
Das Kalenderblatt
4,304 episodes — Page 76 of 87
Wilhelm Filchner gestorben
07.05.1957: Wilhelm Filchner, gestorben am 7. Mai 1957, war ein deutscher Forschungsreisender, der im tibetischen Hochland kartographierte und Filme von großem kulturhistorischen Wert drehte. Ethnologisch hoch interessant sind vor allem die Passagen über das buddhistische Riesenkloster Kumbum im äußersten Nordosten Tibets...
Marlene Dietrich gestorben
06.05.1992: Marlene Dietrich wurde durch den Film "Der blaue Engel" berühmt, emigrierte aber in die USA und ließ sich auch von Propagandaminister Goebbels nicht zurücklocken. Stattdessen trat sie für die US-Soldaten auf und half verarmten Emigranten. Bei ihrem ersten Auftritt in Deutschland nach dem Krieg wurde sie als Vaterlandsverräterin beschimpft, doch in ihrem Testament wünschte sie, in Berlin begraben zu werden...
Reparationen festgelegt
05.05.1921: Im Versailler Friedensvertrag wurde festgelegt, dass das Deutsche Reich die Alleinschuld am ersten Weltkrieg trüge. Die Folge waren Reparationsforderungen in Höhe von 132 Milliarden Goldmark, zahlbar bis ins Jahr 1988. Schon seit Beginn der 30er Jahre waren die Reparationsansprüche immer weiter gesenkt worden; von Zahlungen bis 1988 sprach schon längst keiner mehr. Und doch ragt das alte Vertragswerk mit einem kleinen Rest noch bis in die Jetztzeit...
Elisabeth Rotten gestorben
02.05.1964: Der Schweizer Pädagoge Pestalozzi war das Vorbild der Pädagogin Elisabeth Rotten, die 1945 in Appenzell das erste Pestalozzi-Kinderdorf gründete. Bis ins hohe Alter betreute sie Jugendprojekte in ganz Europa und setzte sich für den internationalen Austausch ein. Am 2. Mai 1964 ist sie gestorben. Ihr Grabspruch trifft auf sie ebenso zu wie auf ihr Vorbild Pestalozzi: "Sie war unterwegs für die, die noch unterwegs sind."
Ludwig Büchner gestorben
01.05.1899: Ludwig Büchner war das fünfte von sechs Kindern und der Liebling seiner Mutter. Sein Vater, ein Medizinalrat, konnte seiner Familie im hessischen Darmstadt ein sorgenfreies Dasein ermöglichen - jedenfalls was die finanzielle Situation betraf. Ludwig, der jüngere Bruder von Georg Büchner, wurde Mediziner und Philosoph. Sein Buch "Kraft und Stoff" erschien 1855 und erlebte bis 1900 21 Auflagen - ein Bestseller...
US-Truppen nehmen München ein
30.04.1945: 5 Millionen Kubikmeter Schutt lagen bei Kriegsende in Münchens Straßen - doch die Erleichterung der Münchner über die Ankunft der Amerikaner war trotzdem groß. In den frühen Morgenstunden des 30. April 1945 fuhr ein erster amerikanischer Stoßtrupp zu Hitlers Privatwohnung am Prinzregentenplatz und richtete dort einen Gefechtsstand ein...
Karl Drais geboren
29.04.1785: Im badischen Mannheim berichtete das "Badwochenblatt" im Sommer 1817, dass der "Freiherr Karl Drais von Sauerbronn mit der von ihm erfundenen Fahrmaschine 4 Poststunden Wegs in einer Stunde gefahren" sei. Die Idee, so das Blatt, bestehe "in dem einfachen Gedanken, einen Sitz auf Rädern mit den Füßen fortzustoßen". Drais - am 29. April 1785 im markgräflichen Karlsruhe geboren - bekam aber für seine bahnbrechende Erfindung zeitlebens keine Anerkennung und starb verarmt...
Oskar Schindler geboren
28.04.1908: Oskar Schindler wird angesichts der Judenvernichtung zum kühnen Lebensretter vieler Zwangsarbeiter. Als die Nazis sich aus Krakau zurückziehen mussten, entstand schließlich mit Hilfe des jüdischen Buchhalters Itzhak Stern jene berühmte 'Liste' mit den Namen von 1200 Männern, Frauen und Kindern, mehr oder weniger Schindlers gesamte Fabrik-Belegschaft, die - weil angeblich Kriegswichtiges herstellend - gen Westen fahren durfte und so dem Holocaust entkam...
