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ol-describe-map: Mehr Web-Accessibility für OpenLayers Karten (fossgis2024)
In diesem Lightning Talk möchte ich die ol-describe-map-Bibliothek vorstellen und erläutern, wie sie zur Verbesserung der Accessibility in Webkarten beitragen kann. Die Bibliothek ist zwar noch jung & sicher auch fern von feature-complete, aber sie hat das Potenzial, den Zugang zu Webkarten für alle Nutzer:innen zu erleichtern. Ich werde die Grundfunktionalitäten vorstellen, zeigen wie man speziellere Anforderungen umsetzen kann und einen kleinen Ausblick geben. Der Lightning Talk widmet sich der ol-describe-map-Bibliothek, die dazu beitragen kann, OpenLayers-basierte Webkarten für alle Nutzer:innen zugänglicher zu gestalten. Diese Bibliothek ist noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ich möchte zeigen, was man damit jetzt bereits machen kann. Die ol-describe-map-Bibliothek bietet die Möglichkeit, OpenLayers-Karten textuell zu beschreiben und somit die Accessibility zu verbessern. Gerade JavaScript basierte interaktive Webkarten sind traditionell kaum bis gar nicht im barrierearm. Sie stellen viele Nutzer vor große Herausforderungen, die kartograpisch dargestellten Inhalte zu erkennen, bzw. zu begreifen. Der Ansatz von ol-describe-map ist, das jeweils aktuelle Kartenbild textuell zu beschreiben (Worauf ist die Karte zentriert, in welchem ungefähren Maßstab sind die Daten angezeigt, usw.) und zudem jede Kartenebene zu verschriftlichen. Der finale Beschreibungstext wird per default dem aria-description-Attribut des Kartenelements hinzugefügt. Dieses Vorgehen erfüllt grundsätzliche Empfehlungen etwa der Web Accessibility Initiative – Accessible Rich Internet Applications (WAI-ARIA). Die Konfigurierbarkeit der durch ol-describe-map generierten Beschreibung ist vielfältig gegeben, um auch Anforderungen von spezifischen Kartenapplikationen zu erfüllen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GNFQUA/
INSPIRE2GPKG (fossgis2024)
Mit einer einfachen Python-Bibliothek lassen sich Raster- und Vektordaten automatisiert aus einer INSPIRE-kompatiblen GDI extrahieren und in einem Geopackage speichern. Im Vortrag werden die in der Software umgesetzten Prozesse und Prinzipien erläutert, und die Funktionsweise wird anhand praktischer Beispiele vorgestellt. Das Verfahren zeigt eindrucksvoll welches bisher noch ungenutzte Potential in den auf INSPIRE basierenden Infrastrukturen sowie im GPKG-Format steckt. Die in den letzten 20 Jahren entstandenen Geodateninfrastrukturen in Deutschland und Europa haben sehr viel zur Verbreitung offener Standards beigetragen. Der WebMapService hat sich dabei zum Standardinterface für den Zugriff auf Kartengraphiken entwickelt. Im Bereich der Vektordaten beschäftigen sich aktuell viele Institutionen mit der neuen OGC API Features Schnittstelle. Die Standardisierung des webbasierten Zugriffs auf Geodaten ist also weit fortgeschritten, und es gibt unzählige Geoportale, die Nutzern das Auffinden von geeigneten Webservices erleichtern. In vielen praktischen Anwendungsfällen reicht der direkte internetbasierte Zugriff jedoch nicht aus, z.B.: * Precision Farming, * Rettungsdienste, * Krisenmanagement, * Felderfassung, * Militärische Einsätze, * ... Hier werden weiterhin Kopien bzw. Caches der Daten benötigt. Es stellte sich also die Frage, ob die vorhandenen Geodateninfrastrukturen nicht auch geeignet sind die Erstellung und Aktualisierung solcher Datencaches zu ermöglichen. Derzeit werden die bestehenden Metadatenkatalogschnittstellen (CSWs) nur für den Austausch von ISO-Metadaten verwendet. Die Suchoberflächen der meisten Geoportale arbeiten auf eigenen, proprietären Interfaces, die den menschlichen Nutzern eine komfortable Suche ermöglichen. Der standardisierten CSW-Schnittstelle kommt praktisch also nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Wenn man jedoch automatistert Datencaches erstellen will, kommt man um diese Schnittstelle nicht herum, sie ist das einzige maschinenlesbare Interface der europäischen Geodateninfrastrukturen. Neben der Schnittstelle für den Zugriff auf die Infrastrukturen, muss man sich auch damit auseinandersetzen, wie die Datencaches physikalisch abgelegt werden können. Hier bietet sich das Geopackage Format des OGC an. Es ist weltweit das einzige Format, das sowohl die kombinierte Ablage von Raster- und Vektordaten, als auch die ihrer zugehörigen Metadaten ermöglicht. In einem Proof of Concept wurde eine Python-Bibliothek erstellt, die Raster- und Vektordaten aus einer europäischen GDI extrahieren kann und diese in einem Geopackage speichert. Dabei werden nicht nur die Daten selbst, sondern auch die zugehörigen ISO-Metadaten abgelegt. Damit ist man theoretisch auch in der Lage die Informationen im Geopackage automatisch zu aktualisieren, wenn der Datenanbieter neue Metadaten bereitstellt. Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit: * Eindeutige Ressourcenidentifikatoren für Datensätze * Einheitliche Umsetzung der ISO19119 und ISO19115 Metadaten (https://github.com/INSPIRE-MIF/technical-guidelines/tree/2022.2/metadata/metadata-iso19139) Unterstützte Diensttypen für automatisierten Download: * Rasterdaten * INSPIRE View Service based on WMS 1.1.1 (https://github.com/INSPIRE-MIF/technical-guidelines/blob/2022.2/services/view-wms/ViewServices.pdf) * INSPIRE ATOM Feeds (https://inspire.ec.europa.eu/file/1554/download?token=Y_538IH4) * Vektordaten * OGC API Features (https://docs.ogc.org/is/17-069r4/17-069r4.html) * INSPIRE ATOM Feeds (https://inspire.ec.europa.eu/file/1554/download?token=Y_538IH4) Die auf Github unter der MIT-Lizenz verfügbare Python-Bibliothek ist die Basis für das neue Geopackage-Export Modul der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Im Vortrag werden die in der Software umgesetzten Prozesse und Prinzipien erläutert, und die Funktionsweise des Geopackage-Export Moduls wird an einem praktischen Beispiel vorgeführt. Für die Nutzung von Geopackages in Webanwendungen oder auf mobilen Endgeräten können Freie Open Source Bibliotheken der National Geospatial-Intelligence Agency (NGA) verwendet werden. Weitere Informationen https://inspire-gpkg-cache.readthedocs.io/en/latest/introduction.html https://www.geoportal.rlp.de/article/Download_von_Daten_zur_Offline-Nutzung/ http://ngageoint.github.io/GeoPackage/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/UFWP3Y/
Open Source and Web-Based GeoAI tool for Transparent Forest Fire Prediction (fossgis2024)
Utilizing open geospatial data and AI, we are trying to predict forest fire susceptibility in Brandenburg. This case study showcases full-stack web-GIS, emphasizing user interaction and transparent AI through open-source tools like GEE, GDAL, Python, Maplibre, and TiTiler. The advancement of AI algorithms has led to their widespread adoption in Geographic Information Science (GIS) applications, encompassing areas such as natural and humanitarian crises, location-based services, and urban planning, collectively referred to as GeoAI. Given the inherent opacity of AI systems, their integration in decision-making processes necessitates a degree of transparency and explainability. We address the imperative of eXplainable AI (XAI) within web-based GIS applications. To this end, we present a case study focused on forest fire susceptibility in the state of Brandenburg, Germany. Leveraging open remote-sensing data, alongside established open-source geospatial tools like Google Earth Engine (GEE) and GDAL, we undertook the aggregation and preprocessing of satellite imagery. This process was complemented by Python for model training, TiTiler for raster tile service, and a frontend application developed with Vue.js and Maplibre GL JS for user interaction and map rendering. For the vital aspect of explainability, we employed the SHAP (SHapley Additive exPlanations) Python library to quantify the influence and contribution of each predictor at user-specified locations to provide an explanation of why the AI model made a certain prediction at a specific geographical location. In this pursuit, we considered three primary categories of factors: topographic attributes (Elevation, Aspect, and Slope), meteorological variables (Global Radiation, Land Surface Temperature, Precipitation, and Drought Index), and vegetation indices (NDVI, NDMI, GNDMI, and Land Cover). Historical wildfire incident data spanning from 2013 to 2023 served as the inventory dataset derived from MODIS. NDVI, NDMI, and GNDMI metrics were derived from Sentinel-2 imagery utilizing GEE, while GDAL was employed for necessary calculations based on relevant bands. Topographic and meteorological data sets were sourced from OpenDEM and Deutscher Wetterdienst (DWD), respectively, and underwent preprocessing via GDAL and associated utility tools. This encompassed image format conversion, re-projection, mosaicking, and image classification using gdal_translate, gdalwrap, and gdal_calc.py. The combination of these processed inputs, using Python's Geopandas, resulted in distinct training and testing datasets. The Random Forest algorithm was selected to train the prediction model. Subsequently, the resulting fire susceptibility map underwent processing in TiTiler to create map tiles and a Cloud Optimized GeoTIFF (COG) file. The generated map was seamlessly integrated into the frontend application, enhancing user interaction. For enhanced interpretability and interaction with the AI model, an API was developed. It accepts pixel coordinates of selected fire susceptibility values from the front-end leveraging the SHAP Python package to quantify the significance and contribution of each predictor. These insights are then presented in the frontend interface, ensuring a comprehensive and accessible user experience. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/TCVX3C/
The SPARQL Unicorn Ontology documentation: Exposing RDF geodata using static GeoAPIs (fossgis2024)
