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Meilensteine - Alben, die Geschichte machten

Meilensteine - Alben, die Geschichte machten

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Lynyrd Skynyrd – "Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd"

"Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd" ist das Debüt-Studioalbum der Südstaaten Rockband Lynyrd Skynyrd. Es wurde am 13. August 1973 veröffentlicht und gilt heute als Meilenstein des Southern Rock. Zu den bekanntesten Titeln des Albums gehören bis heute: "Gimme Three Steps", "Simple Man", "Tuesday's Gone" und "Free Bird", von denen der letzte die Band zu nationalem Ruhm führte. Ein Song, der es beinahe auch auf die Platte geschafft hätte: "Sweet Home Alabama" — er wurde ihr größter Hit. "Im Lexikon neben Südstaaten-Rock steht Lynyrd Skynyrd (…), weil sie einfach der Prototyp dieses Sounds sind." (SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig) "Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd" wurde am 18. Dezember 1974 mit Gold und am 21. Juli 1987 mit Doppelplatin von der RIAA ausgezeichnet. 1975 erreichte es Platz 27 der US Billboard 200. Der Rolling Stone hat es zuletzt auf Platz 318 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt. Von "One Percent" zu "Lynyrd Skynyrd" Lynyrd Skynyrd sind bei der Veröffentlichung von "Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd" im verflixten siebten Jahr — oder wie es später im Song "Workin' for MCA" ausgedrückt wird — "Seven years of hard luck comin' down on me." Bis dahin nannten sie sich "One Percent", also ein Prozent, worüber sich einige Leute lustig machten. Auf der Suche nach einem neuen Bandnamen stießen sie auf "Lynyrd Skynyrd". Inspiriert durch einen Song von Allan Sherman "Hello Muddah, Hello Fadduh", in dem ein gewisser "Leonard Skinner" auftaucht — wird dessen Name ein Running Gag innerhalb der Band, der schließlich in etwas veränderter Form zu ihrem Bandnamen wird. Und weil den keiner so richtig aussprechen konnte, erklärt ihn der Albumtitel "Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd" in Lautschrift. Schicksalhafte Plattencover Nicht nur in der Musik hört man den Bezug zu den Südstaaten, auch das Plattencover nimmt uns mit Richtung Heimat von Lynyrd Skynyrd, nach Georgia in ein kleines Städtchen mit knapp 5000 Einwohnern. Sie stehen zu siebt vor einem kleinen Supermarkt — aus heutiger Sicht wahnsinnig tragisch, da mittlerweile keiner der Jungs auf dem Cover mehr lebt. Die schicksalhafte Symbolik nimmt ihren Lauf mit dem Folgealbum "Street Survivors", welches unmittelbar vor dem Flugzeugabsturz erschien und die Band ursprünglich in Flammen zeigt. If I Leave Here Tomorrow — Der Flugzeugabsturz Der Song "Free Bird" bekommt in der Geschichte der Band eine tragische Bedeutung: es war immer der letzte Song ihrer Konzerte, so auch an dem Abend, bevor sie den tragischen Flugzeugunfall hatten und abgestürzt sind. "If I leave here tomorrow, would you still remember me?" Ist die letzte singende Zeile von Sänger Ronnie Van Zant aus dem Song "Free Bird". Am 17. Oktober 1977 kommt es zu einem tragischen Flugzeugabsturz — die zweimotorige Maschine stürzte in einen Sumpf am Mississippi, unter den Opfern befinden sich drei Mitglieder der Band: Sänger Ronnie Van Zant, Gitarrist Steve Gaines und seine Schwester, die Sängerin Cassie Gaines. Die Band gibt es heute noch, obwohl kein einziges Original-Mitglied mehr dabei ist. "Sie leben im Endeffekt auch von und mit diesem Album." (SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach) Mehr über das Vermächtnis der Band, ihre Entstehungsgeschichte und was es mit den ominösen schicksalhaften Symbolen wirklich auf sich hat, hören Sie in diesem Podcast. __________ Über diese Songs vom Album "Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd" wird im Podcast gesprochen 04:36 Mins — "Simple Man" 04:51 Mins — "Free Bird" Intro 18:21 Mins — "I Ain’t the One" 32:46 Mins — "Tuesday’s Gone" 42:23 Mins — "Gimme Three Steps" 1:00:31 Mins — "Simple Man" 1:06:11 Mins — "Free Bird" 1:16:18 "Free Bird" Gitarrenbattle __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 09:01 Mins – "Hello Muddah, Hello Fadduh" von Allan Sherman 42:22 Mins – "Tuesday’s Gone" von Metallica 51:15 Mins – "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd 55:08 Mins – "Southern Man" von Neil Young __________ Shownotes: Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd bei Allmusichttps://www.allmusic.com/album/pronounced-lh-n%C3%A9rd-skin-n%C3%A9rd-mw0000190876 Lynyrd Skynyrd YouTube Kanalhttps://www.youtube.com/channel/UCipLjr-h2iaEBWMJVfK2e2A „If I Leave Here Tomorrow” - Dokumentarfilm über Lynyrd Skynyrd in der ARD Mediathekhttps://www.ardmediathek.de/video/rockpalast/if-i-leave-here-tomorrow-a-film-about-lynyrd-skynyrd/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWQxNjY4NWQ4LWVlMmYtNGQ4Ny1hZmM4LTM0NjhhYzAyZDZmOA __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilenst

Aug 7, 20231h 22m

Stevie Wonder – "Innervisions"

Vor 50 Jahren erschien das mehrfach Grammy ausgezeichnete Album "Innervisions" von Stevie Wonder, das auch seine persönliche Entwicklung widerspiegelt. Ein Meisterwerk seines kreativen Schaffens — er hat jedes Instrument selbst eingespielt Wonder war bis dahin vor allem bekannt für romantische Balladen, entwickelte sich nun zu einem reiferen, bewussten und anerkannten Künstler. Ein Meilenstein der Musikgeschichte, von dem man sagt, dass es großen Einfluss ausgeübt hat auf die Entwicklung des Soul und der Black Music, voller politischer und auch sehr sensibler spiritueller Strahlkraft. Das künstlerische Schaffen des "Wunderkindes" Stevie Wonder, mit bürgerlichem Namen Stevland Hardaway Judkins Morris, ist zum Zeitpunkt des Erscheinens von "Innervisions" wahnsinnig jung — Anfang 20 — und er hat bis zu diesem Album schon 15 Studio-Alben rausgebracht – das ist kaum zu glauben! Sein erstes Album bringt er schon mit zwölf Jahren heraus. Er wird als Wunderkind bezeichnet, "Little Stevie Wonder" genannt. Mit 18 Jahren hatte er bereits die erste Best-of-Platte. Damals ist er bei "Motown" unter Vertrag, unter dem Sublabel "Tamla", was ihm ungewöhnlich viele künstlerische Freiheiten einräumte — ganz im Gegensatz zu anderen Künstlern. Daher war es ihm möglich alle Instrumente auf "Innervisions" selbst einzuspielen. "Man hört ihm das ganze Herzblut an, dass er jedes Instrument einzeln einspielt. Die Arbeit, die dahinter gesteckt hat, die wir uns überhaupt nicht vorstellen können. (…) Es macht einfach Spaß zuzuhören." - Adrian Beric Er war mit seinen 23 Jahren bereits ein weltweiter Superstar, hatte Erfolg mit seinen Alben und gewann vielmals den Grammy für das Album des Jahres. Er wurde immer erwachsener, seine Themen wurden poltischer. Wonder sprudelte nur so vor Kreativität, als er in den New Yorker Record Plant Studios an seinem 16. Studioalbum "Innervisions" arbeitete. "Wie kann ein Mensch, der nie gesehen hat, in seinen "Innervisions" doch so grandiose oder so gute Bilder sehen?" - Bernd Rosinus TONTO — The Original New Timbral Orchestra TONTO ist 1973 der erste und schon rein von den Ausmaßen her der größte Synthesizer der Welt. Er wurde von Malcolm Cecil und Bob Margouleff 1968 in New York gebaut. Es ist das wohl innovativste Instrument auf "Innervisions", Wonder benutzt diesen TONTO oft, aber dezent auf mehreren Alben. Vor allem für die Eröffnung einer seiner berühmtesten Songs des Albums "Talking Book" "Superstition" ist er bekannt. Die beiden sind unter anderem auch als Produzenten an dem Album beteiligt, sie unterstützen ihn mit dem TONTO. Es gibt Archivaufnahmen, auf denen die beiden hinter Stevie Wonder sitzen und aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Es ist die Art und Weise wie er ihr Gerät bedient — und das auch noch blind — beeindruckend. Einige Jahre später haben sie nach einem Streit die gemeinsame Arbeit beendet. "Wir waren wie Meteoriten, die sich einmal getroffen haben, dann groß gestrahlt haben und dann wieder auseinander mussten." - Malcolm Cecil "Higher Ground" Wie Stevie Wonder selbst angibt, hat er den Song "Higher Ground" innerhalb eines einzigen Tages komplett komponiert, getextet und produziert. YouTube-Video von Stevie Wonder - Topic: "Higher Ground" Drei Tage nach der Veröffentlichung von "Innervisions", am 6. August 1973, erleidet Stevie Wonder einen schweren Autounfall. Während er tagelang im Koma lag soll ihm der Legende nach sein damaliger Roadmanager "Higher Ground" ins Ohr gesungen haben… Was das für Stevie Wonders zukünftiges Leben bedeutete? Darüber sprechen wir unter anderem im Podcast. __________ Über diese Songs vom Album "Innervisions" wird im Podcast gesprochen 11:26 Mins — "Too High" 02:10 Mins — "Higher Ground" 02:35 Mins — "Living for the City" 21:51 Mins — "Living for the City" 36:12 Mins — "Higher Ground" 46:46 Mins — "Don’t You Worry 'Bout a Thing" 50:56 Mins — "Don’t You Worry 'Bout a Thing" 55:10 Mins — "Mister Known It All" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 32:38 Mins – "Black Steel in the Hour of Chaos" von Public Enemy 42:04 Mins – "Higher Ground" von den Red Hot Chilli Peppers 52:14 Mins – "Don’t You Worry 'Bout a Thing" von Incognito __________ Shownotes: Der TONTO Synthesizer https://www.youtube.com/watch?v=J2G1C0eOS5s https://www.youtube.com/watch?v=flaystdObkQ Stevie Wonder bei Facebook https://www.facebook.com/StevieWonder Lady Gaga mit ihrem Stevie Wonder Tribute beim Grammy 2015 https://www.youtube.com/watch?v=KuBnwiBCLCo Stevie Wonder live zu Gast im Musikladen 1974 https://www.youtube.com/watch?v=7_RgaYueeh4 Stevie Wonders YouTube Kanal https://www.youtube.com/channel/UCGD7CfG3JgZF52QpIRivV1Q Inn

Jul 31, 20231h 1m

The Rolling Stones – "Aftermath"

Mit "Aftermath" gelang The Rolling Stones endgültig der musikalische Durchbruch. Es ist das erste Album der Stones, das durchgängig vom Songwriter-Duo Mick Jagger und Keith Richards geschrieben wurde. Mick Jagger höchstpersönlich hat "Aftermath" in einem Rolling Stone-Interview von 1995 in den Meilenstein-Rang erhoben: "Für mich ist Aftermath ein Meilenstein, der endlich den Spuk beendete, der darin bestand, dass wir diese sehr schönen und zweifellos interessanten, aber eben doch Coverversionen von alten RnB Songs machen mussten — denen wir, um ehrlich zu sein — nicht wirklich gerecht wurden." Entstehungsgeschichte von "Aftermath" The Rolling Stones waren 1965 schon sehr populär mit internationalen Hits wie "The Last Time" oder "Satisfaction", als sie von dem amerikanischen Geschäftsmann Allen Klein entdeckt wurden, der sie dann in den USA vertreten hat. Während ihrer vierten Tour durch Nordamerika 1965 haben Mick Jagger und Keith Richards den Großteil der Songs für das Album zusammen geschrieben. Die Handschrift der beiden ist unverkennbar. Musikalisch ist "Aftermath" eine bunte Wundertüte, was vor allem an Brian Jones liegt, der mit seinem Faible für exotische Instrumente und seiner Experimentierfreudigkeit neue Frische in den Sound der Stones gebracht hat. Jones war von Anfang an derjenige, der die Stones gegründet hat, er hat ihnen den Namen gegeben und im Grunde auch die Musiker zusammengebracht, aber war nie ein Songwriter, was ihn zeitlebens geärgert hat. Dies führte auch während der Aufnahmen zu Spannungen innerhalb der Band. Aufgenommen wurde die Platte in kürzester Zeit in Los Angeles in den RCA Studios in Hollywood, direkt nach dem Tourende im Dezember und dann noch einmal im März 1966 innerhalb von 7 Tagen. Es wurde viel improvisiert, Ton Ingenieur Dave Hassinger hat den Stones innerhalb der Sessions freie Hand gelassen. Von "Could You Walk On The Water" zu "Aftermath" Ursprünglich war die Musik als Soundtrack für den Film "Back, Behind and In Front" von Nicholas Ray gedacht, aber Mick Jagger kam mit dem Regisseur nicht klar, sodass dieser ursprüngliche Plan verworfen wurde. Außerdem gab es eine Kontroverse über den Titel des Albums, Manager Andrew Oldham schlug vor die Platte "Could You Walk On The Water" zu nennen, was von der amerikanischen Plattenfirma für die Christen in den USA als blasphemisch empfunden wurde. So kam es zu dem Titel "Aftermath", also "Nachwirkungen", geeinigt. Es gibt zwei unterschiedliche Versionen des Albums, eine UK- und eine US-Version und beide haben unterschiedliche Opener, da die Plattenfirmen gerne selbst die Platten an den lokalen bzw. internationalen Markt angepasst haben. Im Vereinigten Königreich und bei uns in Deutschland war das "Mother's Little Helper" und in den Vereinigten Staaten war es "Paint It Black". Europa hat sich musikalisch immer sehr nach England orientiert, daher gab es auch in Deutschland die britische Fassung. "Mother's Little Helper" "Mother's Little Helper" eröffnet die britische Version der Platte. Der Song handelt davon, dass sich Hausfrauen in den 60ern mit Valium und anderen Mitteln betäuben, um ihren Alltag zu überstehen. Damit sprachen die Stones ein gesellschaftskritisches Thema der westlichen Gesellschaft an und stellten es provokant dar. "Paint It Black" — über die seelische Düsternis "Paint It Black" eröffnet die amerikanische Version des Albums. Der Song handelt von jemanden, der aus Trauer um einen verlorenen Menschen in Depressionen verfällt. Jagger beschreibt diese seelische Düsternis, da gibt kein Licht in diesem Song. Das gab es so vorher nicht in dieser Form und hatte dann sehr großen Einfluss — auch auf die Geschichte der Rockmusik. "Paint It Black" zeigt im Endeffekt das, was die Stones machen, vor allem, was sie damals auch ausgemacht hat. - SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach Es ist bis heute einer der am häufigsten gecoverten Songs von den Stones, unter anderem von U2 1992. Auch in Filmen wurde "Paint It Black" oft verwendet, wie beispielsweise in "Die Mumie" 2017 oder auch im Thriller "Im Auftrag des Teufels" 1997 sowie in diversen Videospielen. Der Song ist ein Kulturerbe! - SWR1 Musikredakteur Frank König "Paint It Black" ist für mich als sehr viel spätere Generation definitiv auch eine Art Zeit-Dokument aus den 60er Jahren. - SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt Das Vermächtnis von "Aftermath" Über das Vermächtnis von "Aftermath", die Verbindung zwischen den Rolling Stones und den Beatles, die gegensätzlicher als das künstlich aufgebaute Image nicht sein konnte, Frauenfeindlichkeit im Rockbusiness im Hinblick auf die Geschehnisse im Sommer 2023 und noch viel mehr, wird im Podcast anlässlich des 80. Geburtstages von Mick Jagger gesprochen. Übe

Jul 24, 20231h 10m

Tina Turner – "Private Dancer"

Tina Turner war schon in den 60ern ein Star – in den 70ern dagegen sank ihr Stern. Mit "Private Dancer" gelang ihr jedoch Mitte der 80er eines der größten Comebacks der Musikgeschichte. Mit Titeln wie "Let's Stay Together" oder "What's Love Got to Do with It" wurde sie weltberühmt. Als "Private Dancer" von Tina Turner im Mai 1984 herauskam war eigentlich klar: das wird ein echtes Comeback. Zwei Singles "Let's Stay Together" und "What's Love Got to Do with It" waren bereits vorher erschienen und erfolgreich. Doch das es das erstaunlichste und nachhaltigste Comeback der Musikgeschichte werden würde, konnte damals niemand ahnen. Comeback der Queen of Rock Die erste Single "Let's Stay Together" wurde schon 1983 veröffentlicht, also lange vor dem Album selbst. Dabei handelte es sich um eine Cover-Version von Al Queen. Es wurde Turners erster Chart-Erfolg nach der Trennung von ihrem damaligen gewalttätigen Ehemann Ike Turner. Damals gab es zwischen den beiden diverse Rechtsstreitigkeiten, auch um den Namen "Tina Turner", denn Ike hatte sich die Rechte an diesem eintragen lassen. Sie selbst hieß gebürtig Anna Mae Bullock. Letztlich gewann sie den Streit jedoch. Nach der Trennung von Ike, haben ihr die britische Musikszene und große britische Musiker den Rücken gestärkt, indem sie ihre kleinen Club-Konzerte besuchten. Unter den Musikern fanden sich beispielsweise David Bowie oder auch Mick Jagger. Durch diesen Rückhalt kam ihre Karriere wieder ins Rollen und sie traf auf ihren neuen Manager Roger Davis, mit dem die Nummer "Let's Stay Together" enstand. One Take Wonder In ihrer Autobiografie "Tina Turner, My Love Story" hat sie geschrieben: "Wenn ich ein Lied das erste Mal höre, singe ich so lange mit, bis ich den Dreh raus habe. So hatte ich es schon als Kind mit den Titeln aus dem Radio gemacht. Sobald ich einen Song verinnerlicht habe, fühlt er sich an, als würde er mir gehören und ich bin bereit für eine Aufzeichnung. Ich gehe ins Studio, stelle mich ans Mikrofon und erledige die Sache. Ich will den Song komplett einsingen, von vorne bis hinten, weil ich eine Geschichte erzähle. Und die hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss." Sie hat "Let's Play Together" tatsächlich in einem Take eingesungen und aufgenommen und wurde dann auch im Studio das “One Take Wonder” genannt", so Heinius. Dazu gehört eine Menge Disziplin und harte Arbeit. Tina Turner hat sich zwar darauf spezialisiert Songs von anderen zu ihren zu machen — einen einzigen Song hat sie jedoch selbst geschrieben, der auch ein ganz großer wurde: "Nutbush City Limits". Sex ohne Liebe — "What's Love Got to Do with It" "What's Love Got to Do with It" kam kurz vor dem Album "Private Dancer" als Single heraus, wurde gleich Tina Turners erste Solo-Nummer und gilt als einer der besten Songs aller Zeiten. "What's Love Got to Do with It" wurde mehrfach mit einem Grammy ausgezeichnet und auch das Video hat den MTV Video-Award gewonnen, obwohl Tina Turner den Song anfangs gar nicht singen wollte. Da musste vor allem ihr Manager Davies große Überzeugungsarbeit leisten. Doch er blieb hartnäckig und schickte sie zum Proben zu den Autoren des Songs. Dort gefiel er ihr schon besser und sie ließ sich schließlich auf die Aufnahme ein. Interessanterweise steht genau dieser Song heute wie kein anderer für sie, weshalb er auch der Titel ihres Biopics, der Verfilmung ihres Lebens, wurde. Turner trifft ihre große Liebe Ende der 80er in Köln am Flughafen trifft sie den deutschen Musik-Manager Erwin Bach das allererste Mal. Er ist zu dem Zeitpunkt bei ihrer europäischen Plattenfirma angestellt und holt sie ab, um sie ins Hotel zu bringen — der Beginn einer großen Liebe. Tina Turner und die Dire Straits Ursprünglich war die Nummer "Private Dancer" für das "Love Over Gold"-Album von den Dire Straits geplant. Während der Demo-Aufnahme für den Song merkte Mark Knopfler, dass es nicht zu ihnen passt und gab ihn an Turner weiter. Ein kleiner Teil von "Private Dancer" hat es dennoch auf das Dire Straits-Album geschafft... Welcher das ist, erfahren sie im Podcast. Im Song "Private Dancer" geht Tina Turner ganz tief in die Emotionen rein. In ihrer Autobiografie hat sie dazu geschrieben: "Während des Einsingens habe ich daran gedacht, wieso ich eigentlich immer nachgegeben hat? Wieso ich geschwiegen hatte, um einen Streit zu vermeiden. Wie ich blieb, obwohl ich mich danach sehnte zu gehen? All das ging mir beim Singen durch den Kopf. Es ging mir bei dem Song um die Trauer, die uns begleitet, wenn wir etwas tun müssen, was wir nicht wollen und das jeden Tag. Es ging mir um Gefühle, die ganz tief gehen". Und diese tiefen wunderbaren Emotionen hat sie uns für immer hinterlassen... Abschied von einer Ikone Anme

Jul 17, 202339 min

Rio Reiser – "Rio I."

