
Hörgang
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Ep 118Multiple Sklerose: Wann kommt der nächste Schub und wie schwer wird er ausfallen?
Den Schweregrad von Multipler Sklerose richtig einschätzen, das Stadium, in dem sich der Patient befindet - das entscheidet über die Therapie. Nichts ist in diesem Moment also wichtiger, als ein verlässlicher Prognosemarker. Diesen haben die Forscher um Dr. Gabriel Bsteh und Prof. Dr. Thomas Berger von der Universitätsklinik für Neurologie nun vorzuweisen. Sie haben entdeckt, dass die Netzhaut des Auges herangezogen werden kann. Der Verlust an Netzhautschichtdicke in Folge eines MS-Schubes sagt nämlich die Schwere von künftigen Schüben und somit die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung voraus.
Ep 117Bildgebung in der Forensik
Die Gerichtsmedizinerin und Radiologin Sarah Heinze übersiedelt vom Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg nach Graz. Soweit so unspektakulär. Eine Personalie, wie sie in Medizin-Zeitschriften ständig gemeldet wird. Sollte man meinen. Doch Heinzes Wechsel nach Österreich ist die Erfüllung einer Prophezeiung. Vor 20 Jahren sagte der Pathologe Prof. Dr. Roland Sedivy einem Journalisten, dass die Zukunft der Rechtsmedizin in der Bildgebung liegt. Dieser Journalist war "Ärzte Woche"-Chefredakteur Raoul Mazhar. Er hat das folgende Interview geführt.
Ep 116185 Jahre Gesellschaft der Ärzte in Wien
Als die Gesellschaft der Ärzte in Wien gegründet wurde, lenkte ein gewisser Fürst Metternich die Geschicke des Landes, die ersten Versammlungen der Mediziner, die im - heute alten - AKH praktizierten, wurden von der Obrigkeit misstrauisch beäugt. Die Wurzeln der Gesellschaft reichen noch tiefer in die Geschichte, der erste Präsident, Johann Malfatti, war noch von Kaiser Joseph II. nach Wien berufen worden und saß am Krankenbett Beethovens. Doch auf ihrer großen Geschichte ruht sich die Gesellschaft, die seit 130 Jahren im Billrothhaus residiert, nicht aus. Sie fördert weiterhin den medizinischen Nachwuchs. Präsidentin Beatrix Volc-Platzer bringt frischen Wind in die altehrwürdigen Gemäuer.

Ep 115Haben Sie gut geschlafen?
„Schlaf ist gesund“ – der Zusammenhang ist so banal wie richtig. Klar ist: schon ein geringfügiger Schlafmangel schwächt das Immunsystem und erleichtert Viren die Infektion. Das sind beileibe nicht die einzigen Probleme, die bei Schlafmangel auftreten können. Den Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und der Gesundheit wissenschaftlich nachzuweisen, das ist schon weniger banal. Wissenschafts-Redakteurin Marlene Nowotny hat lieber genau nachgefragt, und zwar bei Prof. Dr. Stefan Seidel, er ist Leiter des Spezialbereichs Schlafmedizin an der MedUni Wien.
Ep 114Düstere Aussichten für die Gastroenterologie
Wenn man es positiv ausdrückt, dann ist die Bedeutung des Fachs Gastroenterologie und Hepatologie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kein Wunder: Zu diesem Fach gehören Erkrankungen, die man landläufig zu den Volkskrankheiten zählt, etwa gastrointestinale Infektionen, Divertikulose oder nicht-alkoholische Fettleber. Eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien hat nun ergeben, dass die jetzt schon stellenweise sehr dünne Personaldecke durch anstehende Pensionierungen noch dünner wird und mit den Anforderungen nicht Schritt halten kann. Es müssten pro Jahr fast doppelt so viele neue Ärzte nachrücken als derzeit, um diese Lücke zu schließen. Ich habe mit dem neuen Präsidenten der Gesellschaft für Gastroenterologie ÖGGH, Prof. Dr. Peter Fickert, über die Lage in seinem Fach gesprochen. Dr. Fickert ist Leiter der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der MedUni Graz.
Ep 11350 Jahre Ärzte ohne Grenzen
Der aus den USA stammende Pädiater Dr. Leo Ho spricht über das erste halbe Jahrhundert der medizinischen Hilfsorganisation, sein erstes Jahr als Präsident, die humanitäre Lage in der Ukraine und die Hoffnung auf eine gerechte Impfstoffverteilung.
