
F.A.Z. Digitalwirtschaft
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Ep 284KI-Agenten – das nächste große Ding im Internet
Der KI-Pin als Gadget des Jahres? Bill Gates zeichnet eine Zukunft, in der KI-Agenten als persönliche digitale Assistenten das Leben erleichtern. Realistisch? Darüber sprechen die D:ECONOMY-Redakteure Holger Schmidt und Johannes Winkelhage im aktuellen Podcast. Weitere Themen: Monika Schnitzer, die Vorsitzende des Sachverständigenrates, sieht KI als Schlüssel, um den Fachkräftemangel zu lindern. Außerdem: Der EU AIU Act als eines der wichtigste Gesetze für unsere digitale Zukunft steht auf der Kippe.
Ep 283Milliardensubventionen für die High-Tech-Resilienz
Halbleiter sind der Schlüssel für Megatrends wie Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung. Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI begrüßt die hohen Förderzusagen von EU und Bundesregierung für die Chipindustrie, zum Beispiel für die neue Chipfabrik von Intel in Magdeburg. Die Mittel aus den verschiedenen Fördertöpfen seien wichtig, um ein robustes und wettbewerbsfähiges Halbleiter-Ökosystem in Deutschland und der EU aufzubauen. Davon ist ZVEI-Präsident Gunther Kegel im „F.A.Z. D:Economy-Podcast“ überzeugt. Die Energiewende könne nur mit Halbleitern und nachgelagerten Komponenten gelingen. Technologische Souveränität, Resilienz der Wertschöpfungsketten, Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten - ohne international wettbewerbsfähige Mikroelektronik ist das für Kegel undenkbar: Die investierten öffentlichen Mittel seien zukunftsweisend und würden sich auch gesamtwirtschaftlich rechnen. Doch damit nicht genug, denn dabei dürfe es nicht bleiben. Wichtig sei, dass die Politik einen langen Atem habe. Sonst bleibe das Ziel der EU, den Anteil der EU an der Weltproduktion bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln, unerreichbar. Würde die Förderung in Europa wie bisher auslaufen, würde der Weltmarktanteil der in Europa produzierten Chips ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts wieder sinken. Im nächsten Schritt müsse die Förderung daher stärker als bisher auf die gesamte Wertschöpfungskette der Mikroelektronik ausgerichtet werden, um das Halbleiter-Ökosystem insgesamt zu stärken. Bisher blieben beispielsweise wichtige Teilbranchen wie die Leiterplattenherstellung und die Elektronikfertigung (EMS - Electronic Manufacturing Services), die die Weiterverarbeitung der Chips überhaupt erst ermöglichen, bei der Fördermittelvergabe außen vor. Nur durch eine konzertierte Förderung könne das vielfältige Ökosystem der Halbleiterindustrie, das von Leistungshalbleitern über Sensoren bis hin zu Spezialprozessoren und darüber hinaus reiche, langfristig in Deutschland erhalten werden.
Ep 282KI-Gipfel in Bletchley Park: Wie gefährlich ist diese Technologie?
Der Fortschritt in der Künstlichen Intelligenz ist enorm, die Diskussionen drehen sich längst nicht mehr nur um die Chancen, im Gegenteil: Immer mehr Fachleute äußern die Sorge, das hier eine Technologie außer Kontrolle geraten könnte, die mächtiger ist als alle anderen IT-Ideen, die es jemals gegeben hat. Doch welche Gefahren drohen? Wie groß sind die Risiken wirklich? Die britische Regierung hat in dieser Woche nach Bletchley Park eingeladen, einen historischen Ort, an dem Alan Turing einst den Enigma-Code der Nazis mit entschlüsselte. Dort trafen sich nun Regierungsvertreter des Westens und Chinas, Unternehmer wie Elon Musk und Sam Altman - und zahlreiche renommierte Fachleute. Worüber haben sie gesprochen? Was kam dabei heraus? Was steht in der "Bletchley Declaration"? Über all das diskutieren wir in dieser Episode.
Ep 281Ein Jahr nach der Übernahme durch Elon Musk: Was wird jetzt aus X?
Vor ungefähr einem Jahr hat der amerikanische Unternehmer Elon Musk Twitter gekauft und seither in dem Unternehmen nahezu keinen Stein auf dem anderen gelassen: Tausende Mitarbeiter mussten gehen, er hat Funktionalitäten verändert und lässt Inhalte wesentlich weniger moderieren. Das hat viele Nutzer und Werbekunden verschreckt. Gleichwohl ist die Plattform nach wie vor nicht wirklich unbeliebt, nutzen auch viele amtierenden ranghohe Politiker sie. Wie fällt die bisherige Bilanz von Elon Musk in dem Unternehmen aus? Ist er gescheitert – oder nur noch nicht erfolgreich? Haben diejenigen recht, die argumentieren, dass das im Gegensatz zu Tesla und Space X eben nicht in erster Linie ein Ingenieursproblem ist? Oder verwirklicht Musk am Ende doch noch seine häufig gestreute Idee von einer Super-App, die den ganzen Alltag regeln kann? Über all das und die wachsende Konkurrenz auf dem Markt durch neue Anbieter wie Bluesky diskutieren wir in dieser Episode.
Ep 280Deutsche Astronauten und KI – unsere Buchtipps des Jahres
Die Frankfurter Buchmesse ist das Branchenereignis des Jahres hierzulande. Und natürlich gibt es auch aus dem Bereich Technologie, Digitalisierung, Technischer Wandel eine Vielzahl neuer Werke, die in diesen Monaten erschienen sind. Wir stellen in dieser Episode eine Auswahl vor. Zum Beispiel das vom deutschen Astronauten Matthias Maurer geschriebene Buch "Cosmic Kiss". Maurer hat sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht. Aber was er schreibt, dreht sich nicht nur um diese spannende Zeit. Es geht auch darum, wie man Astronaut wird, was daran fasziniert und welche Vision gegenwärtig hinter der Raumfahrt steckt. Elon Musk ist davon ebenfalls fasziniert und hat mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX viel vor. Aber auch in anderen Bereichen ist er sehr engagiert. Davon handelt die Biografie, die Walter Isaacson über ihn geschrieben hat, der zwei Jahre lang am Leben des wohl schillerndsten und vielleicht umstrittensten Unternehmers der Gegenwart teilgenommen und tiefe Einblicke gewonnen hat. Und dann ist da natürlich noch das Vieles überwölbende Thema Künstliche Intelligenz. Darüber haben Katharina Zweig und Manuela Lenzen jeweils ein lesenswertes Buch geschrieben. Beide sind Brückenbauerinnen, die auch denjenigen einen Weg in diese Materie ebnen, die nicht Informatik studiert haben, aber trotzdem tiefgehender wissen wollen, was da los ist und noch auf sie zukommen wird. Und schließlich empfehlen wir auch Bücher, die mehr mit Geschichte und Politik zu tun haben als nur mit Technologie - und die zeigen, dass natürlich jede technische Entwicklung nur im gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Kontext zu denken und zu deuten ist, in dem sie stattfindet.
Ep 279Warum Telekom-Chef Höttges Deutschland in Digitalisierung die Note 5 gibt
Tim Höttges steht seit dem Jahr 2014 an der Spitze der Deutschen Telekom. Der Konzern ist inzwischen ungefähr 100 Milliarden Euro wert an der Börse - und liegt damit beinahe an der Spitze der Dax-Werte. Zugleich steht das Unternehmen unter Veränderungsdruck, nicht zuletzt wegen des Fortschritts in der Künstlichen Intelligenz. Höttges erklärt in dieser Episode, wie er ChatGPT nutzt, was KI für die Telekom konkret bedeutet und wie er sich mit dem Thema beschäftigt. Er spricht aber auch Klartext zu anderen Themen, die weit über die Telekom hinausgehen: Über die schleppende Digitalisierung unseres Landes (er gibt die Note 5). Darüber, wie gefährlich Bauteile von Huawei seiner Ansicht nach wirklich sind – und warum Google & Co. Milliarden für die Netze zahlen sollen. "Vielleicht ist die Note 5 harsch", sagt er. Aber er, Höttges, sei "immer jemand, der eher polarisiert, um Aufwach-Rufe zu starten. Um zu sagen, wir müssen etwas tun, statt zu sagen: Wir sind Durchschnitt, ist alles in Ordnung. Wir müssen als Industrienation, als viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt in der Digitalisierung Spitze sein." Und zur Diskussion um Huawei beklagt er: "Uns hat die Forderung des Innenministeriums sehr überrascht. Es gab keine Diskussion mit den Telekommunikationsunternehmen im Vorfeld. Die Politik muss entscheiden, was sie als sicherheitsrelevant und an politischen Themen für geboten erachten. Sie sollte das vor dem Hintergrund des Machbaren tun. Wir stehen für diese Diskussion natürlich bereit. Die Deutsche Telekom als das größte und für den technischen Ausbau in Deutschland wichtigste Unternehmen wird sich immer an die Rahmenbedingungen halten, die von der Politik vorgegeben werden. Ob ich das als sinnvoll oder nicht sinnvoll erachte, ist dann müßig, weil das eine politische Frage ist und keine unternehmerische."