Humboldt immatrikuliert sich in Göttingen
25.04.1789: Alexander von Humboldt war ein Universalgelehrter, der die Pflanzengeographie begründete und die Klimazonen der Erde entdeckte. Sein großes Werk "Reise in die Äquinoktial-Gebiete des Neuen Kontinents, unternommen in den Jahren 1799 bis 1804 von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland", hat Generationen von Südamerika-Forschern nach ihm Weg und Methode aufgezeigt...
Elisabeth Mann-Borgese geboren
24.04.1918: Elisabeth Mann-Borgese, Thomas Manns jüngstes Kind, war Mitbegründerin des International Ocean Institute und Vorkämpferin für die Ökologie der Meere. Von ihrem Alterssitz bei Halifax in Kanada, an dessen Universität sie bis zuletzt lehrte, blickte sie direkt auf den Atlantik. Der "Familienfluch", wie Bruder Klaus es genannt hatte, ereilte auch sie: Das Schreiben...
Max Planck geboren
23.04.1858: Am 23. April 1858 ist Max Planck geboren worden. Im Dezember 1900 trat der Physiker vor die renommierte Physikalische Gesellschaft in Berlin und konfrontierte sie mit der Formel: "Epsilon ist h mal ny". Das verstand zunächst keiner... Ein ganzes Vierteljahrhundert dauerte es, bis es den Physikern langsam dämmerte: Planck hat die Tür zu einer ganz neuen Physik aufgestoßen, zu einer Physik der Quanten, und die funktioniert ganz anders als die der fassbaren Welt...
Yehudi Menuhin geboren
22.04.1916: In New York kommt am 22. April 1916 Yehudi Menuhin zur Welt. Der vierjährige Yehudi entdeckte seine Berufung, als er zum ersten Mal den Klang einer Geige hörte. Mit neun Jahren begeisterte er seine New Yorker Zuhörer, dann eroberte er Europa - ein Gipfelstürmer, vielleicht der größte Geiger seiner Zeit... Doch er kümmerte sich nicht nur um seine Karriere, sondern sorgte mit einer Stiftung dafür, dass auch sozial Benachteiligte freien Zugang zu Konzerten haben...
Wartburg wiedereröffnet
21.04.1983: Auf der 1080 erbauten Wartburg versteckte sich Martin Luther im Jahr 1521 vor den katholischen Häschern des Kaisers und übersetzte dort das Neue Testament ins Deutsche. Schon zu DDR-Zeiten wurde die historische Wartburg umfassend renoviert und am 21. April 1983 wiedereröffnet. Nach der Wende kam noch ein Fünfsterne-Hotel dazu...
Albert Einstein stirbt
18.04.1955: Für Albert Einstein war 1905 die Frage: Wie fasse ich die Beziehungen zwischen Materie und Energie in eine Formel, die präzise ausdrückt, welche Wechselwirkungen da auftauchen? Die berühmte Energieformel aus der "Speziellen Relativitätstheorie" kann man sich merken, aber was Einstein in der "Allgemeinen Relativitätstheorie" aufstellt, ist selbst für theoretische Physiker eine harte Nuss...
Morgenstern über den 17. April
17.04.1905: Christian Morgenstern wurde berühmt durch seine heiteren Gedichtsammlungen wie "Galgenlieder", "Palma Kunkel", "Palmström" und "Gingganz". Der Humor war jedoch für manche zu fein: Die Literaturkritiker meckerten daran herum. Einige Schriftsteller merkten jedoch gleich, welchen Rang Morgensterns Gedichte hatten. Hermann Hesse, Joseph Roth und Kurt Tucholsky waren begeistert...
Goya stirbt
16.04.1828: Der Maler Francisco de Goya wurde 1746 in Aragón geboren. Er begann mit Vorlagen für Teppichweberei, wurde Mitglied der Madrider Akademie, Professor und Porträtist der Königsfamilie. Sein größter Ruhm jedoch basiert auf den "Desastres de la guerra", den Kriegsbildern, und den "Caprichos", Bildern über Aberglaube und Armut. Am 16. April 1828 ist Francisco de Goya in Bordeaux gestorben...
