für die damalige Zeit moderne Musik drehte. Diese Kritik führte ihm vor Augen, dass seine Begabung und Kreativität von geistlichen und weltlichen Oberen nicht erkannt wurde - eine Tatsache, die ihn sehr schmerzte. Gestärkt wurde seine enorme Resilienz gewiss durch sein Eingebundensein in seine Familie, die Musik, seinen Glauben und seine sozialen Beziehungen … Sie wollen mehr wissen und erfahren? Na dann ,`ran an den Podcast für Eilige – ich kann Ihnen kurzweilige 13 Min versprochen 😉 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 26, 202415 min

#21 "T&T für Eilige": Mozart`s (derber) Humor

"Ich muß halt immer einen Narren haben“, gestand Mozart seiner Frau in einem Brief von 1791. Es muss Mozart diebische Freude bereitet haben … Aus über 1000 Briefen an seinen Vater, seine Cousine (die er liebevoll Bäßle nannte), seine Schwester Nannerl und auch seine Frau Constanze kann herausgelesen werden, dass Mozart einen ganz besonderen Humor, ja Witz hatte. Er war als besonders lebhaft bekannt und hört man z.B. sein Lied „Bona nox!“, wird sein Humor sehr schnell erkennbar .. „Bona nox! Bist a rechta Ox“, ist ein vierstimmiger Kanon und auch der Reim stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von Mozart selbst. Der Kanon ist eine Art guten Nachtlied, das Mozart in fünf Sprachen geschrieben hat und somit seine Kosmopolität in Tönen spiegelt. „Bona nox! Bist a rechter Ox“ ist ein kleines, humorvolles Stück, das die scherzhafte und verspielte Seite Mozarts offenbart. Und da der Kanon etwas obszön klingt, gilt er als eines der am längsten und häufigsten zensierten Musikstücke der Geschichte. Warum? Nun, es ist der Text … Das Lied ist ein humorvolles Beispiel für Mozarts unkonventionelle, manchmal schelmische, mitunter auch derbe Art. Sie wollen mehr wissen zum Mozart`s derbem Humor? Na dann ,`ran an den Podcast für Eilige – wir können Ihnen kurzweilige 7 Min versprechen 😉 Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: [email protected] Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!

Sep 1, 20247 min

#20 Gelungenes LEBEN ?!

Was ist relevant und wichtig in unserem Leben? Was macht uns Menschen glücklich und zufrieden? Was sollten wir tun und was sollten wir lieber lassen, wenn unser Leben gelingen soll? Fragen die tief gehen und nicht einfach so mal schnell zu beantworten sind. Fragen, die auf jeden Fall die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben aufdecken. Fragen, die schließlich zum zentralen Gedanken führen - was ist das, das uns zum Glück fehlt? Aber was ist nun das, was uns wirklich glücklich macht? Worin besteht das gelungene Leben? Mmmhhh, das führt mich zu einem Gedanken-Spiel … Stellen Sie sich einmal vor, Ihnen würde angeboten werden, sich für den Rest Ihres Lebens an einem großen Computer anschließen zu lassen, der Ihr Gehirn und Ihre Nerven fortwährend mit Glücksgefühlen stimuliert und über Schläuche würden Sie mit Nahrung versorgt werden. Sie müssen sich um nichts kümmern und hätten auch nie mehr Schmerzen. Natürlich würden Sie kein reales Leben führen können, das ist klar, ja und Sie treffen auch keine Freunde mehr, Sie arbeiten nicht, Sie hätten keine Sorgen und Sie könnten jede Krise der Welt für sich krisenfrei durchleben. Würden Sie sich an so eine Maschine anschließen lassen? Ist es das, worauf unsere Sehnsucht nach Glück abzielt? Also testen würde ich so eine Maschine ganz gern einmal für einen Tag, vielleicht auch für zwei - aber ich denke, für wirklich länger Zeit wollte ich an diesem Ding nicht hängen … Und Sie? Sie wollen mehr wissen? Zu meinen Gedanken und zur von mir gewählten Musik für den Podcast? Ich wählte als Musik für den Podcast von Franz Schubert die Hüttenbrenner Variationen. Andreas meinte diese passen wie gespuckt zum Thema 😉 Also, ran an unseren Podcast … Mit wohltemperierten Grüßen die zwei Lutschewitze 😊 Viel Spaß! Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: [email protected] Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik nä-her heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!

