
Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
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David Bowie – "Young Americans"
Mit seinem neunten Album "Young Americans" verließ David Bowie die Glam-Rock-Ära und wandte sich dem Soul zu. Der gleichnamige Titelsong machte ihn endlich auch in den USA zum Star. David Bowie galt als Meister der Verwandlung und wird oft das "Chamäleon der Popmusik" genannt. Doch SWR1 Meilensteine-Host Frank König widerspricht: Bowie war das Gegenteil eines Chamäleons. Er wollte nicht mit seiner Umwelt verschmelzen, sondern herausstechen. Mit "Young Americans" beweist er genau das und erfand sich noch einmal neu. Es entstand ein Album mit afroamerikanischen Soul- und Funkeinflüssen. Den Stil betitelte Bowie als "Plastic Soul", eine selbstironische Anspielung darauf, dass er als weißer Brite zwar Soul spielte, aber niemals völlig authentisch sein konnte. Anfang der 1970er Jahre entdeckte David Bowie seine Leidenschaft für Soulmusik. 1972 lernte er die Sängerin Ava Cherry kennen, die ihn 1974 in die legendären Sigma Sound Studios in Philadelphia begleitete. Dort nahmen sie gemeinsam den Song "Sweet Thing" auf. Die Sigma Sound Studios, Heimat des Philadelphia Soul, boten die perfekte Kulisse für die Aufnahmen des Albums "Young Americans", die im August 1974 begannen. Neben Ava Cherry als Backgroundsängerin begleiteten Bowie auch Funk-Gitarrist Carlos Alomar, sowie der damals noch unbekannte Luther Vandross, der später als R&B-Star berühmt wurde. Gleichzeitig befand sich David Bowie zum Zeitpunkt der Aufnahmen in seiner schlimmsten Lebensphase. Er kämpfte mit seiner Drogensucht und war dementsprechend in keiner guten körperlichen Verfassung. Trotz seines Zustands war "Young Americans" innerhalb von zwei Wochen fertig aufgenommen. __________ Über diese Songs vom Album "Young Americans" wird im Podcast gesprochen: (16:30) – "Young Americans"(25:13) – "Across The Universe"(28:52) – "Fame"(37:17) – "Fascination"(52:32) – "Right"(57:53) – "Somebody Up There Likes Me" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge: https://1.ard.de/david-bowie-young-americans __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Tears for Fears – "Songs From The Big Chair"
Am 25. Februar 1985 haben Tears for Fears ihr zweites Album "Songs From The Big Chair" veröffentlicht, auf dem mit "Shout" oder "Everybody Wants To Rule The World" große Hits sind. Schon mit ihrem Debütalbum "The Hurting" haben Tears for Fears Anfang der 80er-Jahre die Charts erobert und es in ihrer britischen Heimat bis auf Platz 1 geschafft. Mit "Songs From The Big Chair" haben es Roland Orzabal und Curt Smith dann auch bei uns in Deutschland an die Spitze der Charts geschafft. Mit "Shout", "Everybody Wants To Rule The World" und "Head Over Heels" sind auch einige ihrer größten Hits auf dem Album "Songs From The Big Chair". Mit solchen Songs und über neun Millionen verkauften Einheiten, höchsten Chartplatzierungen, da ist unser persönliches Meilenstein-Siegel keine Überraschung. Natürlich sind reine Verkaufszahlen für uns kein Grund, über ein Album zu sprechen, aber diese sagenhafte Platte hat unglaublich viel zu bieten, allem voran natürlich zeigt sie, wie Tears for Fears sich auch musikalisch weiterentwickelt haben nach ihrem Debüt "The Hurting". Für SWR1 Moderator und Redakteur Dave Jörg ist die glasklar, warum die Platte ein absoluter Meilenstein ist: "Es ist eines der einflussreichsten Pop- und Synth-Pop-Alben der 80er und hat ein grandioses Songwriting, tolle Musiker, eine Hammerproduktion, einen brachialen Sound – der auch heute immer noch frisch, knackig und fett klingt." __________ Über diese Songs vom Album "Songs From The Big Chair" wird im Podcast gesprochen (11:15) – "Shout"(27:26) – "Everybody Wants To Rule The World"(34:59) – "Mothers Talk"(46:23) – "I Believe"(51:03) – "Head Over Heels"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge: https://1.ard.de/tears-for-fears-songs-from-the-big-chair-podcast __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Tocotronic – "Digital ist besser"
Mit ihrem Album "Digital ist besser" hat die Hamburger Band Tocotronic 1995 ihr Debütalbum herausgebracht. Ein Album, mit dem die Band auf Anhieb aufmerksam auf sich gemacht hat. SWR1 Meilensteine Host Frank König bezeichnet "Digital ist besser" von Tocotronic als eine Mischung aus "grungig, punkig, wütend und sehnsüchtig". Wie auch immer man "Digital ist besser" nun beschreiben möchte – es ist auf jeden Fall anders. Mit der Platte bereichern Tocotronic die deutsche Musik- und vor allem Indie-Musiklandschaft. Und sie ecken mit scharfsinnigen und sehr lyrischen Texten an, die im Kontrast zu ihrem rohen, ungeschliffenen und kantigen Sound stehen. Als besonderer Gast im Meilensteine Podcast zum Album "Digital ist besser" ist Carol von Rautenkranz. Er hat das Plattenlabel "L’Age D’Or" gegründet und auch das Debütalbum von Tocotronic mitproduziert. In den Jahren davor hat er viele Konzerte und Festivals in und um Hamburg veranstaltet, vorwiegend mit jungen deutschen Bands. Hier macht Carol von Rautenkranz selbst im Podcast auch die "Keimzelle" der sogenannten "Hamburger Schule" aus. Mit der Musik der Hamburger Schule hat die deutsche Musiklandschaft nach dem Ende der Neuen Deutschen Welle eine ganz neue Welt betreten und geschaffen, von der auch heute noch viele Musiker und Fans zehren und die viele Künstler inspiriert hat. Was das Vermächtnis und den Einfluss von Tocotronic und ihrem Debütalbum "Digital ist besser" angeht, da hat SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig einen besonderen Gedanken zu: "Es ist das Aufzeigen: Leute, man kann mit deutscher Sprache Texte schreiben, mit denen ihr euch identifizieren könnt." __________ Über dieses Songs vom Album "Digital ist besser" wird im Podcast gesprochen (11:39) – "Freiburg"(20:10) – "Drüben auf dem Hügel"(24:23) – "Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk"(31:50) – "Hamburg rockt"(39:30) – "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge: https://1.ard.de/tocotronic-digital-ist-besser-pdc __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

The Smiths – "Meat Is Murder"
Mit ihrem zweiten Album "Meat Is Murder" liefern The Smiths 1985 das Album für ihren Durchbruch ab und stellen sich soundtechnisch gegen alles, was gerade angesagt war. "Meat Is Murder" sollte der Grundstein für zwei legendäre Musikrichtungen werden: Indie-Rock und Britpop, erklärt Host Frank König im Meilensteine Podcast zum zweiten Album von The Smiths. Wir haben also mehr als einen Grund, um dieses Album in unserem Meilensteine Podcast zu besprechen. Die Band aus Manchester ist zumindest an den mainstreamlastigen Singlecharts fast komplett vorbeigeglitten, nicht verwunderlich bei einer Indieband. Platz 49 gab es im Vereinigten Königreich immerhin für die Single "That Joke Isn't Funny Anymore". Die Platte war aber auch als Album angelegt, erklärt Frank König und so wurde sie auch angenommen. In den Albumcharts in Großbritannien schaffte es "Meat Is Murder" auf Platz 1 und wurde sogar mit Gold ausgezeichnet. Morrissey und Johnny Marr haben sich in London auf einem Konzert von Patti Smith zum ersten Mal getroffen. Morrissey war 19 und Gitarrist Johnny Marr erst 14 Jahre alt. Gemeinsam gründen sie 1982 die Band "The Smiths". Sie nehmen einige Demos auf, auch um einen Plattenvertrag zu bekommen. Nach Bewerbungen bei unterschiedlichen Plattenfirmen und Majorlabels wie EMI, landet die Band bei "Rough Trade", einem Londoner Label, das ursprünglich mal ein Plattenladen war. Morrissey und Marr holten sich noch zwei Mitmusiker für "The Smiths" dazu. Dabei war aber von Anfang an klar, dass die beiden die sprichwörtlichen Zügel in der Hand halten sollten. Die Machtverhältnisse innerhalb der Band lassen sich auch direkt im Plattenvertrag der Band erkennen. Marr und Morrissey bekamen zusammen 80 Prozent der Einnahmen und die beiden anderen, Andy Rourke und Mike Joyce, bekamen jeweils nur 10 Prozent, was später auch zu Problemen und einem Rechtsstreit führte. Der Sound von The Smiths zeichnet sich unter anderem auch durch die großen harmonischen Flächen von Gitarrist Johnny Marr aus, erklärt Stephan Fahrig im Meilensteine Podcast zu "Meat Is Murder". Die schafft Johnny Marr neben den halligen Effekten auch dadurch, dass er oft sogenannte "offene Akkorde" spielt. Das bedeutet: nicht jede Saite wird gegriffen, sondern viele Saiten werden "leer" angeschlagen. So können die Saiten selbst länger schwingen und es entsteht ein sehr breiter und obertonreicher Sound. Mit "Meat Is Murder" haben The Smith 1985 ein Meisterwerk geschaffen, dass vollgepackt ist mit Atmosphäre. Da hören wir die Klangflächen, die von Johnny Marrs Gitarren kommen, die Soundeffekte, die uns in die düsteren Stimmungen bringen, wie beim Titelsong des Albums, der uns quasi an der Hand nimmt und in einen Schlachthof führt. Dazu kommen dann noch die düsteren Texte und der weiche, aber finstere Gesang von Morrissey, der zu einer absolut kontroversen Kultfigur der 80er-Jahre geworden ist. "Meat Is Murder" ist ein Album, das uns in seiner Summe einfach reinzieht. 1985 war das alles außer mainstreamorientierte Rockmusik und vielleicht ist die Platte auch deshalb so prägend und innovativ gewesen, dass sich danach viele andere Musiker an dieser Band orientiert haben oder sie zumindest als Einfluss ihrer Musik angeben. __________ Über dieses Songs vom Album "Meat Is Murder" wird im Podcast gesprochen (14:11) – "The Headmaster Ritual"(30:19) – "Rusholme Ruffians"(36:16) – "That Joke Isn't Funny Anymore"(43:11) – "Well I Wonder"(46:37) – "Barbarism Begins At Home"(57:43) – "Meat Is Murder"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge: https://1.ard.de/the-smiths-meat-is-murder-podcast __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Midnight Oil – "Blue Sky Mining"
"Blue Sky Mining" von Midnight Oil erschien im Jahr 1990. Die australische Alternative-Rockband schaffte es mit der Platte erneut, mit Protestsongs die Leute zum Tanzen zu bringen. Dabei stand die Band rund um den Sänger und späteren Politiker Peter Garrett ziemlich unter Druck. Ihr vorheriges Album "Diesel And Dust", das den Hit "Beds Are Burning" enthält, verhalf ihnen zum weltweiten Durchbruch. Schließlich standen Midnight Oil vor der Frage, wie man nach diesem Erfolg weiter machen sollte. Mit "Blue Sky Mining" haben sie eine Antwort auf diese Frage gefunden und sich künstlerisch weiterentwickelt. Das Album wird erneut ein internationaler Erfolg und von der australischen Musikindustrie gefeiert. Unter anderem erhält es die Auszeichnung als Australiens Album des Jahres 1990. Midnight Oil sind dafür bekannt, komplexe politische und gesellschaftliche Themen in ihrer Musik zu verarbeiten. Auch "Blue Sky Mining" ist ein eindringlicher Protest – jedoch ohne erhobenen Zeigefinger. Dabei bleiben sie stets das, was sie immer waren: eine ehrliche Rockband. Trotz allen gesellschaftlichen Missständen, die in "Blue Sky Mining" thematisiert werden, vermittelt das Album eine zentrale Botschaft: Es gibt Hoffnung. Besonders deutlich wird diese Botschaft in "Bedlam Bridge", dem dritten Song des Albums. "Bedlam Bridge" ist ein Lied über eine trostlose und dystopische Gesellschaft, das von einer atmosphärischen Klanglandschaft untermalt ist. Die Musik und der Text lassen spüren, dass selbst in dunklen Zeiten noch Hoffnung besteht. __________ Über diese Songs vom Album "Blue Sky Mining" wird im Podcast gesprochen (02:27) – "One Country"(10:37) – "Blue Sky Mining"(28:20) – "Bedlam Bridge"(37:47) – "Mountains Of Burma"(49:37) – "Forgotten Years"(54:18) – "King Of The Mountain" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge: https://1.ard.de/midnight-oil-blue-sky-mining?podcast __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Van Morrison – "Moondance"
"Moondance" ist das dritte Soloalbum des nordirischen Musikers Van Morrison. Die Platte wurde 1999 sogar in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Nachdem das Vorgängeralbum komplett gefloppt war, brauchte Van Morrison bei "Moondance" eine echte Veränderung – und die hat es gegeben. Bei "Moondance" stand Van Morrison nicht nur hinter dem Mikrofon, sondern er hat auch die gegenüberliegende Position eingenommen. Er saß auch als Produzent auf der anderen Seite der Scheibe hinter den Reglern. Für ihn war das eine echte Premiere. Ein Produzentendebüt, das sich wirklich gelohnt hat. "Moondance" hat es in mehrere Charts geschafft und auch in den Bestenlisten vom Rolling Stone oder dem Time-Magazine ist die Platte seit Jahren mit dabei. Für "Moondance" hatte Van Morrison vieles anders gemacht als bei der Vorgängerplatte "Astral Weeks". Das Album war zu verkopft und kam mit dem Mix aus Folk und Jazz nicht wirklich gut bei den Fans an. Ganz im Gegenteil zu "Moondance". Die Platte ist vollgepackt mit einem dynamischen, aber verständlichen Mix aus Soul, Jazz, Pop und Folk. Das dritte Studioalbum "Moondance" von Van Morrison ist vor unglaublichen 55 Jahren herausgekommen und es zeigt einen Musiker, der unterschiedliche Genres sehr harmonisch miteinander verbindet. Für SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius ist das Vermächtnis der Platte ganz klar: "Es ist dieser Schmelztiegel aus Folk, Blues, Soul und R'n'B, den Van Morrison mit diesem Album etabliert hat und der immer noch weitergetragen wird [...] und das diese Art Musik zu machen auch weiterlebt, auch in einer jüngeren Generation von Musikern." __________ Über diese Songs vom Album "Moondance" wird im Podcast gesprochen: (12:37) – "And It Stoned Me"(24:35) – "Moondance"(36:02) – "Crazy Love"(50:06) – "Caravan"(01:02:16) – "Into The Mystic" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Moondance" findet ihr hier: https://1.ard.de/van-morrison-moondance?podcast __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Bob Dylan – "Blood On The Tracks"
Einige Kritiker bezeichnen "Blood On The Tracks" als das beste Album von Bob Dylan. Aber was genau macht diese Platte eigentlich aus und was macht sie zum Meilenstein? In der legendären Top-500-Liste des Rolling-Stone-Magazins hat Dylans Album "Blood On The Tracks" es sogar in die Top Ten geschafft. Genauer gesagt auf Platz neun der 500 besten Alben aller Zeiten. Musikalisch kehrt Bob Dylan mit dieser Platte zurück zur Folkmusik und auch zurück zur Akustikgitarre. In der Zeit vor dem Album hat Bob Dylan zu einem neuen, sehr inspirierenden Hobby gefunden. Er hat einen Malkurs belegt, der ihn sehr stark beeinflusst hat, erzählt SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach im Podcast: "Für Dylan wurde diese Malerei zu einem Schicksalshobby, denn es hat auch sein Denken und seine Sicht auf die Welt extrem verändert." Mit Mitte 30 hatte Bob Dylan schon unglaublich viel erlebt. "Blood On The Tracks" war schon sein 15. Studioalbum. Er hatte mit seiner Ehefrau Sarah schon vier Kinder bekommen, hatte einen schweren Motorradunfall überlebt, David Bowie hatte einen Song über ihn geschrieben und er war eng verbunden mit den Beatles. Zum einen mit John Lennon und zum anderen hatte er auch schon mit George Harrison sein "Concert for Bangladesh" gespielt und noch vieles mehr. Und nach seiner rockigen Phase und seiner Pause holt Bob Dylan mit diesem Album die Folkgitarre wieder hervor und schaut auf sein Leben zurück, erklärt SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius. Was dieses Album so besonders macht, ist, dass es "ein Dylan Album ist und ein Dylan Album bleibt", so beschreibt es SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach. Gemeint ist damit, dass dieses Album wirklich großartige Songs hat, die nie wirklich zu offiziellen Chart-Hits geworden sind, weder in der Version von Bob Dylan selbst noch als eine der zahlreichen Coverversionen. __________ Über diese Songs vom Album "Blood On The Tracks" wird im Podcast gesprochen (09:48) – "Tangled Up In Blue"(30:31) – "Simple Twist Of Fate"(43:25) – "Idiot Wind"(50:50) – "Lily, Rosemary And The Jack Of Hearts"(58:38) – "Shelter From The Storm"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Blood On The Tracks" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/bob-dylan-blood-on-the-tracks-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

XMAS-Special 2024 – Mit den Foo Fighters, David Lee Roth und Camouflage
In altbewährter Tradition gibt es in der letzten Folge vor Weihnachten eine Spezialausgabe: Drei Personen aus der Redaktion, dürfen einen ganz persönlichen Meilenstein vorstellen. In diesem Jahr wird es im Meilensteine XMAS-Special definitiv rockig und schrill und als Garnierung gibt's noch eine dicke Portion Synthies oben drauf. Den Start in dieses Special macht Musikredakteur Stephan Fahrig mit dem Soloalbum des Van-Halen-Sängers David Lee Roth. Für David Lee Roth ist "Eat 'Em And Smile" 1986 sein erstes Soloalbum nach der Trennung von der Band Van Halen. Und für Musikredakteur Stephan Fahrig stimmt auf diesem Album ganz viel. David Lee Roth ist hier stimmlich in seiner Bestform, erklärt Stephan. Außerdem hat er sich ganz wunderbare Musiker für sein Soloalbum dazugeholt. Gitarrenikone Steve Vai spielt mit und auch Basslegende Billy Sheehan. Gemeinsam haben die eine wundervolle Rockplatte gemacht, die die Rockmusik auf ein neues Level gehoben hat. Und Sänger und Paradiesvogel David Lee Roth ist so schrill und bunt, auch in den Videos, das alles zusammen einfach nur ganz viel Spaß macht. Dave Jörg, unser inoffizieller 80er-Experte, hat für dieses Weihnachtsspecial eine seiner absoluten Lieblingsplatten mitgebracht. Die ist natürlich aus den 80ern und kommt von der deutschen Band Camouflage. Auch nach 40 Jahren Bandgeschichte ist die Gruppe immer noch sehr aktiv. In diesem Jahr waren sie auf großer Jubiläumstour – das hat Dave Jörg sich natürlich nicht nehmen lassen und sie sich gleich zweimal live angeschaut, in Frankfurt und in Berlin. Mit ihrem Song "The Great Commandment" vom Album "Voices & Images" haben Camouflage damals auch international einen Hit gelandet. Eine echte Weihnachtsüberraschung hat Moderatorin Katharina Heinius in dieser Folge geschafft, als sie Camouflage-Fan und Musikredakteur Dave Jörg während der Podcast-Aufzeichnung mit einem plötzlichen Anruf von Heiko Maile von Camouflage überrascht hat. Gemeinsam sprechen Katharina Heinius, Dave Jörg und Heiko Maile über die Anfänge von Camouflage, natürlich über das Album "Voices & Images", dessen Entstehung und auch über die Verbindung und die Gemeinsamkeiten zu den Weltstars von Depeche Mode. Das letzte Album im Weihnachtsspecial ist nicht aus den 80ern, sondern (erst) gut zehn Jahre alt. Die musikalische Reise durch die USA heißt "Sonic Highways" und kommt von den Foo Fighters. Für Musikredakteur Johannes Heuft legt dieses Album einfach einen Schalter um und katapultiert ihn in seine Teenager-Zeit zurück, genauer gesagt in das Jahr 2015. Und damit auch in das Jahr, in dem Johannes zum ersten Mal auf einem Festival war. Der Openersong des Albums "Something From Nothing" steht dabei sinnbildlich für das ganze Album erklärt, Johannes im Meilensteine Podcast: "Dieser Song hat eine krasse Entwicklung. Der klingt vorne ganz anders als hinten und da sind viele, viele Songs auf diesem Album. Das macht diese Platte auch einfach so spannend." Das Konzept zum Album "Sonic Highways" ist eine musikalische Reise durch die USA. Für das Album ist die Band für jeden einzelnen der acht Songs in eine andere Stadt gefahren und in ein anderes Tonstudio gegangen. Natürlich nicht in irgendwelche Städte, sondern in die größten Musikstädte des Landes: Chicago, Nashville, Seattle, New York, New Orleans, Austin, Los Angeles und Washington D.C.. Wir sprechen im Podcast noch weiter über die Entstehung des Albums, was Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl zum großen Netzwerker der Rock-Geschichte macht und wir sprechen natürlich auch über das sehr detailreiche Plattencover von "Sonic Highways". __________ Über diese Alben wird im XMAS-Special gesprochen: (02:15) – "Eat 'Em And Smile" von David Lee Roth (18:52) – "Voices & Images" von Camouflage (41:33) – "Sonic Highways" von Foo Fighters __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links des XMAS-Specials findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/xmas-special-weihnachten-foo-fighters-david-lee-roth-camouflage-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

