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Chaos Computer Club - archive feed

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14,359 episodes — Page 67 of 288

Abschlusspräsentation (jh22)

Alle Projekte werden auf der großen Bühne vorgestellt about this event: https://c3voc.de

Oct 9, 20221h 35m

CTM und Otto Müller (vcfb22)

Das deutsche Computerunternehmen Computertechnik Müller GmbH (CTM) aus Konstanz wurde vor 50 Jahren während der Industriemesse 1972 in Hannover gegründet. Es stellte dort in jenem Jahr sein erstes 16-Bit-Computersystem der mittleren Datentechnik CTM70 vor und sorgte damit für großes Aufsehen. Die CTM70-Systemfamilie entwickelte sich sehr rasant vom ersten Magnetkontencomputer mit Fädelspeicher (CTM70/400 bzw. /500) über ein Magnetplattenspeicher-System (800) bis zum Mehrplatzsystem (900), das aus einem Zentralrechner und bis zu 15 "intelligenten" Bildschirmarbeitsplatzrechnern (BAP70) bestand, und schließlich zum "Datenbankcomputer" CTM 9000 mutierte. Geistiger Vater dieser CTM70-Systemfamilie war der deutsche Computer-Pionier und Ingenieur Dr. h.c. Otto Müller, der leider vor zwei Jahren verstorben ist. Er hat die Systemarchitektur und das Herzstück der CTM70-Systemfamilie quasi im Alleingang entworfen. Ihm ist dabei ein Meisterwerk gelungen, das sich für die damalige Zeit durch etliche einmalige Eigenschaften auszeichnete und ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bot. Der Autor war von 1977 bis 1990 Mitarbeiter in der Entwicklung der CTM – zuletzt Entwicklungsleiter. Er berichtet über den Computer-Pionier Otto Müller, wie er ihn – und seine Ehefrau Ilse – persönlich erlebt hat, sowie über die CTM70-Produktfamilie mit allen ihren Facetten. Dabei kommen die Besonderheiten und auch hervorzuhebende Details zur Sprache sowie manche Anekdote aus dem Arbeitsalltag mit den Müllers. Der Autor hat die Corona-Zeit dazu genutzt, sich nach langer Zeit wieder mit einem CTM70-System zu beschäftigen, und zwar mit seinem im Hobby-Keller etliche Jahre schlummernden TS 100 von 1977/1978. Dieses dem Ur-PC ähnelnde Desktop-System hat er mittels eines auf dem Raspberry Pi Pico basierenden Interfaces mit der heutigen IT-Welt verbunden. Was dabei herausgekommen ist, kann man sich in der Ausstellung ansehen. about this event: https://c3voc.de

Oct 9, 202256 min

Tiny ACE (vcfb22)

Alan Turing hat nicht nur die "Turing-Maschine" erdacht, die als Gedankenexperiment grundlegende Erkenntnisse zur Berechenbarkeit lieferte. Nach dem 2. Weltkrieg hat er auch einen der ersten realen, frei programmierbaren Computer entworfen, die "Automatic Computing Engine" (ACE). Turings Entwurf von 1945 war erst im Jahr 1950 fertig umgesetzt – zunächst nur in einem kleineren Pilotmodell, der "Pilot ACE". Trotzdem war dieser Rechner mit 1 MHz Taktfrequenz seinerzeit der schnellste der Welt. Die Pilot ACE wurde, anders als zunächst vorgesehen, nicht nur als technisches Testbett genutzt, sondern auch für umfangreiche Berechnungen z.B. zur Aerodynamik. Die in den Folgejahren gebaute "große" ACE wurde allerdings von moderneren Rechner- und Speicherarchitekturen überholt. Im Vortrag erläutere ich die ungewöhnliche Architektur der Pilot ACE: Alle Daten und Programminstruktionen laufen ständig in Ultraschall-Verzögerungsleitungen um, die als Hauptspeicher und Register dienen. Und es gibt im Grunde nur einen Programmbefehl, nämlich den Transfer eines Datenworts – der aber durch spezielle Source- und Destination-Adressen mit Rechen- oder Logikfunktion alle notwendigen Funktionen für einen universellen von-Neumann-Rechner bereitstellt. Zum Abschluss des Vortrags zeige ich einige Besonderheiten der Pilot ACE an einem verkleinerten, aber voll funktionsfähigen Demonstrator. Die "Tiny ACE" nutzt diskrete 74xx-Logikbausteine, so dass die ACE-Systemarchitektur auf dem Einplatinenrechner direkt erkennbar ist. Programm und Daten werden in echten Ultraschall-Umlaufspeichern gehalten: Akustische Verzögerungsleitungen aus den PAL-Fernsehern der 1980er-Jahre erweisen sich als so präzise und stabil, dass sie Daten über Stunden zirkulieren lassen können. about this event: https://c3voc.de

Oct 9, 202250 min

The Danish Society for Computer History (vcfb22)

The Danish Society for Computer History was founded in 2002, but already 10 years earlier the volunteers had started to gather historic artefacts from, among others, the Danish computer company Regnecentralen. Ever since then it has been the vision to create a Danish computer museum. A vision which became reality last year! In this talk I will tell our story, current state of our exhibition and plans for the future! about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 202238 min

Playing with Sounds (vcfb22)

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Oct 8, 202245 min

Beyond the Beep! (vcfb22)

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Oct 8, 202227 min

Die Restaurierung der Z1 im Deutschen Technikmuseum Berlin (vcfb22)

Nach mehrjähriger Verzögerung konnte endlich mit der Restaurierung des einzigen mechanischen Computers der Welt, der Z1, begonnen werden. Zunächst wird die Architektur der Maschine vorgestellt. Dann werden die Technik der mechanischen Schaltglieder und deren logische Funktionen erklärt. Bei der ersten Inspektion direkt an der Maschine im August 2022 stellte es sich heraus, dass es nicht mit einer Reparatur getan ist. Es gibt systematische Schwachstellen bei der Realisierung, die ebenso systematisch beseitigt werden müssen. Es werden Bilder mit typischen Defektstellen gezeigt, sowie Videos auf denen die noch vorhandene Restfunktionalität des Speichers zu sehen ist. Im dritten Teil werden die Strategien vorgestellt, die bei der Wiederinbetriebnahme der Maschine geplant sind, sowie die im Zuge der Restauration geplante Dokumentation der einzelnen Funktionswerke. about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 20221h 20m

Digitale Stille (vcfb22)

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Oct 8, 202240 min

Lisa (vcfb22)

Zu einer Zeit, als man sich noch darüber stritt, ob grüne oder bernsteinfarbene Monitore besser sind, kam Apple mit einer Revolution auf den Markt: der Lisa – dem ersten kommerziellen Computer mit "Mausbedienung". Leider war die Zeit noch nicht reif dafür. Eine Maus? Das hörte sich nach Spielerei an, nicht nach ernsthaftem Arbeiten! Von Multitasking, einfacher Bedienung und integrierten Applikationen wollte man nichts hören. Computer waren etwas für Fachleute, die derlei nicht brauchten. Die Lisa war zu früh, zu teuer und zu anders. In meinem Vortrag erzähle ich von der langwierigen Entwicklung eines neuen Systems und beleuchte, wer dabei von wem geklaut hat. about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 202241 min

BASIC Tape Loops (vcfb22)

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Oct 8, 202232 min

Inside Z8671 oder wie passt ein BASIC-Interpreter-System in 2048 Byte? (vcfb22)

Der Z8671 ist ein Einchip-Mikrorechner von 1978 aus der Z8-Familie von Zilog. In seinem 2048 Byte großen ROM steckt ein kompletter BASIC-Interpreter mit Editor, 15 BASIC-Kommandos, 16-Bit-Ganzzahlarithmetik, Punkt-vor-Strich-Rechnung, Hexadezimalzahlen, Direktzugriff auf Register und Speicher, Autostart, List, automatischer RAM-/ROM-Konfigurierung, Fehlerbehandlung und vieles andere mehr. Wie passt sowas alles in 2 KByte? Eine aufwändige Reassemblierung des ROMs ergab: Das BASIC selbst ist in einer eigenen Codesprache geschrieben und nur 432 Byte groß! In Z8-Code ist ein Interpreter für diese Codesprache enthalten, sowie Initialisierung und In-/Out-Code. Im Vortrag geht es um die Analyse des ROMs und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Ein komplett dokumentiertes Listing des BASICs sowie weitere Unterlagen gibt es auf meiner Homepage. about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 202242 min

PEARL (vcfb22)

PEARL (nicht Perl) ist eine Pascal-inspirierte Sprache für die Echtzeit- und Multitaskingprogrammierung, in der alle notwendigen Elemente für diese Zwecke Teil der Programmiersprache sind. PEARL wurde in Deutschland entworfen und implementiert und seit 1977 als DIN-Standard veröffentlicht (zuletzt 1998 als PEARL-90). PEARL setzt ein Echtzeitbetriebssystem voraus und wird deshalb oft mit einem solchen namens RTOS-UH eingesetzt. Nachdem PEARL vor allem in den 1990er-Jahren in Deutschland eine Hochzeit hatte, gilt die Sprache trotz ihrer Eigenschaften heute als Exot. In diesem Vortrag sollen die Sprache und ihre Geschichte beleuchtet werden. In der Ausstellung "IBP 190ST – Ein kompakter Atari ST für die industrielle Steuerung" können sich Interessierte an PEARL/RTOS-UH auf einem IBP 190ST versuchen. about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 202234 min

