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Innoviere DICH SELBST! wenn dir unternehmerische Nachhaltigkeit wichtig ist (bub2022)
Nachhaltigkeit entwickelt sich dynamisch. Die Idee von B.A.U.M. e.V.: Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Geschäftsmodelle in zukunftsfähige Beiträge zu einer widerstandsfähigen Wirtschaft zu verwandeln. Wir greifen diese Dynamik auf, bauen eine Plattformökonomie für nachhaltiges Wirtschaften auf. Wir zeigen, wie ein Tech- und ein Contentpartner Innovation schafft, die allein undenkbar wäre. B.A.U.M. präsentiert eine neue Plattform, mit der B.A.U.M. Lehren aus nachhaltig.digital zieht, das diesen Sommer endet. Sie wird als "digitale Anlaufstelle" für unsere Mitglieder dienen und sie in Interaktion miteinander bringen. Sie spricht Unternehmen an und lädt zur Zusammenarbeit in themenbezogenen Kooperationsprojekten ein. Sie ermöglicht Austausch untereinander, Anmeldung zu Veranstaltungen, Mitarbeit in Projekten und Gremien, Weiterbildungsmöglichkeiten - all dies im Wesentlichen gespeist aus unserer Mitgliedschaft selbst und mit Angeboten weiterer strategischer Partner. Die Plattform umfasst eine digitale Akademie, die betriebspraktische e-Learnings skalierfähig aufbereitet. So wird das im Netzwerk reichlich vorhandene Wissen zentral gebündelt und fachlich fundierte Angebote können leichter gefunden werden. Der Schritt zu einer gemeinsamen Plattform ist günstig und notwendig, um als Verband in die Zukunft zu gehen. Die Zusammenarbeit im Netzwerk wird für Mitglieder, Kooperationspartner und die Geschäftsstelle effizienter und (perspektivisch) effektiver. Mit IntuitiveAI haben wir einen guten Partner für die technische Umsetzung gefunden. Gemeinsam legen wir den Grundstein für eine Plattformökonomie für nachhaltiges Wirtschaften. Wir haben in einem Dreivierteljahr in atemberaubender Geschwindigkeit und Qualität mit einer digitalen Netzwerkstruktur ein zeitgemäßes Fundament geschaffen, das Optionen für Ko-Kreation, Kollaboration für die nachhaltige Transformation bietet. Das Projekt ist sponsoringfinanziert im Anschub und soll sich mittelfristig selbst tragen. Wie, das zeigen wir euch in unserem Beitrag. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/SLWTBN/
Acting on climate protection & sustainability as socially responsible IT company from Kreuzberg (EN) (bub2022)
Our way from buzzwords to strategy in times of digitalisation and remote work At first it was an idea, we have to do something for sustainability. It positively influences the environment and our future and it is, after all, one of our company values. However, there was no general idea about what sustainability means in the context of kreuzwerker, there was no understanding of our strengths and resources and we lacked a company wide acceptance for the topic. On the other hand, there were strong sponsors for the topic, as well as many ideas and actions.“ The success of the initiative was not defined nor measured and the COVID pandemic added some complexity and gave it a whole new direction. Last year, a Sustainability Coordinators Team, made up of an Agile Coach and a Risk Manager, was summoned to give it the much needed direction. As every big change, sustainability influences the company as a whole. In this sense, we wanted to have a direction-giving, empowering and motivating vision and adaptive strategy that touches colleagues, partners and customers and is connected to our products and services. On top, we had to acknowledge new tendencies in the company: growth, decentralization, further digitalization, remote work and more remote colleagues. In this talk we will present our way and methods to the joint company vision and strategy. How does our roadmap look like at the moment and what role digitalization and remote work play into it. - Our way from buzzwords and SDG towards the joint vision - How to activate community with the vision - Our way from vision to plan with the strategy - How do we deal with and profit from digitalisation and remote work in the company - Find right partnerships for our future initiatives about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/GGDXRC/
Tiefseebergbau: Keine Lösung für Rohstoffhunger (bub2022)
Ein geheimnisvoller Ort ist in Gefahr: Die Tiefsee und ihr einzigartiges Ökosystem. Riesige Maschinen sollen am Meeresboden mineralische Rohstoffe abbauen. Doch es gibt Widerstand im Pazifik und Weltweit. Wir habe die Chance dies zu stoppen, bevor es beginnt. Statt neuen Bergbausektoren brauchen wir eine Rohstoffwende. Die voranschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft und vor allem Industrie geht einher mit einem erhöhten Bedarf an Rohstoffen. Dieser gestiegene Bedarf führt aber nicht zu einem verstärkten Recycling von Grundstoffen oder der Entwicklung marktfähiger Alternativprodukte, welche weniger Rohstoffe benötigen. Getrieben durch Weiterentwicklungen in Unterwassertechnologien hat sie stattdessen zu einer Goldgräber-Stimmung in den Weltmeeren und vor allem im Pazifik beigetragen. Bergbauunternehmen wollen dort mit riesigen Maschinen am Meeresboden der Tiefsee mineralische Rohstoffe abbauen. Die Tiefsee ist aber keine Mondlandschaft ohne Leben sondern ein ganz besonderer Lebensraum, über den wir immer noch sehr wenig wissen. Wissenschaftler*innen warnen vor irreparabler Zerstörung von Ökosystemen, bevor wir diese überhaupt verstanden haben. Vor allem auch die Zivilgesellschaft im Pazifik stemmt sich gegen den Tiefseebergbau. Die Menschen dort haben eine enge kulturelle Bindung zum Ozean und sehen das Meer als Teil ihrer spirituellen Identität. Zudem hat der Zugriff des globalen Nordens auf Ressourcen im Pazifik und in anderen Weltregionen eine lange Tradition der Ausbeutung. Tiefseebergbau wird ein weiterer Teil dieses postkolonialen Systems sein. 2023 wird für Tiefseebergbau ein entscheidendes Jahr. Bei der Internationalen Meeresbodenbehörde werden derzeit Regeln für den Abbau verhandelt, die trotz des unzureichenden Wissens über dessen Auswirkungen im nächsten Jahr abgeschlossen werden könnten. Weltweit organisiert sich Protest gegen Tiefseebergbau. Es bietet sich die in der Menschheitsgeschichte einmalige Möglichkeit etwas zu verhindern, bevor es überhaupt beginnt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DS33YG/
A collective effort: The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age (EN) (bub2022)
Die transnationale Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) hat für den UN-Generalsekretär einen Action Plan mit Umsetzungsinitiativen für #digitalsustainability kokreativ erarbeitet. Und 2023 soll ein UN Global Digital Compact verabschiedet werden. Was sind die wichtigen Hebel & Foren um Digitalisierung global als positive Kraft für die Nachhaltigkeitstransformation zu gestalten The transnational Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) has co-created an action plan with Impact Initiatives for #digitalsustainability for the UN Secretary-General. And a UN Global Digital Compact is to be adopted in 2023. What are the important levers & forums to shape digitization globally as a positive force for sustainability transformation? (Re)directing digital change towards our sustainability goals needs collective action by a broad range of state & non-state actor coalitions worldwide. The multi-stakeholder Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) uses its mandate by the UN secretary general to call for three urgent shifts: 1) to enable alignment of digitalization with sustainable development, 2) to mitigate negative impacts with sustainable digitalization and 3) to accelerate (digital) innovations for our sustainability goals. With 9 impact initiatives, CODES tries to stimulate concrete catalytic change and to increase awareness towards the 2023 UN Global Digital Compact. At Bits & Bäume 2022 we want to contribute to an urgent dialogue on the global levers & fora for change. In an introductory part we introduce the CODES Action Plan and the international momentum of the Global Digital Compact. Then we start a conversation on implementation, strengthening the global-local connection and civil society engagement. We integrate a small set of speakers from CODES, GIZ and UBA with an international perspective to get the discussion started. - Together for a Sustainable Planet in the Digital Age: the CODES Endeavour and its Ambition (Marcel Dorsch, CODES) - Digital Transformation and Climate – Enabling a Twin Transition: International Activities of GIZ Sector Programme „Digital Development“ (Bjorn-Soren Gigler, GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) - UBA’s Contributions for a Sustainable Planet in the Digital Age (Christian Löwe, UBA - German Environmental Agency) CODES is an open community of around 1000 individuals and organizations. It is co-organized by Future Earth, the German Environment Agency (UBA), the International Science Council, the Kenyan Environmental Ministry, UNDP, UNEP and Sustainability in the Digital Age. The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age was developed in a co-creative process and officially presented at Stockholm+50 in June 2022. You can join here: www.sparkblue.org/CODES about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/N7B3AH/
Künstliche Intelligenz stoppt den Klimawandel – oder etwa nicht? (bub2022)
Die Menschheit steuert auf eine Klimakatastrophe zu, die für Milliarden Menschen eine weitere Verelendung bedeuten wird. Die bisherigen Gegenmaßnahmen der Politik reichen nicht aus, um die Katastrophe aufzuhalten. Kann ein technologischer Schub die Rettung bringen? Kann der von der Künstlichen Intelligenz kommen? Eine kritische Sicht auf Stand und Potenzial der Wissenschaft spricht dagegen. Um eine lebenswerte Welt für die gesamte Menschheit zu erreichen und auf Dauer zu bewahren, bedarf es einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise im globalen Maßstab. Die Realität deutet eher in die entgegengesetzte Richtung. Der Erdüberlastungstag eines Jahres liegt in dessen Mitte. Der weitgehend ungebremste CO2-Ausstoß und die damit verbundene Erderwärmung wird zu Trockenperioden, Überschwemmungen, Fluchtbewegungen und Kämpfe um Nahrung und Wasser ungeahnten Ausmaßes mit Milliarden Leidtragenden führen. Die bisher von der Weltgemeinschaft vereinbarten Gegenmaßnahmen reichen bei weitem nicht, zumal sie vielfach aus leeren Versprechen bestehen. Können Digitalisierung und speziell Künstliche Intelligenz (KI) die Rettung bringen? Weltweit wird KI von Politik und Wirtschaft für die Technologie gehalten, die zukünftige Wertschöpfung garantiert. Aber trotz einiger bemerkenswerter Erfolge der KI in den letzten 20 Jahren, scheinen allzu hoch gesteckte Erwartungen verfehlt: 1. KI ist keine homogene Technologie, sondern eher ein Gemischtwarenladen vieler Methoden und Konzepte. 2. Signifikante Anwendungen der KI sind extrem aufwändig. 3. KI-Systeme sind oft undurchschaubar und schwer zu beherrschen, ihr Einsatz ist oft riskant. Noch entscheidender aber ist, dass die Nutzung von Technologie vom heute herrschenden System bestimmt wird, also von der Ausbeutung von Natur und Mensch, von Profitgier, vom Machtstreben der Mächtigen, von der sozialen Überwachung im Kleinen und im Großen. Erst ein Umdenken und ein Umlenken in der Gesellschaft kann daran etwas ändern und dazu führen, dass Technologien wie die KI ausschließlich zum Wohle der Menschheit genutzt werden. Bild: CC BY [Mike MacKenzie](https://www.vpnsrus.com) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TJKPDP/