We introduce the ontology documentation feature of the SPARQLing Unicorn QGIS Plugin, allowing the conversion of RDF data dumps to static HTML deployments with static versions of well-known APIs such as OGC API Features. Contents of RDF data are deployed interoperably accessible for many research communities. Our talk shows the tool's motivation, conversion process with test datasets, discusses limitations, standardization issues and future developments of this approach in general. A pertaining problem for linked open (geo-)datasets hosted on the web is the difficulty of their accessibility for people who do not have a previous knowledge about the datastructures and the software to process [RDF](https://www.w3.org/TR/rdf11-concepts/). Often, researchers are only interested in the question if a dataset is suitable for their needs, which warrants an easy discovery of linked open data content with common tools used by the research community they are familiar with. For example: A GIS researcher expects data to be served using e.g. [OGC API Features APIs](http://features.developer.ogc.org/) in formats such as [GeoJSON](https://datatracker.ietf.org/doc/rfc7946/) or [GML](https://www.ogc.org/standard/gml/), to be processed in tools such as [QGIS](https://www.qgis.org) to allow for an easy accessibility. The GIS researcher is not necessarily proficient in the [SPARQL query language](https://www.w3.org/TR/sparql11-query/) and in RDF-to- Geodata-conversion. This is currently not the case for RDF data dumps, e.g. hosted on [Zenodo](https://zenodo.org) or [Github](https://github.com), since special kinds of data need to be manually extracted and converted to be of use to other communities first. To mitigate this gap in data provision, we present the newly-developed SPARQL Unicorn ontology documentation feature, available as [QGIS plugin](10.5281/zenodo.3786814), a [standalone script](https://github.com/sparqlunicorn/sparqlunicornGoesGIS-ontdoc) and as a [Github Action](https://github.com/sparqlunicorn/sparqlunicornGoesGIS-ontdoc), which allows to create readily-hostable data dumps from RDF data, which can be served using static webspaces such as Github Pages. RDF resources are represented by one HTML and RDF resource each, which are identified by their URI and for dereferencability, ideally hosted at this particular place on the web. In addition to an HTML navigation and search function and a variety of graph analysis formats (e.g. [GraphML](http://graphml.graphdrawing.org), [GEXF](https://gexf.net)), the script is able to generate static API versions e.g. OGC API Features for geospatial data or the IIIF Presentation API for accessing media data. This allows to access geodata encoded in RDF as pre-generated FeatureCollections in e.g. QGIS therefore making geospatial data in RDF directly accessible to the GIS community. In our paper we describe the publication process of several semantically enriched and publicly available geospatial datasets in RDF and how they can be reused in QGIS as FeatureCollections and as RDF using the SPARQLing Unicorn QGIS plugin. The [SPP Dataset](https://github.com/archaeolink/SPP1630Harbours-RDF), the [AncientPorts Dataset](https://github.com/archaeolink/AncientPorts_RDF) and the [CIGS Datatset](https://github.com/archaeolink/CIGS_RDF) highlight the representation of (spatio-)temporal research data referenced by scientific literature and serve as examples for the OGC API features integration. In addition, we highlight the publication of [IIIF](https://iiif.io/api/presentation/3.0/) content (e.g. as complementary data to geodata) using the example of [ARS-LOD](https://github.com/RGZM/ars-lod/). Finally, we discuss further extensions of the plugin for other statically generated content, limitations of the current approach and highlight the importance of this way of publishing for the general public and in a research software engineering setup. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GKTTQH/
Nachhaltige Beschaffung mit Blick auf Open Source (fossgis2024)
Seit Juni 2021 beschäftigt sich die Arbeitsgruppe ["Öffentliche Ausschreibungen mit FOSS" des FOSSGIS e.V.](https://www.fossgis.de/wiki/AG_oeffentl_Ausschreibungen_FOSS) mit dem Thema der Beschaffung und Vergabe von IT-Lösungen auf Basis von FOSS. In dieser Dialogrunde wollen wir mit Vertreter:innen aus den verschiedenen Bereichen der digitalen Community Fragen zur nachhaltigen Beschaffung mit Blick auf Open Source und Digitalisierung diskutieren. Open Source Software erfährt bei Ausschreibungsverfahren zur Umsetzung von Software-Entwicklungsprojekten immer mehr Zuspruch. Doch wie verhält es sich mit der Nachhaltigkeit solcher Projekte? Kann Open Source Software nicht nur auf der technischen Ebene überzeugen, sondern auch bei ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien punkten? Wo die Herausforderungen bei der Beschaffung von Software nicht nur bei technischen und wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch im Bereich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit liegen, dass wollen wir wieder mit interessanten Gästen auf dem Podium diskutieren. Angefragt für das Podium sind Vertreter:innen der digitalen Zivilgesellschaft mit Bezug zu Nachhaltigkeit und Open Source. ### Podium - Miriam Seyffarth - Open Source Business Alliance, Politische Kommunikation - Pierre Golz - Stadt Herne, FB Digitalisierung, - Anna Zagorski - Umweltbundesamt, Referat Digitaisierung und Nachhaltigkeit - Alexander Smolianitski - ZenDIS, Abteilungsleitung Open Source Projects - Niklas Alt - FOSSGIS e.V., Moderation ### Mögliche Fragestellungen an die Teilnehmenden: - Wie kann Open Source Software dabei helfen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten? - Wie messe ich Nachhaltigkeit von Software und deren Entwicklung? - Ist Stromverbrauch von Software der einzige relevante Faktor? - Wie kann man bestehende Richtlinen zur Nachhaltigkeit mit Leben füllen? - Wie kann man soziale Kriterien bei der Softwarebeschaffung beachten? - Wie kann es langfristig gewährleistet werden, wie kann sichergestellt werden, dass es auch funktioniert? about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/YNPBM9/
Ein WebGIS zur Öffentlichkeitsbeteiligung in Planungsverfahren des Netzausbaus (fossgis2024)
Zur Partizipation von Trägern öffentlicher Belange, Interessenverbänden und Bürger:innen wurde im Rahmen des Netzverstärkungsprojekts Höchstspannungsleitung Elsfleth/West – Ganderkesee – Umspannwerk HUCH (Berne/Lemwerder/Ganderkesee), getragen durch die TenneT TSO GmbH, ein Open Source WebGIS basierend auf OpenLayers und GeoServer entwickelt, mithilfe dessen die beteiligten Akteur:innen aktuelle Planungsinformationen erlangen sowie ihr lokales Wissen mit der Projektträgerin teilen können. Planungs- und Genehmigungsverfahren, wie bspw. das Raumordnungs- oder Planfest-stellungsverfahren, die im Rahmen von Netzausbauprojekten durchzuführen sind, erfordern Planungsbeteiligung. Um die Partizipation von Trägern öffentlicher Belange, Interessen-verbänden und Bürger:innen niedrigschwellig zu gestalten, wurde ein Open Source WebGIS entwickelt, welches als Ergänzung zu den vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren eingesetzt wird. Diese Art der digitalen Partizipation findet bereits umfassend Anwendung in Planungsprozessen und ermöglicht es, über politische Entscheidungsprozesse zu informieren und seitens der Akteur:innen lokales Wissen zu erfassen, das im weiteren Planungsprozess Berücksichtigung finden kann. Beteiligten Akteur:innen wird eine niedrigschwellige und digitale Möglichkeit geboten, sich aktuelle Planungs(geo)daten anzusehen, Messungen vorzunehmen und Kommentare an die Netzbetreiberin zu richten. Ergänzt wird das WebGIS um die Funktionalitäten eines PDF-Exports und einer Adresssuche. Im Fokus der Entwicklung steht eine hohe Anwender:innenfreundlichkeit, die sich durch detaillierte Toolbeschreibungen im WebGIS widerspiegelt. Die Verwaltung der Geodaten erfolgt mittels QGIS v3.28.4 als Schnittstelle zu einer PostGreSQL/PostGIS-Geodatenbank sowie GeoServer v2.22.3 zur Publizierung der Geodaten. Das WebGIS Frontend basiert auf OpenLayers v7.3.0, erweitert um die Module ol-layerswitcher v4.1.1, ol-mapbox-style v9 und ol-sidebar v2. Gehostet wird das WebGIS auf einem Apache HTTP Server v2.4. Neben den Planungsgeodaten, die z.T. aus amtlichen Geodaten bestehen, wie bspw. EU-Vogelschutzgebiete, werden sowohl basemap.de Web Vektor Karten als auch Orthophotos aus WMS-Diensten der Bundesländer Niedersachsen und Bremen als Hintergrundkarten verwendet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GDEAYP/
Es ist doch nur Software - Zusammenfassung der AG-Aktivitäten (fossgis2024)
Seit Juni 2021 beschäftigt sich die Arbeitsgruppe ["Öffentliche Ausschreibungen mit FOSS" des FOSSGIS e.V.](https://www.fossgis.de/wiki/AG_oeffentl_Ausschreibungen_FOSS) mit dem Thema der Beschaffung und Vergabe von IT-Lösungen auf Basis von FOSS. Im Vortrag werden die Aktivitäten und Inhalte, die die AG in Form von zwei Workshops durchgeführt hat, zusammengefasst. Es geht um OSS-Lizenzen, rechtliche Rahmenbedingungen und technische Sicherheit und sowie Richtlinien. Der Vortrag fasst die Aktivitäten und Inhalte von zwei Workshops der AG zusammen, die im Juni und Oktober 2023 durchgeführt wurden. In den Workshops haben wir versucht, gängige Vorurteile gegenüber dem Einsatz von FOSS in der öffentlichen Verwaltung zu entkräften und haben dabei sowohl rechtliche Rahmenbedingungen als auch technische Sicherheitsaspekte sowie Richtlinien wie den Cyber Resilience Act (CRA) der EU beleuchtet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ECPDTD/
Geodaten mit DuckDB verarbeiten (fossgis2024)
DuckDB hat sich als leichtgewichtiges Werkzeug für Datananalysen aller Art in der Data Science Community etabliert. Mittlerweile gibt es auch eine offizielle Erweiterung die mit Geodaten arbeiten kann. In diesem Vortrag stellen wir die grundlegenden Funktionen vor. DuckDB kann Daten aus verschiedenen Quellen wie Dateien (CSV, JSON, ...), über das Internet oder aus anderen Datenbanken einlesen. Mittels SQL können die eingelesenen Daten miteinander kombiniert und verarbeitet werden. Durch die "spatial" Erweiterung von DuckDB werden nun auch räumliche Datentypen wie Punkte, Linien oder Polygone unterstützt. Außerdem werden durch die im Hintergrund eingebundene GEOS Bibliothek geographische Analyse Funktionen bereitgestellt, Beispiele hierfür sind Flächenberechnung, Überschneidungen oder Buffer-Berechnung. Im Hintergrund wird außerdem GDAL eingebunden womit weitere zahlreiche Formate aus der Geo-Welt gelesen und geschrieben werden können. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/MQDUEW/
DIPAS - Digitale Bürgerbeteiligung mit Open Source & Open Data (fossgis2024)
Das Digitale Partizipationssystem DIPAS schlägt eine Brücke zwischen Bürgerbeteiligung Online und vor Ort und setzt dabei mithilfe interaktiver Touchtables auf offene Geodaten und Open-Source Technologien. Im Vortrag werden das Tool sowie die DIPAS Anwender Community vorgestellt. Das Digitale Partizipationssystem DIPAS schlägt eine Brücke zwischen Bürgerbeteiligung Online und vor Ort und setzt dabei mithilfe interaktiver Touchtables auf offene Geodaten und Open-Source Technologien. Im Vortrag werden das Tool sowie die DIPAS Anwender Community vorgestellt. Das Publikum kann sich auf Einblicke & Erfahrungsberichte aus bereits über 100 durchgeführten DIPAS-Verfahren sowie der im Juli 2023 gegründeten Anwender Community freuen, in der DIPAS verwaltungsübergreifend weiterentwickelt wird. Mit DIPAS (https://dipas.org/) können Bürgerinnen und Bürger von zu Hause aus, mobil oder in Veranstaltungen digitale Karten, Luftbilder, Pläne, 3D Modelle und Geodaten abrufen und ein genau lokalisiertes Feedback zu Planungsvorhaben geben. Die unter GNU GPL Lizenz auf Open CoDE (https://gitlab.opencode.de/dipas) veröffentlichte Open Source Software wurde von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) entwickelt. Über die im Sommer 2023 gegründete DIPAS Anwender Community (https://dipas.org/community) beraten sich die Mitglieder zu Weiterentwicklungsbedarfen, koordinieren deren Umsetzung und tauschen Erfahrungen aus. DIPAS integriert das Masterportal (https://www.masterportal.org/) und dessen Tools, wodurch die Einbindung von OGC-konformen Geodaten ermöglich ist. Alle Komponenten, die in DIPAS verwendet werden basieren auf Open-Source-Software. Die Administration wird beispielsweise durch das Content-Management-System Drupal vorgenommen. Dem Grundsatz Public Money – Public Code entsprechend werden alle Weiterentwicklungen nach der Erprobung Open Source gestellt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/9ZQEWP/