Jean-Paul Sartre gestorben
15.04.1980: Als Jean-Paul Sartre am 15. April 1980 starb, trauerte die Nation. Freiheit - das war sein Lebensthema. Auch in der Liebe. Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir waren nicht miteinander verheiratet, sie lebten auch nicht zusammen. Sie schlossen einen Pakt der "freien Liebe". Vor allem Sartre nutzte ihn aus und hatte zeitweilig neun Geliebte gleichzeitig...
Tod Carl Hagenbeck jun.
14.04.1913: Von 1870 bis 1930 gab es die "Völkerschauen" im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Die Besucher begafften so genannte "Exotenvölker" aus fernen Ländern. In einer Epoche, in der die Europäer die halbe Welt eroberten, hielt man es für legitim, eine fremde Kultur zum Ausstellungsstück zu degradieren...
Bob Dylans Durchbruch
11.04.1961: Der 1941 in Minnesota geborene Bob Dylan kommt im Januar 1961 nach New York. Der Hauptgrund für seinen Ortswechsel war vermutlich seine im Sommer 1960 entwickelte Begeisterung für Woody Guthrie, der sterbenskrank in einer Klinik in New Jersey lag. Am 11. April schließlich kam der große Durchbruch: Er begann ein zweiwöchiges Engagement in Gerde's Folk City, als Vorprogramm für den großen Bluesmann John Lee Hooker aus Detroit ...
Leonard Cohen live in Washington
10.04.1970: Der Kanadier Leonard Cohen hat sich mit seinen dunklen und rätselhaften Liedern seit vierzig Jahren gegen die Konkurrenz von Rock und Pop behauptet. Außerdem Verfasser mehrerer hoch gelobter Lyrikbände und des Romans "Schöne Verlierer"; Faible für Zweireiheranzüge, die er so elegant zu tragen weiß wie außer ihm heute nur noch Keith Richards von den Rolling Stones ...
Jumbo kommt nach Amerika
09.04.1882: Der Zirkusdirektor Barnum verdiente sich eine goldene Nase mit dem Elefanten Jumbo, bis das Tier durch einen Unfall ums Leben kam. Jumbos Skelett schenkte Barnum dem Naturkundemuseum in New York; die bei der Übergabe anwesenden Ehrengäste erhielten je ein von den Stoßzähnen abgesägtes Plättchen Elfenbein. Den Rest des Dickhäuters ließ Barnum ausstopfen und übergab ihn einem College in Massachusetts ...
Eugen Ott geboren
08.04.1899: Der deutsche Botschafter in Tokio, Eugen Ott, wurde entlassen, weil er enge Freundschaft zu Richard Sorge unterhalten hatte, der für die Sowjetunion spionierte.Ott ging mit seiner Familie nach Peking und blieb dort bis Kriegsende, bevor er sich in Tutzing am Starnberger See niederließ. Dass er sich so hatte täuschen lassen, war jedoch verständlich. Sorge hatte sich perfekt getarnt...
Cavelier erreicht Mississippi-Mündung
07.04.1682: Der Franzose Cavelier entdeckte die Mississippi-Mündung. Mark Twain, der Verfasser der Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, hat den großen Fluss geliebt. Der Schriftsteller wuchs in Hannibal im US-Bundesstaat Missouri am Ufer des Mississippi auf. Der Fluss gab den Menschen Arbeit und Brot, er bestimmte ihren Lebensrhythmus, und er war der Gegenstand ihrer Träume. Dort legten in seiner Kindheit jeden Tag zwei Schiffe an ...
Muddy Waters geboren
04.04.1913: Der Gitarrist Muddy Waters kam aus dem tiefen Süden und spielte den schwärzesten Blues. Entdeckt wurde er vom Folkloreforscher Alan Lomax, berühmt wurde er in Chicago. Das erste Stück, das Muddy einspielte, stammte von Son House, seinem großen Vorbild. Auch Robert Johnson hatte es unter dem Titel "Walking Blues" eingespielt. Muddy nannte seine Version "Country Blues". Schon der zweite Titel war eine Eigenkomposition, die erste von vielen ...
