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F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

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Ep 368Cyberabwehr in Deutschland: Warum KI mitentscheidend wird

Die Digitalisierung Deutschlands steht an einem Wendepunkt: Im Digitalwirtschaft-Podcast sprechen wir mit Uwe Peter, dem Deutschland-Chef des amerikanischen Netzwerkausrüsters Cisco, über die drängendsten Fragen der digitalen Transformation, die allein mit der Berufung eines Digitalministers im Bund nicht gelöst werden können. Regulierung ist in den Augen von Peter zwar nicht der Königsweg, diese Entwicklung mache aber deutlich, warum die Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit, kurz die NIS-2-Richtlinie, die bis Oktober 2024 in deutsches Recht umgesetzt werden sollte, von so großer Bedeutung sei. Die Richtlinie erweitert den Schutz kritischer Infrastrukturen erheblich. Doch Deutschland ist wegen des Auseinanderbrechens der Ampel-Koalition in Berlin an der fristgemäßen Umsetzung vorerst gescheitert, was viele Unternehmen in Unsicherheit über ihre künftigen Pflichten lässt. Auch die Künstliche Intelligenz (KI) prägt die Cybersicherheitslandschaft: Einerseits ermöglicht sie Angreifern, die Einstiegshürden für Cyberattacken zu senken und qualitativ hochwertigere Phishing-Nachrichten zu erstellen. Große Sprachmodelle können einfachen Schadcode schreiben und die Effizienz sowie Reichweite von Angriffen durch automatisierte Malware-Generierung erhöhen. Andererseits bietet KI Potenzial für die Verteidigung. Sie ermöglicht die Erkennung von Bedrohungen in Echtzeit und kann große Datenmengen analysieren, um Anomalien aufzuspüren, die auf mögliche Cyberangriffe hindeuten. Gerade hier habe Deutschland noch Chancen, aus dem oft noch immer dezentralen Aufbau seiner Datenhaltung Nutzen zu ziehen.

Jun 20, 202533 min

Ep 367Mark Zuckerberg sucht die Super-KI

Mark Zuckerberg glaubt an den nächsten Durchbruch in der Künstlichen Intelligenz. Im Wettrennen um die klügsten Computer wagt er ein Milliardenmanöver: Der von ihm geführte Internetkonzern Meta investiert einen zweistelligen Milliardenbetrag in den KI-Spezialisten Scale AI. Dies ist der größte Zukauf seit der Übernahme des Kurzmitteilungsdienstes WhatsApp. Wer ist Scale AI? Hinter dem Namen verbirgt sich einer der prominentesten Vertreter aus einer Gruppe aufstrebender KI-Start-ups in den USA, sein Mitgründer und Vorstandschef Alexandr Wang ist laut „Forbes“ mit 28 Jahren der jüngste Milliardär auf der Welt, der sein Vermögen aus eigener Kraft erarbeitet hat. Und dafür, dass Scale AI noch nicht zur ersten Liga amerikanischer Techgiganten gehört, hat sich Wang bemerkenswerten Zugang zu höchsten politischen Kreisen verschafft. Ebenso wie Vorstandschefs viel größerer Konzerne war er bei der Vereidigung von Donald Trump zum US-Präsidenten im Januar, und kürzlich gehörte er auch zur Delegation amerikanischer Manager, die Trump auf seinem Besuch im Nahen Osten begleiteten. Was hat Zuckerberg mit ihm vor? Wieso ist künstliche Superintelligenz jetzt ein so gewichtiges Thema? Und wo steht Europa? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Jun 13, 202530 min

Ep 366Wie schnell altert der Akku im Elektroauto?

In jedem Elektroauto ist der Akku mit Abstand das wertvollste Bauteil. Menschen, die sich grundsätzlich für den Umstieg auf ein Elektromobil interessieren, treibt die Frage um, wie schnell die Speicherleistung der Batterien nachlässt. Schließlich hängt daran nicht nur der praktische Nutzwert, sondern auch der Wiederverkaufswert des gesamten Fahrzeugs. Ist es wahr, dass spätestens nach Ende der Garantiezeit – acht Jahre sind gesetzlich vorgeschrieben – längere Fahrten nicht mehr möglich sind? Über solche Fragen wird am Küchentisch genauso intensiv diskutiert wie in sozialen Medien. In dieser Folge fragen wir einen Experten, der auf Daten und physikalische Modelle zurückgreifen kann. Zu Gast im Studio der F.A.Z. ist Markus Hackmann, Geschäftsführer des Ingenieurdienstleisters P3 Group. Er hat Daten von mehr als 7.000 Elektrofahrzeugen verschiedener Hersteller ausgewertet und dabei selbst einige Überraschungen erlebt. Zum Beispiel einen Hyundai Ionic 5, der nach 80.000 Kilometern noch 105 Prozent der nominalen Reichweite aufwies – weil die koreanischen Ingenieure vorsichtshalber mehr Batteriezellen einbauten. Im Mittel degradieren die Batterien in den untersuchten Elektroautos jedoch allmählich, nach 150.000 Kilometer liegt der Durchschnitt bei fast 90 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Dabei gibt es allerdings durchaus Ausreißer nach unten, die sich auch bestimmten Herstellergruppen zuordnen lassen. Wesentlichen Einfluss auf die Alterung hat das Schnellladen, so viel ist bekannt. Tatsächlich zeigen die Daten aber auch: Nicht das schnelle Laden an sich, sondern eine intelligente Steuerung der Ladeleistung entscheidet darüber, in welchem Zustand der Akku nach zehn Jahren ist.

Jun 6, 202543 min

Ep 365Wie KI-Tutoren die Lehre verändern

Der Einsatz von KI-Tutoren wie OneTutor markiert einen Paradigmenwechsel in der Hochschulbildung. Bisher war die Vermittlung von Wissen stark durch die Lehrenden gesteuert; mit KI-gestützten Systemen verschiebt sich die Rolle der Lehrenden hin zu Lernbegleitern. Lernende wiederum erhalten mehr Verantwortung und Gestaltungsspielraum für ihren eigenen Bildungsweg. Das Lernen wird individueller, adaptiver und flexibler – und kann sich besser an unterschiedliche Vorkenntnisse, Interessen und Lerntempi anpassen. Mit dem Start des OneTutor-Systems im November 2024 an der Technischen Universität München (TUM) beginnt vielleicht eine neue Ära des Lernens und Lehrens an deutschen Hochschulen. Im aktuellen FAZ-Digitalwirtschaft-Podcast spricht Alexander Pretschner, Leiter des Lehrstuhls für Software & Systems Engineering an der TUM, über die Entwicklung, Funktionsweise und Potenziale eines KI-Assistenzsystems, das schon an neun bayerischen Hochschulen im Einsatz ist. KI-Tutoren ermöglichen personalisierte Lernwege: Studierende können gezielt Fragen zu Vorlesungsinhalten stellen und erhalten passgenaue, KI-generierte Antworten, die auf die jeweiligen Lehrveranstaltungen zugeschnitten sind. Hinzu kommen direktes Feedback und Selbstkontrolle: Durch Quizfunktionen und Chat-Dialoge werden Inhalte spielerisch vertieft, Wissenslücken erkannt und unmittelbar adressiert. Lehrende werden zudem von Routineaufgaben entlastet und können sich verstärkt auf individuelle Förderung und didaktische Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig stellt die Integration von KI neue Anforderungen an die Selbstorganisation und Medienkompetenz. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen Automatisierung und eigenständigem Denken zu wahren und KI als unterstützendes Werkzeug verantwortungsvoll einzusetzen. OneTutor wurde im Rahmen eines studentischen Praktikums an der TUM entwickelt. Studierende können Fragen zu spezifischen Vorlesungsinhalten stellen. Die Antworten werden von einer KI generiert, die nicht nur auf das allgemeine Wissen von ChatGPT zugreift, sondern auch auf hochgeladene Vorlesungsfolien und Transkripte, um kontextgenaue und fachlich präzise Antworten zu liefern OneTutor generiert auf Basis der Vorlesungsinhalte zudem individuelle Quizfragen, mit denen Studierende ihren Lernfortschritt überprüfen und vertiefen können. Die Resonanz ist überwältigend – und die wissenschaftliche Begleitforschung untersucht nun, ob und wie sich durch OneTutor der Lernerfolg verbessert, etwa indem die Abbruchquoten in Anfängervorlesungen sinken oder die Freude am Lernen steigt. Das begleitende Forschungsprojekt „AIffectiveness in Education“ unter Federführung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) analysiert systematisch die Effektivität von KI-Tutoren im Hochschulalltag. Ziel ist es, herauszufinden, wie KI-basierte Assistenzsysteme den Lernerfolg beeinflussen und welche didaktischen und organisatorischen Anpassungen notwendig sind, um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen. Im Podcast mit Alexander Pretschner erhalten Sie exklusive Einblicke in die Entwicklung von OneTutor, die ersten Erfahrungen aus der Praxis und eine kritische Einschätzung der zukünftigen Rolle von KI in der akademischen Bildung.

May 30, 202541 min

Ep 364Wie digital souverän ist Deutschland – und ist das überhaupt nötig?

