
Thema des Tages
1,890 episodes — Page 26 of 38
Buwog-Urteil: Wie es für Grasser und Co weitergeht
Im Dezember 2020 wurde das Urteil im Buwog-Prozess verkündet: Es gab Schuldsprüche und mehrjährige Haftstrafen für den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und weitere Angeklagte. Diese sind nicht rechtskräftig. Seitdem wurde das schriftliche Urteil gespannt erwartet. Jetzt – 14 Monate später – liegt der 1.280 Seiten starke Schriftsatz endlich vor. Ein reiner Formalakt? Wie geht es jetzt weiter im größten Prozess der zweiten Republik? Antworten liefert Wirtschaftsredakteurin Renate Graber. Sie erklärt auch, wieso die lange Verfahrensdauer eine Zumutung für die Angeklagten ist und was die Republik aus dem Prozess lernen kann.
Delfin Sebastian Kurz: Wenn Tiervergleiche 156.000 kosten
In der österreichischen Politik geht es ja zuweilen wild zu – jetzt haben wir dafür auch den wissenschaftlichen Beweis. In einer Studie ließ das Finanzministerium unter anderem abfragen, welche Tiere die Befragten mit Politikerinnen und Politikern assoziieren. Durchgeführt wurde sie von der Meinungsforscherin Sabine B., die in der Inseraten- und Umfragenaffäre als Beschuldigte geführt wird. Wer mit einem Affen und wer mit einer Ratte verglichen wurde, wie üblich solche Studien sind und wieso das Finanzministerium über 150.000 Euro dafür bezahlte, erklären Wirtschaftsredakteurin Renate Graber und ihr Kollege Fabian Schmid aus dem Innenpolitik-Ressort.
Wie Österreich Millionen mangelhafte Masken kaufte
Es war wohl einer der größten Fehlkäufe während der Pandemie in Österreich: Die Republik kaufte im Frühjahr Millionen chinesischer Corona-Schutzmasken ein. Diese erwiesen sich allerdings als mangelhaft. Der Kauf war über das Südtiroler Unternehmen Oberalp gelaufen. Auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb hatte Masken eingekauft. Die Vorgänge riefen daraufhin die italienischen Behörden auf den Plan. Wieso in der Causa in Südtirol bis in höchste politische Kreise ermitteln, wieso Österreich trotz früher Warnungen das Geschäft überhaupt einging und welche neuen Erkenntnisse nun aus abgehörten Telefonaten bekannt wurden, erklären Wirtschaftsredakteurin Renate Graber und ihr Kollege Fabian Schmid aus dem Innenpolitikressort des STANDARD.
Boris Johnson: Ist die Party jetzt vorbei?
Ist "die Party" – und damit seine Amtszeit – für Boris Johnson wirklich gelaufen, wie man von der britischen Opposition hört? Seit Wochen steht der Regierungschef in der Downing Street öffentlich unter Druck, sein Rücktritt steht im Raum. Der Grund sind Partys, die er gefeiert haben soll, während in Großbritannien strikte Lockdowns wegen der Corona-Pandemie galten. Nun wurde auch noch bekannt, dass es eine Geburtstagsfeier für Johnson selbst gegeben haben soll, bei der ebenfalls gegen die Regeln verstoßen wurde. "In Gottes Namen, geh", forderte daraufhin sogar ein konservativer Parteikollege. Großbritannien-Korrespondent Sebastian Borger erklärt, ob der britische Premierminister diese Krise noch überstehen kann.
Datenchaos: Gerät die Omikron-Welle außer Kontrolle?
Omikron sorgt in Österreich für rasant ansteigende Neuinfektionszahlen – so rasant, dass das offizielle Meldesystem nun nicht mehr mitkommt. Allein heute Montag wurden über 25.000 Neuinfektionen vermeldet. Wie viele genau es pro Tag zuletzt waren – das wusste seit letzter Woche keiner mehr so genau. Die zuständigen Behörden gaben die bereinigten Zahlen erst mit ordentlicher Verspätung bekannt. Doch von genau diesen Daten hängt viel ab – nicht zuletzt das Contact-Tracing. Oberösterreich geht bereits davon aus, die Nachverfolgung bald ganz aufgeben zu müssen. Bricht Österreichs Verwaltung unter der Datenlast der Pandemie zusammen? Was bedeutet das für Infizierte und Kontaktpersonen? Und wie können wir dieses Datenchaos noch unter Kontrolle bringen? Darüber sprechen heute Muzayen Al-Youssef, Sebastian Fellner und David Krutzler aus dem innenpolitischen Ressort des STANDARD.
Sollte jedes Kind zur Geburt 10 000 Euro bekommen?