Erster Auftritt von Donovan
03.04.1964: Der Gitarrist und Sänger Donovan ist der Softie unter den Folk-Rock-Musikern. Sein Spektrum reicht vom Pazifisten-Song "Universal Soldier" bis zur Meditationsmusik "Sutras". Donovans Lieder haben Ohrwurmqualitäten und streifen die Grenze zum Kitsch. Trotzdem sind sie poetisch und zeitlos, auch dadurch nicht totzukriegen, dass sie jahrelang zum Standardrepertoire bekiffter Freizeitbarden in Jugendzentren und Open-Air-Festivals gehörten ...
Hans Christian Andersen geboren
02.04.1805: Der Beginn Christian Andersens Aufstiegs klingt wie gut erfunden: als 14jähriger schmuggelte er sich als blinder Passagier auf ein Schiff und floh nach Kopenhagen. Obwohl er niemanden dort kannte, fand er einen Mentor, mit dessen Unterstützung er eine höhere Schule besuchen und das Abitur machen konnte. Danach fasste er den Entschluss, als freier Schriftsteller zu leben ...
Testfahrt der Titanic
01.04.1912: Die berühmte "Titanic" hatte zwei Schwestern, die "Olympic" und die "Britannic". Alle drei waren von bestechender Schönheit. Königinnen sollten sie sein - Majestäten der Meere. Denn die drei waren Schiffe. Die Testfahrt der "Titanic" war zu kurz und ungenügend, nicht einmal die Rettungsboote wurden zu Wasser gelassen. Die Konstruktion der "Titanic" galt als unsinkbar ...
Eiffelturm wird fertig getellt
31.03.1889: Gustave Eiffel gewann mit seinem Entwurf für einen Turm aus Stahl und Eisen den Wettbewerb der Weltausstellung, die 1886 von der Stadt Paris ausgeschrieben wurde. Allerdings entwarf er dieses Bauwerk nicht selbst, sondern zwei Ingenieure seiner Firma, denen er das Patent am Entwurf mit allen Rechten abkaufte. Als der erste Turm geplant wurde, der mit 300 Metern Höhe in unübersehbarer Weise aufmüpfig sein sollte, waren die Reaktionen zuerst negativ ...
Rachmaninow stirbt
28.03.1943: Sergej Rachmaninow lebte als gefeierter Pianist und Komponist in Amerika, litt aber zeitlebens unter seinem Heimweh nach Russland. Die Biographie des Sergej Rachmaninow wirkt merkwürdig blass. Er ist kein Salonlöwe: er misstraut den Menschen und führt ein zurückgezogenes, emotional verschlossenes Leben. Er ist brav verheiratet und hat zwei Kinder, von aufwühlenden Affären ist nichts bekannt. Kein Orchester führt er zu Glanz und Ruhm ...
Heinrich Mann geboren
27.03.1871: Sein Leben lang stand der ältere Bruder Heinrich Mann im Schatten des jüngeren Bruders Thomas Mann, der Nobelpreisträger war und ihn im Exil finanziell unterstützte. Heinrich schrieb nicht nur viel, sondern auch schnell und produzierte somit Bücher am laufenden Band. Davon konnte Thomas damals nur träumen. Dessen erste dichterischen Gehversuche kommentierte Heinrich nicht ohne Überheblichkeit als "weichliche Freundschafts-Lyrelei". Kein Wunder, dass Thomas eine Art "Anti-Heinrich" aufbaute ...
Raymond Chandler stirbt
26.03.1959: Der Krimiautor Raymond Chandler schuf mit seinem Helden Philip Marlowe einen Privatdetektiv, der kein Macho ist, sondern ein Freund der Frauen. Raymond Chandler, der seinen Helden gut kennt, aber nicht zu gut kennt, hat als Grundzug seines Wesens Respekt vor den Frauen erkannt. "Anders wäre er ja doch nur noch so ein scharfzüngiger Niemand", hat er von ihm gesagt ...
Novalis gestorben
25.03.1801: Der Dichter Friedrich von Hardenberg nannte sich Novalis und war der Erfinder der "Blauen Blume" - eines Symbols für romantische Sehnsucht. Das im Verborgenen blühende Pflänzchen avancierte zum Symbol romantischer Dicht- und Denkkunst. Sinnbild der Sehnsucht nach einer Verbindung von Natur, Mensch und Geist, von der Novalis getrieben wurde ...