Ep 278Wie Künstliche Intelligenz die Landwirtschaft umwälzt
Intelligentere Mähdrescher und Traktoren, Sensoren, die Unkraut von Nutzpflanzen unterscheiden können, und moderne Melkroboter: KI hält längst auch in der Landwirtschaft Einzug. Dabei sind die Herausforderungen häufig ganz andere als etwa im Bereich der derzeit so angesagten großen Sprachmodelle. Zum Beispiel sind Daten viel schwieriger verfügbar, müssen aufwendiger produziert und kuratiert werden, um die KI-Systeme zu trainieren. Joachim Hertzberg ist wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und außerdem Professor an der Universität Osnabrück. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit KI und insbesondere auch mit ihren Anwendungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft. Im Podcast diskutiert er, was Computer auf dem Bauernhof schon heute können - und wie es wohl weitergeht.
Ep 277Wann wird Laden besser als Tanken?
Stecker rein und in 15 Minuten ist ausreichend Strom für 300 Kilometer an Bord. Wenn das schon überall klappen würde, wäre die Fernfahrt mit dem Elektroauto für die meisten Menschen kein Problem mehr. Doch noch hapert es an einer flächendeckenden Schnelllade-Infrastruktur in Deutschland. Woran das liegt, diskutieren wir in der neuen Folge des D:Economy-Podcast mit Linda Boll. Die Politikwissenschaftlerin ist Deutschland-Chefin des vor elf Jahren gegründeten Anbieters Fastned, der europaweit mehr als 270 Schnelllade-Stationen betreibt. Wie eine konsequent auf Elektroautos ausgerichtete Infrastruktur aussehen könnte, will Fastned mit einem Projekt im belgischen Gent zeigen. Dort entsteht die erste europäische Autobahn-Raststätte, an der ausschließlich Strom getankt werden kann. Dass Elektromobilisten dagegen hierzulande noch oft an langsamen Ladesäulen buchstäblich im Regen stehen, führt Boll auch auf den mangelnden Wettbewerb zurück. Den zu fördern und geeignete Flächen für Ladestationen auszuweisen, bringt aus Bolls Sicht mehr als detaillierte staatliche Planung. Dazu gehöre auch, nicht länger am politischen Ziel von einer Million Ladepunkte bis zum Jahr 2030 festzuhalten. Stattdessen solle ausreichende Kapazität für schnelles Laden in den Fokus rücken. Das Ziel des Fast-noch-Start-ups: Mindestens 1.000 Stationen sollen bis Ende des Jahrzehnts ans Netz gehen, jede kostet rund eine Million Euro. Für die Refinanzierung ist der Auslastungsgrad entscheidend. Aktuell beträgt er für die Schnelllade-Stationen von durchschnittlich nur etwa zehn Prozent, doch mehr als 30 Prozent sind Boll zufolge ohnehin unrealistisch, weil sich ansonsten in Spitzenzeiten schon Schlangen bilden.
Ep 276Von Digitec zu D:Economy - was im neuen Podcast steckt
Wie wichtig um umwälzend wird die Künstliche Intelligenz sein? Was kommt künftig noch alles aus der Cloud? Wieso sind die amerikanischen Internet-Plattformen so weit vorne und was zeichnet eine Plattform überhaupt aus? Über all das haben wir schon diskutiert an dieser Stelle. Und wir, Alexander Armbruster und Carsten Knop, werden es auch künftig tun - aber unter neuem Namen: Aus dem Digitec-Podcast wird der D:Economy-Podcast. Er wird Teil eines neuen tiefer gehenden und spezieller zugeschnittenen Angebots, das die F.A.Z. in dieser Woche gestartet hat unter dem Namen D:Economy. Dieses besteht aus einem wöchentlichen Briefing, einer Website und App, und nicht nur diesem Podcast. Eine Kernredaktion bestehend aus Dr. Holger Schmidt und Johannes Winkelhage verantwortet das neue D:Economy-Angebot. Beide haben langjährige Erfahrung sowohl in der Redaktion der F.A.Z. als auch in der „wirklichen Welt“. Was Sie vorhaben, welche Inhalte Abonnenten erwarten können, was das kostet und wie man das bekommt, das verraten sie in dieser Episode. Und natürlich auch, wie es in den wichtigen inhaltlichen Themen weitergeht.
Ep 275Wer ist Elon Musk?
Elon Musk führt den Elektroautohersteller Tesla, den Weltraumkonzern SpaceX, die Kurznachrichten-Plattform X (vormals Twitter) und eine Reihe anderer Unternehmen - und dies alles gleichzeitig. Kein anderer Unternehmer fasziniert und polarisiert so wie er, keiner sorgt so regelmäßig für Schlagzeilen. Was treibt ihn an? Wieso macht er - inzwischen der reichste Mensch der Welt - das? Neuen Aufschluss gibt eine Biografie, die der berühmte Autor Walter Isaacson gerade vorgelegt hat. Auf ungefähr 800 Seiten schildert er das Leben Musks von dessen Geburt bis in die Gegenwart. Zwei Jahre hat er Musk begleitet, mit ihm selbst gesprochen, mit seinen Eltern, Geschwistern, Geschäftspartnern. Der Leser erfährt, wie Musk in Südafrika aufwuchs, wie viel Gewalt er als Kind erlebte, das Verhältnis zu seinem Vater, wie er nach Nordamerika auswanderte, seine ersten Unternehmen gründete, reich wurde. Heraus gekommen ist das Porträt eines Mannes, der rastlos wird, sich schnell und mit viel Einsatz in neue Ideen hineinsteigern und andere mitziehen kann. Aber auch das einer gebrochenen Person, der ständig auch der Suche wirkt. Wir diskutieren über das Buch und den Unternehmer, der diese Zeit prägt.
Ep 274IAA: Ist das Auto der Zukunft eine Frage der Effizienz?
Die IAA Mobility findet zum zweiten Mal in München statt. Die Messe will Akzente setzen und zeigen, wohin sich individuelle Mobilität entwickelt. Zu sehen sind aber vor allem viele neue Elektroautos. Ein Stichwort fällt dabei immer wieder: Effizienz. Die Batterieautos sollen schneller laden und mit dem getankten Strom weiterfahren. Sind das nur Werbeversprechen der Hersteller oder ist tatsächlich deutlicher Fortschritt zu verzeichnen? Ein analytischer Blick auf die Ausstellung zeigt: Statt immer größere Akkus in die Autos zu bauen, wollen die deutschen Hersteller den Stromverbrauch senken und sich auch dadurch von den in großer Zahl präsenten chinesischen Autobauern abheben. Der Trend zu immer größeren und schweren Fahrzeugen scheint zumindest kurzzeitig gestoppt. Doch Effizienz bedeutet nicht nur, wenig Energie zu verbrauchen, es gilt auch, mit Ressourcen effizient umzugehen. Auch dafür finden sich Beispiele auf der IAA, etwa in Form von Elektromotoren, die ohne Seltene Erden auskommen – und von deutschen Zulieferern entwickelt werden. Solche Neuheiten tragen aber vorerst wenig zum Klimaschutz im Verkehr bei, weil die meisten der 583 Autos, die auf 1000 Einwohner Deutschlands entfallen, einen Verbrennungsmotor an Bord haben. Können E-Fuels helfen? Und sind die wirklich so ineffizient, wie oft behauptet?