Diese Woche erscheint die 10.000e Ausgabe des STANDARD. Wir wollen deshalb aber nicht zurückblicken, sondern nach vorne. Wir stellen die provokante Frage: Sollte der Staat Österreich jedem Kind zur Geburt 10.000 Euro schenken? Nicht bar auf die Hand – sondern in Form einer Investition. Die Gewinne daraus sollen erst ausbezahlt werden, wenn das Kind in Pension geht. So könnten wir alle mit 65 als Millionäre in den Ruhestand gehen und unseren Kindern einen besseren Start ins Leben ermöglichen – behauptet zumindest der Milliardär und Hedgefond-Manager Bill Ackman. Wie seine Theorie funktionieren soll und ob die Idee in der Realität bestehen könnte, erklärt Zukunftsredakteur Jakob Pallinger.
Wir müssen über den Jemen sprechen
Der Krieg im Jemen zieht sich seit fast sieben Jahren hin – die UNO spricht von der schlimmsten humanitären Krise weltweit. Drohnenangriffe Anfang der Woche in Abu Dhabi kurbeln die Gewaltspirale nun ein weiteres Mal an. Doch wo liegen die Ursprünge dieses Konflikts? Welche mächtigen Verbündeten treffen im Jemen-Krieg aufeinander? Wie verheerend ist die Lage für die Zivilbevölkerung derzeit? Und wann könnte im Jemen endlich Frieden einkehren? Antworten liefert Gudrun Harrer, sie ist Nahostexpertin und leitende Redakteurin beim STANDARD. Im Anschluss erklärt Deutschland-Korrespondentin Birgit Baumann in dieser Folge, wie der ehemalige Papst Benedikt XVI. von einem Missbrauchsgutachten stark belastet wird.
Mehrheit für Notlösung: Wie die Impfpflicht beschlossen wurde
Nach monatelangen Diskussionen ist es jetzt offiziell: Die Corona-Impfpflicht wurde im Nationalrat beschlossen. Österreich ist das erste EU-Land, das sich zu diesem Schritt durchgerungen hat. Und das trotz lautstarker Proteste – heute vor den Sitzungstüren auf der Ringstraße ebenso wie im Nationalrat, vor allem aus den Reihen der FPÖ. Dabei hat der Tag mit einer Überraschung begonnen: Die Bundesregierung hat angekündigt, die Bevölkerung doch auch noch mit einer Lotterie von der Corona-Schutzimpfung überzeugen zu wollen. Kommt dieser Schritt zu spät? Wie tief gespalten ist Österreich durch die Impfpflicht bereits? Die STANDARD-Redakteure und -Redakteurinnen David Krutzler, Gabriele Scherndl, Vanessa Gaigg und Sebastian Fellner haben diesen im Kampf gegen die Pandemie durchaus denkwürdigen Tag an verschiedenen Fronten mitverfolgt und analysiert.
Wieso Microsofts Activision-Deal nicht nur die Gaming-Welt erschüttert
Microsoft übernimmt das Gaming-Unternehmen Activision-Blizzard – und legt dafür fast 70 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Eine riesige Summe – nicht nur für die Spieleindustrie. Aber wieso diese Investition? Noch dazu, wo Activision-Blizzard zuletzt vor allem mit Sexismusskandalen für Schlagzeilen sorgte. Das erklären Stefan Mey und Alexander Amon, sie sind Web-Redakteure beim STANDARD. Sie klären außerdem auf, ob Microsoft hier das große Geld wittert oder man sich mit diesem Kauf schon für das ominöse Metaverse in Stellung bringen will.
Inflation: Sollte Österreich Fixpreise einführen?
Egal ob Lebensmittel, Benzin oder die Energiepreise – nicht nur in Österreich wird gerade so ziemlich alles spürbar teurer. Währenddessen verdienen wir aber nicht unbedingt mehr – das heißt, wir können uns immer weniger leisten. Ungarn wählt deshalb einen radikalen Schritt – und friert die Preise auf Grundnahrungsmittel ein. Aber sind Fixpreise der richtige Weg? Oder schaden sie womöglich mehr, als sie nützen? Ob auch in Österreich fixierte Preise auf Mehl, Fleisch und Co denkbar wären und wie man der Inflation sonst vernünftig entgegenwirken könnte, erklärt András Szigetvari aus der Standard-Wirtschaftsredaktion.
Impfpflicht finalisiert: Bringt dieses Gesetz die Leute zum Impfen?
Der finale Gesetzesentwurf zur Corona-Impfpflicht steht. Ein wenig hat die Regierung die strittige Regelung noch entschärft. Es bleibt aber dabei: Mit 1. Februar soll das Gesetz in Kraft treten. Welche Punkte nach der Begutachtungsphase noch überarbeitet wurden und wie sinnvoll diese Änderungen sind, erklären Gabriele Scherndl aus der Innenpolitikredaktion und Jakob Pflügl, Rechtsredakteur des STANDARD. Sie erklären auch, wie die Strafen aussehen werden, wo und wie die Impfpflicht kontrolliert wird und ob das Gesetz an der Abstimmung am Donnerstag noch scheitern könnte.
