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Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier

Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier

Claudia Lutschewitz & Andreas Lucewicz

64 episodesDE

Show overview

Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier has been publishing since 2023, and across the 3 years since has built a catalogue of 64 episodes, alongside 1 trailer or bonus episode. That works out to roughly 25 hours of audio in total. Releases follow a fortnightly cadence.

Episodes typically run twenty to thirty-five minutes — most land between 14 min and 34 min — though episode length varies meaningfully from one episode to the next. None of the episodes are flagged explicit by the publisher. It is catalogued as a DE-language Society & Culture show.

The show is actively publishing — the most recent episode landed yesterday, with 9 episodes already out so far this year. The busiest year was 2024, with 27 episodes published. Published by Claudia Lutschewitz & Andreas Lucewicz.

Episodes
64
Running
2023–2026 · 3y
Median length
21 min
Cadence
Fortnightly

From the publisher

In diesem Podcast wird Musik mit Illustrem und Seriösem, Tiefem und Vielschichtigem verbunden. 🎶 Es geht um unterschiedlichste Komponisten, ihr Wesen & Wirken. 🎶 Es werden psychologische und philosophische Gedanken vorgestellt und Impulse gestreut. 🎶 Nachdenkliches, Unbekannteres & auch Humorvolles wird dargeboten Lebenswege, Musik & Ausdruck 🎶 Der DREI-klang - Musik & Psychologie & Philosophie.

Latest Episodes

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#62 "T&T für Eilige": Django Reinhardt

May 16, 202611 min

#61 "T&T für Eilige": Darf ich hier klatschen?

Apr 24, 202613 min

#60 "T&T für Eilige": Psychobiografische Spurensuche - Bach, Mendelssohn & die Matthäuspassion

Spüren Sie das auch in der Osterzeit? Diese Zeit ist etwas Besonderes, oder? Bei uns schwingt & klingt die Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs durch das Haus. Und nicht selten reagieren Andreas und ich mit Tränen, Gänsehaut und Hoffnung auf diese Musik …Sie schenkt uns Verstehen und damit Zuversicht. Für uns steht die Matthäuspassion symbolisch für die Verbindung von Kunst, Religion und menschlicher Existenz und sie zeigt auch, wie Musik emotionale und geistige Grenzen überwinden kann. Denn diese Passion bewegt die Zuhörenden wie kaum eine andere Komposition. Sie ist erfüllt mit Trauer und Trost, Zerrissenheit, Verlassenheit, Verrat, Verleugnung und Angst. Für mich spiegelt sich in dieser Passion unser montan erlebtes menschliches Miteinander, ob in Politik, Familien, Freundschaften, Bekanntschaften oder ganz allgemein in der Gesellschaft. Die Wirkung der Matthäuspassion liegt nach unserem Verstehen in der Fähigkeit, die Hörenden zum Nachdenken über Schuld, Vergebung und Erlösung anzuregen und gleichzeitig durch die Schönheit der Musik zu trösten. Im heutigen „Podcast für Eilige“ möchte ich in narrativer Form zu Anfang ein bisschen zu Bachs Psychobiografie erzähle, also zu seinen Charakter-Eigenschaften. Und ich möchte Ihnen auch ein bisschen zur Psychobiografie Felix Mendelssohn-Bartholdys berichten. Sie fragen sich nun vielleicht warum gerade diese beiden Männer? Neugierig? Na dann, ab in den Podcast. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 29, 202625 min

#59 "T&T für Eilige": Zum Frühlings Erwachen - Robert Schumanns Blumenstück Op. 19

Frühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land.“ (Eduard Mörike) Dieses „Ahnungsvoll“ ist entscheidend. Der Frühling erklärt sich nicht, er kündigt sich an. So wie das erste Vogelzwitschern am Morgen. Die Vögel überlegen nicht lange, ob ihr Lied gut genug ist, ob sie überhaupt zwitschern können … sie singen. Und die Blumen fragen nicht, ob es der richtige Zeitpunkt ist … sie blühen. Robert Schumann hat mit seinem „Blumenstück“ zwar kein direktes Vogelgezwitscher klanglich abgebildet, aber etwas, das ähnlich wirkt, nämlich leise Beweglichkeit. Und wenn Schumanns Blumenstück verklingt, bleibt etwas zurück. Ein Gefühl von Leichtigkeit. Ein Hauch von Möglichkeit und Sehnsucht. Sehnsucht nach Frieden, nach friedlichen Momenten, nach Vertrauenkönnen, nach Diplomatie, nach menschlichem Miteinander, nach mehr Menschlichkeit! Der Frühling zwingt uns zu nichts. Aber er erinnert uns daran, dass unter der Oberfläche immer etwas leise in Bewegung ist. Und, dass selbst nach langen, stillen, kalten, kargen Zeiten wieder Klang, Farbe, Wärme, Licht möglich ist… Wir wünschen Ihnen einen bunten Frühling & viel Zuversicht. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 18, 202614 min