Mit suffizienter Digitalisierung die Heizenergie von Mietshäusern reduzieren (bub2022)
Wie können wir signifikante Heizenergieeinsparungen mit minimalem Digitalisierungsaufwand erzielen? Bereits mit wenigen zusätzlichen Messwerten am Heizungssystem können Energieeinsparpotenziale von durchschnittlich zehn Prozent ausgeschöpft werden, wenn Wohnungsunternehmen, Messdienstleister, Wartungsdienste und Mieter:innen daran mitwirken. Das hat eine Auswertung im Rahmen des Forschungsprojektes "Detective" auf Basis von umgesetzten Mess- und Optimierungsmaßnahmen des Förderprogramms "Einsparzähler" in Mehrfmilienhäusern ergeben. Nach einer kurzen Präsentation der Ergebnisse soll disutiert werden, wie die breite Ausschöpfung dieser Potenziale organisiert, reguliert und / oder gefördert werden kann. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FLYJBH/
🌟 B&B Panel: Squaring the Circle: On the Road towards a Digital Circular Economy (EN) (bub2022)
Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Which economic models will lead us into the circular economy? Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. The sharing economy offers interesting approaches here in the areas of reusing, repairing and recycling. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Market concentrations fuelled by digitalisation damage regional economic cycles and socio-ecological innovations. With the Circular Economy Action Plan (CEAP), the EU Commission has presented a package of measures that is to be concretised and implemented in the coming years. How can it strengthen a digital circular economy and lead digitalisation itself into the circular economy? This section also asks the big economic questions: Which economic models will lead us into the circular economy? Which economic sectors will have to shrink, which ones might have to grow? Representatives from theory and practice will discuss these questions. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LNED8A/
🌟 B&B Panel: Transformative Business Models and the Socio-Ecological Transformation (EN) (bub2022)
What kind of digital and sustainable business models are out there? What challenges do they face and how could their concepts be scaled for the whole society? At this B&B stage Christian Kroll (founder of Ecosia) will share with us practical experience before a panel will critically examine the role of economic actors in socio-ecological Transformation. B&B Panel for the Track "Digital and Sustainable - Transformative Business Models". Firstly, Ecosia founder, Christian Kroll, will tell us about sustainable practices at Ecosia and their potential challenges. Afterward, a panel discussion with Prof. Dr. Henning Breuer, Dr. Iana Nesterova, and Laura Niessen will critically examine the role of economic actors for the Socio-Ecological Transformation. The aim of the ‘Transformative Business Models’ Track at Bits & Bäume is to elaborate on the role of economic actors for the Socio-Ecological Transformation. The focus will be on the potentials and limitations of entrepreneurial action for an economic transformation, as well as its embedding in political framework conditions. We will shed light on whether shorter working hours, women's quotas, or cooperative work are sufficient or even relevant in the social struggle for a sustainable economy. Moreover, the big question is how the transition to a zero-emissions economy can be supported by digital business models and applications. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/Y8ELH3/
Von der Wiege bis zur Bahre: Wie das DRK digitale Teilhabe gestaltet (bub2022)
Trotz ihrem sozialpolitischen Stellenwert bleibt die Wohlfahrt im digitalen Wandel gesamtgesellschaftlich wenig sichtbar. Dabei entfalten Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz durch Innovationen in ihrer Dienstleistungspraxis hohe Wirkung für gesellschaftliche und digitale Teilhabeprozesse. Was das DRK macht, wohin es geht und was es dafür braucht erfahrt ihr in diesem Beitrag. Trotz ihrer großen zivilgesellschaftlichen Gestaltungskraft, bleibt die Freie Wohlfahrtspflege im Debattenkontext der Digitalen Gesellschaft noch immer wenig sichtbar. Dies ist bedauerlich, da gerade auch unsere Zielgruppen ihr gesellschaftliches Teilhabepotenzial durch mehr digitale Teilhabe enorm verbessern können. Als Repräsentant:innen der Freien Wohlfahrt möchten wir daher mit unserem Beitrag den Fokus auf die Partizipationschancen durch die Digitalisierung unserer Angebote lenken. Gleichzeitig geht es uns um eine Sensibilisierung für die Herausforderungen, vor denen Wohlfahrtsorganisationen stehen, wenn sie sich digital transformieren. Am Beispiel „DRK-Elterncampus“ möchten wir ein partizipatives und nachhaltiges Vorgehen für Digitalisierungsprojekte in Wohlfahrtskontext vorstellen. Es dient auch als Szenario für die Einführung und Verbreitung einer zentralen Plattform in einer föderalistischen Verbandsstruktur. Besonders innovativ ist die nutzerzentrierte Entwicklung und Begleitung der Mitarbeitenden beim Erwerb neuer Anwendungskompetenzen. Hervorzuheben ist auch die fortlaufende Reflexion darüber welche Angebotsformen als geeignet erscheinen, um digitale Teilhabe zu fördern. Im zweiten Teil unserer Projektpräsentation stellen wir politische Forderungen der Wohlfahrt zur Digitalen und Sozialen Teilhabe vor. Wir laden zum Austausch mit dem DRK als gemeinnützige Organisation ein und stehen für mögliche Allianzen mit den Teilnehmenden und Organisatoren von Bits und Bäume bereit. Weitere Informationen unter: https://drk-wohlfahrt.de/unsere-themen/soziale-innovation-digitalisierung/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/D9JWNM/
Kostet die Digitalisierung die Welt? Zum Strom- und Ressourcenbedarf der Digitalisierung (bub2022)
Zu welchen gefährlichen Lock-In-Effekten führt der Ausbau digitaler Infrastrukturen? Welche Herausforderungen ergeben sich für Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz? Was muss die Politik jetzt tun, damit die Digitalisierung klimaneutral und zukunftsfähig wird? Digitalisierung wird häufig als Ermöglicherin für Klima- und Ressourcenschutz verstanden. Weniger im Fokus ist, dass digitale Infrastrukturen den Ausstoß von Klimagasen verursachen und Unmengen an Ressourcen verschlingen. Ein künstliches neuronales Netzwerk zur Spracherkennung verursacht in einer Trainingsperiode in etwa so viel CO2 wie ein Flug von Berlin nach Madrid und zurück. Zurzeit laufen wir Gefahr, dass der Ausbau der digitalen Infrastrukturen zu Lock-in-Effekten führt, die mit Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft nicht vereinbar sind. Doch Digitalisierung hat keine Zukunft ohne Klima- und Ressourcenschutz. In diesem Workshop fragen wir, welche politischen Weichen die Politik jetzt stellen muss. Ziel ist es, NGO-Mitarbeiter:innen aus der Digitalisierungs- und Techszene dafür zu sensibilisieren, dass die momentane Digitalisierung unsere Lebensgrundlagen gefährdet und daher dringend reguliert werden muss. Expert:innen stellen die Herausforderungen in kurzen Inputs aus Umwelt- und Tech-Perspektive dar. Sie beziehen sich konkret auf die Forderungen des B&B-Trägerkreises. Danach nehmen die Workshop-Teilnehmenden Stellung zu vorbereiteten Zitaten/Thesen. Ziel ist es, mögliche Zielkonflikte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zur Einbindung der Teilnehmenden werden auch interaktive Tools wie Menti-Abstimmungen genutzt. Durch Germanwatch und das FIfF ist die Verschränkung der klima-/umwelt- mit der kritisch-technischen Perspektive schon in der Workshops-Planung angelegt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HS3TCJ/
Digitaler CO2-Fußabdruck (bub2022)
In der Studie "Digitaler Fußabdruck" für den BUND e.V. hat das Öko-Institut 2020 die Datengrundlage dafür zu geschaffen, den ökologischen Fußabdruck durch die Nutzung von digitalen Geräten berechnen zu können. In diesem Vortrag wird die Methodik und als ein neues Ergebnis ein CO2-Rechner des digitalen Fußabdrucks vorgestellt, der zum Mitmachen einlädt. Mithilfe des Rechners des digitalen Fußabdrucks lässt sich sehr einfach und interaktiv abschätzen, wie sich die Art und das Ausmaß des digitalen Lebensstils auf Emissionen auswirken. Obwohl CO2-Rechner auch von neoliberalen Akteuren genutzt werden, um Verantwortlichkeiten zu individualisieren, werfen CO2-Rechner auch die Frage auf, welche Infrastrukturen wie und in welchem Ausmaß mit planetaren Grenzen vereinbar sind. Die Datenbasis über die Klimawirkung digitaler Geräte und das Verständnis ihrer Entstehung bilden die Grundlage des politischen Diskurses um Suffizienz und Degrowth. Politische Forderungen, wie z.B. das Recht auf Reparatur und Mindestlebensdauer sowie Ökodesign-Anforderungen, sind teilweise direkt aus den Ergebnissen der Studie ableitbar. Der interaktive Rechner ist dabei ein niederschwelliges Angebot zur Verbreitung des Diskurses. Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Das Öko-Institut ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein. Wir finanzieren unsere Arbeit in erster Linie durch projektbezogene Mittel von öffentlichen und privaten Auftraggebern. Mitgliedsbeiträge und Spenden ermöglichen uns die Umsetzung von Projekten, die wir für gesellschaftlich besonders wichtig erachten, jedoch nicht vollständig durch Aufträge und Zuwendungen realisieren können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LS9YDF/
Kollektives Kapital: Die Potenziale von Platform Coops (bub2022)
Ela Kagel stellt interessante Neugründungen und Geschäftskonzepte aus der kooperativen, digitalen Ökonomie in Berlin vor. Dabei geht es um die Frage, warum Platform Coops heute relevant sind, worin ihre Besonderheiten liegen und welche Rahmenbedingungen diese kollektive Unternehmensform in der Zukunft braucht. Plattform-Kooperativen, also auf digitale Plattformen aufbauende Genossenschaften, sind im Besitz ihrer Mitglieder und werden von diesen geleitet. Sie sind Stakeholder- und nicht Aktionärsorientierte Unternehmen, die sich auf demokratische Kontrolle, gemeinsames Eigentum und ein nachhaltiges Verhältnis zwischen sozialem Zweck und Rentabilität konzentrieren. Ziel von Platform Coops ist es, Alternativen zu den Monopolen der globalen Plattform-Ökonomie zu entwickeln. Berlin ist innerhalb Europas eines der Zentren für diese neue Wirtschaftsform und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von kooperativen, digitalen Start-ups hervorgebracht, die elementare Bereiche unseres Lebens auf eine kooperative Weise neu denken. Einige dieser Unternehmen wird Ela Kagel vorstellen. In diesem Vortrag soll es außerdem um die demokratische Gestaltung digitaler Infrastrukturen gehen. Wir werden dabei auch auf aktuelle politische Entwicklungen und Fragen eingehen, wie etwa die Twitter-Kaufabsichten von Elon Musk abgleichen mit der Kampagne #LetsBuyTwitter, die sich für eine Kollektivierung der Plattform einsetzt. Schließlich wird es um Rahmenbedingungen für Platform Coops gehen: Was brauchen diese Projekte, um sich nachhaltig zu etablieren? Was ist ihr Potenzial für eine digitale Ökonomie, die an den Bedürfnissen von Mensch und Natur ausgerichtet ist? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PXP3RQ/
Kommunale Plattformen nachhaltig gestalten: Vorstellung eines Kriterienkatalogs (bub2022)