Boing Boom Tschak (vcfb22)

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Oct 8, 202258 min

... als Kopieren noch schön war (vcfb22)

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Oct 8, 202254 min

Programmieren lernen ohne Rechner (vcfb22)

In den 1960er-Jahren war der Bedarf an Programmierer:innen bereits drastisch höher als zunächst angenommen. Während ursprünglich die Hoffnung in schnellere Maschinen und expressivere Programmiersprachen zur Reduktion des Aufwands gesetzt wurde (eine Hoffnung, die sich bis heute hartnäckig hält), zeigte sich, dass Programmierprojekte förmlich explodierten. Zugleich war das Informatik-Studium vielerorts noch nicht institutionalisiert, dubiose private Ausbildungsinstitute boten fragwürdige Schulungen an und vor allem fehlte in der Regel ein wichtiges Element zum Erlernen des Programmierens: der Computer. Der Heimcomputer war noch ein knappes Jahrzehnt entfernt. Digitale Rechenmaschinen waren teuer, schwer zugänglich und konnten nicht beliebig für die Ausbildung zur Verfügung gestellt werden. Um einem gleichzeitig exponentiell steigenden Bedarf an Programmierpersonal entgegenzusteuern, bildeten sich in den 1960er-Jahren viele Strategien für eine Programmierausbildung ohne Computer heraus. Neben Spielzeugen, miniaturisierten Rechnern und Selbstbauanleitungen wurden Papiercomputer entwickelt, mit denen auf Papier in Maschinensprache oder Assembler nur als Konzept existierende Computer programmiert und die Befehle durch die programmierende Person selbst ausgeführt wurden. Einer der populärsten und bis heute in der Didaktik genutzte Papiercomputer ist der 1965 vom damaligen MIT-Student Stuart Madnick entwickelte "Little Man Computer" (LMC). Der Vortrag wird in einem kurzen historischen Abriss in das Thema Papiercomputer einleiten und das Programmieren mit dem LMC an einigen konkreten Beispielen vorführen. Ein Ausblick auf folgende Papiercomputer wie dem in Deutschland bekannten WDR-Know-how-Computer und heutige von Papiercomputern und dem LMC beeinflusste Computerspiele runden die Einführung ab. about this event: https://c3voc.de

Oct 8, 202247 min

Eröffnungsveranstaltung (vcfb22)

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Oct 8, 20222 min

Bits & Bäume Abschlussveranstaltung: Digitalisierung zukunftsfähig und nachhaltig gestalten (DE/EN) (bub2022)

Zusammenfassende Beobachtungen nach zwei Tagen und zig Podien rund um den Themenkomplex Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Was haben wir gelernt, wie die verschiedenen Bewegungen und Akteure zusammen an Lösungen arbeiten können? Wie können die Konferenzteilnehmenden und ihre Organisationen und Netzwerke mit alle dem Wissen nun mobilisiert und noch stärker zum Handeln gebracht werden? Zwei Tage Bits & Bäume, rund 150 Podien, Workshops, Vorträge, Hackathons und viele andere Formate mehr – und was nun? Wissen darum, wie die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien mit Herausforderungen der sozialen Gerechtigkeit und den planetaren Belastungsgrenzen zusammenhängen, gibt es zu Hauf. Kreativität und Ideen, wie eine nachhaltige Digitalisierung aussehen könnte, sind ebenfalls kaum zu bremsen. Aber wie kann das alles ins konkrete Handeln umgesetzt werden? Wie kann es gelingen, dass die Gesellschaft aus dem obsoleten Status-Quo nun tatsächlich auf den Pfad in eine andere Zukunft gelangt? Wie können die Anliegen der Bits & Bäume in die breitere Gesellschaft, vor allem aber auf die Kommondahöhen in Politik und Konzernen getragen werden? Und wie kann es dann gelingen, Machtasymmetrien aufzubrechen, Besitzstands-Bewahrer*innen auszutricksen und progressiven Ansätzen von der Nische in den Mainstream zu verhelfen? Das Abschlusspodium der Bits & Bäume Konferenz soll zusammenfassen, was an großen Forderungen diskutiert wurde und den Weg ins konkrete Handeln weisen: für Bewegungen und Organisationen, die sich hier ausgetauscht haben und nun an einem Strang ziehen sollten. Aber auch für einzelne Teilnehmende, die in ihrem Leben etwas ändern oder politisch noch aktiver werden möchten, damit eine andere Digitalisierung wirklich möglich wird! -------------------------------------------------------------------------- Two days of Bits & Baeume, around 150 panels, workshops, talks, hackathons and many other formats - and now what? There is a lot of knowledge about how the development and use of digital technologies are connected to challenges of social justice and the planetary limits. Creativity and ideas about what sustainable digitalisation could look like are also almost unstoppable. But how can all this be translated into concrete action? How can society actually move from the obsolete status quo to the path to a different future? How can the concerns of the Bits & Baeume be carried into the broader society, but above all to the commanding heights in politics and corporations? And how can we then succeed in breaking down power asymmetries, outsmarting vested interests and helping progressive approaches to move from the niche to the mainstream? The closing panel of the Bits & Baeume conference will summarise the major demands that were discussed and point the way to concrete action: for movements and organisations that have exchanged ideas here and should now pull together. But also for individual participants who want to change something in their lives or become even more politically active so that a different digitalisation really becomes possible! about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UW3R7X/

Oct 2, 20221h 0m

So gelingt digitale Klimakommunikation (bub2022)

Klimanachrichten lassen uns ohnmächtig fühlen. Im digitalen Raum für Anpacken zu begeistern, ist nicht leicht. Welche Chancen bringt dennoch die Digitalisierung für Klimakommunikation? Wo liegen ihre Grenzen? Wie können wir im digitalen Raum so kommunizieren, dass wir zum Mitmachen einladen? Ein Vortrag mit Diskussion von Klimapsychologin und Sozialunterehmerin Janna Hoppmann. Janna Hoppmann erklärt in einem interaktiven Vortrag und der anschließenden Diskussion alle wichtigen Aspekte rund um digitale Klimakommunikation und die unterliegenden Ansätze der Klimapsychologie. Dafür werden u.a. Phänomene erklärt, die öffentliche Klimakommunikation im digitalen Raum erschweren, aber auch erleichtern. Das Tool "Canvas Klimakommunikation" (https://climatemind.de/praxisanleitungen/die-7-schritte-zu-transformativer-klimakommunikation-die-canvas-klimakommunikation-im-ueberblick/) wird vorgestellt und die 7 Schritte jeweils kurz erklärt. Auch wird auf Best Practice-Beispiele wie digitale Klimakampagnen des EngageLabs von Together for Future verwiesen und an diesem Beispiel zielgruppen- und werteorientierte Klimakommunikation erläutert. Der Vortrag bringt die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Demokratie direkt zusammen, da es um den demokratischen Austausch und Partizipation zu Klimafragen im digitalen Raum geht. Die Canvas Klimakommunikation kann von Praktiker:innen direkt für ihre Arbeit als Hilfe zur Planung und Reflexion jeglicher Klimakommunikationsvorhaben genutzt werden. Der Vortrag dauert 45-60 Minuten, daran schließt sich eine Fragerunde sowie eine Diskussion mit allen Teilnehmenden an zur Frage: Wie gelingt digitale Klimakommunikation? Der Vortrag darf auf keinen Fall fehlen, weil er Psychologie, Partizipation, Digitalisierung und Klimaschutz auf innovativer Art und Weise zusammendenkt und die Lücke zwischen Wissen und Handeln füllt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BVMW7N/

Oct 2, 202254 min

Wo finde ich Wasser? Die kollektive Kartierung von Trinkwasser-Orten in OSM und der Weg dorthin. (bub2022)

Öffentliche Wasserstellen wie Trinkbrunnen löschen nicht nur den Durst, sondern helfen auch, Plastik(flaschen)müll zu sparen. Hier möchte ich unser Projekt vorstellen, in dem wir deutschlandweit Trinkstellen in OSM besser erfassen wollen. Ziel ist es auch, die beim Projekts gesammelten Erfahrungen darüber weiterzugeben, wie Menschen in ein solches Kooperationsprojekt eingebunden werden können. Jedes Jahr verbrauchen wir in Deutschland etwa 9 Milliarden Liter Einweg-Wasser in Flaschen. Öffentlich zugängliche Trinkwasserstellen wie z.B. Trinkbrunnen können ein Beitrag zur Lösung dieser Plastikflut sein. Um den Menschen zu zeigen, wo sie unterwegs ihre Wasserflaschen auffüllen können, wollen wir die in OpenStreetMap (OSM) eingetragene Sammlung von Trinkwasserstellen für Deutschland erweitern und verbessern. Um ein so großes Gebiet wie Deutschland abzudecken, braucht man viele (Mit)Helfer. Ein wichtiger Teil des Projekts ist daher die Einbindung und Mobilisierung von Einzelpersonen und Communities. Dabei muss man sich überlegen: wo und wie erreicht man die Menschen, wie gestaltet man Anleitungen und wie kann man sicherstellen, dass die Daten gut und richtig eingegeben werden. In diesem Vortrag geht es also um öffentliche Trinkwasserstellen und deren Visualisierung durch Mapping. Dabei möchte ich auch auf dem Projekt-Prozess eingehen: wie ist der Einstieg als Neuling (ich) bei OSM, und wie klappt es in kollektiver Arbeit ein großes räumliches Gebiet abzudecken. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VUA8Z7/

