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Datenverknüpfung von Befragungsdaten mit Geodaten - wie geht das? (fossgis2024)
Wie lassen sich Befragungs- und Geodaten für die Beforschung interdisziplinärer Forschungsfragen technisch verknüpfen? Im Forschungsprojekt "Aufbau der Sozial-Raumwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur SoRa: FAIR, intelligent, integrativ (SoRa+)" wird eine verteilte und modulare Infrastruktur entwickelt, welche die Datenverknüpfung durch Dienste unter Berücksichtigung von Datenschutz und FAIR-Prinzipien für die Wissenschaft erleichtern soll. Zur Bereitstellung von Forschungsdaten für die Nutzung durch Dritte etablieren sich zunehmend sogenannte Forschungsdatenzentren (FDZ). Eine besondere Herausforderung stellt die Verknüpfung von sozialwissenschaftlich erhobenen Befragungsdaten mit raumwissenschaftlich generierten Geodaten dar, um Fragestellungen aus den Sozialwissenschaften hinsichtlich der Verteilung im Raum untersuchen zu können. Im von der DFG geförderten Forschungsprojekt "Aufbau der Sozial-Raumwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur SoRa: FAIR, intelligent, integrativ (SoRa+)" wird eine geeignete verteilte und modulare Infrastruktur entwickelt, welche die Datenverknüpfung standardisieren und erleichtern soll. Durch weniger Zeitaufwand für die Forschenden sowie für die FDZs soll das Forschen an interdisziplinären Fragen vereinfacht werden. Berücksichtigt werden dabei die Anforderungen des Datenschutzes sowie die FAIR-Prinzipien. Der Talk soll Interesse an der Nutzung von Forschungsdaten wecken und aktuelle Fragen aus dem Projekt SoRa+ vorstellen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ELVKXZ/
#switch2qgis: Komplettablösung proprietärer GI-Systeme mit QGIS - Langzeiterfahrungen (fossgis2024)
Der Vortrag beschreibt den kompletten Übergang der Ablösung von seit mehr als 20 Jahren etablierten proprietären GI-Systeme und der Geodatenbanken des Marktführers durch den vollständigen Ersatz durch OSS, insbesondere das freie QGIS in der Stadtverwaltung Halle (Saale) und die langjährigen Erfahrungen mit dieser Umstellung. Schwerpunkte bilden Vorbereitung, Einführung bei Testnutzern, Testszenarien, Produktivsetzung und Langzeiterfahrungen nach nunmehr fünf Jahren Produktiveinsatz. Einschätzungen zu potenziellen und realen Einsparungen sowie der Nutzerfeedback aus der Verwaltung mit ca. 3000 Mitarbeitern bei ca. 150 GIS-Powerusern ergänzen den Vortrag. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LASXMF/
Interaktive Dashboards zur Optimierung von Intelligence Prozessen (fossgis2024)
Durch stetig wachsende Mengen verfügbarer Daten, u.a. getrieben durch Open Data Policies, gewinnen Business Intelligence (BI) Tools zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Unternehmen nutzen Dashboards zu Analyse und Visualisierung, ebenso können öffentliche Verwaltungen derlei Tools für demokratische Entscheidungsprozesse, sowie Bürgerpartizipation verwenden. Dieser Vortrag zeigt, wie private und öffentliche Akteure ihre Geodaten in BI-Prozessen mithilfe von Apache Superset einsetzen können. Durch stetig wachsende Mengen verfügbarer Daten, u.a. getrieben durch Open Data Policies, gewinnen Business Intelligence (BI) Tools zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Unternehmen nutzen Dashboards zu Analyse und Visualisierung, ebenso können öffentliche Verwaltungen derlei Tools für demokratische Entscheidungsprozesse, sowie Bürgerpartizipation verwenden. Dieser Vortrag zeigt, wie private und öffentliche Akteure ihre Geodaten in BI-Prozessen mithilfe von Apache Superset einsetzen können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/H37SGW/
osm2pgsql - OSM Daten mit PostGIS verarbeiten (fossgis2024)
Der Vortrag gibt einen Überblick über das Tool osm2pgsql, mit dem OpenStreetMap-Daten in eine PostgreSQL/PostGIS-Datenbank importiert werden können. Dabei werden verschiedene Einsatzgebiete wie Visualisierung, Analyse, Datenprozessierung und Export einsteigerfreundlich beleuchtet. In diesem Vortrag wird osm2pgsql - ein Tool zum Import von OpenStreetMap-Daten in eine PostgreSQL/PostGIS-Datenbank - vorgestellt. Es wird auf die Installation eingegangen und ein grober Überblick über die Datenbank PostgreSQL und deren räumlicher Erweiterung PostGIS gegeben. Im Anschluss werden einige Grundfunktionen von osm2pgsql erklärt: Wie man beispielsweise Geodaten ins gewünschte Koordinatensystem umwandelt, die Namen der erstellten Tabellen konfiguriert oder Metadaten der OSM-Objekte hinzufügt. Außerdem wird gezeigt, wie man mit Hilfe des Tools "osm2pgsql-replication" automatische Updates in die Datenbank integriert und so immer auf dem neuesten Stand bleibt. Die Nutzung von Lua für den Datenimport im Flex Output-Format wird detailliert erklärt. Dadurch kann der Datenimport entsprechend individueller Anforderungen gestaltet werden. Zum Abschluss werden diverse Beispielanwendungen aufgezeigt, wie z.B. Datenanalyse, -export und die Veröffentlichung von Geodaten im Internet. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um osm2pgsql zur Verarbeitung und Nutzung von OpenStreetMap-Daten zu verwenden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/9QUB7F/
QGIS Fachschale für Energie- & Linieninfrastruktur offline MoFa4Q (fossgis2024)
MoFa4Q soll helfen, QGIS einfach und zugänglich für Außendienstpersonal (z.B.: bei Stadtwerken) zugänglich zu machen: mit Fokus auf den Offline Einsatz und der Datensynchronisierung Veröffentlichung auf Github: https://github.com/WhereGroup/qgis_mofa4q_installer https://github.com/WhereGroup/qgis_mofa4q_profile Motivation: - Offline: Mobil und offline einsetzbar (Windows Surface Pro) & Integration und Darstellung von QGIS-Projekten - GeoDaten: kostengünstige und schnelle Aktualisierung + sehr gute Performance - QGIS Stärken nutzen: einfache und schnelle Bedienung für den Anwender & aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/PWKURF/
Road Network Contraction mit PostGIS (fossgis2024)
Bei der Berechnung des kürzesten Weges zwischen zwei Orten ist die Größe des Straßendatensatzes, bezogen auf die Performanz, oft der wichtigste Faktor. Die Open Source Erweiterung PostGIS bietet Tools an, um Datensätze mit Strassen-Netzwerken zu minimieren. Dieses Verfahren, auch bekannt als “Road Network Contraction”, wird in dieser Präsentation vorgestellt, sowie unterschiedliche Möglichkeiten dieses Verfahren zu verfeinern. PostGIS ist eine Extension für Geographische Daten des Open Source Datenbank Management System PostgreSQL. Die Erweiterung enthält Tools zur Berechnung des kürzesten Weges zwischen zwei Orten, sowie die Funktion “Road Network Contraction”. Darunter versteht man, dass der Datensatz, welcher zur Wegfindung benutzt wird, soweit wie möglich reduziert wird, um die Performanz zu erhöhen. Die Standardfunktion Road Network Contraction berücksichtigt leider nicht alle Attribute (z.B. Geschwindigkeit und Straßenart), die bei der Prozessierung herangezogen werden müssten. Dieser Vortrag stellt einige wichtige Verbesserrungen und Ideen vor, die dabei helfen, die Größe eines Straßendatensatzes bei der Wegfindung optimal zu reduzieren, ohne wichtige Informationen zu Attributen und Topologie zu verlieren. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ZTXWQY/
Jetzt Neu: Event Driven Enterprise Data Cloud API! (fossgis2024)
Jetzt Neu: Event Driven Enterprise Data Cloud API! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren DevTestSecDingsOps oder Cloud Anbieter. Muss wirklich alles sofort in die Enterprise Cloud und als Event über API Listener konfiguriert werden? Virtualisierung, Containerisierung und Orchestrierung haben die Entwicklung von Software inklusive Testen, Sicherheit und Deployment, und sogar den Betrieb in der Produktion erheblich beschleunigt. Aber ist Beschleunigung immer das primäre Ziel? Ohne entsprechendes Entwicklungs-, Sicherheits-, Test-, Deployment- und Betriebsknow-How und Personal in Union wird der Schaden nämlich nur ungleich höher ausfallen, wenn wir voll beschleunigt gegen die Wand gefahren sind. Da hilft zwischen Dev und Ops auch kein Sec. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TD8UN8/
Ein Plugin mit direktem Zugang zu den Ressourcen aus dem QGIS Hub (fossgis2024)
Mit dem QGIS Hub Plugin stellen wir einen neuen Plugin vor, der es Nutzern ermöglicht, die stetig wachsenden Ressourcen aus dem Hub direkt aus QGIS heraus zu erkunden und in ihr jeweiliges Projekt einzubinden. In diesem Vortrag stellen wir das QGIS Hub Plugin vor, ein effektives Werkzeug, das das Teilen und die gemeinsame Nutzung von QGIS-Ressourcen erleichtert. Das Plugin bietet QGIS Nutzern einen direkten Zugang zur wachsenden Hub-Plattform (https://plugins.qgis.org/styles/), einer Plattform zum Suchen und Herunterladen einer Vielzahl von Ressourcen, wie z. B. Layer-Definitionen, Styles, Prozessierungs-Modellen, Projekten und 3D-Modellen. Das QGIS Hub Plugin ermöglicht mit Hilfe einer intuitiven Benutzeroberfläche die Ressourcen der Community noch direkter und schneller zu erkunden. Die Suche nach den benötigten Materialien wird durch das benutzerfreundliche Layout und diversen Filtermöglichkeiten erleichtert. Mit dem QGIS Hub Plugin wird das Ziel verfolgt, die wertvollen Ressourcen aus dem Hub möglichst vielen Nutzern zugänglich zu machen, deren Produktivität zu steigern, Kreativität zu fördern und letztendlich die Qualität individueller QGIS Projekte zu verbessern. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/VBCRNY/
Geodateninfrastruktur: Step by step von proprietärer zu offener Software (fossgis2024)