Kriterienkatalog zur Analyse von Nachhaltigkeitspotenzialen und -risiken unterschiedlicher digitaler kommunaler Plattformmodelle. Digitale Plattformen avancieren zu einem wichtigen Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Richtig eingesetzt, können plattformbasierte Leistungen ein wirksames Instrument für eine nachhaltige Kommunalentwicklung darstellen. In einer Kurzstudie, die im Rahmen der CO:DINA-Forschunglinie "Zukunftsfähige Daseinsvorsorge" entstand, wird ein Kriterienkatalog erarbeitet, anhand dessen die Nachhaltigkeitspotenziale und -risiken unterschiedlicher Plattformmodelle beschrieben und untersucht werden können. Die Studie und der Kriterienkatalog sollen hier vorgestellt werden. *Referentin:* Nicole Wolf, Nachhaltige digitale Lösungen Die Kurzstudie steht hier zum Download bereit: https://codina-transformation.de/aktuelles/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WNFRYE/
In Bewegung bleiben: Globale, partizipative Strategieprozesse navigieren – und überleben (bub2022)
Wofür wird Wikimedia, das globale Movement hinter Wikipedia, im Jahr 2030 bekannt sein? Hunderte Freiwillige und Organisationen weltweit haben sich diese Frage gestellt und gemeinsam eine Strategie für die Zukunft entwickelt. Ich habe diesen Prozess geleitet und werde über Herausforderungen und gemeinsame Erfolge sprechen – und erörtern, was ich beim nächsten Mal besser machen würde. Wie wird Wikipedia im Jahr 2030 aussehen? Wofür wird Wikimedia, das globale Movement hinter der Enzyklopädie, im Jahr 2030 bekannt sein? Und wie schaffen wir es, auch die an Bord zu holen, die bisher aufgrund von Machtstrukturen und Privilegien außen vor waren? Für die Beantwortung dieser Fragen haben wir einen Prozess gebaut, der auf unseren gelebten Werten der radikalen Offenheit, Transparenz und globaler Zusammenarbeit aufbaut. Einen Prozess vom Movement für das Movement, mit Fokus auf die Bedürfnisse der Menschen in den globalen Freiwilligen-Communities und 150 Non-Profit-Organisationen: Wikimedia 2030. Ich habe diesen globalen Prozess 2017 begleitet und von 2018-20 geleitet, und arbeite zur jetzt mit Wikimedia Deutschland an der Umsetzung auf lokaler und globaler Ebene. Ich habe ein globales, virtuelles Team über Kulturen, Kontinente und Zeitzonen hinweg geführt, und zusammen haben wir die Rahmenbedingungen für das Wikimedia-Movement geschaffen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Wir haben 9 Arbeitsgruppen gebildet und diese losgeschickt, Empfehlungen zu erarbeiten, wie sich Wikimedia verändern muss, um unsere strategische Ausrichtung zu erreichen. Am Ende haben sich hunderte von Menschen an der offenen Strategie beteiligt, es war der bisher größte partizipative, offene und globale Prozess dieser Art. Ich werde mein Publikum hinter die Kulissen dieses Unterfangens schauen lassen und entlang der vielen Herausforderungen und Hindernisse Tipps geben, wie man es beim nächsten Mal noch besser machen kann. Die Darstellung unserer Arbeit sowie persönlicher Höhepunkte und Zweifel soll andere inspirieren und zum gemeinsamen Austausch anregen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EPVLM7/
Digitalität und Nachhaltigkeit? Chancen und Herausforderungen für Bildung (bub2022)
Mit dem Bildungsmaterial „Digitalisierung und Nachhaltigkeit: ein Widerspruch?“ motivieren wir Schüler:innen und alle Interessierten zur kritischen Reflexion der Chancen, aber auch der möglichen Gefahren der Digitalisierung. Wir wollen Diskussionsräume öffnen und Zielkonflikte von Digitalisierung für uns und für den Planeten beleuchten. Die voranschreitende Digitalisierung fordert einen nachhaltig ausgerichteten Umgang mit Daten und Technologien. Die Themenliste ist lang: Big Data, Datenmengen, künstliche Intelligenz, Digital Divide, Big Tech bis hin zu Fragen von digitalen Beteiligungsformen. Alle Themen wirken sich zunehmend auf das private, schulische und berufliche Leben aus. Wir stellen Bildungsmaterial "Digitalisierung und Nachhaltigkeit: ein Widerspruch?" für berufsbildende Schulen und für die Sekundarstufe I vor. Es motiviert zur kritischen Reflexion der Chancen, aber auch Herausforderungen der Digitalisierung für uns persönlich, die Gesellschaft und den Planeten. Das Bildungsmaterial ist debatten-und lösungsorientiert aufbereitet, zeigt konkrete, alternative Handlungsmöglichkeiten auf und regt zum eigenen Handeln an. Es verknüpft alle Dimensionen: Ökologie, Ökonomie, Soziales, Politik Methodik: Persönlicher Erfahrungsbericht als IT Leitung Greenpeace e.V. mit den Zielkonflikten der Digitalisierung; Teamübergreifende Zusammenarbeit Team Bildung und Team ICT aus dem dieses Material entstanden ist; je nach Räumlichkeit Durchführung von Aufgaben aus dem Material analog Schule about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EMX78X/
freemove - Datenschutz-zentriertes Arbeiten mit Mobilitätsdaten (bub2022)
Mobilitätsdaten werden als essenzieller Treiber einer nachhaltigen, urbanen Transformation gehandelt. Gleichzeitig gehören Bewegungsmuster zu den am stärksten bezogenen Daten, die es gibt. Trotz Ähnlichkeit, sind sie hochindividuell. Wie Arbeit mit Mobilitätsdaten unter Privatsphäreschutz für Unternehmen und Verwaltungen möglich ist, erforschen wir. Wir, das Verbundprojekt freeMove aus Lehrstühlen der HTW, UdK, TU und FU, sowie Technologiestiftung und DLR, arbeiten an datenschutz-zentrierten Lösungen für die Bereitstellung, Verarbeitung und Sammlung von Daten. Im Programmpunkt würden wir unser Projekt und erste Ergebnisse vorstellen (https://www.freemove.space/). Das Potential der Analyse von Bewegungsdaten ist enorm für die Bewältigung kritischer Probleme wie beispielsweise Epidemien und Katastrophen, aber auch für eine nachhaltige, menschzentrierte und umweltbewusste Stadt- und Verkehrsentwicklung. Dem stehen Herausforderungen, die mit der Verfügbarmachung solcher Bewegungsdaten verbunden sind, gegenüber: der rechtlich wie ethisch erforderliche hohe Schutz der Privatsphäre von Personen verlangt anspruchsvolle mathematische und technische Anonymisierungsverfahren. Die Verwertbarkeit der Daten, beispielsweise für statistische und algorithmische Modellierungsverfahren (Nutzbarkeit) einerseits und das Bedürfnis nach Datenschutz und Datensicherheit stehen in einem Zielkonflikt. Um Abwägungen zu ermöglichen, müssen zunächst eine Reihe von Fragen beantwortet werden: Wie lässt sich das Risiko einer Deanonymisierung, bezüglich der Daten und dem Kontext, in dem sie entstehen und verwendet werden, zuverlässig schätzen und bewerten? Wie können technische Verfahren zur Anonymisierung der Daten den Nutzer*innen vermittelt werden? Wie lassen sich die Vorstellungen und Werte von Bürger*innen, die ihre Daten zur Verfügung stellen, in dem Prozess der Verfügbarmachung berücksichtigen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LJTEGK/
Zukunftsfähige Unternehmen: Wie lösen wir die Konflikte von Wachstumsunabhängigkeit, Nachhaltigkeit (bub2022)
Wirtschaftswachstum frisst unseren Planeten. Wie werden Unternehmen wachstumsunabhängig und den Anforderungen von Nachhaltigkeit und Digitalisierung gerecht? Trotz der Komplexität fanden wir Spielräume für eine Transformation: Digitalisierung kann helfen. Aber zentral ist ein Kulturwandel in Kooperation mit der Politik. Wir zeigen unsere Forschungsergebnisse und wollen mit Euch diskutieren! Das Thema wirtschaftliches Wachstum ist größtenteils von komplexen Fragen umgeben. Eine Diskussion hierzu endet meist ergebnisoffen. Aber eine Abkehr von der Abhängigkeit des Wachstums ist nicht nur auf dem Hintergrund der Klimakrise überlebensnotwendig. Darum haben wir untersucht, wo trotz der Komplexität eine umfassende Transformation entstehen kann. Wir entdeckten Spielräume bei den kleinsten Einheiten der Volkswirtschaft: Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU). Viele KMU erleben auch einen Wachstumszwang. Wir fanden aber einige Unternehmen, die wachstumsunabhängig sind und sozial-ökologische Ziele statt Wirtschaftswachstum verfolgen. Sie sehen sich selbst als verantwortlichen Teil der Gesellschaft und unterstützen bspw. ihre umgebende Region in der Nachhaltigkeitstransformation. Wir stellten uns die Frage, ob die Potenziale der Digitalisierung auch anderen KMU dabei helfen können, ihre Transformation zur Wachstumsunabhängigkeit zu vereinfachen. Das Ergebnis: Digitalisierung ist zwar hinreichend, aber zuvor ist ein großer Kulturwandel notwendig! Wir haben dafür umsetzungsnahe Maßnahmen für eine Koordination der Unternehmen und der Politik entwickelt. Es geht um neue und enge Beziehung von Unternehmen zur Region, anderen Unternehmen und den Kund*innen - sie werden zu tragenden Akteur*innen dieser Transformation. Unsere Forschungsergebnisse für eine neue Unternehmenslandschaft möchten wir mit Euch teilen. Aber insbesondere interessieren wir uns für Eure Erfahrungen, Beiträge und Fragen. Denn unser Forschungsprozess zeigt, dass die Transformation erst noch richtig angeschoben werden muss. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZR89F3/
Attributable Web: der Entwurf eines dezentralen, kontextualisierten Webs (bub2022)
Wie kann ein dezentrales Wissens- und Datennetzwerk als Erweiterung des physischen Raumes aussehen? Wie kann das Digitale auf reale Kontexte Bezug nehmen? Wie können Individuen und Institutionen daran partizipieren? Der Vortrag zeigt anhand eines Prototypen an der UdK Berlin, wie solch eine Infrastruktur funktioniert und eröffnet den Ausblick auf ein zukünftiges kontextualisiertes Web. Wer sagt was in welchem Kontext? Im physischen Raum sind wir es gewohnt dies nachvollziehen zu können. Zentralisierte Plattformökonomien verschleiern Datenherkunft und Zuordenbarkeit. Im Rahmen der Notfalldigitalisierung der Universität der Künste Berlin zu Beginn der Pandemie entstand das Forschungsprojekt medienhaus/. Die Absicht war es, distribuierte Communities und Wissensnetzwerke zu entwickeln, ohne sich in die Abhängigkeit bestehender Plattformen zu begeben. Zentraler Bestandteil ist ein Inhaltsverwaltungssystem, basierend auf dem Matrix Protokoll, um attribuierbare dezentrale Wissensnetzwerke zu ermöglichen. Das zugrunde liegende Konzept ermöglicht Netzwerkeffekte zwischen Individuen, wie Institutionen, die gleichberechtigt partizipieren können. Digitale Infrastruktur kann eigenständig, nachvollziehbar und klimaneutral betrieben werden. Das Digitale kann wieder physisch verortet und kontextualisiert werden. Interfaces sind im Gegensatz zu gängigen zentralisierten Plattformen für ihren jeweiligen Kontext individualisierbar. Dies sollte integraler Bestandteil eines partizipativen, demokratischen Miteinanders im Digtalen sein. Das gesellschaftspolitische Forschungsprojekt versteht sich im Spannungsfeld von Aktivismus, Academia und öffentlicher Infrastruktur. Nach zwei Jahren iterativer Entwicklung an der UdK Berlin, Kooperationen mit Kreaktivraumprojekten und aktivistischen Gruppen sind die ersten Werkzeuge entwickelt und erprobt. Ausgehend von diesem konkreten Forschungsprojekt wird der Vortrag den Ausblick auf ein dezentrales, semantisches Web geben. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZMAACX/
Driving a transition to sustainable trade through data transparency (bub2022)