Aug 18, 202444 min

#19 "Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre." (Helen Keller 1880-1968)

„Alone we can do so little. Together we can do so much.“ (Helen Keller) Unser Podcast erzählt von Helen Keller! Helen war ein taub-blindes Mädchen, das mit dem Fingeralphabet Wörter und Sprache lernte. Und von ihr stammt auch der Satz "Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre." Helen schrieb zehn Bücher, hielt weltweit Vorträge und setzte sich für Blinde und körperlich behinderte Menschen ein. Ihr Buch „Die Geschichte meines Lebens“, in welchem sie ihren Le-bensweg vom vereinsamten Mädchen zur starken Frau beschreibt, wurde ein voller Erfolg und gab Menschen ohne körperliche Einschränkungen erstmalig einen Einblick in das Leben körperlich ein-geschränkter Personen. Mit ihrer steigenden Popularität wurde Helen die Stimme der Blinden. Sie werden sich vielleicht fragen, wie bei mir die Ideen entstand einen Podcast, der u.a. Musik zum Thema hat mit Hellen Keller in Verbindung zu bringen – nun, es ist die Resonanz, die uns Menschen verbindet, oder? Musik ist Resonanz und Helen lernte Sprechen über Resonanz. Die 5 Sinne - Tasten, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken – waren bei ihr auf 3 reduziert. Und wenn ein Sinn bei uns Menschen erlischt, dann werden die anderen stärker. In Helens Situation war das mit Gewissheit der Tast-Sinn und sie hat damit gewiss über eine Feinfühligkeit verfügt - was Schwingungen und Resonanz betriff -, die wir Sehenden und Hörenden nicht erreichen können. Und ach ja, für diesen Podcast wählte ich von Robert Schumann „Gesänge der Frühe“ – genauer 5 Gesänge. Ich wählte sie, weil diese 5 Stücke nicht nur in reichem Maß zu hören, sondern auch zu denken geben. Musik als Träger, als Gefäß, als Resonanz einer Sprache des Herzens. Die Gesänge der Frühe haben eine ganz eigene Färbung. Man könnte meinen, dass in dieser Musik ein klein bisschen Frühling steckt, trotz aller Traurigkeit. Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! 😉 Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: [email protected] Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Musikbeispiele im Podcast: Unbekannte Klavierwerke von Schubert, Schumann, Janáček und Brahms Pianist: Andreas Lucewicz EigenART 10070 Instrument: Steinway D Hier: Robert Schumann (1810 – 1856) Gesänge der Frühe op. 133 (1853) 1. Im ruhigen Tempo 2. Belebt, nicht zu rasch 3. Lebhaft 4. Bewegt 5. Im Anfang ruhiges, im Verlauf bewegtes Tempo

Aug 2, 202432 min

#18 Wunderkinder - Bassi, Mendelssohn & Picasso

Wunderkind „Als Genie wird man geboren, zum Wunderkind gemacht Wunderkinder können häufig schon vor dem Schulanfang lesen und rechnen beherrschen, schnell Fremdsprachen und verstehen in Windeseile komplexe Zusammenhänge oder erlernen ein Musikinstrument rasant bis zur Konzert-Reife. Aber Pädagogik und Wissenschaft tun sich schwer mit dem Begriff „Wunderkind“ - sie sprechen lieber von Hochbegabung. Ist ein Kind auf vielen Gebieten talentiert, bezeichnen sie es als mehrfachbegabt, während exzellente Fähigkeiten auf ausschließlich einem Gebiet als Inselbegabung gelten. In jüngster Zeit betont die Forschung wieder stärker genetische Faktoren, da bei Eltern von Hochbegabten oft ähnliche Begabungen beobachtet werden. Gerade wenn Ihnen selbst die Entwicklung ihrer Fähigkeiten nicht gestattet wurde, beauftragen sie symbolisch ihre Kinder den eigenen Weg fortzusetzen. So spielt folglich auch die Erziehung einen großen Einfluss, weil der Nachwuchs sein ererbtes Potential eben nur dann voll ausschöpfen kann, wenn er schon vom Kleinkindalter an damit gefüttert & gefördert wird. Es ist folgerichtig, dass die Lebensläufe der meisten Wunderkinder mehr über die Eltern als über die Kinder aussagen, denn fast immer sind es Eltern, die den Grundstock dafür legen, dass ein überdurch-schnittliches Talent auch überdurchschnittliche Leistungen erbringt. UND nicht selten ordnen sie dem Erfolg ihres Kindes dabei ihr eigenes Leben unter. Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein, historisch ist der wichtigste zweifellos das Geld. So wie Leopold Mozart im 18. Jahrhundert den Lebensunterhalt u.a. oder schließlich vorwiegend mit seinem Sohn verdiente, so tat dies mehr als 200 Jahre später auch der Vater von Lang Lang - beide Väter planten den Erfolg mit wenig Rücksicht auf die kindliche Gesundheit. Abraham Mendelssohn der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn und Vater des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy klagte einst, erst der Sohn eines berühmten Vaters und dann der Vater eines berühmten Sohnes gewesen zu sein. So vielschichtig das Phänomen der Wunderkinder ist, so unterschiedlich sind auch ihre Lebenswege und ihre persönlichen Entwicklungen. In diesem Podcast werden drei Wunderkinder vorgestellt und als Musik haben wir dafür die Kinderszenen von Robert Schumann gewählt. Als Wunderkinder wählten wir Europas erste Professorin Laura Bassi, den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und den schließlich den Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso. Schumanns Kinderszenen sind 13 Gedichte ohne Worte - dieser Zyklus von kurzen Klavierstücken ist das Werk eines jungen Kompo-zenen als „Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“, als Darstellung der Kinderwelt aus der Perspektive des Erwachsenen. Vielleicht auch eine Rückprojektion der ewigen Sehnsucht des Romantikers Schumann in die verlorene Welt der Kindheit. Es sind auffallend viele Stück heiteren Charakters, die Robert Schumann hier komponiert hat. An Clara schreibt er im März 1838 dazu, dass er "an die 30 kleine putzige Dinger geschrieben" habe, und davon "zwölf ausgelesen und „Kinderscenen“ genannt" habe. Außerdem, so fügt er mit Blick auf die bekannte Pianistin Clara Wieck hinzu, "musst Du Dich, liebes Clärchen aber freilich als Virtuosin vergessen." Warum Schumann dies schrieb? Nun spieltechnisch sind diese Werke nicht so schwer, dafür verlangen sie jedem Pianisten im Ausdruck alles ab. Jede Form von Verharmlosung oder Verniedlichung würde Schumanns Idee von Poesie komplett zuwiderlaufen. Deswegen sind die "Kinderszenen" auch nicht für Kinder als Vortragende gedacht ... Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! 😉 Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz

Jul 29, 202437 min

#17 Frauen mit Visionen - Die Komponistinnen: Hildegard, Fanny & Clara

„Männer sind, und Frauen auch …“. (Loriot) In diesem Podcast stelle ich mit Worten drei Komponistinnen vor und da Andreas von ihnen leider noch keine Musik eingespielt hat – gut von Hildegard von Bingen gibt es nun auch keine Klaviermusik, sondern eher Kirchen-Gesänge – dachte ich, ich stelle musikalisch einen Komponisten vor, der vielleicht auch dem einen oder der anderen Zuhörenden noch nicht bekannt ist. Leoš Janáček, der 1854 geboren wurde und in diesem Jahr seinen 170 Geburtstag feiern würde. Von seinem Geburtsjahr her gehört er eigentlich eher zur Generation Antonin Dvoraks, wobei seine Werke zu den markantesten Leistungen der Musik des 20. Jahrhunderts gehören. Er stellt sich damit in eine Reihe mit Komponisten, die zwei Generationen jünger waren als er. Es heißt von ihm, je älter er wurde, desto progressiver und jugendlicher wurde seine Musik. Er engagierte sich aktiv im Musikleben seiner Heimatstadt, dirigierte verschiedene Chöre, verfasste Konzertrezensionen, schrieb Feuilletons, publizierte theoretische Schriften und rief 1884 eine Musikzeitschrift ins Leben. Ja und in diesem Podcast stellen wir sein Klavierwerk mit dem Namen „Von der Straße“ vor. Dieses Klavierwerk umrahmt die drei Komponistinnen 1. Hildegard von Bingen … (1098 – 1179) 2. Fanny Hensel, geb. Mendelssohn … (1805-1847) 3. Clara Schumann, geb. Wieck … (1819 - 1896) Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! 😉 Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: [email protected] Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Mu-sik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!

Jul 25, 202433 min

#16 "T&T für Eilige": Schon der Name ist pure Musik - B A C H

Schon der Name ist pure Musik B A C H Wussten Sie, dass Johann Sebastian Bach aus einer außergewöhnlichen Familie stammte? Einer Familie, die über einen Zeitraum von fast 300 Jahren hinweg die Musiklandschaft in Mitteldeutschland prägte? Und für die Bachs waren die Familienbande sehr wichtig. Alljährlich traf man sich an wechselnden Orten, um gemeinsam zu feiern, zu musizieren oder einfach um Neuigkeiten auszutauschen und natürlich nutzte der Clan diese Familientage, um seine Interessen bei der Neubesetzung freiwerdende Stellen durchzusetzen. Doch warum riss die Familien Tradition - immerhin gingen dem großen Thomaskantor schon 5 Generationen voraus - mit den Söhnen Johann Sebastian Bachs plötzlich wieder ab? Ahnenforschern ist die Misere bekannt … Hören Sie mehr im Podcast "für Eilige" (kurzweilige 8 ½ Min – versprochen 😉) Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz

Jul 9, 20248 min

#15 Wen die Götter lieben – Wolfgangerl Amadé

Wen die Götter lieben – Wolfgangerl Amadé Wer kennt ihn nicht, den Merchandising-Artikel, die Mozartkugel! Wird sie – also die Kugel - dem Künstler gerecht? War Mozart süß, vielschichtig und zart schmelzend auf der Zunge? Mozart macht seine Vielseitigkeit aus. Er konnte äußerst komplexe Stücke schreiben und dann sein Publikum wieder mit sehr eingängigen Melodien vereinnahmen. Dramatik und Leichtigkeit beherrschte er, so wird mitunter gesagt, wie nach ihm kein weiterer Komponist. Weshalb er bis heute als eine Ausnahmeerscheinung gilt … zumindest bei Mozart Liebhabern. Für diesen Podcast wählte ich Mozarts „Duport-Variationen“ – die Geschichte zu diesen Variationen ist folgende: Im Frühjahr 1789 reiste Mozart nach Berlin an den preußischen Hof. Das Ziel: die Finanzen aufbessern. Tatsächlich gibt es nur Vermutungen darüber, welche Möglichkeiten an Kompositionsaufträgen, Stellenangeboten und lukrativen Konzertauftritten sich für Mozart tatsächlich vor Ort aufgetan haben. Fest steht aber, dass es ihm ziemlich schwer gemacht wurde, beim preußischen König Friedrich Wilhelm II. eine zweckdienliche Audienz zu bekommen. Die "Duport-Variationen" waren – so wird überliefert - eine Art musikalischer Bestechungsversuch von Mozart beim königlichen Kammermusikdirektor und Cellisten Jean-Pierre Duport. Was war das für ein Bestechungsversuch oder vielleicht doch eher eine Schmeichelei, die Mozart gegenüber Duport äußerte? Neugierde geweckt? Dann hören Sie weiter im Podcast … Weitere Inhalte des Podcast: 👉 Wo kommt der Name Amadé & Amadeus her? 👉 Von Schmierereien und Klecksen im Notenbuch 👉 Vom Klischee des „verarmten Genius Mozart“ 👉 Der Mozart-Effekt 👉 Mozarts Musik in Zitronengelb Und ich erzähle über Mozart als der Ton-Jongleur, Melodien-Zauberer, Harmonien-Akrobat, Farben-Dompteur, der die Zuhörenden in schwindelige Höhen aufs Seil und in abenteuerliche Situationen in den Löwenkäfig führt, der als Clown für Freude sorgt und zugleich als Harlekin zeigt, wie weinen geht. Mozart als Zirkus-Direktor und über ihm das Zelt der Notenvielfalt mit all seinen Farben, Nuancen, Harmonien & Dissonanzen. Wie ist Mozarts Musik für Sie? Wie fühlen & sehen Sie sie? Ach ja, bevor ich schließe … Emmanuel Pahud, der Soloflötist der Berliner Philharmoniker, sagte einmal bei einem Interview: “Wenn Mozart heute leben würde, da bin ich sicher, wäre er DJ und hätte viel Spaß dabei.“ Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz

Jun 16, 202433 min

#14 Der Querdenker Beethoven - seine Diabelli-Variationen (Teil 2 von #11 😉)