#58 Die Frauen der Genies: Constanze Mozart & Katia Mann

Was, wenn wir Geschichte jahrhundertelang aus einer Perspektive erzählt haben, die Zusammenarbeit unsichtbar macht? In diesem Podcast spreche ich über Constanze Mozart und Katia Mann. Zwei Frauen im jeweiligen Schatten des Genies. • Warum erzählen wir kulturelle Größe so gern als Einzelleistung? • Warum fällt es uns schwer, anzuerkennen, dass schöpferische Prozesse Beziehung brauchen? Vielleicht, weil Zusammenarbeit weniger heroisch wirkt?! Doch wenn wir genauer hinsehen, entsteht Kultur fast immer im Plural. Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir uns so gern an Genies erinnern. Es beruhigt uns zu glauben, dass außergewöhnliche Leistungen aus außergewöhnlichen einzelnen Menschen entstehen. Auf einen zweiten Blick, entdecken wir etwas anderes. Die Partner, die den Rücken freihalten & stärken. Die Freunde, die Zweifel aushalten und stützen. Die Kollegen, die Strukturen schaffen und Orientierungshilfe anbieten. Die Eltern, die Möglichkeiten eröffnen und Wege bereiten. Die Menschen, die eben bleiben, wenn Projekte scheitern oder Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Vielleicht besteht menschliche Größe nicht nur darin, etwas Einzigartiges zu erschaffen. Vielleicht besteht menschliche Größe eben darin, einem anderen Menschen zu ermöglichen, etwas zu tun, etwas zu bewirken. So dass wir nicht fragen: „Was bleibt von mir?“ Sondern, dass wir fragen: „Was kann durch mich bleiben?“ Vielleicht ist das eine der unterschätztesten Fragen unserer Zeit. Denn auch unser eigenes Leben besteht aus Beziehungen, aus gegenseitigem Tragen, aus unsichtbarer Zusammenarbeit, ja aus Kollaboration. Wenn dieser Podcast eine Einladung sein darf, dann vielleicht diese: Beim nächsten großen Werk, beim nächsten berühmten Namen, beim nächsten bewunderten Lebenslauf einen Moment länger innezuhalten …hinzusehen. Und zu fragen: • Wer hat hier eigentlich mitgewirkt? • Wer hat gehalten? • Wer hat geglaubt? • Wer ist geblieben? Denn manchmal steht wahre Bedeutung nicht im Licht. Sondern genau dort, wo jemand still dafür sorgt, dass das Licht überhaupt brennen kann. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Mar 1, 202641 min

#57 Podcast mit KI? Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit!

Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit! Heute ein eher sehr persönlicher Podcast zu mir und zu unserem Podcast „Töne & Temperamente – das wohltherapierte Klavier“ Warum? Weil gestern etwas passierte, das mich ins tiefere Nachdenken brachte und mir auch eine etwas unruhige Nacht bescherte. Was war geschehen? Ich wurde gestern gefragt, ob ich unseren Podcast von einer KI einsprechen lasse! Uff, das saß! Ja, diese Frage war zunächst schwer verdaulich und schließlich fühlte sie sich für mich wie ein Stich an, ein Stich der tief ging. Doch warum oder sollte ich fragen, wozu beschäftigt mich diese simple und vielleicht auch ehr unbedachte, schnell geäußerte …. auf jeden Fall ehr empathiebefreite Frage so sehr? Meine schnelle und sehr direkte Antwort darauf: Weil ich sehr viel Herz, Zeit und Liebe in unsere Podcast-Folgen stecke und KI mir diesbezüglich NIE in den Sinn gekommen wäre. Eben weil es uns auch um Liebe, auf jeden Fall um Musik-Vermitteln geht. Das Vermitteln von Musik, Philosophie und Psychologie und das (zumindest nach meiner Sicht und nach meinem Verständnis) kann KI nicht in der Tiefe, die wir Menschen anstreben. Vielleicht sollte ich sagen, das kann KI NOCH nicht. Doch eines kann ich mit Gewissheit sagen, sobald es KI kann, werde ich keine Podcasts mehr erstellen. Warum? Weil ich den Zuhörenden keine Mogelpackung anbieten möchte! Aber vor allem, weil ICH /weil WIR als Menschen wirken möchten. Denn unser Podcast stellt ein Konzentrat der Menschlichkeit dar, da er von und für Menschen erdacht, gespielt und erstellt wird. Für Andreas und mich gilt! Podcast mit KI? Bei uns nicht! À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 25, 202620 min

