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Freie Bildung – Diagramme textbasiert (clt26)
Der Vortrag startet mit einem kurzen Verweis auf den Vortrag 2025 zum Thema OER (Markdown/LiaScript). Es wird ein Überblick über die Möglichkeiten aufgezeigt, Grafiken und Diagramme textbasiert zu erstellen: Von einfachen Werkzeugen wie Mermaid, PlantUML und Graphviz bis hin zu recht schwierigen wie PGF/TikZ. Die Werkzeuge Mermaid und PlantUML/Graphviz werden ausführlich im Vortrag vorgestellt. Dazu gehören auch die Einsatzmöglichkeiten bspw. in Dokumenten oder der Dokumentation direkt in github. Zusätzlich gibt es eine Beispielsammlung mit Vorlagen, welche unter freier Lizenz genutzt werden können. Zum Ende wird das Abschlussprojekt unseres Azubis vorgestellt: ein Aufgaben- und Prüfungstrainer mit KI-Unterstützung, in dem die Grafiken mit den oben erläuterten Werkzeugen erstellt werden. Das Projekt ist Open Source und wird aktuell eher im IT-Schwerpunkt eingesetzt. Nahezu alle eingesetzten Sofwareprodukte sind Open Source. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/402
OP-TEE: Offene Sicherheit für ARM – Ein Einblick (clt26)
In einer Welt, in der die digitale Souveränität zunehmend von vertrauenswürdiger Hardware abhängt, spielen Trusted Execution Environments (TEEs) eine zentrale Rolle. Dieser Vortrag betrachtet OP-TEE (Open Portable Trusted Execution Environment), ein Open-Source Sicherheitsbetriebssystem für die „Secure World“. Der Vortrag beleuchtet dabei folgende Punkte: - System-Architektur: z. B wie Prozesse vom normal-world Linux-System (Rich Execution Environment) getrennt werden - Interaktion zwischen normal- und secure-world - Praxisbeispiele mit Hands-On-Demos z. B. zur Schlüsselverwaltung Der Vortrag richtet sich an Entwickler und Enthusiasten, die verstehen wollen, wie Sicherheit „unter der Haube“ moderner eingebetteter Systeme funktioniert und wie man diese mit Open-Source-Software bereitstellen kann. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/388
Open-Source-SIEM light mit dem Elastic Stack (clt26)
Viele Unternehmen und Institutionen stehen unter zunehmendem Druck, ein SIEM-System einzuführen. Nicht zuletzt die NIS2-Richtlinie, welche 2025 auch in die nationale Gesetzgebung überführt wurde, ist Anlass, sich über Lösungen Gedanken zu machen. Ziel ist es, Transparenz über die eigene IT-Landschaft zu gewinnen, sicherheitsrelevante Ereignisse zentral auszuwerten und bei auffälligen Aktivitäten im Netzwerk oder auf einzelnen IT-Komponenten zeitnah reagieren zu können. Klassische SIEM-Lösungen sind jedoch häufig komplex und mit hohen Lizenzkosten verbunden. Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über den Elastic Stack und zeigt, wie sich dieser mit Open-Source-Komponenten als SIEM light einsetzen lässt – ganz ohne kostenpflichtige Lizenzen. Es wird skizziert, welche Bausteine dafür notwendig sind, wie Logs und Metriken zentral gesammelt und ausgewertet werden können und wie einfache Alarme und Dashboards realisiert werden. Anhand konkreter Use Cases wird aufgezeigt, welche sicherheitsrelevanten Szenarien sich mit diesem Ansatz sinnvoll abdecken lassen und wo die Grenzen eines Open-Source-Setups liegen Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/253
Eine kurze Geschichte der verschlüsselten Kommunikation (clt26)
Kommunikation wird schon seit einigen Jahrhunderten mehr oder weniger erfolgreich verschlüsselt. Dieser Vortrag gibt einen historischen Überblick über die eingesetzten Verschlüsselungsverfahren, ihre Anwendung und Schwachstellen. Dabei zeige ich anhand der historischen Entwicklung, welche Sicherheitsanforderungen durch neue Kommunikationsverfahren abgedeckt werden und warum diese ältere Verfahren verdrängt haben. Der Hauptfokus liegt natürlich auf den aktuellen Methoden wie Matrix, Signal oder MLS. Der Vortrag ist einsteigerfreundlich gestaltet und nicht zu mathematisch. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/159
Datenzentrierte Dokumente mit ConTeXt (clt26)
TeX ist Infrastruktur in vielen Softwareprojekten. Mit ConTeXt LMTX (LuaMetaTeX) ist die Zusammenstellung von Daten aus verschiedenen Textformaten (Markdown, CSV, JSON) zu einem PDF nur ein paar Zeilen Lua entfernt. Das sehen wir uns am Beispiel von technischen Datenblättern an, die auch Bilder und Diagramme enthalten können. Am Rande gibt es Hinweise zu XML und SQL. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/118
Log-Management mit Loki (clt26)
Loki ermöglicht zusammen mit Grafana und Alloy die zentrale Erfassung, Speicherung und Analyse von Log-Daten. Obwohl die Kombination vor allem in der Cloud Native-Welt prominent ist, eignet sie sich auch für traditionelle IT. Der Vortrag erläutert die typische Architektur von Log-Management-Plattformen und ordnet den Loki-Stack neben verschiedenen anderen freien Lösungen ein. Anschließend beschreibt der Vortrag den exemplarischen Aufbau einer Logging-Infrastruktur mit der Datenerhebung und -vorverarbeitung mit Alloy, dem Speichern mit Loki und der Darstellung in Grafana. Während des Vortrags wird ein praktisches Beispiel aufgebaut, in dem fehlerhafte SSH-Logins protokolliert, nach verschiedenen Kriterien ausgewertet und gemäß ihrer Herkunft auf einer Weltkarte dargestellt werden. Fabian Thorns ist Trainer und Berater bei der xamira networks GmbH. Er befasst sich neben Linux und IPv6 vor allem mit Cloud Native-Infrastruktur und ist Autor des „IPv6-Handbuchs“. Fabian ist unter anderem Kubestronaut (KCNA, KCSA, CKAD, CKA, CKS) und LPIC-3-zertifiziert. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/138
Digitalsouveräne Partei? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit (clt26)
Parteien sind nicht digital und dann auch noch souverän? Bündnis 90/Die Grünen haben sich vor Jahren auf den Weg gemacht digital zu werden und auch ihre Abhängigkeit von großen Konzernen zu minimieren. Befördert wurde dies auch durch einen Cyberangriff im Jahr 2022, der grüne Bundesminister und Parteivorstand betraf. Neben einem professionellen IT-Dienstleister und einen Verein von aktiven Digitalisierungsexpert*innen setzen sie auf Open-Source-Lösungen und veröffentlichen eigene Entwicklungen auch zum Teil als Open Source. Dabei gehen die Open-Source-Lösungen von digitalen Konferenzsystemen, einer Nextcloud bis hin einem eigenentwickelten Antragsverfahrenssystem. Warum verwenden die Grünen sogar eine eigene KI und warum finden dann doch manchmal Konferenzen in Zoom statt? Wir begeben uns auf einen Blick in eine Partei, die ganz und gar nicht aus nativen Nerds besteht und schauen, wo noch Probleme auch in der praktischen Umsetzung vorkommen, die nicht von einer souveränen Digitalisierung in der Partei sprechen. Torsten Franz ist Vereinsmitglied bei netzbegrünung e. V. und in der Bundesarbeitsgemeinschaft Digitales und Medien der Grünen. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/206
Was ist eigentlich ein FPGA? (clt26)
FPGA – diese Abkürzung dürften viele aus dem (Hardware-nahen) IT-Umfeld schon mal gelesen haben, aktuell auch gerade im Bereich Retro-Gaming. FPGAs sind „programmierbare Hardware“. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Dahinter steckt eine spannende Technologie, auch weil man für FPGA-Entwicklung eine ganze andere Denkweise als in der Software-Programmierung braucht. In diesem Vortrag möchte ich euch zeigen: - wie ein FPGA funktioniert - wofür man sie benutzen kann (und wofür besser nicht) - wie sie programmiert werden Am Ende gebe ich auch noch ein paar Hinweise für den praktischen Einstieg in das Thema, auch unter Linux und mit freier Software. Der Fokus des Vortrags liegt allerdings darauf, Hintergrundwissen zu vermitteln. Licensed to the public under http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2026/de/programm/beitrag/296
Abschlussveranstaltung (fossgis2026)
Drei spannende Konferenztage gehen zu Ende. Ein gemeinsamer Abschluss soll erfolgen mit Rückblick auf die Konferenz und das Erlebte. Natürlich auch mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen und die Konfernz im Jahr 2027. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/X7HFTF/
Einfacher geht's nicht - Open Data mit dem QGIS-Plugin "GeoBasis_Loader" (fossgis2026)
Daten, ob kommerziell oder offen, können erst dann die erwarteten Synergien entfalten, wenn 1. sie überhaupt **verfügbar** und **aktuell** sind und 2. das **Finden** und **Zugreifen** für **jedermann** wirklich **einfach** ist. Genau dabei kann das QGIS-Plugin **„GeoBasis_Loader“** mit Zugriff auf derzeit ca. 700 freie Layer unterstützen. Im Vortrag geht es um Historie, Mitwirkende, Handling, Mitmachen, Umgang mit Geodiensten und Nutzungsbedingungen sowie einen Ausblick in die Zukunft. Das QGIS-Plugin **„GeoBasis_Loader“** dient dem vereinfachten Laden von ausgewählten, häufig genutzten Themen (WMS, WMTS, WFS, OGC Feature API, XYZ) aus den Open Data Portalen der Bundesländer und des Bundes sowie ausgewählten Hintergrundkarten wie z. B. von OpenStreetMap, Google, Bing, USGS, ESRI, … und der Basemap_de. Ergänzt wird um weitere Spezial-Kataloge. Ziel ist es, eine deutschlandweite, wohlsortierte Sammlung der offenen GeoBasisdaten-Quellen mit aktuellen, verfügbaren Links anzubieten. Alle Dienste werden mindestens 1x täglich auf Verfügbarkeit und Konsistenz der Katalog-Einträge mit den aktuellen GetCapabilities verglichen. Die auftretenden Differenzen werden zeitnah korrigiert, ggf. wird der Datenanbieter kontaktiert. Den jeweils aktuellen Stand findet Ihr in der Statustabelle. Der **„GeoBasis_Loader“** versteht sich als Mitmachprojekt. Um das Plugin schnell zu vervollständigen, benötige ich Eure Hilfe. Wenn Ihr die Links zu den freien Daten der Bundesländer oder anderer Anbieter und ggf. aktuellere Links kennt, schickt mir diese einfach unter Berücksichtigung der im Abschnitt „Mitmachen & Helfen“ genannten Regeln zu. So, wie diese bei mir ankommen, arbeite ich sie zeitnah ein, versprochen. Und wie immer, wer zuerst kommt, … Open Data mit dem QGIS-Plugin **"GeoBasis_Loader"** nutzen heißt vor allem, Zeit und Nerven zu sparen, um diese dann für die wesentlichen GIS-Tätigkeiten zu nutzen. Ihr spart das Suchen und Aktualisieren der Dienste-URLs, das Einbinden & Testen dieser URLs, das Teilen an Fachkollegen, das Kümmern um Layer, Bezeichnungen und EPSG-Codes, das Monitoren der Verfügbarkeit, ... IMHO: "GeoBasis_Loader" - Einfacher geht's nicht! Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/VSKNSD/