Monitoring von Waldgebieten mit Hilfe von Sentinel-2 abgeleiteten Vegetationsindizes (fossgis2024)
Innerhalb des Projektes werden Sentinel-2 L2A-Szenen über Irland ausgewählt. Für diese Szenen wurden zwei Vegetationsindizes berechnet, sowie mittels zonaler Statistiken der Median dieser Vegetationsindizes pro Waldgebiet. Für die automatische Waldüberwachung wurden die Veränderungen der Indizes berechnet, sowie starke Veränderungen (z.B. durch Waldrodungen) mittels eines Grenzwerts als solche gekennzeichnet. Die umfangreichen Sentinel-Archive bieten ein enormes Potenzial für die automatische Waldüberwachung. Dieses Potenzial werden innerhalb eines längerfristigen Projektes für das irische staatliche Forstwirtschaftsunternehmen Coillte analysiert. Für die Prozessierung werden Sentinel-2 (L2A) Szenen über Irland auf zunächst vierteljährlicher Basis (Zeitraum anpassbar) ausgewählt. Dabei wird die Wolkenbedeckung bei der Auswahl der Szenen berücksichtigt. Innerhalb der Machbarkeitsstudie war der Analyse-zeitraum auf Juli 2022 bis März 2023 beschränkt, im weiteren Projektverlauf wird dies auf weitere zurückliegende Jahre ausgedehnt sowie in der Zukunft quartalsweise betrachtet. Für die jeweiligen Szenen (eine pro Quartal) werden zwei Vegetationsindizes berechnet: der Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) und der Enhanced Vegetation Index (EVI). Pro Waldgebiet wird dann mittels zonaler Statistiken der NDVI und EVI Median berechnet. Mit Hilfe der zonalen Statistiken kann dann eine Veränderungsdetektion ausgeführt werden. Dafür werden Differenzen von benachbarten Zeitpunkten gebildet. Wenn es keinen direkt benachbarten Zeitpunkt mit einer Messung (bzw. abgeleiteten Index Median) gibt, wird der nächst vorige verfügbare Zeitpunkt für die Veränderungsberechnung genutzt. Damit kann der Mangel an Daten durch die in Irland recht häufig auftretende Wolkenbedeckung reduziert werden. Um starke Veränderungen einzelner Waldgebiete automatisch zu Erkennen, werden die im vorigen Schritt berechneten Differenzen mit einem anpassbaren Schwellenwert verglichen. Wird dieser Schwellenwert überstiegen, wird das Waldpolygon als signifikant verändert gekennzeichnet. Dieses Ergebnis bildet die Basis für weitere waldwirtschaftliche Entscheidungen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QJSTCF/
3DProjektplaner – Stadtentwicklung mit Perspektive (fossgis2024)
Der 3DProjektplaner ist eine auf dem Open Source Masterportal basierende Webanwendung, die es planenden Dienststellen in der Verwaltung ermöglicht, Bauvorhaben im 3D-Stadtkontext geodatenbasiert zu analysieren sowie eigene städtebauliche Entwicklungsideen schnell und einfach zu skizzieren. Im Lightning Talk sollen die wesentlichen Funktionen des 3DProjektplaners sowie mögliche Anwendungsfälle des Tools aufgezeigt werden. Der 3DProjektplaner ist eine digitale Webanwendung, die es planenden Dienststellen in der Verwaltung ermöglicht, Bauvorhaben im Stadtkontext geodatenbasiert zu analysieren sowie eigene städtebauliche Entwicklungsideen schnell und einfach zu skizzieren. Aktuell stehen Fachämtern zur Prüfung von Bauvorhaben in frühen Planungsphasen oftmals nur gedruckte Pläne und Renderings zur Verfügung und beim Entwickeln neuer städtebaulicher Ideen wird in der Amtsstube zumeist zum gedruckten Luftbild und Zeichenpapier gegriffen. Das Problem: papiergebundene Entwurfsprozesse kosten Zeit und vor allem fehlt oft die Möglichkeit, das Vorhaben in frühen Planungsphasen mit dem Kontext der gebauten Stadt fundiert und datenbasiert in Abgleich zu bringen. Mit dem 3DProjektplaner kann ein Bauvorhaben im 3D-Stadtmodell digital platziert werden, um es bspw. im baulichen Umfeld zu analysieren, mit weiteren Geodaten wie z. B. digitalen Bebauungsplänen zu verschneiden oder Schattenwurfsimulationen durchzuführen. Außerdem können mithilfe leicht zu bedienender Zeichenwerkzeuge Bestandsgebäude ausgeblendet, einfache städtebauliche Skizzen in wenigen Minuten hergestellt und diese für die weitere Verwendung als PDF gespeichert oder ausgedruckt werden. Auf diese Weise schafft der 3DProjektplaner besonders in frühen Planungsphasen mithilfe von Geodaten und innovativen 3D-Technologien neue Perspektiven für die Stadtentwicklung. Der 3DProjektplaner wurde als Werkzeug für planende Dienststellen der Verwaltung entwickelt und unterstützt diese in den vielfältigen Fragestellungen und Abstimmungsprozessen sowohl verwaltungsintern als auch mit Privaten. Da es sich um eine Webanwendung handelt, die im Browser aufgerufen werden kann, wird für die Nutzung keine spezielle Hardware benötigt. Technische Grundlage des 3DProjektplaners ist das Masterportal, das hierfür im Rahmen des Projektes Connected Urban Twins (CUT) auf Grundlage intensiver Anforderungserhebungsprozesse von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Zusammenarbeit mit Dataport im Bereich 3D weiterentwickelt wurde. Zu den neu entwickelten Funktionen gehören: - 3D Importer - 3D Draw - Sichtperspektiven - Ausblenden von Objekten des 3D-Stadtmodells Die Funktionen werden in der Masterportal-Toolbox „3D Modeller“ gebündelt und sind Teil des Masterportal-Cores. Alle Entwicklungen sind OGC-konform und wurden explizit als Open Source Software entwickelt. Der 3DProjketplaner ist ein Fachportal, das auf Basis des Masterportals (^V 2.37) konfiguriert wurde. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/93LW77/
Beyond WebGIS: Empowering Scrollytelling with Maps and Data (fossgis2024)
Nicht nur journalistische Formate profitieren von dynamischen multimedialen Scrollytelling – ob Stadt- oder Windparkplanung, fast jede Geschichte mit einem geographischen Bezug lässt sich durch interaktive Karten, Charts oder Tabellen ausgestalten und Leser:innen zu neuen Gedanken inspirieren. Wir demonstrieren exemplarisch u.a. mit dem Business Intelligence Tool Apache Superset, wie man die zahlreichen Visualisierungsmöglichkeiten des Scollytellings vollends ausschöpfen kann. Nicht nur journalistische Formate profitieren von dynamischen multimedialen Scrollytelling – ob Stadt- oder Windparkplanung, fast jede Geschichte mit einem geographischen Bezug lässt sich durch interaktive Karten, Charts oder Tabellen ausgestalten und Leser:innen zu neuen Gedanken inspirieren. Wir demonstrieren exemplarisch u.a. mit dem Business Intelligence Tool Apache Superset, wie man die zahlreichen Visualisierungsmöglichkeiten des Scollytellings vollends ausschöpfen kann. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/XKM88N/
GeoStyler - Ein visueller Vergleich (fossgis2024)
In diesem Talk führen wir einen visuellen Vergleich der von GeoStyler unterstützten Stilformate anhand einiger Beispielkarten durch. GeoStyler besetzt durch seine Stilkonverter eine Nische in der Webkartographie und konnte sich so in den letzten Jahren in der Open Source Community etablieren. Um User bei der Entscheidung zu unterstützen, ob und wie GeoStyler für sie von Nutzen sein kann, führen wir in diesem Talk einen visuellen Vergleich der unterstützten Stilformate anhand einiger Beispielkarten durch. Gleichzeitig zeigen wir damit auf, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Dieser Talk ist ein Call for Participation. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/ETCVAE/
POLAR - Vollkonfigurierbare, pluginbasierte Kartenklienten für bürgernahe Anwendungen (fossgis2024)
Die Paketbibliothek POLAR wurde Ende 2023 als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht. Basierend auf OpenLayers und unter Verwendung von Vue werden verschiedenste wiederverwendbare Funktionalitäten publiziert, welche gemeinsam als Kartenklient für zahlreiche Anwendungsgebiete im Einsatz sind. So verwenden Bürger bereits heute POLAR, u. a. im Meldemichel Hamburg, im Denkmalinformationssystem SH, und in einer Vielzahl von Antragssystemen deutscher Behörden. Die Paketbibliothek [POLAR](https://github.com/Dataport/polar) ist darauf ausgelegt, dass aus einem Core- und diversen Plugin-Paketen ein Kartenklient zusammengesteckt wird, der bereits einen Großteil der Anforderungen abdeckt. Für generische Anwendungsfälle kann auch ein generischer Klient genutzt werden, der dann nur noch über Konfiguration auf die Situation angepasst wird. Der Fokus liegt allerdings auf Erweiterbarkeit: Da Klienten oft noch einsatzspezifische "kleine Details" benötigen, können sowohl eigene Plugins ergänzt, als auch spezifischer Klientencode geschrieben werden, um diese Lücken zu füllen. So sind wiederkehrende Anforderungen wie Zeichenfunktion, Geolokalisierung, Addresssuche, Pin-Funktion, uvw. bereits erledigt – sowie weitere einsatzspezifische Details schnell ergänzt. Der Klient kann als Ganzseitenapplikation verwendet werden, ist aber als Komponente konzipiert. Hierzu wird er stets in einem ShadowDOM gerendert, um Style-Konflikte mit einer umliegenden Applikation zu vermeiden. Zugleich wird eine Datenschnittstelle angeboten, um Daten leicht ein- und ausgeben zu können. Die Kartenapplikation funktioniert dann "wie ein Input-Element" für ein umgreifendes Formular. Dazu gehören Verwendbarkeit auf mobilen Geräten wie auch ein möglichst hoher Grad an Barrierearmut zu den Grundsätzen. Im Falle des [Denkmalinformationssystems SH](https://efi2.schleswig-holstein.de/dish/dish_client/index.html) kann der Kartenklient benutzt werden, um die in SH dokumentierten Denkmäler einzusehen und weitere Informationen zu ihnen zu erhalten. Im [Hamburger Meldemichel](https://static.hamburg.de/kartenclient/prod/) wiederum können Bürger Schäden an öffentlicher Infrastruktur sowohl einsehen als auch melden. Nachgelagerte Antragsprozesse ermöglichen so eine effiziente Bearbeitung der Schäden im öffentlichen Raum. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/8JMQSJ/
Weltwärmestrom Datenbank Projekt: webbasierte Explorationswerkzeuge für Punktdaten (fossgis2024)