Ep 112Vaxxers: Josef Broukal erzählt die Geschichte von Vaxzevria
Kein anderer Hersteller von COVID-19-Impfstoffen hat so viel schlechte Publicity einstecken müssen wie AstraZeneca. Sein Impfstoff wurde in einigen europäischen Ländern wegen Blutgerinnseln ausgesetzt, obwohl es bei allen Impfstoffen ähnliche Berichte gab. Das ist aber nur ein Aspekt der spannenden Geschichte des AstraZeneca-Impfstoffs, auch als Vaxzevria bekannt. Entwickelt wurde das Vakzin an der Universität Oxford. Zwei der Hauptbeteiligten, die Professorinnen Sarah Gilbert und Catherine Green haben ein Buch über die Geschichte dieses umstrittenen Impfstoffs geschrieben. Sein Titel ist kurz und bündig: „Vaxxers“ - auf Deutsch etwa „Impfstoff-Mischerinnen“. Josef Broukal hat es für uns gelesen.
Ep 111Sonnenbrand und schwarzer Hautkrebs
Die Hautkrebs-Therapie entwickelt sich ständig weiter. Mit Hilfe moderner Immuntherapien überlebt fast die Hälfte der Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs mehr als 6 Jahre. Inzwischen werden Immuntherapien auch eingesetzt, wenn der Tumor und etwaige Metastasen vollständig entfernt wurden. Ziel dieser unterstützenden Therapie ist, dass sich die Erkrankung möglichst nicht weiter ausbreiten kann. Springer-Redakteurin Tanja Fabsits spricht mit Prof. Dr. Christoph Höller. Er ist Facharzt für Dermatologie und Leiter des Hauttumorzentrums an der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien. Prof. Höller ist Spezialist für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Melanom und führt auch klinische Studien zur Melanomtherapie durch.
Ep 110Der jüngste Primar des Landes
Rund ein Drittel des Medizinernachwuchs übt den Arztberuf nicht aus, oder zumindest nicht in Österreich. Viele junge Ärzte wandern wegen besserer Verdienstmöglichkeiten ins Ausland ab. Dass man als junger Mediziner hierzulande Karriere machen kann, beweist Dr. Andreas Selberherr, der Chirurg ist aktuell der jüngste Primar des Landes, und zwar am EKH in Wien.

Ep 109Ärzteservice des Pollenwarndienstes
Im Hörgang MedUni Wien ist ein junger Wissenschaftler zu Gast, Dr. Markus Berger vom Österreichischen Pollenwarndienst. Dieser bietet ein neues Ärzteservice an, um die Ärzte mit Polleninformationen zu versorgen. Das ist so gedacht, dass Ärzte die Symptome des Patienten mit der aktuellen Pollenlage vergleichen können. Ziel ist es, die Anamnese zu vereinfachen.
Ep 108Beweglichkeit bei multipler Sklerose
MS ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters mit österreichweit rund 13.500 Betroffenen. Dr. Christoph Guger forscht an einer Therapie, um ein typisches Symptom der MS, die Spastik, zu reduzieren. Dazu nützt er eine Schnittstelle zwischen Hirn und Computer, ein sogenanntes Brain-Computer-Interface namens RecoveriX. Ziel der Therapie ist der Erhalt der motorischen Fähigkeiten der Patienten.
Ep 107Knie nach Maß - das individuelle Implantat
Immer mehr Knie-Endoprothesen werden in Österreich implantiert. Die Operationstechniken und die Materialien werden immer mehr verfeinert. Das individuelle Knie ist bei nicht nur ein Schlagwort, am Herz Jesu Spital in Wien-Landstraße werden maßgeschneiderte Implantate in der Knie-Endoprothetik eingesetzt. In diesem Hörgang wir vieles über die bedeutenden Fortschritte, die in den vergangenen Jahren beim Kniegelenkersatz erzielt wurden.

Ep 106Mikroplastik im Darm
Die Plastikplage auf den Weltmeeren ist bekannt. Neu aber ist das, was Wiener Forscher in unseren Körpern gefunden haben, nämlich Rückstände von Polypropylen und Polyethylenterephthalat, besser bekannt als PET. Besorgt zeigten sich Experten darüber, dass sich im menschlichen Stuhl Mikroplastik nachweisen lässt. Grund genug für den Hörgang MedUni Wien nach den Folgen zu fragen. Macht uns Mikroplastik krank? Marlene Nowotny hat den Erstautor der weltweit beachteten Studie, den Gastroenterologen Philipp Schwabl, vors Mikrofon gebeten.