Erzeugung von Raster-Tiles aus Vektor-Tiles in einer PMTiles-Datei (fossgis2026)
PMTiles ist derzeit der _de facto_ Standard für die _cloud native_ Bereitstellung von Vector Tiles. Auch für die MOBIDROM Routing Services stellen wir Vektor-Tiles im Shortbread-Schema aus einer PMTiles-Datei bereit. Für die Bereitstellung von Raster-Tiles aus den PMTiles-Dateien haben wir zwei neue Möglichkeiten entwickelt, die im Rahmen dieses Lightning-Talks kurz vorgestellt werden. Die Kern-Infrastruktur bei MOBIDROM - der Landesagentur für Mobilitätsdaten in NRW - ist _cloud native_, d.h. die meisten unserer Dienste werden in einer managed Kubernetes-Umgebung betrieben. Aus diesem Grund war es für uns selbstverständlich, auch bei der Modernisierung unserer Tileserver-Infrastruktur auch auf moderne _cloud native_ Ansätze zu setzen. Für die Bereitstellung von Raster-Tiles war hier das von Protomaps entwickelte PMTiles-Format die erste Wahl. Ein weiteres Ziel der Modernisierung war eine offene (OpenSource) und stringente Architektur. Es sollte unbedingt vermieden werden, unterschiedliche Style-Definitionen für Vektor- und Raster-Tiles pflegen zu müssen. Zu diesem Zweck haben wir Lösungen entwickelt, die auf Basis von in PMTiles gespeicherten Vektor-Tiles im Shortbread-Schema und MapLibre Style Definitionen im JSON-Format entsprechende Raster-Tiles erzeugen können. Die beiden vorgestellten Lösungen mit von uns entwickelter PMTiles Unterstützung sind: - die [PMTiles DataStore Extension](https://docs.geoserver.org/main/en/user/community/pmtiles-store/index.html) für den GeoServer / GeoServer Cloud Mit diesem Community-Modul ist es möglich, Vektor-Tiles aus einer PMTiles-Datei als DataStore im GeoServer zu verwenden, mit Hilfe der MBStyle-Erweiterung zu rendern und als WMS, WMTS,... bereitzustellen. Vorteil ist, dass hier die gesamte Geoserver(-Cloud)-Infrastruktur für Rendering und Caching genutzt werden kann. Nachteil ist die unvollständige Unterstützung der Style Spec im MBStyles-Addon des Geoservers. - eine Erweiterung des [_'vt-raster-konverters'_](https://github.com/Smart-Mapping/vt-raster-converter) der AG SmartMapping der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) Dieses ursprünglich für MBTiles entwickelte Tool nutzt [Maplibre GL Native](https://github.com/maplibre/maplibre-native), um Raster-Tiles aus Vektor-Tiles zu erzeugen. Wir haben dieses Tool für die Nutzung von PMTiles-Dateien oder direkten Abruf von Vektor-Teils von einem Tileserver erweitert. Vorteil ist hier vor allem die vollständige Unterstützung der Maplibre Style Spec, so dass die Tiles exakt so gerendert werden, wie bei direkter Nutzung der Vektor Tiles im Browser. Nachteil ist der Fokus auf reines Rendering. Caching, Transformation, ... müssen nachgelagert z.B. von Mapproxy oder GeoWebCache übernommen werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/ZXMWGF/
Geo vadis, Kartographie und Geoinformation? (fossgis2026)
Dieser kurze Vortrag soll einen Denkanstoß zu den aktuellen Entwicklungen und gegenläufigen Trends rund um Geodaten geben. Einerseits ist unsere Gesellschaft mit einer größer werdenden Menge an räumlichen Daten und einer wachsenden Vielfalt von Anwendungsbereichen konfrontiert. Andererseits wird es immer schwerer, das Handwerk der raumbezogenen Informatik sowie der fachgerechten graphischen Veredelung professionell zu erlernen. Zählt hier nur noch Quantität vor Qualität? Das Schlaglicht soll hier auf die Entwicklungen der Studiengänge der Universitäten geworfen werden. Im deutschsprachigen Raum gibt es Beispiele für Anpassungen im Curriculum bis hin zum Auslaufen ganzer Studiengänge. Des Weiteren hat die Krise in der Print-Branche auch Auswirkungen auf kartographische Verlage. Zum Jahreswechsel 2026 ging mit dem Kauf der Kartographie von freytag & berndt durch MairDumont eine Ära in der österreichischen Kartographie zu Ende. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/B7GLBX/
Masterportal GeoEditor Addon (fossgis2026)
Das Masterportal GeoEditor Addon ermöglicht es, über einfache, selbst konfigurierbare Formulare, Geodaten zu erfassen und zu pflegen. Die GeoEditor Erweiterung des Masterportals ermöglicht es, einfach selbst Formulare zu konfigurieren, um typische Workflows abzubilden in denen Geodaten angelegt oder editiert werden, setzt aber keine GIS Kentnisse voraus. Daten werden standardisiert in einer Postgresql / PostGIS Datenbank abgelegt, auf die direkt zugegriffen wird. Dadurch können auch komplexere Datenstrukturen abgebildet werden. Die schlanke, containerisierte Lösung setzt zur Authentisierung auf KeyCloak und kann nahtlos in bestehende Systeme integriert werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/KLKJWJ/
Wo sind meine Ways geblieben? (fossgis2026)
Dieser Vortrag stellt *Where are my ways?* vor, eine Toolchain und Webanwendung zum Auffinden gelöschter OpenStreetMap-Ways. Schwerpunkt des Vortrags sind die Herausforderungen, die sich aus dem OpenStreetMap-Datenmodell ergeben und welche Lücken für Vandalen offen bleiben. OpenStreetMap-Daten sind zu der Geodatenquelle für Outdoor-Aktivitäten geworden. Wanderende und Radfahrende nutzen gelegentlich Privatwege oder Wege, auf denen sie nicht erwünscht sind. Manche Landbesitzer oder Behörden löschen deswegen diese Wege oder versuchen es zumindest. Viele Löschungen werden nach einiger Zeit entdeckt und rückgängig gemacht. Manche werden aber übersehen oder geraten in Vergessenheit. Attic-Anfragen an die Overpass-API sind eine Lösung für OpenStreetMap-Beitragende, solche Wege zu finden. Sie sind jedoch nur für einem fixen Zeitpunkt möglich. Die schlechte Performance schränkt sie räumlich ein. Der Redner lebt in einer Gegend, in der beinahe das komplette Feld- und Waldwegenetz in OpenStreetMap erfasst ist und sich die Erfassung deswegen auf Prüfung und Pflege des Datenbestands konzentriert. Um zu erfahren, wo es Wege gab, die man (noch nicht) vermisst, hat er *Where are my ways?* entwickelt. Die Webanwendung zeigt auf einer Karte alle gelöschten Wege in ihrer letzten Version vor der Löschung. Zur Webanwendung gehört eine Vorverarbeitungs-Toolchain, die die Wege aus dem Full-History-Planet-Dump extrahiert, mit dem aktuellen Wegenetz abgleicht und die Differenzen darstellt. Der Vortrag widmet sich den Herausforderungen, die sich aus dem OpenStreetMap-Datenmodell und der getrennten Objektversionierung von Nodes und Ways sowie der nicht modellierten Vereinigung von Ways ergeben. Er erläutert die Toolchain und zeigt auf, warum viele Löschungen harmlos sind. Nebenbei könnte es Anekdoten aus dem Mappingalltag mit *Where are my ways?* geben. Für das Verständnis des Vortrags werden Vorkenntnisse über das aktuellen Datenmodell von OpenStreetMap und seiner Objektversionierung empfohlen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/VXXABP/
Muschelbankerkennung - KI-basierte Luftbildanalyse für das Monitoring des Wattenmeers (fossgis2026)
Muschelbänke sind ein zentraler Bestandteil des Ökosystems im Niedersächsischen Wattenmeer. Um ihre Bestände zu überwachen, werden jährlich Luftbilder ausgewertet. Zur Unterstützung dieses Monitorings hat das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) ein KI-System entwickelt. Um das zeitaufwendige und eintönige manuelle Digitalisieren der Muschelbänke in Luftbildern zu automatisieren entstand in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer die Idee "Künstliche Intelligenz" einzusetzen und das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen mit der Entwicklung eines KI-Systems zu beauftragen. Im Rahmen einer Masterarbeit wurden zunächst verschiedene aktuelle Deep-Learning-Modelle untersucht und verglichen, um die am besten geeignete Architektur zur Erkennung von Muschelbänken zu identifizieren. Auf dieser Basis wurden anschließend weitere Modelle trainiert. Die Trainingsdaten basierten auf in den vergangenen Jahren manuell kartierten Muschelbankflächen und wurden iterativ optimiert. Als Datengrundlage dienten Digitale Orthophotos mit einer Bodenauflösung von 10 bis 20 cm. Die Entwicklung und Evaluierung der KI zur Muschelbankerkennung erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachleuten aus Biologie, Geoinformatik, Machine Learning und Cloud-Infrastruktur. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie durch Kooperation zwischen öffentlichen Verwaltungen und den Einsatz freier Open-Source-Software in kurzer Zeit innovative KI-Anwendungen mit direktem Mehrwert entstehen können. Im Vortrag stellen wir die Ergebnisse der Masterarbeit, die Entwicklung des MVP (Minimum Viable Product) sowie den daraus entstandenen produktiven Cloud-Service vor. Dabei zeigen wir, welche Open-Source-Komponenten aus dem Geo-Bereich zum Einsatz kommen und welche offenen Daten und Softwarelösungen im Rahmen des Projekts entstanden sind. Das Projekt „Muschelbankerkennung“ wird im Rahmen des Aufbaus eines KI-Kompetenzzentrums vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung gefördert. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/3CXBCG/
WMS-Time: Nutzung von Diensten mit zeitlicher Komponente (fossgis2026)