The Rolling Stones – "Let It Bleed"
Die Rolling Stones zählen unbestritten zu den größten Rockbands aller Zeiten. Mit ihrem Album "Let It Bleed" haben die Stones 1969 bereits ihr achtes Studioalbum veröffentlicht. Mehr als 20 Alben umfasst das Gesamtwerk der Rolling Stones inzwischen. Ihr erstes Album "The Rolling Stones" hat die Band 1964 veröffentlicht, vor 60 Jahren. Und direkt mit dem ersten Album gelang der Band auch der Durchbruch in Deutschland, den USA und ihrer Heimat Großbritannien. Und fast jedes Mal schaffte die Band es in diesen Ländern in die Top Ten der Albumcharts. Die Geschichte der Rolling Stones ist zweifelsohne eine Erfolgsgeschichte. Kein Wunder, dass wir in unserem Meilensteine Podcast schon öfter über die Stones gesprochen haben. Mit dabei waren unter anderem schon die Alben "Beggars Banquet", "Exile On Main Street" oder auch "Sticky Fingers". Heute sprechen wir über ihr achtes Studioalbum "Let It Bleed" aus dem Jahr 1969, auf dem auch der Song "Gimme Shelter" ist. Den Song spielt die Band auch heutzutage – nach 55 Jahren – immer noch live. Innerhalb der Band hat sich vor und während der Arbeit an "Let It Bleed" einiges verändert. Vor allem auch für Bandgründer Brian Jones. Er galt bis dahin immer als eine Art Führungsperson der Gruppe. Aber dadurch, dass Mick Jagger und Keith Richards immer intensiver zusammengearbeitet haben und mehr Songs schrieben, die erfolgreich geworden sind, haben die beiden auch immer mehr die Führungsrolle in der Band übernommen. "Er hat sich in der Zeit auch immer mehr von den Stones distanziert, auch räumlich. [...] Er hat sich ein Anwesen gekauft, das ist heute eineinhalb Autostunden entfernt von London. [...] Das war Land, da war nix", erzählt Katharina Heinius im Meilensteine Podcast. Darüber hinaus wurde die Drogen- und Alkoholsucht von Brian Jones immer problematischer und er selbst distanzierte sich immer weiter von der Band, sodass die ihn während der Produktion rausgeschmissen und durch Gitarrist Mick Taylor ersetzt hat. Nur einen Monat später ist Brian Jones dann auf seinem Anwesen gestorben. Für die Stones hat sich vor allem auch wegen der tragischen Geschichte um ihren Bandgründer Brian Jones und den neuen Mann im Bunde, Mick Taylor, einiges verändert. Mit "Led It Bleed" geht also ein Geschichtsabschnitt aus der langen und erfolgreichen Geschichte der Rolling Stones zu Ende, erzählt Thomas Nettelmann im Meilensteine Podcast. Wir sprechen in dieser Folge noch ausführlicher über die Band-Personalie Brian Jones und auch über die verworrenen und komplizierten Liebesbeziehungen von Keith und Mick, über das kultige Plattencover und es gibt natürlich noch viel mehr Hintergrundgeschichten zum Album "Led It Bleed". __________ Über diese Songs vom Album "Let It Bleed" sprechen wir im Podcast (12:27) – "Gimme Shelter"(28:53) – "Country Honk"(35:15) – "Live With Me"(39:55) – "Monkey Man"(46:02) – "Midnight Rambler"(53:04) – "You Can't Always Get What You Want"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Let It Bleed" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/the-rolling-stones-let-it-bleed-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

The Clash – "London Calling"
Eigentlich war der Punk-Boom schon längst vorbei, als The Clash 1979 ihr Album "London Calling" herausgebracht hat. Trotzdem gilt die Platte heute als das Punk-Album überhaupt. Am 14. Dezember 1979 bringen The Clash ihr Doppelalbum "London Calling" raus. Insgesamt 19 Songs umfasst die ikonische Punk-Platte. Reagge, Pop, Rockabilly und mehr – "London Calling" von The Clash hat alles! Wenn man "London Calling" auflegt und eine klassische Punkscheibe erwarten, mit schnellen und lauten Gitarren und viel Geschrei, dann wird man ganz schön überrascht sein. Denn obwohl es eines der bekanntesten Punkalben aller Zeiten ist, klingt die Platte nicht nach typischer Punkmusik. Wir bekommen ganz viel Abwechslung und eine sehr starke Botschaft: Punk ist, was du daraus machst: Punk bedeutet Freiheit! Die Band rund um Sänger und Gitarrist Joe Strummer hatte viele verschiedene musikalische Einflüsse. Reggae, Pop, Rock 'n' Roll, Rockabilly, Pop und noch mehr. Für "London Calling" hat die Band alle ihre Einflüsse zugelassen. Deshalb hören wir bei Songs wie "Lost in The Supermarket" zum Beispiel starke Popeinflüsse und bei "Radio Revolution" oder "Guns Of Brixton" viele klassische Reggae-Elemente. Auch wenn das Album klanglich viele verschiedene Musikrichtungen vereint, inhaltlich sind es die typischen Themen, die eine Punkband bewegt. Es geht um Rassismus wie zum Beispiel im Song "Guns Of Brixton", um politische Unruhen und Kriege wie zum Beispiel in "Spanish Bombs" oder auch um soziale Ungerechtigkeit. Im Podcast sprechen wir im Detail über die Hintergründe zu "London Calling" und beantworten außerdem die Frage: Wieso ist der letzte Song des Albums "Train In Vain" eigentlich nicht auf dem Booklet zu finden? Wir sprechen auch über das ikonische Plattencover, darüber wie Sänger Joe Strummer einen Cadillac bei einer Wette gewonnen hat und wie verrückt die Arbeiten an dem Album der Band abgelaufen sind – und über noch viel mehr! __________ Über diese Songs vom Album "London Calling" sprechen wir im Podcast (17:58) – "London Calling"(32:18) – "Brand New Cadillac"(38:48) – "Spanish Bombs"(43:46) – "Guns Of Brixton"(48:48) – "Train In Vain (Stand By Me)"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "London Calling" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/the-clash-london-calling-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Kraftwerk – "Autobahn"
Mit "Autobahn" bringt die Düsseldorfer Band Kraftwerk 1974 ihr viertes Album raus. Ein echtes Meilensteine Album – und das, obwohl das Album nur ganze fünf Titel hat. Die Gruppe Kraftwerk hat ihre Wurzeln in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt Düsseldorf. Genauer gesagt aus dem direkten Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie, in denen sich auch andere große zeitgenössische Künstler bewegt haben wie Joseph Beuys, Karlheinz Stockhausen oder Györgi Ligeti. Die New York Times hat die Band Kraftwerk einmal als "die Beatles der elektronischen Musik" bezeichnet. Was genau das Album "Autobahn" zu einem Meilenstein macht, verrät Podcast-Gast und Kraftwerk-Fan Sascha Simnovec in seinen eigenen Worten: "Autobahn ist bis heute so konsequent anders und stilprägend! [...] Ein Kunstprofessor, genauso wie ein Taxifahrer, der ihn zur Ausstellung fährt, versteht das Album. Es gibt keine intellektuellen Fallen, obwohl das Album so intelligent ist." Das Herzstück von "Autobahn" ist der Titelsong selbst. Über 22 Minuten erstreckt sich diese romantisierte Reise auf der deutschen Autobahn, die dabei auch künstlerisch unterstützt wird von dem ursprünglichen Plattencover des Albums. Darauf sehen wir genau die dort beschriebene Landschaft mit zwei typisch deutschen Autos auf der Autobahn. Die Sonne scheint im Hintergrund über die Berge und im Rückspiegel sehen wir tatsächlich dann auch die vier Bandmitglieder von Kraftwerk sowie die beiden Gründer der Band, Ralf Hütter und Florian Schneider. Der Titelsong "Autobahn" ist mit seinen 22:30 Minuten tatsächlich der einzige Song auf der A-Seite des Albums und damit auf mehreren Ebenen in sich geschlossen. Ralf Hütter von Kraftwerk hat das Stück auch nicht unbedingt als Song betitelt, sondern eher als "Soundmalerei". Im SWR1 Meilensteine Podcast zu "Autobahn" von Kraftwerk sprechen wir natürlich auch über die zweite Seite der Platte und auch darüber, ob die Platte jetzt eigentlich aus zwei oder aus drei großen Themenbereichen besteht, welche kosmischen Kräfte die Platte beeinflusst haben und darüber, wie genau viele dieser damals neuen Sounds entstanden sind. __________ Über diese Songs vom Album "Autobahn" wird im Podcast gesprochen (17:43) – "Autobahn"(55:47) – "Kometenmelodie 1 und 2"(01:00:58) – "Mitternacht"(01:09:51) – "Morgenspaziergang" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Autobahn" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/kraftwerk-autobahn-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Genesis – "The Lamb Lies Down On Broadway" (Teil 2)
Willkommen zur Fortsetzung von "The Lamb Lies Down On Broadway". Hier geht's um die Songs, die Geschichte im Detail und natürlich um die Nachwirkungen dieses großen Genesis-Albums. Im ersten Teil des Podcasts haben wir unter anderem geklärt, was es mit dem ominösen Lamm auf dem Broadway auf sich hat und wer sich hinter dem prügelnden Rael tatsächlich verbirgt. In dieser Folge geht es um die Songs und Geschichten hinter dem Album "The Lamb Lies Down On Broadway". Für Peter Gabriel war das Album das letzte als Teil von Genesis. Nach diesem Album hat er die Band verlassen und solo weitergemacht. Als Sänger hatte er vor allem auch bei den Texten das Sagen. Bis auf einen Song hat Peter Gabriel für die 22 restlichen Songs auf dem Album die Texte geliefert und war beispielsweise beim Opener des Albums auch sehr schnell dabei, die Geschichte voranzutreiben. "Sehr, sehr elegant wird hier das Setting entwickelt: New York, früher Morgen, [...] Rael steigt aus der U-Bahn [...]. Das ist dieser sehr, sehr effiziente Text, der quasi den äußeren Rahmen entwickelt", erklärt Kulturhistoriker Mark Bell im Podcast. Mit "The Lamb Lies Down On Broadway" erschaffen Genesis vollkommen neue Klangwelten und erfinden sich selbst ein wenig neu. Und einiges dabei ist ein echter Kompromiss, erklärt Kulturhistoriker Mark Bell im Podcast. Tony Banks möchte bei diesem Album eigentlich lange Stücke, Songs mit vielen Veränderungen und opulenten Strukturen. Peter Gabriel hingegen will die Gruppe zurückführen zu den (einfacheren) Wurzeln des Rocks. Was am Ende dabei herausgekommen ist, ist ein Kompromiss. Und für den hat Mark Bell eine sehr klare Bezeichnung: "Das ist für mich die ideale Synthese aus diesen beiden Welten!" Im zweiten Teil des SWR1 Meilensteins zu "The Lamb Lies Down On Broadway" steigen wir ganz tief in die einzelnen Geschichten der Songs ein und schauen auch, wovon die einzelnen Stücke zum Teil inspiriert worden sind. Außerdem sprechen wir im Podcast auch über die besondere und lange nachhallende Beziehung von Brian Eno zu "The Lamb Lies Down On Broadway" und allem was danach kam. Und natürlich reden wir auch inhaltlich darüber, was denn am Ende von "The Lamb Lies Down On Broadway" nun mit dem Protagonisten Rael passiert. __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "The Lamb Lies Down On Broadway (Teil 2)" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway-teil-2-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Genesis – "The Lamb Lies Down On Broadway"
Mit ihrem einzigartigen Doppelstudioalbum "The Lamb Lies Down On Broadway" erschaffen Genesis vor 50 Jahren völlig neue Klangwelten und nehmen in der Geschichte des Progressive Rock einen unverrückbaren Platz ein. "The Lamb Lies Down On Broadway" wurde am 22. November 1974 veröffentlicht und ist bis heute Kultklassiker in der Progressive Rock-Gemeinde. "Ein Stück Rockgeschichte, das auf keiner Bestenliste und keiner Plattensammlung fehlen darf", findet SWR1 Musikredakteur Frank König. Peter Gabriel verließ nach diesem Album die Band, was "The Lamb Lies Down On Broadway" zu seinem Vermächtnis macht. Bei Genesis entsteht eine völlig neue Klangwelt, das macht die Band für Historiker und Kulturwissenschaftler Mark Bell zur damaligen Zeit einzigartig und hebt sie von anderen dieser Zeit wie Yes oder Pink Floyd oder ab. ""The Lamb Lies Down On Broadway" ist ein Gesamtkunstwerk wie kein zweites im Progressive Rock und im Rockbereich überhaupt." (Historiker und Kulturwissenschaftler Mark Bell) Trotz finanzieller Schwierigkeiten und der drohenden Auflösung blieben Genesis ihrer Vision treu. Das Album wurde in einer Scheune in Wales aufgenommen, umgeben von Natur. Später wurde es dann in den Island Studios in Notting Hill fertiggestellt – einem ehemaligen Kirchengebäude, das für seine herausragende Akustik bekannt ist. "The Lamb Lies Down On Broadway" erzählt die Geschichte des sich durch New York prügelnden Halb-Puertoricaners Rael, der nach einem Ausweg aus New York sucht, wo er sich plötzlich befindet. Er ist auf der Reise zu sich selbst und wie im Traum passieren die verrücktesten Sachen. "Er trifft auf skurrile Figuren und bizarre Situationen und ist auch mit viel Frust und Aggressivität ausgestattet", so SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius. Rael wird mit seinen Ängsten und tiefen emotionalen Empfindungen konfrontiert. __________ Über diese Songs vom Album "The Lamb Lies Down On Broadway" wird im Podcast gesprochen (37:10) – "The Lamb Lies Down On Broadway"(52:05) – "Hairless Heart"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "The Lamb Lies Down On Broadway (Teil 1)" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway-teil-1-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Barbra Streisand – "Guilty"
Barbra Streisand ist Schauspielerin und Sängerin und sowohl mit der Musik als auch der Schauspielerei unglaublich erfolgreich. "Guilty" war Barbra Streisands erfolgreichste Platte überhaupt. Und mit auf dem Album war auch ihr größter Hit "Woman In Love", spannend ist, dass das Album eigentlich vielleicht nicht so ganz typisch für die Sängerin und Schauspielerin war. Eigentlich, so erklärt unser ehemaliger Kollege Christian Pfarr im Podcast, kommt Barbra Streisand ja aus der Musicalecke, wo sie schon in den 60ern sehr erfolgreich gewesen ist. In den 70ern hat sie dann einen musikalischen Ausflug in die Discomusik gemacht und hier auf dem Album "Guilty" hat sie sich mit Barry Gibb von den Bee Gees dann noch einen echten Disco-King und sehr gefragten Songwriter aus der Zeit zu der Arbeit an ihrem Album dazugeholt. Der größte Hit ihrer Karriere und des Albums war der Song "Woman In Love". Christian Pfarr erklärt sich den großen Erfolg des Songs "Woman In Love" so: "Man hat nicht das Gefühl, sie schlüpft hier in eine Rolle, sondern das ist sie". Ihre Stimme und das intensive Vibrato gehen hier perfekt ineinander, ohne aber dabei übertrieben zu wirken, das macht den Song aus. Sie legt sich mit ihrer ganzen Stimmgewalt in diese in Moll-gehaltenen Melodien und das wirkt intensiv und einfach sehr echt. Außerdem hat Barbra Streisand in dem Song einen Rekord aufgestellt, nämlich den Ton in einem Popsong, der am längsten gehalten wurde. Zwölf Jahre lang wurde der Rekord nicht gebrochen. Wer Barbra Streisand dann schlussendlich doch noch übertroffen hat, das verraten wir euch im Meilensteine Podcast. __________ Über diese Songs vom Album "Guilty" wird im Podcast gesprochen (03:04) – "Guilty"(12:40) – "What Kind Of Fool"(17:04) – "Woman In Love"(24:52) – "Promises"(29:36) – "The Love Inside" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen: (04:48) – "Enough Is Enough" von Barbra Streisand und Donna Summer(07:42) – "Nightfever" von den Bee Gees(20:47) – "I Will Always Love You" von Whitney Houston(23:20) – "You Don't Bring Me Flowers" von Barbra Streisand und Neil Diamond__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Guilty" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/barbra-streisand-guilty-102.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Bryan Adams – "Reckless"
"Reckless" ist zwar nicht das meistverkaufte Album von Sänger Bryan Adams, aber es ist das Album, mit dem er den großen Durchbruch geschafft hat – auch Dank "Summer of '69". Bevor Bryan Adams mit den Arbeiten am Album "Reckless" begonnen hatte, war er mit seinem Vorgänger-Album "Cuts Like A Knife" auf Tour und dabei auch im Vorprogramm von "Journey" dabei. Von denen hatte sich Bryan Adams abgeschaut, dass er die Art seiner Songs ändern wollte, mehr in Richtung Stadionrock und etwas weg von dem Balladen-Image. Mit diesem Plan hat sich Bryan Adams dann hingesetzt und angefangen mit seinem Songwriting-Partner Jim Vallance Songs für "Reckless" zu schreiben. Aufgenommen hat er die Songs für "Reckless" bei Bob Clearmountain, der als Produzent mit großen Namen zusammengearbeitet hat wie The Who, Paul McCartney oder Duran Duran. "Reckless" fehlte anfangs das Rockige Nachdem einige Songs aufgenommen worden waren, stellte sich heraus: Von dem angepeilten "(Stadion)Rock" ist bislang nicht wirklich viel zu hören. Es musste also rockiger werden. Es wurden daraufhin einige der Songs überarbeitet und zwei Songs wurden auch komplett neu geschrieben. Zum einen der Song "Kids Wanna Rock", der das Ziel "rockiger" zu werden schon im Songtitel trägt und der auch der schnellste und härteste Song der Platte werden sollte. Außerdem schrieb Bryan Adams dann noch nachträglich seinen größten Hit: "Summer Of '69". "Reckless" war nicht überall erfolgreich In den USA und Kanada war das Album von Bryan Adams sofort ein riesiger Erfolg. Die Singles schafften es alle in die Top 20, der Song "Heaven" landete sogar auf Platz 1 in den amerikanischen Billboard 100 und das Album "Reckless" kletterte ebenfalls an die Spitze der Albumcharts. Bei uns in Deutschland sah das ganz anders aus. Songs wie "Run To You", "Heaven" und sogar "Summer Of '69", mussten bei uns erst wachsen, um schlussendlich zu den Evergreens zu werden, als die wir sie heute begreifen. Bei der Veröffentlichung schaffte der Megahit "Summer Of '69" nur auf Platz 65 in den deutschen Singlecharts. Ein Album zwischen Vancouver und New York Aufgenommen wurde das Album übrigens an zwei verschiedenen Orten. Zum einen in der kanadischen Stadt Vancouver und zum anderen in den Power Station Studios in New York. Letzteres gehört dem legendären Gitarristen und Produzenten Nile Rodgers. Der hatte nur ein paar Monate bevor Bryan Adams zu ihm gekommen ist dort noch mit David Bowie an seinem Erfolgsalbum "Let's Dance" gearbeitet. __________ Über diese Songs vom Album "Reckless" sprechen wir im Podcast (17:48) – "Run to You" (25:29) – "Heaven" (33:30) – "Summer Of '69" (45:30) – "Somebody" (51:15) – "It's Only Love" __________ Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast (08:23) – "Guardian Angel" von Masquerade (08:47) – "Jenseits von Eden" von Nino de Angelo (09:17) – "Self Control" von Laura Branigan (10:02) – "Like A Virgin" von Madonna (21:11) – "Don't Fear The Reaper" von Blue Oyster Cult (29:08) – "Faithfully" von Journey (29:39) – "Purple Rain" von Prince (37:58) – "Running On Empty " von Jackson Brown (38:52) – "Night Moves" von Bob Seger (52:18) – "Do You Know What I Mean" von Lee Michaels __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Reckless" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/bryan-adams-reckless-102.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Metallica – "Master Of Puppets"
Für die Metalgiganten von Metallica war 1986 vermutlich eines der bewegendsten Jahre ihrer Bandgeschichte. Mit "Master of Puppets" bringen sie Anfang 1986 ein echtes Monster von Album raus. Nur sechs Monate später verändert der tragische Tod von Bassist Cliff Burton alles für die vier Jungs. Mit "Master of Puppets" haben Metallica am 06. März 1986, nach "Kill Em All" und "Ride The Lightning" ihr drittes Album rausgebracht. Für viele Fans ist das Album die Spitze ihres Schaffens. Auf jeden Fall war es mit sechs Millionen verkauften Einheiten bis dahin das kommerziell erfolgreichste Album der Band überhaupt, trotz aller Widrigkeiten. Denn von Seiten des Radios gab es für diese harte Gitarrenmusik keinen Platz und auch wenn es MTV schon gab, Musikvideos wurden für keinen Song auf dem Album produziert. Nachdem sich zwischen Mitte und Ende der 70er die "New Wave of British Heavy Metal" (NWoBHM) entwickelt hatte, gingen Metallica und einige andere Bands neue (und vor allem härtere) Wege mit ihrer Musik. Dabei leisteten die vier Jungs echte Pionierarbeit. Alles wurde noch schneller, aggressiver und härter. Der Heavy Metal entwickelte sich zum "Thrash Metal" ("Thrash" englisch für "dreschen" oder "prügeln") – was ebenfalls später von vielen jungen Musikern aufgegriffen und verändert wurde. Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Spielrichtungen im Metalbereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Für "Master Of Puppets" gingen James Hetfield, Lars Ulrich, Cliff Burton und Kirk Hammett zurück nach Kopenhagen in die "Sweet Silence Studios". Dort war die Band schon für ihr zweites Album gewesen, da die Studiozeit dort günstiger war als in den USA und man sich somit mehr Studiozeit leisten konnte. Außerdem war Produzent Flemming Rasmussen aus den "Sweet Silence Studios" großer Fan der Band und hat sie ihren Weg gehen lassen. Diese Freiheit haben Metallica sehr gerne genutzt und in drei Monaten "Master Of Puppets" fertiggestellt. __________ Über diese Songs vom Album "Master Of Puppets" sprechen wir im Podcast (14:25) – "Battery"(23:32) – "Master Of Puppets"(35:25) – "Welcome Home (Sanitarium)"(37:55) – "Disposable Heroes"(48:26) – "Orion"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Master Of Puppets" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-metallica-master-of-puppets-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Taylor Swift – "1989"
Taylor Swifts Album "1989" ist ein absoluter Wendepunkt in ihrer Karriere – mit der Veröffentlichung im Oktober 2014 verabschiedet sie sich von ihren Country-Wurzeln und präsentiert sich als Pop-Ikone einer neuen Generation. "1989" ist benannt nach Taylor Swifts Geburtsjahr und signalisiert nicht nur einen persönlichen, sondern auch einen musikalischen Neuanfang. Nachdem Swift im Jahr 2013 für ihr viertes Album "Red" keinen Grammy gewonnen hatte, beschloss sie, sich musikalisch neu auszurichten. Weg von dem Mix aus Pop und Country, hin zu 80s-Synth-Pop, ohne auf ein Plattenlabel hören zu müssen. Sie wollte nur noch mit den Besten der Branche zusammenarbeiten, allen voran den Produzenten, die bei den Hits "We Are Never Ever Getting Back Together und "I Know You Were Trouble" von ihrer Platte "Red" mitgeschrieben hatten: Max Martin und Shellback. Auch persönlich steht Taylor 2013 an einem Wendepunkt: Sie zieht nach New York, schneidet sich die Haare ab und verbringt nach diversen öffentlichen Anfeindungen in der Presse über ihr Privatleben eine ganze Zeit mit ihren Freundinnen. ""1989" "ist eine Trotzreaktion, kann man sagen. Eine "Jetzt-erst-recht-Platte"." (SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt über "1989") Taylor Swift selbt bezeichnet "1989" selbst als ihr erstes offizielles Pop-Album – und das hört man auch. In ihrem Super-Hit "Shake It Off" zeigt sie sich kämpferisch gegen alle negativen Nachrichten der Boulevardpresse und rechnet in "Blank Space" mit Beziehungen, Ex-Freunden und allen voran den Medien ab. Produzent Max Martin ist maßgeblich am Erfolg beteiligt, er lässt ihr den künstlerischen Freiraum, den sie braucht und begleitet sie dabei als Produzent an den entsprechenden Stellen. Martin ist unter anderem auch bekannt für seine Zusammenarbeit mit Britney Spears in den Neunzigern. Er hat nach Paul McCartney die meisten Nummer-1-Hits in den US-Charts platziert und den Song kreiert, der mit mehr als 8 Milliarden Aufrufen der meistgeklickte Song ist, der jemals auf Spotify hochgeladen wurde: "Blinding Lights" von The Weekend. "Mit dem Album wurde das Tor zur Weltkarriere aufgestoßen und es ist also deutlich poppiger und tanzbarer als das Vorgängeralbum "Red"."(Dr. Pop über den neuen Sound von "1989") __________ Über diese Songs vom Album "1989" wird im Podcast gesprochen (02:50) – "Welcome To New York" (03:28) – "Bad Blood" (15:53) – "Blank Space" (28:57) – "Style" (34:27) – "Shake It Off" (42:40) – "Wildest Dreams" (1:00:45) – "Out Of The Woods" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (09:58) – "Look What You Made Me Do" von Taylor Swift (10:19) – "I'm Too Sexy" von Right Said Fred (25:52) – "Mean" von Taylor Swift (28:26) – "Mr. Perfectly Fine" von Taylor Swift (28:34) – "Dear John" von Taylor Swift (28:43) – "Begin Again" von Taylor Swift (31:54) – "One More Time" von Daft Punk (32:09) – "Call On Me" von Eric Prydz (41:24) – "Umbrella" von Rihanna (42:02) – "One More Night" von Maroon 5 (1:00:16) – "Out Of The Woods" von Ryan Adams __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "1989" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/taylor-swift-1989-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Tom Petty And The Heartbreakers – "Damn The Torpedoes"
"Damn The Torpedoes" – volle Kraft voraus, damals wie heute. Mit ihrem dritten Studioalbum schafften es Tom Petty And The Heartbreakers endgültig auf die ganz großen Bühnen des Rock 'n' Roll. Tom Petty And The Heartbreakers haben alle Songs gemeinsam live im Studio von Mike Campbell eingespielt – und das hört man auch. Petty selbst soll mal gesagt haben, dass jeder Song von diesem Album mit einer einzigen Akustikgitarre spielbar sein soll – und das ist er, so SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius. Der Erfolg des Albums, insbesondere ihres ersten Songs "Refugee", ist auch der Tatsache zu verdanken, dass das Video zum Song unerwartet ab 1981 auf MTV in Rotation gelaufen ist. Die Band drehte das Video ursprünglich als Promo für eine Fernsehshow, bei der sie nicht vor Ort spielen wollten. Dass dieses Video durch den Musik-Videosender MTV ein zweites Leben eingehaucht bekommen würde, hatte keiner voraussehen können. Doch der erfolgreichste Song des Albums wurde "Don't Do Me Like That". Er erreichte die Top 10 der Billboard Hot 100 Charts in den Vereinigten Staaten und wurde zu einem der bekanntesten Hits der Band. __________ Über diese Songs vom Album "Damn The Torpedoes" wird im Podcast gesprochen (21:19) – "Refugee"(31:02) – "Here Comes My Girl"(40:55) – "Even The Losers"(45:05) – "Don't Do Me Like That"(50:47) – "Louisiana Rain"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (05:34) – "God’s Gift To Man" von Tom Petty And The Heartbreakers(10:00) – "Depot Street" von Mudcrutch(11:34) – "American Girl" von Tom Petty And The Heartbreakers(50:08) – "Don't Do Me Like That" von Mudcrutch__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Damn The Torpedoes" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/tom-petty-and-the-heartbreakers-damn-the-torpedoes-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Frankie Goes To Hollywood – "Welcome To The Pleasuredome"
Mit ihrem Debütalbum "Welcome To The Pleasuredome" knüpften Frankie Goes To Hollywood nahtlos an ihren Erfolg der vorherigen Singles "Relax" und "Two Tribes" an. Bereits vor dem Erscheinen des Albums am 29. Oktober 1984 soll es 1,5 Millionen Vorbestellungen im Vereinigten Königreich gegeben haben. Produktion von "Welcome To The Pleasuredome" Die Produktion zum Album hat von Juli 1983 bis 1984 in zwei unterschiedlichen Studios stattgefunden. In den Manor Studios im Norden von Oxford und in den Sam Studios im Londoner Stadtteil Notting Hill. "Relax" ist ein Jahr vor Albumveröffentlichung, im Oktober 1983, bereits als Single erschienen – und wurde direkt ein Riesenhit in Großbrittanien. Und auch mit den folgenden zwei Singles "Two Tribes" und "The Power Of Love" stürmten sie die Charts: Dreimal hintereinander Nummer 1 in UK, das hatten zuvor nur Gary and The Pacemakers im Jahr 1963 geschafft. Skandale als Marketingkonzept Interessant ist, dass diese Produktion einherging mit dem festen Plan Skandale auslösen zu wollen. Trevor Horn hat eng mit Musikjournalist Paul Morley zusammengearbeitet, der es verstand wie man ein Marketingkonzept für eine Band gestaltet, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen. Die Band sollte schnell Bekanntheit erlangen und dabei aus der Masse hervorstechen. __________ Über diese Songs vom Album "Welcome To The Pleasuredome" wird im Podcast gesprochen (13:48) – "The World Is My Oyster"(17:17) – "Welcome To The Pleasuredome"(29:28) – "Relax"(41:49) – "Two Tribes"(48:07) – "Tag"(49:15) – "Born To Run"(55:45) – "The Power Of Love"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (02:38) – "Moonlight Shadow" von Maggie Reilly(04:30) – "Self Control" von Laura Branigan(21:04) – "Welcome To The Pleasuredome" von Holly Johnson (44:56) – "Russians" von Sting(45:11) – "Leningrad" von Billy Joel(59:59) – "The Power Of Love" von Jennifer Rush(01:00:20) – "The Power Of Love" von Huey Lewis And The News__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Reggatta De Blanc" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-frankie-goes-to-hollywood-welcome-to-the-pleasuredome-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