"Rio 1" ist das erste Soloalbum von Rio Reiser nach seinem Ausstieg bei der Band "Ton Steine Scherben". 15 Jahre Bandgeschichte hatten Rio Reiser und seine Kollegen bei der Band "Ton Steine Scherben hinter sich, ehe sich die Band 1985 auflöste. Frontmann Rio Reiser machte ab da als Solokünstler weiter und veröffentlichte im November 1986 sein Debütalbum: "Rio I". Wie auch bei der Band "Ton Steine Scherben" standen bei Rio Reiser auch Solo die Texte im Vordergrund. Die Texte von Rio Reiser berühren – auf die eine oder andere Weise. Mal sind sie lustig wie bei einem seiner größten Hits "König von Deutschland" und mal zutiefst emotional wie bei seinem Klassiker "Junimond". Damit seine Songs die Menschen abholen, dazu musste Rio Reiser kein – technisch gesehen – großartiger Sänger sein. Es waren die Botschaften und die Art, wie er sie übermittelt hat – auf seine ganz besondere und authentische Art. "Rio Reiser war für mich tatsächlich der beste Sänger, den ich jemals erleben durfte", hat Claudia Roth im SWR1 Interview gesagt. Die Politikerin war eine Zeit lang Managerin seiner Band "Ton Steine Scherben" gewesen und hat sogar mit der Band zusammen gelebt. Dass Rio Reiser nach der Trennung von seiner Band "Ton Steine Scherben" alleine weiter Musik machte, nahmen viele ehemalige Fans dem Künstler übel. Das liegt vermutlich auch daran, dass "Ton Steine Scherben" von einigen als die erste Punkband Deutschlands bezeichnet wurde und viele links-politische Ideale verfolgt hat und Rio Reiser als Solokünstler mit seinem Album "Rio I." plötzlich eine saubere High-End-Produktion vorgelegt hat, die auch noch sehr erfolgreich war. Er hat immer was anderes gemacht als das, was er sollte, so soll die Mutter von Rio Reiser ihren Sohn beschrieben haben. Dabei war Rio nicht von der laut rebellierenden Art. Auch wenn man sich Interviews von ihm anschaut: Rio war eher der ruhige, in sich gekehrte Mensch und immer wieder auch mal im Streit mit sich selbst, wie er im Rahmen einer SWR Dokumentation über sich selbst gesagt hat. Auch auf der Bühne war Rio Reiser kein klassischer Frontmann, der von einem Bühnenende zum anderen gehastet ist, sondern er war auch bei Konzerten eher ruhig, aber hatte trotzdem eine enorme Präsenz, die die Fans begeistert hat. __________ Über diese Songs vom Album “Rio I.” wird im Podcast gesprochen 02:27 Mins – “Alles Lüge” 07:18 Mins – “Menschenfresser” 17:28 Mins – “König von Deutschland” 20:54 Mins – “Junimond” 27:42 Mins – “Ich lebe doch” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 12:53 Mins – “Keine Macht für Niemand” von Ton, Steine, Scherben 23:21 Mins – “Junimond” von Echt __________ Shownotes: Ein zeitgenössischer Spiegel Artikel zu Rio: https://www.spiegel.de/kultur/koenig-rio-i-a-2fd119f3-0002-0001-0000-000013518977?context=issue Das Rio Reiser Archiv: https://www.rioreiser.de/ Rio Reiser bei Youtube: https://www.youtube.com/@rioreiservevo9916 Rio bei SWR Kultur: https://www.swr.de/swr2/musik-jazz-und-pop/25-todestag-rio-reiser-ton-steine-scherben-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jul 10, 202328 min

Björk – "Debut"

"Debut" heißt passenderweise das erste Soloalbum der isländischen Sängerin Björk, das vor 30 Jahren veröffentlicht wurde und ihr direkt zum internationalen Durchbruch verholfen hat. Warum dieses Album ein Meilenstein der Musikgeschichte ist und unbedingt auch in unserem Podcast besprochen werden muss, erklärt Moderator Frank König kurz und knapp in einem Satz: "Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Neuerfindung des Pop!" Was Björk auf ihrem Album macht ist alles außer klassischem Mainstream Pop der 90er Jahre. Auf dem ersten Soloalbum der isländischen Sängerin vermischen sich ganz viele unterschiedliche Stile miteinander. Darunter auch House, Elektro, Folk, Jazz, Pop, Trip-Hop – ein eigenwilliger Mix in Kombination mit der sehr besonderen Stimme von Sängerin Björk. Eine verquere Mischung, die aber schnell viele Fans gefunden hat. Fast fünf Millionen mal verkaufte sich das Debütalbum von Björk und verhalf der Sängerin damit direkt zum internationalen Durchbruch. Geboren ist Björk in der isländischen Hauptstadt Reykjavik als Tochter einer Wahrsagerin und Aktivistin. In jungen Jahren zieht die Mutter mit Björk in eine Kommune, wo Björk mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, einem Gitarristen, lebt. Björk bekommt also schon früh sehr engen Bezug zur Musik und lernt mit sechs Jahren auch selber Klavier und Flöte. Und weil bei einer Aufführung in der Musikschule eine Coverversion des Tina Charles Klassikers "I Love to Love" mitgeschnitten wird, die irgendwie an einen Radio-DJ gelangt, hat Björk schon mit 11 Jahren einen kleinen Radiohit in Island. Björk probierte schon früh auch andere, extremere Musikrichtungen aus und gründete mit 14 Jahren die Punkband Spit and Snot. Diese Experimentierfreude hat sie beibehalten, was allem Anschein nach auch dafür gesorgt hat, dass Björk sich für die Songs auf ihrem ersten Solodebüt 1993, dann bei so vielen unterschiedlichen Genres bedient hat. Nach der Geburt ihres Sohnes veränderte Björk ihre musikalische Ausrichtung und gründete die Band The Sugarcubes, eine Alternative Rockband, die auch internationale Beachtung fand und in der Björk dann auch ihren besonderen Gesangsstil entwickelt hat und ihr musikalisches Auftreten, dass sie beim Beginn ihrer Solokarriere noch mehr ausleben kann. Wie genau Björk zu ihrem einzigartigen Gesangsstil gekommen ist und wie Geysire, Vulkane und die Natur ihrer Heimat Island ihren Gesang beeinflusst haben, was Björk mit der Remix-Kultur zu tun, wie U2s Album "Achtung Baby" in diesen Kosmos passt und über viele andere Themen sprechen wir im Podcast zu Björks Solo-Debüt "Debut". __________ Über diese Songs vom Album “Debut” wird im Podcast gesprochen 18:59 Mins – “Human Behaviour” 36:33 Mins – “There is More to Life Than This” 45:52 Mins – “Venus as a Boy” 53:55 Mins – “Big Time Sensuality” 1:00:50 Mins – “Violently Happy” 1:03:33 Mins – “The Anchor Song” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 16:51 Mins – “Pacific 707” von 808 State 30:48 Mins – “Zombie” von The Cranberries 36:16 Mins – “Back To Life” von Soul II Soul 41:55 Mins – “Human Behaviour” (Remix) von Underworld 1:08:15 Mins – “Pauls Thema” von Nikos Mamangakis __________ Shownotes: Offizieller Youtube-Kanal von Björk: https://www.youtube.com/@BjorksMusic Artikel zum 30. Geburtstag von "Debut": https://theboar.org/2023/02/bjork-debut-turns-30/ Artikel zu Björks Debüt "Debut": https://www.abc.net.au/doublej/music-reads/features/bjork-debut-classic-album/102460356 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jul 3, 20231h 11m

The Beatles – "Abbey Road"

1969 war ein bewegendes Jahr in der Geschichte. Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond, das legendäre Festival Woodstock findet statt, Willy Brandt wird Bundeskanzler und die Beatles veröffentlichen ihr legendäres Album "Abbey Road". Während der Aufnahmen zu "Abbey Road" war die Stimmung in der Band nicht wirklich gut. Die "Get Back"- Sessions, die vor den Aufnahmen zu "Abbey Road" stattfanden und die später als das letzte Beatles Album "Let It Be" veröffentlicht werden sollten, waren sehr stressig und die bandeigene Firma Apple, die ein Jahr vorher gegründet wurde, wuchs den Musikern so langsam über den Kopf. Kurz gesagt: Die Stimmung innerhalb der Band war sehr angespannt. Trotzdem schafften John, Paul, George und Ringo es noch ein letztes Mal gemeinsam ins Studio zu gehen und Höchstleistungen abzurufen. Auf ihrem Album "Abbey Road" verneigen sich die Beatles vor vielen verschiedenen Künstlern ihrer Zeit und lassen sich auch gerne von anderen Songs inspirieren. Zum Beispiel vom Singer-Songwriter James Taylor, Fleetwood Mac oder auch The Who. Unser ehemaliger Kollege Werner Köhler hat über "Abbey Road" gesagt, dass das Besondere an dieser Platte für ihn ist, dass er, wenn er die Platte hört, auch heute noch immer noch Neues an der Platte entdeckt, so viele tolle Details hat dieses Album zu bieten. Mehr Details des Albums hört man vor allem seit 2019. Zum 50-jährigen Jubiläum von "Abbey Road" hat der Sohn des damaligen Produzenten George Martin, Giles Martin das Album nochmal komplett neu abgemischt, also ist mit modernen Möglichkeiten nochmal an jede einzelne Spur gegangen. Das Ergebnis: Die Beatles bleiben die Beatles, an der Musik wurde schließlich nichts geändert, aber jedes einzelne Instrument auf dem Album ist jetzt deutlicher und klarer zu hören, die Finessen des Albums kommen also besser durch und insgesamt wirkt das Album durch den neuen Mix deutlich aufgeräumter. Und auch wenn nicht alle Beatles-Fans es gerne gesehen haben, dass das Material der Band neu bearbeitet wird, Paul McCartney und Ringo Starr haben die Neubearbeitung gerne genehmigt. Ein möglicher Grund für die neue Abmischung kann übrigens auch die Veränderung unserer Hörgewohnheiten sein, erklärt SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius. Viele Menschen hören inzwischen Musik über ihr Smartphone, oder über so kleine Bluetooth-Lautsprecher. "Man sitzt nicht mehr nur zu Hause vor der heimischen Stereoanlage und dem Plattenspieler und legt die Platte auf […], sondern man ist unterwegs", sagt Katharina Heinius. Moderne Musikproduktionen sind viel klarer und präsenter als früher, erklärt Katharina Heinius. Und solche Produktionen sind wichtig, damit Musik auch auf den kleineren Lautsprechern wirken kann. Auch darum hat Giles Martin das "Abbey Road" Album vermutlich neu gemixt, um einer neuen Generation von Beatles-Fans, die unterwegs ist, die Möglichkeit zu geben, das Album auch in einem modernen Lebensstil genießen zu können. 13 Studioalben haben die Beatles zwischen 1963 und 1970 insgesamt aufgenommen und auch wenn sie "Let It Be" als letztes Album veröffentlicht haben, zum letzten Mal gemeinsam im Studio war die Band bei den Aufnahmen zum "Abbey Road" Album. Als letzter gemeinsamer Studiotag der Beatles gilt der 20. August 1969. An dem Tag beendeten sie die Aufnahmen zum Album mit dem Song "I Want You (She’s so Heavy)". Das legendäre Plattencover des "Abbey Road" Albums ist übrigens aus einer Notlage heraus entstanden. Eigentlich sollte das Album auch nicht Abbey Road heißen, sondern "Everest", nach dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest. Dementsprechend sollte das Plattencover auch die vier Musiker auf dem Mount Everest zeigen, der Plan der Beatles auf den Mount Everest zu fliegen hat allerdings nicht geklappt. Warum es nicht geklappt hat und wieso dann aus dem Mount Everest die Abbey Road geworden ist und über ganz viel mehr sprechen wir im Podcast. __________ Über diese Songs vom Album “Abbey Road” wird im Podcast gesprochen 03:52 Mins – “Come Together” 13:09 Mins – “Something” 21:13 Mins – “I Want You” 32:10 Mins – “You Never Give Me Your Money” 35:28 Mins – “Sun King” 38:09 Mins – “Polythene Pam” 38:45 Mins – “She Came in Through the Bathroom Window” 43:01 Mins – “The End / Her Majesty” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 11:41 Mins – “You Can’t Catch Me” von Chuck Berry 14:31 Mins – “Something in the Way She Moves” von James Taylor 17:21 Mins – “Something” von Joe Cocker 34:56 Mins – “Albatros” von Fleetwood Mac 37:26 Mins – “Pinball Wizard” von The Who __________ Shownotes: Webcam in der “Abbey Road” in London: https://www.earthcam.com/world/england/london/abbeyroad/?cam=abbeyroad_uk Besichtigungsmöglichkeiten der “Abbey Road Studios” im August: https://www.abbeyroad.com/crossing Infos zur neu gemischten Jubiläumsausgabe von 2019: https://jp

Jun 26, 202349 min

Beyoncé – "Dangerously in Love"

"Dangerously in Love" ist der Beginn von Beyoncés Solokarriere nach ihrer Zeit in der Girlband Destiny's Child. Mit diesem Album wurde "Queen B" zur Ikone und zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen weltweit. Passend zum deutschen Hitzerekord im Sommer 2003 brachte Beyoncé im Juni desselben Jahres ihr erstes Solo-Album "Dangerously in Love" heraus. Das Album dreht sich um das zeitlose Thema "Liebe" und Beyoncé schlägt damit eine neue Richtung der weiblichen Sexualität ein. Beyoncé war seit 1990 zusammen mit Michelle Williams und Kelly Rowland Leadsängerin der Girlgroup Destiny's Child. Nach dem dritten Album "Survivor" wollte die Band eine Pause einlegen. Um nicht in Vergessenheit zu geraten, hatte das Management eine tolle Idee: Alle drei Mitglieder sollten jetzt Solo-Alben herausbringen. Die Idee fand Beyoncé gar nicht so schlecht. So konnte sie endlich ihre eigenen Ideen einbringen, selbstgeschriebene Songs veröffentlichen und sich beim Abmischen und Mastern einbringen. Ihr Ziel: Sie wollte als Künstlerin wachsen. Weil sie alleine auch nicht unter Zeitdruck stand, konnte sie die Platte ganz entspannt zusammen mit diversen Künstlern und Produzenten entwickeln. Es entstand ein wahrhaftiges Meilenstein-Album mit unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen. "Dangerously in Love" vereint R&B, Hip-Hop, Soul, Reaggea und afrikanische sowie indische Einflüsse miteinander. Im berühmten Intro-Lied "Crazy in Love" singen Beyoncé und ihr Ehemann Jay-Z davon, wie verrückt sie die Liebe macht. Dabei waren sie zu dem Zeitpunkt noch kein Paar. Klar, dass das Lied und das dazugehörige Musikvideo die Gerüchteküche um die Beziehung der beiden ganz schön angeheizt hat. "Crazy in Love" ist bekannt für die funkigen Bläser-Riff ganz zu Beginn. Genau die sind aber der Grund, warum das Lied um ein Haar gar nicht erschienen wäre. Produzent Rich Harrisson hat den Beat und die Instrumentierung von einer 70er-Jahre Soulband genommen. Beim ersten Treffen kam Harrison viel zu spät und auch noch verkatert im Studio an. Als er Beyoncé seine Idee präsentierte, war sie nicht begeistert. Sie fand die Bläser-Fanfaren zu altmodisch. Also hat "Queen B" Rich Harrisson beauftragt, ihr in zwei Stunden einen guten Songtext zu schreiben, während sie erstmal ausgegangen ist. Trotz Kater konnte Harrisson den Song fertig schreiben und Beyoncé hat anschließend die Bridge ergänzt. Zur Abrundung kam sehr spät nachts noch Jay-Z dazu und hat schnell den Rap-Part eingefügt. Gut, dass es so kam, denn heute darf "Crazy in Love" bei keiner guten Party fehlen. Im Song "Baby Boy" lenkt Beyoncé die weibliche Sexualität in eine neue Richtung. Sie singt von Lust und zwar so, wie man es sonst eher von Männern kennt. Die Frau wird im Song vom Objekt zum Subjekt und dominiert den Mann. Den Standpunkt vertieft sie im Laufe ihrer Karriere immer mehr. Sie macht einen Perspektivwechsel auf, der jungen Frauen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen soll. Ihre Botschaft: Sie sollen sich selbst ernst nehmen und ihre Bedürfnisse und Wünsche über alles andere stellen. Damit ist sie nicht nur zur musikalischen Ikone, sondern auch zu einem Vorbild für viele junge Frauen geworden. __________ Über diese Songs vom Album "Dangerously in Love" wird im Podcast gesprochen 12:00 Mins - "Crazy in Love" 30:27 Mins - "03 Bonnie & Clide" 35:23 Mins - "Baby Boy" 43:12 Mins - "Me, Myself and I" 51:48 Mins - "The Closer I Get to You" 55:18 Mins - "Dangerously in Love 2" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 15:38 Mins - "Are You My Woman (Tell Me So)" von den Chi-Lites 32:44 Mins - "Me And My Girlfriend" von Tupac 33:52 Mins - "Me And My Boyfriend" von Toni Braxton 37:06 Mins - "No Fear" von OGC 56:30 Mins - "Dangerously in Love" von Destiny's Child __________ Shownotes: Buchtipp zur Folge: Beyoncé - Crazy in Love: Die exklusive Biografie http://www.hannibal-verlag.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHannibal2.woa/641/wo/3m5VLGg7NJ6R3FTfhtz1yNKLhEv/0.0.SuperPage.11.1.3.0.1.1.0.1.6.1.BoxQuickSearch.0.1 YouTube Kanal von Beyoncé https://www.youtube.com/channel/UCuHzBCaKmtaLcRAOoazhCPA Dangerously In Love bei Allmusic https://www.allmusic.com/album/mw0000598421 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jun 16, 20231h 1m

Coldplay – "Viva la Vida"

"Viva la Vida or Death and All His Friends", so lautet der komplette Titel des Grammy-ausgezeichneten Coldplay Albums von 2008. Es wurde stolze 10 Millionen Mal verkauft. Für die einen war 2008 das Jahr der Weltwirtschaftskrise. Für andere war es genau das Jahr in dem die Band Coldplay mit "Viva la Vida" auf einmal eine ganz neue musikalische Richtung eingeschlagen hat. Die vorherigen drei Alben hatten alle einen eher rockigen Indie-Sound und die Band bezeichnete sie als eine Trilogie, die nun abgeschlossen ist. Wenn man alles neu machen will, dann braucht man auch einen neuen Produzenten, dachte sich die Band. Sie holten sich für den Job Brian Eno ins Boot. In der Vergangenheit hatte Eno bereits mit David Bowie, U2 oder den Talking Heads gearbeitet. Er ist auch bekannt dafür, dass er den Künstlern viel abverlangt. Also hat er direkt zu Beginn gefordert: "Jeder Song des Albums muss anders klingen!" Mit "Viva la Vida" wurde Coldplay deutlich poppiger und es kamen mehr Elektrosounds dazu. Damit wurde ein neuer Zeitabschnitt eingeleitet und die Fans mussten sich erstmal vom Indie-Rock der vorherigen Alben verabschieden. Aber dafür geht das Album mit einen Sound, den man vorher so noch nicht gehört hat, in die Geschichte ein. Gerade das gleichnamige Titel-Lied ist mit den tragenden Streichern, den massiven Instrumentalschichten und dem fulminanten (Fan-)Gesang unverkennbar. Für viele Kinder der 90er und 2010er Jahre ist es zu einer echten Hymne geworden. Coldplay ist bekannt für eine starke Bindung zu den Fans. Während der Aufnahmen haben sie mit den Fans über ihre Webseite kommuniziert. So wurden sie immer auf dem Laufenden gehalten. Im Musikvideos zu "Lost!", dem dritten Track des Albums, waren viele Fans selbst zu sehen. Das Video besteht aus Videoaufnahmen von einem Konzert in Chicago aus dem Jahr 2008. Zusätzlich haben sie im Herbst 2008 einen Fan-Wettbewerb ausgerufen: Das schönste, selbstgemachte Video zu "Lost!" gewinnt VIP-Tickets und Backstage-Pässe. Das Gewinnervideo und der zweite Platz wurden anschließend auf der Webseite der Band veröffentlicht. __________ Über diese Songs vom Album "Viva la Vida" wird im Podcast gesprochen 9:16 Mins - "Life in Technicolor" 12:39 Mins - "Lost!" 27:30 Mins - "42" 34:41 Mins - "Viva la Vida" 44:20 Mins - "Violet Hill" 50:59 Mins - Strawberry Swing" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 16:15 Mins - "Cry Me A River" von Justin Timberlake 17:17 Mins - "Sing" von Blur 23:18 Mins - "Lost+" von Coldplay ft. Jay-Z 25:06 Mins - "Lost?" von Coldplay 43:05 Mins - "Se tu m'ami" von Alessandro Parisotti __________ Shownotes: Zum geschichtlichen Hintergrund des Titelsongs https://americansongwriter.com/the-meaning-behind-king-louis-xvi-in-viva-la-vida-by-coldplay/ Das Album bei Allmusic.com https://www.allmusic.com/album/viva-la-vida-or-death-and-all-his-friends-mw0000787235 Coldplay auf YouTube https://www.youtube.com/@coldplay __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jun 12, 202356 min

Iron Butterfly – "In-A-Gadda-Da-Vida"

Ende der 60er neigte sich auch die Hippiebewegung seiner blumigen Endzeit zu und wich dem Siegeszug des Heavy Metal, der gerade dabei war zu entstehen. Und irgendwo dazwischen platzierten sich "Iron Butterfly". Im Juni 1968 veröffentlichten Iron Butterfly mit ihrem Album "In-A-Gadda-Da-Vida" zum einen ihr zweites Album überhaupt und auch das zweite Album im Jahr 1968. Mit mehr als 30 Millionen verkauften Einheiten ist es bis heute das meistverkaufte Album der Band. Vermutlich auch größtenteils wegen der B-Seite der Platte, auf der sich der 17-minütige Megahit der Band breitmacht: "In-A-Gadda-Da-Vida". Immer wieder kann man im Netz auch nachlesen, dass "In-A-Gadda-Da-Vida" der Vorbereiter des Heavy Metals ist. Das kann man sehr unterschiedlich betrachten. Was ähnlich zum Heavy Metal ist, sind die sehr präsenten verzerrten Gitarrensounds zum Beispiel. Textlich und inhaltlich sind Iron Butterfly allerdings weit entfernt von den düsteren, kriegerischen und fantasy-lastigen Songtexten. SWR1-Musikredakteur Stephan Fahrig reichen diese Parallelen aber nicht, um Iron Butterfly den Status der Metal-Wegbereiter zu verleihen! "In-A-Gadda-Da-Vida" ist der bekannteste Song der Band Iron Butterfly und das der Song zu dem wurde, was er heute ist, verdanken wir, wenn man den Geschichten der Band glauben darf, einem intensiven Rotwein Unfall. Als Sänger Daryll DeLoach den Text schrieb und aufgenommen hatte, waren wohl schon einige Gläser Rotwein die Kehle hinunter gestürzt worden, sodass das Sprachvermögen des Sängers etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eigentlich sollte der Songtitel lauten "In the Garden of Eden", Schlagzeuger Ron Bushy verstand auf der Aufnahme von DeLoach aber nur "In-A-Gadda-Da-Vida". Die Band einigte sich kurzerhand darauf, dass es doch eine gute Idee sei, den Songtitel bei diesem kryptischen Kauderwelsch zu belassen, da es auch irgendwas mystisches an sich hatte. In der Ursprungsfassung des Songs, der übrigens schon vor dem ersten Album der Band geschrieben wurde, hatte der Song aber auch nicht die epischen Ausmaße von über 17 Minuten, sondern war knackig-kurze ein bis zwei Minuten lang. Dass wir "In-A-Gadda-Da-Vida" heute so genießen können, das haben wir vor allem der Geistesgegenwärtigkeit eines Tontechnikers zu verdanken. Denn eigentlich hören wir bei dem Song nur einen Soundcheck. Die Band stand im Tonstudio und wollte neue Songs aufnehmen. Weil die Techniker aber erst mal alle Einstellungen machen mussten, jammte die Band einfach eine ganze Weile zu dem kurzen Stück "In-A-Gadda-Da-Vida". Damit nichts von der Kreativität verloren geht, hat der Tontechniker aber vorsichtshalber die Bänder mitlaufen lassen. Im Anschluss daran hörte die Band sich die Aufnahme an und war von dem Vibe der Aufnahme so angetan, dass der Song den kompletten Platz auf der B-Seite bekommen hat. __________ Über diese Songs vom Album “In-A-Gadda-Da-Vida” wird im Podcast gesprochen 15:46 Mins – “Most Anything You Want” 28:08 Mins – “Are You Happy?” 40:11 Mins – “In-A-Gadda-Da-Vida” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 23:18 Mins – “Love Her Madly” von The Doors 1:04:18 Mins – “In-A-Gadda-Da-Vida” von The Incredible Bongo Band 1:05:48 Mins – “Hip Hop is Dead” von Nas 1:05:19 Mins – “Thieves Theme” von Nas 1:11:46 Mins – “The End” von The Beatles 1:15:00 Mins – "Gadda Da Vida" von Boney M __________ Shownotes: Der Metal Stammbaum mit den US-Urvätern von Butterfly: https://steemit.com/metaltree/@dwinblood/metal-genealogy-family-tree-evolution-beginning-of-a-series-of-posts-metal-tree-1 Die komplette Geschichte von Iron Butterfly: http://brunoceriotti.weebly.com/iron-butterfly.html In-A-Gadda-Da-Vida in der Version von Sina Doering auf ihrem Youtube-Kanal “Sina Drums”: https://www.youtube.com/watch?v=xyF5A7BFnqw __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jun 5, 20231h 19m