Wie sich Tennisstar Djokovic selbst ins Out schießt
Die Nummer eins der Weltrangliste im Tennis, Novak Djokovic, muss aus Australien ausreisen – so der vorläufige Stand am heutigen Freitag. Seit über einer Woche streitet der serbische Tennisstar mit den australischen Einwanderungsbehörden. Denn Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft, will aber trotzdem an den Australian Open teilnehmen. Ist das letzte Wort in der Causa nun gesprochen? Nahmen die Turnierveranstalter die Corona-Sicherheitsvorkehrungen zu wenig ernst? Und was bedeutet der Fall für Sportereignisse in Zeiten von Corona allgemein? Das erklärt Philip Bauer, er leitet des Sport-Ressort des STANDARD.
Costa Concordia: Wie ein Passagier das Unglück erlebte
Am Abend des 13. Jänners 2012 sank das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio. 32 Menschen starben – später sollte sich herausstellen, dass die Schuld am Unglück und vor allem an der viel zu späten und katastrophal koordinierten Evakuierung allen voran ein Mann trug: Kapitän Francesco Schettino. STANDARD-Redakteur Guido Gluschitsch, der eigentlich Experte für Mobilität ist, war an Bord der Costa Concordia. Er war damals auf Hochzeitsreise und erzählt, wie er den Untergang des Ozeanriesen erlebt hat. Italien-Korrespondent Dominik Straub fasst zusammen, wie genau es zu dem Unglück kommen konnte und wer schließlich für die Katastrophe zur Verantwortung gezogen wurde.
Omikron: Wie riskant ist die Durchseuchung Europas?
In zwei Monaten könnte jeder Zweite in Europa mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert gewesen sein. Diese Hiobsbotschaft hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am gestrigen Dienstag verkündet und sich dabei auf eine Hochrechnung berufen. Können wir diese Welle überhaupt noch aufhalten? Wie fatal ist es, wenn Omikron "durchrauscht"? Welche Maßnahmen europaweit ausprobiert werden und wie gut diese Wege funktionieren, ordnet Wissenschaftsredakteur Klaus Taschwer heute für uns ein. Er erklärt auch, wieso die "kontrollierte Immunisierung", sprich die langsame Durchseuchung, die in Österreich gerade passiert, ziemlich danebengehen könnte.
Nato vs. Russland: Droht Krieg, wenn die Gespräche scheitern?
An der russisch-ukrainischen Grenze stehen noch immer rund 100.000 russische Soldaten. Angesichts dieses Bedrohungsszenarios treffen der Westen und Russland diese Woche zu gleich mehreren Gesprächen zusammen. Mit welchen Forderungen starten die beiden Seiten in die Verhandlungen? Ist mit einer Annäherung oder womöglich sogar einer Verhärtung der Fronten zu rechnen? Und was, wenn die Gespräche scheitern – droht dann Krieg in der Ukraine? Das erklären Außenpolitikredakteur Manuel Escher und Russland-Korrespondent André Ballin.
Wegen Omikron: Doch Durchseuchung statt Impfpflicht?
Brauchen wir angesichts der Omikron-Variante die Impfpflicht überhaupt noch? Diese Frage wird gerade immer lauter. Denn: Omikron breitet sich rasend schnell aus, es landen aber auch weniger erkrankte Menschen auf der Intensivstation. Omikron "durchrauschen" lassen und die Impfpflicht kippen – wäre das der richtige Weg in der Corona-Krise? Antworten zu dieser Frage liefern Innenpolitikredakteurin Muzayen Al-Youssef und ihr Kollege Gerald John.
"Hure der Reichen": Neue Korruptionsvorwürfe im ÖVP-Umfeld
Neue Chats, neue Hausdurchsuchungen, neue Verdachtsmomente: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Öbag-Chef Thomas Schmid und den Unternehmer und Kurz-Vertrauten Siegfried Wolf. Wolf soll versucht haben, sich um eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe zu drücken. Und hat dafür mehrfach beim Finanzministerium interveniert. Den Beschuldigten wird Korruption und Bestechlichkeit vorgeworfen. Wolf, Schmid und eine involvierte Beamtin könnten den Staat um Millionen gebracht haben. Alles, was Sie zu dieser neuen Korruptionscausa wissen müssen, erklären Wirtschaftsredakteurin Renate Graber und Fabian Schmid aus dem Innenpolitik-Ressort des STANDARD.
Wie bedrohlich ist die Inflation?
Die Lebensmittel im Supermarkt werden teurer, und an der Tankstelle zahlt man heute mehr als vor einem Jahr. Diese sogenannte Inflation merken wir ganz aktuell auch beim Weihnachtsshopping, und sie macht Österreicherinnen und Österreichern immer mehr zu schaffen. Was hinter dieser Teuerung steckt und ob die Lage zu eskalieren droht, darüber sprechen wir heute mit Eric Frey. Er ist leitender Redakteur beim STANDARD. Und er erklärt uns auch, was gegen die Inflation getan wird und wie wir uns dagegen rüsten können.