The Police – "Reggatta De Blanc"
Mit "Reggatta De Blanc" bauen The Police 1979 auf dem Erfolg ihres Debütalbums "Outlandos d'Amour" auf. Sie finden ihren einzigartigen Sound, indem sie Elemente von Rock, Reggae und Punk miteinander verbinden. Auf "Reggatta De Blanc" sind einige der bekanntesten und erfolgreichsten Songs von The Police wie die Hitsingle "Message In A Bottle" oder "Walking On The Moon". Es ist ein Bandalbum mit den mindestens ebenbürtigen Genies Andy Summers und Stuart Copeland, wie Musikexperte und Schlagzeuger André Pittelkau auch nochmal betont. Der Titeltrack des gleichnamigen Albums "Reggatta De Blanc" gewann 1980 sogar den Grammy Award für das beste Rock-Instrumental, was die musikalischen Fähigkeiten des Trios unterstreicht. Der Mut zum Verzicht auf die Lyrics hatte sich ausgezahlt. "Reggatta De Blanc" ist eine Wortschöpfung und bedeutet so viel wie "weißer Reggae" und steht für den Sound der Band. __________ Über diese Songs vom Album "Reggatta De Blanc" wird im Podcast gesprochen (12:28) – "Message In A Bottle"(28:10) – "Reggatta De Blanc"(35:10) – "Deathwish"(39:12) – "Bring On The Night"(49:19) – "Walking On The Moon"(01:05:12) – "The Bed’s Too Big Without You"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (33:15) – "Can't Stand Losing You" von The Police(41:58) – "Carrion Prince" von Sting & The Last Exit(45:03) – "Edge Of Seventeen" von Stevie Nicks(46:18) – "Bootylicious" von Destiny’s Child(47:48) – "Prélude n°4" von Heitor Villa-Lobos(01:09:27) – "Locked Out Of Heaven" von Bruno Mars __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Reggatta De Blanc" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-the-police-reggatta-de-blanc-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Depeche Mode – "Some Great Reward"
Mit "Some Great Reward" haben Depeche Mode es 1984 zum ersten Mal in die Top drei der deutschen Albumcharts geschafft. Auch ihr erster Nummer-1-Hit "People Are People" ist darauf. Depeche Mode ist bis heute nicht nur eine der größten Synth-Pop-Bands aller Zeiten, sondern einfach eine Band mit unglaublich vielen treuen Fans auf der ganzen Welt. Neben den Synthie-Klängen haben sie sich in den 80ern vor allem auch durch die Beats mit sehr vielen industriellen Geräuschen ausgezeichnet – ihr Markenzeichen. Das hören wir zum Beispiel auch im ersten Nummer-1-Hit, den die Band in Deutschland hatte: "People Are People". Nachdem Gründungsmitglied Vince Clarke die Band bereits 1981 verlassen hatte und sich anderen Projekten wie Yazoo und später Erasure gewidmet hatte, brauchten Depeche Mode jemanden, der diese Position ausgleicht. Gefunden haben sie Alan Wilder, der als klassisch ausgebildeter Musiker sehr viel Qualität mit in die Band bringen konnte. Das hat die Qualität der Band deutlich verbessert, auch was den Sound betrifft. Mit "Some Great Reward" haben Depeche Mode damals einen großen Schritt in Richtung ihrer späteren Weltkarriere gemacht. Zum einen, weil sie sich musikalisch auf diesem Album selbst "gefunden haben" und zum anderen sind auf der Platte mit "People Are People" und "Master and Servant" zwei ihrer wichtigsten Singles der 80er auf dem Album, die es bei vielen Radiostationen in die Playlisten geschafft haben. __________ Über diese Songs vom Album "Some Great Reward" wird im Podcast gesprochen (15:39) – "Lie To Me"(21:10) – "People Are People"(43:45) – "Somebody"(52:43) – "Blasphemous Rumors"(01:02:14) – "Master And Servant" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Some Great Reward" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-depeche-mode-some-great-reward-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Green Day – "American Idiot"
Mit "American Idiot" haben Green Day 2004 nicht nur ein besonderes und eingängiges Punkrock-Album veröffentlicht, sondern die erfolgreichste Platte ihrer Karriere. Es ist das siebte Studioalbum der Band und mit mehr als 15 Millionen verkauften Einheiten mit Abstand das kommerziell erfolgreichste der Gruppe. 2005 gab es dann auch noch Grammy-Auszeichnungen für das "Beste Rockalbum" und der Song "Boulevard Of Broken Dreams" wurde als "Beste Aufnahme" prämiert. "American Idiot" ist nicht nur eine Ansammlung von 13 einzelnen Punkrock-Songs, sondern in der Entstehung schon als Konzeptalbum, als Rockoper angelegt. Welche Band und welches Album hier als Vorbild galt, ist ganz klar: "Quadrophenia" von The Who! Das Album erzählt die Geschichte des (Vorstadt-)Punks Jimmy und seinem Leben, seinen Problemen und seiner Entwicklung. Dabei gibt es immer wieder Parallelen zum Klassiker von The Who. Das beginnt, wie wir sehen, schon beim Namen des "Helden", Jimmy. Aber auch andere große Hits der Rock- und Popgeschichte werden von Green Day zitiert: "Summer of '69" von Bryan Adams, "Wonderwall" von Oasis und einige andere. Das faszinierende an der Platte ist, dass Songs wie "American Idiot", "Holiday" und "Boulevard Of Broken Dreams" ganz wunderbar als einzelne Songs funktionieren, weshalb sie – für eine Punkrockband – ziemlich erfolgreich im Radio gespielt worden sind. Trotzdem greifen sie auch als Ganzes ineinander und erzählen die Geschichte von "Jimmy" immer weiter. Der Weg zu diesem erfolgreichen Album war alles andere als leicht, denn eigentlich sollte es "American Idiot" gar nicht geben. Nach dem 2000er Album "Warning" hatten Green Day im Studio gut zwanzig andere Songs für ein Album mit dem Titel "Cigarettes and Valentines" aufgezeichnet, die plötzlich verschwunden sind. Somit stand die Band vor der Entscheidung: Nehmen wir diese Songs nochmal neu auf oder starten wir ganz von vorne mit neuen Ideen und neuen Songs? Green Day haben sich dann für Letzteres entschieden – glücklicherweise! __________ Über diese Songs vom Album "American Idiot" wird im Podcast gesprochen (20:53) – "American Idiot"(30:06) – "Jesus Of Suburbia"(48:10) – "Holiday"(54:27) – "Boulevard Of Broken Dreams"(01:09:43) – "Wake Me Up When September Ends" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "American Idiot" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-green-day-american-idiot-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Talking Heads – "Stop Making Sense"
"Stop Making Sense" von den Talking Heads ist mehr als nur ein Album, es ist einer der besten Konzertfilme der 80er Jahre. Wir sprechen auch darüber, weil sich viele Meilensteine Fans die Besprechung der "Platte" gewünscht haben. Da wir bei "Stop Making Sense" von einem Konzertfilm der Talking Heads reden, der 1983 in Hollywood, Los Angeles aufgezeichnet wurde, reden wir natürlich auch gleichzeitig von einem Livealbum. Punk, Artrock, Funk – Talking Heads sind "alles" Die Musik von den Talking Heads ist dabei auch so besonders und einzigartig, dass alleine die Einsortierung in eines der vielen Musikgenres unmöglich erscheint. Über die Jahre wurden die Talking Heads in viele verschiedene Schubladen gesteckt: New Wave, Artrock oder auch Funk. Nach einem gemeinsamen Konzert mit den Punklegenden "The Ramones" wurden auch sie selbst schon als Punkband betitelt. Mit dem "Stop Making Sense" veröffentlichte die Band 1984 übrigens schon ihr zweites Livealbum, nach dem 1982er-Album "The Name Of This Band Is Talking Heads". Auch das kam schon gut an, aber es war noch sprichwörtlich "Luft nach oben", wie es so schön heißt. "Stop Making Sense" war dann aber auch bis heute das letzte Livealbum der Band. Studioalben gab es nach 1984 noch drei weitere. "Ich war einfach total begeistert von diesem Album! Ich hab' das schwindelig gehört! [...] Ich höre beim Schlusston jedes Songs schon den Anfangston des nächsten. Mich irritiert es, wenn danach was anderes kommt", erzählt SWR1 Musikchef Bernd Rosinus im Podcast. Das Tolle an dem Album "Stop Making Sense" ist, dass man darauf so gut hören kann, "wie Popmusik ineinander greift und wie Popmusik funktioniert", erklärt SWR1 Musikchef Bernd Rosinus in dieser Meilensteine Folge. "Die Songs sind oft so aufgebaut, dass die Musiker nacheinander einsteigen [...] und man hört sehr, sehr gut, wie dieses Werk, was nachher so komplex klingt aufeinandergeschichtet ist", sagt Bernd Rosinus weiter. Einer der größten Hits der Platte ist der Song "Psycho Killer", der schon lange vor dem Album und dem Konzertfilm geschrieben wurde, nämlich bereits 1975. Sänger David Byrne schlüpft im Song eben in die Rolle eines "Psychopathen" und das Besondere an David Byrne ist, dass er eben nicht nur Musiker ist, sondern einfach Künstler. Also hat David Byrne den Song nicht einfach nur gesungen, sondern die ganze Rolle geschauspielert. Auch das macht den Song so besonders. Beim Kultsong "Burning Down The House" gab es viel Inspiration von der Band Parliament Funkadelic und deren unglaublichem Groove. Textlich beziehungsweise inhaltlich ist der Song wunderbar sinnlos. "Burning Down The House" lässt sich frei mit "Reiß die Hütte ab" übersetzen. Der Track ist ein klassischer Partysong. Da darf der Text schon mal vernachlässigt werden. Als Regisseur für den Konzertfilm wurde übrigens Jonathan Demme engagiert, der später noch die Kultfilme "Philadelphia" mit Oscarpreisträger Tom Hanks und auch "Das Schweigen der Lämmer" mit Anthony Hopkins und Jodie Foster gemacht hat. Letzterer hat ihm dann selber noch einen Oscar eingebracht für die "Beste Regie". __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Stop Making Sense" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-talking-heads-david-byrne-stop-making-sense-100.html __________ Über diese Songs von "Stop Making Sense" wird im Podcast gesprochen: (13:10) – "Psycho Killer"(31:27) – "Burning Down The House"(35:45) – "Girlfriend Is Better"(41:44) – "Life During Wartime"(52:22) – "Take Me To The River" __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Lenny Kravitz – "Let Love Rule"
Lenny Kravitz – Megastar seit mehr als drei Jahrzehnten Seit über drei Jahrzehnten steht Lenny Kravitz auf den großen Bühnen dieser Welt. In seiner Heimat Amerika gelang ihm der erste große Erfolg schon mit seinem Debütalbum „Let Love Rule“ im Jahr 1989. In diesem September feiert die Platte also 35. Geburtstag und ist damit genau so alt wie seine älteste Tochter Zoë Kravitz. Kravitz‘ Durchbruch in Deutschland Bei uns in Deutschland war der erste größere Erfolg seine Ballade „It Ain’t Over Till It’s Over“ von seinem zweiten Album „Mama Said“ aus dem Jahr 1991. Seitdem ist der Rocksänger, Gitarrist und Produzent auch bei uns mit jedem seiner Alben in den Charts gelandet. Beliebt bei anderen Musikern Weil Lenny Kravitz nicht nur Gitarre spielt, sondern gleich mehrere Instrumente beherrscht, war er bei vielen anderen Musikern in seiner Jugendzeit sehr beliebt und wurde auch immer wieder zu Jamsessions eingeladen. Da kam Lenny dann auch auf die Idee sein eigenes Album aufzunehmen. Zusammen mit Henry Hirsch, den er Mitte der 80er kennenlernte. Henry Hirsch ist Tontechniker, Keyboarder und Bassist. Die beiden haben sich wunderbar ergänzt und konnten super zusammenarbeiten. Auch, weil Henry Hirsch damals schon sein eigenes Tonstudio hatte, ein Vorteil, der nicht von der Hand zu weisen ist. Gemeinsam teilten Henry Hirsch und Lenny Kravitz die Leidenschaft für "echte" Instrumente und auch für analoge Aufnahmetechniken. __________ Über diese Songs vom Album "Definitely Maybe" wird im Podcast gesprochen (20:37) – "Let Love Rule"(33:33) – "Precious Love"(42:01) – "I Build This Garden For Us"(48:21) – "Mr. Cab Driver"(53:34) – "Rosemary" Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (25:25) – "White Room" von Cream(26:07) – "Hey Joe" von Jimi Hendrix(44:06) – "Strawberry Fields Forever" von den Beatles__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Let Love Rule" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-lenny-kravitz-let-love-rule-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Oasis – "Definitely Maybe"
Angeführt von den beiden Brüdern Liam und Noel Gallagher etablierten sich Oasis als eine der führenden Bands der Britpop-Bewegung in den 90er Jahren. "Definitely Maybe" wurde zum bestverkauftesten Debütalbum in Großbritannien. Fünf Jungs aus Manchesters Arbeiterklasse nehmen sich vor Rockstars zu werden. Der Opener ihres ersten Albums "Definitely Maybe" trägt passend dazu den Titel "Rock ’n’ Roll Star" – der Gegenentwurf von dem Leben, in dem sie sich tatsächlich befunden haben. Doch die selbsterfüllende Prophezeiung funktioniert, "Definitely Maybe" ist weltweit über 6,9 Millionen Mal über die Ladentheke gegangen, es hagelte Gold und Platin. Im August feiert "Definitely Maybe" von Oasis 30-jähriges Jubiläum. Ihre Singles "Supersonic", "Live Forever" und "Cigarettes And Alcohol" klingen heute noch so frisch und aktuell wie im Jahr 1994. Zur Feier des Jubiläums erscheint am 30. August 2024 eine limitierte Deluxe 4LP- und 2CD-Edition mit Bonusmaterial. Bei der ersten Session zu ihrem Debütalbum "Definitely Maybe" hatten Oasis mit David Batchelor einen Produzent an ihrer Seite, der sehr klar produziert hat. Er hat die die Musiker in Einzelkabinen aufgenommen, um die Sounds zu trennen. Doch das war nicht der Sound, den die Band wollte. Noel hatte eine klare Vorstellung von dem Album, er wollte, "dass das Ding klingt wie ein abhebender Düsenjet". Daher haben sie das Album tatsächlich ein zweites Mal aufgenommen, mit Produzent Mark Coyle. Er war mit ihnen bereits als Live-Tontechniker unterwegs und verstand, wie die Band klingen wollte. Warum SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig das Oasis-Konzert verlassen hat und das Album "Definitely Maybe" dennoch großartig findet, warum die Orientierung an bestehenden musikalischen Stilen für dieses Album absolut prägend ist und noch vieles mehr, erfahren Sie im Meilensteine Podcast zu "Definitely Maybe" von Oasis. __________ Über diese Songs vom Album "Definitely Maybe" wird im Podcast gesprochen (15:15) – "Rock ’n’ Roll Star"(25:24) – "Cigarettes & Alcohol"(31:15) – "Shakermaker"(38:33) – "Live Forever"(1:00:00)– "Supersonic"(1:10:33)– "Slide Away" Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (31:58) – "I'd Like To Teach The World To Sing" von den The New Seekers__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Definitely Maybe" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-definitely-maybe-oasis-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