Our daily consumption of food and other commodities has complex ripple effects across the globe. The opacity of international trade masks the drivers of deforestation and the destruction of precious ecosystems. In this interactive session I will demonstrate how the Trase initiative can counteract these forces by creating transparency from data on a global scale. Trase is a data-driven transparency initiative that is revolutionising our understanding of the trade and financing of commodities driving deforestation worldwide. I will being by introducing the Trase initiative and the key insights that we have found relating to how international trade in soy, beef, wood pulp and other commodities affects the Amazon and other precious ecosystems in Indonesia, Africa and South America. I will then present Trase's data APIs and point-and-click data products at https://www.trase.earth/. These freely-available products have been designed to support civil society to take practical steps to address deforestation and drive a transition to sustainable trade. Trase needs help in ensuring that our data and our products are meeting the needs of civil society and we need feedback from the community. I will run a workshop in which people will use our data to run through some guided exercises. The intent is to inspire uptake to empower existing initiatives to use our data and our tools to tackle deforestation, and create a dialog to help us improve them. Trase is a partnership between the Stockholm Environment Institute and Global Canopy. Our major donors are the Gordon and Betty Moore Foundation, Norway's International Climate and Forest Initiative (NICFI) and the Quadrature Climate Foundation. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QTX8XP/
Pitch & Thrive for Sustainability - SO/A (bub2022)
„Pitch & Thrive for Sustainability“ unser diesjähriges Sonderformat à la „Shark Tank“ in grün aka „Die Höhle der Löwen“, aber in nachhaltig. Aufgeteilt auf 3-4 Sessions werden jeweils 4 unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und von unseren ausgewählten Juror*innen auf Herz und Nieren geprüft. Nachhaltige Start-Ups und KMUs können hier ihre Projektideen und Geschäftsmodelle präsentieren. Im Anschluss gibt es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgt von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. Unsere Jury: - Dr. Felicitas Breitenbach, Strategy Consultant, Sustainability Strategy (Accenture) - Frank Karlitschek, Gründer u. CEO (Nextcloud) - Yvonne Zwick, Vorsitzende (B.A.U.M. e.V.) Die Pitches: 1) AgrCheck - Smart Farming Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung eine nachhaltige und zugleich effiziente Lebensmittelproduktion zu gewährleisten. Digitale Technologien gelten dabei zwar als Hoffnungsträger, kommen bislang jedoch kaum bei den Betrieben an. AgraCheck möchte das ändern. 2) Nerit’e - Fighting climate change by saving farmers money When excessively applied, nitrogen leads to microbial reactions that generate the GHG known as nitrous oxide. Pound for pound, nitrous oxide warms the planet 300 times as much as carbon dioxide. A reduction in the application can only be achieved through ongoing soil analysis and the optimization of practices based on data. 3) RegioShopper Wir haben die optimalen Vertriebs- und Logistiklösungen für regionale Lebensmittel geschaffen und sorgen mit gekühlten Packstationen für die effiziente Lieferung von Lebensmitteln. Mit dem RegioStore-Konzept bieten wir digitale Unterstützung für Selbstbedienerläden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VPYBNV/
Darf es noch etwas Klimawandel zu Ihrem NFT sein? oder: Das Problem mit Blockchains und ihren Folgen (bub2022)
Wie genau funktioniert Blockchain-Technologie und warum wird sie so kontrovers diskutiert? Warum gefährdet sie das Klima? Revolutionieren Cryptowährungen das Geldsystem? Retten NFTs die Kunstszene? Und brauchen wir dringend Blockchains für transparente Lieferketten und sichere Personalausweise? Ein Expert*innen-Panel für Interessierte, Neueinsteiger*innen und Liebhaber von Brokkoli. Das Panel wird organisiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz gemeinsam mit der BUNDJugend und soll in die Debatten um die Blockchaintechnologie verständlich umreißen- auch für die "Bäume" auf der Konferenz. Aus dem Podium soll eine Artikel/Leitfaden zur Bewertung und persönlichem Umgang mit Versprechen & Investitionen in Cryptowährungen, NFTs und politischen Förderprogrammen enstehen- für die durchschnittliche Verbraucher*in und Umweltschützer*in. Panel: Jürgen Geuter (tante) Anke Domscheit-Berg, MdB die LINKE Pauline Brünger, Fridays for Future Moderation: Jenny Genzmer ** Förderhinweis ** Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ET3EXU/
Fahrerlose On-Demand-Verkehre – Zukunft des ÖPNV? Gesetzeslage, Technik, soziologische Perspektive (bub2022)
Wie ist die gesetzliche Lage bei fahrerlosen On-Demand-Verkehren? Und was macht der öffentliche Verkehr daraus? Wir stellen aktuelle Test- und Regelbetriebe vor. Wie beurteilen wir aus Sicht der Verkehrswende fahrerlose Flottenbetriebe? Wie sind Robo-Taxis, Ruf-Busse, flexible Linienverkehre mit automatisierten Fahrzeugen aus Gerechtigkeitsperspektive und aus Nachhaltigkeitsperspektive aus? In einem halbstündigen Dialog wollen wir auf folgende Punkte eingehen und dann mit dem Publikum diskutieren: Die Gesetzesnovelle zum Autonomen Fahren wurde letztes Jahr verabschiedet. Das neue Gesetz zählt ausdrücklich Shuttle-Verkehre, people mover und nachfrageorientierte Angebote als Anwendungsfälle auf. Wir stellen die Rechtslage dar und erklären die Voraussetzungen für Level 4-Automatisierte Flotten. Test- und Regelbetriebe mit autonomen Shuttles gibt es seit Jahren. Durch das neue Gesetz sowie als Folge der Novellierung des PBefG im letzten Jahr kommt Bewegung in die Sache. Wir geben einen Einblick in den Stand der Dinge. Das Potenzial für den Öffentlichen Verkehr (ÖV). Der ÖV hat durch das fahrerlose Fahren die Chance auf eine komplette Transformation. Er kann flexibel werden durch einen On-Demand-Betrieb, den Verzicht auf feste Haltestellen und Door-to-Door-Option. Er kann sich für neue Kund*innengruppen öffnen, für Menschen, die den ÖV bisher nicht nutzen. Für die Umwelt: Durch den elektrischen Antrieb mit grünem Strom können die klimaschädlichen Diesel-Busse verschwinden. Es kann die Anzahl der privaten Fahrten reduziert werden und damit auch der Besitz der privaten Autos. Für die Gesellschaft: Fahrerloses Fahren kann besonders auf dem Land und den städtischen Randgebieten den ÖV erst ermöglichen. 24/7 können Fahrzeuge unterwegs sein und alle können mitfahren. Die Zahl der Verkehrsunfälle wird zurückgehen. Unser Fazit: Beitrag zur Verkehrswende. Die Verkehrswende kann durch fahrerlose Fahrzeuge im ÖV einen Schub erhalten. Der ÖV muss dazu aber über seinen Schatten springen und sich von seiner starren Haltestellen- Fahrplan- und Tariflogik verabschieden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EZBMXN/
Das Dreieck digitaler Nachhaltigkeit (bub2022)
Nachhaltigkeit hat eine ökologische, eine technische und eine soziale Dimension. In keiner Dimension erreichen wir wirkliche Verbesserungen. Immer wieder tauchen neue Probleme auf. Wie können wir in der globalen Abwärtsspirale handlungsfähig bleiben? Der Vortrag bringt die einzelnen Dimensionen miteinander in Verbindung, um Wechselwirkungen aufzuzeigen und pragmatische Lösungswege zu eröffnen. Wenn wir uns eine Welt vorstellen, in der ökologische, technische und soziale Nachhaltigkeit herrscht, so müssen wir ernüchtert feststellen, dass wir von diesem Ziel weiter entfernt sind denn je. Sämtliche Anstrengungen, die wir unternehmen, um die Situation zu verbessern, scheinen ins Leere zu laufen. Die schädlichen Auswirkungen unseres Wirtschaftens haben ein Ausmaß erreicht, das jede Vorstellung übertrifft. Für jeden hart erkämpften Fortschritt an einer Stelle entstehen an anderer Stelle zehn neue, noch viel größere Bedrohungen. Die globale Abwärtsspirale geht über in einen freien Fall in den Abgrund. Um handlungsfähig zu bleiben, müssen wir uns auf ehrgeizige, aber erreichbare Ziele konzentrieren. In unserem Fall lautet das Ziel ›digitale Nachhaltigkeit‹ und um Wege zur Realisierung zu finden, lohnt es sich, die drei Dimensionen digitaler Nachhaltigkeit, die ökologische, die technische und die soziale, miteinander in Beziehung zu setzen. Der Vortrag zeichnet einige dieser Beziehungen nach, um konkrete und pragmatische Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/3BS7RX/
Digitale Beteiligungsformate für die nachhaltige Transformation: Erfolgskriterien und Fallstudien (bub2022)
Digitale Beteiligungsformate werden von immer mehr Kommunen und Städten eingesetzt, um ihre Bürger:innen zu „beteiligen“. Wie kann man den Erfolg dieser „Beteiligung“ messen? Welche Beteiligungsverfahren schlagen fehl und warum? In diesem Panel werden von den Vortragenden verschiedene mögliche Kriteriensets vorgestellt, mit denen die Qualität von digitalen Beteiligungsformaten vorab sichergestellt und im Nachgang bewertet werden kann. Format: Klassisches Panel mit 4-5 Inputs à 10 Min., danach 45 Min. Diskussion Programm: Prof. Dr. Angela Oels (Uni Augsburg): Wie definieren und messen wir den Erfolg von digitalen Beteiligungsformaten? Demokratietheoretische Kriterien und ein Fallstudienbericht aus München Rainer Rehak (TU Berlin/WZB): Sinnvolle Beteiligung durch Hackathons? Analyse und Kriterien für zivilgesellschaftliche Beteiligung an der digitalen Landschaft. Prof. Dr. Sybille Bauriedl (Europa-Uni Flensburg): Digitale Beteiligungsplattformen der Kommunalpolitik: Instrument zur Akzeptanzbeschaffung oder progressiver Nachhaltigkeitspolitik Andrea Hamm, (FU Berlin/ TU Berlin): Ungenutzte Potenziale von Civic Tech Initiativen: Wie können Sie im kommunalen Transformationsprozess verankert werden? Wir wollen mit Euch über die Zukunft von digitalen Beteiligungsformaten diskutieren: • Welche digitalen Beteiligungsformate halten wir für sinnvoll, um die sozial-ökologische Transformation voranzubringen? • Kann das Wissen und die Partizipationskultur von Civic Tech im Rahmen kommunaler Digitalisierungsprozesse verankert werden? • Welche Qualitätskriterien sollten die Ausgestaltung von digitalen Beteiligungsformaten leiten? • Ist es sinnvoll und möglich, die User:innen an der Ausgestaltung der Beteiligungsplattformen mitwirken zu lassen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QDG79J/
Klimaschutz aktiv starten - Erfahrungen aus der Praxis mit der Salesforce Net Zero Cloud (bub2022)
Klimawandel, Berichtspflichten, Offenlegung von Lieferketten, das alles beschäftigt Unternehmen zur Zeit enorm. Während wir das Warum der Erfassung kennen, und dank Standards der EU das Was erfasst werden muss, fehlt auf dem Weg zu Net Zero den Unternehmen die Antwort auf das WIE. Eine Antwort haben wir: Die Salesforce Net Zero Cloud - ein Wegbereiter für Nachhaltigkeit mit Net Zero Emissions. Was wir vorhaben? Kein Blabla sondern Ärmel hoch beim Klimaschutz! Wir, Eigenherd in Tandem mit Salesforce, planen einen praktischer Vortrag mit Stories aus dem Alltag vieler Unternehmen und der Demo unserer Cloud-Lösung. Wir stellen die Net Zero Cloud vor, im Kontext der Herausforderungen Sustainability und Digitalisierung. Berichtspflichtige Unternehmen und Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit suchen aktuell eine Lösung, WIE Sustainability in Digitalisierung Integriert werden kann, sodass Carbon Accounting, Lieferketten und Monitoring von ESG Kriterien zentral an einem Ort, ihrem Single Point of truth, stattfinden können. Diese Erfahrungen, praktische Herausforderungen und die Net Zero Cloud als Lösung wollen wir vorstellen. Wir teilen einen Praxis-Ansatz der Verschmelzung von Sustainability und Digitalisierung und geben Interessierten einen Startpunkt auf ihrem Weg zu Net Zero an die Hand. Was macht unseren Ansatz innovativ? Weg von der Theorie geben wir den Einblick in den Unternehmensalltag im Kontext der heutigen Situation. Wir bringen EU-Berichtspflichten, Sorgfaltspflichtengesetze und den Realstand der Wirtschaft in einem Vortrag als Erfahrungsaustausch zusammen. Das Highlight: Eine Live-Demo, in der wir das Produkt und die Umsetzung der zuvor vorgestellten Anforderungen zeigen. So erzählen wir nicht nur, was alles getan werden müsste oder könnte, sondern Krempeln zusammen die Ärmel hoch und gehen das Thema "Sustainable is the new digital" Hands-On an! Ziel: Mit diesem Beitrag wollen wir die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser der Datenerfassung für mehr Nachhaltigkeit nehmen und den Weg zu Net Zero bereiten. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/S3ZQA8/