The Police – "Synchronicity"

"Synchronicity" ist nicht nur das fünfte und letzte Album von The Police, es ist auch das erfolgreichste, das die Band rund um Frontmann Sting je veröffentlicht hat – sogar einen Grammy gab es für das Album. Dass "Synchronicity" zum erfolgreichsten Album von The Police wird, ist vor allem deshalb erstaunlich, weil die Band auf dem Album so viele Dinge anders macht. Weniger Reggae-Einflüsse, deutlich mehr Synthesizer und auch mehr weltmusikalische Elemente. Heute können wir sagen, dass sich mit "Synchronicity" schon ein bisschen die musikalische Richtung angedeutet hat, die Sting später als Solokünstler eingeschlagen hat. Der Song "Every Breath You Take" vom Album "Synchronicity" wird für The Police zum größten Hit der Bandgeschichte und zum meistgespielten Radiosong aller Zeiten. Und das alles, obwohl er jahrzehntelang missverstanden wird. Viele interpretieren den Song als große Liebesballade, dabei geht es in dem Song eigentlich um eine eher gruselige Botschaft. "Bei jedem Schritt, den du machst, beobachte ich dich!" Es geht um einen Stalker, der eine angebetete Person auf Schritt und Tritt verfolgt. Aus diesem Blickwinkel ist die Geschichte wenig romantisch! SWR1 Musikchef Bernd Rosinus ist selber großer Fan von Sting und The Police. Für ihn als Fan war die Trennung der Gruppe damals natürlich schwer zu verdauen. Heute sagt er aber, er ist froh darüber, denn durch die Trennung konnte Sting endlich die Musik machen, die er selbst machen wollte, die aber mit einem Trio aus Schlagzeug, Bass und Gitarre nie möglich war. "Das Album vollendet die Entwicklung von The Police", sagt SWR1 Musikchef Bernd Rosinus. Die Band hatte sich seit ihrer Gründung 1977 stetig weiterentwickelt von einer punkigen New Wave Band zu einer der größten Bands der Welt zu der Zeit und mit ihrem Album "Synchronicity" war die Geschichte dieser popgeschichtlich sehr prägenden Band auserzählt. Seit der Trennung gehen Andy Summers, Stewart Copeland und auch Sting ihren Solokarrieren nach. __________ Über diese Songs vom Album “Synchronicity” wird im Podcast gesprochen 11:51 Mins – “Synchronicity I” 19:25 Mins – “Synchronicity II” 36:15 Mins – “Every Breath You Take” 50:46 Mins – “King of Pain” 55:39 Mins – “Wrapped Around Your Finger” 58:16 Mins – “Tea in the Sahara” 1:04:47 Mins – “Murder By Numbers” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 17:30 Mins – “Baba O’Reily” von The Who 47:07 Mins – “I’ll Be Missing You” von Puff Daddy __________ Shownotes: Jay Matsueda erklärt alle Versionen des "Synchronicity“ Covers und die Besonderheiten: https://youtu.be/IlcBHLAGekM Youtube-Channel von The Police: https://www.youtube.com/channel/UCuCY8MR9LcAGIXetnKx5SnQ Es gibt einige Bücher über The Police. Einiges gibt’s auch in deutscher Sprache. Hier eine Besprechung auf Rocktimes: https://www.rocktimes.info/Archiv/gesamt/opq/police/das_unentbehrliche_handbuch.html Die Doku vom Rockpalast: Sing das Leben eines Pop-Superstars: https://www.youtube.com/watch?v=7l6y1tPFQes The Police 1980 beim WDR Rockpalast in der Markthalle Hamburg: https://www.ardmediathek.de/video/rockpalast/the-police-markthalle-hamburg-1980/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWJmNzhiM2ZlLWUyNDgtNDIwNi1iOTI1LWFmZTU5NDhlMzA4Ng Synchronicity bei UDiscover Music: https://www.udiscovermusic.com/stories/the-police-synchronicity-album/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

May 29, 20231h 10m

Falco – "Falco 3"

Mit "Rock Me Amadeus" und "Jeanny" sind auf dem Album "Falco 3" zwei der größten Hits des österreichischen Megastars Falco gelandet. Für einen deutschsprachigen und auf deutsch-singenden Künstler ist es schon sehr ungewöhnlich, auch international erfolgreich zu sein. Hans Hölzel alias Falco hat es aber gleich mehrfach geschafft. Am international erfolgreichsten war sein Song "Rock Me Amadeus" von seinem Album "Falco 3". In dem Song singt der österreichische Sänger vordergründig über Wolfgang Amadeus Mozart, feiert hintergründig aber auch sich selbst ein wenig, denn er zieht durchaus einige Parallelen zwischen sich und dem Wunderkind aus Salzburg. Da wären zum Beispiel die Provokation, der Erfolg und vielleicht auch ein paar Damengeschichten. Aber auch das musikalische Talent wurde bei Falco ähnlich früh erkannt wie bei Mozart. Was die Musik von Falco so unsterblich gemacht hat, ist auch sein ganz besonderer Stil zu singen und auch zu texten. Eine Mischung aus Deutsch, Englisch und dem berühmten "Wiener Schmäh". Textlich hat Falco es geliebt zu polarisieren und auch zu provozieren, wie zum Beispiel bei dem Song "Jeanny". Viele Radiostationen weigerten sich nach Aufkommen des Skandals den Song "Jeanny" weiter in ihrem Programm zu spielen. Trotzdem hielt sich der Song durch die enorme Anzahl der Plattenverkäufe Wochenlang an der Spitze der deutschen Charts. Frauen, Geld und Drogen – in Songs wie "Munich Girls" oder "Vienna Calling" geht es auch immer wieder um den exzessiven Luxus. Themen, die auch den Lebensstil von Falco selbst widerspiegelten, der sich selbst gerne sehr luxuriös inszenierte. Unter seinem eigenen Namen Hans Hölzel wollte Falco schon vor seiner großen Karriere nicht mehr auftreten. Der Name war zu gewöhnlich, zu wenig international. Als er an einer Hotelbar den Skispringer Falko Weißpflog traf, war der Sänger so fasziniert von dem Namen, dass er ab da nur noch als Falco aufgetreten ist. Den Unterschied im Namen machte beim Sänger das "C" anstelle des "K" in dem Namen. __________ Über diese Songs vom Album “Falco 3” wird im Podcast gesprochen 03:36 Mins – “Rock Me Amadeus” 14:52 Mins – “America” 18:52 Mins – “Munich Girls” 23:11 Mins – “Vienna Calling” 24:56 Mins – “Jeanny” 31:00 Mins – “It’s All Over Now, Baby Blue” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 08:39 Mins – “Der Kommissar” von Falco 11:38 Mins – “Wann ma geh’n muss” von der EAV 12:44 Mins – “Mope” von der Bloodhound Gang 13:13 Mins – “Geil” von Bruce & Bongo 13:52 Mins – “Nikki war nie weg” von den Fantastischen Vier 21:06 Mins – “Looking for Love” von The Cars __________ Shownotes: Jetzt Abstimmen! Die SWR1 Meilensteine sind für den “Deutschen Podcastpreis” nominiert: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/swr1-meilensteine-alben-die-geschichte-machten/ Review zu “Falco 3” bei laut.de: https://www.laut.de/Falco/Alben/Falco-3-26201 Youtube-Kanal von Falco mit Original Videos, Interviews uvm.: https://www.youtube.com/channel/UCMU63WkFaKXxg3I7uG-TDUg ZDF-Online-Artikel zu Falcos 25. Todestag: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/falco-25-jahre-tot-100.html Filmtipp: ORF-Online-Artikel zum Falco-Biopic „Falco – Verdammt, wir leben noch!“: https://tvthek.orf.at/profile/Additional-Content/1670/Falco-Verdammt-wir-leben-noch/14124564?meta=suggestion&query=Falco&pos=1 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

May 22, 202333 min

Daft Punk – "Random Access Memories"

"Random Access Memories" ist das erfolgreichste Album des französischen Elektro-Popduos Daft Punk. Auf dem Album ist auch der größte Hit der Band "Get Lucky". Für Daft Punk war ihr Album "Random Access Memories" ein unglaublich riesiges Projekt. Rund vier Jahre hat die Produktion des Albums gedauert. Auch finanziell war "Random Access Memories" ein großes Projekt. Mehr als eine Million Euro haben die beiden Bandmitglieder aus ihrem Privatvermögen in die Platte gesteckt. Geld und Zeit, die sich definitiv gelohnt haben. Das Album ist die meistverkaufte Platte der Band, für die die beiden Musiker viele Stars wie Pharell Williams, Chilly Gonzales und auch Nile Rodgers gewinnen konnten. Neben den Fans hat das Album auch die Fachpresse überzeugt und "Random Access Memories" wurde bei der Grammy-Verleihung 2014 mit fünf Trophäen belohnt. Unter anderem als bestes "Popduo" und auch für das "Album des Jahres". SWR1 Meilensteine Gast Sascha Simnovec ist Musiklehrer, Fan und Experte für elektronische Musik. Für ihn ist "Random Access Memories" das beste Album des vergangenen Jahrzehnts, erklärt er im SWR1 Meilensteine Podcast. Auf dem Album machen Daft Punk eine musikalische Reise durch die europäische und amerikanische Tanzmusik der 70er und 80er Jahre. Und die können sie dank Gästen wie Nile Rodgers auch sehr authentisch wiedergeben, aber auch weiterentwickeln. Ein Erkennungsmerkmal von Daft Punk waren sicherlich ihre glänzenden, futuristischen Helme, durch die die Musiker zumindest den Fokus von ihren eigentlichen Personen ablenken konnten. Trotzdem gibt es natürlich einiges, was man zur Hintergrundgeschichte der beiden französischen Musiker Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo sagen kann. Die beiden kommen aus zwei gut betuchten, erfolgreichen Künstlerfamilien und sind schon früh mit dem Beruf des Musikers und des Produzenten in Berührung gekommen und musikalisch gefördert worden sind. Dass die beiden Musiker geworden sind war sozusagen unumgänglich. Bevor Guy-Manuel und Thomas sich der elektronischen Popmusik zugewendet haben und 1993 die Gruppe Daft Punk gründeten, waren sie beide Mitglieder der französischen Rockband Darlin'. Trotz oder gerade wegen des unglaublichen Erfolgs trennte sich das Duo 2021. In einem Interview mit der BBC erklärte Thomas Bangalter, dass sie alles erreicht hatten, was sie wollten und es dadurch keine kreative Notwendigkeit mehr gab, gemeinsam Musik zu machen. Eine Entscheidung die für viele Fans sehr enttäuschend gewesen sein muss. __________ Über diese Songs vom Album “Random Access Memories” wird im Podcast gesprochen 17:44 Mins – “Give Life Back to Music” 24:46 Mins – “Giorgio by Moroder” 35:14 Mins – “Within” 42:55 Mins – “Touch” 49:03 Mins – “Get Lucky” 54:26 Mins – “Fragments of Time” 58:05 Mins – “Contact” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 05:19 Mins – “Happy” von Pharrell Williams 06:23 Mins – “Cuba” von den Gibson Brothers 17:29 Mins – “Le Freak” von Chic 22:31 Mins – “GLBTM” (Studio Outtake) von Daft Punk 25:01 Mins – “Hot Stuff” von Donna Summer 25:10 Mins – “Call Me” von Blondie 25:17 Mins – “What a Feeling” von Irene Cara 25:23 Mins – “Take My Breath Away” von Berlin __________ Shownotes: Jetzt Abstimmen! Die SWR1 Meilensteine sind für den “Deutschen Podcastpreis” nominiert: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/swr1-meilensteine-alben-die-geschichte-machten/ So entstand "Fragments of Time": https://www.youtube.com/watch?v=CYKekR6661o Daft Punk – GLBTM (Studio Outtakes): https://www.youtube.com/watch?v=YiZfLvLU5Jc Daft Punk Dokumentation: https://www.arte.tv/de/videos/098002-012-A/tape-daft-punk/ Einflüsse und Vermächtnis von Daft Punk: https://www.discogs.com/digs/music/daft-punk-random-access-memories-vinyl-influence __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

May 15, 20231h 5m

Kraftwerk – "Die Mensch-Maschine"

1978 veröffentlichten Kraftwerk ihr siebtes Studioalbum "Die Mensch-Maschine" auf der auch der größte Hit der Band "Das Model" ist. Ein Song, der Wegbereiter war für den Synthiepop der 80er Jahre und die elektronische Tanzmusik. Kraftwerk haben mit ihrem Album "Die Mensch-Maschine" 1978 in die Zukunft geschaut und sich die Frage gestellt, wie können Menschen und Maschinen in Zukunft verbunden sein? Die Maschine als technische Erweiterung des Menschen, die Maschine als Kopie des Menschen, oder geht es dabei eher um eine gemeinsame Gesellschaft aus Menschen und Maschinen, die freundschaftlich oder partnerschaftlich verbunden sind? Bevor Kraftwerk in die Zukunft geschaut haben, haben sie erst einen Blick zurückgeworfen ins Jahr 1927. Damals kam Fritz Langs "Metropolis" in die Kinos. Ein Film der in eine futuristische Zukunft blickt und in eine Zweiklassengesellschaft, in der auch die Rolle von Menschen und Maschinen ein zentraler Bestandteil ist. Auch die Band Kraftwerk war ein Fan von Fritz Lang's "Metropolis" und hat dem Stummfilmklassiker von 1927 mit dem gleichnamigen Titel "Metropolis" sozusagen nachträglich einen Soundtrack geschrieben. Auf dem ganzen Album "Die Mensch-Maschine" wird immer wieder die Verbindung zwischen Menschen und Maschinen thematisiert. Die Songs von Kraftwerk sind auch nach über 45 Jahren immer noch sehr beliebt und viele große Künstler haben schon Neuauflagen von Kraftwerksongs veröffentlicht. Da wären zum Beispiel U2, OMD und die Simple Minds, die den Song "Neonlicht" gecovert haben, oder auch die Band Rammstein, die aus "Das Model" eine Industrial Metal Nummer gemacht hat. "Kraftwerk sind die Beatles der Elektronischen Tanzmusik", schrieb die New York Times einmal über die vierköpfige Band aus Düsseldorf. Ohne Florian Schneider und Ralf Hütter als Gründungsmitglieder von Kraftwerk wäre der Siegeszug der elektronischen Musik so nicht denkbar gewesen. __________ Über diese Songs vom Album “Die Mensch-Maschine” wird im Podcast gesprochen 15:37 Mins – “Die Roboter” 37:09 Mins – “Metropolis” 43:47 Mins – “Spacelab” 54:45 Mins – “Das Model” 1:00:29 Mins – “Neonlicht” 1:07:33 Mins – “Die Mensch-Maschine” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 33:09 Mins – “Here Comes the Sun” von den Beatles 33:20 Mins – “Lucky Man” von Emerson Lake And Palmer 37:18 Mins – “Magic Fly” von Space 59:09 Mins – “Das Model” Cover vom Balanescu Quartet 1:02:24 Mins – “Neonlicht/Neon Light” von Simple Minds, OMD und U2 1:06:40 Mins – “Gotta Get Up” von Harry Nilsson __________ Shownotes: “Wir sind die Roboter” in der Version der 1. Klasse der GTS Lemmchen Mainz-Mombach: https://www.youtube.com/watch?v=WH-ycguHLBU Buchtipp: “Der Klang der Maschine” von Karl Bartos: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/autoren/karl-bartos/id_2770658 “Guten Abend Kraftwerk, guten Abend Stuttgart!” Alexander Gerst schaltet sich von der ISS in ein Kraftwerk Konzert: https://www.youtube.com/watch?v=rCQEzgtWv-E Youtube-Kanal von Kraftwerk: https://www.youtube.com/channel/UCkVewSfjK_M059iV88kYgiw Remix von “Neon-Lights” von Podcast-Gast Sascha (Cosmo) Simnovec: https://youtu.be/D5plx21bt8I Wer hat was gesampelt? https://www.whosampled.com/Kraftwerk/The-Man-Machine Podcastfolge zum Kraftwerk-Album “Transeuropa Express”: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/kraftwerk-trans-europa-express-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

May 8, 20231h 17m

Udo Lindenberg – "Votan Wahnwitz"

1975 bringt Udo Lindenberg sein Album "Votan Wahnwitz" raus und landet damit nicht nur auf Platz drei der Charts, sondern erreicht mit der Mischung aus Rock, Klassik, Jazz, Blues und vor allem seiner provokanten Wortakrobatik Goldstatus. Auf seinem Album "Votan Wahnwitz" nimmt uns Udo Lindenberg mit auf jede Menge Reisen. Wir blicken im Song "Daniel's Zeitmaschine" in die Zukunft, schauen im Titel "Da war so viel los" auf die großen Pläne und Träume in der Vergangenheit, die sich im Laufe des Erwachsenwerdens in Luft aufgelöst haben und im Song "Jack" reisen wir mit Udo Lindenberg sogar zusammen an die Himmelspforte um Jimi Hendrix, Janis Joplin und Co. einen Besuch abzustatten. Aber nicht nur die Vielzahl an Themen machen "Votan Wahnwitz" zu so einem facettenreichen Album. Udo Lindenberg kombiniert verschiedenste Musikstile miteinander: Rock, Klassik, Jazz, Funk, Dixieland-Music und vieles mehr. Das Besondere dabei ist, dass es nie gezwungen wirkt, sondern sich die verschiedenen Stile ungewöhnlich organisch ergänzen. Im Vordergrund steht aber natürlich – wie könnte es bei Udo Lindenberg anders sein – der Text und auch seine Art zu singen. Töne zwar zu treffen, aber sie oft nicht unbedingt zu singen, sondern vielleicht eher zu sprechen, wie im Song "Jack" zum Beispiel. Dabei schafft er Bilder zum Anfassen und Musik, die den Text so unterstützt, dass die Songs wirklich fühlbar werden. Textlich ist Udo auf "Votan Wahnwitz" bissig, witzig und provokant. Zum Beispiel, wenn er im Song "Da war so viel los" von Herrn und Frau Bieder singt, die ihre Kindheitsträume für eine Beamtenkarriere aufgegeben haben. Auch mit dem Album "Votan Wahnwitz" zeigt Udo Lindenberg wieder, wie prägend seine Musik, seine Texte und sein Stil für die deutsche Musiklandschaft war – und auch heute noch ist. Er war schließlich einer der ersten deutschen Rockmusiker, die ihre Songs auf Deutsch gesungen haben, womit er den Weg für viele nachfolgende Künstler geebnet hat. __________ Über diese Songs vom Album “Votan Wahnwitz” wird im Podcast gesprochen 08:00 Mins – “Der Dirigent” 08:00 Mins – “Votan Wahnwitz” 12:38 Mins – “Da war so viel los” 16:57 Mins – “Der Malocher” 18:42 Mins – “Jack” 21:43 Mins – ”Alles im Lot auf dem Riverboat” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 10:02 Mins – “Tatort Titelmusik” von Klaus Doldinger __________ Shownotes: Udo Lindenberg Biografie bei laut.de: https://www.laut.de/Udo-Lindenberg Offizielles Video von 1975 zum Song „Der Dirigent“: https://www.youtube.com/watch?v=UeH9Pubzi4E __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

May 1, 202323 min

The Alan Parsons Project – "Tales of Mystery and Imagination"

1976 widmen sich The Alan Parsons Project auf ihrem Album "Tales of Mystery and Imagination" den düsteren Texten des amerikanischen Autors Edgar Alan Poe. Beim Album "Tales of Mystery and Imagination" trifft Literatur auf Pop- und Rockmusik – Hochkultur auf Popkultur. Was absurd klingt, war aber in den 70er Jahren keine Seltenheit. Viele klassisch ausgebildete Musiker wandten sich mit ihrem Backround der Pop- und Rockmusik zu. Der Progressive Rock hat an vielen Stellen versucht klassische Hochkultur abzubilden. Um diese Hochkultur auch musikalisch angemessen wiederzugeben, hat eine normale Band nicht ausgereicht. So haben sich The Alan Parsons Project noch etwas Unterstützung dazugeholt. Über 40 verschiedene Musiker waren an der Produktion des Albums beteiligt, unter anderem auch John Miles. Die Idee, die Texte von Edgar Alan Poe zu vertonen stammt nicht von Alan Parsons selbst, sondern von seinem Kollegen Eric Woolfson. Der kam spannenderweise über einen Marketing-Workshop auf die Idee zu dem Album. Der Leiter dieses Workshops brachte Eric Woolfson auf die Idee zu dem Album, weil er erzählte, dass jedes Buch und jeder Film, der die Inhalte von Edgar Alan Poe verarbeitet hatte Gewinn erzielt hat – ein gutes Vorzeichen auch für ein Album zu den Werken des Schriftstellers – und auch hier sollte der Leiter des Marketing-Workshops recht behalten. "Tales of Mystery and Imagination" war Alan Parsons Startschuss für eine unglaubliche Musikerkarriere. Vor allem in Deutschland kam die Musik von Alan Parsons richtig gut an. Alan Parsons hat viele Alben veröffentlicht, am erfolgreichsten war er allerdings bei uns in Deutschland. Mit vier verschiedenen Platten hat er es bei uns an die Spitze der Charts geschafft. __________ Über diese Songs vom Album “Tales of Mystery and Imagination” wird im Podcast gesprochen 03:43 Mins – “The Raven” 07:08 Mins – “The Tell-Tale Heart” 12:09 Mins – “The Cask of Amontillado” 13:56 Mins – “(The System of) Doctor Tarr and Professor Fether” 15:54 Mins – “The Fall of the House of Usher” 19:55 Mins – “To One in Paradise” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 05:48 Mins – “Music” von John Miles 05:53 Mins – “Fire” von Arthur Brown __________ Shownotes: Review zu "Tales of Mystery and Imagination" bei Allmusic: https://www.allmusic.com/album/mw0000116700 Rezension zu "Tales of Mystery and Imagination" auf den babyblauen Seiten: https://www.babyblaue-seiten.de/album_63.html Youtube-Kanal von The Alan Parsons Project: https://www.youtube.com/channel/UCOANtcwoFl_Hm02fMWVIgGg Interview mit Alan Parsons: https://www.inthestudio.net/online-only-interviews/alan-parsons-project-tales-mystery-and-imagination/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Apr 24, 202320 min

Eagles – "Desperado"

