Show overview
Mauerecho – Ost trifft West launched in 2025 and has put out 52 episodes in the time since. That works out to roughly 50 hours of audio in total. Releases follow a fortnightly cadence.
Episodes typically run thirty-five to sixty minutes — most land between 53 min and 1h 7m — and the run-time is fairly consistent across the catalogue. None of the episodes are flagged explicit by the publisher. It is catalogued as a DE-language News show.
The show is actively publishing — the most recent episode landed 2 days ago, with 7 episodes already out so far this year. The busiest year was 2025, with 45 episodes published. Published by taz Panter Stiftung.
From the publisher
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, die sich der Überwindung der mentalen Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschland widmet. Ziel ist es, durch persönliche Geschichten, aktuelle Bezüge und interaktive Elemente ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen und die „Mauer in den Köpfen“ abzubauen. Der Podcast ist Teil der Stiftungsprojekte, die Nachwuchsjournalist*innen fördern. Dennis Chiponda übernimmt die Moderation und hat bereits beim Ostjugend-Projekt zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg mitgewirkt. Bis Mai 2025 ist Ann Toma-Toader im Redaktionsteam. Sie hat bei Projekten wie dem Podcast „Katerfrühstück“ sowie dem YouTube-Kanal „Klarkommen“ mitgewirkt. Ab Mai 2025 beginnt eine Co-Moderatorin, Marie Eisenmann, und damit auch ein neues Format, „Der Nachwendekindertalk“, das alle zwei Wochen ausgestrahlt wird. Sonst: Jede Woche, sonntags erscheint eine neue Podcastfolge von „Mauerecho“ – hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen: [email protected], taz.de/mauerecho und taz.de/stiftung
Latest Episodes
View all 52 episodesRechtsruck in der Werkhalle?:
Sonderfolge 52: Mutprobe Demokratie - Engagement dort, wo die AfD stark ist
Folge 51: Trotz Arbeit, schlechte Perspektiven - Wenn Arbeit nicht mehr zum Leben reicht!

Folge 4: Bürger*innen im Gespräch
Ben Berger ist Tischler aus Rheinland-Pfalz und führt einen kleinen Zwei-Mann-Betrieb. Die aktuell schwierige Lage spürt er direkt im eigenen Geldbeutel. Früher hat er rund 300 Euro im Monat für Benzin ausgegeben, inzwischen sind es 700. „Also diesen Monat kann ich keine Aushilfe beschäftigen, weil ich den Sprit an sich zahlen muss. Entweder fahre ich Bus oder ich habe eine Aushilfe. Beides geht nicht.“ Für ihn wäre eine schnelle Entlastung die Abschaffung der Doppelbesteuerung beim Benzinpreis. Bauer Will sieht das anders. Er erinnert sich an die Corona- Zeiten. „Zu Corona-Zeiten wurde auch Steuerentlastung gemacht, und was ist passiert? Die Firmen haben das gleich einkassiert.“ Unsere dritte Gäst Nine bringt noch einmal eine Perspektive ein, die in solchen Debatten oft zu kurz kommt: „Da gibt es auch einfach einen Ost-West-Unterschied. Die Lohnunterschiede liegen immer noch bei 16 Prozent. Das wirkt sich massiv auf Rente und Einkommen aus. Du bist einfach weniger resilient, wenn die Preise steigen.“ Solche Diskussionen hört man gerade überall in Deutschland. Denn wie unsere Gäste ächzen viele Menschen unter Inflation, steigenden Spritpreisen und wirtschaftlicher Unsicherheit. Genau hier wird Politik konkret. Sie betrifft uns alle, ob wir uns aktiv mit ihr beschäftigen oder nicht. Wir diskutieren mit Nine Christine Müller, ostdeutsche Kommunikationsexpertin und Host des Podcasts „Ostwärts“ aus Berlin, Dr. Willi Kremer-Schillings („Bauer Willi“), westdeutscher Landwirt, Ben Berger, Handwerker. Wenn euch politische Debatten in Talkshows oft zu abgehoben sind, bietet diese Folge einen Zugang auf Augenhöhe. Denn jenseits der großen Bühnen steckt in diesem Land viel Erfahrung, Kompetenz und Potenzial. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Politiker*innen im Wahlkampf über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Einige der Fragen aus dieser Folge nehmen wir direkt mit. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an [email protected]. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren neuen Cutter Sebastian Jautschus. Und hier findet ihr noch spannende Texte aus der Redaktion: Ölkonzerne machen 21 Millionen Euro täglich Zusatzprofit Wie europäische Länder gegen hohe Spritpreise vorgehen Shrinkflation bekämpfen Sparen drückt die Preise nicht

