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Mit Open Source zum Lakehouse-Cluster mit nativer Geo-Unterstützung (fossgis2026)
Der Vortrag vermittelt Motivation und Orientierung für den Aufbau eines eigenen Lakehouse-Clusters. Er erklärt kompakt Architektur und Kernbausteine eines Lakehouse-Systems – vom Katalog über Speicher und Compute bis zum Tabellenformat – und zeigt, wie man einen Plan für große Datenmengen entwickelt, wenn eine einzelne Maschine nicht mehr ausreicht. Mit der fortschreitenden Öffnung von Geodaten wachsen die Anforderungen an Speicherung und Berechnung. Klassische Einzel-Datenbanken lassen sich zwar skalieren, stoßen bei sehr großen, heterogenen Beständen jedoch an organisatorische und technische Grenzen. Der Vortrag entmystifiziert moderne Lakehouse-Architekturen und zeigt, wie S3-Speicher, Katalog, Compute (von DuckDB bis Spark) und Tabellenformat zusammenspielen. Im Fokus steht Apache Iceberg v3 mit nativer Geo-Unterstützung: räumliche Datentypen, Time-Travel und saubere Schema-Evolution. Ziel ist ein klarer Startpfad vom Laptop-PoC zum kleinen Cluster – inklusive typischer Fallstricke sowie Do’s & Don’ts. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/AWVX7F/
Metadateneditor Berlin – Effizient erfassen, prüfen und veröffentlichen (fossgis2026)
Mit Open Source zum Lakehouse-Cluster mit nativer Geo-Unterstützung (fossgis2026)
Metadateneditor Berlin – Effizient erfassen, prüfen und veröffentlichen (fossgis2026)
Geodatensätze ohne Metadaten sind ein wenig wie Karten ohne Legende – ohne sie wird es schwierig, sich zurechtzufinden. Die Arbeit mit ihnen kann aber zur Herausforderung werden, weshalb terrestris für die Senatsverwaltung Berlin einen Metadateneditor entwickelt hat, der die Erstellung und Veröffentlichung von Metadaten vereinfacht und zugleich die Anforderungen gängiger Standards erfüllt. Die Lösung fördert den Umgang mit Metadaten und ist für alle zugänglich – auch ohne spezifisches Know-how. Metadaten sind essentieller Bestandteil von Geodateninfrastrukturen. Wer Geodatensätze oder -dienste effizient finden und verwenden will, benötigt sie. Und wer Geodatensätze bereitstellt, ist sogar dazu verpflichtet Metadaten mitzuliefern. Sie sorgen für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Wiederverwendbarkeit – und doch leiden sie häufig unter einem eher verstaubten Ruf. Um die Arbeit mit ihnen zu vereinfachen, hat terrestris für die Senatsverwaltung Berlin ein benutzerfreundliches, Open Source-basiertes Metadatenerfassungssystem entwickelt. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Metadateneditors, der Daten effizient und strukturiert erfasst und für die Veröffentlichung in GeoNetwork opensource vorbereitet. Die Lösung basiert auf bewährten Open Source-Komponenten und konzentriert sich auf das Wesentliche: eine klare, intuitive Oberfläche, mit der Nutzende neue Datensätze anlegen, bestehende bearbeiten sowie nach festgelegten Rollen- und Rechtekonzepten prüfen und freigeben können. Automatisierte Validierungsprozesse stellen sicher, dass alle Einträge den Standards – etwa ISO 19115, ISO 19119 und INSPIRE – entsprechen. Nach erfolgreicher Prüfung können die Metadaten direkt für die Veröffentlichung bereitgestellt werden. Im Vortrag werden die konzeptionellen und technischen Grundlagen des Projekts vorgestellt, ergänzt durch Erfahrungen aus Entwicklung und Einführung der Anwendung. Gezeigt wird, wie Metadaten mit der Lösung einfach, sicher und nachvollziehbar erfasst, geprüft und veröffentlicht werden können. Im Mittelpunkt steht die Benutzerfreundlichkeit: vordefinierte, rollenspezifisch konfigurierte Eingabeformulare, Statusanzeigen zur Visualisierung des Bearbeitungsfortschritts sowie die Möglichkeit, bestehende Metadatensätze als Vorlagen zu nutzen oder auf integrierte Schlagwortkataloge zuzugreifen. Der Vortrag zeigt, welchen Mehrwert die Anwendung für öffentliche Verwaltungen und alle bietet, die regelmäßig mit Metadaten arbeiten: Sie macht die Erfassung nicht nur effizienter, sondern auch übersichtlicher, nachvollziehbarer und qualitativ besser. Mit den richtigen Werkzeugen fürs Metadatenmanagement verlieren Metadaten schnell ihr verstaubtes Image – und werden zu einem echten Arbeitserleichterer für alle die Geodatensätze und -dienste einsetzen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/NHU8SV/
Open Data im Umweltbundesamt (fossgis2026)
Open Data im Umweltbundesamt (fossgis2026)
(Unvollständige) Open Data und deren (erschwerte) Auffindbarkeit in öffentlichen Behörden ist ein regelmäßiges Thema auf der FOSSGIS. Das Umweltbundesamt arbeitet auf der Grundlage seiner Datenstrategie an der Umsetzung einer datenzentrierten Denk- und Arbeitsweise. Ein zentraler Baustein in diesem Prozess ist der Aufbau eines Metadatenkatalog für die vielfältigen Umwelt- und Naturschutz-Daten. Wir stellen den aktuellen Status Quo des Metadatenkatalogs und seine Rolle in der Datenstrategie vor. Das Umweltbundesamt (UBA) hat zum Ende des Jahres 2023 eine Datenstrategie erarbeitet, aus welcher heraus verschiedene Umsetzungsmaßnahmen entstanden sind. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung und Implementierung von Richtlinien für Nutzungsbedingungen und Lizenzen im Bereich Daten, aber auch der Aufbau und die Etablierung eines UBA-Metadatenkatalogs. Der Metadatenkatalog (MDK) wird das zentrale System, um die verteilten und heterogenen Daten des UBA mit Hilfe semi-automatisierter Prozesse zu erfassen, zu pflegen und sowohl intern als auch extern auffindbar zu machen. Zudem soll eine Verlinkung mit anderen Katalogen ermöglicht werden. Dadurch kann ein vollumfängliches Bild der offenen Daten des UBA nach außen kommuniziert werden und Daten werden einfacher auffindbar und nachhaltig nutzbar (entsprechend der FAIR-Prinzipien). Weitere daten-zentrierte Maßnahmen der Datenstrategie bauen dabei auf dem MDK als zentrale Säule auf. Bei der technischen Umsetzung wird von proprietärer Software, wie sie beispielsweise bei der aktuellen UBA GDI noch zum Einsatz kommt, auf Open Source Komponenten gewechselt. Herausfordernd ist hierbei die Heterogenität der Daten am UBA und die historisch gewachsene disperse Datenhaltung. Die Daten reichen u.a. von Geodaten über Verwaltungsdaten bis hin zu Mess- und Sensordaten. Ein transparenter Prozess, der die Mitarbeiter:innen am UBA von Anfang an in den Aufbau und die Einführung des MDK mit einbezieht, ist aktuell ein wesentlicher Aspekt bei der Planung und Umsetzung. Im Vortrag werden wir sowohl auf die Ziele der MDK-Maßnahme im Rahmen der Datenstrategie eingehen, als auch die Entscheidungen bei der Wahl der verschiedenen technischen Komponenten und Einbindung verschiedener Metadatenschemata vorstellen. Wir laden zum offenen Gespräch und konstruktiver Kritik ein, um den UBA Metadatenkatalog auch für die FOSSGIS-Community so nutzbringend wie möglich zu machen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/FHVD8J/
