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KI am Arbeitsplatz (dgna)
Algorithmische Systeme werden zunehmend am Arbeitsplatz eingesetzt. Die Geschäftsführung verspricht sich mehr Effizienz, bessere Transparenz, und Kontrolle. Gewerkschaften und Aktivist:innen stehen diesen Trends skeptischer gegenüber. Eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen, die von AlgorithmWatchCH und der Gewerkschaft syndicom in Auftrag gegeben wurde, warnt nun auch vor neuen Risiken, die sich am Arbeitsplatz stellen. Wie können wir diese Risiken eindämmen? Inwiefern können algorithmische Systeme die menschliche Arbeit fördern ohne sie zu kontrollieren oder Schaden anzurichten? Daniel Hügli (syndicom) erklärt uns, welche Chancen und Risiken mit dem algorithmischen Wandel auf die Arbeitswelt zukommen, und welche Rolle die Mitarbeitenden dabei einnehmen können. Bei der Aufzeichnung gab es technische Probleme. Leider fehlt von 18:57 bis 22:25 und von 25:43 bis 26:12, sowie von 26:31 bis 27:39 der Ton. about this event: https://www.digitale-gesellschaft.ch/event/netzpolitischer-abend-zu-ki-am-arbeitsplatz/
Die Berechung der Welt, Generierung von Pseudo-Tags für den BRouter (fossgis2024)
Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Liste der Vortragenden mit Titel folgt, sobald wir den vom Zettel ins Programm übertragen haben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TUZYXY/
Jede(r) sollte einen Spatial Datathon organisieren! (fossgis2024)
Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Liste der Vortragenden mit Titel folgt, sobald wir den vom Zettel ins Programm übertragen haben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/XVCPAW/
GeographyForFuture: Mit Geodaten Politik machen (fossgis2024)
Geodaten und Karten sind die Basis für politische und gesellschaftliche Entscheidungen. Sie produzieren und reproduzieren soziale Wirklichkeiten und lenken unser alltägliches Handeln. Aber wir können Geodaten auch für den Kampf für eine bessere Welt nutzen. Woher die Macht von Geodaten kommt und wie wir Geodaten politisch nutzen können, sind die Themen des Talks. Geodaten und (digitale) Karten haben in den letzten Jahrzehnten eine Schlüsselstellung in der Entwicklung unserer Gesellschaft eingenommen. Geodaten sind wichtiger Bestandteil bspw. in der Umweltüberwachung, der Nutzung natürlicher Ressourcen, der Verkehrsplanung, der Raumplanung u.v.m. und sind damit Basis politischer und gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse. Kommerzielle Anwendungen, die auf Geodaten aufbauen, wie Google oder Apple Maps, sind mittlerweile selbstverständliche Teile unseres Lebens geworden und lenken unser alltägliches Handeln. Damit sind Geodaten auch wichtige Bestandteile datengetriebener Geschäftsmodelle geworden. Sie werden aber auch für rassistische Praktiken, staatliche und private Repressionen und Überwachung genutzt. Wer also die Hoheit über Geodaten besitzt oder über die Kenntnisse verfügt, Geodaten zu sammeln und zu generieren, hat die Macht, politische Entscheidungen zu beeinflussen, Weltbilder zu produzieren und unser alltägliches Leben zu lenken. Doch warum ist das so? Wie können wir uns Geodaten - aus den Bereichen OpenData, Informationsfreiheit und Citizen Science - zu Nutze machen als Werkzeug im Kampf für eine bessere Welt? Dafür möchte der Vortrag einige Antworten geben und zeigen, wie wir Geodaten und Karten für den Kampf für eine bessere Welt nutzen können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BFPLZH/
Ein WanderwegeGIS für den Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein. (fossgis2024)
Der Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein betreut ein Wegenetz mit über 4000 Routen in NRW. Umgesetzt mit QGIS und PostGis, können Ehren- und Hauptamtliche jetzt gemeinsam auf den Datenbestand zugreifen, Wege editieren, umbennenn und als Tracks exportieren. Auf jedem Trassenabschnitt sind die Wegesysmbole der jeweiligen Routen zu sehen. Über ein Python-Plugin werden komplexe Prozesse einfach umsetzbar. Der Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein betreut ein Wegenetz mit über 4000 Routen. Umgesetzt mit QGIS und PostGis, können Ehren- und Hauptamtliche jetzt gemeinsam auf den Datenbestand zugreifen, Wege editieren, umbennenn, als Tracks exportieren sowie verschiedene Auswertungen und Kartenexporte umsetzen. Auf jedem Trassenabschnitt sind die Wegesysmbole der jeweiligen Routen zu sehen. Über ein Python-Plugin werden komplexe Prozesse einfach umsetzbar. Berichtet wird über den Projektaufbau und die Schwierigkeiten, aus tausenden von wirren GPX-Tracks ein gut wartbares Netz zu bauen, in dem die unterschiedlichen Routen auf einer Trassengeometrie attributiert sind. Eine Anforderung war, dass Routen mit wenigen Klicks neu angelegt und umbenannt werden können. Bei der Routen-Anlage wird ein grobes Polygon erstellt, um das Gebiet zu definieren, durch welches die Route verläuft. Nur in dem so deffinierten Gebiet, erscheint die jeweilige Route in der QGIS-Eingabemaske und kann Trassenabschnitten zugeordnet werden. Gespeichert wird die Routenzuordnung der Trassensegmente in einem Array. Die Wegezeichen werden als Punktlayer über ein Materalized View umgesetzt. Immer wieder mussten komplexe Abläufe, die über PostGis-SQL und die QGIS-Processing verwirklicht werden, für die einfache Anwendung in ein Plugin integriert werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BT8Z7P/
QGIS Web Client 2 (QWC2) - Neues aus dem Projekt (fossgis2024)
Dieser Vortrag stellt den QWC2 vor und zeigt, wie einfach es ist, eigene QGIS-Projekte im Web zu veröffentlichen. Es wird ein Überblick über die QWC2-Architektur gegeben. Dabei ist es auch eine Gelegenheit, die letzten neuen Funktionen, die im letzten Jahr entwickelt wurden, und die Ideen für zukünftige Verbesserungen zu entdecken. QWC2 (QGIS Web Client 2) ist die offizielle Webanwendung des QGIS Projektes. Es ermöglicht Ihnen, dank des QGIS Server, ihre Projekte mit demselben Rendering wie QGIS Desktop im Internet zu veröffentlichen. Die Umgebung besteht aus einem modernen responsiven Frontend, das in JavaScript auf Basis von ReactJS und OpenLayers geschrieben wurde, und mehreren serverseitigen Python/Flask-Microservices, die die Grundfunktionalitäten von QWC2 und QGIS Server erweitern. QWC2 ist modular und erweiterbar und bietet sowohl eine Standard-Webanwendung als auch ein Entwicklungs-Framework. Sie können einfach und leicht mit der Demo-Anwendung beginnen und dann Ihre Anwendung nach Belieben anpassen, je nach Ihren Bedürfnissen und Entwicklungsfähigkeiten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/CZUHAB/
Klimatische Zeitreihenanalyse zur Modellierung von Ökoregionen (fossgis2024)
Das Ziel dieser Studie war die Identifikation von Gebieten in Nordafrika, die in Bezug auf Überträger neuartiger Krankheiten besonders überwacht werden sollten. Dazu wurden Zeitreihen verschiedener Fernerkundungsdaten zu Umwelt und Klima aufbereitet, mit deren Hilfe Ökoregionen klassifiziert und identifiziert werden können. Mit einer vergleichenden Risikoanalyse konnten anschließend entomologische Überwachungsprogramme angepasst und optimiert werden. Im Rahmen des WOAH Projektes "Defining Ecoregions and Prototyping an EO-based Vector-borne Disease Surveillance System for North Africa (PROVNA)" hat das italienische Istituto Zooprofilattico Sperimentale of Abruzzo and Molise “G. Caporale” (IZS-Teramo) Ökoregionen in Nord-Afrika klassifiziert. Mit einer Risikoanalyse, die ähnliche Umwelt- und Klima-Bedingungen berücksichtigt, konnten entomologische Überwachungsprogramme für Krankheitsüberträger angepasst und optimiert werden. Für die Bestimmung dieser Umwelt- und Klima-Bedingungen wurden Zeitreihen von Fernerkundungsdaten für die Jahre 2018 bis 2022 erstellt. Konkret wurden Bodentemperatur für Tage und Nächte, ein normierter differenzierter Vegetationsindex (NDVI), Bodenfeuchte, ein normierter differenzierter Wasserindex (NDWI) sowie Niederschlagsmenge erfasst und auf 250 Meter räumliche Auflösung bzw. 16 Tage zeitliche Auflösung harmonisiert. Der Schwerpunkt dieses Vortrags liegt auf den unterschiedlichen Methoden zur Harmonisierung der verschiedenen Datensätze. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LYJTB9/
CartoHack Live: OSM-basierten Karte mit QGIS und PostGIS erstellen (fossgis2024)
Die Arbeitsschritte für die Herstellung einer typischen OSM-basierte Karte im Maßstab 1:10.000 bis 1:100.000 gleichen sich im Wesentlichen: Es müssen Daten von OpenStreetMap aufbereitet, generalisiert und signaturiert werden. Das Projekt "Graubrot" bietet hierfür eine Ausgangsbasis mit einer Konfiguration für osm2pgsql für den Datenimport, einem Datenschema in PostgreSQL/PostGIS und einer ersten Visualisierung in QGIS. Die Arbeitsschritte für die Herstellung einer typischen OSM-basierte Karte im Maßstab 1:10.000 bis 1:100.000 gleichen sich im Wesentlichen: Es müssen Daten von OpenStreetMap aufbereitet, generalisiert und signaturiert werden. Die typischen benötigten Ebenen wie Gewässer, Straßen, Gebäude und Verwaltungsgrenzen bleiben dabei Konstanten. Das Projekt "Graubrot" bietet hierfür eine Ausgangsbasis mit einer Konfiguration für osm2pgsql für den Datenimport, einem Datenschema in PostgreSQL/PostGIS und einer ersten Visualisierung in QGIS. Beispiele für Generalisierungen der Ebenen liegen bei und können bei Bedarf angepasst werden. Ebenfalls wird die Möglichkeit von Aktualisierungen und gleichzeitiger Anpassung von Objekte thematisiert. Der CartoHack ist eine Veranstaltungsreihe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie. Weitere Infos und Veranstaltungen auf der [Webseite](https://visualisierung.dgfk.net/de/events/cartohack/). about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/79LWHT/
Malen nach Zahlen – Landnutzungserfassung in OpenStreetMap in Deutschland (fossgis2024)
Der Vortrag widmet sich einer Bestandsaufnahme der Landnutzungs-Erfassung in OpenStreetMap in Deutschland mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Erfassungsmethoden. Er beantwortet folgende Fragen: Welcher Erfassungsstil (Trennen, Kleben, intensiver Multipolygon-Gebrauch) in dominiert? Gibt es regionale Unterschiede? Wie alt sind die Landnutzungsflächen? Wie viel Fläche ist doppelt erfasst, wie fragmentiert sind die Flächen? Mit vielen verschiedenen Farbtönen stellen manche Kartenstile die Landnutzungserfassung in OpenStreetMap da und motivieren Mapper zur flächendeckenden Erfassung der Landnutzung bzw. Landbedeckung. Aber wie wird die Landnutzung in OpenStreetMap erfasst? Zwar erfolgt die Landnutzungserfassung fast immer mit Polygonen und die Liste an Tags ist recht übersichtlich. Danach beginnt jedoch die Vielfalt. Die einen Mapper lassen Landnutzungsflächen am Straßenrand enden, andere zeichnen die Polygone bis fast zur Straßenmitte und dritte verbinden die Polygone mit den als Ways erfassten Straßen(achsen). Der Vortrag widmet sich einer Bestandsaufnahme der Landnutzungs-Erfassung in OpenStreetMap in Deutschland mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Erfassungsmethoden. Welcher Erfassungsstil (Trennen, Kleben, intensiver Multipolygon-Gebrauch) dominiert? Gibt es regionale Unterschiede? Wie alt sind die Landnutzungsflächen in OpenStreetMap? Wie viel Überlappung gibt es und kann man das überhaupt so genau sagen? Wie fragmentiert wird erfasst und wie präzise wird gezeichnet? Wie viele Einbaum-Wälder gibt es? Neben der Analyse des Status quo wird der Vortrag auch einen Blick auf die historische Entwicklung der Erfassungsstile bieten. Eine qualitative Analyse (z.B. Genauigkeit der Klassifikation) ist nicht Gegenstand des Vortrags. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/B33EX8/
User-Analyse mit der Overpass API: Zwischen Vandalismus-Verfolgung und Stalking (fossgis2024)
