
DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur
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Ep 197DDCAST 197 - Barbara Glasner "Farbe kennen und bekennen"
Die diplomierte Innenarchitektin und Design-Expertin Barbara Glasner (*1970) arbeitet als freie Beraterin, Kuratorin und Herausgeberin für Design und Architektur sowie als Creative Director für den Verlag form in Frankfurt am Main und Konstanz. Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit dem Rat für Formgebung/German Design Council kuratierte und projektierte sie von 2001 bis 2007 für die internationale Kölner Möbelmesse imm cologne die Editionen des Designprojekts „ideal house cologne“, mit denen renommierte Gestalter*innen wie Zaha Hadid, Hella Jongerius, Patricia Urquiola, Fernando und Humberto Campana, Konstantin Grcic, Ronan und Erwan Bouroullec, Naoto Fukasawa, Stefan Diez und Dieter Rams ihre Visionen für das Wohnen der Zukunft vorstellten. Begleitend zu den Messeprojekten fanden internationale Pressereisen statt. Hierfür entwickelte Barbara Glasner eigens ein Ausstellungsformat, dass die jeweiligen Designer*innen und deren Arbeit portraitierte. Weiterhin entwickelte und kuratierte sie für die imm cologne mehrfach das Ausstellungsforum für internationale Nachwuchsdesigner*innen „inspired by cologne“ sowie das Interiordesign-Trend- und Vortragsforum, jeweils mit Begleitpublikationen. 2006 war sie die verantwortliche Kuratorin für die Ausstellung „Weltmeister Design Deutschland" im Haus der Gegenwart in München, ein Projekt des Rat für Formgebung und des SZ Magazins in dessen Mittelpunkt die Inszenierung deutscher Alltagsproduktkultur stand. Die Ausstellung wurde stellvertretend für einen Katalog mit einer Sonderausgabe des SZ Magazins dokumentiert. Ebenfalls in Kooperation mit dem Rat für Formgebung konzeptionierte und projektierte sie diverse Designexpert*innen Workshops (z.B. BASF/Ultradur mit Stefan Diez, Konstantin Grcic, James Irvine und Hannes Wettstein, 2006, oder Dupont/Corian u.a. mit Blocher & Blocher, Schneider + Schumacher, KSP Engel Zimmermann, 2005), Vortragsformate sowie die internationale Wanderausstellung des „Bundespreis Produktdesign“ (heute German Design Award). 2008 veröffentlichte sie zusammen mit Petra Schmidt und Ursula Schöndeling das Buch „Patterns 2. Muster in Design, Kunst und Architektur“, 2009 in Zusammenarbeit mit Petra Schmidt das Buch „Chroma. Design, Architektur und Kunst in Farbe“ und 2012 mit Stephan Ott das Buch „Wonder Wood – Holz in Design, Architektur und Kunst“ (alle Birkhäuser Verlag). Alle Publikationen sind auch in englischer Sprache erschienen. Zusammen mit ihrem Ehemann Prof. Dr. Peter Wesner gründete sie 2011 den Verlag form in Frankfurt am Main und gibt als Creative Director unter anderem die form Designeditionen heraus, die sie mit renommierten Designer*innen als limitierte Objekte entwickelt. Seit 2018 ist sie Herausgeberin der wieder aufgelegten Buchreihe form Designklassiker. Für den Beschlaghersteller FSB Franz Schneider Brakel realisierte sie unter anderem die Corporate Publishing Projekte „Türklinke FSB 1144 von Jasper Morrison“ / „Door Handle FSB 1144 by Jasper Morrison“, 2019, „An der Oberfläche: Metalle in Architektur und Design“/„On the Surface: Metals in architecture and design“, 2020 sowie „Griff zum Himmel“/„Handle to Heaven“, 2021. 2023 veröffentlichte sie im Verlag form das Buch „Most Touched“, ein Kompendium mit über 1.000 Fotografien von Türgriffen aus aller Welt. Für das 2024 im Verlag form erschienenen Buch „Was ist gut 2023?“ des Deutschen Design Clubs war sie lektorierend und beratend tätig. Seit dem Sommersemester 2023 nimmt Barbara Glasner Lehraufträge an der HSPF Hochschule Pforzheim, Fakultät Design, Studiengänge Accessoire Design/Produktdesign/Modedesign zum Thema „Farbe“ und „Presentation“ wahr.

Ep 196DDCAST 196 - Hartmut Esslinger "Die Hartmut Trilogie (Teil 1)"
Prof. Dr. hc. Hartmut Esslinger HonRDI Hartmut Esslinger war der erste Designer, der mensch-gerechtes High-Touch-Design in die Welt komplexer Hardware- und Softwaretechnologie brachte. 1969 gründete er als Student „esslinger design“ in seiner Heimat Deutschland und etablierte als Teil seiner Partnerschaft mit Steve Jobs 1982 „frog design“ in den U.S.A. – und dann zusammen mit seiner Partnerin und Ehefrau Patricia Roller auf alle fünf Kontinente. Hartmut ist Ehrendoktor der Parsons New School, New York und HonRDI (honorable Royal Designer for Industry) der Royal Society of Arts, London. Wichtige Kunden waren – und sind teilweise immer noch - Wega, Sony, Louis Vuitton (LHMH), KaVo Dental, hansgrohe, Apple, Microsoft, Hewlett Packard, NEC, Olympus, Samsung, Canon, General Electric, Lufthansa, Shimano, Yamaha, Honda, Toyota, Docomo, Motorola, Texas Instruments, Kodak , Polaroid, Disney und Disney Cruise Lines, Nike, Sky Networks, Unilever, Hilti, SAP… 2005 erwarb Flextronics die Mehrheit an frog design und 2008 kam KKR als Investor dazu. 2021 erwarb CAPGEMINI INVENT alle Aktien. Mt 35 Studios und mehr als 2500 kreativen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weltweit ist frog die einflussreichste Design- Agentur. Seit 2018 Hartmut Mit-Gründer der „Esslinger Group“, einem Unternehmen für IoT-Produkte in Hong Kong, Shenzhen und Silicon Valley. Seit 1989 ist Hartmut auch als Design-Dozent tätig. Er ist Gründungsprofessor der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe in Deutschland, lehrte sechs Jahre lang an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und ist seit 2011 Dozent an der SIVA-DeTao Design School in Shanghai. 1969 erhielt Hartmut den ersten Bundespreis Gute Form, und 2017 wurde ihm die erstmalige World Design Medal der WDO (World Design Organisation – zuvor ICSID) als einflussreichster Designer seit der Gründung der WDO im Jahr 1957 verliehen. Linktipps von Hartmut Esslinger A fine line: How Design Strategies Are Shaping the Future of Business https://www.amazon.com/Fine-Line-Strategies-Shaping-Business/dp/0470451025 Keep it Simple, Apple’s early Design Years https://www.amazon.com/Keep-Simple-Early-Design- Years/dp/3897904071/ref=sr_1_1?crid=2OIHFSB84L8IW&dib=eyJ2IjoiMSJ9.34DPjY4j LPpBUgflh52ueqiibsNXEBUCp9rIQzvGrPaEm9iY0Pt4rjbCloNCHOtBRJyjUKpBxgJp4f4 QhhKAqAKq0TW4WLFIA3DIhDNVaV4.hAYQBnXqdDt_Tm5iKlJfwfAEuXYy3HnA3m- TdlTP3PQ&dib_tag=se&keywords=keep+it+simple+esslinger&qid=1716850586&s=boo ks&sprefix=keep+it+simple+esslinger%2Cstripbooks%2C163&sr=1-1 Design Forward,:Creative Strategies for Sustainable Change https://www.amazon.com/Design-Forward-Creative-Strategies- Sustainable/dp/3897903814/ref=sr_1_1?crid=3P16OINRWPS6I&dib=eyJ2IjoiMSJ9.ukv 2uVrPLu9DfDwyPmbYnWTAXDqCHzkrfxQXQCljlag.7N0FwKeIwgvuFcOiu2pkMYgJOZ DN3X790NP7MjZd58c&dib_tag=se&keywords=design+forward+esslinger&qid=171685 0632&s=books&sprefix=design+forward+esslinger%2Cstripbooks%2C175&sr=1-1 Hartmut Esslinger Design Matters with Debbie Millman https://podcasts.apple.com › podcast CONVERSATION WITH HARTMUT ESSLINGER https://ndion.de/en/we-were-system-innovators-in-conversation-with-hartmut- esslinger/ Hartmut Esslinger - Advice For Designers https://vimeo.com/59679411 Lifetime Achievement Award https://www.euipo.europa.eu/en/designs/designeuropa-awards/awards-2018/hartmut- esslinger A bit of a Biography https://www.immigrantentrepreneurship.org/entries/hartmut-esslinger/

Ep 195DDCAST 195 - Katrin Böhning-Gaese "BIODIVERSITÄT GESTALTEN"
Prof. Katrin Böhning-Gaese ist seit 2010 Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt am Main und Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt. Zuvor war sie seit 2001 Professorin an der Universität Mainz. Die Biologin hat an der Universität Tübingen promoviert. Sie interessiert sich für den Einfluss des Klima- und Landnutzungswandels auf Biodiversität sowie den Zusammenhang zwischen Biodiversität und menschlichem Wohlergehen. In diesem Rahmen koordiniert sie mehrere langjährige Forschungsgroßprojekte zum Thema, unter anderem eine Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Kilimandscharo. Als Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, des Rats für Nachhaltige Entwicklung und weiterer wissenschaftlicher Gremien ist Katrin Böhning-Gaese in der Politik- und Gesellschaftsberatung aktiv. So veröffentlichte sie als Sprecherin einer Leopoldina-Arbeitsgruppe eine vielbeachtete Stellungnahme zu Biodiversität und Management von Agrarlandschaften. Von 2017 bis 2021 war sie Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft. Für ihre Spitzenforschung und ihr Engagement im Bereich der Politik- und Gesellschaftsberatung wurde sie 2021 mit dem Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgezeichnet. Linktipps von Katrin Böhning-Gaese Link zur Senckenberg Homepage https://www.senckenberg.de/de/ Link zur Abteilung von Frau Böhning-Gaese: "Ökologie der Lebensgemeinschaften und Makroökologie" https://www.senckenberg.de/de/institute/sbik-f/ag-gemeinschaftsoekologie-u-makrooekologie/ag-oekologie-der-lebensgemeinschaften-und-makrooekologie-team/ Link zur Homepage der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Thema Biodiversität https://www.leopoldina.org/themen/biodiversitaet/ Link zur Homepage des Rats für Nachhaltige Entwicklung https://www.nachhaltigkeitsrat.de/ Buchempfehlungen BOEHNING-GAESE, Katrin; BAUER, Friedericke (2023): Vom Verschwinden der Arten. Frankfurt am Main: Klett-Cotta Verlag

Ep 194DDCAST 194 - Xavi Calvo "Diseñar Valencia"
Xavi Calvo (Valencia-Spanien, 1980) ist ein Designer und Förderer von Design mit einer sozialen Vision und einem Schwerpunkt auf Innovation. Er ist Autor und Mitarbeiter in verschiedenen Medien, Mitbegründer von Estudio Menta, Lehrer, Redner zum Thema Design und Juror bei verschiedenen Wettbewerben und Auszeichnungen. Er ist ein großer Fan von Alltagsgegenständen und Alltagsdesign. Er war die treibende Kraft hinter der Bewerbung Valencias als Welthauptstadt des Designs 2022, wurde Generaldirektor des Projekts und leitet derzeit die Stiftung für Design der Region Valencia, eine Einrichtung, deren Ziel es ist, Design als Instrument für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung zu fördern und zu unterstützen, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Unternehmen, dem akademischen Sektor und Berufsverbänden. Die Ernennung zur Weltdesignhauptstadt Valencia 2022 war ein Wendepunkt in seiner Karriere und in der Geschichte der Stadt Valencia, die international als Designstadt bekannt und anerkannt wurde. Xavi Calvo förderte die Gründung des Designrats der Stadtverwaltung von València, eines in Spanien bahnbrechenden Beratungsgremiums, das er in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisteramt koordinierte. 2023 leitete er die Bewerbung um die Aufnahme in das UNESCO Creative Cities Network und erreichte vor einigen Monaten erfolgreich die Ernennung von València zur Stadt des Designs. Auf internationaler Ebene wurde er kürzlich zum Community Liaison der Weltdesignorganisation ernannt, eine Anerkennung für die Arbeit der Verbindung von lokalen, nationalen und internationalen Designgemeinschaften sowie eine Verbindungsposition zwischen der Weltorganisation und ihrer Reichweite in der Welt. kreativen Sektoren Europas.

Ep 193DDCAST 193 - Mark Kwami "Gestaltung, Ghana & Glück"
Mark Kwami ist Dipl. Industriedesigner (HDK Berlin) und Sozialunternehmer. Seit mehr als 25 Jahren ist er als Design- und Unternehmensberater im Auftrag internationaler Entwicklungsorganisationen tätig. Zu seinen Arbeitsbereichen gehören das entwerfen von Kollektionen, die Entwicklung von Exportwertschöpfungsketten und Business-Coaching für Design- und Kunsthandwerksunternehmen in Afrika, Lateinamerika, der Karibik und Asien. Neben seiner Tätigkeit als Designberater, hat Mark Kwami auch einige Sozialunternehmen mit gegründet. Mit Made in Africa Collection hat er ein Franchisebetreib mit 6 Läden in Deutschland aufgebaut, welches sich auf die Entwicklung und Vertrieb von Möbel und Wohnaccessoires aus Afrika spezialisiert hat. Mit dem Unternehmen Things For Good, hat er ein Produkt im Bereich sexueller Gesundheit entwickelt (www.ocube.info) welches nun international vertrieben wird. Seit 2017 arbeitet er als Berater für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wo er geholfen hat, die Initiative MADE51 zu konzipieren und umzusetzen, mit dem Ziel Flüchtlinge in globale Wertschöpfungsketten zu integrieren. Mark Kwami lehrt außerdem regelmäßig als Gastprofessor an der Hochschule Anhalt in Dessau, wo er für den internationalen Masterstudiengang Integrated Design Studies das Thema “Social Impact Design“ anbietet. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Ep 192DDCAST 192 - Maike Thalmeier "Mut & Ubermut"
Maike Maria Thalmeier ist eine der drei Gründerinnen von UBERMUT – Studio für Kommunikation in den Bereichen Trends, Wandel und nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam entwickelt das Trio Kampagnen, Ausstellungen, Social-Media-Maßnahmen, Veranstaltungen und Texte. Seit ihrer Gründung arbeiten sie remote zusammen: über mehrere Standorte und mit wechselnden Arbeitszeiten. UBERMUT begleitet unter anderem die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der INNATEX, einer Pionierfachmesse für nachhaltige Mode. Über 10 Jahre hinweg haben sie mit Klimagourmet eine Plattform, Festival, Netzwerk, Bildungsformate und mehr zu nachhaltiger Ernährung entwickelt, die sie nun gerade neu erfinden. Parallel arbeitet Maike als freie Konzepterin und Beraterin: interdisziplinär mit kleineren Themen sowie großen Netzwerkagenturen, öffentlichen Auftraggebern und Kunden aus der Privatwirtschaft (u.a. organic Markenkommunikation, Blauer Engel Umweltzeichen). Ursprünglich kommt sie aus der Live-Kommunikation, wo es für sie darum ging, Begegnungen zu schaffen und Themen und Botschaften erlebbar zu machen. Dabei hat sie mehrfach in multinationalen Teams gearbeitet,unter anderem in Katar (für fischerAppelt) und den Niederlanden (für Hyundai Motor Europe). 2016 war sie Jury-Mitglied des FAMAB (heute fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft e.V.) für die Kategorie Best Sustainable Process. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich als Botschafterin für die weltweite Fashion Revolution Bewegung, die sich für bessere Bedingungen in der Textilindustrie einsetzt. Gemeinsam mit ihrem Team und der Künstlerin Maiken Laackmann hat sie 2022 eine Augmented Reality Installation umgesetzt, die 2024 aktualisiert und im Rahmen der Fashion Revolution Week Veranstaltungen im Museum Angewandte Kunst Frankfurt gezeigt wurde. Literaturempfehlungen von Maike Thalmeier BERZBACH, Frank (2013): Die Kunst ein kreatives Leben zu führen. Mainz: Verlag Hermann Schmidt. ARENDT, Hannah (2018): Die Freiheit, frei zu sein. München: dtv WALLACE, David Foster (2012): Das hier ist Wasser / This is Water. Köln: Kiepenheuer & Witsch Linktipps von Maike Thalmeier: UBERMUT Homepage https://ubermut.de Fashion Revolution https://fashionrevolutiongermany.de/frankfurt Augmented Reality Installation im Monopol Magazin https://www.monopol-magazin.de/virtuelle-stadt-fuer-alle LinkedIn Profil www.linkedin.com/in/maike-thalmeier