#56 Rilke - Ein Leben zwischen Poesie, Existenz & Musik

Mit unserem Podcast laden wir Sie in die Gedankenwelt von Rainer Maria Rilke ein. Einem Dichter, der wie kaum ein anderer die existenziellen Fragen des Menschseins in Sprache verwandelt hat. Zwischen Sehnsucht und Stille, zwischen Liebe, Tod und innerer Wandlung entfaltet sich Rilkes Leben als eine Reise zur eigenen Existenz. Wer war Rilke? Wie war Rilke? Wie begegnete er dem & seinem Leben und der Liebe? Der Podcast verbindet biografische Einblicke mit kurzen Bezügen zu 3 der bekanntesten Gedichte Rilkes: „Herbststage“ „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ „Der Panther“ Begleitet wird diese Reise von der Klaviersonate „Von der Straße“ von Leoš Janáček. Ihre eindringliche Klangwelt schafft einen Raum, in dem Rilkes Worte nachhallen und sich entfalten können. Und im Podcast erzählen wir auch von Rilkes Liebe zur Musik, besonders zu Mozart und wie sein Werk zu einem zentralen Bezugspunkt für die Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts wurde. Dieser Podcast lädt Sie ein, innezuhalten, genau hinzuhören und vielleicht einen neuen Zugang auch zu sich selbst zu finden. Wenn Sie Literatur schätzen, philosophische Tiefe suchen und sich von Sprache und Musik berühren lassen möchten, dann ist dieser Podcast eine Einladung an Sie. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 23, 202641 min

#55 "T&T für Eilige": Zum Abschied von Helmuth Rilling

Zum Abschied von Helmuth Rilling Es gibt Musiker, die beeindrucken durch Virtuosität, andere durch Charisma. Und dann gibt es jene, die durch eine Haltung wirken, durch eine lebenslange Treue zu einer Idee von Musik. Helmuth Rilling war ein solcher Mensch. Am 11. Februar 2026 ist Helmuth Rilling verstorben. Und mit ihm eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg die geistliche Musik Johann Sebastian Bachs, aber auch die Werke vieler anderer Komponisten, in die Welt getragen hat. Klar, glühend, präzise und zugleich zutiefst menschlich. Gute Reise, lieber Helmuth Rilling … Und vielleicht ist das das Schönste, was man über einen Musiker sagen kann: Dass seine Arbeit nicht endet, wenn er geht …sondern weiterklingt. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Feb 14, 202611 min

#54 "T&T für Eilige": Prosit Neujahr - Neujahrskonzert 2026 der Wiener Philharmoniker

Das neue Jahr mit den Wiener Philharmonikern zu beginnen ist bei vielen Menschen Tradition. Denn der Start ins neue Jahr will gut überlegt sein. Und in diesem Jahr überzeugte die Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien rundum. Zum ersten Mal stand der junge kanadische Dirigent Yannick Nezet-Seguin am Pult der Wiener - grandios. Nezet-Seguin sowie die Philharmoniker setzten auf Neuerungen, die bis weit ins 20. Jahrhundert hineinführten und auch Kompositionen von Komponistinnen standen auf dem Programm. Der Zugaben-Teil überraschte mit einem Dirigenten, der den „Radetzky-Marsch“ aus dem Mittelgang im Parkett dirigierte. Er tauchte ab ins Publikum und dirigiert das Klatschen zur Musik hautnah und damit auf eine ganz besondere, ansprechende und charmante Nähe & Weise. Bisher einzigartig! Die Idee zum Podcast entstand spontan - sehr spontan - da uns das diesjährige Neujahrskonzert ansprach, überzeugte und sehr berührte. Wir, d.h. Andreas und ich wünsche Ihnen PROSIT NEUJAHR und für 2026 Gesundheit, Zuversicht & Liebe. Sie wollen mehr hören? Auch zu unseren Programm-Ideen für das Jahr 2026? Na, dann ab in den Podcast ...😉 À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Jan 1, 20268 min