Wäre einer wie Beethoven heute eigentlich noch möglich? Wie erfolgreich wäre ein Komponist wie Beethoven in unserer Zeit, der grösser und revolutionärer denkt als viele seiner Zeitgenossen? Die Sehnsucht nach etwas Neuem und Aufsehenerregenden, wie sie bei einigen von Beethovens Auftraggebern existierte, ist auch heute noch vorhanden - aber gibt es auch jene Bereitschaft das Sprengen aller Grenzen tatsächlich zu ertragen und öffentlich zu verteidigen? Sind Karrieren von radikalen Künstlern wie Beethoven in einer Welt in der Musik zu einem Geschäft für die Masse geworden ist, nicht zur Ausnahme geworden? Natürlich ist es einfach heute Beethoven zu feiern und es ist grandios seine Sinfonien, seine Klavierkonzerte zu hören, zu fühlen und sich über diese und ihren Komponisten auszutauschen. Andreas und ich wir waren vor kurzem im Beethovenmuseum in Bonn und sind angefüllt voller Inspirationen und Anregungen von dieser Reise wieder zu Hause angekommen. Noch heute sprechen wir viel über dieses Museum, über diesen wunderbaren und einzigartigen Menschen, über den Menschen hinter der Mu-sik, über Beethoven als Künstler, Komponisten, Pianisten, Denker – ja Querdenker. Darf man das überhaupt sagen – Querdenker? Ja, für mich war Beethoven ein Querdenker, denn er hat quergedacht zu seiner Zeit und ich persönlich denke, es ist wichtig, dass wir querdenken - ohne dass wir dieses Wort negativ konnotieren - sondern dass wir das Wort stehen lassen in seiner Bedeutung, einfach so bestehen lassen in dem, was es tatsächlich meint und aussagt - wir denken quer. Das heißt nicht linear denken! Diese Welt braucht Menschen, die nicht linear denken, die Komplexität sehen, verstehen und gemeinsam ins Denken kommen, um zu verstehen, um damit Veränderungen möglich zu machen. Und ja, auf meine anfängliche Frage zurückkommend - Ich denke, Beethoven wäre heute noch möglich und ich denke auch, wir hätten ihn heute sehr nötig! Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: [email protected] Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas und Claudia Lutschewitz

Jun 2, 202447 min

#13 "T&T für Eilige": Lenny & Ludwig van, zwei Musik-Giganten

Leonard Bernstein… ... liebevoll von Freunden auch Lenny genannt, war ein Lebemann und Genussmensch und mit seinem lässigen Auftreten gelang es ihm, wie kaum einem anderen, ein breites Publikum zu bezaubern. Mit dem Taktstock in der Hand, am Klavier oder auch vor dem Mikrofon: Er suchte immer die Nähe zum Publikum und zu den Menschen. Seine legendären "Young People's Concerts" gehören bis heute zu den erfolgreichsten Musikvermittlungs-Formaten überhaupt; Ebenso klug wie beredt hat er sein musikalisches Wissen und Gespür in Worte und zu Papier gebracht, davon zeugt unter anderem auch sein Buch "Freude an der Musik“. Er war ein Mensch, der an beiden Enden gebrannt hat – liebenswürdig, die Menschen umarmend, auch wenn er sie überhaupt nicht kannte – offen und zugewandt. Und Ludwig van Beethoven gehörte zu seinen Leitfiguren, die prägenden Einfluss auf ihn genommen haben. Lenny hatte viele Vorbilder, doch Beethoven zählte zu seinen Wichtigsten. So hat Lenny als politischer Mensch Ludwig van auch immer wieder eingesetzt, um auch humanistische Botschaften auszusenden. Denn Beethovens Musik war für ihn eng mit den Idealen der Freiheit verknüpft und Ludwig van war für Lenny ein Art Geistesverwandter, wenn es um Menschlichkeit und Verbundenheit ging. Und diese beiden Komponisten verbindet wirklich viel. So zum Beispiel, dass sie als Komponisten die Musik ihrer jeweiligen Epoche schrieben. Beethoven schrieb als einer der ersten Musik für eine sich emanzipierende, europäische bürgerliche Gesellschaft und Bernstein lieferte in seinen Symphonien, Theater- und Filmmusiken eine Musiksprache, die den Soundtrack des 20. Jahrhunderts spiegelt. In seiner Musik geht es um die unterschiedlichsten Einflüsse der Einwanderungsgesellschaft, die von Broadway bis Hollywood Musikgeschichte schrieb. Beide Komponisten regieren also mit ihrer Musik auf die gesellschaftlichen Veränderungen ihrer jeweiligen Zeit. Das Bonner Beethoven Haus realisiert bis zum besagten 19. August 2024 eine Sonderausstellung zu Bernsteins Beethoven – sehensWERT und berührend, zeigt sie doch viel vom Menschen Leonard Bernstein und seiner Verbundenheit sowie Zugewandtheit zum großen LvB. Die Sonderausstellung zeigt von LB den Komponisten, den homo politicus, den Interpreten und den Musikvermittler. Und - wie ganz zu Anfang bereits erwähnt - Lenny hat auf vielfältige Weise und für unterschiedliche Anlässe und Zielgruppen Musik erklärt. Damit hat er eine Vorreiterrolle auf einem Gebiet gespielt, das heute aus dem klassischen Musikbetrieb nicht mehr wegzudenken ist: die MUSIKVERMITTLUNG! Immer spielte Beethoven dabei eine wichtige Rolle, um auszudrücken was sich mit Musik sagen lässt. Hören Sie weiter & mehr im Podcast 😉 Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz

May 26, 20247 min