Das Buch "Onkel Toms Hütte
20.03.1852: Am 20. März 1852 erscheint in den USA ein Buch, das schon bald ungeheuere Wirkung entfaltet: Harriet Beecher-Stowes Roman "Onkel Toms Hütte". Das Buch erschien mit einer Auflage von 5000 Stück, die innerhalb von 48 Stunden vergriffen war. Allein im Jahr 1852 wurden in den USA 300 000 Exemplare verkauft, in England waren es eine Million. "Onkel Toms Hütte" machte Politik ...
Nelson Mandela und Winnie geschieden
19.03.1996: Nelson Mandela gründete die erste schwarze Anwaltskanzelei Südafrikas und saß 27 Jahre im Gefängnis, weil er gegen die Apartheid kämpfte. 1994-99 war er der erste schwarze Präsident Südafrikas. Dazu gehörte aber auch, dass seine Frau Winnie, die während der Haft treu zu ihm gehalten hatte, sich als undurchsichtig-herrschsüchtige Chefin des Mandela United Football Club entpuppte. Tief enttäuscht trennte sich Mandela von ihr ...
Fontane als Barrikadenkämpfer
18.03.1848: Als an diesem Tag in Berlin der Aufstand losbricht, ist der 29jährige Fontane als Barrikadenkämpfer dabei. Er zieht von der Apotheke, in der er arbeitet, mit einer johlenden Menge zum Königstädter Theater. Jahrzehnte später schildert Fontane seine Revoluzzerstimmung von 1848 als törichte Jugendsünde. Das schreibt er im Rückblick, nachdem er es endlich zu einer angesehenen Position gebracht hat ...
Erstes Fahndungsfoto
17.03.1908: Sie hängen am Bankschalter, bei der Polizei und in öffentlichen Behörden, und wen sie abbilden, der blickt meist finster drein: verschattete Augen, verkniffene Lippen und ein verschlagener Gesichtsausdruck. Das erste Fahndungsfoto dieser Art veröffentlichte die Londoner Zeitung "Daily Mirror" am 17. März 1908 und zeigt einen Mann, der tags zuvor bei einem Überfall kostbare Juwelen erbeutet hatte ...
Jennys Brief an Karl Marx
14.03.1843: Gegen den Willen ihres Vaters heiratet Jenny von Westphalen den Journalisten Dr. Karl Marx. Der preußische Regierungsrat hatte alles versucht, um die Ehe zu verhindern. Eine Zeitlang durften Jenny und Karl sich nicht einmal schreiben. Vergebens - Die Ehe dauert 40 Jahre und hält für Jenny nur Entbehrungen bereit ...
Erster Fotoautomat in München
13.03.1894: Wer früher einen Maler mit einem Porträt beauftragte, konnte sicher sein, etwas schöner dargestellt zu werden. Damit war es vorbei, als die Fotografie in unser Leben trat. Man braucht nur die Gesichter derer zu beobachten, die am Passfotoautomaten stehen: Frohe Erwartung wandelt sich in peinliche Bestürzung. Auch den Münchnern erging es so, als sie am 13. März 1894 den ersten Fotoautomaten der Stadt erprobten ...
Taliban sprengen die Buddha-Statuen von Bamiyan
12.03.2001: Wenn Eiferer die Bildwerke der eigenen Religion zerstören - mit der Begründung, sie würden dem Götzendienst Vorschub leisten -, heißt das "Bilderstürmerei". Bilderstürmerei gab es im 16. Jahrhundert im christlichen Europa und auch im Islam. Am 12. März 2001 sprengten Talibankämpfer die größten, frei stehenden Buddhastatuen der Welt ...
General Spinolas Putschversuch
11.03.1975: Mit der "Nelkenrevolution" von 1974 wandelte sich Portugal zur Demokratie. Nur ein gekränkter General versuchte ein Jahr später noch einmal zu putschen. Was auch immer General Spínola bewogen haben mag, am 11. März 1975 eine Handvoll Kampfbomber gegen eigene Militäreinheiten einzusetzen - es sollte der letzte Putschversuch in der an Umstürzen reichen jüngeren Geschichte Portugals bleiben ...