Deutschlands Digitalisierung hängt bislang wesentlich von großen ausländischen Tech-Unternehmen ab. Diese bieten Cloud-Dienste an, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Smartphones - in einer Form, wie das deutsche Anbieter gegenwärtig nicht können. Das Verhalten der Trump-Regierung befeuert nun einmal mehr das Bedürfnis, Deutschland digital unabhängiger zu machen. Zudem hat die Merz-Regierung für ein Digitalministerium entschieden, das Kompetenzen aus anderen Ministerien bekommen hat und sich ausdrücklich um das Thema Staatsmodernisierung kümmern soll. Doch wo steht Deutschland eigentlich? Wer bietet Cloud-Dienste an, was braucht es, um sie weiter auszubauen? Braucht es deutsche KI-Grundlagenmodelle, die mit den führenden Systemen von OpenAI, Google & Co. mithalten können? Und schließlich: Ist digitale Souveränität wirklich ein erstrebenswertes Ziel? Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode.

May 23, 202535 min

Ep 363Warum kommt die beste KI der Welt nicht aus Deutschland?

Die Künstliche Intelligenz nähert sich dem Gehirn an, Computer werden immer kompetenter, wer in dieser Schlüsseltechnologie vorne liegt, dominiert mehrfach: wirtschaftlich, militärisch, medizinisch. Inzwischen ist daraus auch eine Frage der Souveränität geworden, in diesem Feld eben nicht gefährlich abhängig zu sein von anderen. Holger Hoos ist einer der führenden Fachleute für KI in Deutschland. Er ist Professor an der RWTH in Aachen, Mitgründer des größten europäischen KI-Forscherverbundes, lehrte zuvor viele Jahre in Kanada und den Niederlanden. Er diskutiert auf der Tech-Konferenz "Block im Park" von Eintracht Frankfurt darüber, wo Deutschland in der KI steht, wie weit die Computer sind und was jetzt zu tun ist. Nötig ist seiner Ansicht nach beispielsweise ein gewaltiges Rechenzentrum, das Forschern öffentlicher Einrichtungen zugänglich ist, um KI-Modelle zu konstruieren, die mit den führenden Systemen mithalten können. Nötig ist, sagt Hoss, aber auch eine ehrliche Diskussion darüber, wie weit die KI wirklich ist. Immer noch macht sie seiner Ansicht nach zu viele leichte Fehler, kann logisch noch lange nicht so schlussfolgern, wie Menschen das vermögen. Die bisher erprobten großen Sprachmodelle einfach nur immer größer zu machen und mit noch mehr Daten zu trainieren reiche dafür nicht aus. Hier liegt seiner Einschätzung nach auch eines der größten Risiken: Dass KI mit Aufgaben betraut wird, die sie einfach (noch) nicht so versiert bewältigen kann. Für Deutschland schließlich ist er durchaus optimistisch. Zumindest kann er sich gut vorstellen, dass das Land, das die besten Autos und Maschinen bauen kann, dies auch in der KI hinbekommen könnte, wenn der Wille und die Mittel da sind.

May 16, 202544 min

Ep 362USA gegen China – wer hat die besseren Karten?

An diesem Wochenende verhandeln Amerikaner und Chinesen mit dem Ziel, ihren Streit schrittweise beizulegen. Beide Länder überziehen sich inzwischen mit Zöllen von deutlich mehr als 100 Prozent. Die Delegationen, die vom amerikanischen Finanzminister Scott Bessent und vom chinesischen Vizeministerpräsidenten He Lifeng angeführt werden, kommen für zwei Tage in Genf zusammen. Worum geht es? Seltene Erden, Flüssiggas, Handelsbilanzdefizit sind die Stichworte. Dahinter verbirgt sich aber ein grundlegender Streit um Macht - wirtschaftlich, politisch und militärisch. Doch wer hat die besseren Karten? Wie abhängig sind beide Länder voneinander? Ist wirklich ausgeschlossen, dass sie sich wieder einander annähern? Und was ist konkret zu erwarten? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

May 9, 202526 min

Ep 361Was ist vom designierten Digitalminister Karsten Wildberger zu halten?

Karsten Wildberger ist die größte Überraschung im künftigen Kabinett. Der CDU-Vorsitzende und designierte Kanzler Friedrich Merz wählt ihn aus, um Deutschlands erster Digitalminister zu werden. Wildberger soll ein neues Ministerium aufbauen und eine Position einnehmen, die es bislang nicht gibt. Eine gute Idee? Wildberger hat umfangreich Erfahrung in der freien Wirtschaft gesammelt. Er gehörte dem Vorstand des Energieversorgers Eon an und führt sein 4 Jahren das Unternehmen Ceconomy, zu dem die beiden Elektronikketten Mediamarkt und Saturn gehören – einen Konzern also mit mehreren Zehntausend Angestellten. Ein gewisser frischer Wind und der Blick von außen sind also durchaus zu erwarten; vielleicht hilft das gerade in dieser Position, die eine Querschnittsaufgabe ist und mehr als andere erfordert, aus gewohnten Bahnen auch einmal auszubrechen. Andererseits fehlt ihm die politische Erfahrung und Vernetzung, die ein Bundesminister braucht, der andere Ministerinnen und Minister für sich gewinnen muss, Fraktionen und Koalitionsparteien. Aus naheliegenden Gründen ist eine Personalie wie Wildberger bislang die Ausnahme gewesen, ist wahrscheinlicher, dass etablierte Parteipolitiker oder Ministerpräsidenten in solche Rollen wechseln. Und was liegt eigentlich vor ihm? Welche Aufgaben muss er bewältigen, wenn es um Deutschlands Digitalisierung geht? Und wovon hängt neben seinen eigenen Fähigkeiten ab, ob er erfolgreich sein wird? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

May 2, 202527 min

Ep 360Müssen wir Batterien für Elektroautos in China kaufen?

Die neuen Elektromodelle deutscher Autohersteller haben eins gemeinsam: Die Batteriezellen stammen von chinesischen Zulieferern. Muss das so sein? Nicht unbedingt, sagt der Physiker Peter Lamp, langjähriger Batterieentwickler bei BMW und Vorsitzender des Industrienetzwerks Lithium-Ionen-Batterie. In Shanghai findet dieser Tage die größte Automesse der Welt statt. Unter den mehr als 100 neuen Modellen finden sich ziemlich viele ziemlich gute Elektroautos. Und auch, wenn jedes zweite der in China als „New Energy Vehicle“ verkauften Fahrzeuge noch einen Verbrennungsmotor an Bord hat, bleibt doch festzuhalten: Der langfristige Plan Chinas mit der Elektrifizierung zu einer führenden Autonation aufzusteigen, scheint aufzugehen. Eine Schlüsselrolle für den Aufbau der chinesischen Autoindustrie kommt der Batterietechnik zu. Wie groß der Vorsprung Chinas wirklich ist und wie die deutsche Industrie aufholen könnte, diskutieren wir in dieser Folge mit einem der profiliertesten Batterieexperten Deutschlands: Peter Lamp beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit Batteriezellen. 2008 übernahm er die Produktentwicklung für die Batterien im legendären BMW i3. Dieser Tage geht er in den Ruhestand, doch als Vorsitzender des Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen-Batterie und als Mitinhaber eines kleinen Entwicklungsunternehmens begleitet Lamp die Branche weiterhin. Den Vorsprung der chinesischen Zellhersteller erläutert Lamp nicht nur mit der mangelnden Verfügbarkeit günstiger Rohstoffe in Europa, sondern auch mit der fehlenden Industrialisierungskompetenz hiesiger Anbieter. Die Politik müssen nun entschieden handeln und dann durchhalten, denn der Aufbau einer florierenden Batteriebranche brauche zehn Jahre. „Das ist die Krux, weil es für viele Politiker und Investoren schwer ist, sich an solche Zeiträume zu gewöhnen“, sagt Lamp. Die technische Entwicklung zielt Lamp zufolge künftig vor allem auf geringere Kosten, weil die mit heutigen Akkus erreichten Energiedichten für viele Anwendungen völlig ausreichen. Neue Technologien wie die Natrium-Ionen-Batterie könnten dazu einen Beitrag leisten. Einen schnellen Durchbruch von Festkörperakkus sieht Lamp nicht. Überhaupt solle man nicht nur auf die Zellchemie achten, sondern Innovationen in der Produktion gezielt fördern.

Apr 25, 202545 min

Ep 359Will man wissen, was der Kollege verdient?