Wer an die Eagles denkt, denkt vermutlich relativ schnell an große Hits wie "Take It Easy" oder auch "Hotel California". Aber auch abseits der Hits hat die Band echte Meilensteine geschaffen. Zum Beispiel ihr zweites Album "Desperado", was jetzt seinen 50. Geburtstag feiert. Nachdem die Eagles 1972 ihr erstes selbstbetiteltes Album inklusive ihres ersten Single-Hits "Take It Easy" veröffentlichten, folgte im April 1973 Album Nummer zwei: "Desperado". Das zweite Album ist für Bands häufig das schwierigste, weil sie damit im Grunde genommen beweisen müssen, dass sie die Aufmerksamkeit der ersten Platte tatsächlich verdient haben. Gelingt das nicht, verschwinden einige Bands ganz schnell wieder in der Versenkung. Die Eagles haben es, wie wir wissen, geschafft, sich in der Musikbranche festzubeißen, was erstaunlich ist angesichts de Tatsache, dass das Album "Desperado" nicht von Anfang an ein kommerzieller Erfolg geworden ist. Aber die Eagles haben sich auf eine andere Art und Weise behauptet. Allem voran ist das vor allem die Tatsache, dass sich beim Album "Desperado" Don Henley und Glenn Frey als richtig gut funktionierendes Songwriter-Duo herauskristallisiert haben. Bis zu dem Zeitpunkt wurden die Songs meistens von einzelnen Mitgliedern der Eagles geschrieben, bei Desperado wurden Songs größtenteils gemeinsam von den beiden erarbeitet. Dadurch, dass die beiden sich so für die Band als Hauptsongwriter herauskristallisierten, wurden Henley und Frey auch automatisch sowas wie die beiden Bandleader, was später in der Bandgeschichte noch für einige Spannungen und Zerwürfnisse sorgen sollte. Für Album Nummer zwei arbeiteten die Eagles mit dem Starproduzenten Glyn Johns zusammen, der einige Jahre zuvor schon das Beatles Album "Let it Be" produziert hatte und selbst großer Fan der Countrymusik war. Egal wie sehr "Desperado" in seiner Anmutung, seinem Sound und seiner Atmosphäre auch nach Wüstenwind, jeder Menge Sand und Wildem Westen klingt, produziert und aufgenommen wurde das Album in Großbritannien, genauer gesagt im Londoner Stadtteil "Notting Hill". __________ Über diese Songs vom Album “Desperado” wird im Podcast gesprochen 09:38 Mins – “Doolin-Dalton” 20:23 Mins – “Twenty-One” 27:02 Mins – “Tequila Sunrise” 32:40 Mins – “Desperado” 40:06 Mins – “Certain Kind of Fool” 46:08 Mins – “Outlaw Man” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 24:15 Mins – “Man in the Fog” von den Flying Burrito Brothers __________ Shownotes: Review zu "Desperado" bei Allmusic: https://www.allmusic.com/album/desperado-mw0000193646 Review zu "Desperado" bei Uncut: https://www.uncut.co.uk/features/eagles-on-desperado-we-were-quite-taken-with-the-idea-of-being-outlaws-8613/2/ Infos zum Dokumentarfilm "The Eagles – Himmel und Hölle Kaliforniens": https://www.imdb.com/title/tt2194326/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Apr 17, 202349 min

David Bowie – "Let's Dance"

Vor fast genau 40 Jahren veröffentlichte David Bowie "Let's Dance", sein kommerziell erfolgreichstes Album. Auf der Platte sind mit dem Titelsong "Let's Dance", "China Girl" und "Modern Love" auch drei der bekanntesten Singles von David Bowie. David Bowie ist wohl einer der einflussreichsten Musiker der Pop- und Rockgeschichte. Dem zu widersprechen würde sich vermutlich kaum jemand trauen. 26 veröffentlichte Studioalben und mehr als 140 Millionen verkaufte Tonträger stützen diese Aussage. Aber einen einflussreichen Musiker macht auch aus, dass er sich traut, neue Dinge auszuprobieren und Dinge anders zu machen, als man es vielleicht erwartet. Genau das hat David Bowie auch mit seinem Album "Let's Dance" gemacht, dass er vor knapp 40 Jahren rausgebracht hat. "Let's Dance" ist nicht nur das kommerziell das erfolgreichste Album von David Bowie, sondern war anfangs auch durchaus umstritten. Das lag vor allem an dem Stilwechsel den Bowie mit diesem Album einläutete. Aus dem experimentellen David Bowie wurde (vordergründig) der Mainstream-Bowie, der sich auf "Let's Dance" eher der gefälligeren Popmusik zuwandte. Die 80er wurden für Bowie die Zeit mit den bunten Anzügen und der Neon-Frisur. Der neue Bowie-Sound lag zum einen an Bowie selbst, der das Album produziert hat und zum anderen an Star-Gitarrist Nile Rodgers, der zusammen mit Bowie an dem Album arbeitete. Nile Rodgers stammt ursprünglich aus der New Yorker Bronx. Er ist nicht nur Gitarrist und Musikproduzent sondern war auch Teil der Band "Chic", die mit ihrem Song "Le Freak" einen internationalen Hit landete. Als Musikproduzent arbeitete er neben David Bowie auch mit anderen Megastars wie Madonna, Duran Duran, INXS, Daft Punk oder Mick Jagger zusammen. __________ Über diese Songs vom Album “Let’s Dance” wird im Podcast gesprochen 16:41 Mins – “Modern Love” 24:07 Mins – “China Girl” 35:08 Mins – “Let’s Dance” 51:12 Mins – “Criminal World” 01:01:54 Mins – “Cat People (Putting Out Fire)” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 01:00 Mins – “Le Freak” von Chic 01:15 Mins – “We Are Family” von Sister Sledge 01:23 Mins – “Upside Down” von Diana Ross 24:19 Mins – “China Girl” von Iggy Pop und David Bowie 27:26 Mins – “Sweet Thing” von Rufus und Chaka Khan 28:17 Mins – “Under My Thumb” von The Rolling Stones 43:53 Mins – “Let’s Dance” von Chris Montez 49:33 Mins – “Criminal World” von Metro __________ Shownotes: Werbespot mit Bowie und Tina Turner: https://www.youtube.com/watch?v=rxlZYnFtqNI Offizielles Musikvideo “Let's Dance”: https://www.youtube.com/watch?v=VbD_kBJc_gI Offizielles Musikvideo “China Girl”: https://www.youtube.com/watch?v=_YC3sTbAPcU Online-Blog zu “China Girl”: https://bowiesongs.wordpress.com/2011/01/26/china-girl/ Nile Rogers zu “Let's Dance”: https://www.youtube.com/watch?v=NlDCPCwVNUw __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Apr 10, 20231h 10m

Stevie Wonder – "Songs In The Key of Life"

Es ist das erfolgreichste Album, das Stevie Wonder je gemacht hat: „Songs In The Key of Life“. Millionenfach hat sich das Album von 1976 verkauft. Mehr als 130 Musiker haben an Stevie Wonders Album „Songs In The Key of Life“ mitgewirkt. Unter anderem auch Michael Sembello, der später vor allem durch den Song „Maniac“ bekannt wurde. Aber auch schon damalige Stars wie Herbie Hancock haben an der Platte mitgearbeitet. Für das Label Tamla (Motown), bei dem Stevie Wonder unter Vertrag war, wurde es das bis dahin teuerste Album. 13 Millionen US-Dollar soll alleine Stevie Wonder für das Album bekommen haben. Dieses Geld hat er nicht nur genommen, um seine Familie finanziell abzusichern, sondern eben auch, um eine sein Album sehr aufwendig zu produzieren. Rund zwei Jahre hat die Produktion gedauert, für die Stevie Wonder in vier verschiedenen Tonstudios unterwegs war. Der Erfolg von “Songs In The Key of Life” lässt sich aber nicht nur an den millionenfachen Verkaufszahlen festmachen, sondern auch daran, dass es das erste Album wurde, dass es noch in der Verkaufswoche auf Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts geschafft hat. Darüber hinaus wurde das Album 1977 mit drei Grammys ausgezeichnet und Stevie Wonder selbst zusätzlich noch als bester Produzent in dem Jahr. Stevie Wonders musikalisches Talent wurde schon früh in seiner Kindheit entdeckt. Bereits mit 10 Jahren bekam Stevie Wonder einen Plattenvertrag als “Little Stevie Wonder”. Als Stevie Wonder dann mit 26 Jahren sein Album “Songs In The Key of Life” veröffentlichte, war das schon sein 18. Album. Er hatte also bei der Veröffentlichung der Platte schon jede Menge Übung, könnte man sagen. Stevie Wonder hat mit seiner Musik auch viele andere Künstler inspiriert. Seine Songs wurden häufig gecovert und auch neuinterpretiert. Eine der bekanntesten Adaptionen von seinem Album “Songs In The Key of Life” ist einer der bekanntesten Hip Hop Songs der 90er Jahre. Rapper Coolio nahm sich damals den Song “Pastime Paradise” und verpackte ihn im Song “Gangstas Paradise” in die düstere amerikanische Ghettowelt. __________ Über diese Songs vom Album “Songs In The Key of Life” wird im Podcast gesprochen 06:56 Mins – „I Wish“ 10:25 Mins – „Isn’t She Lovely“ 13:09 Mins – „Black Man“ 15:41 Mins – „Sir Duke“ 18:54 Mins – „Pastime Paradise“ 21:27 Mins – „If It’s Magic“ 23:12 Mins – „As“ 24:30 Mins – „Village Ghetto Land“ 25:38 Mins – „Contutsion“ 27:28 Mins – „Ebony Eyes“ __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 19:16 Mins – „Gangstas Paradise“ von Coolio __________ Shownotes: Youtube-Kanal von Stevie Wonder: https://www.youtube.com/@steviewonder/videos Rolling-Stone-Artikel zum Album: https://www.rollingstone.com/music/music-features/inside-stevie-wonders-epic-magnum-opus-songs-in-the-key-of-life-124478/ UDiscover Artikel zum Album: https://www.udiscover-music.de/platten/die-tonlagen-des-lebens-stevie-wonders-songs-in-the-key-of-life __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Apr 3, 202328 min

Pink Floyd – "Dark Side of the Moon" (Teil 2)

Nachdem wir in der letzten Folge die erste Hälfte des Albums besprochen haben, geht es in dieser Woche weiter mit zweiten Teil von "Dark Side of the Moon" – Pink Floyds Meisterwerk. Vor 50 Jahren haben Pink Floyd das legendäre Album mit dem Prisma auf dem Plattencover rausgebracht und wir widmen diesem Meilenstein der Rockgeschichte gleich mal eine Doppelfolge. Wenn Sie den ersten Teil noch nicht gehört haben, am besten reinhören, bevor Sie hier weiterlesen, oder weiterhören. "The Dark Side of the Moon" fehlt in quasi keiner der wichtigen Alben-Bestenlisten. Das Rolling Stone Magazin verändert seine "Top 500" Liste immer mal wieder, aber in den Top 100 findet "Dark Side of the Moon" immer wieder seinen Platz. Und nicht nur bei der Fachpresse ist das Album mit dem Prisma ein stetiges Thema, sondern auch bei den Fans. Das Album zählt zu den meistverkauften Platten aller Zeiten und auch nach 50 Jahren verkauft sich das Album noch mehrere tausend Mal pro Woche. Auch das spricht dafür, dass "Dark Side of the Moon" ein absoluter Klassiker ist. Ein Prisma vor einem schwarzen Hintergrund, das einen Lichtstrahl in seine einzelnen Farbbestandteile zersetzt. Kaum zu glauben, dass ein eigentlich so simples Plattencover zu einem der bekanntesten der Musikgeschichte geworden ist. Entworfen hat das keines der Bandmitglieder, sondern die Designagentur "Hipgnosis". Die Grafikagentur hat nicht nur das Plattencover für "The Dark Side of the Moon" entworfen, sondern unter anderem auch für "Electric Warrior" von T.Rex, "Argus" von Wishbone Ash, "Tug of War" von Paul McCartney, "Eye in the Sky" von The Alan Parsons Project und noch viele, viele mehr. __________ Über diese Songs vom Album “The Dark Side of the Moon” wird im Podcast gesprochen 02:23 Mins – „Money“ 13:50 Mins – „Us and Them“ 22:24 Mins – „Any Colour You Like“ 24:48 Mins – „Brain Damage“ 30:24 Mins – „Eclipse“ __________ Shownotes: Zur Debatte um Roger Waters: https://www.deutschlandfunk.de/roger-waters-konzertabsage-frankfurt-bds-antisemitismus-100.htmlhttps://www.ndr.de/kultur/musik/pop/Antisemitische-Aussagen-Roger-Waters-in-Hamburg,waters120.htmlhttps://www.hessenschau.de/kultur/frankfurt-konzert-roger-waters-wehrt-sich-gegen-geplante-absage-v2,roger-waters-wehrt-sich-100.htmlhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/roger-waters-antisemitismus-klage-meinungsfreiheit-kunstfreiheit-100.htmlhttps://www.rollingstone.de/roger-waters-frankfurt-draengt-auf-konzert-absage-2544783/ Das offizielle Buch zum 50. Jubiläum von „The Dark Side of the Moon“: https://www.edelbooks.com/book/pink-floyd-the-dark-side-of-the-moon-hardcover-978384198445/ „Bricks in the Wall“ von Karl Dallas: https://www.amazon.de/Pink-Floyd-Bricks-Karl-Dallas/dp/1561711322 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Mar 27, 202342 min

Pink Floyd – „Dark Side of the Moon“

50 Jahre „Dark Side of the Moon" – So alt wird das legendäre Album von Pink Floyd in dieser Woche. Was die Platte von Roger Waters, David Gilmour und Co. so kultig macht, das finden wir in dieser Folge der SWR1 Meilensteine heraus. „The Dark Side of the Moon“ fehlt in quasi keiner der wichtigen Alben-Bestenlisten. Das Rolling Stone Magazin verändert seine „Top 500“ Liste immer mal wieder, aber in den Top 100 findet „Dark Side of the Moon“ immer wieder seinen Platz. Und nicht nur bei der Fachpresse ist das Album mit dem Prisma ein stetiges Thema, sondern auch bei den Fans. Das Album zählt zu den meistverkauften Platten aller Zeiten – natürlich nicht nur wegen des weltberühmten Plattencovers. Und auch nach 50 Jahren verkauft sich das Album auch jetzt noch mehrere tausend Mal pro Woche. Auch das spricht dafür, dass „Dark Side of the Moon" ein absoluter Klassiker ist. Die Idee zum Konzeptalbum „The Dark Side of the Moon“ und der dunklen Seite des menschlichen Daseins entstand bereits 1971 am Küchentisch von Pink-Floyd-Drummer Nick Mason. Dort erzählte Bassist und Sänger Roger Waters von der Idee zum Album, das zwei Jahre später zu einem der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte werden sollte. Beeinflusst wurden Roger Waters und Pink Floyd dazu vermutlich auch durch das Ausscheiden des ehemaligen Sängers Syd Barrett, der bereits 1968 nach diversen Drogeneskapaden die Band verlassen hatte. Aufgenommen wurde „The Dark Side of the Moon“ übrigens gleich doppelt legendär. Zum einen hat sich Pink Floyd für das Album in die legendären Abbey Road Studios eingemietet, in denen zuvor schon die Beatles ihre Songs eingespielt und produziert haben. Und zum anderen saß hinter den Reglern (der heute Prominente) Alan Parsons. „Ich habe jede einzelne Session (für das Album) mit ihnen gemacht. Das wollte ich mit niemandem teilen. Ich habe das komplette Album mit ihnen gemacht.“ – Alan Parsons, im SWR1-Interview über „The Dark Side of the Moon“ __________ Über diese Songs vom Album “The Dark Side of the Moon” wird im Podcast gesprochen 21:37 Mins – „Speak to Me“ 26:05 Mins – „Breathe“ 36:11 Mins – „On the Run“ 42:13 Mins – „Time“ 51:52 Mins – “The Great Gig in the Sky“ __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 30:59 Mins – „All Blues“ von Miles Davis 39:48 Mins – „Sea Lions in the Departure Lounge“ von The Alan Parsons Project __________ Shownotes: Pink Floyd Project – Tribute-Projekt von Podcast Gast Uwe Sicks: https://www.pinkfloydproject.de/ Pink Floyd Project „Another Brick In The Wall“: https://www.youtube.com/watch?v=Xd9JzHfrYjM Pink Floyd Project spielen „The Dark Side Of The Moon“ (Live auf Formentera): https://www.youtube.com/watch?v=9pwYV5DFKls Das Boxset zum 50-jährigen Jubiläum von „Dark Side of the Moon“: https://www.warnermusic.de/news/50-jahre-the-dark-side-of-the-moon-zum-jubilaeum-erscheint-ein-neues-boxset Onlineartikel zum Album „Dark Side of the Moon“: https://www.spiegel.de/geschichte/pink-floyd-und-the-dark-side-of-the-moon-a-951078.html Aktuelle Debatte zu Roger Waters: https://www.deutschlandfunk.de/roger-waters-konzertabsage-frankfurt-bds-antisemitismus-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Mar 20, 20231h 2m

Herbert Grönemeyer – "Ö"

Mit dem im März 1988 erschienen siebten Studioablum "Ö" konnte sich Herbert Grönemeyer final als großer Künstler in Deutschland etablieren. Allein in Deutschland hat es sich 1,75 Millionen Mal verkauft. Mit über 18 Millionen im Inland verkauften Tonträgern ist Grönemeyer der kommerziell erfolgreichste Musiker Deutschlands. Die Zeitung "Musikmarkt" hat das Album "Ö" in der deutschen Bestsellerliste des Jahres 1988 gleich hinter Michael Jacksons "Bad" auf Platz zwei geführt. "Ö" war mit 14 Wochen das bis zum Jahr 2010 am längsten auf Platz eins befindliche Album der deutschen Albumcharts eines deutschen Künstlers, seit der Umstellung auf wöchentliche Charts. Grönemeyers Durchbruch Grönemeyers Durchbruch kam mit seinem ersten Album "Bochum" mit der darauf folgenden Frage: Kann er sich mit seinen kommenden Werken als großer Künstler in Deutschland etablieren? Spätestens mit "Ö" lieferte er die Antwort: Das Album hatte direkt vier Single-Auskopplungen mit insgesamt neun sehr guten Songs. "Das war damals das Album, mit dem klar wurde, dass sich Herbert Grönemeyer als deutscher Rockstar endgültig etabliert hatte." SWR1 Musikredakteur Frank König Als erste Single wurde "Was soll das" ausgewählt, aber auch "Vollmond", "Halt mich" und "Komet" entwickelten sich zu absoluten Klassikern im deutschsprachigen Raum. Grönemeyers charakteristischer Stil Grönemeyer hat einen ganz eigenen Weg gewählt mit deutscher Sprache umzugehen – er macht die Sprache noch kantiger, bellt die Worte geradezu stakkato mäßig heraus. An mancher Stelle sei es etwas schade, dass dieser Stakkato-Stil auf Kosten der Sprachverständlichkeit geht, so SWR1 Musikredakteur Christian Pfarr. Doch mit einem genauen Blick auf Grönemeyers Texte wird schnell klar, dass er ein begabter Lyriker ist, der es durch seinen charakteristischen Stil versteht eindrucksvolle Bilder zu entwerfen. Dass er sein ganz eigenes Ding durchgezogen hat, brachte ihm letzlich auch den heutigen Erfolg Eine Villa in Belgien – Produktion "Ö" Grönemeyer hat mit seiner Band eine Villa in Belgien gemietet und komplett eingereichtet. Dort wohnten Sie gemeinsam und haben drei Monate zusammen als Einheit aufgenommen, was sich auch in den Songs widerspiegelt. Dort haben Sie laut Grönemeyers eigener Aussage gemeinsam gehaust, mit viel Bier, Kicker und Studio im Wohnzimmer. Hinzu kam, dass sein Bassist und er zu dieser Zeit das erste Mal Vater wurden. Das ist die größte und intensivste und innigste Band-Platte, die wir hier gemacht haben" so Herbert Grönemeyer im Interview. Die Band selbst war im Grunde schon eingespielt, denn Grönemeyers Produzent Edo Zanki selbst hatte mit eben dieser Band in den Siebzigern viel gespielt und hat sie schließlich an Grönemeyer weitergegeben, was fantastisch funktioniert hat. Das Interessante bei Grönemeyers Songs ist, dass er die Texte erst ganz zum Schluss auf die Musik, die schon aufgenommen ist, schreibt. Es gibt also viele gute Gründe, dem Album das Prädikat "SWR1 Meilenstein der Musikgeschichte" zu verleihen. Ins Detail gehen wir in dieser Podcastfolge, die eine Wiederholung aus dem Jahr 2018 ist. Wir stellen die alten Folgen gerne wieder ins Netz, damit Sie ihre Meilensteine Sammlung Stück für Stück vervollständigen können. __________ Über diese Songs vom Album "Ö" wird im Podcast gesprochen: 10:25 Mins – "Was Soll Das Nur" 12:52 Mins – "Vollmond" 15:01 Mins – "Komet" 20:49 Mins – "Halt Mich" __________ Shownotes: Offizieller YouTube- Kanal von Herbert Grönemeyer: https://www.youtube.com/@Groenemeyer

Mar 13, 202322 min

Internationaler Frauentag: Diese Frauen haben die Popmusik revolutioniert

Auch in diesem Jahr gibt es passend zum internationalen Frauentag wieder eine Spezialfolge unserer SWR1-Meilensteine. SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius und Sängerin Luci van Org sprechen in dieser Folge über fünf Frauen, die die Musikgeschichte auf den Kopf gestellt haben. "Ma Rainey" die Mother Of Blues Für viele Menschen beginnt der Siegeszug des Blues mit Robert Johnson, dem "King of Delta Blues", der seine Seele an den Teufel verkauft haben soll, um besser Gitarre spielen zu können. Aber schon einige Jahre bevor sich Mythen um Robert Johnson entwickelten, war da Sängerin Ma Rainey, die Godmother of Blues, die für viele nachfolgende Künstler und Künstlerinnen eine wahre Inspiration war. Für Sängerin Bessie Smith war sie sogar eine leibhaftige Mentorin. Nach ihrem Tod wurde Ma Rainey für ihre Verdienste im Bluesbereich in die Blues Hall of Fame und die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Sister Rosetta Tharpe – Die Erfinderin des Rock and Roll In den Debatten, wer denn jetzt den Rock and Roll erfunden hat, taucht sie meistens leider gar nicht auf: Sister Rosetta Tharpe. Eine schwarze Musikerin, die in der Zeit der Rassengesetze durch die Südstaaten der USA tourte und trotz der schwierigen Bedingungen immer weiter machte und die Musikwelt begeisterte. Viele Musiker und Musikerinnen haben sich in der Vergangenheit immer wieder auf Sister Rosetta Tharpe berufen. Chuck Berry soll gesagt haben, dass "seine ganze Karriere nur eine sehr lange Imitation von Sister Rosetta Tharpe ist". Auch Künstler wie Elvis Presley, Johnny Cash und Tina Turner haben Sister Rosetta Tharpe als große Inspirationsquelle verehrt. Die Frau, die den Hip Hop erfand: Sylvia Robinson Der Hip Hop gilt als eine der Musikrichtungen, die von Beginn an sehr stark von Männern dominiert wurde. Erfunden hat das Genre allerdings Sylvia Robinson, die "Mother of Hip Hop". Nachdem sie selbst als Sängerin aktiv war ("Pillow Talk"), gründete sie das Label Sugarhill Records und veröffentlichte mit dem Song "Rapper‘s Delight" den ersten kommerziell erfolgreichen Rapsong. Auch wenn der Song in der Hip Hop Szene eher kritisch betrachtet wird, so hat er dem Hip Hop Genre doch den Weg in den Mainstream geebnet. Annette Humpe Was Annette Humpe für die deutsche Musiklandschaft getan hat, ist unvergleichlich. Als Sängerin und Songwriterin der Band Ideal hat sie die Neue Deutsche Welle maßgeblich mitgeprägt. Darüber hinaus war sie zusammen mit Sänger Adel Tawil auch Teil des erfolgreichen Popduos Ich + Ich. Aber auch abseits der Bühne hat Annette Humpe die deutsche Poplandschaft mitgeprägt. Sie hat Songs geschrieben für Udo Lindenberg, Nena, die Prinzen und viele mehr. Aber sie hat nicht nur Musik geschrieben, sondern zum Beispiel auch Songs von Rio Reiser produziert. Kate Bush hat die Zügel in der Hand Sängerin Kate Bush ist dem jüngeren Publikum spätestens seit der Erfolgsserie "Stranger Things" ein Begriff. In der Serie wurde vor allem ihr Hit "Running Up That Hill" sehr prominent eingesetzt. Der Erfolg der Serie hat dafür gesorgt, dass auch der Song von Kate Bush mehr als 30 Jahre nach der Veröffentlichung ein Megaerfolg wurde. 2022 war der Song sogar erfolgreicher als bei der ursprünglichen Veröffentlichung. Aber auch schon in den 80ern hat Kate Bush wahre Pionierarbeit geleistet. Während viele Künstlerinnen hauptsächlich auf der Bühne standen und Songs gesungen haben, die eben für sie geschrieben wurden, hatte Sängerin Kate Bush immer gerne selbst die sprichwörtlichen Zügel in der Hand und hat ihre eigenen Songs und Texte geschrieben. Damit hat sie auch Popstars wie Madonna beeinflusst, die sich durch die Vorreiterin Kate Bush bestärkt gefühlt haben, selbst die Kontrolle über ihre Kunst zu haben. Shownotes Trailer zum Film "Ma Raineys Black Bottom": https://www.youtube.com/watch?v=ord7gP151vk Kurzdokumentation zum Film "Ma Raineys Black Bottom": https://www.youtube.com/watch?v=wAY2oAm2rv4 Gitarrensolos von Rosetta Tharpe: https://www.youtube.com/watch?v=gELe5Rj_tXU Kurzdokumentation über Sister Rosetta Tharpe: https://www.youtube.com/watch?v=ii06ABCd9ww Artikel zum 60. Geburtstag von Kate Bush: https://www.deutschlandfunkkultur.de/zum-60-von-kate-bush-die-feministin-der-tat-100.html Onlineartikel zu "Musik und Gender": https://www.spiegel.de/kultur/musik/malisa-studie-ueber-musik-und-gender-maennerueberhang-ueber-80-prozent-a-2ff01e44-6789-406d-b143-fc3bb5e2cafc Podcastfolge zum internationalen Frauentag 2022: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/spezialfolge-zum-internationalen-frauentag-2022-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Mar 6, 20231h 5m