Erstmals im Jahr 2023 haben große Zahlen neuer Userkonten haben große Mengen Daten in OpenStreetMap in Kriegsgebieten kaputt editiert. Vorher hatte es nur Streit zwischen einzelnen Mappern oder gut gemeinte missglückte Massendits gegeben. Bisher hat die Overpass API ihre Funktionalität daran orientiert, unbeherrschten Mappern keinesfalls Werkzeuge für Massenedits anzubieten. Exisiterende Möglichkeiten gegen Vandalismus werden gezeigt und zukünftige Features der Overpass API erwogen. Im Jahr 2023 ist die OpenStreetMap-Datenbank erstmals heimgesucht worden von organisiertem Vandalismus: sowohl am Rande des Ukraine-Krieges als auch der Gazastreifen-Kämpfe haben große Zahlen neuer Userkonten große Mengen Bestandsdaten kaputt editiert, und die Beseitigung des Vandalismus hat anschließend länger gedauert als deren Verursachung. Im Gegensatz dazu hat es bisher vor allem Konflikte zwischen einzelnen Mappern um Details gegeben sowie gelegentlich wohlmeinde missglückte Massenedits und Importe. Das stellt die bisherige Politik infrage, die Funktionalität der Overpass API daran zu orientieren, unbeherrschten Mappern keinesfalls Werkzeuge für Massenedits anzubieten. Es wird gezeigt, welche Möglichkeiten gegen Vandalismus es ohnehin schon gibt und abgewogen, wo zukünftige Features der Overpass API sinnvoll sein könnten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/Z9ES88/
qgis-js - QGIS im Browser dank WebAssembly (fossgis2024)
qgis-js ist eine Portierung von QGIS Core zu WebAssembly um es in modernen Browsern auszuführen. Dieses Setup ermöglicht die Integration von praktisch allen denkbaren Geo-Formaten und dynamische kartografische Darstellungen auf höchsten Niveau ganz ohne (QGIS-)Server. Im Rahmen des Vortrags werden die verwendeten Technologien sowie die Architektur kurz vorgestellt, um anschliessend die neuen Möglichkeiten und Integration anhand interaktiven Beispielen aufzuzeigen. Das Projekt wurde an der QGIS User Conference in 's-Hertogenbosch (NL) im April 2023 von Martin Dobias, Andreas Neumann und Michael Schmuki initiert und konnte im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für das Institut für Kartografie und Geoinformation der ETH Zürich über den Sommer zu einem funktionalen Prototypen ausgebaut werden. qgis-js wurde mittlerweile über die QGIS Organisation auf GitHub publiziert und steht zur freien Verwendung als JavaScript/TypeScript Bibliothek auf npm zur Verfügung: qgis-js Website: https://qgis.github.io/qgis-js/ qgis-js Repository: https://github.com/qgis/qgis-js Ziel des Vortrages ist das Projekt der FOSSGIS Community vorzustellen um neue Nutzer und potentielle Contributer zu begeistern. Als erstes werden das Projekt, sowie die verwendeten Technologien und Architektur vorgestellt (Emscripten, vcpkg, pnpm, Vite). Zahlreiche interaktive Demos zeigen wie das Projekt in eine bestehende Web-Applikation integriert werden kann, wie die QGIS API mit JavaScript/TypeScript verwendet werden kann und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Nachdem auf die bereits funktionierenden Features eingegangen wurde, schliesst der Vortrag mit einem Ausblick auf noch offene Punkte und die weitere Roadmap des Projekts. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/NTFVWQ/
Gefälschte Papiere - Daten verfälschen, um eine richtige Print-Karte zu erzeugen (fossgis2024)
Eine gedruckte Karte unterscheidet sich in sehr vielen Punkten, die nicht immer offensichtlich sind, von einer Online-Karte. Häufig müssen dafür die Daten manipuliert werden, und nicht immer ist das automatisch möglich. Der Vortrag befasst sich mit den Unterschieden zwischen beiden Kartendarstellungen, die unabhängig von der eingesetzten Software insbesondere darin bestehen, dass die Paper-Karte einen festen Maßstab hat und einem bestimmten Zweck dient, sie kann nicht vom Betrachter gefiltert oder gezoomt werden. Darüber hinaus ergibt sich noch eine Vielzahl von Fallstricken, wenn man OSM-Daten in einem ansprechenden Design drucken will. Aus Maßstab und Zweckbestimmung ergibt sich zunächst einmal eine Vorauswahl des Koordinatenbezugssystems und der darzustellenden Objekte, wobei letztere Auswahl auch abhängig vom darzustellenden Gebiet und der Objektdichte ist. In Abhängigkeit vom Maßstab können oder müssen Objekte generalisiert werden. Weitere Tücken bestehen in der Darstellung von Brücken, deren Breite nicht zu den Symbolen darunter passt, maßstäblich zu enger Dichte von darzustellenden Objekten, insbesondere parallelen Verkehrswegen, der Zuordnung separat gemappter Wege zueinander (mehrere Fahrbahnen, Radwege, Fußwege), Aufeinander folgende Einmündungen (15 m hinter der Abzweigung nach rechts geht links die Straße ab) müssen so dargestellt werden, wie sie in der Praxis erlebt werden, auch wenn das maßstäblich falsch ist. Symbole müssen, falls erforderlich, abhängig von ihrer Funktion und der Objektdichte so verschoben werden, dass dem Betrachter ihr Zweck und ihre Funktion möglichst sofort erkennbar ist. Eine Aufgabe für sich ist die Beschriftung, die nicht nur aus Platzgründen nicht immer automatisch erzeugt wird und außerdem so platziert werden sollte, dass keine wichtigen Objekte verdeckt werden. Zum Abschluss sollte eine Print-Karte noch ein Finish (Randbeschriftung, Titel, Legende, Sonder-Ausschnitte, Rückseite etc.) erhalten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/DX7YSZ/
Altkartenanalyse für einen nachhaltigen Klimaschutz – Entwicklung eines QGIS-Plugins (fossgis2024)
In einem neuen Gemeinschaftsprojekt zwischen IÖR und BKG wird untersucht, in welchem Maße sich die Landbedeckung in Deutschland vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute verändert hat. Dazu werden Methoden erarbeitet, um Karteninhalte aus digitalisierten Altkartenbeständen automatisiert zu extrahieren.Die im Projekt entstehenden Ergebnisse werden als offene Geodaten, die Methoden in einem QGIS Plug-In bereitgestellt. Die Klimaforschung benötigt, wie auch andere Disziplinen der Erdsystemforschung, Zeitreihendaten über lange Zeiträume. Der Klimaforschung fehlen derzeit flächendeckende, hochaufgelöste Daten zur Landnutzung bzw. Landbedeckung der letzten Jahrhunderte für die Verbesserung der Erdsystemmodellierung. Der Landnutzungskomponente und speziell dem anthropogenen Landwandel kommt eine bedeutende Rolle zu, insbesondere seit dem Beginn der Industriellen Revolution. Eine wichtige Datenquelle für die Zeit vor den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts sind kartographische Abbildungen der Erdoberfläche in Form archivierter topographischer Kartenwerke. Die Georeferenzierung topographischer Karten, das Extrahieren der Landbedeckungsformen verschiedener Zeitabschnitte und deren Klassifizierung bilden die Grundlage für diese vergleichenden Analysen. Der Analyseprozess ist aufgrund der großen Datenmengen nur automatisiert durchführbar. Die räumliche und zeitliche Analyse des sehr unterschiedlichen Kartenmaterials, stellt eine große Herausforderung dar. Diese reicht von der Beschaffung der Karten, über den semantischen Abgleich, bis hin zu nicht immer geklärten Lizenzrechten. Besonderes Augenmerk ist auf die Darstellung der Validität der Ergebnisse zu legen. Da es sich um ein relativ junges Fachgebiet handelt, gibt es noch keine automatisierten Lösungen. In einem neuen Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR) werden nun Methoden entwickelt und aus analogen Karten abgeleitete Daten bereitgestellt. Ziel des Projektes ist, zu ermitteln, in welchem Maße sich die Landbedeckung in Deutschland vom Anfang des 19. Jahrhundert bis heute verändert hat. Das Projekt greift auf die ältesten verfügbaren Landesaufnahmen zurück und ergänzt die Zeitreihen des IÖR-Monitors durch Daten, die aus historischen Kartenwerken zu entnehmen sind. Das Projekt wird mit Open Source Software durchgeführt. Die Ergebnisse werden im IÖR-Monitor als Open Data, die Analysealgorithmen auf GitHub als Open Source bereitgestellt. Zu Erweiterung der Methodenforschung mit KI-Technologien, hat das BKG auch ein Forschungsprojekt unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover und der Jade Hochschule gestartet. Da die Dekarbonisierung ein unverzichtbares Element eines nachhaltigen Ökosystems ist, wird besondere Aufmerksamkeit auf Daten gelegt, die für den Dekarbonisierungsprozess genutzt werden können. Die Kohlendioxid-Speicherkapazität der Wälder ist unter anderem vom Alter eines Waldes abhängig. Aus diesem Grund ist die Darstellung der Entwicklung von Waldgebieten im Fokus unserer Studie. Um die Renaturierung vor Mooren als bedeutende CO2-Speicher zu fördern, werden verlässliche Informationen über ehemalige Moorflächen geliefert. Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der Machbarkeitsstudie, in der die vier Bundesländer Sachsen, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen untersucht werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/KPLVSC/
KI, GIS, EO & FOSS: Erfahrungen & offene Fragen rund um artifizielle Intelligenz (fossgis2024)
Im Vortrag wollen wir die faszinierende Welt der künstlichen Intelligenz (KI) im Kontext von Geoinformationssystemen (GIS) & Earth Observation (EO) betrachten. Gemeinsam wollen wir (keine KI-Experten, aber reichlich Praxiserfahrung) Begriffe klären, konkrete Anwendungsbeispiele vorstellen und dabei auch wichtige offene Fragen zur Diskussion stellen. Dieser Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise durch die spannende Umbruchszeit, in der sich auch unsere Branche befindet und soll Diskurs anregen. Unser Vortrag "KI, GIS, EO & FOSS: Erfahrungen & offene Fragen rund um artifizielle Intelligenz" wirft einen Blick auf die aufregenden Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz und deren Anwendung in Geoinformationssystemen und Earth Observation. Wir möchten klarstellen, dass die Vortragenden Praktiker und Entwickler sind, nicht aber ausgewiesene KI-Experten. Unsere Betrachtung der Branche, langjährige Erfahrung sowie unser Streben nach Innovation haben uns jedoch dazu motiviert, dieses spannende Thema zu erkunden und unsere Erfahrungen zu teilen. Unsere Präsentation beginnt mit einer Klärung von Begriffen wie KI, Machine Learning und Deep Learning, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Wir werden auch einige prominente KI-Produkte/Software (z.b. ChatGPT, Dall-E 2, Midjourney usw.) kurz erläutern. Anschließend werden wir eigene konkrete Beispiele für KI-Anwendungen in GIS und EO präsentieren, darunter die Generierung von Trainingsdaten für Bildklassifikationen und die Nutzung von textbasierter KI zur Unterstützung bei der Programmierung. Darüber hinaus möchten wir wichtige offene Fragen diskutieren und Feedback von der Community sammeln. Themen wie Lizenzierung von KI-generiertem Code, Überprüfbarkeit von KI-Entscheidungen (deshalb mögen wir doch FOSS auch so sehr), ethische Aspekte und vielleicht auch die Zukunft unserer Branche stehen im Mittelpunkt. Unsere Präsentation soll zum Nachdenken anregen und den Dialog über die Chancen und Herausforderungen der KI in unserem Umfeld fördern. Wir freuen uns darauf, weitere Aspekten in sich hoffentlich anschließenden Folgediskussionen zu ergründen. Hinweis: Diese Einreichung wurde mithilfe von ChatGPT erstellt. Zu den [Slides](https://terrestris.github.io/fossgis2024/talks/2024-03-21-tawalika-jansen-ki-gis-eo-foss-erfahrungen-fragen.html) about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/W3T8WA/
Gewässerunterhaltung managen mit QGIS, PostGIS und QField (fossgis2024)