Die Arbeitswelt steht vor einem Paradigmenwechsel: Mit der kommenden EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird Gehaltstransparenz ab 2026 Pflicht. Professor Claus Vormann erklärt im Podcast, wie Unternehmen sich auf mehr Offenheit einstellen müssen, welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden – und warum transparente Vergütungssysteme weit mehr als ein Compliance-Thema sind. Der Trend zur Transparenz in der Vergütung ist nicht mehr aufzuhalten. Unternehmen sind gefordert, ihre Gehaltsstrukturen nachvollziehbar zu gestalten und die Kommunikation darüber zu professionalisieren. Die künftige Pflicht zur Offenlegung von Gehaltsdaten wird als Chance gesehen, Vertrauen und Motivation zu stärken – vorausgesetzt, die Prozesse sind sauber aufgesetzt und die Führungskräfte entsprechend geschult. Das sagt Claus Vormann, Professor an der Fachhochschule Dortmund. Im Podcast wird deutlich, wie sehr sich die Arbeitswelt im Bereich der Personalwirtschaft und insbesondere bei Vergütungssystemen im Wandel befindet. Vormann, der selbst 15 Jahre Erfahrung in der Wirtschaft gesammelt hat, bevor er in die Wissenschaft wechselte, bringt einen praxisnahen Blick auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen mit. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Entwicklung hin zu mehr Gehaltstransparenz. Vormann forscht aktuell dazu, wie sich Transparenz auf die Mitarbeiter auswirkt – ein Thema, das durch die kommende EU-Entgelttransparenzrichtlinie ab 2026 auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt. Er betont, dass Unternehmen sich auf eine neue Offenheit einstellen müssen, bei der Mitarbeiter ihre Vergütung im Vergleich zu Kolleginnen und Kollegen einsehen können. Dies werde nicht nur zu mehr Fairness führen, sondern auch die Unternehmenskultur nachhaltig verändern. Wir reden aber auch über Probleme mit HR-Software - und darüber, mit welchem Computer die eigene Reise in die Digitalisierung begonnen hat.

Apr 18, 202533 min

Ep 358Koalitionsplan: Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr

Elektronische Zahlungsmöglichkeiten sollen in Deutschland bald Pflicht werden. Hans-Peter Weber, ein Vorreiter der Fin-Tech-Branche, könnte profitieren – aber er ist auch kein Freund von staatlichen Eingriffen. Umso mehr schätzt er das Unternehmertum. Nur mit Bargeld zahlen können, diese Zeiten sollen nach den Wünschen der Berliner Koalitionäre in spe bald der Vergangenheit angehören. Denn wenn der Koalitionsvertrag bei CDU/CSU und SPD Zustimmung gefunden hat und die neue Regierung im Amt ist, gehört zu den Projekten der künftigen Regierung, dass in Deutschland im Rahmen einer schrittweisen Einführung immer auch mindestens eine elektronische Zahlungsmöglichkeit angeboten werden muss. Aus Sicht von Hans-Peter Weber hätte es diese Regelung aber gar nicht unbedingt gebraucht, obwohl sein Unternehmen davon profitieren wird. Denn er ist kein Freund von staatlichen Eingriffen in den Markt. Das Unternehmertum ist im wichtiger – und die Anerkennung desselben in der Gesellschaft, die aus seiner Sicht nicht groß genug ist. Hans-Peter Weber ist ein Unternehmer, und er ist ein Pionier der deutschen Fin-Tech-Szene. Lange bevor der Begriff „Fin-Tech“ überhaupt in aller Munde war, hat er mit seiner Secupay AG den elektronischen Zahlungsverkehr revolutioniert. Seine Geschichte beginnt zu DDR-Zeiten als Nähmaschinenmechaniker, führt über die Wende, als er am Tag der Währungsunion 1990 sein erstes IT-Unternehmen gründete, bis hin zur Etablierung der Secupay AG im Jahr 2000. Heute ist Secupay das größte inhabergeführte, BaFin-zertifizierte Zahlungsinstitut Deutschlands. Von seinem Firmensitz in der sächsischen Pfefferkuchenstadt Pulsnitz aus betreut er mit seinem Team Händler und Projektkunden – darunter namhafte Marken wie Borussia Dortmund, Audi AG, die Deutsche Bahn und Engel & Völkers. Außerdem ist er technischer Partner Bezahlkarte für Asylbewerber. Im Podcast gibt Weber auch Einblick in die Herausforderungen, die dieses Projekt mit sich bringt

Apr 11, 202530 min

Ep 357Trump, Musk und das Börsenbeben – wie geht es nach dem Zollschock weiter?

Der amerikanische Präsident Donald Trump überzieht die ganze Welt mit Zöllen. Die Sätze sind substantiell: 20 Prozent für Einfuhren aus der EU, mehr als 30 Prozent für Importe aus China, 25 Prozent für nicht in Amerika gefertigte Autos. Unternehmer, Politiker und Anleger sind alarmiert. An der Börse fallen die Kurse dramatisch. Besonders Technologie-Aktien verlieren an Wert – Konzerne wie der iPhone-Hersteller Apple. Denn sie verkaufen viele Produkte außerhalb Amerikas. Und ihr Gechäft basiert auf global vernetzten und kleinteiligen Lieferketten. Die entstanden einmal, um die Effizienz enorm zu steigern, Apple-Vorstandschef Tim Cook wurde hierdurch berühmt und erfolgreich, er steht dafür wie wenige andere. Was folgt aus den neuen Zöllen? Wie sehr leidet Amerika darunter – und wie sehr Hersteller und Kunden in anderen Ländern? Bleibt Donald Trump bei seiner harten Linien, oder ist das am Ende doch „nur“ Verhandlungstaktik? Und was wird eigentlich aus Elon Musk, nachdem Tesla in dieser Woche schwache Absatzzahlen bekanntgegeben hat? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Apr 4, 202527 min

Ep 356Wie geht es der deutschen Industrie wirklich, Herr Köckler?

Die Hannover Messe ist ein Abbild der deutschen Wirtschaft und der Weltlage. Große börsennotierte Konzerne präsentieren sich dort ebenso wie traditionsreiche, familiengeführte Mittelständler. Viele von ihnen merken die seit Jahren schlechter gewordenen Rahmenbedingungen und niedrigen Wirtschaftswachstumsraten hierzulande. Zugleich ist die Welt im Umbruch: Der amerikanische Präsident Donald Trump droht mit und beschließt Zölle, Deutschland hat neu gewählt und bekommt alsbald eine neue Regierung, Europa möchte aufrüsten, um Russland die Stirn zu bieten und ein neuer Umgang mit China bildet sich heraus. Und nicht zuletzt ändert sich technologisch Wesentliches: Die Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Fabrikhallen. Was folgt aus alldem? Wie gut sind die deutschen Unternehmen aufgestellt, wie sehen sie die Welt gegenwärtig? Jochen Köckler weiß das. Er ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG und verantwortet die Hannover Messe, die am Sonntagabend beginnt. Er spricht über neueste Trends, verrät, was neben KI eine Rolle spielt - und wieso gerade aus dem diesjährigen Gastland Kanada zuletzt noch einmal deutlich mehr Anmeldungen kamen.

Mar 28, 202538 min

Ep 355Wann funktioniert die Kernfusion endlich, Herr Forner?

Die Sonne macht es vor: Kernfusion kann sehr viel Energie über sehr lange Zeit bereitstellen. Dieses Prinzip auf die Erde zu holen, daran arbeiten Wissenschaftler seit mehreren Jahrzehnten. Im Jahr 2022 ging dann eine Nachricht um die Welt: In einem Labor in den Vereinigten Staaten gelang es, erstmals mehr Energie aus einem Fusionsvorgang zu ziehen, als zuvor per Laser hineingesteckt wurde. Seither erfährt die Kernfusion einen neuen Aufschwung, weltweit haben sich rund 40 Unternehmen gegründet, die den ersten funktionierenden Fusionsreaktor bauen wollen. Und sogar im Sondierungspapier der möglichen künftigen Regierungsparteien steht der Satz: Der erste Fusionsreaktor der Welt soll in Deutschland stehen. Wie realistisch das ist und welche Wege dafür zu begehen sind, diskutieren wir in dieser Folge mit Thomas Forner. Er ist Gründer des vor drei Jahren gegründeten Start-ups Focused Energy, einem deutsch-amerikanischen Unternehmen, das seine technische Wurzeln an der Technischen Universität Darmstadt hat. In Hessen könnte denn auch das erste Prototypen-Kraftwerk stehen, und zwar auf dem Gelände des mittlerweile stillgelegten Kernkraftwerks Biblis, das von RWE betrieben wurde. Zuvor ist jedoch noch erhebliche Ingenieursarbeit notwendig, etwa an den Lasern, deren Wirkungsgrad deutlich besser ausfallen muss als in den bisherigen Forschungsanlagen. Zudem muss die Energie des Lasers im Treibstoff – Isotopen des Wasserstoffs – besser ausgenutzt werden. Forner zeigt sich überzeugt, dass dies gelingen kann und ein Laserfusionskraftwerk künftig Strom zu Kosten von fünf Cent je Kilowattstunde erzeugen kann.

Mar 21, 202542 min

Ep 354Wenn das Rechenzentrum das Wohnzimmer heizt

Der Bedarf an Rechenzentren steigt, der Energieverbrauch auch – doch ihre Abwärme lässt sich nutzen. In Finnland entsteht gerade die größte Wärmerückgewinnungsanlage eines Rechenzentrums weltweit. Microsoft der der Versorger Fortum errichten sie. Um die vielen Server zu kühlen, nutzen Rechenzentren-Betreiber teils kalte Luft, in modernen Rechenzentren aber oft Wasser. Mit diesem erhitzten Wasser passiert bislang im Nachgang oft nichts. In diesem Projekt soll sich das ändern. Zwei der drei geplanten Microsoft-Rechenzentren in der Region wurden absichtlich nah am Fernwärmenetz der zweitgrößten finnischen Stadt Espoo geplant – sie sollen Tausende Finnen versorgen. Taugt das als Vorbild für die deutsche Wärmewende? Wie stark wächst der Energiebedarf der Tech-Konzerne für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung allgemein? Und was gibt es darüber hinaus zu beachten? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Mar 14, 202525 min

Ep 353Cyber-Start-up in Deutschland - wie geht das?