Im Weltwärmestrom-Datenbank Projekt wird eine neue Forschungsdateninfrastruktur für terrestrische Wärmestromdaten aufgebaut. Zentraler Aspekt ist die Einhaltung der FAIR und OPEN Datenpolitik. Unter anderem werden webbasierte fachbezogene Explorations- und Analysewerkzeuge angeboten, womit sich Nutzende bereits im Browser einen ersten Überblick über die Daten verschaffen können. Fokus dieser Präsentation ist die technische Umsetzung dieser Explorationswerkzeuge. Das Weltwärmestrom Datenbank Projekt setzt sich als Ziel eine neue Forschungsdateninfrastruktur (Web Portal) für terrestrische Wärmestromdaten zu entwickeln. Über die letzten Jahrzehnte ist eine umfangreiche, globale Datensammlung zum Thema Wärmestrom entstanden, welche über eine zentrale Anlaufstelle im Internet durch Einhaltung der FAIR und OPEN Datenpolitik zur Verfügung gestellt werden soll. Neben den Daten selbst, bietet die Anwendung eine integrierte Literaturdatenbank, einen internen Bereich für registrierte Nutzende, eine API und fachbezogene Explorationswerkzeuge, welche hier detaillierter beschrieben werden. Das Paper beschäftigt sich mit den Funktionalitäten des Web Portals, welche durch eine Anforderungsanalyse erfasst wurden, und beschreibt die für die Umsetzung verwendeten Komponenten. Die Explorationswerkzeuge sind hierbei ein separates Modul, welche in VueJS implementiert wurden und über npm in die Projekthomepage eingebunden werden. Als Input benötigt die Anwendung Punktdaten und eine Schema Datei für die Datenbeschreibung. Zentral für die Datenexploration ist ein auf MapLibre basierender Kartenviewer, der die georeferenzierten Punktdaten auf einer Weltkarte darstellt. Damit soll Nutzen-den bereits im Browser die Möglichkeit geboten werden, sich einen ersten Überblick über die Daten zu verschaffen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/CBWGLM/
Modellierung von Fuzzyness / Wobbliness in Geodaten (fossgis2024)
Insbesondere bei der Bereitstellung von Open Data nach den FAIR-Prinzipien zur bestmöglichen Offenheit und Transparenz ist die Angabe von Unsicherheiten und Zweifeln für den Nachnutzenden von enormer Bedeutung. Bei interdisziplinärer Zusammenarbeit ist dieser Aspekt umso wichtiger. In diesem Paper werden fünf data-driven interdisziplinäre Use-Cases für den Umgang mit und die Modellierung von vagen und unsicheren Georeferenzen aus dem Bereich der Archäologie und Geowissenschaften vorgestellt. # Einleitung Geodätinnen und Geodäten wissen, dass jede Bestimmung einer Länge, Winkel, bzw. eine Koordinate mit Unsicherheiten und/oder statistischen Kenngrößen wie Standardabweichungen, 3-Sigma-Regel etc. belegt ist. Insbesondere bei der Bereitstellung von Open Data nach den FAIR-Prinzipien [1] (Findable, Accessible, Interoperable und Reusable) zur bestmöglichen Offenheit und Transparenz ist die Angabe von Unsicherheiten und Zweifeln für den Nachnutzenden von enormer Bedeutung. Bei interdisziplinärer Zusammenarbeit ist dieser Aspekt umso wichtiger. Insbesondere in den Geistes- und Kulturwissenschaften (Humanities / Cultural Heritage) und auch Geowissenschaften (wie z.B. Geologie) spielen Geodaten eine große Rolle. Georeferenzierungen sind Teil der täglichen Arbeit und stellen ein Herausforderung bei der Bereitstellung von Open Geodata nach den FAIR-Prinzipien dar. Archäologische und geowissenschaftliche Forschung muss bei der Datenmodellierung mit Zweifeln wie Fuzzyness und Mehrdeutigkeiten umgehen. Dies geschieht insbesondere bei der Georeferenzierung [2;3]. Um jedoch reproduzierbare und verständliche Daten für die Wiederverwendung zu schaffen und gleichzeitig die Datenqualität archäologischer Daten zu gewährleisten, müssen diese Zweifel und Unklarheiten offengelegt werden [4]. Dies ist auch für die FAIRifizierung von Daten wichtig, die ein großer Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ist [5;6]. In diesem Kontext müssen insbesondere Vagheiten und Unsicherheiten für die Arbeit mit und Bereitstellung von Geodaten modelliert werden [7-9]. Für die Verknüpfung von Daten und die FAIRifizierung ist jedoch die von Berners-Lee [10] vorgeschlagene graphbasierte Modellierung als Linked Open Data (LOD) die Methode und Technik der Wahl. Aufgrund der großen Vielfalt der Forschungsbereiche ist eine interdisziplinäre, allgemein verständliche Modellierung von Unsicherheiten und Vagheiten in Geodaten eine große Herausforderung. In diesem Paper werden fünf data-driven interdisziplinäre Use-Cases für den Umgang mit und die Modellierung von vagen und unsicheren Georeferenzen (am Beispiel von Fundstellen) auf der Grundlage von Literatur als LOD aus dem Bereich der Archäologie und Geowissenschaften vorgestellt. Die Anwendungsfälle implementieren drei Modellierungsstrategien [11] unter Verwendung von Wikidata, Linked Open Data sowie einer Ontologie, modelliert in OWL [12] und Wikibase [13] und nehmen zudem Möglichkeiten in Open Street Map unter die Lupe. # Use Cases ## Use Case A Ogham-Steine sind Monolithen mit der frühmittelalterlichen irischen Ogham-Primitivschrift, die vor allem auf der Insel Irland und im westlichen Teil Großbritanniens zwischen dem 4. und 9 Jhd. n. Chr. errichtet wurden. Die meisten Steine befinden sich nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort, was für die kartografische Erfassung wichtig ist und die Bestimmung ihrer ursprünglichen Funktion erschwert [14]. Ogham-Steinfunde werden in verschiedenen Katalogen wie Büchern (z. B. 14-16), Online-Datenbanken (z. B. das CISP-Projekt) oder Online-Repositorien (z. B. Ogham in 3D) erwähnt. Diese Quellen liefern Informationen in unterschiedlicher Granularität: Townlands, Beschreibungen und Koordinaten in WGS84/GPS oder irischen GRID-Referenzen. Zudem werden ganze Biographien von Geo-Locations dort erfasst. Wie könnten diese Ungenauigkeiten und Unsicherheiten in Community-Hubs wie Wikidata oder Open Street Map abgebildet werden? Ein Beispiel hierfür ist CIIC 81, der im Stone Corridor des University College Cork (UCC) steht und mit Hilfe von WIkidata [17] und Open Street Map modelliert wurde, vgl. auch Wikidata Q106680733 [18] und OSM Node 11071361392 [19]. ## Use Case B Die Dissertation von S. Baars beschäftigt sich mit der Silbermünzprägung von Kroton, einer achäischen Kolonie in Süditalien, vom 6. bis 3. Jh. v. Chr. Dabei kommen verschiedene numismatische Methoden zum Einsatz, darunter auch die der Hortfundanalyse. Sämtliche Fundorte der untersuchten Horte sind nicht exakt georeferenziert (z. B. anhand der Dokumentation von Grabungsberichten). Die ermittelten Fundorte sind aus der Literatur abgeleitet und weisen unterschiedliche Präzisionsgrade hinsichtlich der geografischen Lage auf. Eine recht genaue Angabe bietet z. B. der Hortfund von "Tarent 1938" (IGCH 1902) in der "via Oberdan" in Tarent. Hinweise auf eine Verortung des Fundes im modernen und/oder antiken Stadtkerne liefern z. B. "Paestum 1937" (IGCH 1925) oder "Stro
Prozedurale Kunst mit QGIS (fossgis2024)
Mit QGIS als Leinwand, dem Geometrie-Generator als Pinsel und datendefinierter Übersteuerung als Palette wird gemalt und animiert bis die CPU bricht. In 5 Minuten zu einem prozeduralen Kunstwerk, was jeden NFT-<strike>Verkäufer</strike>Trickbetrüger in Neid erblassen lässt! Mit QGIS als Leinwand, dem Geometrie-Generator als Pinsel und datendefinierter Übersteuerung als Palette wird gemalt und animiert bis die CPU bricht. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/EEFWZP/
Einsatz von Machine Learning zur Erstellung von XPlanGML (fossgis2024)
Der Vortrag präsentiert einen methodischen Ansatz zur automatisierten Erstellung von XPlanGML im Raster-Umring-Szenario mithilfe von Machine Learning. Es werden die einzelnen Schritte des Workflows sowie die Einsatzmöglichkeiten von Machine Learning im Detail erläutert. Der Standard XPlanung sieht eine Umsetzung aller in Deutschland erstellten Planwerke in das Datenaustauschformat XPlanGML vor. Die Frist zur Umsetzung bestehender Planwerke endete im Februar 2023, trotzdem liegen viele Planwerke noch immer nicht als XPlanGML vor. Die einfachste Bereitstellung von XPlanGML ist das sog. Raster-Umring-Szenario, bei dem das Planwerk als Rasterdatei vorliegt und der Geltungsbereich durch einen Vektorumring dargestellt werden muss. In diesem Vortrag wird ein methodischer Ansatz mit Machine Learning zur automatisierten Erstellung von XPlanGML im Raster-Umring-Szenario vorgestellt. Im Vordergrund steht dabei die Erstellung einer georeferenzierten und zugeschnittenen Rasterdatei, welche aus einem einfachen Scan mittels Machine Learning erstellt wird. Die einzelnen Schritte zur Erstellung einer XPlanGML im Raster-Umring-Szenario werden demnach im Detail vorgestellt und gezeigt, wo die Nutzung von Machine Learning möglich ist. Die Arbeiten zu diesem Thema sind noch nicht abgeschlossen und werden aktuell im Rahmen einer Masterarbeit durchgeführt. Die Fragestellung soll dabei mit verschiedenen Open-Source Software-Anwendungen gelöst werden und befasst sich ausschließlich mit Bebauungsplänen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/KLCZXW/
Starkregengefahrenhinweiskarten für Niedersachsen/Schleswig-Holstein/HB und Hamburg (fossgis2024)
Die Wissenschaft ist sich einig, dass er fortschreitende Klimawandel zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen (u.a. Starkregen) führt. Das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie hat das Ziel, eine bundesweit einheitliche Starkregengefahrenhinweiskarte zu erstellen. Die Arbeitsgemeinschaft (Fischer Teamplan und Weber–Ingenieure) erstellt derzeit mit OpenSource-Software (HiPIMS und QGIS) und überwiegend mit OpenData diese Karten für Niedersachsen/Schleswig-Holstein/Bremen und Hamburg. Bereits 2019 haben wir im Auftrag des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie das Pilotprojekt Starkregengefahrenhinweiskarte NRW bearbeitet. Das Ziel ist eine bundesweit einheitliche Erstellung einer Starkregengefahrenhinweiskarte zur Informationsvorsorge und als Grundlage für weiterführende Schutzmaßnahmen und Risikoanalysen. Seit Anfang 2023 werden für 10 Bundesländer weitere Karten erstellt. Von uns werden derzeit die Bundesländer Niedersachsen/Schleswig-Holstein/Bremen und Hamburg auf ihre Starkregengefahr hin untersucht. Dazu wurden als Eingangsdaten überwiegend OpenData (beispielsweise von der Bundesanstalt für Gewässerkunde, dem Deutschen Wetterdienst und länderspezifische Daten) verwendet. Hinzu kamen jedoch auch nutzungseingeschränkte Daten (Deutsche Bahn, Bundesanstalt für Straßenwesen, länderspezifische Daten, Unterhaltungsverbände). Die Berechnung (2D-Oberflächenabflusssimulation) haben wir mit der OpenSource Software HiPIMS (high-performance integrated hydraulic and hydrological modelling software (https://github.com/lukeshope/hipims-ocl)) durchgeführt. Wir haben ein Modell mit einer Auflösung von 1x1m für eine Gesamtfläche von rund 69.000 km² aufgestellt und die rund 175.000 wasserwirtschaftlich relevanten Sonderbauwerke (Brücken/Durchlässe/Schöpfwerke) hydraulisch abgebildet. Die Datenaufbereitung erfolgte mit QGIS und Nutzung von QGIS Model Builder sowie automatisierten Abfragen und Routinen. In unserem Vortrag gehen wir auf die technische Umsetzung mithilfe diverser OpenSource-Werkzeuge ein: - Die manuelle Datenverarbeitung von Massendaten im GIS - Die geskriptete Anwendung von GIS Tools im Cluster - Die Einbindung von KI in Prozesse der Geodatenverarbeitung Derzeit liegt eine Vorsimulation für das Gesamtgebiet vor und es erfolgt eine digitale Überprüfung der Ergebnisse bezüglich der Wassertiefe und Ausdehnung der Überflutungsflächen. Im Frühjahr 2024 liegen die plausibilisierten Starkregengefahrenhinweiskarten vor. Das BKG plant, die Ergebnisse wie bereits die NRW Karten als OpenData zu veröffentlichen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/QBPHWV/