AC/DC – "Highway To Hell"
Für die australische Hardrock Band AC/DC war ihr sechstes Album "Highway To Hell" ihr großer, internationaler Durchbruch. Mit diesem Album sollte sich für die Band alles verändern. Mit "Highway To Hell", dem sechsten Album von AC/DC ist der Band endlich der große Wurf gelungen. Für den hat die fünfköpfige australische Band hart arbeiten müssen. Um sich einen Namen zu erspielen hat die Band alleine in den Jahren 1977 und 1978 über 300 Konzerte gespielt. Das war auch absolut notwendig, denn mit dem ungewohnten harten Rock konnte die Band von den Radiostationen nichts erwarten. Dort haben AC/DC einfach nicht stattgefunden. Mit dem sechsten Album sollte sich dann für AC/DC endgültig alles ändern, aber zu einem Preis, den die Band nicht gerne bezahlt hat. Denn die Plattenfirma von AC/DC strebte nach Veränderung, damit es endlich klappt mit dem Erfolg. Die Lösung: Personelle Veränderung. Nicht innerhalb der direkten Band, aber an den Reglern davor. Für Malcolm und Angus Young ein Schlag ins Gesicht, denn da saß ihr Bruder George Young. Am Ende saß dann Produzent Mutt Lange an den Reglern. Die richtige Wahl, wie sich rausstellen sollte. Eine der wichtigsten Dinge, die Mutt Lange für die AC/DC getan hat: Er hat den Sound der Band aufgeräumt und reduziert. Darüber hinaus hat Mutt Lange vor allem Sänger Bon Scott geholfen beim Singen richtig zu atmen und noch mehr aus seiner Stimme rauszuholen. So konnte Sänger Bon Scott auch in den hohen Tonlagen mit einer kräftigen Bruststimme singen, was damals ein wichtiger Bestandteil für den Sound von AC/DC war. Das Herzstück von AC/DC sind, wenig überraschend, die Gitarren. Das geht schon beim Equipment der beiden Gitarristen Angus und Malcolm Young los. Leadgitarrist Angus Young spielt fast ausschließlich eine Gibson SG-Gitarre. Kaum eine Gitarre ist so eng mit einem einzigen Gitarristen verknüpft wie dieses Modell. Vom Sound her ist die Gitarre sehr direkt, bissig und mittenlastig. Das bedeutet, die Gitarrensoli und -riffs von Angus dringen durch und stehen immer im Vordergrund. So wie Angus auch selbst auf der Bühne. Die Gitarre von Malcolm Young gibt den Songs die satte Basis. Mit der massiven, großen und schweren Gretsch-Gitarre, die er gespielt hat, hat er das wuchtige Fundament der Songs gegeben. Sein Sound "schiebt" oder "drückt", wie man auch sagt. Dazu passt auch, dass einer seiner häufig gespielten Gitarrenverstärker schon im Modellnamen "Super Bass" stehen hat. "Highway To Hell" war für AC/DC nicht nur das Album, dass der Band den großen Durchbruch beschert hat, sondern auch mit das prägendste Album der Band. Diese zehn Songs haben der Band den Weg geebnet und die Richtung vorgegeben, die sie zu einer der größten Rockbands aller Zeiten machen sollte. __________ Über diese Songs vom Album "Highway To Hell" wird im Podcast gesprochen: (12:31) – "Highway To Hell"(30:24) – "Night Prowler"(40:16) – "Girls Got Rhythm"(47:25) – "Touch Too Much"(56:37) – "If You Want Blood (You Got It)"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Highway To Hell" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-acdc-highway-to-hell-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Sade – "Diamond Life"
Mit über 10 Millionen verkauften Einheiten von "Diamond Life" ist Sade nicht nur der Durchbruch gelungen, sondern direkt ein echter Meilenstein der Pop-Geschichte. Die Band um Frontsängerin Sade Adu war eine wahre Bereicherung für die Musiklandschaft der 80er-Jahre, die vor allem durch Synthie-Pop und Hair-Metal geprägt waren. Mit ihrem Mix aus Latin, Jazz, sinnlichem Soul und R'n'B haben Sade ein neues Genre etabliert und damit einen echten Nerv getroffen. Neben über 10 Millionen verkauften Platten, erreichte "Diamond Life" vierfach Platin in den USA und wurde in verschiedenen Ländern mit mehreren Gold- und Platin-Auszeichnungen geehrt. Der Karriereplan von Sade Adu Helen Folasade Adu alias Sade Adu wurde 1959 geboren, wuchs in Nigeria und England auf und studierte zunächst Modedesign an der Saint Martin's School of Art in London, bevor sie ihre musikalische Laufbahn begann. In dieser Zeit knüpfte sie Kontakte zu großen Persönlichkeiten in den Bereichen Mode, Kunst und Musik, darunter Jean Paul Gaultier, Spandau Ballet und auch Musikmanager Lee Barrett. Dieser managte damals eine angesagte Funk-Latin-Band namens Pride. Als er eine neue Backgroundsängerin für die Band suchte, lud er Sade zu einer Audition ein, die sich bislang selbst nicht als Sängerin identifiziert hatte. Ein voller Erfolg! Bald darauf gründete Sade ihre eigene Band nahm einige der Bandmitglieder gleich mit. Der Weg zu "Diamond Life" und Hits wie "Smooth Operator" und "Your Love Is King" war geebnet. "Diamond Life" von Sade – Ein Meilenstein der Musikgeschichte Für welche Weltstars Sade heute noch als großes Vorbild gilt, was ihre Musik auszeichnet und an welchen Stellen sich Produzent Robin Miller doch elektronische Hilfe dazu geholt hat, das und mehr hören Sie im aktuellen SWR1 Meilensteine Podcast zu "Diamond Life". __________ Über diese Songs vom Album "Diamond Life" wird im Podcast gesprochen (10:09) – "Smooth Operator"(22:59) – "Your Love Is King"(28:26) – "Hang On To Your Love"(33:24) – "When Am I Going To Make A Living"(40:14) – "Cherry Pie"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (11:43) – "The Look of Love" von ABC(12:06) – "The Look of Love" von Dusty Springfield(15:48) – "Diamond Life" von Pride(20:06) – "Hallo, Ich bin Herrmann" von Rodgau Monotones(29:57) – "Never Too Much" von Luther Vandross(30:26) – "Sweet Love" von Anita Baker (31:32) – "Billie Jean" von Michael Jackson(41:18) – "Theme from Shaft" von Isaac Hayes(41:57) – "Papa Was A Rolling Stone" von The Temptations__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Diamond Life" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-sade-diamond-life-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

The Beatles – "A Hard Day's Night"
Vor 60 Jahren versetzen die Beatles die Musikwelt in Aufruhr. Die vier Jungs aus Liverpool ließen nicht nur Teenagerherzen höherschlagen, sondern wurden zu einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Am 9. Juli 1964 veröffentlichten die Beatles ihr drittes Album "A Hard Day's Night" – eine Platte, die nicht nur in Großbritannien, sondern auch international die Charts eroberte. Nur wenige Tage zuvor erschien der dazugehörige Film mit dem Titel "Yeah, Yeah, Yeah". Film und Album eröffneten neue Marketingstrategien im Showbiz, die Boyband ist geboren. Zum ersten Mal kommen alle Kompositionen vom Songschreiber-Duo John Lennon und Paul McCartney. "Hard Day's Night" führte mit Songs wie "Can't Buy Me Love" und "Things We Said Today" die Charts an und beschritt gleichzeitig neue Wege in der damaligen Aufnahmetechnik. "A Hard Day's Night" Der Titel zum Song und Album "A Hard Day's Night" stammt von Ringo Starr. Der Legende zufolge waren die Beatles den ganzen Tag unterwegs und Ringo merkte erschöpft an, dass es ein harter Tag "A Hard Day" war, bis er merkte, dass es eigentlich schon Nacht war, weshalb er das "Night" noch angehängt hat. Das Album wurde in den Abbey Road Studios (damaligen EMI Studios) im Londoner Stadtteil Westminster aufgenommen. "A Hard Day's Night" war die Initialzündung für die Folk-Rock-Ära der 60er. Ein Instrument steht dafür wie kein zweites: Die 12-saitige E-Gitarre "Rickenbacker 360/12", die von George Harrison gespielt wurde. Sie inspirierte viele Musiker, unter anderem die Byrds, die den Sound übernahmen. Der ikonische Eröffnungsakkord des Titelsongs "A Hard Day's Night" fasziniert Musikliebhaber bis heute. Hier hat George Harrison mit der halbakustische E-Gitarre Rickenbacker 360/12 neue Soundmaßstäbe gesetzt. "Can't Buy Me Love" "Can't Buy Me Love" ist die erste Single-Auskopplung von "A Hard Day's Night" und die erfolgreichste: Nummer 1 in vielen Ländern und in den USA gab es gleich mehrere Rekorde: 5 Wochen an der Spitze der Billboard Hot 100, von Platz 27 direkt auf 1. Der Song wurde ursprünglich in Frankreich aufgenommen und später in der fertigen Version in den Abbey Road Studios. "Can't Buy Me Love" ist ein Klassiker, den Paul McCartney auch heute noch in seinen Live-Shows spielt. Mehr über die Geschichte hinter dem Titel von Film, Album und Song, was es mit der Genialität des berühmten Anfangsakkords von "A Hard Day's Night" auf sich hat und was die unvergleichliche "Beatles-Magie" ausmacht und noch vieles mehr, erfahren Sie im Meilensteine Podcast zu "A Hard Day's Night" von The Beatles. __________ Über diese Songs vom Album "A Hard Day's Night" wird im Podcast gesprochen (17:38) – "Can’t Buy Me Love"(20:38) – "A Hard Day’s Night"(51:07) – "And I Love Her"(57:37) – "Can’t Buy Me Love"(1:01:08) – "Any Time At All"(1:04:30) – "Things We Said Today"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (17:17) – "Komm gib mir deine Hand" von The Beatles(24:39) – "I Call Your Name" von The Beatles(34:12) – "Mr. Tambourine Man" von The Byrds(40:50) – "A Hard Day’s Night" von Goldie Hawn(1:00:28) – "Can’t Buy Me Love" von Ella Fitzgerald__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "A Hard Day's Night" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-a-hard-days-night-the-beatles-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Rory Gallagher – "Irish Tour '74"
Rory Gallagher gilt "als einer der größten Gitarristen, die keiner kennt". Mit dieser Folge der SWR1 Meilensteine ändern wir genau das. Wir sprechen heute über Gallaghers legendäres Livealbum "Irish Tour ‘74". Alben mit irischem Bezug hatten wir in den letzten Monaten ein paar bei uns in den SWR1 Meilensteinen. Letztens erst Thin Lizzy und "Black Rose: A Rock Legend". Und heute packen wir Rory Gallagher und seine "Irish Tour ‘74" mal mit dazu in unseren SWR1 Meilensteine Plattenschrank. Und auch wenn Rory Gallagher nicht unbedingt im kollektiven Gedächtnis verankert ist, schmälert das sein Können nicht im Geringsten. Viele große Stars aus der Musikszene kannten ihn, haben ihn verehrt und wollten sogar zusammen mit ihm Musik machen. Brian May von Queen hat gesagt, dass sein Sound von Rory Gallagher inspiriert ist, Eric Clapton hat Gallagher dafür gedankt, wieder zum Blues zurückgefunden zu haben und nicht ganz unbedeutende Bands wie Deep Purple, Cream oder die Rolling Stones hätten ihn wohl gerne als Gitarristen gehabt. Aber Rory Gallagher wollte lieber immer sein eigenes Ding machen. Und auf große Studioarbeit hatte Gallagher ohnehin nie wirklich Lust. Seine unglaubliche Energie hat sich vor allem auf der Bühne entfaltet. Auch deshalb sprechen wir mit "Irish Tour '74" heute über ein Live- und nicht über ein Studioalbum. Neben seinem unfassbar guten Gitarrenspiel ist Rory Gallagher auch sehr bekannt für eine bestimmte Gitarrenart: eine Fender Stratocaster. Einer der bekanntesten Vertreter der Stratocaster-Spieler ist, der eben schon erwähnte, Eric Clapton. Aber auch die Gitarre von Rory Gallagher ist bis heute ein fast schon kultisch verehrtes Instrument der Rockgeschichte. Als fünfzehnjähriger hat sich Rory Gallagher die Gitarre damals gekauft und sich dafür selbst sehr hoch verschuldet, heißt es. Über die Jahre hat sie dann (vor allem optisch) sehr gelitten. Angeblich, weil Rory Gallagher einen extrem sauren Schweiß gehabt haben soll, der den Lack verätzt hat. Das sind Stories, aus denen Rock Mythen sind. __________ Über diese Songs vom Album "Irish Tour '74" wird im Podcast gesprochen (16:45) – "Cradle Rock"(42:44) – "Tattoo'd Lady"(47:06) – "As The Crow Flies"(57:47) – "Million Miles Away"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Bad Company" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-bad-company-paul-rodgers-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Bad Company – "Bad Company"
Wir begeben uns ausnahmsweise mal in schlechter Gesellschaft – Bad Company. Mit ihrem Debütalbum, das den gleichen Namen trägt: Bad Company. Keine normale Band, sondern eine echte Supergroup. Die Bezeichnung "Supergroup" wird traditionell dann verwendet, wenn sich Mitglieder oder ehemalige Mitglieder, die schon in großen Bands gespielt haben zusammentun und eine neue Band gründen. Bei Bad Company waren das Sänger, Pianist und Gitarrist Paul Rodgers und Drummer Simon Kirke von der Band "Free", Gitarrist Mick Ralphs von "Mott the Hoople" und Bassist Boz Burrell, der zwischendurch mal Grek Lake bei "King Crimson" abgelöst hatte. Und was die Herren dann zu bieten hatten, war zeittypischer Rock der Mittsiebziger mit großer Strahlkraft für die Weiterentwicklung des Rock. Schnörkellos könnte man auch sagen. Der größte Hit vom Album war "Can’t Get Enough". Bei sogenannten Supergroups ist die Entstehungsgeschichte meistens auch ganz spannend, denn wer bereits in einer erfolgreichen Band spielt, der verlässt die oft nur aus guten Gründen um nochmal komplett von vorne anzufangen. Bei Paul Rodgers und Simon Kirke von "Free" hatte sich die Band so zerstritten, dass gefühlt keine Rettung mehr möglich war. Paul Rodgers und Simon Kirke gingen also gemeinsam auf die Suche nach neuen Mitmusikern. Mick Ralphs gefiel die musikalische Ausrichtung in die seine Band "Mott the Hoople" marschierte nicht so gut, da ging es zu sehr in die Richtung Glamrock. Und Bassist Boz Burrell von "King Crimson", der war sowieso sehr umtriebig. Vor der Zeit bei "King Crimson" war er schon mit seiner eigenen Band unterwegs gewesen, in der zum Beispiel Ritchie Blackmore, Ian Paice und Jon Lord spielten, die späteren Deep Purple. Bad Company sind schnell auf dem gleichen Label gelandet wie ihre Freunde von Led Zeppelin und konnten auch in deren Tonstudio Headley Grange ihr Debütalbum aufnehmen. Für SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig ist Bad Company eines seiner liebsten Rockalben, wie er im SWR1 Meilensteine Podcast erzählt: "Weil die Stücke [...] in einmaliger und genialer Art zeigen, wie viel mehr, weniger sein kann. [...] Die Arrangements auf diesem Album sind auf das Notwendigste reduziert und es ist auch diese einmalig, einfache und dann auch [...] raue Art an Rock heranzugehen, die ich so besonders finde an diesem Album." Wenn die Instrumente grundsätzlich auf das Nötigste reduziert sind, dann bekommen die einzelnen Instrumente auch immer wieder die Möglichkeiten sich auszubreiten und zu glänzen. Das gilt natürlich auch für die sensationelle Rockstimme von Sänger Paul Rodgers. Der Grundsatz von Bad Company war: Zu viel Kleinteiliges lässt eine Platte auch klein wirken. __________ Über diese Songs vom Album "Bad Company" wird im Podcast gesprochen (16:28) – "Can't Get Enough" (23:49) – "Ready for Love" (30:44) – "Don't Let Me Down" (34:29) – "Bad Company" (45:37) – "Seagull" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Bad Company" findet ihr hier: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-bad-company-paul-rodgers-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Ed Sheeran – "X"
Ed Sheeran ist spätestens seit seinem Album "X" (Multiply) ein absoluter Megastar. Der größte Hit vom Album ist der Song "Thinking Out Loud". Jetzt feiert das Album 10-jähriges Jubiläum und wir feiern mit – natürlich mit einer Meilensteine-Folge. Ed Sheeran ist aus der aktuellen Popmusikwelt gar nicht mehr wegzudenken. Egal was er anfasst, es funktioniert bei ihm anscheinend alles. Schon sein zweites Album "X" hat ihn zum absoluten Megastar gemacht. Alleine in Deutschland war das Album 199 Wochen, also knapp vier Jahre in den Albumcharts vertreten. In seiner Heimat Großbritannien hielt es sich sogar noch viel länger: 439 Wochen, also achteinhalb Jahre. Der größte Hit des Albums war der Song "Thinking Out Loud". Eine Ballade, die, so ehrlich müssen wir sein, schon irgendwie ziemlich kitschig klingt. Aber 3,7 Milliarden Menschen auf Youtube hat der Song und auch das Video offenbar gefallen, denn so oft wurde das Video bisher (Stand: 7. Juni 2024) angeschaut. Das Album "X" kam 2014 auch zu einem sehr passenden Zeitpunkt heraus. Zu der Zeit gab es vor allem sehr viel elektronische Hochglanz-Popmusik wie zum Beispiel von DJ Robin Schulz, Clean Bandit oder auch Katy Perry, die es in den Jahrescharts weit nach oben geschafft haben. Da hat Ed Sheeran mit seinen sehr akustisch- und organisch-klingenden Songs eine gewisse Vielfalt und auch einen Kontrapunkt in die Musikszene gebracht. Mit seiner speziellen Art zu singen hat er es geschafft, ein eigenes romantisches Ed-Sheeran-Genre zu erschaffen, erklärt SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt. Dabei verbindet Sheeran in seiner größtenteils sehr akustischen Popmusik Genres, die so bisher selten auf diese Art abgebildet worden sind, wie zum Beispiel auch Dance oder Hip-Hop. Dabei hilft ihm vor allem auch der Einsatz der für ihn typischen Loop-Station. Ein Teil des Erfolgs von Ed Sheeran macht, neben seiner Musik, auch seine charmante und bodenständige Art aus. Der Brite liebt es – das sehen wir in vielen älteren Videos auf Youtube – die Menschen zu animieren, mitzumachen. Damit hat er vor allem zu seiner Zeit als Straßenmusiker die Menschen zu sich gezogen. Und genau diese Videos und die Art wie er Geschichten in seinen Musikvideos erzählt, machen ihn so charmant und nahbar. Host: Katharina Heinius; Redaktion: Nina Waßmundt, Jessica Pfeiffer __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zum Podcast findet ihr auf swr1.de unter: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-ed-sheeran-x-multiply-100.html __________ Über diese Songs vom Album "X" wird im Podcast gesprochen (12:04) – "Sing" (17:34) – "Don't" (34:25) – "Thinking Out Loud" (49:10) – "Runaway" (55:26) – "Photograph" __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Santana – "Supernatural"
Bereits 26 Alben hat Gitarrenlegende Carlos Santana mit seiner Band "Santana" veröffentlicht. Sein mit Abstand erfolgreichstes Album ist "Supernatural" auf dem auch viele Gaststars mit dabei sind wie Lauryn Hill, Eric Clapton oder auch Hip-Hop-Legende Everlast. Die Zahlen sprechen für sich! Mit acht gewonnenen Grammy-Auszeichnungen im Jahr 2000 und mehr als 30 Millionen verkauften Einheiten, hat Gitarrenlegende Carlos Santana mit seinem Album "Supernatural" offenbar einen Nerv getroffen. Er und seine Band haben dafür die eigene Musik aus den 60ern und 70ern quasi ins neue Jahrtausend gehoben. Geholfen haben dabei vor allem auch ganz viele Gastmusiker. "Kaum jemand hatte das zuvor für möglich gehalten, was für Santana selbst schon klar war, mit Hilfe vieler Musikerinnen und Musiker verschiedener Generationen und Genres neue Magie entstehen zu lassen", sagt Moderator Frank König über das Album "Supernatural". Mit "Blues-Rapper" Everlast bedient Santana auf dem Album auf der einen Seite die etwas düstereren Klänge, beim Song "Maria Maria", dem größten Hit der Platte, hat Carlos Santana noch die Rapgruppe The Product G&B (bestehend aus Mitgliedern der "Fugees") dazugeholt und so im November 1999 auch einen richtigen Mainstream Radiohit gelandet. Der Song war so gut und erfolgreich, dass sich 2018 DJ Khaled und Rihanna die Musik nochmal geschnappt haben und sogar noch einen neuen Song daraus gemacht haben: "Wild Thoughts". Das Santana etwas an ihrer Musik ändern mussten, das war offensichtlich. Zumindest, wenn sie kommerziell erfolgreich sein wollten, denn der große Erfolg, den die Band in den 70er-Jahren zweifelsohne hatte, war spätestens seit dem Album "Shangó" aus dem Jahr 1982 vorbei. Das war die letzte Platte, die zumindest in den USA noch mit Gold ausgezeichnet wurde. Danach war die Band global zwar nicht in der Versenkung verschwunden, aber weder in den USA, Großbritannien oder Deutschland hatte es die Gruppe um Gitarrenlegende Carlos Santana in die Top Ten geschafft – mit keinem der folgenden vier Alben. Erst Supernatural brachte dann die Wende und katapultierte die Band wieder (wortwörtlich) an die Spitze der Albumcharts. Es gab mehrfache Platinauszeichungen in den USA, Großbritannien, Österreich, der Schweiz und auch bei uns in Deutschland. Fast zwei Jahre konnte sich das Album bei uns in den Charts halten. Host: Frank König; Redakteure: Katharina Heinius & Benjamin Brendebach __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zum Podcast findet ihr auf swr1.de unter: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-santana-supernatural-100.html __________ Über diese Songs vom Album "Supernatural" wird im Podcast gesprochen: (10:16) – "Love Of My Life"(24:19) – "The Calling" (26:35) – "Put Your Lights On"(35:30) – "Smooth"(41:19) – "Do You Like The Way"(43:47) – "Maria Maria"__________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Red Hot Chili Peppers – "Californication"
Am 8. Juni 1999 erscheint mit "Californication" das siebte Studioalbum der Red Hot Chili Peppers — und ihr erfolgreichstes. Auf "Californication" zeigen die Red Hot Chili Peppers ihre Narben, das Kalifornien, das sie in den 90ern erleben und in manchen Songs auch den harten Alltag von Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Die gesamte Platte ist ein Wendepunkt in ihrer Karriere, eine Art Wiedergeburt. Mehr als 15 Millionen Mal hat sich "Californication" bereits verkauft. Mit dem Album "Blood Sugar Sex Magik" 1991 ebneten die Red Hot Chili Peppers ihren speziellen Sound. Harte Rock & Funk Grooves trafen auf den stakkatohaften Sprechgesang von Anthony Kiedis — das war etwas ganz Neues und machte "Blood Sugar Sex Magik" zu einem echten "Signature"-Album. Die Single "Under The Bridge" wird zu einem Riesenhit. Für Gitarrist John Frusciante wird der Erfolg zu viel und bedingt durch seine schwere Heroinsucht steigt er 1992 aus. Die Peppers holen sich Dave Navarro als Ersatz, "One Hot Minute" heißt ihr gemeinsames Album im Jahr 1995. Danach wird es wild, die Red Hot Chili Peppers führten ein Leben zwischen Live-Gigs, Drogenexzessen, Selbstzerstörung und Selbstfindung. 1998 beschließt die Band ein neues Album aufzunehmen, mit einem vollkommen neuen Sound. Es sollte elektronischer werden. Sie fragten verschiedene namenhafte Produzenten an, darunter David Bowie, Daniel Lanois und Brian Eno — doch alle sagten ab. Daher blieben sie bei ihrem Erfolgsproduzenten Rick Rubin. Geprobt wurde in der Garage auf dem Anwesen von Bassist Flea. Dave Navarro erschien immer wieder unter Drogen bei den Sessions, weshalb die Peppers nicht länger mit ihm zusammenarbeiten wollten. Im Jahr zuvor begann ihr alter Bandkollege John Frusciante einen Entzug und schaffte es, seine Heroin-Abhängigkeit zu bekämpfen. Vielleicht war es Schicksal, er kehrte zu den Peppers zurück, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt körperlich in einem wahnsinnig schlechten Zustand befand. Sie probten gemeinsam, schrieben Songs — die Band-Chemie stimmte einfach und dann nahmen sie mit "Californication" einen echten Meilenstein auf. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war zwar John nach seinem Entzug wieder clean, Anthony jedoch noch nicht. Er hatte 1995 einen Rückfall erlitten und wurde erst später, im Jahr 2000, clean. Und auch Schlagzeuger Chad Smith war bis 2004 alkoholabhänigig. Die Jungs verband zeitlebens ein trauriges Schicksal: alle waren auf unterschiedliche Arten schwer drogenabhängig. Der Opener "Around The World" handelt von der Schönheit der Welt und dem hektischen Tourleben. Es sind autobiografische Texte von Anthony Kiedis, mit denen er Bilder und Metaphern im Kopf der Hörer und Hörerinnen entstehen lässt, die sich wie ein roter Faden durchs Album ziehen. Für Markus Kavka und seine damalige Arbeit bei Viva 2, war "Californication" einer der wichtigsten Releases überhaupt. Vor allem die musikalisch und auch textlich vollkommen neuen Ebenen, die sich aufgetan haben, haben Kavka persönlich sofort begeistert. Die Lead-Single "Scar Tissue" erschien bereits zwei Wochen vor der Veröffentlichung des Albums, am 25. Mai 1999 und gewann einen Grammy für den besten Rocksong 2000. Für SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig ist der Song eine Blaupause des Red Hot Chili Peppers-Sounds, der danach entstanden ist. John Frusciante musste sein Gitarrenspiel erst langsam wieder erlernen, spielt ganz einfache Akkordfolgen, diese aber wunderschön aufteilt auf dem Griffbrett. Er nimmt sich total zurück. Sein Gitarrensolo am Ende des Songs gilt laut dem Fachmagazin "Guitar World" als "eines der besten Gitarrensoli der Rockgeschichte. Nach diesem ersten Ausstieg und nach diesem Entzug hat John Frusciante einen komplett eigenen Stil in die Band mit eingebracht, den es zuvor in dieser Form noch nicht gab. Der Song "Scar Tissue" steht für die Wiedergeburt dieser Band und ist für Kavka quintessenziell für alles, was die Red Hot Chili Peppers ausmacht. Das Video zum Song zeigt die Peppers völlig vernarbt mitten in der Wüste. Auch die Autobiographie von Sänger Anthony Kiedies trägt den Namen "Scar Tissue" im Titel. Um welche Narben es sich hier genau handelt, die die Jungs nicht nur in ihren Songs verarbeiten, hören Sie im Podcast. "Californication" erzählt die Geschichten von wandernden Seelen, die auf der Suche nach dem amerikanischen Traum in Kalifornien vom Weg abgekommen sind. "Californication" ist die Kritik am vermeintlich oberflächlichen kalifornischen Lifestyle, ein Song über den Verfall der künstlichen Gesellschaft, wie sie von den Red Hot Chili Peppers wahrgenommen wird. Es ist die dunkle Seite des amerikanischen Traums, von dem sie wissen, dass sie selbst Teil des Ganzen sind. "Californication" war für viele junge Menschen von sehr großer Bedeutung und hält bis heute noch nach. "Was ich an dem