#53 "T&T für Eilige": Zwischen Revolution & Romantik - Schumanns Toccata C-Dur Op. 7

Stellen Sie sich vor, Sie sind 20 Jahre alt, voller Träume, voller Energie und Sie setzen sich ans Klavier, um ein Stück zu schreiben, das alles kann: funkeln, toben, verzweifeln und triumphieren. Genau das tat Robert Schumann im Jahr 1830. Und das Ergebnis? Die Toccata C-Dur op. 7, ein Werk, das wie ein musikalisches Tagebuch seiner Jugend klingt: wild, poetisch und voller Überraschungen. Heute tauchen wir ein in dieses Meisterwerk und in die Welt des jungen Robert Schumann, der mit dieser Toccata nicht nur seine Fingerfertigkeit, sondern auch seine Seele auf die Tasten bannt. Ich habe mich für diesen Podcast dazu entschieden, erst das Werk und Schumanns-Leben rund um das Werk kurz vorzustellen und Ihnen, liebe Zuhörende, die Toccata in voller Länge (sie dauert ca. 6 ½ Minuten), im Anschluss an meine Worte zum Hörgenuss anzubieten. Das Jahr 1830 ist kein gewöhnliches Jahr ... es ist das Jahr der Juli-Revolution in Frankreich. Die Menschen gehen auf die Barrikaden, kämpfen für Freiheit und gegen die Restauration der alten Monarchien. Die Wellen schlagen bis nach Deutschland: Studentenverbände wie die "Burschenschaften" fordern Einheit und Demokratie, die Zensur wird strenger, die Stimmung ist elektrisch. Schumann, der in Heidelberg Jura studiert, ist mittendrin. Er liest die Schriften der jungen deutschen Dichter, hört die Geschichten von den Aufständen in Paris und spürt: Die Welt verändert sich. Und er will Teil davon sein. Doch Schumanns Revolution ist eine stille: Er setzt sich ans Klavier. Die Toccata wird zu seinem musikalischen Aufstand gegen die Konventionen, gegen die Erwartungen seiner Familie, gegen die Enge der bürgerlichen Welt. Die rasanten Läufe, die plötzlichen Stürme im Stück ... das ist nicht nur Virtuosität, das ist der Klang einer Generation, die nicht mehr warten will. Sie wollen mehr wissen und die Toccata hören? Na dann!!! Ab in den Podcast ... wir freuen uns auf Sie. 😉 Herzlichts & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Dec 22, 202514 min

#52 "T&T für Eilige": A Charlie Brown Christmas

Kennen Sie das Gefühl, wenn Weihnachten eigentlich bald da ist, Sie aber noch gar nicht so richtig in der Weihnachtszeit und -Stimmung angekommen sind? Genau darum kommt unser Podcast zur rechten Zeit … Töne & Temperamente für Eilige Nr. 52: wo Jazz auf Weihnachten trifft und Nostalgie auf Swing! Denn kennen Sie das Geheimnis hinter dem berühmtesten Weihnachtsalbum aller Zeiten? Nein, es ist nicht Bing Crosby, Frank Sinatra oder Mariah Carey. Und auch nicht Weihnachtsmusik wie „Last Christmas“ oder „Feliz Navidad“. Es ist das Vince Guaraldi Trio mit „A Charlie Brown Christmas“. Der vielleicht schönsten Weihnachtsmusik, die je komponiert wurde … Also, wenn Sie dieses Jahr wieder mal in der Weihnachtsstressfalle stecken, zwischen Geschenke kaufen, Plätzchen backen und Verwandte bespaßen, dann nehmen Sie sich 35 Minuten Zeit, setzen Sie sich hin und lauschen in „A Charlie Brown Christmas“ hinein. Am besten mit einer Tasse heißer Schokolade, das Lächeln im Gesicht kommt bei uns dann stets von selbst. Denn manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Klavierklänge, um uns daran zu erinnern, was Weihnachten wirklich ausmacht: Zusammensein, Wärme und die Gewissheit, dass selbst der größte Verlierer wie Charlie Brown am Ende nicht allein ist. Doch hören Sie mehr im Podcast … Schöne Weihnachten & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Dec 20, 202517 min