WMS-Time unterstützt Anfragen mit Zeitangabe; dies erfolgt durch Bereitstellung eines TIME-Parameters mit einem Zeitwert. MapServer und QGIS unterstützen die Verwendung dieses TIME-Parameters. In diesem Lighning-Talk soll gezeigt werden, wie MapServer und QGIS konfiguriert werden, um eine zeitliche Dimension im WMS verwenden zu können. Der Mapbender unterstützt WMS-Time Dienste über den Dimensions-Handler. Die Zeitspannen des WMS-Time Dienstes können z.B. über einen Zeitschieberegler im Mapbender angezeigt werden. Auch in QGIS können WMS-Time-Dienste konfiguriert und dargestellt werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/3FKFHQ/
KI-basierte Kartierung geschützter Lebensräume aus Fernerkundungsbildern (fossgis2026)
KIBI untersucht, wie sich geschützte FFH-Lebensraumtypen mit offenen Geodaten und frei verfügbaren KI-Modellen aus Fernerkundungsdaten kartieren lassen. Ziel sind aktuelle, landesweite Grünlandinformationen für Infrastrukturplanung und Umweltmonitoring. Die Ergebnisse für Rheinland-Pfalz werden als Open Data bereitgestellt. Das Projekt KIBI (gefördert durch den mFUND des BMDV) erforscht die Nutzung von Open Data und offenen KI-Modellen zur automatisierten Kartierung geschützter FFH-Lebensraumtypen. Grundlage bilden offene Satelliten- und Luftbilddaten, ergänzt um multispektrale Befliegungen. Ziel ist ein KI-Modell, das eine Kartierung auf Basis von Luftbildern zuverlässig durchführt. Bei der Modelentwicklung werden Herausforderungen wie Datenqualität, Label-Ungenauigkeit und Klassen-Ungleichgewicht adressiert. Die Ergebnisse – Modelle, Datensätze und Karten für Rheinland-Pfalz – werden zukünftig als Open Data veröffentlicht, um Forschung, Verwaltung und Planungspraxis zu unterstützen. In der Präsentation werden das Projekt KIBI und erste Zwischenergebnisse vorgestellt. Gezeigt wird ein Vergleich der Modellleistung unter Verwendung multispektraler Sentinel-2-Daten oder hochaufgelösten RGB-Orthophotos (DOP). Der Vergleich soll aufzeigen, wie sich die höhere räumliche Auflösung der DOPs gegenüber den zeitlichen Informationen und der größeren spektralen Bandbreite der Sentinel-2-Daten auf die Erkennung geschützter Lebensraumtypen auswirkt. Zudem möchten wir Einblicke in das Modellierungs-Setup (Data-Splits, Cross-Validation, Binary- vs. Multiclass-Ansatz) geben, sowie erste Resultate mit räumlicher Visualisierung und Validierung anhand des Habitatstatus vorstellen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/CMSHVF/
Ein Überblick über die Neuentwicklungen am Open Source Metadatenkatalog GeoNetwork (fossgis2026)
Dieser Vortrag wird die wichtigsten Neuerungen aus der GeoNetwork-Community vorstellen und die Roadmap für 2026 präsentieren. Dazu zählen unter anderem die ambitionierte GeoNetwork-5 Initiative, neue Funktionen der modernen Benutzeroberfläche GeoNetwork-UI, sowie zusätzliche Unterstützung für die häufigsten DCAT-Formate. Die letzten 12 Monate waren wegweisend für zahlreiche Veränderungen am Backend und Frontend des beliebten Metadatenkatalogs GeoNetwork. Die Arbeiten an GeoNetwork 5 schreiten zügig voran: Die neue Codebasis wächst kontinuierlich, das Crowdfunding zur langfristigen Finanzierung ist gestartet, und erste produktive Komponenten werden bereits getestet. Auch die GeoNetwork-UI entwickelt sich rasch mit der DataHub-App für eine nutzerfreundliche Metadatensuche und dem neuen Metadaten-Editor. Zudem gibt es diverse Neuerungen bei Architektur- und Infrastrukturthemen, insbesondere im Bereich Microservices und Deployment. Ein Höhepunkt der GeoNetwork Community war das neue Format eines User-Meetings im September 2025 in Bern. Dort wurden die künftige Rolle einer User-Community, die Einrichtung eines User-Committees, sowie der aktuelle Stand und die Roadmap von GeoNetwork 4 und 5 diskutiert. Themen wie Migration, Meilensteine, eine gemeinschaftliche Roadmap und neue KI-gestützte Suchfunktionen standen im Mittelpunkt. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/NJE9XJ/
Erwartete Qualitätssicherung (fossgis2026)
Die OpenStreetMap-Regeln für Daten sind fürs Mappen optimiert, mit Hinblick auf den Erfolg auch zurecht. Von Datennutzern wird erwartet, dass sie die Daten aufbereiten. Es gibt jedoch keinen konkreten und umfassenden Regelsatz. Der Vortrag versucht, Erwartungen an die Aufbereitung zu sammeln und zu systematisieren. Die OpenStreetMap-Regeln für Daten sind fürs Mappen optimiert, mit Hinblick auf den Erfolg auch zurecht. Von Datennutzern wird erwartet, dass sie die Daten aufbereiten: schon bei der Aufbereitung von Flächen werden Regeln benötigt, welche Objekte überhaupt Flächen modellieren, welche sich überlappen dürfen und wo lineare Flächen eigentlich ausgeschnitten werden müssten. Auch auf der Routing-Seite ist spätestens bei ungewöhnlichen Verkehrsmitteln zu beachten, bei welchen verwandten Verkehrsmitteln mit geschaut werden muss und wo sowieso eine sehr freie Interpretation erforderlich ist. Die Königsdisplizinen sind dann die korrekte Projektion von Bürgersteigen oder deren Übergängen über die Straße, der Umgang mit verdächtigen Namen durch Hinzuziehen der Edit-History, aber auch die sichere Interpretation des Verwandlungskünsters `highway=path`. Ist das wirklich alles und ist das alles möglich? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/DJAKQM/
Wie die Community zusammenhält: Erfahrungen aus der IP Masterportal (fossgis2026)
Das Masterportal ist ein Open Source Geoviewer, dessen Weiterentwicklung von über 55 öffentlichen Institutionen in der Implementierungspartnerschaft (IP) gesteuert wird. Damit diese effizient zusammenarbeiten können, ist ein professionelles Community Management unverzichtbar. Der Vortrag veranschaulicht anhand praktischer Beispiele, welche Möglichkeiten die Vielfalt der Community bietet, welche Herausforderungen das Community Management bewältigt und welche Erfahrungen daraus resultieren. Das Masterportal ist ein webbasierter Open Source Geoviewer, der durch seinen responsiven und modularen Aufbau optimal zur Visualisierung und Analyse von Geodaten geeignet ist. Für die Steuerung und Weiterentwicklung des Masterportals ist die Implementierungspartnerschaft (IP) verantwortlich, in der über 55 Institutionen aus der öffentlichen Verwaltung vertreten sind. Sie steuern das Masterportal, indem sie im Rahmen der IP alle wichtigen technischen und strategischen Entscheidungen treffen. Gleichzeitig schafft die IP ein Netzwerk, über das sich die IP-Mitglieder in einem vertrauensvollen Umfeld austauschen und gegenseitig unterstützen können. Damit sich die Potenziale dieses Netzwerks voll entfalten können und die IP fundierte Entscheidungen für das Masterportal treffen kann, ist ein professionelles Community Management unverzichtbar. In der IP übernimmt diese Rolle das Produktmanagement. Es sorgt für klare Kommunikation und eine effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten. Zudem fördert das Produktmanagement den Zusammenhalt innerhalb der IP sowie die Motivation der Mitglieder, sich zugunsten der Gemeinschaft oder der Software einzubringen. In der IP vereinen sich die unterschiedlichen Ressourcen, Interessen, Erfahrungen und fachlichen Schwerpunkte von über 55 öffentlichen Institutionen, darunter Stadtverwaltungen, Bundesbehörden und kommunale Zweckverbände. Daher besteht eine zentrale Aufgabe des Community Managements darin, eine ausgewogene und vertrauensvolle Gemeinschaft in der IP zu erhalten und Konflikte zu identifizieren, zu vermeiden oder zu lösen. Welche Herausforderungen und Chancen die Vielfalt der IP mit sich bringt und wie das Community Management gelingt, zeigt der Vortrag ebenso auf wie die Lehren, die sich aus der Arbeit mit der IP ergeben haben. Dazu werden praktische Beispiele aus der Communityarbeit veranschaulicht. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/WEJFPU/
Göttingen auf mehr als einen Blick - Erfahrungen aus der Einführung von Masterportal (fossgis2026)
Die Stadt Göttingen ersetzt in Zusammenarbeit mit der grit GmbH ihr derzeitiges Geoportal und wechselt auf die Open Source Anwendung Masterportal. Dabei wird das Masterportal aus einem Container eingesetzt. Der Vortrag zeigt, wie die Bereitstellung, Konfiguration und der Betrieb über Docker und Orchestrierungsskripte umgesetzt wurden – praxisnah und übertragbar für andere Kommunen. Das Masterportal bietet mit seiner Implementierungspartnerschaft ein ausgezeichnetes Konzept, das es Zielgruppen wie Kommunen, Landkreisen und Ländern ermöglicht, aktiv an seiner Weiterentwicklung mitzuwirken. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts wurde das Masterportal für die Stadt Göttingen auf einer containerisierten Infrastruktur eingeführt. Dabei kamen Docker-basierte gTainer der grit GmbH zum Einsatz, über die das Masterportal und die zugehörigen Komponenten wie Geoserver und MapFish bereitgestellt wurden. Der Vortrag beleuchtet die technische Umsetzung, Herausforderungen bei der Orchestrierung und Integration sowie die Anpassungen an die Anforderungen der Stadt Göttingen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schulung der Systemadministration – von der Konfiguration des Masterportals über die Datenstruktur bis zum Updatemechanismus. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen und Anregungen für ähnliche Projekte in anderen Verwaltungen zu geben. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/FEQSAA/
KI und Fernerkundung: Fortschritte in der Oberflächenanalyse städtischer Gebiete (fossgis2026)