Das KRZN stellt den Kommunen am Niederrhein eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) bereit und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Seit einiger Zeit kommen vermehrt OpenSource-Verfahren zum Einsatz. Wenngleich diverse Hindernisse den Einsatz von (mehr) OpenSource aktuell noch erschweren oder gar verhindern, bestärken eine Reihe von Erfolgsgeschichten das KRZN, den Weg in Richtung OpenSource im GDI-Kontext in Zusammenarbeit mit kommunalen Akteuren:innen weiterzugehen. Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) stellt seit 2005 für 43 Kommunen und aktuell über 3.500 berechtigte Nutzer:innen in den Kommunalverwaltungen am Niederrhein eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) bereit und entwickelt diese seitdem kontinuierlich weiter. Bestand die GDI zu Beginn aus einem DesktopGIS für die Datenerfassung und -analyse, einem WebGIS für die Beauskunftung, einer rechtsverbindlichen Liegenschaftskatasterauskunft (auf Basis von ALB und ALK) und einem zentralen GeoDataWarehouse für die Datenhaltung, kommen heute über 35 GIS-Verfahren zum Einsatz - von Fachverfahren für die Pflege von Kanal- und Baumkatastern, einer ALKIS-Verfahrenslösung in all ihren Facetten über ETL-Werkzeuge und Verfahren zur Bereitstellung von OGC-Geoservices bis hin zu Geoportalen und einem Geokatalog. Bis 2018 basierte die GDI ausschließlich auf proprietärer Software. Mit Einführung von deegree, einhergehend mit der Ablösung der bis dato eingesetzten Software für die Bereitstellung von Geoservices, sowie der Bereitstellung des Geoportal Niederrhein auf Basis des Masterportals wurde im Dezember 2019 der erste Meilenstein zur Nutzung von OpenSource-Software gesetzt. Mit der Vereinbarung in einem GDI-Verbandsgremium der nächste Meilenstein: Alle neuen GDI-Verfahren müssen OGC-Standards zwingend unterstützen, bestehende Verfahren müssen diesbezüglich ertüchtigt werden, insofern erforderlich. Es folgten weiteren OpenSource-Verfahren, beispielsweise zur Bereitstellung und Verwaltung von OGC-Geoservices, Werkzeuge zur Bereitstellung eines OpenStreetMap-WMS oder für Management und Bereitstellung von XPlanung-Daten sowie die Bereitstellung eines Geokataloges. Zudem wird PostgreSQL immer häufiger als Datenbanksystem eingesetzt. Alle Verfahren wurden vollständig in die GDI integriert, entweder als Erweiterung, Alternative oder Ersatz für proprietäre Software. Von zentraler Bedeutung ist die Kommunikation über Schnittstellen - i.d.R. Standards des OGC - mit den vorhandenen GDI-Bausteinen. Neben vielen Erfolgsgeschichten gab es jedoch auch Ernüchterung. So wird seit 2021 auch QGIS als DesktopGIS eingesetzt. Jedoch ohne Anbindung an das zentrale GeoDataWarehouse. Neben technischen Gründen ist das Fehlen eines zentralen Berechtigungsverfahrens (auf weit über 20.000 Objektklassen) ein Grund für die nicht erfolgte Anbindung. Die Praxis zeigt jedoch, im Zusammenspiel von QGIS und OGC-Geoservices kann dennoch viel erreicht werden. Neben der rein technischen Sicht ist die stetige Kommunikation aller betroffenen Akteure:innen für den Erfolg einer GDI unabdingbar. OpenSource kann sowohl Kommunikation als auch das GDI-Management unterstützen. Verfahren für Wikis, Dashboards und Kanban seien als Beispiele genannt. Der Vortrag soll aufzeigen, • wie das KRZN die vorhandene GDI Schritt für Schritt durch (mehr) OpenSource-Anwendungen „modernisiert“, • wo es Hindernisse für den Umstieg auf OpenSource-Verfahren gibt und • warum der große Wurf – Umstieg auf 100%-OpenSource – eine immense Herausforderung ist (und womöglich auch nicht umsetzbar sein wird). about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LMFGWP/
Radnetz-Qualität mit OpenStreetMap-Daten auswerten (fossgis2024)
Mit einem OSM-basierten Radverkehrs-Qualitätsindex möchten wir eine niedrigschwellige Methode zur Analyse von Radnetzen bereitstellen. Wir geben Einblicke in den Proof Of Concept aus Berlin, wo wir detaillierte OSM-Daten zur Bewertung der Radinfrastruktur erhoben und ausgewertet haben. Ein solcher Index macht Lücken im Netz und somit Handlungsbedarf für die Verkehrsplanung sichtbar und zeigt, wie klein der Bewegungsradius für vulnerable Gruppen wie Kinder auf dem Fahrrad zum Teil ist. Die Eignung von Straßen und Wegen für den Radverkehr rückt im Zuge der Verkehrswende immer weiter in den Fokus von Stadtentwicklung und Verkehrsplanung. Und auch in OpenStreetMap hat sich in den vergangenen Jahren in Punkto Radverkehr viel getan: Vielerorts werden immer mehr und zunehmend vollständige Daten zum Radverkehr erfasst und die Standardisierung entsprechender Tagging-Schemata ist spürbar vorangeschritten. In der Verkehrsplanung, der Wissenschaft und der GIS-Praxis finden sich eine Vielzahl von Fahrrad-Qualitäts-Indizes, die Daten zum Radverkehr mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen analysieren. Für viele werden inzwischen OSM-Daten herangezogen: Entweder, um fahrradfreundliche Strukturen und Umweltfaktoren abzuleiten oder das Wegenetz hinsichtlich vorhandener Radinfrastruktur zu bewerten. Letzteres bietet jedoch meist nur ein eingeschränktes Bild: Denn was sagt es aus, ob es einen physisch separierten Radweg gibt, wenn man nicht einschätzen kann, wie schmal und holperig er vielleicht ist? OSM bietet jedoch eine optimale Datenbank, um auch detaillierte Radwegattribute systematisch und vergleichbar zu erfassen und damit weitergehende Infrastrukturanalysen zu ermöglichen. Während in der Vergangenheit vor allem die Existenz von Radwegen erfasst wurde, geraten zunehmend physische Details wie Breiten, Oberflächen oder Charakteristika der Trennung zu anderen Verkehrsarten in den Fokus. Ein gestiegenes Bewusstsein für den Mehrwert solcher Daten und neue Tools unterstützen diese Tendenz. Diese Fortschritte haben wir zum Anlass genommen, die Entwicklung eines detaillieren, OSM-basierten Radverkehrs-Qualitätsindex zu starten. Damit lassen sich Radnetze vergleichbar analysieren, Lücken im Radverkehrsnetz identifizieren oder anschaulich zeigen, wie klein der Bewegungsradius für vulnerable Gruppen wie Kinder oder ältere Menschen auf Fahrrädern vielerorts noch immer ist. Solche Daten verfügbar zu machen kann einen großen Mehrwert für Planungsprozesse bieten, um gezielte Planungsmaßnahmen mit einer Perspektive auf komplette Netze statt einer Aneinanderreihung von Einzelmaßnahmen zu unterstützen. In unserem Vortrag stellen wir unsere Überlegungen und ersten Ergebnisse für diesen Index vor, den wir in unserer Modellregion Berlin-Neukölln entwickelt, getestet und visualisiert haben. Dieser kann ein Aufschlag sein, um gemeinsam mit der Community einen offenen Index bereitstellen zu können, der sich – entsprechend gut gemappte OSM-Daten vorrausgesetzt – weltweit frei, niedrigschwellig und individuell anpassbar anwenden lässt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QCMXBG/
Alles fit? - Praxiserfahrungen mit GeoHealthCheck (fossgis2024)
Die unabhängige Überwachung der bereitgestellten Geodatendienste ist für anbietende Stellen von großer Bedeutung. Hierfür bietet sich GeoHealthCheck an, das auf Python basiert und auch als Docker-Anwendung existiert. Praxiserfahrungen und Beispiele aus der täglichen Anwendung werden in diesem Vortrag vorgestellt. Sind meine Geodatendienste erreichbar und fehlerfrei? Diese Frage möchte man immer mit „Ja“ beantworten. Für das unabhängige Monitoring bietet sich GeoHealthCheck an, das auf Python basiert und auch als Docker-Container verfügbar ist. In diesem Vortrag werden die Vorteile und auch die noch bestehenden Probleme bei der Verwendung von GeoHealthCheck vorgestellt. Für den täglichen Einsatz gibt es einige Punkte zu beachten, auf die näher eingegangen wird. Durch eigene Anpassungen konnte GeoHealthCheck auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Darüber hinaus wird die Oberfläche anhand von Praxisbeispielen kurz erläutert. Zudem werden Empfehlungen zur Systemarchitektur gegeben, an welcher Stelle GeoHealthCheck untergebracht werden sollte und welche Serverkonfiguration notwendig ist. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GPBPLF/
OSM Mapathon auf der Konferenz der GeodäsieStudierenden (fossgis2024)
Open Data und Open Source Software (z.B. Open Street Map und QGIS) gewinnt im Geodäsie-Studium stetig an Bedeutung. Zum Vergrößern dieses Datenspeichers werden immer öfter Mapathons veranstaltet, z.B. über “Missing Maps”. Dieser Lightning Talk gibt einen kurzen Einblick in die Mapathons der KonGeoS Karlsruhe und Oldenburg (beide 2023). Der Vortrag soll zudem zur Diskussion anregen, wie die OSM-Community und die KonGeoS zukünftig enger zusammenarbeiten können. Open Data und Open Source Software gewinnt im Geodäsie-Studium stetig an Bedeutung. Auch die öffentliche Verwaltung, wie z.B. das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG), stellt seine Daten immer häufiger über das Internet als Open Data zur Verfügung. Open Street Map (OSM) und QGIS stellen hierbei bspw. ein großes Potential als kostenfreier Community-basierter Knowledge Bases und Datenspeicher bzw. in GIS-Analysetools dar. Zum Vergrößern dieses Wissens- und Datenspeichers werden immer öfter Mapathons veranstaltet, z.B. über “Missing Maps”, bei der sich Leute digital versammeln, um Daten zu OSM hinzuzufügen. Diese Daten werden unter anderem Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt um nach humanitären Katastrophen (z.B. Erdbeben) besser unterstützen zu können. Die KonGeoS ist die Konferenz der Geodäsiestudierenden von 22 deutschsprachigen Hochschulen (D-A-CH) und dient als Interessensvertretung der Geodäsie-Studierenden. Ziel der KonGeoS ist die Vernetzung der Studierenden, untereinander sowie mit wichtigen Unternehmen und Verbänden im Bereich der Geodäsie. Die Hauptwirkung der KonGeoS entfaltet sich auf ihren Treffen einmal im Semester, auf denen neben Fachexkursionen, Fachvorträgen, in unterschiedlichen Arbeitsgruppen aktuelle Themen behandelt werden. Eine dieser Arbeitsgruppen ist seit zwei Treffen ein OSM Mapathon. Dieser Lightning Talk gibt einen kurzen Einblick in die Mapathons der KonGeoS Karlsruhe und Oldenburg (beide 2023), insbesondere in Projekte mit den Nummern 14315 (Missing Maps - Earthquake Syria, Recovery Phase, Al-Atarib District (Rural)) und 15478 (Earthquake in Morocco (Project 5)). Insgesamt wurden ca. 1700 Gebäude und Straßen von 50 Teilnehmenden innerhalb von ca. 2 Stunden in Karlsruhe bzw. ca. 1600 Gebäude und Straßen von 30 Teilnehmenden während der KonGeoS Oldenburg digitalisiert. Der Vortrag soll zudem zur Diskussion anregen, wie die OSM Community und die KonGeoS zukünftig enger zusammenarbeiten können und somit auch der geodätische Nachwuchs an die Nutzung (sowie das Mapping) freier Geodaten - insbesondere OSM - herangeführt werden kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SGMSDZ/
Sea-Watch, CivilMRCC and Onefleet - How to map a European Disaster (fossgis2024)
Sea-Watch rettet seit 2015 Menschen im Mittelmeer. Onefleet is ein GIS, welches bei Sea-Watch entstanden ist und jetzt im Rahmen einer Zivilen Senootretungskoordination dabei Hilft, Rettungen zu dokumentieren und koordinieren. Sea-Watch rettet seit 2015 Menschen im Mittelmeer. Onefleet is ein GIS, welches bei Sea-Watch entstanden ist und jetzt im Rahmen einer Zivilen Senootretungskoordination dabei Hilft, Rettungen zu dokumentieren und koordinieren. onefleet repository: https://gitlab.com/civilmrcc/onefleet sea-watch.org civilmrcc.eu about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LQSXGS/
Neue Geoperspektiven nach 10 Jahren digital souveräne Softwareentwicklung am BfS (fossgis2024)