Mirko Ross war schon als Kind ein Nerd und bekennender Hacker – im positiven Sinn des Wortes. Inzwischen hat er längst eine Firma gegründet und möchte mit Asvin zeigen, dass Cyber-Sicherheits-Unternehmen in Deutschland entstehen und chancenreich sein können. Dass das wichtig ist, zeigt sich aktuell: Die Angriffe nehmen zu und Feindseligkeiten rund um den Globus ebenfalls. Dabei zählt seiner Ansicht nach als Ausrede nicht, dass Deutschland nicht so groß wie die Vereinigten Staaten ist und nicht über Hyperscaler verfügt, wie Amazon oder Microsoft sie sind. Denn beispielsweise hat der Staat Israel ebenfalls eine florierende High-Tech-Industrie aufgebaut, die gerade auf dem Feld der Cybersicherheit stark ist. Doch worauf kommt es dann an? Was sind die größten Bedrohungen? Wie können sich Mittelständler schützen? Und was muss die künftige Regierung tun? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Mar 7, 202534 min

Ep 352Trump und die Tech-Konzerne: Wer zieht die Fäden im Machtspiel?

Das Verhältnis von Donald Trump zu den Technologie-Konzernen seines Landes wirft über den Einfluss von Elon Musk bis hin zum Umgang mit Diversität und Pressefreiheit viele Fragen auf. Wer gewinnt hier Macht über wen? Wächst der Einfluss der Tech-Konzerne auf die amerikanische Politik oder wächst die Macht des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf die Tech-Konzerne? In dieser Folge sprechen wir darüber – und besonders über die Rolle von Elon Musk in dieser Konstellation. Profitieren die Unternehmen von der aktuellen Situation? Was sagt uns die Reaktion der Börse? Wie wirkt sich Trumps Präsidentschaft auf die bisherigen Bemühungen um mehr Diversität und Inklusion in der Tech-Branche aus? Und was bedeuten die jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die Meinungs- und Pressefreiheit? Man denke dabei nur an die Stichworte „Golf von Amerika“, eine Bezeichnung, die die Nachrichtenagentur AP nicht nutzen will – und dafür pönalisiert wird. Oder Jeff Bezos und den Umgang mit seiner „Washington Post“. Darüber sprechen wir mit unserem USA-Korrespondenten Roland Lindner, der schon seit Jahren die Entwicklungen in der amerikanischen Technologiebranche und ihre Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft beobachtet.

Feb 28, 202537 min

Ep 351Was muss die nächste Regierung tun, Herr Laguna?

Deutschlands Digitalisierung und Hochtechnologien haben im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt – zu dominant waren die Themen Migration und Wirtschaftsschwäche. Gleichwohl ist auch entscheidend, wie die nächste Regierung in diesem Bereich vorgeht. Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie der Gegenwart, aber auch Raumfahrt, Informatik in einem breiteren Sinne und Biotechnologie werden mitentscheiden über den künftigen Wohlstand des Landes. Zudem muss Deutschland weiter digitalisieren. Die Unternehmen, jeder einzelne, aber auch die öffentliche Verwaltung. Doch wie weit sind wir eigentlich? Was läuft gut, was könnte besser laufen? Wie steht es um KI hierzulande wirklich? Wie innovativ sind die deutschen Tüftler momentan? Rafael Laguna ist Direktor der Agentur für Sprunginnnovationen SPRIND. Er soll sich um neue, vielversprechende Technikprojekte kümmern, sie identifizieren und voranbringen. Und das schnell. Zugleich hat er mit seiner Behörde außergewöhnliche Freiräume erkämpft. Er spricht über alle genannten Themen – und sagt auch, ob wir ein Digitalministerium brauchen.

Feb 21, 202548 min

Ep 350Wozu die neuesten KI-Assistenten gut sind

OpenAI's „Deep Research“ ist das neueste Werkzeug für Künstliche Intelligenz (KI), das für Furore sorgt und verspricht, in wenigen Minuten zu erledigen, wofür ein menschlicher Fachmann Stunden benötigen würde. Als Funktion in ChatGPT Pro gebündelt und als Forschungsassistent vermarktet, der es mit einem ausgebildeten Analysten aufnehmen kann, durchsucht es selbstständig das Internet, stellt Quellen zusammen und liefert strukturierte Berichte. Aber die Tiefenrecherche wird dem Hype nicht ganz gerecht. Sie erstellt zwar ausgefeilte Berichte, weist aber auch schwerwiegende Mängel auf. Darüber sprechen wird mit dem KI-Koordinator der F.A.Z, Maximilian Bruhn. Denn die Idee eines KI-„Forschungsanalysten“ wirft auch eine Reihe von Fragen auf: Wie funktioniert er? Kann man so etwas für den internen Gebrauch möglicherweise selbst besser machen? Mit welchen KI-Werkzeugen befasst sich die F.A.Z. gerade selbst? Nicht zuletzt auch das F.A.Z. Archiv setzt sich mit der Technologie schon lange auseinander. In jedem Fall sind Research-Assistenten eine neue KI-Entwicklung, die man kennenlernen muss. In diesem Fall geht es im Gegensatz zu einem Standard-Chatbot um eine Tiefenrecherche in einem mehrstufigen Prozess, um einen strukturierten Bericht zu erstellen: Der Benutzer stellt eine Anfrage. Die KI klärt die Aufgabe. Sie kann Folgefragen stellen, um den Forschungsumfang zu verfeinern. Der Agent durchsucht das Internet, selbstständig Hunderte von Quellen, darunter Nachrichtenartikel, Forschungsarbeiten und Online-Datenbanken, schließlich fasst er seine Ergebnisse zusammen. Aber: Jeder KI-Agent, egal wie schnell er ist, ist immer noch nur ein Werkzeug und kein Ersatz für menschliche Intelligenz. Kritisches Denken, Faktenprüfung, tiefgreifendes Fachwissen und Kreativität sind und bleiben wichtig, oder sie werden sogar wichtiger. Letztlich geht es um eine Augmentierung und Effizienzsteigerung, nicht aber um einen Ersatz für das menschliche Urteilsvermögen. Wie nimmt man – auch kritische – Mitarbeiter auf diese Reise mit? Und was nützen KI-Tage oder KI-Umgebungen wie Langdock? Alle diese Fragen werden in diesem Podcast geklärt.

Feb 14, 202535 min

Ep 349Teslas Marktanteil bricht ein, Trump droht mit Zöllen – was folgt aus alldem?

Der von Elon Musk geführte Elektroautohersteller Tesla verkauft immer weniger Autos – in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien. Der Marktanteil hat sich in den vergangenen beiden Jahren dramatisch verringert. Das liegt daran, dass viele (potentielle) Käufer durch das Gebaren des Firmenchefs zunehmend abgeschreckt sind, der als enger Vertrauter des amerikanischen Präsidenten Trump gerade versucht, die Verwaltung umzubauen. Das liegt aber auch an der in die Jahre gekommenen Modell-Palette Teslas und der stärker gewordenen Konkurrenz. Klar scheint, dass auch Zölle Tesla in dieser Hinsicht nicht helfen würden. Und auch sonst darf Trump offenbar nicht darauf hoffen, mit solchen Maßnahmen der amerikanischen Autoindustrie wirklich zu helfen, denn dazu ist der Markt zu kompliziert und zu verbunden. Ford-Chef Farley hat dies gerade ganz offen ausgesprochen und das Weiße Haus explizit gewarnt, dass viele Jobs gefährdet sein könnten. Und wie steht es um den Auto-Standort Deutschland? Wie gut aufgestellt sind die deutschen Hersteller in der Elektromobilität? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Feb 7, 202539 min

Ep 347Deepseek rüttelt die KI-Welt auf – eine Chance gerade für Deutschland

Haben die Chinesen in der Künstlichen Intelligenz geschafft, wovon Amerikaner und Europäer bislang nur träumen? Haben die Tüftler eines Start-ups aus Fernost die führenden Internetkonzerne des Westens mit ihren Milliardenmitteln vorgeführt, weil sie mit älterer Technik und deutlich weniger Energie die mindestens selbe Qualität erbracht haben wie die führenden großen Sprachmodelle à la ChatGPT? Die Reaktionen auf die nun breit bekanntgewordene Leistungsfähigkeit des KI-Systems aus dem Hause Deepseek sprechen eine eindeutige Sprache: Sie sind bewundernd bis alarmiert, was in diesem Fall ungefähr auf dasselbe hinausläuft. Kristian Kersting ist Professor für Künstliche Intelligenz an der TU Darmstadt und einer der gefragtesten KI-Fachleute hierzulande. Er erklärt, wie Deepseek funktioniert, was das Modell so effizient macht und wie intelligent es ist. Und was die Nachricht für Deutschland und Europa bedeutet. Denn zumal in Deutschland propagieren Fachleute schon länger, dass der Weg zum künstlichen Gehirn nicht alleine über immer mehr Rechenleistung und Daten führt. Über das, was daraus folgt, sprechen wir in dieser Episode.