Oct 2, 202228 min

Urbane Daten: Gemeinwohlorientiert und nachhaltig in Anwendung bringen (bub2022)

Angesichts wachsender Herausforderungen stehen kommunale Akteur*innen vor der Aufgabe, Städte und Regionen als Lebensräume dieser und kommender Generationen resilient und nachhaltig zu gestalten. Digitalisierung bietet hier ein starkes Werkzeug: mit urbaner Datennutzung. Was braucht es, um Daten gemeinwohlorientiert einzusetzen – und wie können hierbei flächendeckend Mehrwerte geschaffen werden? Als "Smart City"-Lösungen sind datenbasierte Lösungen bekannt und in aller Munde. Für viele ist die Smart City dabei ein Angstthema - nicht zu Unrecht: Schließlich können die falschen Hände gerade mit personenbezogenen Daten viel Schaden anrichten. Genauso bietet die strategische Nutzung urbaner Daten jedoch großes innovatives Potenzial für Kommunen und kommunale Unternehmen, um Städte wie ländliche Regionen nachhaltig und resilient zu gestalten. Das zeigt sich bereits in vielen Projekten von Städten, die Bürger*innen aktiv mit einbeziehen und Mehrwert für die Daseinsvorsorge schaffen. Wir wollen daher dazu motivieren, ohne Angst auf das Thema zu blicken - und herauszufinden, wie datenbasierte Lösungen tatsächlich gemeinwohlorientiert in Anwendung gebracht werden können. Welche Technologie braucht es? Und wie können wir die nachhaltige Gestaltung der Smart City-Strategien und -Prozesse sicherstellen? Denn eins ist sicher: Wir brauchen schlaue und schnelle Entscheidungen und Maßnahmen, um dem Klimawandel zu begegnen - und urbane Daten sind hierfür kein Allheilmittel, können uns aber eine enorme Stütze sein. Deswegen wollen wir einen kurzen Input zum Thema Datennutzung für nachhaltige Stadtgestaltung und der Bedeutung von Open Source-Technologie in diesem Kontext geben sowie Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Städten aufzeigen, um anschließend in eine kleine Diskussion mit den Teilnehmenden zu gehen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HFH7EM/

Oct 2, 202244 min

Mit OpenStreetMap die Verkehrswende begleiten – Tagging, Tools und Analysen (bub2022)

Die Verkehrswende kommt im Stadtbild an: Geschützte Radwege, geschützte Gehwegübergänge und eine Umverteilung des Straßenraumes zu Gunsten des Umweltverbundes. Was fehlt sind gute Daten, um diesen Prozess zu begleiten und zu beschleunigen. Wir zeigen das Potential von OpenStreetMap (OSM) als gemeinsame Datenbasis für Fahrradstellplätze, KfZ-Parkplätze, Fahrradwege und Fußwege. In Städten und Gemeinden wird die Verkehrswende im Stadtbild sichtbar. Es entsteht neue Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr, ÖPNV und neue Mobilitätsformen. Der verfügbare Straßenraum wird neu aufgeteilt. Mit der detaillierten Erfassung des Straßen- und Parkraums in OpenStreetMap können wir diese Entwicklungen nicht nur dokumentieren und damit für das gesamte OSM-Ökosystem (wie Routing-Anwendungen) nutzbar machen, sondern OSM auch als Planungs- und Analysewerkzeug einsetzen. So können wir auswerten, wo Veränderungen stattfinden und wo diese noch nötig sind. Dabei ist immer wieder die Kreativität der OSM-Community gefordert, um neue Tagging-Schema für „modale Filter“, „Elektrokleinstfahrzeuge“, „Protected Bike Lanes“ oder „Radfahrstreifen in Mittellage“ zu entwickeln. Für all das hat sich vor knapp drei Jahren in der Berliner OSM-Community eine „Verkehrswendegruppe“ gefunden. Sie hat das Ziel, die Mobilitätswende aus einem OSM-spezifischem Blickwinkel zu durchdenken. Wir demonstrieren in unserem Vortrag einige Ansätze und Ergebnisse zu den Themen Fahrrad- und Autoparkplätze; zur detaillierten Erfassung von Rad- und Gehwegen; zur Erfassung von Risiken und Barrieren für Rad- und Fußverkehr; und wie man diverse Leihkonzepte in OSM darstellen kann. Wir zeigen dabei, wie die erweiterten Daten in OSM für Analysen, für den Planungsprozess aber auch für Visualisierungen und Routing genutzt werden können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/8WFNPK/

Oct 2, 202236 min

Gieß a bit more the Bäume (bub2022)

Eine App gießt keine Bäume, aber kann doch ein guter Aufhänger sein, die verschiedenen Akteure einer Stadt für das Thema Trockenstress bei Bäumen zu sensibilisieren und zu motivieren ihren jeweiligen Beitrag zu leisten. Dieser Beitrag möchte aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre "Leipzig giesst" berichten. Bits und Bäume und eine App, die was mit Bäumen macht, passt irgendwie zusammen. 2020 erschien in Berlin die App GiessDenKiez, die die gießbedürftigen Bäume Berlins auf einer Karte zeigt, mit der man sich aber auch eintragen kann, wenn man Bäume gegossen hat, und sich so mit anderen koordinieren und motivieren kann. Also eine richtige Mit-Mach-App. Diese blieb auch in Leipzig nicht unentdeckt. Eine schon bestehende Gieß-Initiative fragte das OKLab Leipzig an. Zum Glück war die Berliner Anwendung OpenSource und auf dem OpenData-Portal gab es auch die Baumkataster-Daten vom Geoamt. Mit beratender Unterstützung der GiessDenKiez-Entwickler vom CityLab Berlin stand bald die Anwendung. Das OKLab wurde offizielles Mitglied des Lösungsteams, ebenso Vertreter vom Amt für Stadtgrün als auch vom BUND Leipzig sowie weitere Ehrenamtler. In regelmäßigen Online-Treffen wurde die Gießsaison 2021 vorbereitet. Wir bekamen finanzielle Förderungen vom Stadtgrün-Amt für die Weiterentwicklung der App sowie für die Öffentlichkeitsarbeit, die wir auch für Werbemittel, Aktionen und Veranstaltungen (mit Quizrad) nutzen. Nutzerzahlen und gegossene Liter stiegen, so dass wir auch dieses Jahr weitermachen und uns weiterhin in regelmäßigen Treffen und auf WeChange.de koordinieren. Inzwischen gibt es einige Anfragen aus anderen Städten, die App dort auch zu adaptieren. Aber klar ist auch: ohne enge Kooperation mit Umweltverbänden, Stadtverwaltung und dauerhaften (ehrenamtlichen) Engagement wäre das Projekt nicht so erfolgreich. Links: - https://leipziggiesst.de/ - https://stiftung-ecken-wecken.de/projekte/wir-im-quartier/wiq-loesungsteams#leipziggiesst about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/Z38CV8/

Oct 2, 202223 min

ModernisierungsCheck - Eine digitale Anstoßberatung für mehr Klimaschutz (bub2022)

86 Prozent der Gebäude in Deutschland haben Sanierungspotenzial. Doch die Sanierungsrate und der Energieverbrauch stagnieren seit Jahren. Die Potenziale bleiben ungenutzt. Digitale Beratungen durch den interaktiven ModernisierungsCheck von co2online führen durch individuelle Sanierungsempfehlungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu konkreten Verhaltensänderungen und Klimaschutzmaßnahmen. Seit knapp 20 Jahren schlagen wir die Brücke zwischen Digitalisierung und Klimaschutz. Wir klären Verbraucher*innen umfangreich und nah an ihren eigenen Lebensrealitäten auf und können ihnen mithilfe unserer Online-Ratgeber zeigen, wie sie ihren CO2-Fußabdruck senken können. Mit dem neuen ModernisierungsCheck haben wir eine unkomplizierte und motivierende Anstoßberatung für Gebäudeeigentümer*innen geschaffen. Der ModernisierungsCheck ist ein kostenloses und herstellerunabhängiges Angebot der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Die Sanierungsempfehlungen wurden von unabhängigen Fachexpert*innen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Wirkung für den Klimaschutz getroffen. Die Modernisierungsberatung beruht auf realen Energieverbrauchsdaten, aktuellen Energiepreisen und Sanierungskosten sowie Förderprogrammen des Bundes und der Länder. Bei der Entwicklung des ModernisierungsChecks standen neben aktuellen Datenbanken und den fachlich korrekten Berechnungen auch die Anwendbarkeit durch die Nutzer*innen im Mittelpunkt. Deshalb gehörten zum Entwicklerteam auch UX-Designer*innen und Kommunikationsexpert*innen, die die Arbeit der Ingenieure, Energieberater und Programmierer in einen nutzerfreundlichen Online-Ratgeber übersetzten. Der ModernisierungsCheck schließt die Lücke zwischen Informationen aus dem Internet einerseits, die häufig unspezifisch und mit Vertriebsabsicht betrieben werden, und der individuellen und unabhängigen Energieberatung, die derzeit aber an ihre Auftragskapazitäten kommt. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ABNVKK/