Ep 105Die gerettete Ehre des Walter Klepetko
Geld gegen Lunge, das war im Kern der Vorwurf, der gegen den Chirurgen Walter Klepetko vorgebracht wurde. Klepetko, ein Spitzenmediziner an der Wiener Uniklinik und Leiter der Thoraxchirurgie hat das hier das Lungentransplantationszentrum aufgebaut hat. Ein anonymer Informant brachte ihn in Misskredit und setzten ihn dem Vorwurf der Bestechlichkeit aus. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Das war 2019. Die Vorwürfe gegen Klepetko haben sich nicht erhärtet, es blieb nichts übrig außer böses Blut am Wiener AKH. Ich habe Walter Klepetko in seinem Büro in der Wiener Privatklinik getroffen und einen Menschen getroffen, der 2,5 Jahre um seinen guten Ruf gekämpft hat.
Ep 104Raupendermatitis und Eichenprozessionsspinner
Die alte Regel „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“ bezieht sich auf Gewitter – und ist widerlegt. Besonders im Frühling kann es unter Eichen aber tatsächlich ungemütlich werden. Grund dafür sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Prof. Dr. Harald Maier ist bei Tanja Fabsits Gast. Er ist Facharzt für Dermatologie und Oberarzt an der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien. Außerdem ist er Experte für den Eichenprozessionsspinner, den er „das Gifttier Europas“ nennt.

Ep 103Zwischen Wien und Gabun: Der Tropenmediziner Bertrand Lell
Eine Erkenntnis der COVID-19-Pandemie ist, dass es in Afrika zu vergleichsweise wenig Krankheitsfällen gekommen ist, und auch die erwartet hohe Todesrate ist in afrikanischen Ländern bisher ausgeblieben. Die Gründe dafür kennt der Tropenmediziner Bertrand Lell, der in Gabun forscht und an der MedUni Wien eine Professur innehat. Marlene Nowotny hat mit Bertrand Lell gesprochen.
Ep 102Ärzte machen Musik: Jazzmed live
Thomas Pflege ist Bandleader von Jazzmed, einer Formation, die nur aus Ärzten besteht. Er selbst ist Augenarzt in Wien. Seit vergangenen Herbst stehen Jazzmed wieder auf der Bühne. Ihr nächster Auftritt ist am 10. Juni im Porgy & Bess.
Ep 101Johannes Steinhart
Der neue Wiener Ärztekammerpräsident Dr. Johannes Steinhart hat sich nicht weniger als eine „Zeitenwende“ in der Gesundheitspolitik vorgenommen. Nun bewirbt sich der Urologe auch für den Posten des ÖÄK-Präsidenten.

Ep 100MedUni Wien-Rektor Markus Müller im Gespräch
Forschung, Lehre und Patientenversorgung - Die MedUni Wien und das Allgemeine Krankenhaus der Stadt haben große Aufgaben zu bewältigen. Geführt wird die Institution von zwei Boards, zwei Gremien, mit Vertretern der Universität und der Stadt. Der Mann für die strategischen Zukunfts-Entscheidungen sitzt in der Spitalgasse im 9. Bezirk: Rektor Prof. Dr. Markus Müller. Wir, meine Kollegin Marlene Nowotny und ich haben mit Rektor Müller über die großen Infrastrukturvorhaben der Medizinischen Universität, über die Digitalisierung der Medizin und die neue Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft gesprochen. Und mit diesem Gespräch beginnen wir auch unseren neuen Wissenschafts-Podcast, den "Hörgang MedUni Wien"
Ep 99Massive Männergewalt
Täglich kommt es zu gewalttätigen Übergriffen gegen Frauen. Im öffentlichen Raum, in Ausbildungsstätten, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, im Privaten und zu Hause in den „eigenen vier Wänden“. Dieses Problem lässt sich mit Zahlen belegen. Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist laut Österreichischer Kriminalstatistik seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Im Jahr 2021 auf 13.690, von 8.748 im Jahr 2019. Dazu kommt die auch medial beachtete hohe Zahl an Frauenmorden. 31 Femizide waren es im vergangenen Jahr, neun bisher im heurigen Jahr. Wir versuchen die Wurzel des Übels zu finden und zu ergründen. Und zwar gemeinsam mit Klaudia Frieben, sie Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
Ep 98Neuer Ärztekammerpräsident
In Niederösterreich geht eine Ära zu Ende. Christoph Reisner, der seit 2007 an der Spitze der Ärztekammer gestanden ist, hat dieses Mal nicht mehr kandidiert. Sein Nachfolger heißt, nach einigem Gerangel zwischen den Fraktionen, der HNO-Arzt Harald Schlögel aus Mödling. Vor Kurze hat er sein Arbeitsprogramm präsentiert. Um Medizinern die Niederlassung schmackhaft zu machen, fordert Schlögel die Wiedereinführung des Gemeindearztes und die Medikamentenausgabe in den Ordinationen. Im eigenen Haus, der Ärztekammer für Niederösterreich, hat Schlögel ebenfalls einiges zu tun, die Wahlbeteiligung war bescheiden. Daher startet er nun, nach eigenem Bekunden, eine Rückholaktion. Dr. Harald Schlögel ist Gast in diesem Hörgang.