Folge 49: Ist das die Ostifizierung des Westens? Rheinland - Pfalz nach der Wahl
„Ich habe mein Leben lang SPD gewählt.“ Der Satz klingt nach Loyalität. Nach Geschichte. Nach einem politischen Zuhause. Die Person, die uns schreibt, kommt aus Rheinland-Pfalz. Ein Bundesland, in dem die SPD lange so etwas wie eine politische Selbstverständlichkeit war. Aufstieg durch Bildung, genau das ist der Familie der Person gelungen. Aber jetzt kippt etwas in der Person. „Immer mehr weiß ich nicht, wofür ich die SPD noch wählen soll.“ Was passiert, wenn selbst die anfangen zu zweifeln, die der Partei über Jahrzehnte treu waren? Wenn sich nicht Wut breitmacht, sondern Entfremdung? Es ist keine wütende Nachricht. Es ist ein leiser Zweifel und genau deshalb so politisch. In der neuen Folge von „Mauerecho – Ost trifft West“ nehmen wir diesen Zweifel ernst. Wir sprachen mit Maja Wallstein von der SPD, Johannes Wagner von den Grünen und Ates Gürpinar von der Linken über die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Warum bröckelt Vertrauen im Westen genauso wie im Osten? Und warum profitieren davon immer öfter die Falschen? Wir fragen unsere Gäste wie die Einheit eigentlich im Alltag von Parteien und dem Bundestag gelebt wird? Und wir schauen nach vorn. Wie können linke Utopien wieder mehrheitsfähig werden? In zwei Wochen drehen wir die Perspektive dann komplett um. Keine Politiker*innen, sondern Bürger*innen kommen zu Wort. Menschen aus Ost und West, die uns erzählen, wie sie die politische Lage gerade erleben, jenseits von Parteiprogrammen und Talkshow-Sätzen. Welche Ängste und Sehnsüchte verbinden Sie mit der aktuellen Politik und den kommenden Landtagswahlen? Denn am Ende entscheidet sich genau dort, ob Politik noch trägt. Im Alltag der Menschen. Wenn ihr Fragen, Kritik oder Anmerkungen habt, schreibt uns gern an: [email protected] oder per WhatsApp an 0157755875373. Auch wenn ihr Fragen für die Bürgersprechstunde oder Themenvorschläge für die Sendung habt, kontaktiert uns gerne. Auch wenn ihr tolle Menschen kennt, die beim Podcast mitmachen sollten oder wenn ihr selbst Lust habt dabei zu sein, schreibt uns. Wir freuen uns über jede Bewertung, jedes Teilen unserer Beiträge und jede Weiterempfehlung. (Weiterführender Artikel wie sich die AfD in Rheinland-Pfalz auf dem Land einnistet). Weitere Artikel zum Thema der Wahlen findet ihr hier oder hier. "Mauerecho - Ost trifft West" ist ein Podcast der taz panterstiftung.
Folge 48: Baden-Württemberg hat gewählt. Was bedeutet das für die Wahl in Rheinland-Pfalz?
Dennis Chiponda spricht mit Misbah Khan, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, über Cem Özdemirs Wahlsieg in Baden-Württemberg, den Aufstieg der AfD in Ost und West, die Rolle des Klimaschutzes nach der Ahrflut, strukturelle Probleme im ländlichen Raum und die Frage, was politische Teilhabe trotz Frust über „die da oben“ bringen kann. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Donnerstag auf taz.de/mauerecho sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Wir freuen uns auch weiterhin über eure Kritik, euer Lob und eure Fragen, die wir unseren Gästen stellen können. Schickt sie uns gerne per E-Mail an [email protected] oder per WhatsApp an 0157 5587 5373. Besonderer Dank gilt den Audiodesignern Sebastian Jautschus und Phillip Große Siestrup.

Folge 47: Superwahljahr 2026 – Wo steht der Osten, Frau Kaiser?