Ep 191DDCAST 191 - Hanna Harris "Helsinki’s Chief Design Officer"
Hanna Harris ist seit 2020 Chief Design Officer der finnischen Hauptstadt Helsinki. Ihre Aufgabe ist es, Helsinkis Pionierarbeit bei der Nutzung von Design für die Gestaltung der Zukunft der Stadt zu leiten. Zuvor war sie Direktorin von Archinfo Finland (2016-2020), der nationalen Plattform zur Förderung und Zusammenarbeit im Bereich Architektur. Sie war Kommissarin der von der Kritik gefeierten Mind-Building-Ausstellung 2018 im finnischen Pavillon auf der 16. internationalen Architekturausstellung der Biennale di Venedig. Zuvor war sie Programmdirektorin bei der Helsinki Design Week und bei The Finnish Institute in London. Außerdem arbeitete sie als Stadtforscherin an der Universität Helsinki und der Aalto-Universität sowie an den Universitäten von Cambridge, Westminster und Mailand-Bicocca. Literaturempfehlungen von Hanna Harris BERGER, Laura, TIDWELL, Philip and VESIKANSA, Kristo (2021). New Standards. Timber Houses Ltd. 1940-1955. Helsinki: Garret Publications. FOWLES, John (1966): The Magus. London: Jonathan Cape. GILL, Tim (2021): Urban Playground. How Child-Friendly Planning and Design Can Save Cities. London: RIBA Publishing. HALLIKAINEN, Niko (2023): Suuri märkä salaisuus. Helsinki: Otava. JULY, Miranda (2011): It Chooses You. Edinburgh: Canongate Books.

Ep 190DDCAST 190 - Andreas Diefenbach & Franziska Warnke "Always Day One"
Andreas Diefenbach (*1979) ist seit 2019 Managing Partner von PHOENIX Studio Stuttgart. Als studierter Industriedesigner der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie der Folkwang Universität der Künste in Essen hat er mehrjährige Erfahrung in Aufbau und Leitung interdisziplinärer Innovationsteams im globalen Kontext. Im Team hat er für viele renommierte, internationale Unternehmen Innovationsstrategien, Designsprachen, sowie preisgekrönte Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Sein persönlicher Werdegang ist aufs Engste mit der Entwicklung von PHOENIX verwoben. Seit 2009 ist er in verschiedenen Positionen und Rollen tätig, sowie als Mitglied diverser Beiräte und Verbände. „Ich bin überzeugt, dass wir als Designer sowohl eine humane als auch eine unternehmerische Fürsorgepflicht haben. Wir dürfen nicht nur Träumer sein, sondern müssen auch Ermöglicher für Erneuerung sein. Meine Arbeit bei PHOENIX soll das Wohlbefinden der Menschen aber auch unserer Kunden durch die Stärke von Design verbessern. Nur so kann Design in jeglicher Hinsicht einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten – ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich.“ Franziska Warnke (*21.11.1992) ist seit März 2024 als Projektmanagerin der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft der HA Hessen Agentur tätig. Zuvor verantwortete sie als Senior Brand & Communication Manager Marke und Unternehmenskommunikation des renommierten Stuttgarter Designbüros PHOENIX, indem sie in einer Phase der Transformation des Studios einen Website- und Markenrelaunch umsetzen konnte, sowie das Netzwerk des Designbüros in diversen Verbänden und Institutionen ausbauen. Mit einem Master of Science in Business Administration, sowie einem Bachelor of Arts in Designmanagement legte sie den Schwerpunkt ihrer Ausbildung auf Themen wie Wertschöpfung durch Design (Value of Design), Strategisches Design, sowie dessen Messbarkeit. Dies bestätigt auch die Veröffentlichung ‘Strategic Design – A Study on the Value Added by Design in an Economic Context’ im Rahmen des International Forum on Knowledge Asset Dynamics 2020.

Ep 189DDCAST 189 - Tulga Beyerle "Die Museumsdirektorin"
Tulga Beyerle (*1964, Wien) ist seit dem 1. Dezember 2018 Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe (MK&G) Hamburg. Ausgehend vom programmatischen Gründungsgedanken von Kunstgewerbemuseen über die Vorbildsammlung Gestaltungsqualität zu prägen, ist es ein wesentliches Anliegen Tulga Beyerles das Museum als Möglichkeitsraum und Plattform für Diskurs und Verhandlung über die Fragen der Gestaltung unserer Welt zu verstehen. Als ausgewiesene Designexpertin war sie von 2014 bis 2018 Direktorin des Kunstgewerbemuseums Dresden, Schloss Pillnitz und zugleich Mitglied der Geschäftsführung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, einem der führenden Museumsverbunde in Deutschland. Zuvor war sie Co-Leiterin der Vienna Design Week, die sie 2006 mitbegründete. Zudem war sie viele Jahre als selbstständige Kuratorin in Europa erfolgreich tätig. Nach einer mit Gesellenprüfung abgeschlossenen Tischlerlehre studierte sie Industrial Design in Wien und unterrichtete an der dortigen Universität für angewandte Kunst im Anschluss für rund sieben Jahre Designgeschichte und Theorie. Sie ist u.a. Mitglied im Kuratorium der Kulturstiftung der Länder, im Programmbeirat der Bundeskunsthalle Bonn, im wissenschaftlichen Beirat des mudac, dem Museum für angewandte Kunst in Lausanne, der Jury der 16. Design Parade Hyères 2022 sowie der Jury für den Österreich-Beitrag zur 18. Internationalen Architekturausstellung in Venedig 2023.

Ep 188DDCAST 188 - Anastasia Kalensky "Design gegen Schmerzen beim Sex"
Anastasia Kalensky ist 1998 in Bryn Mawr in den USA geboren, in Konstanz aufgewachsen und hat von 2018-2023 an der Hochschule Augsburg Kommunikationsdesign (B.A.) studiert. Während ihres Studiums hat sie Studierende in der Bleisatzwerkstatt der Hochschule Augsburg betreut und als Grafikdesignerin bei dem Keramik-Start up Motel a Miio in München gearbeitet. Derzeit wohnt sie als Freelance Designerin sie in Zürich. Sie hat ihren Schwerpunkt auf Editorial- und Brand Design gelegt und hat eine besondere Leidenschaft für Print, Typografie und das Gestalten von Büchern und Magazinen. 2021 wurde sie für das Comic-Magazin „A Taste of Your Own Medicine“, das humorvoll Genderstereotypen in der Designbranche thematisiert, vom Art Directors Club ausgezeichnet und 2022 für das Brand Design der Spielzeitgestaltung der bayerischen Staatsoper mit einem silbernen Nagel des Art Director Clubs ausgezeichnet. Für Ihre Abschlussarbeit „We are all able to pleasure. We are pleasurable.“ erhielt sie 2023 eine Auszeichnung des Deutschen Designer Clubs. Ein großes Interesse gilt feministischen Themen und Aufklärungsarbeit besonders im Bereich Gender Equality und sexueller Gesundheit. Wenn sie Menschen zum Nachdenken anregen kann oder ein Gefühl von „gehört werden“ und Inklusivität vermitteln kann, zusammen mit dem Erfüllen eines ästhetischen Anspruchs, dann ist das für sie die ideale Umsetzung von Design. Dies zeigt sich besonders in ihrer Abschlussarbeit: „We are all able to pleasure. We are pleasurable.“ in der sie sich lösungsorientiert mit ungewollten Schmerzen beim Sex befasst. Da bis zu 30 % aller Frauen und Menschen mit Vulva/Vagina regelmäßig von Schmerzen betroffen sind ist es ein Thema, das sehr viele betrifft und dem bislang viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Ziel des Buches ist es das zu ändern, Betroffene aufzuklären und zu empoweren und zu vermitteln: jeder hat ein Anrecht auf eine schmerzfreie, erfüllende Sexualität. Im nächsten Schritt möchte sie „We are pleasurable.“ publizieren. Es gibt eine limitierte Anzahl für 37 Euro pro Exemplar zu verkaufen, ansonsten gibt es die Möglichkeit zum Druck auf Anfrage.

Ep 187DDCAST 187 - Antje Tschira "Das Centre Agro-Alimentaire in Siby, Mali"
Antje Tschira arbeitet als freiberufliche systemische Organisationsberaterin und Führungscoach für Bildungs-, Kultur- und Wissenschaftsorganisationen, kreiert Weiterbildungen für die Pädagogik, beteiligungsorientierte Formate für Entwicklungsprozesse und ist Dozentin für Erziehungswissenschaft und Organisationsdesign, Didaktik, sowie ästhetische Bildung in der Sozialen Arbeit. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte folgte die Promotion und Weiterbildungen zur Organisationsberaterin bei Simon Weber Friends, zum Coach am Milton-Erickson-Institut und für Systemaufstellungen und szenische Verfahren am WISL. Außerdem ist sie eine der Gesellschafter*innen des Centre Agro-Alimentaire in Siby, Mali, der CAAS gGmbH. Sie arbeitet entlang der Frage: Wie kommen Menschen, Teams und Organisationen in ihre Kraft? Die Promotion über die Spielregeln zwischen Mensch und Umwelt im Lernprozess bildete die theoretische Reflexion jahrelanger pädagogischer Erfahrung und Konzeptentwicklung in der Jugendarbeit. Schon in die praktische Arbeit flossen systemische und konstruktivistische Theorien ein. Beides, Theorie und Praxis begründeten das Credo, dass der Kontext bestimmt, wie sich Menschen in ihm verhalten und entwickeln. Veränderung und Entwicklung finden also immer durch Kontextgestaltung statt. Im Großen wie im Kleinen. Der Begriff der Sozialen Skulptur von Joseph Beuys bringt in ihren Augen zum Ausdruck, dass durch Interaktionen immer eine soziale Form entsteht. Sie könnte auch anders aussehen. Jede Interaktion ist immer auch gekoppelt an Entscheidungen. Entscheidet man sich anders, entsteht eine andere Form. Insofern tragen wir mit unseren Entscheidungen immer auch die Verantwortung für die Form, die dadurch entsteht. Nicht nur in dem Sinne, dass Kunst Gesellschaft verändert, sondern gesellschaftliche Akteure bringen auch Formen hervor. Welche Formen und Formate bringen gute Entwicklungen hervor? Kein Wunder also, dass sie die Idee, das Fundraising für ein Berufsbildungszentrum für junge Frauen in Mali zu übernehmen und eine Stiftung dafür zu gewinnen, von Anfang an mittragen konnte und wollte. Sie ist seit der Gründung des Centre Agro-Alimentaire in Siby mit dabei. Als Scharnier zur Projekt fördernden Klaus Tschira Stiftung, deren Gesellschafterfamilie sie angehört, sitzt sie auf dem Zaun zwischen dem Projekt und der Stiftung und balanciert beide Logiken immer wieder aus. Da sie passionierte Konzepterin und Kennerin guter nachhaltiger pädagogischer Konzepte ist, und ein Gespür für erfolgreiche Teams und Gründer*innen hat, konnte sie das Konzept des CAAS von Anfang an mit Engagement und Leidenschaft vertreten, weil sie vom Erfolg dieses Konzeptes und seiner Entwickler überzeugt war und ist. Sie ist außerdem Bergsteigerin und feministische Aktivistin.

Ep 186DDCAST 186 - Tanja Godlewsky "Gender Design muss in die Lehre"
Die Designerin Tanja Godlewskys setzt sich in ihrer wissenschaftlichen und praktischen Arbeit mit den aktuell geführten gesellschaftlichen Debatten auseinander und verbindet diese oft mit Bezügen in popkulturell relevante Kontexte. In zahlreichen interdisziplinären Projekten spannt die freie Kreativdirektorin die ihr Diplom in Köln an der KISD machte, den Bogen von klassischen gedruckten Editorialformaten über Messe- und Ausstellungskonzepte bis hin zu digitalen Anwendungen. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Konzeption von Corporate Designs und der Ausarbeitung visueller Identitäten. Dabei bedient sich Tanja Godlewsky an einer Bandbreite von Themen, die einen wichtigen Einfluss auf Design und Gesellschaft haben. So war sie z.B. bis Ende 2023 Teil eines inter- und transdisziplinären Teams welches sich mit der Frage beschäftigte, wie Menschen zu einer aktiven Mitgestaltung der Zukunft und der Transformation der Gesellschaft motiviert werden können. In dem Projekt „Urbane Xtopien–Freiräume der Zukunft“ hat sie mit anderen Wissenschftler:innen unter anderem den Todomat (Tod+ToDo+Automat) einwickelt, ein Automat an dem man seine Beerdigung und sein Vermächtnis konfiguriert und der heute im Museum für Sepulkralkultur in Kassel steht. Auch in ihren Ausstellungsbeiträgen und Publikationen setzt Tanja Godlewsky sich mit den Herausforderungen für zukunftsweisendes Design auseinander und lehrt seit vielen Jahren an verschiedenen Kunst- und Designhochschulen - sowohl in Bachelor- als auch in Masterstudiengängen und ist Jurorin für verschiedene Designpreise. Aktuell ist sie Professorin für Mediendesign an der IU Internationalen Hochschule in Essen und hat einen festen Lehrauftrag am Institut für Pop-Musik der Folkwang Universität der Künste, wo sie mit den Studierenden ihre visuellen Identitäten entwickelt. All diese Aktivitäten werden immer auch unter der Perspektive gendersensiblen Designs analysiert. In Seminaren, Vorträgen, Publikationen und Podcasts verfolgt sie das Ziel, die Relevanz und Chancen von gendersensibler Gestaltung zu verbreiten und die Möglichkeiten für Designer:innen und Unternehmen aufzuzeigen. Sie ist Gründungsmitglied des international Gender Design Network (iGDN) und Mitinitiatorin und Jurorin des internationalen Designpreises iphiGenia Gender Design Award. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihres Interesses auf der Nachwuchsförderung und der Verleihung des Nachwuchspreises in dieser wichtigen Kategorie.