Ep 97Wahlärzte abschaffen
Österreich hat ein gutes Gesundheitssystem, das hört man auf jeder Veranstaltung und von jedem Experten. Aber unser Gesundheitswesen ist nicht überall gleich gut aufgestellt, es hat Lücken. In manchen Bezirken gibt es in bestimmten Fächern keinen Kassenarzt, rund 300 Standorte können aktuell nicht besetzt werden. Dafür steigt seit einigen Jahren die Zahl der Wahlärzte stark an. Das hat mit der Reduktion der Arbeitszeiten im Spital zu tun. Die Zunahme der Wahlarztordinationen liegt aber auch daran, dass manche Leistungen überhaupt nur im Spital angeboten werden, mit entsprechend langen Wartezeiten. Da bleibt den Patienten oft nur noch der Weg zum Privatarzt. Andreas Huss, Arbeitnehmervertreter in der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK, will die 10.000 Wahlärzte gleich ganz abschaffen, weil sie nur 5 Prozent der Kassenleistungen erbringen. Wer keinen Vertrag hat oder möchte, gilt nach dem Vorschlag von Andreas Huss als reiner Privatarzt. Mehrheitsfähig ist Huss damit nicht. Die Ärztekammer lehnt den Vorschlag ganz ab und die politischen Parteien haben andere Vorstellungen, wie man den Beruf Kassenarzt attraktiv machen könnte. Wir haben bei dem Gesundheitsmanager Bernhard Wurzer nachgefragt. Er ist Generaldirektor der ÖGK, der Österreichischen Gesundheitskasse.
Ep 96Podcast: Arztgesundheit
Geht’s Ihnen noch gut? – Gesündere Ärzt*innen sind die besseren Ärzt*innen: Tanja Fabsits spricht mit Prof. Dr. Jörg Braun, ärztlicher Leiter der Klinik Manhagen in Deutschland, über das Thema „Arztgesundheit“. Braun hat 2015 die „Stiftung Arztgesundheit“ gegründet. Ärzte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kranken bestmöglich zu helfen. Leider vernachlässigen sie dabei oft ihre eigene Gesundheit – dabei sind gesündere Ärzte auch die besseren Ärzte. Und: Auch Ärzte haben, bei allem beruflichen Engagement, ein Recht auf die eigene Gesundheit.
Ep 95Rheuma und Ernährung
Unsere Ernährung kann Entzündungsreaktionen und Schmerz im Körper beeinflussen. Und einfach zu verstehen, aber nicht so einfach umzusetzen: Wer weniger wiegt, belastet seine Gelenke entsprechend weniger. OA Dr. Raimund Lunzer, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie und Leiter der Rheumatologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz, plädiert für eine ausgewogene Ernährung und rät, Extreme zu vermeiden. Einseitige Rheuma-Diäten lehnt er ebenso ab wie Nahrungsergänzungsmittel im Alltag.
Ep 94Pflegenotstand
Spätestens seit Wolfgang Schüssels Kalmierungsversuch (Es gibt in Österreich sicher keinen Pflegenotstand), steht die Pflege auf der politischen Agenda jeder Regierung. Josef Ruhaltinger, Chefredakteur des ÖKZ, widmet sich der Frage wie die heimische Pflege in die Post-Boomer-Ära gerettet werden kann.