Was bringen die neuen Corona-Impfstoffe und -Medikamente?
Viele impfskeptische Menschen warten seit Monaten auf einen sogenannten Totimpfstoff gegen das Coronavirus. Nun hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA das Vakzin von Novavax zugelassen, auf das viele ihre Hoffnungen setzen. Doch wie wirken dieser Proteinimpfstoff und der Totimpfstoff von Valneva eigentlich? Wieso sollten sie weniger bedenklich sein als mRNA- oder Vektor-Impfstoffe? Und wie gut schützt der Novavax-Impfstoff vor der Omikron-Variante? Gesundheitsredakteurin Pia Kruckenhauser liefert Antworten und erklärt außerdem, wie vielversprechend das Corona-Medikament Paxlovid von Pfizer ist und wieso es eine Impfung nicht ersetzen kann.
Omikron: Kommt bald der nächste Lockdown?
Wie bereitet sich Österreich auf die neue Omikron-Variante vor? Expertinnen und Experten warnen vor einer rasanten Ausbreitung und möglichen Engpässen in der Versorgung. Andere europäische Länder wie die Niederlande gehen deshalb in einen Weihnachtslockdown. In Österreich wiederum laufen mit dem heutigen Montag auch die letzten Lockdown-Beschränkungen aus – gerade rechtzeitig für Weihnachtseinkäufe und Wintertourismus. Wie sich Österreich mit einer neuen Corona-Taskforce auf Omikron vorbereitet und ob auch bei uns der nächste Lockdown droht, erklärt Innenpolitikredakteur Conrad Seidl. Und was andere Länder gegen die rasante Ausbreitung der neuen Corona-Variante unternehmen, weiß Außenpolitikredakteurin Bianca Blei.
Konsum vs. Lichtermeer: Wieso der Shopping-Sonntag aufregt
An diesem Sonntag dürfen in Österreich die Geschäfte ausnahmsweise aufsperren – zumindest jene, die im Lockdown geschlossen bleiben mussten. Das ist an sich schon ein Tabubruch. Seit Jahrzehnten gilt der verkaufsoffene Sonntag etwa bei den Gewerkschaften als rotes Tuch. Der Shopping-Sonntag sorgt aber noch aus einem anderen Grund für Aufregung: Das Lichtermeer zum Gedenken an die Corona-Toten, das auf dem Wiener Ring stattfinden soll, wurde den Einkaufsfreudigen und dem Handel zuliebe nach hinten verschoben. Geht Konsum vor Versammlungsfreiheit? Und ist der ausnahmsweise verkaufsoffene Sonntag eine absolute Ausnahme – oder vielleicht schon bald ganz normal? Das erklären Wirtschaftsredakteurin Verena Kainrath und Innenpolitikredakteurin Irene Brickner.
Omikron: Wie schlimm wird der Jänner?
In Großbritannien ist die Omikron-Welle schon da – fast 80.000 Neuinfektionen wurden dort am Mittwoch verzeichnet, so viele wie noch nie. Die Mehrheit der Infektionen in London sind bereits Omikron-Fälle. Die Geschwindigkeit mit der sich die neue Variante ausbreitet, bereitet Politik und Fachkreisen auch in Österreich große Sorgen. Können wir die fünfte Welle noch stoppen? Welche Maßnahmen plant die Politik? Wie schützen wir uns am besten vor einer Omikron-Infektion? Und was bedeutet das alles für die kommenden Feiertage? Antworten liefert Gesundheitsressortleiterin Pia Kruckenhauser. (red, 16.12.2021)
Omikron, Ukraine-Krise, Klimawandel: Wie will die EU das schaffen?
Braucht es eine EU-weite Impfpflicht? Was tun mit den russischen Drohgebärden an der ukrainischen Grenze? Sollte Europa die Olympischen Winterspiele in Peking boykottieren? Und wie läuft es eigentlich mit der Energiewende? Eines ist klar: An Diskussionsstoff wird es auf dem EU-Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel nicht mangeln. Es ist der erste EU-Gipfel für Österreichs neuen Kanzler Karl Nehammer und ebenso seinen deutschen Kollegen Olaf Scholz. Ob es ihnen und ihren Kolleginnen und Kollegen gelingen wird, Antworten auf diese brennenden Fragen zu finden, und wie diese aussehen könnten, darüber spreche ich mit den STANDARD-Korrespondenten Thomas Mayer in Brüssel und Birgit Baumann in Berlin.
Ukraine-Konflikt: Droht die russische Invasion?
Seit Wochen spitzt sich das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine zu. Der russische Präsident Wladimir Putin ließ rund 90.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren. Angeblich für eine Übung, doch viele befürchten eine direkt bevorstehende Invasion. Doch wie wahrscheinlich ist diese? Was erhofft sich Putin davon? Das erklärt Russland-Korrespondent André Ballin. Er analysiert zudem das Verhalten der USA und Europas und erklärt, wieso die Energiepolitik der EU in dem Konflikt langfristig für Entspannung sorgen könnte.