Im Bereich der KI-gestützten Bildanalyse wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Ursprünglich für Sprachmodelle entwickelte Transformer-Architekturen wurden erfolgreich auf den Bereich Computer Vision übertragen. Wir stellen am Beispiel der Oberflächenanalyse von Luftbildern die konkrete Anwendung moderner KI-Modelle für verschiedene Aspekte der Stadtplanung vor. In diesem Vortrag bieten wir einen Überblick über moderne KI-Architekturen und deren Anwendung auf Luftbilder zur Oberflächenanalyse städtischer Gebiete. Eine Oberflächenanalyse städtischer Gebiete kann bei verschiedenen Aspekten der Stadtplanung unterstützen, wie z.B. Klima-Analysen, Entsiegelungsmaßnahmen, Reduzierung von Hitzeinseln, Entwicklung einer Schwammstadt, oder Abwasserwirtschaft. Für eine solche Oberflächenanalyse bieten sich Luftbilder, sogenannte True Orthophotos an, die seit einiger Zeit im mindestens 2-jährigen Zyklus regelmäßig erhoben werden und inzwischen bundesweit als Open Data zur Verfügung stehen. Diese Luftbilder können mit verschiedenen Machine Learning-Methoden analysiert werden. In den letzten Jahren wurden bei der KI-gestützten Auswertung von Bildern erhebliche Fortschritte gemacht, auch im Bereich der für die Oberflächenanalyse relevanten semantischen Segmentierung. Während anfangs noch Convolutional Neural Networks (CNNs) eingesetzt wurden, sind heutzutage sogenannte Vision Transformer-Architekturen weit verbreitet. Im Gegensatz zu CNNs können Vision Transformer einen wesentlich größeren räumlichen Kontext bei der Bildanalyse berücksichtigen. Moderne Architekturen können außerdem auch CNNs und Transformer miteinander kombinieren. Wir stellen verschiedene Software-Pakete vor, mit denen moderne KI-Modelle für geographische Daten erstellt und benutzt werden können. In der Anwendung zeigt sich, dass Transformer-basierte Modelle nicht nur mit problematischen Bereichen wie Schattenwurf von Häusern besser zurecht kommen, sondern auch besser auf andere Befliegungszeiten und andere Gebiete übertragbar sind. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/VHZP9A/
Leaflet 2.0 kommt – jetzt ist es offiziell! (fossgis2026)
Zwar steht auf der Leaflet-Website schon seit über einem Jahr eine Alpha-Version bereit, doch lange blieb unklar, was uns wirklich erwartet. Ein kleines Mysterium! Inzwischen gibt es mehr Informationen – und in diesem Vortrag schauen wir uns genau an, was sich mit Leaflet 2.0 ändert. Zwar steht auf der Leaflet-Website schon seit über einem Jahr eine Alpha-Version bereit, doch lange blieb unklar, was uns wirklich erwartet. Ein kleines Mysterium! Inzwischen gibt es mehr Informationen – und in diesem Vortrag schauen wir uns genau an, was sich mit Leaflet 2.0 ändert. Kann ich meine bestehenden Anwendungen weiterhin nutzen oder muss ich sie anpassen? Welche neuen Features und Tools gibt es? Was fällt weg? Und bleibt Leaflet so einfach wie bisher – oder wird jetzt alles komplizierter? Lasst euch überraschen! Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/CVEQQA/
OSM Indoor Routing (fossgis2026)
Routing innerhalb von Gebäuden ist beispielsweise für die korrekte Ermittlung von Umstiegen im Bahnverkehr relevant, umso mehr wenn verschiedene Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt werden sollen. Dieser Vortrag stellt eine Umsetzung von flächenbasiertem Indoor-Routing auf OSM Daten und mittels ausschließlich freier Software vor. Innenräume sind in OSM als Flächen modelliert, graphenbasierte Algorithmen wie sie im Straßenrouting zum Einsatz kommen eigenen sich daher im Allgemeinen nicht für das Routing in Gebäuden. Darüber hinaus stellen die dreidimensionalen Strukturen von Gebäuden eine Herausforderung dar, da OSM Daten in der Höhe konzeptionell und praktisch eine deutlich reduzierte Detailauflösung haben als in der Fläche. Insbesondere die Verbindungen zwischen Etagen sind für das Routing in mehrstöckigen Gebäuden aber elementar. Dieser Vortrag stellt einen Ansatz vor dennoch rein auf OSM Daten flächenbasiertes Routing in Gebäuden umzusetzen, und betrachtet die Limitierungen bzgl. OSM Modellierung und Resourcenbedarf. Im Gegensatz zu ähnlichen Ansätzen die auf vergangenen FOSSGIS-Konferenzen präsentiert wurden liegt hier eine vollständig freie Implementierung auf Basis der Recast Navigation Bibliothek vor. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/CYW3VL/
Datenräume - Wie kann die GDI-DE beim Ausbau Erneuerbarer helfen? (fossgis2026)
Der Ausbau erneuerbarer Energien wäre durch einen bundesweit einheitlichen Zugang zu Eigentumsdaten leichter: Zugangswege, Antragsverfahren und Datenschutz-Auslegungen unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Die GDI-DE will Geodaten offen und interoperabel machen, Sicherheits- und Persönlichkeitsbelange begrenzen das. Wie ist die aktuelle Situation? Der Ausbau erneuerbarer Energien steht im öffentlichen Interesse – doch die Umsetzung stockt oft schon am Anfang: Für Projektierer ist es sehr aufwändig an Informationen zu gelangen, wem ein potenziell geeigneter Standort gehört. Zwar sind Eigentumsinformationen über das amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) grundsätzlich verfügbar, doch unterscheiden sich Zugangswege, Antragsverfahren und Auslegungen der datenschutzrechtlichen Voraussetzungen stark zwischen den Bundesländern. Was in Brandenburg vergleichsweise gut funktioniert, ist anderswo mit langwierigen Anfragen, Unsicherheiten oder sogar Ablehnungen verbunden – obwohl das Ziel überall gleich ist. Der fehlende bundesweit einheitliche Zugang zu Eigentumsinformationen erschwert damit Standortanalysen nicht nur für Windenergieanlagen, sondern auch für Batteriespeicher und andere Infrastruktur der Energiewende. Die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) verfolgt das Ziel, alle Geodaten recherchierbar, auffindbar und interoperabel über offene Standards frei zugänglich zu machen. Jedoch ist dies nicht für alle Geodaten möglich, weil ein Bekanntwerden der darin enthaltenen Informationen nachteilige Auswirkungen hat. Beispielhaft zu nennen sind Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit, die Verteidigung oder Persönlichkeitsrechte. Datenräume und insbesondere Datentreuhandmodelle bieten technische Lösungen sowie Governance-Strukturen, um schützenswerte Daten im Bedarfsfall zu teilen und somit das Potenzial dieser Daten zu nutzen. Der Beitrag beleuchtet die aktuelle Situation, benennt Hemmnisse und zeigt auf, wie (schützenswerte) Geoinformationen besser genutzt, standardisiert bereitgestellt und rechtssicher zugänglich gemacht werden können – damit Georessourcen auch praktisch erschlossen werden können. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/AZVCNW/
Warum ich nach 25 Jahren den MapServer immer noch lieb habe (fossgis2026)
MapServer gehört zu den ältesten Open-Source-WebGIS-Projekten und überzeugt auch heute noch durch einzigartige Stärken: textbasierte Konfiguration perfekt für Git, Runtime Substitution für maximale Flexibilität, geringer Ressourcenverbrauch bei hoher Performance. MapServer gehört zu den ältesten Open-Source-WebGIS-Projekten und überzeugt auch heute noch durch einzigartige Stärken. Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Funktionen und besondere Features, die MapServer von GeoServer und QGIS Server unterscheiden: die textbasierte Mapfile-Konfiguration ist perfekt für Versionskontrolle mit Git, Runtime Substitution für individuelle dynamische Parameter zur Laufzeit, Include-Mechanismen für modulare Strukturen und MapScript für programmatischen Zugriff. Dazu kommen minimaler Ressourcenverbrauch und einfaches Deployment der Dienste-Konfigurationen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/ZBZ8GN/
Fußverkehrssicherheit mit offenen Daten verbessern (fossgis2026)
Auf Basis offener Geodaten wurde im Berliner Bezirk Pankow ein Projekt zur Verbesserung der Fußverkehrssicherheit umgesetzt. Mithilfe eines routinggestützten Fußverkehrsmodells wurden insbesondere Alltagswege von Schüler:innen und älteren Menschen analysiert. Die dabei identifizierten häufig genutzten Wege wurden mit Daten zu Unfallgeschehen, Tempolimits sowie Straßen- und Querungsmerkmalen verschnitten, um gezielt Handlungspotentiale zur Erhöhung der Verkehrssicherheit abzuleiten. Der Fußverkehr steht - gemessen an seiner Verkehrsbedeutung - nur selten im Fokus planerischer Aufmerksamkeit. Langsam gewinnen Themen wie Fußverkehrs- und Schulwegsicherheit oder Barrierefreiheit in einigen Kommunen aber an Bedeutung. Freie Geodaten können dabei helfen, systematisch Verbesserungspotentiale für die Fußverkehrsplanung sichtbar zu machen. Der Berliner Bezirk Pankow ist diesen Weg mit einem Datenprojekt zur Fußverkehrssicherheit gegangen, dass FixMyCity im Jahr 2025 durchgeführt hat. Dafür haben wir auf Grundlage offener Daten eine routingbasierte Modellierung des Fußverkehrsgeschehens entwickelt, die insbesondere Kinder und Jugendliche bzw. Schüler:innen sowie ältere Menschen in den Fokus nimmt. Daraus ergeben sich interessante Erkenntnisse zu stärker und weniger stark frequentierten Wegen im Stadtgebiet und zur fußläufigen Erreichbarkeit von Alltagszielen in den verschiedenen Nachbarschaften. Auf dieser Grundlage können schließlich Analysen durchgeführt werden, um konkrete Handlungsbedarfe zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu identifizieren: Wo überqueren beispielsweise viele Menschen Straßen an Unfall-Hotspots, es gibt aber keine Ampeln oder Zebrastreifen? Wo müssen besonders viele ältere Menschen über schlechte Gehwege oder nicht barrierefreie Kreuzungen laufen? Oder wo können fehlende Tempolimits an hochfrequentierten Schulwegen identifiziert und seit der letzten StVO-Novelle leichter angeordnet werden? Wir möchten von der Entwicklung des Fußverkehrsmodells und -routings und den Analyseergebnissen berichten, die derzeit nach Abschluss des Projekts bereits in planerische Entscheidungen in Berlin Pankow einfließen. Auch unsere Erfahrungen im praktischen Einsatz und der Aufbereitung von Daten des Berliner Geoportals würden wir gern teilen sowie besonders, wie sich diese durch OpenStreetMap-Daten ergänzen oder ersetzen lassen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/WBWRFD/