Ep 185DDCAST 185 - Gerhard Kreysa "Wir brauchen den Systemwandel"
Gerhard Kreysa wurde 1945 in Dresden geboren. Er studierte Chemie an der TU Dresden und promovierte dort 1970 bei Kurt Schwabe mit einer Arbeit über die Passivierung von Eisen. Danach war er Gastwissenschaftler an der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof, wo er aus seinem Büro täglich auf die Berliner Mauer blicken musste. 1971 scheiterte dann ein Fluchtversuch in die Bundesrepublik, führte zu einer Gefängnisstrafe und endete aber glücklich mit einem Freikauf durch die Bundesregierung. 1973 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Gruppenleiter am DECHEMA-Institut in Frankfurt am Main. Hier beschäftigte er sich mit Problemen der Technischen Elektrochemie und des Umweltschutzes. Ein Patent für ein neues Verfahren zur elektrochemischen Reinigung metallhaltiger Abwässer wurde erfolgreich vermarktet und führte 1990 im Zuge eines management buy-out von der Deutschen Carbone AG zur Gründung eines start-ups. 1978 habilitierte er sich an der TU Dortmund mit einer Arbeit über die elektrochemische Prozesstechnik von Fest- und Wirbelbettzellen. 1989 konnte er schon sechs Wochen nach der Veröffentlichung durch Martin Fleischmann zeigen, dass es sich bei der sensationellen Kalten Kernfusion leider nur um eine fata morgana handelte. 1998 erzählte er dieses Kapitel Wissenschaftsgeschichte in seinem Roman „Fusionsfieber“. 1986 trat Gerhard Kreysa in die Geschäftsführung der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ein und wurde 1992 deren alleiniger Geschäftsführer. Seitdem widmet er sich, auch in zahlreichen Ehrenämtern auf nationaler und internationaler Ebene, Fragen der Forschungsförderung und der Akzeptanz von Naturwissenschaft und Technik in der Gesellschaft. Er erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen im In- und Ausland, Ehrendoktorate der Technischen Universität Clausthal und der Königlich-Technischen Hochschule Stockholm und lehrte seit 1985 als apl. Professor an der TU Dortmund und seit 1993 auch als Honorarprofessor an der Universität Regensburg. Er ist Ehrenbürger der TU Clausthal, Mitglied der Königlich-Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Nach der deutschen Wiedervereinigung hat er sich u.a. als Gründungsvorsitzender und danach als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für die Integration des Kernforschungszentrums Rossendorf bei Dresden in die gesamtdeutsche Forschungslandschaft engagiert, wofür 2007 mit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt wurde. Bis heute gilt sein besonderes Engagement dem Klimaschutz. Gerhard Kreysa lebt seit 2005 in Eppstein und ist seit 2012 aktives Mitglied im Wiesbadener Filmkreis, Mitglied beim Bundesverband Deutscher Film-Autoren. Er hat bereits über 25 Wettbewerbsfilme produziert, wovon 13 Medaillenpreise und 2 den Deutschen Filmpreis (höchste Auszeichnung im deutschen Amateurfilm) erhielten. Sein vorrangiges Genre ist der populärwissenschaftlich Film, den er gern als Pop-Science-Film bezeichnet. Er ist Vater von zwei erwachsenen Kindern und glücklicher Opa von drei Enkeln.

Ep 184DDCAST 184 - Juliane Kühr "Eigen-Insemination gestalten"
Juliane Kühr ist Produktdesignerin. Sie hat ihr Bachelorstudium an der Hochschule der Bildenden Künste Saar 2023 abgeschlossen. Derzeit setzt sie ihr Studium im Master fort. Ihr Schwerpunkt liegt im Social Design, Gender Design und Inklusion durch Design. Sie verfolgt einen Gestaltungsansatz, der darauf abzielt, eine Vielzahl an Perspektiven in den Designprozess einzubinden. Sie ist nicht nur Mitglied, sondern auch engagiert in ihrer Mitarbeit für das „international Gender Design Network“, das sich dafür einsetzt, Gender im Design sichtbar zu machen und einzubeziehen. Juliane Kühr betrachtet Design als ein Werkzeug zur Gestaltung einer gerechten und inklusiven Gesellschaft. Dabei ist es für sie essentiell, zukunftsorientierte Konzepte zu entwickeln, die bestehende gesellschaftliche Normen hinterfragen. Dieser Überzeugung entspricht auch ihre Abschlussarbeit „Vruit“ – ein Sextoy-Set für die Eigen-Insemination, das vor allem für Singles und queere Menschen eine Alternative zur klinischen Insemination bietet. Für die Weiterentwicklung von „Vruit“ erhielt Juliane Kühr Unterstützung durch das Verbundprojekt places2x sowie das EXIST-Women-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Bei den German Design Graduates 2023 wurde sie für „Vruit“ im Bereich „Fokusthema: Inklusion“ ausgezeichnet. 2023 und 2024 war „Vruit“ in verschiedenen Ausstellungen zu sehen, darunter die Dutch Design Week. Juliane Kühr stellt ihren Gestaltungsansatz und ihre Arbeit auf verschiedenen Plattformen vor, beispielsweise auf der Konferenz „Gesellschaft gestalten! Soziale Nachhaltigkeit durch Design“ des Rats für Formgebung oder dem Podcast "Eine Stunde Liebe" von Deutschlandfunk Nova.

Ep 183DDCAST 183 - François Burkhardt "Design für die Öffentlichkeit"
François Burkhardt ist einer der wichtigsten und produktivsten Designpublizisten und -Kuratoren, Ausstellungsmacher, Zeitschriftenherausgeber, Art Direktoren Hochschulrektoren, Architekten, Gremien-Mitglieder der letzten fast 60 Jahre. Er publiziert auf Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch. Allein in den letzten 4 Jahren hat der 1936 in Winterthur geborene Schweizer 3 umfangreiche Bücher herausgegeben. Burkhardt steht wie wenige andere für ein kritisches, am Gemeinwohl orientiertes Designverständnis. Sein Wirken in Paris, Berlin, Mailand etc. hat Spuren hinterlassen. Sein Ansatz ist heute aktueller denn je. Ob im Centre Pompidou, als Leiter des Internationalen Designzentrum, als Chefredakteur von DOMUS hat er stets auf eine Öffnung des Diskurses, auf ein Designverständnis hingearbeitet, in dem Industrieinteressen nur ein Faktor unter vielen und nicht der dominante Aspekt sind. In seiner umfangreichen Publizistik (vollständige Angaben unter DDCAST 183 auf https://www.ddc.de/de/magazin/ddcast.php) berührt er zahlreiche Themen unserer Zukunftsgestaltung.

Ep 182DDCAST 182 - Christina Ackermann "Zeichnen ist mächtig."
Christina Ackermann ist Spezialistin für das bildliche Erklären von komplexen Zusammenhängen. Sie ist systemische Organisationsberaterin und Information Designerin und hilft Unternehmen dabei, ihre Strategien, Prozesse und Ziele besser zu kommunizieren. In ihrer Beratungs- und Gestaltungsarbeit verbindet sie drei Disziplinen miteinander: Als ausgebildete Organisationsberaterin begleitet sie Unternehmen in ihren Transformationsprozessen. Das Wissen um Wirkweisen von Organisationen unterstützt ihre Beratung für eine erfolgreiche Gestaltung von Veränderung in Unternehmen.Als kreativer Kopf entwickelt sie Kommunikationskonzepte und visuelle Ideen, um Strategien erfolgreich zu vermitteln. Dabei entwickelt und gestaltet sie Leit- und Zielbilder, Prozessvisualisierungen, Erklärmodelle und Animationsfilme. Als Information Designerin setzt sie den Fokus darauf, komplexe Inhalte analytisch zu durchdringen und einfach verständlich für die Nutzer aufzubereiten. Dabei spielt die Reduktion auf das Wesentliche und ¬ein zielgruppenangepasstes Storytelling im Sinne des „Show, don´t tell“ eine zentrale Rolle. Christina Ackermann hat Illustration und Kommunikationsdesign studiert und als langjährige Führungskraft einer großen Content Marketing Agentur die Unternehmenskommunikation vieler namhafter Firmen visuell unterstützt. Sie ist Co-Autorin des „Real Book of Work“, das sie gemeinsam mit Christina Grubendorfer (Text) konzipiert und gestaltet hat. Es beschäftigt sich mit den aktuellen Mythen der Arbeitswelt und reflektiert diese auf Basis der Systemtheorie. Unter dem Label „Visual Strategies“ arbeitet Christina Ackermann als selbständige Beraterin.

Ep 181DDCAST 181 - Christoph Grünberger "Full Pro AI - Design"
Christoph Grünberger ist Designer und Typograph, der sein Skillset in den Bereichen Corporate-, Interactive- und Spatial-Design anwendet. Hier geht es ihm stets darum, die Grenzen der gegebenen Design- und Interaction-Theorie auszureizen. Diese Erkenntnisse gewinnt und kondensiert er bislang in zahlreichen Fach- Publikationen welche bei namhaften Verlegern erschienen sind. Darunter „Analog Algorithm“ welches als zeitgemässe Interpretation zur Neuauflage von Karl Gerst- ners „Designing Programmes“ 2019 bei Lars Müller, Zürich erschienen ist und zuletzt auch als Lizenzausgaben in japanischer und chinesischer Edition. Mit dem Nachfolgetitel „The Age of Data“ nutzte er die Zeit des Lockdowns während der Corona-Pandemie um 40 internationale Medienkünstler zu interviewen und ein Kompendium herauszugeben, welches eine Momentaufnahme der Kunst zwischen Post-Digital- und AI-Zeitalter wiedergibt. Als prägend bezeichnet Grünberger die während seines Studiums der Kunst- geschichte/Pädagogik erlangten Einblicke in die zeitlichen Zusammenhänge des gestalterischen Ausdrucks durch Prof. Oswald Miedl, der ihm auch anrat, seine Interessen im Studium des Kommunikationsdesigns weiter zu verfolgen. Auf verschiedenen nationalen und internationalen Konferenzen, Panels und Work- shops versucht Grünberger diese Entwicklung der computergestützten Gestal- tung voranzutreiben. 2022 moderierte er ein Panel auf der OFFF in Barcelona mit Refik Anadol und Flo Ortkrass (RANDOM INTERNATIONAL) in dieser Kombination hielt er im selben Jahr ein Interview mit Ian Anderson (The Designers Republik™). Für 2024 sind Panels geplant für Mouvo (Prag), Charlottesville Designweek (USA) und OFFF Mexiko). Bevor er bei Jung von Matt im Dezember 2022 als Principal Creative Art anfing, war Grünberger über 20 Jahre als freiberuflicher Art-Director bei Designagen- turen wie KMS-Team, BLACKSPACE, Mutabor oder R/GA tätig. 2005-2009 war er Partner von Stefan Gandl bei NEUBAU™ in Berlin. Hier entstanden Werke wie NeubauModul und NeubauISM, seinerzeit von Wim Crouwel eröffnet. Seit November 2023 leitet er als Head of Artificial Crafts die hauseigene AI-Unit welche sich neben der Anwendung neuer Prozesse auch auf das Identifizieren dieser spezialisiert und mit diesem Service die gesamte Jung von Matt Gruppe zu empowern.

Ep 180DDCAST 180 - Maria Möller "Sprechende Hände"
Maria Möller wurde 1994 in Frankfurt am Main geboren. Von 2014-2018 studierte sie Visuelle Kommunikation an der European School of Design in Frankfurt. 2018 absolvierte sie ein Praktikum bei Lars Müller Publishers in Zürich, wo sie erste Einblicke in die Verlagswelt erhielt. 2019 schloss sie sich mit ihrer Kommilitonin Laura Mohn zusammen, um aus Lauras Abschlussarbeit „talking hands - Daumenkinos für Gebärden“ ein Unternehmen zu gründen. Die Gründung von talking hands erfolgte 2020, nachdem das Konzept der Gebärden-Daumenkinos als Kommunikationsstütze in Kitas erfolgreich getestet wurde. 2021 waren Maria und Laura in der Höhle der Löwen zu sehen, wo sie talking hands vorstellten. Seitdem haben sie Kitas quer durch Deutschland von talking hands überzeugen können und erweitern ihr Sortiment um weitere inklusive Spiel- und Lernmaterialen, die von Kindern mit verschiedensten Voraussetzungen genutzt werden können.

Ep 179DDCAST 179 - Stefano Boeri "BioCity"
Stefano Boeri ist der Creative Explorer der munich creative business week 2024. Er wird als Keynote Speaker beim mcbw design summit am Montag, den 13. Mai 2024 im Munich Urban Colab sprechen. Die munich creative business week findet vom 11. – 19. Mai 2024 unter dem Jahresmotto „How to co-create with nature“ statt. Stefano Boeri, Architekt und Stadtplaner, ist Professor für Stadtplanung am Politecnico di Milano und leitet das Future City Lab an der Tongji-Universität in Shanghai, ein Post-Doc-Forschungsprogramm, das die Mutation planetarischer Metropolen aus der Perspektive der Biodiversität und der städtischen Forstwirtschaft vorwegnimmt. Er war Gastprofessor an mehreren internationalen Universitäten wie der Harvard University Graduate School of Design, der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, dem Berlage Institute in Rotterdam und der Akademie für Architektur in Mendrisio. Er ist Präsident des wissenschaftlichen Komitees von Forestami, dem städtischen Forstwirtschaftsprojekt im Großraum Mailand. Seit 2018 ist er Präsident der Triennale Milano. Als Architekt des 2014 in Mailand errichteten Bosco Verticale gehört Stefano Boeri zu den wichtigsten Protagonisten der Debatte über den Klimawandel im Bereich der internationalen Architektur. Im Jahr 2017 nimmt er am Programm Commonwealth Regenerative Development to Reverse Climate Change teil; er ist Ko-Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses des World Forum on Urban Forests (Mantua, 2018 - Washington, 2023) und stellt anlässlich des UN Climate Action Summit 2019 in New York das Projekt Great Green Wall of Cities /Green Urban Oases vor, das zusammen mit der FAO, C40 und anderen internationalen Forschungsinstituten realisiert wird. Im Jahr 2023 wird Stefano Boeri im Rahmen des internationalen Kongresses der European Respiratory Society mit dem ELF Award ausgezeichnet, eine Anerkennung der European Lung Foundation "für seine Arbeit zur Verbesserung der Luftqualität in städtischen Gebieten". Stefano Boeri ist bekannt für seine Forschungen und Visionen über die Zukunft der städtischen Verhältnisse in der Welt, was die Gestaltung von Regenerations- und Entwicklungsplänen für Metropolen und Großstädte betrifft, darunter São Paulo, Genf, Tirana, Cancun, Riad, Kairo und in Italien Mailand, Genua, Cagliari, Neapel, Padua, Taranto und viele andere. Seine Forschungsarbeiten wurden in internationalen Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Partner dieser Ausgabe ist die munich creative business week und deren Veranstalter bayern design. Website mcbw: https://www.mcbw.de Website bayern design GmbH: https://bayern-design.de

Ep 178DDCAST 178 - Marcel Teine "Digital Brand Telling"
Marcel Teine wurde 1968 in Neuwied am Rhein geboren. Seine berufliche Laufbahn startete er 1987 mit einer Ausbildung zum Siebdrucker. Anschließend widmete er sich dem Kommunikationsdesign-Studium in Mainz, das er von 1990 bis 1996 absolvierte und mit dem Diplom abschloss. In den Jahren 1992 bis 1996 arbeitete er als freier Mitarbeiter in Agenturen wie Ogilvy & Mather, Tassilo von Grolman Design und Wunderman in Frankfurt. 1997 gründete er nach Abschluss des Studiums mit Florian Heine und einem weiteren Partner die Agentur 3st kommunikation in Mainz. 3st gehört heute mit den Themenfeldern Digital Brandtelling und dem Schwerpunkt Reporting zu den darin führenden Agenturen in Deutschland. 2020 beteiligte sich die F.A.Z.-Gruppe mehrheitlich an 3st. In den Jahren 2017 bis 2021 unterrichtete Marcel Teine als Dozent und Vertretungsprofessor an der University of Applied Science in Mainz die Fächer Designmanagement und Corporate Identity / Corporate Design. Marcel Teine ist Mitglied im Deutschen Design Club und im Type Directors Club of New York.