#51 Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium

Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium (BWV 248) Wenn wir heute an Weihnachten denken, stellen sich viele von uns automatisch eine sehr bestimmte Stimmung vor: warme Lichter, geschmückte Bäume, der Duft von Zimt und Vanille, vielleicht Schnee, vielleicht Familientrubel, definitiv aber ein paar freie Tage. Weihnachten fühlt sich für uns nach einer Mischung aus Entspannung, Ritual und auch ein wenig Kitsch an. Doch wenn wir uns zurückversetzen in das Jahr 1734, als Johann Sebastian Bach sein Weihnachtsoratorium präsentierte, treffen wir auf eine Welt, die zugleich vertraut und fremd wirkt. Das Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs, das kurz auch WO genannt wird, ist der ungebremste Renner in der Advents- und Weihnachtszeit. Sechs Kantaten, die die Geschichte von Jesu Geburt, von den Hirten auf den Feldern bis zur Ankunft der Weisen aus dem Morgenland erzählen. Und da die Adventszeit wieder vor der Tür steht, Johann Sebastian Bach immer wieder fasziniert und uns Menschen auch interessiert, dachte ich mir, dass ich in diesem Podcast Bach und sein WO vielleicht einmal anders … also mehr in einer „geschichtlichen Darstellung“ anbiete. Also eben weniger Noten & Musik, sondern mehr WORTE. Ich dachte dabei an die Geschichte des Werks, die Zeit Bachs und das Wirken beider bis in unsere heutige Adventszeit. Also lassen Sie sich überraschen und genießen Sie beim Zuhören vielleicht eine Tasse duftenden und wohltemperierten Tee, Glühwein oder Punsch … Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören und eine wohltemperierte Adventszeit. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Nov 21, 202535 min

#50 "T&T für Eilige": Pianisten & ihre Kunst

Heute, am 21. Oktober 2025, wurden die Preisträger des 19. Internationale Chopin-Wettbewerbs bekanntgegeben, eines Wettbewerbs, der einer der ältesten und angesehensten Musikwettbewerbe der Welt ist. Pianisten spielen eine bemerkenswerte Rolle in unserem kulturellen Leben. Zum einen gibt es die Superstars wie Lang Lang, Daniel Trifonov, Martha Argerich, Igor Levit, Hélène Grimaud, Yuja Wang & Maria João Pires, um nur einige zu nennen, man könnte sie auch Kassenmagneten nennen. Und zum anderen die Pianisten aus der 2. Reihe, die auch eine beachtliche, wenn auch bedeutend kleinere Anhängerschaften haben. Sie verzaubern alle und jeder auf seine ART ihr Publikum. Und gleichwohl sind alle Pianisten bestrebt, sich zu unterscheiden, einen Eindruck zu hinterlassen, eine besondere ästhetische und soziale Wirkung auszuüben. Das nennen wir dann „die Persönlichkeit eines Pianisten“. Sie wollen mehr erfahren? Na, dann … ab in den Podcast! 😉 Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Ihre zwei Lutschewitze

Oct 21, 202514 min

#49 "T&T für Eilige": Cartoon trifft Klassik - Tom & Jerry treffen auf Liszt & Chopin