Ep 93Pollensaison 2022
Wir haben Anfang April, die Birken stäuben, Esche, Pappel und Ulmen ebenso, und die Pollensaison verspricht heftig zu werden, wie man aus berufenem Munde hört. Uwe Berger leitet den heimischen Pollenwarndienst und kennt das Auf und Ab der Blühsaisonen seit Jahrzehnten. Berger und andere Experten erläutern in diesem Podcast , die Probleme mit der Pandemie und den vielen abgebrochenen Immuntherapien und sie stellen das neue Ärzteservice des Pollenwarndienstes vor.
Ep 91Psychotherapie gegen Krisenangst
Die Dauerkrise führt bei vielen Menschen zu Ängsten, Depressionen und, nicht zuletzt bei Jugendlichen, zu Suizidgedanken. Die Stadtgemeinde Ebreichsdorf in Niederösterreich macht nun allen psychisch belasteten Bürgern ein Gesprächs-Angebot. Bei Bedarf gibt es auch Psychotherapie. Die Stadtgemeinde beteiligt sich an den Kosten der Sitzungen.
Ep 90Ukraine-Krieg: Die Rettung der Kinder von Tschernobyl
Die Atomkatastrophe von Tschernobyl war bis vor Kurzem eine verblassende Erinnerung. Mit der russischen Invasion und der Besetzung des Atommeilers sind die medizinischen Langzeitfolgen des Super-GAUs plötzlich wieder präsent. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 leistet seit 1995 Nothilfe für krebskranke Kinder in der Ostukraine. Durch das Hilfsprojekt Tschernobyl-Kinder werden Behandlungen, Therapien und die Infrastruktur von Krankenhäusern und Kinderheimen in der Ukraine, sowie jährliche Erholungsaufenthalte für krebskranke Kinder in Österreich finanziert.Projektleiterin Juliana Matusova stammt aus der Ukraine. Sie berichtet, dass mittlerweile 70 leukämiekranke Kinder aus den Spitälern in Charkiw nach Lwiw gebracht werden konnten.
Ep 89Das ultraseltene Loeys-Dietz-Syndrom
Sie kennen seltene Erkrankungen. Aber kennen sie auch ultraseltene? Das sind Krankheiten mit weniger als 100 Fällen weltweit und zu diesen gehört das Loeys-Dietz-Syndrom, eine erblich bedingte Bindegewebsstörung. Mein Gast im Hörgang-Studio ist Dr. Daniela Karall vom Department für Kinder- und Jugendheilkunde an der Medizinischen Universität Innsbruck. Sie ist außerdem Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde.
Ep 88SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern
Prof. Dr. Christian Huemer ist Kinderarzt und Rheumatologe und leitet die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landeskrankenhaus Bregenz. Mit Tanja Fabsits spricht er über Sars-CoV-2- Infektionen bei Kindern. Die meisten Kinder, die sich mit Sars-CoV-2 infizieren, zeigen gar keine Symptome oder haben einen milden Krankheitsverlauf. Das hat dazu geführt, dass viele glauben: „Kinder stecken COVID-19 ganz locker weg“. Ganz so einfach ist es aber nicht
Ep 87Gerald Loacker
Er ist einer der wenigen verbliebenen Auskenner im Gesundheitswesen im Parlament - der NEOS-Pandemiesprecher Gerald Loacker. Zuletzt hat der Politiker aus Vorarlberg aber mit seiner Ablehnung der Impflicht für Verwunderung gesorgt. Gerald Loacker ist nämlich selbst dreimal geimpft. Sein Stimmverhalten hat er mit dem bürokratischen Aufwand begründet und mit der Immunisierung der Bevölkerung, wenn die Omikron-Welle einmal vorbei ist. Mit Gerald Loacker habe ich außerdem über die anstehende Ärztekammerwahl, die letzten verbliebenen Impfanreize und das Scheitern der Impflotterie gesprochen.
Ep 86Die Tötungsanstalt Schloss Hartheim
80 Jahre Wannseekonferenz, 77 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz, die Aufmerksamkeit gilt dieser Tage den Gräueln des nationalsozialistischen Regimes und dem Massenmord an der jüdischen Bevölkerung. Im Zweiten Weltkrieg lief auch die Aktion T4. Das Kürzel steht für die Adresse der Villa in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Dort residierte jene NS-Organisation, die mit der Ermordung von behinderten und psychisch kranken Menschen beauftragt war. Die Aktion T4 hat diese Morde koordiniert und Tötungsorte bestimmt, direkt zuständig waren ärztliche Leiter. Einer dieser Vernichtungsorte war Schloss Hartheim, rund 18 km westlich von Linz. Hier wurden bis 1944 rund 30.000 Menschen ermordet. Die Opfer waren teils Bewohner der Landesheil- und Pflegeanstalten, teils waren es arbeitsunfähige KZ-Häftlinge aus den Lagern Mauthausen, Gusen, Ravensbrück und Dachau. Ich spreche mit dem Leiter der Dokumentationsstelle in Hartheim, Peter Eigelsberger.