Ep 177DDCAST 177 - Miriam Horn-Klimmek "Ungerechte Design-Awards"
Für Miriam Horn-Klimmek kann Design viel mehr als nur schön sein. Gerade Kommunikationsdesign kann Werte vermitteln, Regeln hinterfragen oder neu definieren, Empathie wecken oder Situationen erklären. Mit FORMLOS Berlin (formlos-berlin.de) hat sie gemeinsam mit Lukas Kerecz ein Team aufgebaut, das NGOs und Unternehmen strategisch dabei begleitet, genau das zu sagen, wofür sie wirklich stehen und zu verdeutlichen, was sie brauchen und wollen. Als Leiterin des Rats für Geschlechtergerechtigkeit des Deut¬schen Designtags hat sie 2020 die Wettbewerbe der Designbranche unter die Lupe genommen: Wie geschlechtergerecht sind die Jurys besetzt? Da ist noch Luft nach oben: 563 Frauen und 1322 Männer wurden 2020/21 gezählt. Daraus ist ein laufendes Projekt entstanden, das regelmäßig überprüft, ob sich die Jurys im Laufe der Jahre besser verteilen. Zuletzt geschah dies 2023 beim COUNTATHON gemeinsam mit den Women of DDC in Frankfurt am Main. Für die Ergebnisse hat sie zusammen mit ihrem Team bei FORMLOS Berlin eine Website entwickelt, die die Ergebnisse dokumentiert, aber auch interaktiv filterbar macht. So ist es auch möglich, die Verteilung nach Designbereichen zu überprüfen. Miriam hat gemeinsam mit einem Team einen Blog im Berufsverband für Kommunikationsdesign (BDG.de) ins Leben gerufen. In diesem Blog werden verschiedene Perspektiven zum Thema Verantwortung im Design präsentiert. Sie agiert als Referentin für Verantwortung im Design in ihrem Berufsverband und hat darüber hinaus im Dachverband Deutscher Designtag die Verantwortung für die Recherche zur Frage "Wie gendern wir" übernommen. Über diese Recherche und die Entwicklung der eigenen Stellung zum Thema hat sie einen Artikel verfasst, den man auf dem genannten Blog nachlesen kann (https://perspektiven.bdg.de/).

Ep 176DDCAST 176 - Ruedi Baur "La scuola di non sapere / Schule des Nichtwissens"
Ruedi Baur, Designer, Frankreich und Schweiz, geboren 1956 in Paris. Ausbildung als Grafikdesigner bei Michael Baviera und an der Hochschule der Künste (ZHdK) Zürich. 1984 gründete er das Atelier Baur, Baviera, Vetter Lyon / Milano / Zürich, und 1989 in Paris, das transdisziplinäre Design Netzwerk Integral Concept. Bis 2023 leitete er die interdisziplinäre Design Studios Integral Ruedi Baur später Integral Designers in Paris oder Zürich. In 2011 gründet er mit Vera Baur das Institut Civic City, und 2019 das Design-Laboratorium Ruedi & Vera Baur, dix-milliards-humains. Baurs wissenschaftliche Expertise manifestiert sich in seiner breiten internationalen Lehr-, Vortrags- und Forschungspraxis seit 1987. Neben einer Professur für Grafikdesign war er von 1995 bis 2004 Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Anschließend gründete und leitete er das Forschungsinstitut design2context an der Zürcher Hochschule der Künste, das er 2012 in das Institut für kritische Designforschung Civic City in Genf und Paris umwandelte. Seit 2013 ist er Professor in der Abteilung für Grafikdesign an der École des Arts Décoratifs, Paris und der Hochschule für Kunst und Design, Genf (Head). Im Jahr 2000 erhielt er den Dr. h.c. der Universität Laval in Quebec sowie von der Universität Sheng Jang. In 2016 wurde ihm der Dr.-Titel von der Universität Strasburg verliehen. Seine Lehre und Forschung, sein Schreiben sowie viele Projekte, die er mit seinen Teams entwickelt, zeigen seinen disziplinenübergreifenden Ansatz, seine Sensibilität für den Raum als Zeichen, sein Engagement für ein sozialeres Design im Dienste des öffentlichen Raums. Er steht für ein Design, das auf dem Kontext reagiert, ein Design der Relationen. Sein Ansatz verbindet Fragen der Orientierung, der Bildsprache, mit Fragen der Identität von Orten und Institutionen, urbaner Inszenierung und schließlich bürgerlicher Information. Durch die Verknüpfung der funktionalen Dimension mit dem Sinnlichen gelingt es Ruedi Baur, komplexen Infrastrukturen wie Flughäfen, Universitäten oder Krankenhäusern symbolische und kontextuelle Dimensionen zu verleihen. Einige Lebensstufen und frühen Projekte in Deutschland: 1987, Preisträger der Kieler Woche.1988 organisiert in seiner Galerie in Lyon-Villeurbanne eine Ausstellung unter dem Titel „Deutsch Design – Dieter Rams, Anton Stankowski, Otl Aicher". 1991wurde eine Ausstellung der Arbeiten von Ruedi Baur und Pippo Lionni am Institut für neue Technische Form in Darmstadt präsentiert. 1993 Gastprofessor der Klasse Corporate Design der Hochschule für Gestaltung Offenbach. 1994, graphische Installation in der Kunsthalle Schirn im Rahmen des Festivals „Design Horizonte. 1995 Professur für Systemdesign an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er leitete bis 2004 die Klasse für Systemdesign und fungierte von 1999-2002 als Rektor der HGB. 1995 wurde seine Arbeit im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg unter dem Titel „Meine Augen schmerzen“ präsentiert. 1996, Erscheinungsbild der Institut Français in Deutschland. – Szenographie der Ausstellungen „Zeit und Ewigkeit“, „Längster Schnitt“, „1x100“ „Sächsische Nacht“ im Archäologischen Museum Dresden. Szenographie und Erscheinungsbild des Museums Kalkriese. 2000 berät und gestaltet er an der Zollverein School of Management und Design. 2002 gewinnt den Wettbewerb für das Erscheinungsbild des Flughafens Köln-Bonn.

Ep 175DDCAST 175 - Georg Christof Bertsch / Rainer Gehrisch "Blick zurück nach vorn"
Ein Gespräch zwischen dem Chefredakteur Georg Christof Bertsch und dem Produzenten Rainer Gehrisch über den DDCAST, seine Gäste, Themen und Highlights und darüber was die Hörer im kommenden Jahr erwartet.

Ep 174DDCAST 174 - Jan Schwochow / Tim S. Weiffenbach "Hat sich’s ausgezeichnet?"
Jan Schwochow Jan ist Unternehmer, Journalist und Kreativer zugleich. Er blickt auf rund 30 Jahre Erfahrung als Infografiker, Designer und Journalist zurück. Schon während seines Design-Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg lernte er sein journalistisches Handwerk beim Magazin Stern im Hause Gruner und Jahr in Hamburg. Zuletzt war er dort als Ressortleiter und Artdirector der Infografik-Abteilung angestellt. 2004 wechselte Jan von der Elbe an die Spree, um dort in Berlin bei der Agentur KircherBurkhardt eine Infografik-Unit aufzubauen, die er dann über zwei Jahre lang leitete. 2007 machte er sich selbstständig und gründete das Büro Golden Section Graphics, welches im Zeitraum von zehn Jahren zu einer der größten Infografik-Agenturen der Welt anwuchs: 2017 wurde die Agentur in die Infographics Group umbenannt und hatte bis zu 50 Mitarbeiter. Nachdem Jan bereits 2019 die Führung abgegeben hatte, wurde die Firma 2020 neu ausgerichtet und in Sapera umbenannt. Im Sommer 2020 verließ Jan die von ihm gegründete Agentur, um sich wieder intensiver dem Thema Visual Storytelling und Datenvisualisierung widmen zu können. Er arbeitet derzeit als Publizist und Journalist, gibt Workshops und hält Vorträge. Von März 2021 bis Februar 2022 war Jan für zwei Semester stellvertretender Professor an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Design. Seit Frühjahr 2022 ist er Mitgründer und kreativer Kopf des StartUps Scrollytelling GmbH. Von Jan Schwochow empfohlene Links: https://www.instagram.com/janschwochow/ https://www.schwochow.de/about/ https://www.schwochow.de/ https://schwochow.shop/ https://www.penguin.de/Buch/Die-Welt-verstehen-mit-264-Infografiken/Jan-Schwochow/Prestel/e575274.rhd https://www.ullstein.de/werke/wirtschaft-verstehen-mit-infografiken/hardcover/9783430202107 Tim S. Weiffenbach Tim hört gerne abseitige Musik, sammelt Comics, Designer Toys, Hawaii-Hemden und unnützes Wissen (sagt die Familie) und geht länger spazieren als der Hund (was am Hund liegt). Er ist diplomierter Kommunikationsdesigner, spezialisiert auf Illustration und Graphic Recording. Sein persönlicher Antrieb ist der Wunsch „Teil von etwas zu sein, das größer ist als ich selbst“. Dieser Antrieb führt dann vermutlich zu nachfolgenden Ergebnissen: Er ist Gründungsmitglied und war von 2004 bis 2014 Vorsitzender der Illustratoren Organisation e.V. Zudem ist er Ehrenmitglied der Society of Illustrators New York (USA) und der Illustratoren Organisation e.V. In 2023 übernahm Tim Weiffenbach die Professur für Illustration und Animation im Fachbereich Business, Design und Technologie an der Macromedia Hochschule Frankfurt. Er erhielt diverse internationale Auszeichnungen, so z.B. Illustratoren Organisation (DEU - Gold 2004), 3x3 Magazine for Illustration (USA - Merit Award 2014), Joseph-Binder-Award (AUT - Bronze 2014, Gold 2022) Creative Quarterly (USA - Gold & RunnerUp 2022, Gold 2023), des Art Directors Club (DEU - Auszeichnung 2023) und des Lisbon Ad Award (POR - Bronze 2023). Er war u.A. Jurymitglied bei der Illustrations-Anthologie Freistil 2 - Best of commercial Illustration, beim Joseph Binder Awards designaustria, dem „Rüsselsheimer Illustrationspreis“, dem World Illustration Awards im Bereich „Research and Knowledge Communication“. Er zeigte seine Arbeiten in internationalen Ausstellungen u.A. „160 Jahre Struwwelpeter“ – Forum am Deutschen Museum, München (DEU), „Metamorphose“ – Pictoplasma Character Walk - Galerie Boehm, Berlin (DEU) 2008: „Football Heroes see Red!“ (AUT/CHE), 2009: „Wäscher - Pionier der Comics (Hommage)“ – Forum am Deutschen Museum, München (DEU), 2021: „Illustrade 4 - Festival für Illustration“ – Kunstverein zu Rostock e.V., Rostock (DEU), 2023: „JBA Exhibition“ – WEI SRAUM. Designforum Tirol, Innsbruck (AUT), RED CARPET Austria, Linz (AUT). Er hat Texte und Arbeiten beigesteuert zu Publikationen wie „SelbstHändig“, Prof. Florian Bayer, Stiebner Verlag (2008) und „Illustration: 100 Wege einen Vogel zu malen

Ep 173DDCAST 173 - Alfredo Häberli "Human / Humble / Honest / Heart / Humor"
Human / Humble / Honest / Heart / Humor Alfredo Häberli 4.12.11.23 Alfredo Häberli, 1964, ist Industriedesigner mit eigenem, 1991 gegründetem, Studio im Zürcher Seefeld: «Alfredo Häberli Design Development». Dort entwickelt er unter anderem für Firmen wie Iittala ikonische Designentwürfe. Er ist vor allem dafür bekannt, dass er Alltagsgegenstände gestaltet. Sein Credo: „Beobachten ist die schönste Form des Denkens.“ Er hat ein offenes Auge für das Schöne sowie Verwunderliche dieser Welt, offeriert neue Denkweisen und Blickwinkel und ist sich bewusst, dass man für die Poesie genauso Sinnlichkeit braucht als auch Disziplin. Seine Entwürfe wurden in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa gezeigt und er hat im Laufe der Jahre viele Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten. Mit seinen Werken schafft Alfredo Häberli Räume und Objekte, die unsere besonderen, zeitgenössischen Lebensbedingungen verkörpern. Der in Buenos Aires geborene und in Zürich verankerte Designer beschreibt sich selbst als eine Mischung aus Schweizer Präzision und lateinamerikanischer Emotionalität. Instinktiv und vielseitig bewegt er sich vom Kleinen zum Großen, von der Architektur zur Szenografie, stets mit großer Sicherheit für die Poesie eines Entwurfs und mit einer geradezu unerbittlichen Konzentration auf das Detail. Buchempfehlungen von Alfredo Häberli LICHTENSTEIN, Claude & HÄBERLI, Alfredo: Die Luft sichtbar Machen. Ein visuelles Lesebuch zu Bruno Munari. Zürich (1995): Verlag Lars Müller TANIZAKI, Jun’ichirō: Lob des Schattens. Zürich (1988): Manesse Verlag ALEXANDER, Christopher & ISHIKAWA, Sara & SILVERSTEIN Murray: A Pattern Language. New York (1977): Oxford University Press TARUFFI, Piero: Stil und Technik des Rennfahrens. Erfahrungen eines Meisters im Rennsport. Stuttgart (1964): Mororbuch-Verlag STEINBERG, Saul: All in line. London (1954): Penguin Books