Datenkataloge mit STAC und OGC API Records (fossgis2026)
STAC (SpatioTemporal Asset Catalogs) ist ein Standard für die Organisation und Beschreibung geografischer und zeitlicher Daten. Er wird von zahlreichen Organisation und Projekten verwendet und hat eine breite Toolunterstützung. Der OGC Standard für Metadatendienste CSW wurde kürzlich durch OGC API - Records abgelöst, welcher grosse Ähnlichkeiten mit STAC aufweist. STAC wurde in enger Abstimmung mit OGC API Standards entwickelt und ist seit Oktober 2025 selbst ein OGC Community Standard. Im Mai 2025 wurde die Version 1.0 von OGC API - Records, dem Nachfolger des Katalogdienstes CSW publiziert. Die beiden Standards haben eine grosse funktionale Überlappung, welche in diesem Vortrag gegenübergestellt werden. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/SUTPAH/
Einsatz von FOSSGIS und offenen Geodaten in der forstlichen Lehre (fossgis2026)
Datenkataloge mit STAC und OGC API Records (fossgis2026)
Einsatz von FOSSGIS und offenen Geodaten in der forstlichen Lehre (fossgis2026)
Der Beitrag zeigt am Beispiel forstlicher Studiengänge an der HAWK Göttingen, wie FOSSGIS, Open Data und moderne Hardware (z.B. GNSS, Drohnen) erfolgreich in Vorlesungen, Übungen und Prüfungen integriert werden. Durch praxisnahe Projekte werden Fachkräfte ausgebildet, die digitale Kompetenzen und den souveränen Umgang mit offenen Geodaten und Tools für Wissenschaft und Praxis erlernen. An der Fakultät für Ressourcenmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen werden die Bachelorstudiengänge Forstwirtschaft und Arboristik sowie die Masterstudiengänge „Waldökosystemmanagement und Bioökonomie“ und „Urbanes Baum- und Waldmanagement“ angeboten. In all diesen Studiengängen gewinnen Geoinformatik und der kompetente Umgang mit Geodaten stetig an Bedeutung. Dies spiegelt sich in den Curricula wider: Seit 2022 setzen wir in der Lehre ausschließlich auf freie und offene GIS-Programme (FOSSGIS), wie QGIS, QField, Orfeo Toolbox (OTB), Open Drone Map, PDAL und R. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die konsequente Nutzung von Open Data und offenen Schnittstellen in der Lehre: Sowohl Lehrende als auch Studierende greifen auf öffentliche Fernerkundungs- und Geodaten zu, etwa der Landesvermessungen, der OpenStreetMap oder des Copernicus-Programms. Neben der Software spielt moderne Hardware eine wichtige Rolle in der Ausbildung: GNSS-Empfänger, Drohnen, Laserscanner und Outdoor-Tablets werden für praxisorientierte Geländeübungen und Datenerhebungen eingesetzt und direkt mit FOSSGIS-Tools ausgewertet. In dem Beitrag möchte ich anhand konkreter Beispiele aus der Lehrpraxis berichten. Zur Vermittlung von GIS- und Fernerkundungskompetenzen kommen sowohl klassische Lehrmethoden, als auch problembasierte Projektarbeiten zum Einsatz. Insbesondere die Projekt-basierten Formate – von der Datenerhebung im Wald oder im urbanen Raum bis zur Ergebnispräsentation mittels QGIS-Karten oder webbasierten Applikationen – fördern anwendungsbezogenes und kollaboratives Lernen. Auch in Prüfungsformaten spiegelt sich die Praxisorientierung wider: Neben E-Klausuren mit QGIS werden Aufgaben im Gelände durchgeführt, bei denen Studierende mobile GIS-Anwendungen und GNSS-Geräte unter realen Bedingungen einsetzen. Der Beitrag stellt anhand konkreter Beispiele aus der Lehre die Rolle von FOSSGIS-Software in den genannten Studiengängen vor. Präsentiert und reflektiert werden didaktische Konzepte, erfolgreiche Praxisprojekte sowie Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Nutzung von FOSSGIS und Open Data in Lehre und Prüfungspraxis. Ziel ist der Austausch zu Best Practices in der FOSSGIS-Lehre. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/JNVF7U/
Von lokal bis verteilt: DuckDB, Sedona und Spark für moderne Geodatenanalyse (fossgis2026)
Open Data und Open Source-Strategie des BKG (fossgis2026)
Das FAIR4G Projekt - FAIRer Einsatz von open geospatial Software: Status und Trends (fossgis2026)
Ein offenes dezentrales Netzwerk für Metadaten (fossgis2026)
Open Data und Open Source-Strategie des BKG (fossgis2026)
Das BKG hat ein breites Open Data-Angebot, welches sich stetig erweitert. Was hat sich seitdem getan? Welche Datensätze sind neu hinzugekommen? Und wie steht es um das Thema Open Source? Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) ist der zentrale Geodienstleister des Bundes und hat ein breites Open Data-Angebot, welches sich stetig erweitert. Neben der Nutzung von proprietärer Software liegt die Entwicklung und Verbreitung von Open Source Software zunehmend im Aufgabenbereich des BKG. Im Vortrag werden die Neuerungen im Bereich Open Data vorgestellt. Dabei soll neben den bereits veröffentlichten Datensätzen auch auf die Neuerungen in Bezug auf verwendete Lizenzen eingegangen werden. Die Open Data-Landschaft in der öffentlichen Verwaltung bleibt durch verschiedene Gesetztesinitiativen weiterhin in Bewegung. Ergänzend wird der Status Quo von Open Source am Bundesamt vorgestellt und ein Ausblick in die Zukunft gegeben. Das Thema ist auch in der Bundesverwaltung hochaktuell und wird im Kontext einer sich stetig ändernden weltpolitischen Lage zunehmend diskutiert und umgesetzt. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/LYXX9P/
Ein offenes dezentrales Netzwerk für Metadaten (fossgis2026)