Stellen Sie sich vor: Eine Katze, eine Maus, ein Klavier und zwei der größten Klavier-Genies aller Zeiten: Chopin & Liszt! Was klingt wie das verrückteste Musik-Experiment aller Zeiten, ist in Wahrheit ein musikalisches Feuerwerk voller Witz, Drama und virtuoser Tastenakrobatik. In diesem Podcast für Eilige möchte ich zwei scheinbar unvereinbare Welten zusammenbringen: Die klangvolle Welt der klassischen Klaviermusik und die turbulente Welt von Tom und Jerry, der wohl berühmtesten Katze-und-Maus-Dynastie der Zeichentrickgeschichte. Tom ist der perfekte Vertreter für Liszts Musik: wild, ungestüm, leidenschaftlich und oft am Scheitern. In „The Cat Concerto“ sehen wir ihn, wie er das Klavier mit einer Energie bearbeitet, die fast übermenschlich wirkt, nur um von der kleinen, cleveren Maus sabotiert zu werden. Liszt und Tom, das sind zwei Energiebündel, die aufeinanderprallen und gemeinsam ein Spektakel schaffen, das elektrisiert und gleichzeitig, so bei Tom, zum Lachen bringt. Ganz anders als Liszt war Chopin. Er war der Meister der leisen Töne, der melancholischen Melodien und der zarten Nuancen. Seine Musik klingt, als würde sie uns eine geheime Geschichte zuflüstern. Chopin war eher ein schüchterner, kränklicher Mann, der vor allem für das Klavier schrieb und in Paris lebte. Seine Musik ist poetisch, melancholisch und voller feiner Nuancen. Jerry, die kleine Maus, ist wie Chopin, so finde ich: clever, zurückhaltend, aber mit einem unüberhörbaren Einfluss. Denn diese kleine Maus gewinnt die Schlachten nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Einfallsreichtum und Eleganz. So wie Chopins Musik zart und trotzdem voller Kraft ist, ist Jerry flink und Tom häufig einen Schritt voraus. Sie wollen mehr wissen und hören? Dann ab in unseren Podcast #49 Und denken Sie bitte `dran: Manchmal sind es die kleinsten Noten und die frechsten Mäuse, die die größte Geschichte erzählen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Oct 1, 202518 min

#48 Schönheit - Zeiten der Veränderung (W.A. Mozart & Umberto Eco)

Was ist Schönheit? Was macht Musik schön? Und wie veränderte sich die menschliche Vorstellung von Schönheit im Laufe der Geschichte? In unserem Podcast nehmen wir Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt von Wolfgang Amadeus Mozart, genauer gesagt zu seinen Duport-Variationen, einem kleinen, aber faszinierenden Werk voller Witz und Tiefe. Dabei verbinden wir Mozarts Musik mit den Einsichten aus Umberto Ecos „Die Geschichte der Schönheit“ und zeigen, warum Schönheit keine feste Größe ist, sondern ein lebendiger Prozess – voller Überraschungen und Variationen. Ob Musikliebhabende oder Kulturinteressierte … hören Sie rein, lassen Sie sich inspirieren und entdeckt Sie Schönheit neu! Viel Spaß beim Zu- & Hin-hören! Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 26, 202542 min

#47 "T&T für Eilige": Oscar Peterson der Jahrhundert-Jazz-Pianist

Im Podcast spreche ich von Oscar Peterson, einem der größten Jazzpianisten, der vor 100 Jahren geboren wurde. Er war nicht nur ein famoser Leader, sondern auch ein Begleiter mit bestem Gespür für seine Partner. Und niemand weniger als Duke Ellington, der einer der berühmtesten und erfolgreichsten amerikanischen Jazzmusiker war, nannte Oscar Peterson den „Maharadscha der Tasten“. Wenn man von „Virtuosität“ im Jazz spricht, fällt stets der Name Oscar Peterson. Mit über 200 aufgenommenen Alben, sieben Grammy Awards, und einer Karriere, die sich über sechs Jahrzehnte erstreckte, war Peterson nicht nur ein technisch brillanter Pianist, er war ein musikalisches Kraftwerk. • Aber wer war Oscar Peterson? • Wie kam er zum Klavier? • Und was macht seinen Stil bis heute so einzigartig? Unzählige Pianisten nennen ihn als Vorbild. Und seine Aufnahmen gehören bis heute zum Pflichtprogramm für Jazzliebhaber weltweit. Doch Oscar Peterson war nicht nur Musiker, sondern auch ein engagierter Mensch. Als Schwarzer Musiker aus Kanada war ihm Rassismus nicht fremd und er sprach immer wieder offen darüber. Er war ein Mann mit Haltung, ein Künstler, der sich nicht scheute, Stellung zu beziehen. Besonders, wenn es um Rassismus und soziale Gerechtigkeit ging. Sie wollen mehr zu diesem großartigen Jazzpianisten erfahren? Na, dann lauschen Sie in unseren Podcast ... Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 21, 202515 min