Wie gefährlich ist die Szene um die Corona-Demos?
Zehntausende Menschen ziehen durch die Wiener Innenstadt, viele tragen keine Maske, bei noch weniger von ihnen bedeckt sie auch die Nase. Diese Bilder gab es am vergangenen Wochenende erneut in Wien, in kleinerer Form waren sie auch in den Bundesländern zu sehen. Auch wenn die Mehrheit der Demonstrierenden friedlich war: Einige wenige bewarfen Journalistinnen und Journalisten mit Eisbrocken und Schneebällen. Auf manchen Plakaten waren außerdem antisemitische Codes und Verschwörungstheorien zu lesen. Immer öfter kam zuletzt die Frage auf: Wieso dürfen diese Demonstrationen noch stattfinden? Das beantwortet Innenpolitikredakteurin Gabriele Scherndl. Sie erklärt außerdem, wie der Verfassungsschutz mit der Bedrohung durch Corona-Leugnende umgeht und worauf die Politik im Umgang mit ihnen setzt.
Impfpflicht: Was droht Ungeimpften?
Seit einigen Tagen liegt der Gesetzesentwurf zur Corona-Impfpflicht vor. Damit wollen die Regierungsparteien ÖVP und Grüne die Pandemie in den Griff bekommen, auch SPÖ und Neos unterstützen diesen Ansatz. Aber greift das Gesetz in dieser Form auch? Wie die Impfpflicht laut derzeitigem Entwurf aussehen würde, erklärt Innenpolitikredakteurin Gabriele Scherndl. Welche Strafen Ungeimpften drohen und wieso Gefängnisstrafen explizit ausgeschlossen werden, erklärt Rechtsredakteur Jakob Pflügl.
Hohe Inzidenzen und Omikron: Endet der Lockdown zu früh?
Ab kommenden Montag, dem 13. Dezember, sperrt Österreich langsam wieder auf. Bei der Aufhebung des Lockdowns gibt es allerdings regional große Unterschiede. Welche Vorschriften dann wo gelten, fassen wir für Sie zusammen. Eric Frey erklärt, wieso Wien trotz niedriger Infektionszahlen besonders strikt bleibt – während der Westen mit hohen Inzidenzen die lockersten Regeln verhängt. Und ob im Moment angesichts der Omikron-Variante überhaupt ans Aufsperren gedacht werden sollte, erklärt Gesundheitsredakteurin Pia Kruckenhauser.
Entscheiden, wer überlebt: Ein Intensivmediziner berichtet
670 Menschen liegen in Österreich heute, am 7. Dezember, mit einer Corona-Infektion auf einer Intensivstation. Das sind so viele wie noch nie in diesem Jahr. In Vorarlberg belegen Covid-Erkrankte bald 50 Prozent der Intensivbetten, in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Salzburg ist mehr als ein Drittel der Betten mit Corona-Patienten belegt. Im Burgenland und der Steiermark wird es bald so weit sein, und auch in Wien ist an Normalbetrieb in den Spitälern nicht zu denken. Der Tiroler Intensivmediziner Walter Hasibeder schildert, wie es derzeit auf den Intensivstationen zugeht. Er erzählt, wie belastend die Triage-Situation ist, wie Ungeimpfte, wenn sie aus dem Koma aufwachen, reagieren, und warum für ihn die Impfpflicht unausweichlich ist.
Kanzler Nehammers Probleme: Corona und ein Dollfuß-Museum
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Montag Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) und drei neue Minister angelobt. Den Kanzler und seine Regierungsmitglieder erwarten gleich einige Herausforderungen: Wie geht es mit dem Corona-Lockdown weiter? Greifen nach dem Niedergang der türkisen Truppe um Sebastian Kurz die ÖVP-Landeshauptleute wieder nach der Macht? Und wie brachten ein Dollfuß-Museum und eine Presseaussendung den neuen Innenminister Gerhard Karner schon am Wochenende vor seiner Angelobung in die Bredouille? Das erklären Rosa Winkler-Hermaden und Sebastian Fellner aus der Innenpolitik-Redaktion.
Kanzler Nehammer und seine Minister: Wer uns in Zukunft regiert
Österreich hat einen neuen Bundeskanzler – schon wieder. Der bisherige Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wird das Amt übernehmen. Mit dem Wechsel an der Staatsspitze werden auch eine ganze Reihe an Ministerposten neu besetzt. Wer Österreich in Zukunft regiert, welchen Kurs Kanzler Nehammer einschlagen dürfte und warum dieser Machtwechsel zu einem für Österreich ziemlich ungünstigen Zeitpunkt gekommen ist, erklärt Michael Völker, Innenpolitik-Chef des STANDARD.