Verklagen, protestieren oder zerschlagen? Was hilft gegen Facebook, Bayer, Google und Co. (bub2022)
Google sagt nicht mehr „Klimawandel – Lüge“. Unsere Facebook-Seite ist nach dem Sieg vor dem Oberlandesgericht Hamburg wieder da. Die Fusion von Bayer-Monsanto dauerte länger als gedacht. Aus unseren erfolgreichen Kampagnen wollen wir mit euch unterschiedliche Lösungsansätze diskutieren: Klagen, Straßenprotest, Antitrustpolitik. Google sagt nicht mehr „Klimawandel – Lüge“ oder „Flüchtlinge erschießen, nicht entkommen lassen.“ Unsere Facebook-Seite ist wieder da, nachdem wir mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte vor dem Oberlandesgericht Hamburg überragend gewonnen haben. Die Fusion von Bayer-Monsanto dauerte länger als gedacht. Ist Amazon noch schlimmer als Bayer und Edeka für die Milchbäuer:innen? Und was sollten wir tun? Aus unseren erfolgreichen Kampagnen und Strategien wollen wir mit euch drei unterschiedliche Lösungsansätze diskutieren und vergleichen: Klagen gegen Facebook, Straßenprotest gegen Google, Antitrustpolitik gegen Bayer und Co. Goliathwatch, die Hamburger Nichtregierungsorganisation für Wirtschaftsgerechtigkeit, hat erfolgreich mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte gegen Facebook geklagt, ist Mitglied im europäischen Netzwerk für Konzernrecherche (ENCO) und dem bundesweiten Netzwerk „Konzernmacht beschränken“. 20 Minuten Input und anschließende offene Diskussion mit dem Publikum about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/SYZEZD/
New World, New Work - Eine Spekulative Annäherung an die Arbeitswelt von Morgen (bub2022)
Künstliche Intelligenz macht ganze Arbeitsfelder obsolet, verändert andere grundlegend, verschiebt Machtbalancen und restrukturiert soziale Prozesse. Wo genau die Reise hingeht, bleibt dabei jedoch ungewiss. Einige spekulative Szenarien sollen eine solche Entwicklung lebhaft visualisieren und auf subtilere potentielle Konsequenzen hinweisen, die im Diskurs rund um die Thematik meist untergehen. Schon längst ist ein Prozess im Gange, an dessen Ende der globale Arbeitsmarkt mit dem heutigen nicht mehr zu vergleichen sein wird. Während einige TheoretikerInnen davon ausgehen, dass die technologischen Trends von heute auf ähnliche Weise wie bisher ArbeitnehmerInnen und Gemeinwohl zu Gute kommen würden (durch ‚bessere‘, sicherere und qualifiziertere Stellen), fürchten andere einen singulären Punkt in der Entwicklung von Automatisierung, ab welchem es nicht mehr genug Aufgaben gibt, die ein Mensch noch schneller, besser oder günstiger erledigen kann als ein maschinelles System. Hilft dann nur noch ein Bedingungsloses Grundeinkommen oder führt dieses zur Schaffung einer gigantischen politisch abgehängten Gesellschaftsschicht? Werden wir alle in kreativen Berufen arbeiten oder kann die Maschine das eventuell am Ende auch noch besser als wir? Wird es ein ‚Made by Human Hands‘-Siegel auf Produkten geben? Wie steht es um Gewerkschaften und die politische Teilhabe in solchen Zeiten und auf dem Weg dorthin? Only time will tell. Trotzdem müssen wir uns fragen, wo die Reise hingehen könnte und welchen Entwicklungen wir ab sofort vorbeugen sollten. Dieser experimentelle Vortrag soll deshalb spekulative Szenarien illustrieren und erlebbar machen. Die Zukunft der Arbeit – und all dem was sie umgibt – wird in Momentaufnahmen audiovisuell aufbereitet (durch Computeranimation, Tech-Demos, Video, Musik…) und mit Inhalten aus der aktuellen Forschung unterfüttert. Dabei soll vor allem auf potentielle Folgen aufmerksam gemacht werden, die bei den meisten Betrachtungen des Themas unter den Tisch fallen, um den Diskurs anzuregen und die Problematik generell greifbarer zu machen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YTEN8E/
CDR-Slam - Bühne frei für digitale Verantwortung! (bub2022)
Beim Corporate Digital Responsibility (kurz: CDR)-Slam versuchen die führenden Köpfe der CDR-Community das Publikum zugespitzt und kurzweilig davon zu überzeugen, was der wichtigste Aspekt einer verantwortlichen, nachhaltigen Digitalisierung ist. Denn CDR hat viele Dimensionen – von Verbraucher*innenschutz, über Mitarbeitendenbelange bis hin zur Cybersecurity oder nachhaltigen Geschäftsmodellen. Digitale Unternehmensverantwortung oder Corporate Digital Responsibility, kurz CDR, hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Im Dezember 2021 wurde sogar der erste CDR-Award in der DACH-Region von gleich drei Bayerischen Staatsminister*innen verliehen. Das zeigt, dass es in Deutschland schon heute viele verantwortungsvoll gestaltete digitale Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle gibt! Im Rahmen unseres Programmbeitrags möchten wir zunächst in einem Plenum die jüngste Entwicklung von CDR thematisieren und Praxisbeispiele vorstellen. Moderiert von Bartosz Przybylek, werden die Organisator*innen des CDR-Awards 2021, in dessen Rahmen auch schon ein CDR-Slam stattgefunden hat, allgemein zu CDR und den Siegerprojekten des Awards befragt. Nach diesem Intro wird das Plenum aufgelöst und in einen CDR-Slam verwandelt. Dabei versuchen führende Köpfe der CDR-Community das Publikum davon zu überzeugen, was ihrer Meinung nach der wichtigste Aspekt einer verantwortlichen, nachhaltigen Digitalisierung ist. Denn CDR hat viele Dimensionen – von Verbraucher*innenschutz, über Mitarbeitendenbelange bis hin zur Cybersecurity oder nachhaltigen Geschäftsmodellen. Doch welcher Aspekt ist am wichtigsten? Welches Thema sollte insbesondere von Unternehmen als erstes angegangen werden und kann man bestimmte Bereiche getrost hintanstellen? Diesen Fragen gehen wir beim Slam zugespitzt und kurzweilig auf den Grund. Als Slammer*innen treten an: Steffen Waurick (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Prof. Dr. Dirk Heckmann (Technische Universität München) Mina Lütkens (Patients4Digital) Maria Hinz (BARMER) Auf dem Podium treten auf: Dr. Christian Thiel (Bayern Innovativ) - Mitorganisator CDR-Award 2021 Karine Rübner (diconium) - Mitorganisatorin CDR-Award 2021 Susanna Wolf (DATEV) - Preisträgerin CDR-Award 2021 Moderation: Bartosz Przybylek (whyzer) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QS8XRS/
Kuchen? Ich will die Bäckerei! Eine Liebeserklärung an gemeinschaftsgetragene Unternehmen (bub2022)
Seit Adam Smith gelten individualisierte Einzelkunden als Leitbild der Wirtschaft. Doch von Genossenschaftsbewegung bis Solidarische-Landwirtschaft und gemeinschaftsgetragener Journalismus gibt es Alternativen. Eine Liebeserklärung an das dezentrale Miteinander-Wirtschaften, eine Sammlung von Beispielen, Stolpersteinen und Best-Practices, und ein Ausblick, wer jetzt was tun kann. Wir sind das IT-Kollektiv Geeks4Change. Ökosysteme und Werkzeuge für gemeinschaftsgetragene Unternehmen und Initiativen sind unsere Leidenschaft. So schaffen wir seit 2014 mit Hubs4Change einen Open-Source-Werkzeugkasten für regionale Nachhaltigkeitsportale und gemeinschaftsgetragenen Journalismus (u.a. in Betrieb bei Bonn4Future, StadtWandler Freiburg und Sustainable Entrepreneurship Network Suisse). Seit 2018 erstellen wir Schwarmfinanzierungen für Solawis, die Kulturland Genossenschaft, und Wohnbauprojekte. Was wir gesehen haben: Wandel entsteht ganz wesentlich "Grassroots-Style". Und: Bei Engagement wir beim Wirtschaften geht es primär um Visionen, Vertrauen, und Verbindlichkeit. Das Geld folgt. Diese Erkenntnis muss sich auch in den digitalen Werkzeugen niederschlagen, doch aus unserer Sicht kann das keine der existierenden Plattformen abbilden. Wir sind dabei, Abhilfe zu schaffen. In dem Vortrag mit Diskussion lassen wir unsere Vision lebendig werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7DQW8/
Wie ein universelles Recht auf Software auch ein Umweltschutz ist (bub2022)
In der Europäischen Union werden momentan die Richtlinien zum Ökodesign von Produkten sowie das Recht auf Reparatur neu verhandelt. Dazu hat ein Bündnis von Umweltschutz-, Reparatur und Tech-Organisationen vier Forderungen für eine nachhaltigere Nutzung unserer Hardware formuliert. Der Vortrag erklärt worum es genau geht, warum uns das etwas angeht, und wann wir wie aktiv werden können. Hardware produzieren kostet nicht nur Geld sondern vor allem jede Menge Rohstoffe und Energie. Obendrauf kommen noch die weltweiten Transportkosten, dazugehöriger CO2-Ausstoß und am Ende jeden Jahres dutzende Millionen Tonnen neuer Elektroschrott. Zeit diesen Unsinn zu stoppen. Eine nachhaltigere digitale Gesellschaft ist nur möglich, wenn wir anfangen unsere Geräte länger zu benutzen. Immer öfter diktiert uns jedoch die Software wie lange eine Hardware benutzt werden kann und führt zu einem vorzeitgen Ende, einer "geplanten Obsoleszenz". Um unsere Produkte länger benutzen zu können lohnt es sich also das Zusammenspiel von Hardware- und Softwarenutzungszeiten anzuschauen und daraus unsere Schlüsse zu ziehen. Genau das haben wir getan. In den kommenden Monaten werden auf europäischer Ebene die Richtlinien zum Ökodesign von Produkten sowie das Recht auf Reparatur neu verhandelt. Ein Bündnis aus Umweltschutz-, Reparatur- und Techorganisationen fordern jetzt in einem Offen Brief "Das universelle Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren". Der Vortrag führt in die politischen und technischen Hintergründe ein und zeigt auf wie das Thema Umweltschutz, Verbraucherschutz und Netzpolitik zusammenbringt. Und was wir alle tun können. Neulinge im Thema sind herzlich willkommen, der Vortrag versucht Menschen aus verschiedenen Strömungen (Bits und Bäume) in einer gemeinsamen Sprache über die Inhalte und Bedeutung der Ökodesign-Kriterien zu informieren. Praktische Tipps helfen außerdem die zusammenhängenden politischen Prozesse zu verstehen und politisch aktiv zu werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WVXZ98/
Herrschaftsfreie Informationssysteme? – Ein Versuch, Anarchie, Commons & Informatik zusammenzudenken (bub2022)
Der Einsatz von Informationssystemen in Commons stellt eine besondere Herausforderung dar, um nicht den Folgen von Entfremdung oder Herrschaftlichkeit zu erliegen. Welche Leitideen könnten für die Systemgestaltung nützlich sein? Und Welche soziale Praxis wäre hierfür sinnvoll? Anarchie ist nicht Chaos, sondern Ordnung ohne Herrschaft. Die moderne Archäologie und Ethnologie liefern uns vielfältige Belege für Gesellschaften, in denen Herrschaftsfreiheit praktiziert wurde und wird. Dabei bedeutet Freiheit von Herrschaft nicht Freiheit von Zwängen. Es kommt auf den egalitären Charakter von Zwängen bzw. sozialer Normen an. Im Bezug auf die Frage, wie eine herrschaftsfreie, demokratische und wirtschaftlich sinnvolle Lebensform aussehen könnte, steht die Wiederentdeckung der Commons vor der Tür. Anarchie und Commons sind zwei Perspektiven auf das gleiche Phänomen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Zuge der Informatisierung aller Lebensbereiche entstanden jedoch neue Herrschaftssysteme der Überwachung, Kontrolle und Unterdrückung oder wurden durch diese verstärkt. Die Gestaltung von Informationssystemen liegt meist in den Händen von staatlichen oder privatwirtschaftlichen Akteuren. Im Bereich der Commons ist jede Aktivität auf die gemeinsamen Bedürfnisse, die Fürsorge für sozialen Beziehungen und für die Natur ausgerichtet. Der Einsatz von Informationssystemen in Commons stellt daher eine besondere Herausforderung dar, um nicht den Folgen von Entfremdung oder Herrschaftlichkeit zu erliegen. Welche Leitideen könnten für die Systemgestaltung nützlich sein? Und Welche soziale Praxis wäre hierfür sinnvoll? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FXVPQ3/