Madonna – "Ray Of Light"

Vor 25 Jahren – am 22. Februar 1998 – erschien "Ray Of Light" von Madonna und wurde das damals erfolgreichste Album einer Künstlerin. Über 16 Millionen Mal hat es sich verkauft. Es ist das siebte Studioalbum der amerikanischen Sängerin und Songschreiberin und erschien auf ihrem eigenen Musiklabel "Maverick Records". Nach der Geburt ihres ersten Kindes begann Madonna mit den Produzenten Babyface und Patrick Leonard an "Ray Of Light" zu arbeiten. Nach gescheiterten Sessions mit den beiden verfolgte Madonna mit dem britischen Produzenten William Orbit eine neue musikalische Richtung, was zu einem wesentlich experimentelleren Sound für das Album führte. Orbit hat verstanden, dass sie ein elektronisch- futuristisches Album mit Einflüssen aus indischer und arabischer Musik machen möchte. Der Aufnahmeprozess war der längste in Madonnas Karriere, fast fünf Monate haben sie an dem Album gearbeitet. "Ray Of Light" gilt als ihr bestes Werk und wurde von Kritikern durchweg für die komplexe, innovative und experimentelle Produktion von Orbit und Madonnas Fähigkeiten als Sängerin und Songschreiberin gelobt. Hatte Madonna sich bislang christlicher Symbole bedient, kommen nun buddhistische und hinduistische Denkweisen dazu. Madonna erfindet sich vom Klang her neu, im Kontrast dazu stehen die intimen, sehr persönlichen Texte, mit denen sie Einblick in ihr Leben gestattet. Aus dem Album wurden fünf Singles ausgekoppelt, darunter die internationalen Top-Five-Hits "Frozen" und "Ray of Light". Die Videos zu Ikonen der späten 90er. "Ray Of Light" wurde gleich mehrfach mit Platin belohnt und mit Grammys ausgezeichnet. Der größte Hit auf "Ray Of Light" ist Frozen. Über das Vermächtnis von "Ray of Light", Madonnas Hinwendung zum Buddhismus und Hinduismus aus einer christlichen Prägung heraus und ihre vielen Gesichter, darüber sprechen wir unter anderem in dieser Podcastfolge. __________ Über diese Songs vom Album „Ray Of Light“ wird im Podcast gesprochen: 12:03 Mins – „Frozen“ 25:25 Mins – „Drowned World / Substitute For Love“ 38:38 Mins – „Swim“ 42:01 Mins – „Ray Of Light“ __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen: 48:05 Mins – „Boys Don't Cry“ von The Cure __________ Shownotes: Offizieller YouTube- Kanal von Madonna: https://www.youtube.com/channel/UC81VD6eeuLLSfyY_D-N8sVw „Die Wiedergeburt der Madonna“ – Kritik auf Laut.de: https://www.laut.de/Madonna/Alben/Ray-Of-Light-43936 Offizielle Homepage von Madonna: https://www.madonna.com/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Feb 20, 20231h 2m

Ace of Base – "Happy Nation"

"Happy Nation" ist das Debütalbum der schwedischen Band Ace of Base. 1993 hat die Band damit eines der erfolgreichsten Debütalben aller Zeiten veröffentlicht. Mehr als 20 Millionen Mal wurde das Album bis heute verkauft. Anfang bis Mitte der 90er-Jahre war nicht nur der Grunge und der Stationrock ganz groß, sondern im Gegensatz dazu auch die Eurodance-Bewegung. Schnelle Beats und häufig die Kombination aus rappenden Männern und singenden Frauen. Ace Of Base passten irgendwie auch genau da rein und gleichzeitig auch nicht. Ace of Base hatten zwar auch einige Eurodance Nummern auf ihrem Album "Happy Nation", aber die Songs dazwischen, die sind das eigentlich Spannende. Denn Ace Of Base haben die Sounds von Eurodance kombiniert mit den Dub-Sounds aus dem Reggae, was die Musik von Ace of Base auch so eingängig gemacht hat. Häufig werden Ace of Base auch mit ABBA verglichen. Klar, einige Parallelen zu der Kultband gibt es zweifelsohne. Beide Gruppen kommen aus Schweden, in beiden vierköpfigen Bands gibt es jeweils zwei Frauen und zwei Männer und die Mitglieder sind auch persönlich miteinander verbandelt. Bei Ace of Base sind die Bandmitglieder allerdings Geschwister und keine Paare. Außerdem ist es auch bei Ace of Base wie bei ABBA: die Frauen liefern die Stimmen und die beiden Männer im Hintergrund schreiben die Musik für die Band. Als das Album "Happy Nation" 1993 rauskam, war auch SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius großer Fan der Platte, auch wenn sie damals wortwörtlich noch in ihren Kinderschuhen gesteckt hat. Die Geschichte von "Happy Nation" ist nicht nur eine erfolgreiche, sondern auch eine gleichermaßen verrückte, denn das Album ist in verschiedenen Versionen erschienen. Einmal in der europäischen und einmal für den amerikanischen Markt – mit teilweise unterschiedlichen Songs. Wie es dazu kam und was Arista Plattenboss Clive Davis, der schon vielen anderen Künstlern zu Welterfolg verholfen hat, damit zu tun hat, darüber sprechen wir unter anderem in dieser Podcastfolge. __________ Über diese Songs vom Album “Happy Nation” wird im Podcast gesprochen 10:38 Mins – “Happy Nation” 16:37 Mins – “Münchhausen” 25:25 Mins – “Wheel of Fortune” 31:11 Mins – “All That She Wants” 52:38 Mins – “The Sign” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 34:56 Mins – “Another Mother” von Kayo __________ Shownotes: Ace Of Base Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=HMBwFC1roEw Offizieller Youtube-Kanal von Ace Of Base: https://www.youtube.com/watch?v=HMBwFC1roEw Interview mit Ulf Ekberg: https://euromentravel.com/culture/popculture/ulf-ekberg-ace-of-base-interview Homepage von Ace Of Base: http://aceofbase.com/ Artikel der Huffpost zur Nazivergangenheit von Ulf Ekberg: https://www.huffpost.com/entry/ace-of-base-nazi-past-lyrics_n_3148797 Weltkarte: Metalbands pro Einwohner: https://www.facebook.com/KatapultM/posts/1940749869475090/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Feb 13, 20231h 1m

Nina Hagen Band – "Nina Hagen Band"

Vor 45 Jahren erscheint das Debütalbum "Nina Hagen Band" – das erste Album, das Nina Hagen zusammen mit ihrer westdeutschen Band aufgenommen hat. Eine Revolution der deutschen Musikszene. Das Album ist voller – damals unglaublich provokanter – weiblicher Selbstbeherrschung. Irgendwo zwischen Punkrock, Oper und Reggae angesiedelt. Eine ganze Generation von Mädchen und jungen Frauen hatten schon lange auf ein Album gewartet, dass ihnen eine Stimme gibt, selbstbewusst, selbstbestimmt und voller weiblicher Power. Nachdem Hagens Stiefvater Liedermacher Wolf Biermann 1976 aus der DDR ausgebürgert worden war, setzte sie sich zunächst für seine Wiedereinreise ein, folgte ihm aber, nachdem ihr Antrag abgelehnt worden war. Er wurde zu ihrem Mentor und verschafft Nina schlussendlich auch ihren ersten Plattenvertrag bei CBS Records. Das war ein unglaublicher Freifahrtschein. Ihr Weg führte Sie zuerst nach Hamburg, wo sie auf Udos Panikorchester traf bevor sie 1976 nach London ging. Hagen entdeckte während ihres Aufenthalts neue Musikstile und ließ sich vor allem vom Punk inspirieren. Sie traf sich mit Ari Up, der Leadsängerin der Band "The Slits" und gemeinsam schrieben sie den Song "Pank", der später auf dem Album erschien. Inspiriert von der Londoner Musikszene kehrte Hagen nach Berlin zurück und traf sich mit den Mitgliedern der Band Lokomotive Kreuzberg, Manfred Praeker, Herwig Mitteregger und Bernhard Potschka. Zu den drei Musikern gesellte sich anschließend Reinhold Heil und gemeinsam mit Hagen gründeten sie die "Nina Hagen Band". Im November 1977 unterschrieb die Band einen Vertrag mit CBS Records unter dem Management von Jim Rakete. Die meisten Songs ihres Debütalbums hatte Hagen bereits in der DDR geschrieben. Aufgenommen wurde das Album in den Hansa-Studios in Berlin. Dort wurden zu dieser Zeit große - auch internationale - Produktionen mit namenhaften Künstlern wie David Bowie oder Iggy Pop gemacht. Um es mit Nina Hagens Worten zu sagen "Sie wollte Quatsch machen und ein bisschen mit ihrer Stimme zaubern", was ihr auch gelungen ist. Das Album war ein kommerzieller Erfolg. In Deutschland erreichte es in der Spitze Platz elf. "Nina Hagen Band" wurde vom Bundesverband Musikindustrie mit Gold ausgezeichnet und hat sich über 250.000 Mal verkauft.Nina Hagen präsentiert sich bunt, schrill, politisch und unterhaltend. Sie steht für die weibliche Selbstbestimmung und weibliches Selbstbewusstsein und für die Befreiung der Frau. In "Nina Hagen Band" werden Themen wie die Kritik am Konsum, Sex zu Dritt und die Begeisterung für die Natur behandelt. So etwas gab es in der deutschen Musik bis dato nicht. __________ Über diese Songs vom Album "Nina Hagen Band" wird im Podcast gesprochen 19:24 Mins – "TV-Glotzer" 29:05 Mins – "Rangehn" 38:46 Mins – "Heiß" 43:42 Mins – "Unbeschreiblich weiblich" 50:43 Mins – "Naturtöne" 01:02:05 Mins – "Aufm Bahnhof Zoo" 01:09:45 Mins – "Pank" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 07:32 Mins – "Du hast den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen 23:39 Mins – "White Punks on Dope" von The Tubes 01:12:46 Mins – "Talk of 79" Phil Lynott __________ Konzertmitschnitt Nina Hagen Band Rockpalast 1978 in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/rockpalast/nina-hagen-band-westfalenhalle-dortmund-1978/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTJmY2UxNWE3LTFlN2YtNDkxNC04YTEzLTg0MTRjMTM1MzNjNg Website zum Buch "She Bop: The Definitive History of Women in Popular Music" von Lucy O’Brian: http://lucyobrien.co.uk/books Das Album "Nina Hagen Band" bei Laut.de: https://www.laut.de/Nina-Hagen-Band/Alben/Nina-Hagen-Band-111460 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Feb 6, 20231h 13m

Fury In The Slaughterhouse – "Mono" (mit Thorsten Wingenfelder)

Vor 30 Jahren haben Fury In The Slaughterhouse ihr Album "Mono" rausgebracht. Wir sprechen mit Gitarrist Thorsten Wingenfelder im Podcast. Mit "Mono" klang die Band zum ersten Mal so, wie sie klingen sollte, erzählt Gitarrist und Songwriter Thorsten Wingenfelder im Podcast. In das fünfte Album der Band wurde ganz viel Liebe und Arbeit gesteckt. Zum Mixen und Mastern, also dem Feinschliff des Albums, ist die Band nach Amerika in ein neues bzw. umgebautes Studio gegangen und dort haben ganz viele verschiedene Faktoren zusammengetroffen und habe eine Magie erzeugt, die nicht reproduzierbar ist, erklärt Thorsten Wingenfelder. Plötzlich klang die Band "international". Im Podcast erklärt Thorsten Wingenfelder nicht nur die Entstehungsgeschichte des fünften Albums "Mono", sondern er erzählt auch, wie die Band Mitte der 80er zusammengefunden hat und wie der Bandname auf einer Party entstanden ist. Thorsten Wingenfelder selber hat auch eine sehr eindeutige Meinung zum Bandnamen: "Der Name ist totaler Scheiss!" Wie die damals noch junge Band sich in dem harten Musikgeschäft zurechtfindet, sich selbst treu bleibt, hat sie unter anderem auch von BAP-Gründer Wolfgang Niedecken gelernt. Die deutsche Musiklegende hat sich in den Anfangstagen der Band angenommen, ihr weitergeholfen und sie gefördert. Mit den Jahren ist zwischen Wolfgang Niedecken und Fury in the Slaughterhouse eine enge Freundschaft mit familiären Zügen geworden, so beschreibt es Thorsten Wingenfelder. Im Podcast sprechen wir unter anderem auch darüber, was Fury in The Slaughterhouse, Keith Richards, U2 und die Beatles gemeinsam haben. __________ Über diese Songs vom Album “Mono” wird im Podcast gesprochen 02:33 Mins – “The Brainsong” 24:46 Mins – “Every Generation Got Its Own Disease” 30:23 Mins – “Won’t Forget These Days” 41:29 Mins – “Radio Orchid” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 04:54 Mins – “Wish You Were Here” von Pink Floyd 08:39 Mins – “Johnny B” von The Hooters 08:39 Mins – “Losing My Religion” von R.E.M. 20:26 Mins – “Blueprint” von The Rainbirds 20:45 Mins – “Brand New Toy” von The Jeremy Days 21:03 Mins – “Policy of Truth” von Terry Hoax 22:55 Mins – “Freedom Circus” von Terry Hoax 42:18 Mins – “Radio Orchid” von Fury In The Slaughterhouse (Mousse T. Remix) 48:09 Mins – “When I’m Dead And Gone” von McGuinness Flint __________ Shownotes: Dokumentation “Won’t Forget Theese Days – 35 Jahre Fury In The Slaughterhouse” in der ARD Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/rockpalast/won-t-forget-these-days-35-jahre-fury-in-the-slaughterhouse/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTBhNDI0YTc5LTdmYTctNDU1ZS05YWU1LWE0NmJiNzc4ZGFkNw Albumreview zu “Mono” bei Allmusic: https://www.allmusic.com/album/mono-mw0000107970 So hat man in den USA auf Fury In The Slaughterhouse und “Mono”geschaut: http://rockandrollguru.blogspot.com/2009/05/fury-in-slaughterhouse-mono.html Bandbiographie bei laut.de: https://www.laut.de/Fury-In-The-Slaughterhouse __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jan 30, 202351 min

Steppenwolf – "Steppenwolf"

"Born To Be Wild" zu dem Song haben wir doch alle schon auf dem imaginären Cruiser-Motorrad gesessen und uns vorgestellt, den warmen Wüstenwind im Gesicht zu spüren. Im Kino haben das Peter Fonda und Dennis Hopper für uns im Kultfilm "Easy Rider" übernommen. Als Steppenwolf 1968 ihr Debütalbum rausbrachten, und damit zu den ganz frühen Namen in der Rock- und Hardrock-Szene gehörten, war in Deutschland noch nichts davon zu spüren. Bei uns waren die Charts zu diesem Zeitpunkt noch von Schlager- und Heimatliedern wie zum Beispiel "Heintje" geprägt. Als in Amerika das selbstbetitelte Album von Steppenwolf rauskam prallten damit die Anfänge von Hardrock auf den vielleicht seichteren und blumigeren Sound der Hippie-Bewegung. Aber Steppenwolf sind mehr als nur Hardrock. Auf der Platte gibt es durchaus auch richtig soulige und bluesige Nummern, wie zum Beispiel den Opener "Sookie Sookie". Gegründet wurde die Band 1968 von Joachim Fritz Krauledat, besser bekannt als John Kay. Als John Kay gerade 14 Jahre alt war, wanderte seine Familie von Hannover nach Toronto, Kanada aus. Benannt haben sich Steppenwolf nach dem gleichnamigen Buch von Hermann Hesse, das Sänger und Songschreiber John Kay bis zur Gründung der Band nie ganz gelesen hatte. Weltruhm erlangte die Band vor allem durch den Song „Born To Be Wild“, der im Film „Easy Rider“ als Titelsong genutzt wurde. Dass der Song perfekt zum Film passt, ist nur logisch, da die Idee zum Song auf einem Werbeplakat basiert, auf dem ein Motorrad und die Worte „Born To Ride“ zu sehen ist. Eingespielt hat die Band um Sänger John Kay das komplette Album in nur vier Tagen. Neben dem bekanntesten Song „Born To Be Wild“ schaffte es auch der Song „Pusher“ in den Road-Movie „Easy Rider“. Nur vier Jahre nach dem Welterfolg durch „Born To Be Wild“ lösten sich Steppenwolf zum ersten Mal auf. Die Bandgeschichte ist im Allgemeinen geprägt durch mehrere Auflösungen und zig Besetzungswechsel. Insgesamt werden auf Wikipedia 42 ehemalige Bandmitglieder gelistet. Auch heute gibt es die Band „Steppenwolf“ noch. Von den Ursprungsmitgliedern der Band ist allerdings nur noch Sänger und Gründer John Kay mit dabei. Aus rechtlichen Gründen wurde die Gruppe auch in „John Kay & Steppenwolf“ umbenannt. Über die weiteren Verbindungen zwischen Steppenwolf, dem Kultfilm "Easy Rider", warum es tatsächlich Steppenwolf auf den Soundtrack von "Easy Rider" geschafft hat und nicht wie vorher geplant Crosby, Stills & Nash und warum Sänger John Kay selber gar kein Motorrad fährt, sprechen wir im Podcast. __________ Über diese Songs vom Album “Steppenwolf” wird im Podcast gesprochen 07:50 Mins – “Sookie Sookie” 14:25 Mins – “Hoochie Coochie Man” 21:15 Mins – “Berry Rides Again” 28:05 Mins – “The Pusher” 43:38 Mins – “Born To Be Wild” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 10:20 Mins – “Sookie Sookie” von Don Covay 16:22 Mins – “I’m Your Hoochie Coochie Man” von Muddy Waters 18:45 Mins – “Riot In Cell Block Number Nine” von Wanda Jackson 19:18 Mins – “Student Demonstration Time” von den Beach Boys 19:54 Mins – “You Can Leave Your Hat On” von Joe Cocker 24:42 Mins – “Earschsplittenloudenboomer” von Steppenwolf 34:22 Mins – “The Pusher” von Hoyt Axton __________ Shownotes: Vorankündigung und Infos zum Film „Easy Rider“ beim ZDF: https://www.zdf.de/filme/filme-sonstige/easy-rider-102.html Seite zum Easy Rider Buch von Peter Biskind “Easy Riders, Raging Bulls”: https://www.peterbiskind.com/easy-riders-raging-bulls Fan Website von Steppenwolf: Mit Videos und Songs zum Album: https://www.steppenwolf.com/pages/wolfpack The Maue-Kay Foundation: https://www.steppenwolf.com/pages/the-maue-kay-foundation “Born To Be Wild” im Beat Club: https://www.youtube.com/watch?v=41cFf9N5F-A “Sookie Sookie” im Beat Club: https://www.youtube.com/watch?v=9aK6qwd4P6o __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jan 23, 202353 min

Gerry Rafferty – "City To City"

Mit seinem Song "Baker Street" wurde Gerry Rafferty 1978 weltberühmt. Dabei hat der schottische Musiker noch viel mehr großartige Musik geschrieben, ganz besonders stark war sein Gefühl für Melodien. Das Gerry Rafferty die Platte endlich veröffentlichen durfte, war ein richtiger Befreiungsschlag für den Künstler. Vorher war es ihm rechtlich nicht erlaubt, Musik zu veröffentlichen. Es gab noch rechtliche Streitigkeiten mit den Mitgliedern seiner vorherigen Band Stealers Wheel, mit denen er den Hit "Stuck In The Middle With You" rausgebracht hatte. Der Song kam 1973 raus und wurde als Teil des Quentin Tarantino Films "Reservoir Dogs" 1992 zum zweiten Mal zum Hit. Für den ehemaligen SWR1-Musikredakteur Christian Pfarr war Gerry Rafferty vor allem deshalb ein großartiger Komponist, weil er ein ganz besonderes Gespür für Melodien und Harmonien hatte. Das hatte Gerry Rafferty mit den Beatles gemein, findet Pfarr. Bei der nachfolgenden und New-Wave-Welle und Disko-Ära standen musikalisch ganz andere Schwerpunkte im Vordergrund als eine vielschichtige und ausgefeilte Harmonie. Das Raffertys größter Hit "Baker Street" überhaupt veröffentlicht wurde, der ihn finanziell unabhängig machte, war eigentlich auch gar nicht geplant. Die Plattenfirma wollte die Single ursprünglich gar nicht veröffentlichen, erst nachdem Rafferty und sein Produzent beim Label insistierten, durfte die Single veröffentlicht werden – Glück für Rafferty. Die legendäre Saxophon-Melodie aus dem Song "Baker Street" wurde übrigens von dem britischen Saxophonisten Raphael Ravenscroft gespielt. Später gab es auch noch Streit um die vermutlich berühmteste Saxophon-Melodie der Popgeschichte. Ob sie tatsächlich frei improvisiert war, wie der Saxophonist behauptet hat, oder ob es dazu noch eine andere Hintergrundgeschichte gibt, darüber sprechen wir im Podcast. __________ Über diese Songs vom Album “City to City” wird im Podcast gesprochen 07:27 Mins – “The Ark” 10:53 Mins – “Baker Street” 14:54 Mins – “Right Down The Line” 17:03 Mins – “City to City” 19:51 Mins – “Island” __________ Shownotes: Review zu “City to City” bei Allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/mw0000646857 Review zu “City to City” im Rolling Stone: https://web.archive.org/web/20060508175740/http://www.rollingstone.com/artists/gerryrafferty/albums/album/199846/rid/6068351/ Artikel In “The Atlantik” über das berühmte Saxophon im Song “Baker Street”: https://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2015/12/baker-street-gerry-rafferty-saxophone/421008/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jan 16, 202322 min