Ep 172DDCAST 172 - Thilo Schwer & Georg-Christof Bertsch "DESIGNLESEN – Bücher von Bedeutung 02"
Prof. Dr. Thilo Schwer Thilo Schwer ist Produktgestalter und Designwissenschaftler. Er studierte 1993–2001 an der Schule für Gestaltung in Basel und der HfG Offenbach. 2002 erfolgte mit Sybille Fleckenstein und Jens Pohlmann die Gründung des Designstudios speziell® in Offenbach, das für bekannte Unternehmen im Konsumgüterbereich tätig ist. Ab 2006 widmet sich Thilo Schwer designwissenschaftlichen Themen. Seine Promotion 2014 an der Folkwang Universität in Essen trug den Titel „Produktsprachen: Design zwischen Unikat und Industrieprodukt“. Seit 2011 lehrt er Designgeschichte, Designtheorie, Designmethodologie und Theorien der Produktsprache. Seit 2019 ist Thilo Schwer Professor für Designgeschichte und -theorie, ab 2021 Leiter des Instituts für Kunst- und Designwissenschaft an der Hochschule der bildenden Künste in Essen (HBK Essen). Thilo Schwer ist Gründungsmitglied von design inclusion e.V. und Vorstand der Gesellschaft für Designgeschichte e.V. (GfDg). Links und Literaturempfehlungen zu Prof. Dr. Thilo Schwer Thilo Schwer Produkt Interaktion Kontext Blog Designstudio Speziell Designstudio Speziell bei Instagram Hochschule der Bildenden Künste Essen Gesellschaft für Designgeschichte designinclusion e.v. Georg-Christof Bertsch Georg ist Marken- und Kommunikations-Stratege, Veranstalter von Konferenzen, Advisor, systemisch arbeitender Coach. Er liest und spricht neben Deutsch fließend Englisch, Französisch und Spanisch. Er ist DDCAST Podcast-Host und Konferenz-Speaker mit Netzwerken in Europa, Asien und den USA. Zusammen mit seiner Frau Annette ist er Gründer von BERTSCH.Brand Consultants. Die beiden werden von ihren Kunden besonders dann gerufen, wenn Markenfragen ganz besonders komplex, verworren oder gar völlig verfahren erscheinen. Sie mögen Komplexität und Ambiguität. Das Ziel der Beratung sind stets einvernehmliche, gut funktionierende Kommunikationsstrukturen. 2018 wurde er in den fünfköpfigen Beirat des Deutschen Designer Club e. V. gewählt, 2021 und 2023 wiedergewählt. Seit 2019 Mitglied und reger Autor im Arbeitskreis Digitaldesign der BitKom, des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikations-Branche. Seit 2020 Host des DDCAST. Mehr zum DDCAST, zum Hintergrund und zum gesamten Team: https://www.ddc.de/de/magazin/ddcast.php Links zu Informationen über und Publikationen von Georg-Christof Bertsch Corporate Website von BERTSCH.Brand Consultants https://bertschbrandconsultants.de/home.html Wikipedia Georg-Christof Bertsch https://en.wikipedia.org/wiki/Georg-Christof_Bertsch

Ep 171DDCAST 171 - Gerda Breuer "Die Designhistorikerin"
Gerda Breuer hat ein Doppelstudium an der RWTH Aachen absolviert, das Fach Soziologie mit dem Magister Atrium abgeschlossen und das Fach Kunstgeschichte mit dem Dr. phil. Gestützt durch ein dreijähriges Promotionsstipendium war sie 1 1/2 Jahre in den USA und ein Jahr in Amsterdam. Ihre Museumslaufbahn begann mit einer dreijährigen Vorbereitung und Konzeption der Ausstellung „Der westdeutsche Impuls“, die 1984 in sechs NRW-Städten durchgeführt wurde. Ihr Part war der Vergleich eines Jugendstil-Museums mit dem Werkbundmuseum „Deutsches Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“, gegr. 1909. Anschließend konzipierte sie eine Ausstellung über den Architekten und Designer J.L.M. Lauweriks. Die Museumlaufbahn wurde unterbrochen durch ein zweijähriges Forschungsprojekt der VW-Stiftung über Epochenkonstitution im 19. Jahrhundert an der Universität Bielefeld. Es folgte ein langjähriges Direktorat an den Rheinischen Industriemuseen, u.a. als kommissarische Leiterin von sechs Standorten und Direktorin des Museums Cromford. Sie war dann sieben Jahre lang stellvertretende Direktorin am Museum Mathildenhöhe in Darmstadt sowie Leiterin des Hauses Deiters und führte ein eigenes Ausstellungsprogramm in den Ateliers der ehemaligen Künstlerkolonie durch. Sie übernahm mehrere Gastdozenturen, u.a. in Ann Arbor, USA, und Leiden, Niederlande. 1995 wurde sie als Professorin für Kunst- und Designgeschichte an die Universität Wuppertal berufen und betreute 20 Jahre lang Studierende im Industrial Design und Kommunikationsdesign. Mit dem Lehrstuhl war eine Designsammlung verbunden und Ausstellungsräume. Dort wurden Ausstellungen und Symposien veranstaltet, alle verbunden mit umfassenden Publikationen. Parallel war sie Vorsitzende der Henry van de Velde-Stiftung in Hagen mit einem eigenen Symposiums-Programm und entsprechenden Publikationen. Von 2005 bis 2012 war sie Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates am Bauhaus Dessau und anschließend erhielt sie ein Fellowship der dortigen Stiftung. Sie war für kurze Zeit Mitglied des International Academic Committee, Bauhaus Institute, China Academy, Hangzhou, China Seit März 2014 ist sie pensioniert, hält zahlreiche Vorträge, war Mitglied des wissenschaftlichen Beirates „Bauhaus NRW“ zum 100jährigen Jubiläum der Bauhausgründung, veröffentlicht einschlägige Aufsätze und hat zuletzt das Buch „HerStories in Graphic Design. Dialoge, Kontinuitäten, Selbstermächtigungen. Grafikdesignerinnen 1880 bis heute / Dialogue, continuity, self-empowerment. Women graphic designers from 1880 until today“ herausgegeben.

Ep 170DDCAST 170 – Elisabeth Budde / Matthias Wagner K „World Design Capital 2026. Wer, wie, was?“
Elisabeth Budde, Diplom Designerin, geb. 1959 in Bremen, studierte Anfang der 80er Jahre in Kiel Kommunikationsdesign und startete ihre berufliche Laufbahn bei der Rosenthal AG in Selb. Von dort zog sie die Position der stellv. Fachliche Leiterin beim Rat für Formgebung nach Frankfurt am Main. Danach wechselte sie zur Messe Frankfurt, wo sie für Sonderschauen zahlreicher Messen verantwortlich war. 1991 folgte die Selbstständigkeit. Bis heute ist sie geschäftsführende Gesellschafterin der Transparent Design Management GmbH und bietet mit ihrem Team Konzeption und Management in der Unternehmenskommunikation an. Diverse Vorträge im In- und Ausland, Jury-Tätigkeiten sowie zahlreiche ehrenamtliche Aktivitäten gehören selbstverständlich berufsbegleitend bei ihr dazu. Gut 30 Jahre ist sie Mitglied im dwb hessen und bald 25 Jahre im Deutschen Designer Club. Seit 2017 war sie wesentlich an der Entstehung der Initiative zur Bewerbung von Frankfurt Rhein-Main als World Design Capital beteiligt, die von der Werkbundakademie Darmstadt ausging. Über vier Jahre war sie für die Initiative im Projekt-Management ehrenamtlich als Director FRM des DDC aktiv. Diese konnte einen Beschluss zur Bewerbung um den Titel bei Stadt und Region erreichen. Mit dem darauf folgenden offiziellen Bewerbungs-Prozess von Stadt Frankfurt und Land Hessen ab 2021 unter Leitung von Prof. Wagner K entstand gemäß seinem Thema „Design for Democracy“ regelrecht eine Bewegung. Auch der DDC hat dafür mehrere Projekte realisiert, für die sich u.a. Elisabeth Budde weiterhin aktiv eingesetzt hat. Im Oktober 2023 dann die gute Nachricht: Frankfurt Rhein-Main gewann den Titel „World Design Capital 2026“. Prof. Matthias Wagner K leitet die Bewerbung Frankfurt RheinMain World Design Capital 2026. Hierfür entwickelte er den Claim „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“. Er ist Ausstellungsmacher, Biennale-Leiter, Kurator, Autor und seit 2012 Direktor des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Binnen nur eines Jahres positionierte er das Museum mit einem gänzlich überarbeiteten Ausstellungs- und Partizipationskonzept neu. Mit seinen wechselnden thematischen Ausstellungen richtet es seither den Fokus auf die Wahrnehmung gesellschaftlicher Strömungen und Entwicklungen. Das Museum versteht es sich als ein Ort für sinnliche Denk- und Erfahrungsräume, für Gespräche und kritische Diskurse. Es zählt mittlerweile zu den international angesehensten und profiliertesten Museen seiner Art. Matthias Wagner K bekleidet zudem seit 2018 eine ehrenamtliche Honorarprofessur für Design Curating and Criticism an der HfG Offenbach, ist einer der drei Intendant*innen für Theater der Welt 2023 Frankfurt / Offenbach. Er ist Mitglied im Kuratorium der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Stiftung Urban Future Forum e.V.

Ep 169DDCAST 169 - Jessica Rademacher "Am Herz des Roboters"
Jessica Rademacher ist Teamleiterin im Bereich UX in der Sofwareentwicklung der KUKA Deutschland GmbH in Augsburg. Nachdem sie an der Hochschule Augsburg 2007 ihr Diplomstudium in Elektrotechnik abgeschlossen hat, ging es für sie direkt weiter zur KUKA als Trainerin für Robotik. In dieser Zeit brachte sie tausenden von Menschen Roboter zu programmieren, Fehler im Schaltschrank zu finden und Feldbusse zum Laufen zu bringen. Dabei fand sie noch genug Motivation, um parallel zur Lehrtätigkeit auch noch das passende Master of Arts Studium in Erwachsenenbildung an der TU Kaiserslautern zu absolvieren. Nach ein paar Jahren entschied sie sich jedoch, ihre gesammelten Fähigkeiten und Kenntnisse rund um Roboter in der Vorentwicklungsabteilung als Machbarkeitsingenieurin für den damals neuen Leichtbauroboter einzubringen. Von dort aus ging es dann als Product Owner (Rollenbezeichnung bei agilen Prozessen) für Frontend Entwicklungsteams in die Serienentwicklung. Ab da hatte sie die Möglichkeit Ihr als Trainerin erworbenes Wissen über die Technik und die Anwendenden, deren Sorgen und Wünsche zu kombinieren und direkt in die Entwicklung einfließen zu lassen, um die Komplexität eines Roboters für die Nutzenden besser beherrschbar zumachen. Nach einer Weiterbildung zum UX Consultant war sie die erste UXlerin der KUKA und fühlt sie sich angekommen, denn mit und für Menschen in Kombination mit Technik zu arbeiten begeistert sie am meisten. Ihr Steckenpferd sind alle hardwarenahen Workflows, bei denen es darum geht, über die Software direkt an der Robotermechanik - quasi dem schlagenden Herzen des Systems - zu arbeiten. Das gibt ihr die Möglichkeit über alle Teamgrenzen hinweg mit Frontend-, Backend- und MechatronikentwicklerInnen, Product Ownern, ProduktmanagerInnen, Customer Support und natürlich den Nutzenden zusammen zu arbeiten. Zusätzlich engagiert sie sich im Frauennetzwerk, Mentorenprogrammen und Kinder-/ Jugendveranstaltungen, um diesen und vor allem Mädchen zu zeigen, dass Technik nicht nur toll sein und Spaß machen, sondern man damit auch die Welt von morgen verändern kann. Links und Lesetipps von Jessica Rademacher Homepage von Jessica Radmachers Firma www.kuka.com Design Thinking-Prozess - Design Thinking - Hasso-Plattner-Institut (hpi.de) Kleiner Einblick in den Design Thinking Prozess https://hpi.de/school-of-design-thinking/design-thinking/hintergrund/design-thinking-prozess.html UX Collective (uxdesign.cc) Interessante Artikel zum Thema User Experiece https://uxdesign.cc/?gi=6fcdb2a5d2ee NORMAN, Don (2013): The Design of Everyday Things Der Klassiker, wenn es um Produktdesign geht KEBEKUS, Carolin (2021): Es kann nur eine geben Unterhaltung und Feminismus wunderbar vereint

Ep 168DDCAST 168 - Stefan Sagmeister "HEUTE IST BESSER"
Stefan Sagmeister hat für so unterschiedliche Kunden wie die Rolling Stones, HBO und das Guggenheim Museum entworfen. Er ist zweifacher Grammy-Gewinner und hat praktisch jeden wichtigen internationalen Designpreis gewonnen. Stefan spricht über die großen Themen unseres Lebens wie Glück oder Schönheit, wie sie mit Design zusammenhängen und was das eigentlich für unseren Alltag bedeutet. Er hat fünfmal auf der offiziellen TED-Konferenz gesprochen und gehört damit zu den drei am häufigsten eingeladenen TED-Rednern. Seine Bücher verkaufen sich zu Hunderttausenden, und seine Ausstellungen wurden in Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Seine Ausstellung "The Happy Show" zog weltweit weit über eine halbe Million Besucher an und wurde zur meistbesuchten Grafikdesign-Show der Geschichte. Der gebürtige Österreicher erwarb seinen MFA an der Universität für angewandte Kunst in Wien und, als Fulbright-Stipendiat, einen Master am Pratt Institute in New York.

Ep 167DDCAST 167 - Florian Jöckel "Tour de Massif Central"
An dieser Stelle keine nüchterne Biografie – denn Florian Jöckel sagt, dass er noch nie eine geschrieben habe – sondern die Impression unseres Hosts und Chefredakteurs Georg-Christof Bertsch: "Designerbrille, kunstvoll verwuschelte Löwenmähne. Tattoos (vermutlich) überall. Basecap. Florian Jöckel ist eine Marke. Ein bisschen Rick Rubin. Ein bisschen ZZ Top. Ein bisschen Jonathan Meese. Das ergibt: 100% Florian Jöckel. Er bildet als Person die Brücke zwischen Frankreich und Deutschland. Französische Mutter, deutscher Vater. Am Bodensee aufgewachsen. Fahrrad-Narr. Tour de France-Addict. Workaholic mit mediterranem Flair. Pragmatiker mit ganz eigenen Zielen. In einem Kaff aufgewachsen, wusste er früh: „Wenn Du einen Klub haben willst, dann musst Du ihn eben selbst machen.“ Den hat er nun in Frankfurt am Main, in einer ehemaligen Bank, mitten im Zentrum. Beste Lage. Hier hat er sein bereits zweites Massif Central eröffnet. Das im Radsport legendäre französische Mittelgebirge dient ihm als Anregung, groß zu denken, aber auch echt zu schwitzen – um hoch zu kommen. Wie verlief dieser Anstieg? Nach Abitur und kaufmännischer Lehre bei Tickets per Post – Kartenverkauf „for the big shows", waren die Themen 1. Rock'n'Roll, 2. Business, 3. "You got to fight for your right to party" (Beastie Boys). Als Radsport-Freaks sprühte seine Clique Guily76 Straßengraffiti auf großen Rennstrecken. Dann wurde er Tourleiter für Bands. So kam er von Köln nach Frankfurt, wo er mit Ralf Scheffler eine Konzertagentur gründete (u.a. Ryūichi Sakamoto und Shantel). Zack. Die klassische Midlife-Crisis ... was ganz anderes machen. Ein Radfahrercafé mit angeschlossener Werkstatt, wie ein Etappen-Stopp der Tour de France. Das war das erste Massif Central – als Zwischennutzung in einer alten Druckerei. Aber hey, das ist Frankfurt: Also musste der nächste coole Ort eine BANK sein – die historisch höchst bedeutsame und denkmalgeschützte Bethmann-Bank. Diesen prominenten 8000m2-Leerstand zu etwas komplett anderem umzubauen, das war die Berg-Etappe, die er mit zahlreichen Kollegen in Angriff nahm. Nun hat sich bereits eins der einflussreichsten Architekturbüros, UN Studios aus Amsterdam, einmietet. Hier gibt es Concept Stores und Flipper Lounges. Hier kochen Dimi und Lorenz wunderbare Leckereien. Hier ist Rock'n'Roll. Und hier gibt es Fahrräder. Also einen krassen Gipfel erklommen, Flo."