Ep 85Gelb blüht der Enzian
Der Gelbe Enzian ist Österreichs Arzneipflanze des Jahres. Seit Jahrtausenden werden aus seiner Wurzel Schnäpse und Magenbitter hergestellt. Doch diese auffällige, bis zu 2 m große Pflanze kann noch viel mehr. Zumindest in vitro und in Computermodellen ist eine Reihe von arzneilichen Wirkungen nachgewiesen worden, bei Arteriosklerose beispielsweise oder bei Adipositas. Über diese und andere Wirkungen spreche ich heute mit Prof. Dr. Hermann Stuppner, er ist Präsident der Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA).
Ep 84Zwei Jahre Pandemie
Das Jahrbuch der Firma Sanofi und der Wirtschaftskammer Österreich fasst die aktuellen Erkenntnisse zur Pandemie zusammen. Spannend ist das, weil hier einige der klügsten Köpfe des Landes Tacheles reden in Sachen Gesundheitspolitik und vor allem in Sachen Gesundheitskompetenz der Österreicher. Und es geht auch um den hinderlichen Einfluss von Fake News und Social Media auf die diversen Aufklärungskampagnen: Cornelia Lass-Flörl, Hans Peter Hutter, Sigrid Pilz.
Ep 83Peter Klimek
Peter Klimek ist Österreichs Wissenschafter des Jahres 2021. Der studierte Physiker arbeitet am Complexity Science Hub Vienna, er analysiert und modelliert riesige Mengen medizinischer Daten. Mit Ausbruch der Pandemie ist er zu einem der bekanntesten Forscher Österreichs aufgestiegen. Nicole Thurn hat ihn getroffen und mit ihm über die Nutzung von Gesundheitsdaten durch Forscher gesprochen.
Ep 82Podcast: Kinder mit psychisch kranken Eltern
Es sind erschreckende Zahlen: Eine Hochrechnung von pro mente Oberösterreich zeigt, dass etwa jedes sechste Kind in Österreich mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufwächst. Das sind, vorsichtig geschätzt, rund 275.000 Kinder und Jugendliche. In der Öffentlichkeit hört man kaum von diesen Kindern. pro mente Oberösterreich, HPE Österreich und JoJo Salzburg wollen das ändern. Das österreichweite Projekt #visible soll Kinder und Jugendliche mit psychisch kranken Eltern sichtbar machen und sie unterstützen. Springer-Redakteurin Tanja Fabsits hat mit der Leiterin des Unternehmens, Mag. Birgit Blochberger gesprochen. Sie ist Sonder- und Heilpädagogin.
Ep 81Schluckbeschwerden
Bei der eosinophilen Ösophagitis, kurz EoE, handelt es sich um eine chronische Entzündung der Speiseröhre mit vermehrtem Auftreten spezieller Entzündungszellen. Diese sogenannten eosinophilen Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutzellen. Seit Beginn des Jahrtausends rückt die EoE vermehrt in den Blickpunkt der Mediziner. Dr. Hansjörg Schlager ist an der Speiseröhrenambulanz der Universitätsklinik für Innere Medizin in Graz tätig. Das Netzwerk für Eosinophile Ösophagitis geht auf seine Initiative zurück. Dr. Schlager spricht im Hörgang über Ursachen und Therapien dieser chronischen Erkrankung.
Ep 80Blackout - und was dann?
Stellen Sie sich vor, Sie bereiten gerade Ihr Abendessen zu und plötzlich gehen Licht, Herd und Radio gleichzeitig aus ist alles ist dunkel - und still. Der erste Blick in den Sicherungskasten bringt kein Licht ins Dunkel und Sie blicken aus dem Fenster und bemerken, dass es auch draußen stockfinster ist und sehen, dass eine Straßenbahn abseits einer Haltestelle Halt gemacht hat. Der Versuch, das Internet um Erklärung zu befragen, schlägt fehl, da der Akku Ihres Laptops leer ist und kein Strom aus der Steckdose fließt. Sie können niemanden anrufen, da ihr Handy keinen Empfang hat. Nichts geht mehr. Was wie aus einem dystopischen Roman entnommen klingt, kann und wird laut Experten bald Realität sein.