Der Unterhaltungsverband „Mittlere Hase“ betreut im Verbandsgebiet 689 Gewässerkilometer. Für die Planung und die Erfassung von Arbeitsständen und -zeiten werden neben QGIS eine PostGIS Datenbank und mobile Endgeräte mit der Software QField eingesetzt. Da im Gelände offline gearbeitet wird werden erfasste Daten über eine eigens entwickelten App und Funktionen der GBD Websuite täglich synchronisiert. Die so gesammelten Daten dienen dem Management sowie der Abrechnung durch die Buchhaltung. In Niedersachsen werden auf Basis des § 63 des Niedersächsischen Wassergesetzes die Gewässer von aktuell 109 Unterhaltungsverbänden unterhalten. Zu den Aufgaben gehört die Gewässerpflege und Entwicklung sowie die Abflusssicherung. Dabei sind Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes zu berücksichtigen. Der Unterhaltungsverband 97 „Mittlere Hase“ betreut in dem 77.750 ha großen Verbandsgebiet an 1.942 Gewässern. Um die zahlreichen maschinengestützten Aufgaben im Gelände zu planen und zu überwachen setzt der Verband seit Jahren QGIS ein. Zur Optimierung und Vereinfachung der Arbeiten werden die Daten in einer PostGIS Datenbank verwaltet. Hier werden Maßnahmen zur Gewässerpflege erfasst und über QGIS visualisiert. Die Daten werden für die Feldarbeit an mobile Endgeräte mit der Software QField übertragen um die Informationen für durchzuführende Maßnahmen an Mitarbeiter zu übergeben. Im Gelände wird der Arbeitsstand am Gewässer sowie die Arbeits- und Maschinenzeiten durch die Mitarbeiter erfasst. Auch neue Geoinformationen und Sachdaten können für den Informationsaustausch gesammelt und hochgeladen werden. Da im Gelände offline gearbeitet werden muss, werden diese Daten täglich synchronisiert. Technisch möglich ist dies durch die Entwicklung einer App zum Datentransfer und Funktionen der GBD Websuite. Die so gesammelten Daten dienen der Planung und dem Management der Arbeiten sowie der Abrechnung der Arbeiten über die Buchhaltung und stellen so einen zentralen Baustein im Verband dar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/UYCYUV/
Zerstörte Städte: Historische Karten des Zweiten Weltkriegs in QGIS analysieren (fossgis2024)
Historische thematische Karten auf Basis der gleichen Stadtgrundkarte bilden eine Multi-Layer-Geodatenbank auf Papier. Wir zeigen, wie wir diese Kartensätze in QGIS als Thick/Deep Map erfassen und für die denkmalwissenschaftliche Forschung aufbereiten und nutzen. Im Zweiten Weltkrieg haben die Stadtplanungsämter auf Stadtplänen die Schäden von Luftangriffen kartiert, um Aufräumarbeiten, nutzbaren Wohnraum, aber auch zukünftigen Neubau zu planen. Für die Stadt Nürnberg liegen uns eine Reihe von Schadensplänen und andere thematische Karten auf Grundlage der gleichen Stadtgrundkarte vor, die unter anderem die Zunahme der Schäden nach aufeinanderfolgenden Luftschlägen dokumentieren. Im Rahmen des UrbanMetaMapping-Projekts¹ zu Kriegsschadenskartierungen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit am Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und –technologien (KDWT)² kartieren wir die Altstadt Nürnbergs hausgenau in QGIS und erstellen durch Überlagerung und Annotierung der unterschiedlichen thematischen (Schadens-)Karten eine Thick Map / Deep Map als Arbeitsgrundlage für weitere Forschungsfragen. Die Überführung der Papierkarten in GIS bietet uns zahlreiche Vorteile: GIS bietet einfache Möglichkeiten für Bemaßung/Quantifizierung, z.B. um das Ausmaß von Zerstörungen quantitativ zu erfassen. Die Überlagerung der unterschiedlichen thematischen und Schadens-Karten erlaubt die Darstellung zeitlicher Abläufe wie auch die Abfrage von Querbeziehungen zur Verknüpfung unterschiedlicher Kartenthematiken. Damit lassen sich qualitative Aussagen sowohl über den Inhalt der Karten als auch die Kartierung selbst treffen. Unser Vortrag soll einen Einblick in die Nutzung von QGIS für Fragestellungen in der Denkmalwissenschaft bieten. So haben wir durch die Analyse in QGIS in einer Abfolge von Schadenskarten Ungenauigkeiten entdeckt: zuvor kartierte Schäden tauchen in einer späteren Karte nicht auf, was Fragen zur Kartierungsqualität aufwirft. Die Verknüpfung unterschiedlicher thematischer Karten ermöglicht die Überprüfung verschiedener Hypothesen aus dem Bereich Denkmaltheorie: Welche zuvor als historisch wertvoll verzeichneten Gebäude wurden beispielsweise mit welcher Schadenskategorie belegt und wurden diese Gebäude möglicherweise bevorzugt wiederaufgebaut? Wurden Gebäude als total zerstört klassifiziert, wenn sie möglichen Stadtneuplanungen im Weg standen? Die Datenerfassung stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen: So wurden auf manchen Karten Gebäudeteile (z.B. Fassaden) getrennt als (un-)zerstört markiert. Wie sollen wir diese erfassen? Ist eine Erhöhung der Granularität auf Gebäudeteile bei vertretbarem Aufwand sinnvoll? Wie gehen wir mit zerstörten und wieder aufgebauten Gebäuden um, vor allem wenn das neue Gebäude das alte nicht exakt ersetzt? Wie ordnen wir hier den zeitlichen Ablauf zu, welche Möglichkeiten bietet QGIS für die Abbildung dieser zeitlichen Verläufe? Die Erfassung der Pläne als GIS-Karte hat zudem Vorteile für die Publikation: Die Copyright-Situation dieser alten Pläne ist sehr unübersichtlich, eine Veröffentlichung häufig nicht möglich. Die GIS-Daten können wir frei nutzen und sowohl als Datensatz als auch als Bild verbreiten und zur Verfügung stellen. __ ¹ https://urbanmetamapping.uni-bamberg.de/ ² https://www.uni-bamberg.de/kdwt/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LAFWWV/
Geografische PostgreSQL Erweiterungen: pgRouting und PostGIS (fossgis2024)
In diesem Vortrag werden wir einen zielführenden Einblick in pgRouting und PostGIS geben und anhand von Beispielen aus der Praxis einen kurzen Weg durch mögliche Einsatzgebiete von pgRouting finden. In modernen Applikationen werden geographische und räumliche Daten immer wichtiger, welche effizient in einer Datenbank gespeichert und verarbeitet werden müssen. PostGIS, als Erweiterung von PostgreSQL für geographische und räumliche Daten, bietet diese Möglichkeit. In Kombination mit pgRouting wird eine Routing-Funktionalität innerhalb einer PostgreSQL Datenbank ermöglicht. Mit den oben genannten Möglichkeiten für die Verarbeitung und Auswertungen können z.B. räumliche Daten aggregiert werden oder die Fragen "Welches ist der kürzeste Weg von Punkt A nach Punkt B?” beantwortet werden. PostGIS und pgRouting sind Open-Source und werden unter der GNU General Public License veröffentlicht. Der Unterhalt und die Weiterentwicklung werden durch eine grosse Community seit 23 Jahren gewährleistet. Als Extensions lassen sich beide in PostgreSQL integrieren und können dann von einer Vielzahl an Software Produkten weiter verwendet werden. In diesem Vortrag werden wir einen zielführenden Einblick in pgRouting und PostGIS geben und anhand von Beispielen aus der Praxis einen kurzen Weg durch mögliche Einsatzgebiete von pgRouting finden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/S3DX3P/
QKan - Kanalkataster und Planungssystem für QGIS (fossgis2024)
Das Planungssystem "QKan" wird seit nun bereits 7 Jahren entwickelt. Es dient der Datenaufbereitung für und der Ergebnisdarstellung von hydraulischen Simulationen zu kommunalen Entwässerungssystemen und beinhaltet zahlreiche Datenaustauschformate. Neu entwickelt werden aktuell die Zustandserfassung und -bewertung von Kanalnetzen sowie die 2D- und 3D-Ergebnisdarstellung von gekoppelten Kanalnetz- und Oberflächenabflusssimulationen. QKan besteht aus zahlreichen QGIS-Plugins sowie einer SpatiaLite-Datenbank. Mit QKan können kommunale Kanalnetze erfasst und neu geplant werden oder über eine der zahlreichen Schnittstellen importiert werden. Für den hydraulischen Nachweis mit mehreren der in Deutschland gängigen Simulationsprogramme besteht ein Workflow zur Datenaufbereitung, der auf der Nutzung von frei verfügbaren Geodaten (Flurstücke, Straßen, Gebäude) oder vergleichbarer Geodaten aus anderen Quellen basiert. Für das Simulationsprogramm "HYSTEM-EXTRAN" (ITWH, Hannover) ist eine Visualisierung und Animation der Ergebnisse integriert, die sich seit kurzem auch auf die 3D-Visualisierung und Animation von gekoppelten Simulationen erstreckt. Da ein QKan-Projekt lediglich aus Projektdatei und der SpatiaLite-Datenbank besteht, können die Projektdaten einfach weitergegeben werden. Zusammen mit den (meistens sehr umfangreichen) Ergebnisdaten kann der Empfänger der Daten selbständig die Simulationsergebnisse auswerten und in Längsschnitten und Animationen visualisieren. Ähnlich wie im TESKI-Modul Abwasserentsorgung (Projektname QGEP) der Schweizter QGIS-Anwendergruppe enthält QKan einen Funktionsbereich Kanalzustandsverwaltung. Dieser umfasst aktuell den Import von Untersuchungsdaten, eine Zustandbewertung sowie die Verwaltung und Betrachtung von Inspektionsbildern und -videos. Aktuell in der Entwicklung befinden sich die Erstellung von Zustandsberichten. QKan umfasst zusätzlich eine Vielzahl weiterer Funktionalitäten wie z. B. frei konfigurierbare Plausibilitätskontrollen. Eine Besonderheit stellt die erweiterte Clipboardfunktion dar, die vor der Datenübernahme aus der Zwischenablage die zutreffenden Attributbezeichnungen plausibel errät und dabei unabhängig von der Reihenfolge die richtige Zuordnung der Attribute vornimmt. Im Vortrag wird auch kurz auf die ersten Anwendungsfälle in der Praxis eingegangen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/XZDJVU/
OGC API: Features mit MapServer (fossgis2024)
Seit Version 8 unterstützt MapServer auch die OGC API: Features, weitere Standards werden sicher folgen. In der Demo-Session wird gezeigt, wie man MapServer 8 so konfiguriert, dass die eigenen Daten auch über die OGC Api bereit gestellt werden können und wie man die Landing Page individuell gestalten kann. OGC API: Features ist der Nachfolger des WebFeatureService und man muss gar nicht viel tun, um seine MapServer-Dienste als OGC API: Features Server bereit zu stellen. Vor allem, wenn man bereits MapServer-basierte Dienste betreibt, sind nur kleine Änderungen bzw. Erweiterungen der Konfiguration notwendig. Die OGC API Familie weicht technisch stark von den alten Diensten wie WFS und WMS ab, keine Get- oder Post-Parameter, keine XML-Dokumente, die hin und her geschickt werden. Wie immer merken die EndanwenderInnen von diesen technischen Hintergründen nicht viel solange alles funktioniert. Aufmerksame QGIS-NutzerInnen werden bereits gesehen haben, dass der Menü-Eintrag zum Laden von WFS seit einiger Zeit 'WFS / OGC API - Features' heißt. Als GIS-ExpertInnen sollten wir auch etwas tiefer in die Thematik eintauchen und Kenntnisse der Hintergründe haben, um bei auftretenden Problemen eine Lösung zu finden. In der Demo-Session wird daher nicht nur die Konfiguration des MapServers gezeigt sondern auch die Unterschiede zw. WFS und OGC API: Features aufgezeigt https://www.mapserver.org/ogc/ogc_api.html https://schulung.foss.academy/cgi-bin/mapserv/freiburg/ogcapi about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/R9KVZ8/
Evaluierung von Hausumringen: ALKIS, OSM, Microsoft und unsere KI im Vergleich (fossgis2024)
Um automatisiert Hinweise zur Aktualisierung der ALKIS-Daten zu erhalten, werden bei der Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) die Ergebnisse einer „KI-Gebäudeerkennung“ mit den amtlichen Hausumringen verglichen. Dazu wurde eine Reihe von Metriken entwickelt. Mit denselben Metriken haben wir auch andere frei verfügbare Datensätze (z.B.: OSM) ausgewertet, bestehende Differenzen analysiert und daraus Aussagen über Vollständigkeit, Aktualität und Genauigkeit der jeweiligen Hausumringe abgeleitet. Im Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) wird eine „KI-Gebäudeerkennung“ entwickelt, um auf Grundlage von digitalen Orthophotos (DOP) den Gebäudebestand im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) zu aktualisieren. Dabei müssen systematisch die Differenzen zwischen den von der KI erkannten Gebäuden und den Hausumringen aus ALKIS berechnet werden. Diese Differenzen liefern Hinweise auf Unstimmigkeiten in den ALKIS-Daten. Verwendet man manuell erzeugte Referenz-Daten, erlauben die Differenzen dagegen eine Beurteilung der Qualität der KI-Modelle. Um die Differenzen zwischen den beiden Datensätzen quantifizieren zu können, nutzen wir eine Reihe von Metriken: Darunter Standards wie Intersection over Union (IoU), Mean Average Precision und F1-Score, sowie Ähnlichkeiten der geometrischen Eigenschaften der Hausumringe. Für die Berechnung dieser Metriken haben wir auf Grundlage von GeoPandas und weiterer Open Source Software ein Python-Package entwickelt, welches wir bereits produktiv einsetzen. Dieses Tool erlaubt uns auch einen Vergleich mit anderen frei verfügbaren Datensätzen (wie z.B. den Gebäuden aus OSM oder Microsofts Building Footprints). Es ist damit möglich, gezielt für ein Gebiet die Übereinstimmung der Hausumringe zwischen den jeweiligen Datensätzen zu messen. Im Vortrag vergleichen wir die Qualitiät bzw. die Übereinstimmung der Hausumringe der jeweiligen Datensätze anhand von Daten aus Niedersachsen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TJQQ8L/