Fleetwood Mac – "Rumours"

Mit 40 Millionen verkauften Einheiten, ist "Rumours" von Fleetwood Mac eine der meistverkauften Platten aller Zeiten. Bei der Grammy-Verleihung 1978 wurde "Rumours" zusätzlich als "bestes Album des Jahres" ausgezeichnet. Bei den meistverkauften Platten aller Zeiten ist Michael Jacksons "Thriller" aus dem Jahr 1982 inzwischen unangefochten auf Platz 1. Bis heute hält sich "Rumours" von Fleetwood Mac aber sehr sicher in den Top 10 der meistverkauften Alben weltweit. 2022 war ein trauriges Jahr für die Band Fleetwood Mac und auch für deren Fans. Sängerin, Keyboarderin und Songwriterin Christine McVie ist verstorben, von ihr stammt auch der sehr emotionale Song "Songbird" vom Album "Rumours". "Rumours", also Gerüchte, gab es bei Fleetwood Mac auch immer um die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Band. Als das Album "Rumours" entstanden ist, hatten sich gerade gefühlt alle Bandmitglieder voneinander und untereinander getrennt. Sängerin Stevie Nicks und Gitarrist Lindsey Buckingham stritten sich nahezu andauernd, das verheiratete Paar Christine und John McVie waren getrennt und auch Bandgründer und Namensgeber Mick Fleetwood war nicht mehr mit seiner Frau Jenny zusammen. Dass es da Spannungen innerhalb der Band gab, ist leicht nachzuvollziehen. Wie Musiker so sind, verarbeiten sie ihre Emotionen und privaten Geschichten gerne in Songs, da sind Fleetwood Mac nicht anders. Vor allem Lindsey Buckingham verarbeitet in seinen Songs, die er zum Album beisteuert, die Trennung von Sängerin Stevie Nicks. Einmal im Song "Never Going Back Again" und dann noch im sehr erfolgreichen "You Can Go Your Own Way", den Exfrau Stevie Nicks dann auch noch an sich selbst gerichtet lauthals singen darf. Anders als Lindsey Buckingham, der kein sprichwörtliches gutes Haar mehr an der Ex-Partnerin Stevie Nicks lässt, blickt diese eher nach vorne und denkt positiv in ihrem Song "Dreams". Auch diese unterschiedlichen Wege innerhalb der Band, mit der Trennung umzugehen, hat wieder für Zunder und Streit innerhalb des Bandgefüges geführt. Auch wenn es menschlich immer wieder Streit und Dramen bei Fleetwood Mac gab, hat die Musik sie doch immer zusammengeschweißt. Welcher der einzige Song des Albums ist, den die Band tatsächlich zusammen entwickelt hat und ob es ohne die menschlichen Spannungen innerhalb der Band auch zu so guter Musik gekommen wäre, darüber sprechen wir im Podcast zu "Rumours". __________ Über diese Songs vom Album “Rumours” wird im Podcast gesprochen 07:32 Mins – "Second Hand News" 14:16 Mins – "Never Going Back Again" 20:11 Mins – "You Can Go Your Own Way" 21:47 Mins – "Dreams" 23:48 Mins – "Songbird" 27:35 Mins – "The Chain" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 08:10 Mins – "Jive Talkin'" von den Bee Gees 10:30 Mins – "Think Over You" von Fleetwood Mac 11:00 Mins – "Planets of the Universe" von Fleetwood Mac 11:56 Mins – "Gold Dust Woman" (Demo) von Fleetwood Mac 16:25 Mins – "Never Going Back Again" von Blame Sally 17:26 Mins – "Never Going Back Again" von Matchbox Twenty 18:24 Mins – "Don’t Stop" von Elton John 18:56 Mins – "You Can Go Your Own Way" von The Cranberries 31:19 Mins – "Buttercookie (Keep Me There)" von Fleetwood Mac __________ Shownotes: Artikel im Rolling Stone zu "Rumours": https://www.rollingstone.com/music/music-lists/best-albums-of-all-time-1062063/fleetwood-mac-rumours-3-1063226/ 7 Dinge über "Rumours", die du noch nicht wusstest: https://www.udiscover-music.de/popkultur/rumours-fleetwood-mac-7-fakten Autobiographie von Mick Fleetwood: https://www.penguinrandomhouse.de/ebook/Play-on/Mick-Fleetwood/Heyne/e476804.rhd Biographie von Stevie Nicks (Englisch): https://us.macmillan.com/books/9781250295620/gold-dust-woman Youtube Channel von Fleetwood Mac: https://www.youtube.com/channel/UCAb60rVrvVQVfSgrX1UWb0g __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jan 10, 202335 min

Eurythmics — "Sweet Dreams (Are Made of This)"

Vor fast genau 40 Jahren gelang dem britischen Pop-Duo Eurythmics mit ihrem zweiten Studioalbum "Sweet Dreams (Are Made of This)" der kommerzielle Durchbruch. Dave Stewart und Annie Lennox machen einiges mit, bis sie sich beruflich als Duo "Eurythmics" wiederfinden und mit melodiösem Synthie-Pop zu Weltstars werden. Zu Beginn ihrer Karriere mussten Dave Stewart und Annie Lennox einige herbe Enttäuschungen wegstecken. Sie waren verheiratet, haben sich in einer Kneipe kennengelernt und zunächst die Punk-orientierte Band "The Tourist" gegründet. Doch die internen Spannungen wurden immer schlimmer, sodass schon 1980 – nach nur drei Jahren – die Band wieder aufgelöst wurde. Und das ist der Punkt, an dem Lennox und Stewart buchstäblich am Scheideweg standen und sich auch als Liebespaar trennten – mit dem Entschluss, beruflich weiter zusammenarbeiten zu wollen. Anfang der Achtziger ließen sich die beiden dann scheiden und gründeten die Band "Eurythmics". Die unermüdliche Geduld zahlt sich aus. Nach fünf mühseligen Jahren sind die beiden plötzlich weltberühmt. Ihre Single "Sweet Dreams (Are Made of This)" vom gleichnamigen Album schlägt weltweit ein. __________ Über diese Songs vom Album "Sweet Dreams (Are Made of This)" wird im Podcast gesprochen: 08:45 Mins – "Love Is a Stranger" 10:37 Mins – “Wrap It Up” 12:22 Mins – “The Walk” 13:56 Mins – “Sweet Dreams” 17:20 Mins – “Jennifer” 22:25 Mins – "This City Never Sleeps" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 01:29 Mins – “Sonderzug nach Pankow” von Udo Lindenberg 01:37 Mins – “99 Luftballons” von Nena 01:39 Mins – "Thriller" von Michael Jackson __________ Shownotes: Love Is a Stranger – Offizielles Video: https://www.youtube.com/watch?v=o6f593X6rv8 Eurythmics – Reunion 2023 – es gibt Gerüchte: https://www.rollingstone.de/sweet-dreams-eurythmics-reunion-album-und-tour-2023-2524659/ Über Dave Stewart: https://www.deutschlandfunk.de/gitarrist-dave-stewart-ein-leben-im-jet-set-100.html Über Annie Lennox: https://www.jazzecho.de/annie-lennox/biografie __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Jan 2, 202325 min

Weihnachtsspecial 2022

Die SWR1-Musikredaktion legt euch heute kleine Geschenke unter den Baum – ihre ganz persönlichen Meilensteine. Abseits von Chartplatzierungen und Rekorden gibt es hier versteckte Perlen der Rock- und Popgeschichte zu entdecken. "The Dream of the Blue Turtles" von Sting Der Anfang in dieser Folge ist natürlich Chefsache. SWR1-Musikchef Bernd Rosinus hat eine seiner Lieblingsplatten mitgebracht, das erste Solo Album von The Police Frontmann Sting "The Dream of the Blue Turtles" aus dem Jahr 1985. Als die Platte rauskam, hat sie Bernd Rosinus total umgehauen. Auch, weil es was ganz anderes war als das, was The Police vorher gemacht haben. Das Besondere an "The Dream of the Blue Turtles" ist, dass Sting sich für die Platte ganz viele Jazzmusiker zusammengesucht hat, mit denen er dieses Album aufgenommen und produziert hat. Es ist ein Popalbum, dass der hohen Qualität der Jazzmusiker auch immer wieder den Raum gibt, um sich zu präsentieren und ihr Können zu zeigen. "The Age of Plastic" von The Buggles The Buggles, die Band kennen die meisten vermutlich vom Song "Video Killed The Radio Star", dem Song, der beim Start von MTV in Amerika 1981 als erstes Musikvideo über die Bildschirme in die Wohnzimmer flimmerte. Für SWR1-Musikredakteur und Moderator Dave Jörg haben die Buggles aber noch mehr zu bieten als nur diesen einen Megahit, auch wenn der Song auch für ihn schon etwas ganz Besonderes ist. Auf dem Album, was tatsächlich schon Ende der 70er von Trevor Horn produziert wurde, der auch mit Bands wie Yazoo, Depeche Mode oder Erasure zusammengearbeitet hat, hören wir einen fantastischen Mix aus Progrock, New Wave, Neuer Deutscher Welle und auch ein bisschen Pink Floyd, findet Dave Jörg. "Brother To Brother" von Gino Vannelli Das SWR1-Musikredakteur Stephan Fahrig für diese Weihnachtsfolge gerade das Album rausgesucht hat, grenzt an sich schon an ein kleines Weihnachtswunder, denn eigentlich hatte er eine ganz andere Folge im Sinn, aber als sein Smartphone ihn dann mit einem Rückblick an ein persönliches Treffen mit Gino Vannelli vor einem Konzert in Frankfurt erinnerte, änderte er seine Meinung zu "Brother to Brother". Für Stephan Fahrig persönlich ist diese Platte ein Meilenstein, weil für ihn der Sound der Platte und von Gino Vannelli der beispielhafte Sound der 70er ist. "This Life" von Curtis Stigers Ganz ungewohnt für die SWR1 Meilensteine: ein neues Album. "This Life" von Curtis Stigers wurde erst 2022 veröffentlicht. Aber seit der Veröffentlichung im Februar 2022 begleitet dieses Album SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius und sie hat sich im wahrsten Sinne richtig reingehört in die Platte. "Buckingham Nicks" von Lindsey Buckingham und Stevie Nicks Bevor Fleetwood Mac zu der legendären Band wurden, als die wir sie heute kennen, waren es zwei verschiedene Gruppen. Zum einen Fleetwood Mac und zum anderen das Duo aus Gitarrist Lindsey Buckingham und Stevie Nicks. Wie diese beiden Bands zu den legendären Fleetwood Mac wurden, das erklären wir in der Spezialfolge zu den "Sound City Studios". Für SWR1-Musikredakteur und Meilensteine-Gastgeber Frank König ist aber auch das Debütalbum von "Buckingham Nicks" bereits ein Meilenstein der Musikgeschichte. __________ Über diese Alben wird im Podcast gesprochen: 01:00 Mins – “The Dream of the Blue Turtles” von Sting 10:39 Mins – “The Age of Plastic” von The Buggles 20:00 Mins – “Brother To Brother” von Gino Vannelli 32:13 Mins – “This Life” von Curtis Stigers 43:17 Mins – “Buckingham Nicks” von Lindsey Buckingham und Stevie Nicks __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 15:47 Mins – “Relax” von Frankie Goes to Hollywood 15:47 Mins – “Always On My Mind” von Pet Shop Boys 15:47 Mins – “Poison Arrow” von ABC 15:47 Mins – “Walking in Memphis” von Cher 15:47 Mins – “Owner of a Lonely Heart” von Yes 23:32 Mins – “A Taste of Honey” von Herb Alpert 46:57 Mins – “Rhiannon” von Fleetwood Mac __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Dec 26, 202249 min

Whitney Houston – "Whitney"

Vor 35 Jahren veröffentlichte Whitney Houston ihr Album "Whitney", bis heute ihre erfolgreichste Platte. Für ihren Song "I Wanna Dance With Somebody" bekam die Popdiva sogar einen Grammy. Jetzt wurde Whitney Houstons Leben im Biopic "I Wanna Dance With Somebody" sogar verfilmt. Schon als Kind wurde bei Whitney Houston die unglaubliche Stimme und ihr phänomenales Gesangstalent erkannt. Ihre ersten Gesangsaufnahmen machte sie im Alter von 14 Jahren und einige Zeit später sagte Starproduzent Clive Davis schon "Ich mach dich zum Star". Und wenn Clive Davis das prophezeit, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass genau das auch passiert. Neben Sängerin Whitney Houston hat Davis auch andere Künstler entdeckt und gefördert, darunter große Namen wie Pink Floyd, Aerosmith, Patti Smith, Alicia Keys, Bruce Springsteen und noch viele mehr. Clive Davis hat in seiner Karriere mehr als 300 Nummer eins Singles produziert und mehrere Grammys gewonnen. Auch Whitney Houstons Mutter Sissi hat einen großen Teil zur Karriere ihrer Tochter beigetragen und sie von Kindesbeinen an gefördert und auch gefordert. Was dafür gesorgt hat, dass Mutter und Tochter zwar eine sehr enge Bindung zueinander hatten, diese aber durch den enormen Druck auch nicht immer ganz einfach war. Das die Geschichte von Sängerin Whitney Houston verfilmt wird, war auch nur eine Frage der Zeit, denn die Geschichte von Whitney Houston ist nicht nur unglaublich bewegend und tragisch, sondern auch eine der erfolgreichsten der Musikgeschichte. Das Album "Whitney" hat sich mehr als 20 Millionen mal verkauft und damit war Whitney Houston die erste weibliche Künstlerin an der Spitze der US-Albumcharts. Das Whitney Houston ein bewegtes Leben hatte, dass 2012 ein tragisches Ende fand, ist bekannt. Die letzten Jahre ihrer Karriere waren offenkundig geprägt von Skandalen und sich immer wiederholenden Drogenproblemen. Jetzt wird die dramatische Geschichte der Karriere der Popdiva im Kino erzählt, in dem Film "I Wanna Dance With Somebody". __________ Über diese Songs vom Album “Whitney” wird im Podcast gesprochen: 07:43 Mins – “I Wanna Dance With Somebody” 18:15 Mins – “Love Will Safe The Day” 24:36 Mins – “Didn’t We Almost Have It All” 35:53 Mins – “For The Love of You” 38:41 Mins – “I Know Him So Well” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 37:40 Mins – “For The Love of You” von The Isley Brothers 38:41 Mins – “I Know Him So Well” von Elaine Paige und Barbara Dickson __________ Shownotes: Die Whitney Houston Dokumentation “The True Story Of Whitney Houston”: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/the-true-story--of-whitney-houston-100.html Albumreview auf Allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/mw0000190356 Trailer zum Biopic über Whitney Houston “I Wanna Dance With Somebody”: https://www.youtube.com/watch?v=9tfemzaMkoU Offizielle Website von Whitney Houston: https://www.whitneyhouston.com/de/ Erinnerungen an Whitney Houston im Rolling Stone: https://www.rollingstone.de/whitney-houston-ist-zwar-verstummt-aber-sie-bleibt-unvergessen-2341533/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Dec 19, 202250 min

Deep Purple – "Made In Japan"

Vor 50 Jahren veröffentlichten Deep Purple ihr Live-Doppelalbum "Made In Japan" in der legendären Mark II-Besetzung mit Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover und Ian Paice. Mit Livealben können Bands zeigen, dass sie nicht nur im Tonstudio hinter verschlossenen Türen gute Musik produzieren können, sondern dass die Dynamik und das Zusammenspiel aller Bandmitglieder auch auf der Bühne bestens funktioniert – bei Deep Purple stimmt all das. Die Band schafft auf der Bühne das, was andere Musiker und Bands nicht einmal im Studio schaffen. Für Deep Purple selber kam der Wunsch eines Livealbums von Seiten der Plattenfirma zu keinem guten Zeitpunkt, die Band hatte innerhalb der letzten vier Jahre sechs Alben veröffentlicht und war einigermaßen ausgebrannt. Schlussendlich haben sie sich dann überreden lassen das Livealbum aufzunehmen. Das besondere dabei ist vor allem, dass es sehr "livehaftig" ist, wie Henni Nachtsheim im Podcast erzählt. Man fühlt sich wirklich mitgenommen, weil man der Band die Spielfreude anhört und die Songs nicht einfach nur runtergespielt werden, sondern wirklich zelebriert werden. Und auch wenn viele Menschen dieses Livealbum als eines der besten überhaupt feiern, hat Gitarrist Ritchie Blackmore in einem Interview erzählt, dass er selber bei dem Album immer nur seine eigenen Fehler hört. Comedian, Autor und Musiker Henni Nachtsheim hat selber eine ganz besondere Verbindung zu Deep Purple. Als Mitglied der Kultband "Rodgau Monotones" hat er in den 80ern als Vorband von Deep Purple und Meat Loaf gespielt. Dabei haben die Musiker sich aber nicht nur die Bühne geteilt, sondern sind auch gemeinsam in die Fußballschuhe geschlüpft und haben zusammen mit den legendären Rockstars gekickt. Mit auf dem Platz standen damals auch Ian Gillan, Ritchie Blackmore und Ian Paice. __________ Über diese Songs vom Album “Made In Japan” wird im Podcast gesprochen: 12:31 Mins – “Highway Star” 28:25 Mins – “Child in Time” 41:56 Mins – “Smoke On The Water” 56:15 Mins – “Strange Kind Of Woman” 01:01:19 Mins – “Lazy” 01:05:15 Mins – “Space Truckin’” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 01:52 Mins – “Die Hesse komme!” von den Rodgau Monotones 36:04 Mins – “Bombay Calling” von It’s a Beautiful Day 46:46 Mins – “Maria Quiet” von Astrud Gilberto und Gil Evans Orchestra __________ Shownotes: Albumreview bei Allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/made-in-japan-mw0000471842 Deutschsprachige Albumreview bei Powermetal: https://powermetal.de/review/review-Deep_Purple/Made_In_Japan,145.html Welturaufführung von Highway Star im Beat Club: https://www.youtube.com/watch?v=WTVut3RAEVQ Dokumentation über “Made in Japan” auf dem Youtube Kanal von Deep Purple: https://www.youtube.com/watch?v=WTVut3RAEVQ Homepage von Comedian Henni Nachtsheim: https://www.henni-nachtsheim.de Homepage des Comedy-Duos “Badesalz”: https://www.badesalz.de/ Homepage der Band “Rodgau Monotones”: https://rodgau-monotones.de/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Dec 12, 20221h 10m

Lou Reed – "Transformer"

Vor 50 Jahren veröffentlichte Lou Reed sein zweites Soloalbum "Transformer". Produziert wurde das Album unter anderem von Musiklegende David Bowie. Neben David Bowie war vor allem auch Mick Ronson für das Album von Lou Reed verantwortlich, der auch bei Bowie selbst in der Band gespielt hat und auch dessen Musik produziert hat. Das erklärt auch, warum der Sound von "Transformer" so "Bowiesque" ist. Lou Reed selber war vor seiner Solokarriere auch Gründungsmitglied, Sänger, Songwriter und Gitarrist von Velvet Underground. Die Band gilt bis heute als Wegbereiter für das erst später entstandene Genre: Punk! Die Band wurde vor allem von Pop-Art-Künstler Andy Warhol gefördert, der auch das ikonische Plattencover mit der Banane von Velvet Underground gestaltete. Das erste Soloalbum von Andy Warhol war kein kommerzieller Erfolg, erst mit dem zweiten Album "Transformer" gelang ihm der Durchbruch, was vor allem am Erfolg der Single "Walk On The Wild Side" lag. In dem Song singt Lou Reed auch über Jacky, Holly und Co. – wer oder was diese Personen waren, darüber sprechen wir unter anderem in dieser Podcastfolge. __________ Über diese Songs vom Album “Transformer” wird im Podcast gesprochen 09:58 Mins – “Vicious” 17:12 Mins – “Perfect Day” 28:27 Mins – “New York Telephone Conversation” 33:15 Mins – “Walk On The Wild Side” 49:57 Mins – “Satellite of Love” 55:42 Mins – “Good Night Ladies” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 03:58 Mins – “Simple Man” von Andreas Kümmert 21:56 Mins – “Perfect Day” von Duran Duran __________ Shownotes: Die Geschichte hinter dem Song “Walk On The Wild Side”: https://www.neatorama.com/2012/09/17/The-Story-Behind-Lou-Reeds-Walk-on-the-Wild-Side/ Albumreview zu “Transformer” bei Allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/transformer-mw0000191542 Zu den Trident Studios bei Facebook: https://www.facebook.com/tridentstudios Buchtipp: “Glam” von Poptheoretiker Simon Reynolds: https://www.ventil-verlag.de/titel/1791/glam Interview mit Lou Reed im Rolling Stone: https://www.rollingstone.de/interview-mit-lou-reed-ha-ha-ha-und-wie-ich-darueber-lache-361287/ Nachruf auf Lou Reed: https://www.rollingstone.de/lou-reed-der-tod-eines-empfindsamen-grenzgaengers-2255341/ Website von Studiogast und Sänger Andreas Kümmert: https://www.andreas-kuemmert.de/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Dec 5, 202258 min

Michael Jackson – "Thriller"

Michael Jacksons Album "Thriller" wird 40! Bis heute ist die Platte des "King of Pop" Das meistverkaufte Album aller Zeiten. "Thriller" ist das sechste Studioalbum des "King of Pop" und mit genau diesem Album hat Michael Jackson sich selbst auf den Thron der Popmusik gesetzt. In Deutschland war Jacksons Erfolg bis dahin eher mäßig. Mit seinem Vorgänger Album "Off the Wall" schaffte er es zwar in die Top 100 der deutschen Albumcharts aber mehr dann nicht. Mit "Thriller" wurde Michael Jackson dann unumkehrbar zum Superstar. "Thriller" ist das meistverkaufte Album aller Zeiten mit rund 70 Millionen Einheiten. Aber nicht nur die Fans feiern das Album bis heute. Bei der Grammy-Verleihung 1984 war Michael Jackson mit dem Album oder Songs des Albums insgesamt 12 Mal nominiert und konnte acht der begehrten Trophäen tatsächlich gewinnen – Rekord! Besonders wichtig war für den Erfolg des Albums auch der damals noch neue Musik-Fernsehsender MTV. Auf dem liefen die legendären Musikvideos zu "Billie Jean" und auch "Beat It" rauf und runter und haben die Songs immer populärer gemacht. Und auch das Musikvideo zum Titelsong "Thriller" selbst ist ja viel mehr als nur ein einfaches Musikvideo, sondern viel mehr ein aufwendig gestalteter Musik-Kurzfilm mit mehr als einer Milliarde Aufrufen bei Youtube, wenn man die Originalversion und die modernisierte hochauflösende 4K-Version zusammenzählt. Mit Thriller beginnt bei Michael Jackson auch die Transformation zum "globalen Menschen". Absolute Dinge wie schwarz und weiß oder binäre Sexualität lehnt er ab und er beginnt immer mehr sich zu verwandeln. Auf dem Cover von Thriller beginnt das schon damit, dass er nicht mehr den schwarzen Afro trägt, mit dem man ihn bis daher kannte. Über die verrückten Geschichten hinter dem Album "Thriller", was die Band Toto damit zu tun hat und was das Album mit Rheinland-Pfalz zu tun hat, darüber sprechen wir unter anderem im Podcast. __________ Über diese Songs vom Album “Thriller” wird im Podcast gesprochen 10:20 Mins – “Wanna Be Startin’ Something” 19:02 Mins – “Thriller” 40:44 Mins – “Beat It” 57:49 Mins – “Billie Jean” 01:11:45 Mins – “Human Nature” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 14:37 Mins – “Manu Dibango” von Soul Makossa 43:31 Mins – “My Sharona” von The Knack 59:14 Mins – “State of Independance” von Jon und Vangelis 01:00:02 Mins – “State of Independence” von Donna Summer 01:00:34 Mins – “I Can Go For That” von Hall and Oates 01:15:24 Mins – “Carousel” von Michael Jackson __________ Shownotes: Interview mit Oprah Winfrey im Rückblick: https://www.oprah.com/entertainment/oprah-reflects-on-her-interview-with-michael-jackson/all Musikvideo zu "Thriller": https://www.youtube.com/watch?v=sOnqjkJTMaA Musikvideo zu "Beat It": https://www.youtube.com/watch?v=oRdxUFDoQe0 Musikvideo zu "Billie Jean": https://www.youtube.com/watch?v=Zi_XLOBDo_Y Kurzbiographie zum Kultregisseur John Landis: https://www.mumien-monster-mutationen.de/der-elektrische-regiestuhl-legend%C3%A4re-filmschaffende/john-landis/ Rolling Stone Artikel zu "Thriller": https://www.rollingstone.de/michael-jackson-thriller-2-357258/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Nov 28, 20221h 17m