Elvis Presley – "From Elvis In Memphis"
Mit "From Elvis In Memphis" feiert Elvis Presley 1969 nicht nur sein Studioalbum-Comeback, sondern er erfindet sich auch selbst komplett neu. Der King of Rock'n'Roll ist geboren! Produktionsgeschichte von "From Elvis In Memphis" Elvis musste für dieses Album zunächst sein Label RCA davon überzeugen, einen neuen Weg einzuschlagen und in seiner Wahlheimat Memphis aufzuzeichnen. Dort gab es ein Studio, das wegen des Sounds sehr angesagt war, das American Sound Studio. Elvis wollte etwas Neues ausprobieren und nie wieder einen Song singen, den er nicht singen möchte. Bis dahin machte Elvis fast nur noch Soundtracks für Filme und keine Studioalben. Mit "From Elvis In Memphis" feiert er daher nicht nur sein Studioalbum-Comeback, sondern vollzieht zudem einen musikalischen Stilwechsel in eine Richtung, die damals sehr modern war. Die Aufnahmen zu "From Elvis In Memphis" fanden im Januar und Februar 1969 statt. Währenddessen war Elvis gesundheitlich stark angeschlagen, hat die Produktion dennoch abschließen können, obwohl seine Stimme zwischenzeitlich fast weg war. Das Erfolgsgeheimnis des King of Rock'n'Roll Auf "From Elvis In Memphis" befinden sich vier Original- und acht Cover-Versionen — in einer Zeit der großen Songwriter, wie John Lennon, Paul McCartney oder Bob Dylan. Für Elvis war es jedoch nichts Außergewöhnliches Songs zu covern oder vielmehr zu veredeln. Er hat damit zwar keine musikalischen Innovationen gebracht, aber gemacht, was zu ihm passt — eine unnachahmliche Mischung aus Country, Soul und Funk. Elvis hat seinen Stil in die neue Zeit übertragen und das gelingt offensichtlich genauso gut auch mit Cover-Versionen, wenn nicht durch den Wiedererkennungswert vielleicht sogar noch besser. Um 1970 traf Elvis den Entschluss ein eigenes Markenzeichen zu entwickeln und das "TCB-Logo" wurde geboren: Ein Zeichen mit einem Blitz und den drei Großbuchstaben "TCB", die für "Takin' Care Of Business" (Anmerkung der Redaktion: Sich immer schön um das Geschäft kümmern) stehen. Das war nicht nur Elvis' Lebensmotto, sondern auch der Name seiner Band, die ihn bis zum Ende fast immer auf den Touren begleitet hat. Elvis in Vegas Presleys Manager Colonel Tom Parker fixierte am 31. Juli 1969 einen Auftritt für Elvis in Las Vegas. Nach Elvis' damaligem Karrieretal war das für ihn eine große Chance — und er nahm sie wahr. Die Show wurde ein voller Erfolg! Zweimal am Abend konnte man fortan den King für zwei Stunden live sehen und das über Wochen. "In The Ghetto" Der sozialkritische Titel "In The Ghetto" geht unter die Haut. Er erzählt von einer Geschichte, die heute so aktuell wie damals ist, über den niemals endenden Kreislauf von Armut und Kriminalität im Ghetto von Chicago und hinterlässt ein mulmiges Gefühl in der Magengrube, findet SWR1 Musikredakteur Frank König. Elvis soll selbst Angst davor gehabt haben, dass der Song zu sehr polarisieren könnte. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Menschen haben ihn für dieses Lied geliebt — "In The Ghetto" erreichte weltweit Top-Platzierungen, in Deutschland sollte es sogar der einzige Nummer-eins-Hit von Presley werden. Biopic von Elvis Presley Der King of Rock'n'Roll ist nicht nur noch immer einer der größten Musiker aller Zeiten, sondern auch der Solokünstler mit den meisten verkauften Platten. Im Juni 2022 bekam er dazu ein filmisches Denkmal — "Elvis" heißt das Biopic unter der Regie von Baz Luhrmann. Von 1967 bis 1973 war Priscilla Presley mit Elvis verheiratet. Regisseurin Sofia Coppola hat diese Liebesgeschichte auf Vorlage von Priscilla Beaulieu Presleys Buch "Elvis and Me" verfilmt und Anfang 2024 in die Kinos gebracht. "From Elvis In Memphis" von Elvis Presley – Ein Meilenstein der Musikgeschichte Mehr zu Presleys legendären Las Vegas-Shows, warum der Song "Only The Strong Survive" innerhalb von drei Monaten gleich zweimal rauskam, "Suspicious Minds" es nicht auf die LP geschafft hat, obwohl es einer seiner größten Songs war und warum das Album unter massiven Spannungen produziert wurde, das und vieles mehr, hören Sie im SWR1 Meilensteine Podcast "From Elvis In Memphis". __________ Shownotes Offizieller Youtube-Kanal von Elvis Presley: https://www.youtube.com/channel/UCW6G95TBLCh5SdC-DHDSf5w __________ Über diese Songs vom Album "From Elvis In Memphis" wird im Podcast gesprochen (06:31) – "Wearin' That Loved On Look"(09:23) – "Only The Strong Survive"(13:30) – "I'm Movin' On"(16:13) – "Gentle On My Mind"(20:21) – "After Loving You"(21:32) – "In The Ghetto"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (10:34) – "Only The Strong Survive" von Jerry Butler(24:24) – "Suspicious Minds" von Elvis Presley__________ Ihr wollt mehr Podcasts wie die

David Bowie – "Diamond Dogs"
David Bowie ist für viele Menschen ein unglaublich inspirierender und mutiger Künstler gewesen. Er hat schon früh mit queeren Geschlechter-Rollen gespielt und mit Ziggy Stardust die Kunstfigur im Pop etabliert. Zum 50. Jubiläum sprechen wir über sein Album "Diamond Dogs". Nachdem David Bowie 1973 im Hammersmith Odeon seine eigene Kunstfigur Ziggy Stardust, mit der er eineinhalb Jahre lang live aufgetreten war, zum Schock vieler Fans zerstörte, stand Bowie vor einem Scheideweg: Wie sollte es weiter gehen? Das Ergebnis hören wir auf "Diamond Dogs". Für den Musiker, Musikjournalisten und vor allem David-Bowie-Experten Heinz Rudolf Kunze war die Zeit nach Ziggy Stardust eine ganz besondere Phase in der Karriere von David Bowie: "Die Diamond-Dogs-Phase war die vielleicht gefährlichste in Bowies Laufbahn. Ziggy ist zu den Akten gelegt. Wer oder was würde er nun werden?" Das sagte Heinz Rudolf Kunze 1985 in einer Feature-Reihe, die er für den NDR gemacht hatte. Auch nach "Diamond Dogs" gab es noch prekäre Phasen in der Karriere von David Bowie, wie Heinz Rudolf Kunze im Podcast erzählt. Die Phase von "Diamond Dogs", war für Heinz Rudolf Kunze damals so gefährlich, weil das sehr erfolgreiche Ziggy-Stardust-Konzept komplett beendet wurde und Bowie mit "Diamond Dogs" quasi vor einem Neuanfang stand, der auch hätte schief gehen können. "Das war ein "Alles oder Nichts" Promotion-Coup! Es war eine geniale, aber wenn es schief gegangen wäre, eben auch selbstmörderische Maßnahme von der Bühne herab 1973", sagt Heinz Rudolf Kunze über das plötzliche Ende von Ziggy Stardust. Glücklicherweise hat das Album "Diamond Dogs" die Karriere von David Bowie nicht beendet, sondern Bowie als Ausnahmekünstler hat sich mit diesem Album gewandelt und gleichzeitig auch an sein vorheriges Album "Aladdin Sane" angeknüpft. Und durch die Musiker, mit denen Bowie auf "Diamond Dogs" zusammengearbeitet hat, die aus unterschiedlichen Genres kamen, hat er selbst auch seine Bandbreite erweitert. Nach dem Glanz und Glamour von Ziggy Stardust kommt bei David Bowie der menschliche Abgrund, die Dystopie. Es ist ein düsterer und apokalyptischer Blick in die Zukunft. Inspiriert dazu haben David Bowie unter anderem Fritz Langs Film "Metropolis", George Orwells Klassiker "1984" und auch die Werke von William S. Borroughs. Bowie schaut auf "Diamond Dogs" in die Zukunft und sieht in seinem Song "Future Legend" verstörende Dinge. Zum Beispiel "Flöhe, die so groß wie Ratten sind und Ratten, die so groß wie Katzen sind". Definitiv kein rosiger Blick in die Zukunft. Musikalisch hat sich David Bowie auf "Diamond Dogs" sehr viel bei seinen Kollegen und Freunden bedient wie zum Beispiel auch bei der Gitarrenarbeit, die teilweise einen deutlichen Rolling Stones Stempel trägt. Mit "Diamond Dogs" hat sich David Bowie von Großbritannien auch in Richtung USA orientiert. In Großbritannien und Europa war Bowie spätestens nach seiner Ziggy Stardust Zeit ein absoluter Megastar. Die USA hingegen waren noch ein Markt, den er gerne noch erobern wollte. Deshalb erkennen wir auf seinem Album auch immer wieder musikalische Elemente von Künstlern, die in den USA bereits sehr erfolgreich waren. Einige davon kamen auch aus dem amerikanischen Funk und Soul Bereich, wie zum Beispiel von den Temptations oder auch Bill Withers. Ob das alles nun Inspiration, Diebstahl oder eine Leihgabe ist, darüber wird auch in diesem Podcast gestritten. Aber auch über die Rolling Stones hinaus hat David Bowie sich für "Diamond Dogs" an anderen Stellen musikalisch "inspirieren" lassen. Wo genau, das hören Sie im Meilensteine Podcast zu "Diamond Dogs" von David Bowie. __________ Shownotes Meilenstein-Folge zum Album "Court And Spark" von Joni Mitchell: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-joni-mitchell-court-and-spark-100.html Meilenstein-Folge zum Album "Let’s Dance" von David Bowie: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-david-bowie-lets-dance-102.html Meilenstein-Folge zum Album "The Rise and Fall of Ziggy Stardust…": https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-david-bowie-the-rise-and-fall-of-ziggy-stardust-and-the-spiders-from-mars-100.html Bruce Springsteen singt "Rebel Rebel" live: https://www.youtube.com/watch?v=YYiyufw1Wqw __________ Über diese Songs vom Album "Diamond Dogs wird im Podcast gesprochen (11:40) – "Future Legend"(29:01) – "1984"(37:11) – "Rock'n'Roll With Me"(44:07) – "Sweet Thing – Candidate – Sweet Thing Reprise"(01:04:39) – "Rebel Rebel"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (15:23) – "It's Only Rock'n'Roll (but I LIke It)" von den Rolling Stones(23:01) – "Brown S

The Cure – "Disintegration"
Das Album "Disintegration" der britischen Rockband The Cure gilt als eines der besten Alben der 80er-Jahre, sagt zumindest das Musikmagazin Pitchfork. Wir schließen uns da gerne an und haben uns für die Aufzeichnung sogar im typischen The Cure Schwarz gekleidet. Bei "Disintegration" geht es um den Tod und das Altern und das alles in einem schaurig-schönen, düsteren Klanggewand mit Songs, die sich selbst viel Zeit und Raum geben, um sich zu entfalten. Zum Beispiel der Song "Pictures of You", da wird sich richtig Zeit gelassen. Bei dem Song starten die Vocals von Frontmann Robert Smith, die fast schon so was sind wie eine Anleitung für Herzschmerz und Trauer, erst nach über zwei Minuten. "Ich sehe uns auf diesem Album, wenn ich das Bild aufmachen will im Spa-Bereich im Hotel "Zur dunklen Seele des Robert S." und er ist der Bademeister und lässt uns gleich im ersten Song ("Plainsong") ein großes Bad ein. Mit den The-Cure-Badezusätzen, die wir brauchen. Da ist Melancholie, da ist Hall, da ist Einsamkeit, da ist Größe, da ist Verlorensein – alles das tut er rein", sagt SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig. Zu Gast in dieser Folge der SWR1 Meilensteine ist Heiko Maile von der deutschen Band Camouflage, die mit "The Great Commandment" und "Love Is a Shield" auch in den 80ern zwei große Hits hatten. Dank des Managements hatte die Band 1989 schon die Möglichkeit, vor der Veröffentlichung von "Disintegration" in das Album von The Cure reinzuhören. Heiko Maile erinnert sich noch daran, wie die Band das Album "Disintegration" während eines bitterkalten Videodrehs zum ersten Mal gehört hat. "Da kam der A&R-Manger von der Firma und hatte dieses Tape dabei von The Cure, "Disintegration" [...] Dann haben wir das quasi damals im Auto am Strand in Sankt Peter-Ording das aller erste Mal gehört und das werde ich nie vergessen! Sehr beeindruckend", beschreibt Heiko Maile von Camouflage die damalige Situation. Wie auch bei "Pictures of You" startet der Opener des Albums mit einem langen Intro. Beim "Plainsong" macht The Cure auch genau, was der Titel sagt. Es ist eigentlich ein einfacher Song, der aber mit vielen Klangflächen arbeitet und den Hörer schön langsam in das Album hineinzieht. Langsam aber mit einem epischen großen Sound. "Ich denke, es ist einfach ein Ort, den sie (The Cure) da festlegen. Also sie holen dich ab und sagen: "Hier, das ist unser Ort, damit fangen wir an!" [...] Jeder, der das nicht aushält, sollte die Platte dann auch nicht weiterhören! Das ist wie ein Statement", meint Heiko Maile. The Cure arbeiten aber nicht nur mit großen epischen Sounds auf "Disintegration". Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge in den Songs, die sie so besonders machen. Beim Erfolgssong “Lullaby” zum Beispiel besingt Robert Smith den Spinnenmann, der sich immer näher heranschleicht. Diesen Spinnenmann können wir im Song sogar richtig eindeutig hören, in Form der hohen gezupften Töne schleicht sich der Spinnenmann Schritt für Schritt immer näher an sein Opfer. Unglaublich, wie schön bedrohlich das im Song klingt. Noch intensiver wird das "Lullaby"-Erlebnis, wenn man sich das Musikvideo zum Song anschaut. In dem liegt Sänger Robert Smith in Spinnenweben eingewickelt im Bett und wartet eigentlich nur darauf, dass der Spinnenmann näher kommt und ihn auffrisst. Beim Musiksender MTV war das Video damals ein echter Dauerbrenner. Auch wenn es bei den meisten Songs auf "Disintegration" eher düsterer zugeht, die traurige Melancholie ist ja bei Robert Smith und Co. quasi ihr Markenzeichen, gibt es auch ein kleines Stimmungshoch: "Lovesong". Der Song ist sozusagen der Teil der Platte, der für die emotionale Dynamik zuständig ist. "Lovesong" ist dabei eine Liebeserklärung an Mary Poole, die langjährige Freundin von Sänger Robert Smith. Auch Megastar Adele hat "Lovesong" schon gecovert, in einer deutlich düstereren Variante als The Cure – aber nicht weniger schön. Für SWR Meilensteine Gast Heiko Maile von Camouflage ist "Disintegration" so was wie "der Schlusspunkt von The Cure", erzählt der Musiker im Podcast: "Weil, ich bin Ultra-Fan von dem Frühwerk. Als es in "Disintegration" ging [...] das schließt auch so ein bisschen meine The Cure Zeit ab. In "Disintegration" steckt irgendwie auch fast alles, was vorher schon da war. [...] Wenn ich jetzt jemandem ein Album empfehlen müsste, würde ich schon auch das Album nehmen, weil da steckt schon sehr viel drin von The Cure." __________ Über diese Songs vom Album "Disintegration" wird im Podcast gesprochen: (15:09) – "Plainsong"(22:06) – "Lullaby"(34:19) – "Lovesong"(41:32) – "Pictures of You"(53:23) – "Disintegration"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast

Herbert Grönemeyer – "4630 Bochum"
Vor 40 Jahren gelang Herbert Grönemeyer mit der Veröffentlichung seines fünften Albums "4630 Bochum" kommerziell und künstlerisch der große Durchbruch. Er wird zu dem Superstar, der er bis heute ist. Mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren ist "4630 Bochum" eines der erfolgreichsten Alben aller Zeiten und ein Meilenstein für die deutsche Rockmusik, der Jahrzehnte geprägt und überdauert hat. Herbert Grönemeyer hat hier seinen ganz eigenen Stil gefunden und damit das Fundament für seine Karriere gesetzt. Grönemeyers Anfänge Musikalisch war Grönemeyer bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seines fünften Albums "4630 Bochum" noch ziemlich erfolglos. Er hatte bereits vier Alben mit seiner damaligen Plattenfirma aufgenommen, die jedoch auf wenig Interesse gestoßen sind, sodass ihm Intercord schließlich den Vertrag gekündigt hat. Daraufhin nimmt ihn EMI unter Vertrag, zwischen Januar und März 1984 wird "4630 Bochum" in deren Tonstudios in Köln aufgenommen. "4630 Bochum" – Der große Durchbruch für Grönemeyer "4630 Bochum" ist für Herbert Grönemeyer nicht nur kommerziell, sondern auch künstlerisch der große Durchbruch. Er hat seinen Stil gefunden, er hat sich gefunden und auch seine Band, mit der er noch bis heute zum großen Teil zusammenspielt. Westernhagen war zu diesem Zeitpunkt eher ein Blues-Rocker, der selbsternannte Panikrocker Udo Lindenberg hatte punkige Einflüsse und die Neue Deutsche Welle war eher auf Unterhaltung aus. Peter Maffay machte Schlagerrock und Grönemeyer hat eigentlich damit angefangen, richtigen deutschen Rock-Pop zu machen. Er hat mit "4630 Bochum" etwas ganz Eigenes geschaffen und diesem Stil ist er bis heute treu geblieben. Das Album besteht aus einer A- und einer B-Seite, wobei die Songs auf der A-Seite des Albums tatsächlich zu Hits wurden, während sich auf der B-Seite die etwas Abseitigeren befanden. "Bochum", "Männer", "Flugzeuge im Bauch", "Alkohol" und "Amerika" sind die Songs, die auch heute noch fast jeder kennt. "Bochum" – Eine musikalische Liebeserklärung Grönemeyer ist im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld geboren, aber in Bochum aufgewachsen. Mit seiner musikalischen Liebeserklärung an die Stadt hat er Bochum ein Denkmal gesetzt. Über London, Berlin, Rio oder New York gibt es hunderte Songs, sogar über Köln, gibt es unzählige musikalische Liebeserklärungen, aber über Bochum und das Ruhrgebiet nur eine: Grönemeyers "Bochum". Bis zum heutigen Tage wird vor jedem Heimspiel des gleichnamigen VFL, die Hymne an die Stadt, die Menschen und den Verein gespielt. Wie tief diese Hymne in die Herzen der Menschen geht, ist auf Grönemeyers Konzerten zu spüren, wenn alle Besucher und Besucherinnen dieses Lied mit ihm gemeinsam singen. "Bochum" ist international produziert, ein Song zum Mitsingen, bei dem im Hintergrund trotzdem sehr viel passiert, hier kommt einfach alles zusammen. Grönemeyers Umgang mit der deutschen Sprache Der Weg der Emanzipation vom deutschsprachigen Rock und Pop weg vom Schlager, aber auch weg von der englischen Sprache, ist bis heute ein ziemlich steiniger. Es musste eine eigene deutsche Ausdrucksweise gefunden werden und das ist vielen Musikern nicht leicht gefallen. Udo Lindenberg ist auf diesem Gebiet ein Pionier, der praktisch seinen eigenen Pop-Dialekt für sich geprägt hat. Und auch Grönemeyer hat einen ganz eigenen Weg gewählt mit der deutschen Sprache umzugehen: "Herbert Grönemeyer macht das Deutsche noch kantiger als es ohnehin schon ist und bellt die Silben förmlich raus." (SWR1 Musikredakteur Frank König) Was Grönemeyer so besonders macht Grönemeyer ist insgesamt eigentlich eher eine Art "Anti-Star" in fast allen Belangen, SWR1 Musikredakteur Niels Berkefeld vermutet dahinter auch sein Erfolgrezept "Er ist Grönemeyer, so wie er halt ist" — er wirkt absolut authentisch. Ein wichtiger Fakt ist, dass Grönemeyer in fast allen Fällen zuerst die Musik schreibt und später den Text. Oft hat er zu dem Zeitpunkt selbst noch keine Ahnung, was er auf die Musik singen wird. In einem Interview hat er SWR1 Musikredakteur Niels Berkefeld verraten, dass er sich später selbst darüber wundert, was ihm da eigentlich so gelungen ist. "4630 Bochum" von Herbert Grönemeyer – Ein Meilenstein der Musikgeschichte Zum 40-jährigen Jubiläum von "4630 Bochum" erscheint am 7. Juni 2024 eine Neuauflage mit dem Titel "4630 Bochum (40 Jahre Edition)" bei seiner eignenen Plattenfirma "Grönland Records". Darauf befinden sich unter anderem fünf musikalische Neuinterpretationen von bekannten deutschen Künstlern der neuen Musikgeneration, wie beispielsweise "Flugzeuge im Bauch" von CÉLINE und Herbert Grönemeyer. Noch mehr über die unzähligen Cover-Versionen und Neuauflagen diverser Songs des Albums "4630 Bochum", die Entstehung und den Erfolg der Hits &#