KI-Gebäudeerkennung – Deep-Learning-Modelle zur Aktualisierung der ALKIS-Gebäude (fossgis2024)
Beim Einsatz “Künstlicher Intelligenz” zur Erkennung von Gebäuden in Luftbildern setzt die Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) auf Open Source Software und selbst trainierte Deep-Learning-Modelle. Ein eigenes DecSecOps-Team entwickelt und betreibt seit über 4 Jahren eine SaaS-Anwendung zur Unterstützung der Katasterämter. Diese “KI-Gebäudeerkennung” hilft beim Aktualisieren der ALKIS-Daten. Kann sie auch beim Aktualisieren der OSM-Gebäude helfen? Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) hat in den letzten Jahren über 10 eigene, agile DevSecOps-Teams aufgebaut. Eines der Teams entwickelt und betreibt “lernende GeoServices”. Diese SaaS-Anwendungen nutzen Fernerkundungsdaten und Machine-Learning-Modelle, um automatisiert Geoinformationen zu gewinnen. Die erste produktive Anwendung ist eine “KI-Gebäudeerkennung”. Diese ersetzt das visuelle Durchmustern der Digitalen Orthophotos (DOP) durch Bearbeitende in den Katasterämtern durch automatisiert erzeugte Hinweise auf neue Gebäude, bauliche Veränderungen oder Abrisse. Auch Niedersachsen muss die Hausumringe der ALKIS-Daten spätestens am 9.6.2024 mit einer Open-Data-Lizenz kostenlos zum Download und per API bereitstellen. Dadurch entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten und die Anforderungen an die Aktualität der Daten werden weiter steigen. Durch den Einsatz KI-unterstützter Fachanwendungen möchten wir die hohen Ansprüche an unsere amtlichen Geodaten in Zukunft noch besser erfüllen. Dabei gilt, wie bei allen Eigenentwicklungen des LGLN, Open Source First. Neben den Ergebnissen der KI-Gebäudeerkennung werden daher in Zukunft auch Trainingsdaten, KI-Modelle und sämtlicher Source Code mit freier Lizenz veröffentlicht. Grundsätzlich möchten wir beim Einsatz von “Künstlicher Intelligenz” transparent sein und beleuchten im Vortrag auch die Herausforderungen und Erfolge bei der Entwicklung und dem Betrieb einer KI-Anwendung in der öffentlichen Verwaltung. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/JAS9RR/
QField 3 - Feldarbeit neu definiert (fossgis2024)
Die wichtigsten zwischen März 2023 und 2024 entwickelten Features für die Feldapplikation QField werden vorgestellt. Dazu gehören die auf QT6 basierend 3.0 Release mit der Möglichkeit NFC einzulesen, Point Cloud Profile, erweiterte Suche, erweiterte Tracking- und Snapping- Kontrolle und vieles mehr Die mobile Anwendung QField basiert auf QGIS und erlaubt es, basierend auf QGIS-Projekten, offline oder online, Feldarbeit effizient durchzuführen. Die in den letzten Monaten erfolgten Weiterentwicklungen haben der Anwendung zusätzliche für die Feldarbeit nützliche Funktionen hinzugefügt. Anhand von Beispielen werden die wichtigsten neuen Features vorgestellt. Dazu gehören die auf QT6 basierend 3.0 Release mit der Möglichkeit NFC einzulesen, Point Cloud Profile, erweiterte Suche, erweiterte Tracking- und Snapping- Kontrolle und vieles mehr about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/JS3PBM/
Mit openrouteservice zu RoutingPlus – Einblicke in einen globalen Routing-Cluster (fossgis2024)
Mit openrouteservice zu RoutingPlus. Die langjährige Zusammenarbeit des Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) zum Thema Routing hat bereits viele technische Neuerungen hervorgebracht. Mit fortschreitender Zeit stehen nun Herausforderungen bei Modernisierung und Anpassungen an, um die Anforderungen eines modernen Softwarebetriebs zu erfüllen. In unserem Vortrag möchten wir euch auf unseren Weg dorthin mitnehmen. Mit openrouteservice zu RoutingPlus nach Bahnhof Buxtehude? Zwei Projekte, zwei Institutionen – ein Amt, ein Forschungsinstitut unter einem Hut –beide machen das Gleiche, aber nicht dasselbe. Wie kann das gehen? Aber der Reihe nach und vorab ein paar Worte zu openrouteservice und RoutingPlus. Der openrouteservice (ORS) des Heidelberg Institute für Geoinformation Technology (HeiGIT) bietet umfangreiche Routing-Dienste, die auf OpenStreetMap-Daten basieren. Er ist aber mehr als nur Routing, denn der ORS bietet auch Erreichbarkeitsanalysen mit Isochronen, Entfernungsmatrizen, Berechnung von ÖPV, spezifische Suchmöglichkeiten bezüglich POIs, und andere Einstellungen, z. B. Strecken mit vermindertem Hitzestress und Geräuschbelastung zu wählen. Basierend auf ORS und betrieben durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) stellt das Projekt RoutingPlus seit mehreren Jahren einen etablierten Routing-Dienst des Bundes dar. Dabei werden gemeinsam verschiedene Erweiterungen des ORS entwickelt, wie die Berechnung europaweiter Isochronen in Sekundenbruchteilen oder mit statistischen Verkehrsdaten angereichertes Routing. Bei RoutingPlus zeichnet sich der ORS zudem primär durch eine herausragende und leistungsstarke Performance mit zuverlässigen Ergebnissen aus. Im Zuge der kontinuierlichen, gemeinsamen Entwicklung stehen neben den Verbesserungen in Infrastruktur, Funktionen und Oberflächen erhebliche Herausforderungen an. Durch die Modernisierung und Anpassung von Infrastruktur, Funktionen und Oberflächen wird der Betrieb von RoutingPlus dabei den modernen Anforderungen eines Softwarebetriebs angepasst. Die Anforderungen reichen von der Einhaltung des BSI-Grundschutzes, über die Berechnung der CO₂-Emission pro Route und anderen Kundenanforderungen bis hin zur hohen Bedienbarkeit graphischer Benutzeroberflächen auf verschiedensten Endgeräten. Welche Entwicklungen dabei entstehen, wie die dazu nötige, agile Zusammenarbeit zwischen HeiGIT und BKG funktioniert, was für eine Rolle das OpenSource Geoportal Masterportal spielt und ob wir uns dabei immer vertragen – all das erfahrt ihr in unserem Vortrag. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BXXEMG/
WKT2+PROJ: Benutzerdefinierte Koordinatensysteme am Beispiel von PIX4Dcatch (fossgis2024)
Mithilfe des offenen WKT2 (well-known text) Standards und der FOSS Bibliothek PROJ, zeigen wir wie benutzerdefinierte Koordinatenreferenzsysteme (CRS) definiert und Koordinaten zu und von anderen Referenzsystemen transformiert werden können. Als Anwendungsfall dient das Kalibrieren eines lokalen Koordinatenreferenzsystems am Beispiel von PIX4Dcatch. Agenda: - Einführung in den WKT-Standard für Koordinatenreferenzsysteme: Aufbau des WKT-Standards, Unterschiede zwischen den Versionen WKT1 und WKT2, Vorteile des WKT2-Standards - Koordinatentransformation mit PROJ: Transformieren von Koordinaten zwischen Referenzsystemen mithilfe von PROJ - Erstellen benutzerdefinierter Koordinatenreferenzsysteme: Verwendung der WKT2-Definitionen für “derived projected CRS”, “derived vertical CRS” und “bound CRS” zum Erstellen benutzerdefinierter Koordinatenreferenzsysteme - Anwendungsfall aus der Praxis: Kalibrieren eines lokalen Koordinatenreferenzsystems mit PIX4Dcatch about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/WWNSGY/
Barrierefreie Indoor-Navigation auf Basis von OSM-Daten (fossgis2024)
In diesem Vortrag wird auf die Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen einer barrierefreien Indoor-Navigations-App eingegangen. Grundlage für diese App sind OSM-Daten zu Barrieren und Eigenschaften von Haltestellen im Öffentlichen Personenverkehr. Dieser Vortrag ist eine Fortführung zu unserem Beitrag von der FOSSGIS 2022 [1], in dem präsentiert wurde, wie im Projekt OPENER next mit Hilfe der App OpenStop jene Daten er-fasst werden. Solange der Öffentliche Personenverkehr noch nicht komplett barrierefrei ausgebaut oder zumindest beschildert ist, ist Indoor-Navigation ein wichtiger Bestandteil einer barrierefreien Reisekette. Bahnhofsgebäude können mitunter komplex sein und vor allem bei weiter entfernten Reisen auch unbekannt. Gerade Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stellt dies vor Herausforderungen. Der Vortrag präsentiert, wie auf Basis von in OSM hinterlegten Daten zu Eigenschaften und Barrieren von Haltestellen des Öffentlichen Personenverkehr eine Indoor-Navigations-App realisiert wird. Die App selbst sowie die ausgegebenen Routen sollen dabei barrierefrei sein. Ein wichtiger Aspekt des Vortrages ist daher die visuelle, akustische und haptische Ausgabe des Routings abhängig von verschiedenen Einschränkungen der Nutzer. Des Weiteren wird darauf eingegangen, wie MOTIS bzw. Per Pedes [2] von der TU Darmstadt dazu verwendet wird, ein barrierefreies Routing für verschiedene Nutzergruppen zu generieren. Zusätzlich wird im Vortrag noch kurz auf das Projekt OPENER next und die darin stattfindende OSM-Datenstandardisierung und -erfassung (mit OpenStop) eingegangen. [1] [OPENER next - Per Crowd-Sourcing zu Barrieredaten im ÖPNV](https://pretalx.com/fossgis2022/talk/A3P3MB/) [2] [Per Pedes](https://github.com/motis-project/ppr) https://openstop.app https://openernext.de https://github.com/OPENER-next about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SBKZFZ/
Offene Verwaltungsdaten in Europa: Was Deutschland von anderen Ländern lernen kann (fossgis2024)
Der Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) untersucht das Angebot von offenen Verwaltungsdaten in Europa und welche Rolle zentrale Open-Data-Institutionen dabei spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass andere Länder schneller als Deutschland voranschreiten. Sie stellen u. a. weniger Bedingungen an die Datennutzung und bieten deutlich mehr Geo-, Tabellen- und Textformate anstatt Bilddaten an. Das WIK identifiziert in einem gemeinnützigen Forschungsprogramm, das mit der Bundesnetzagentur vereinbart ist, gute Beispiele und zentrale Erkenntnisse von relevanten Open-Data-Stakeholdern in Europa. Der Vortrag basiert auf den Ergebnissen der im Dezember 2023 veröffentlichten Studie. Die Autorinnen zeigen, was Deutschland von anderen Ländern in der Datenbereitstellung und -nutzung lernen kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/3Q3G7D/
Host your own QGIS Plugin Repository (fossgis2024)
In diesem Vortrag zeige ich euch wie das QGIS Plugin Repository funktioniert und wie ihr euer eigenes. QGIS Plugin Repository hosten könnt. Ein eigenes QGIS Plugin Repository bietet euch als Unternehmen oder Behörde die volle Kontrolle über die bereitgestellten Plugins. In diesem Vortrag will ich zeigen wie unser Weg zum eigenen Plugin Repository war. Angefangen mit einer einfachen XML Datei bis hin zur Web Anwendung inklusive Benutzerverwaltung. Ihr könnt das ganze gerne selber ausprobieren basierend auf unserem Open Source Projekt: https://github.com/gbd-consult/gbd-plugin-repo about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/AHATLE/
comaps - die Planungssuite für das Masterportal (fossgis2024)