Oct 2, 202221 min

Pitch & Thrive for Sustainability - Sieger*innen-Ehrung (bub2022)

16 Teams. 2 Preise. Wir laden euch herzlich zur Sieger*innen-Ehrung des „Pitch & Thrive for Sustainability“ ein. Auf die Gewinner*innen unseres diesjährigen Sonderformats wartet der ruhmreiche "Bitsbaum" und eine Überraschung. Du willst wissen, wer sich in unserer "Höhle der Löwen durchgesetzt hat? Dann sei dabei, wenn wir die Gewinner*innen-Teams von Samstag und von Sonntag gebührend feiern und ehren. Im Rahmen des "Pitch & Thrive für Sustainability" konnten am Samstag und Sonntag in 4 Sessions insgesamt 16 Start-Ups/KMUs ihre unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorstellen. Im Anschluss gab es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgte von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/F7PAJN/

Oct 2, 20224 min

🌟 B&B Panel: Towards Post-Capitalism in the Information Age (EN) (bub2022)

What policies do we need to break market power in the platform economy? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like? Shopping at Amazon or instant messaging via Twitter - digital platforms shape our societies. Not only since the Corona pandemic - but surely encouraged by it - we can witness the concentration of capital, data, and therewith power in the hand of few platform corporations. This dominance of ‘big tech’ in the information age is problematic: on one hand, it creates quasi-monopolies which stifle true innovation and limit consumer choice. The result: non-commercial alternatives (among them FabCities/Maker Spaces and Free & Open Source communities such as OpenStreetMap) largely remain trapped in the niche. On the other hand, these corporations create new dependencies between platforms and users, turn citizens into mere consumers and wield great political influence – without a shred of democratic legitimacy. This is not how we envisioned the socio-ecological transformation in the digital economy. What to do then? With the Digital Markets Act, the EU has made a first attempt to impose obligations on the most powerful "gatekeeper" platforms. The stated aim: to enable fairer competition. But whether competition policy can fundamentally alter the power structures in the platform economy remains to be seen however. This is why we want to discuss: What policies do we need to break market power? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TVHGYV/

Oct 2, 20221h 24m

Orte des digitalen Empowerments (bub2022)

Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur? Der digitale Raum als Ort der sozialen Vernetzung und des grenzenlosen Wissensaustausches entwickelte sich in wenigen Jahren unter der weitreichenden Einflussnahme großer Technologie-Monopole zu einem Ort der umfassenden Vermessung jeder Lebensregung. Bei Topio finden wir, dass eine digital vernetzte Gesellschaft mehr sein kann als ein privatisierter und kommerzialisierter Überwachungsapparat. Kompetenzen und Bildung im Umgang mit Medien sind ein wichtiger Baustein einer lebendigen, nachhaltigen und von Meinungsvielfalt geprägten Demokratie. Seit Juni 2022 betreibt Topio den ersten public space for privacy in der historischen Arminiusmarkthalle in Berlin Moabit. Mit Beratungs- und Supportworkshops bauen wir einen Ort der digitalen Selbstbestimmung. Mit verschiedenen Veranstaltungsformate entsteht so ein realer Anlaufpunkt sich mit Fragen einer zunehmend digitalen Zukunft auseinanderzusetzen. Nach einer kurze Projektpräsentation laden wir zu einer gemeinsamen Austausch zu folgenden Fragen ein: Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VFTXXQ/

Oct 2, 202237 min

Die Nicht-Nachhaltigkeit von Blockchain & Web3 (bub2022)

Blockchain und Web3 werden gefeiert als revolutionäre neue Techniken, die die Wirtschaft und Gesellschaft dezentralisieren und demokratisieren werden – so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Eine Welt der individuellen Kontrolle ohne Machtzentren soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um Lieferkettennachverfolgung geht. Aber stimmt das? Dieser Talk erklärt die Grundlagen für eine kritische Analyse. Sie wird gefeiert als revolutionäre neue Technik, die die Wirtschaft und Gesellschaft umkrempeln wird so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Ein Leben fast ohne Machtzentren und Hierarchien soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um globale Lieferkettennachverfolgung geht. Endlich muss dann mächtigen Institutionen wie Banken nicht mehr vertraut werden, denn Interaktionen laufen direkt zwischen den Beteiligten ab und die Nachhaltigkeit wird auch sichergestellt. Emanzipation des Individuums und Selbstbestimmung von Organisationen in der analogen und digitalen Welt sollen damit möglich sein. So ungefähr sahen die Versprechungen einer nicht mehr ganz so neuen Technik aus, die längst auch von großen Firmen wie IBM oder Tesla und diversen Regierungen als zukunftsweisend bewertet wird: Die Blockchain. Nun jedoch, nach 10 Jahren Verbreitung und gesellschaftlicher Diskussion ist es an der Zeit, ein Fazit ziehen und zu reflektieren, was bei ernster Analyse von den Verheißungen der Blockchain tatsächlich übrig geblieben ist und warum sie die Probleme, die sie lösen will, gar nicht lösen kann. Der Vortrag ist für einen Einstieg geeignet und wird die grundsätzliche Blockchain-Idee beschreiben, deren technischen Grundzüge umreißen, die bisherigen Einsatzszenarien bewerten und dann eine kritische Gesamtanayse und gesellschaftliche Kontextualisierung vornehmen. Am Ende folgt eine Diskussion. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XD3CVF/

Oct 2, 202253 min

OSS-Maturität in Unternehmen (bub2022)

Was macht dein Unternehmen mit Open-Source Software: ignorieren, nutzen oder gar mitwirken? Wir steigen ein mit einem leichtgewichtigen Maturitätsmodell zur eigenen Standortbestimmung; diskutieren dann individuelle Vor- und Nachbedingungen sowie Empfehlungen für das erfolgreiche Beschreiten dieses, nach unserem Verständnis, unausweichlichen Weges für moderne Unternehmen im digitalen Zeitalter. Abgerundet wird der Vortrag durch eine ganze Reihe von Erfahrungen, Referenzen und weiterführenden Informationen aus verschiedenen Unternehmen und Wirtschaftszweigen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BWSLF3/

Oct 2, 202241 min

Handy-Apps – die unsichtbaren Stromfresser (bub2022)

Wie viel Strom verbraucht meine App? Für Nutzer*innen ist das kaum zu erkennen, denn der größte Energieverbrauch fällt bei der Datenübertragung und im Rechenzentrum an. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Apps auch ressourcenschonend zu programmieren. Wir stellen ein Tool vor, das nicht nur den Stromverbrauch von Apps sichtbar macht, sondern auch anzeigt, welcher Teil davon gar nicht nötig wäre. Eine Studie im Auftrag der Grünen Fraktion im Europäische Parlament kam im letzten Jahr zum Ergebnis, dass allein der Datenverkehr von Werbe- und Tracking Aktivitäten in Europa 5 - 14 Mt CO₂-Äquivalente pro Jahr in den Telekommunikationsnetzen und Rechenzentren verursacht. Dazu kommt noch der Verbrauch, den Apps durch den Datenverkehr verursachen, der für die eigentliche Funktion notwendig ist – und in der Regel noch wesentlich größer ist. Dieser Energieverbrauch ist für Nutzer*innen unsichtbar – er taucht weder beim eigenen Akkuverbrauch noch auf der Stromrechnung auf. Umso wichtiger ist es, auch diesen Aspekt der Digitalisierung frühzeitig und verständlich zu kommunizieren. Denn zu vielen Apps und Diensten gibt es Alternativen, die weniger Ressourcen in Rechenzentren und Übertragungsinfrastruktur benötigen. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten für App-Entwickler*innen, den Ressourcenverbrauch ihrer Produkte zu senken, indem Datensparsamkeit bei der Entwicklung mitgedacht wird. Um hier einen Anreiz zu schaffen, ist es notwendig, diese Energieverbräuche genau zu erfassen und sichtbar zu machen. In unserem Programmbeitrag stellen wir das Projekt „Mobile Apps – die unerkannten Klimakiller“ vor. Im Rahmen des Projektes wurde ein Testsystem entwickelt, mit dem der Stromverbrauch von mobilen Apps – und speziell der Werbe- und Trackingaktivitäten – gemessen werden kann. Interessierte können das quelloffene Tool nutzen und damit eigene Messungen durchführen. Präsentieren werden Miriam Ruhenstroth und Florian Petri vom ITUJ e.V., die jeweils ihre Perspektiven aus Technikjournalismus und Umweltökonomie einfließen lassen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WGYAJP/

Oct 2, 202244 min

Digitalität Tanzen! (bub2022)

‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit entsprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern eine Zumutung. Was können wir tun? ‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit ent­sprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern, eine Zumutung und ein sich ständig ändernder Zustand, der vor allem durch unmen­sch­liche, digitale Medien- und Infor­mations­technologien bedingt und gezeitigt wird. ‚Digitalität tanzen‘ ist folglich ein verrückter, närrischer Wunsch diese Zumutung zu verarbeiten und gemein­schaft­lich-selbst­be­stimmt gestal­ten zu können. Aus der Zumutung soll eine Anmutung werden, und so handelt dieses Buch vom Trans­for­ma­tions­po­ten­tial dieses Wun­sches. „Digitalität tanzen“ rückt die Koopera­tivität digitaler Techno­lo­gien als dyna­misches En­sem­ble raum­zeit­licher Aktuali­sie­rung, Entfaltung, Artiku­lation, und als inte­gratives, immer wiederkehrendes Tanzen im Geflecht multi­skalarer Körper-Um­welt-Medien-Techno­logien – von den Mikroben bis ins Weltall – in den Blick und macht sich damit selbst erst als Modus Operandi eines alter­nativen Wegs am Horizont der Möglich­keiten sichtbar. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NENDAM/

Oct 2, 202222 min

Was Freie Software und Freies Saatgut gemeinsam haben (bub2022)

Software und Saatgut scheinen im ersten Augenblick wenig miteinander gemein zu haben. Ersteres ist erst seit wenigen Jahrzehnten Bestandteil unser Lebensrealität, Saatgut dagegen könnte man fast als anthropologische Konstante ansehen. Dieser Vortrag widmet sich den neuesten kulturellen Phänomen von Freier-Software und Freiem-Saatgut und beleuchtet Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sphären. In dem zweiteiligen Vortrag werden im ersten Teil die Wesensmerkmale von Software und Saatgut im allgemein dargestellt sowie problematische Resultate die sich aus proprietären Eigentumsverhältnissen heraus ergeben. Im zweiten Teil des Vortrags werden einige konkrete und strukturelle Gemeinsamkeiten vorgestellt, die zwischen Freier-Software und Freiem-Saatgut existieren. Abschließend werden einige Designprinzipien vorgestellt, die ein langfristiges Bestehen solcher Objekte gewährleisten können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/S3B39P/

Oct 2, 202217 min

Device Neutrality: a sustainable way to safeguard control over digital devices (EN) (bub2022)

The number of devices on which we cannot run Free Software is exponentially increasing. We are loosing control over technology. This is bad not only for digital sovereignty but also for the environment. Device Neutrality aims to empower users to regaining control over devices by protecting them from discriminatory practices from manufacturers, services providers and internet platforms. While the use of digital devices is increasing and its dependence is growing, control over the hardware and access to the software layer is increasingly being limited by gatekeepers which grant access and control over devices in a discriminatory fashion. Device neutrality is the policy concept that users should have the right of non- discrimination of the services and software they use, based on platform control by hardware vendors, manufacturers and service providers. It is a concept that involves the fair and non-discriminatory use of Free Software in application and operating system layers of devices. The talk will contextualize Device Neutrality from the digital sustainability perspective. The focus will be the argument on how safeguarding neutrality over devices can produce benefits for the environment by fostering re-use of software and hardware, mitigating e-waste and, maybe most importantly, mitigating social injustices by empowering end-users to regain control over their own devices. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HWE8DJ/

Oct 2, 202224 min

Datenschutz vs. Datenmarkt - Über ein nachhaltiges Datenrecht abseits der Verwertungslogik (bub2022)

Wirtschaftswachstum bleibt das erklärte Ziel der Politik. Wirtschaftswachstum heißt aber auch Mehrverbrauch an Ressourcen und in der Datenökonomien ein Mehr an Daten für den Datenmarkt. Damit geraten Datenmarkt und -schutz sowie Nachhaltigkeit unweigerlich in Konflikt. Dieser Vortrag erklärt diesen - schon in der DSGVO angelegten - Widerspruch und eventuelle Auswege aus rechtlicher Sicht. Der Vortrag wird aus juristischer Perspektive anhand aktueller datenschutzrechtlicher Streitfragen und aktueller europäischer Regulierungsvorhaben zeigen, warum Datenschutz nur gleichzeitig mit Datenmarktbegrenzung denkbar ist. Denn der Datenmarkt ist als Treiber des Wirtschaftswachstum auch verantwortlich für Mehrverbrauch, so dass es sowohl aus Datenschutz- wie aus Nachhaltigkeitsperspektive Ansätze braucht, die Natur sowie Grundrechte zu schonen. Der Vortrag setzt kein juristisches Fachwissen voraus, wird sich aber innerhalb juristischer und teilweise ökonomischer Begrifflichkeiten bewegen. Stilistisch bietet der Vortrag klassischen Frontalinput mit anschließender Diskussion. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DNMEUL/

Oct 2, 202242 min

Why we need to redesign Internet to make it sustainable (EN) (bub2022)

The digital environmental footprint grows in an unsustainable way because of the business models of the dominant players , i.e. the GAFAMS/BATX and their derivatives (Netflix, TikTok etc..). Making digital sustainable again is not compatible with digital superpowers and calls for a transition to alternate business models designed for sustainability. Presentation and discussion of the main results of a study to be published in Q4 2022 that should lead to redefining the terms of the debate about digital sustainability. This study shows that more than 50% of the growth of the digital affluence is due to a very small number of companies and this leads to two conclusions which should help reposition the debate on digital sustainability: - it is key to focus public policies on these companies to have them change their business models and to prevent those to become the norm in a fast digitalizing economy, - doing this will give space for a redesign of the digital ecosytem for sustainability about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CCK9CY/

Oct 2, 202259 min

Motivational Appeals to Overcome Biases in Technology Design (EN) (bub2022)

Artificial Intelligence is present in our everyday life. AI programmers indirectly shape our opportunities and transfer their worldview into their algorithms and technology designs. They also create robots & AIChatbots to their image or idealized others- mostly portrayed as White, threatening a post-racial future that erases PoC. What interventions are effective to increase their awareness? Biases in the development of artificial intelligence (AI) have recently received increased attention. Specifically, biases relating to gender and race are frequently programmed in technology design, in many cases allegedly due to individual programmers who, consciously or unconsciously, replicate existing biases in their work. Past research has neglected to empirically investigate the role of individual programmers in overcoming biases, especially the question of how they can be motivated to engage in bias detection and affirmative action. The authors develop and test a conceptual framework on the effectiveness of motivational appeals directed at programmers, outlining the role of framing, the message speaker’s race and gender, and receivers’ individual differences in terms of social dominance orientation-egalitarianism (SDO-E) for the effectiveness of such appeals in driving stereotype activation and implicit (i.e., ability to detect potential biases, e.g., an AI chatbot portrayed as a white male) affirmative action outcomes. The framework proposes that a problem framing (i.e., “you are part of the problem”) will be more effective than a solution framing (i.e., “you are part of the solution”) if the speaker is white and male (instead of black and female) and vice versa. Regarding individual differences, the authors propose that these results will only occur for respondents with low levels of SDO-E and be reversed for respondents with high levels due to the pursuit of egalitarian values, which automatically inhibits stereotype activation. The authors recruited 590 real US programmers via Prolific to participate in a 2x2 experiment measuring their ability to detect bias. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/GUWHRK/

Oct 2, 202222 min

Die "Freies Lastenrad"-Bewegung: Sharing, Commons und hyperlokale Marken (bub2022)

Das "Commons Cargobike" Netzwerk ist ein Zusammenschluss von über 150 Graswurzelintiativen,die mehr als 450 angebotenen Lastenräder der größte Lastenrad-Sharing Anbieter in Deutschland geworden sind. Wie konnte ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen mithilfe von digitalen Commons sich deartig schnell entwickeln? Welche Rolle spielt dabei die Dezentralisierung und Regionalisierung der Projekte? "Commons Cargobike/Freies Lastenrad" ist ein Netzwerk von über 150 Graswurzelintiativen, die Lastenräder auf Spendenbasis mit ihrer lokalen Gemeinschaft teilen. Die Bewegung wurde 2013 von der gemmeinnützigen Organisation "wielebenwir" in Köln ins Leben gerufen und breitete sich von da aus rasant aus. Die Initiativen teilen nicht Lastenräder und das Ziel, die Verkehrswende voranzubringen, sondern auch eigens entwickelte digitale Werkzeuge und Wissen und Know-How: Das Open-Source Buchungssystem "CommonsBooking" dient zur Buchungsabwicklung, das umfangreiches Online-WIKI sammelt alle Informationen zum Start und Betrieb eines Projektes. Derzeit werden mehr als 500 Lastenräder von Initiativen in Österreich, Deutschland, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Schweden angeboten. In Deutschland sind die meisten Lastenräder, die von der breiten Öffentlichkeit ausgeliehen werden können, freie Lastenräder. In unserem Vortrag möchten wir speziell die dezentralisierte Natur der Bewegung beleuchten, die sich in unabhängigen Marken, Buchungsportalen und Organisationsstrukturen wiederspiegelt – wie kann ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen zum größten Sharing-Anbieter von Lastenrädern werden? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7W7SN/

Oct 2, 202225 min

Innovation Framework for Sustainable Product & Venture Building (EN) (bub2022)