The Who – "Tommy"
Am 19. Mai 1969 erscheint die grandiose und stilprägende Rockoper "Tommy" von The Who und damit ihre Eintrittskarte in den Rockolymp. Das Konzeptalbum erzählt die Geschichte des tauben, stummen und blinden Tommy Walker. "Tommy" hat in den USA Doppel-Platin abgeräumt und auch in Europa mehrere Goldene Schallplatten erspielt. 1975 folgte die Umsetzung des Meisterwerks als Film – prominent besetzt mit Elton John als Pinball Wizard, mit Tina Turner als Acid Queen und Eric Clapton als Priester. Es folgten diverse Musical-Inszenierungen, eine Orchesterversion und vieles mehr. Krawall aus Kunstform – The Who The Who waren für ihre harte Gangart bekannt, sie galten als die lauteste Rockband der Welt, als Chaoten und zertrümmerten ihre Instrumente während oder nach den Gigs. Doch nicht nur die Band hatte einen Hang zur Zerstörung, auch das Publikum hat während ihrer Gigs im Zuschauerraum der Veranstaltungslocations viel kaputt gemacht. Das führte zu horrenden Rechnungen an die Band, die von Veranstaltern, Veranstaltungsorten und auch von den Hotelzimmern, in denen The Who gewohnt haben, gestellt wurden. Daher musste die Band einen Weg finden erfolgreich zu sein und Musik zu schreiben, die anders ist. "Sgt. Pepper" von den Beatles öffnete 1967 die Türen für eine Zeit der Aufbruchsstimmung, in der alles möglich zu sein schien. Die Bands sind neue Wege gegangen und konnten sich gleichzeitig sicher sein, dass ihre Fans sie begleiten würden. "Tommy" – Die erste Rockoper von The Who The-Who-Gitarrist Pete Townshend hat die Idee und Geschichte hinter der Rockoper "Tommy" entwickelt und geschrieben. Sie erzählt von Tommy, einem schwer traumatisierten Kind, das den Mord des Vaters am Liebhaber der Mutter miterlebt hat, aber nicht drüber sprechen darf. Viel mehr noch, ihm wird ausgeredet, dass das Erlebte jemals geschehen sei. Daraufhin wird Tommy taub, stumm und blind, verliert seine komplette Sinneswahrnehmung. Es treten diverse Charaktere auf, die Tommy nicht nur quälen sondern auch missbrauchen und andere, die versuchen wollen ihn zu heilen. Townshend hat fast alle Songs selbst geschrieben und komponiert. Dabei ließ er sich stark von seinem indischen Guru Meher Baba beeinflussen, von dem auch die Weisheit "Je größer die Liebe, desto sanfter die Stimme" überliefert wurde. Mit "Tommy" heben The Who ihr bisheriges Schaffen auf ein ganz neues Level. "Rockmusik wird plötzlich seriös, sie wird künstlerisch, sie wird zu einem dramatischen Medium, und all das schafft Pete Townshend." SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius Im Unterschied zu einer klassischen Oper, in welcher jede Rolle auf eine eigene Figur verteilt ist, spielt Sänger Roger Daltrey in "Tommy" alle Rollen gleichzeitig. Eine weitere Besonderheit: Alle Songs sollten auch live spielbar sein. Die Rolle von Manager und Produzent Kit Lambert: Sein Einfluss auf "Tommy" Kit Lambert war Mitte der 60er Jahre ein Manager der Band. Er hat als Sohn eines berühmten Dirigenten die klassische Musik an Townshend herangeführt und gab ihm als Inspiration Platten von Richard Wagner, der die wirklich großen dramatischen Opern geschrieben und durchkomponiert hat. Doch Lambert war nicht nur Manager der Band, er hat auch produziert und ist daher maßgeblich am Klangbild der Platte beiteiligt. "Das klingt monumental das Ding!" - SWR1 Musikredakteur Frank König über das Klangbild von "Tommy" Pinball Wizard – Der größte Hit auf "Tommy" Mit dem Song "Pinball Wizard" hat es Pete Townshend letztlich geschafft auch seine Bandkollegen für "Tommy" zu begeistern. Dieser Song wurde unabhänigig vom Album ein riesen Hit und war für viele die Eintrittskarte ins Stück und für die Band. "Tommy" – Ein Meilenstein der Musikgeschichte Wieso die Rockoper nicht nur für die Band ein großer Schritt war, sondern vor allem auch für Frontmann Roger Daltrey, was ihren Auftritt auf Woodstock so besonders machte und wie sich Tommy in der Geschichte schließlich selbst befreit und zum Messias wird, das und vieles mehr im SWR1 Meilenstein "Tommy" von The Who. __________ Über diese Songs vom Album "Tommy" wird im Podcast gesprochen (04:22) – "Overture"(10:18) – "1921"(15:29) – "Eyesight for the Blind"(15:55) – "Cousin Kevin"(16:11) – "The Acid Queen"(16:26) – "Fiddle About"(21:20) – "Christmas"(28:53) – "Pinball Wizard"(31:55) – "I'm Free"(36:46) – "Tommy's Holiday Camp"(39:23) – "We're Not Gonna Take It / See Me, Feel Me"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (27:47) – "Night In The City " von Electric Light Orchestra (39:23) – "Ziggy Stardust" von David Bowie__________ Shownotes The Who und "Pinball Wizard" im Beat-Club: https://www.youtube.com/watch?v=6FRsyDNvtWADi

Blur – "Parklife"
Blur haben mit ihrem dritten Studioalbum "Parklife" einen Meilenstein und vielleicht sogar den Gründungsstein der Britpop-Welle der 90er Jahre ins Rollen gebracht. Nach einer desaströsen, abgebrochenen US-Tour ist für die Band "Blur" 1993 klar: Unser Publikum, das ist nicht die ganze Welt, sondern wir fokussieren uns auf unsere britische Heimat. Mit diesem Entschluss haben Damon Albarn, Graham Coxon, Dave Rowntree und Alex James die richtige Entscheidung getroffen. Mit ihrem Album "Parklife" hatte sich die Band dann 1994 nicht nur selbst musikalisch weiterentwickelt, sondern sie haben auch sowas wie den Grundstein des Britpop gelegt. "Ich glaube, Blur liefern mit diesem Album die perfekte, und zwar umfassende Blaupause für die Ära und den Begriff des Britpop", analysiert SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig. "Parklife" ist bis heute das erfolgreichste Album der Band. Viermal Platin gab es unter anderem für das Album, außerdem noch vier gewonnene BRIT-Awards. Und das Online-Musikmagazin Pitchfork wählte "Parklife" auf Platz zwei der besten Britpop-Alben aller Zeiten, hinter Pulp und ihrem Album "Different Class". Gegen ihre Erzrivalen, Oasis und ihre legendäre Britpop-Platte "(What's The Story) Morning Glory?", konnten sich Blur demnach durchsetzen. Oasis landen in diesem Ranking "nur" auf Platz vier, trotz ihres Megahits "Wonderwall". Das hat Blur selbst mit Sicherheit gefreut, gab es doch in der Vergangenheit häufiger öffentlich ausgetragene Schlammschlachten zwischen Blur und Oasis, wer denn jetzt die beste Britpop-Band aller Zeiten sei. Schräge Gitarren, Shoegaze Sounds, Synthie-Beats – auf "Parklife" verbinden Blur die unterschiedlichsten musikalischen Elemente miteinander, was dafür sorgt, dass die Platte immer überrascht und durch den einzigartigen Sound sehr im Kopf hängen bleibt. Dabei klingt jeder einzelne Song vollkommen anders als der davor, wodurch die Platte auch eine unglaubliche Vielfalt bietet. "Blur erschaffen ein musikalisches Bilderbuch, in dem man immer wieder blättern möchte", meint Stephan Fahrig. Die Band kümmert sich wenig um einen ausgefeilten "Look of Sound" für das ganze Album. Blur machen immer das Beste für einen einzelnen Song. Auch wenn das bedeutet, dass Frontman Damon Albarn beim größten Hit der Platte "Parklife" selbst das Mikrofon an Schauspieler Phil Daniels abtritt. Bei dem Song gefiel Damon Albarn selbst sein Gesang in den Strophen überhaupt nicht, weshalb sie für den Song Schauspieler Phil Daniels dazu geholt haben, der auch der eigentliche Star im späteren Musikvideo wurde. Daniels hatte auch bereits vorher Kontakt zu Musikern gehabt, im Film zu "Quadrophenia" von The Who spielte der Schauspieler die Rolle des Jimmy Cooper. Die Texte stammen natürlich von Mastermind Damon Albarn selbst und sind gespickt mit unglaublich vielen kleinen, alltäglichen, aber sehr genauen Beobachtungen, Beschreibungen und auch jeder Menge Witz und Sarkasmus. Das macht die Texte so nah, so real und auch so britisch. Nicht nur im Video zu "Parklife" wird es richtig britisch, nicht zuletzt, wenn das Beatles-Cover zum Album "Abbey Road" nachgestellt wird. Auch beim Song "To The End" wird mit inoffiziellen britischen Heiligtümern kokettiert. Der Song und das Video zu "To The End" klingen und sehen doch in Teilen sehr nach dem berühmtesten britischen Agenten aus. Damit ist natürlich "Bond, James Bond" gemeint. Das wird auch auf dem Cover zur Single "To The End" deutlich, auf dem neben einer Rose auch das gleiche Modell von Bonds ikonischer Dienstwaffe zu sehen ist. Dass "Parklife" vor allem in Großbritannien so erfolgreich war, hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass Blur sich auch sehr stark an ehemaliger erfolgreicher britischer Musik bedient haben: Auf "Parklife" wird es punkig, es gibt New Wave und Synthie-Pop und auch der Mersey Beat der 60er-Jahre findet hier seinen Platz. Einige Referenzen zu den Beatles finden sich natürlich auch auf "Parklife", wenn man sich zum Beispiel mal die Chorgesänge anhört. "Britpop ist das Tor vergangener musikalischer Epochen", so beschreibt es SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig im SWR1 Meilensteine Podcast. "Parklife ist ein ganz besonderer, alternativer Reise- und Gesellschaftsführer für England und besonders für den Londoner Raum", so Fahrig weiter. __________ Über diese Songs vom Album "Parklife" wird im Podcast gesprochen (19:49) – "Girls & Boys" (32:51) – "Tracy Jacks" (37:32) – "Parklife" (55:07) – "To The End" (01:05:27) – "This Is A Low" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (34:34) – "David Watts" von The Kinks (01:17:26) – "Bold As Love" von Jimi Hendrix __________ Shownotes ARD-Po

Donna Summer – "Bad Girls"
"Bad Girls" war 1979 das siebte Studioalbum von Donna Summer und wurde das erfolgreichste Album der amerikanischen Sängerin. "Bad Girls" war das erste Album von Donna Summer, das es in Amerika bis auf Platz 1 der Billboard Charts schaffte und sich fast ein Jahr in den Albumcharts halten konnte. Auch bei uns in Deutschland war "Bad Girls" ein voller Erfolg: Bis auf Platz 7 schaffte es ihr Album bei uns und konnte sich dort knapp ein halbes Jahr halten. Und obendrauf gab es für den Song "Hot Stuff" auch noch einen Grammy. Donna Summer war mit ihren Songs übrigens die erste weibliche Künstlerin, die es geschafft hat, zwei Singles gleichzeitig in den Top 10 der Billboard Hot 100 zu platzieren. Im Juli 1979 fiel ihr Song "Hot Stuff" von Platz eins auf Nummer zwei, dafür stieg die Nachfolgesingle "Bad Girls" auf Platz drei hoch. Der Song "Hot Stuff" vom Album war nicht nur die erste Single des Albums, die ausgekoppelt wurde, sondern ist auch der erfolgreichste Song vom Album geworden. Aber die Platte hat deutlich mehr zu bieten als nur diesen einen "Überhit". Das ganze Album "Bad Girls" wurde von vielen Musikkritikern weltweit hoch gelobt. Da reihen sich auch die SWR1 Musikredakteure gerne ein und outen sich als echte Donna-Fans: "Es ist eine Platte für die Ewigkeit. Es ist das beste Diskoalbum seiner Zeit", sagt zum Beispiel SWR1 Musikredakteur Dave Jörg. Das Besondere an Donna Summer war nicht nur, dass sie eine tolle Stimme hatte, sondern dass sie als Schauspielerin auch die Fähigkeit hatte, für ihre Songs in unterschiedliche und für den Song passende Rollen zu schlüpfen, erklärt SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt im Podcast. Donna Summer war nicht nur eine unglaublich gute Sängerin mit einer gewaltigen Stimmkraft, sondern auch eine extrem gute Songwriterin und Texterin, die den Produzenten im Studio "ebenbürtig" war, wie Dave Jörg im Podcast betont. Was für eine tolle Texterin sie war, das beweist sie auch im Song "Bad Girls", der zwar gut gelaunt klingt mit einem tollen Diskobeat, aber im Text wird sie da durchaus sehr kritisch. Nach einem Vorfall, bei dem eine Kollegin von der Polizei schikaniert und fälschlicherweise für eine Prostituierte gehalten wurde, macht Donna Summer ihrer Wut über das rassistische Vorgehen der Polizei in diesem Song Luft. "Sie hat sich sehr über die Doppelmoral der Leute aufgeregt in dem Song. [...] Auf der einen Seite zerreißen sie sich so das Maul über die "bösen Mädchen" und bemitleiden sie auch ein bisschen, so von oben herab und auf der anderen Seite wollen sie auch was von ihnen und das hält sie ihnen [...] auch vor", erzählt SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt. Neben der Musik hat Donna Summer, wie zum Beispiel auch Madonna, stark für ihre Selbstbestimmung im männerdominierten Musikbusiness gekämpft und damit auch den Weg geebnet für später Künstlerinnen und ist ein echtes Vorbild geworden. Neben Donna Summer waren auch die beiden Pioniere der elektronischen Musik an dem Album beteiligt: Giorgio Moroder und Harold Faltermeyer. Ein Hauptgewinn für ein Album, das natürlich sehr stark durch elektronische Elemente wie Synthesizerrhythmen und -melodien lebt. Der musikalische Weg von Donna Summer beginnt, ähnlich wie auch der von Whitney Houston, im Kindesalter im Kirchenchor. Und schon dort hatte Donna Summer einen "Erweckungsmoment", wie SWR1-Musikredakteurin Nina Waßmundt es im Podcast beschreibt, denn die junge Donna konnte selbst kaum glauben, was für eine gewaltige Stimme da aus ihrem Körper rauskam. Dieser Moment war für Donna Summer höchst emotional. Neben der Gospelmusik aus der Kirche hat Donna Summer aber auch schon früh angefangen, zum Beispiel Musik von Rocksängerin Janis Joplin zu hören und das hört man auch auf ihrem Album "Bad Girls". Einer ihrer ersten professionellen Schritte in der Musik hat in Deutschland stattgefunden, genauer gesagt in München. Dort hat sie als 19-jährige Sängerin im Musical "Hair" gesungen, passenderweise natürlich die Rolle der Donna. Von einem wirklich internationalen Erfolg konnte man bei der deutschen Version von Hair natürlich noch nicht sprechen. Internationale Beachtung gab es dann für Donna Summer erstmal 1975 mit dem verruchten Song "Love to Love You, Baby". __________ Über diese Songs vom Album "Bad Girls" wird im Podcast gesprochen (14:18) – "Hot Stuff" (29:12) – "Bad Girls" (38:25) – "Dim All the Lights" (1:00:13) – "All Through the Light" (1:04:43) – "Our Love" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (07:16) – "Haare" gesungen von Donna Summer (09:28) – "Love to Love You, Baby" von Donna Summer (10:38) – "I Feel Love" von Donna Summer (36:55) – "Bang Bang" Joe Cuba (43:00) – "Enough is Enough" von Donna Summer und Barbr

Thin Lizzy – "Black Rose: A Rock Legend"
1979 veröffentlichten Thin Lizzy ihr Album "Black Rose: A Rock Legend". Mit dabei ist Gitarrenlegende Gary Moore. Während bei anderen Künstlern das Debütalbum häufig die erfolgreichste Platte ist und bleibt, ist es bei Thin Lizzy Album Nummer neun. "Black Rose: A Rock Legend" ist die erfolgreichste Platte der Band und es ist auch das einzige Album, bei dem der legendäre Gitarrist Gary Moore als festes Bandmitglied mit dabei ist, vorher war Gary Moore immer "nur" der Ersatzgitarrist der Band. "Er ist so ein bisschen der Feuerwehrmann in dieser Band. Immer wenn ein Gitarrist ausfällt, und da fallen die Gitarristen nonstop aus, bei Thin Lizzy muss Gary Moore ran", analysiert SWR1-Musikredakteur Stephan Fahrig. Der Grund, warum gerade dieses Album der Band ein Meilenstein ist, und nicht etwa das Album "Jailbreak", auf dem auch der größte Hit der Band "The Boys Are Back in Town", ist für SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius ganz klar: "...weil dieses Album zeigt, wie wunderbar Irish Folk und Hardrock zusammenpassen." Was Thin Lizzy so besonders macht, ist auch Sänger und Bassist Phil Lynott, der mit seiner speziellen Gesangsart in den 70er-Jahren besonders herraussticht. SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius bezeichnet seinen Gesangsstil als "fast schon lässigen Rock-Rap". Auch eine leichte Punk-Attitüde könnte man Thin Lizzy und Phil Lynott attestieren, für seinen Gesangsstil und auch den Text beim Song "Do Anything You Want To". Das lag vor allem auch an Phil Lynott selber und seinem persönlichen Interesse an der Punkmusik zu der Zeit. Neben Thin Lizzy hatte er mit Mitgliedern der legendären Sex Pistols auch das Musikprojekt "Phil Lynott and the Greedies". Neben dem Gesang von Phil Lynott stechen bei diesem Song aber auch die sauberen, druckvollen Drums hervor und natürlich das typische zweistimmige Melodie-Spiel der Gitarristen Gary Moore und Eric Bell. Die schwarze Rose ist ein klassisches irisches Symbol, sie schmückt nicht nur das Plattencover und den Albumtitel "Black Rose: A Rock Legend", sondern auch den Titelsong. Im Gälischen heißt es allerdings nicht "Black Rose", sondern "Róisín Dubh". Und "Róisín Dubh" ist ein irischer Traditional Song, der auch schon von anderen Künstlern wie Sinead O'Connor interpretiert wurden. Der Ursprung dieses traditionellen Songs ist ein irisches Gedicht aus dem 16. Jahrhundert. Das kann zum einen als Liebeslied gedeutet werden, des Schreibers an eine von ihm Angebetete, oder es kann auch als Liebeslied an Irland selbst gesehen werden, wie es in der Vergangenheit oft interpretiert wurde. Thin Lizzy machen aus diesem Vorbild ein rund siebenminütiges, zweigeteiltes Folk-Rock-Epos. SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius empfindet den Song als "ein wunderschönes, wirklich episches Werk für Irland, über Irland". Phil Lynott war Bassist, Sänger und als Frontmann von Thin Lizzy hatte er eine unglaubliche Bühnenpräsenz. Über sein Leben abseits der Bühne sprechen wir ausführlich im Meilensteine Podcast. Wir sprechen über die zwei Gesichter des Phil Lynott. Über seine Drogen- und Alkoholsucht, aber auch über seine sanfte Seite, die er als Vater gezeigt hat und auch als Mentor für andere Musiker wie zum Beispiel auch Sänger Huey Lewis. __________ Über diese Songs vom Album “Black Rose: A Rock Legend” wird im Podcast gesprochen (11:26) – "Do Anything You Want To" (30:02) – "Róisín Dubh" (Black Rose) (35:56) – "Toughest Street in Town" (46:18) – "Waiting for an Alibi" (52:18) – "Sarah" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (16:30) – "Twin Guitar Special" von Bob Wills & His Texas Playboys (17:08) – "And Your Bird Can Sing" von den Beatles (18:02) – "Errors of My Way" von Wishbone Ash (19:54) – "The Boys Are Back in Town" von Thin Lizzy (24:20) – "Whiskey in the Jar" von Thin Lizzy (26:28) – "Róisín Dubh" von Sinead O’Connor (34:57) – "Over The Hills and Far Away" von Gary Moore __________ Shownotes Podcast-Tipp "Sucht & Süchtig" in der ARD-Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/sucht-und-suechtig/94641878/ Buchtipp: "My Boy – The Philip Lynott Story": https://shop.hotpress.com/collections/philip-lynott-collection/products/my-boy-the-philip-lynott-story-fully-updated Biographie über Gary Moore: http://www.hannibal-verlag.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHannibal2.woa/640/wo/xJ3zEUw2TfSS2mPlbRF1pWihw84/0.0.SuperPage.11.1.3.0.1.1.0.1.6.1.BoxQuickSearch.0.1 Thin Lizzy auf YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCvBfm-GXTovLlApGVPfsP4g SWR1 Meilensteine Folge zu "Breakfast in America" von Supertramp: https://www.ardaudiothek.de/episode/swr1-meilensteine/supertramp-breakfast-in-america/swr1/13216793/ SWR1 Meilensteine Folge zu "The Wall" vo