comaps ist ein umfangreiches Addon-Paket für das OpenSource Masterportal, das Visualisierung und Analyse städtischer Statistik- und Strukturdaten vereinfacht, um transparente und fundierte Entscheidungen in der Planung zu unterstützen. Es verknüpft Daten verschiedener Quellen wie Fachbehörden und Unternehmen und integriert räumliche und zeitliche Analysen, sowie Szenarioplanung. Mit interaktiven Karten und benutzerfreundlichen Tools unterstützt comaps eine vernetzte und datengesteuerte Planung. Aus einem Forschungsprojekt hervorgegangen, erleichtert comaps als umfassendes Erweiterungspaket für das OpenSource Web-GIS "Masterportal" nicht nur die Visualisierung und Analyse städtischer Daten, sondern transformiert mit Hilfe seiner vielen Werkzeuge auch die Entscheidungsfindung in einen transparenten, datenbasierten Prozess für nicht GIS-geschulte Planer- und Entscheider:innen. So können Nutzer über diverse Schnittstellen integrierte komplexe Statistik- und Strukturdaten ohne Aufwand aus diversen Quellen wie Fachbehörden, Unternehmen und Online-Partizipation zusammenführen und nutzbar machen. Die Plattform macht es möglich, durch die Nutzung von interaktiven Karten und benutzerfreundlichen Tools, raumplanerische Szenarien zu simulieren und prognostische Bewertungen städtischer Projekte vorzunehmen. Diese innovativen Features sind essenziell, um nicht nur die Gegenwart zu verstehen, sondern auch die Zukunft urbaner Landschaften vorausschauend zu gestalten. comaps dient als zentrale Plattform für eine kollaborative Stadtentwicklungsarbeit, die verschiedene Stakeholder miteinander verbindet und die Verknüpfungen zwischen Partizipierenden verstärkt. Es bietet eine visuelle Sprache, die Zusammenarbeit und Kommunikation über Disziplinen hinweg fördert und so maßgeblich zu einer transparenteren und partizipativen Planung beiträgt. Es adressiert die Notwendigkeit einer agilen und informierten Entscheidungsfindung, um nachhaltige und lebenswerte urbane Räume zu gestalten. Insgesamt bietet comaps eine skalierbare Lösung für die Herausforderungen moderner Stadtplanung. Auf der FOSSGIS würde comaps sein Potenzial als leistungsfähiges Instrument zur Förderung smarter, effizienter und inklusiver urbaner Entwicklung, Smart Governance und digitaler Verwaltung demonstrieren. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/THS7FU/
QGIS Server Plugins (fossgis2024)
Die Erweiterung von QGIS mit Python-Plugins bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Software auf den eigenen Anwendungsfall anzupassen und ist dementsprechend populär. Im Gegensatz zu den Plugins für QGIS Desktop sind die Plugins für QGIS Server weniger bekannt. Dieser Vortrag soll das ändern. Zuerst wird auf die Technik eingegangen und erläutert, wie ein Plugin mit dem Server interagiert. Dann werden einige Anwendungsfälle und Plugins vorgestellt, die für den Serverbetrieb nützlich sind. Die Erweiterung von QGIS mit Python-Plugins bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Software auf den eigenen Anwendungsfall anzupassen und ist dementsprechend populär. Im Gegensatz zu den Plugins für QGIS Desktop sind die Plugins für QGIS Server weniger bekannt. Dieser Vortrag soll das ändern. Zuerst wird auf die Technik eingegangen und erläutert, wie ein Plugin mit dem Server interagiert. Dann werden einige Anwendungsfälle und Plugins vorgestellt, die für den Serverbetrieb nützlich sind. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TZ9MJ8/
Open Data des BKG (fossgis2024)
Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) ist der Geodatendienstleister des Bundes. Neben der Entwicklung von Geoprodukten für Bundesbehörden ist es jedoch auch bestrebt, Geodaten als Open Data allen interessierten Nutzern zur Verfügung zu stellen. Der Vortrag thematisiert kurz den lizenzrechtlichen Kontext, in dem Open Data-Produkte des BKG bereitgestellt werden. Er gibt einen Überblick über die Open Data-Produkte und stellt ein Produkt ausführlicher vor. Dabei handelt es sich um die POI-Open, Points of Interest mit inzwischen sechs Themen aus dem Verkehrssektor und darüber hinaus. Außerdem wird ein Ausblick auf die kommenden Themen der POI-Open gegeben. Das Produkt wird unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 weitergegeben. Ein Ergänzungstext erlaubt auch die Verwendeung für OSM. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FP9ZVU/
Ableitung von korrekten OSM-Räumen, -Wänden und -Türen aus IFC-Gebäudemodellen (fossgis2024)
In diesem Paper diskutieren wir die Ableitung von Inneraumdaten im Format OSM-SIT aus digitalen Gebäubemodellen im Format IFC. Dabei zeigen wir insbesondere Probleme und Lösungsansätze hinsichtlich der Topologie und Geometrie von Räumen, Raumgrenzen und -verbindungen zwischen Räumen innerhalb eines Geschosses. Typische Funktionen, die GIS für urbane Außenräume erfüllt, wie die Lokalisierung von Zielen und Barrieren sowie die Navigation dahin oder darum herum, sind auch im Inneren von Gebäuden relevant. Darum werden georäumliche Datenbanken, Karten- und Routingservices für Innenraumanwendungen angereichert und erweitert, z.B. in OpenStreetMap mit SIT. Um den damit verbundenen Aufwand zu reduzieren und Daten mit höherer Qualität zu erzeugen, untersuchen wir, wie Innenraumdaten u.a. für OSM automatisiert aus digitalen Gebäudemodellen im Format IFC abgeleitet werden können. Diese Gebäudemodelle liegen im Rahmen der Planung von Neubauten regelmäßig vor und werden zunehmend auch im Zuge von Umbaumaßnahmen für Bestandsgebäude angefertigt. Dafür implementieren wir quelloffene Konvertierungsroutinen (https://bauinformatik.github.io/levelout). Unsere bisherigen Ergebnisse beschränken sich auf grundlegende Elemente und unterliegen gezielten Einschränkungen. Beispielsweise betrachten wir keine vertikalen Verbindungen zwischen Geschossen, sogenannte vertikale Erschließung, wie Treppenhäuser und Aufzüge. Innerhalb eines einzelnen Geschosses extrahieren wir eine topologische Struktur aus Räumen, raumbegrenzenden Elementen und den die Raumbegrenzungen durchbrechenden Verbindungen zwischen den Räumen - das heißt Räume, Wände und Türen bzw. Öffnungen - sowie die zugehörigen Geometrien. Sowohl die Topologie wie auch die Geometrie können in IFC in verschiedenen Formen vorliegen. Wir setzen für unsere aktuelle Implementierung eine explizite Topologie in den IFC-Daten voraus, beziehen die Geometrie der Raumbegrenzungen jedoch aus den regelmäßig enthaltenen 3D-Festkörpergeometrien für Räume, Wände und Öffnungen. Damit erhalten wir ein "dickwandiges" Geometriemodell, bei dem aus dem Volumen der Wände zwei Segmente der Raumbegrenzungen mit dem Abstand der Wanddicke resultieren, die nicht mehr topologisch Verbunden sind. Die in OSM übliche implizite Repräsentation der Topologie über die Geometrie (durch gemeinsame Polygonsegmente) ist auf dieser Basis nicht möglich und somit auch keine Ableitung von Routinggraph en. In diesem Paper stellen wir verschiedene geometrische und topologische Repräsentationsmöglichkeiten in IFC vor, stellen sie den Modellierungsprinzipien von OSM gegenüber und diskutieren ihr Potential der für die automatische Ableitung. Wir zeigen eine gegenüber der ersten Proof-of-Concept-Implementierung deutlich verbesserten Algorithmus und die damit erzeugte OSM-Struktur, die weiterhin auf den "dickwandigen" Modell beruht, aber die Oberflächen in den Öffnungsbereichen zu einer "dünnwandigen" Raumgrenze verschmilzt und damit die Voraussetzungen erfüllt, OSM-Routinggraphen abzuleiten. Weiterhin stellen wir eine alternative Konvertierungsmöglichkeit vor, die auf der 2D-Achsenrepräsentation von Wänden basiert und demonstrieren ihre Vor- und Nachteile. Wir fassen auch den Stand der Wissenschaft und Technik, insbesondere zu Raumgeometrie und -topologie sowie Space Boundaries in digitalen Gebäudemodellen im IFC-Format und in anderen Formaten wie IndoorGML zusammen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LXGXQJ/
basemap.de Aktuelles und Ausblick (fossgis2024)
Im Vortrag wird der aktuelle Stand des Projekts basemap.de der amtlichen deutschen Vermessung (AdV) vorgestellt. Es handelt sich um mehrere kostenfrei nutzbare Dienste und zunehmend auch der entsprechenden Quelldaten, die in regelmäßigen, kurzen Abständen aktualisiert zur Verfügung stehen. basemap.de ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe SmartMapping der AdV. Entsprechend des ursprünglichen Auftrags ist basemap.de vor allem ein Kartographie-Produkt der amtlichen Vermessung. VectorTile-Technologie ermöglicht allerdings die flexible Anpassung des Kartenwerks an verschiedene kartographische Anforderungen und ist nicht mehr so festgelegt wie z.B. ein OGC WMS oder WMTS. Neue spannende Felder eröffnen sich aber vor allem durch die weitere Öffnung der Lizenzbedingungen und den langfristig offenen Zugriff auf die Daten selbst. Hier entstehen ganz neue Möglichkeiten und erhebliches Potential, da die Daten der Länder nicht mehr aufwändig manuell zusammen-gepuzzelt werden müssen, sondern schon flachgeklopft, zerlegt, korrigiert und wieder zusammengesetzt geliefert werden - unter Beibehaltung aller Attribute. Inklusive Technologie, da ausschließlich Open Source eingesetzt wird. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/Q8NB89/
Gemeinsam Gebäudeinformationen erfassen im Citizen-Science-Projekt Colouring Dresden (fossgis2024)
Um fehlende Daten zu Gebäuden wie Alter, Baumaterial oder Nutzung insbesondere für Wissenschaft und Planung erfassen und als offene Daten bereitstellen zu können, wurde in einem Citizen-Science-Projekt die Plattform "Colouring Dresden" erprobt und weiterentwickelt. In einer interaktiven Karte können derzeit 40 Gebäudemerkmale in sieben Kategorien gemeinschaftlich erfasst werden. Der Vortrag geht auf die Erfahrungen aus dem Projekt ein und stellt die verwendeten technischen Komponenten vor. Gebäude sind von großer Bedeutung für die Menschen, da sie einen überwiegenden Teil ihres Lebens darin verbringen, große finanzielle Investitionen erfordern oder von ihnen auch ein beträchtlicher Ressourcenverbrauch ausgeht. Allerdings mangelt es an grundlegenden frei verfügbaren Informationen über Gebäude, wie Alter, Baumaterialien und Nutzung. Um diese Informationen gemeinschaftlich in einer interaktiven Karte zu erfassen und als offene Daten für Wissenschaft, Planung und interessierte Bürger*innen bereitzustellen, wurde im Frühjahr 2023 in Dresden die Plattform "Colouring Dresden" gestartet. Derzeit können 40 Gebäudemerkmale in sieben verschiedenen Kategorien erfasst und kartographisch visualisiert werden. Betrieben durch das "Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden" ist sie eingebettet in das internationale Forschungsnetzwerk "Colouring Cities Research Programme", welches in London beginnend kontinuierlich weltweit um neue Orte wächst. Im Mitteplunkt des Vortrages steht die Plattform mit ihren technischen Möglichkeiten. Diskutiert werden die genutzten Komponenten (u.a. Frontend, Schnittstelle, Backend, Dashboard) sowie die Bedeutung von Open Source, Open Data und Linked Data für das Projekt. Neben einer Vorstellung von Erfahrungen aus der Projektlaufzeit und ersten Ergebnissen sollen auch mögliche zukünftige Entwicklungen beschrieben werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FFCEVY/
Projekt Geodigitalisierungskomponente (GDIK) (fossgis2024)