Staat verklagen, Umweltinfos befreien (bub2022)
Wie kommt man an Umweltinfos, die bei Behörden liegen? Eine Reise durch die wunderbare Welt der Anfragen und Klagen gegen deutsche und EU-Behörden. Das Umweltinformationsgesetz bietet enormes Potential für die Klimabewegung. Gezielte Anfragen können Missstände aufdecken, Diskussionen anstoßen und auf Veränderungen hinwirken. Viele über FragDenStaat gestellte Anfragen und die teilweise daraus resultierenden Klagen belegen dies. Seien es Hintergründe zur Stilllegung der Braunkohleanlage Jänschwalde oder zur Räumung des Hambacher Forsts, die interne Kommunikation des BMWK zum Kohleausstieg oder die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Bau einer Bundesstraße: Umweltinformationen sind in der politischen Debatte enorm wichtig und es lohnt sich für sie zu streiten! Der Beitrag wird einen Einblick in die von uns geführten Verfahren geben und zeigen, was mit dem UIG alles möglich ist. Die Zuhörer:innen werden außerdem ermuntert und befähigt, das UIG in Zukunft selbst für ihre Zwecke sinnvoll zu nutzen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LX7HFR/
Simuliert statt produziert – Mit 3D Mode in eine nachhaltigere Zukunft? (bub2022)
Was ist digitale Produktentwicklung in der Mode? Wie kann Kleidung in 3D simuliert werden und wie können diese virtuellen Prototypen dann für weniger Abfall und Umweltverschmutzung in der Bekleidungsbranche sorgen? Wir reden über virtuelle Stoffe, digitale Anproben, und welche Geschäftsmodelle mit 3D tatsächlich eine Veränderung der Modewelt bringen könnten – und welche eher nicht. Die Modeindustrie ist geprägt von Massenproduktion, Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung und Ausbeutung. Aber der Druck von Konsument*innen wird größer, und digitale Strategien, die nachhaltigere Produktionsbedingungen versprechen, sind sehr gefragt. Viele Unternehmen in der Modeindustrie setzen deswegen zunehmend auf 3D Produktentwicklung. Ich will beleuchten, wieviel davon tatsächlich nachhaltig ist und welche Geschäftsmodelle mit 3D möglich sind. Als Spezialistin für 3D Produktentwicklung gebe ich Einblicke in meinen Arbeitsalltag. Was wird für eine 3D-Simulation überhaupt benötigt und sieht es am Ende wirklich aus wie ein echtes Kleidungsstück? Wie kann Stoff und CO2 gespart werden? Und wie verändert dann 3D Produktentwicklung das Geschäftsmodell von Modeunternehmen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/8YKUAL/
Digitalisierung für die Katz? (bub2022)
Wie wirkt sich Digitalisierung aus auf Partizipation und soziale Teilhabe? Wie können Digitalisierungsprozesse auf lokaler Ebene partizipativ und inklusiv gestaltet werden, damit alle Bürger:innen davon profitieren können? Wie können kommunale und zivilgesellschaftliche Akteur:innen so zusammenfinden, dass nachhaltige Digitalisierungsstrategien effektiv umgesetzt werden können? Der Einsatz von Digitalisierung bei der Ausgestaltung kommunaler und regionaler Infrastrukturen geht meist mit der Erwartung allgemeiner positiver Effekte einher. Tatsächlich geht es dabei meist um technisch bedingte Wirkungen wie eine höhere Effizienz von Arbeitsprozessen. Selten werden mit der Umstellung einhergehende soziale und ökologische Herausforderungen und Auswirkungen berücksichtigt: Wie wirkt sich Digitalisierung aus auf Partizipation und soziale Teilhabe? Wie können Digitalisierungsprozesse auf lokaler Ebene partizipativ und inklusiv gestaltet werden, damit alle Bürger:innen davon profitieren können? Wie können kommunale und zivilgesellschaftliche Akteur:innen so zusammenfinden, dass nachhaltige Digitalisierungsstrategien effektiv umgesetzt werden können? Auf Basis der umfangreichen Ergebnisse des vom Umweltbundesamt geförderten Projekts „Digitale Kommune – digitale Region“ wollen wir diese Fragen diskutieren und mögliche Ursachen der Einschränkung von Teilhabe an der Mitgestaltung der Digitalisierung ausloten. Die empirischen Einblicke (qualitative, wie quantitativer Erhebungen, Expert:inneninterviews, Fokusgruppen, einer Delphi Studie, Befragung zu kommunalen Bedarfen) erlauben Einsichten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben unmittelbaren Barrieren wie Zugangsbeschränkungen wegen fehlender Geräte und schlechter Netzqualität, ungenügender Kenntnisse ("literacy"), wird es auch um indirekte Hürden gehen, die aus bestimmten gesellschaftlichen Grundhaltungen und normierten Prozessen resultieren. Hierzu möchten wir potenzielle Lösungen betrachten und die positiven Wirkungen von Partizipation und Inklusion auf den Digitalisierungsprozess vorstellen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FYSZPE/
Open Source Gardens (bub2022)
Landwirtschft lernt von Informatik: Wir vermehren Open Source Saatgut. Der Kurzvortrag stellt die Idee dahinter vor. Nutzpflanzen sind Jahrtausende altes Kulturgut. Dennoch kontrollieren wenige Konzerne den Saatgutmarkt. Per Sortenschutz dürfen Hochleistungssorten nur mit Lizenz vermehrt werden - wie Software, die nur von Rechteinhabenden kopiert werden darf. Sieht man DNA als Software der Nutzpflanzen an, so liegt es nahe, die Konzepte von Open Source auf sie zu übertragen. Einige Sorten werden bereits unter Open-Source-Lizenz vertrieben. Alle Menschen dürfen sie vermehren und kreuzen, das Ergebnis steht zwingend unter derselben Lizenz. So wächst eine Allmende von Agrikulturgut, die sich nicht wieder privatisieren lässt. Die Open Source Gardens sind ein loses Netzwerk von Gärten, in denen Open Source wächst. Wir tauschen Wissen und Saatgut. Kleine Balkons gehören genauso dazu wie große Gemeinschaftsgärten. Dabei vermitteln wir die Idee von Open Source anhand von Lebensmitteln. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ACDW9D/
Green Coding - Measuring energy use of arbitrary applications and software stacks (EN) (bub2022)
The Green Coding Metrics tool can measure the energy use of an arbitrary application. It does this by orchestrating the app in a containerized setup and measuring either the power directly or applying a linear model in order to derive the power metrics. We will demo measuring a typical web application and how engineers can use our tools to optimize their app in terms of energy use. Our tool fills a current need to easily get energy metrics for a more complex setup of software. Measuring the energy use of software is a first step in order to be aware and thus optimize the energy use of software. Given the assumption that we are expecting more digitalization in all areas of the UN sustainable development goals we need to have an easy approach to factor the energy use in as a standard design goal of software. The approach is innovative in a way as that it connects many existing technologies in an easy to use toolchain that is open source and can freely be used. Integrating it in a development machine or a CI pipeline is readily possible through the use of standard formats like Dockerfiles and Selenium-Testfiles. Green Coding Berlin GmbH is privately funded and has no conflict of interest. The political landscape in Germany is very promising with the Umweltbundesamt already funding a similar project (https://eco.kde.org/) that follows an approach to measure desktop software in linux systems. We also share our results with the KDE team and hope to achieve the best result for the society here. We hope that our combined results will increase the focus of the German politcals on this topic even more. The talk can be English or German :) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/9TES88/
Smart City / Country Projekte selber betreiben und per IoT offene Daten erzeugen! (bub2022)
Du möchtest Dich mit IoT, Smart City / Country beschäftigen und das mal selber machen? Freie und offene Daten erzeugen, damit die Deutungshoheit nicht in die Hände von Unternehmen oder Behörden legen? Anhand vom The Things Network / LoRaWAN zeige ich hier, wie das geht und welche Projekte es schon eingesetzt haben. Ich beschäftige mich schon länger mit offenen freizugänglichen Netzwerken und nach dem Netzwerk für Menschen (Freifunk) gibt es nun auch schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, ein Netzwerk für Maschinen (IoT, Internet der Dinge) selber und offen für jeden zu betreiben. Freie und offene Infrastruktur ist wichtig, gerade wenn man selber als Teil der Zivilgesellschaft Einfluss nehmen kann auf die Verbreitung und den Ausbau und nicht von gewinnorientierten Unternehmen abhängig ist. Das The Things Network (LoRaWAN)ist so eine Infrastruktur, hier lassen sich über mehrere Kilometer Reichweite Sensordaten übertragen, von Geräten, welche Monate/Jahre per Batterie/Akku betrieben werden. Viele Kommunen & Stadtwerke in Deutschland verfolgen den Weg, diese Netzwerke geschlossen aufzubauen und zu betreiben, dabei gibt es viele Beispiele, wo wir als Zivilgesellschaft diese Netze nutzen könnten und über das digitale Ehrenamt auch Projekte unterstützen, welche sonst vielleicht so nicht möglich gewesen wären. Beispiele dafür wären zum Beispiel die Möglichkeit, die bekannten Feinstaubsensoren (Airrohr) des OK-Lab Stuttgart nun auch auf dem Land (ohne WLAN) zu betreiben. Wir haben dazu ein Projekt in Bottrop an einer der letzten Kokereien umgesetzt und über 30 Feinstaubsensoren rundherum verteilt, zur Überwachung durch die dortigen AktivistInnen. Oder CO2 Ampeln, die wir mit GrundschülerInnen gebaut und programmiert haben und an diversen Grundschulen hier in der Region laufen um die Luftqualität überwachen. Weitere Projekte wären die Überwachung von Starkregenereignissen und die Wasserhöhe der anliegenden Bäche, Bienenvölker und Bewässerungszuständen von innerstädtischem Baumbestand. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HYWZY3/
TURBOFLIP - Digitalisierung und Nachhaltigkeit fürs Museum (bub2022)
TURBOFLIP sind diverse Köpfe aus Kunst, Design, IT und Museum. Wir entwickeln Prototypen und erforschen damit, wie wir Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden können. Aus dem Blickwinkel der Kunst und Gestaltung sind wir bemüht unsere gemeinsame Vision einer nachhaltigen, sozialen Zukunft zu zeichnen TURBOFLIP sind Köpfe aus Kunst, Design, IT und Museum. Im Rahmen von "Dig It? - Prototypen fürs Museum" – in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig – haben wir uns damit beschäftigt, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ins Museum zu bringen. Was dabei herausgekommen ist? DOTBOSS ist ein web-basiertes Werkzeug, das Storytelling und Gaming fürs Museum verbindet. Mit simplen digitalen Tools können eigene Kreaturen und Welten erschaffen werden, um nonlineare interaktive Geschichten gemeinsam zu gestalten und zu erleben. Alles in 16x16 Pixeln. Was damit alles möglich ist, möchten wir gern teilen. E:ROBICS ist ein Fitnessprogramm zur Sensibilisierung, Vermittlung und Ermächtigung im Umgang mit digitalen Werkzeugen. Das Programm ist für Einzel- aber auch für Gruppenanwendung geeignet. E:ROBICS umfasst thematisch fokussierte Workouts, die wir gern vorstellen möchten und unsere Erfahrungen damit teilen wollen. Das Internet zum Anfassen. Wie sieht eigentlich ein Virenscanner aus? Aus welchem Material besteht ein Browser? Mit wilden Materialien gestalten wir bei DIZA eigene Lösungen zum Betrachten und darüber austauschen. ORTHESE thematisiert den bewussten Umgang mit Energie – insbesondere dem Ernten und Verbrauchen von elektrischer Energie durch und am menschlichen Körper. Neben der Entwicklung effizienterer Technologie ist vor allem ein Umdenken im Design dringend notwendig. Gern möchten wir unsere konzeptionellen und technischen Fortschritte teilen. Mehr Infos unter <a href="https://turboflip.de/">тυявσƒℓιρ</a> Website about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PTHFGQ/