In der neuen Folge von „Mauerecho – Ost trifft West“ startet Moderator Dennis Chiponda die zweite Staffel des Podcasts. Mit neuem Konzept und einem Fokus auf das Superwahljahr 2026. Zu Gast ist Elisabeth Kaiser, SPD- Bundestagsabgeordnete und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland. Mit ihr verschafft sich Dennis Chiponda zum Beginn der Staffel einen Überblick zur Lage in Ostdeutschland vor den Landtagswahlen. Gemeinsam sprechen sie darüber, wo Ostdeutschland 35 Jahre nach dem Beitritt steht, ob die Landtagswahlen die Bundesregierung zum Wanken bringen könnten und was der neue Deutschlandmonitor 2025 über Einstellungen zu Demokratie oder Veränderungsbereitschaft aussagt. Bei Fragen, Kritik oder Anmerkungen schreibt uns gerne in die Kommentare oder an: [email protected] Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @mauerecho Dank gilt unserem Audiodesigner Sebastian Jautschus. Die Folge hat euch gefallen? Dann empfehlt „Mauerecho" gern weiter!
Folge 42: Mauerecho-Weihnachtsspecial – Familienfest im Stresstest?
In der letzten Folge dieses Jahres wird es im Podcast weihnachtlich. Zu Gast ist die „Ostfluencerin“ Olivia Schneider, die auf ihrem Instagram-Account @tvmvlt ostdeutsches Essen und ostdeutsche Kultur vorstellt. Außerdem dabei: Ana Romas, die auf Social Media als @russischraclette bekannt ist. Ihre kasachisch-deutsche Prägung beeinflusst maßgeblich ihre kulinarischen Ideen. Gemeinsam mit Host Dennis Chiponda sprechen Olivia und Ana über Weihnachtstraditionen in Ost und West, familiären Weihnachtsstress und ungleich verteilte Care-Arbeit. Dabei testen sie sich durch das Weihnachtssüßigkeitensortiment des Landes. Im Quiz stellt Dennis zudem das Wissen der beiden über deutsche Weihnachtstraditionen auf die Probe: Woher stammt der Brauch des Christbaumlobens? Warum gab es in der DDR kandierte Tomaten und Karotten? Und wo bringt an Weihnachten eigentlich das Christkind die Geschenke – und wo der Weihnachtsmann?
Diese Woche keine Mauerecho-Folge
Diese Woche gibt es leider keine neue Mauerecho-Folge – Podcast-Host Dennis Chiponda ist krank. Dafür könnt ihr euch umso mehr auf die nächste Woche freuen: Unsere letzte Folge des Jahres wird ganz besonders weihnachtlich. Zu Gast sind die Ostfluencerin Olivia Schneider (@tvmvlt), die sich auf ihrem Instagram-Kanal intensiv mit ostdeutscher Küche beschäftigt, und die Foodfluencerin Ana Romas (@russischraclette), bekannt als „Gewürzgurken-Gourmand“. Gemeinsam probieren und bewerten sie weihnachtliche Süßigkeiten und sprechen darüber, wie Weihnachten in Ost und West gefeiert wird. Wie unterscheiden sich die Traditionen in beiden Landesteilen? Und wie wird Essen als Kulturgut in (binationalen) Familien weitergetragen? Außerdem verraten sie ihre besten Tipps, um hitzige Weihnachtsdiskussionen entspannt zu meistern. In der Zwischenzeit könnt ihr gern in unsere älteren Folgen reinhören – vielleicht entdeckt ihr ja eine, die ihr noch nicht kennt.
Folge 41: Ausverkauf des Ostens oder ökonomische Realität - Das emotionale Echo der Treuhand
In der aktuellen Folge von Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit Andrea Diekmann und Sonja Leinkauf über die Treuhandanstalt und die tiefgreifenden Transformationsprozesse im Osten Deutschlands in den 1990er-Jahren. Andrea Diekmann, Juristin, kam als junge Frau aus Bielefeld nach Berlin und arbeitete dort für die Treuhandanstalt. Sie war im Bereich Umwelt und Altlasten tätig und hatte die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass durch Bodenkontaminationen niemand zu Schaden kam. Sonja Leinkauf, in der DDR als Soziologin im Institut für sozialistische Wirtschaftsführung tätig, sah sich nach der Wende in der Wissenschaft für sich wenig Chancen. Deshalb orientierte sie sich beruflich neu und wurde Pressesprecherin der Deutschen Telekom, die für den Aufbau des Telekommunikationsnetzes in den ostdeutschen Bundesländern verantwortlich war. Im Gespräch berichten sie von ihren persönlichen Erfahrungen während der Transformationsjahre. Welche Unterschiede nahmen sie zwischen Ost und West wahr? Welche Herausforderungen gab es, und wie erlebten sie die Veränderungen? Darüber hinaus beleuchten sie die Treuhandanstalt, die bis heute stark in der Kritik steht. Wie viel steckt wirklich hinter dem "Mythos Treuhand"? Was hätte anders gemacht werden können? Und wie beurteilt Andrea Diekmann die Rolle der Treuhand heute?