Seit nunmehr 10 Jahren entwickelt das Bundesamt für Strahlenschutz seine Notfallschutzsysteme gemäß einer Entwicklungsstrategie, die digitale Souveränität und Nachhaltigkeit sichert, zu verschiedenen Open Source GIS Projekten Beiträge leisten konnte oder solche selbst entwickelt und veröffentlicht hat. Der Vortrag soll die gemachten Erfahrungen, Erfolgs- und Irrwege, Ausschreibungsstrategien, bis hin zu Betriebskonzepten beleuchten und dabei anregen mehr digitale Souveränität zu wagen. Als das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich vor nunmehr 10 Jahren entschlossen hat seine Notfallschutzsysteme auf Grundlage einer Entwicklungsstrategie die digitale Souveränität und Nachhaltigkeit sichert neu zu entwickeln, war den Beteiligten kaum bewusst wie viele Hürden im Verwaltungshandeln, aber auch bei der Qualifikation der eigenen Mitarbeitenden und durch sich ändernde Rahmenbedingungen zu nehmen sein werden. Jetzt, nach 10 Jahren, befinden sich die Komponenten der Notfallschutzsysteme in einem georedundanten skalierbaren Containerbetrieb, informieren die Öffentlichkeit in Form eines Geoportals, stellen die Daten aber auch als OGC Dienste maschinenlesbar zur Verfügung und bieten dem Fachpersonal spezialisierte Werkzeuge zur effektiven Analyse einer radiologischen Lage zur Verfügung. Der Weg dorthin war sicherlich nicht straight forward, mit unter deprimierend, aber auch spannend. Von den gesammelten Erfahrungen und Anekdoten soll in diesem Vortrag berichtet und erzählt werden und dabei der Bogen von der einfachen ersten Mapserver-Anwendung zum komplexen orchestrierten Open Source Geo-stack gespannt werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QPUWES/
Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze für den nachhaltigen Stadtumbau (fossgis2024)
Angesichts der Anforderungen an einen nachhaltigen zukunftsweisenden Stadtumbau werden im Rahmen des Forschungsprojekts Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze untersucht. Dafür werden diese Flächen unter der Nutzung von Open Data und Open-Source-GIS-Software methodisch erfasst, klassifiziert und bewertet sowie Transformationspotenziale aufgezeigt. Zusätzlich verdeutlichen Best-Practice-Beispiele, wie die Transformation großflächiger Parkplätze gelingen kann. Der ruhende Verkehr beansprucht einen großen Teil der Flächen im städtischen, suburbanen, aber auch ländlichen Raum. Gleichzeitig besteht ein hoher Flächenbedarf für verschiedene städtische Funktionen und die Herausforderung, im Zuge der Klimaanpassung Flächen zu entsiegeln. Vor diesem Hintergrund sowie im Rahmen des nachhaltigen Stadtumbaus werden in einem Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen (BMWSB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze untersucht. Dafür werden diese Flächen erstmalig systematisch erfasst, klassifiziert und bewertet. Die Entwicklung einer innovativen Methodik zur Ermittlung möglicher Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze erfolgt anhand von drei Modellstädten und unter der Nutzung von Open Data. Für die Erfassung und Attribuierung der Parkplatzflächen werden Daten aus dem Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystems (ALKIS), OpenStreetMap (OSM) und Digitalen Orthophotos (DOPs) zusammengeführt. Zusätzlich findet eine Klassifizierung der Oberfläche und die Erkennung von Bäumen durch Bildverarbeitungstechnologien und maschinelles Lernen mittels Open Source GIS Software statt. Dies ermöglicht die Ableitung weiterer Parkplatz-Eigenschaften, wie bspw. des Versiegelungsgrads oder der Unterscheidung von hoher und niedriger Vegetation auf Parkplatzflächen. Solche Eigenschaften spielen im Hinblick auf ökonomische und ökologische Determinanten einer Transformation eine wichtige Rolle. Neben der Erfassung und Klassifizierung großflächiger Parkplatzflächen wird eine Kategorisierung zur systematischen Einordnung und qualitativen Bewertung großflächiger Parkplätze in unterschiedlichen städtebaulichen Zusammenhängen angestrebt. Zeitgleich verdeutlichen Best-Practice-Beispiele, wie die Transformation solcher Flächen gelingen kann und unter welchen Bedingungen diese Transformationen auch andernorts umgesetzt werden können. Konkrete Beispiele von bereits umgesetzten Lösungsansätzen werden dafür veranschaulicht, eingeordnet und bewertet, um Akteuren aus Politik und Stadtentwicklung fundierte Unterstützung für mögliche Umsetzungen zu liefern. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SJRPCR/
ohsomeNow: OSM-Daten in Echtzeit analysieren (fossgis2024)
Wir wollen "ohsomeNow" vorstellen und zeigen wie wir den Datenstrom, den die OSM-User minütlich produzieren, effizient analysieren und visualisieren können. Wir wollen einen kurzen Einblick in unsere Echtzeit-Streaminganwendung "ohsomeNow" geben. Im Vergleich zu unseren vergangenen Arbeiten steht hier nicht die Historie der OpenStreetMap-Daten im Vordergrund, sondern liegt der Fokus vielmehr auf dem "Jetzt". Was passiert gerade in OSM und wie können wir den Datenstrom, den die OSM-User minütlich produzieren, effizient analysieren und darstellen? Wenn die Zeit es erlaubt, würden wir im Lightning-Talk auch einen kurzen Ausblick geben, für welche Anwendungsbereiche (z.B. Vandalismus-Detektion, Statistiken für Mapathons, Routinganwendungen) die Echzeitanalyse von OSM-Änderungen nützlich sein könnte. Teile des Projektes finden sich bereits auf GitHub: - https://github.com/GIScience/ohsome-now-stats-service - https://github.com/GIScience/ohsome-now-stats-frontend about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/HGCDEH/
KI am Arbeitsplatz (dgna)
Algorithmische Systeme werden zunehmend am Arbeitsplatz eingesetzt. Die Geschäftsführung verspricht sich mehr Effizienz, bessere Transparenz, und Kontrolle. Gewerkschaften und Aktivist:innen stehen diesen Trends skeptischer gegenüber. Eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen, die von AlgorithmWatchCH und der Gewerkschaft syndicom in Auftrag gegeben wurde, warnt nun auch vor neuen Risiken, die sich am Arbeitsplatz stellen. Wie können wir diese Risiken eindämmen? Inwiefern können algorithmische Systeme die menschliche Arbeit fördern ohne sie zu kontrollieren oder Schaden anzurichten? Daniel Hügli (syndicom) erklärt uns, welche Chancen und Risiken mit dem algorithmischen Wandel auf die Arbeitswelt zukommen, und welche Rolle die Mitarbeitenden dabei einnehmen können. Bei der Aufzeichnung gab es technische Probleme. Leider fehlt von 18:57 bis 22:25 und von 25:43 bis 26:12, sowie von 26:31 bis 27:39 der Ton. about this event: https://www.digitale-gesellschaft.ch/event/netzpolitischer-abend-zu-ki-am-arbeitsplatz/
Die Berechung der Welt, Generierung von Pseudo-Tags für den BRouter (fossgis2024)
Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Liste der Vortragenden mit Titel folgt, sobald wir den vom Zettel ins Programm übertragen haben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TUZYXY/
Ein WanderwegeGIS für den Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein. (fossgis2024)
Der Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein betreut ein Wegenetz mit über 4000 Routen in NRW. Umgesetzt mit QGIS und PostGis, können Ehren- und Hauptamtliche jetzt gemeinsam auf den Datenbestand zugreifen, Wege editieren, umbennenn und als Tracks exportieren. Auf jedem Trassenabschnitt sind die Wegesysmbole der jeweiligen Routen zu sehen. Über ein Python-Plugin werden komplexe Prozesse einfach umsetzbar. Der Sauerländischen Gebirgs - und Wanderverein betreut ein Wegenetz mit über 4000 Routen. Umgesetzt mit QGIS und PostGis, können Ehren- und Hauptamtliche jetzt gemeinsam auf den Datenbestand zugreifen, Wege editieren, umbennenn, als Tracks exportieren sowie verschiedene Auswertungen und Kartenexporte umsetzen. Auf jedem Trassenabschnitt sind die Wegesysmbole der jeweiligen Routen zu sehen. Über ein Python-Plugin werden komplexe Prozesse einfach umsetzbar. Berichtet wird über den Projektaufbau und die Schwierigkeiten, aus tausenden von wirren GPX-Tracks ein gut wartbares Netz zu bauen, in dem die unterschiedlichen Routen auf einer Trassengeometrie attributiert sind. Eine Anforderung war, dass Routen mit wenigen Klicks neu angelegt und umbenannt werden können. Bei der Routen-Anlage wird ein grobes Polygon erstellt, um das Gebiet zu definieren, durch welches die Route verläuft. Nur in dem so deffinierten Gebiet, erscheint die jeweilige Route in der QGIS-Eingabemaske und kann Trassenabschnitten zugeordnet werden. Gespeichert wird die Routenzuordnung der Trassensegmente in einem Array. Die Wegezeichen werden als Punktlayer über ein Materalized View umgesetzt. Immer wieder mussten komplexe Abläufe, die über PostGis-SQL und die QGIS-Processing verwirklicht werden, für die einfache Anwendung in ein Plugin integriert werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BT8Z7P/
Jede(r) sollte einen Spatial Datathon organisieren! (fossgis2024)
Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Liste der Vortragenden mit Titel folgt, sobald wir den vom Zettel ins Programm übertragen haben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/XVCPAW/
GeographyForFuture: Mit Geodaten Politik machen (fossgis2024)
Geodaten und Karten sind die Basis für politische und gesellschaftliche Entscheidungen. Sie produzieren und reproduzieren soziale Wirklichkeiten und lenken unser alltägliches Handeln. Aber wir können Geodaten auch für den Kampf für eine bessere Welt nutzen. Woher die Macht von Geodaten kommt und wie wir Geodaten politisch nutzen können, sind die Themen des Talks. Geodaten und (digitale) Karten haben in den letzten Jahrzehnten eine Schlüsselstellung in der Entwicklung unserer Gesellschaft eingenommen. Geodaten sind wichtiger Bestandteil bspw. in der Umweltüberwachung, der Nutzung natürlicher Ressourcen, der Verkehrsplanung, der Raumplanung u.v.m. und sind damit Basis politischer und gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse. Kommerzielle Anwendungen, die auf Geodaten aufbauen, wie Google oder Apple Maps, sind mittlerweile selbstverständliche Teile unseres Lebens geworden und lenken unser alltägliches Handeln. Damit sind Geodaten auch wichtige Bestandteile datengetriebener Geschäftsmodelle geworden. Sie werden aber auch für rassistische Praktiken, staatliche und private Repressionen und Überwachung genutzt. Wer also die Hoheit über Geodaten besitzt oder über die Kenntnisse verfügt, Geodaten zu sammeln und zu generieren, hat die Macht, politische Entscheidungen zu beeinflussen, Weltbilder zu produzieren und unser alltägliches Leben zu lenken. Doch warum ist das so? Wie können wir uns Geodaten - aus den Bereichen OpenData, Informationsfreiheit und Citizen Science - zu Nutze machen als Werkzeug im Kampf für eine bessere Welt? Dafür möchte der Vortrag einige Antworten geben und zeigen, wie wir Geodaten und Karten für den Kampf für eine bessere Welt nutzen können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BFPLZH/
QGIS Web Client 2 (QWC2) - Neues aus dem Projekt (fossgis2024)