pg_featureserv - Veröffentlichung von Vektordaten mit OGC API Features (fossgis2024)
Im Vortrag wird pg_featureserv vorgestellt, ein leichtgewichtiges Programm zur Veröffentlichung von Vektordaten aus einer PostGIS Datenbank über den OGC API Features Standard. Es wird die Installation erklärt, die verschiedenen Filtermöglichkeiten der Daten besprochen und es wird genauer auf die Eigenschaften des OGC API Features Standards als Nachfolger des WFS (Web Feature Service) eingegangen. In diesem Vortrag wird das Programm pg_featureserv vorgestellt. Es ist schlank, in der Programmiersprache Go geschrieben und dient der Veröffentlichung von Vektordaten aus PostGIS-Datenbanken mittels dem OGC API Features-Standard. Zunächst werden die wichtigsten Funktionen von pg_featureserv inklusive Installation und Einrichtung vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den zahlreichen Filterfunktionen des Tools, die genaues und effizientes Abfragen von räumlichen Daten ermöglichen. Die Anwendung dieser Funktionen wird anhand von Beispielen erklärt. Außerdem wird der OGC API Features-Standard vorgestellt, als fortschrittliche Methode zur Veröffentlichung von Geodaten im Vergleich zum traditionellen WFS. Die Unterschiede zwischen beiden Ansätzen werden erläutert und die Vorteile des neuen Standards werden hervorgehoben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/VKNTPT/
GeoServer Cloud mit Kubernetes (fossgis2024)
"GeoServer Cloud" ist ein Projekt, welches das Ziel verfolgt die vom klassischen GeoServer implementierten OGC-Standards und weitere Schnittstellen als individuell skalierbare Microservices "cloud native" in einer Container-basierten Umgebung bereitzustellen. Der Vortrag stellt die Möglichkeiten der (OGC-)Dienst-Orchestrierung am Beispiel von Kubernetes vor und beleuchtet die Vor- und Nachteile dieser Entwicklungen. Der klassische GeoServer als monolithische Serverlösung stößt im Umfeld moderner Microservice-Architekturen schnell an technische Grenzen. Diesen Problemen tritt das "GeoServer Cloud" Projekt (https://github.com/geoserver/geoserver-cloud) entgegen, indem bestehende GeoServer-Implementierungen durch Erweiterung und Anpassung in individuell einsetzbare Einzelkomponenten transformiert werden. Diese können dann im Rahmen einer Microservice-Architektur in Container-basierten Verwaltungsumgebungen wie beispielsweise Kubernetes eingesetzt und beliebig skaliert werden. Der Vortrag beleuchtet die technischen Konzepte (dynamic service discovery, externalized configuration, distributed events, API gateway) und diskutiert Vor- und Nachteile dieser Entwicklungen. Am Beispiel eines lokalen KIND-Setups (Kubernetes in Docker) werden die Möglichkeiten in aller Kürze veranschaulicht. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FPU77T/
pygeoapi - eine Python Server Software für OGC API Standards (fossgis2024)
Lernen Sie die Python Server Implementation der OGC API suite of standards kennen. Anhand von einfachen Beispielen wird vorgeführt wie mit pygeoapi OGC API Dienste erstellt werden können. Diverse Standards wurden bereits von pygeoapi implementiert und können leicht bereitgestellt werden. Die Konfiguration erfolgt dabei via YAML in Textdateien. **pygeoapi unterstützt folgende Standards** - OGC API - Features (OGC Reference Implementation) - OGC API - Coverages - OGC API - Tiles - OGC API - Records - OGC API - Processes - OGC API - Environmental Data Retrieval - SpatioTemporal Asset Catalog pygeoapi ist eine Python Serverentwicklung der OGC API Suite of Standards. Das Projekt entstand im Umfeld der OGC API-Bestrebungen, die das Ziel haben eine neue Generation an OGC Diensten zu entwickeln. pygeoapi bietet dabei eine einfache Möglichkeit einen RESTful OGC API Endpunkt unter der Verwendung von OpenAPI, GeoJSON, und HTML zu erstellen. Das pygeoapi-team arbeitet dabei eng mit dem OGC zusammen, ist auf den gemeinsamen Entwicklertreffen vertreten und setzt die Anforderungen der neuen Standards direkt um. https://pygeoapi.io/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/GTNXSB/
XPlanung für die Cloud (fossgis2024)
Im April 2022 wurde der Quellcode der Software xPlanBox der Firma lat/lon im Rahmen eines Pilotprojekts auf der OpenCoDE-Plattform des BMI veröffentlicht. Seitdem wird die Software kontinuierlich weiterentwickelt und kommt im Rahmen des Onlinezugangsgesetz (OZG) und des "Einer-für-Alle"-Prinzips (EfA) zum Einsatz. Der Vortrag stellt kurz die wichtigsten Erweiterung der Software für den Betrieb in der Cloud vor. Im Oktober 2017 hat der IT-Planungsrat die verbindliche Einführung der Standards XPlanung und XBau beschlossen. Daraus folgt, dass IT-Verfahren die neuen Standards zur Raum- und Bauleitplanung unterstützen sollen. Mit der Veröffentlichung der Software xPlanBox im Rahmen eines Pilotprojekts auf der OpenCoDE-Plattform des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) steht nun eine umfassende Lösung zum Austausch des objektorientierten Datenaustauschformat XPlanGML (XPlanung) bereit. Im Rahmen des OZG-Umsetzungsprojekts "Bürgerbeteiligung und Information" aus dem Themenfeld "Bauen & Wohnen" werden die Komponenten der xPlanBox für die Bereitstellung von räumlichen Planwerken im Internet verwendet. Auf den vergangenen FOSSGIS-Konferenzen wurde das Projekt und die Einsatzmöglichkeiten der Software bereits präsentiert. In diesem Jahr sollen die Neuerungen der Open Source Version insbesondere die Erweiterung für den Betrieb im Container-basierten Kubernetes-Umfeld präsentiert werden. Außerdem wird es einen Überblick über zukünftige Entwicklungen im Projekt gegeben. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/PH8HBR/
GeoNetwork-UI: Ein anwenderfreundliches Frontend für den Datenkatalog GeoNetwork (fossgis2024)
Das Open-Source Projekt GeoNetwork-UI steht in enger Verbindung zur klassischen Metadatenkatalog-Anwendung GeoNetwork. In dieser Präsentation werden wir sowohl den aktuellen Stand des Projekts GeoNetwork-UI, das innovative Design des neuen Metadaten-Editors, als auch die bevorstehenden Entwicklungen vorstellen. Der Vortrag stellt die neuesten Entwicklungen im Open Source Projekt GeoNetwork-UI vor. Zentrales Ziel von GeoNetwork-UI ist es, eine Alternative zum veralteten Frontend von GeoNetwork zu liefern. Neben der Modernisierung der Benutzeroberfläche von GeoNetwork, entstand GeoNetwork-UI aus der Notwendigkeit, neue Anwendungsfälle beim Arbeiten mit Metadaten anzugehen und eine erheblich verbesserte Benutzererfahrung zu bieten. Beispielsweise wird durch das Geonetwork-UI eine einfachere Datenaufnahme mit automatischer Befüllung der Metadaten geboten. Außerdem bietet es Formulare passend zu jeder Organisation und eine automatische Speicherung der Daten im Entwurf-Modus. Einer der Hauptkritikpunkte der ursprünglichen GeoNetwork-Anwendung war die komplizierte Eingabe über den Metadaten-Editor, der zwar viele Standards unterstützt, als Konsequenz aber sehr umfangreiche und komplexe Eingabemasken für den Benutzer bereitstellt. Ein bekanntes Beispiel sind die XML-Schemas der ISO19139, die aufgrund ihrer Komplexität viele Nutzer:innen überfordern. Dieses Problem soll mit Hilfe des neu erstellten Metadaten-Editors angegangen und verbessert werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern innerhalb einer Organisation wird ebenfalls erleichtert, z.B. können Nutzer:innen gegenseitig um Feedback und Reviews bitten. In diesem Vortrag werden wir daher einige typische Use Cases vorstellen, die dies veranschaulichen. Außerdem werden cutting-edge Technologien wie z.B. “Web-Components” und fortschrittliches Theming mit CSS-Variablen vorgestellt. Es wird auf die einfache Konfiguration und Deployment eingegangen. Zudem wird auf die Kompatibilität von Geonetwork-UI mit Geonetwork 4.2 hingewiesen. GeoNetwork-UI ist ein vielversprechendes Projekt mit einer wachsenden Gemeinschaft, und wir freuen uns darauf, die Anwendung und deren potentielle Einsatzbereiche im Detail vorzustellen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/7XRXPS/
Hinweiskarten Starkregengefahren: OpenData für die bundesweite Klimawandelanpassung (fossgis2024)
Infolge des Klimawandels treten Starkregenereignisse häufiger und intensiver auf; sie verursachen jährlich erhebliche Schäden. Als Beitrag zu einer optimalen staatlichen Vorsorge erstellt das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) eine bundesweite und einheitliche Hinweiskarte zu Starkregengefahren. Diese wird bis Ende 2025 sukzessive erstellt und Entscheidungsträgern, dem Katastrophenschutz sowie der gesamten Öffentlichkeit als OpenData frei zugänglich gemacht. Die bei Starkregenereignissen auftretenden Niederschlagsmengen können in kürzester Zeit so hoch ausfallen, dass es auch abseits von Gewässern zu katastrophalen Überflutungen und in der Folge zu erheblichen Personen- und Sachschäden kommt. Zum bestmöglichen Schutz müssen relevante Informationen für präventive Maßnahmen und für ein wirksames Katastrophenmanagement frei verfügbar mit einfacher Zugriffsmöglichkeit vorliegen. Unerlässlich sind dabei Informationen zur Lage und zur potentiellen Intensität der Gefahren. Hierbei haben Geodaten, wie etwa Digitale Geländemodelle, Bebauungsdaten oder hydrologische Bauwerksinformationen, eine entscheidende Bedeutung. Mittels einer hydrodynamischen Abflusssimulation lassen sich daraus Überflutungsszenarien für verschiedene Niederschlagsereignisse erstellen, die Hinweise über Risiken von Starkregenereignissen liefern. Für die Gebiete einiger Städte und Kommunen liegen bereits unterschiedliche Starkregenkarten vor, die jedoch nicht flächendeckend verfügbar sind. Sie unterscheiden sich oft in den zugrundeliegenden Daten, Annahmen und Kartendarstellungen. Um in einer Katastrophenlage grenzübergreifende Maßnahmen durchzuführen ist eine bundesweite, nach einheitlichen Grundsätzen erarbeitete Karte erforderlich. Als Pilot einer bundesweit einheitlichen Simulation hat das BKG im Herbst 2021 eine Hinweiskarte für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und bietet sie als OpenData der Öffentlichkeit als interaktive Webkarte, als WMS und zum Download an. Insbesondere durch das Angebot als freiem Download steigen die Möglichkeiten der Nachnutzung deutlich. Die berechneten Ergebnisdatensätze zu Überflutungstiefen, Fließgeschwindigkeiten und Fließrichtungen, die nicht in Klassen eingeteilt sind, lassen sich damit in ein eigenes Geoinformationssystem einbinden. Neben einer individuellen, nutzungsorientierten Darstellung werden Verschneidungen mit eigenen Fachdaten sowie weiterführende Auswertungen möglich. Die Hinweiskarte aus Nordrhein-Westfalen wird bereits im Katastrophenschutz zu Planungszwecken eingesetzt. Innerhalb eines großen Kooperationsprojekts mit den zuständigen Fachbehörden der Bundesländer Berlin, Bremen, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen wird die Hinweiskarte derzeit erweitert. Die freie Veröffentlichung der Ergebnisse ist für die erste Jahreshälfte 2024 geplant. Mit den verbleibenden Bundesländern steht das BKG im Austausch und plant eine sukzessive Veröffentlichung der Karten bis Ende 2025. Bildbeschreibung: Überflutungstiefen für ein außergewöhnliches (links) und extremes (rechts) Starkregenereignis. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/F9Q3RK/