Ep 166DDCAST 166 - DDC Vorstand "180 wertschaffende Ideen, 40 ausgezeichnete Projekte 12 Gewinner*innen – WIG 2023"
Brauchen wir heute wirklich noch einen Designwettbewerb? Der DDC hat sich diese radikale Frage gestellt und auf die Suche nach neuen Antworten gemacht. Wie lässt sich gutes Design heute noch bewerten? Welche Bewertungskategorien spielen hierbei eine Rolle und wie muss ein Juryprozess verfasst sein, um die gesuchten neuen Antworten zu finden? Wir stellten uns gemeinsam die Frage, wie Designer*innen wertschätzende Kommunikation entwickeln, wertschöpfende Dinge entwerfen und wertebasierte Räume des gemeinsamen Zusammenlebens entwerfen und so aktiv an einer besseren Zukunft mitarbeiten. Das ist WAS IST GUT – der Designwettbewerb des DDC. Zugleich ist dieser Wettbewerb selbst Innovation im Prozess. Hier werden nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zur Jury – partizipativ, demokratisch und diskursiv; sondern der Prozess entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und wir als DDC machen uns gemeinsam auf die Reise, dieses neue Designverständnis in die Wirtschaft, die Politik und die Welt hinaus zu tragen. WAS IST GUT 2023 wurde von dem DDC- Vorstand konzipiert, organisiert und begleitet: Simon Daubermann ist mit eigenem Büro von Mannheim aus in der visuellen Gestaltung tätig. Felix Kosok ist neben seiner praktischen Tätigkeit Professor für Grafikdesign und Designtheorie an der German International University Berlin. Claudia S. Friedrich ist Partnerin und Geschäftsführerin bei zweigrad Industrial Design in Hamburg. Und der vierte im Bunde ist Robin Auer und als Design Lead bei IBM sowie als Dozent für Designstrategie tätig. Moderiert von Martina Metzner, Designjournalistin und Redakteurin des DDC.

Ep 165DDCAST 165 - Metin Seyrek & Markus Mögel "Über einen barrierefreien Design-Prozess"
Metin Seyrek ist Teil der vierköpfigen Führungsspitze der Markenagentur BECC Agency mit Sitz in München Schwabing. Als Mitinhaber leitet und gestaltet er zusammen mit Leif Geuder, Sabine Kraus und Katharina Kraus die Geschäfte und führt ein Team aus 50 Mitarbeitenden. Der diplomierte „Produkt- und Kommunikationsdesigner“, der an der Kingston Universität London sowie an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd studierte, entwickelte sich im Laufe seiner über 20-jährigen Berufserfahrung zum Markenexperten. Im Kern seiner vielfältigen Tätigkeiten für international aufgestellte Konzerne, Unternehmen und Organisationen unterschiedlichster Branchen – von Automotive, über Logistik und erneuerbare Energien, bis hin zu inklusiven Sportveranstaltungen – steht vor allem die Konzeption von Markenstrategien und -identitäten sowie deren Übersetzung in greifbare Markenkontaktpunkte. Dabei stellt Metin stets den Menschen in den Mittelpunkt, nicht nur beim Erschaffen von Markenerlebnissen, bei denen es heutzutage mehr denn je um Beteiligung, statt nur um den Blick aus der Zuschauerperspektive geht, sondern auch im eigenen Unternehmen. Engagement ist für ihn mehr als nur ein Wert für die Erfolgsmessung der Wirksamkeit von Strategien, es ist der Treibstoff von Transformationsprozessen jeglicher Art, auch in den eigenen vier Wänden. Mit seiner Mannschaft bei der BECC Agency gewann er von 2012 bis 2022 für verschiedene Projekte den Red Dot Award und wurde mehrfach mit dem German Design Award sowie dem IF Communication Design Award ausgezeichnet. Die Entwicklung des Brand Designs der Special Olympics World Games in Berlin in diesem Jahr, zählt zu den absoluten Herzensprojekten von Metin Seyrek, für das die BECCs in einem inklusiven Designprozess zusammen mit den Athlet*innen völlig neue Wege gegangen sind. „Eine Marke unvergesslich werden lassen und tiefe Bindungen zu ihr aufzubauen“, keinen geringeren Anspruch hat Markus Mögel an seine Arbeit als Kreativdirektor. Seit über 12 Jahren schafft er mit seiner Leidenschaft für die perfekte Verschmelzung aus herausragendem Design, neuester Technologie und menschlicher Emotion, zusammen mit seinem Team, innovative Lösungen für ganzheitliche Markenerlebnisse der Kunden der BECC Agency. Das Fundament für seine Karriere in der Kreativbranche legte er zunächst durch das Studium von „Design und angewandter Kunst“ an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart, bevor er an die Hochschule für Design in Schwäbisch Gmünd wechselte, um mit dem Diplom zum „Kommunikationsdesigner“ abzuschließen. Mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung auf Agentur- und Unternehmensseite für Brands aus den unterschiedlichsten Branchen, kreiert Markus durch die Entwicklung digitaler und analoger Exponate, medialer Bespielkonzepte sowie Pre-, Post- und Live-Kommunikation, eindrucksvolle und wirksame Interaktionen zwischen Mensch und Marke.

Ep 164DDCAST 164 - Sunny Dolat "Decolonizing Design!"
Sunny Dolat ist weltweit tätiger Kulturproduzent, Kreativdirektor und Modekurator. Er ist Mitbegründer des Nest Collective. The Nest begann 2012 als Treffpunkt für junge Kreative in Nairobi, die sich für die Überschneidungen zwischen Poesie, Feminismus und Queer Theory, Design, Film und Technologie interessieren. Seitdem entwickelte sich The Nest zu einem internationalen Akteur im Gestaltungsfeld. Sunny Dolat fördert aktiv Kunst und Kultur in seinem Heimatland Kenia. Er setzt sich mit sozialen, politischen und historischen Themen auseinander und beschäftigt sich in seiner Arbeit insbesondere mit dem Platz Afrikas in globalen und kulturellen Debatten und Dialogen. Dolat hatte in verschiedenen Funktionen in der Kreativ- und Kulturindustrie in Ostafrika inne und ist in zahlreichen Beratungsgremien aktiv. Er leitete den Textil- und Bekleidungssektor in Kenia für das SheTrades in the Commonwealth-Programm. Er ist als Strategiemanager beim HEVA Fund tätig, Afrikas erstem Unternehmensfonds seiner Art für die Krativindustrie. Dolats jüngste Errungenschaft war seine Mitarbeit im Kuratorenteam, das die Ausstellung Africa Fashion im Victoria and Albert Museum in London zusammengestellt hat. Mit dem Nest Collective präsentierte er eine Installation auf der documenta 15. Derzeit lebt er in Nairobi, Kenia.

Ep 163DDCAST 163 - Annabelle von Reutern "Bestand hat keine Lobby"
Annabelle von Reutern ist Architektin und bei dem Unternehmen Concular GmBH, das sich mit zirkulären Immobilien beschäftigt, für das Business Development zuständig. Sie hat nach Ihrem Studium an der RWTH Aachen und der TU Berlin mehrere Jahre in Kölner Architekturbüros gearbeitet und ist Mitglied bei Architects for Future sowie Vorständin im Verband für Bauen im Bestand. "Ohne Bauwende wird es keine Klimawende geben. Das zirkuläre Bauen und der Einsatz von vorhandenen Ressourcen aus bestehenden Objekten wird die Branche dorthin bringen. Die Frage ist nicht ob die Form der Verfügbarkeit folgen muss, sondern wie schnell wir dieses Entwurfsprinzip umsetzen." Link zu Annabelle von Reuterns Firm Concular https://concular.de/ Literaturempfehlungen von Annabelle von Reutern GÖPEL, Maja und VON REDECKER, Eva (2022): Schöpfen und Erschöpfen. Berlin: Matthes & Seitz BREGMAN, Rutger (2021): Im Grunde gut. Reinbek: Rowohlt FROMM, Erich (1976): Haben oder Sein. München: dtv LAMPUGNANI, Vittorio (1995): Die Modernität des Dauerhaften. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach DIEHL, Sarah (2022): Die Freiheit, allein zu sein. Arche Perspektiven

Ep 162DDCAST 162 - Jan Stassen "Die Zukunft der Werte"
Jan hat sich im Zuge seines Studiums auf die veränderten Formen der Kommunikation konzentriert. Zwischenmenschliche Kommunikation versteht Jan als ästhetische Ressource. Sein forscherisches Interesse lag vor allem in den Themenfeldern des Embodied Turns und kollektiver Wertesysteme. Nach dem Studium entwickelte Jan für die Ekskäret Foundation Räume für kontemporäre Spiritualität (2016). In 2017 entstand der erste Prototyp des Museums für Werte, aus welchen Jan mit Laura Ludwig ein Ausstellungsprojekt im Kunstmuseum Wolfsburg entwarf. Das Ergebnis waren immersive Dialogräume für die Stadtgesellschaft. Die zweite partizipative Ausstellung mit Laura Ludwig entstand auf dem Kunstfestival BURNING MAN in der Wüste Nevadas (USA), welches das Thema COMMUNITAS als gemeinschaftsstärkendes Moment beleuchtete. Seit 2021 verlagert sich Jans Interesse vermehrt auf interaktive Installationen, die den fluiden Übergang zwischen der inneren Welt und der digitalen Weite untersuchen - wie mit COLORFEEL. Jan Stassen ist Co-Founder des Museums für Werte, einer gemeinnützigen Organisation, die Ausstellungen, Workshops und Konzepte für Persönlichkeitsentwicklung und soziokulturelle Themen entwickelt und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit großen Fragen unsere Zeit einlädt.

Ep 161DDCAST 161 - Laurent Lacour "Rebell und Strukturierer"
Laurent Lacour studierte visuelle Kommunikation und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Er ist Partner bei hauser lacour und hat umfangreiche und vielfach ausgezeichnete Projekte realisiert. Darunter Branding und Corporate Design Projekte für Siemens, Swiss Re, Münchener Rück Versicherung AG, Hager Group, De Gruyter Wissenschaftsverlag, Fraport AG und die Deutsche Börse Group. Aber auch viele Projekte im kulturellen Bereich, z.B. das Corporate Design der Kölner Philharmonie, des Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, den Frankfurter Kunstverein, das Museum für Gegenwartskunst Siegen, das Max Planck Institut Florenz und viele andere Institutionen und Firmen. Er entwickelt Designforschungsprojekte und ist in wissenschaftlichen Diskursen aktiv, vor allem im Zuge diverser Hochschulprojekte: an der ZhdK Zürich, der HFG Basel, in Darmstadt (h_da) und der HFG Karlsruhe. An der ZhdK Zürich war er aktiv in die Forschungsfelder des Institut Design2Context eingebunden. Das Institut wurde als eines der wesentlich prägenden Designforschungsinstitute der Schweiz bezeichnet. Die Lehre erfolgte auf Basis eines Postgraduate Masterprogramms. Kernforschungsfelder waren u.a.: Thesen zu gesellschaftlichen, urbanen und politischen Themen an den Schnittstellen zu Architektur und Soziologie, Thesen zu Komplexität im transdisziplinären und gesellschaftlichen Kontext mit Focus auf Design-Systeme, Thesen zu Fragen der Relevanz und Möglichkeit von Design. Laurent Lacour vertritt einen aktiv transdisziplinären Umgang der Designforschung und stellt Design in immer neue Kontexte und Beziehungen mit dem Ziel, praktische Forschungsmethoden zeitgemäß zu definieren. An dieser Stelle vertritt er ein ganzheitliches Markenverständnis, das er bei hauser lacour für Kunden mit komplexen strategischen Herausforderungen anwendet. Seit April 2011 ist er ordentlicher Professor im Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Corporate Design. Er ist Mitglied des DDC.

Ep 160DDCAST 160 - Tobias Trübenbacher "Design muss radikal sein"
Tobias Trübenbacher ist mit zwei Geschwistern in dem oberbayerischen Städtchen Bad Reichenhall aufgewachsen, nahe der Stadt Salzburg, inmitten von Bergen und Natur. Nach Absolvieren des Abiturs arbeitete er zunächst am Landestheater Salzburg als Statist und Hospitant, bevor er ein Studium für Industriedesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München begann. Nach fünf Semestern, sowie einem achtmonatigen Praktikum beim Münchner Designbüro Atelier Steffen Kehrle, entschied Tobias die Hochschule zu wechseln und setzte sein Studium an der Universität der Künste (Produktdesign) in Berlin fort. Tobias unterbrach das Studium während der Corona-Pandemie für eine knapp einjährige Tätigkeit als Junior Designer bei Studio Mark Braun, bevor er erfolgreich an der UdK mit seiner Abschlussarbeit PAPILIO absolvierte. Das Projekt wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet — unter anderem dem renommierten Braun Price 2021, dem James Dyson Award, dem Green Concept Award, sowie dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis (Laudatio von Dr. Michael Braungart). In der Folge dessen war er als Designer bei Konstantin Grcic Design in Berlin tätig und arbeitete dort an verschiedenen Projekten, unter anderem für Vitra, Alpi, Plank, das Haus am Waldsee und das Concéntrico Design Festival. Um unsere Lebensräume und die damit einhergehenden Konsumgewohnheiten, sowie Material- und Stoffkreisläufe noch umfassender und fundierter (um-)gestalten zu können, absolviert Tobias seit 2022 zwei Masterstudiengänge in Architektur und Urbanistik an der Technischen Universität München. Daneben war er 2022 als Gastdozent an der Burg Giebichenstein tätig und ist 2023 als Gastkritiker in die Lehre an der Angewandten in Wien (Klasse Stefan Diez) involviert. Darüber hinaus arbeitet Tobias neben dem Masterstudium weiter an der Umsetzung und Weiterentwicklung seiner Straßenlaterne PAPILIO. Tobias ist seit 2017 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wurde durch den Rat für Formgebung als Deutscher Newcomer Designer 2023 ausgezeichnet. Ab 2024 werden ausgewählte Arbeiten in der Ausstellung „Transformers: Design und Energie“ im Vitra Design Museum gezeigt werden.