50 % aller Daten haben einen Raumbezug. Daraus folgt, dass mindestens 50 % aller Formulare einen Raumbezug haben, aber im HTML Standard existiert kein Formular-Element für die Eingabe von Geodaten. Im Rahmen des OZG Projektes Geodigitalisierungskomponente haben wir uns dieser Thematik angenommen, in Online-Formularen Geometrien angeb- und auswählbar zu machen. Das Projekt GDIK setzt auf Web-Components und der MasterportalAPI als technischen Unterbau. Geodaten medienbruchfrei in Anträgen zu übermitteln, vor dieser Herausforderung stehen viele Behörden, spätestens seit dem Onlinezugangsgesetz und den damit verbundenen neuen digitalen Möglichkeiten. Um zu verdeutlichen, wo z.B. ein Brunnen gebohrt, ein Baum gefällt oder ein Flurstück geteilt werden soll, können natürlich Screenshots von OSM-Ausschnitten, die in Gimp o.Ä. bearbeiteten wurden, einem Antrag beigefügt werden, aber praktisch in der Weiterverarbeitung ist das nicht! Genau hier setzt das Projekt GDIK an. Es gibt Designern von Online-Formularen ein Werkzeug an die Hand, um direkt georeferenzierte Daten in einem HTML-Formular erheben zu können. Der Fokus des Projekts GDIK liegt zum einen auf der einfachen und übersichtlichen Bedienung für Endnutzer, also der Menschen, die ein Formular ausfüllen müssen, sowie auf Formulardesignern, die ohne Geoinformatikkentnisse Geodaten in Formularen erheben wollen. Durch einfaches Hinzufügen einer Javascript-Datei wird das Standard-HTML um die Elemente \<gdik-input\> für die Eingabe von Geodaten und \<gdik-select\> für die Auswahl definierter Geometrien erweitert. Hinter den Kulissen kommen Web-Components zum Einsatz, so dass die Elemente unabhängig vom eingesetzten Framework verwendet werden können. Den technischen Unterbau liefert die MasterportalAPI, wodurch bestehende Infrastrukturen des Masterportals wiederverwendet werden können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SML33E/
QGIS Server - Einsatz im Unternehmen (fossgis2024)
Um Geodaten über das Web verfügbar zu machen, nutzen wir bei siticom unter anderem QGIS Server. Der Vortrag beleuchtet das verwendete Setup um eine Vielzahl von verschiedenen Projekten zu veröffentlichen und erläutert Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen gängigen Lösungen wie GeoServer. Dieser Vortrag stellt die Funktionalitäten und die Integration des QGIS Servers dar. Eine besondere Stärke des QGIS Servers liegt in seiner Fähigkeit, Geodaten im Web so darzustellen, wie sie auch im QGIS Desktop sichtbar sind. Dies ist vor allem relevant, wenn eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Kartenstilen auf Basis von QGIS vorhanden ist. Die Konfiguration des QGIS Servers erfolgt ausschließlich über ein QGIS-Projekt, was die Einrichtung recht komfortabel gestaltet. Zu beachten ist jedoch, dass derzeit keine automatisierten Einstellungen beispielsweise per API möglich sind. Der QGIS Server unterstützt verschiedene OGC-Standards, darunter WMS (Web Map Service), WFS (Web Feature Service), WCS (Web Coverage Service) und WMTS (Web Map Tile Service). Darüber hinaus bietet er eine prototypische Implementierung von OAF (OGC API - Features) an und integriert viele Funktionen von QGIS, einschließlich des Exports von im Desktop vorbereiteten Karten. Im Rahmen dieses Vortrags wird auch die Installation des QGIS Servers mithilfe von Docker behandelt. Des Weiteren wird die Integration des QGIS Servers in Middleware-Lösungen erörtert, um die Nutzung in komplexen GIS-Umgebungen zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Konfiguration von veröffentlichten Layern und der Auswahl der veröffentlichten Attribute gelegt. Wir werden auch besprechen, wie Projekte in einer Datenbank gespeichert und eine Verbindung zur Datenbank mittels PG_SERVICE Dateien hergestellt werden kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/HEED8U/
Verarbeitung hochaufgelöster Umweltdaten auf Basis von OGC API Processes (fossgis2024)
Das Forschungsprojekt KLIPS hat zum Ziel hochaufgelöste Umweltdaten in nutzbarer Form zur Verfügung zu stellen, um eine inhaltliche Interpretation für Gemeinden und Städte zu ermöglichen. Hier kommt eine umfangreiche Geodateninfrastruktur zum Einsatz, welche Temperaturdaten empfängt, prozessiert, analysiert, und anschließend in Form von browserbasierten Demonstratoren darstellt. Der Vortrag stellt die Verarbeitung solcher Daten u.a. mit Hilfe von OGC API Processes und pygeoapi vor. Innerstädtische Hitzeinseln gehören zu den großen Herausforderungen, denen Städte in Folge des Klimawandels gegenüberstehen. Im Forschungsprojekt KLIPS (gefördert vom Deutschen Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)) wird mit Hilfe eines ausgedehnten Sensornetzwerks in zwei Pilotstädten, sowie KI-basierten Methoden zur Lokalisierung von Hitzeinseln, eine große Menge hochaufgelöster Umweltdaten generiert. Um solche Daten effektiv nutzen zu können, müssen sie den Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit in aufbereiteter und praktisch nutzbarer Form zur Verfügung gestellt werden. terrestris und meggsimum haben in diesem Kontext eine Geodateninfrastruktur (GDI) entworfen, welche die Daten empfängt, aufbereitet, und auf Basis von OGC-Standards (WMS, WFS) publiziert. Hier kommen OGC API Processes und die Server-Software pygeoapi für die Prozessierung zum Einsatz. Die einzelnen Komponenten wurden mittels Docker als Microservices erstellt. Ziel des Projekts ist die flexible und anwenderfreundliche Darstellung in browserbasierten Demonstratoren. Im Rahmen des Vortrags wird die Architektur anhand dieser Demonstratoren dargestellt und erläutert. Folien zum Vortrag: https://klips-project.github.io/fossgis2024/1 about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/P93DKL/
Das Masterportal als Bestandteil der Open SmartCity Solingen (fossgis2024)
Die Klingenstadt Solingen ist im Rahmen einer Förderung des Bundesinnenministeriums seit Januar 2020 eines der SmartCity Modellprojekte. Die Förderung endet im Herbst 2024. Im Zuge des Modellprojektes wird das GEOportal der Klingenstadt auf das Masterportal umgestellt. Vorgestellt werden sollen insbesondere das Deployment des Masterportals über eine CI/CD-Pipeline über einen eigenen gitlab-Server und die Einbindung der Sensordaten aus dem FROST-Server, der ebenfalls ein Teil des Projekts ist. Die Klingenstadt Solingen ist im Rahmen einer Förderung des Bundesinnenministeriums seit Januar 2020 eines der SmartCity Modellprojekte. Die Förderung endet im Herbst 2024. Im Zuge des Modellprojektes ist die Klingenstadt Solingen der Implementierungspartnerschaft Masterportal beigetreten. Vorgestellt werden sollen insbesondere das Deployment der Masterportal-Instanzen über eine CI/CD-Pipeline auf dem eigenen gitlab-Server und die Einbindung von Sensordaten aus dem FROST-Server. Der Aufbau der Sensordateninfrastruktur ist einer der Hauptbestandteile des Förderprojekts. Im Masterportal können die Sensoren visualisiert werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/MSVX99/
Räumliche Fragmentierung im ÖV-Angebot sichtbar machen - dank offenen Fahrplandaten (fossgis2024)
Basierend auf offenen Fahrplandaten im GTFS-Format wird der angebotene Fahrplan des öffentlichen Verkehrs hinsichtlich der Vernetzung über Zuständigkeitsgrenzen (wie Landkreise, Verkehrsverbünde, Bundesländer) hinweg analysiert. Zentrale Frage dabei ist, ob solche Grenzen als räumliche Barriere im angebotenen Fahrplan wirken. So soll ein Beitrag zur aktuellen Debatte um die Verkehrswende geleistet werden. Die Notwendigkeit einer Verkehrswende hin zur Nutzung Ressourcen-schonender und Emissions-armer Verkehrsmittel ist in Gesellschaft und Wissenschaft allgemein anerkannt. Dem öffentlichen Verkehr (ÖV) kommt dabei eine herausragende Rolle zu. Der Diskurs in Deutschland ist u.a. geprägt von neuen Impulsen wie dem „Deutschland-Takt“. Dahinter stehen Bestrebungen, den öffentlichen Verkehr auszubauen und für die Fahrgäste zu vereinfachen. Die Planung von Fahrplänen sowie die Bestellung konkreter Leistungen obliegen in Deutschland unterschiedlichen Akteuren (wie Landkreisen, Verkehrsverbünden, Bundesländern). Räumlich betrachtet, weisen diese Akteure jeweils ihre eigenen Gebiete der Zuständigkeit aus. Es stellt sich die Frage, wie gut das angebotene Fahrplanangebot über Zuständigkeitsgrenzen hinweg mit benachbarten Gebieten vernetzt ist? Anders gefragt: Wirken Zuständigkeitsgrenzen in der ÖV-Planung als räumliche Barrieren im ÖV-Angebot und führen abseits von topographischen Barrieren (Gebirge, Flüsse) zu einem räumlich fragmentierten Angebot? Wie können offene Fahrplandaten solche Analysen unterstützen und welche Form der kartographischen Visualisierung bietet sich hier an? Die Analyse basiert auf Fahrplandaten im GTFS-Format und soll den Stand der Analysen anhand von zwei Fallbeispielen innerhalb Deutschlands zeigen. Für die Untersuchung des ÖV sind auch die Art des Verkehrsmittels sowie der Takt wichtig. Die durch die Analysen ermöglichte Perspektive soll ein Beitrag zur aktuellen Debatte um die Verkehrswende leisten und Denkanstöße für die zukünftige Entwicklung bieten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/RWVQEB/
Keine Angst vor sperrigen Ausdrücken im QGIS! (fossgis2024)
Keine Angst vor Ausdrücken im QGIS! Live geht es um: -Case und if für Bedigungen. -Mit coalesce(), concat() etc. nie mehr über NULL-Werte stolpern. -Joins mit attribute() und get_feature() simulieren. -1:N-Beziehungen und räumliche Abfragen mit aggregate() und overlay() umsetzen. -Was hat es mit diesen Arrays auf sich?. -Mit with_variable() Ausdrücke lesbar gestalten. -Geometriefunktionen in Berechnungen integrieren. -Wie helfen diese merkwürdigen regulären Ausdrücke bei regexp_..() Für Abfragen und Berechnungen gibt es im QGIS den Ausdruckseditor, der in unterschiedlichen Gestalten an den verschiedensten Stellen den Nutzern zu Diensten ist. Wer vor 12 Jahren ins QGIS einstieg, dem begenete der Ausdruckseditor als ein übersichtliches Werkzeug, mit dem im Wesentlichen Vergleiche (< > =). Grundrechenarten und Verkettungen möglich waren. Mit like ließen sich schon Platzhalter verwenden und natürlich konnten Flächen und Strecken ermittelt werden. Viel mehr gab es zunächst nicht. Heute soll schon mancher Einsteiger nach dem ersten Anblick der Funktionsvielfalt laut schreiend davon gelaufen sein. Das ist schade, denn der Ausdruckseditor bringt aussergewöhnliche Möglichkeiten mit und ist inzwischen viel mehr als ein Abfrageeditor für den einzelnen Layer. Thema der Livedemo sind Funktionen, die sehr nützlich sind, deren Einsatzzweck sich aber vielen Anwender/innen nicht sofort erschließt bzw. deren Anwendung als sperrig gilt: Case und if für bedingte Fragestellungen einsetzen, um z.B. die Schriftgröße von Ortnamen nach der Einwohnerzahl steuern. Mit coalesce(), concat() etc. nie mehr über NULL-Werte stolpern. Auf externe Layer zugreifen: TabellenJoins mit attribute() und get_feature()simulieren sowie eins zu mehrfach-Beziehungen mit aggregate() auswerten. Dynamische räumliche Abfragen mit aggregate(...intersects($geometry,@parent(geometry) und overlay() verwirklichen. Damit lassen sich z.B. Anzahl und Leistung der Windanlagen aus einem Punktlayer in den Gemeinde-Polygonen dynamisch mitführen, ohne neue Layer über die Geoverarbeitung zu produzieren . Abfragen mit aggregate() und Overlay() ergeben Felder mit vielen Werten, die Listenfelder oder Arrays. Was hat es mit diesen Arrays auf sich? Der gezielte Zugriff auf einzelne Werte ist möglich. Mit den zugehörigen Funktionen lässt sich sortieren, auswerten und für jeden einzelnen Wert, wie in einer Schleife, Berechnungen und Abfragen durchführen. Werden die Ausdrücke zu kompliziert, lassen sich Komplexe Teilausdrücke mit with_variabel() als Variable widerverwenden,so dass auch komplexe Ausdrücke lesbar bleiben. Mit den Geometriefunktionen beschränkt sich QGIS nicht auf die Flächenberechnung. Pufferflächen, Verschneidungen und viele andere Geometrieoperationen lassen sich in Berechnungen integrieren. Die Suchen mit Platzhaltern über den like-Operator und die Auswahl von Teil-Zeichenketten mit substr(), strpos() ist vielen QGIS-Nutzern ein Begriff. Auch der Umgang mit replace() ist weit verbreitet. Aber was ist, wenn like, replace(), substr() und strpos() nicht ausreichten? Da helfen diese merkwürdigen regulären Ausdrücke, die bei regexp_substr() und regexp_replace() anzuwenden sind. Damit lassen sich z.B. Straße Hausnummer und Hausnummererweiterung einfach trennen und vieles andere in Textwerten suchen und ersetzen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/RPPD8V/