Ep 273Die IFA geht los – wie intelligent sind die Küchen-KIs inzwischen?
Mehr als 2050 Aussteller aus 48 Ländern und 180.000 erwartete Besucher: In Berlin beginnt die Konsumelektronikschau IFA. Einerseits geht es dort um neue Smartphones und allgemeine Techniktrends. Andererseits präsentieren gerade deutsche Hersteller eine umfangreiches Tableau an neuen Haushaltsgeräten für Küche und Wohnzimmer, die das Fernsehen noch beeindruckender und das Kochen angenehmer machen sollen. Zum Beispiel einen Herd, der erkennt, ob da gerade ein Kuchen oder ein Hähnchen vor sich hin brutzelt - und dann Tipps gibt dazu, bei wie viel Grad wie lange dieses Essen im Ofen bleiben sollte. Und natürlich gibt es längst auch daran anschließbare Rezepte-Apps, die noch die eine oder anderen Zutat empfehlen. Was also kann die Künstliche Intelligenz, die zunehmend eben auch in den Küchen- und anderen Haushaltsgeräten steckt? Und ist jeder Fortschritt in diesem Bereich wirklich erstrebenswert? Was sollen Hobby-Köche wirklich wählen, wenn sie weiterhin Spaß an ihrem Hobby haben möchten und wirklich selbst Koch bleiben wollen? Darüber hinaus diskutieren wir auch breitere Messetrends. Wie schlagen sich die deutschen Anbieter gegen die mächtige Konkurrenz zumal aus Asien? Wie ist zumal China auf der IFA vertreten? Und wie steht die Messe da ein Jahr vor ihrem 100-järigen Bestehen?
Ep 272Nvidia ist der KI-Ausrüster der Stunde – wie kam das eigentlich?
Ein Kursanstieg von mehr als 220 Prozent seit Jahresanfang, ein Marktwert von inzwischen 1,2 Billionen Dollar: Der amerikanische Tech-Konzern Nvidia hat zuletzt eine atemberaubende Entwicklung an der Börse hingelegt. Und auch die jüngsten Geschäftszahlen übertrafen das, was professionelle Marktbeobachter zuvor erwartet hatten. Nvidia profitiert vom Boom in der Künstlichen Intelligenz, von Fortschritten dabei, Computer mit immer menschenähnlicheren Fähigkeiten und Fertigkeiten auszustatten. Ursprünglich etablierte sich das im Jahr 1993 gegründete Unternehmen als Anbieter von Grafikkarten und zählte Computerspiele-Unternehmen zu seinen Kunden. Der Bereich existiert nach wie vor. Gründer und Vorstandschef Jensen Huang entdeckte mit seinen Ingenieuren indes schon vor Jahren, dass dieselbe Technologie auch für die derzeit so angesagte KI taugt, die sich hinter sogenannten künstlichen neuronalen Netzen verbirgt, hinter Algorithmen, die mit vielen Daten und großer Rechenleistung einhergehen. Genau für die dafür erforderlichen Rechnungen taugen die Nvidia-Chips besonders gut. Zugleich gibt es gegenwärtig keinen vergleichbar leistungsfähigen Anbieter: Alle Tech-Konzerne, Universitäten und natürlich auch kleinere Unternehmen mit auf KI zugeschnittenen Rechenzentren, reißen sich um die Nvidia-Produkte. Wie geht es nun weiter? Sind die großen Erwartungen gerechtfertigt? Und wieso steht der Chef auch nach nunmehr 30 Jahren immer noch so unangefochten an der Spitze – im Gegensatz zu anderen Tech-Pionieren wie Mark Zuckerberg oder Elon Musk?
Ep 271Was die Gamescom bringt und ob Spieler Hass im Internet befördern
Hunderttausende Besucher, mehr als Tausend Aussteller aus mehr als 60 Ländern: In der kommenden Woche startet die Gamescom in Köln. Sie Computerspielemesse hat sich weiterentwickelt - sie will nicht mehr vor allem Treffpunkt für Fachpublikum sein, sondern wirklich ein Festival für Spieler und Spieleinteressierte. Und tatsächlich spielen immer mehr Menschen immer mehr Videospiele. Auch in Deutschland. Doch was liegt gerade im Trend? Was wird das Besondere an dieser Gamescom sein? Wann und wie schadet das Computerspielen? Neben diesen Fragen tobt derzeit abermals eine Diskussion darüber, ob das, was in Spieler-Foren diskutiert wird, für mehr Hass und Hetze im Internet sorgt. Oder sogar Gewalt im echten Leben befördert. Auch darüber sprechen wir in dieser Episode.
Ep 270Ein virtuelles Kraftwerk für Berlin, Hamburg und München
Windräder hier, Solarzellen dort – wie fügt man den Strom von vielen kleinen Erzeugern zu einem handelbaren Angebot zusammen, das sich verlässlich vorhersagen lässt? Quadra energy aus Düsseldorf glaubt, darauf eine Antwort gefunden zu haben. Je mehr grünen Strom es geben wird, desto mehr muss man ihn intelligent bündeln und verteilen – mit der Hilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz. Das Ziel ist es, unter komplizierten Bedingungen Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Dafür braucht man Händler oder vielmehr Direktvermarkter. Zu diesen zählt das in der Düsseldorfer Airport City ansässige Unternehmen Quadra energy. Quadra will die Kraft von Wind und Sonne präzise prognostizieren können, was wichtig ist, da man Strom bisher nur sehr begrenzt speichern kann. Angeboten wird die von rund 5000 Wind- und Solar-Erzeuger-Kunden bereitgestellte Energie, die in einem „virtuelles Kraftwerk“ von fast 9 Gigawattstunden gebündelt wird. Das entspricht der Kapazität von mehreren Kernkraftwerken. Daraus erzeugt Quardra nach eigenen Angaben 16 Terrawattstunden grünen Strom, was rund 3 Prozent des deutschen Energiebedarfs befriedigt und 4 Millionen Haushalte bedienen kann. Im F.A.Z-Digitec-Podcast erklärt Thomas Krings, der Sprecher der Quadra-Geschäftsführung, wie genau die (Wetter-)Prognosen seines Teams aus Fachleuten und Künstlicher Intelligenz sind, wie das Geschäftsmodell funktioniert und warum der Strompreis in diesem Jahr schon mehrfach deutlich negativ war. „Das wird künftig noch häufiger vorkommen“, sagt Krings, und er hat ein paar Ideen, wie man darauf reagieren könnte.
Ep 269Kartellwächterinnen gegen Tech-Konzerne
Den großen Technologiekonzernen Google, Amazon, Meta & Co. stehen in den Vereinigten Staaten und Europa zwei unerschrockene Wettbewerbshüterinnen gegenüber. Während die EU-Kommissarin Margrethe Vestager sich vor allem in der Auseinandersetzung mit Google schon einen Namen gemacht hat, ist ihre amerikanische Kollegin Lina Khan hierzulande unbekannter. Doch die Präsidentin der amerikanischen Wettbewerbsbehörde FTC tickt nicht anders als Vestager. Noch als Jurastudentin hat sie 2017 einen wichtigen Aufsatz geschrieben. Die These darin: Die Auslegung des Kartellrechts hat mit der Realität der digitalen Welt nicht Schritt gehalten. Ihre Antwort ist die Abkehr vom Fokus auf das kurzfristige Wohl der Verbraucher. Nun werden viel mehr Parameter ins Auge gefasst. Das Wohlergehen der Arbeitnehmer zum Beispiel, aber auch, inwieweit sich eine Kette von Übernahmen durch den großen Plattformbetreiber auswirken könnte, nicht nur eine einzelne. Auch in Europa tut sich in der Gesetzgebung viel. Doch bleibt die Frage, ob das Kartellrecht jemals mit dem technischen Fortschritt mithalten kann, wie sich in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Künstliche Intelligenz auf die Marktposition einzelner Anbieter auswirkt. Beinahe ist es schade, dass es dabei immer nur um amerikanische Unternehmen geht. Es ist allerdings ein Grund mehr für Europa, besonders wachsam zu bleiben.
Ep 268Die Deutschen haben eher Angst vor der KI – was nun, Herr Slusallek?