BBOX: Kompakter OGC API Server für Features, Tiles und mehr (fossgis2024)
[BBOX](https://www.bbox.earth/) ist eine Open Source Implementation der neuen OGC API Standards mit Rückwärtskompatiblität zu WMS und WFS. Rasterkarten werden mit UMN MapServer oder QGIS Server gerendert, Vektorkacheln können direkt aus PostGIS-Daten erzeugt werden. BBOX ist in der Programmiersprache Rust implementiert und enthält einen hochperformanten Web-Server. Unterstützte OGC API Services: * OGC API - Features * OGC API - Maps, mit Unterstützung von OGC WMS 1.3 * OGC API - Tiles, mit WMTS and XYZ Endpunkten * OGC API - Processes, mit externer Processing Engine als Backend Enterprise-Funktionen: * Authentication / Authorization * Instrumentation und Monitoring * Docker support Einfache Bedienung: * `bbox-server serve –map alaska.qgz` Links: * Quellcode: https://github.com/bbox-services/bbox/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/CVTHAL/
Open Data @Greenpeace e.V. (fossgis2024)
Es wird über die Einführung eines offenen Datenportals von Greenpeace Deutschland berichtet (https://daten.greenpeace.de/). Dabei wird aus der Praxis berichtet : welche Software wurde warum ausgewählt , welche (un)erwarteten Hürden gab es bei der Einführung/Entwicklung Greenpeace Deutschland erhebt häufig verschiedenste Umweltdaten mit Geo-Bezug. Von Schadstoffmessungen nach Industrieunfällen, Verunreinigungen von Gewässern bis hin zu Waldzustandsberichten. Bisher wurden diese Daten nur in Reports veröffentlicht - wobei meist nur Grafiken und nicht die Rohdaten gezeigt/veröffentlicht wurden. Greenpeace will nun möglichst alle Daten veröffentlichen und dabei die freie Software CKAN nutzen. Im Vortrag wird unter anderem von der Softwareauswahl, dem Bereitstellen und Säubern der Daten und der NutzerInnen Schulung berichtet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/PGJNAF/
Aufbau einer Agrar-Forschungsdateninfrastruktur mit GeoNode und Kubernetes (fossgis2024)
In diesem Vortrag werde ich das zukünftige Daten Repositorium unserer Arbeitsgruppe für Forschungsdatenmanagement am ZALF vorstellen. Ich werde das Paradigma "Infrastructure-as-Code" praktisch erläutern. Darauf aufbauend die Bedeutung unserer Kubernetes Cluster erklären sowie Tools wie ArgoCD vorstellen. Anschließend werde ich auf unsere GeoNode Installation auf Kubernetes eingehen. - https://github.com/zalf-rdm/geonode - https://github.com/zalf-rdm/geonode-k8s In unserer Forschungsgruppe betreiben wir das renommierte „BonaRes“ Repositorium (https://www.bonares.de/) der Agrarwissenschaften. „BonaRes“ steht für „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“. Unser aktuelles Repositorium basiert auf Map-Apps und ArcGIS Software. Im Rahmen der Verstetigung des Repositories nach Abschluss der DFG Förderung im Jahr 2025 haben wir uns dazu entschieden, unser Repositorium auf freie Software und Kubernetes umzustellen. In diesem Vortrag werde ich einen Einblick in den zukünftigen Software-Stack des Daten Repositoriums unserer Arbeitsgruppe für Forschungsdatenmanagement am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. geben. Um unsere Motivation in der Arbeit mit Kubernetes darzulegen, werde ich das Paradigma "Infrastructure-as-Code" praktisch erläutern. Darauf aufbauend die Bedeutung unserer verschiedenen Cluster sowie einzelne Tools, wie z.B. ArgoCD (https://argoproj.github.io/), für die kontinuierliche Integration (CI) vorstellen. Anschließend werde ich auf unsere GeoNode Installation auf Kubernetes eingehen, die einzelnen Komponenten beschreiben und zeigen, welche Interaktion wir mit weiteren FOSS Komponenten für die Erweiterung unserer Forschungsdaten Plattform planen. Abschließend werde ich auf die technischen Herausforderungen eingehen, die bei der Umsetzung eines Kubernetes-Workflows in einer öffentlichen Einrichtung aufgetreten sind. Weitere Links: - https://github.com/zalf-rdm/geonode-k8s/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/YQQMKV/
xPlanBox: kommunale Datendrehscheibe für die Bauleit- und Landschaftsplanung (fossgis2024)
XPlanung ist der verbindliche Standard für die Bauleit- und Landschaftsplanung auf kommunaler Ebene. Die OpenSource-Anwendung xPlanBox unterstützt die Kommunen als zentrales Managementverfahren für sämtliche Planwerke sowie als Bereitstellungsplattform von XPlanung-Daten. Durch Containerlösungen ist der Betrieb für mehrere Mandanten einfach möglich, ebenso der Zugriff auf die Daten durch die Integration im Masterportal. Die Anwendung xPlanBox der Firma lat/lon steht unter opencode.de als OpenSource-Verfahren allen Interessierten zur Verfügung. Die Anwendung dient auf kommunaler Ebene der Abbildung der Bauleit- und der Landschaftsplanung auf Basis des verbindlichen Standards XPlanung. Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) stellt seit 2022 für über 40 Kommunen am linken Niederrhein die xPlanBox als zentrales Managementverfahren für sämtliche Planwerke der Kommunen sowie als Bereitstellungsplattform von XPlanung-Daten bereit. Auf dieser Basis werden die von den Kommunen bereitgestellten Planwerke nach erfolgreicher Validierung über OGC-Geoservices in die Geodateninfrastruktur des KRZN integriert, sodass die Daten allen Mitarbeiter:innen der Kommunen, aber auch der Zivilgesellschaft (Planungsbüros, Wirtschaft, …) über Geoportale – im KRZN auf Basis des Masterportals - zur Verfügung stehen. Die betroffenen Planarten – aktuell Bebauungs- und Flächennutzungspläne, zukünftig auch Landschaftspläne – werden für alle Kommunen in einer im Verbandsgebiet des KRZN abgestimmten einheitlichen Darstellung über WebMapServices bereitgestellt, zum Beispiel für die Auskunft in einem Geoportal. Auswertungen und Analysen können über WebFeatureServices beispielsweise in QGIS durchgeführt werden. Vorhandene APIs bieten als Schnittstellen weitere Nutzungsmöglichkeiten. Daneben ermöglicht der Einsatz von Containerlösungen einen stabilen und flexiblen Betrieb. Zudem kann so der Aufbau einer Umgebung für mehrere Mandanten einfach realisiert werden. Der Vortrag soll u.a. aufzeigen, • wie die xPlanBox in einer Mehrmandantenumgebung betrieben werden kann, • welche Möglichkeiten die xPlanBox den Kommunen in der täglichen Praxis bietet und • wie sich die Datenintegration in Masterportal, QGIS und in 3D-Portalen gestaltet. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SVQLL3/
Bereitstellung von freien Geodaten (OpenData) mit STAC beim LGLN (fossgis2024)
Es wird der Einsatz von STAC (SpatioTemporal Asset Catalog) zur Katalogisierung von freien Geodaten (OpenData) beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) auf Basis von OSS vorgestellt. Das LGLN sitzt auf einem riesigen Geodatenschatz und ein Großteil dieser Daten wird zukünftig den Bürgern als OpenData und gemäß der “Durchführungsverordnung (EU) 2023/138 zur Festlegung bestimmter hochwertiger Datensätze” (HVD) kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Diese Geodaten werden unter Verwendung des offenen Standards STAC katalogisiert. Die Kataloge können dann über die STAC-API gezielt abgerufen und durchsucht werden. Mit Hilfe von verschiedenen Tools (STAC-Browser, QGIS, …) gibt es die Möglichkeit, komfortabel auf die Daten zuzugreifen und sie zu visualisieren. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/HPLTPQ/
Der Weg eines Schlaglochs von der Straße auf die Karte (fossgis2024)
Jeder und jede von uns hat sich sicher schon einmal darüber geärgert: nichts Böses ahnend bleibt der Fuß oder das Rad in einem Schlagloch hängen, dass so tief ist, dass es fast auf die andere Seite der Erde reicht. Doch welchen Weg durch die GIS-Welt geht ein Schlagloch bis es auf einer Karte in der zuständigen Verwaltung landet? Und welche Rolle spielen hier Freie und Open-Source Software? Ein Schlagloch ist ein geographisches Objekt, es hat Koordinaten und passt damit wunderbar zu einem GIS. Doch wie kommt es dahin? Um die Koordinaten eines einzelnen Schlaglochs aufzunehmen, kann man selber rausgehen und sich mit einem GPS dazu stellen. Wenn man aber alle Schlaglöcher einer Gemeinde mit vielleicht mehreren hundert Kilometer an Wegenetz hat, dann ist dies nicht mehr wirklich praktikabel. Auch gibt es genug Autofahrende die wenig entspannt reagieren, wenn man auf der Straße rumläuft, selbst wenn man eine Warnweste trägt und eine GPS-Antenne in der Hand hält. Deswegen gibt es die Möglichkeit, ein mit Kameras und Scanner ausgestattetes Fahrzeug in den fließenden Verkehr zu schicken. Doch wo bleibt das GIS? Damit das Fahrzeug weiß, auf welchen Straßen und Wegen es unterwegs sein soll, werden im Vorfeld Daten gesammelt. Einige Bundesländer stellen Daten wie DOP und ALKIS als OpenData zur Verfügung, daneben gibt es in den für die Unterhaltung der Straßen zuständigen Straßenbauverwaltungen bereits existierende (GIS-)Daten und natürlich die reichhaltigen Datenbestände aus OSM. Damit haben wir Daten aus verschiedensten Datenquellen, die in einem QGIS-Projekt zusammengefasst werden können und in dem dann die Wege markiert werden, die erfasst werden sollen. Dieses QGIS geht dann mit raus auf den Rechner im Fahrzeug. Der Fahrer (wir haben leider nur Männer im Außendienst) weiß damit wo er lang muss und durch die Verbindung mit dem GPS weiß das QGIS wo gefahren wird, markiert die Straßen gleich ab womit der Fahrer gleich weiß wo er schon war. Und wie kommt jetzt das Schlagloch ins GIS rein? Durch die Kalibrierten Kameras auf den Fahrzeugen lässt sich in den Bildern Messen, ein Klick im Bild gibt eine Koordinate die im QGIS erscheint und dort mit Attribut versehen als Objekt in einer Tabelle in einer PostGIS-Datenbank landet. Einmal ein GIS-Objekt in der Datenbank, steht der kartographischen Aufbereitung nichts mehr im Weg. Was hier am Beispiel des Weges eines Schlaglochs von der Straße ins GIS beschrieben wurde, lässt sich nun natürlich auch auf anderes anwenden, z.B. auf andere Merkmale des Straßenzustands wie Risse, Flickstellen, etc. aber auch auf sämtliche anderen Objekte die von den Kameras erfasst werden. Wenn diese Merkmale des Straßenzustands erst einmal als Objekte im GIS sind, dann wird es erst richtig spannend, jedenfalls aus der Sicht eines GIS-Menschen mit Freude am Ausprobieren und Anwenden von Verarbeitungswerkzeugen im QGIS und an PostGIS-Funktionen: - In welcher Straße sind die meisten Risse aber die wenigsten Flickstellen? - Wieviel Prozent einer Straße haben Schlaglöchern oder anderen Schäden? Also welcher Anteil der Straßenfläche ist geschädigt? - An welcher Position entlang der Straße befindet sich ein Schlagloch? - Wenn es zusätzliche Angaben zu Baukosten und Alter einer Straße gibt, dann können zusammen mit den Infos zu den Schäden auch Berechnungen zum Wert einer Straße generiert werden. Vereinfacht: Je älter und je mehr Schäden umso geringer der Wert. Die komplette Bearbeitung der GIS-Daten, von der Planung am Anfang und der Befahrung im Fahrzeug, über die vielfältigen Berechnungen, Verschneidungen und Analysen bis hin zur kartografischen Ausgabe erfolgt komplett in QGIS und in einer PostgreSQL/PostGIS Datenbank. In dem vielfältigen Zusammenspiel in der GIS-Welt zwischen Punkt-, Linien und Flächenobjekten, zeigen wir einige Beispiele aus dem Bereich der Straßenzustandserfassung auf. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/3Z9VLD/