Ep 159DDCAST 159 - Petra Wörner "Gesundheitsbauten"
Petra Wörner, geboren 1957 in Karlsruhe, Architektin BDA, ist geschäftsführende Gesellschafterin der wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh. Sie studierte Architektur an der Universität Stuttgart und am IIT-Illinois Institute of Technology in Chicago. Nach beruflichen Aufenthalten in Chicago, New York und Hamburg arbeitete sie seit 1984 für wörner traxler richter, zunächst als Entwurfsarchitektin und Projektleiterin. 1991 wurde Petra Wörner Gesellschafterin, 1993 Büromitinhaberin und Partnerin am Standort Frankfurt und ist seit 1997 geschäftsführende Gesellschafterin der wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh. Petra Wörner ist als Referentin tätig und nimmt als Jurorin in Preisgerichtsgremien für große Architektenwettbewerbe teil. Von 1984 bis 2011 verantwortete sie den von wörner traxler richter initiierten Förderpreis `Junge Architekten zeichnen´. Sie war von 2015 bis 2017 Mitglied und Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Linz und satzungsgemäß von 2017 bis 2021 als Vertreterin des BDA gewähltes Mitglied des Städtebaubeirates der Stadt Frankfurt am Main. Als Expertin im Schwerpunkt mit der Planung und dem Bau von Kliniken kuratiert Petra Wörner eine inzwischen sich jährlich wiederholende, seit Jahren erfolgreich etablierte, Veranstaltung der Hessischen Architektenkammer "Neue Entwicklungen im Gesundheitsbau". Jedes Jahr bestimmt ein Leitthema den Rahmen der Vorträge von ExpertInnen, die sie aus ihrem Netzwerk zur Teilnahme bittet. Petra Wörner ist seit Jahren ehrenamtlich tätig unter anderem im geschäftsführenden Vorstand der Clementine Kinderhospital - Dr. Christ'sche Stiftung und als designiertes Mitglied des Verwaltungsrats der Werner Reimers Stiftung. Verheiratet ist sie mit dem Geigenmacher Simon Natalis Enke und hat zwei erwachsene Kinder. Das Konzipieren von „Gesundheitsbauten“ ist ein Wirkungsfeld innerhalb der Architektur für das Petra Wörner engagiert über Jahre den Erkenntnisgewinn zu Parametern wie Stadt, Raum, Funktion, Form, und Ökonomie im Rahmen des gesellschaftlichen Wandels und der soziologischen Anforderungen durch die Realisierung zahlreicher Projekte mit ihren PartnerInnen und KollegInnen vorantreibt, denn derart komplexe Projekte brauchen geschulte Expertise im Büro und im Team der Fachleute, die vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Wandels qualifiziert geführt und koordiniert werden müssen. Die politischen Prozesse und strategischen Visionen der in der Regel öffentlichen Bauherrschaft bei der Entstehung dieser Bauvorhaben in unterschiedlichstem Kontext verantwortlich mit zu gestalten, ist Teil des Anspruchs an ihre Arbeitsweise. Das Ziel ist, eine architektonische Form zu entwickeln, die eine individuelle Gestaltungssensibilität besitzt und den gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen ist.

Ep 158DDCAST 158 - Kirsten Dietz & Robin Auer "WAS IST GUT / WAS IST WERT"
Kirsten ist deutsche Design-Pionierin mit über 25 Jahre Brand Expertise und ist Co-Founderin von Strichpunkt. Mit Strichpunkt Design hat sie als Unternehmerin und Autorin das deutsche Design nachhaltig geprägt und neue Standards für die Branche gesetzt sowie Strichpunkt zu einer der führenden Design- und Branding Agenturen Deutschlands entwickelt. Dietz hat die Agentur Strichpunkt vor 27 Jahren - zusammen mit Jochen Rädeker- gegründet und seitdem zu einer der führenden Design- und Branding Agenturen Deutschlands weiterentwickelt. Aufsehen erregten u.a. das erste komplett digital gedachte und vollständig gecodete Corporate Design für Audi 2016 und der erste Einsatz von künstlicher Intelligenz für das Brand Portal der DHL 2018. 2013 hat sie das Berliner Designlabel TYPE HYPE gegründet und verantwortet. Als Designerin und Autorin von Design-Standardwerken hat sie die Designkultur Deutschlands nachhaltig mitgestaltet. Kirsten ist als Designerin und Autorin eine der international erfolgreichsten Kreativen und war Jurymitglied bei allen relevanten nationalen und internationalen Wettbewerben und Festivals.nSeit 2021 ist Strichpunkt Teil der MYTY Group AG, dessen Geschäftsführung Kirsten bis Juli 2023 angehörte. Robin Auer ist leitender Designer bei IBM in Stuttgart und Lehrbeauftragter für Kommunikationsdesign und strategische Gestaltung an der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Für das eJournal „Sprache für die Form“ ist er Autor und Publizist. Nach seinem Masterabschluss im Jahr 2015 arbeitete er ein Jahr für den Y Think Tank der UBS AG in Zürich. Dort entstehen in interdisziplinären Teams Zukunftsszenarien und Visionen, die mit designwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Methoden (Strategic Foresight) erarbeitet werden. Seit Februar 2017 arbeitet er bei IBM Design, wo er verstärkt an nutzerzentrierten Lösung von komplexen, digitalen Anwendungen arbeitet. Als Facilitator von IBM ist er global für Strategie Workshops und Nutzerforschung im Bereich „Data & AI“ zuständig. Seit 2021 ist Robin Auer Mitglied des DDC-Vorstands.

Ep 157DDCAST 157 - Kuno Prey "Neugier als Urquell"
Kuno Prey (*1958) ist Designer und Design-Professor. Nach seinem Studium an der Domus-Academy führte ihn seine angeborene Neugier dazu, gemeinsam mit der Industrie innovative Materialien und neue Technologien zu erforschen. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden zahlreiche Produkte, durch die er internationale Anerkennung erhielt. Er wurde 1993 zum Professor für Produktgestaltung an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar berufen. Nach der ersten intensiven Erfahrung in der Designvermittlung in Weimar zog es ihn 2002 in sein Heimatland Südtirol zurück. Dort gründete er an der Freien Universität Bozen die Fakultät für Design und Künste, die er bis 2010 als Dekan leitete. Heute ist er dort als Professor für Produktdesign in der Forschung und Lehre tätig. Prey lebt und arbeitet in Bozen, Neumarkt und Innichen (Dolomiten – Südtirol).

Ep 156DDCAST 156 - Nicole Rösler "I am my love brand"
Geboren in Frankfurt am Main am 22.06.1968, ein Zwillingsbruder. Glückliche Kindheit. Die Eltern: Die Mutter: schöngeistige Mode-Ikone der Haute Volee. Der Vater ein Ingenieur „dem Nichts zu schwer ist“ (Erfolgreich weltweit im Bau von Industrieanlagen, u.a. mehrere Jahre Vorreiter in Peking, China). 1989 Abitur, 1989-1990 1 Jahr Ausland Studien- und Au Pair Aufenthalt in Chicago, USA. Abendstudium Marketing & Psychologie an der Lake Michigan University. 1990 – 1992 „Halbzeit“-Studium der Psychologie an der Johann Wolfgang- Goethe-Universität bis zum Vordiplom. 1994 erfolgreich abgeschlossenes Abendstudium als Diplom Marketing Kommunikationswirtin. Nach sechs Jahren bunte Werbewelt / Studium des Lebens Wechsel auf die Industrieseite und in das Universum der Luxus Labels. Entwicklung zur preisgekrönten (German Brand Award, multiple German Design Awards, Architects Darling Award, IF Awards, Red Dot Awards etc.) Marketingpionierin, die das weltweite Marketing der globalen Luxusmarken OMEGA, ESCADA & MONTBLANC International zum Erfolg führte. 2006: Tod des Ehemanns, zwei Jahre „extracurriculare Auszeit“ und Lebensumbruch in Miami sowie Gründung von VOLTAGE Music LTD mit unglücklichem Ausgang der Partnerschaft mit einem Rock Musiker. 2008: zurück in Deutschland, zurückgeworfen auf sich selbst, ergreift sie die Chance und revolutioniert das Marketing der tradierten Sanitärbranche als Marketing Direktorin der Weltmarktführer KALDEWEI und GROHE SPA. Sie setzt ihre Duftmarke des Schöngeistigen erfolgreich in verstaubtem Umfeld des Sea of Sameness der Branche. Dann ist es Zeit, die eigene Marke aufzubauen! 2015 Gründerin der Marketing Agentur GERMAN WUNDERWERK und 2016 Realisierung des ersten Wunders: der Living und Lifestyle Messe GERMAN HOMESTYLE in Nanjing, China mit 40 der bedeutendsten deutschen Wohn- und Möbelmarken. Eine Herkulesaufgabe die dazu beiträgt, deutsche Marken in China erfolgreich zu machen. Und … wie sich herausstellt: auch vice versa: 2016 – 2020 Marken Botschafterin für AXENT Switzerland, dem „Apple des Badezimmers“ mit Headquarter in China, Bekanntmachung der Marke in Deutschland. Vielfache Auszeichnungen u.a. als Best Brand Ambassador und Gewinnerin des angesehen German Brand Awards 2019. Während ihrer raren Freizeit hat die leidenschaftliche Schriftstellerin mittlerweile ihren neunten Roman im Eigenverlag veröffentlicht, führt den „Mann-Frau-Blog.de“ und schreibt in diversen öffentlichen Plattformen wie dem Purpose Magazin. https://www.purpose-magazin.de/roesler-welt-wandel/ 2020, vor drei Jahren, direkt beim ersten Corona Lock Down initiiert sie den DENKER DIALOG www.denkerdialog.de um einen klugen Austausch Betroffener der Krise zu realisieren, bei dem sich die Teilnehmer gegenseitig helfen, diese Zeit der Herausforderung erfolgreich zu überstehen. Seit dem 16. März 2023 findet der DENKER DIALOG offiziell als PURPOSE DENKER DIALOG des Magazins der Sinnhaftigkeit sein Zuhause.

Ep 155DDCAST 155 - Zukunft als Garten "Viviane Stappmanns"

Ep 154DDCAST 154 - Sandra Mawuto Dotou "Black Designers: Grafik und Empowerment"
Sandra Mawuto Dotou ist eine freiberufliche Kommunikationsdesignerin und visuelle Konzepterin mit Sitz in Hamburg. Zwischen 2016 und 2020 absolvierte sie ihr Bachelorstudium in Kommunikationsdesign an der Technischen Hochschule Würzburg - Schweinfurt. Anschließend erwarb sie von 2020 bis 2022 ihren Masterabschluss im Integrierten Design an der Hochschule für Künste Bremen. Mawuto ist besonders begeistert von der Konzeption im Designbereich und schätzt die Möglichkeit, durch eine gelungene Gestaltung Zugang zu verschiedenen Themenbereichen zu schaffen. Ihre Projekte umfassen sowohl Popkultur als auch Aktivismus, wobei oft eine Überschneidung dieser beiden Bereiche stattfindet. Sie findet es besonders interessant, Design mit politischen oder aktivistischen Themen zu verbinden und fragt sich, wie Design zur Aufklärung, Motivation, Mobilisierung, Reflexion und Entstigmatisierung beitragen kann. Ein gutes Beispiel für diese Herangehensweise ist das Projekt “Escape Racism International”, eine Anti-Rassismus Ausstellung, welche sie gemeinsam mit Julia Sukop erarbeitet hat. Besucher*innen dieser Ausstellung werden mithilfe von Design Elementen und der Metapher eines Flughafens durch die Deutsche Rassismus Geschichte geleitet. Sie können darin mithilfe von Spielen, Magazinen und Informationsmaterialien sich selbst reflektieren und bekommen Hilfsmittel zum aktiven Anti-Rassismus an die Hand. Das Ausstellungskonzept gewann 2021 einen Goldenen Nagel im ADC Talent Award. Mawuto arbeitet mit einem breiten Spektrum von Auftraggeber*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen, darunter Editorial Design, Social Media Konzeption, Grafikdesign, Motion und Creative Direction. Darüber hinaus gibt sie Kreativworkshops. Zu ihren Kund*innen gehören unter anderem Ando's Afro Shop, Akono Verlag, Salut Deluxe, A Color Bright, Black History Month Hamburg, Fashion Africa Now, Each One Teach One, Stop The Water While Using Me und viele weitere. Derzeit arbeitet sie neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit zusammen mit Tabea Erhart, Sheeko Ismail und Teresa Awa an der zweiten Auflage des gemeinsamen Buchprojekts "Look At Us! - Galerie Schwarzer Held*innen und Vorbilder in Deutschland". Außerdem ist sie Teil des Teams "Educate to Recreate", das Aufklärungsprojekte zur Black Dance Culture realisiert. In diesem Team arbeitet sie mit Romy Mittag, Gifty Lartey, Jaclyn Hernandez, Lukas Lubisia, Gülnihan Hasköy und Safija Qadery. Sie ist Co-Gründerin des Ladies, Wine & Design Würzburg Chapters, einer Salon Night für Frauen und Nicht-binären Personen im Design von Jessica Walsh, und ist seit neuestem neuer Host von Ladies, Wine & Design Hamburg. Ab November 2023 ist Mawuto die siebte Residentin des “Fonds für Junges Design” der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Ep 153DDCAST 153 - Katja Diehl "auto-gerecht ≠ lebens-wert"
Katja Diehl ist Bestsellerautorin, Keynote-Speakerin, Panelistin, Podcasterin, Bloggerin, Beraterin und Zukunftsaktivistin mit den Schwerpunkten Mobilität, New Work und Diversity. In ihrer Zukunftsvision können die Menschen Auto fahren, wenn sie es wollen. Aber sie müssen es nicht mehr - weil es attraktive Alternativen gibt. Die in Braunschweig geborene Diehl studierte nach ihrem Abitur am Franziskusgymnasium Lingen an der Universität Osnabrück Literaturwissenschaften, Medien und Soziologie und erwarb später nebenberuflich einen MBA im Marketing an der WWU Münster. Sie war Redakteurin bei der Deutschen Presse-Agentur und wechselte dann in die Unternehmenskommunikation mit einem Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück. Der weitere berufliche Werdegang führte in zuletzt leitenden Funktionen über Hellmann Worldwide Logistics, die Stadtwerke Osnabrück und die NordWestBahn. Sie sammelte im Laufe ihrer Karriere umfängliche Expertise in Mobilität und Logistik, die sie seit 2017 als Beraterin für inklusive, klima- und sozial gerechte Mobilitätswende einsetzt. Ihr 14-täglicher Podcast zum Thema, She Drives Mobility, umfasst Folgen mit Gästen wie Claudia Kemfert, Raul Kraufhausen, Maren Urner und Sara Schurmann. Als Autorin schreibt sie über inklusive und nachhaltige Mobilität. 2019 war Diehl eine der „25 LinkedIn TopVoices in Deutschland, Österreich und der Schweiz“. 2020 wurde Diehl vom Focus zu den „100 Frauen des Jahres“ gezählt und als eine der „Remarkable Women in Transport“ der TUMI (Transformative Urban Mobility Initiative) ausgezeichnet. Am 28. Oktober 2022 erhielt Diehl den Deutschen Mobilitätspreis in zwei Kategorien. Ihr Buch Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt erschien am 9. Februar 2022 und stand sofort auf Platz 5 auf der Spiegel-Bestsellerliste. Es wurde 2022 mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis in der erstmals vergebenen Kategorie „Leserpreis“ ausgezeichnet. Darüber hinaus war Diehl Schirmherrin des „Energiewende Awards 2020“ und ist Mitglied der Jury des „Zukunftswettbewerbs #mobilwandel2035“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Sie ist Mitglied im Beirat der „FTI-Strategie Mobilität“ des österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Diehl war von 2018 bis 2022 Mitglied im Bundesvorstand des Verkehrsclubs Deutschland. Im April 2022 war Diehl Mitinitiatorin einer Bundestagspetition zur Mobilitätswende. Die vom Umweltaktivisten Tino Pfaff eingereichte Petition erreichte mit über 65.000 Unterschriften das nötige Quorum. Sie geriet durch Ihren Aktivismus und ihre öffentliche Stellungen ahmen zur Mobilitätswende in das Fadenkreuz der Angriffen von Autolobbyisten. Diese Kampagne gegen sie wurde 2023 von HateAid analysiert und dokumentiert. Link zu Projekten von Katja Diehl: She Drives Mobility-Website https://katja-diehl.de/

Ep 152DDCAST 152 - Sebastian Oschatz "unimpressed by technology"
Sebastian Oschatz studierte Informatik an der TU Darmstadt. Sein Weg führte von elektronischer Musik mit der Gruppe „Oval“ hin zu Musikvideos und interaktiven Klanginstallationen mit "Involving Systems“. 1997 gründete er die Bürogemeinschaft MESO, aus der sich kurz darauf die Firma MESO Digital Interiors entwickelte. Er entwickelte die graphische Programmiersprache vvvv die zeitweilig zu einem der weltweit gefragtesten Werkzeuge für digital-interaktive Inszenierungen geworden geworden war. Er unterrichtete Technikgeschichte und Mediensystemdesign an verschiedenen Universitäten und Hochschulen und ist seit 2018 Honorarprofessor für Interaktionsgestaltung an der HfG Offenbach. Die Projekte von MESO finden sich in zahlreichen Museen, in internationalen Showrooms und in Lernräumen ganz unterschiedlicher Institutionen.