Virtuelle Erreichbarkeitsanalysen in KomMonitor zur sozialräumlichen Bedarfsplanung (fossgis2024)
Die Open-Source Software KomMonitor bietet Möglichkeiten zur Durchführung von Erreichbarkeitsanalysen auf Basis eines OSM-Netzwerks. Das integrierte Tool zur Berechnung von Erreichbarkeitsisochronen wurde nun um eine virtuelle Szenarienfunktion ergänzt. Diese unterstützt kommunale Fach- und Sozialplaner:innen bei der quantifizierten Analyse der Nahversorgung durch Infrastruktureinrichtungen in kleinräumigen Gebieten. Die webbasierte Open-Source Software KomMonitor ermöglicht ein integriertes GIS-basiertes, raum-zeitliches Monitoring von Geodaten und Statistiken. Im Rahmen kommunaler Fachaufgaben trägt KomMonitor sowohl zur Beantwortung kleinräumlicher Fragestellungen in der Sozialplanung, als auch zur Entscheidungsunterstützung in der Stadtplanung und -entwicklung bei. Ein wesentlicher Bestandteil von KomMonitor sind interaktive Tools zur gemeinsamen interaktiven Analyse und Visualisierung von Geodaten und zeitreihenbasierter Indikatoren. In einer Kartendarstellung sowie verschiedenen statistischen Diagrammen können Zeitreihenanalysen sowie räumliche und inhaltliche Vergleiche durchgeführt werden. Ergänzt wird das Portfolio um Möglichkeiten zur Durchführung von Erreichbarkeitsanalysen. Basierend auf OpenStreetMap-Wegenetzen und der vom Heidelberg Institute for Geoinformation Technology entwickelten Open-Source Software openrouteservice können für selbst gezeichnete Punkte oder systemseitig integrierte Punktdatensätze on-the-fly Erreichbarkeitsisochronen berechnet werden. Für Planungsaufgaben lässt sich so z.B. visuell die Abdeckung des Stadtgebiets durch Infrastruktureinrichtungen innerhalb gewisser Schwellenwerte wie 15-minütiger fußläufiger Erreichbarkeit bestimmen. Insbesondere die integrierte Sozialplanung hat ein besonderes Interesse daran, einen detaillierten Einblick in die Lebenslagen in Sozialräumen zu erhalten, um Angebote zur Steuerung von zielgerichteten, sozialräumlich angepassten und an Lebenslagen und Bedarfen orientierten Maßnahmen zu schaffen. Hierzu gehört zum Einen die Möglichkeit zur quantifizierten Analyse der Bedarfsdeckung in Sozialräumen hinsichtlich bestimmter sozialer Infrastruktureinrichtungen. Zum Anderen ist es notwendig, unterschiedliche Szenarien zur Standortplanung sozialer Einrichtungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die soziale Versorgung der Bevölkerung miteinander vergleichen zu können. Um diese Anforderungen zu adressieren, erfolgte eine umfassende Erweiterung der Erreichbarkeitsanalyse in KomMonitor: * Die Ergebnisse aus einer Erreichbarkeitsanalyse können genutzt werden, um quantifizierte Aussagen über die Versorgung der Bevölkerung in räumlichen Gebieten unter Berücksichtigung verschiedener Indikatoren treffen zu können (z. B. Anzahl der im Einzugsbereich lebenden Menschen eines POIs). * Die Erreichbarkeitsanalyse wurde um Funktionen ergänzt, die es erlauben, POIs interaktiv zu planen und für die Analyse von Erreichbarkeiten zu nutzen. * Erreichbarkeitsanalysen lassen sich als “Virtuelle Szenarien” anlegen und untereinander für verschiedene Planungsgrundlagen vergleichen. * Ergebnisse virtueller Planungsszenarien können in Template-basierte Reports eingebunden werden, um diese über PDF-Exports für Präsentationszwecke verfügbar zu machen. Der vorliegende Beitrag möchte das Konzept der virtuellen Szenarienfunktion in KomMonitor anhand praktischer Beispiele vorstellen. Hierzu werden die Funktionsweise des Tools sowie Praxisbezogene Anwendungsfälle aus der integrierten Sozialplanung präsentiert. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BKXEEG/
Das Beispiel Masterportal – ein OS Erfolgsmodell für die öffentliche Verwaltung? (fossgis2024)
Das Masterportal hat sich in den letzten Jahren innerhalb der deutschen Verwaltung als Geoviewer bzw. WebGIS etabliert. In diesem Vortrag werden die erfolgreichen Organisationsstrukturen und Prozesse hinter dem Masterportal vorgestellt und diskutiert, ob dieses Open-Source Modell als Blaupause weiterer Projekte der öffentlichen Verwaltung oder darüber hinaus dienen könnte. Hinter dem Masterportal steht die Implementierungspartner Masterportal mit aktuell 43 Partnern der öffentlichen Verwaltung aus Deutschland und Österreich. Die Partnerschaft verfolgt drei primäre Ziele: Die Weiterentwicklung des Open Source Geoviewers Masterportal anhand der Anforderungen der öffentlichen Verwaltung, die Schaffung eines sich gegenseitig unterstützenden Netzwerkes und somit die Stärkung der digitalen Souveränität. Die Community setzt dabei auf demokratische, solidarische und transparente Prozesse, technische und strategische Entscheidungen werden in regelmäßig stattfindenden Technischen und Strategischen Komitee Sitzungen getroffen. In diesem Vortrag werden die Erfolgsfaktoren des Masterportal vorgestellt, insbesondere die Erkenntnis, dass für den Erfolg eines Open Source Produktes verschiedene Aspekte harmonisieren müssen, dazu gehören der technische Aufbau der Software, die strategischen Entscheidungsprozesse, Verantwortungsverteilung und die monetäre Unterstützung. Zum Abschluss diskutieren wir unter welchen Rahmenbedingungen das Modell auch für andere Projekte der öffentlichen Verwaltung oder darüber hinaus dienen könnte. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SCXXDE/
Skalierbare Geodatenverarbeitung in der Cloud mit Argo Workflows (fossgis2024)
Auch von amtlichen Geodaten wird heutzutage eine hohe Aktualität erwartet. Aus diesem Grund setzt die Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) bei der Verarbeitung ihrer Geodaten vermehrt auf vollständig automatisierte Prozesse. Um trotz wachsender Datenmengen in Zukunft möglichst schnell aktuelle Geodaten für ganz Niedersachsen liefern zu können, muss die Verarbeitung in skalierbaren Cloud-Umgebungen erfolgen. Zur Orchestrierung setzen wir Kubernetes und die Workflow-Engine Argo Workflows ein. Für die Geodaten-Dienstleistungen und auch für zukünftige KI-Anwendungen des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) sind große Mengen an Geodaten eine wesentliche Grundlage. Im zweitgrößten Bundesland müssen schon immer große Mengen an Daten verarbeitet werden. Diese Datenmengen steigen, auch durch neue Fernerkundungssensoren - auf Drohnen, Flugzeugen und Satelliten - nun deutlich an. Im Vortrag zeigen wir, wie wir mit Argo Workflows und Kubernetes die Verarbeitung unserer Geodaten in der Cloud skalierbar umgesetzt haben. Wir zeigen Workflows zur Verarbeitung von Punktwolken, Höhenmodellen, und den Ergebnissen unserer „KI-Gebäudeerkennung“, aber auch, wie wir eine CI/CD-Pipeline mit Argo Workflows aufgesetzt haben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/WMFUGA/
OpenDRIVE-HD-Karten mittels GDAL ins GIS bringen (fossgis2024)
Ein neuer quelloffener GDAL-Treiber ermöglicht die Konvertierung detaillierter HD-Kartendaten vom komplexen OpenDRIVE-Format der Automobilindustrie in gängige Geodatenaustauschformate wie GeoPackage, Shapefile, GeoJSON, KML und räumliche Datenbanken. Dies macht OpenDRIVE endlich in herkömmlichen GIS-Werkzeugen nutzbar! In der Automobilindustrie und Verkehrssystemtechnik haben sich fahrstreifengenaue Straßendaten (HD-Karten) als wichtige Komponenten für die Funktionsentwicklung und -validierung und auch für den späteren Produktivbetrieb herauskristallisiert. Anwendungen des autonomen Fahrens, der Fahrsimulation und der Verkehrssimulation sind oft auf spezielle technische Straßenbeschreibungsformate angewiesen, von denen sich OpenDRIVE [1] als offener Industriestandard entwickelt hat. Das OpenDRIVE-Datenmodell bündelt die mathematische, kontinuierliche Modellierung der Straßen- und Fahrstreifengeometrie mit allen notwendigen topologischen Verknüpfungen und semantischen Informationen der verkehrsregelnden Infrastruktur (Schilder, Ampeln, usw.). Die Modellierungskomplexität und der Abbildungsumfang von OpenDRIVE machen die Datenerfassung und Objektannotation zu einer anspruchsvollen Aufgabe, die meistens von der Automobilindustrie finanziert und von Mobile-Mapping-Dienstleistern durchgeführt wird. In letzter Zeit zeigen auch öffentliche Einrichtungen erhöhtes Interesse an solchen Daten, insbesondere im Zusammenhang mit der Verkehrsplanung und der Instandhaltung der Straßeninfrastruktur. Allerdings sind solche OpenDRIVE-Daten für amtliche Einrichtungen oft „unerreichbar“ oder nur umständlich nutzbar, obwohl sie den eigenen urbanen Raum thematisieren. Die Werkzeugkompatibilität für OpenDRIVE beschränkt sich auf kommerzielle Software und es fehlt die Integration in gängige GIS-Werkzeuge. Unser Softwarebeitrag [2] erweitert die etablierte Geospatial Data Abstraction Library (GDAL) [3] und wandelt OpenDRIVE-Straßenelemente in OGC Simple Features [4] um, die von den meisten kostenlosen und kommerziellen GIS-Tools ad hoc verarbeitet werden können! So können OpenDRIVE-Datensätze beispielsweise auch direkt in QGIS geladen werden. Unser Ansatz ermöglicht eine leichtgewichtigere Interaktion mit OpenDRIVE-Daten als beispielsweise die intermediäre Konvertierung zu CityGML mit r:trån [5]. Indem wir die Automobil-Domäne näher an die GIS-Domäne heranbringen, möchten wir den interdisziplinären Wissenstransfer und die Schaffung einer vernetzten Forschungsgemeinschaft fördern. Mit unserer offenen Softwareerweiterung ermöglichen wir Behörden und Forschungseinrichtungen einen leichteren Zugang zu hochgenauen Straßendaten, die sonst oft nur der Industrie vorbehalten sind. Im Umkehrschluss profitiert die (Automobil-)Industrie von etablierten Werkzeugen und Datenbereitstellungsdiensten des Geodatenumfelds, mit dem sie normalerweise nicht verkehrt. Auf Grundlage unserer Erfahrungen mit der Erweiterung von GDAL können zukünftig auch andere spezifische Datenformate der Verkehrsdomäne wie railML, RoadXML oder das NDS Open Lane Model für GIS-Nutzer zugänglich gemacht werden. [1] ASAM OpenDRIVE: https://www.asam.net/standards/detail/opendrive/ [2] Git-Branch für OpenDRIVE-Treiber: https://github.com/DLR-TS/gdal/tree/libopendrive [3] GDAL: https://gdal.org/ [4] OGC Simple Feature Access: https://www.ogc.org/standard/sfa/ [5] r:trån: https://doi.org/10.5281/zenodo.7702313 about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/NE7UM7/
Analyse und Visualisierung von Polizeimeldungen: Eine Fallstudie für Frankfurt a. M. (fossgis2024)
Polizeimeldungen von Polizeibehörden informieren unter anderem über Straftaten ohne genaue Ortsangaben. Ein Prozessablauf kombiniert Open Source Software und OpenStreetMap-Daten, um die Meldungen räumlich darzustellen. Offene Standards ermöglichen die einfache Nutzung der Geodaten. Der Vortrag zeigt Ergebnisse für Frankfurt am Main und diskutiert Herausforderungen sowie mögliche Verbesserungen. Pressemitteilungen spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen von staatlichen Institutionen. Auch Polizeibehörden veröffentlichen sogenannte Polizeimeldungen. Hierbei berichtet die jeweils zuständige Polizeibehörde unter anderem von begangenen Straftaten in einer Region. Durch die fortschreitende Digitalisierung können diese Pressemitteilungen auf Presseportalen strukturiert angezeigt und nachverfolgt werden. Auch das Polizeipräsidium Frankfurt am Main veröffentlicht diese Pressemitteilungen. Allerdings enthalten Polizeimeldungen normalerweise keine genauen räumlichen Daten, sondern liefern textbasierte Informationen über die begangenen Straftaten. Dadurch sind räumliche Analysen oder Visualisierungen der in den Texten enthaltenen Informationen nur mit viel Aufwand umsetzbar. Durch den Einsatz von Open Source Software und dem Einbinden von freien OpenStreetMap Daten können die Polizeimeldung räumlich verortet und thematisch kategorisiert werden. Der Vortrag stellt den entstandenen prototypischen Prozessablauf vor, welcher verschiedene digitale Verarbeitungsschritte miteinander kombiniert, um textbasierte Polizeimeldungen räumlich zu visualisieren. Durch das Verwenden von offenen Standards und Schnittstellen, wird eine einfache Weiterverarbeitung oder Einbindung der gewonnenen Geodaten gewährleistet. Die für Frankfurt am Main entstandenen Ergebnisse werden vorgestellt und die Schwierigkeiten einer automatisierten Verarbeitungskette aufgezeigt. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf mögliche Optimierungen und Überarbeitungen ab. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/NPYHFS/