The Beatles – "Revolver"

Vor etwas mehr als 56 Jahren kam "Revolver" raus. Einige Beatles Fans halten es für eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte. Gleichzeitig soll es auch eines der besten, wenn nicht das beste Album der Beatles sein. Das "Revolver" Album der Beatles hat langsam die Zeit eingeläutet, in denen die Beatles sich von ihren Livekonzerten ab und mehr der Studioarbeit zugewandt haben. Es wurde mehr mit Aufnahmetechniken rumprobiert und die Band hat die Soundtechniker in den Abbey Road Studios dazu gedrängt, ihre Ideen irgendwie zu realisieren. Beim Song "Tomorrow Never Knows" wurden Soundelemente rückwärts abgespielt, bei "I'm Only Sleeping" wird sogar das Gitarrensolo des Songs rückwärts komponiert und eingespielt und dann auf der Aufnahme umgedreht, für einen ganz besonders einlullenden und schläfrigen Effekt. Auf die Idee, diese Technik zu nutzen, kam die Band durch den Fehler eines Studiotechnikers, der ein Tonband aus Versehen verkehrt herum einlegte und es rückwärts abspielte. Die Band war zu dem Zeitpunkt im Studio und erkannte sofort ihre Chance, genau diesen Effekt bewusste einzusetzen. Darüber hinaus hat die Band bei diesem Album auch sehr intensiv mit der sogenannten Double-Tracking-Technik herumprobiert, also einem technischen Verfahren, bei dem automatisch und leicht zeitversetzt Tonspuren aufzeichnen werden können, die den Klang einfach weiter verdichten und noch intensiver klingen lassen. Außerdem werden die Beatles auf "Revolver" auch zunehmend etwas rockiger, wie man zum Beispiel auch am Eröffnungsstück "Taxman" hört, in dem sich George Harrison über die enormen Steuern aufregt, die die Band in England zahlen musste. Auf "Revolver" werden die Beatles aber nicht nur rockiger, sondern sie sind auch unglaublich vielfältig. Neben rockigen Songs gibt es auch ganz viel psychodelische Klänge, Songs mit Streichern und mit Yellow Submarine sogar ein Kinderlied, in dem Schlagzeuger Ringo Starr die Hauptstimme übernimmt. __________ Über diese Songs vom Album “Revolver” wird im Podcast gesprochen 03:25 Mins – “Taxman” 10:44 Mins – “Eleanor Rigby” 19:38 Mins – “I’m Only Sleeping” 23:00 Mins – “Yellow Submarine” 28:22 Mins – “Good Day Sunshine” 37:31 Mins – “And Your Bird Can Sing” 40:38 Mins – “Got to Get You Into My Life” 43:24 Mins – “Tomorrow Never Knows” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 06:19 Mins – “Taxman” (Live) von Tom Petty And The Heartbreakers 42:31 Mins – “Got to Get You Into My Life” von Earth, Wind and Fire __________ Shownotes: Teaser auf die Titelgeschichte des Rolling Stone im November 2022: https://www.rollingstone.de/rolling-stone-im-november-the-beatles-inhalt-2510257/ Die komplette Graphic Novel zum Album-Cover von Klaus Voormann: https://shopping.voormann.com/product/iconic/ Trailer zur 2022er Special Edition: https://www.youtube.com/watch?v=Dd5WSqOJF7M Das neue von Klaus Voormann gestaltete Video zu I’m Only Sleeping: https://www.youtube.com/watch?v=5XwXliCK19Y __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Nov 21, 202251 min

Pearl Jam – "Ten"

"Ten" ist das Debütalbum der Grungerocker von Pearl Jam. 1991 veröffentlichte die Band rund um Sänger und Gitarrist Eddie Vedder die Platte und schrieb damit Geschichte. "Ten" ist nicht nur das Debütalbum der Grunge und Alternative Rockband Pearl Jam, es ist mit mehr als 15 Millionen verkauften Einheiten auch bis heute das mit Abstand meistverkaufte Album der Band. Nirvana, Grunge und Alternative Rock der 90er Jahre Mit ihrer Platte haben Eddie Vedder und Co. 1991 einfach einen Nerv getroffen. Die junge Generation von Musikfans hatte die Nase voll von großkotzigem Stadionrock á la Van Halen, Mötley Crüe etc. Die Teenager fühlten sich abgehängt, verlassen und waren auf der Suche nach Musik mit einer Botschaft und emotionalem Tiefgang. Damit hätte das Timing von Pearl Jam nicht besser sein können. Anfang der 90er Jahre brachten neben Ihnen auch andere großartige Alben hervor, die genau wie Pearl Jam diese Bedürfnisse befriedigten. Das waren zum Beispiel Nirvana mit ihrem Album "Nevermind" oder auch R.E.M mit "Out Of Time". Das die Band Pearl Jam überhaupt zustande kam grenzt nahezu an ein Wunder. Die eigentliche Band aus der Pearl Jam erst noch entstehen sollte, saß in Seattle, während Schulabbrecher und Surffanatiker Eddie Vedder nachts an einer Tankstelle im 2.500 km entfernten San Diego jobbte. Wie diese Musiker zusammengefunden haben, was die Red Hot Chilli Peppers damit zu tun haben, wie sich die Bedeutung ihres größten Hits "Alive" im Laufe der Jahre verändert hat und was Pearl Jam an ihrem Debütalbum überhaupt nicht mögen – darüber sprechen wir im Meilensteine Podcast zu "Ten". __________ Über diese Songs vom Album “Ten” wird im Podcast gesprochen 09:25 Mins – “Once” 18:39 Mins – “Alive” 34:02 Mins – “Even Flow” 42:46 Mins – “Jeremy” 54:49 Mins – “Black” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 26:58 Mins – “Footsteps” von Pearl Jam 30:53 Mins – “Five to One” von The Doors 32:04 Mins – “Given to Fly” von Pearl Jam 32:35 Mins – “Going to California” von Led Zeppelin __________ Shownotes: Website von Studiogast Marc Hofmann: https://www.marchofman.de/ Sonderfolge zum Roman von Marcs Podcast "Pop und Pubertät – 1001 Alben": https://pop-und-podcast.podigee.io/10-neue-episode Offizieller Youtube-Kanal von Pearl Jam: https://www.youtube.com/c/pearljam/videos Artikel zur Entstehung von Pearl Jam: https://www.revolutioncomeandgone.com/articles/11/momma-son-and-the-making-of-pearl-jam.php Pearl Jam im deutschen Rolling Stone Magazin: https://www.rollingstone.de/artists/pearl-jam/ Der Gesang von Eddie Vedder in „Black“ analysiert: https://www.youtube.com/watch?v=iCZGbGsu5YY SWR1 Meilensteine Podcast zu “Nevermind” von Nirvana: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/nirvana-nevermind-104.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Nov 14, 20221h 7m

Johnny Cash – "American IV: The Man Comes Around"

Er ist eine Legende: Johnny Cash. Aber nicht nur seine frühen Alben sind musikalische Klassiker, auch die Albumreihe "American Recordings", die Johnny Cash erst mit über 60 Jahren aufgezeichnet hat, ist legendär. Vor seinem Tod hat Johnny Cash zusammen mit Produzentenlegende Rick Rubin noch seine "American Recordings" Serie aufgenommen, eine sechsteilige Albumreihe. Innerhalb von 16 Jahren wurden die sechs Alben nach und nach veröffentlicht. Bevor alle Teile der Reihe veröffentlicht werden konnten verstarb Johnny Cash. "American IV – The Man Comes Around" war der letzte Teil der Reihe, der noch zu Lebzeiten von Johnny Cash veröffentlicht wurde. Auf "American IV" gibt es neben drei eigenen Songs von Johnny Cash vor allem auch ganz viele verschiedene Coversongs von großen Künstlern. Johnny Cash gibt jedem Song dabei seine ganz eigene Seele. Egal ob der Song ursprünglich von den Beatles, Sting, den Eagles, Simon & Garfunkel oder auch Depeche Mode ist – Johnny Cash macht jeden Song zu seinem eigenen. Rick Rubin ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten amerikanischen Musikproduzenten der letzten Jahrzehnte. Für seine Arbeit für Rick Rubin 2006 und 2008 mit dem Grammy als "Bester Produzent des Jahres" ausgezeichnet. Neben Johnny Cash produzierte Rick Rubin auch viele andere Meilensteine-Alben von Bands wie U2, Metallica, Ed Sheeran, Linkin Park, Tom Petty, Adele, Rage Against The Machine und viele, viele mehr. "The Man Comes Around" ist das vierte der insgesamt sechsteiligen Albumreihe "The American Recordings". Allerdings ist es der letzte Teil der Reihe, dessen Veröffentlichung Johnny Cash selbst noch miterlebt hat. Auch bei den Aufnahmen zum vierten Teil der Reihe war Johnny Cash wohl schon klar, dass er selbst wohl nicht mehr lange Leben wird. Auf dem Album setzt er sich mit seinem Leben, seinem Vermächtnis, Religion und dem Tod auseinander. __________ Über diese Songs vom Album “American IV: The Man Comes Around” wird im Podcast gesprochen 07:53 Mins – “The Man Comes Around” 21:05 Mins – “Hurt” 35:41 Mins – “Personal Jesus” 45:21 Mins – “In My Life” 49:06 Mins – “Desperado” 55:03 Mins – “We’ll Meet Again” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 21:40 Mins – “Hurt” von Nine Inch Nails 35:03 Mins – “Personal Jesus” von Depeche Mode 41:22 Mins – “In My Life” von den Beatles 48:13 Mins – “Desperado” von den Eagles __________ Shownotes: Album-Review zu “American IV” auf allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/american-iv-the-man-comes-around-mw0000662002 Musikvideo zu “Hurt” auf Johnny Cashs Youtube-Kanal: https://www.allmusic.com/album/american-iv-the-man-comes-around-mw0000662002 Album-Review zu “American IV” im Rolling Stone: https://web.archive.org/web/20040404072203/https://www.rollingstone.com/reviews/cd/review.asp?aid=2045174&cf=358 Interview mit Trent Raznor zu “Hurt” und Johnny Cash: https://www.theninhotline.com/archives/articles/manager/display_article.php?id=11 Autobiographie von “Johnny Cash”: https://www.edelbooks.com/book/cash-die-autobiografie-klappenbroschur-978384197592/ SWR1-Meilensteine Podcast zu “Number Of The Beast” von Iron Maiden: https://www.swr.de/swr1/rp/iron-maiden-the-number-of-the-beast-100.html SWR1-Meilensteine Podcast zu “The Wall” von Pink Floyd: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-the-wall-pink-floyd-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Nov 7, 202256 min

Rage Against The Machine – "Rage Against The Machine"

Rage Against The Machine haben vor 30 Jahren den Durchbruch geschafft. Mit ihrem Crossover aus Rock, Metal, Punk, Funk und Raptexten haben sie vor allem junge Menschen begeistert. Bemerkenswert ist bei Rage Against The Machine vor allem, dass sie mit ihrer Mischung aus Rap, Rock, Metal und Funk eine musikalische Mischung kreieren, die es so vorher noch nie gegeben hat. Ab Mitte der 80er-Jahre gab es immer mal wieder kurze Kollaborationen von Rap und Rockgruppen für einzelne Songs, wie zum Beispiel die Rapper von Run DMC zusammen mit den Rockern von Aerosmith im Song "Walk This Way" oder auch die Rapper von Public Enemy, die zusammen mit der Metalband Anthrax den Song "Bring The Noise" aufgenommen haben. Dabei waren Rap und Rock gefühlt dennoch stets voneinander getrennt. Bei Rage Against The Machine Rage Against The Machine sind alle diese Elemente verschmolzen in einer Band bzw. in einer Musikrichtung: Crossover oder auch des Öfteren Rap-Metal genannt. Dabei stehen bei Rage Against The Machine auch die Texte stark im Vordergrund, die geprägt sind durch starke und radikale politische Botschaften. De la Rochas Texte bedienen sich auch stark an dem sprachlichen Duktus Aufständischer, immer wieder wird beispielsweise die erhobene Faust thematisiert, wie zum Beispiel auch im Song "Bombtrack", dem Opener des Albums. Das Rage Against The Machine überhaupt so politisch sind, liegt auch an der Sozialisierung von Sänger Zack de la Rocha und Gitarrist Tom Morello, die beide aus sehr politisch engagierten Familien kommen. Neben den politischen Texten und der Stimme von Zack de la Rocha macht auch das Gitarrenspiel den besonderen Sound von Rage Against The Machine aus. Tom Morello spielt nicht nur einfach die Saiten seiner Gitarre, sondern er kreiert Sound mit allem, was an seinem Instrument ist. Er ersetzt durch seine Effekte klassischer 80er-Jahre Synthie-Sounds und hat unter anderem auch eine Technik entwickelt, mit der er wie ein DJ auf seiner Gitarre "Scratchen" kann, ein Soundelement, dass wir vorher nur aus dem Hip Hop oder Rap kannten. Mit ihren Texten haben Rage Against The Machine in den 90ern geschafft, große Teile der Jugend wieder zu politisieren und durch ihren Sound, die Verschmelzung verschiedener Genre und ihre Spieltechniken haben sie unter anderem auch den Anstoß gegeben für ein vollkommen neues Musikgenre, dass Ende der 90er seinen Siegeszug feierte und Bands wie zum Beispiel Linkin Park und Limp Bizkit hervorbrachten: Nu Metal. Der spezielle Sound von Rage Against The Machine jedoch, ist bis heute einzigartig geblieben. __________ Über diese Songs vom Album “Rage Against The Machine” wird im Podcast gesprochen 09:49 Mins – “Bombtrack ” 26:25 Mins – “Killing In The Name” 43:35 Mins – “Bullet In The Head” 49:52 Mins – “Know Your Enemy” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 21:24 Mins – “Bulls On Parade” von Rage Against The Machine 57:07 Mins – “Walk This Way” von Run DMC und Aerosmith 57:59 Mins – “Bring The Noise” von Public Enemy und Anthrax __________ Shownotes: Kurzdokumentation über Rage Against The Machine: https://www.youtube.com/watch?v=7FnUUwtsu3M Interview mit Tom Morello: https://www.youtube.com/watch?v=cLZ0OTtPimI Tom Morello erklärt sein Equipment: https://www.youtube.com/watch?v=WpY4IIy6b98 SWR1-Meilensteine zu “Nevermind” von Nirvana: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/nirvana-nevermind-104.html SWR1-Meilensteine zu “OK Computer” von Radiohead: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-radiohead-ok-computer-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Oct 31, 20221h 1m

Shania Twain – "Come On Over"

Mit ihrem dritten Studioalbum "Come On Over" schreibt Shania Twain Geschichte. Nicht nur, weil sie das Album in zwei verschiedenen Versionen rausbringt, sondern weil es sich so gut verkauft, dass Shania Twain damit ins Guinnessbuch der Rekorde kommt. Das ist natürlich nicht die einzige Besonderheit des Albums. Die Platte gibt es nämlich in zwei unterschiedlichen Versionen. Die erste Version von "Come On Over" kam im November 1997 raus und war eher ein klassisches Country Album. Da Country aber vor allem in den USA beheimatet ist, dachte man sich, es braucht noch eine Version des Albums für den Rest der Welt, also arbeitete man an etwas poppigeren Varianten der Songs und brachte das Album 1999 noch mal raus, als "International Version" und mit der erreichte Shania Twain dann auch den Rest der Welt. Und so locker und charmant sind Shania Twain in ihren Songs gibt, so entspannt und bodenständig ist sie auch in der Realität. SWR1-Musikredakteur Stephan Fahrig hat Shania Twain vor einigen Jahren für ein Interview in Hamburg getroffen und beschreibt die kanadische Sängerin so: "Im Interview war sie sehr aufmerksam, sehr freundlich, nett, aufgeschlossen [...], also sie war offen eigentlich für alles. Sie ist und war [...] ein sehr angenehmer Rockstar ohne Allüren." Geschrieben hat Shania Twain das Album gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann John "Mutt" Lange, der als Produzent schon mit Stars wie Bryan Adams oder auch Billy Ocean zusammengearbeitet hat. Die beiden haben so intensiv zusammen an dem Album gearbeitet, dass es eigentlich schon fast kein Solo Album mehr von Shania Twain ist, sondern eigentlich vom Duo Twain/Lange gesprochen werden müsste. Warum die beiden für ihre Zusammenarbeit stark kritisiert worden sind, und welche Stars noch so an dem Album mitgewirkt haben, das hört ihr in unserer Podcastfolge zu Shania Twains Rekordalbum "Come On Over". __________ Über diese Songs vom Album “Come On Over” wird im Podcast gesprochen 09:33 Mins – “Rock This Country” 16:36 Mins – “You’re Still The One” 19:34 Mins – “Man! I Feel Like a Woman” 31:39 Mins – “That Don’t Impress Me Much” 41:50 Mins – “Come On Over” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 22:41 Mins – “Spirit In The Sky” von Norman Greenbaum 28:03 Mins – “Addicted to Love” von Robert Palmer __________ Shownotes: Review zu “Come On Over” bei Allmusic: https://www.allmusic.com/album/come-on-over-mw0000029634 Albumreview im Rolling Stone: http://www.rollingstone.com/artists/shaniatwain/albums/album/124004/review/6067853/come_on_over Youtube-Kanal von Shania Twain: https://www.youtube.com/channel/UCadSacAVwG-QH6tWzjrmjxA Artikel im Stern über Shania Twain und ihr Leben: https://www.stern.de/lifestyle/leute/shania-twain-tiefpunkt--ihr-mann-betrog-sie-mit-der-besten-freundin-32584022.html Dokumentation über Shania Twain bei Netflix: https://www.netflix.com/de/title/81562530__________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Oct 24, 202249 min

Meat Loaf – "Bat Out Of Hell"

"Bat Out Of Hell" ist nicht nur das Solodebüt von Sänger und Schauspieler Meat Loaf, es ist auch das erfolgreichste Album des Künstlers. Über 40 Millionen Mal wurde das Album bis heute verkauft. __________ Über diese Songs vom Album “Bat Out of Hell” wird im Podcast gesprochen 04:10 Mins – “Bat Out of Hell” 10:18 Mins – “You Took The Words Right Out of My Mouth” 16:45 Mins – “Two Out of Three Ain’t Bad” 21:29 Mins – “For Crying Out Loud” 22:42 Mins – “Paradise By The Dashboard Light” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 06:50 Mins – “Thunder Road” von Bruce Springsteen 08:59 Mins – “Jungleland” von Bruce Springsteen 20:00 Mins – “Das Rheingold” von Richard Wagner (Der Ring der Nibelungen) 20:30 Mins – “Walkürenritt” von Richard Wagner (Der Ring der Nibelungen) 21:25 Mins – “Siegfrieds Trauermarsch” von Richard Wagner (Der Ring der Nibelungen) __________ Shownotes: Review bei Allmusic.com: https://www.allmusic.com/album/mw0000194850 Infos zu Jim Steinman’s Musical „Neverland“: https://jimsteinman.com/neverlnd.htm Die Story zum Album von Jim Steinman: https://jimsteinman.com/00classicr2.htm Youtube-Kanal von Meat Loaf: https://www.youtube.com/channel/UC5WUnL-oKyIHd2zD58a5knw Ein Nachruf aus dem Rolling Stone: https://www.rollingstone.de/meat-loaf-nachruf-2403365/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Oct 17, 202230 min

R.E.M. – "Automatic for the People"

Mit "Automatic for the People" haben Michael Stipe und R.E.M. 1992 versucht, an den unglaublichen Erfolg ihres Vorgängeralbums "Out Of Time" anzuknüpfen. "Automatic for the People" hat sich zwar nicht ganz so gut verkauft wie ihr Durchbruchsalbum, wurde aber dennoch mit Gold- und Platinauszeichnungen überschüttet und hat den Stand der Band – auch international – gefestigt. Beeindruckend ist dabei vor allem, dass "Automatic for the People" nur ein Jahr nach "Out Of Time" rauskam, auf dem die Band einen ziemlichen Stilbruch vollzogen hatte. Von einer Alternative Rockband zu einer eher poppigen Band. Mit "Automatic for the People" sollte dann der Kurs ein bisschen Richtung Ursprung und Alternative Rock wieder korrigiert werden – so der Plan der Band. Aber wie so oft bei R.E.M. hatte das Album seine eigene Dynamik entwickelt und es wurde ein großartiges Album, aber keine Rockplatte. Thematisch gesehen ist "Automatic for the People" deutlich düsterer als der Vorgänger. Während "Out Of Time" noch Songs wie "Shiny Happy People" hatte, geht’s auf dem neuen Album eher um harte und finstere Themen, wie zum Beispiel den Tod. Klanglich jedoch haben R.E.M. es geschafft, hier ein Album zu machen, das wirklich zeitlos klingt. Was Kurt Cobain, ein Nachtwächter, Nirvana und 56 "Yeahs" mit dem Album zu tun haben, das erfahren Sie in unserem Podcast. __________ Über diese Songs vom Album "Automatic for the People" wird im Podcast gesprochen 06:17 Mins – "Drive" 11:21 Mins – "The Sidewinder Sleeps Tonide" 16:48 Mins – "Everybody Hurts" 20:47 Mins – "Man On The Moon" 23:25 Mins – "Nightswimming" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 07:31 Mins – "Rock On" von David Essex 11:58 Mins – "The Lion Sleeps Tonight" von The Tokens 22:00 Mins – "Lithium" von Nirvana __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Oct 7, 202225 min

INXS – "Kick"