Ein offener, dezentraler Ansatz zur Speicherung von Metainformationen zu Geodaten ermöglicht es kleineren Akteuren, wie NGOs, Forschungsteams und Privatpersonen, ihre erhobenen oder abgeleiteten Daten leicht auffindbar und nachhaltig bereitzustellen. Der Ansatz beruht auf modernen, offenen (cloud-optimized) Datenformaten und Protokollen wie GeoZarr, Icechunk, Apache Iceberg, DASL und ATProto, die Interoperabilität, Integrität und Skalierbarkeit sicherstellen. Das Ziel dieses Projekts ist es, Metainformationen zu Geodaten leicht bereitstellen zu können und diese zugleich auffindbar und nutzbar zu machen. Es folgt den FAIR-Prinzipien. Als Ausgangspunkt diente der Blog-Eintrag [„Science needs a social network for sharing big data“ von Tom Nicholas], der die Probleme beim Teilen großer wissenschaftlicher Datensätze detailliert beschreibt. Als zentrale Technologie wird das [ATProto]-Protokoll eingesetzt. Es ermöglicht ein Netzwerk, das Akteure aus Behörden, Zivilgesellschaft und Forschungseinrichtungen miteinander verbindet. Man muss nicht unbedingt Teil einer Organisation sein, das Bereitstellen der Daten steht jedem offen. Ein zentrales Metadatenportal, das sämtliche Einträge enthält, wäre denkbar. Allerdings ermöglicht die Architektur durch die Trennung von Datenspeicherung und Präsentation das Erstellen von spezialisierten Portalen, die gezielt auf bestimmte Nutzergruppen zugeschnitten sind. Für aggregierte Kataloge wird heute häufig ein Harvesting-Ansatz verwendet. Dabei werden Daten eines anderen Portals in festgelegten Intervallen maschinell abgerufen und Änderungen übernommen. ATProto kehrt diesen Prozess um und vereinfacht ihn: Ein Publish-Subscribe-Mechanismus benachrichtigt die aggregierende Instanz sofort, sobald Änderungen auftreten. Auch denkbar ist es, durch solche Benachrichtigungen automatisierte Verarbeitungsprozesse auszulösen, die aufgrund der neuen Metadaten dann eine abgeleitete Version der beschriebenen Daten erstellen, die wiederum zur Verfügung gestellt wird. Ein Beispiel hierfür wären Satellitendaten, die bei neuen Bildern eine Analyse von Waldbränden anstoßen. Moderne Datenformate wie [GeoZarr] oder [Icechunk] spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie cloud-optimiert sind und die Daten auf beliebigen Speichersystemen bereitstellen, ohne dass spezielle Serversoftware nötig ist. Zudem können die Metadaten direkt innerhalb der Daten gespeichert werden. Durch eindeutige Identifizierung mittels Hashes ([Content-Addressing]) lässt sich die Integrität der Daten jederzeit verifizieren. Der Vortrag gibt einen Überblick über die zugrunde liegenden Technologien und zeigt die weitreichenden Möglichkeiten dieses dezentralen Ansatzes auf. [„Science needs a social network for sharing big data“ von Tom Nicholas]: https://hackmd.io/@TomNicholas/H1KzoYrPJe [ATProto]: https://atproto.com/ [GeoZarr]: https://www.ogc.org/announcement/ogc-forms-new-geozarr-standards-working-group-to-establish-a-zarr-encoding-for-geospatial-data/ [Icechunk]: https://github.com/earth-mover/icechunk [Content-Addressing]: https://en.wikipedia.org/wiki/Content-addressable_storage Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/KV8VC7/
Das FAIR4G Projekt - FAIRer Einsatz von open geospatial Software: Status und Trends (fossgis2026)
Dieser Beitrag stellt den aktuellen Stand, Trends und Vorteile der praktischen Nutzung FAIRer Zitation von Open Source geospatial Softwareprojekten wie GDAL, GMT, GRASS, PDAL, PROJ und QGIS anhand persistenter digitaler Identifikatoren (PID) in wissenschaftlicher Literatur vor, die im FAIR4G-Projekt erfasst werden (fair4g.org). Dieser Beitrag stellt den aktuellen Stand, Trends und Vorteile der praktischen Nutzung FAIRer Zitation von Open Source geospatial Softwareprojekten wie GDAL, GMT, GRASS, PDAL, PROJ und QGIS anhand persistenter digitaler Identifikatoren (PID) in wissenschaftlicher Literatur vor, die im FAIR4G-Projekt erfasst werden (fair4g.org). Das FAIR-Paradigma (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) der offenen datengetriebene Wissenschaft setzt die Anerkennung (due credit) von wissenschaftlichen Ergebnissen um. Dies gilt auch Open Scource geospatial Software als Teil der Forschungsinfrastruktur, bzw. als Forschungssoftware als Teil wissenschaftlicher Ergebnisse, die in wissenschaftlichen Publikationen referenziert und zitiert werden müssen (Nachvollziehbarkeit). Das Monitoring durch FAIR4G erfasst bisher folgende PID: Digital Object Identifier (concept DOI) für open geospatial Softwareprojekte, version DOI für einzelne Software-Releases, sowie ORCID für Einzelpersonen, die als Entwickler aktive Beiträge zu einem Softwareprojekt leisten. Die datengetriebene Auswertung basiert auf Metadaten der Verlage, die auf dem Crossref-Portal veröffentlicht werden (crossref.org). Die Projektergebnisse umfassen Trendentwicklungen der DOI-basierten Fachliteraturzitate von Softwareprojekte, aktuelle Übersichten derjenigen Verlage und wissenschaftlichen Zeitschriften die bereits DOI-basierte Softwarezitation vollumfänglich umsetzen/mittragen, sowie Empfehlungen für Softwareprojekte zum effektiven und effizienten Nutzung von PID, anhand der bisherigen Praxiserfahrungen der PID-nutzenden Softwareprojekte. Projekt-Communities profitieren mehrfach vom FAIR Paradigma: Die aus CrossRef gewonnenen Informationen belegen transparent, welche Beiträge eine open geospatial Software quer durch die Wissenschaftsdisziplinen leistet. Auf individueller Ebene erhalten die Entwickler in ihren ORCID-Profilen Dokumentation und Anerkennung für jedes Software-Release, an dem sie als Autor:innen mitgearbeitet haben. Potentielle Autor:innen können anhand der FAIR4G-Informationen ergänzend zum Open Access Status eines Verlags oder einer Zeitschrift vorab beurteilen, ob eine Publikation in Bezug auf Softwarezitate die best practices der FAIR Prinzipien auch für Software erfüllen wird. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die bloße Verfügbarkeit der erforderlichen technischen PID-Infrastruktur zwingend erforderlich ist, aber nicht allein ausreicht, um die Akzeptanz in der Wissenschaft und die allgemeine Anwendung sicherzustellen. Erst wenn ebenfalls organisatorische Veränderungen der best practices aller Stakeholder umgesetzt sind, zeigen die Ergebnisse positive Trends und potentiell selbstverstärkende Trends hinsichtlich der Akzeptanz und FAIRe Nutzung von PID für open geospatial Software. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/HRS8DQ/
Von lokal bis verteilt: DuckDB, Sedona und Spark für moderne Geodatenanalyse (fossgis2026)