Sly and The Family Stone – "Stand!"
Mit dem Album "Stand!" haben Sly and The Family Stone den Funk erfunden, heißt es aus einigen Mündern, aber auch Soul und die Keimzelle des Hip-Hop sind Teil dieses Meilensteins. Der Auftritt von Sly and The Family Stone bei Woodstock wird als eines der Highlights des Kultfestivals aus dem Jahr 1969 angesehen. Die Songs auf der Setlist der Band stammen dabei zum Großteil vom Album "Stand!". Vor dem Album "Stand!" hatten Sly and The Family Stone sich kaum zu gesellschaftlichen oder politischen Themen geäußert. Mit dieser Platte positioniert sich die Band stark gegen Diskriminierung und Rassismus. Ein Thema, das vor allem Ende der 1960er-Jahre in den USA mit der Rassendiskriminierung sehr präsent war. Sly and The Family Stone thematisieren ein friedliches Miteinander auf Augenhöhe – und das nicht nur beim Song "Don't Call Me Nigga, Whitey". Das ganze Album hat eine Botschaft: Steh auf für die Freiheit! Für dich, für die Gemeinschaft und gegen Rassismus. Ganz prägnant wird das auch schon beim Opener proklamiert: "Stand!". Aufstehen für Freiheit – aber friedlich! Das war die Botschaft von Sly and The Family Stone. Mit dieser Ausrichtung war die Band grundsätzlich eher auf der Seite des 1968 ermordeten Martin Luther King und nicht auf der Seite von Malcolm X, dessen Befürworter nicht ausschließlich friedlich gehandelt haben. Die Band Sly and The Family Stone hat sich 1966 erst gegründet und ist im Grunde genommen aus zwei verschiedenen Bands zusammengesetzt worden: aus der Band von Sly Stone selbst und aus der Band von seinem Bruder Freddie Stone. Das Besondere an der Band ist, dass sie sich nicht nur offen gegen Diskriminierung aussprechen, sondern genau das auch selbst vorleben. Die Band ist komplett bunt durchmischt aus Familienmitgliedern und Freunden, Männern, Frauen, Schwarzen und Weißen. Bis zum großen Durchbruch musste die Band sich nach ihrer Gründung noch ein paar Jahre gedulden. Erst mit dem vierten Album "Stand!" klappte der Durchbruch. Das lag allem voran auch an dem Song: "Everyday People". Auch dieser Song steht für mehr Zusammengehörigkeit und ein positiveres Gesellschaftsbild. Versteckt im Song ist außerdem ein Kinderlied namens "Five Little Monkeys", das dort auch einen ganz bestimmten Zweck erfüllen soll. "Der Sinn dahinter ist eigentlich, dass er damit die Leute verspotten will, die Menschen hassen, weil sie anders sind", sagt SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt. So familiär und schön die Bandzusammensetzung nach außen wirkte, die Zusammenarbeit in der Band war es allerdings nicht. Sly Stone kann da im Grunde genommen als alleiniger Herrscher betrachtet werden. Er hatte klare Vorstellungen, wie was zu klingen hat, wer was zu machen hat und auch beim Songwriting war Sly Stone da tendenziell ein Einzelkünstler. Abgeschaut haben könnte er sich das zum Beispiel vom "Godfather of Soul", James Brown, der in seiner Band ähnlich "regiert" haben soll. Und so bunt wie die Band zusammengesetzt ist – menschlich und musikalisch – so sieht sie auch auf der Bühne aus: bunte Brillen, Goldketten, schrille Outfits – alles sehr funky! Die Songs auf dem Album "Stand!" von Sly and The Family Stone sind aber nicht nur als eigenständige Lieder ganz wunderbar, sondern auch für die, in den 70er-Jahren aufkeimende, Hip-Hop-Kultur. Denn aufgrund ihrer einzelnen sehr rhythmischen Songparts, ikonischen Beats und auch der inneren politischen Haltung der Band wurde kaum ein Album so oft "gesampelt" wie "Stand!" __________ Über diese Songs vom Album "Stand!" wird im Podcast gesprochen (16:51) – "Stand!" (25:35) – "I Want To Take You Higher" (35:33) – "Sex Machine" (38:02) – "Everyday People" (46:48) – "Somebody’s Watching You" (50:02) – "Sing A Simple Song" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (01:16) – "Too High" von Stevie Wonder (25:06) – "Walk The Dinosaur" von Was (Not Was) (29:41) – "Advice" von Billy Preston (31:08) – "Higher" von Sly and The Family Stone (45:10) – "Everyday People" von Aretha Franklin (45:47) – "Somebody’s Watching You " von Little Sister (55:12) – "Mr. Wendal" von Arrested Development (56:36) – "People Everyday" von Arrested Development __________ Shownotes SWR1 Meilensteine Folge zu "Random Access Memories" von Daft Punk: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-daft-punk-random-access-memories-102.html SWR1 Meilensteine Folge zu "Innervisions" von Stevie Wonder: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-innervisions-stevie-wonder-100.html Larry Graham erklärt sein Bassspiel: https://www.youtube.com/watch?v=_lIbvj2EBqM Video aus "The Dick Cavett Show" mit Sly Stone: https://www.youtube.com/watch?v=azpfbav_e6Y Sly And Th

Scorpions – "Love at First Sting"
Mit "Love at First Sting" haben die Scorpions 1984 den internationalen Durchbruch geschafft. 2024 gehen die Weltstars aus Hannover anlässlich dieses 40-jährigen Album-Jubiläums erneut auf Tour. Allein bis zum Jahr 2001 hat sich "Love at First Sting" bereits über 6 Millionen Mal verkauft. Neben der Schmusepower-Ballade "Still Loving You" sind auch echte Rock-Klassiker darauf vertreten, wie zum Beispiel "Big City Nights" oder "Rock You Like a Hurricane". Produktion von "Love at First Sting" Für die Produktion des Albums "Love at First Sting" waren die Scorpions in eine Villa nach Frankreich gefahren. Plötzlich verliert Sänger Klaus Meine seine Stimme – es folgt eine schwere, ungewisse Zeit für die Band. Die ganzen Aufnahmen mussten verschoben werden und Meine konnte damals nur auf Zettelchen schreiben, um sich mit seinen Bandkollegen zu besprechen. Doch die Band hält zusammen – und als Klaus Meine nach langwierigen Therapien und zwei Operationen an den Stimmbändern zurückkam, war er stimmlich sogar besser als zuvor. Sein Stimmvolumen hatte sich durch die Operationen erweitert! Es folgte eine internationale Tour durch Europa, die USA, Kanada und Japan. Die Scorpions spielten in den USA unter anderem mit Größen wie Iron Maiden. Nach der Tour 1983 ging es für die Band zur Produktion des Albums in die berühmten Polar Studios in Stockholm, auch bekannt als ABBAs kreative Heimat. Dann wurden allerdings Herman Rarebell und Francis Buchholz krank und auch Klaus Meine hatte Einwände für die Produktion vor Ort. So wurde die Platte schließlich im Dieter Dierks Studio in Stommeln bei Köln in Originalbesetzung aufgenommen. Mit "Love at First Sting" sind die Scorpions auf dem internationalen Höhepunkt ihrer Karriere, touren monatelang mit Größen wie Def Leppard oder Bon Jovi im Vorprogramm. Als erste und einzige deutsche Rockband bis dahin spielten sie dreimal hintereinander im ausverkauften Madison Square Garden und 1985 vor fast 500.000 Menschen bei Rock in Rio. Musikproduzent und Entdecker der Scorpions: Dieter Dierks Der legendäre Musikproduzent Dieter Dierks hatte schon damals diesen berühmten Riecher für Talente. Die Scorpions entdeckte er zufällig in Essen in einer Turnhalle, vor einem kleinen Publikum mit etwa 50 Leuten. Er war sofort begeistert von ihrem Bühneneinsatz und nahm sie unter Vertrag. Seit 1968 wird in seinen "Dierks Studios" Musikgeschichte geschrieben, neben den Scorpions waren Weltstars wie Michael Jackson oder Tina Turner in dem kleinen Ort Stommeln zu Gast. Dierks prägte die deutsche Rocklandschaft in den 70ern, vor allem die Größen der Krautrock-Szene waren bei ihm zu Gast im Studio, von Birth Control, über Guru Guru bis hin zu Embryo und Amon Düül. "Rock You Like a Hurricane" Vor allem ein Song wird zum absoluten Durchbruch: "Rock You Like a Hurricane". Seit seiner Erscheinung wird er immer wieder in Kinofilmen, Serien oder auch in der Werbung genutzt — "er ist omnipräsent und gehört sozusagen zum Kulturgut", so SWR1 Musikredakteur Niels Berkefeld. Neben "Wind of Change", der Hymne der Wende, ist "Rock You Like a Hurricane" die bekannteste Rock-Nummer der Scorpions und wurde bei jedem Konzert gespielt. Hannover als Homebase der Scorpions Hannover ist die Heimatstadt der Scorpions und auch für die Musikszene eine wichtige Stadt. Fury in the Slaughterhouse, Lena Meyer-Landrut, Mousse T. und viele mehr stammen ursprünglich aus der Hauptstadt Niedersachsens. Mit steigendem Erfolg in den Achtzigern haben die Scorpions zwar darüber nachgedacht, in die USA überzusiedeln, haben sich dann aber doch für einen kleinen Vorort von Hannover entschieden und das nie bereut. "Love at First Sting" — ein Meilenstein der Musikgeschichte Was SWR1 Moderator Michael Lueg mit den Scorpions bei einem Besuch in Rudolf Schenkers privatem Studio in Hannover erlebt hat, was die Scorpions auszeichnet und was es mit der berühmten Scorpions-Pyramide auf sich hat, das und viel mehr Nerdwissen gibt es im Meilenstein zu "Love at First Sting" von den Scorpions. __________ Über diese Songs vom Album "Love at First Sting" wird im Podcast gesprochen (15:56) – "Bad Boys Running Wild"(25:45) – "Rock You Like a Hurricane"(32:07) – "Rock You Like a Hurricane" Live at Madison Square Garden(40:27) – "Coming Home"(47:28) – "Crossfire"(51:00) – "Still Loving You"__________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (49:07) – "50 Ways to Leave Your Lover" von Paul Simon(01:02:04) – "Sly" von den Scorpions__________ Shownotes Dierks Studios in Stommeln bei Köln: https://www.dierks-studios.de/ Rockpalast Backstage mit den Scorpions: https://www.ardmediathek.de/video/rockpalast/scorpions-interview-beim-kinodreh-rockpalast-backstage/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTE5YWRhMzI0LTgwMWUtNDc3Yi04

Madonna – "Like A Prayer"
Madonna ist die Queen of Pop. Und das spätestens seit ihrem 1989 erschienenen vierten Album und gleichnamigen Megahit "Like A Prayer", mit dem sie auch schon den Sound der 90er-Jahre einläutet hat. Es ist eine der großen Qualitäten von Madonna: ihre Wandlungsfähigkeit! Mit jedem Album schafft es die Queen of Pop, sich neu zu erfinden. Das war auch schon in den 80er-Jahren so, sagt SWR Musikredakteur Niels Berkefeld im Meilensteine Podcast zum Album "Like A Prayer": "Die Madonna von '83 klingt anders, als die von '85, die von '87 klingt anders als die von '89 [...] und diese ständige Entwicklung hat sie ja auch sehr erfolgreich durchgezogen." Sich andauernd zu verändern, bringt aber auch Nachteile mit sich. "Da vergraulst du auch Stammkunden", erklärt Niels Berkefeld weiter. Bei "Like A Prayer" hat Madonna wieder mit dem Sound experimentiert und es gibt auch mehr Soul, Funk und Hip-Hop-Einflüsse zu hören, als bei ihren ersten drei Alben. Auf ihrem vierten Album "Like A Prayer" ist Madonna deutlich erwachsener geworden, sagt SWR1 Musikredakteurin Michelle Habermehl im Podcast. Madonna war auch in einer ganz anderen Lebenssituation als noch beim Album "True Blue". Sie war frisch geschieden und hat auf diesem Album versucht, vieles zu verarbeiten. "Bei "Like A Prayer" stellt sie sich quasi ihren Dämonen aus der Vergangenheit.", erklärt SWR1 Musikredakteurin Michelle Habermehl im Podcast. Dass Madonna mit dem Album erwachsener geworden ist, hört man unter anderem auch daran, dass viel mehr akustische Instrumente auf "Like A Prayer" verwendet worden sind als bei ihren vorherigen Platten, findet SWR1 Musikredakteur Dave Jörg. "Echte Gitarren und ein echtes Schlagzeug waren bis dahin für Madonna eher untypisch", ergänzt er. Das Musikvideo zum Song "Like A Prayer" hat damals einen handfesten Skandal ausgelöst. Der Musiksender MTV hat den Song sogar aus seinem Programm genommen. "Da spielt ein Künstler mit vermeintlichen Tabus, provoziert so ein bisschen einen Skandal, aber am Ende ist es ja auch künstlerische Freiheit", sagt SWR1 Musikredakteur Niels Berkefeld zum Skandal um das Video zu "Like A Prayer". Und so ein bewusst provozierter Skandal bedeutet für Künstlerinnen wie Madonna oder auch Künstler wie Falco und seinen Song "Jeanny" natürlich immer jede Menge Gesprächswert und damit sowas wie Gratiswerbung, wenn der Song dauerhaft im Gespräch ist. Aus heutiger Sicht kann man sich den Skandal Ende der 80er kaum noch vorstellen, findet Niels Berkefeld: "Wenn man sich das Video heute anschaut, denkt man sich: Was ist eigentlich passiert? Es ist ein Video gegen Rassismus, es ist ein tolles Video!" Neben dem Überhit "Like A Prayer" und dem erwähnten skandalträchtigen Video zum Song hat das Album aber noch einiges mehr zu bieten. Zum Beispiel den feministisch-unterstützenden Song "Express Yourself". Insgesamt hat Madonna mit "Like A Prayer" damals einen großen Schritt nach vorne in Richtung Popikone gemacht. Auch, in dem sie ihre eigene Vergangenheit verarbeitet hat und dadurch die Kraft hatte, sich und ihre Position zu nutzen, um sich für andere starkzumachen. Dieses Album ist auf jeden Fall ein wichtiger Baustein in der Festungsmauer, auf den sich Madonnas inoffizieller Titel "Queen of Pop" stützt. __________ Über diese Songs vom Album "Like A Prayer" wird im Podcast gesprochen (03:13) – "Like A Prayer" (15:07) – "Express Yourself" (19:45) – "Oh Father" (22:45) – "Till Death Do Us Part" (28:44) – "Love Song" (31:01) – "Dear Jessie" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (27:10) – "Don’t Cry For Me Argentina" von Madonna (aus Evita) (30:29) – "Hung Up" von Madonna __________ Shownotes Das Musikvideo zu "Like A Prayer": https://www.youtube.com/watch?v=79fzeNUqQbQ Interview mit Madonna-Produzent Patrick Leonard in Billboard: https://web.archive.org/web/20211119200818/https://www.billboard.com/music/pop/madonna-producer-patrick-leonard-talks-like-a-prayer-at-25-5944767/ Buchtipp: "Madonna und wir": https://www.suhrkamp.de/buch/madonna-und-wir-t-9783518459928 ZDF-Dokumentation "The True Story of Madonna": https://www.ardmediathek.de/video/zdfinfo/the-true-story-of-madonna/zdf/Y3JpZDovL3pkZi5kZS9QUk9EMS9TQ01TXzU5ZTg1YzM5LWEzYzktNGU0Yy04NzkzLTE3M2FmNTA1YTlkMQ SWR1 Meilenstein zu Madonnas Album "Ray Of Light": https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/swr1-meilensteine-ray-of-light-madonna-100.html __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die SWR1 Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]

Supertramp – "Breakfast in America"
Mit 20 Millionen verkauften Exemplaren ist "Breakfast in America" das erfolgreichste Album von Supertramp und sogar eines der meistverkauften Alben überhaupt. Damit gelingt Supertramp 1979 der große Durchbruch in den USA. Mit Erscheinen dieses Podcasts sind seit der Veröffentlichung von "Breakfast in America" bereits 45 Jahre vergangen. "Breakfast in America" ist ein zeitloser Meilenstein des progressiven Pop mit Songs, die auch heute noch relevant sind. Das sind neben dem Titelsong auch "The Logical Song", "Goodbye Stranger" und "Take The Long Way Home". Die Gründung der Band Supertramp Supertramp haben sich 1969 gegründet. Rick Davies spielt bereits im Alter von 12 Jahren Schlagzeug und steigt dann zum Keyboarder auf. Bei einem Gig in München lernt er den holländischen Millionär Stanley August, genannt Sam, kennen. Dieser ermutigt ihn dazu eine eigene Band zu gründen. Über eine Annonce im "Melody Maker", einer großen britischen Musikzeitschrift, die bis ins Jahr 2000 wöchentlich erschienen ist, sucht er geeignete Musiker. Daraufhin meldet sich Roger Hodgson bei ihm und die beiden gründen die Band "Daddy". Ihr allererster Auftritt findet im damaligen Münchner Szene-Lokal "PN hit-house" auf der Leopoldstraße statt. Unter der Woche spielten doch meist Cover-Bands, während am Wochenende die Bands aus Großbritannien auftraten. In München entscheiden sie sich für einen neuen Bandnamen: aus Daddy wird Supertramp. Von "Supertramp" bis hin zu "Breakfast in America" Die ersten Alben "Supertramp" und "Indelibly Stamped" sind wenig erfolgreich, weshalb das Kapitel Supertramp bereits 1971 zunächst als beendet erscheint. Die Band besteht zu diesem Zeitpunkt aus Rick Davies, Rodger Hodgson, Kevin Currie, Frank Farrell und Dave Winthrop. Ihr Finanzier Sam zieht sich aus dem Musikgeschäft zurück, 1973 stehen Supertramp vor der Auflösung. Ein Jahr später — in neuer Formation — veröffentlichen sie "Crime of the Century". Zu Davies und Hodgson gesellen sich nun John Helliwell, Bob Siebenberg und Dougie Thomson dazu. Erstmals in der Bandgeschichte agieren auch Gastmusiker bei den Aufnahmen. Mit ihrem fünften Album 1977 "Even in the Quietest Moments" und der daraus veröffentlichten Single "Give a Little Bit" folgt dann endlich auch der Durchbruch in den USA und Supertramp zieht es nach Los Angeles. Dort entsteht ihr sechstes Studioalbum "Breakfast in America" und eröffnet, passend zum Albumtitel, mit "Gone Hollywood". Insgesamt gibt es für Davies und Hodgson drei Phasen von Songwriting während der Produktion des Albums. Sie schreiben ihre Songs zuhause und nehmen sie auch dort zunächst als Demo auf, eine weitere Demo wird im Studio aufgenommen, bis sie im dritten Schritt das Arrangement festlegen und die Songs tatsächlich einspielen. Opener "Gone Hollywood" und Closer "Child of Vision" Für unsere SWR1 Musikredakion sind beides epische Stücke. Mit gut 7,5 Minuten behalten Supertramp ihre Tradition bei, den Closer ziemlich episch zu gestalten. "Child of Vision" thematisiert angeblich das Verhältnis zwischen den beiden äußerst unterschiedlichen Songwriter-Persönlichkeiten: Rick Davies und Roger Hudgson. Hodgson hat den Song geschrieben und dabei möglicherweise an Davies gedacht. Die beiden haben gänzlich unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, nicht nur auf musikalischer Ebene und eben diese Widersprüche werden in "Child of Vision" thematisiert. Davies kommt aus dem Jazz, dem Rhythm and Blues und hat dementsprechend andere musikalische oder auch thematisch viel tiefere, destruktivere Ansätze an Texten, während Roger Hodgson vom Pop geprägt ist und eine Falsettstimme mitbringt. "The Logical Song" Die Welt der erwachsenen Erziehungsschule aus Sicht eines Teenagers. "The Logical Song" handelt davon, dass Schülerinnen und Schülern gelehrt wird nach Außen zu funktionieren, aber nicht, wer man innerlich wirklich ist und was den wahren Sinn des Lebens ausmacht. Die Nummer war die Lead-Single von "Breakfast in America" und ist bis heute ein absoluter Rock-Klassiker und für SWR1 Musikredakteur Frank König ein wahres Meisterwerk. Der Song ist in drei Teile gegliedert: beginnend in der Kindheit, über die Schulzeit im Internat bis hin zum Erwachsenendasein. Rodgson beschreibt die magische Schönheit der Kinderwelt und stellt sie der widersprüchlichen und überfordernden Erwachsenenwelt gegenüber und stellt sich die Frage: Wer bin ich eigentlich? Ein Meilenstein der Musikgeschichte Warum der Ursprungstitel des Albums eigentlich "Hello Stranger" sein sollte, von welchen Songs der Beatles sich Supertramp in "Breakfast in America" inspirieren lassen haben, welche ungewöhnlichen Instrumente bei der Produktion zum Einsatz kamen und ob Johnny Hallywell sein stilbringendes Saxophon ta

Special zum internationalen Frauentag
Auch in diesem Jahr sprechen wir zum Internationalen Frauentag über Frauen aus der Popgeschichte, die bislang viel zu wenig Beachtung bekommen haben. Mit dieser Spezialfolge wollen wir das ändern. Zu Gast bei Katharina Heinius ist die ehemalige Lucilectric-Sängerin Luci van Org. Nachdem es im letzten Spezial zum Internationalen Frauentag einen Rundumschlag gab zu Frauen, die in den Geschichtsbüchern zu kurz gekommen sind, wie Blueserfinderin Ma Rainey, Rock'n'Roll-Erfinderin Rosetta Tharpe oder Sylvia Robinson, die den ersten kommerziell erfolgreichen Hip-Hop-Song überhaupt produziert hat ("Rapper's Delight" von der Sugarhill Gang) geht es dieses Mal um die Pionierinnen der elektronischen Musik. Auch in diesem Jahr ist Musikerin, Produzentin, Songwriterin, Autorin und Schauspielerin Luci van Org wieder mit dabei und spricht mit SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius über großartige Frauen der Musikgeschichte. Für Luci van Org gibt es einen ganz besonderen Punkt, der sie an elektronischer Musik fasziniert: "Die Möglichkeit, autark ganze Musikstücke zu kreieren. Das ist gerade für Frauen ganz wichtig gewesen, weil [...] es gab immer Männer, die versucht haben, dir zu sagen, was du zu tun und zu lassen hast und wie du es zu machen hast. Und an so einem Rechner kannst du einfach sitzen und selbst bestimmen, wie etwas klingt [...]." Das ermächtigt die Musikerinnen und auch Musiker natürlich dazu unabhängiger von anderen zu werden. Wer möchte, kann durch diese Technik alle Rollen, die es beim Musikmachen auszuführen gibt, selber ausführen. Egal, ob Komponistin, Produzentin und auch ausführende Künstlerin. Die Anfänge der elektronischen Musik beginnen weitaus früher, als man vielleicht denkt, nämlich schon in den 1920er Jahren mit dem Theremin. Wie dieses obskure Instrument gespielt wird, das erklärt Musikerin Luci van Org, die selbst stolze Theremin-Besitzerin ist, im Meilensteine Podcast. Über das Theremin meint sie "Menschen, die Theremin spielen, wirken immer ein bisschen wie in einer Séance. Die halten die Hände in der Luft und machen seltsame Gesten." Und die erste große Theremin-Virtuosin war, die eigentlich als Violinistin ausgebildete Konzertgeigerin, Clara Rockmore. Die hat eine ganz besondere Technik erfunden, um das Instrument zu beherrschen. Dr. Who ist eine der bekanntesten Fernsehserien aller Zeiten und auch eine der Serien, die es schon am längsten gibt. 1963 startete die Serie und auch heute werden noch neue Folgen produziert. Und im Intro der Science-Fiction-Serie gab es schon 1963 elektronische Musik, gespielt von der Mathematikerin Delia Derbyshire auf Synthesizern. Bis zur "Dr. Who"-Serie war elektronische Musik ganz und gar nicht "in aller Munde", wie man so schön sagt, sondern es wurde immer eher verächtlich darauf geschaut, da elektronische Musik "kein Herz und keine Seele" habe. Heute wird ganz anders auf elektronische Musik geblickt und für diesen Wandel ist auch Delia Derbyshire und ihre Titelmelodie zu "Dr. Who" verantwortlich. Auch deshalb zählt sie für das Musikmagazin "Musikexpress" zu den "100 wichtigsten Frauen im Pop". Eine der ersten elektronischen Kompositionen aus einem Computer kommen von der US-Amerikanerin Laurie Spiegel. Mit Lochkarten, Klaviatur, Joystick und Tasten komponierte sie 1974 ihren Song "Appalachian Grove 1", mit dem sie die Melodien in die vorher avantgardistische, elektronische Musik brachte und dadurch auch mehr Gefühl. Während wir elektronische Musik (theoretisch) heute mit dem Laptop gemütlich von der Couch aus machen können, war der Computer, mit dem Laurie Spiegel Musik gemacht hat, so groß wie ein Wohnzimmer, unglaublich teuer und stand in einer Forschungseinrichtung. Laurie Spiegel komponierte aber nicht nur Musik auf dem Computer, sondern sie hat mit "Music Mouse" auch eines der ersten Computerprogramme zum Musik machen programmiert. __________ Shownotes SWR1 Meilensteine Folge zu "Sports" von Huey Lewis and The News: https://www.ardaudiothek.de/episode/swr1-meilensteine/huey-lewis-and-the-news-sports/swr1/94770170/ Spezialfolge zum Internationalen Frauentag 2023: https://www.ardaudiothek.de/episode/swr1-meilensteine/spezialfolge-zum-internationalen-frauentag-2023/swr1/12436977/ SWR1 Leute mit Luci van Org: https://www.ardaudiothek.de/episode/swr1-leute/mehr-starke-frauen-in-einer-maennerdominierten-welt/swr1/13104787/ Clara Rockmore spielt das Theremin: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=pSzTPGlNa5U ARTE-Doku über "verkannte Heldinnen der elektronischen Musik: https://www.arte.tv/de/videos/104017-000-A/sisters-with-transistors-die-verkannten-heldinnen-der-elektronischen-musik/ Demo von Music Mouse: https://www.youtube.com/watch?v=D-mmEvGOopk SWR Artikel zu Luci van Org: https://www.swr.de/swr1/swr1leute/luci-van-org-lucilectric-cross-media-kunstlerin-100.html Künstlerseite zum Projekt "Luciana S