Wie schreibe ich ein GRASS GIS Addon? (fossgis2024)
In diesem Vortrag werden bewährte Praktiken beim Entwickeln von GRASS GIS Addons vorgestellt. Neben der Bibliothek "grass-gis-helpers", die Werkzeuge und Hilfsmittel bereitstellt, wird auch die Nutzung wiederverwendbarer Workflows gezeigt, um durch automatisiertes Linten und Testen die Qualität des Codes sicherzustellen. Abschließend werden einige von uns entwickelte GRASS GIS Addons vorgestellt. Lassen Sie sich inspirieren, um danach vielleicht ein eigenes GRASS GIS Addon zu entwickeln! In diesem Vortrag werden bewährte Methoden und Werkzeuge beleuchtet, die die Entwicklung von GRASS GIS Addons effizienter und zugänglicher gestalten. Der Fokus liegt auf erprobten Praktiken beim Schreiben von GRASS GIS Addons, die es ermöglichen, hochwertige Erweiterungen zu erstellen und in die GRASS GIS Umgebung zu integrieren. Außerdem wird die Bibliothek ["grass-gis-helpers"](https://github.com/mundialis/grass-gis-helpers) vorgestellt, die die Entwicklung von GRASS GIS Addons erleichtert und wertvolle Werkzeuge und Hilfsmittel bereitstellt. Ein weiterer Aspekt des Vortrags wird die Nutzung [wiederverwendbarer Workflows](https://github.com/mundialis/github-workflows) sein. Hier wird erklärt, wie man Workflows zum Linten und Testen in die GRASS GIS Addon Entwicklung integrieren kann, um die Qualität der Erweiterungen sicherzustellen. Abschließend werden einige von uns entwickelte [GRASS GIS Addons](https://mundialis.github.io/grass-addons/) vorgestellt. Dieser Vortrag bietet einen umfassenden Einblick in bewährte Praktiken, innovative Addons und nützliche Tools, die die GRASS GIS Addon Entwicklung erleichtern. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren, um danach vielleicht selbst ein eigenes GRASS GIS Addon zu entwickeln! Zu den [Slides](https://mundialis.github.io/fossgis2024/grass-gis-addon/index.html) about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/BKCPV8/
PyQGIS Schnuppervortrag – Mein erstes Plugin für QGIS (fossgis2024)
Wie erstelle ich mein erstes QGIS-Plugin? Eine Live-Demo für alle, die schon immer wissen wollten, wie es geht. Es gibt in jedem Jahr Beiträge zu Python, PyQGIS und neuen QGIS-Plugins. Ein spannendes Themenfeld, aber wie funktioniert das alles eigentlich und womit fängt man an? Dieser Vortrag gibt einen kurzen und verständlichen Überblick über ein sehr umfangreiches Thema - auch für alle ohne Programmier-Vorkenntnisse. Sei dabei, wie in einfach nachvollziehbaren Schritten live ein Plugin entwickelt wird, und leg gleich danach selbst los! about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/7BLNEG/
Mapbender - die neue Version 4 stellt sich vor (fossgis2024)
In diesem Vortrag soll der Umgang mit dem WebGIS Client Mapbender demonstriert werden. Mapbender bietet die Möglichkeit eine unbegrenzte Anzahl von Anwendungen zu erzeugen. Die Anwendungen können nach Belieben aufgebaut und mit Kartendiensten ausgestattet werden. Es können leicht individuelle Suchen und Datenerfassung aufgebaut werden. Dies erfolgt alles ohne Code schreiben zu müssen. Es wird der Blick in die Administration gerichtet und die Konfiguration von Anwendungen praktisch demonstriert. Dabei wird der Fokus auf die Version 4.0 gesetzt und die Neuerungen und Änderungen werden vorgestellt. **Was ist Mapbender?** Ist eine Software zur Erstellung von webbasierten Kartenanwendungen. Mapbender bietet mächtige Werkzeuge zur Erfassung, Anzeige, Bearbeitung und Verwaltung von Geodaten. Wie ein Content-Management-System (CMS) für Geodaten und Geodienste verfügt Mapbender über eine komfortable webbasierte Oberfläche, um individuelle Anwendungen zu erstellen. Mit nur einer Installation können beliebig viele Anwendungen angelegt und individuell gestaltet werden. Darüber hinaus verfügt Mapbender über eine Benutzerverwaltung und ein Rechtemanagement, um den Zugriff auf Anwendungen zu steuern. Das flexible Rechtemanagement, die Verwaltung von Datenquellen und Kartendiensten, sowie Designanpassung der Oberfläche bieten bieten eine große Gestaltungsfreiheit beim Aufbau von Anwendungen. Anhand einer praktischen Vorstellung lernen Sie Mapbender kennen. Dabei werden folgende Themen vorgestellt - Erstellung einer eigenen Anwendung & Vorstellung der Mapbender Funktionalität - Verwaltung von WMS in Mapbender - Rollen und Rechte in Mapbender - Drucken & Anpassung des Drucklayouts - Erstellung individueller Suchen - Datenerfassung mit dem Digitizer - Designanpassungen about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/G7QA3W/
Stand des GRASS GIS Projekts: Nicht was Sie denken! (fossgis2024)
In unserem Vortrag geben wir einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte des GRASS GIS Projekts, das im Sommer 2023 sein 40-jähriges Jubiläum feierte. Der Fokus liegt darauf, Missverständnisse rund um das Projekt aufzuklären und die tatsächliche Vielseitigkeit und Modernität der aktuellen GRASS GIS Version zu verdeutlichen. Der Vortrag wird einige häufige Missverständnisse ausräumen, wie z.B. "es ist nur eine Kommandozeile", "es ist nur ein Desktop GIS" und mehr. In unserem Vortrag geben wir einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte des [GRASS GIS Projekts](https://grass.osgeo.org/), das im Sommer 2023 sein 40-jähriges Jubiläum feierte. Der Fokus liegt darauf, Missverständnisse rund um das Projekt aufzuklären und die tatsächliche Vielseitigkeit und Modernität der aktuellen GRASS GIS Version zu verdeutlichen. Der Vortrag wird versuchen, einige häufige Missverständnisse über das Projekt auszuräumen, wie z.B. "es ist nur eine Kommandozeile", "es ist nur ein Desktop GIS" und "es gibt es schon lange, also muss es gut finanziert sein". Die wichtigen Verbesserungen der Benutzeroberfläche mit dem neuen Ein-Fenster-Layout erhöhen die Benutzerfreundlichkeit und optimieren das Datenmanagement. Die Parallelisierung vieler Module mit OpenMP ermöglicht eine beschleunigte Verarbeitung großer Datensätze. Die Codequalität sowohl in C, C++ als auch in Python wurde durch strengere Compiler-Konfigurationen massiv verbessert. Der Vortrag geht auch auf die Integration von GRASS GIS in verschiedene Workflows ein und zeigt Anwendungsmöglichkeiten in Python, R, QGIS, auf der Kommandozeile und in der Cloud. Abschließend werden neue Community-Aktivitäten und Finanzierungsmöglichkeiten über [OpenCollective.com](https://opencollective.com/osgeo/projects/grass) vorgestellt. Zu den [Slides](https://htmlpreview.github.io/?https://github.com/neteler/grass-gis-talks-markus/blob/main/fossgis2024.html#/) about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/SYY9NM/
STAC - Einführung und Neuigkeiten (fossgis2024)
Die STAC-Spezifikationen (SpatioTemporal Asset Catalog) sind eine flexible Sprache zur Beschreibung von Geodaten in verschiedenen Bereichen und für eine Vielzahl von Anwendungsfällen. In diesem Vortrag wird der aktuelle Stand der Spezifikationen vorgestellt, zu denen die STAC-Spezifikation für statische Kataloge und die auf OGC-APIs aufbauende API-Spezifikation gehören. Hierbei wird ein Fokus darauf liegem, was neu in STAC Version 1.1 enthalten ist. Zudem gibt es Informationen zu den Änderungen Die STAC-Spezifikationen (SpatioTemporal Asset Catalog) sind eine flexible Sprache zur Beschreibung von Geodaten in verschiedenen Bereichen und für eine Vielzahl von Anwendungsfällen. In diesem Vortrag wird der aktuelle Stand der Spezifikationen vorgestellt, zu denen die STAC-Spezifikation für statische Kataloge und die auf OGC-APIs aufbauende API-Spezifikation gehören. Hierbei wird ein Fokus darauf liegem, was neu in STAC Version 1.1 enthalten ist. Zudem gibt es Informationen zu den Änderungen bei den STAC API-Erweiterungen. Schlussendlich wird noch ein Blick auf das Open-Source-Ökosystem von STAC geworfen. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/LTQY9U/
Automatisierte Bestimmung der Straßenbeschaffenheit mit Machine Learning (fossgis2024)
Flächendeckende Daten zu Straßenbeschaffenheit in einem einheitlichen Format wären für Routing oder Stadtplanung eine hilfreiche Information. Das mFund Projekt „SurfaceAI“ hat sich zum Ziel gesetzt, auf offenen Daten ein Machine Learning Modell zu trainieren, das den Belag und die Qualität der Straßenoberfläche anhand eines Fotos mit hoher Genauigkeit erkennt. Das Modell bildet die Grundlage, um Straßenbilder mit georeferenzierten Datensätzen auf Straßenebene zu verknüpfen. Flächendeckende Daten zu Straßenbelag und -qualität in einem einheitlichen Format, insbesondere von Rad- und Gehwegen, sind aktuell nicht vorhanden, jedoch wären sie für Routinganwendungen oder Stadtplanungsprojekte eine hilfreiche Information. Das aktuell laufende mFund Projekt „SurfaceAI“ hat sich zum Ziel gesetzt, auf bestehenden offen verfügbaren Daten ein Machine Learning Modell zu trainieren, das den Belag und die Qualität der Straßenoberfläche anhand eines entsprechenden Fotos mit hoher Genauigkeit erkennt. Das Modell bildet die Grundlage, um Straßenbilder, insbesondere bestehende umfassende Bildbestände in der Plattform für Straßenbilder Mapillary mit entsprechenden Informationen anzureichern. Werden diese mit dem OpenStreetMap Straßennetz verschnitten, so lassen sich daraus neue offene Daten zu Straßenbeschaffenheit für verschiedene Städte und Kommunen generieren. Zusätzlich zu den berechneten Daten ist ein weiteres Ziel des Projektes, das Modell zur Auswertung sowie Verknüpfung neuer oder aktualisierter Bilddatensätze frei zur Verfügung zu stellen. Es werden im Rahmen des Vortrags bisherige Erkenntnisse und Fortschritte des Projekts geteilt – dieses läuft von November 2023 bis Dezember 2024. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/MHTEAN/
Sovereign Cloud Stack (SCS): Offene, föderierbare Cloud-Technologie für jeden Sektor (fossgis2024)