Mit wachsenden Datenmengen und komplexen Analysen stoßen klassische GIS-Tools wie QGIS, PostGIS oder GeoPandas zunehmend an Performance- und Skalierungsgrenzen. DuckDB und SedonaDB bieten hier effiziente Alternativen für die lokale Geoverarbeitung, während Apache Spark mit Sedona große Datenmengen skalierbar und verteilt verarbeitet. Der Vortrag vergleicht diese Tools in Bezug auf Installation, Geo-Funktionalität und praktische Einsatzmöglichkeiten. Klassische GIS-Tools wie QGIS, PostGIS, GeoPandas oder GDAL/OGR haben sich über Jahre bewährt und sind aus der Geodatenverarbeitung nicht wegzudenken. Doch mit immer größeren Datenmengen und anspruchsvolleren Analysen stoßen auch diese Werkzeuge an ihre Grenzen, besonders bei Performance und Skalierbarkeit. Hier bieten DuckDB, SedonaDB und Apache Spark mit der Sedona-Erweiterung zusätzliche Möglichkeiten für spezifische Anwendungsfälle. DuckDB und SedonaDB ermöglichen es, Geodaten effizient auf lokalen Rechnern zu verarbeiten. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn schnelle Abfragen und Analysen benötigt werden, ohne dass eine aufwendige Infrastruktur aufgebaut werden muss. Apache Spark mit Sedona hingegen ist eine Lösung für die Verarbeitung großer Datenmengen in verteilten Umgebungen, wo Skalierbarkeit und Performance entscheidend sind. Der Vortrag vergleicht diese Tools anhand verschiedener Kriterien. Ein Schwerpunkt liegt auf der Installation und Einrichtung, also welche Voraussetzungen es gibt und wie hoch der Installationsaufwand ist. Ein weiterer Fokus liegt auf der Geo-Funktionalität, also welche räumlichen Operationen unterstützt werden und wie die Performance im Vergleich zu klassischen Tools ausfällt. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird gezeigt, in welchen Fällen die neuen Tools bestehende Workflows ergänzen oder ersetzen können, und es wird ein Überblick gegeben, für welche Szenarien sich die jeweiligen Ansätze eignen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/9EUFDH/
Sichere Softwarelieferketten mit openCode (fossgis2026)
openCode ist die gemeinsame Plattform der Öffentlichen Verwaltung für die Erstellung, Qualitätssicherung, Austausch und Nachnutzung von OSS. Mit dem Badge Programm und den Plattform Services wurde in 2025 das Angebot für Bund, Land und Kommunen ausgebaut, um vertrauenswürdige OSS glaubhaft zu attestieren. Mit der souveränen Softwarelieferkette demonstriert openCode, wie OSS das IT-Sicherheitsniveau durch sichere Softwareprüfung, dezentrale Container-Registry etc. nachhaltig etabliert. openCode ist die gemeinsame Plattform der Öffentlichen Verwaltung für die Erstellung, Qualitätssicherung, Austausch und Nachnutzung von Open-Source-Software. Mit dem Badge-Programm und den Plattform Services wurde 2025 das Angebot für Bund, Länder und Kommunen grundlegend ausgebaut. Durch die Kooperation mit dem BSI entstand die erste Phase einer souveränen und sicheren Softwarelieferkette. Mit einer eigenen Container-Distributionsinfrastruktur etabliert openCode eine sichere, resiliente und kontrollierte OSS-Lieferkette. Die staatlich betriebene Lösung ersetzt internationale privatwirtschaftliche Dienste wie DockerHub und GitHub durch eine unabhängige Alternative mit verbindlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards – und wirkt damit Abhängigkeitsrisiken in der Digitalen Infrastruktur wirksam entgegen. Das innovative Badge-Programm macht automatisierte Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen skalierbar. Transparente Qualitätssiegel (Bronze, Silber, Gold) zeigen auf einen Blick, welche Software welche Sicherheitsstandards erfüllt. Dies fördert die Nachnutzung hochwertiger OSS – besonders Spezialbereiche wie FOSSGIS können endlich auf Augenhöhe mit proprietären Systemen konkurrieren. Neben reduzierten Sicherheitsrisiken entstehen wirtschaftliche Vorteile: Standardisierte Prüfverfahren senken Compliance-Aufwände, geprüfte Software-Komponenten sparen Behörden Ressourcen, und ein vertrauenswürdiges Ökosystem schafft attraktive Einsatzmöglichkeiten – von Standardlösungen bis zu Spezialanwendungen. Gleichzeitig stärkt openCode den Wirtschaftsstandort Deutschland durch die Förderung lokaler und europäischer Open-Source-Entwicklung. Der Vortrag zeigt: Digitale Souveränität ist nicht Autarkie, sondern die Fähigkeit, seine kritischen Systeme selbstbestimmt zu gestalten und zu kontrollieren. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/YCJCXQ/
Sichere Softwarelieferketten mit openCode (fossgis2026)
Harmonisierung heterogener Geodaten mit Open-Source-Pipelines (fossgis2026)
Von der Quelle zur API: Standardisierte Nahe-Echtzeit-Datenintegration in die UDP (fossgis2026)
XPlanung-light (fossgis2026)
Von der Quelle zur API: Standardisierte Nahe-Echtzeit-Datenintegration in die UDP (fossgis2026)
Die Bereitstellung von Sensordaten in Nahe-Echtzeit stellt kommunale Verwaltungen wie die Stadt Hamburg vor neue Herausforderungen. Der hier vorgestellte Prototyp eines Standard-Konnektors vereinfacht die Integration und die Veröffentlichung solcher Daten im OGC-Standard Sensor Things API. Im Vortrag werden der Einsatz des Prototyps im laufenden Betrieb sowie aktuelle Weiterentwicklungen zum Erreichen der vollständigen Betriebsfähigkeit und Nachnutzbarkeit des Konnektors vorgestellt. Die Stadt Hamburg sieht sich verstärkt der Herausforderung gegenüber, kontinuierlich fließende Sensordaten in Nahe-Echtzeit öffentlich verfügbar zu machen. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, müssen die Prozesse zur Datenintegration ohne tiefgreifende Fachkenntnisse eingerichtet und unkompliziert gewartet werden können. Dafür ist es erforderlich, die Datenintegration mithilfe von Konnektoren weitgehend zu standardisieren. Im Rahmen der Urban Data Platform (UDP) Hamburg wurde der Prototyp eines Python-basierten Standard-Konnektors entwickelt. Der Standard-Konnektor ermöglicht die Ansprache unterschiedlicher synchroner (z.B. REST-APIs) und asynchroner Schnittstellen (z.B. MQTT-Broker) und die Integration der Daten in Nahe-Echtzeit in die UDP. Der Aufbau des Konnektors umfasst ein datenquellen-spezifisches, lesendes Plugin und ein standardisiertes, schreibendes Modul mit dem Zielmodell OGC Sensor Things API. Die Datenintegration erfolgt direkt in den FROST-Server der UDP. Durch die Bereitstellung des Konnektors in containerisierter Form wird eine effiziente Ressourcennutzung und einfache Skalierbarkeit entsprechend der zu erwartenden Datenlast ermöglicht. Im Zuge der Weiterentwicklung des Prototyps zum betriebsfähigen Konnektor soll die Erstellung des lesenden Plugins weitgehend automatisiert erfolgen, sodass auch Anwender ohne fortgeschrittene Programmierkenntnisse Nahe-Echtzeit-Datenintegrationen einrichten können. Um die Nachnutzung über die Grenzen Hamburgs hinaus zu ermöglichen, wird der Prototyp zurzeit einer umfassenden Aktualisierung der Abhängigkeiten unterzogen. Im Anschluss ist eine Veröffentlichung des Quellcodes geplant. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/RHAHZQ/