Sebastian Kurz' Rückzug: Die Gründe und Folgen
Österreichs doppelter Altkanzler und bald Ex-ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat heute Donnerstag seine politischen Ämter endgültig an den Nagel gehängt. Als Grund für den Entschluss nannte er die Geburt seines Sohnes vor wenigen Tagen. Doch steht wirklich das junge Familienglück im Vordergrund? Oder fürchtet Kurz möglicherweise bevorstehende Anklagen in Sachen Inseratenkorruption und Postenschacher? Darüber spricht die stellvertretende Chefredakteurin des STANDARD, Petra Stuiber. Sie erklärt auch, wieso Kurz' Rücktritt Karl Nehammer zum Kanzler machen könnte und ob uns womöglich schon bald Neuwahlen bevorstehen.
Lobautunnel gestoppt: Sieg fürs Klima, Niederlage für Pendler?
Der Lobautunnel wird nicht gebaut. Das hat die Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) Dienstagvormittag verkündet. Sie hatte im Frühsommer eine Neubewertung mehrerer umstrittener Straßenbauprojekte angeordnet. Deren Ergebnis bedeutet das Aus für den Lobautunnel, Österreichs wohl umstrittenstes Infrastrukturprojekt, nach fast 20 Jahren Planung, Protesten und politischen Diskussionen. Die Wiener SPÖ möchte das so nicht akzeptieren, und hat schon rechtliche Schritte angekündigt. Wieso bietet dieser gerade einmal acht Kilometer lange Tunnel so viel Zündstoff? Hängt wegen der Entscheidung auch der Haussegen in der Bundesregierung schief? Und welche Alternativen zum Lobau-Tunnel gäbe es eigentlich? Das erklären Rosa Winkler-Hermaden und David Krutzler aus dem Innenpolitik-Ressort.
Der Fahrplan zur Impfpflicht und was ein Intensivmediziner dazu sagt
Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ist alternativlos – mit diesen Worten trat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein von den Grünen heute, Dienstag, vor die Presse. Die Regierung hatte sich zuvor mit Fachleuten und Teilen der Opposition beraten, wie diese Impfpflicht genau aussehen soll. Was dabei besprochen wurde und worauf es noch keine Antworten gibt, fasst Gabriele Scherndl aus dem Innenpolitik-Ressort zusammen. Wie es derzeit in den Spitälern aussieht und warum auch er keinen anderen Weg als die Impfpflicht sieht, erklärt Intensivmediziner Walter Hasibeder.
Omikron in Österreich: Was wir wissen und was die Regierung tut
Omikron, die Variante des Coronavirus, die im südlichen Afrikas entdeckt wurde, ist auch in Österreich nachgewiesen worden. Und nicht nur hier – immer mehr Länder bemerken, dass Omikron längst angekommen ist. Die Sorge vieler Fachleute: Omikron könnte deutlich ansteckender sein als die momentan vorherrschende Delta-Variante. Und: Womöglich schützt auch die Impfung weniger verlässlich vor einer Infektion. Was wir darüber bisher wissen erklärt Wissenschaftsredakteur Klaus Taschwer. Wie Österreich auf die neue Variante reagiert und ob der Lockdown trotz Omikron am 12. Dezember enden soll erklärt Innenpolitik-Redakteurin Rosa Winkler-Hermaden.
Omikron: Was die neue Corona-Variante so bedrohlich macht
Im südlichen Afrika ist eine Variante des Coronavirus aufgetaucht, die Fachleute alarmiert. Sie könnte noch deutlich ansteckender sein als die Delta-Variante. Wie verbreitet ist sie? Schützen die Impfstoffe oder eine überstandene Infektion davor? Afrika-Korrespondent Johannes Dieterich und Wissenschaftsredakteur Klaus Taschwer erklären, was bisher bekannt ist.
Deutsche Ampel-Koalition: Cannabis legalisieren und gratis Verhütung
Die deutsche Ampelkoalition steht – SPD, Grüne und FDP haben sich geeinigt. Sie haben sich sozialen Ausgleich, Klimaschutz und trotzdem keine Steuererhöhungen auf die Fahnen geschrieben. Im Koalitionsvertrag stehen außerdem einige große Neuerungen: Schwangerschaftsabbrüche werden bald leichter zugänglich, Verhütungsmittel von der Krankenkasse bezahlt, und Cannabis soll legalisiert werden. Was wir konkret über diese Änderungen wissen, welche Partei außerdem welches Ministerium bekommt und ob eine rot-grün-pinke Koalition in Österreich ähnlich aussehen könnte, erklärt Deutschland-Korrespondentin Birgit Baumann.
28 getötete Frauen 2021: Wieso nimmt die Gewalt an Frauen nicht ab?