Folge 40: Im Schatten des Kalten Krieges - Zwei verfeindete Spione erzählen
Berlin galt im Kalten Krieg als Hauptstadt der Spione. In der aktuellen Folge Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit zwei Menschen, die damals auf unterschiedlichen Seiten standen: Christopher McLarren, ehemaliger US-Nachrichtenanalytiker und Mitarbeiter der Abhörstation auf dem Teufelsberg, sowie Günter Gräßer, einst Führungsoffizier der Hauptverwaltung A des Ministeriums für Staatssicherheit, dem Auslandsgeheimdienst der DDR. Wer „Geheimdienst“ und „Spionage“ hört, denkt schnell an James Bond oder an neuere Serien wie 1983 oder Kleo. Doch wie nah kommen solche Darstellungen der Realität? Wie gelangte man damals überhaupt zum Geheimdienst? Welche Bedeutung hatte Spionage im Kalten Krieg? Und wie wahrscheinlich ist heute ein Kriegsausbruch in Deutschland?
Folge 39: Vom Stadtbild zum Streitbild - CDU zwischen Haltung und Spaltung
Was heißt es heute, konservativ zu denken? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich Dennis Chiponda zwei Gäste eingeladen: Nora Zabel und Ruprecht Polenz. Zabel ist 29 Jahre alt, stammt aus Ostdeutschland und engagiert sich in der Kommunalpolitik der CDU. Sie hostete außerdem selbst einen Podcast („Womensplaining“), schreibt für Die Zeit und Cicero und hat in diesem Jahr ihr erstes Buch veröffentlicht. Polenz wurde 1946 im sächsischen Großpostwitz geboren; seine Familie verließ jedoch in seiner Kindheit die DDR. Er war langjähriger Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und Generalsekretär der CDU. Mit Compass Mitte hat er kürzlich eine Plattform innerhalb der CDU mitbegründet, die einen Kurswechsel der Partei fordert: Eine stärkere soziale Ausrichtung und die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD. Im Podcast sprechen sie darüber, was Konservatismus für sie bedeutet. Warum braucht eine Demokratie konservative Stimmen? Welche Strategien verfolgt die CDU im Umgang mit Rechtsextremismus und der AfD? Und was wünschen sich beide von ihrer Partei?
Folge 38: Brüche, Erinnerung, Zukunft - Jüdisches Leben im geteilten Deutschland
In der aktuellen Folge des Podcasts „Mauerecho“ spricht Dennis Chiponda mit seinen Gästen über jüdisches Leben in Ost und West. Zu Gast sind diesmal die Schriftstellerin und Radioautorin Marion Brasch sowie der Historiker und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank Meron Mendel. Marion Brasch wuchs in der DDR in einer jüdischen Familie auf, Meron Mendel in einem israelischen Kibbuz. Im Jahr 2001 kam er als Student nach Deutschland. Gemeinsam sprechen sie über das jüdische Leben im Deutschland der Nachkriegszeit und über das Verhältnis der beiden deutschen Staaten zum Judentum. Wie erlebten jüdische Menschen den Mauerfall 1989? Und welche Bedeutung hat das für das heutige Selbstverständnis in Deutschland? Zum Abschluss diskutieren Brasch und Mendel die Frage: Brauchen wir eine neue Idee von deutscher Identität?
Folge 37: HIV, Repression und der Kampf um Sichtbarkeit - Schwule Geschichte im Schatten der Mauer
Wie lebte es sich als schwuler Mann in der DDR oder der BRD in der Nachkriegszeit? In der aktuellen Folge Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit Rainer Herrn, Medizinhistoriker und Experte für die Geschichte sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Deutschland, sowie mit Detlef Mücke, einem der Pioniere der Schwulenbewegung, Lehrer und seit den 1970er-Jahren engagierten Aktivisten für die Rechte queerer Menschen. Im Podcast sprechen sie über das queere Leben in Ost und West, über Kriminalisierung und juristische Verfolgung und die AIDS-Epidemie in den 80er-Jahren. Aber es geht auch um politischen Kampf, Selbstermächtigung und den Aufbau einer queeren Kultur.