Ermittlung von Solarpotentialflächen auf Gebäuden (fossgis2024)
Im Vortrag wird gezeigt, wie eine Analyse der aktuellen und potentiellen Situation der Solarenergienutzung eine mögliche Grundlage für den Ausbau erneuerbaren Energien sein kann. Bei dem vorgestellten Vorgehen werden dabei nur Open Data und Open Source Tools verwendet. In Deutschland ist die Zielsetzung formuliert worden, den Anteil des Bruttostromverbrauchs, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu heute zu verdoppeln. Die Nutzung von Solarenergie, insbesondere auf Gebäuden und Freiflächen, spielt dabei eine entscheidende Rolle bei der Erreichung dieser Ziele. Eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Ausbau der Solarenergie, ist die genaue Ermittlung der Solarpotentialflächen auf Gebäuden. Hierzu wurde eine prototypische Untersuchung durchgeführt, in der verschiedene Faktoren berücksichtigt wurden. Im vorgestellten Beitrag wird die Methodik vorgestellt, den Anteil des ausgeschöpften Solarpotentials und der wertvollen Freiflächen auf Dächern in einem Testgebiet zu identifizieren. Der Workflow arbeitet auf Open Data mit Open Source Tools zur Analyse und Berücksichtigung wichtiger Faktoren, die für die zukünftige Solaranlageninstallation genutzt werden könnten. Dieses Ergebnis eröffnet die Möglichkeit, konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Die Identifizierung und Nutzung von Solarpotentialflächen auf Gebäuden ist von entscheidender Bedeutung für die Transformation des deutschen Energiesystems hin zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Dieser Beitrag verdeutlicht die Notwendigkeit und die Möglichkeiten, die sich durch eine Analyse der Solarpotentiale bieten, und unterstreicht die Bedeutung der Solarenergie als treibende Kraft in der Energiewende Deutschlands. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/HV8P83/
Masterportal 3.0 – Entdecke die Magie des neuen Major Release! (fossgis2024)
Der WebGIS Client Masterportal wurde umfassend modernisiert und ist jetzt in der neuen Major Version 3.0 verfügbar. Im Rahmen des Vortrags werden die Highlights der neuen Produkt-Generation vorgestellt. Der unter MIT Lizenz veröffentlichte WebGIS Client Masterportal stellt eine leistungsstarke, individuell anpassbare Open Source Lösung zur Visualisierung von Geodaten dar. Das Masterportal wird erfolgreich von vielen Institutionen der öffentlichen Verwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie von Rechenzentren und Stadtwerken deutschlandweit und im europäischen Ausland eingesetzt. Es wird durch eine Open-Source-Community und eine starke Allianz von Implementierungspartnern kontinuierlich weiterentwickelt und ist auf dem Weg, ein OSGeo Projekt zu werden. Mit dem Masterportal V. 3.0 steht nun eine aktualisierte Major-Version zur Verfügung, die zahlreiche Verbesserungen mit sich bringt, u. a. folgende Highlights: • neu gestaltete und intuitivere Benutzeroberfläche • verbessertes UI / UX auf mobilen Endgeräten • höhere Performance Im Rahmen des Vortrags werden der aktuelle Projektstatus und die Neuerungen erläutert. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und die geplante Long Term Support Version des Masterportals gegeben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/R8MYNT/
Remote Plugin Installer (fossgis2024)
QGIS Plugins via POST Request installieren und damit den Entwicklungsworkflow beschleunigen. Quasi Remote Code Execution für QGIS. In diesem Lightning Talk stelle ich euch ein Plugin vor, was ich entwickelt habe um meine Arbeitsabläufe beim Entwickeln von QGIS Plugins zu beschleunigen. Das Ziel war es in meiner IDE mit einem Tastendruck das Plugin in QGIS zu installieren und dort direkt die Änderungen testen zu können. Da das ganze über das Netzwerk läuft kann, ermöglicht es mir das Plugin auch in einer Virtuellen Maschine, auf einem anderen Rechner oder direkt beim Kunden zu testen (nicht empfohlen). about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/3SJZEG/
actinia wachsen Blätter: Geoprozessierung und Visualisierung mit Leafmap in Jupyter (fossgis2024)
[Leafmap](https://leafmap.org/) ist ein freies und quelloffenes Python-Paket für interaktives Mapping und räumliche Analyse von Geodaten in einer Jupyter-Umgebung. Leafmap bietet interaktive Werkzeuge, mit denen Geodaten einfach in eine Karte geladen werden können. Wir haben die Cloud-Plattform für Geoverarbeitung [actinia](https://actinia-org.github.io/) mit Leafmap gekoppelt, um Berechnungen aus actinia direkt anzeigen zu können. Im Lightning Talk wird dies an einem Beispiel demonstriert. [Leafmap](https://leafmap.org/) ist ein freies und quelloffenes Python-Paket für interaktives Mapping und räumliche Analysen von Geodaten. Es ermöglicht die Visualisierung von Geodaten auf einer Karte mit minimalem Programmieraufwand in einer Jupyter-Umgebung wie Google Colab, Jupyter Notebook und JupyterLab. Leafmap basiert auf verschiedenen Open Source Paketen wie Folium, ipyleaflet und anderen Komponenten. Leafmap bietet eine Reihe von interaktiven Werkzeugen, mit denen Vektor- und Rasterdaten ohne Programmierung in eine Karte geladen werden können. Wir haben [actinia](https://actinia-org.github.io/), eine Open-Source-Cloud-Plattform für Geoverarbeitung, mit Leafmap gekoppelt, um Berechnungsergebnisse aus actinia direkt anzeigen zu können. Die Schnittstelle ist hier der [actinia-python-client](https://github.com/actinia-org/actinia-python-client/), der die Geoanalyse mit actinia auf einem Jupyter Notebook sehr einfach macht. Im Lightning Talk wird dies an einem Beispiel demonstriert. Zu den [Slides](https://mundialis.github.io/fossgis2024/actinia-wachsen-blaetter-mit-leafmap/index.html) about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/RSGLAH/
GIS mit Go (fossgis2024)
Die Programmiersprache Go hat sich in verschiedenen IT-Bereichen etabliert. Dieser Lightning Talk bietet einen kurzen Überblick über Go mit einem Fokus auf das bestehende Ökosystem um Geodaten zu verarbeiten. Go ist bekannt für Geschwindigkeit und Zugänglichkeit. Zahlreiche GIS-Projekte wie pg_featureserv, pg_tileserv und tegola nutzen bereits Go. Dieser Vortrag präsentiert weitere Tools und Bibliotheken in dieser Sprache. Die Programmiersprache Go hat sich in verschiedenen IT-Bereichen etabliert. Dieser Lightning Talk bietet einen kurzen Überblick über Go mit einem Fokus auf das bestehende Ökosystem um Geodaten zu verarbeiten. Go ist bekannt für Geschwindigkeit und Zugänglichkeit. Zahlreiche GIS-Projekte wie pg_featureserv, pg_tileserv und tegola nutzen bereits Go. Dieser Vortrag präsentiert weitere Tools und Bibliotheken in dieser Sprache. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/NUQXXH/
INSPIRE2GPKG (fossgis2024)
Mit einer einfachen Python-Bibliothek lassen sich Raster- und Vektordaten automatisiert aus einer INSPIRE-kompatiblen GDI extrahieren und in einem Geopackage speichern. Im Vortrag werden die in der Software umgesetzten Prozesse und Prinzipien erläutert, und die Funktionsweise wird anhand praktischer Beispiele vorgestellt. Das Verfahren zeigt eindrucksvoll welches bisher noch ungenutzte Potential in den auf INSPIRE basierenden Infrastrukturen sowie im GPKG-Format steckt. Die in den letzten 20 Jahren entstandenen Geodateninfrastrukturen in Deutschland und Europa haben sehr viel zur Verbreitung offener Standards beigetragen. Der WebMapService hat sich dabei zum Standardinterface für den Zugriff auf Kartengraphiken entwickelt. Im Bereich der Vektordaten beschäftigen sich aktuell viele Institutionen mit der neuen OGC API Features Schnittstelle. Die Standardisierung des webbasierten Zugriffs auf Geodaten ist also weit fortgeschritten, und es gibt unzählige Geoportale, die Nutzern das Auffinden von geeigneten Webservices erleichtern. In vielen praktischen Anwendungsfällen reicht der direkte internetbasierte Zugriff jedoch nicht aus, z.B.: * Precision Farming, * Rettungsdienste, * Krisenmanagement, * Felderfassung, * Militärische Einsätze, * ... Hier werden weiterhin Kopien bzw. Caches der Daten benötigt. Es stellte sich also die Frage, ob die vorhandenen Geodateninfrastrukturen nicht auch geeignet sind die Erstellung und Aktualisierung solcher Datencaches zu ermöglichen. Derzeit werden die bestehenden Metadatenkatalogschnittstellen (CSWs) nur für den Austausch von ISO-Metadaten verwendet. Die Suchoberflächen der meisten Geoportale arbeiten auf eigenen, proprietären Interfaces, die den menschlichen Nutzern eine komfortable Suche ermöglichen. Der standardisierten CSW-Schnittstelle kommt praktisch also nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Wenn man jedoch automatistert Datencaches erstellen will, kommt man um diese Schnittstelle nicht herum, sie ist das einzige maschinenlesbare Interface der europäischen Geodateninfrastrukturen. Neben der Schnittstelle für den Zugriff auf die Infrastrukturen, muss man sich auch damit auseinandersetzen, wie die Datencaches physikalisch abgelegt werden können. Hier bietet sich das Geopackage Format des OGC an. Es ist weltweit das einzige Format, das sowohl die kombinierte Ablage von Raster- und Vektordaten, als auch die ihrer zugehörigen Metadaten ermöglicht. In einem Proof of Concept wurde eine Python-Bibliothek erstellt, die Raster- und Vektordaten aus einer europäischen GDI extrahieren kann und diese in einem Geopackage speichert. Dabei werden nicht nur die Daten selbst, sondern auch die zugehörigen ISO-Metadaten abgelegt. Damit ist man theoretisch auch in der Lage die Informationen im Geopackage automatisch zu aktualisieren, wenn der Datenanbieter neue Metadaten bereitstellt. Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit: * Eindeutige Ressourcenidentifikatoren für Datensätze * Einheitliche Umsetzung der ISO19119 und ISO19115 Metadaten (https://github.com/INSPIRE-MIF/technical-guidelines/tree/2022.2/metadata/metadata-iso19139) Unterstützte Diensttypen für automatisierten Download: * Rasterdaten * INSPIRE View Service based on WMS 1.1.1 (https://github.com/INSPIRE-MIF/technical-guidelines/blob/2022.2/services/view-wms/ViewServices.pdf) * INSPIRE ATOM Feeds (https://inspire.ec.europa.eu/file/1554/download?token=Y_538IH4) * Vektordaten * OGC API Features (https://docs.ogc.org/is/17-069r4/17-069r4.html) * INSPIRE ATOM Feeds (https://inspire.ec.europa.eu/file/1554/download?token=Y_538IH4) Die auf Github unter der MIT-Lizenz verfügbare Python-Bibliothek ist die Basis für das neue Geopackage-Export Modul der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Im Vortrag werden die in der Software umgesetzten Prozesse und Prinzipien erläutert, und die Funktionsweise des Geopackage-Export Moduls wird an einem praktischen Beispiel vorgeführt. Für die Nutzung von Geopackages in Webanwendungen oder auf mobilen Endgeräten können Freie Open Source Bibliotheken der National Geospatial-Intelligence Agency (NGA) verwendet werden. Weitere Informationen https://inspire-gpkg-cache.readthedocs.io/en/latest/introduction.html https://www.geoportal.rlp.de/article/Download_von_Daten_zur_Offline-Nutzung/ http://ngageoint.github.io/GeoPackage/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/UFWP3Y/