Die Deutschen sind eher besorgt, fürchten sich, kennen sich nicht gut genug aus, wenn es um die Künstliche Intelligenz geht – das geht aus einer aktuellen Allensbach-Umfrage für die F.A.Z. hervor. Doch wie berechtigt sind diese Ängste? Darüber sprechen wir mit Philipp Slusallek. Er ist der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken und außerdem Professor an der Universität des Saarlandes. Das DFKI wiederum befindet sich an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendungen für die deutsche Industrie, gerade auch viele kleine und mittelgroße Unternehmen gehören zu seinen Kunden. Die großen Sprachmodelle wie ChatGPT, Bard & Co sind beeindruckend und überraschten auch viele Fachleute, gibt Slusallek zu. Er erklärt, wieso KI infolgedessen nun einen regelrechten Hype erlebt – und warum das alle angeht. Aber er beschreibt zugleich klar die Grenzen dieser Modelle, ihre Beschränkungen, das, was sie weiterhin noch sehr deutlich von den Fähigkeiten des menschlichen Gehirns unterscheidet. Und auch, auf welchem Weg weiterer Fortschritt möglich ist: Dadurch, dass KI konstruiert wird, die sich innerhalb einer Umwelt bewegen und echtes direktes Feedback bekommen kann. Und er erklärt, warum er mit dem DFKI und anderen Forschungseinrichtungen in Europa eine neue Initiative auf den Weg bringt mit dem Ziel, KI vertrauenswürdig zu machen. Denn davon hängt ihr Einsatz letztlich ab: Die Systeme dürfen gerade in sensiblen Bereichen keine Fehler machen, ihre Entscheidungen müssen sich erklären lassen – sonst bleiben nicht nur die gerade von Allensbach Befragten eher skeptisch.
Ep 267Doppelte Disruption in Hollywood: Was müssen die Künstler durch KI und Streamingdienste fürchten?
In Hollywood haben Drehbuchautoren und Schauspieler ihre Arbeit niedergelegt. In dieser Kombination gab es das zuletzt, als Ronald Reagan noch der Präsident der entsprechenden Gewerkschaft war – vor vielen Jahrzehnten. Die Kreativschaffenden protestieren aus zwei Gründen: Sie wollen im Konkurrenzkampf der Streamingdienste und Wandel der Fernsehbranche auch künftig angemessen entlohnt werden. Und sie wollen sicherstellen, dass die Künstliche Intelligenz einen Rahmen bekommt, in dem ihre Rechte gewahrt und ihre Verdienstaussichten erhalten bleiben, zumindest grundsätzlich. Doch wie berechtigt sind ihre Sorgen eigentlich? Schreiben schon in naher Zukunft tatsächlich Computer Drehbücher für Blockbuster? Kann die KI vollkommen überraschende Handlungsabfolgen, inspirierende Dialoge, fesselnde Plots entwerfen wie die erfolgreichsten Regisseure und Autoren dies vermögen? Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode.
Ep 266Besiegt Mark Zuckerberg nun Twitter?
Der Meta-Konzern hat mit seinem neuen Angebot Threads einen offenbar enormen Erfolg erzielt: Schon nach nur wenigen Tagen nutzen es mehr als 100 Millionen Menschen. Dabei ist die an Instagram angedockte App prinzipiell nicht wirklich innovativ - sie besticht durch keine außergewöhnliche neue Funktionalität. Gleichwohl ist sie womöglich der gefährlichste Konkurrent, den die Kurznachrichten-Plattform Twitter bislang hatte. Denn hinter ihr steht ein zahlungskräftiger Konzern, der zugleich gerade über viel Erfahrung und Erfolg im Werbegeschäft sozialer Medien hat. Wird Mark Zuckerbergs Threads also am Ende sogar Elon Musks Twitter sozusagen besiegen? War der Schritt langfristig geplant oder eher spontan entschieden? Wie unterscheidet sich das Publikum auf beiden Plattformen? Oder ist sogar denkbar, dass es künftig zwei vergleichbare Angeboten gibt - trotz der weiter geltenden Skalen- und Netzwerkeffekte, die diesem Geschäft nun einmal zugrunde liegen? Über all das und mehr diskutieren wir in dieser Episode.
Ep 265Mit der besseren Wärmepumpe gegen Konkurrenz aus Asien
Und plötzlich redet ganz Deutschland über die Wärmepumpe. Vor fünf Jahren hätten die Frage, um was sich dabei handelt, noch nicht viele Menschen beantworten können. Inzwischen erschüttert diese Pumpe sogar die Regierungskoalition in Berlin. Kai Schiefelbein, der Geschäftsführer des mittelständischen Elektrotechnikherstellers Stiebel Eltron, war früher schlau: Er hat sich schon im Studium für Thermodynamik begeistert und ging zu Stiebel Eltron, weil er dort Wärmepumpen entwickeln durfte und konnte. Dabei kannten nicht nur seine Freunde das Unternehmen damals vor allem als Hersteller von Durchlauferhitzern. Im F.A.Z.-Digitec-Podcast spricht Schiefelbein über die Auswirkungen, die die Verzögerung beim Gebäudeenergiegesetz mit sich bringt. Über seine Strategie gegen die Wettbewerber, auch aus Asien. Über Innovationspotentiale, die Einbindung der Wärmepumpe in intelligente (Strom-)Netze. Und es geht um die Frage, wo die ganzen Arbeitskräfte, die man in dieser Branche jetzt braucht, herkommen sollen.
Ep 264Wie FAZ.NET zu dem wurde, was es heute ist
Werbefinanzierte Reichweite oder zahlende Abonnenten - oder beides? Der Onlinejournalismus hat in den zurückliegenden mehr als 20 Jahren verschiedene Ansätze ausprobiert und kombiniert. Was war jeweils der Antrieb dafür, was hat sich verändert, was ist neben klassischen Artikeln wichtig für den Erfolg einer Zeitungs-Webseite? Kai Pritzsche brachte kurz nach der Jahrtausendwende FAZ.NET mit auf den Weg und begleitete die Entwicklung seither in verantwortlicher Position bis zuletzt. Nun geht er in den Ruhestand und blickt zurück: Wie startete FAZ.NET seinerzeit? Welche Hoffnungen waren damit verbunden und welche Hürden mussten genommen werden? Und wie haben sich die Rahmenbedingungen für die Branche seither gewandelt, worauf die Medienhäuser wiederum ihrerseits reagierten und reagieren? Wir schauen in dieser Episode zurück und nach vorne - und gewähren auch einen Blick hinter die Kulissen hier bei uns.
Ep 263Welches Smartphone soll es sein?
Der Handymarkt ist hart umkämpft. Apple und Samsung dominieren, aber auch Anbieter wie Xiaomi, Oppo und Vivo haben substantielle Anteile am Weltmarkt. Doch welches Handy eignet sich eigentlich für mich? Worauf kommt es an im Hochpreissegment, was ist für weniger Geld zu haben? Wir diskutieren über die neuesten Modelle, die Anbieter, die Auswahl, das Betriebssystem. Darüber, welche Kamera was kann und worauf es beim Akku ankommt. Und nicht zuletzt auch um den Anbieter Google, der auf dem Markt breiter Fuß fassen möchte.
Ep 262Die Zukunft von Social Media
Die FAZ ist jetzt seit exakt einem Jahr auf TikTok. Inzwischen hat das erste Kurzvideo, das für die aus China stammende Social-Media-Plattform produziert worden ist, rund 1 Millionen sogenannte Views erreicht. Es wurde also 1 Million Mal abgespielt. Grund genug, sich gemeinsam mit der F.A.Z-Social-Media-Chefin Stefanie Michels die Frage zu stellen: Warum ist die Medienmarke F.A.Z. auf diesen Plattformen vertreten, und welche Ziele werden damit verfolgt? Hinzu kommt: Elon Musk hat den amerikanischen Kurznachrichtendienst Twitter übernommen und seither dort viel verändert. Was bedeutet das für das Thema der Verifizierung, und wie verhält sich in diesem Zusammenhang die F.A.Z.? Ist es wichtig, sich künftig auch mit Plattformen wie BeReal, Zoomerang, Mastodon oder Vergleichbarem zu befassen? Und wenn ja, in welcher Form? Hinzu kommen praktische Tipps für die Social-Media-Nutzung in einem sich rasch verändernden Marktumfeld, das nicht zuletzt das Geschäftsmodell der amerikanischen Nachrichtenplattform Buzzfeed unterminiert hat.