Ep 61Medizin: So gefährlich sind E-Zigaretten
E-Zigaretten wurden vor über 10 Jahren eingeführt. Anfänglich hat es so ausgesehen als wären sie gesundheitlich so gut wie unbedenklich. Denn nicht alle Liquids enthalten Nikotin. Und beim Verdampfen der Liquids entstehen nicht dieselben krebserregenden Inhaltstoffe wie beim Verbrennen von Tabak. Trotzdem gab es immer wieder Warnungen von Lungenärzten: Lösungsmittel wie Propylenglykol, Glycerin und andere Zusatzstoffe werden verdächtigt die Lunge zu schädigen. Was gelangt da in die Lunge? Sind E-Zigaretten ungefährlich? Im Hörgang ist Prof. Dr. Manfred Neuberger zu Gast bei Tanja Fabsits. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Hygiene und Präventivmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Außerdem ist er im Vorstand der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, die etwa für das Rauchverbot in der Gastronomie eingetreten ist.
Ep 78Hörgang: Change Management im Krankenhaus
Was tun Ärzte im Spital mit ihren knappen Zeit-Ressourcen? Da gibt es erstaunliche Zahlen aus der Schweiz. 20 Prozent ihrer Zeit verbringen Spitalsärzte im Schnitt am Bett beim Patienten. Den Rest des Tages verbringen sie in Sitzungen, dokumentieren Vorgänge oder warten auf Kollegen. Das geht aus einer Statistik hervor, die der Schweizer Gesundheitsmanager Alfred Angerer erhoben hat. Angerer ist Spezialist für Lean und Change Management. Lean Management ist ein Optimierungsansatz aus der Autoindustrie, für den sich immer mehr Krankenhausbetreiber interessieren. Nicole Thurn hat mit dem Gesundheitsforscher aus Zürich gesprochen.
Ep 77Gesundheitspolitisches Forum neu
Wo informieren sich Ärzte, was sich in der Gesundheitspolitik tut? Ein heißer Tipp ist das Gesundheitspolitische Forum, das ich ihnen heute vorstellen. Was passiert dort: Einmal im Monat diskutieren Gesundheitsexperten aus Medizin und Pflege live vor Fachpublikum. Ursprünglich war das Forum ein exklusiver Salon für Experten zum Erfahrungsaustausch, heute ist es ein Diskussionsforum, mit Vorträgen und mit Fragerunde. Im Gespräch mit dem stv. Chefredakteur der Ärzte Woche, Martin Burger, spricht der neue Leiter des Forums, Jan Oliver Huber, u. a. über die Versäumnisse der Regierung in der Pandemie-Zeit.
Ep 76Karl Landsteiner Tag: Die COVID-19-Pandemie beflügelt die medizinische Forschung
Prof. Dr. Bernhard Schwarz ist Sozialmediziner und am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien tätig. Schwarz ist außerdem Präsident der wissenschaflichen Karl-Landsteiner-Gesellschaft. Die diesjährige Medizinertag der Vereinigung hat die COVID-19-Pandemie als Treiber der medizinischen Forschung zum Thema.
Ep 75Medizin: Das sind die Ärzte ohne Grenzen
65.000 Menschen weltweit arbeiten für Ärzte ohne Grenzen, das entspricht der Einwohnerzahl von Villach. Doch was tut diese bedeutende medizinische Hilfsorganisation genau, wenn sie im Irak, in Libyen oder im Süd-Sudan aktiv ist? Wie sieht eine Ebola-Isolierstation aus? Wie funktioniert ein Cholera-Behandlungszentrum vor Ort? Wie gelangen Medikamente in Krisengebiete? All diese praktischen Fragen wurden bei einer Freiluftausstellung auf dem Wiener Karlsplatz beantwortet, durch die uns die Gesundheitspsychologin Marion Jaros-Nitsch begleitet.