QGIS vs. R - der Live-Vergleich (fossgis2026)
Ein Problem, zwei Lösungen. Am Beispiel einer Standortsuche für eine Deponie demonstrieren wir, wie sich die Suche mit dem QGIS-Model Designer realisieren lässt. Parallel dazu lösen wir die Aufgabe mit dem Statistikprogramm R. Die Demo-Session richtet sich speziell an Personen, die sich für die GIS-Fähigkeiten von R interessieren. In unserer Demo zeigen wir die schrittweise Umsetzung einer 2D-Standortanalyse gleichzeitig in R und in QGIS. Ziel der Analyse ist die Bestimmung von potenziellen Standorten für eine Mülldeponie. Als Eingangsdaten verwenden wir geologische und topographische Basisdaten im Raster- und Vektorformat. Durch den direkten Vergleich der beiden Softwaretools werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede erkennbar. Während die Analyse in R geskriptet wird, erstellen wir in QGIS ein ausführbares Modell mit Hilfe des Model Designers. Am Ende der Demo fassen wir die jeweiligen Stärken und Schwächen der Tools zusammen und geben eine Empfehlung, wann und wofür welches Tool die bessere Wahl ist. GitHub Repository mit R-Skripten und QGIS Model: https://github.com/BayCEER/fossgis2026-qgis-vs-r Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/AKE3L3/
Bezahltes Mapping – Beispiel Barrierefreie Reisekette (fossgis2026)
Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 im Rahmen des Projekts Barrierefreie Reisekette die Erfassung von Barrierefreiheitsinformationen an ca. 1100 Bahnhöfen in OpenStreetMap vergeben. In diesem Vortrag berichten Auftraggeber und Auftragnehmer aus ihren Erfahrungen zur Vergabe, Organisation, Personalauswahl und Qualitätskontrolle bei organisierten Mappingkampagnen mit bezahlten Kräften. Mit wachsender Bedeutung des OpenStreetMap-Projekts nimmt auch die Häufigkeit bezahlter Datenerfassung zu. Seien es Informationen zur Barrierefreiheit im Schienenpersonennahverkehr, ausgeschilderte Rad- und Wanderrouten, Straßeninfrastruktur oder Indoor-Mapping – wer ein Thema komplett in OpenStreetMap erfasst haben möchte, kommt unter Umständen an den Punkt, bei dem es schwierig wird, Freiwillige zu motivieren, die Arbeit unbezahlt zu machen. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 im Rahmen des Projekts Barrierefreie Reisekette die Erfassung von Barrierefreiheitsinformationen an ca. 1100 Bahnhöfen in OpenStreetMap vergeben. Dies umfasste die Beschaffenheit der Bahnsteige, Zuwegung, Wege im Bahnhof und Einrichtungen wie Fahrkartenverkauf, Toiletten und Wartebereiche. Die Informationen waren in den Jahren 2021 bis 2024 bereits von einem anderen Auftragnehmer vor Ort erhoben worden. In diesem Vortrag berichten Auftraggeber und Auftragnehmer aus ihren Erfahrungen zur Vergabe, Organisation, Personalauswahl und Qualitätskontrolle bei organisierten Mappingkampagnen mit bezahlten Kräften. Der Vortrag wird sich folgenden Fragen widmen: Wie führt man bezahlte Mappingkampagnen erfolgreich durch? Welche Regeln und Verhaltenskonventionen gibt es im OpenStreetMap-Projekt? Wie wählt man als Auftraggeber Dienstleister aus, die einen dabei unterstützen? Wie sollte ein Vergabeverfahren gestaltet sein? Worauf sollte man bei der Auswahl des Dienstleisters und dieser bei der Auswahl des Personals achten, das die Daten in OpenStreetMap erfasst? Wie stellt man sowohl als Auftraggeber(in) als auch als Personalverantwortliche(r) eine hohe Qualität der Datenerfassung sicher? Welche Rolle spielt der im verwendeten OSM-Editor (JOSM) eingebauten Validator? Wie wurde reviewt? Dietmar Seifert trägt aus der Perspektive des Auftraggebers vor, Michael Reichert aus der des Auftragnehmers Geofabrik. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/V7YYG9/
Flurstückssuche in QGIS - Zum Stand eines deutschlandweiten Ansatzes (fossgis2026)
Orte und Adressen findet man dank OSM Place Search und ähnlichem in QGIS problemlos. Bei Flurstücken ist das nicht so trivial. Hier gibt es bisher höchstens Lösungen von einzelnen Bundesländern. Daher soll im Vortrag der aktuelle Entwicklungsstand eines QGIS-Plugins zur deutschlandweiten Suche von Flurstücken vorgestellt werden. Orte und Adressen findet man dank OSM Place Search und ähnlichem in QGIS problemlos. Bei Flurstücken ist das nicht so trivial. Hier gibt es bisher höchstens Lösungen von einzelnen Bundesländern. Daher soll im Vortrag der aktuelle Entwicklungsstand eines QGIS-Plugins zur deutschlandweiten Suche von Flurstücken vorgestellt werden. Neben Infos zur Benutzeroberfläche, Anwendung und Funktionsweise wird es natürlich auch eine kurze Live-Demo geben. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/RMRS8J/
Viele Hände, schnelles Ende - QGIS-Server-Light (fossgis2026)
Ein Horde von QGIS Rendering-Prozessen verpackt in kleine Container arbeitet eine Warteschlange von Aufträgen ab. Das ist QGIS-Server-Light. Wir schauen uns in diesem Vortrag an, was QGIS-Server-Light anders macht und warum dich das auch interessieren könnte. Auch die technischen Details werden wir näher beleuchten und sehen, dass dieser Ansatz Skalierbarkeit und Robustheit ins Zentrum rückt. QGIS-Server-Light isoliert den Rendering Prozess in eine schlanke Python-Runtime die als worker eine Queue abarbeitet. So wird das Debugging zur Laufzeit zum Kinderspiel. Verpackt in einem Container hat ein solcher laufender Worker einen Memory-Footprint von ca. 170MB. Dadurch können viele parallele Worker bereitgestellt werden die unabhängig voneinander arbeiten. QGIS-Server-Light startet in unter 1s. So ist sichergestellt, dass im Falle eines Crashes in sehr kurzer Zeit ein neuer Worker zur Verfügung steht. QGIS-Server-Light wird komplett über die Queue konfiguriert. Das macht ihn zum perfekten Bestandteil in skalierbaren Cloud-Umgebungen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/AE3NT9/
Stadtnavi - Eine einheitliche Lösung für verschiedene Angebote (fossgis2026)
Immer mehr deutsche Städte setzen auf ein Stadtnavi, eine modulare OpenSource-Lösung für Information und Navigation in der Stadt. Vorreiter ist die Stadt Herrenberg in Baden-Württemberg. Mit den Stadtnavi [1] sollen unterschiedlichste Dienstleistungen der Stadt den Menschen nahe gebracht werden. Einer der Kernpunkte ist eine Routing-Lösung auf der Basis von OpenStreetMap, die auch das Umsteigen in unterschiedliche Verkehrsmittel berücksichtigen kann und für den öffentlichen Nahverkehr abhängig von Uhrzeit und Fahrplan die Routen anpasst. Neben Herrenberg setzen auch die Städte Ludwigsburg, Kaiserslautern und Aachen und der Verkehrsverbund Pforzheim Enzkreis das Stadtnavi ein. [2] Die Stadt Kiel bereitet aktuell in Zusammenarbeit mit den umliegenden Landkreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön den Einsatz von Stadtnavi vor. Dafür wurde bereits ein Workshop für die Öffentlichkeit veranstaltet, um möglichst weitere Menschen für die Datenerfassung in OpenStreetMap zu gewinnen. [1] https://stadtnavi.de/ [2] https://www.herrenberg.de/Mobilitaet/stadtnavi Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/ZS9ZJB/
Bustracking mit der EFA JSON API: Daten- und Analyse-Update (fossgis2026)
Letztes Jahr habe ich vorgestellt, wie ich die EFA JSON API reverse-engineered habe, um die Busse in Würzburg zu tracken. Inzwischen ist über ein Jahr Datenmaterial beisammen und ich möchte kurz zeigen, was sich darin finden lässt. Letztes Jahr habe ich vorgestellt, wie ich die EFA JSON API reverse-engineered habe, um die Busse in Würzburg zu tracken. Inzwischen ist über ein Jahr Datenmaterial beisammen und ich möchte kurz zeigen, was sich darin finden lässt. Fahrplanumstellungen und Linienveränderungen machen die Auswertung komplizierter als gedacht – Theorie trifft Realität. Dennoch soll die Frage beantwortet werden: Kommt man nun pünktlicher zur Uni? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/QMBCRS/
QGIS basierte Windparkplanung für alle mit dem SATURN Planer (fossgis2026)
Semi-Autmatisierte (Wind-)TURbiNenplanung. Eine kleine Reise ausgehend von den praktischen Problemen der Windparkplanung über einen inspirierenden FOSSGIS Vortrag bis zu einem halbwegs fertigen QGIS-Tool. **S**emi-**A**utmatisierte (Wind-)**TUR**bi**N**enplanung. Eine kleine Reise ausgehend von den praktischen Problemen der Windparkplanung über einen inspirierenden FOSSGIS Vortrag bis zu einem halbwegs fertigen QGIS-Tool inklusive Projektausblick. Wir streifen ein wenig die FOSSGIS Welt mit Geopackage, SQLite Triggern und dem Geometrie Generator. Und natürlich landen wir dabei immer wieder bei QGIS. Am Ende diskutieren wir die berechtige Frage, warum eine vollwertige WebGIS-Lösung in eine QGIS basierte Desktoplösung umgewandelt wurde. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/DW3T8X/
Smarte Wege im Chaos: Echtzeit-Mobilitätsanalysen für Katastropheneinsätze (fossgis2026)