Dieser Vortrag stellt den QWC2 vor und zeigt, wie einfach es ist, eigene QGIS-Projekte im Web zu veröffentlichen. Es wird ein Überblick über die QWC2-Architektur gegeben. Dabei ist es auch eine Gelegenheit, die letzten neuen Funktionen, die im letzten Jahr entwickelt wurden, und die Ideen für zukünftige Verbesserungen zu entdecken. QWC2 (QGIS Web Client 2) ist die offizielle Webanwendung des QGIS Projektes. Es ermöglicht Ihnen, dank des QGIS Server, ihre Projekte mit demselben Rendering wie QGIS Desktop im Internet zu veröffentlichen. Die Umgebung besteht aus einem modernen responsiven Frontend, das in JavaScript auf Basis von ReactJS und OpenLayers geschrieben wurde, und mehreren serverseitigen Python/Flask-Microservices, die die Grundfunktionalitäten von QWC2 und QGIS Server erweitern. QWC2 ist modular und erweiterbar und bietet sowohl eine Standard-Webanwendung als auch ein Entwicklungs-Framework. Sie können einfach und leicht mit der Demo-Anwendung beginnen und dann Ihre Anwendung nach Belieben anpassen, je nach Ihren Bedürfnissen und Entwicklungsfähigkeiten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/CZUHAB/
CartoHack Live: OSM-basierten Karte mit QGIS und PostGIS erstellen (fossgis2024)
Die Arbeitsschritte für die Herstellung einer typischen OSM-basierte Karte im Maßstab 1:10.000 bis 1:100.000 gleichen sich im Wesentlichen: Es müssen Daten von OpenStreetMap aufbereitet, generalisiert und signaturiert werden. Das Projekt "Graubrot" bietet hierfür eine Ausgangsbasis mit einer Konfiguration für osm2pgsql für den Datenimport, einem Datenschema in PostgreSQL/PostGIS und einer ersten Visualisierung in QGIS. Die Arbeitsschritte für die Herstellung einer typischen OSM-basierte Karte im Maßstab 1:10.000 bis 1:100.000 gleichen sich im Wesentlichen: Es müssen Daten von OpenStreetMap aufbereitet, generalisiert und signaturiert werden. Die typischen benötigten Ebenen wie Gewässer, Straßen, Gebäude und Verwaltungsgrenzen bleiben dabei Konstanten. Das Projekt "Graubrot" bietet hierfür eine Ausgangsbasis mit einer Konfiguration für osm2pgsql für den Datenimport, einem Datenschema in PostgreSQL/PostGIS und einer ersten Visualisierung in QGIS. Beispiele für Generalisierungen der Ebenen liegen bei und können bei Bedarf angepasst werden. Ebenfalls wird die Möglichkeit von Aktualisierungen und gleichzeitiger Anpassung von Objekte thematisiert. Der CartoHack ist eine Veranstaltungsreihe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie. Weitere Infos und Veranstaltungen auf der [Webseite](https://visualisierung.dgfk.net/de/events/cartohack/). about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/79LWHT/
Malen nach Zahlen – Landnutzungserfassung in OpenStreetMap in Deutschland (fossgis2024)
Der Vortrag widmet sich einer Bestandsaufnahme der Landnutzungs-Erfassung in OpenStreetMap in Deutschland mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Erfassungsmethoden. Er beantwortet folgende Fragen: Welcher Erfassungsstil (Trennen, Kleben, intensiver Multipolygon-Gebrauch) in dominiert? Gibt es regionale Unterschiede? Wie alt sind die Landnutzungsflächen? Wie viel Fläche ist doppelt erfasst, wie fragmentiert sind die Flächen? Mit vielen verschiedenen Farbtönen stellen manche Kartenstile die Landnutzungserfassung in OpenStreetMap da und motivieren Mapper zur flächendeckenden Erfassung der Landnutzung bzw. Landbedeckung. Aber wie wird die Landnutzung in OpenStreetMap erfasst? Zwar erfolgt die Landnutzungserfassung fast immer mit Polygonen und die Liste an Tags ist recht übersichtlich. Danach beginnt jedoch die Vielfalt. Die einen Mapper lassen Landnutzungsflächen am Straßenrand enden, andere zeichnen die Polygone bis fast zur Straßenmitte und dritte verbinden die Polygone mit den als Ways erfassten Straßen(achsen). Der Vortrag widmet sich einer Bestandsaufnahme der Landnutzungs-Erfassung in OpenStreetMap in Deutschland mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Erfassungsmethoden. Welcher Erfassungsstil (Trennen, Kleben, intensiver Multipolygon-Gebrauch) dominiert? Gibt es regionale Unterschiede? Wie alt sind die Landnutzungsflächen in OpenStreetMap? Wie viel Überlappung gibt es und kann man das überhaupt so genau sagen? Wie fragmentiert wird erfasst und wie präzise wird gezeichnet? Wie viele Einbaum-Wälder gibt es? Neben der Analyse des Status quo wird der Vortrag auch einen Blick auf die historische Entwicklung der Erfassungsstile bieten. Eine qualitative Analyse (z.B. Genauigkeit der Klassifikation) ist nicht Gegenstand des Vortrags. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/B33EX8/
Klimatische Zeitreihenanalyse zur Modellierung von Ökoregionen (fossgis2024)
Das Ziel dieser Studie war die Identifikation von Gebieten in Nordafrika, die in Bezug auf Überträger neuartiger Krankheiten besonders überwacht werden sollten. Dazu wurden Zeitreihen verschiedener Fernerkundungsdaten zu Umwelt und Klima aufbereitet, mit deren Hilfe Ökoregionen klassifiziert und identifiziert werden können. Mit einer vergleichenden Risikoanalyse konnten anschließend entomologische Überwachungsprogramme angepasst und optimiert werden. Im Rahmen des WOAH Projektes "Defining Ecoregions and Prototyping an EO-based Vector-borne Disease Surveillance System for North Africa (PROVNA)" hat das italienische Istituto Zooprofilattico Sperimentale of Abruzzo and Molise “G. Caporale” (IZS-Teramo) Ökoregionen in Nord-Afrika klassifiziert. Mit einer Risikoanalyse, die ähnliche Umwelt- und Klima-Bedingungen berücksichtigt, konnten entomologische Überwachungsprogramme für Krankheitsüberträger angepasst und optimiert werden. Für die Bestimmung dieser Umwelt- und Klima-Bedingungen wurden Zeitreihen von Fernerkundungsdaten für die Jahre 2018 bis 2022 erstellt. Konkret wurden Bodentemperatur für Tage und Nächte, ein normierter differenzierter Vegetationsindex (NDVI), Bodenfeuchte, ein normierter differenzierter Wasserindex (NDWI) sowie Niederschlagsmenge erfasst und auf 250 Meter räumliche Auflösung bzw. 16 Tage zeitliche Auflösung harmonisiert. Der Schwerpunkt dieses Vortrags liegt auf den unterschiedlichen Methoden zur Harmonisierung der verschiedenen Datensätze. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LYJTB9/
Altkartenanalyse für einen nachhaltigen Klimaschutz – Entwicklung eines QGIS-Plugins (fossgis2024)
In einem neuen Gemeinschaftsprojekt zwischen IÖR und BKG wird untersucht, in welchem Maße sich die Landbedeckung in Deutschland vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute verändert hat. Dazu werden Methoden erarbeitet, um Karteninhalte aus digitalisierten Altkartenbeständen automatisiert zu extrahieren.Die im Projekt entstehenden Ergebnisse werden als offene Geodaten, die Methoden in einem QGIS Plug-In bereitgestellt. Die Klimaforschung benötigt, wie auch andere Disziplinen der Erdsystemforschung, Zeitreihendaten über lange Zeiträume. Der Klimaforschung fehlen derzeit flächendeckende, hochaufgelöste Daten zur Landnutzung bzw. Landbedeckung der letzten Jahrhunderte für die Verbesserung der Erdsystemmodellierung. Der Landnutzungskomponente und speziell dem anthropogenen Landwandel kommt eine bedeutende Rolle zu, insbesondere seit dem Beginn der Industriellen Revolution. Eine wichtige Datenquelle für die Zeit vor den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts sind kartographische Abbildungen der Erdoberfläche in Form archivierter topographischer Kartenwerke. Die Georeferenzierung topographischer Karten, das Extrahieren der Landbedeckungsformen verschiedener Zeitabschnitte und deren Klassifizierung bilden die Grundlage für diese vergleichenden Analysen. Der Analyseprozess ist aufgrund der großen Datenmengen nur automatisiert durchführbar. Die räumliche und zeitliche Analyse des sehr unterschiedlichen Kartenmaterials, stellt eine große Herausforderung dar. Diese reicht von der Beschaffung der Karten, über den semantischen Abgleich, bis hin zu nicht immer geklärten Lizenzrechten. Besonderes Augenmerk ist auf die Darstellung der Validität der Ergebnisse zu legen. Da es sich um ein relativ junges Fachgebiet handelt, gibt es noch keine automatisierten Lösungen. In einem neuen Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR) werden nun Methoden entwickelt und aus analogen Karten abgeleitete Daten bereitgestellt. Ziel des Projektes ist, zu ermitteln, in welchem Maße sich die Landbedeckung in Deutschland vom Anfang des 19. Jahrhundert bis heute verändert hat. Das Projekt greift auf die ältesten verfügbaren Landesaufnahmen zurück und ergänzt die Zeitreihen des IÖR-Monitors durch Daten, die aus historischen Kartenwerken zu entnehmen sind. Das Projekt wird mit Open Source Software durchgeführt. Die Ergebnisse werden im IÖR-Monitor als Open Data, die Analysealgorithmen auf GitHub als Open Source bereitgestellt. Zu Erweiterung der Methodenforschung mit KI-Technologien, hat das BKG auch ein Forschungsprojekt unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover und der Jade Hochschule gestartet. Da die Dekarbonisierung ein unverzichtbares Element eines nachhaltigen Ökosystems ist, wird besondere Aufmerksamkeit auf Daten gelegt, die für den Dekarbonisierungsprozess genutzt werden können. Die Kohlendioxid-Speicherkapazität der Wälder ist unter anderem vom Alter eines Waldes abhängig. Aus diesem Grund ist die Darstellung der Entwicklung von Waldgebieten im Fokus unserer Studie. Um die Renaturierung vor Mooren als bedeutende CO2-Speicher zu fördern, werden verlässliche Informationen über ehemalige Moorflächen geliefert. Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der Machbarkeitsstudie, in der die vier Bundesländer Sachsen, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen untersucht werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/KPLVSC/
Gefälschte Papiere - Daten verfälschen, um eine richtige Print-Karte zu erzeugen (fossgis2024)
Eine gedruckte Karte unterscheidet sich in sehr vielen Punkten, die nicht immer offensichtlich sind, von einer Online-Karte. Häufig müssen dafür die Daten manipuliert werden, und nicht immer ist das automatisch möglich. Der Vortrag befasst sich mit den Unterschieden zwischen beiden Kartendarstellungen, die unabhängig von der eingesetzten Software insbesondere darin bestehen, dass die Paper-Karte einen festen Maßstab hat und einem bestimmten Zweck dient, sie kann nicht vom Betrachter gefiltert oder gezoomt werden. Darüber hinaus ergibt sich noch eine Vielzahl von Fallstricken, wenn man OSM-Daten in einem ansprechenden Design drucken will. Aus Maßstab und Zweckbestimmung ergibt sich zunächst einmal eine Vorauswahl des Koordinatenbezugssystems und der darzustellenden Objekte, wobei letztere Auswahl auch abhängig vom darzustellenden Gebiet und der Objektdichte ist. In Abhängigkeit vom Maßstab können oder müssen Objekte generalisiert werden. Weitere Tücken bestehen in der Darstellung von Brücken, deren Breite nicht zu den Symbolen darunter passt, maßstäblich zu enger Dichte von darzustellenden Objekten, insbesondere parallelen Verkehrswegen, der Zuordnung separat gemappter Wege zueinander (mehrere Fahrbahnen, Radwege, Fußwege), Aufeinander folgende Einmündungen (15 m hinter der Abzweigung nach rechts geht links die Straße ab) müssen so dargestellt werden, wie sie in der Praxis erlebt werden, auch wenn das maßstäblich falsch ist. Symbole müssen, falls erforderlich, abhängig von ihrer Funktion und der Objektdichte so verschoben werden, dass dem Betrachter ihr Zweck und ihre Funktion möglichst sofort erkennbar ist. Eine Aufgabe für sich ist die Beschriftung, die nicht nur aus Platzgründen nicht immer automatisch erzeugt wird und außerdem so platziert werden sollte, dass keine wichtigen Objekte verdeckt werden. Zum Abschluss sollte eine Print-Karte noch ein Finish (Randbeschriftung, Titel, Legende, Sonder-Ausschnitte, Rückseite etc.) erhalten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/DX7YSZ/