Uraufführung "Einen Jux will er sich machen"
10.03.1842: "Nein, was in den Stückeln Onkel und Tanten sterben müssen, bloß damit alles gut ausgeht", heißt es am Ende von Johann Nestroys "Einen Jux will er sich machen". Johann Nestroy war der größte Autor des Alt-Wiener Volkstheaters, der sich durch Wortwitz, Ironie sowie "eine böse Zunge und ein weiches Herz" auszeichnete ...
Anna Magnani geboren
07.03.1908: Anna Magnani war die erste italienische Schauspielerin, die einen Oscar als beste Hauptdarstellerin bekam - für ihr Portrait der italo-amerikanischen Witwe Serafina Delle Rose in der Tennessee Williams-Adaption "Die tätowierte Rose". Die Verleihung des Preises kam nicht überraschend. Erstaunlich aber war die Reaktion der amerikanischen Filmemacher ...
Das Löpsinger Tor
06.03.1593: Am Dreikönigstag 1440 rettete eine Sau die freie Reichsstadt Nördlingen vor der Eroberung durch den Grafen Oettingen-Wallerstein. Sie wetzte sich am Löpsinger Tor und machte darauf aufmerksam, dass es offenstand. Nach dem Abriss des alten Tors wurde 1593 der Grundstein für das neue Löpsinger Tor gelegt, das es heute noch gibt ...
Stalins Tod
05.03.1953: Als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, genannt Stalin, einen Schlaganfall erlitt, traute sich niemand, ihn zu behandeln - so sehr war seine Umgebung an Duckmäusertum gewöhnt. Ein Offizier hatte den Diktator auf dem Boden liegend gefunden - halbseitig gelähmt. Nach vier Tagen starb Stalin den Erstickungstod ...
Schwanensee wird uraufgeführt
04.03.1877: Tschaikowskys Ballett "Schwanensee" war bei der Uraufführung ein Reinfall. Als sich der Vorhang senkte, zeigten sich Publikum und Kritik wenig angetan: Blass und monoton sei die Musik, nach ihr könne man nicht tanzen und überhaupt sei solche Musik für das Ballett völlig ungeeignet. Erst nach Tschaikowskys Tod wurde das Meisterwerk populär ...
Alexander II. befreit die russischen Bauern
03.03.1861: In Russland wurde 1861 die Leibeigenschaft aufgehoben. Von nun an konnten die Bauern Land erwerben und ihre Schulden abzahlen. Doch die Umstellung gelang nicht, Hunger und Misswirtschaft blieben. 1917 kam es zur Oktoberrevolution ...
König Ludwig I. gestorben
29.02.1868: König Ludwig I. von Bayern hielt an der Machtstellung des Monarchen fest. Er machte München zur Kunsthauptstadt, stolperte aber über seine Mätresse Lola Montez. Nach seiner Abdankung lebte er noch 20 Jahre und überwachte die Vollendung seiner Bauwerke - bis er am 29.02.1868 starb ...
Oscar für Peter-Pan-Film
28.02.2005: Mit dem Buch "Peter Pan" machte sich der schottische Autor James Matthew Barrie unsterblich. Die Geschichte vom Jungen, der nicht erwachsen werden will, wird immer wieder verfilmt. So auch in "Finding Neverland" ("Wenn Träume fliegen lernen") aus dem Jahre 2004 - mit Johnny Depp als James Matthew Barrie ...
John Steinbeck geboren
27.02.1902: Er brachte es vom Obstpflücker zum Millionär. John Steinbeck begann als Arbeiter in der Orangenplantage, war Straßenarbeiter, dann Parkwächter. Schließlich landete er mit "Tortilla Flat" einen Bestseller. Sein zweiter Roman "Die Früchte des Zorns" brachte Steinbeck den Pulitzer-Preis ein ...
Wallensteins Tod
25.02.1634: Der böhmische Feldherr Wallenstein war eine zwiespältige Persönlichkeit. Durch geschicktes Heiraten und Taktieren hatte er es zu Einfluss beim Kaiser, zu Geld und Macht gebracht. Er sah den Krieg als Spiel und sich selber als geborenen Herrscher. Eine verfängliche Aufgabe für Friedrich Schiller, aus so einem die Hauptfigur eines Dramas zu machen ...