Reinventing its own business should be of strategic relevance for every corporation. For both the design of sustainable products and the development of new business models, the innovation process needs to consider sustainability evaluations and metrics at various stages in the process. We will present a framework for innovating in a sustainable way. A lot of companies have an innovation process in work. Usually, it includes design thinking elements at the beginning for the idea researching and idea validation (e.g. the double diamond method), and is followed by the lean start up method which helps to incrementally improve the previously validated product or venture idea. As sustainability becomes a major driver for our parent Viessmann and us, we integrated sustainability measures into each stage of the innovation process. On all process steps, sustainability criteria can be applied. We present what we learned along the way and make it feasible with real life project examples. For idea researching, we will demonstrate how the boundaries of idea identification can be adapted to comply to sustainability. For idea validation, we will not only present how the desirability, viability & feasibility of an idea can be addressed, but also demonstrate how sustainability can and should be a major decision driver to continue with a product or venture idea or not. Finally, also software development itself includes multiple ways to make products more sustainable, ranging from the design choices, infrastructure provider choices & tracking scope. As the innovation process (double diamond & lean start up) is best practice among innovation units among different industries, and all of want to make an impact on respectfully treating our planet, Bits & Bäume’s audience will gain inspiration on how we can make sustainable innovation work. With our roots from Viessmann, which has an upright agenda to scale heat pump and solar infrastructure implementation, wattx also brings along the required authenticity to present this approach. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/JKYURU/

Oct 2, 202238 min

Neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung (bub2022)

Der Mensch ist ein „homo narrans“: Geschichten bestimmen unsere Vorstellungen von der Zukunft. Doch wie erzählen wir Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Und wie können wir neue Narrative schaffen, die beides zusammendenken? Jan Doria stellt sein Promotionsprojekt am Institut für Digitale Ethik (IDE) der HdM Stuttgart in Kooperation mit der Uni Passau vor. Fragt man Menschen nach ihren Vorstellungen von der Zukunft, dann antworten sie nicht mit trockenen Zahlen, sondern mit lebendigen Geschichten. Diese können als Narrative analysiert werden, die subjektive Wertvorstellungen transportieren und so beeinflussen, welche Zukunft wir gestalten. Die Methode der narrativen Ethik macht sich das zu Nutze. Für eine sozial-ökologische Vision von Digitalisierung, die alle Menschen mitnimmt, sind Narrative also von höchster Bedeutung. Von der Forschung werden sie jedoch bisher noch nicht im gleichen Ausmaß berücksichtigt. Mein Vortrag entwickelt daher die Umrisse einer „narrativen Digitalen Ethik der Klimakrise“, die an jede Rede von der Zukunft die Anforderung stellt, eine Antwort auf das Problem der Klimakrise geben zu müssen. Ich hinterfrage kritisch, inwiefern derzeit dominierende Digitalisierungsnarrative diese Anforderung bereits erfüllen, und zeige anhand von ausgewählten Medienprodukten (zum Beispiel Dave Egger’s Roman „Every“ oder Bill Gates‘ Sachbuch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“) auf, warum digitale Utopien für effektiven Klimaschutz gefährlicher sein können als digitale Dystopien. Im Anschluss daran entwickle ich auf der Grundlage von Martha Nussbaums Capability Approach erste Ansätze dafür, welche Fähigkeiten wir brauchen, um eine solche Vision zu erreichen. Dafür ist die Entwicklung einer umfassenden digitalethischen Haltung durch Wertebildung notwendig. Der Vortrag mündet in eine gemeinsame Diskussion darüber, wie „neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung“ aussehen könnten. Denn wer die Welt verändern möchte, muss die Art und Weise verändern, wie wir uns die Welt erzählen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CLCWWN/

Oct 2, 202244 min

Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)

Pödelwitz will ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung auf kommunaler Ebene im Kontext der sozial-ökologischen Transformation werden. Dafür wurden in den Jahren des Widerstands gegen die physische Zerstörung fruchtbare Grundlagen geschaffen und die entwickelten Visionen und Konzepte sollen nun in Kooperation mit anderen Organisationen realisiert werden. Nach dem erfolgreichen Widerstand gegen die physische Zerstörung durch den Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung will das Dorf Pödelwitz bei Leipzig nun ein Modellprojekt für den Strukturwandel in der Region mit einer globalen sozial- und klimagerechten Perspektive werden. Ziel ist ein solidarisches und zukunftsfähiges Zivilisations- und Gesellschaftsmodell, das dringliche Themen wie Ernährungssouveränität, soziale und globale Gerechtigkeit und für alle verfügbaren Wohnraum ausprobiert, erlernt, umsetzt und vermittelt. Im Bündnis „Pödelwitz hat Zukunft“ haben sich in Pödelwitz Lebende und Unterstützende mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammengeschlossen, die dies in Pödelwitz als Teil dieser sozial-ökologischen Transformation gestalten und umsetzen wollen. Daraus ergibt sich inhaltlich eine große Übereinstimmung mit den Zielen der Bits & Bäume-Bewegung und dadurch eine solide Basis für nachhaltige Kooperationen, was wir mit unserem Beitrag thematisieren wollen. Nach einer kurzen Projektvorstellung und Darstellung des momentanen Stands freuen wir uns auf eine konstruktive Diskussion zur weiteren Entwicklung des Projekts. Pödelwitz kann ein Ort werden, wo im Kontext der Bewegung entwickelte Digitalisierungs-Konzepte im kleinen Rahmen praktisch umgesetzt und ausprobiert werden können. Dabei sind viele Aspekte der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung relevant und konkrete personen- und gruppenindividuelle Handlungsoptionen in nahezu allen Bereichen unseres Lebens können durch die im Aufbau befindliche heterogene Gemeinschaft unter Einbezug vieler Perspektiven entwickelt und in ihrer realen Auswirkung analysiert werden. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EJ3QL7/

Oct 2, 202244 min

Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)

Es ist die Software, die für den Stromverbrauch von Hardware verantwortlich ist. Denn kein Computer und kein Rechenzentrum würde betrieben werden, wenn nicht Software darin Aufgaben verrichten würde. Mein Programmbeitrag ist als Do-it-yourself-Workshop gestaltet. Wie kann ich den Stromverbrauch von Software mit einfachen Mitteln selbst messen und anschließend Softwarecode effizienter machen? In dem Forschungsprojekt "Entwicklung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen für ressourceneffiziente Software unter Berücksichtigung bestehender Methodik" (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-anwendung-von-bewertungsgrundlagen-fuer) haben das Öko-Institut zusammen mit der Hochschule Trier und der Uni Zürich bereits im Jahr 2018 festgestellt, dass sich Software mit vergleichbarer Aufgabe erheblich in deren Energie- und Ressourcenverbrauch unterscheidet. Trotzdem hat sich in der Software-Entwickler-Szene noch keine gute Praxis etabliert, Software so zu optimieren, dass sie besonders ressourcen- und damit umweltschonend arbeitet. Ich möchte zeigen, dass es auch ohne teures Messequipment möglich ist, den Energieverbrauch von Software abzuschätzen. Hierzu führe ich konkrete Messungen an einem mitgebrachten Mini-Server durch und demonstriere, wie sich verschiedene Webseiten in ihrem Stromverbrauch unterscheiden, wie sich unterschiedliche Algorithmen für die gleiche Rechenaufgabe auf die CPU-Beanspruchung auswirken und wie die Energiemessung in die Software-Entwicklung als Standardprozedur integriert werden kann. Ganz bewusst wählt meine Präsentation dabei einen niederschwelligen Ansatz, sodass jede und jeder mit ein wenig Technikbegeisterung zuhause am eigenen Computer weiter experimentieren kann. In folgendem Blog-Artikel habe ich das Wichtigste dazu zusammen gefasst: https://blog.oeko.de/energieverbrauch-von-software-eine-anleitung-zum-selbermessen/ about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7BK9WL/

Oct 2, 202220 min

🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)

Was hat die Klimakrise mit Digitalisierung zu tun? Und was muss die Politik jetzt tun, damit eine klimaneutrale Digitalisierung möglich wird, die zugleich dem Klimaschutz dient? In diesem Format stellt Bits & Bäume seine Forderungen vor und geht in den direkten Austausch mit Politiker*innen. In zwei kurzen Inputs zeigen Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) und Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) die Dringlichkeit der Klimakrise auf und erläutern, warum es wichtig ist, Digitalisierung in diesem Kontext mitzudenken. Daraufhin diskutieren zwei Vertreter*innen des B&B-Trägerkreises - Friederike Rohde (IÖW) und Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - mit politischen Vertreter*innen, was jetzt geschehen muss, damit eine klimaneutrale Digitalisierung umgesetzt werden kann, die zugleich dem Klimaschutz dient. Weiterhin werden wir in diesem Kontext auch die politischen Forderungen der Bits & Bäume 2022 diskutieren. Auf dem Podium sind Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf und Thomas Heilmann vertreten. Die richtigen Fragen stellt hier: Geraldine de Bastion. Der Beitrag endet mit einem kurzen Appell von Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), der ganz gewiss dazu anregt, alle Kräfte für eine sozial ökologische Transformation und zukunftsfähige Digitalisierung zu mobilisieren. In two short inputs, Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) and Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) will highlight the urgency of the climate crisis and explain why it is important to think about digitalisation in this context. Afterwards, two representatives of the Bits & Bäume board of trustees - Friederike Rohde (IÖW) and Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - will discuss with political representatives what needs to happen now in order to implement climate-neutral digitalisation that also serves climate protection. In this context, we will also discuss the political demands of Bits & Bäume 2022. Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf and Thomas Heilmann will be on the panel. The right questions will be asked by Geraldine de Bastion. The session will end with a short appeal by Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), certainly inspiring to mobilise for a social and ecological transformation and sustainable digitalisation. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NUUYQC/