qgis-js - QGIS im Browser dank WebAssembly (fossgis2024)
qgis-js ist eine Portierung von QGIS Core zu WebAssembly um es in modernen Browsern auszuführen. Dieses Setup ermöglicht die Integration von praktisch allen denkbaren Geo-Formaten und dynamische kartografische Darstellungen auf höchsten Niveau ganz ohne (QGIS-)Server. Im Rahmen des Vortrags werden die verwendeten Technologien sowie die Architektur kurz vorgestellt, um anschliessend die neuen Möglichkeiten und Integration anhand interaktiven Beispielen aufzuzeigen. Das Projekt wurde an der QGIS User Conference in 's-Hertogenbosch (NL) im April 2023 von Martin Dobias, Andreas Neumann und Michael Schmuki initiert und konnte im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für das Institut für Kartografie und Geoinformation der ETH Zürich über den Sommer zu einem funktionalen Prototypen ausgebaut werden. qgis-js wurde mittlerweile über die QGIS Organisation auf GitHub publiziert und steht zur freien Verwendung als JavaScript/TypeScript Bibliothek auf npm zur Verfügung: qgis-js Website: https://qgis.github.io/qgis-js/ qgis-js Repository: https://github.com/qgis/qgis-js Ziel des Vortrages ist das Projekt der FOSSGIS Community vorzustellen um neue Nutzer und potentielle Contributer zu begeistern. Als erstes werden das Projekt, sowie die verwendeten Technologien und Architektur vorgestellt (Emscripten, vcpkg, pnpm, Vite). Zahlreiche interaktive Demos zeigen wie das Projekt in eine bestehende Web-Applikation integriert werden kann, wie die QGIS API mit JavaScript/TypeScript verwendet werden kann und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Nachdem auf die bereits funktionierenden Features eingegangen wurde, schliesst der Vortrag mit einem Ausblick auf noch offene Punkte und die weitere Roadmap des Projekts. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/NTFVWQ/
User-Analyse mit der Overpass API: Zwischen Vandalismus-Verfolgung und Stalking (fossgis2024)
Erstmals im Jahr 2023 haben große Zahlen neuer Userkonten haben große Mengen Daten in OpenStreetMap in Kriegsgebieten kaputt editiert. Vorher hatte es nur Streit zwischen einzelnen Mappern oder gut gemeinte missglückte Massendits gegeben. Bisher hat die Overpass API ihre Funktionalität daran orientiert, unbeherrschten Mappern keinesfalls Werkzeuge für Massenedits anzubieten. Exisiterende Möglichkeiten gegen Vandalismus werden gezeigt und zukünftige Features der Overpass API erwogen. Im Jahr 2023 ist die OpenStreetMap-Datenbank erstmals heimgesucht worden von organisiertem Vandalismus: sowohl am Rande des Ukraine-Krieges als auch der Gazastreifen-Kämpfe haben große Zahlen neuer Userkonten große Mengen Bestandsdaten kaputt editiert, und die Beseitigung des Vandalismus hat anschließend länger gedauert als deren Verursachung. Im Gegensatz dazu hat es bisher vor allem Konflikte zwischen einzelnen Mappern um Details gegeben sowie gelegentlich wohlmeinde missglückte Massenedits und Importe. Das stellt die bisherige Politik infrage, die Funktionalität der Overpass API daran zu orientieren, unbeherrschten Mappern keinesfalls Werkzeuge für Massenedits anzubieten. Es wird gezeigt, welche Möglichkeiten gegen Vandalismus es ohnehin schon gibt und abgewogen, wo zukünftige Features der Overpass API sinnvoll sein könnten. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/Z9ES88/
KI, GIS, EO & FOSS: Erfahrungen & offene Fragen rund um artifizielle Intelligenz (fossgis2024)
Im Vortrag wollen wir die faszinierende Welt der künstlichen Intelligenz (KI) im Kontext von Geoinformationssystemen (GIS) & Earth Observation (EO) betrachten. Gemeinsam wollen wir (keine KI-Experten, aber reichlich Praxiserfahrung) Begriffe klären, konkrete Anwendungsbeispiele vorstellen und dabei auch wichtige offene Fragen zur Diskussion stellen. Dieser Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise durch die spannende Umbruchszeit, in der sich auch unsere Branche befindet und soll Diskurs anregen. Unser Vortrag "KI, GIS, EO & FOSS: Erfahrungen & offene Fragen rund um artifizielle Intelligenz" wirft einen Blick auf die aufregenden Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz und deren Anwendung in Geoinformationssystemen und Earth Observation. Wir möchten klarstellen, dass die Vortragenden Praktiker und Entwickler sind, nicht aber ausgewiesene KI-Experten. Unsere Betrachtung der Branche, langjährige Erfahrung sowie unser Streben nach Innovation haben uns jedoch dazu motiviert, dieses spannende Thema zu erkunden und unsere Erfahrungen zu teilen. Unsere Präsentation beginnt mit einer Klärung von Begriffen wie KI, Machine Learning und Deep Learning, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Wir werden auch einige prominente KI-Produkte/Software (z.b. ChatGPT, Dall-E 2, Midjourney usw.) kurz erläutern. Anschließend werden wir eigene konkrete Beispiele für KI-Anwendungen in GIS und EO präsentieren, darunter die Generierung von Trainingsdaten für Bildklassifikationen und die Nutzung von textbasierter KI zur Unterstützung bei der Programmierung. Darüber hinaus möchten wir wichtige offene Fragen diskutieren und Feedback von der Community sammeln. Themen wie Lizenzierung von KI-generiertem Code, Überprüfbarkeit von KI-Entscheidungen (deshalb mögen wir doch FOSS auch so sehr), ethische Aspekte und vielleicht auch die Zukunft unserer Branche stehen im Mittelpunkt. Unsere Präsentation soll zum Nachdenken anregen und den Dialog über die Chancen und Herausforderungen der KI in unserem Umfeld fördern. Wir freuen uns darauf, weitere Aspekten in sich hoffentlich anschließenden Folgediskussionen zu ergründen. Hinweis: Diese Einreichung wurde mithilfe von ChatGPT erstellt. Zu den [Slides](https://terrestris.github.io/fossgis2024/talks/2024-03-21-tawalika-jansen-ki-gis-eo-foss-erfahrungen-fragen.html) about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/W3T8WA/
Gewässerunterhaltung managen mit QGIS, PostGIS und QField (fossgis2024)
Der Unterhaltungsverband „Mittlere Hase“ betreut im Verbandsgebiet 689 Gewässerkilometer. Für die Planung und die Erfassung von Arbeitsständen und -zeiten werden neben QGIS eine PostGIS Datenbank und mobile Endgeräte mit der Software QField eingesetzt. Da im Gelände offline gearbeitet wird werden erfasste Daten über eine eigens entwickelten App und Funktionen der GBD Websuite täglich synchronisiert. Die so gesammelten Daten dienen dem Management sowie der Abrechnung durch die Buchhaltung. In Niedersachsen werden auf Basis des § 63 des Niedersächsischen Wassergesetzes die Gewässer von aktuell 109 Unterhaltungsverbänden unterhalten. Zu den Aufgaben gehört die Gewässerpflege und Entwicklung sowie die Abflusssicherung. Dabei sind Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes zu berücksichtigen. Der Unterhaltungsverband 97 „Mittlere Hase“ betreut in dem 77.750 ha großen Verbandsgebiet an 1.942 Gewässern. Um die zahlreichen maschinengestützten Aufgaben im Gelände zu planen und zu überwachen setzt der Verband seit Jahren QGIS ein. Zur Optimierung und Vereinfachung der Arbeiten werden die Daten in einer PostGIS Datenbank verwaltet. Hier werden Maßnahmen zur Gewässerpflege erfasst und über QGIS visualisiert. Die Daten werden für die Feldarbeit an mobile Endgeräte mit der Software QField übertragen um die Informationen für durchzuführende Maßnahmen an Mitarbeiter zu übergeben. Im Gelände wird der Arbeitsstand am Gewässer sowie die Arbeits- und Maschinenzeiten durch die Mitarbeiter erfasst. Auch neue Geoinformationen und Sachdaten können für den Informationsaustausch gesammelt und hochgeladen werden. Da im Gelände offline gearbeitet werden muss, werden diese Daten täglich synchronisiert. Technisch möglich ist dies durch die Entwicklung einer App zum Datentransfer und Funktionen der GBD Websuite. Die so gesammelten Daten dienen der Planung und dem Management der Arbeiten sowie der Abrechnung der Arbeiten über die Buchhaltung und stellen so einen zentralen Baustein im Verband dar. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/UYCYUV/
Zerstörte Städte: Historische Karten des Zweiten Weltkriegs in QGIS analysieren (fossgis2024)
Historische thematische Karten auf Basis der gleichen Stadtgrundkarte bilden eine Multi-Layer-Geodatenbank auf Papier. Wir zeigen, wie wir diese Kartensätze in QGIS als Thick/Deep Map erfassen und für die denkmalwissenschaftliche Forschung aufbereiten und nutzen. Im Zweiten Weltkrieg haben die Stadtplanungsämter auf Stadtplänen die Schäden von Luftangriffen kartiert, um Aufräumarbeiten, nutzbaren Wohnraum, aber auch zukünftigen Neubau zu planen. Für die Stadt Nürnberg liegen uns eine Reihe von Schadensplänen und andere thematische Karten auf Grundlage der gleichen Stadtgrundkarte vor, die unter anderem die Zunahme der Schäden nach aufeinanderfolgenden Luftschlägen dokumentieren. Im Rahmen des UrbanMetaMapping-Projekts¹ zu Kriegsschadenskartierungen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit am Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und –technologien (KDWT)² kartieren wir die Altstadt Nürnbergs hausgenau in QGIS und erstellen durch Überlagerung und Annotierung der unterschiedlichen thematischen (Schadens-)Karten eine Thick Map / Deep Map als Arbeitsgrundlage für weitere Forschungsfragen. Die Überführung der Papierkarten in GIS bietet uns zahlreiche Vorteile: GIS bietet einfache Möglichkeiten für Bemaßung/Quantifizierung, z.B. um das Ausmaß von Zerstörungen quantitativ zu erfassen. Die Überlagerung der unterschiedlichen thematischen und Schadens-Karten erlaubt die Darstellung zeitlicher Abläufe wie auch die Abfrage von Querbeziehungen zur Verknüpfung unterschiedlicher Kartenthematiken. Damit lassen sich qualitative Aussagen sowohl über den Inhalt der Karten als auch die Kartierung selbst treffen. Unser Vortrag soll einen Einblick in die Nutzung von QGIS für Fragestellungen in der Denkmalwissenschaft bieten. So haben wir durch die Analyse in QGIS in einer Abfolge von Schadenskarten Ungenauigkeiten entdeckt: zuvor kartierte Schäden tauchen in einer späteren Karte nicht auf, was Fragen zur Kartierungsqualität aufwirft. Die Verknüpfung unterschiedlicher thematischer Karten ermöglicht die Überprüfung verschiedener Hypothesen aus dem Bereich Denkmaltheorie: Welche zuvor als historisch wertvoll verzeichneten Gebäude wurden beispielsweise mit welcher Schadenskategorie belegt und wurden diese Gebäude möglicherweise bevorzugt wiederaufgebaut? Wurden Gebäude als total zerstört klassifiziert, wenn sie möglichen Stadtneuplanungen im Weg standen? Die Datenerfassung stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen: So wurden auf manchen Karten Gebäudeteile (z.B. Fassaden) getrennt als (un-)zerstört markiert. Wie sollen wir diese erfassen? Ist eine Erhöhung der Granularität auf Gebäudeteile bei vertretbarem Aufwand sinnvoll? Wie gehen wir mit zerstörten und wieder aufgebauten Gebäuden um, vor allem wenn das neue Gebäude das alte nicht exakt ersetzt? Wie ordnen wir hier den zeitlichen Ablauf zu, welche Möglichkeiten bietet QGIS für die Abbildung dieser zeitlichen Verläufe? Die Erfassung der Pläne als GIS-Karte hat zudem Vorteile für die Publikation: Die Copyright-Situation dieser alten Pläne ist sehr unübersichtlich, eine Veröffentlichung häufig nicht möglich. Die GIS-Daten können wir frei nutzen und sowohl als Datensatz als auch als Bild verbreiten und zur Verfügung stellen. __ ¹ https://urbanmetamapping.uni-bamberg.de/ ² https://www.uni-bamberg.de/kdwt/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LAFWWV/