Jan 31, 202537 min

Ep 346Welche Zukunft hat die deutsche Automobilindustrie, Herr Kupferschmidt?

Jan 24, 202548 min

Ep 348Weltwirtschaftsforum in Davos: Was sagt die Elite zu Trumps Amtsantritt?

Donald Trump ist ins Weiße Haus zurückgekehrt und zugleich treffen sich Staats- und Wirtschaftslenker aus aller Welt in Davos zum Weltwirtschaftsforum. Natürlich ist die Agenda des neuen und ehemaligen amerikanischen Präsidenten ein beherrschendes Thema. Es geht um Standortwettbewerb, um Steuern, Abgaben, Zölle, Förderungen, Bürokratie. Trump möchte die amerikanische Wirtschaft besserstellen – ausdrücklich auch zulasten anderer Länder. Und es geht dabei natürlich auch um Technologie, allen voran um die Künstliche Intelligenz. Die großen amerikanischen Internetunternehmen sind führend, wenn es um massentaugliche KI-Anwendungen geht. Nun hat Trump ein neues Riesenprojekt namens "Stargate" angekündigt, hinter dem OpenAI, Oracle und der japanische Investor Softbank stehen. Insgesamt soll in Amerika für 500 Milliarden Dollar neue KI-Infrastruktur entstehen hierdurch, und mindestens 100.000 neue Arbeitsplätze. Wie blicken deutsche Manager derzeit auf Amerika? Was sagen Bundeskanzler Olaf Scholz und der CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, die beide in Davos gesprochen haben? Und was gibt es sonst Neues auf dem Weltwirtschaftsforum? Über all das wollen wir in dieser Sonderfolge sprechen.

Jan 22, 202529 min

Ep 345Mischt sich Elon Musk zu stark bei uns ein, Herr Blume?

Kann Deutschland in der Künstlichen Intelligenz mit den Besten der Welt mithalten? Am Anspruch mangelt es zumindest nicht. In Bayern beispielsweise ist in den vergangenen Jahren ein neues Ökosystem entstanden in diesem Bereich mit neuen Lehrstühlen, Rechenkapazitäten, Start-ups. Unter dem Namen Baiosphere ist es inzwischen institutionalisiert - und soll weiter wachsen. Konkret wollen die Forscher im Freistaat ein eigenes KI-Grundlagenmodell entwickeln, das vielseitig einsetzbar und durchaus konkurrenzfähig mit dem kommerziellen Modellen sein soll, die es schon gibt. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) verlangt eine ähnliche Initiative für ganz Deutschland und drängt zur Eile. Er sagt, was die Künstliche Intelligenz von anderen Schlüsseltechnologien unterscheidet, wieso es nicht nur um die Spitzen-Universitäten in München geht, was das für die Ausbildung der Kinder bedeutet - und worin er sich von Robert Habeck unterscheidet. Außerdem geht es in dieser Episode darum, wie gut Deutschland aufgestellt ist in sozialen Medien. Denn der amerikanische Unternehmer Elon Musk, der zugleich ein enger Vertrauter des künftigen Präsidenten Donald Trump ist, hat sich stark in den deutschen Wahlkampf eingemischt und wirbt sehr offensiv für die AfD. Ist damit eine Grenze überschritten? Braucht Deutschland eine eigene Plattform, die mit X vergleichbar ist? Und sollte nicht zumal für Kinder und Jugendliche der Zugang zu manchen Netzwerken verwehrt werden? Über das und mehr sprechen wir in dieser Folge.

Jan 17, 202530 min

Ep 344CES: Künstliche Intelligenz aus Deutschland für die Produktionshallen der Welt

Auf der CES in Las Vegas trifft deutsche Ingenieurskunst auf globale Tech-Giganten. Während Nvidia und X die Schlagzeilen dominieren, setzt Siemens mit KI und Industriesoftware ein starkes Zeichen für die Zukunft. Siemens will industrielle Künstliche Intelligenz (KI) direkt in die Fabrikhalle bringen, und das Luftfahrt-Startup „JetZero“ will mit Siemens-Software ein innovatives Flugzeug bauen, das viel effizienter fliegt. Auch das sind Nachrichten von der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, die man in Deutschland nicht übersehen sollte. Es geht dort nicht nur um die neuesten Ankündigungen von Nvidia, um X und Elon Musk. Deutschland hat sogar einen Preis gewonnen. Und doch hingen die Besucher natürlich an den Lippen von Nvidia-Vorstandschef Jensen Huang und wollten hören, welche Perspektiven er für sein Unternehmen mit einem Börsenwert von fast 3,7 Billionen Dollar für das laufende Jahr sieht. Und die Chefin von X freut sich publikumswirksam darüber, dass nun auch der Meta-Konzern von Mark Zuckerberg so gnädig mit Falschinformationen in seinen Netzwerken umgehen will wie zuvor schon X-Eigentümer Elon Musk. Unser Korrespondent Roland Lindner hat als alljährlicher Besucher der CES aber auch beobachtet, was an den Ständen der Startups los war, warum Verkehrs- und Digitalminister Volker Wissing nach Las Vegas gekommen war und eben auch, dass Siemens inzwischen der führende Anbieter von Industriesoftware der Welt ist. Darüber haben wir mit Lindner im „F.A.Z. Digitalwirtschaft“-Podcast gesprochen.

Jan 9, 202534 min

Ep 343Erst zum Mond, dann zum Mars – was wir im All vorhaben

Nach Jahrzehnten sollen wieder Menschen auf dem Mond landen - und diesmal nicht nur ein paar Schritte tun, sondern bleiben: Das ist der Kern des ambitionierten Artemis-Programms, mit dem federführend die Amerikaner das All erschließen wollen. Schon im übernächsten Jahr soll es soweit sein. Die Astronauten sollen am Südpol des Erdtrabanten landen und dort Infrastruktur errichten. Sie sollen ermöglichen, dass sich Menschen dort wochenlang aufhalten können oder sogar noch länger. Die Raumfahrzeuge für diese Mission stammen wesentlich vom Unternehmen SpaceX, das der Unternehmer Elon Musk führt, aber auch Airbus fertigt in Bremen einen zentralen Teil. Und die Astronauten können dafür in Köln trainieren, wo das Deutsche Luft- und Raumfahrzentrum einen Mondabschnitt nachgebaut hat – inklusive der Lichtverhältnisse. Dabei geht es auch darum, zu erproben, ob das Material dem feinen Mondstaub gewachsen ist. Letztendlich ist der Mond aber auch nur eine Zwischenstation zu einem noch deutlich ferner gelegenen Ziel: dem Mars. Der hat eine Atmosphäre und verfügt auch über Rohstoffe. Doch warum das Ganze? Wieso sind die Raumfahrtpläne nicht nur der Amerikaner gerade jetzt so konkret? Welche Rolle spielt Elon Musk und seine Mars-Vision? Und wäre das Geld nicht besser anders investiert? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Jan 3, 202543 min

Ep 342Wie war 2024? – Unser Jahresrückblick

Die Hoffnung in die Künstlichen Intelligenz bleibt groß: Neben den bislang bekannten Transformer-Architekturen gibt es andere Ansätze, von denen sich Forscher weiteren Fortschritt versprechen - nicht nur für Sprachmodelle, sondern auch für KI-Systeme, die vielleicht besser verstehen, wie Dinge zusammenhängen, schlussfolgern können und mehr. Jedenfalls fließen weiter große Summen in diese Schlüsseltechnologie und gibt es nahezu keinen Wirtschafts- oder Wissenschaftsbereich, der sich davon unbeeindruckt zeigt. Doch nicht nur in der KI war das Jahr interessant. Neue Durchbrüche haben Forscher auch gemeldet im Bereich des Quantencomputing - einer Rechnerart, welche die Grenzen des Berechenbaren verschieben könnte, weil sie manche Operation viel schneller erledigen kann als ein herkömmlicher Supercomputer. Und wie steht es um die Blockchain, den Bitcoin, die digitale Bildung und den Standort Deutschland? Und um das autonome oder automatisierte Fahren? Über all das sprechen wir in unserem Jahresrückblick 2024 - und sagen einmal mehr: Danke fürs Zuhören und Ihre Treue, liebe Hörerinnen und Hörer.