Digital rights & climate justice: mapping existing connections & opportunities for the future (EN) (bub2022)
In this session, The Engine Room will share research findings from a landscape review conducted in 2021-2022 exploring intersections between digital rights, climate & environmental justice. Research Lead Becky Kazansky will discuss learnings from practitioners working across these issues, honing in on the opportunities that exist for increased collaboration across sectors. As the effects of the ongoing climate emergency amplify, the fight for environmental & climate justice has become more crucial than ever. While technology is being used to support these efforts, it can also be part of the problem: technological innovation is taking an environmental toll, climate justice activists face increasing digital attacks, social media platforms are full of unfounded claims about climate change, and many of the communities affected the most by the climate emergency continue to lack basic access to digital resources that are needed to adapt to, and mitigate effects of, the climate crisis, from Internet access to reliable online information in their own language & cultural context. In response to these issues, The Engine Room recently undertook a research project exploring intersections between environmental/climate justice and digital rights movements, with an eye on identifying opportunities for increased collaboration and support. Doing this research allowed us to interview and learn from a highly diverse group of practitioners working across these issues from around the world. In this session, the Lead Researcher on the project (Becky Kazansky) will share the main findings of the research. Check out the report here: https://www.theengineroom.org/new-report-at-the-confluence-of-digital-rights-climate-justice/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BH7BLB/
Digitale Planwirtschaft? Eine Einführung (bub2022)
Die Planwirtschaft hat in den letzten Jahren ein unerwartetes Revival gefeiert. Die These: Im Zeitalter von Big Data, künstlicher Intelligenz und neuen Kommunikationstechnologien sei der Markt eine veraltete Technologie der Vergangenheit. Angesichts des Scheiterns effizienter politischer und wirtschaftlicher Koordination in der Pandemie und der Klimakrise kommt diese Debatte gerade rechtzeitig. In diesem Vortrag erkläre ich kritisch, was Planwirtschaft eigentlich bedeutet, wieso sie in den autoritären Realsozialismen gescheitert ist und wieso wir heute schon in einer kapitalistischen Mischung aus Markt und Planung leben. Die zentralen Fragen: - Wie schaffen wir es, dass diese Planung demokratisch wird und nicht dem Profit als Selbstzweck zum Ziel hat, sondern soziale und ökologische Bedürfnisse. - Wie schaffen wir demokratische Planungsprozesse, die sowohl das technische Wissen von Arbeiter*innen als auch die unterschiedlichen Interessen von u.a. Konsument*innen, Bürger*innen, marginalisierte Gruppen berücksichtigen? - Wie können wir demokratisch darüber entscheiden wieviel Lohnarbeit wir machen wollen, welche Sektoren schrumpfen oder wachsen sollen und welche Wirtschaft wir den nächsten Generationen überlassen wollen - anstatt solche zentralen Fragen den Kräften des Marktes zu überlassen? Ich erkläre zunächst, welche Modelle demokratischer Planwirtschaft aktuell existieren, was wir aus ihnen lernen können und wieso digitale Technologien neue Möglichkeiten bieten, eine Wirtschaft partizipativ, demokratisch und nachhaltig zu planen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WBRC3U/
🌟 B&B Panel: Enabling Democratic Discourse Beyond Privatized Digital Public Spheres (EN) (bub2022)
Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. How can the DSA be advanced? The infamous Cambridge Analytica case illustrates: powerful corporations like Meta pose a major threat to democracy. The digital public space is organized by corporations to which the state grants a lot of control. These corporations are fiercely focused on profit maximization and lack public transparency. Fake news, hate speech and manipulation flourish in so-called "social media." Their algorithms promote "echo chambers" in which like-minded people spiral into ever more extreme views. Meta and Google endanger independent media that work with journalistic standards and whose business model is collapsing. Digital technologies accelerate political and social processes and leave little room for deliberative discourse. At the same time, state actors who should exert informational and regulatory influence often outsource their capacities and services to these companies, withholding public sector data and information from citizens. In order to counter this, the following questions, among others, will be discussed in this thematic strand: How can a better discourse be shaped and which instruments do we need for this at which levels? What alternatives are already available today and how can we develop them further? How can aspects such as data protection, transparency and open source be better valued and implemented? Last but not least, the role of the state as an enabler or impediment to democratic opinion-forming will also be discussed in this context. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/RXUUUE/
Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand (bub2022)
Handlungsfelder, konkrete Beispiele und Fördermöglichkeiten für den nachhaltig-digitalen Mittelstand: Was benötigen Unternehmen konkret, um Digitalisierung als Werkzeug für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einzusetzen? Antworten liefern der nachhaltig.digital Monitor 2022 und das Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auf dem Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele brauchen wir sie: Die Potenziale des digitalen Wandels für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Digitale Technologien haben die Kraft, fast alle Wirtschaftsbereiche grundlegend zu transformieren und „grüne“ Innovationen zu ermöglichen. Dabei müssen die Risiken einer nicht-nachhaltigen Digitalisierung minimiert werden. Als einer der großen Innovationstreiber in Deutschland gilt es dabei, vor allem den Mittelstand in diesem Spannungsfeld zu stärken und zu unterstützen Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) arbeitet deshalb über die Kompetenzplattform nachhaltig.digital daran, dem Mittelstand mit konkreten Beispielen und Vernetzung die Wege zu einer nachhaltigen Digitalisierung aufzuzeigen. Der im Sommer erscheinende nachhaltig.digital Monitor 2022 zeigt Handlungsbedarfe auf, um das digitale Nachhaltigkeitspotenzial voll zu erschließen. Junge Unternehmungsgründungen und Startups, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln fördert die DBU in ihrem Green Start-up Programm. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen: Ob eine Planungssoftware für den mehrgeschossigen Holzbau, Software-Unterstützung für das Prinzip „mieten statt kaufen“ oder mit künstlicher Intelligenz in Industrieunternehmen Energie zu sparen. Lassen Sie sich in dieser Session inspirieren – und packen Sie mit an, damit der Mittelstand und unsere Wirtschaftsweise nachhaltig digitaler werden! Format: Vortrag mit anschließender Diskussion about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/K7BHS7/
Überwachungskapitalismus - Und jetzt? (bub2022)
Das Konzept „Überwachungskapitalismus“ von S. Zuboff hat fundamentale Kritik an digitalen Geschäftsmodellen mainstreamfähig gemacht. Doch welche Implikationen ergeben sich daraus für eine sozial-ökologische Transformation und wo liegen die Grenzen des Konzepts? Nach einem Impulsvortrag zu Entstehung und Imperativen des Überwachungskapitalismus werden wir diese Fragen diskutieren. Der "Überwachungskapitalismus" wird mittlerweile in fast jeder digitalisierungskritischen Debatte angeführt. Mit seiner Erfindung während des Dot-Com-Crashs haben sich laut Zuboff neue Imperative für Internetunternehmen entwickelt. Wirtschaftlicher Druck steigt, Daten zu verwenden, nicht nur um das Verhalten von Individuen vorherzusagen, sondern um gezielt Sehnsüchte, Bedürfnisse, Meinungen und Verhalten ganzer Gesellschaften automatisiert verändern zu können. Welche Verhaltensmodifikation statt finden soll, entscheiden auf den neuen Märkten für menschliches Verhalten die Höchstbietenden. Auf dem Spiel steht dabei, so Zuboff, nichts Geringeres als die Demokratie und die menschliche Natur. Ein Kurzvortrag stellt zunächst Entstehung und Imperative des Überwachungskapitalismus leicht verständlich dar. Wir erkunden, was seine definierenden Merkmale sind und was diese für eine sozial-ökologische Transformation bedeuten. Dabei machen wir uns ein Bild von den Grenzen des Konzepts Überwachungskapitalismus und diskutieren, wo es uns den Blick auf die weitreichenden Probleme der Digitalisierung bezüglich sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Krise sogar zu versperren droht. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CXYF9V/
🌟 B&B-Panel: Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung (DE/EN) (bub2022)
Auf diesem Panel geht es um grundsätzliche Fragen der Technikgestaltung im Sinne von Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung. Wir schauen dabei auf die individuellen und kollektiven Ebenen einerseits, aber auch auf die notwendigen technisch-konkreten und gesellschaftlich-philosophischen Rahmenbedingungen andererseits. Derzeit folgt Technikgestaltung zu häufig den Prinzipien von Kosumsteigerung, Profitmaximierung und Aufmerksamkeitsausbeutung. Zudem verursachen Trackingtechnologien, wie Cookies unnötige Datenströme und Energieverbräuche. Um eine sozial-ökologische Transformation zu ermöglichen, müssen Technikgestaltung und -betrieb neuen Kriterien unterzogen werden. Es stellen sich Fragen nach demokratischer und individueller Kontrolle, gerechtem Zugang, Schutz von Grund- und Freiheitsrechten sowie der Sicherstellung von Inklusion und Teilhabe und Suffizienz beim Energie- und Ressourcenverbrauch. Alle Menschen sollten sich auf der Ebene von Hard- und Software in die Gestaltung von Technik einbringen können. Sie können so individuell und kollektiv über den Zweck, den Datenschutz, die Datennutzung, die Datensicherheit oder den Strom- und Ressourcenverbrauch digitaler Technologien mitbestimmen, sodass tatsächliche Bedürfnisse der Nutzenden im Zentrum stehen. Technologien können zu Gemeingütern werden. Das erfordert politische Anstrengungen. Der Fokus dieses Podiums ist die Frage wie wir eine demokratisch legitimierte und gemeinschaftlich organisierte technologische Infrastruktur aufgebauen können und Bürger:innen die Kontrolle über technische Geräte erlangen. Bild: CC BY-ND mini_malist about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XQPGEV/