Ep 74Medizingeschichte: Der Fall Robert Koch
Dr. Michael Lichtwarck-Aschoff war 40 Jahre lang Intensivmediziner und Anästhesist. Jetzt hat er ein Buch über Robert Koch geschrieben. Koch war mit seiner Arbeit zu Milzbrand, Tuberkulose und Cholera Begründer der modernen Mikrobiologie. Das Buch "Robert Kochs Affe" beleuchtet die dunkle Seite des Medizin-Stars. Auf seiner Ostafrika-Expedition 1906 führt er Versuche an Menschen durch, die an der Schlafkrankheit leiden. Tanja Fabsits hat mit dem Autor gesprochen.

Ep 73Medizin: Die Chronische Niereninsuffizienz
Was ist der Ursprung einer chronischen Nierenerkrankung und welche diagnostischen Schritte sind vom Arzt einzuleiten. In dieser Sendung gehen wir von einer bestehenden chronischen Nierenerkrankung aus, und damit von einer grundsätzlichen Awareness beim Patienten. Wir erfahren, wie man als niedergelassener Arzt vorgeht. Die Fragen stellt Dr. Ronny Tekal. Seine Gäste sind: Prof. Dr. Marcus Säemann, 6. Medizinische Abteilung mit Nephrologie und Dialyse an der Klinik Ottakring. Zugeschaltet ist Prof. Dr. Gert Mayer, Universitätsklinik für Innere Medizin IV –Nephrologie und Hypertensiologie in Innsbruck.
Ep 72Medizin: Das war der Wiener Schmerztag 2021
"Nicht ist so leicht zu ertragen wie der Schmerz des anderen." Das sagt ein ausgewiesener Schmerz-Experte, Prof. Dr. Wilfried Ilias. Der wissenschaftlicher Leiter der Fortbildungsveranstaltung Schmerzmanagement All-In auf dem 11. Wiener Schmerztag. Sein Leitspruch lautet: Jeden Schmerz ernst nehmen. Bei manchen sind es Schmerzen im Knie, bei manchen Schmerzen in Hüfte oder Schulter. Chronische Schmerzen haben viele Gesichter und Ursachen – jeder Schmerz ist anders! Er ist außerdem Ehrenpräsident von „Schmerzinformation – Wissen macht stark“.
Ep 71Medizin: Kinder in der COVID-19-Pandemie
COVID-19 beherrscht nicht nur die öffentliche politische Debatte, sie dominiert die Tagesordnungen der medizinischen Kongresse. So nutzen die Lungenexperten auf der 45. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie ÖGP die Zeit, um Bilanz zu ziehen. War man 2020 in vielen Punkten noch auf Vermutungen angewiesen, hat man mittlerweile Gewissheit. Der Präsident der ÖGP, Primar Ernst Eber beantwortet in dieser Ausgabe des Hörgangs die Fragen, wie gefährlich Corona für Kinder tatsächlich ist und welche Gefahr von ihnen ausgeht - Stichwort Superspreader.
Ep 70Medizin: Rektale Therapie bei Colitis ulcerosa
Keine Angst vor Rektalschäumen, Klysmen und Zäpfchen: Die rektale Therapie als Bestandteil einer leitliniengerechten Behandlung von Patienten mit Colitis ulcerosa. Wir haben uns ein scham-besetztes Thema vorgenommen. Prof. Dr. Clemens Dejaco erklärt, was man unter topischen Therapien versteht, wie man sie anwendet und welche Vorteile das hat.
Ep 69Medizin: Corona-Impfpflicht jetzt?
Ein kleiner Stich rettet – Ignoranz und Egoismus töten! So steht es im neuen Buch EXIT COVID von Hubert NIedermayr. Das klingt klar und einleuchtend. Doch den politischen Diskurs dominieren aktuell die Impfskeptiker. Reichen da Plädoyers oder Informationskampagnen noch aus, wenn nicht einmal für die Gesundheitsberufe eine Impfpflicht besteht? Müsste die Regierung nicht längst zu drastischeren Maßnahmen greifen?
Ep 68Medizin: Ärzte im AKH unter Corona-Druck
Den Spitalsärzten geht es nicht gut. Die körperlichen und emotionalen Belastungen sind in der Pandemie stark gestiegen. Das zeigen zwei Umfragen der Wiener Ärztekammer und des Betriebsrats an der MedUni Wien. Am schlimmsten wird der bürokratische Aufwand empfunden, gefolgt von der Personalknappheit und dem psychischen Druck. Annabella Khom hat mit dem Obmann der Kurie der Spitalsärzte, Dr. Gerald Gingold, gesprochen. Der Vizepräsident der Ärztekammer zeigt sich alarmiert.