In Österreich sind im Jahr 2021 bereits 28 Frauen getötet worden, in über 40 Fällen haben die Opfer nur knapp überlebt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs – für viel zu viele Frauen ist der gefährlichste Ort das eigene Zuhause. Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, er soll auf die schwierige Situation vieler Frauen hinweisen. Wieso in Österreich so viele Frauen Gewalt erleben und warum die Zahl der Übergriffe nicht zurückgeht, darüber spreche ich mit Beate Hausbichler von dieStandard.at. Sie erklärt auch, welche Hilfsangebote und Kampagnen gegen Gewalt an Frauen es gibt und wieso es mehr Männer braucht, die sich in diesen engagieren.
Corona-Impfpflicht: Jobverlust und Strafen für Ungeimpfte?
Wer sich in Österreich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, dem drohen ab Februar Strafen. Die Bundesregierung hat angekündigt, eine Impfpflicht einzuführen. Denn noch immer hat sich ein Drittel der Bevölkerung nicht impfen lassen. Das Ergebnis waren zuletzt überfüllte Intensivstationen und täglich zwischen 10.000 und 15.000 Neuinfizierte. Wie soll diese Impfpflicht genau funktionieren? Was droht Impfgegnern, die sich auch dann nicht impfen lassen wollen? Und welche Parteien tragen die Impfpflicht eigentlich mit? Das erklären Rechtsredakteur Jakob Pflügl sowie Gabriele Scherndl und Sebastian Fellner aus dem Innenpolitik-Ressort.
Chaotischer Schulstart im Lockdown: Auch den Kindern reicht es
Die Schulen sind offen – allerdings soll nur hingehen, wer unbedingt muss. Wer das ist, das sollen Eltern sowie Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden. Mit dieser Regelung für den neuen Lockdown waren viele überfordert und unzufrieden. Wie es in den Schulen heute zuging und welche Kritik es an der Regelung gibt, erklären die Innenpolitik-Redakteurinnen Rosa Winkler-Hermaden und Colette Schmidt. Außerdem haben wir Kinder und Jugendliche gefragt, wie sie selbst die aktuelle Schulsituation finden.
Lockdown ab Montag, Impfpflicht ab Februar: Was Sie wissen müssen
Freitagvormittag hat die Bundesregierung verkündet, was viele bereits seit Tagen auf sich zukommen sahen: Ab Montag muss Österreich wieder in den Lockdown, egal ob geimpft oder ungeimpft. Außerdem will die Regierung mit Februar eine Impfpflicht einführen – um weitere Lockdowns zu verhindern. Wie diese aussehen soll und welche Maßnahmen ab Montag auf uns zukommen, erklärt Innenpolitikredakteur Sebastian Fellner.
Bitte nehmen Sie keine Pferdemedikamente ein!
Wer hätte gedacht, dass diese Warnung einmal nötig sein wird: Bitte nehmen Sie das Pferdeentwurmungsmittel Ivermectin nicht zur Corona-Prävention ein! Mit dieser Aufforderung ging nun sogar die Herstellerfirma selbst an die Öffentlichkeit, so groß ist das Problem mit dem Missbrauch des Präparats mittlerweile. In Österreich wurde nun zum ersten Mal bekannt, dass eine Person mit einer Ivermectin-Vergiftung auf der Intensivstation liegt. Wie es so weit kommen konnte, wie viele Ivermectin-Fälle das ohnehin bereits überlastete Gesundheitssystem beschäftigen und ob FPÖ-Chef Herbert Kickl für seine Ivermectin-Empfehlung rechtlich belangt werden könnte, erklären die Innenpolitikredakteurinnen Lara Hagen und Gabriele Scherndl.
Wer haftet für die Corona-Katastrophe?
Mehr als 14.000 neue Corona-Fälle, verzweifelte Hilferufe vom intensivmedizinischen Personal – und die Politik sieht weiter zu. Immer mehr Expertinnen und Experten attestieren der Bundes- aber auch den Landesregierungen kolossales Fehlverhalten. Wird das noch Folgen haben? Bräuchte es einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum türkis-grünen Kurs durch die Krise? Oder muss man die Verantwortung am Ende doch bei den Impfgegnern suchen? Das haben sich die Innenpolitikredakteurinnen Colette Schmidt und Gabriele Scherndl genauer angesehen.
Überfüllte Intensivstationen – und die Regierung streitet?
Die Corona-Situation droht zu entgleisen: Während die Regierungspartner öffentlich über Maßnahmen streiten, kollabiert in Teilen des Landes das Gesundheitssystem. Und nicht nur die Zahl der Infizierten auf den Intensivstationen lässt die Alarmglocken läuten: Immer mehr Menschen greifen zu fragwürdigen bis gesundheitsschädlichen Methoden, um einer Covid-Erkrankung oder der eigentlich schützenden Impfung zu entgehen. Innenpolitikredakteurin Katharina Mittelstaedt erklärt, wieso die Regierung in so einer Situation mit Streiten beschäftigt ist. Und ihre Kollegen Lara Hagen und David Krutzler schildern, welche drastischen Folgen fehlende Information und unzureichendes Krisenmanagement haben.