ABBA – "Waterloo"
Für Napoleon war Waterloo eine herbe Niederlage. Beim Grand Prix Eurovision de la Chanson war der Song "Waterloo" von ABBA ein absoluter Erfolg. Wir sprechen in unserem SWR1 Meilensteine Podcast über das gleichnamige Album der schwedischen Popsensation ABBA. 1974 war ein sensationelles Jahr für Pop- und Rockfans: Joni Mitchell hat ihr legendäres "Court And Spark" Album rausgebracht, Supertramp schenkten uns ihr "Crime of the Century", Steely Dan waren kulinarisch verdreht unterwegs mit "Pretzel Logic" und im März veröffentlichten ABBA das Album, das ihnen den internationalen Durchbruch verschaffen sollte: "Waterloo". Für die vier Schweden und Schwedinnen sollte das Album der Beginn ihrer internationalen Karriere werden, nicht nur wegen des Hits "Waterloo", mit dem sie 1974 den Eurovision Song Contest gewannen. Etwas Reggae, Glamrock und noch ganz viel mehr – für SWR1-Musikredakteur Niels Berkefeld ist "Waterloo" ein Abbild der kompletten musikalischen Bandbreite der 1970er-Jahre und es ist natürlich auch ein historischer Moment in der Geschichte des Eurovision Song Contest. "Da sehen wir einen ungeschliffenen Rohdiamant, den Beginn einer Weltkarriere und das Suchen und Finden des zukünftigen Sounds dieser Gruppe", sagt SWR1-Musikredakteur Niels Berkefeld. Benny und Björn von ABBA haben auf diesem Album musikalisch ganz viel ausprobiert, um den perfekten Sound für die Gruppe zu finden. Das merkt man eben auch an dem genre-technischen Gemischtwarenladen auf dem Album. Bevor Benny, Björn, Agnetha und Anni-Frid sich 1972 als ABBA zusammenschlossen, hatten alle vier eigene Musikkarrieren. Benny und Björn taten sich als erste zusammen und hatten in Japan schon einen Hit mit "She's My Kind of Girl". Der Song war allerdings als Titelsong eines schwedischen Erotikfilms bekannt und die Band damit leicht in die Schmuddelecke gedrängt worden. Als die finale Bandbesetzung abgeschlossen war, versuchte die Band das unliebsame Image durch die Teilnahme am ESC loszuwerden. Das klappte allerdings nicht auf Anhieb. Mit ihrem Song "Ring Ring" sind ABBA dann 1973 im schwedischen Vorentscheid nur auf Platz drei gelandet. Ein Jahr später, 1974 klappte es dann im zweiten Anlauf. ABBA gewannen nicht nur den schwedischen Vorentscheid, sondern auch den ESC in Brighton mit "Waterloo". Neben den tollen Kompositionen von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, die in einigen Songs an den frühen deutschen Schlager erinnern, ist das Besondere an der Musik von ABBA auch das Zusammenspiel der beiden Stimmen von Agnetha und Anni-Frid. ABBA sind auch heute noch eine riesige Marketingmaschine, die auch durch das sehr saubere Image der vier Künstler sehr gut funktioniert hat – wobei vor allem Anni-Frid und Agnetha natürlich trotzdem als sexy inszeniert worden sind. Harmonie war das große Aushängeschild der Band. Es gab keine Skandale rund um Alkohol, Sex oder Drogen. Und während andere Musiker sich – damals wie heute – noch als Singles präsentierten, um bei den Fans die Träume einer Liebesbeziehung zum angehimmelten Star zumindest theoretisch am Leben erhalten wurden, wurde bei ABBA die heile Beziehungswelt propagiert. Probleme gab es in der ABBA-Welt nicht. Neben der Musik und den Erfolgen, die ABBA der Welt hinterlassen haben, gibt es noch ein Erbe, dass SWR1-Musikredakteur Dave Jörg im Podcast zu "Waterloo" hervorheben möchte: "Egal, wo die ABBA Songs laufen: [...] Das zaubert den Leuten ein Lächeln und Freude ins Gesicht und ins Herz. Und das hat 50 Jahre nach "Waterloo" niemals aufgehört." __________ Über diese Songs vom Album “Waterloo” wird im Podcast gesprochen (08:52) – "Waterloo" (23:40) – "Hasta Manana" (46:41) – "Honey, Honey" (51:56) – "Watch Out" (53:58) – "Sitting in the Palmtree" (54:34) – "King Kong Song" (55:52) – "Gonna Sing You My Lovesong" (59:08) – "Dance (While The Music Still Goes On)" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (09:50) – "People Need Love" von ABBA (10:49) – "She’s My Kind of Girl" von ABBA (13:04) – "Ring Ring" von ABBA (28:51) – "Maid of Orleans" von OMD (30:55) – "We’ll Meet Again" von Vera Lynn (34:55) – "Hasta Manana" von Lena Andersson __________ Shownotes Liste der Meilensteine Folgen von 1 - 250: https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/meilensteine-liste-top-250-100.pdf Artikel und Bildergalerie zum ESC 1974 in Brighton: https://www.eurovision.de/geschichte/1974-Eurovision-Song-Contest-in-Brighton,brighton107.html Bandbio von ABBA: https://www.eurovision.de/teilnehmer/Abba-Biografie-der-ESC-Sieger-von-1974,abba121.html ABBA beim "Eurovision Song Contest": https://www.youtube.com/watch?v=Xe40P8qzQh4 Ausschnitt aus dem Musikladen Interview 1976: https://www.youtube.com/watch?v=TWwsnyFqPts ABBA

Steely Dan – "Pretzel Logic"
Diese Podcast-Folge ist etwas ganz Besonderes: Es ist nämlich die 250. Folge unserer SWR1 Meilensteine. Dafür haben wir uns natürlich ein spezielles Album herausgesucht. Es geht um Steely Dan's Album "Pretzel Logic". Das kulinarisch klingende Album "Pretzel Logic" – übersetzt: "verdrehte Logik" – ist das dritte Album von Steely Dan. Gleichzeitig ist es auch die Platte mit dem größten Hit der Gruppe: "Rikki Don't Lose That Number". Auf ihrem Album "Pretzel Logic" machen Steely Dan genau da weiter, wo sie bei ihrem Vorgänger-Album aufgehört haben. Sie machen sehr komplexe Musik, jazzige Musik, die sich aber trotzdem sehr gut durchhören lässt. "Steely Dan ist im besten Sinne "Fahrstuhlmusik". Du kannst es ausblenden [...], dann ist es einfach nur etwas, was bei dir auf dem Ohr ist und so gesehen nicht stört. Sobald du weiter reinzoomst [...], siehst du all die Elemente. Und das ist das Interessante daran, was sie ausmacht", sagt SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach im Meilensteine Podcast zum Album "Pretzel Logic". Nichtsdestotrotz hat sich für Steely Dan mit diesem Album ganz viel verändert. Während für viele Rockmusiker das Tourleben der wichtigste Teil des Rock 'n' Roll-Lifestyle ist, war es Walter Becker und Donald Fagen immer zu viel. Sie fanden es "langweilig" und "albern", wie SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig im Meilensteine-Podcast erklärt. Fagen und Becker sahen sich selbst eher als Songwriter und Produzenten und die beiden waren sich einig, dass für ihr drittes Album "Pretzel Logic" ein neues Bandkonzept hermusste. Und so haben die beiden Masterminds hinter der Band nach einem Tourabend im Hotelzimmer kurzerhand ihre Band gefeuert. Künftig wollten Becker und Fagen dann auf professionelle Studiomusiker zurückgreifen. So hart die Entscheidung auch für die Musiker in der Band war, die Musik von Steely Dan konnte so auf die nächste Stufe steigen. "Grundsätzlich ist es ein Meilenstein-Album, einfach weil es ein ganz neues, ganz eigenes Genre definiert. Man nennt es jetzt vielleicht Rock-Pop-Jazz-Blues. Wie auch immer man es nennen mag, es ist eigentlich "Steely-Dan-Pop", erzählt Benjamin Brendebach. Für ihre Alben ab "Pretzel Logic" haben sich Steely Dan nur die Stars unter den Studiomusikern dazu geholt. Das beste Beispiel dafür sind die Drums. Da hatten sich Fagen und Becker nicht nur einen Drummer geholt, sondern gleich mehrere. Richtige Schwergewichte der Schlagzeuger-Szene. Neben Totos Jeff Procaro, haben Steely Dan auch Jim Gordon engagiert, der als einer der größten Studiodrummer überhaupt zählt. Er hat mit den größten Stars der Pop- und Rockgeschichte zusammengespielt: mit den Beach Boys, Frank Zappa, John Lennon, George Harrison, Eric Clapton und vielen vielen mehr. Im Podcast sprechen wir auch darüber, welche tragische Wendung das Leben von Schlagzeuger Jim Gordon noch genommen hat. Für Folge Nummer 250 unserer SWR1 Meilensteine haben wir uns auch noch eine kleine Besonderheit überlegt: ein kleines Meilensteine-Quiz. Geneigte Meilensteine-Fans können dabei ihr angehäuftes Wissen auf die Probe stellen, und mit etwas Glück sogar den offiziellen Titel "SWR1 Meilensteine Profi" ergattern. Der erste Schritt in Richtung Titelgewinn ist: diese Podcast-Folge hören. Und für alle weiteren gibt es auf unseren Seiten ein paar Tipps, um auf die Lösung zu kommen. Die Lösung für die drei Quizfragen schickt ihr bitte per Mail an [email protected] oder noch besser per Whatsapp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95. __________ Über diese Songs vom Album "Pretzel Logic" wird im Podcast gesprochen (09:59) – "Rikki Don’t Lose That Number" (35:40) – "Night By Night" (43:20) – "Any Major Dude will Tell You" (52:18) – "Parker's Band" (59:18) – "Pretzel Logic" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (21:16) – "Song for My Father" von Horace Silver (25:50) – "Aja" von Steely Dan (54:59) – "The Bird" von Charlie Parker __________ Shownotes Steely Dan Liste von Jenell Kesler auf rateyourmusic.com: https://rateyourmusic.com/list/streetmouse/steely-dan-all-the-facts-and-hidden-meanings-from-a-band-who-changed-how-i-listened-to-music-by-jenell-kesler/ Steely Dan Wörterbuch: http://steelydandictionary.com/ SWR1 Meilensteine Folge zu "Aja" von Steely Dan: https://www.ardaudiothek.de/episode/swr1-meilensteine/steely-dan-aja/swr1/10788109/ Die Steely-Dan-Bibel: "Steely Dan: Reelin' in the Years" von Brian Sweet: https://omnibuspress.com/products/steely-dan-reelin-in-the-years?_pos=1&_sid=58ab350ae&_ss=r https://www.google.de/books/edition/Steely_Dan_Reelin_in_the_Years/5BRhDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Reelin%27+The+Years&printsec=frontcover Meilensteine Liste Folgen 1 bis 250: https://www.swr.de/swr

Norah Jones – "Feels Like Home"
Nach ihrem sehr erfolgreichen Debütalbum "Come Away With Me", für das die Sängerin und Pianistin Norah Jones fünf Grammy-Auszeichnungen bekommen hatte, hat sie 2004 ihr zweites Album "Feels Like Home" rausgebracht. Die Erwartungen an die Platte waren da natürlich sehr hoch. Das zweite Album ist für Künstler oft das schwierigste. Vor allem, wenn das erste Album so erfolgreich war wie "Come Away With Me" von Norah Jones. Mit dem zweiten Album müssen Künstler oft beweisen, dass sie die Aufmerksamkeit wirklich verdient haben und, dass sie gekommen sind, um zu bleiben. Sie haben damit aber auch die Chance, sich als seriöse und erfolgreiche Künstler zu etablieren. Das hat Norah Jones definitiv geschafft. Ihr zweites Album ist mit etwas unter 10 Millionen Einheiten zwar nicht ganz so oft über die Ladentheke gegangen wie ihr Debütalbum, aber dennoch: Platz 1 in Deutschland, Österreich, Schweiz, England und Amerika – inklusive mehrfacher Platinauszeichnung in allen diesen Ländern. Alleine die Zahlen sprechen schon dafür, dass es sich bei "Feels Like Home" um einen Meilenstein der Popgeschichte handelt. Für SWR1 Redakteurin Nina Waßmundt gibt es aber noch andere Gründe, warum die Platte das Prädikat "Meilenstein" verdient hat: "Weil Norah Jones auf diesem Album einen ganz einzigartigen Musikstil aus Pop, Jazz und Country erschafft [...] und Norah Jones lässt diese beiden (Jazz und Country) wirklich ureigenen, amerikanischen Musikrichtungen verschmelzen. Der perfekte Soundtrack für einen gemütlichen Sonntag", sagt SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt. Nicht nur von den Musikstilen her schafft Norah Jones es auf ihrem Album "Feels Like Home" Dinge hervorragend zu verschmelzen. Das klappt auch ganz hervorragend auf der emotionalen Ebene. Ein Mix, den man so wirklich nicht oft findet in der Musikwelt. "Es ist auch irgendwo zwischen melancholisch und gut gelaunt. Es ist etwas, das man selten hat. Es ist nicht traurig, aber trotzdem sehr melancholisch und es fühlt sich kuschelig an, also "Feels Like Home" ist wirklich eine Ansage, die so funktioniert. Es ist einfach der perfekte Soundtrack für einen gemütlichen Sonntag", meint SWR1-Musikredakteurin Nina Waßmundt im Meilensteine Podcast. Dass Sängerin und Pianistin Norah Jones eine echte Künstlernatur ist und das kreative Chaos liebt und lebt, das kann man schon an ihrer Wohnung sehen. Damit die Wege zwischen Familie, Alltag und Musik schön kurz bleiben, steht das Klavier bei Norah Jones an einem sehr ungewöhnlichen Ort: in der Küche. Aber auch die Art wie Norah Jones Texte, Zeilen und Notizen für ihre Songs macht, zeigt ihren künstlerischen, verträumten und leicht chaotischen Geist, denn ihre Gedanken muss sie, wie sie selbst sagt in einem "unordentlichen Notizbuch" handschriftlich notieren. Und wenn man ihre Musik hört, glaubt man ihr das sofort. Da findet sich keine Hektik, sondern ein liebevolles, ausgeruhtes kleines Chaos. Und dass sie genau dieses Gefühl in ihrer Musik rüberbringen kann, liegt auch an einer Besonderheit von Norah Jones, wie SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius im Meilensteine Podcast erläutert: "Norah Jones hat einen ganz besonderen und einmaligen Ausdruck in ihrer Stimme. Die ist weich und zart auf der einen Seite aber auch sehr deutlich und prägnant auf der anderen Seite." Und während andere Sängerinnen gerne lauter werden und beim Singen mehr drücken, lehnt sich Norah Jones in ihrer Stimme zurück und behandelt sie wie ein Instrument und gibt auch den anderen Instrumenten Raum, ergänzt Nina Waßmundt. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der romantische Song "What Am I To You?". Für SWR1 Redakteurin Jessica Pfeiffer sticht Norah Jones aus der Masse der Popsängerinnen der 00er-Jahre heraus, weil für sie die Motivation, Musik zu machen, offenbar eine ganz andere ist. Während viele Künstlerinnen nach dem großen Erfolg und der großen Bühne streben, ist es bei Norah Jones eher die pure Leidenschaft zur Musik, die sie antreibt: "Das hört man aus ihren Liedern raus, das hört man aus ihrer Stimme raus." Neben den klassischen, ruhigen Norah Jones Nummern, in denen vor allem ruhige Emotionen im Fokus stehen, gibt es auch Songs, die etwas Schwung reinbringen und zumindest auf den ersten Moment wie ein Fremdkörper auf dem Album wirken. Dazu würde auch der Song "Creepin' In" passen, den Norah Jones mit Countrylegende Dolly Parton singt. Bei einem näheren Blick wird aber schnell klar, dass auch diese Nummer perfekt auf dieses Album passt. Zum einen bringt die schnellere, beschwingtere Nummer etwas Dynamik auf das ruhige Album und zum anderen ergänzen sich die tiefe, ruhige Stimme von Norah Jones und die deutliche höhere von Dolly Parton ganz wunderbar. Außerdem passt diese Country bzw. Bluegrass Nummer auf das Album, weil Norah Jones selbst aus Texas kommt und wenn ihr Album schon "Feels Like Home" heißt, dann da

Franz Ferdinand – "Franz Ferdinand"
Vor 20 Jahren, genauer gesagt am 9. Februar 2004, veröffentlichte die schottische Band "Franz Ferdinand" ihr selbstbetiteltes Debütalbum und damit einen echten Meilenstein der 2000er Indie-Rock-Ära. Das lag mit Sicherheit auch am größten Hit des Albums "Take Me Out". Anfang der 2000er war Indie-Rock vor allem aus Großbritannien absolut im Trend. Bands wie Radiohead, Maximo Park, Bloc Party und viele, viele mehr haben die angesagtesten Tracks des Jahres geliefert. Ganz vorne mit dabei waren auch die Schotten von Franz Ferdinand. Franz Ferdinand haben es mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum quasi direkt an die Spitze der angesagtesten Indie-Rockbands geschafft. Vor allem ihr Song "Take Me Out" war aus den Clubs und aus dem Radio nicht mehr wegzudenken. 2005 bekam die schottische Band für ihre Leistungen dann sogar den begehrten BRIT Award verliehen. Zu dieser Zeit tourte die Band nicht nur viel auf den Bühnen, sondern sozusagen auch über die Cover diverser Musikmagazine wie "Visions", "Musikexpress", "Rolling Stone" oder die Zeitschrift "Spex". Die Verbindung nach Deutschland geht vor allem vom Gitarristen Nick McCarthy aus, der im oberbayrischen Bad Aibling (in der Nähe von Rosenheim) zur Schule ging und später auch Klavier und Kontrabass in München studierte. Neben dem Bandnamen gibt es auch einen deutschen Songtitel auf dem Debütalbum der Band: "Auf Achse", der sich auf die gleichnamige deutsche Fernsehserie aus den 1980er-Jahren bezieht. Zu Gast in dieser Folge der SWR1 Meilensteine ist auch André Pittelkau. Er ist nicht nur Fan der SWR1 Meilensteine, sondern hat selbst einen starken musikalischen Hintergrund. Er war unter anderem Teil der erfolgreichen deutschen Popgruppe "Frida Gold". Als Keyboarder und Songwriter hat er an dem erfolgreichen Debütalbum "Juwel" von Frida Gold mitgearbeitet und er hat auch selbst eine indirekte Verbindung zu den Bandmitgliedern von Franz Ferdinand, wie er im Podcast erzählt. Unabhängig von der persönlichen Verbindung zur Band ist für André Pittelkau das Debütalbum von Franz Ferdinand aber ein echter Meilenstein. "Ich finde, das ist ein absoluter Meilenstein, weil es nicht weniger als die letzte große Rockrevolution mit ausgelöst hat", erzählt André Pittelkau im Meilensteine Podcast. Neben der absolut tanzbaren Indiemusik, die in den 00er-Jahren – vor allem die kleineren Clubs, auch bei uns in Deutschland dominiert hat – haben Franz Ferdinand noch mehr Independent Vibes verbreitet. Denn auch visuell hat die Band sich anders präsentiert als die großen Mainstream-Künstler und bei der Wahl der Plattenfirma schlug das Herz der Musiker ebenfalls ganz auf "Indie". Das hat genauso die Plattenfirma "Domino Records" gefreut, denn für die waren Franz Ferdinand der erste große Treffer, der vielleicht sogar die Existenz des Labels sichergestellt hat. "Franz Ferdinand haben es mit diesem Album geschafft, sich als Schutzpatron aller Indiebands zu etablieren und zwar für alle die, die ohne Kompromisse einzugehen an die Spitze der Charts kommen wollen", meint André Pittelkau über das Vermächtnis von Franz Ferdinand und ihrem gleichnamigen Debütalbum. Die Entstehung des Songs "Take Me Out", der für die Band zum größten Hit wurde, ist besonders spannend. Denn die Inspiration für den Song, in dem zwei potenziell Liebende sich sozusagen umkreisen, kommt aus dem Kriegsfilm "Duell – Enemy at the Gates" mit Hollywoodstar Jude Law. In dem Hollywoodfilm versuchen zwei Scharfschützen, sich in der Schlacht um Stalingrad gegenseitig auszuschalten. Mit André Pittelkau als Schlagzeuger und Musiklehrer gibt es in dieser Folge der SWR1 Meilensteine zusätzlich eine richtige kleine Musikstunde im Podcast inklusive einer musikalischen Livedarbietung am Schlagzeug: ein absolutes Highlight. __________ Über diese Songs vom Album "Franz Ferdinand" wird im Podcast gesprochen (16:53) – "Take Me Out" (39:37) – "The Dark of the Matinée" (49:16) – "This Fire" (53:43) – "Darts of Pleasure" (59:51) – "Tell Her Tonight" (01:01:47) – "Michael" __________ Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen (03:00) – "Morgen" von Frida Gold (30:11) – "Smokestack Lightnin’" von Howlin’ Wolf (01:05:25) – "John, I’m only Dancing" von David Bowie __________ Shownotes Über diesen Gitarrenverstärker wird gesprochen: "Selmer Thunderbird Twin 50": https://www.youtube.com/watch?v=CiL-32bckIQ Offizielles Musikvideo zu "Take me Out": https://www.youtube.com/watch?v=Ijk4j-r7qPA Visions Magazin: https://www.visions.de/magazin/ Live im aktuellen Sportstudio 2011: Frida Gold – "Wovon sollen wir träumen": https://www.youtube.com/watch?v=GJVJoLoWriw Dieses Buch, an dem André mitgewirkt hat, wird im Podcast erwähnt: https://www.waxmann.com/waxmann-buech