Ep 261Ist Apples Computerbrille ein Durchbruch – oder einfach nur teuer?
Apple verdient mit dem iPhone und inzwischen einer ganzen Reihe verschiedener Dienste enorme Summen. Quartal für Quartal. Jahr für Jahr. Meist setzt der Konzern darauf, bestehende Technik einfach ein bisschen besser zu machen - und dann etwas mehr Geld dafür zu verlangen. Eher selten sind Momenten, in denen er wirklich mit einem neuen Produkt auf einen neuen Markt strebt. In dieser Woche war so ein Moment: Da stellte der Vorstandsvorsitzende Tim Cook eine Computerbrille vor, die Apple Vision Pro, die dem Nutzer virtuelle und erweiterte Realität in einer bislang nie dagewesenen Weise nahebringen können soll. Das Gerät misst dazu Augenbewegungen und Hirnaktivität, soll für Büro und Freitag interessant sein. Und hat einen hohen Preis: 3500 Dollar. Was kann die Brille? Wieso kommt Apple damit gerade jetzt heraus? Was bedeutet eigentlich die Ansage, dies sei Apples "erster räumlicher Computer"? Und ist Apple damit früh genug oder eher spät dran angesichts dessen, dass Mark Zuckerberg seinen Facebook-Konzern schon viel früher auf das Metaversum eingeschworen hat?
Ep 260Was hat Google jetzt vor in der Künstlichen Intelligenz, Herr Pichai?
Künstliche Intelligenz (KI) ist die Schlüsseltechnologie der Gegenwart. Der Internetkonzern Google forscht in diesem Bereich schon lange führend und integriert Neuerungen kontinuierlich in seine Produkte. Doch wie gut ist die KI eigentlich wirklich? Was können die gerade angesagten großen Sprach-KI? Darüber sprechen wir mit Sundar Pichai, dem Vorstandsvorsitzenden von Alphabet und Google. Er warnt dabei auch davor, die KI zu strickt zu regulieren zumal in Europa und damit neue Wohlstandsmöglichkeiten zu gefährden. „KI ist zu wichtig, um sie nicht zu regulieren – und zu wichtig, um sie nicht gut zu regulieren.“ Gegenwärtig arbeitet die EU an einem umfassenden Regelwerk für die KI („AI Act“), in dem es beispielsweise darum geht, mögliche Anwendungen in verschiedene Risikoklassen einzuteilen, die rechtlich unterschiedlichen Anforderungen unterliegen sollen. Wichtig sei es, sicherzustellen, dass der „geschaffene Rahmen Experimente und Innovationen zulässt“, sagte Pichai. Zugleich mahnte er, dass sich auch die deutsche Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung intensiv mit den Möglichkeiten und Risiken dieser Technologie auseinandersetzen und sie nutzen müssten. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird viel davon abhängen, wie Deutschland KI annimmt und damit umgeht.“ Noch größeres Interesse an der KI hatte in der jüngeren Vergangenheit besonders das Dialogsystem ChatGPT ausgelöst, durch dessen Nutzung Millionen Menschen weltweit erstmals erlebten, wie vielseitig und kompetent Computer inzwischen mit geschriebener Sprache umgehen können. Seither steht sogar die Frage im Raum, ob das hinter ChatGPT stehende Unternehmen Open AI gemeinsam mit dem Softwarehersteller Microsoft die bislang größte Bedrohung für Googles Geschäftsmodell ist, seitdem es die Suchmaschine gibt. „Nein, das sehe ich definitiv nicht so“, sagte Pichai dazu. Er deutete an, dass ein breiter Markt für KI gerade erst entsteht. „Denken Sie zum Vergleich etwa an das Internet in den frühen Neunzigerjahren, als es Google noch gar nicht gab.“ Der Google-Chef warnte auch davor, die Fähigkeiten der derzeit populären KI-Modelle zu überschätzen. „Sie können sehr gute Antworten geben – und sie können auch sehr, sehr falschliegen“, sagte Pichai. „Diese Technologie hat in ihrem derzeitigen Stadium kein tiefes Verständnis von Sprache, wie wir uns das zuschreiben. Aber sie ist sehr effektiv in vielen Bereichen.“
Ep 259Welche Note würden Sie Deutschland in punkto Digitalisierung geben, Herr Berg?
Am 16. Juni ist der nächste Digitaltag. Über Deutschland verteilt können Menschen in unterschiedlichsten Formaten erleben, wie sich der Fortschritt in der Informatik auswirkt, was sich ändert - und was es braucht, um auch künftig mitzukommen. Doch wo steht unser Land eigentlich? Wieso schlägt sich die öffentliche Verwaltung häufig schlechter als die Wirtschaft? Wieso fehlt es aber auch in der Wirtschaft häufig an Mut und Experimentierbereitschaft? Achim Berg ist der Präsident des Branchenverbandes Bitkom. Er sagt, wo der Druck besonders groß ist, warum nicht weniger als unser Wohlstand auf dem Spiel steht - und wieso er aber für Vieles hierzulande auch gute oder sehr gute Noten vergeben würde.
Ep 258Computerspiele boomen – ein interessanter Markt auch für diejenigen, die dort arbeiten möchten
Die Internetkonzern Microsoft ist gerade dabei, den Spieleentwickler Activision Blizzard für einen hohen Milliardenbetrag zu übernehmen. Der Deal steht derzeit wie kein anderer für die Dynamik auf diesem Markt: Immer mehr Menschen spielen Videospielen - und sie wenden dafür im Schnitt auch immer mehr Zeit auf. Welche Chancen stecken darin für die entsprechenden Anbieter? Welche Spiele sind gefragt? Und wie entwickelt sich zumal der deutsche Markt? Über all das diskutieren wir nicht nur aus der Perspektive der Kunden. Sondern auch aus Sicht derjenigen, die vielleicht dort anfangen möchten zu arbeiten. Und dabei geht es nicht nur um Software-Entwickler, im Gegenteil: Gefragt sind vielfältige Fähigkeiten - und dafür winken gute Bezahlungen. Sebastian Holtze ist Director des Beratungsunternehmens PWC und zugleich Managing Director der Digital Business University of Applied Sciences (DBU) in Berlin. Er erklärt die neuesten Trends, bewertet die Chancen. Und natürlich geht es auch darum, ob das eigentlich wirklich eine positive Entwicklung ist.
Ep 257Künstliche Intelligenz, Blockchain und mehr: Was ist Hype und was ist echt?
Künstliche Intelligenz steht derzeit ständig in den Schlagzeilen, Computer können immer mehr und beeindrucken in immer neuen Bereichen. Zugleich bleibt die Entwicklung auch in anderen Bereichen der Informatik nicht stehen, im Gegenteil: Unternehmen und öffentliche Einrichtungen arbeiten an Quantenrechnern und zumal mit der Blockchain verbinden sich viele Hoffnungen auf effizientere und sicherere Digitalisierung. Doch was ist eigentlich Hype, wie viel Übertreibung steckt darin? Was können Computer und Kommunikations-Protokolle wirklich? Wird die Blockchain dereinst Banken und andere Finanz-Intermediäre überflüssig machen? Kommt wirklich das, was Fachleute Allgemeine Künstliche Intelligenz nennen. "Block im Park" heißt die Blockchain-Konferenz, die der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerichtet hat. Dort haben wir diese Episode live aufgenommen. Und diskutiert mit Sebastian Faust, der Professor für angewandte Kryptografie an der TU Darmstadt ist, und Martin Hoefer, der Professor für theoretische Informatik an der Goethe-Universität in Frankfurt ist. Sie beantworten nicht zuletzt auch die Frage, ob wir Angst haben müssen vor dem aktuellen Fortschritt - und sogar ein Forschungs-Stopp nötig sein könnte.