Das sechste Studioalbum von INXS "Kick" erschien im Oktober 1987 und verhalf der Band zu internationaler Popularität. Weltweit wurde die Platte 20 Millionen mal verkauft. 1977 startet die Band zunächst mit dem Namen "Farriss Brothers", ab 1979 nennen sie sich INXS. In Australien gelten sie als ausgezeichnete Live-Band, spielen in sogenannten Pub Gigs in Kneipen. 1982 schaffen sie es mit der Single "The One Thing" dank MTV in die US-Top 30 und spielen als Vorband von Queen. Mit "Kick" hatten sich INXS vorgenommen, international durchzustarten mit einer Mischung aus Rock, Funk und Soul und einem Album, auf dem jeder Song eine Hitsingle hätte sein können - am Ende waren es fünf an der Zahl - der größte Hit, "Need You Tonight" erreichte in den USA Platz 1 der Single-Charts. Dabei weigert sich das Plattenlabel Atlantic Records zunächst, die Platte, die in Sydney und Paris aufgenommen wird, zu veröffentlichen. Erst eine erfolgreiche Collegeradio-Tour führt dazu, dass die Platte schließlich doch erscheint. Ein Erfolsgeheimnis von INXS ist, dass sie Funk mit Rock verweben und so einen treibenden Groove generieren. Dabei nutzen sie alle zur Verfügung stehenden musikalischen Mittel: Exzessiven Drum Computer, Schlagzeug, dominante E-Gitarren, Saxophon. Typisches Stilmittel im Sound dieses INXS-Albums sind die Spannung erzeugenden Pausen, wie besonders in "Need You Tonight" und "Never Tear Us Apart". Texten und Komponieren funktionieren beim Album "Kick" kongenial: Musikalisches Mastermind war Andrew Farriss, Michael Hutchence dagegen konnte singen und texten. Für das Album haben die Brüder erstmals Musik und Texte alleine produziert, ohne die Hilfe des Labels oder anderer Autoren. Warum dieses Album so bedeutend war, worin die Raffinessen in der Komposition bestehen und viele andere Hintergründe zu "Kick" – darüber sprechen wir in dieser Folge des SWR1 Meilensteine Podcasts. __________ Über diese Songs vom Album "Kick" wird im Podcast gesprochen 09:40 Mins – "Guns In The Sky" 15:13 Mins – "New Sensation" 29:54 Mins – "Devil Inside" 37:30 Mins – "Never Tear Us Apart" 48:00 Mins – "Never Tear Us Apart" (Soul-Version) 54:06 Mins – "See You Tonight" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 12:37 Mins – "Housequake" von Prince 49:25 Mins – "I Put A Spell On You" von Screamin Jay Hawkins 50:58 Mins – "The Show Must Go On" von Queen __________ Links zum Podcast: 10 Dinge, die man über INXS nicht weiß: https://www.rollingstone.com/feature/inxs-kick-10-things-you-didnt-know-127082/Die offizielle utobiographie: https://archive.org/details/inxsstorytostory00inxsClassic Rock Review zum 30sten: https://classicrock.net/review-inxs-kick-30-limited-deluxe-edition/Rolling Stone Review zum 30sten: https://www.rollingstone.de/reviews/inxs-kick-30/YouTube Channel von INXS: https://www.youtube.com/channel/UCAldEKRD6LXGd8FAXI6Oo3w__________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Sep 30, 20221h 7m

The Verve – "Urban Hymns"

Die Band The Verve unter der Leitung von Richard Ashcroft zählt zu einer der wichtigsten Bands des Britpop. Auf dem Album "Urban Hymns" ist auch ihr bekanntester Song "Bitter Sweet Symphony", der auch als Titelsong des Teenie Dramas "Eiskalte Engel" bekannt wurde. In seiner Funktion als Titelsong zu dem oben genannten Teenie-Drama wurde der Song und Albumopener "Bitter Sweet Symphony" ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums auch noch für zwei Grammys nominiert. Chris Martin von Coldplay ist großer The Verve Fan und bezeichnete den Song "Bitter Sweet Symphony" als einen der besten Songs, die jemals geschrieben worden sind. Dabei ist die Geschichte hinter dem Song wirklich kompliziert – nicht musikalisch, sondern rechtlich. Richard Ashcroft und The Verve sollen sich dafür bei den Rolling Stones "bedient" haben und mussten die Rechte an dem Song an Mick Jagger und Keith Richards abtreten. Erst im Jahr 2019 bekamen The Verve die Rechte am Song zurück. Damit geht auch einher, dass der Erfolg des Songs "Bitter Sweet Symphony" offiziell nicht the Verve zugeschrieben wird. Nichtsdestotrotz ist "Urban Hymns" – das eigentlich nach dem großen Hype des Britpop entstand – das erfolgreichste Album der Band. Unter den Fans der Platte gibt es neben oben erwähntem Chris Martin auch noch andere prominente Musiker: Bono von U2 wünschte sich zum Beispiel den Song "Lucky Man" selbst geschrieben zu haben. Dabei gab es bei der Albumproduktion diverse Schwierigkeiten. Gitarrist Nick McCabe hatte die Band verlassen und wurde bereits vor der Albumproduktion durch Simon Tong ersetzt. Während der Produktion zu "Urban Hymns" stellte die Band fest, dass es mit dem neuen Gitarristen irgendwie nicht wirklich klappen wollte. Darum kam Nick McCabe wieder zurück zur Band. Und gemeinsam als Band schaffen sie nicht nur ein großartiges Album mit Song-Schwergewichten wie "Lucky Man", "The Drugs Don't Work" und "Bitter Sweet Symphony", sie bringen damit auch die Ära des Britpop zu einem würdigen Ende. Wie sie das schaffen, hört ihr in dieser Folge des Meilensteine-Podcasts zu "Urban Hymns". Im Podcast zeigt sich SWR1-Redakteur Thomas Ibrahim nicht wirklich zufrieden mit der Entscheidung der Zusammenstellung und Reihenfolge der Titel auf dem Album. Hier haben wir euch das Album nochmal so zusammengestellt, wie Thomas es für sinnvoller halten würde: Bitter Sweet Symphony (05:58) Weeping Willow[1] (04:49) Catching the Butterfly (06:26) Rolling People (07:01) Space and Time (05:36) The Drugs Don’t Work (05:05) Sonnet (04:21) One Day (05:03) Lucky Man (04:53) Die folgenden Songs würde Thomas Ibrahim komplett vom Album werfen, da sie für ihn persönlich nicht mehr als sogenannte "Filler" sind, also Songs die nicht mehr sind als Füllmaterial: Neon Wilderness (02:37) This Time (03:50) Velvet Morning (04:57) Come On (07:35) Deep Freeze (Hidden Track – 02:14)__________ Über diese Songs vom Album “Urban Hymns” wird im Podcast gesprochen 13:33 Mins – “Bitter Sweet Symphony” 33:41 Mins – “Sonnet” 41:19 Mins – “The Drug’s Don’t Work” 50:18 Mins – “The Rolling People” 55:51 Mins – “Lucky Man” 01:02:30 Mins – “Come On” 01:05:40 Mins – “Deep Freeze” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 18:35 Mins – “The Last Time” von den Rolling Stones 19:34 Mins – “The Last Time” von The Andrew Oldham Orchestra 37:18 Mins – “True” von Spandau Ballett 45:11 Mins – “The Drugs Don’t Work” von Ben Harper 51:25 Mins – “If 6 Was 9” von Jimi Hendrix __________ Links zum Podcast: Rolling-Stone-Artikel über Richard Ashcroft und The Verve: https://www.rollingstone.com/music/music-features/the-verve-richard-ashcrofts-bittersweet-triumph-241277/Interview mit Nick McCabe: https://web.archive.org/web/20110710211338/http://www.excellentonline.com/story/nick-mccabe-interview-733Album Review zu “Urban Hymns”: https://www.spiegel.de/kultur/musik/cd-kritik-the-verve-urban-hymns-a-22884.htmlMeilensteine Podcast zu “Aja” von Steely Dan: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-steely-dan-aja-45-jubilaeum-100.htmlMeilensteine Podcast zu “OK Computer” von Radiohead: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-radiohead-ok-computer-100.html__________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Sep 26, 20221h 9m

Dire Straits – "Love Over Gold"

"Love Over Gold" ist das vierte Studio Album der Dire Straits. Das Album erlangte weltweit zwölf Mal Platinstatus und wurde knapp drei Millionen Mal verkauft! In Deutschland war Anfang der 80er die Neue Deutsche Welle auf ihrem Höhepunkt. Darüber hinaus wollte die (Musik)welt Anfang der 80er Jahre vor allem radiotauglichen, kurzweiligen Synthiepop von Yazoo, Euryhthmics und Co. Die Dire Straits und Mark Knopfler hingegen machten mit ihrer Musik quasi das komplette Gegenteil davon. Auf ihrem vierten Album "Love Over Gold" feiert die Band große Rocknummern in Überlänge. Alleine der Opener des Albums "Telegraph Road" nimmt sich über 14 Minuten Zeit um sich in epischer Länge auszubreiten. Die Dire Straits haben sich bis zu ihrem vierten Album "Love Over Gold" stetig weiterentwickelt – nicht nur musikalisch. Sie haben es tatsächlich auch geschafft, dass jedes Album noch erfolgreicher wurde als der Vorgänger. So wurden Mark Knopfler und Co. vom Geheimtipp immer mehr zu einer festen Größe im Rockgeschäft. Und mit dem nächsten Album "Brothers In Arms" aus dem Jahr 1985 erreichte die Band dann endgültig Legendenstatus. Die Band hatte es aber nicht nur geschafft sich international durch- und festzusetzen, sondern sie waren auch im Umbruch. Mark Knopflers Bruder David Knopfler – ebenfalls Gitarrist bei den Dire Straits – war schon seit längerer Zeit unzufrieden damit, dass sein Bruder ausschließlich im Rampenlicht stand und verließ die Band. Anstatt einen neuen Gitarristen als Ersatz für David Knopfler zu finden, wurde ein Keyboarder in die Band geholt, was selbstverständlich den Sound der Band veränderte. Warum dieses Album für die Entwicklung der Dire Straits so wichtig war, was Tina Turner mit dem Album zu tun hat und noch viele andere Hintergründe zu "Love Over Gold" – darüber sprechen wir in dieser Folge des SWR1 Meilensteine Podcasts. __________ Über diese Songs vom Album “Love Over Gold” wird im Podcast gesprochen 06:12 Mins – “Telegraph Road” 24:31 Mins – “Private Investigations” 36:16 Mins – “Industrial Disease” 44:55 Mins – ”Love Over Gold” 48:35 Mins – “It Never Rains” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 21:40 Mins – “Jungleland” von Bruce Springsteen 33:09 Mins – “Private Dancer” von Tina Turner 39:22 Mins – “Wah Wah” von George Harrison __________ Links zum Podcast: “Love Over Gold” Review bei Allmusic: https://www.allmusic.com/album/mw0000189679Infos zu “Love Over Gold” auf Mark Knopflers Homepage: https://www.markknopfler.com/discography/love-over-gold/“Love Over Gold” Review von David Fricke im Rolling Stone: https://www.rollingstone.com/music/music-album-reviews/love-over-gold-252877/Video zu Private Investigations beim offiziellen YouTube Kanal von Mark Knopfler: https://www.youtube.com/watch?v=P9K27HvhDxAInterview mit Mark Knopfler bei Classic Rock: https://classicrock.net/dire-straits-mark-knopfler-interview/2/SWR1 Meilenstein Podcast zu “All Things Must Pass”: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/george-harrison-all-things-must-pass-102.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Sep 19, 202253 min

Steely Dan – "Aja"

"Aja" ist nicht nur das sechste Studioalbum von Steely Dan, es ist auch ihr meistverkauftes Album überhaupt und eines der ersten Alben, die jemals Platinstatus erreicht haben. Bevor es die Band Steely Dan überhaupt gab, haben Walter Becker und Donald Fagen, die sich am College kennenlernten, schon für andere Musiker Songs geschrieben. Als Songwriter arbeiteten sie bei einer Plattenfirma und zogen für ihre Arbeit aus ihrer Heimat New York nach Los Angeles, vermissten aber stets ihre Heimat New York, was sie auch in einigen ihrer Songs thematisieren. Weil es den beiden aber nicht mehr ausreicht für andere Künstler Songs zu schreiben, bewerben sie sich 1971 auf eine Zeitungsanzeige bei einer Band und Steely Dan wird gegründet. Nach einigen Jahren Bandgeschichte und einigen Konzerten wurde das Bandprojekt Steely Dan ab 1975 nur noch von Walter Becker und Donald Fagen fortgeführt. Für ihr sechstes Studioalbum "Aja", hatten die beiden Masterminds Walter Becker und Donald Fagen vom Label ein sehr hohes Budget bewilligt bekommen, das die beiden auch ausnutzten. Mit dem Geld holten Steely Dan sich diverse Studio-Musiker-Legenden dazu, um das Album einzuspielen und auch zu produzieren. Darunter waren auch gleich mehrere Schlagzeuger wie zum Beispiel auch Steve Gadd, der schon mit Künstlern wie Paul McCartney, Ringo Starr, Peter Gabriel von Genesis oder auch Simon and Garfunkel zusammengearbeitet hatte. Auch Timothy B. Schmit, der später Teil der Eagles wurde, war bei den Aufnahmen mit dabei. Das besondere an der Musik und den Texten von Steely Dan ist die Mischung aus Rock, Pop, Blues, Funk und auch Jazz. In ihren Liedern erschaffen die beiden Songwriter ganze Welten, bzw. Filmszenen und erzählen Geschichten, in die man quasi eintauchen kann. Auf dem Album "Aja" gibt es zum Beispiel die Geschichte des namenlosen Verlierers im Song "Deacon Blues" oder auch die Geschichte des Models "Peg" aus dem gleichnamigen Song. In den Songs auf "Aja" haben Walter Becker und Donald Fagen stets nach dem bestimmten Momentum im Song gesucht, dass sie versucht haben mit der Vielzahl an Studiomusikern, die sie dafür engagiert haben zu erzeugen. Im Podcast sprechen wir über die Hintergründe und den Weg, wie sie genau das geschafft haben. __________ Über diese Songs vom Album “Aja” wird im Podcast gesprochen 07:12 Mins – “Black Cow” 23:05: Mins – “Aja” 42:25 Mins – “Home At Last” 45:59 Mins – “Deacon Blues” 56:59 Mins – “Peg” 1:11:46 Mins – “Josie” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 1:10:27 Mins – “Rikki Don’t Lose That Number” von Steely Dan 1:10:58 Mins – “Reeling In The Years” von Steely Dan __________ Links zum Podcast: Artikel zum 40sten Jubiläum (Engl.): https://www.spin.com/2017/09/steely-dan-aja-40-year-anniversary-essay/ Review bei Allmusic (Engl.): https://www.allmusic.com/album/mw0000191964 Rolling Stone Review zu “Aja”: http://www.rollingstone.com/artists/steelydan/albums/album/214470/rid/6067722/ Essay zur Aufnahme in die National Recording Registry (Engl): https://www.loc.gov/static/programs/national-recording-preservation-board/documents/aja--FINAL.pdf Steely Dan Dictionary (Engl.): http://steelydandictionary.com/ Ausschnitt aus der “Classic Albums”-Folge zu “Aja” auf dem Kanal von Classic Albums mit Link zum Stream: https://www.loc.gov/static/programs/national-recording-preservation-board/documents/aja--FINAL.pdf __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Sep 5, 20221h 19m

Herbert Grönemeyer – "Mensch"

Vor 20 Jahren kam "Mensch" von Herbert Grönemeyer raus. Bis heute ist es das meistverkaufte Album von Herbert Grönemeyer und dazu hat es eine persönliche, bewegende Geschichte. Das Album "Mensch" von Herbert Grönemeyer ist nach Verkaufszahlen nicht nur sein erfolgreichstes Album, sondern in Deutschland auch das zweitmeistverkaufte Album aller Zeiten nach dem Soundtrack zum Film "Dirty Dancing" und damit gleichzeitig auch das erfolgreichste deutschsprachige Album. Das Album "Mensch" ist aber nicht nur das erfolgreichste Album von Herbert Grönemeyer, sondern für ihn persönlich auch eines der wichtigsten. Es ist das erste Album, das nach dem Tod seiner Frau Anna und seinem Bruder Wilhelm entstanden ist. Für Grönemeyer selbst ist das Album eine Art Trauerbewältigung. Trauer ist auch ein zentrales Thema des Albums. "Ich hatte nach den Schicksalsschlägen im November 1998 vor allem Angst, ich verliere den zweiten Schatz, den ich in mir trage, Musik zu machen. Diese Platte überhaupt fertiggestellt zu haben, ist für mich deshalb ein Anlass zu enormer Zufriedenheit", sagte Herbert Grönemeyer damals im Interview mit dem WDR. Mit dem Leitthema Trauer ist das Album "Mensch" sicherlich kein emotionales Leichtgewicht. Auch wer die Hintergrundgeschichte zum Album nicht kennt und die Platte ganz unvoreingenommen hört, bekommt mit, was hier los ist. __________ Über diese Songs vom Album “Mensch” wird im Podcast gesprochen 01:59 Mins – “Mensch” 05:50 Mins – “Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht” 09:13 Mins – “Neuland” 12:26 Mins – “Der Weg” 16:17 Mins – “Blick zurück” 19:26 Mins – “Demo (Letzter Tag)” __________ Links zum Podcast: “Zu Mensch” – das neue Buch zum Album von Arezu Weitholz: https://zumensch.de/ NDR Kulturjournal Beitrag zum Buch “Zu Mensch”: https://www.ardmediathek.de/video/kulturjournal/mensch-von-groenemeyer-buch-ueber-die-entstehung-des-albums/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9hMjJmODk0NC0wYTRmLTQ5OWQtYTdjZS1hZDIzYjEyYWYxMDQ Album Review zu “Mensch” auf Laut.de: https://www.laut.de/Herbert-Groenemeyer/Alben/Mensch-408 Youtube-Kanal von Herbert Grönemeyer: https://www.youtube.com/channel/UCOL8m55QWAmJ2TPySPAxpnw Interview mit Herbert Grönemeyer (2002): https://www.stern.de/kultur/musik/herbert-groenemeyer--man-ist-mensch-und-macht-vieles-falsch--3637938.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Aug 29, 202222 min

Coldplay – "A Rush Of Blood To The Head"

Im August 2002 brachten Chris Martin und seine Band Coldplay ihr zweites Album "A Rush Of Blood To The Head" raus. Bis heute ist der Nachfolger des Debüts "Parachutes" die am besten verkaufte Platte der britischen Band. Das zweite Album ist häufig das schwierigste für eine Band. An den Erfolg des Debüts anzuknüpfen, sich dabei weiterzuentwickeln, aber bloß nicht zu viel, sonst sind die gewonnenen Fans des ersten Albums schnell wieder weg. Chris Martin und Coldplay ist diese Mammutaufgabe nicht nur gelungen, sondern sie haben sie sozusagen mit Bravour und Fleißsternchen bestanden. Mehr als 13 Millionen Mal wurde ihr Album "A Rush Of Blood To The Head" inzwischen verkauft und ist damit von allen neun bisher veröffentlichten Platten die erfolgreichste. Aber nicht nur die Plattenverkäufe belegen, wie gut "A Rush Of Blood To The Head" geworden ist, neben Grammy- und BRIT-Award-Auszeichnungen war auch die Fachpresse voll des Lobes für das Album. Alexis Petridis von der Zeitung The Guardian schrieb damals, dass die "neue Sicherheit der Band überall zu spüren ist [...] die Schüchternheit von Parachutes ist nirgends zu finden". Er schlussfolgert: "Es klingt wie ein Album, das bereit ist, es mit der Welt aufzunehmen – und zu gewinnen". Aber was genau ist es, das Coldplay auf ihrem Album "A Rush Of Blood To The Head" so gut gemacht haben? Ist es die Produktion oder vielleicht das Songwriting? Sind die Songs einfach einfach, oder verbirgt sich dahinter ein ausgeklügeltes und komplexes Rezept, dass es zu entschlüsseln gilt? Oder haben sich Chris Martin und Coldplay vielleicht einfach gut inspirieren lassen von musikalischen Helden wie John, Paul, George und Ringo, also den Beatles? __________ Über diese Songs vom Album “A Rush Of Blood To The Head” wird im Podcast gesprochen: 07:49 Mins – “Politik” 15:53 Mins – “In My Place” 27:00 Mins – “God Put A Smile Upon Your Face” 32:29 Mins – “The Scientist” 36:39 Mins – “Daylight” 40:19 Mins – “Clocks” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 16:48 Mins – “When The Levee Breaks” von Led Zeppelin 34:10 Mins – “Isn’t It A Pity” von George Harrison 34:52 Mins – “Don’t Look Back in Anger” von Oasis 36:39 Mins – “Tomorrow Never Knows” von The Beatles __________ Links zum Podcast: Youtube-Kanal von Coldplay: https://www.youtube.com/channel/UCDPM_n1atn2ijUwHd0NNRQw Offizielle Website von Coldplay: https://www.coldplay.com/ Album Review von Alexis Petridis in "The Guardian": https://www.theguardian.com/music/2002/aug/16/popandrock.artsfeatures Album Review von Rob Sheffield im "Rolling Stone": https://www.rollingstone.com/music/music-album-reviews/a-rush-of-blood-to-the-head-248215/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Aug 22, 202255 min

Yazoo – "Upstairs At Eric's"

Eigentlich waren sie nur Schulkameraden, doch dann wurde aus dem Ex-Keyboarder von Depeche Mode und Sängerin Alison Moyet das legendäre Synth-Pop-Duo Yazoo. Aber wie kam es zu dieser Verbindung? 1981 suchte Sängerin Alison Moyet über die Zeitschrift Melody Maker neue Musiker, um eine Band zu gründen. Zur gleichen Zeit stieg ihr alter Schulfreund Vince Clarke als Keyboarder bei der Band Depeche Mode aus und suchte ebenfalls über eine Zeitungsanzeige nach neuen Musikern. Und so finden beide, die in ganz England nach neuen Musikern suchten, ausgerechnet in ihrem kleinen Heimatort Basildon ihr musikalisches Gegenstück. Es stellt sich raus, dass Moyet und Clarke sogar auf die gleiche Schule gegangen sind. Dort gab es aber noch keine musikalische Verbindung, weil Moyet eher in der Punkszene unterwegs war und Clarke eher in der elektronischen Musik. Und Yazoo gründeten sich genau zur richtigen Zeit. Soundtüftler und ausdrucksstarke weibliche Stimmen in Kombination waren Anfang der 80er Jahre richtig gefragt. Nur ein Jahr vor Yazoo gründeten sich die Eurythmics und ein paar Jahre später kam dann noch Roxette dazu. Einer der bekanntesten Songs ihres Debütalbums und auch die erste Singleauskopplung war Titel "Only You", der nur ein Jahr nach der Veröffentlichung von der Band The Flying Pickets gecovert wurde und damit Platz 1 der britischen Singlecharts erreichte. __________ Über diese Songs vom Album “Upstairs At Eric’s” wird im Podcast gesprochen 09:51 Mins – “Don’t Go” 16:43 Mins – “Only You” 29:43 Mins – “I Before E Except After C” 35:58 Mins – “Goodbye Seventies” 41:45 Mins – “Situation” 42:12 Mins – “Tuesday” __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen 22:38 Mins – “Sound Of Silence” von Simon and Garfunkel 25:14 Mins – “Only You” von The Flying Pickets __________ Links zum Podcast: Youtube-Kanal von Yazoo: https://www.youtube.com/channel/UCoWPcbkqIWosJZk6Netpibg Offizielle Website von Yazoo: https://yazooinfo.com/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an: [email protected]

Aug 15, 202248 min