Dec 27, 202455 min

Ep 341"Baby Diamond" heißt der neue Quantencomputer der Goethe-Uni - er ist besonders

Quantencomputer sind mit einer großen Hoffnung verbunden: Mit ihrer Hilfe könnten wir die Grenzen des Berechenbaren enorm verschieben, Kalkulationen ermöglichen, die klassische Rechner oder Supercomputer nicht können - oder für die sie schlicht viel zu lange brauchen würden. Große Konzerne wie Google und IBM arbeiten daran und präsentieren wissenschaftliche Durchbrüche wie erste kommerzielle Ideen. Doch es gibt auch in Deutschland vielversprechende Ansätze. Nun erhält die Frankfurter Goethe-Universität ihren ersten Quantencomputer. Er trägt den Namen "Baby Diamond" und unterscheidet sich von bekannten Geräten auf diesem Gebiet durch wichtige Eigenschaften: Seine Erbauer setzen auf sogenannte Stickstoff-Fehlstellen in einem künstlichen Diamanten - darin unterscheidet er sich von den Maschinen, die gerade genannte Internetunternehmen erproben. Ein Vorteil des Frankfurter Ansatzes liegt darin, dass er keine extreme Tiefkühlung benötigt, sondern schon bei Raumtemperatur eingesetzt werden kann. Dahinter steht das Ulmer Start-Up XeedQ. Was erhofft sich die Universität? Was können die Studenten damit machen? Thomas Lippert ist Informatik-Professor in Frankfurt und zugleich Leiter des Hochleistungsrechenzentrums in Jülich. Er erklärt, was hinter Quantencomputing steckt, wie weit diese Technologie inzwischen ist, das Besondere der Frankfurter Installation – und die Anwendungsfelder, die er sich für Wirtschaft und Wissenschaft vorstellen kann. Es geht um Klimawandel, Finanzmärkte, Verschlüsselung, Logistik und vieles mehr.

Dec 20, 202434 min

Ep 340Arbeitskampf im VW-Konzern – wie steht es um die Autobranche?

Dec 13, 202432 min

Ep 339Stromnetze: Bewahren uns Smart Meter vor dem Blackout?

Dec 6, 202436 min

Ep 338Musk, Thiel, Zuckerberg – was wird aus Amerikas Tech-Unternehmern unter Trump?

Donald Trump zieht im Januar ins Weiße Haus ein und die Republikaner dominieren den Kongress in Washington. Welche Folgen hat das für den Umgang mit den großen Internet-Konzernen? Welche Regulierung ist zu erwarten und was wird aus der Künstlichen Intelligenz? Klar scheint einerseits, dass Trump prinzipiell weniger einschränken möchte als der noch amtierende Präsident Joe Biden. Andererseits gilt sein Verhältnis zu den großen Technologie-Unternehmen nicht gerade als besonders herzlich. Ob er beispielsweise die nun unter Biden vorgebrachte Idee weiterverfolgen möchte, Google zu zerschlagen, ist nicht klar. Was als gesichert gilt, ist indes eine durchaus wichtige Rolle für den Unternehmer Elon Musk. Der Mann, der Tesla, SpaceX und die Plattform "X" führt, hat Trump im Wahlkampf unterstützt und ist seit dem Wahlsieg häufig an der Seite des künftigen Präsidenten zu sehen. Er soll eine neue Behörde leiten, die den Staat verschlanken, Bürokratie abbauen und Kosten sparen soll. Zugleich darf er vermutlich darauf hoffen, dass die Regeln für Teslas Roboter-Autos nicht zu streng sein werden und Trump wohl durchaus zu begeistern ist für manch umfangreiches Raumfahrtprojekt. Und Peter Thiel? Der hinter Paypal und Palantir stehende Tech-Milliardär hielt sich in diesem Wahlkampf öffentlich ziemlich zurück - ganz im Gegensatz zu Trumps erster Amtszeit. Doch Thiel spielt im Hintergrund gleichwohl eine Rolle, nicht zuletzt über sein Verhältnis zum künftigen Vize-Präsidenten J.D. Vance. In einem Interview hat er kürzlich dargelegt, wie er den Wahlausgang deutet und was sich seiner Ansicht nach daraus ergibt. Und dann war auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in Trumps Anwesen in Florida zu Besuch. Auch über seine Rolle in einer zweiten Trump-Präsidentschaft diskutieren wir in dieser Episode.

Nov 29, 202426 min

Ep 337Von Demis Hassabis lernen: Wie KI die Wissenschaft umpflügt

Künstliche Intelligenz kann kompetent mit Sprache umgehen, Bilder erkennen, Suchergebnisse auflisten oder Einkaufsempfehlungen geben - all das ist auch in der Breite bekannt. Sie kann in immer mehr Bereichen aber auch viel grundsätzlicher Fortschritt bewirken: In der Wissenschaft, im Erkenntnisprozess selbst. Wo und wie das gegenwärtig der Fall ist, haben Spitzenwissenschaftler nun auf einer Konferenz diskutiert, die von der Royal Society in London und dem zu Google gehörenden KI-Unternehmen Deepmind organisiert wurde. Fachleute verschiedener Disziplinen kamen dort zusammen, darunter auch die Nobelpreisträgerin Jennifer Doudna und die ebenfalls mit diesem Preis ausgezeichneten Forscher Paul Nurse, Demis Hassabis und John Jumper. Künstliche Intelligenz, um Proteinstrukturen vorherzusagen, gezielter DNA zu manipulieren, virtuelle Zellen zu erschaffen, Fusionsenergie zu ermöglichen, neue Materialien zu entwickeln – um all diese Themen und mehr geht es gegenwärtig. Und natürlich auch darum, wie gefährlich diese Technologie ist.

Nov 22, 202433 min

Ep 336KI, Start-ups, Robert Habeck – wie steht es um Europas Digitalisierung?

Kurz nach dem Ampel-Aus fliegt Robert Habeck nach Portugal auf eine große Technologie-Konferenz. Unzählige europäische Start-ups präsentieren sich und ihre Ideen auf dem Web Summit. Außerdem gibt es Diskussion über Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung allgemein. Wie steht Europa in diesem Bereich da? Warum ist das Treffen in Lissabon so wichtig gewesen, dass der Vizekanzler mitten in einer Regierungskrise dorthin reist? Wie weit ist Deutschland, wenn es um Künstliche Intelligenz geht - und wie abhängig ist Europa von den amerikanischen Internetkonzernen? Und nicht zuletzt: Wie verändert sich durch all das der Journalismus? Darüber sprechen wir in dieser Episode.

Nov 15, 202435 min

Ep 335Donald Trump gewinnt mit Elon Musk an seiner Seite – und nun?

Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück. Der ehemalige amerikanische Präsident wird auch der künftige sein. Während seines Wahlkampfes hat ihn vor allem ein Mann ausdrücklich und extrem öffentlichkeitswirksam unterstützt: Elon Musk. Er mobilisierte nicht nur einen hohe Millionensumme, sondern warb auch auf seiner Plattform X intensiv für Trump und warnte umgekehrt vor der demokratischen Kandidatin Kamala Harris. Was treibt ihn an? Wieso engagiert Musk, der bislang nach eigenen Angaben häufig demokratisch gewählt hat, sich nun so stark für Trump? Klar ist: Musk hat auf verschiedenen Feldern geschäftliche Interessen, die stark auch vom Wohlwollen der Regierung in Washington abhängen. Etwa, wenn es darum geht, die Infrastruktur für Elektroautos auszubauen. Oder wenn es um die Raumfahrtprogramme geht - die Amerikaner planen bekanntlich die nächste Mondlandung, Musk wiederum will außerdem Menschen zum Mars schicken. Wie könnte ihm eine weitere Trump-Präsidentschaft dabei helfen? Übernimmt er sogar einen Posten in der Administration, wie gelegentlich spekuliert wird? Und was ist eigentlich mit anderen Tech-Unternehmern wie Bill Gates und Jeff Bezos? Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode.

Nov 8, 202436 min

Ep 334Wie steht es um den Journalismus - droht ihm eine Digitalisierungs-Deadline?

Die Medienbranche befindet sich in einer tiefgehenden Transformation. Die Auflage gedruckter Zeitungen und Zeitschriften sinkt, unklar ist, inwiefern kuratierte Nachrichtenprodukte langfristig gefragt sein werden - stattdessen informieren sich immer mehr Menschen immer ausführlicher auf verschiedenen digitalen Kanälen. Der erfahrende Journalist und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes Frank Überall hat sich intensive mit der Branche auseinandergesetzt und darüber ein Buch geschrieben. Er warnt davor, dass zumal im lokalen und regionalen eine für die Demokratie wichtige Kontrollfunktion verloren zu gehen droht, wenn sich am gegenwärtigen Zeitungs-Trend nichts ändert. Doch woran liegt das? Wie lesen und informieren sich Menschen online? Was interessiert sie? Was beachten sie nicht und warum? Und welche Geschäftsmodelle lohnen sich und sind zukunftsträchtig. Über all das haben wir mit ihm auf der Buchmesse gesprochen am Stand unserer Zeitung, der F.A.Z. - und wollen Ihnen das Gespräch hier nun verfügbar machen.

Nov 1, 202439 min

Ep 333Haben Sie Angst davor, dass Google zerschlagen wird, Herr Justus

Philipp Justus ist der für Deutschland und Zentraleuropa verantwortliche Geschäftsführer des amerikanischen Internetkonzerns Alphabet, zu dem die Suchmaschine Google und die Videoplattform Youtube gehören. Das Unternehmen befindet sich in einer brisanten Phase: Einerseits ist durch den Fortschritt in der Künstlichen Intelligenz eine Debatte entbrannt, ob es diese Form der Suche irgendwann nicht mehr geben wird. Andererseits sind neue KI-Unternehmen entstanden, die auf manchen Feldern mit Google konkurrieren. Und dann hat gerade die amerikanische Regierung die Idee ins Spiel gebracht, Google sogar zu zerschlagen, weil der Konzern zu dominant in seinen Geschäftsbereichen ist. Denn Google ist nicht nur der führende Suchmaschinenanbieter der Welt, sondern auch der Anbieter des Smartphone-Betriebssystems Android und des Browsers Chrome. Wie reagiert Google darauf? Wie groß ist die Angst, dass es wirklich so kommt? Und wie hat Google die eigene Suche durch KI bislang verändert und wird sie weiter verändern? Über all das spricht Philipp Justus in dieser Episode. Und darüber, wann wir KI-Assistenten haben, die einen Urlaub buchen können - und wieso die Konkurrenz aus seiner Sicht nach wie vor nur einen Klick entfernt ist.