Geografische PostgreSQL Erweiterungen: pgRouting und PostGIS (fossgis2024)
In diesem Vortrag werden wir einen zielführenden Einblick in pgRouting und PostGIS geben und anhand von Beispielen aus der Praxis einen kurzen Weg durch mögliche Einsatzgebiete von pgRouting finden. In modernen Applikationen werden geographische und räumliche Daten immer wichtiger, welche effizient in einer Datenbank gespeichert und verarbeitet werden müssen. PostGIS, als Erweiterung von PostgreSQL für geographische und räumliche Daten, bietet diese Möglichkeit. In Kombination mit pgRouting wird eine Routing-Funktionalität innerhalb einer PostgreSQL Datenbank ermöglicht. Mit den oben genannten Möglichkeiten für die Verarbeitung und Auswertungen können z.B. räumliche Daten aggregiert werden oder die Fragen "Welches ist der kürzeste Weg von Punkt A nach Punkt B?” beantwortet werden. PostGIS und pgRouting sind Open-Source und werden unter der GNU General Public License veröffentlicht. Der Unterhalt und die Weiterentwicklung werden durch eine grosse Community seit 23 Jahren gewährleistet. Als Extensions lassen sich beide in PostgreSQL integrieren und können dann von einer Vielzahl an Software Produkten weiter verwendet werden. In diesem Vortrag werden wir einen zielführenden Einblick in pgRouting und PostGIS geben und anhand von Beispielen aus der Praxis einen kurzen Weg durch mögliche Einsatzgebiete von pgRouting finden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/S3DX3P/
Evaluierung von Hausumringen: ALKIS, OSM, Microsoft und unsere KI im Vergleich (fossgis2024)
Um automatisiert Hinweise zur Aktualisierung der ALKIS-Daten zu erhalten, werden bei der Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) die Ergebnisse einer „KI-Gebäudeerkennung“ mit den amtlichen Hausumringen verglichen. Dazu wurde eine Reihe von Metriken entwickelt. Mit denselben Metriken haben wir auch andere frei verfügbare Datensätze (z.B.: OSM) ausgewertet, bestehende Differenzen analysiert und daraus Aussagen über Vollständigkeit, Aktualität und Genauigkeit der jeweiligen Hausumringe abgeleitet. Im Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) wird eine „KI-Gebäudeerkennung“ entwickelt, um auf Grundlage von digitalen Orthophotos (DOP) den Gebäudebestand im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) zu aktualisieren. Dabei müssen systematisch die Differenzen zwischen den von der KI erkannten Gebäuden und den Hausumringen aus ALKIS berechnet werden. Diese Differenzen liefern Hinweise auf Unstimmigkeiten in den ALKIS-Daten. Verwendet man manuell erzeugte Referenz-Daten, erlauben die Differenzen dagegen eine Beurteilung der Qualität der KI-Modelle. Um die Differenzen zwischen den beiden Datensätzen quantifizieren zu können, nutzen wir eine Reihe von Metriken: Darunter Standards wie Intersection over Union (IoU), Mean Average Precision und F1-Score, sowie Ähnlichkeiten der geometrischen Eigenschaften der Hausumringe. Für die Berechnung dieser Metriken haben wir auf Grundlage von GeoPandas und weiterer Open Source Software ein Python-Package entwickelt, welches wir bereits produktiv einsetzen. Dieses Tool erlaubt uns auch einen Vergleich mit anderen frei verfügbaren Datensätzen (wie z.B. den Gebäuden aus OSM oder Microsofts Building Footprints). Es ist damit möglich, gezielt für ein Gebiet die Übereinstimmung der Hausumringe zwischen den jeweiligen Datensätzen zu messen. Im Vortrag vergleichen wir die Qualitiät bzw. die Übereinstimmung der Hausumringe der jeweiligen Datensätze anhand von Daten aus Niedersachsen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TJQQ8L/
QKan - Kanalkataster und Planungssystem für QGIS (fossgis2024)
Das Planungssystem "QKan" wird seit nun bereits 7 Jahren entwickelt. Es dient der Datenaufbereitung für und der Ergebnisdarstellung von hydraulischen Simulationen zu kommunalen Entwässerungssystemen und beinhaltet zahlreiche Datenaustauschformate. Neu entwickelt werden aktuell die Zustandserfassung und -bewertung von Kanalnetzen sowie die 2D- und 3D-Ergebnisdarstellung von gekoppelten Kanalnetz- und Oberflächenabflusssimulationen. QKan besteht aus zahlreichen QGIS-Plugins sowie einer SpatiaLite-Datenbank. Mit QKan können kommunale Kanalnetze erfasst und neu geplant werden oder über eine der zahlreichen Schnittstellen importiert werden. Für den hydraulischen Nachweis mit mehreren der in Deutschland gängigen Simulationsprogramme besteht ein Workflow zur Datenaufbereitung, der auf der Nutzung von frei verfügbaren Geodaten (Flurstücke, Straßen, Gebäude) oder vergleichbarer Geodaten aus anderen Quellen basiert. Für das Simulationsprogramm "HYSTEM-EXTRAN" (ITWH, Hannover) ist eine Visualisierung und Animation der Ergebnisse integriert, die sich seit kurzem auch auf die 3D-Visualisierung und Animation von gekoppelten Simulationen erstreckt. Da ein QKan-Projekt lediglich aus Projektdatei und der SpatiaLite-Datenbank besteht, können die Projektdaten einfach weitergegeben werden. Zusammen mit den (meistens sehr umfangreichen) Ergebnisdaten kann der Empfänger der Daten selbständig die Simulationsergebnisse auswerten und in Längsschnitten und Animationen visualisieren. Ähnlich wie im TESKI-Modul Abwasserentsorgung (Projektname QGEP) der Schweizter QGIS-Anwendergruppe enthält QKan einen Funktionsbereich Kanalzustandsverwaltung. Dieser umfasst aktuell den Import von Untersuchungsdaten, eine Zustandbewertung sowie die Verwaltung und Betrachtung von Inspektionsbildern und -videos. Aktuell in der Entwicklung befinden sich die Erstellung von Zustandsberichten. QKan umfasst zusätzlich eine Vielzahl weiterer Funktionalitäten wie z. B. frei konfigurierbare Plausibilitätskontrollen. Eine Besonderheit stellt die erweiterte Clipboardfunktion dar, die vor der Datenübernahme aus der Zwischenablage die zutreffenden Attributbezeichnungen plausibel errät und dabei unabhängig von der Reihenfolge die richtige Zuordnung der Attribute vornimmt. Im Vortrag wird auch kurz auf die ersten Anwendungsfälle in der Praxis eingegangen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/XZDJVU/
OGC API: Features mit MapServer (fossgis2024)
Seit Version 8 unterstützt MapServer auch die OGC API: Features, weitere Standards werden sicher folgen. In der Demo-Session wird gezeigt, wie man MapServer 8 so konfiguriert, dass die eigenen Daten auch über die OGC Api bereit gestellt werden können und wie man die Landing Page individuell gestalten kann. OGC API: Features ist der Nachfolger des WebFeatureService und man muss gar nicht viel tun, um seine MapServer-Dienste als OGC API: Features Server bereit zu stellen. Vor allem, wenn man bereits MapServer-basierte Dienste betreibt, sind nur kleine Änderungen bzw. Erweiterungen der Konfiguration notwendig. Die OGC API Familie weicht technisch stark von den alten Diensten wie WFS und WMS ab, keine Get- oder Post-Parameter, keine XML-Dokumente, die hin und her geschickt werden. Wie immer merken die EndanwenderInnen von diesen technischen Hintergründen nicht viel solange alles funktioniert. Aufmerksame QGIS-NutzerInnen werden bereits gesehen haben, dass der Menü-Eintrag zum Laden von WFS seit einiger Zeit 'WFS / OGC API - Features' heißt. Als GIS-ExpertInnen sollten wir auch etwas tiefer in die Thematik eintauchen und Kenntnisse der Hintergründe haben, um bei auftretenden Problemen eine Lösung zu finden. In der Demo-Session wird daher nicht nur die Konfiguration des MapServers gezeigt sondern auch die Unterschiede zw. WFS und OGC API: Features aufgezeigt https://www.mapserver.org/ogc/ogc_api.html https://schulung.foss.academy/cgi-bin/mapserv/freiburg/ogcapi about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/R9KVZ8/
QField 3 - Feldarbeit neu definiert (fossgis2024)
Die wichtigsten zwischen März 2023 und 2024 entwickelten Features für die Feldapplikation QField werden vorgestellt. Dazu gehören die auf QT6 basierend 3.0 Release mit der Möglichkeit NFC einzulesen, Point Cloud Profile, erweiterte Suche, erweiterte Tracking- und Snapping- Kontrolle und vieles mehr Die mobile Anwendung QField basiert auf QGIS und erlaubt es, basierend auf QGIS-Projekten, offline oder online, Feldarbeit effizient durchzuführen. Die in den letzten Monaten erfolgten Weiterentwicklungen haben der Anwendung zusätzliche für die Feldarbeit nützliche Funktionen hinzugefügt. Anhand von Beispielen werden die wichtigsten neuen Features vorgestellt. Dazu gehören die auf QT6 basierend 3.0 Release mit der Möglichkeit NFC einzulesen, Point Cloud Profile, erweiterte Suche, erweiterte Tracking- und Snapping- Kontrolle und vieles mehr about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/JS3PBM/
WKT2+PROJ: Benutzerdefinierte Koordinatensysteme am Beispiel von PIX4Dcatch (fossgis2024)
Mithilfe des offenen WKT2 (well-known text) Standards und der FOSS Bibliothek PROJ, zeigen wir wie benutzerdefinierte Koordinatenreferenzsysteme (CRS) definiert und Koordinaten zu und von anderen Referenzsystemen transformiert werden können. Als Anwendungsfall dient das Kalibrieren eines lokalen Koordinatenreferenzsystems am Beispiel von PIX4Dcatch. Agenda: - Einführung in den WKT-Standard für Koordinatenreferenzsysteme: Aufbau des WKT-Standards, Unterschiede zwischen den Versionen WKT1 und WKT2, Vorteile des WKT2-Standards - Koordinatentransformation mit PROJ: Transformieren von Koordinaten zwischen Referenzsystemen mithilfe von PROJ - Erstellen benutzerdefinierter Koordinatenreferenzsysteme: Verwendung der WKT2-Definitionen für “derived projected CRS”, “derived vertical CRS” und “bound CRS” zum Erstellen benutzerdefinierter Koordinatenreferenzsysteme - Anwendungsfall aus der Praxis: Kalibrieren eines lokalen Koordinatenreferenzsystems mit PIX4Dcatch about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/WWNSGY/
Mit openrouteservice zu RoutingPlus – Einblicke in einen globalen Routing-Cluster (fossgis2024)