Ep 256Die Deutschen und das Innovationsspiel
Die Berliner Regierungskoalition, die sich zum Start selbst das Etikett „Fortschrittskoalition“ gegeben hat, bleibt auf dem Gebiet der Digitalisierung bisher hinter vielen Erwartungen und auch Versprechen einzelner Parteien zurück: „Digitalisierung first, Bedenken second“, so wie es die FDP schon im Wahlkampf 2017 plakatiert hat? Das gilt bis heute weder für Teile der Bevölkerung, noch für die Unternehmen oder für die Politik. Wo aber könnte es tatsächlich Fortschritte geben? Und ist die neue, im Koalitionsvertrag vereinbarte „Deutsche Agentur für Transfer und Innovation“ (DATI), ein solcher? Wie arbeitet diese Agentur, die den Transfer von Wissen und neuen Technologien aus Universitäten in die (mittelständische) Wirtschaft unterstützen soll? Wann kommen die ersten Pilotprojekte? Darüber sprechen wir mit Mario Brandenburg (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, aber auch über Künstliche Intelligenz und das 49-Euro-Ticket. Seine Losung: „Wir müssen das Innovationsspiel so spielen, dass es uns entgegenkommt.“ Was er damit meint, erfahren Sie im F.A.Z.-Digitec-Podcast.
Ep 255Hat der Facebook-Konzern schon wieder die Trendwende geschafft?
Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs von Meta an der Börse um mehr als 80 Prozent gestiegen. Alleine nach Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen legte der Marktwert des Facebook-Konzerns um 12 Prozent zu. Grund sind stärker als gedacht gestiegene Werbeumsätze. Für das von Firmengründer Mark Zuckerberg geführte Unternehmen sind das gute Nachrichten - nachdem Meta von den Anlegern längere Zeit abgestraft worden war und außerdem im vergangenen Jahr den ersten Umsatzrückgang in der Geschichte vermeldet und zwei große Entlassungswellen angekündigt hatte. Und nun? Ist das schon wieder die Trendwende zum Besseren? Welche Rolle spielt die Künstliche Intelligenz im Konzern? Was wird eigentlich aus dem gerade von Zuckerberg so viel beschworenen Metaversum? Und wie geht es den anderen Internet-Konzernen? Über all das sprechen wir in dieser Episode.
Ep 254Wer mit Open Source digital souverän wird
Eigentlich ist alles klar: Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht, dass in der Digitalisierung Open Source und offene Standards bei öffentlichen IT-Projekten und Entwicklungsaufträgen Vorfahrt haben. Das aber ist nur eine Absichtserklärung. Es gibt zwar Fortschritte. Aber Konkretes, Initiativen, Open Source in der Fläche einzusetzen, werden vermisst. Dabei stärkt man digitale Souveränität nur auf diesem Weg. Die großen amerikanischen Softwarekonzerne wissen das, sie nutzten Open Source längst zu ihrem Vorteil. So aber hatte die Bundesregierung das nicht gemeint. Der Softwareunternehmer Peter Ganten ist Mitgründer und Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands „Open Source Business Alliance“ (OSB), – er will helfen, die Beschlusslage in den Gleichschritt mit der Realität zu bringen. In einem juristischen Gutachten werden deshalb Vorschläge gemacht, wie die vorrangige Beschaffung von Open Source vor proprietärer Software gesetzlich verankert werden könne. Darüber sprechen wir im neuen F.A.Z. Digitec-Podcast.
Ep 252Wie gut müssen wir uns als digital mündige Bürger eigentlich auskennen mit der IT?
Ist Künstliche Intelligenz so mächtig, wie Elon Musk und führende KI-Forscher gerade in einem dramatischen Appell suggerierten? Wie sollen wir es mit Tiktok und Instagram halten? Und wie gut müssen wir eigentlich verstehen, wie Suchmaschinen und soziale Netzwerke und ganz allgemein Algorithmen funktionieren? In dieser Episode soll es um Informatik für jedermann gehen, um die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auch Nicht-Informatiker brauchen, um als informierte Kinder und Jugendliche sinnvoll mit Technologie umzugehen - und um als mündige Bürger in einer Demokratie informierte Entscheidungen treffen zu können. Längst reicht natürlich nicht mehr, als IT-Kenntnis anzugeben, Programme wie Word, Excel oder Powerpoint zu beherrschen. Doch muss wirklich jeder Programmieren können? Oder verstehen, warum Amazon dieses oder jenes zum Kauf empfiehlt?
Ep 253Die neuen KI-Werkzeuge – und wie man sie nutzen kann
Haben Sie schon die Microsoft-Suchmaschine Bing mit der Chatfunktion ausprobiert, die Ihnen den Zugang zu Chat GPT 4 und aktuellen Einträgen im Internet freischaltet? Oder die Sprach-Verbesserungsfunktionen des deutschen Anbieters DeepL, der künstliche Intelligenz inzwischen nicht mehr „nur“ zum Übersetzen nutzt? Dass es wichtig ist, ein eigenes Gefühl dafür zu bekommen, was Künstliche Intelligenz kann und was nicht, steht außer Frage. Wir rekapitulieren auf dem F.A.Z Kongress „Zwischen den Zeilen“ im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Buxmann, Wirtschaftsinformatiker an der TU Darmstadt, und dem Internet- und Plattform-Fachmann Dr. Holger Schmidt, der ebenfalls an der TU Darmstadt lehrt, was hinter diesen neuen Angeboten steckt, welche Technik, welche Chancen und welche Risiken: Auf welche Berufe haben Anwendungen der sogenannten generativen KI die meisten Auswirkungen? Wie können Arbeitnehmer damit umgehen, was müssen Unternehmen beachten? Und: Warum interessiert Chat GPT in Italien plötzlich die Datenschützer? Beleuchtet wird aber auch die Frage, warum Microsoft rund um Chat GPT plötzlich so viel besser dasteht als sein Wettbewerber – und welche Anbieter es in Europa gibt.
Ep 251Was Sie über intelligente Beleuchtung wissen müssen
Im Jahr 1891 entstanden in Eindhoven in den Niederlanden die „Philips‘ Gloeilampenfabrieken“, ein Unternehmen, das später unter dem Namen Philips weltbekannt wurde als Hersteller von Beleuchtung in allen erdenklichen Formen. Tatsächlich hat die Lichttechnik eine rasante Entwicklung genommen, die sich nicht nur an der Transformation von der Glühbirne zum LED-Licht zeigt - sondern auch an der dahinterstehenden Software. Bemerkbar gemacht hat sich das wiederum auch in der Unternehmensgeschichte von Philips - vor einigen Jahren trennte sich die Lichtsparte ab und firmiert seither und dem Namen Signify. Andreas Rindt gehört der für das Geschäft im deutschsprachigen Raum verantwortlichen Leitung des Unternehmens an. Er spricht über wichtige Trends in der Beleuchtung drinnen und draußen, wie viel Energie das einspart, welche Materialien interessant sind, was 3D-Druck bringt - und was noch möglich ist, wenn auch das Licht sozusagen intelligent wird, wenn Beleuchtung vernetzt wird.
Ep 250Und was wird jetzt aus Tiktok?
Shou Chew hat einmal ein Praktikum bei Facebook gemacht. Es war im Sommer 2009, und er studierte gerade an der Eliteuniversität Harvard. Damals hätte er vermutlich nicht gedacht, dass er eines Tages den schärfsten Wettbewerber des amerikanischen Internetkonzerns führen würde. Seit 2021 ist er Vorstandschef von Tiktok, der zum chinesischen Bytedance-Konzern gehörenden Video-App, deren Siegeszug als ein wesentlicher Grund für die gegenwärtigen Turbulenzen von Facebooks Mutterunternehmen Meta gilt. Am Donnerstag erlebte der 40 Jahre alte Tiktok-Chef einen der wohl schwierigsten Momente in seiner steilen Karriere. Er sagte in einer Anhörung vor dem Kongress in Washington aus, und dabei stand nicht weniger als Tiktoks Existenz in den USA auf dem Spiel. Die US-Regierung droht mit einem Verbot der App, es sei denn, die chinesischen Eigentümer verkaufen ihre Anteile. Wieso sind Politiker beider Parteien in Washington so alarmiert? Was droht der App wirklich? Welche Lehren sind für Europa zu ziehen? Und wieso ist gerade dieser Dienst unter jungen Menschen so unglaublich erfolgreich? Über all das reden wir in dieser Episode.
Ep 249Wie mächtig ist KI und wie geht's mit der Informatik weiter, Herr Meinel?