Die zertifizierbaren offenen Standards und eine OS-Referenzimplementierung für einen vollständigen, modularen Cloud- und Container Stack der Sovereign Cloud Stack (SCS) Community ermöglichen auch kleineren und mittleren Providern sowie internen IT-Dienstleistern State-of-the-art-Technologie einzusetzen. Die Standards ermöglichen außerdem, Cloud-Ressourcen organisationsübergreifend zu föderieren und somit gemeinschaftlich und dezentral ein leistungsstarkes „Sovereign Cloud Grid“ zu bilden. Leistungsfähige, externe Cloud-Dienste (Public Cloud) bergen vielfach die Gefahr großer Abhängigkeiten, mangelnder Kontrolle und geringer Einflussmöglichkeiten auf die Technik. Eigene leistungsfähige Infrastrukturen (Private Cloud) aufzubauen und zu betreiben, ist für viele Unternehmen und Organisationen jedoch eine große Herausforderung. Sovereign Cloud Stack (SCS) bringt Entwickler und Betreiber vollständig offener Cloud-Technologie sektorübergreifend zusammen, um gemeinschaftlich einen standardisierten OS-Cloud- und Container-Stack inklusive Betriebswerkzeuge zu entwickeln sowie Betriebswissen auszutauschen, systematisch zu erfassen, zu dokumentieren und öffentlich nutzbar zu machen. Auf diese Weise können Abhängigkeiten von großen Cloud-Anbietern reduziert und echte digitale Souveränität gefördert werden. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/FHTKUF/
Einsatz von Open Data und Open Source in HH - Eine erfolgsversprechende Strategie! (fossgis2024)
Der Geschäftsführer des Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg, Thomas Eichhorn, gibt einen Einblick wie Open Data und Open Source in Hamburg im Bereich der Geoinformationen eingesetzt wird. Bereits seit rund 20 Jahren setzt Hamburg im Bereich der Geoinformationen auf den Einsatz von Open Source Software. Ob als Software-as-a-Service oder in eigenverantwortlicher Entwicklung, das Portfolio des LGV im Bereich Open Source ist breit gefächert und hat sich in den Jahren neben proprietärer Software bewährt. Der Geschäftsführer des Landesbetriebes Geoinformation und Vermessung gibt einen Einblick, wie Open Data und Open Source in Hamburg eingesetzt werden und welche Erfolgsstory sich dahinter verbirgt. about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/PH83EQ/
Eröffnung (fossgis2024)
Feierliche Eröffnung der Konferenz durch Vertreter des FOSSGIS e.V. mit wertvollen Hinweisen zum Ablauf und der Organisation. - Jörg Thomsen - Eröffnung der Konferenz 2024 in Hamburg-Harburg durch den Vorsitzenden des FOSSGIS e.V. - Grußworte und Organisatorisches von der Technische Universität Hamburg (TU Hamburg) - Ankündigung der Keynotes about this event: https://pretalx.com/fossgis2024/talk/YRY3GB/
How to Slides (clt24)
von LaTeX Beamer zu Markdown Marp Ich durfte in verschiedenen Kontexten Erkenntnisse in Vorträgen präsentieren. Von Leistungstests für Software im akademischen Umfeld über Verprobungen in Unternehmen als auch ein paar Lightning Talks. Und während manche Vorträge gut ohne Begleitmaterial funktionieren, braucht es für viele doch Folien. Doch woher kommen die Folien? Und wie lassen sie sich reproduzierbar generieren, bestenfalls mit Versionskontrolle? Ich möchte zeigen wie sich für verschiedene Anwendungsszenarien verschiedene Präsentationstools eignen. Warum ich früher mehr mit LaTeX Beamer und heute oft mehr mit Markdown arbeite. (Spoiler: die Anforderungen haben sich geändert). Wie sich beide im Bedarfsfall zusammenbringen lassen. Und natürlich zeigen, wie auch ihr damit schnell Folien bauen könnt. Denn in 5min für einen Lightning Talk in 5min eine Präsentation bauen hat andere Anforderungen als um Graphen zu annotieren. Ich beschränke mich dabei auf WYSIWYM Tools, bei denen PDF oder Webseiten als Resultat herausfallen. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/321
Sieve (clt24)
Sieve – einfach, steinalt, funktionell, lesbar. Sortiert deine E-Mails. Via Sieve werden Filterregeln und Abwesenheitsnotizen auf Mail-Servern verwaltet. Über einen geeigneten Client (oder per Texteditor :-) ) erstellte Scripte sorgen auf dem Mail-Server für verschiedenste Aktionen: * Automatische Antwort * Weiterleitung * Verschieben * Ablehnung * Löschen * Flags setzen * ... Der Vortrag gibt einen Überblick über * die Historie * Nutzen * Möglichkeiten * Server und Clients * Technik * ... about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/293
FPGA Entwicklung und Verifikation mit freier Software (clt24)
FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) sind nun schon länger verfügbar und haben sich für viele Anwendungszwecke (digitale Signalverarbeitung, Netzwerk, Kryptobeschleuniger etc.) etabliert. Seit geraumer Zeit gibt es auch Evaluierungsboards, die für Hobbyzwecke bezahlbar und brauchbar sind. Die Herausforderung waren bisher die Entwicklungswerkzeuge. Man war dafür auf proprietäre Software der FPGA-Hersteller angewiesen, mit allen ihren Macken (Lizenzmanager etc.) oder Fehlern. Zum Glück hat sich das in den letzten Jahren geändert. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über den Prozess zur Entwicklung und Verifikation von FPGA-Firmware, und wie dieser Prozess mit Tools auf Basis freier Software teilweise oder komplett abgebildet werden kann. Er geht kurz auf den allgemeinen Prozess ein und gibt für die verschiedenen Teile Beispiele für die Anwendung freier Tools. Außerdem stellt er einige interessante FPGA-Projekte vor, die auf Basis freier Software realisiert worden. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/194
Normalisiert informationelle Selbstbestimmung! (clt24)
Immer bequemer wird das Leben dank digitaler Weiterentwicklungen (wenn auch oft in zweifelhafter Form). Doch während es immer leichter wird, digitale Angebote zu verbreiten, wird es für den Einzelnen immer schwerer, selbstbestimmt zu entscheiden und zu handeln. So steht man, wenn man seine eigenen Daten schützen möchte oder sich mit den Vorgehensweisen großer Konzerne nicht einverstanden erklären möchte, immer öfter am Rand der Gesellschaft und sieht sich Rechtfertigungsdruck oder Ausgrenzung ausgesetzt. Mit diesem Impulsvortrag möchte ich dafür sensibilisieren, sich selber digital zu verteidigen oder auch als Ally das Verständnis zu verbreiten, dass informationell selbstbestimmt nutzbare Angebote das alte neue Normal werden müssen, um niemanden alleine zu lassen. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/291
make CLT (clt24)
Viele Hände und Arbeit ohne Ende - das sind die Chemnitzer Linux-Tage. Wir schauen uns einmal das Makefile an. Statt Tabs und Spaces spielen hier Gespräche, Notizen, Zeit und Süßigkeiten eine Rolle. Wir wollen hinter die Kulissen blicken und zeigen, was notwendig ist, um die CLT zu der Veranstaltung zu machen, die sie ist. Wir gehen unter anderem auf die einzelnen Gewerke ein, welche Tools genutzt werden und erzählen ein paar Anekdoten aus früheren Jahren. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/329
Sichere automatisierte Ver-/Entschlüsselung für DevSecOps (clt24)
Sichere Verschlüsselung erfordert in irgendeiner Art und Weise einen Schlüssel, z.B. ein Passwort oder ein Hardware-Token. Dies funktioniert recht gut mit einem Gerät, skaliert aber nicht besonders gut. Insbesondere im Cloud-Umfeld oder bei DevSecOps-Containern funktionieren Passwörter nur bedingt. Hier kommt automatisierte Ver-/Entschlüsselung ins Spiel. Mit Clevis/Tang lässt sich Policy-basierte Verschlüsselung umsetzen. So kann man z.B. in der Network Based Disk Encryption Volumes mittels LUKS verschlüsseln und den Schlüssel zur Entschlüsselung beim booten von einem Server abholen. Damit lassen sich tausende von Volumes in einem RZ automatisiert booten, obwohl die Festplatten verschlüsselt sind. Aber auch andere Szenarien im Secrets Management für DevSecSop sind denkbar. Der Vortrag stellt die Kryptographie in diesem System vor und zeigt Einsatzszenarien dafür auf. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Sicherheitsarchitektur der Kryptographie. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/212
(Fast) alles was man an der Uni nicht lernt (clt24)
Im Rahmen eines Informatikstudiums lernt man viele verschiedene Fähigkeiten und studiert eine Vielzahl von Themen. Aber wie viel davon ist tatsächlich bei der Arbeit als Software Entwickler nützlich? Ist das meiste der erworbenen Kenntnisse relevant für die tägliche Entwicklungsarbeit, insbesondere wenn es um Open-Source-Projekte geht? Der Vortrag beleuchtet, welche Fähigkeiten benötigt werden, um ein erfolgreicher Contributor und Maintainer eines Open-Source-Projektes zu sein. Fähigkeiten, die normalerweise nicht an der Universität gelehrt werden. Dazu gehören insbesondere Soft Skills, Community & People Management und sich selber vor einem Burnout bewahren, denn schließlich gilt »writing code – that's the easy part«. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/322
Dateisysteme sicher freigeben mit gssproxy (clt24)
Vom Webdienst bis zum Netzwerk-Login gehört die Transportverschlüsselung der übertragenen Daten längst zu den selbstverständlichen Eigenschaften der dafür eingesetzten Protokolle. Kurioserweise gilt das aber nicht, wenn komplette Dateisysteme über das Netzwerk exportiert werden. Die dabei gebräuchlichen Verfahren NFS und SMB bieten zwar sichere Varianten an, doch allzu oft wählen Admins hier in der Praxis noch den einfachen Weg und vertrauen auf die Integrität des Netzwerks. Tatsächlich knüpfen SMB wie NFS in den gängigen Versionen Transportverschlüsselung an starke User-Authentisierung und schaffen dadurch zusätzliche Hürden vor allem für nicht-interaktive Zugriffe auf Multi-User-Umgebungen. Die Komplexität der dafür vorhandenen Lösungswege hat so manches Admin-Team kapitulieren und auf die althergebrachten unverschlüsselten Verfahren zurückfallen lassen. Dabei gibt es als Abhilfe seit einigen Jahren den Dienst gssproxy, der die anfallenden Aufgaben mit minimalem Konfigurationsaufwand erledigt. Der Vortrag zeigt an praxisnahen Beispielen das Zusammenspiel von gssproxy mit NFS- und SMB-Clients auf aktuellen Linux-Systemen und erläutert die passenden Einstellungen für typische Einsatzzwecke. Auf der theoretischen Seite gibt es zudem noch Hintergrundwissen zur technischen Basis um Kerberos und dessen Erweiterungen für Delegation und Impersonifizierung. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/280
Administration und Moderation auf Mastodon (clt24)
Neue Software zu testen, ist toll, und im Fediverse gibt es so viele Dienste zum Ausprobieren und Lernen. Doch was kommt nach dem Aufsetzen eines Servers? Wie viel Aufwand sind Administration und Moderation auf einer öffentlichen Mastodon-Instanz? Welche Aufgaben fallen an, welche Regeln gibt es und wie kann mit Problemen umgegangen werden? Ich möchte einen Einblick in meiner Arbeit auf dresden.network geben und Erfahrungen aus den Fediverse-Moderationstreffen teilen. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/238
gnuplot – Ein Bild sagt mehr als 1000 Zahlen … (clt24)
gnuplot in meiner UNIX-Werkzeugkiste seit mehr als einem Jahrzehnt nicht wegzudenken! gnuplot kann viel mehr, als nur mathematische Funktionen (schön) zu plotten. Wann immer man ein paar Zahlen antrifft, die irgendwie in zusammen gehören (ob Spritpreise, das Wetter, vielleicht ja sogar die Lottozahlen) – eine Grafik zeigt Zusammenhänge und Entwicklungen. Und das geht super einfach mit nur wenigen, intuitiven Befehlen. Im Vortrag wird an verschiedenen Beispielen erklärt, wie man Zahlen in informative und skalierbare Grafiken vewandeln kann, und wie man mit gnuplot Daten auswerten und Kurven-Fits an Ausgleichsfunktionen in Sekundenschnelle erstellen kann. about this event: https://chemnitzer.linux-tage.de/2024/de/programm/beitrag/285