Ep 151DDCAST 151 - Hani Rashid "Re:Action and Re:Conciliation"
Hani Rashid, ein renommierter Architekt und Mitbegründer des New Yorker Büros Asymptote Architecture, hat zusammen mit Lise Anne Couture vielbeachtete Beiträge im Bereich radikaler Entwürfe geleistet. Eines der bemerkenswerten Projekte in Hani Rashids Portfolio ist das Yas Marina and Hotel in Abu Dhabi, das 2011 fertiggestellt wurde. Ein weiteres Projekt ist das ARC Multimedia Museum in Daegu, Südkorea, das 2017 fertiggestellt wurde. Das Museum ist ein Beweis für das Interesse von Asymptote an der Schaffung immersiver und technologisch fortschrittlicher Räume. Auch der 2020 fertiggestellte Hauptsitz der ING Bank in Gent, Belgien, zeigt einen funktionalen und ästhetisch radikalen Ansatz für die Gestaltung von Unternehmensgebäuden. Hani Rashid hat sich nicht nur in der Praxis hervorgetan, sondern im wissenschaftlichen Kontext gearbeitet. Er hatte Lehraufträge an renommierten Institutionen wie der Royal Danish Academy, der Princeton University, der ETH Zürich, der Harvard Graduate School of Design und der Columbia University Graduate School of Architecture, Planning, and Preservation inne. Im Jahr 1998 war Rashid Mitbegründer des Advanced Digital Design Program an der Columbia University, mit dem er die Grenzen der architektonischen Ausbildung erweitert hat. Derzeit ist Hani Rashid Leiter des Studio 3, eines Designstudios an der Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Architektur. Rashids Beiträge zur Architekturgemeinschaft wurden durch verschiedene Auszeichnungen gewürdigt. Im Jahr 2000 vertrat er die Vereinigten Staaten auf der 7. Architekturbiennale von Venedig mit. 2004 wurde Asymptote Architecture mit dem Frederick Kiesler Prize for Architecture and the Arts ausgezeichnet. Hani Rashid wurde im TIME Magazine als Innovationsführer des 21. Jahrhunderts vorgestellt. Portrait-Photo (c) Nick Kova

Ep 150DDCAST 150 - Carlotta Ludig & Nicola Stattmann "Designbäume für kühlere Städte"
Nicola Stattmann arbeitete nach ihrem Diplomabschluss (1997) im Fach Produktdesign an der HBK Saarbrücken und für drei Jahre im Frankfurter Designbüro Uwe Fischer. Von dort wechselte sie zur Agentur designaffairs, der ehemaligen Siemens Design & Messe GmbH., in München. Dort baute sie ein Materiallabor an der Schnittstelle von Design und Engineering auf und entwickelte gemeinsam mit Kunden innovative Material- und Produktionstechnologien. 2003 machte sie sich mit dem Büro Nicola Stattmann mit Sitz in Frankfurt am Main selbständig. Das Büro ist spezialisiert auf nachhaltige Produktentwicklung und Innovation. Für namhafte Firmen unterschiedlichster Branchen entwickelt es Produktstrategien und -lösungen, die sich durch echte Innovation, Nachhaltigkeit, intelligente Material-Technologie-Kombinationen, gute Gestaltung und technologischen Vorsprung auszeichnen. Nicola Stattmann ist Autorin mehrerer Bücher zum Thema Neue Materialien und wirkt regelmäßig in Jurys für internationale Design- und Innovationspreise mit. Seit 2006 bekleidet sie regelmäßig Gastprofessuren für Produktdesign an deutschen und internationalen Hochschulen. 2011 gründete Nicola Stattmann mit ihrem Bruder Oliver Stattmann STATTMANN NEUE MOEBEL − ein Spin-off der seit 1876 im Familienbesitz befindlichen Tischlerei. Die Möbelfirma genießt heute internationales Renommee und realisiert mit bekannten Architekturbüros Projekte weltweit. Als Verantwortliche für Produktentwicklung, Markenstrategie und Kommunikation bei STATTMANN besitzt Nicola Stattmann langjährige Erfahrung in Konzeption, Konstruktion und Fertigung von Serienprodukten sowie deren Vermarktung. Die operative Geschäftsführung gab sie 2021 ab. Aufbauend auf ihrer langjährigen Expertise im Bereich der nachhaltigen Produktentwicklung wendete sich Nicola Stattmann mit Carlotta Ludig 2020 dem Thema der Begrünung städtischer Räume im Kontext des fortschreitenden Klimawandels zu und entwickelten erste Konzepte. Ein intensiver Austausch über die Konzepte mit relevanten Stakeholdern aus Städtebau, Immobilienwirtschaft, Landschaftsarchitektur und Gartenbauwissenschaften erzielte durchweg positives Feedback. Dies nahmen die beiden Gründerinnen zum Anlass ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu initiieren und darauf aufbauend die Unternehmung OMC°C zu gründen. Bei OMC°C ist Nicola Stattmann für die strategische Ausrichtung, technologische Entwicklung und Vertrieb verantwortlich. Carlotta Ludig absolvierte 2020 ihr Diplom im Fachbereich Design an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Bei Auslandsaufenthalten während ihres Studiums, wie z.B. an der Oslo School of Architecture and Design, sammelte sie Erfahrungen in Business Development an der Schnittstelle von Service und Design. Schnell entwickelte sie dafür eine besondere Begeisterung und richtete die weiteren Studieninhalte thematisch daran aus. Auch das Deutschlandstipendium, das sie 2017/18 erhielt, gab ihr die Möglichkeit, den Interessenschwerpunkten Schnittstelle Design und Business weiter nachzugehen. Bereits seit 2018 arbeitete sie während ihres Studiums im Büro Nicola Stattmann. Schnell stellte sich die Zusammenarbeit zwischen den zukünftigen Gründerinnen als sehr vertrauensvoll und erfolgreich heraus, sodass sie eine geeignete Grundlage für eine engere unternehmerische Zusammenarbeit bot. Mit Nicola Stattmann eigeninitiativ an einer seriellen Produktlösung für vertikale Begrünung zu arbeiten bot ihr die ideale Gelegenheit Produtkdesign und Geschäftsentwicklung zu vereinen. Gemeinsam entschlossen sie sich als Geschäftspartnerinnen der Brisanz des Themas und sich gleichzeitig aufzeigenden Marktlücke weiter nachzugehen. 2020 erhielt sie das Hessen Ideen Stipendium. Das hessische Gründerstipendium des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gab ihr mit finanzieller Unterstützung die Möglichkeit in dieser frühen Phase der Unternehmensgründung Vollzeit daran zu arbeiten.

Ep 149DDCAST 149 - Frauke Fischer "Ohne Mücken keine Schokolade"
Dr. Frauke Fischer ist Expertin für Biodiversität, Wissenschaftlerin, Beraterin, Rednerin und Autorin. Sie studierte Biologie an der Johann Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt sowie dem Trenton State College in den USA und diplomierte 1989 an der Universität Frankfurt im Fach Biologie. Für Ihre Promotion wechselte sie an die Universität Würzburg, wo sie im Comoé Nationalpark in der Côte d’Ivoire über Effekte der Überjagung auf Kobantilopen (Kobus kob kob) forschte. Nach Abschluss ihrer Promotion wurde sie Leiterin der Internationalen Forschungsstation der Universität Würzburg im Comoé Nationalpark. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in der Côte d’Ivoire im Herbst 2002 wechselte sie an die Universität in Würzburg und baute hier die Lehre im Bereich internationaler Naturschutz auf. Im Jahr 2003 gründete Frauke Fischer mit der Agentur auf! Deutschlands erste Managementberatung mit dem Schwerpunkt Biodiversität. (www.agentur-auf.de). Im Jahr 2015 gründete Frauke Fischer zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Arno Wielgoss PERÚ PURO, um Kleinbauern im abgelegenen Urubambatal in Peru einen fairen Marktzugang für ihren hochwertigen, bio-Urkakao Chuncho zu bieten. Inzwischen bietet PERÚ PURO prämierte Schokoladen, Kaffeespezialitäten und Paranüsse an. (www.perupuro.de). Sie wurde vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Gremien berufen. Für ihre besonderen Studienleistungen wurde Frauke Fischer 1989 mit dem Eintrag auf die Dean’s List des Fachbereichs Biologie des Trenton State College ausgezeichnet. Im Jahr 2001 erhielt sie den Ford Motor Company Conservation Award. Im Jahr 2018 wurde Frauke Fischer mit dem Albrecht Fürst zu Castell-Castell Preis für nachhaltiges Handeln an der Universität Würzburg ausgezeichnet. 2020 erhielt sie die Trophée de Femme der Fondation Yves Rocher. Mit PERÚ PURO wurde Frauke Fischer im Jahr 2020 für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Ihr Buch „Was hat die Mücke je für uns getan?“ wurde 2021 mit dem deutschen Umweltmedienpreis ausgezeichnet. Frauke Fischer ist eingeladenes Mitglied der IUCN World Commission on Protected Areas und der IUCN Species Survival Commission. Sie ist berufenes Mitglied des Nachhaltigkeitsausschusses der IHK Frankfurt, des wissenschaftlichen Beirates des WWF Deutschland, der BNP Paribas Stiftung und der Krombacher Regenwaldstiftung. Publikationen Frauke Fischer hat über 70 wissenschaftliche peer-reviewed Journal Artikel verfasst. Sie ist Autorin folgender Bücher: „Planet 3.0 Klima. Leben. Zukunft.“ Schweitzerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart (2013), „Der Palmöl Kompass“ Oekom Verlag, München (2019), des Bestsellers „Was hat die Mücke je für uns getan? Endlich verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet“ Oekom Verlag, München (2020) und „Wal macht Wetter – wie Biodiversität unser Klima rettet“ Oekom Verlag, München (2023). Sie ist regelmäßige Speakerin bei großen Veranstaltungen und war in dieser Funktion u.a. zu Gast bei den Baden-Badener Unternehmergesprächen, dem Aufsichtsrat der Commerzbank AG, Uniper Energy, Jägermeister, Axxion S.A., Econsense, EIGA, Lanxess, P&G DACH MO. Frauke Fischer ist regemäßiger Gast in Podcasts (Bei Spotify unter dem Suchbegriff „Frauke Fischer“). Seit April 2023 erscheint jeden Mittwoch ihr Wissenschaftspodcast Tierisch!

Ep 148DDCAST 148 - Franz Dietrich "3-D-Strick & Gutes Leben"
Heute stürzen wir uns kopfüber in meine duale Lebens- und Berufsgeschichte. Ich durchschreite gerade mein drittes persönliches und viertes berufliches Leben. Klingt verwirrend? Keine Sorge, es ergibt alles einen Sinn. Schauen wir zurück: Das erste Kapitel meiner persönlichen Biografie (Jg. 1984), die Kindheit und Jugend, war eine idyllische Zeit voller Sport, bis sich Krankheiten während meines Studiums und der Familiengründungsphase einschlichen. Jetzt befinde ich mich in Kapitel drei, geprägt von Gesundheit, Arbeit, Tochter, Hund Pax – und Zeit für Sport ist endlich wieder mehr da! Beruflich hatte ich einen entspannten und schönen Start als Zivi in den historischen Gärten Potsdams und danach als Mitarbeiter bei einem Versorgungswerk der Diakonischen Werkstätten (2004-07). Dann begann ich mein Studium zum Produkt- und Industriedesigner, war 3 Jahre Tutor für das CNC- Fräsen im Studiengang und stürzte mich noch im Studium in meine erste freiberufliche Selbstständigkeit mit Dienstleistungen für Surface Re-Engineering und CNC-Modellbau. Teil zwei meines Berufslebens war geprägt vom aufreibenden Betrieb einer eigenen Design-Marke (2012-16). Teil drei brachte eine Kehrtwende: Werkstattleiter für das Produktdesign mit digitalen Medien an der FH-Potsdam und nebenbei Masterstudent als auch, in kleinem Umfang, Freiberufler (2016-18). In meinem Master (2017/18) entwickelte ich ein patentiertes Verfahren zur Bewältigung grundlegender Schwierigkeiten beim Entwurf von 3D-Gestricken aus CAD-Daten. Anschließend hatte ich eine Anstellung als Software-Entwickler bei Karl-Mayer BU STOLL. Heute, in Runde vier, unterrichte ich freiberuflich und arbeite an diversen Forschungsprojekten mit Bezug zur Software-Entwicklung im CAD. Aktuell bin ich mit Max Eschenbach dabei, X-WRX zu gründen – meine vierte Unternehmung und bin Promovent am ITM an der TU Dresden. Die Promotion dient der vertiefenden Erforschung komplexer FEM-Berechnungsformen für 3D-Gestricke. Unser Plan ist es, unsere Forschungsergebnisse aus insgesamt fast sechs Jahren zu kommerzialisieren. Unser Fokus liegt aktuell auf der Software-Entwicklung für 3D-Planungssoftware für den 3D-Strick. Doch wir sehen uns nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Innovatoren, die den Fachkräftemangel mildern und Ressourceneffizienz verbessern wollen.