Christoph Meinel ist einer der wichtigsten deutschen Informatiker, IT-Professor in Potsdam und Leiter des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) - noch. Denn Ende März hört er auf dieser Position auf, die er einst im Jahr 2004 angetreten war. Im Podcast spricht er über die wichtigsten Trends in der Informatik, ganz vorne: die Künstliche Intelligenz. Was können neue Sprach-Systeme wie ChatGPT? Verstehen sie wirklich, was sie schreiben? Wie unterscheidet sie sich von der Art und Weise, wie wir Menschen denken? Und was wird aus dem Internet, wenn solche KI-Systeme breiteren Einzug halten? Meinel, der etwa für seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des Internetprotokollstandards ausgezeichnet worden ist, erklärt die technologische, gesellschaftlichen Folgen - nicht zuletzt auch für unseren Energieverbrauch. Und er verrät, dass er noch längst nicht daran denkt, in den Ruhestand zu gehen: Längst plant er an einer digitalen Universität, an der Menschen rund um den Globus Informatik-Gebiete studieren und Abschlüsse machen können sollen.
Ep 248Wie Heinz Sebiger die Datev gründete und was daraus wurde
Im Jahr 1966, als weder Microsoft noch Amazon noch Google existierten, gründete der deutsche Diplom-Volkswirt Heinz Sebiger einen Datenverarbeitungs-Dienstleister für den steuerberatenden Berufsstand. Rückblickend ist diese Unternehmung ein Vorläufer dessen gewesen, was wir heute Cloud-Anbieter nennen - also ein zentralisierter IT-Dienst, aus dessen Angeboten sich eine Reihe verschiedener Kunden bedienen können. In dieser Woche, am 9. März, wäre Sebiger 100 Jahre alt geworden. Wir erinnern darum in der aktuellen Folge an diesen unternehmerischen Pionier, seinen Werdegang, wie es zur Datev kam und was daraus geworden ist. All das erläutert im Gespräch der amtierende Vorstandsvorsitzende der Datev, Robert Mayr. Er erläutert, was aus Sebigers Erbe wurde, wie groß die Datev ist, wie sich die Anforderungen der Steuerberater verändert haben, was sie umtreibt. Und wie es ein Unternehmen, das über viel weniger Ressourcen verfügt als die großen IT-Konzerne, trotzdem schaffen will, in Schlüsseltechnologien wie der Künstliche Intelligenz am Ball zu bleiben.
Ep 247Wie weit ist Bayern denn jetzt in der Künstlichen Intelligenz, Herr Blume?
Bayern hat ein Milliardenprogramm aufgelegt, um Künstliche Intelligenz und andere Schlüsseltechnologien zu fördern und den Freistaat zu einer der attraktivsten Technik-Standorte der Welt zu machen. Als Markus Söder das Programm vor wenigen Jahren vorstellte, war Markus Blume noch CSU-Generalsekretär. Inzwischen ist er Wissenschaftsminister und federführend damit befasst, die Agenda umzusetzen. Wie weit ist Bayern gekommen? Wie viele der 1000 neuen Professuren sind schon besetzt? Macht es Sinn, das Geld über dem ganzen Land auszuschütten oder wäre eine noch stärkere Konzentration in München nicht besser gewesen? Wie wichtig war der Besuch mit Tim Cook auf dem Oktoberfest für die Apple-Investition in der bayerischen Hauptstadt? Und was muss aus der Schule werden, wie wir sie heute kennen? Über all das und mehr geht es in dieser Episode.
Ep 246Wo man sich auf die Steuererklärung noch freut
Dass sich von den baltischen Staaten viel über die Digitalisierung lernen lässt, weiß inzwischen jeder. Das Schlimme ist, dass diese Erkenntnis den Deutschen bisher wenig gebracht hat. Nun war Digitalminister Volker Wissing (FDP) auf Bildungsreise. Die Defizite Deutschlands sind mit Händen zu greifen. Nur der Breitbandausbau hält Vergleichen inzwischen stand. Aber das reicht nicht. Nun soll Deutschland mit den baltischen Ländern einen „Innovationsclub“ bilden. Die Idee: Deutsches Gewicht gepaart mit baltischer Innovationskraft. Ob das klappt – und wo es in Deutschland im Detail hakt, besprechen wir mit Wirtschaftskorrespondentin Corrina Budras, die Wissing auf der Reise begleitet hat.
Ep 245Was ChatGPT und Bing für den Journalismus bedeuten
Bisher hatte ChatGPT einen großen Nachteil: Der Datenbestand war nicht aktuell. Durch die Integration der Künstlichen Intelligenz in die Suchmaschine Bing von Microsoft entfällt diese Beschränkung. Wer die Integration dort schon testen darf, erlebt eine Überraschung. Bing integriert Texte, die noch nicht älter alter als eine Stunde sind. Das birgt für journalistische Geschäftsmodelle erhebliche Risiken, bringt aber auch neue Chancen. Welche Eindrücke hat die F.A.Z. bisher von den Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz? Wo nutzen wir sie selbst schon? Wir blicken mit Nico Wilfer, dem Chief Product Officer der F.A.Z., in den Maschinenraum der Neuzeit.
Ep 244ChatGPT gegen Bard, Microsoft gegen Google – sorgt KI für neuen Wettbewerb in der Internet-Suche?
Das Sprachsystem ChatGPT hat vielen Menschen erstmals bewusst gemacht, wie weit die Künstliche Intelligenz inzwischen ist. Zig Millionen Nutzer haben sie ausprobiert - und auch Fachleute sind beeindruckt. Der Softwarekonzern Microsoft hat infolgedessen das hinter ChatGPT stehende Unternehmen Open AI noch enger an sich gebunden. Eine spannende Frage steht nun im Raum: Ändern solche KI-Systeme die Internet-Suche? Bieten sie ganz neue Möglichkeiten für die Nutzer? Und ist am Ende sogar die dominierende Position des Suchmaschinen-Betreibers Google gefährdet? In dieser Woche haben sowohl Google als auch Microsoft angekündigt, wie sie ihre Such-Dienste weiter entwickeln möchten. Microsoft integriert ChatGPT in seine Suchmaschine Bing, Google stellte wiederum eine eigene Sprach-KI namens Bard in Aussicht für die breitere Nutzerschaft. Kann Microsoft Google in diesem Bereich neu herausfordern? Wie kann sich Google verteidigen? Wer hat welche Vorteile und Nachteile in diesem Konkurrenzkampf, der lange als eigentlich entschieden galt? Über all das sprechen wir in dieser Episode.
Ep 243Meta beeindruckt die Anleger – hat der Zuckerberg-Konzern die Wende geschafft?
Das vergangene Jahr 2022 war für den Facebook-Konzern eine Katastrophe: Der Börsenkurs verringerte sich erheblich, die Geschäfte entwickelten sich schwächer - mehr als 10.000 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Weiterhin macht die Sparte rund um das Metaversum hohe Verluste in Milliardenhöhe. Doch gerade auf sie setzt Gründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg, deswegen hatte er Facebook sogar in Meta umbenannt. Nun hat der Konzern neue Geschäftszahlen vorgelegt und die Anleger beeindruckt. Der Aktienkurs schnellte im zweistelligen Prozentbereich nach oben. Woran liegt das? Wie geht es dem Unternehmen wirklich? Und was kann eigentlich die neuste Virtual-Reality-Brille aus dem Hause Meta, die wir selbst getestet haben? Über all das sprechen wir in dieser Episode.
Ep 242Braucht Deutschland eigene KI-Modelle à la ChatGPT?
Seit knapp zwei Monaten sorgt die Sprach-KI ChatGPT des amerikanischen Unternehmens Open AI für Furore, dass manche sie in ihrer Bedeutung mit dem Start des iPhones oder der Google-Suchmaschine vergleichen. Chat GPT ist eine KI, der die unterschiedlichsten Anfragen beantworten kann – und zwar in einer bislang unbekannten Qualität. Die Technologie basiert auf sogenannten tiefen neuronalen Netzen. Dieses tiefe Lernen ist eine noch anspruchsvollere Version des maschinellen Lernens, bei der spezielle Algorithmen mit riesigen Daten darauf trainiert werden, bestimmte Zusammenhänge zu erkennen und später auch auf unbekannte Daten anwenden zu können. So kann Chat GPT Liebesbriefe, Programmiercode oder Hausarbeiten schreiben, könnte Gesellschaft wie Wirtschaft nachhaltig verändern. Der KI Bundesverband hat schon vor einiger Zeit eine Initiative namens "LEAM" ins Leben gerufen mit dem Ziel, große KI-Modelle auch in Europa zu konstruieren und mit den führenden Anbietern in diesem Bereich mithalten zu können. Nun hat er einen Fahrplan vorgelegt, wie das gelingen könnte - und dabei auch ein neue spezielles KI-Rechenzentrum genannt, das die öffentliche Hand mitfinanzieren soll. Ist das eine gute Idee? Wie weit sind OpenAI, Google und Meta der Konkurrenz schon voraus? Und warum steckt dahinter eine für Deutschland so drängende Frage?