Walk the Talk! Wie nachhaltig ist die IT des Bundes? (bub2022)
Mit einem Vortrag zum Aspekt der "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" werde ich berichten, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit zur Nachhaltigkeit der IT des Bundes zu schaffen und warum es für Klimaschutz viel Transparenz und eine gute Datenlage braucht. Die Ampel-Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag auch dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit verpflichtet. Dies lässt sich nur glaubwürdig vertreten, wenn die zugrundeliegenden Werte auch nach innen gelebt werden. Deshalb möchte ich in einem Vortrag aus dem Maschinenraum der Demokratie berichten und dazu, wie ich mein Fragerecht als Abgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nutze, um Öffentlichkeit darüber zu schaffen, wie nachhaltig eigentlich die IT des Bundes ist und welche Fortschritte es dabei gibt. Ich werde zeigen, wie wichtig das Thema Transparenz in diesem Kontext ist und warum es eine gute und kontinuierliche Datenlage braucht, um schnelle und effektive Veränderungen zu erreichen. In meinem Programmbeitrag werde ich den Aspekt "Digitalisierung als Problem für die Nachhaltigkeit" fokussieren, sowie auf Möglichkeiten, wie man negative Klimawirkungen durch Digitalisierung verringern kann. Die Verbindung zur Demokratie zeige ich damit auf, wie sich am Beispiel Nachhaltigkeit der IT des Bundes die Exekutive an die eigenen Regeln und die Regeln der Legislative hält (oder nicht hält). Was motiviert mich? Ich habe einen aktivistischen Hintergrund und glaube daran, dass man die Welt positiv verändern kann. Ich mache das jetzt als MdB im Bundestag, sehe mich aber immer noch als Aktivistin, die beide Welten - die aktivistische und die (berufs-)politische miteinander verbinden will. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/G3YGCC/
Für eine geteilte digitale europäische Öffentlichkeit (bub2022)
SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) setzt sich ein für eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen in Europa. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? Die Alternative zu den Mega-Plattformen von Facebook, Google & Co. kann nicht eine europäische Mega-Plattform sein. Am Anfang war das Usenet. Dann kam die Blogosphäre. Heute zielt das Fediverse darauf, das Internet wieder zu dezentralisieren. 'Einheit in Vielfalt‘ lautet die europäische Identitätsformel. Im gleichen Sinne setzt auch SDEPS (Shared Digital European Public Sphere) – eine Allianz von Aktivist:innen aus öffentlich-rechtlichen und Community Medien und öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Wissensinstitutionen – auf eine dezentrale und vernetzte Infrastruktur für Medienplattformen. Wie kann der Software-Stapel und die Organisationsstruktur für eine solche vielfältige, verteilte, interoperable journalistisch-redaktionelle und soziale Medienöffentlichkeit aussehen und damit eine Alternative zum Plattform-Kapitalismus? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ENNNTN/
KI-Basiertes Insektenmonitoring mit Citizen Science (KInsecta) (bub2022)
Wir verzeichnen einen dramatischen Rückgang an Insekten. Ein systematisches Monitoring ist entscheidend für die Planung von geeigneten Schutzmaßnahmen. KInsecta ist ein Open-Source Projekt, in dem ein Low-Cost-Multisensorsystem entwickelt wird, welches lebende Insekten automatisiert erkennt und klassifiziert. Gemeinsam mit Interessierten möchten wir bauen, Daten sammeln und diskutieren. Projektvorstellung: Ziel unseres Projektes ist eine automatisierte Klassifizierung von lebenden Insekten auf der Basis eines Low-Cost-Multisensorsystems. Es ist ein Open-Source Projekt und soll deutschlandweit interessierte Bürger:innen zum Nachbau und Mitmachen motivieren. Der aktuelle Prototyp wurde auf der Grundlage eines RaspberryPi entwickelt. Insekten in einer Falle passieren auf ihrem Weg ins Freie eine Kamera und einen Wingbeatsensor, wobei Bilder und die Flügelschlagfrequenz erfasst werden. In Deutschland erleben wir einen dramatischen Verlust von Insekten: Nicht nur die Gesamtmenge an Insekten, auch die Zahl der ca. 33.000 Insektenarten, die es hierzulande gibt, nimmt immer mehr ab. Dabei sind Insekten ein wichtiger Faktor im Ökosystem. Grundlage für einen effektiven Schutz der Insekten ist ein systematisches Monitoring. Aktuell erfolgt Insektenmonitoring mit Todfallen und es gibt viele ‚blinde Flecken‘ auf der Landkarte. Wir möchten dieses Monitoring unterstützen und dabei mit einem standardisierten und automatisierten Verfahren mit Citizen Scientists zusammenarbeiten. Viele Menschen an unterschiedlichen Orten können an der Erhebung partizipieren und die Daten auf einer Webplattform hochladen. Ziel ist es, gemeinsam eine stetig wachsende Datenbasis zu schaffen und zu diskutieren. Mit der wachsenden Menge an standardisierten Daten wird auch die Klassifizierung mit KI immer besser werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VLQVMB/
Mobilfunk geht auch nachhaltig! (bub2022)
Komplett klimaneutral mobil telefonieren und surfen – was einige Netzbetreiber für 2040 ankündigen, macht WEtell seit Marktstart 2020. Wie funktioniert klimaneutraler bzw. klimapositiver Mobilfunk? Und was bedeutet es ein gemeinwohlorientiertes Purpose-Unternehmen am Mobilfunkmarkt zu etablieren? Ein Einblick in das Transformationspotential digitaler Dienstleistungen mit anschließender Diskussion. Die CO2-Emissionen digitaler Dienstleistungen spielen durch ihre steigende Verbreitung eine immer wichtigere Rolle. Uns allen ist das klar. Den meisten Menschen aber nicht. Im Gegenteil: angesprochen auf nachhaltigen Mobilfunk haben 99,9% der Menschen große Fragezeichen auf der Stirn. Doch nach kurzem Erklären wird den meisten schnell klar: „Netzinfrastruktur, Rechenzentren,… all das braucht ja Strom.“ Genau um diesen Aha-Moment bei möglichst vielen Menschen zu erreichen, wurde WEtell gegründet. Wir zeigen, dass es „sogar“ im Mobilfunk möglich ist, ein konsequent nachhaltiges Angebot zu schaffen. In einem Impulsvortrag soll bei der Bits&Bäume am Beispiel von WEtell der Weg von der Vision „Menschen mit Nachhaltigkeit zu erreichen“ zum Unternehmen am Mobilfunkmarkt vorgestellt werden. Zusätzlich werden konkrete Details zum Klimaschutzkonzept und zur Umsetzung von den weiteren Kernwerten „Datenschutz, Fairness & Transparenz“ vorgestellt. Für die konsequente Verankerung der Vision und Werte im Unternehmen hat sich WEtell Gemeinwohl-zertifizieren lassen und ist mittlerweile auch Purpose-Unternehmen. Gerade das Thema Verantwortungseigentum, was durch die Aufnahme ins Koalitionsprogramm der Bundesregierung, heiß diskutiert wird, kann zu einem wesentlichen Treiber der Transformation der Wirtschaft in Deutschland werden und soll daher auch im Vortrag vorgestellt werden. Wichtig ist, dass es im Vortrag nicht in erster Linie darum geht Menschen für WEtell zu werben. Wir machen „Mobilfunk, weil wir Nachhaltigkeit wollen“ und in dieser Mission, wollen wir zeigen, wie nachhaltige digitale Dienstleistungen selbst relevant zur Lösung der Klimakrise beitragen können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZUZPWE/
Creating a digital environmental footprint: a Life Cycle Assessment approach (EN) (bub2022)
Can we measure the environmental impact of digital products and services? We think we can, and we are already well on our way towards finding out the true environmental impact of digital products and services. During this session, we will present new perspectives, new knowledge, and what problems we still need to solve. With its work on the Digital Environmental Footprint, the SDIA is bringing the right people together to develop a new approach to measuring & reporting the total environmental impact of the digital economy. Based on the existing academic work and methodologies, the DEF provides the frameworks, tools and strategies to implement end-to-end measurement across the supply chain of digital products & services. We have chosen to build on the Life Cycle Assessment methodology, since it can give us great insights on the environmental impact of products and services. We believe that to measure is to know: data used in an LCA can give us what we need to report on our environmental impact, and to improve our products, services, and therefore our businesses. By using a clear taxonomy of the value chain, and an innovative conversion key called the Digital Resource Primitives, we have completed end-to-end energy measurement of a server. We believe it is important to find a way to transparently measure the actual impact of digital products and services, both for developers and the user, as it gives them more power and control over developing or picking the more sustainable product. To make this choice easier in the long run, we aim to create a label for these products. This drives political engagement, since there is a large role for governing bodies in regulating the data that needs to be made transparent by organisations involved along the value chain of digital products and services. We want companies to be able to feel empowered to do these life cycle assessments themselves, and feel empowered to share this with their customers, improve, and create a more sustainable future together about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LFUK3C/
Souveräner Konsum mit Kreditkarte 5.0 (bub2022)
Die Ecodesign Verordnung für Nachhaltige Produkte und der digitale Produktpass sollen die Produkte transparenter für die Kunden machen. Die Nutzungsdauer dank Reparatur-, Recyclingfähigkeit, Wiederverwertung gibt Auskunft über die Ressourcen- und Energieeffizienz. Warum nicht gleich an der Kasse sehen, wieviel noch auf meinem CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konto ist? Wir alle brauchen Zeit, um unsere Gewohnheiten umzustellen. Deshalb sollten wir jetzt damit anfangen, Daten, die uns heute zur Verfügung stehen auch zu nutzen. Ziel der Kreditkarte 5.0 ist es, uns allen unseren täglichen CO2-, Umwelt-/Artenvielfalt- und Sozial-Konsum zeitnah, transparent und erfahrbarer zu machen. Der Produktpass ist ein erster wichtiger Schritt. SUSLA eine webbasierte Anwendung, die den CO₂- und Material-Fußabdrucks (MIPS) misst und den Konsumenten bei der Weiterentwicklung des Lebensstils hin zum nachhaltigeren Konsum unterstützt, ein weiterer. So wie wir heute über mehr oder weniger Geld verfügen, so sollten wir auch über ein Anfangs-CO2-, Umweltverbrauchsbudget verfügen. Plus oder minus Punkte gibt es für Verbräuche von oder Beiträge zur Biodiversität und sozialen Teilhabe. Die Primärausstattung wäre wie das Grundeinkommen gestaltet. Das zu verteilende Budget würde jedes Jahr auf Basis der neuen Klima- und Umweltberechnungen erfolgen, wo jedem Land bestimmte Mengen zugewiesen werden. Mit der Zeit merken wir, welcher Konsum welche Umweltverbräuche verursacht und ob unser Konto sich schnell oder langsam leert. Budgetüberschreitungen spielen anfangs keine Rolle. Mit der Zeit wird Konsum nur noch dann möglich sein, wenn alle unsere Konten im positiven sind, d.h. sowohl unser monetäres als auch unser Umwelt-/CO2-Konto. Zukaufen ist möglich oder aber wir leisten selber positive Beiträge/Kompensationen. Das zur Verfügung stehende jährliche Umwelt-/Klima-Budget wird Jahr für Jahr weniger (Sozialabfederung). Wie klingt das? Welche Möglichkeiten bietet uns heute schon die Digitalisierung? Womit können wir anfangen? Was spricht dafür, was dagegen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UVCDAU/