Oct 25, 202434 min

Ep 332Autonomes Fahren: Überholt Tesla die deutschen Autohersteller?

Eine Woche ist vergangen, seit Tesla-Chef Elon Musk sein Robotertaxi vorstellte, mit großem Tamtam in den Filmstudios von Warner Bros. Weltweit verfolgen Millionen Zuschauer die knapp halbstündige Präsentation im Internet, anschließend herrschte überwiegend Ernüchterung, wie sich am rückläufigen Börsenkurs ablesen lässt. Wir nehmen das zum Anlass, uns den alten Ingenieurs-Traum vom autonomen Fahren noch einmal genauer anzuschauen. Insbesondere interessiert uns, was technisch wirklich machbar ist, wo die deutsche Automobilindustrie im Rennen mit amerikanischen und chinesischen Tech-Unternehmen steht und wie die politischen Rahmenbedingungen für eine Aufholjagd in Europa aussehen. Zu diesen Fragen sprechen wir in dieser Folge mit Christoph Hartung und Thomas Classen. Die beiden Experten arbeiten für Bosch, dem größten deutschen Autozulieferer, der gemeinsam mit Volkswagen die „Automated Driving Alliance“ gegründet hat, aber auch gemeinsam mit chinesischen Herstellern entwickelt. Zuvor analysieren wir im Gespräch mit Roland Lindner, Wirtschaftskorrespondent der F.A.Z. in New York, was Tesla tatsächlich anbieten will und warum er den Robotertaxis von Waymo vertraut.

Oct 18, 202457 min

Ep 331Datev hebt Datenschatz: Frühwarnsystem für den Mittelstand schlägt Alarm

Oct 11, 202425 min

Ep 330USA gegen China: Wer ist wie stark – und wo steht Europa?

Wer technologisch führt, ist nicht nur wirtschaftlich dominant, sondern meist auch politisch und militärisch. Zu bemerken ist das am Verhältnis der Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China, das sich deutlich abgekühlt hat während der zurückliegenden Jahre. Beide Länder verfügen über große Technologie-Konzerne, die soziale Netzwerke, Suchmaschinen oder Kaufplattformen betreiben. Beide wetteifern darum, wer über leistungsfähigere Chips verfügt oder die Standards bestimmt, nach denen sich technisch der Rest der Welt richtet. Doch wer führt in dieser Auseinandersetzung eigentlich? Die marktwirtschaftlich und demokratisch orientieren Amerikaner, die innerlich gespalten sind wie lange nicht mehr? Oder die planwirtschaftlich und autokratischen Chinesen mit der mächtigen Kommunistischen Partei und ihrem Vorsitzenden Xi Jinping? Wie gut sind die Unternehmen jeweils wirklich? Wie sehr hängen sie von Technologie aus dem Ausland ab? Und wie technikaffin sind die jeweiligen Bevölkerungen? Über all das sprechen wir in dieser Episode mit unseren Korrespondenten Roland Lindner und Gustav Theile. Und natürlich auch darüber, wo Deutschland und Europa in diesem Wettstreit stehen.

Oct 4, 202450 min

Ep 329Wie weit ist die KI denn jetzt wirklich?

Das amerikanische KI-Unternehmen OpenAI hat neulich eine neue KI-Modellreihe vorgestellt: Sie firmiert unter dem Namen „OpenAI 01“ und soll sozusagen länger nachdenken, bevor sie eine Antwort ausgibt. Die Hoffnung dahinter gründet auf der Idee, dass eine Künstliche Intelligenz so auch komplexere Probleme lösen, ihren Lösungsweg begründen und so nachvollziehbarer machen kann – und damit ihre Fähigkeiten weiter denen des Gehirns annähern kann. Die Entwickler von OpenAI haben dies in einem Blogbeitrag unter dem Titel „Learning to Reason with LLMs“ vorgestellt. Wie funktionieren diese KI-Systeme? Worin unterscheiden sie sich von den bisher gängigen großen Sprachmodellen? Warum ist der Unterschied zwar einerseits merklich, aber andererseits kein Bruch mit dem bisher verfolgten Ansatz? In dieser Episode diskutieren wir den Stand der KI. Und erinnern noch einmal, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass diese Schlüsseltechnologie gegenwärtig so viele Menschen fasziniert weit über Fachkreise hinaus. Und nicht zuletzt gehen wir auch darauf ein, wie sich das Unternehmen OpenAI gerade verändert, was das für seinen Vorstandsvorsitzenden Sam Altman bedeutet – und was von der ursprünglichen Gründungsidee eigentlich noch übrig ist.

Sep 27, 202432 min

Ep 328Von Harari zur Molekularbiologie: Wie wir den Menschen immer mehr entschlüsseln

Bislang unbezwingbare Krankheiten heilen, sie gar nicht erst zulassen – und das Leben dramatisch verlängern: Die Hoffnungen darin, mit neuen Methoden die Medizin zu revolutionieren, sind gerade gewaltig. Sie gründen im Kern darauf, dass wir aufgrund der zunehmend verfügbaren Daten und Rechenleistung in der Lage sind, noch genauer zu entschlüsseln, wie der menschliche Körper funktioniert. Und dies im Großen und vor allem im Allerkleinsten. Es geht um mRNA, epigenetische Editoren, Genscheren, um Erkenntnisse über Sport und Ernährung, den Alterungsprozess, das Gehirn oder das Immunsystem. Zugrunde liegt all dessen aber auch ein bestimmtes reduktionistisches Bild vom Menschen: Am Ende ist er eine Informationen verarbeitende Entität. Am Ende geht es darum, ihm neue Informationen zuzuführen, die entsprechende Veränderungen bewirken – und eben beispielsweise Abwehrzellen zu befähigen, Krebszellen zu vernichten. Wo führt das hin? Der Informatiker Ray Kurzweil, der Chemiker Venki Ramakrishnan und der Historiker Yuval Noah Harari haben jüngst Bücher veröffentlicht, die sich dem Thema auf verschiedenen Weisen nähern. Wir diskutieren, wie ihre Ideen zusammenhängen, was die Molekularbiologie schon seit Jahrzehnten weiß, wie weit diese Technologien wirklich sind. Und was am Ende den Menschen ausmacht.

Sep 20, 202441 min

Ep 327Historisches Urteil in Luxemburg

Die EU-Verbraucherschutzorganisation BEUC nannte das Google-Urteil eine „bahnbrechende Entscheidung zu Gunsten der Verbraucher“: In den Wettbewerbsfällen um die Steuervorteile für Apple in Irland und um Google Shopping hat die EU-Kommission vor Gericht gewonnen – ohne jede Einschränkung. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat der europäischen Wettbewerbsbehörde in letzter Instanz recht gegeben und Entscheidungen gegen die beiden Digitalkonzerne damit bestätigt. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager kann zufrieden sein. Beide Fälle gelten als die wichtigsten auf den betreffenden Teilfeldern des EU-Wettbewerbsrechts, also zum Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung (Google Shopping) und dem Beihilfenrecht in Steuerfragen (Apple) während der zehnjährigen Amtszeit Vestagers. Mit unserem Brüsseler Korrespondenten Werner Mussler reden wir über den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung – und was dies für die Wettbewerbsfähigkeit der EU bedeuten könnte. Denn um die ist es nicht gut bestellt: Mario Draghi, der Beauftragte der EU-Kommission für Wettbewerbsfähigkeit, hat es gerade erst schriftlich festgehalten. Die EU befinde sich wieder im wirtschaftlichen Krisenmodus, ja im „langsamen Todeskampf“, sagt der Italiener. Die Produktivitätslücke zu Amerika sei zu groß, der Anteil an öffentlichen und privaten Investitionen zu gering, die Alterung bedrohlich, der technologische Rückstand gegenüber einem größeren Teil der Welt wachse.

Sep 13, 202434 min

Ep 326KI im Hörgerät und im Backofen - und was es sonst Neues auf der IFA gibt

Auf der IFA in Berlin trat schon Albert Einstein auf, und läutete Willy Brandt den Beginn des Farbfernsehens in Deutschland ein. In ihrer Geschichte begannen das Radio-Zeitalter und die Fernsehära. Doch längst hat sich die Messe weiterentwickelt und präsentiert eine breite Produktpalette von Smartphones über Fernseher, Küchengeräte und vieles mehr. Und natürlich soll auch in diesem Bereich häufig Künstliche Intelligenz den berühmten Unterschied ausmachen – ob ein Ofen nun die Rezepte erkennt oder ein Kühlschrank, ob irgendein Verfallsdatum abläuft. Was ist in diesem Jahr neu? Wie schlagen sich traditionsreiche Hersteller wie AEG, Miele oder Bosch? Und wie wettbewerbsfähig sind auch auf diesem Markt eigentlich die Chinesen? Aber all das sprechen wir in dieser Episode.