#46 Überlebensgroße Optimistin: Alice Herz-Sommer & das Ghetto Theresienstadt

Ein einzigartiges Vermächtnis einer Holocaust Überlebenden. Franz Kafkas Prag, der Zauber Chopins und das Ghetto von Theresienstadt … Kultur und Barbarei haben die Pianistin Alice Herz-Sommer geprägt. Sie hat ein Jahrhundert voller Umbrüche und Grausamkeiten erlebt und sich doch die Liebe zu den Menschen bewahrt. Die Geschichte ihres Lebens handelt vom Kampf einer Mutter um ihr einziges Kind und von der Kraft der Liebe und der Musik. Liest man das Buch „Alice Herz Sommer - ein Garten Eden inmitten der Hölle“, das beim Knaur Verlag 2006 erschien, so liest man sehr diverse und auch schöne Geschichten. Geschichten, die von Alice Herz Sommer handeln, die mit Kafka in Prag gespielt hat, die Hitler in Theresienstadt ermorden wollte, die von Chopin gerettet wurde und die von dem tschechischen Nachkriegs-Antisemitismus nach Israel floh und die ihre letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tod in London lebte. Eine Frau, die an Demut glaubte und an die Macht der Liebe und die der Musik. Eine Frau, die davon überzeugt war, dass die Menschheit vor allem an einem krankt: dass sich die Menschen zu wichtig nehmen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Buchempfehlung: Alice Herz-Sommer „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ Melissa Müller & Reinhard Piechocki Knaur Taschenbuch 2011 ISBN 978-3-426-78515-7 CD-Empfehlung: Robert Schumann (1810-1856) The Koroliov Series Vol. IX Evgeni Koroliov (Piano) Tacet 153 Instrument: Steinway D-274 STEREO 4-009850-015307 Musikbeispiele im Podcast: Robert Schumann Kinderszenen Op. 15 1. Stück: von fremden Ländern und Menschen 2. Stück: Kuriose Geschichten 3. Stück: Hasche-Mann 4. Stück: Bittendes Kind 5. Stück: Glückes genug 6. Stück: Wichtige Begebenheit 7. Stück: Träumerei 8. Stück: Am Kamin 9. Stück: Ritter vom Steckenpferd 10. Stück: Fast zu ernst 11. Stück: Fürchtenmachen 12. Stück: Kind am Einschlummern 13. Stück: Der Dichter spricht (Live-Aufnahme aus einem Konzertmitschnitt) Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt(at)lutschewitz.de Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Ein Kaleidoskop aus: - Musik, - Philosophie & - Psychologie Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestalte ich 😉. www.andreaslucewicz.de/ Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: • Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. • Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Podcast-Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. • Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. • Herzlichen Dank 💕

Sep 9, 202554 min

#45 "T&T für Eilige": Die Perücke des J.S. Bach

Perücke oder Tarnkappe? Wieder einmal ein Podcast für Eilige … Bei den englischen Richtern hat sich der seltsame Haupt- und Haarschmuck noch erhalten, unter dem sich ein ganzes Jahrhundert, das Jahrhundert des Johann Sebastian Bachs, versteckte. Den Thomaskantor kennen wir von Bildern & Skizzen nur im Schmuck der Perücke und sie verleiht ihm ein feierlich-strenges Aussehen. Ob ohne Perücke ein kahles Haupt zum Vorschein gekommen wäre? Wir wissen es nicht! Doch einen von der Perücke befreiten Thomaskantor finden wir in einer Erzählung von der man annehmen möchte & kann, dass sie nicht erfunden, sondern wahr ist. Wollen Sie wissen, was Bach wieder einmal überraschendes tat? Im (heiligen) Zorn? Na dann, ab in den Podcast. Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Sep 5, 20257 min