Mit openrouteservice zu RoutingPlus. Die langjährige Zusammenarbeit des Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) zum Thema Routing hat bereits viele technische Neuerungen hervorgebracht. Mit fortschreitender Zeit stehen nun Herausforderungen bei Modernisierung und Anpassungen an, um die Anforderungen eines modernen Softwarebetriebs zu erfüllen. In unserem Vortrag möchten wir euch auf unseren Weg dorthin mitnehmen. Mit openrouteservice zu RoutingPlus nach Bahnhof Buxtehude? Zwei Projekte, zwei Institutionen – ein Amt, ein Forschungsinstitut unter einem Hut –beide machen das Gleiche, aber nicht dasselbe. Wie kann das gehen? Aber der Reihe nach und vorab ein paar Worte zu openrouteservice und RoutingPlus. Der openrouteservice (ORS) des Heidelberg Institute für Geoinformation Technology (HeiGIT) bietet umfangreiche Routing-Dienste, die auf OpenStreetMap-Daten basieren. Er ist aber mehr als nur Routing, denn der ORS bietet auch Erreichbarkeitsanalysen mit Isochronen, Entfernungsmatrizen, Berechnung von ÖPV, spezifische Suchmöglichkeiten bezüglich POIs, und andere Einstellungen, z. B. Strecken mit vermindertem Hitzestress und Geräuschbelastung zu wählen. Basierend auf ORS und betrieben durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) stellt das Projekt RoutingPlus seit mehreren Jahren einen etablierten Routing-Dienst des Bundes dar. Dabei werden gemeinsam verschiedene Erweiterungen des ORS entwickelt, wie die Berechnung europaweiter Isochronen in Sekundenbruchteilen oder mit statistischen Verkehrsdaten angereichertes Routing. Bei RoutingPlus zeichnet sich der ORS zudem primär durch eine herausragende und leistungsstarke Performance mit zuverlässigen Ergebnissen aus. Im Zuge der kontinuierlichen, gemeinsamen Entwicklung stehen neben den Verbesserungen in Infrastruktur, Funktionen und Oberflächen erhebliche Herausforderungen an. Durch die Modernisierung und Anpassung von Infrastruktur, Funktionen und Oberflächen wird der Betrieb von RoutingPlus dabei den modernen Anforderungen eines Softwarebetriebs angepasst. Die Anforderungen reichen von der Einhaltung des BSI-Grundschutzes, über die Berechnung der CO₂-Emission pro Route und anderen Kundenanforderungen bis hin zur hohen Bedienbarkeit graphischer Benutzeroberflächen auf verschiedensten Endgeräten. Welche Entwicklungen dabei entstehen, wie die dazu nötige, agile Zusammenarbeit zwischen HeiGIT und BKG funktioniert, was für eine Rolle das OpenSource Geoportal Masterportal spielt und ob wir uns dabei immer vertragen – all das erfahrt ihr in unserem Vortrag. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BXXEMG/
KI-Gebäudeerkennung – Deep-Learning-Modelle zur Aktualisierung der ALKIS-Gebäude (fossgis2024)
Beim Einsatz “Künstlicher Intelligenz” zur Erkennung von Gebäuden in Luftbildern setzt die Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) auf Open Source Software und selbst trainierte Deep-Learning-Modelle. Ein eigenes DecSecOps-Team entwickelt und betreibt seit über 4 Jahren eine SaaS-Anwendung zur Unterstützung der Katasterämter. Diese “KI-Gebäudeerkennung” hilft beim Aktualisieren der ALKIS-Daten. Kann sie auch beim Aktualisieren der OSM-Gebäude helfen? Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) hat in den letzten Jahren über 10 eigene, agile DevSecOps-Teams aufgebaut. Eines der Teams entwickelt und betreibt “lernende GeoServices”. Diese SaaS-Anwendungen nutzen Fernerkundungsdaten und Machine-Learning-Modelle, um automatisiert Geoinformationen zu gewinnen. Die erste produktive Anwendung ist eine “KI-Gebäudeerkennung”. Diese ersetzt das visuelle Durchmustern der Digitalen Orthophotos (DOP) durch Bearbeitende in den Katasterämtern durch automatisiert erzeugte Hinweise auf neue Gebäude, bauliche Veränderungen oder Abrisse. Auch Niedersachsen muss die Hausumringe der ALKIS-Daten spätestens am 9.6.2024 mit einer Open-Data-Lizenz kostenlos zum Download und per API bereitstellen. Dadurch entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten und die Anforderungen an die Aktualität der Daten werden weiter steigen. Durch den Einsatz KI-unterstützter Fachanwendungen möchten wir die hohen Ansprüche an unsere amtlichen Geodaten in Zukunft noch besser erfüllen. Dabei gilt, wie bei allen Eigenentwicklungen des LGLN, Open Source First. Neben den Ergebnissen der KI-Gebäudeerkennung werden daher in Zukunft auch Trainingsdaten, KI-Modelle und sämtlicher Source Code mit freier Lizenz veröffentlicht. Grundsätzlich möchten wir beim Einsatz von “Künstlicher Intelligenz” transparent sein und beleuchten im Vortrag auch die Herausforderungen und Erfolge bei der Entwicklung und dem Betrieb einer KI-Anwendung in der öffentlichen Verwaltung. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/JAS9RR/
Host your own QGIS Plugin Repository (fossgis2024)
In diesem Vortrag zeige ich euch wie das QGIS Plugin Repository funktioniert und wie ihr euer eigenes. QGIS Plugin Repository hosten könnt. Ein eigenes QGIS Plugin Repository bietet euch als Unternehmen oder Behörde die volle Kontrolle über die bereitgestellten Plugins. In diesem Vortrag will ich zeigen wie unser Weg zum eigenen Plugin Repository war. Angefangen mit einer einfachen XML Datei bis hin zur Web Anwendung inklusive Benutzerverwaltung. Ihr könnt das ganze gerne selber ausprobieren basierend auf unserem Open Source Projekt: https://github.com/gbd-consult/gbd-plugin-repo about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/AHATLE/
Barrierefreie Indoor-Navigation auf Basis von OSM-Daten (fossgis2024)
In diesem Vortrag wird auf die Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen einer barrierefreien Indoor-Navigations-App eingegangen. Grundlage für diese App sind OSM-Daten zu Barrieren und Eigenschaften von Haltestellen im Öffentlichen Personenverkehr. Dieser Vortrag ist eine Fortführung zu unserem Beitrag von der FOSSGIS 2022 [1], in dem präsentiert wurde, wie im Projekt OPENER next mit Hilfe der App OpenStop jene Daten er-fasst werden. Solange der Öffentliche Personenverkehr noch nicht komplett barrierefrei ausgebaut oder zumindest beschildert ist, ist Indoor-Navigation ein wichtiger Bestandteil einer barrierefreien Reisekette. Bahnhofsgebäude können mitunter komplex sein und vor allem bei weiter entfernten Reisen auch unbekannt. Gerade Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stellt dies vor Herausforderungen. Der Vortrag präsentiert, wie auf Basis von in OSM hinterlegten Daten zu Eigenschaften und Barrieren von Haltestellen des Öffentlichen Personenverkehr eine Indoor-Navigations-App realisiert wird. Die App selbst sowie die ausgegebenen Routen sollen dabei barrierefrei sein. Ein wichtiger Aspekt des Vortrages ist daher die visuelle, akustische und haptische Ausgabe des Routings abhängig von verschiedenen Einschränkungen der Nutzer. Des Weiteren wird darauf eingegangen, wie MOTIS bzw. Per Pedes [2] von der TU Darmstadt dazu verwendet wird, ein barrierefreies Routing für verschiedene Nutzergruppen zu generieren. Zusätzlich wird im Vortrag noch kurz auf das Projekt OPENER next und die darin stattfindende OSM-Datenstandardisierung und -erfassung (mit OpenStop) eingegangen. [1] [OPENER next - Per Crowd-Sourcing zu Barrieredaten im ÖPNV](https://pretalx.com/fossgis2022/talk/A3P3MB/) [2] [Per Pedes](https://github.com/motis-project/ppr) https://openstop.app https://openernext.de https://github.com/OPENER-next about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SBKZFZ/
Offene Verwaltungsdaten in Europa: Was Deutschland von anderen Ländern lernen kann (fossgis2024)
Der Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) untersucht das Angebot von offenen Verwaltungsdaten in Europa und welche Rolle zentrale Open-Data-Institutionen dabei spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass andere Länder schneller als Deutschland voranschreiten. Sie stellen u. a. weniger Bedingungen an die Datennutzung und bieten deutlich mehr Geo-, Tabellen- und Textformate anstatt Bilddaten an. Das WIK identifiziert in einem gemeinnützigen Forschungsprogramm, das mit der Bundesnetzagentur vereinbart ist, gute Beispiele und zentrale Erkenntnisse von relevanten Open-Data-Stakeholdern in Europa. Der Vortrag basiert auf den Ergebnissen der im Dezember 2023 veröffentlichten Studie. Die Autorinnen zeigen, was Deutschland von anderen Ländern in der Datenbereitstellung und -nutzung lernen kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/3Q3G7D/
Open Data des BKG (fossgis2024)
Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) ist der Geodatendienstleister des Bundes. Neben der Entwicklung von Geoprodukten für Bundesbehörden ist es jedoch auch bestrebt, Geodaten als Open Data allen interessierten Nutzern zur Verfügung zu stellen. Der Vortrag thematisiert kurz den lizenzrechtlichen Kontext, in dem Open Data-Produkte des BKG bereitgestellt werden. Er gibt einen Überblick über die Open Data-Produkte und stellt ein Produkt ausführlicher vor. Dabei handelt es sich um die POI-Open, Points of Interest mit inzwischen sechs Themen aus dem Verkehrssektor und darüber hinaus. Außerdem wird ein Ausblick auf die kommenden Themen der POI-Open gegeben. Das Produkt wird unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 weitergegeben. Ein Ergänzungstext erlaubt auch die Verwendeung für OSM. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FP9ZVU/
QGIS Server Plugins (fossgis2024)
Die Erweiterung von QGIS mit Python-Plugins bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Software auf den eigenen Anwendungsfall anzupassen und ist dementsprechend populär. Im Gegensatz zu den Plugins für QGIS Desktop sind die Plugins für QGIS Server weniger bekannt. Dieser Vortrag soll das ändern. Zuerst wird auf die Technik eingegangen und erläutert, wie ein Plugin mit dem Server interagiert. Dann werden einige Anwendungsfälle und Plugins vorgestellt, die für den Serverbetrieb nützlich sind. Die Erweiterung von QGIS mit Python-Plugins bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Software auf den eigenen Anwendungsfall anzupassen und ist dementsprechend populär. Im Gegensatz zu den Plugins für QGIS Desktop sind die Plugins für QGIS Server weniger bekannt. Dieser Vortrag soll das ändern. Zuerst wird auf die Technik eingegangen und erläutert, wie ein Plugin mit dem Server interagiert. Dann werden einige Anwendungsfälle und Plugins vorgestellt, die für den Serverbetrieb nützlich sind. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TZ9MJ8/
comaps - die Planungssuite für das Masterportal (fossgis2024)