Harmonisierung heterogener Geodaten mit Open-Source-Pipelines (fossgis2026)
Luftbilder und LiDAR-Daten variieren stark in Format, Qualität und Zugänglichkeit, was ihre interoperable Nutzung über große Gebiete erheblich erschwert. Um diese Heterogenität zu reduzieren, wurden automatisierte Verarbeitungspipelines auf Basis freier Software entwickelt. So entstehen standardisierte, bereinigte und Cloud-optimierte Datensätze für effiziente Analysen. Für die Aufgaben an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) werden großflächige – häufig bundeslandübergreifende - Geodaten benötigt. Historisch gewachsene Datenstrukturen und eine Vielzahl von unterschiedlichen Datenquellen haben zu einer starken Heterogenität in Bezug auf Datenformate, Metadatenstandards, Zugriffsmöglichkeiten und Qualitätsniveaus geführt. Um insbesondere Orthofotos und LiDAR-Daten (Airborne Laser Scanning) effizient und einheitlich nutzbar zu machen, wurden automatisierte Prozessierungspipelines entwickelt, die vollständig auf Open-Source-Software wie GDAL, PDAL und lasR basieren. Die Pipelines übernehmen Aufgaben wie Datenbereinigung, Standardisierung, Reprojektion, Komprimierung und Katalogisierung. Das Ergebnis sind hochwertige, homogenisierte Datensätze, die in Cloud-optimierten Formaten (COG, COPC) bereitgestellt werden. Diese werden zusätzlich über virtuelle Mosaike (VRT, VPC) referenziert, um einen performanten und flexiblen Zugriff zu ermöglichen. Ziel ist der Aufbau eines umfassenden, qualitätsgesicherten und interoperablen Geodatenbestandes, der zukünftig per SpatioTemporal Asset Catalog (STAC) organisiert und zugänglich gemacht werden soll. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/QNDSLH/
XPlanung-light (fossgis2026)
XPlanung und das KISS-Prinzip scheinen auf den ersten Blick *unvereinbar*. Trotz jahrelanger Anstrengungen, sowohl auf der Ebene der Standardisierung, als auch im Bereich der Softwareentwicklung, geht es in der Praxis nur sehr schleppend voran. Eine der Ursachen für diese Verzögerungen ist die Komplexität des Datenmodells. Die FOSS **XPlanung-light** ermöglicht es Kommunen, ihre Bauleitpläne auf einfache Art zu verwalten und zu publizieren - ohne sich mit dem Modell auseinandersetzen zu müssen. **XPlanung-light** ist eine freie Open Source Software, die Kommunen helfen soll ihre Bauleitpläne auf sehr einfache Art und Weise digital zu verwalten. Es handelt sich um eine Webanwendung auf Basis des weit verbreiteten Python Frameworks [Django](https://www.djangoproject.com). **Historie** Die Initiative zur Entwicklung der Software stammt aus Rheinland-Pfalz und basiert u.a. auf dem Bedarf der Ablösung der seit 2009 vom LVermGeo-RP betriebenen *Hostingplattform für Bauleitpläne*. Rheinland-Pfalz hatte als erstes Bundesland die Art und Weise der Bereitstellung von kommunalen Plänen und Satzungen im Internet standardisiert ([Leitfaden Kommunale Pläne GDI-RP](https://www.geoportal.rlp.de/metadata/Leitfaden_kommunale_Plaene_GDI_RP.pdf )). Im Rahmen des Aufbaus der Geodateninfrastruktur des Landes wurde die o.g. Hostingplattform eingerichtet. Die Plattform steht den Kommunen grundsätzlich kostenfrei zur Verfügung und wird insbesondere von kleineren Organisationen verwendet, um ihre Bauleitpläne im Internet zu publizieren. Bisherige Softwarekomponenten: * PostGIS * Mapserver * Geoserver Die Bereitstellung der Pläne erfolgt dabei kompatibel zu den Anforderungen der [EU INSPIRE-Richtlinie](https://eur-lex.europa.eu/DE/legal-content/summary/the-eu-s-infrastructure-for-spatial-information-inspire.html). Es gibt sowohl Metadaten, als auch WMS-Schnittstellen, die von den Kommunen direkt zur Beauskunftung verwendet werden. Das Datenmodell für die Verwaltung der Pläne basiert ursprünglich auf XPlanung 2.0 und wurde in enger Abstimmung mit den Kommunen sukzessive an die Anforderungen der Praxis angepasst. Die Vorgehensweise hat sich in den letzten 16 Jahren bewährt und zum Zeitpunkt des Starts der Entwicklung (2025) stehen alleine in Rheinland-Pfalz schon mehr als 14.400 Pläne online und interoperabel zur Verfügung ([Aggregation der Metadaten standardisierter Bebauungspläne RLP](https://www.geoportal.rlp.de/spatial-objects/557/collections/gdi-rp:bplan_polygon)). **XPlanung-light** Da sich sowohl die technischen, als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren geändert haben, war es Anfang 2025 an der Zeit, die Bereitstellungsarchitektur auf neue Beine zu stellen. **Grundsätzliche Prinzipien** * Vereinfachung der Verwaltung durch die Kommunen * Sicherstellung eines langfristigen Betriebs * Verbesserung der Kompatibilität zu XPlanung * Beibehaltung der bewährten Schnittstellen (GDI-DE / INSPIRE) * Nutzung von Freier Open Source Software um kostenfreie Nachnutzbarkeit sicherzustellen * Das System soll deutschlandweit einsetzbar sein **Was XPlanung-light kann und was es nicht kann** * XPlanung-light soll Prozesse im Bereich der Bauleitplanung durch die Verwendung weit verbreiteter Standards vereinfachen. * Es besteht *nicht* der Anspruch den Austauschstandard [XPlanung](https://xleitstelle.de/xplanung) in seinem kompletten Umfang abzubilden. * Es handelt sich also *nicht* um ein Werkzeug um vollvektorielle XPlan-GML Dateien zu erzeugen, diese können jedoch vom System verwaltet werden. Als Verwaltungs- und Publikationstool für Bauleitpläne ist **XPlanung-light** eher auf einer *Metaebene* angesiedelt. **Funktionsumfang** * Erstellen und Editieren von XPlan-Objekten * Import und Export von XPlan-GML Dateien * Import und Export von XPlan-ZIP Archiven * Verwaltung einer beliebigen Anzahl von Anlagen * Verwaltung eines an der Praxis orientierten und historisierten Plan-Datenmodells (kompatibel zu XPlanung 6.0+) * Automatische Erstellung von Metadaten und OGC-Diensten für eine standardisierte Publikation der Daten * ... **Weitere Informationen** * [Projekt auf github](https://github.com/mrmap-community/xplanung_light) * [Geodjango Tutorial](https://mrmap-community.github.io/django-tutorial/) Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/SFT7FL/