Unser Ansatz kombiniert OpenStreetMap, Echtzeitdaten aus Feldmissionen einer internationalen Hilfsorganisation, aktuelle Überflutungsdaten von GloFAS und zusätzliche Straßeninformationen aus ML-Methoden in Routinggraphen des Openrouteservice. So können Hilfsorganisationen ihre Mobilitätsanalysen in Krisensituationen nahezu in Echtzeit anpassen oder Szenarien simulieren, ohne Einbußen bei Performanz oder Skalierbarkeit. Alle Komponenten sind Open Source und Open Data. In Katastrophen- und Krisensituationen ändern sich Rahmenbedingungen oft innerhalb von Stunden: Zerstörte Brücken, überflutete Straßen oder neue Sicherheitsrisiken beeinflussen unmittelbar die Effizienz und Sicherheit von Hilfseinsätzen. Herkömmliche Routingansätze, auch auf Basis regelmäßig aktualisierter OpenStreetMap-Daten, konnten bisher auf solche dynamischen Veränderungen nicht schnell genug reagieren. Wenn etwa über Nacht eine Brücke einstürzt oder eine zuvor sichere Route unpassierbar wird, fehlen oft Mechanismen, um aktuelle Informationen aus dem Feldeinsatz von Hilfsorganisationen und lokalen Gemeinschaften unmittelbar in die Routing- und Analyseentscheidung einfließen zu lassen. Unser Ansatz schließt diese Lücke, indem er Echtzeitdaten aus Feldmissionen direkt in die Routinganalyse integriert. In Kooperation mit einer internationalen Hilfsorganisation wurde ein System entwickelt, das dessen Informationen zu priorisierten Routen und zur Passierbarkeit von Brücken, Straßen und Grenzübergängen und dem Einfluss von Überflutungen weltweit in nahezu Echtzeit verarbeitet. Diese Daten werden zunächst in eine zentrale Datenbank synchronisiert, mit den zugrundeliegenden Routinggraphen abgeglichen („Matching“) und die resultierenden Gewichtungen gespeichert. Laufende Openrouteservice-Instanzen greifen anschließend auf diese aktualisierten Gewichtungen zu und passen ihre Routenberechnung dynamisch an die aktuelle Lage an. Der Nutzer ist anschließend in der Lage, die neuen Missionsdaten nach eigenem Belieben zu gewichten. Und das alles ohne Einbußen bei Performanz oder Skalierbarkeit. Auch großflächige Graphen können effizient aktualisiert werden, sodass der Ansatz weltweit einsetzbar bleibt. Als Datenquellen neben OpenStreetMap dienen derzeit Real-Time-Felddaten der Hilfsorganisation, aktuelle Überflutungsdaten von GloFAS und vom HeiGIT durch ML-Methoden generierte Zusatzinformationen zu Straßenbelag (paved/unpaved) und Straßenbreiten. GloFAS und die zusätzlichen Daten des HeiGIT sind Open Data, wohingegen Missionsdaten von Anwendern selbst eingepflegt werden müssen. OpenStreetMap bildet den Kern unseres Systems. Durch regelmäßige Graph-Builds profitieren wir von den laufenden Verbesserungen und Rückmeldungen der OSM-Community, die Zugänglichkeiten, Barrieren und Straßeninformationen weltweit aktuell hält. Dennoch besteht zwischen zwei Graphen-Updates oft eine zeitliche Lücke, in der sich die Lage vor Ort bereits geändert haben kann. Unser Ansatz schließt genau diese Lücke, indem er aktuelle Missions- und Einsatzdaten in nahezu Echtzeit in bestehende Routinggraphen integriert, bevor sie in die OSM-Datenbasis einfließen oder ein neuer Graph generiert wird. Durch die Zusatzinformationen aus GloFAS und eigene Datensätze ermöglichen wir die Zusammenführung von Informationen aus nicht einfach kombinierbaren Basisdatensätzen. Das Gesamtsystem ist modular aufgebaut: Openrouteservice als Kernkomponente wird durch offene Synchronisationsschnittstellen, flexible Datenpipelines und Detektionsmodule ergänzt. Die Architektur ist skalierbar und kann an unterschiedliche Einsatzszenarien und Datenquellen angepasst werden, von Hochwasser- und Hurrikan-Einsätzen bis zu Grenzregionen mit instabiler Infrastruktur. Der Vortrag zeigt, wie offene Software, freie Daten und modulare Komponenten zusammenwirken, um Mobilitätsanalysen in Katastrophensituationen dynamischer, skalierbarer und resilienter zu gestalten. Das Ziel ist, die Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb zu teilen und der OSM-Community sowie Forschung, Entwicklung und Praxis in der Katastrophenvorsorge neue Impulse zu geben, um kommenden Krisensituationen mit neuen Möglichkeiten zu begegnen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/FNSWK8/
Herausforderung Adresse im Versorgungsunternehmen (fossgis2026)
Adressdaten in Versorgungsunternehmen unterliegen hohen Qualitätsanforderungen. Unterschiedliche IT-Systeme und Datenmodelle erschweren eine zentrale Pflege. Fehlerhafte Adressen behindern Prozesse und Systemkopplungen. Der Beitrag zeigt anhand eines Praxisbeispiels der Stadtwerke München, wie im GIS-Umfeld stabile Adressdaten erzeugt und über REST-Schnittstellen bereitgestellt werden. Die Anforderungen an den Adressdatenbestand im Versorgungsunternehmen sind sehr vielfältig und stellen hohe Qualitätsansprüche an den Datenlieferanten, Datenerfassung und den Lifecycle der Adressen dar. Häufig wird in großen Unternehmen kein einheitlicher zentraler Adressdatenbestand verwaltet, weil innerhalb der IT-Systeme (SAP, GIS, Archiv, Betriebssystem, …) die Adressdaten offensichtlich stimmig sind. Qualitative- und quantitative Fehler in den Adressdaten erscheinen erst dann, wenn die Rechnung nicht zugestellt oder die Kopplung von IT-Systemen über die Adresse nicht erfolgen kann. Ein einheitlicher Adressdatenbestand ist häufig nicht zu realisieren, weil sich die Systeme mit ihren Daten über viele Jahre etabliert haben und unterschiedliche Datenmodelle führen. Das Kaufmännische System benötigt weltweite Adressdaten mit entsprechendem Datenmodell, das technische System benötigt nur Adressdaten vom Versorgungsgebiet, welches sich auf ein Bundesland beschränkt. Der Windpark Betreiber benötigt nur Koordinaten zum Lokalisieren der Windkraftanlagen. Die Ursachen für das teilweise unbefriedigende Ergebnis beim Koppeln von IT-Systemen über die Adresse sind vielfältig und häufig auf die falsche Schreibweise von Ort/Stadt, Straßenname oder Hausnummer zurückzuführen. Die Lösung wäre ein einheitlicher stabiler Adressschlüssel, welcher jedoch in Deutschland nicht geführt wird und somit die Datenqualität von Kaufprodukten oder offenen Daten häufig sehr unterschiedlich ausfällt. Der Vortrag ist ein Erfahrungsbericht aus der Praxis, er richtet sich an GIS-Betreiber, und zeigt auf, wie wir bei den Stadtwerken München im GIS-Umfeld für korrekte und stabile Adressen sorgen und diese für weitere IT-Systeme als REST Services zur Verfügung stellen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/URSABN/
Kombination des Openrouteservice mit Emissionsmodelldaten des Umweltbundesamtes (fossgis2026)
Wie lassen sich Emissionen im Straßenverkehr sichtbar machen und welche Streckenabschnitte verursachen besonders viele? In unserer Studie zeigen wir, wie sich mit Hilfe von Daten des Umweltbundesamtes Emissionen entlang von Routen berechnen und visualisieren lassen – von der Herausforderung der korrekten OSM-Zuordnung, über die Verknüpfung mit dem Openrouteservice bis zu den ersten Ansätzen für ein nachhaltigeres Routing. Die Abschätzung anfallender Schadstoffemission im Straßenverkehr ist ein häufig diskutiertes Thema und eine Reduzierung bzw. Vermeidung steht seit langer Zeit im gesellschaftlichen und politischen Fokus. Ein wichtiger erster Schritt zur Verringerung von Emissionen ist es, den aktuellen Zustand sichtbar zu machen: Wo entstehen im Straßenverkehr besonders viele Emissionen und welche Faktoren beeinflussen sie? Hinsichtlich der Modellierung solcher Zusammenhänge stellt das Umweltbundesamt (UBA) mit dem Handbuch für Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs (HBEFA) eine wissenschaftlich-fundierte Datengrundlage für Emissionsberechnungen bereit. Darin enthalten sind Emissionsfaktoren für die gängigsten Fahrzeugtypen in verschiedenen Verkehrssituationen, sowie für unterschiedliche Straßenarten, Steigungen und Emissionsklassen (EU-Abgasnormen). Im Rahmen einer Studie haben wir diese Datenbasis genutzt, um mit dem Openrouteservice (ORS) anfallende Emissionen entlang von Routen zu berechnen und deren räumliche Verteilung zu visualisieren. Eine zentrale Herausforderung bestand dabei in der korrekten Zuordnung der OSM-Straßenattribuierung zu den Modellierungsklassen des HBEFA. Langfristig können die angewandten Methoden und Ergebnisse helfen, emissionarme Routen gezielt zu identifizieren und diesen Faktor in die Routenplanung einzubeziehen. Wie wir die ersten Hindernisse umfahren konnten, wie die Anbindung an den Openrouteservice funktioniert und wie Ergebnisse aussehen, möchten wir euch bei der FOSSGIS 2026 zeigen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/3CZZ8R/
GeoServer 3 – Der große technische Umbau (fossgis2026)
GeoServer 3 ist kein normales Release: Nach einem erfolgreichen Crowdfunding und Monaten an Arbeit wurde eine technisch anspruchsvolle Migration auf ein aktuelles Java, Spring 6, Jakarta EE und eine neue Bildverarbeitungsbibliothek durchgeführt. Dies stellt den GeoServer für die kommende Dekade auf stabile Beine, aber führt auch zu Herausforderungen für Nutzer des GeoServers, die nun auf eine aktuelle Version updaten möchten. Nach dem Release von GeoServer 2 im Jahr 2009, markiert das Update auf GeoServer 3 eine tiefgreifende, strukturelle Technologieanpassung für den weit verbreiteten Open Source Kartenserver. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Bisher genutzte Frameworks verlieren ihre Sicherheitsupdates, moderne Einsatzszenarien verlangen eine Migration auf Spring 6, zugleich wird der Umstieg auf neue Java-Versionen und Jakarta EE nötig. Ebenso wurde eine moderne Bildverarbeitung durch ImageN umgesetzt. Dieser Vortrag erzählt eine erfolgreiche Crowdfunding-Geschichte, beleuchtet die technischen Veränderungen und Rahmenbedingungen (etwa Sicherheitsanforderungen, End-of-Life von Bibliotheken) und erläutert die zentralen Modernisierungspfade (Java, Spring6, Bildverarbeitung, Wicket UI-Framework, Extensions). Infolgedessen wird darauf eingegangen, welche Konsequenzen dies für Nutzer, Betreiber und die Weiterentwicklung von GeoServer bedeutet (Migration, Betrieb, Erweiterbarkeit). Der Vortrag richtet sich sowohl an technisch Interessierte, aber ebenso an Betreiber, die den GeoServer nutzen, damit arbeiten und diesen auch in Zukunft als Fundament in ihrem Geoinformationssystem einsetzen möchten. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/3GUZTJ/
QGIS Web Client - Neues aus dem Projekt (fossgis2026)