comaps ist ein umfangreiches Addon-Paket für das OpenSource Masterportal, das Visualisierung und Analyse städtischer Statistik- und Strukturdaten vereinfacht, um transparente und fundierte Entscheidungen in der Planung zu unterstützen. Es verknüpft Daten verschiedener Quellen wie Fachbehörden und Unternehmen und integriert räumliche und zeitliche Analysen, sowie Szenarioplanung. Mit interaktiven Karten und benutzerfreundlichen Tools unterstützt comaps eine vernetzte und datengesteuerte Planung. Aus einem Forschungsprojekt hervorgegangen, erleichtert comaps als umfassendes Erweiterungspaket für das OpenSource Web-GIS "Masterportal" nicht nur die Visualisierung und Analyse städtischer Daten, sondern transformiert mit Hilfe seiner vielen Werkzeuge auch die Entscheidungsfindung in einen transparenten, datenbasierten Prozess für nicht GIS-geschulte Planer- und Entscheider:innen. So können Nutzer über diverse Schnittstellen integrierte komplexe Statistik- und Strukturdaten ohne Aufwand aus diversen Quellen wie Fachbehörden, Unternehmen und Online-Partizipation zusammenführen und nutzbar machen. Die Plattform macht es möglich, durch die Nutzung von interaktiven Karten und benutzerfreundlichen Tools, raumplanerische Szenarien zu simulieren und prognostische Bewertungen städtischer Projekte vorzunehmen. Diese innovativen Features sind essenziell, um nicht nur die Gegenwart zu verstehen, sondern auch die Zukunft urbaner Landschaften vorausschauend zu gestalten. comaps dient als zentrale Plattform für eine kollaborative Stadtentwicklungsarbeit, die verschiedene Stakeholder miteinander verbindet und die Verknüpfungen zwischen Partizipierenden verstärkt. Es bietet eine visuelle Sprache, die Zusammenarbeit und Kommunikation über Disziplinen hinweg fördert und so maßgeblich zu einer transparenteren und partizipativen Planung beiträgt. Es adressiert die Notwendigkeit einer agilen und informierten Entscheidungsfindung, um nachhaltige und lebenswerte urbane Räume zu gestalten. Insgesamt bietet comaps eine skalierbare Lösung für die Herausforderungen moderner Stadtplanung. Auf der FOSSGIS würde comaps sein Potenzial als leistungsfähiges Instrument zur Förderung smarter, effizienter und inklusiver urbaner Entwicklung, Smart Governance und digitaler Verwaltung demonstrieren. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/THS7FU/
Ableitung von korrekten OSM-Räumen, -Wänden und -Türen aus IFC-Gebäudemodellen (fossgis2024)
In diesem Paper diskutieren wir die Ableitung von Inneraumdaten im Format OSM-SIT aus digitalen Gebäubemodellen im Format IFC. Dabei zeigen wir insbesondere Probleme und Lösungsansätze hinsichtlich der Topologie und Geometrie von Räumen, Raumgrenzen und -verbindungen zwischen Räumen innerhalb eines Geschosses. Typische Funktionen, die GIS für urbane Außenräume erfüllt, wie die Lokalisierung von Zielen und Barrieren sowie die Navigation dahin oder darum herum, sind auch im Inneren von Gebäuden relevant. Darum werden georäumliche Datenbanken, Karten- und Routingservices für Innenraumanwendungen angereichert und erweitert, z.B. in OpenStreetMap mit SIT. Um den damit verbundenen Aufwand zu reduzieren und Daten mit höherer Qualität zu erzeugen, untersuchen wir, wie Innenraumdaten u.a. für OSM automatisiert aus digitalen Gebäudemodellen im Format IFC abgeleitet werden können. Diese Gebäudemodelle liegen im Rahmen der Planung von Neubauten regelmäßig vor und werden zunehmend auch im Zuge von Umbaumaßnahmen für Bestandsgebäude angefertigt. Dafür implementieren wir quelloffene Konvertierungsroutinen (https://bauinformatik.github.io/levelout). Unsere bisherigen Ergebnisse beschränken sich auf grundlegende Elemente und unterliegen gezielten Einschränkungen. Beispielsweise betrachten wir keine vertikalen Verbindungen zwischen Geschossen, sogenannte vertikale Erschließung, wie Treppenhäuser und Aufzüge. Innerhalb eines einzelnen Geschosses extrahieren wir eine topologische Struktur aus Räumen, raumbegrenzenden Elementen und den die Raumbegrenzungen durchbrechenden Verbindungen zwischen den Räumen - das heißt Räume, Wände und Türen bzw. Öffnungen - sowie die zugehörigen Geometrien. Sowohl die Topologie wie auch die Geometrie können in IFC in verschiedenen Formen vorliegen. Wir setzen für unsere aktuelle Implementierung eine explizite Topologie in den IFC-Daten voraus, beziehen die Geometrie der Raumbegrenzungen jedoch aus den regelmäßig enthaltenen 3D-Festkörpergeometrien für Räume, Wände und Öffnungen. Damit erhalten wir ein "dickwandiges" Geometriemodell, bei dem aus dem Volumen der Wände zwei Segmente der Raumbegrenzungen mit dem Abstand der Wanddicke resultieren, die nicht mehr topologisch Verbunden sind. Die in OSM übliche implizite Repräsentation der Topologie über die Geometrie (durch gemeinsame Polygonsegmente) ist auf dieser Basis nicht möglich und somit auch keine Ableitung von Routinggraph en. In diesem Paper stellen wir verschiedene geometrische und topologische Repräsentationsmöglichkeiten in IFC vor, stellen sie den Modellierungsprinzipien von OSM gegenüber und diskutieren ihr Potential der für die automatische Ableitung. Wir zeigen eine gegenüber der ersten Proof-of-Concept-Implementierung deutlich verbesserten Algorithmus und die damit erzeugte OSM-Struktur, die weiterhin auf den "dickwandigen" Modell beruht, aber die Oberflächen in den Öffnungsbereichen zu einer "dünnwandigen" Raumgrenze verschmilzt und damit die Voraussetzungen erfüllt, OSM-Routinggraphen abzuleiten. Weiterhin stellen wir eine alternative Konvertierungsmöglichkeit vor, die auf der 2D-Achsenrepräsentation von Wänden basiert und demonstrieren ihre Vor- und Nachteile. Wir fassen auch den Stand der Wissenschaft und Technik, insbesondere zu Raumgeometrie und -topologie sowie Space Boundaries in digitalen Gebäudemodellen im IFC-Format und in anderen Formaten wie IndoorGML zusammen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LXGXQJ/
basemap.de Aktuelles und Ausblick (fossgis2024)
Im Vortrag wird der aktuelle Stand des Projekts basemap.de der amtlichen deutschen Vermessung (AdV) vorgestellt. Es handelt sich um mehrere kostenfrei nutzbare Dienste und zunehmend auch der entsprechenden Quelldaten, die in regelmäßigen, kurzen Abständen aktualisiert zur Verfügung stehen. basemap.de ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe SmartMapping der AdV. Entsprechend des ursprünglichen Auftrags ist basemap.de vor allem ein Kartographie-Produkt der amtlichen Vermessung. VectorTile-Technologie ermöglicht allerdings die flexible Anpassung des Kartenwerks an verschiedene kartographische Anforderungen und ist nicht mehr so festgelegt wie z.B. ein OGC WMS oder WMTS. Neue spannende Felder eröffnen sich aber vor allem durch die weitere Öffnung der Lizenzbedingungen und den langfristig offenen Zugriff auf die Daten selbst. Hier entstehen ganz neue Möglichkeiten und erhebliches Potential, da die Daten der Länder nicht mehr aufwändig manuell zusammen-gepuzzelt werden müssen, sondern schon flachgeklopft, zerlegt, korrigiert und wieder zusammengesetzt geliefert werden - unter Beibehaltung aller Attribute. Inklusive Technologie, da ausschließlich Open Source eingesetzt wird. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/Q8NB89/
Gemeinsam Gebäudeinformationen erfassen im Citizen-Science-Projekt Colouring Dresden (fossgis2024)
Um fehlende Daten zu Gebäuden wie Alter, Baumaterial oder Nutzung insbesondere für Wissenschaft und Planung erfassen und als offene Daten bereitstellen zu können, wurde in einem Citizen-Science-Projekt die Plattform "Colouring Dresden" erprobt und weiterentwickelt. In einer interaktiven Karte können derzeit 40 Gebäudemerkmale in sieben Kategorien gemeinschaftlich erfasst werden. Der Vortrag geht auf die Erfahrungen aus dem Projekt ein und stellt die verwendeten technischen Komponenten vor. Gebäude sind von großer Bedeutung für die Menschen, da sie einen überwiegenden Teil ihres Lebens darin verbringen, große finanzielle Investitionen erfordern oder von ihnen auch ein beträchtlicher Ressourcenverbrauch ausgeht. Allerdings mangelt es an grundlegenden frei verfügbaren Informationen über Gebäude, wie Alter, Baumaterialien und Nutzung. Um diese Informationen gemeinschaftlich in einer interaktiven Karte zu erfassen und als offene Daten für Wissenschaft, Planung und interessierte Bürger*innen bereitzustellen, wurde im Frühjahr 2023 in Dresden die Plattform "Colouring Dresden" gestartet. Derzeit können 40 Gebäudemerkmale in sieben verschiedenen Kategorien erfasst und kartographisch visualisiert werden. Betrieben durch das "Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden" ist sie eingebettet in das internationale Forschungsnetzwerk "Colouring Cities Research Programme", welches in London beginnend kontinuierlich weltweit um neue Orte wächst. Im Mitteplunkt des Vortrages steht die Plattform mit ihren technischen Möglichkeiten. Diskutiert werden die genutzten Komponenten (u.a. Frontend, Schnittstelle, Backend, Dashboard) sowie die Bedeutung von Open Source, Open Data und Linked Data für das Projekt. Neben einer Vorstellung von Erfahrungen aus der Projektlaufzeit und ersten Ergebnissen sollen auch mögliche zukünftige Entwicklungen beschrieben werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FFCEVY/
Projekt Geodigitalisierungskomponente (GDIK) (fossgis2024)
50 % aller Daten haben einen Raumbezug. Daraus folgt, dass mindestens 50 % aller Formulare einen Raumbezug haben, aber im HTML Standard existiert kein Formular-Element für die Eingabe von Geodaten. Im Rahmen des OZG Projektes Geodigitalisierungskomponente haben wir uns dieser Thematik angenommen, in Online-Formularen Geometrien angeb- und auswählbar zu machen. Das Projekt GDIK setzt auf Web-Components und der MasterportalAPI als technischen Unterbau. Geodaten medienbruchfrei in Anträgen zu übermitteln, vor dieser Herausforderung stehen viele Behörden, spätestens seit dem Onlinezugangsgesetz und den damit verbundenen neuen digitalen Möglichkeiten. Um zu verdeutlichen, wo z.B. ein Brunnen gebohrt, ein Baum gefällt oder ein Flurstück geteilt werden soll, können natürlich Screenshots von OSM-Ausschnitten, die in Gimp o.Ä. bearbeiteten wurden, einem Antrag beigefügt werden, aber praktisch in der Weiterverarbeitung ist das nicht! Genau hier setzt das Projekt GDIK an. Es gibt Designern von Online-Formularen ein Werkzeug an die Hand, um direkt georeferenzierte Daten in einem HTML-Formular erheben zu können. Der Fokus des Projekts GDIK liegt zum einen auf der einfachen und übersichtlichen Bedienung für Endnutzer, also der Menschen, die ein Formular ausfüllen müssen, sowie auf Formulardesignern, die ohne Geoinformatikkentnisse Geodaten in Formularen erheben wollen. Durch einfaches Hinzufügen einer Javascript-Datei wird das Standard-HTML um die Elemente \<gdik-input\> für die Eingabe von Geodaten und \<gdik-select\> für die Auswahl definierter Geometrien erweitert. Hinter den Kulissen kommen Web-Components zum Einsatz, so dass die Elemente unabhängig vom eingesetzten Framework verwendet werden können. Den technischen Unterbau liefert die MasterportalAPI, wodurch bestehende Infrastrukturen des Masterportals wiederverwendet werden können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SML33E/