Folge 36: Tripperburgen, Terror, Trauma: Frauen zwischen sexueller Gewalt und Anerkennung
In der aktuellen Folge Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit Martina Blankenfeld und Claudia Igney über Gewalt gegen Frauen in Ost und West. Claudia Igney ist Sozialwissenschaftlerin und Referentin beim Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Sie ist seit über 20 Jahren in der Beratung gewaltbetroffener Menschen tätig. Martina Blankenfeld ist Zeitzeugin der sogenannten „Tripperburgen“ in der DDR und setzt sich als Aktivistin heute für die Aufklärung dieses unbekannten Kapitels der DDR-Geschichte ein. Tripperburgen waren geschlossenen Stationen in Kliniken, in denen Frauen zwangseingewiesen wurden, die nicht der sozialen Norm entsprachen. Sie galten als „Herumtreiberinnen“, „Arbeitsbummelantinnen“ oder „Asoziale“. Ihre Zwangseinweisungen wurden mit unbehandelten Geschlechtskrankheiten begründet, obwohl die meisten Frauen gesund waren. Martina Blankenfeld wurde im Alter von 15 Jahren in die Tripperburg eingewiesen. Im Podcast spricht sie ihre Erfahrungen und den langen Weg von Bevormundung zu Selbstbestimmung. Außerdem geht es um Formen struktureller Gewalt in Westdeutschland. Dort habe das konservative Familienbild Gewalt begünstigt, so Claudia Igney. Die Hausfrauen-Ehe sei für viele Frauen ein „Gefängnis“ gewesen. Igney berichtet über die rechtliche Lage der Frauen in der Bundesrepublik. Wie prägen Rollenbilder und Systeme noch heute die alltägliche Sicherheit von Frauen?
Folge 35: Tradwives, Trotz und Transformation - Mutterschaft in der Identitätskrise
In der aktuellen Folge von Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit Franziska Büschelberger und Cornelia Spachtholz über das Thema Mutterschaft – und darüber, wie wir in der Gesellschaft heute (noch) über Mütter denken. Franziska Büschelberger, geboren in Berlin und in Dresden aufgewachsen, ist Gründerin der Initiative Unpaid Carework. Ihr Ziel: unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit sichtbar machen und ihre Anerkennung im beruflichen Kontext stärken. Cornelia Spachtholz, Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter (VBM), stammt aus Hannover und engagiert sich seit Jahrzehnten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für echte Gleichstellung. Gemeinsam gehen sie unter anderem diesen Fragen nach: Gibt es auch heute noch Unterschiede im Mutterbild zwischen Ost und West? Welche Vorstellungen von Mutterschaft prägen unsere Gesellschaft? Wie müssen wir diese neu denken? Und was sagen Internetphänomene wie „Tradwives“ oder „#RegrettingMotherhood“ über die Rolle von Mutterschaft heute aus?
Folge 34: Armut im Hamsterrad: Kampf ohne Ankommen
Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland gelten als arm. In der aktuellen Folge Mauerecho spricht Dennis Chiponda über Armut, Klassismus und die damit verbundene soziale Ausgrenzung, den psychischen Druck und die Scham, die viele Betroffene empfinden. Dazu hat er zwei Gäste eingeladen: den ostdeutschen Aktivisten Malik (auf Social Media bekannt als malik.yannick), der auf TikTok und Instagram über Armutsbetroffenheit und Klassismus im Kultur- und Universitätsbetrieb spricht, sowie den westdeutschen Autor und Journalisten Olivier David. David beleuchtet in seinen Büchern "Keine Aufstiegsgeschichte" und "Von der namenlosen Menge" autobiografisch die gesellschaftlichen Hintergründe von Armut. Malik und David diskutieren, wie in ihren Familien mit dem Thema Armut umgegangen wurde, welche Erfahrungen sie mit Klassismus gemacht haben und welchen gesellschaftlichen Umgang mit Armut und Klassismus wir brauchen.