Der QGIS Web Client (QWC) ist eine ausgereifte Anwendung zur Publikation von QGIS Projekte in Web. Sie bietet sowohl eine 2D wie auch eine 3D Ansicht. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Architektur des QWC, und stellt die zahlreichen neuen Funktionen vor, die im letzten Jahr entwickelt wurden. Mit dem QGIS Web Client (QWC) können Sie Ihre Projekte dank des QGIS Servers mit derselben Darstellung wie QGIS Desktop im Internet veröffentlichen. Die Umgebung besteht aus einer modernen Webanwendung, die in JavaScript auf Basis von ReactJS und OpenLayers geschrieben wurde, sowie aus den qwc-services, einem Ökosystem von serverseitigen Python/Flask-Mikroservices, die beispielsweise zur Steuerung von Benutzerrechten und zur Bearbeitung von Geodaten in der Webanwendung verwendet werden können. Die neue 3D-Ansicht, die auf Basis von THREE.JS und Giro3D entwickelt wurde, bietet außerdem die Möglichkeit, 3D-Szenen auf Basis von 3D Tiles anzuzeigen und zu skizzieren, und ist ein umfassendes Werkzeug für die Stadtplanung. QWC ist modular und erweiterbar und bietet sowohl eine Standard-Webanwendung als auch ein Entwicklungsframework. Sie können ganz einfach mit der Standard-Anwendung beginnen und Ihre Anwendung dann je nach Ihren Anforderungen und Entwicklungsfähigkeiten nach Ihren Wünschen anpassen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/KGQDE3/
Erfahrungsbericht Mergin Maps: eine 'neue' Open-Source-Lösung für Felddatenerfassung (fossgis2026)
Mergin Maps ist eine in den letzten Jahren in Europa entwickelte Open-Source-Anwendung, welche die effiziente Erfassung räumlicher Daten im Feld mithilfe von mobilen Geräten (Smartphones / Tablets) ermöglicht. Da Camptocamp Mergin Maps bereits erfolgreich in verschiedenen Projekten in Frankreich und in der Schweiz eingesetzt hat, möchten wir euch einige diese Praxisbeispiele näher vorstellen. Mergin Maps ist ein Tool zur effizienten Erfassung räumlicher Daten im Feld mithilfe von mobilen Geräten (Smartphones / Tablets). Dadurch, dass QGIS direkt in Mergin Maps integriert ist, ist die Synchronisierung zwischen mobiler und Desktop-Umgebung stark vereinfacht. Dies erleichtert unter anderem die Umsetzung komplexer Workflows zur Felddatenerfassung. Camptocamp hat Mergin Maps bereits erfolgreich in verschiedenen Projekten in Frankreich und in der Schweiz eingesetzt. Wir begleiten hierbei den gesamten Implementierungsprozess: von der Beratung, insbesondere bezüglich der benötigten Daten und der Datenmodell-Gestaltung, über die Konfiguration von Workflows bis hin zur Bereitstellung des Mergin Maps-Servers in einer Cloud-Infrastruktur. Self-Hosting ermöglicht es uns, die vollständige Kontrolle über Datensicherheit, Leistung und kundenspezifische Lösungen zu behalten. In unserem Vortrag geben wir daher einen Einblick in unsere Praxiserfahrungen mit Mergin Maps und zeigen die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Mergin Maps spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle in Camptocamps Bestreben, öffentliche Verwaltungen bei der Einführung von Open-Source-Lösungen zu unterstützen. Die Synergie zwischen Mergin Maps und anderen FOSS-Tools wie QGIS und PostgreSQL veranschaulicht hierbei gegenüber dem Kunden die Leistungsfähigkeit von Open-Source-Software. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/UPRKKX/
OpenStreetMap-Daten als Grundlage für Routing – wie gut funktioniert das wirklich? (fossgis2026)
Das HeiGIT und das BKG untersuchen, wie die Qualität von OSM-Daten Routingentscheidungen beeinflusst. Mit der ohsome quality API werden Vollständigkeit, Attributgenauigkeit und Aktualität der Daten analysiert und mit Routingvergleichen zwischen Openrouteservice, Google Maps, Bing Maps und Apple Maps verknüpft. Die Ergebnisse zeigen robuste OSM-Leistungen und liefern praxisrelevante Erkenntnisse zur Nutzung und Bewertung von OSM-Daten für Routing. **„Kann man mit OSM-Daten überhaupt vernünftig routen?“** **„Wie stark beeinflusst die OSM-Datenqualität das Ergebnis?“** **„Und wie schneiden OSM-basierte Routingdienste im Vergleich zu GoogleMaps ab?“** Solche Fragen begegnen uns immer wieder, wenn wir über OSM-basierte Routingdienste wie den Openrouteservice (ORS) sprechen, und versuchen, neue Anwenderinnen und Anwender von deren Nutzung zu überzeugen. Häufig sind es auch Fragen, die sich nicht schnell oder allgemeingültig beantworten lassen. Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) untersuchen deshalb, wie sich die OSM-Datenqualität tatsächlich auf Routingentscheidungen auswirkt und welchen Einfluss Vollständigkeit, Attributgenauigkeit und Aktualität haben. Im Rahmen der Untersuchung kommen dabei die Open Source Werkzeuge der ohsome quality API zum Einsatz, um verschiedene extrinsische und intrinsische Qualitätsindikatoren der routingrelevanten OSM-Daten unterschiedlicher Länder abzuleiten. Dabei wird die Vollständigkeit in Bezug auf Geometrien und Attribute, aber auch die Aktualität der vorhandenen Datensätze betrachtet und Ergebnisse miteinander verglichen. Darüber hinaus führen wir Routingvergleiche zwischen dem Openrouteservice und kommerziellen Anbietern wie Google Maps, Bing Maps und Apple Maps durch, setzen die Unterschiede in Beziehung zu den zuvor ermittelten Qualitätsindikatoren und gewinnen spannende Einblicke. Schon zwischen den kommerziellen Diensten bestehen teils deutliche Abweichungen und OSM-basierte Ansätze liefern überraschend robuste, aber auch aufschlussreiche Ergebnisse. Besonders interessant sind dabei Aspekte wie realistische Fahrzeitabschätzungen ohne Echtzeitdaten oder die Bedeutung aktueller Datensätze für Routingentscheidungen. In unserem Vortrag präsentieren wir euch die Ergebnisse, gewonnene Erkenntnisse und offene Fragen aus dieser Untersuchung. Wir diskutieren, welche Schlüsse sich daraus für den praktischen Einsatz von OSM-Daten für Routing ziehen lassen und zeigen, wie die ohsome quality API als frei verfügbares Werkzeug helfen kann, Datenqualität besser zu verstehen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/QKQH9H/
Mapbender in neuem Design und Unterstützung weiterer Datenquellen (fossgis2026)
Auch im letzten Jahr ist im Mapbender-Projekt wieder viel passiert. Es soll von den Neuigkeiten im Projekt berichtet werden und neue Features sollen vorgestellt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Überarbeitung des Designs und der Unterstützung weiterer Datenquellen. Aber auch viele kleine Neuerungen sind hinzugekommen, die vorgestellt werden sollen. Die Neuerungen werden anhand von einigen Mapbender-Projekten vorgestellt. Auch im letzten Jahr ist im Mapbender-Projekt wieder viel passiert. Es soll von den Neuigkeiten im Projekt berichtet werden und neue Features sollen vorgestellt werden. - Das Design von Mapbender wurde umfangreich überarbeitet und ermöglicht nun die Nutzung einer Anwendung für die Mobile- und die Desktop-Ansicht - Vector Tiles werden als neue Datenquelle unterstützt - Das Routing wurde erweitert und ermöglicht den Download der Routingergebnisse. - QGIS2Mapbender bringt QGIS Server WMS ins Web und direkt in eine Mapbender Anwendung - außerdem werden noch viele kleine Neuerungen gezeigt, wie die Suche im Ebenenbaum oder das automatisierte Neuladen von WMS und Vieles mehr Die Unterstützung für weitere Datenquellen geht es voran. Die Neuerungen werden anhand von einigen Mapbender-Projekten vorgestellt. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/RPVA3K/
Wie zuverlässig sind OpenStreetMap-Daten für LKW-Routing? (fossgis2026)
OpenStreetMap-Daten sind Grundlage vieler Routinganwendungen, doch für Lkw-Routing zeigen sich Lücken und Inkonsistenzen, etwa bei Gewicht, Höhe oder Gefahrgut. Der Beitrag untersucht die Qualität der Daten für europaweites Routing mit GraphHopper und diskutiert Ansätze zur Validierung und Verbesserung. OpenStreetMap (OSM) bildet die Grundlage vieler Routinganwendungen, von Freizeitkarten bis hin zu professionellen Navigationssystemen. Doch wie zuverlässig sind die Daten, wenn es um Lkw-spezifisches Routing geht? In einem laufenden Projekt wurde auf Basis von GraphHopper eine Routing-Engine für den Schwerverkehr entwickelt, die europaweit einsetzbar sein soll. Dabei zeigte sich, dass die Qualität und Vollständigkeit der OSM-Daten insbesondere bei lkw-relevanten Attributen sehr unterschiedlich ausfallen. Besonders kritisch sind dabei Attribute wie Gewichtsbeschränkungen (maxweight), Höhen- und Breitenlimits (maxheight, maxwidth), Durchfahrtsverbote (hgv=no) oder Gefahrgutregelungen (hazmat=*). Neben fehlenden oder widersprüchlichen Angaben erschweren nationale Unterschiede im Tagging die Nutzung der Daten für einheitliches Routing über Ländergrenzen hinweg. Der geplante Beitrag untersucht, inwieweit die derzeitigen OSM-Datenstrukturen und Tagging-Praktiken eine konsistente Nutzung für Lkw-Routing erlauben, und welche typischen Fehlerbilder auftreten. Geplant ist, verschiedene Ansätze zur Validierung und Verbesserung zu erproben, etwa durch automatische Prüfungen, semantische Konsistenzanalysen oder Vergleiche mit offiziellen Referenzdaten. Ziel ist nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern auch die Entwicklung von Ideen, wie sich die Datenqualität für Routingzwecke langfristig gemeinsam mit der OSM-Community verbessern lässt. Der Vortrag richtet sich an alle, die OSM-Daten für Routing, Navigation oder Verkehrsanalysen einsetzen, und möchte zeigen, wo die Grenzen aktueller Datennutzung liegen und wie man sie überwinden kann. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/TGSCKR/
Arbeit mit standardisierten Karten (fossgis2026)