Cyber Resilience Act und Open Source – aktueller Stand aus den Arbeitsgruppen (fossgis2026)
Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Stand des EU-Cyber Resilience Act (CRA) und dessen Auswirkungen auf Open-Source-Projekte. Vorgestellt werden die aktuellen Arbeitsstände der beiden thematisch eng verbundenen Arbeitsgruppen – der FOSSGIS-AG CRA und der OSBA-AG CRA – sowie die Bedeutung der ab September 2026 geltenden Meldepflichten. Zudem werden notwendige Maßnahmen und Folgen je nach Rolle innerhalb von Open-Source-Projekten aufgezeigt – vom Entwickelnden bis zur anwendenden Stelle. Bis März 2026 kann sich im Umfeld des EU-Cyber Resilience Act (CRA) noch vieles verändern. Einige rechtliche Details und technische Standards werden bis dahin aber voraussichtlich konkreter vorliegen. Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Stand des CRA und seine absehbaren Auswirkungen auf Open-Source-Projekte. Dabei werden auch Themen und Ergebnisse vorgestellt, die in den beiden CRA-Arbeitsgruppen von FOSSGIS und OSBA diskutiert werden. Im Mittelpunkt steht, welche Anforderungen und Änderungen sich abzeichnen, welche Bedeutung die ab September 2026 geltenden Meldepflichten haben und welche Maßnahmen sich daraus für Open-Source-Projekte ableiten lassen. Anhand von Beispielen – etwa aus dem QGIS-Projekt – wird gezeigt, was Projekte bereits heute beachten können. Der Beitrag gibt praxisnahe Hinweise, worauf verschiedene Rollen – von Entwickelnden bis zu Anwendenden – im Hinblick auf den CRA achten sollten, und verweist auf hilfreiche Ansätze wie die OpenSSF Baseline. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/NV8HBP/
Update im Unterholz: wie ein Kanton sein waldbauliches Beitragswesen digitalisiert (fossgis2026)
XMAS-Plugin (fossgis2026)
Von der datensatz- zur modulbasierten Datenintegration mit der UDP Data Automation (fossgis2026)
Update im Unterholz: wie ein Kanton sein waldbauliches Beitragswesen digitalisiert (fossgis2026)
Verschiedene Nutzer sind involviert, wenn es darum geht Anträge für den Waldbau zu bearbeiten. Poweruser arbeiten mit QGIS, externe User mit Webschnittstellen. Damit alle über dieselbe Schnittstelle arbeiten können und jeweils nur sehen, was sie sollen wurde eine Djangobasierte Applikation aufgebaut, welche OGC API Features Endpunkte publiziert und einige weitere Aufgaben für die Sicherstellung der Datenqualität übernimmt und regelmässige Jobs durchführt. Beim Thema Wald kommen verschiedene Nutzer und Daten zusammen, nicht nur räumlich sondern auch digital. Interne Mitarbeiter arbeiten mit Powertools wie QGIS, Revierförster sowie private Waldbesitzer sind auf einfache Schnittstellen angewiesen um sauber durch Workflows geleitet zu werden und zu einer guten Datenqualität beitragen zu können. Dafür wurde eine zentrale Plattform entwickelt, welche alle Zugriffe koordiniert. Die Schnittstellen sind über Django-OAPIF umgesetzt, was eine saubere Zugriffskontrolle erlaubt, wobei jeder Nutzer nur das sieht was er darf und soll und eine Qualitätssicherung direkt auf den Schnittstellen durchgeführt werden kann. Dabei können externe Nutzer über eine OpenLayers basierte Webkarte arbeiten, interne direkt in QGIS. Jeder authentifiziert sich dabei direkt an der Webapplikation. Nebenbei integriert dieses System auch Daten von verschiedenen Umsystemen und exportiert regelmässig Reports als PDFs. Neben dem bereits Erreichten wollen wir auch einen Ausblick bieten, was durch diese technologische Grundlage noch möglich ist, wie Integration mit Single Sign On, die Anzeige von Webformularen direkt in QGIS oder wo wir das Potenzial sehen, die Performance durch alternative Encodings der Geometrien bei der Übertragung zu verbessern. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/9LGSNR/
Von der datensatz- zur modulbasierten Datenintegration mit der UDP Data Automation (fossgis2026)
Die Urban Data Platform Hamburg veröffentlicht über 600 Datensätze aus unterschiedlichen Bereichen der Stadt. Um die Entwicklung und Pflege der datensatzbezogenen, auf proprietärer Software basierenden Datenintegrationsprozesse zu vereinfachen, wird ein modularer und dynamischer ETL-Prozess auf Basis von Open Source Technologien, wie Apache Airflow und Python, entwickelt. Mit der UDP Data Automation werden Datenintegrationsprozesse künftig effizienter, flexibler und nachhaltiger. Die Urban Data Platform Hamburg (UDP Hamburg) bildet die zentrale digitale Infrastruktur der Stadt, auf der vielfältige Daten aus den Bereichen Verkehr, Umwelt, Energie, Verwaltung und Infrastruktur zusammengeführt und bereitgestellt werden. Ziel der Plattform ist es, diese heterogenen Datenbestände für die Stadtentwicklung, Forschung, Verwaltung sowie die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Aktuell sind über 600 unterschiedliche Datensätze mit jeweils eigenständigen Strukturen in der UDP verfügbar, was die Anforderungen an die Datenintegration kontinuierlich erhöht. Bisher erfolgte die Integration der Fachdaten datensatzbezogen und unter Verwendung proprietärer, lizenzbasierter Software wie FME, was zwar etabliert ist, jedoch hinsichtlich Flexibilität, Skalierbarkeit und Kosten deutliche Einschränkungen mit sich bringt. Vor diesem Hintergrund wird im Projekt Data Automation ein neuer, modularer Ansatz zur Automatisierung der Datenintegrationsprozesse entwickelt, der auf modernen Open-Source-Technologien wie Apache Airflow und Python basiert. Ziel ist es, die Datenintegration zu beschleunigen, die Qualität zu verbessern und die Pflege durch modulare Komponenten zu vereinfachen. Apache Airflow ermöglicht die Automatisierung, Steuerung und Überwachung von Datenprozessen, während Python als vielseitige Programmiersprache die Entwicklung individueller Schnittstellen und Datenverarbeitungslogiken unterstützt. Dabei wird ein generischer ETL-Prozess (Extract, Transform, Load) umgesetzt, der nicht mehr für jeden