Oct 2, 20221h 22m

Zivilgesellschaft in der Digitalpolitik (bub2022)

“Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.”, so das Versprechen des Koalitionsvertrags. Auf diesem Panel kommen Politik und Zivilgesellschaft zusammen und diskutieren, ob und wie dies bei nachhaltigkeits- und gemeinwohlorientierter Digitalpolitik gelingen kann. Und was es braucht, um die Stimme der Zivilgesellschaft zu stärken. Das Bündnis F5 aus Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF), AlgorithmWatch, Open Knowledge Foundation Deutschland, Reporter ohne Grenzen (RSF) und Wikimedia Deutschland begleitet die Digitalpolitik der neuen Bundesregierung kritisch und gibt Impulse, um Digitalpolitik gemeinwohlorientierter zu gestalten. Dabei erinnern wir SPD, Grüne und FDP an ihr Versprechen im Koalitionsvertrag: “Die Zivilgesellschaft binden wir besser in digitalpolitische Vorhaben ein und unterstützen sie.” Um die praktische Einbindung der Zivilgesellschaft in der Praxis zu diskutieren schlagen wir ein Panel aus digitalpolitischen Entscheidungsträger*innen und Mitgliedern von F5 vor. Das Panel setzt sich zusammen aus: Tabea Rößner, MdB (Vorsitzende des Digitalausschusses) Dr. Winfried Veil (BMI, Referat DG I 4 - Datenstrategie, Datenpolitik, Open Data) Anne Mollen (Senior Policy & Advocacy Manager, AlgorithmWatch) Kai Dittmann (Koordinator für Policy & Advocacy, Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.) Moderation: Aline Blankertz (Datenökonomin, Wikimedia) Dabei soll sich die Diskussion an folgenden Fragen orientieren: (Wie) erfüllt die Ampelkoalition ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag? Was kann Zivilgesellschaft tun, um Digitalpolitik effektiv zu gestalten? Welche nachhaltigkeitspolitischen Projekte stehen auf der Digital Agenda der Zivilgesellschaft? Welche Konkreten Schritte braucht es, um den Austausch zu stärken? (am Beispiel der genannten Themen) about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PMLG8X/

Oct 2, 20221h 0m

Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)

Wie finden wir die Gemeinsamkeiten von GNU/Linux und einer Solidarischen Landwirtschaft? Die jüngst verstorbene und die dem Bits- und Bäume stark verbundene Commons-Forscherin Silke Helfrich, würde sagen: Indem wir die dahinterstehenden Muster betrachten. Ein reich bebilderter Vortrag mit Workshop zu Silkes Lebenswerk. ,,Commons als ein soziales Muster zu beschreiben – als »Commoning« – unterscheidet sich von jenen Denkansätzen, in denen es vorwiegend um (Gemein-)Güter und deren Verwaltung geht. Commoning ist eine Notwendigkeit, eine Haltung und eine Ethik, und es stiftet Zufriedenheit. Commoning verkörpert also eine Art zu sein, deren Keimzelle tief in uns Menschen angelegt ist. An uns liegt es, sie zur Entfaltung zu bringen. Wir können uns für Commons-Projekte entscheiden, können uns in Commoning üben und die damit einhergehenden Veränderungen in uns und um uns herum reflektieren. Je bewusster Commoning als Lebensform in der Welt ist, umso besser." (aus Silke Helfrich und David Bollier: Die Welt der Commons - Muster gemeinsamen Handelns) Silke Helfrich, in ihrer Zusammenarbeit mit David Bollier, sah die Gemeinsamkeiten verschiedenartigster, auf Transformation abzielender Projektformen, wie kaum eine Zweite. In ihren Büchern behandelte sie Freie Software-Communities nie getrennt von Umweltaktivismus und schenkte, wie selbstverständlich, die 33 unter ihrer Anleitung entdeckten 'Muster des Commonings' unter einer Creative Commons-Lizenz der Welt. Diese Muster sind wertvolle Werkzeuge, um die Gemeinsamkeiten verschiedenster Projekte herauszustellen, aber auch, um diese Projekte immer fairer, freier und lebendiger gestalten zu können. Der Vortrag entstand in gemeinsamer Arbeit mit Silke, ein halbes Jahr vor ihrem plötzlich Unglück im November '21. Im Vortrag wird versucht, ihre Herangehensweise möglichst visuell und greifbar zu vermitteln, um sich anschließend, in einem gemeinsamen Workshop, selbst daran zu versuchen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZHHMAY/

Oct 2, 202227 min

Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)

Unser Lebensmittelkonsum hat große Auswirkungen auf den Planeten und uns selbst: 70 % des Biodiversitätsverlusts an Land und 26 % der globalen Treibhausgasemissionen resultieren aus der Landwirtschaft bzw. der Art und Weise der Lebensmittelproduktion. Der Wechsel zu nachhaltigeren Ernährungssystemen ist dringend erforderlich. Doch weder Produzent:innen noch Konsument:innen kennen den Klimaimpact ihrer Nahrungsmittel. Kann Technologie hier helfen, wenn überall Daten und Informationen fehlen? Wie könnte ein digitales Ökosystem aussehen, daß nachhaltige gesellschaftliche Veränderung initiieren oder beschleunigen könnte? Fest steht: Wenn sich Ernährungsweisen und die Art und Weise der Nahrungsmittelproduktion und -distribution weiter so entwickeln wie in der Vergangenheit, werden sämtliche internationalen Klima- und Biodiversitätsziele in den nächsten Jahrzehnten verfehlt, selbst wenn in anderen Klimarelevanten Sektoren eine signifikante Veränderung erreicht werden können. Wie kann Technologie bei dem notwendigen Wandel helfen, wenn die Daten- und Informations-Realität in der Nahrungsmittelindustrie mehr als begrenzt ist und eher einer digitalen Wüste gleicht? Wie könnte ein digitales Ökosystem, wie etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, aussehen, das einen nachhaltigen Wandel in Produktion und Konsumtion initiieren und beschleunigen kann? Der Vortrag soll einen Ein- und Überblick über die Klima-Auswirkungen der Nahrungsmittelindustrie geben, Ansatzpunkte und potenzielle Akteur:innen benennen, die in der Lage wären, den bisherigen Zustand aufzuheben. Und gemeinsam mit Euch der Frage nachgehen, ob und wie die Vorzüge von Technologie (Schnelligkeit, Skalierbarkeit, Transparenz) genutzt werden können, um das notwendige Momentum für die nötige Transformation zu erreichen. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/KWDNQ3/

Oct 2, 202243 min

Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! (bub2022)

Alle wissen es, viele wollen es: CO2-neutral sein ist die Zukunft. Bäume holen CO2 aus der Luft und speichern es in Holz. Spätestens seit der CO2 Preis immer neue Höhen erklimmt, sprießen auch Start-Ups und Geschäftsmodelle wie Pilze aus dem Boden. Ihr gemeinsames Ziel: Bäume pflanzen, das Klima retten und nebenbei etwas Geld machen. Leider meistens keine gute Idee, findet Sven Selbert Waldreferent beim NABU. Je weiter sich die Klima-Realität von den 2015 in Paris vereinbarten Klima-Zielen entfernt und je wahrscheinlicher damit Szenarien werden, welche im Untergang der Zivilisation enden, desto größer wird der Druck den fortgesetzt zügellosen Treibhausgasemissionen etwas entgegenzusetzen. Spätestens 2050 muss die Welt ohne neue Nettoemissionen auskommen, danach müssen Negativ-Emissionen erzielt werden. Nicht nur Staaten wollen CO2-neutral werden, auch immer mehr Unternehmen bilanzieren Ihre Emissionen und geben heute schon Net-Zero Versprechen ab. Jede emittierte Tonne CO2, soll an anderer Stelle durch eingekaufte negativ-Emissionen wieder ausgeglichen werden. Spätestens seit 2021, als die gehandelte Tonne CO2 über die magische Marke von 30€ sprang, befinden wir uns in einen Angebotsmarkt für Negativ-Emissionen. Doch wie entstehen die eigentlich? Eine Möglichkeit besteht darin CO2 aus der Luft oder einer Abgasquelle abzuscheiden und zu speichern. Solches Carbon Capture and Storage (CCS) ist zwar umsetzbar, aber die Technologien sind noch extrem teuer, ressourcen- sowie energieintensiv. Bäume holen ebenfalls CO2 aus der Luft und speichern es in Holz, sie sind also auch CCS-Maschinen. Immer mehr Akteure propagieren daher das massive Pflanzen von Bäumen als einen scheinbar günstigen grünen Weg aus der Klimakrise. In dieser Gemengelage vermehren sich auch in Deutschland Initiativen und digitalaffine Firmen mit Start-Up Charakter, welche vorhaben Klimaschutz und ökonomisches Wachstum im Bäumepflanzen zu vereinen. Doch was als Idee zunächst logisch und charmant klingen mag, bringt in der Umsetzung oft mehr neue Probleme als echten Klimaschutz mit sich. Sven Selbert Referent für Nachhaltige Waldnutzung und Waldnaturschutz beim NABU ruft deswegen: Hört bitte auf Bäume zu pflanzen! about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/USGU7A/