Wer häufig Karten in QGIS erstellt, ist mit Kartenlayouts und Atlanten vertraut. In dieser Demo-Session stellen wie vor, wie mit einer Python-Automatisierung die Kartenerstellung effizient und professionell standardisiert werden kann. Durch den Einsatz von Variablen, Funktionen und Expressions in PyQGIS werden Layout-Elemente wie Legende, Titel und Metadaten dynamisch an ihren Inhalt angepasst und in Relation zu anderen Layout-Elementen neu positioniert. Bei der Kartenerstellung stehen wir regelmäßig vor der Herausforderung den Kartenrand unseres Standardlayouts anpassen zu müssen, um den Anforderungen eines neuen Projektes gerecht zu werden und alle Inhalte geeignet zu platzieren. Für Elemente, die im Kartenlayout benachbart angeordnet sind (Legende, Projektname, Planinhalt, Firmeninformationen, Metadaten) muss die Position und Größe manuell optimiert werden. Dies führt zu unbeabsichtigten Verschiebungen der Elemente und inkonsistenter Handhabung. In dieser Demo Session möchten wir euch vorstellen, wie wir unsere Kartenerstellung mit Hilfe von PyQGIS vollautomatisiert haben. Dank der kombinierten Verwendung von Funktionen und Expressions findet die Positionierung und Dimensionierung der Layout-Elemente jetzt dynamisch statt. Die Größenverhältnisse und Abstände der Elemente zueinander bleiben erhalten, selbst wenn sich der Text- oder Bildinhalt ändert. Ergänzend sorgen feste Variablen für Seitenabstände, Textrahmenbreite und Strichbreite des Rahmens für ein einheitliches Design. Wir wollen ebenfalls auf die Limitationen dieses Vorgehens (z.B. bei Zeilenumbrüchen) eingehen. Mit dem Ansatz sind standardisierte Formate (z.B. DINA0, für Berichte, für PowerPoint) möglich, die von verschiedenen Mitarbeitenden (auch ohne großes Vorwissen) quasi per Knopfdruck genutzt werden können. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/TXU8EL/
QField in der Forstwirtschaft: Mobile Planung und Kartierung im Naturraum (fossgis2026)
Die mobile App QField hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der forstlichen Planung und Kartierung entwickelt. Durch die enge Integration mit QGIS ermöglicht QField eine nahtlose Verbindung zwischen Büro und Gelände --> Ein Praxisbericht Die mobile App QField hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der forstlichen Planung und Kartierung entwickelt. Durch die enge Integration mit QGIS ermöglicht QField eine nahtlose Verbindung zwischen Büro und Gelände: Forstliche Projekte können im Büro vorbereitet, im Feld präzise erfasst und anschließend direkt weiterverarbeitet werden. In dieser Sitzung werden aktuelle Strategien und Anwendungspotenziale von QField in der Forstpraxis vorgestellt. Anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Regionen wird gezeigt, wie QField bei der Bestandesaufnahme, Wegeplanung, Waldinventur, Naturraumerfassung oder Pflegemaßnahmenplanung erfolgreich eingesetzt wird. QField unterstützt Forstbetriebe, Dienstleister und Verwaltungen dabei, Datenlücken im Gelände gezielt zu schließen und eine aktuelle, verlässliche Datengrundlage für Entscheidungsprozesse zu schaffen. Durch die Integration mit QFieldCloud wird eine zeitnahe Synchronisierung zwischen mehreren Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht – ideal für Teams, die in größeren Revieren oder Schutzgebieten arbeiten. Erfahren Sie, wie QField hilft, Effizienz, Datenqualität und Transparenz in der forstlichen Planung zu steigern – und wie die Open-Source-Community dazu beiträgt, nachhaltige, praxisorientierte Lösungen für die Forstwirtschaft zu schaffen. Nicht nur für die Forstwirtschaft, sondern genauso in der Landwirtschaft und im Naturschutz eine effiziente Praxishilfe Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/TYKU3M/
Schnellere Karten, kleinere MapLibre Vektorkacheln und weitere Neuerungen (fossgis2026)
MapLibre steht für offene Innovation im Bereich vektorbasiertes Kartenrendering. In diesem Vortrag zeigt, wie das Open-Source-Ökosystem rund um MapLibre immer neue Impulse setzt. Der Talk bietet einen breiten Überblick über aktuelle Entwicklungen, erklärt die wichtigsten Konzepte für Einsteiger*innen und gibt einen Ausblick, wohin sich offene Kartentechnologien in den nächsten Jahren bewegen. In diesem Vortrag zeigen Bart Louwers, Maintainer von MapLibre Native, und Frank Elsinga, Goverment board von MapLibre, wie das Open-Source-Ökosystem rund um MapLibre immer neue Impulse setzt. Von Web und Native über Tools zur Stilgestaltung bis zum neuen MapLibre Tile Format. Ganz im Sinne der FOSSGIS-Tradition: praxisnah, offen, innovativ. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/NYSASD/
Archivierung von OpenStreetMap (fossgis2026)
Während die Archivierung analoger Karten geklärt war, fehlen für digitale Geodaten standardisierte Lösungen – besonders für kollaborativ erstellte Produkte wie OpenStreetMap (OSM). Das BKG und der FOSSGIS e.V. rufen Bibliotheken weltweit auf, OSM-Daten langfristig aufzubewahren. Der Vortrag beleuchtet die Herausforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Verhältnis von Archivierung und Open Database License sowie die Schutzdauer von Datenbanken nach Urheberrechtsgesetz. In der analogen Welt war die Bewahrung auf Papier gedruckter Karten für zukünftige Generationen geklärt und die Rollenverteilung zwischen Kartenherstellern, Bibliotheken und Archiven basierte auf jahrhundertealter Traditionen. In der digitalen Welt wurden diese traditionellen Rollen jedoch in Frage gestellt und scheinen sich neu zu ordnen. Dabei können keine standardisierten Lösungen festgestellt werden und es wird sich vorrangig auf amtliche digitale Geodaten konzentriert. Für private und kollaborativ erstellte kartographische Produkte ist noch nicht abschließend geklärt und geregelt, wie mit ihnen umgegangen wird: Was wird aufbewahrt und von wem, was nicht? Die weltweit bekannteste Webkarte, OpenStreetMap (OSM), verdient in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der Verein Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme (FOSSGIS) haben zusammen einen Call for Action ausgearbeitet, um Bibliotheken weltweit dazu aufzurufen, sicherzustellen, dass die kartographisch wertvollen OSM-Daten für zukünftige Generationen aufbewahrt werden. Im Vortrag werden neben den vielfältigen Herausforderungen der Langzeitarchivierung dieses einzigartig wertvollen Datensatzes auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet und diskutiert. Zu den Aspekten, die exemplarisch anhand der deutschen bzw. europäischen Rechtslage diskutiert werden, zählen das Verhältnis von Langzeitarchivierung und Lizenzbedingungen (Open Database License) sowie die Schutzdauer von Datenbanken nach dem Urheberrechtsgesetz. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/99SFCT/
Weinberg digital: Smarte Weinberge mit QGIS & QField (fossgis2026)
Wenn die Leidenschaft für Wein auf GIS-Expertise trifft, wird QField 🍇💻 zur Grundlage für ein intelligentes Weinbergsmanagement. Entdecken Sie die Geschichte von Jojo’s Vineyard: Fortschrittliche QGIS-Symbolik, Kartenthemen und die Erfassung von Felddaten werden zu einem optimalem Tool für digitales Weinbergsmanagement. Könnte dies die Zukunft des (Q)Weins sein? In diesem Vortrag erfährst Du die Geschichte von Ian Beecher Jones – einem passionierten britischen Winzer - und OPENGIS.ch die gemeinsam einen Open-Source-Workflow entwickelt haben, den es fortan der Weingesellfschaft ermöglicht, ihre Betriebsabläufe vollständig in QGIS zu verwalten, zu dokumentieren, zu planen und zu überwachen. QField ist dabei dein zentrales Werkzeug für die Datenerfassung im Weinberg – von der Kartierung der Pfosten bis zur Nutzung moderner Kartenthemen. So wird effizientes Weinmanagement und „Smart Farming“ ganz einfach. Du siehst, wie die Zuweisung von Attributen, die Definition von Zonen und die Integration räumlicher Daten die Planung und Ernte optimieren – und das schon vor der ersten Traubenlese. Neugierig, wie genaue Standortdaten das Weinbergmanagement verändern können? Entdecke, wie QGIS und QField einfach und wirkungsvoll im Weinbau eingesetzt werden – und was das auch für Weinberge in Deutschland bedeuten kann. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/3WEUVH/
Routing mit MOTIS (fossgis2026)
MOTIS ist eine quelloffene intermodale Mobilitätsplattform, die alle Verkehrsarten (öffentlicher Verkehr, On-Demand Verkehr, Micro/Sharing Mobility, private Mitnahme, usw.) miteinander verknüpft. In diesem Vortrag werden aktuelle Entwicklungen in MOTIS vorgestellt, z.B. Funktionen im Bereich Preissysteme (GTFS Fares v2), die Unterstützung von On-Demand Systemen (GTFS Flex), Ereignismeldungen (GTFS Service Alerts), Verbesserungen im geocoding, und neue Scripting Funktionen. Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in MOTIS. - Neue Funktionen und Verbesserung im Bereich Micro und Sharing Mobility (GBFS Unterstützung, Kartendarstellung aller Stationen, Fahrzeuge und Verfügbarkeitszonen) - Neue Funktion zur Preisbestimmung (Verarbeitung von Tarifstrukturen im GTFS Fares v2 Format) - Neue Funktionen zum Routing für On-Demand Systeme (GTFS Flex) - Neue Funktionen für internationale Service Alerts - Unterstützung für das SIRI-ET ("estimated timetable") Format für Echtzeit-Verspätungen, Umleitungen, Haltausfälle, usw. - Verbesserungen im geocoding: Alternativen-Matching (z.B. Hbf = Hauptbahnhof), Anzeige der verfügbaren ÖV-Kategorien an einem Halt, PoI Typen mit Logos von OSM Carto, usw. - Skripting-Unterstützung zur Verbesserung der Fahrplandaten beim Import Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/PKLL8T/
QGIS zur Berechnung von Ersatzzahlungen Windparkplanungen (fossgis2026)
Spontaner Lightning Talk. Wer einen 5 Minuten Vortrag halten möchte kann sich beim FOSSGIS-Stand in die Liste eintragen. Spontaner Lightning Talk. Wer einen 5 Minuten Vortrag halten möchte kann sich beim FOSSGIS-Stand in die Liste eintragen. Spontaner Lightning Talk. Wer einen 5 Minuten Vortrag halten möchte kann sich beim FOSSGIS-Stand in die Liste eintragen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/FUNSNU/