Datensatz individuell programmiert werden muss, sondern auf einem standardisierten Workflow-Template basiert. In diesem DAG-Template (Directed Acyclic Graph) werden die einzelnen ETL-Schritte in Airflow abgebildet – von der Schemaerstellung über die Datenextraktion und das Attribut-Mapping bis hin zum Laden der Zieltabelle. Die modulare Architektur des ETL-Prozesses erlaubt eine flexible Anpassung an unterschiedliche Datenformate wie Excel, CSV oder SDE (MSSQL) und unterstützt eine asynchrone Verarbeitung der Daten. Airflow steuert dabei die Ausführung der einzelnen Tasks im Workflow. Ein zentrales Element der technischen Umsetzung ist der DAG-Generator, der die Konfigurationsinformationen aus dem UDP-Manager, einem bereits in der UDP etablierten Datensatz-Management-Tool mit REST-Schnittstelle, ausliest und daraus automatisch individuelle DAGs für jeden Datensatz generiert oder aktualisiert. Im Rahmen der Weiterentwicklung findet hierzu ein fachlicher Austausch mit der Stadt Toronto statt, die Apache Airflow bereits produktiv einsetzt, um von internationalen Erfahrungen und Best Practices zu profitieren. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/BB839D/
XMAS-Plugin (fossgis2026)
Aufbauend auf der Python-Bibliothek [XPlan-Tools](https://gitlab.opencode.de/xleitstelle/xplanung/xplan-tools) wurde mit dem XLeitstelle Modellgetriebenen AnwendungsSchema (XMAS) Plugin eine QGIS-basierte Open Source Lösung zur Visualisierung, Digitalisierung und Bearbeitung von Plänen nach Standards der XLeitstelle - insbesondere XPlanung - entwickelt. Dabei wird das vollständige Datenmodell sowie der Im- und Export von GML-Dateien unterstützt. Während es beispielsweise mit dem [xplan-reader](https://github.com/kreis-viersen/xplan-reader) schon länger möglich war, XPlanungsdaten in QGIS zu betrachten, waren diesbezüglich im FOSS-Bereich nur rudimentäre Digitalisierungs- und Erfassungstools verfügbar. Mit dem [XLeitstelle Modellgetriebenen AnwendungsSchema (XMAS) Plugin](https://gitlab.opencode.de/xleitstelle/xmas-plugin) wurde nun eine neue Lösung entwickelt und veröffentlicht, die das vollständige XPlanungsmodell und darüber hinaus mit XTrasse und XWärmeplanung weitere GML Anwendungsschemas der [XLeitstelle](https://xleitstelle.de) implementiert. So können Pläne von Grund auf neu erstellt werden oder bestehende GML-Dateien importiert und bearbeitet werden. Dabei werden u.a. alle Datentypen, multiple Attribute und Feature-Referenzen unterstützt. Die Pläne können als GML oder JSON-FG Dateien exportiert werden. Die Lösung besteht aus zwei Komponenten: der Python-Webanwendung XMAS-App, in der die Geschäftslogik des Datenmodells umgesetzt wird, und den leichtgewichtigen QGIS-Plugin selbst, das die Webanwendung in QGIS integriert. Das Fundament bildet XPlan-Tools in Verbindung mit einer Postgres-Datenbank. Anfang 2026 wird hierdurch im LGV Hamburg die bisherige, ESRI-basierte Lösung zur Fortführung von Bebauungsplänen in XPlanung abgelöst. Ein wesentliches Ziel für 2026 ist der Aufbau von Governance-Strukturen zur Pflege und Weiterentwicklung der Anwendung. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/ASDYP3/
Daten- und Prozesssicherheit in der Cloud - Wo sind meine Daten und wer hat Zugriff? (fossgis2026)
Daten- und Prozesssicherheit in der Cloud - Wo sind meine Daten und wer hat Zugriff? (fossgis2026)
Das diesjährige Panelgespräch wird in die Themen Cloud, Datenschutz und digitale Souveränität einsteigen. Cloud ist digitale Infrastruktur. Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob Behörden und Unternehmen ihre Daten und digitalen Prozesse langfristig sicher, kontrolliert und weiterentwickelbar betreiben können. Das diesjährige Panelgespräch wird in die Themen Cloud, Datenschutz und digitale Souveränität einsteigen. Cloud ist digitale Infrastruktur. Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob Behörden und Unternehmen ihre Daten und digitalen Prozesse langfristig sicher, kontrolliert und weiterentwickelbar betreiben können. **Leitfragen im Panel** - Wie definieren wir digitale Souveränität und welche Maßnahmen erhöhen sie nachweisbar? - Wie lässt sich digitale Souveränität messen, sodass Strategie, Beschaffung und Betrieb daran ausgerichtet werden können? - Wie sichern wir Datenhoheit in der Praxis: vollständiger Zugriff, Portabilität und interoperable Nutzung über den gesamten Lebenszyklus? - Welche Verantwortung und Möglichkeiten haben Organisationen, um die IT-Sicherheit und damit die Sicherheit der Bürger:innen zu stärken? - Welche Rolle können offene Standards, Referenzarchitekturen und Zertifizierungen spielen, und ist der Sovereign Cloud Stack (SCS) dafür eine tragfähige Option (https://scs.community/de/)? Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/HG87KC/
Digitale Souveränität und Open Source (fossgis2026)
Digitale Souveränität und Open Source (fossgis2026)
Angesichts der aktuellen Herausforderungen wird dargestellt, welche Bedeutung Digitale Souveränität für Behörden und die freie Wirtschaft hat und warum Freie und Open Source Software ein Garant für Datensicherheit in unsicheren Zeiten ist. Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT des Bundesministeriums des Innern fasst Digitale Souveränität zusammen als „die Summe aller Fähigkeiten und Möglichkeiten von Individuen und Institutionen, ihre Rolle(n) in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher ausüben zu können.