Ep 241Was ESA-Astronaut Matthias Maurer aus der ISS nach Davos gebracht hat
Vor einem Jahr war der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer noch auf der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt ist er gemeinsam mit einer kleinen ESA-Delegation zu Gast auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wirbt für die Raumfahrt und erklärt, was sie zum Schutz des Planeten beitragen kann. Im F.A.Z.-Digitec-Podcast spricht Maurer über seine Erfahrungen im All, den Blick auf den blauen Planeten Erde mit seiner hauchdünnen Atmosphäre - und was er von diesen Eindrücken mit nach Davos gebracht hat. Es geht auch um den nächsten bemannten Flug zu Mond. Maurer erläutert, warum dort eine Tankstelle für Flüge zum Mars entstehen könnte, was es bedeutet, dass man auf dem Mond künftig an ganz anderen Stellen wird forschen können als die Apollo-Astronauten. Und: Wie kann man Astronautin oder Astronaut werden? Was bringt die private Raumfahrt? Warum sollten auch Europas Staaten weiterhin in die Raumfahrt investieren? Solche und viele andere Fragen beantwortet Maurer im Podcast. Nicht zuletzt löst das Rätsel, ob er nun der 12. oder der 13. Deutsche im Weltall war.
Ep 240Wie KI-Star Richard Socher Google herausfordert
Richard Socher gehört inzwischen zu den angesehenen internationalen Fachleuten für Künstliche Intelligenz. Er hat Informatik in Leipzig und Saarbrücken studiert, dann in Stanford promoviert, gründete ein Unternehmen, arbeitete als KI-Chefwissenschaftler für Salesforce und machte sich vor wenigen Jahren abermals selbständig: Mit seinem neuen Projekt you.com hat er eine Suchmaschine geschaffen, die neue Maßstäbe setzen soll. Mit einer integrierten KI beispielsweise ermöglicht er Nutzern, auch komplexere Fragen zu stellen und ausführlichere Antworten zu erhalten. Zugleich können Nutzer genauer einstellen, aus welchen Quellen sie Suchergebnisse erhalten möchten oder wie privat sie suchen wollen. Wir haben mit ihm auf der Tech-Konferenz DLD in München gesprochen über seine Suchmaschine, was seine KI kann verglichen mit ChatGPT, was ein Geschäftsmodell sein könnte, das weniger werbebasiert ist und wie er Google das Fürchten lehren möchte.
Ep 239Treffen gegen die Krisen, von Las Vegas bis Davos
Fortschritt und Zusammenarbeit sind die Antworten auf die Herausforderungen der Welt – vom Klimawandel, bis hin zu den Problemen durch die Covid-Pandemie und die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Zum Jahresauftakt gibt es mehrere große Veranstaltungen, die sich diesen Themen widmen: zum ersten Mal seit Jahren wieder das Weltwirtschaftsforum in Davos, zuvor die Digitalkonferenz DLD in München, in diesen Tagen die CES in Las Vegas. Von dort gibt es schon Nachrichten, aus München und Davos werden sie bald kommen. Wir sind auf allen Konferenzen vertreten und wagen im Digitec-Podcast einen Blick auf die Gästelisten und die zu erwartenden Ankündigungen.
Ep 238Elon Musk: Genie, Wahnsinn – und noch mehr
Er führt Tesla, SpaceX und Neuralink, hat die Autobranche aufgerüttelt und die Raumfahrt schon jetzt revolutioniert: Elon Musk ist einer der beeindruckendsten Unternehmer der Gegenwart. Einerseits. Andererseits polarisiert er gegenwärtig mehr als je zuvor, irritiert mit Auftritten und außergewöhnlich politischen Aussagen. Das hängt natürlich damit zusammen, dass er vor wenigen Monaten auch den Kurznachrichtendienst Twitter übernahm und seitdem führt – und das Unternehmen dramatisch umbaut. Wie kam das eigentlich? Was treibt ihn an? Ist der Tesla-Kursrutsch an der Börse eine Folge von Musks Twitter-Eskapaden? Zum Jahreswechsel diskutieren wir über den Unternehmen, der uns auch im kommenden Jahr in vielerlei Hinsicht interessieren wird.
Ep 237Das Digitaljahr 2022 war mehr als Börsen-Murks und Elon Musk
Das Jahr 2022 hat Anlegern in Aktien von Technologieunternehmen keine gute Laune gemacht. Dafür war das Zinsumfeld zu unattraktiv, waren Werbeeinahmen zu schlecht, war die Nachfrage nach neuer Hard- und Software im Vergleich zu den Corona-Boomjahren zu schwach. Und doch war 2022 ein weiteres spannendes Jahr in einer sich digitalisierenden Welt. Was wird Elon Musk mit seinem Kurznachrichtendienst Twitter machen? Wie klug ist es, sich schon heute mit dem Metaversum zu befassen, auch wenn das Unternehmen mit dem Namen Meta gerade durch eine Krise geht? Die Programmierer hinter der Künstlichen Intelligenz des Sprachprogramms Chat GPT hatten zum Jahresausklang noch eine Überraschung für die Welt parat: So leistungsfähig kann KI inzwischen sein? Darüber stauen viele – und es ist noch immer erst der Anfang. Wichtig bleibt der Hinweis, dass die Krise der Kryptowährungen nichts mit den Zukunftsaussichten für die Blockchain zu tun hat. Und dann gab es da noch eine Nachricht über die ewige Zukunftshoffnung Kernfusion, die für die Zukunft hoffnungsvoll stimmt, dieses Mal wirklich.
Ep 236Wie schwer fällt Deutschland die Digitalisierung, Herr Gross-Selbeck?
Deutschland im Umbruch: Unternehmen und Staat müssen sich technologisch schnell weiter entwickeln, sonst zieht die Konkurrenz davon. Teilweise geht es um kleinere Korrekturen an grundsätzlich funktionierenden Geschäftsmodellen, häufig aber auch darum, ganze Produkte und Prozesse neu zu denken. Doch wie gelingt das? Worauf kommt es an? Wie risikofreudig soll ein familiengeführter Mittelständler sein, der eben nicht annähernd über ähnliche Ressourcen verfügt wie ein Industrie- oder Internetkonzern? Darüber diskutieren wir mit Stefan Gross-Selbeck. Seit Jahren schon berät er als Manager der Boston Consulting Group Unternehmen in genau diesen Fragen. Bekannt geworden ist er aber schon früher, als Geschäftsführer von Ebay in Deutschland und von Xing. Er sagt, worauf es unternehmerisch ankommt – und was technologisch auf uns zukommt.
Ep 235Die neue Sprach-KI ChatGPT verblüfft – was kann sie wirklich?
Die amerikanische Unternehmung OpenAI hat eine neue Künstliche Intelligenz bereitgestellt, die erstaunlich vielseitig mit Sprache und Text umgehen kann. Sie gibt ausführliche und qualitativ gute Antworten auch auf schwierige Fragen, formuliert ordentliche Textteile. Das verblüfft KI-Fachleute und Experten aus anderen Domänen - mancher Professor sorgt sich offenbar schon, ob seine Studenten künftig mit Hilfe von ChatGPT sinnvoll Seminararbeiten anfertigen könnten. Doch was steckt eigentlich hinter dem neuen Programm? Wie funktioniert es? Wie und aus welchen Daten hat es gelernt? Wir diskutieren in dieser Episode die Leistungsfähigkeit der neuen riesigen neuronalen Netze, was es braucht, um sie er erschaffen, welche Gefahren davon ausgehen können – und wie sehr das menschliche Gehirn gleichwohl noch vorne liegt.