#44 Die Peanuts - Schröder & Beethoven

Ein kleiner blonder Junge im Ringelhemd, er sitzt tief gebeugt an seinem Spielzeugklavier, ganz in die Musik vertieft. Er verehrt Ludwig van Beethoven, spielt dessen Werke ausdauernd auf seinem Kinderklavier, dessen schwarze Tasten nur aufgemalt sind. Sein Name: Schröder! Am 2. Oktober 1950 erschien das erste Heft der Comicserie Peanuts, geschaffen vom US-amerikanischen Zeichner Charles Monroe Schulz. Schröder der in den Übersetzungen in allen Sprachen ohne Vornamen auftritt, ist nicht alt genug für den Kindergarten, als er zum ersten Mal ein Piano berührte, einen winzigen Kinder Flügel. Lucy fragte Schröder einmal, warum er Beethoven lieber mag als sie. Woraufhin Schröder erwiderte: „Beethoven war eben Beethoven und du bist du!“ Schnippisch wiederum erwiderte Lucy: „Das lässt keinen Spielraum zur Diskussion!“ Und in einer weiteren Anekdote lehnt Lucy, bei Schröder am Flügel und nervt, wie nur Verliebte nerven können. Was wohl die Antwort auf das Leben sei, fragt sie Schröder, und Schröder brüllt in dicken Großbuchstaben, die Lucy fast aus dem Bild schleudern: BEETHOVEN! Die Musik hat also auch in den Peanuts-Comics eine Gestalt. Schröder! Sie wollen mehr wissen & hören? Na dann, … ab in unseren Podcast Nr. 44. Viel Freude & Kurzweil beim Lauschen. Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz

Aug 20, 202528 min

#43 „T&T für Eilige": Roger Willemsen – Musik ein Lebensgefühl

(M)Eine Liebeserklärung an Roger Willemsen … Stellen Sie sich einen Mann vor, der mit den Worten eines Philosophen, dem Charme eines Pariser Flaneurs und dem Musikwissen eines Plattenladenbesitzers ausgestattet ist. Er hätte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert und daher dachte ich diese Tage … ach ich denke so häufig an ihn, seine Eloquenz, seinen Charme, seine Art zu denken und ich lese seine Bücher so, so gern … Roger Willemsen Schriftsteller, Intellektueller, Ästhet, Menschenfreund & leidenschaftlicher Zuhörer. Was brachte diesen klugen & besonderen Kopf eigentlich immer wieder zum Strahlen? (M)eine Antwort: Musik. Was war Musik für Roger Willemsen? Unterhaltung? Trost? Bildung? Oder doch etwas viel Tieferes? Im Podcast „Töne & Temperamente“ lasse ich mir dazu unterschiedliche Gedanken durch herz & Hirn wandern … und ja meine Gedanken mäanderten … Nach meinem Verständnis war für Roger Willemsen Musik kein Hintergrundrauschen, sondern ein Lebenselixier. Er sprach von Musik, als sei sie (s)eine Geliebte. Oder zumindest ein besonders temperamentvoller Mitbewohner: manchmal laut, manchmal leise … aber immer präsent. Für Willemsen (so meine ich) war Musik als Spiegel der Seele zu verstehen. Musik als eine Art psychologischer Spiegel … nur eben mit Tonspur statt als Therapiesitzung. Musik als ein Ort des Verstehens … Jetzt denken manche/r vielleicht: „Okay, intellektueller Typ, der hört wahrscheinlich nur Wagner bei Kerzenlicht und trinkt dazu teuren Rotwein.“ Falsch gedacht. Roger Willemsen hörte alles UND nicht alles gleich. Er verehrte Glenn Gould, diesen kanadischen Exzentriker am Klavier. Er schwärmte für indische Ragas, bei denen die Zeit sich auflöst wie Zucker im Tee. Und gleichzeitig konnte er auch mit staunender Offenheit über die Beatles, und ja, sogar über Techno sprechen – wenn er darin Sehnsucht oder Idee erkannte. Nicht das Radiotaugliche, sondern das Seelentaugliche. Roger Willemsens Hommage an die Musik gibt einem das Gefühl, am Leben zu sein. Ganz im Sinne seines geformten Satzes auf seiner Traueranzeige: „Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten.“ Ich freue mich, wenn Sie in unseren 🎧Podcast Nr. 43 hineinlauschen, dem ich den Titel „Roger Willemsen – Musik ein Lebensgefühl“ gab. Als Musik wählte ich aus Robert Schumanns Kinderszenen, Op. 15 „Aus fremden Ländern und Menschen“ und „Bittendes Kind“ Einfühlsam & besonders gespielt von Andreas. Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Buchempfehlung: „Musik! Über ein Lebensgefühl“ Roger Willemsen S. Fischer Verlag 2018 Musik im Podcast: Robert Schumann Kinderszenen Op. 15 Intro: „Von fremden Ländern und Menschen“ Outro: „Bittendes Kind“ Live-Konzertmitschnitt: Pianist Andreas Lucewicz Instrument: Steinway C Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank 💕

Jul 27, 202514 min