“ [1] Für Organisationen, also Firmen und Behörden sind vor allem folgende Punkte interessant: selbstbestimmtes Handeln und Entscheiden von Menschen, Unternehmen und anderen Institutionen im digitalen Raum, wobei sie die Hoheit über ihre eigenen Sicherheits- und Datenschutzinteressen behalten sollen, die Fähigkeit, die Vertrauenswürdigkeit, Integrität, Verfügbarkeit der Datenübertragung, -speicherung und -verarbeitung durchgängig kontrollieren zu können, die Selbstbestimmung von Dateneigentümern über die Nutzungsbedingungen für ihre Daten, über eigene Fähigkeiten auf internationalem Spitzenniveau bei digitalen Schlüsseltechnologien, entsprechenden Diensten und Plattformen zu verfügen und darüber hinaus in der Lage zu sein, selbstbestimmt und selbstbewusst zwischen Alternativen leistungsfähiger und vertrauenswürdiger Partner zu entscheiden, sie bewusst und verantwortungsvoll einzusetzen und sie im Bedarfsfall weiterzuentwickeln und zu veredeln. Das gilt für alle Komponenten einer IT-Infrastruktur wie die Hardware, das Betriebssystem, die eingesetzte Software oder Kommunikationswege und Schnittstellen. Alle Bestandteile sollten im Hinblick auf die eigene Digitale Souveränität getestet, bewertet und ausgewählt werden. Ziel muss es dabei immer sein, sich unabhängig von einzelnen Anbietern und Produkten zu machen und so Flexibilität, Resilienz und nicht zuletzt Innovation sicherzustellen [2]. In Zeiten zunehmender politischer Instabilität, in denen einst verlässliche Partner in unwägbare politische Strukturen abdriften, scheinen Themen wie Datenhoheit, technologische Unabhängigkeit, Cybersicherheit oder Rechtsrahmen und Governance weiter an Bedeutung zu gewinnen - Alles zentrale Themen der Digitalen Souveränität. Laut einer Studie des Bitkom e.V. [3] sehen sich rund 90% der befragten Unternehmen in einer zum Teil starken Abhängigkeit zu ausländischen Technologien, größtenteils aus Ländern, deren Rechtsempfinden zumindest aktuell deutlich vom europäischen Standard abweicht. Softwareanbieter nebst eingesetzten Produkten und IT-Dienstleister müssen also sorgfältig auswählt werden. Und das nicht nur im Hinblick auf technische Fragestellungen, sondern zunehmend auch auf politisch-gesellschaftlicher Ebene. Warum sind offene Standards und Freie Software wichtige Bausteine der Digitalen Souveränität? Warum stehen im Kaufhaus des Bundes Rahmenverträge zur Verfügung, die die öffentliche Verwaltung beim Umstieg auf Freie Software unterstützen sollen, beispielsweise bei der Ablösung von Oracle durch PostgreSQL [2]? Warum definieren namhafte Beratungshäuser Open Source Software als ein zentrales Element zur Stärkung der Digitalen Souveränität? Ein wichtiger Baustein zur Wahrung der Digitalen Souveränität ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren, vor allem von Herstellern und Dienstleistern. Der CIO-Bund identifiziert eingeschränkte Informationssicherheit, rechtliche Unsicherheit, unkontrollierbare Kosten, eingeschränkte Flexibilität und fremdgesteuerte Innovation als mögliche Risiken von solchen Abhängigkeiten [2]. Jetzt ist es den Herstellern von Software und deren Dienstleistern natürlich gar nicht vorzuwerfen, dass sie Abhängigkeiten schaffen möchten. Bindet sie doch Kunden und schafft verlässliche und planbare Umsätze. Das beginnt bei technischen Themen wie Datenformaten, Schnittstellen oder Aufwärtskompatibilität, geht über wirtschaftliche Themen wie Preisgestaltung oder Lizenzmodelle und endet nicht zuletzt bei Security-Themen wie dem Standort der Server oder der Frage, welche staatliche Behörde sich vielleicht das Recht herausnimmt, mal nachzuschauen, wer denn da was abgespeichert hat. Nicht selten werden unter dem Deckmantel der angeblichen Leistungsfähigkeit proprietäre Strukturen und Datenformate manifestiert, deren einziger Zweck der technologische Ausschluss von Mitbewerbern ist. Im Ergebnis ist man dem Anbieter und seinen Entscheidungen ausgeliefert und wird unflexibel. Mit Freier Software und offenen Standards hat man diese Probleme nicht. An dieser Stelle sei auf die Rechte hingewiesen, die Freie Software einräumt [4]: 1. Die Freiheit, das Programm auszuführen wie man möchte, für jeden Zweck. 2. Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Datenverarbeitungsbedürfnissen anzupassen. 3. Die Freiheit, das Programm zu redistribuieren und damit Mitmenschen zu helfen. 4. Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit di
Eröffnung (fossgis2026)
Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. - FOSSGIS e.V. Vorstand - Eröffnung der Konferenz 2026 in Göttingen durch den Vorsitzenden des FOSSGIS e.V. - Grußworte und Organisatorisches zur FOSSGIS 2026 - Ankündigung der Highlights und Keynotes der diesjährigen Veranstaltung Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/EC8SY8/
Eröffnung (fossgis2026)
Besuch der Wiechert'schen Erdbebenwarte Göttingen (fossgis2026)
Besuch der Wiechert'schen Erdbebenwarte Göttingen (fossgis2026)
Besuch der ältesten, heute noch mit wissenschaftlich brauchbaren Seismographen laufende Erdbebenwarte der Welt. Die Wiechert’sche Erdbebenwarte Göttingen ist eine voll funktionsfähige seismologsiche Messstation und ein begehbares Technikmuseum zugleich. Besucher sehen hier historische und moderne Seismographen oder wie einst mit dem Passage-Instrument die astronomische Zeit bestimmt wurde. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2026/talk/Q99LJU/
Architecting Real Typst Templates (realraum)
Typst templates are software --- not documents. And like all software, they collapse under their own weight. This talk covers the lifecycle of a Typst template, from a small snippet over to a function, and finally a full package with public and private APIs, complexity layers, separation of concerns and the final, one rule lib.typ must follow. We use a case study of a template as an example, walking through the complexities of making a full package. You'll leave with an idea of how to write a package that scales over time instead of collapsing. Slides: https://www.lukechriswalker.at/blogs/69bf1116b6efd63b5d270014 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://c3voc.de
Architecting Real Typst Templates (realraum)
JIT, WASM and scary noises (realraum)
JIT, WASM and scary noises (realraum)
At 39C3 I did a talk about how we reverse engineered a custom DSP from a 90s digital synth, with the the goal of emulating it. To make it performant, and actually run it in real time, we had to resort to JIT compilation of the DSP bytecode. While we built the original emulator in C++, I asked myself how difficult it could be to run it on a web browser as well. Emscripten did wonders translating the original emulator core from C++ to WebAssembly, but the main blocker remained running the JIT engine, since we are technically already inside the JS JIT engine. This talk will go into detail explaining how WebAssembly works, to then build a toy JIT with it for the Brainfuck language. Then, I'll explain how we managed to use this same technology to port a C++ synth emulator, that uses JIT interally, to run at full speed inside a browser. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ about this event: https://c3voc.de