Oct 2, 202242 min

Was wir durch den Blauen Engel über nachhaltiges Software-Design gelernt haben (bub2022)

Wie lässt sich technische Entwicklung mit einem Anspruch auf soziale und politische Nachhaltigkeit verbinden? In diesem Jahr wurde der Open-Source-PDF-Reader Okular als weltweit erste Software mit dem Blauen Engel für nachhaltiges Software-Design ausgezeichnet. Wir berichten, was wir auf dem Weg dort hin gelernt haben, technisch und kulturell, und möchten zum gemeinsamen Austausch einladen. Der von der KDE-Community als Freie und Open-Source-Software entwickelte PDF-Reader Okular wurde Anfang des Jahres als weltweit erste Software mit dem Umwelt-Zeichen Blauer Engel ausgezeichnet. Sie erfüllt damit die Kriterien für resourcen- und energieeffiziente Software-Produkte. Die Kriterien decken drei Schlüsselbereiche des nachhaltigen Software-Designs ab, Ressourcen- und Energie-Effizienz, potenzielle Hardware-Nutzungsdauer und Nutzungsautonomie. Es stellt sich dabei als durchaus schwierig heraus, den Einfluss von Software auf Nachhaltigskeits-Aspekte zu beziffern. Die Forschung steht hier noch am Anfang. Es geht um Technik, aber es geht auch um Kultur. Es geht um Messung von Energie-Effizienz, aber es geht auch darum, Nutzenden von Software die Kontrolle über ihren Software-Einsatz zu erhalten. Und es geht darum, beides im Software-Erstellungs-Prozess zu verankern. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick, welche Erfahrungen die KDE-Community in diesem Bereich gemacht hat. Wir berichten, wie wir den Blauen Engel bekommen haben, wie wir versuchen, ein Netzwerk von Nachhaltigkeits-Laboren aufzubauen, und insbesondere was wir gelernt haben bei unserem Vorhaben, eine Kultur des nachhaltigen Software-Designs in unserer Community zu verankern. Dabei möchten wir einladen zum gemeinsamen Austausch, wie wir das Thema in der Gesellschaft weiter treiben und verbreiten können. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/QLTSK8/

Oct 2, 202241 min

Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)

„Pitch & Thrive for Sustainability“ unser diesjähriges Sonderformat à la „Shark Tank“ in grün aka „Die Höhle der Löwen“, aber in nachhaltig. Aufgeteilt auf 3-4 Sessions werden jeweils 4 unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und von unseren ausgewählten Juror*innen auf Herz und Nieren geprüft. Nachhaltige Start-Ups und KMUs können hier ihre Projektideen und Geschäftsmodelle präsentieren. Im Anschluss gibt es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgt von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum. Unsere Jury: - Dr. Felicitas Breitenbach, Strategy Consultant, Sustainability Strategy (Accenture) - Frank Karlitschek, Gründer u. CEO (Nextcloud) - Yvonne Zwick, Vorsitzende (B.A.U.M. e.V.) Die Pitches: 1) Backdigital GmbH - Vom Mehl zum Brot: Nachhaltig 1,7 Millionen Tonnen Backwaren landen jährlich im Müll. Wir gehen das an. Das Ergebnis: die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, geringere Kosten für backende Betriebe und folglich geringere Preise für die Kund*innen. Nachhaltig. Digital. Engagiert. 2) Circonomit GmbH - Encourage environmental based decision making Unsere Mission: Verknüpfung von Finanzprognosen mit der Optimierung von Umweltauswirkungen in einem mehrdimensionalen Optimierungsmodell, das eine nachhaltige, datengestützte Entscheidungsfindung in täglichen Geschäftsprozessen in Echtzeit ermöglicht. 3) Netiket Netiket is an enterprise SaaS service, 100% open source, launching at the end of 2022. Its main focus is on domain-specific middle-sized systems for the sustainable and creative sectors. 4) Timeprints - Evident Transparent and Sustainable Tracing of Electronic Signals Whether computing is done on the cloud or on small devices, it leaves traces (Timeprints) from which responsibility and accountability for the consequences of the decisions/operations done and the energy consumed can be transparently assigned. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7XST3D/

Oct 2, 20221h 4m

Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können (bub2022)

Für Unternehmen sind digitale Dienste unverzichtbar geworden. Viele von diesen gefährden die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten. Wie können Unternehmen ihre digitale Verantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum in der Wahl nachhaltiger Dienste wachsen? In einer Fishbowl diskutieren Unternehmen, Zivilgesellschaft und Forschung. In der täglichen Arbeit von Unternehmen, vom Konzern bis zur kleinen KMU, sind IT-Systeme, HR-Portale, Besprechungs- und Vernetzungtools sowie Social-Media-Plattformen unverzichtbar geworden. Dabei kommen überwiegend Dienste von IT-Großkonzernen zum Einsatz – so nutzen z.B. 85 % der Unternehmen in Deutschland Microsoft, weitere 9 % Google. Unsere Grundlagenstudie „Corporate Digital Responsibility“ zeigte, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, eine datenschutzkonforme, trackingfreie und nachhaltige Internetnutzung zu ermöglichen. Oftmals geht die unternehmerische Anwendung digitaler Dienste mit Risiken für die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten einher. Solche Dienste können von Unternehmen missbraucht werden, z.B. um Beschäftigte zu überwachen, oder Kund*innen dem Tracking durch digitale Plattformen auszuliefern. Für Unternehmen stellt es gleichzeitig eine große Herausforderung dar, einerseits zuverlässige und leistungsstarke, andererseits datenschutzkonforme und nachhaltige IT-Lösungen für sich zu identifizieren und zu nutzen. Oft erleben sie selbst eine Abhängigkeit von GAFAM-Konzernen. Wie können Unternehmen Digitalverantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum wachsen? Diese Frage diskutieren wir in einer Fishbowl mit nachhaltigen Anbietern digitaler Dienste (Lisa Kostrzewa, fairkom.eu; Estelle Goebel-Aribaud, hostsharing.net), mit Unternehmen, die selbst auf alternative Dienste umgestiegen sind (Andreas Flock, brandkontrolle.de), mit der netzpolitischen Zivilgesellschaft (Rena Tangens, digitalcourage.de) und aus wissenschaftlicher Perspektive (Vivian Frick, ioew.de). Moderation: Christian Lautermann (ioew.de). about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YKT88B/

Oct 2, 20221h 2m

Review Bits & Bäume NRW 22 (bub2022)

Am 16. & 17 Juni 2023 werden die Open Source Sporen der Bits & Bäume außerhalb von Berlin keimen. Der Projektträger, das Eine Welt Netz NRW, holt die Konferenz nach Münster und liefert einen Einblick in den Planungsstand und zu den Partizipationsmöglichkeiten. Das Eine Welt Netz NRW lädt gemeinsam mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster sowie vielen weiteren Partnern aus der Technologie- und Nachhaltigkeitsszene zur ersten Bits & Bäume Konferenz in NRW ein. Die Konferenz wird im Rahmen des „Smarte Eine Welt Projekts“ ausgerichtet, um Menschen aus beiden Bereichen zusammenzubringen und einen nachhaltigen Umgang mit Digitalisierung für die Erreichung der Agenda 2030 zu fördern. In Anlehnung an die erste, sehr erfolgreiche Bits & Bäume 2018 in Berlin sowie in Absprache mit den Organisator*innen, stellen wir nun einen regionalen Ableger auf die Beine, der einen Schwerpunkt auf globale Perspektiven legt. Wir fokussieren ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte der Digitalisierung. Damit wollen wir Bits und Bäume vernetzen, Wissensaustausch ermöglichen, Kooperationen und innovatives Denken anregen und eine Plattform für Bildungs- und Aufklärungsarbeit sein. about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/MNRFGK/

Oct 2, 202220 min

Klimagerechte Rohstoffwende (bub2022)

Angeblich ist der Ausbau der Erneuerbaren Treiber des Ausbaus von Bergbau? Wir werfen einen genaueren Blick auf die Verbräuche und zeigen auf, wie eine Rohstoffwende sowohl Energie- als auch Mobilitätswende mitdenken kann. Sogenannte grüne Technologien wie Windkraft- oder PV-Anlagen sowie Elektromobilität benötigen metallische Rohstoffe. Viele Studien prognostizieren einen Anstieg des Bergbaus. Dieser ist sehr stark mit negativen Auswirkungen für Menschen, Umwelt und Klima verbunden. Wir schauen uns daher an, welche Sektoren sind Treiber für den Metallverbrauch? Wie kann eine Reduktion von Bergbau bei gleichzeitigem Ausbau von Erneuerbaren gelingen? about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HESEH9/

Oct 2, 202241 min