Sep 6, 202428 min

Ep 325Ist der KI-Hype an der Börse vorbei?

Der amerikanische KI-Konzern Nvidia ist so etwas wie der Börsenstar der vergangenen Jahre. Sein Aktienkurs stieg in atemberaubendem Tempo, alleine im vergangenen Jahr 2023 erhöhte sich die Marktkapitalisierung um 2 Billionen Dollar. Verglichen mit dem Jahresanfang liegt der Nvidia-Aktienkurs um ungefähr 150 Prozent im Plus, hat sich also mehr als verdoppelt. Nun hat Nvidia neue Geschäftszahlen vorgelegt: Das Unternehmen verdiente in den zurückliegenden drei Monaten beinahe 17 Milliarden Dollar – das sind fast 170 Prozent mehr gewesen als während derselben Zeit vor einem Jahr. Und diese Zahl misst sich zudem an einem Umsatz von 30 Milliarden Dollar, was verdeutlicht, wie unglaublich profitabel das Geschäft ist. Und dann kündigt der Konzern noch ein gewaltiges Aktienrückkaufprogramm an. Sehr erstaunlich mutet da auf den ersten Blick an, wie die Anleger auf diese betriebswirtschaftlich prächtigen Ergebnisse reagiert haben: Nachbörslich verminderte sich der Nvidia-Aktienkurs um bis zu 8 Prozent. Wie kann das sein? Die ernüchternde Börsenreaktion ist vornehmlich ein sehr sichtbares Signal dafür, wie übertrieben die Erwartungen vieler Investoren nach wie vor sind, wenn es um Künstliche Intelligenz geht. Ablesen lässt sich eine inzwischen eingekehrte Ernüchterung aber auch an der Kursentwicklung von Unternehmen wie Microsoft in den zurückliegenden Wochen. Kehrt nun ein neuer Realismus an der Börse ein? Ist dies der Beginn einer großen Korrektur? Und profitieren davon am Ende klassische Industriewerte? Über all das sprechen wir in dieser Episode.

Aug 30, 202425 min

Ep 324Was eine gute Kaffeemaschine ausmacht

Was macht eigentlich eine gute Kaffeemaschine aus? Sie muss gut schmeckenden Kaffee, Espresso oder Cappuccino können. Sie muss in Kombination mit einer Mühle die Bohnen fein genug mahlen, heiß genug sein, den richtigen Druck aufbringen und anderes mehr. Welche Hersteller gibt es auf dem Markt? Welche Kaffeemaschinen können das? Und was kosten sie? Über all das sprechen wir in dieser Episode. Und auch darüber, wie ein Algorithmus Bohnen erkennt und den richtigen Computer-Barista auswählt.

Aug 23, 202430 min

Ep 323Michael Groß über die digitale Transformation im Personalwesen

Aug 16, 202441 min

Ep 322Orchestererlebnis mit Apples Vision Pro neu gedacht

Mit einer App für die „Vision Pro“-Brille bringt das Mahler Chamber Orchestra seine Musik direkt ins Wohnzimmer. Wie diese Technologie das Hörerlebnis verändert, verraten die Macher im Interview.Seit seiner Gründung 1997 ist das Mahler Chamber Orchestra (MCO) ein Ensemble mit einigen Besonderheiten: Es legt Wert auf seine eigene künstlerische Identität und eine demokratische Struktur. Denn geleitet wird das Orchester von den Musikern selbst, in Zusammenarbeit mit einem Managementbüro. Das MCO ist schon in mehr als 40 Ländern auf fünf Kontinenten aufgetreten. Die Musiker pflegen ein kammermusikalisches Ensemblespiel: Das Repertoire reicht von der Wiener Klassik und frühen Romantik bis zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen. „Alle MCO-Musiker verbindet der starke Wunsch, ihre Beziehung zum Publikum kontinuierlich zu vertiefen“, beschreibt das Orchester sich selbst. Passend dazu hat das Orchester kürzlich eine App für Apples neue „Vision Pro“-Computerbrille veröffentlicht. Diese App soll eine neue Möglichkeit bieten, Orchestermusik zu erleben: Die Nutzer können reale und virtuelle 3D-Umgebungen erkunden und mit ihnen interagieren. Sie können sich frei im virtuellen Raum bewegen und die Musik aus der Mitte der Musiker heraus erleben. Für uns interessant genug, genauer nachzufragen, wie es funktioniert. Die App bietet Raumklangaufnahmen, die in Zusammenarbeit mit Henrik Oppermann erstellt wurden. Diese Aufnahmen sollen den Zuhörer physisch, mental und sozial in den Musikprozess einbeziehen. Timothy Summers, Geiger des MCO und Mitarbeiter der MCO-App, sagt: „Zuhören bedeutet nicht nur zu erleben, sondern auch zu erforschen.“ Wir haben mit Summers und Oppermann gesprochen.

Aug 9, 202433 min

Ep 321Warum deutsche Städte von Istanbul lernen sollten

Während deutsche Städte bei der Digitalisierung ins Stocken geraten, setzt Istanbul auf eine erfolgreiche App aus Worms. Im Interview erzählt Kobil-Gründer Ismet Koyun, wie seine Technologie den Alltag in der Türkei revolutioniert und was Deutschland davon lernen kann.

Aug 2, 202437 min

Ep 320Wann kommt die Feststoffbatterie, Herr Janek?

Autohersteller investieren Hunderte Millionen Euro in die Entwicklung eines neuen Batterietyps. Jürgen Janek, der die deutsche Forschung an Festkörperakkus koordiniert, sieht große Fortschritte, aber keine rasche Serienenführung. Alle paar Wochen sorgen Batterien für Aufregung an den Börsen. Dann hat wieder ein Autohersteller angekündigt, demnächst ein Elektroauto mit mehr als 1000 Kilometer Reichweite auf den Markt zu bringen. Oder ein Zulieferer von Apple meldet, er habe einen technologischen Durchbruch bei den Akkus erzielt. Fast immer steckt hinter solchen Nachrichten die Feststoffbatterie, eine Technologie, in die mittlerweile hunderte Millionen Euro Forschungsgeld rund um den Globus flossen – und die noch immer nirgends in großen Stückzahlen produziert wird. Dennoch: Der Festkörperakku ist und bleibt der Heilige Gral der Batterieentwickler. Warum das so ist, diskutieren wir in dieser D:Economy-Folge mit Jürgen Janek, der Physikalische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen lehrt und forscht. Janek gehört weltweit zu den renommiertesten und auch meist zitiertesten Forschern seines Fachgebiets, er koordiniert in Deutschland seit 2018 das mit Bundesmitteln finanzierte Forschungscluster „FestBatt“. Von ihm wollen wir wissen, was denn überhaupt so großartig an dem neuen Batterietyp wäre und ob wir schon bald auf einen Wunderakku hoffen dürfen. Tatsächlich, so Janek, haben Feststoffbatterien das Potential, auf gleichem Raum zwei- bis dreimal so viel Strom zu speichern wie die besten heute bekannten Lithium-Ionen-Akkus. Zudem könnten Festkörperakkus sehr hohe Ladeleistungen aushalten, ohne vorzeitig zu altern. Im Labor seien in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt worden. Doch mit großen Stückzahlen solle man in diesem Jahrzehnt nicht mehr rechnen, da sich die Fertigungsverfahren noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Die deutsche Forschung sei auf jeden Fall mittlerweile auf Augenhöhe mit asiatischen Ländern. Allerdings droht nun eine drastische Kürzung der Forschungsmittel. Seine Kollegen im Ausland würden nicht verstehen, dass „eine Industrienation, wie wir es sind, sich leistet, zehn Jahre und länger, eine Aufholjagd finanziert zu haben, dann das auch tatsächlich zu einem gewissen Grad erreicht und dann aber plötzlich sagt, das wollen wir und können wir jetzt nicht mehr finanzieren“.

Jul 26, 202442 min

Ep 319Warum Elon Musk und seine Freunde auf Donald Trump setzen

Tesla-Chef Elon Musk unterstützt Donald Trump in seinem Wahlkampf mit viel Geld unterstützen, mit seinen Tweets auf der eigenen Plattform „X“ tut er es heute schön. Auch Freunde aus dem Umfeld der ehemaligen Gründer und Mitarbeiter des Bezahldienstleisters Paypal stehen in der Hinsicht an seiner Seite. Einer wie David Sacks durfte auf dem Parteitag der Republikaner eine Rede halten und erstaunliche Thesen zum Krieg in der Ukraine verbreiten. Aber warum geht es den Silicon-Valley-Milliardären wirklich? Die Antwort hat weniger mit den wirtschaftspolitischen Ansichten des Vize-Präsidentschaftskandidaten J.D. Vance zu tun, sondern mit einer erhofften liberalen Haltung von Trump rund um die Regulierung des Einsatzes Künstlicher Intelligenz und von Kryptowährungen. Wir analysieren die Lage zusammen mit Roland Lindner, unserem Korrespondenten in New York.

Jul 19, 202431 min