Kommt jetzt doch der Lockdown für alle?
Ab heute gelten strenge Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Österreich. Die Rede ist vom Lockdown für Ungeimpfte. Doch der Gesundheitsminister hat durchblicken lassen, dass auch für Geimpfte bald eine Ausgangssperre in der Nacht kommen könnte. Was ab heute konkret gilt, welche Maßnahmen bald folgen könnten, ob es eine Impfpflicht braucht und wieso die Politik sich beim Kurs in der Corona-Pandemie wieder einmal nicht einigen kann, das erklärt Innenpolitikredakteurin Irene Brickner.
Wird die Klimakatastrophe doch noch verhindert?
Unsere Erde wird jeden Tag ein bisschen wärmer. Und so steuern wir Stück für Stück auf eine echte Katastrophe zu. Was jetzt geschehen muss und wer den Kampf gegen den Klimawandel verzögert, darüber rede ich heute mit meinen Kollegen Philip Pramer und Aloysius Widmann. Sie berichten für den Standard von der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow.
Die Corona-Krise eskaliert – und die Politik schaut weg?
Das Gesundheitssystem stößt an seine Grenzen – doch die politisch Verantwortlichen zieren sich. Wie gefährlich ist das Wegschauen und Zaudern der Politik? Wieso sprechen die Verantwortlichen vom Gesundheitsminister bis zum Kanzler in Sachen Pandemie nicht Klartext? Werden Menschenleben riskiert, um die Corona-Leugner unter den Wählern nicht zu vergraulen? Das erklärt die stellvertretende Chefredakteurin des STANDARD, Petra Stuiber. Update: Der Podcast wurde vor Bekanntgabe des Lockdowns ab Montag in Oberösterreich aufgezeichnet.
Steht das Gesundheitssystem vor dem Kollaps?
Fast 11.400 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden – das gab es noch nie in Österreich. Das Gesundheitspersonal schlägt Alarm, in einigen Bundesländern werden schon jetzt die Intensivbetten knapp. Wie brisant die Situation wirklich ist, weiß Innenpolitikredakteur David Krutzler. Gleichzeitig fragen sich viele angesichts der bedrohlichen Infektionszahlen und der Engpässe im Gesundheitssystem: Wie geht es weiter? Die Antwort ist kompliziert, da viel von den Maßnahmen abhängt, die nun ergriffen werden. Innenpolitikredakteurin Irene Brickner hat sich mögliche Szenarien angesehen: vom Lockdown für alle bis zu Weitermachen wie bisher.
Leben in Gefahr: Wie Belarus die EU mit Flüchtlingen erpresst
Die Lage an der polnischen-belarussischen Grenze gerät immer mehr außer Kontrolle: Am Montag versuchten Migranten, die Grenze zu durchbrechen. Mit Tränengas wurden sie von polnischen Kräften zurückgedrängt. Der Vorfall zeigt die Verzweiflung, die sich unter den Flüchtlingen im Grenzgebiet zunehmend breitmacht. Denn hinter der humanitären Krise steckt ein politisches Kräftemessen: Die Migranten sind ein Druckmittel des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko, der mit dem Flüchtlingsstrom die EU unter Druck setzt. Was hinter dieser Machtdemonstration steckt, wieso die EU bisher tatenlos zusah und wie der kommende Winter die Lage zusätzlich verschärft, erklären Außenpolitikredakteur Gerald Schubert und Russland-Korrespondent André Ballin.
Ist 2G die Rettung vor dem Lockdown für alle?
Wenn Sie noch nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind, dann wird Ihr Alltag jetzt deutlich trister. Denn in ganz Österreich gilt seit Montag die 2G-Regel in fast allen Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten sowie in der Gastronomie. Wie die Wirte damit umgehen und wie das kontrolliert werden soll, erklärt Rosa Winkler-Hermaden aus dem Chronik-Ressort. Wie sich 2G auf die Impfmotivation der Österreicherinnen und Österreicher auswirkt, hat sich Innenpolitik-Redakteurin Colette M. Schmidt angesehen. Und David Krutzler erklärt, ob damit ein Lockdown für alle noch einmal abgewendet wurde.
Wien impft bald Fünf- bis Elfjährige: Vernünftig oder riskant?
Wien richtet eine Impfstraße für Kinder unter zwölf Jahren ein – obwohl es für sie in Europa noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die Stadt reagiert mit dem Angebot auf die angeblich riesige Nachfrage der Eltern. Empfohlen wird die Kinderimpfung damit aber nicht, betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Wer somit rechtlich haftet, ob Kinderärztinnen und -ärzte die Impfung empfehlen und ob andere Bundesländer ähnliche Angebote schaffen wollen, erklären Innenpolitikredakteur David Krutzler und Gesundheitsredakteurin Pia Kruckenhauser.