Folge 33: Wir sind das Volk? - Die Einheit als weißdeutsches Ereignis
In der aktuellen Folge von Mauerecho spricht Dennis Chiponda mit Ebru Taşdemir und Angelika Nguyen über die Perspektive der zweiten Generation von Einwander*innen auf die Wiedervereinigung. „Ich selbst bin der Sohn von Vertragsarbeiter*innen und ärgere mich darüber, dass unsere Geschichte im Einheitsdiskurs unsichtbar gemacht wurden.“, sagt Chiponda zur Einleitung des Gesprächs. Angelika Nguyen wurde in den 1960er-Jahren in Ost-Berlin als Tochter eines vietnamesischen Arztes und einer deutschen Sprachmittlerin geboren. Heute arbeitet sie als Filmjournalistin und freiberufliche Autorin. Ebru Taşdemir wuchs in den 1970er-Jahren auf der anderen Seite der Mauer in West-Berlin auf. Sie ist Journalistin, arbeitet als Politikredakteurin beim Freitag und engagiert sich bei den Neuen deutschen Medienmacher*innen. Ihr Vater kam in den 1960er-Jahren als türkischer Gastarbeiter in die BRD, ihre Mutter folgte wenige Jahre später. Wie nimmt die zweite Generation von Einwander*innen ihr Leben, die Einheit sowie ihre Chancen und Möglichkeiten in diesem Land wahr? Was bedeutet Einheit für sie und ihre Eltern? Und wie lässt sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven eine gemeinsame Erzählung entwickeln? Hinweis: In der nächsten Folge geht es nicht um Elternschaft und Erziehung, sondern um Klassismus. Das wird am Ende dieser Folge anders angekündigt. Bitte entschuldigt diesen kleinen Fehler! Bei Fragen, Kritik oder Anmerkungen schreibt uns gerne in die Kommentare oder an: [email protected] Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @mauerecho Dank gilt unserem Tonmeister Daniel Fromm. Die Folge hat euch gefallen? Dann empfehlt „Mauerecho“ gern weiter! #Mauerecho #Ost #West #Podcast #taz #tazPanterStiftung #Vertragsarbeiter #Politik #Wiedervereinigung #Gastarbeiter #ZweiteGeneration
Folge 32: Zwischen Hass und Ausstieg – Einblicke in rechte Szenen in Ost und West
Diese Woche bei Mauerecho: Der schwierige Weg raus aus der rechten Szene. Host Dennis Chiponda spricht hat sich dazu zwei Gäste eingeladen, die unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema bieten: Fabian Wichmann, Experte für Prävention und Deradikalisierung, arbeitete viele Jahre bei Exit Deutschland, der ersten Initiative für rechte Aussteiger*innen. Heute unterstützt er beim Verein Grüner Vogel Menschen, die sich aus islamistischen Strukturen lösen wollen. Felix Benneckenstein wuchs in Bayern auf, rutschte als Jugendlicher in die Neonaziszene und schaffte mit Hilfe von Exit den Ausstieg. 2011 gründete er den Verein Aussteigerhilfe Bayern, um auch andere auf diesem schwierigen Weg zu begleiten. Im Gespräch geht es um die Fragen: Was treibt junge Menschen in die rechte Szene? Wie funktioniert der Ausstieg – und warum dauert er oft Jahre? Und: Welche Maßnahmen braucht es heute, um rechter Gewalt wirksam zu begegnen?

Folge 31: Der Nachwendekindertalk: Wahlkater - Ostdeutsche Verhältnisse in NRW?
In der aktuellen Folge Mauerecho sprechen Marie und Chipi über die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, die am 15. September stattgefunden haben. Die CDU wurde dort stärkste Kraft, die SPD musste ihr schlechtestes Kommunalwahlergebnis seit 1946 hinnehmen und die AfD konnte ihr Ergebnis im Vergleich zu den letzten Kommunalwahlen verdreifachen. Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Wahl ziehen? Und wie lässt sich aus Ost-West-Perspektive auf dieses Thema blicken? Außerdem geht es um Alkohol: Immer weniger junge Menschen trinken regelmäßig. Während es 1976 noch 84,6 Prozent der jungen Erwachsenen angaben, mehrmals wöchentlich zu trinken, sind es heute nur noch 28,9 Prozent. Was sind die Gründe für diesen Rückgang? Und zeigen sich auch hier Ost-West-Unterschiede? Bei Fragen, Kritik oder Anmerkungen schreibt uns gerne in die Kommentare oder an: [email protected] Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @mauerecho Dank gilt unserem Tonmeister Daniel Fromm. Die Folge hat euch gefallen? Dann empfehlt „Mauerecho“ gern weiter! #Mauerecho #Ost #West #Podcast #Nachwendekinder #taz #tazPanterStiftung #Nachrichten #Politik #Kommunalwahl #NRW #Alkoholkonsum
